Sie hatte Mariella gefunden. Die alte Frau, die in Viola ihr eigenes verlorenes Kind hatte sehen wollen und schon in zwanghaftem Wahn in einem schäbigen Holzverschlag im Armenviertel, in einer vergessenen Gasse immer auf "ihre Kleine" gewartet hatte.
Nun war Viola sie also los und vor ihren lästigen Nachstellungen sicher.
Es schnürte Darna das Herz zusammen, als sie den alten, ausgemergelten und nun auch von der Pest gezeichneten Körper hochhob, er schien gerade mal so schwer wie ein stabiler Stuhl. Die Alte war kaum wiederzuerkennen, doch sie musste es sein. Hunderte Nächte in Armut und Elend, eine kalte Winternacht hatte die Ritterin ein wenig erwärmen und erhellen können. Eine Erinnerung von hunderten. Wog sie die Erinnerung Mariellas, von Viola zuletzt nichts als ruppig fortgestoßen worden zu sein, auf?
"Und ist es das, was du das Letzte hattest sein wollen lassen, Viola? Es war euer letztes Zusammentreffen, kümmert es dich? Würde es dich rühren, irgendwo schmerzen? Ein Mensch, der dir, aus welchen wirren Gründen auch immer, eine Mutter hätte sein wollen. Ist es dir gleich? Wärst du gar froh? Für manche Dinge kann es zu spät sein. Manche Worte können die letzten gewesen sein, ohne daß du es erwartet hättest. So wie bei mir und Degenhard. Und ob ich Andrey je wiederfinden werde... wobei, 'finden' - welch übertriebener Gedanke. Ich wüsste ja nicht mal, wo ich ihn suchen sollte. Ob ich Andrey je wiedersehen werde, wird es wohl heißen müssen. Und wenn nicht, werden diese förmlich distanzierten Momente im Speisesaal des Klosters die letzten gewesen sein.
Es gibt Menschen, die sagen: Lebe jeden Moment, als wär es dein letzter!
Etwas daran ist wahr und doch unmöglich, zu vollbringen. Aber mühen sollten wir uns also wohl, hm?"
Sie hatte den ganzen Nachmittag im Elend des Armenviertels zugebracht, hatte das Klagen der Leute gehört, die auf die rauchenden Trümmer dessen sahen, was zuvor das Haus ihrer Nachbarn gewesen war - dem Tod folgte das Feuer. Oft war es auch gespenstisch still gewesen, Fensterläden und Türen vernagelt und blind. In einigen Augen hatte sie den Zweifel gesehen, ob man hoffen durfte, wenn eine Person wie sie mit den Symbolen des Adlers auf der Rüstung durch diese Gosse schritt - oder war es gar nur der Vorbote, daß tatsächlich alles vorbei war?
Einige klagten ihr ihr hilfloses Leid und ihr Elend, und sie mühte sich, selbst mit nach kurzer Zeit leeren Händen wenigstens zuzuhören. Welche Bedeutung hatten hier noch Worte? Oft fand sie kaum welche. Was gab es angesichts dieses Leides zu sagen, was nicht nach hohlem Geschwafel klang? Sie war kein Priester, der selbst solch eine Aufgabe meistern können musste. Sie wünschte sich, sie hätte etwas bewegen können.
Etwas Trost, den sie zu geben versuchte.
"Jetzt haben sie uns sogar das Wasser fortgenommen! Sie wollen uns alle elendig verrecken lassen, damit sie schneller das ganze verseuchte Viertel abbrennen können!" - nein, wenigstens solchen Vorwürfen wusste sie zu widersprechen. Und sie sah das erschrockene Anhalten der Luft, wenn ihre ernste Stimme von den Gründen und Maßnahmen des Grafen erzählte. Worte, die die Menschen ihr glauben konnten, weil sie jene war, die sie war - jeder schien zu wissen, daß Darna von Elbenau für solche Informationen dem Grafen nahe genug stand.
Bei einem besonders verstockten Mann, wo die Hoffnung, daß er überhaupt der Vernunft noch zugänglich war, immer dünner wurde, reichte das Hochklappen des Visieres nicht. "Ich bin Darna von Elbenau! Woran muß ich Euch das beweisen?"
"Das könnt Ihr leicht behaupten, am Gesicht kann man's ja nicht sehen!"
Ihr Gesicht? Kurz stutzte sie. Dann zog sie die Maske mit einem Ruck runter. Und das Weiten der Pupillen des Mannes ließ sie das erste Mal für ihre Narben dankbar sein. Als sie die Maske wieder hochzog, wusste sie, daß sie bis zum Äußersten gegangen war. Und sie hatte einen kleinen Sieg damit errungen.
Sie näherte sich dem Nordtor, den starren Leichnam auf den Armen wie ein zu groß geratenes Kind, und die Wachen öffneten wort- und widerstandlos, gutteils selber mit leerem Blick.
Daß vor dem Südtor Kämpfe gegen auferstandene Tote stattfanden, wusste sie nicht. Schien sie sonst das Chaos anzuziehen, war sie diesmal still an ihm vorbeigegangen, unbemerkt... sie hätte eh nicht rausgekonnt, nicht helfen können, und auch nicht helfen müssen. Stattdessen ein vergessener Teil des Lebens aufgesammelt und fortgetragen.
Die Flammen warfen Schatten an die Felsen der Schlucht. Und lange zögerte sie. Es wäre schon schwer genug gewesen, ginge es nur allein um das Feuer. Bilder eines Scheiterhaufens drängten wieder nach oben. Ein Feuer, in dem auch Aradan verbrannte.
"Nicht das Feuer ist schlecht. Es soll helfen. Es ist notwendig."
Kalte Schauder liefen ihr ein ums andere Mal über den Rücken, und irgendwann konnte es die Furcht vor dem Feuer alleine nicht mehr sein. Die Grube, die Ränder der Flammen, die Schatten, eine unwirkliche Kälte...
Etwas schien sich in der einbrechenden Dunkelheit zu ballen und auf das Bündel Fleisch in ihren Armen zu lauern. Sie wagte es auch einem nicht erklärlichen Grund nicht einmal, Mariella vorsichtig zu Boden zu legen, um mit den Gardisten zu sprechen, die hier still und nervös zugleich Wache hielten.
"Was ist hier geschehen?"
Nur zögernd kamen die Brocken an Erklärungen, die reichten, damit sich ihr die Haare sträubten. Ein eisiger Schatten, der durch die Pestgruben gegangen war? Eine Gestalt, hinter der sich Leichen aufrichteten und in einem Nebel verschwanden, der nach Südosten zog? Namenloser Schrecken?
"Herrin, steh uns bei."
Sie schaute auf die sterblichen Überreste, die sie trug, geborgen hatte. Adrians Worte hallten in ihr nach: "Es konnte kein Segen für sie gesprochen werden, es waren zu viele, zu viel Not." Mariella nun an diesen Ort bringen, nach dem der Rabendämon seine Klauen ausgestreckt hatte? Wohin sonst? "Und bringst du sie auf geweihten Boden, welches Recht sprichst du allen anderen dann ab? Und du lässt sie dann hier allein zurück, jeden anderen... oder ist es schon zu spät? Die Ernte eingeholt, und was hier ist, kann nur vergröß... N E I N!"
Sie legte die tote Frau auf den Boden vor der Feuergrube, und als sie sich konzentrierend das Gefühl gewann, daß Schatten, Kälte und Angst gierig auf sie zukrochen, zog sie ihr Schwert und hielt es flach schützend über den Leib, der sich selber nicht mehr wehren konnte. Sie hätte nicht beweisen können, daß hier etwas war. Sie konnte nur vertrauen und sich dem Feind, gleich ob präsent oder nicht, entgegenstellen, wo sie es für nötig hielt.
"Zweifel ist die einzige Krankheit, die dem Glauben zu schaden vermag. Und das Verblassen von Hoffnung sein einziger Tod."
Die Stimme, die durch die Schlucht hallte, klang fest, fast streng, voller Zuversicht:
"Und es kam die Zeit, da wurde die Macht und der Hunger des von Alatar geschaffenen Dämons schier unermeßlich, das Blut der Toten war sein verdorbenes Kleid.
Doch Temora war mit den Menschen, ihre Waffe Nastad e-goth im roten Glanz. Ihr Anblick ließ den Mantel aus Blut fallen, unerträglich für den Dämon ihre Gestalt, und ihr Schwert fürchtete auch er. Ihr Befehl sein Auftrag: Keine Seele zu holen vor ihrer Zeit!
Und wagt der Totendämon die Auflehnung, lass mein Schwert, Herrin Temora, in deinem Namen walten! Wacht und Wehr will ich in deinem Namen bieten, jedem Leib hier, wie es die Totenwacht gebietet. Dieser Frau und jenen, die hier liegen, gelte mein Schutz als dein Werkzeug.
Dein Schild schirme die Seelen, die unter deine Obhut kommen. Ich bitte, lasse mich Teil deines Schildes sein. Dein Schwert verteidigt die Seelen, nach denen finstere Mächte greifen. Ich bitte, lasse mich Teil deines Schwertes sein."
Sie blickte auf Mariella, und die Stimme wurde sanfter:
"Deinem Leib die Flamme als letzte Wehr gegen die Klauen der Dunkelheit. Deiner Seele die Flamme als letzter Wegweiser zurück in die Harmonie Eluives. Mögen die guten Götter dich und alle anderen schützen, Mariella", leise schloß sie, "und heute Nacht passe ich auf dich auf."
Knochen waren Asche geworden, als sich dem Feuer der Gruben zwei Menschen näherten, die sie hier zu sehen leise traurig und leise froh stimmte...
[PestQuest] Der Tod kehrt nach Varuna ein!
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Darna von Hohenfels
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Mariam Draka
Seit ihr ankunft wandert Sie durch die Straßen. Die Herbergen sind entweder zu Lazaretten verkommen oder die Herbergsväter haben rechtzeitig das weite gesucht. Ein kleines Haus dient für Sie als unterschlupf. Der Bewohner, wohl starker Alkoholiker und sehr unordentlich, schien auch das Haus verlassen zu haben....
oder seine verweste Leiche liegt irgendwo unter diesem Haufen vom Dreck.
Dennoch, war es ausreichend für das, was Sie plante.
Sie musste aus Varuna ausbrechen. Sie durfte keine Zeit verlieren.
Sie musste, es sollte doch für eine Schatten ein leichtes sein.
Ja, eine Schatten.
Sie war eine Schatten und kam mit dem Ziel, die Schatten, die sich um jenen omnimösen Schattenlord sammelten und grupperiten aufzusuchen.
Langsam bekam Sie alles zusammen, was Sie brauchte. Es war bald Zeit, nicht mehr lange.
Sie hustete, woher nur, kam dieser verdammte Husten. Sie musste sich wohl eine Grippe auf der kalten, rauen See eingefangen haben. Dennoch konnte Sie sich damit nicht beschäftigen, nein, sie musste fliehen, aus Varuna hinaus und ihr Ziel finden.
Es ging nicht anders, denn Varunas Angelegenheiten waren nicht die ihre und die Pest, die würde Sie schon nicht bekommen. Vermied Sie jeglichen Kontakt mit jeglichen Personen.
So hiess es weiter planen, weiter die Gardisten und ihre Ablösen aufzukundschaften und bald, dann in tiefster Nacht über den Wall entkommen, in die Freiheit.
Sie war eine Schatten, sie würde das schon schaffen.
oder seine verweste Leiche liegt irgendwo unter diesem Haufen vom Dreck.
Dennoch, war es ausreichend für das, was Sie plante.
Sie musste aus Varuna ausbrechen. Sie durfte keine Zeit verlieren.
Sie musste, es sollte doch für eine Schatten ein leichtes sein.
Ja, eine Schatten.
Sie war eine Schatten und kam mit dem Ziel, die Schatten, die sich um jenen omnimösen Schattenlord sammelten und grupperiten aufzusuchen.
Langsam bekam Sie alles zusammen, was Sie brauchte. Es war bald Zeit, nicht mehr lange.
Sie hustete, woher nur, kam dieser verdammte Husten. Sie musste sich wohl eine Grippe auf der kalten, rauen See eingefangen haben. Dennoch konnte Sie sich damit nicht beschäftigen, nein, sie musste fliehen, aus Varuna hinaus und ihr Ziel finden.
Es ging nicht anders, denn Varunas Angelegenheiten waren nicht die ihre und die Pest, die würde Sie schon nicht bekommen. Vermied Sie jeglichen Kontakt mit jeglichen Personen.
So hiess es weiter planen, weiter die Gardisten und ihre Ablösen aufzukundschaften und bald, dann in tiefster Nacht über den Wall entkommen, in die Freiheit.
Sie war eine Schatten, sie würde das schon schaffen.
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Es war so frustrierend, zum Haare ausreissen! Sie die Heilerin, lag im Bett und wurde von Zoe fürsorglich behandelt. Sie wollte helfen, aber konnte es nicht. Sie nahm sich die Bücher ihrer Mutter vor. In ihrem Kräuterbuch fand sie einige wertvolle Hinweise, jedoch hatten schon andere diese Pflanzen "entdeckt" und somit konnte Lili nichts neues hinzusteuern. Sie fühlte sich nutzlos und haderte mit ihrem Schicksal. Nur ein winziger Tropfen war es gewesen, aber er traf sie ins ungeschützte Auge und so gab Lili die Anweisung daß alle ihre Augen auch vor dem äußerst gefährlichen und ansteckendem Sekret schützen sollten. Jedoch schien ihr, als würde niemand ihre Sorge teilen. "Wer hört schon auf eine Heilerin" hatte sie oft schon ehr scherzhaft gesagt, wenn Patienten ihre Ratschläge nicht befolgten, doch wenn dieser Spruch schon zum Teil galt, auf eine kranke Heilerin schien nun wirklich niemand zu hören. Zumindest hatte sie den Eindruck. Sie war unzufrieden mit ihrer Lage, war zum Nichtstun verdammt und das besserte ihre Laune nicht gerade, so daß es wohl auch gar nicht so einfach für Elnesta und Zoe war.

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Wijay Loreen
Chaos herbeizurufen bedeutete es einzudämmen. Chaos war schwer kontrollierbar. Selbst die Herbeiführung eines Solchen war nicht immer ein Leichtes. Doch Loreen musste nichts dafür tun, jetzt wo die Heiler, überraschend schnell wie sie zugeben musste, ein Heilmittel fanden. Doch es war egal. Denn der Rabe hatte, was ihm zustand. Eine kleine Armee von Seelen, und gleichwohl ob sie freiwillig oder unfreiwillig mit ihm gingen. Er würde ihnen einen Platz in seinen Reihen zuweisen. Wijay sah Seelen, die zu bereit waren, Kra'thor zu folgen. Und so rechnete sie damit dass ehemalige stolze Varuner Gardisten würdige Soldaten des Einen werden würden.
"Wir müssen verhindern dass die Gardisten den Keller einst entdecken mögen", sprach sie zu Vikko am darauffolgenden Abend. "Die Wachen werden auch unser Haus durchkämmen, und Kra'thor weiß was uns blüht, finden sie unsere Kammern. Erfahren sie, dass ich für diesen massenmord verantwortlich bin, werden wir schneller am Galgen baumeln als wir uns ausmalen möchten. Eine Verhandlung wäre nur noch eine Farce." Und so begannen sie die Klapptür, die in den Keller führte herauszustämmen um eine dickere einzubauen. Eine die so dick war, dass man keinen hohlraum identifizieren konnte.
Es war schon ein kunstwerk die verborgene Tür in der Steinmauer zum Vorraum des Kellers zu finden. Sie klopfte den nackten Stein ab - Nein - theoretisch würde man nichts finden. Die Türe und der Mechanismus waren perfekt getarnt.
Um den Eindruck zu verstärken, dass keiner den Kellereingang als solchen identifizieren würde wurden die Bodenbalken dicker geschnitten - Vikko war da sehr begabt - und vernagelt - dabei würde Wijay mithelfen. Anschließend wurde eine Kommode darübergestellt. Im Falle wenn die Gardisten den geheimen Eingang finden würden, hatte sie schon eine perfekte Ausrede. Das Spiel musste nur perfekt gespielt werden und niemandem würde etwas passieren.
Andernfalls musste man sich etwas einfallen lassen, um aus Varuna fliehen zu können. Eine zweite Teleportation würde Kra'thor wohl für sie nicht vollbringen. Und sie war außerdem noch geistig zu geschwächt nach den Strapazen dieses Rituals.
Während Varuna in die Normalität zurückkehrte, und Loreen war dies nur zu recht - wusste sie dass es nichts bringt, alles Leben auszulöschen, denn die Nachkommen blieben aus - musste sie also zusehen, dass alle Spuren verwischt wurden. Die üblichen Phiolen mit Krankheitsmittel und Gegenmittel wurden sicher aufbewahrt. Vielleicht würde man sie einst brauchen. Doch im Moment gab es Wichtigeres.
"Wir müssen verhindern dass die Gardisten den Keller einst entdecken mögen", sprach sie zu Vikko am darauffolgenden Abend. "Die Wachen werden auch unser Haus durchkämmen, und Kra'thor weiß was uns blüht, finden sie unsere Kammern. Erfahren sie, dass ich für diesen massenmord verantwortlich bin, werden wir schneller am Galgen baumeln als wir uns ausmalen möchten. Eine Verhandlung wäre nur noch eine Farce." Und so begannen sie die Klapptür, die in den Keller führte herauszustämmen um eine dickere einzubauen. Eine die so dick war, dass man keinen hohlraum identifizieren konnte.
Es war schon ein kunstwerk die verborgene Tür in der Steinmauer zum Vorraum des Kellers zu finden. Sie klopfte den nackten Stein ab - Nein - theoretisch würde man nichts finden. Die Türe und der Mechanismus waren perfekt getarnt.
Um den Eindruck zu verstärken, dass keiner den Kellereingang als solchen identifizieren würde wurden die Bodenbalken dicker geschnitten - Vikko war da sehr begabt - und vernagelt - dabei würde Wijay mithelfen. Anschließend wurde eine Kommode darübergestellt. Im Falle wenn die Gardisten den geheimen Eingang finden würden, hatte sie schon eine perfekte Ausrede. Das Spiel musste nur perfekt gespielt werden und niemandem würde etwas passieren.
Andernfalls musste man sich etwas einfallen lassen, um aus Varuna fliehen zu können. Eine zweite Teleportation würde Kra'thor wohl für sie nicht vollbringen. Und sie war außerdem noch geistig zu geschwächt nach den Strapazen dieses Rituals.
Während Varuna in die Normalität zurückkehrte, und Loreen war dies nur zu recht - wusste sie dass es nichts bringt, alles Leben auszulöschen, denn die Nachkommen blieben aus - musste sie also zusehen, dass alle Spuren verwischt wurden. Die üblichen Phiolen mit Krankheitsmittel und Gegenmittel wurden sicher aufbewahrt. Vielleicht würde man sie einst brauchen. Doch im Moment gab es Wichtigeres.
Zuletzt geändert von Wijay Loreen am Freitag 17. August 2007, 00:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Kilyan Carnova
Euphorie
*irgendwie habe ich es in letzter Zeit nicht so mit dem richtigen Einloggen, natürlich ist der Autor dieses Posts Vikko Allago*
Euphorie
Vikko stand immer noch ein breites Lächeln im Gesicht. Er hatte die Macht Kra'thors gesehen, gespürt, gerochen. Wie in einem Rausch hatte er alle Eindrücke in sich aufgesogen.
rotes Blut;
der metallische Geruch;
sich formende Schatten;
vollkommene Dunkelheit;
die letzten Atemzüge des Opfers;
die kreischende Seele;
der Schnitter;
eine Umarmung;
der Wächter.
Er konnte es immer noch kaum fassen, was passiert war.
Sie würden entlohnt werden, dass waren die Worte des obersten Dieners von seinem Herren. Er fühlte sich erhaben und nichts konnte dieser Tage, seine euphorische Stimmung trüben. Das ein Heilmittel gefunden wurde, war ihm gleich, Kra'thor hatte seine Ernte eingefahren und eine kleine aber feine Armee für sich beansprucht.
Der Diener des Raben legte sich in die Felle, verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und ging immer wieder das Geschehen in den heiligsten aller Hallen durch. Es hatte ihn bis in die Haarwurzeln beeindruckt, ihn von Kopf bis Fuß in ein Hochgefühl versetzt, welches er so noch nie erlebt hatte. Es war wirklich...vollkommen.
Nach einigen Minuten oder Stunden, des wachen Genusses schloss er die Augen und gab sich langsam aber sicher seiner Müdigkeit hin. Er glitt hinüber in sein Unterbewusstsein, in den Teil, den Kra'thor zu berühren wusste, in dem Teil, in dem Vikko nicht nur ihm sondern auch sich selbst Nacht für Nacht begegnete. Sein letzter wacher Gedanke galt seiner Entscheidung die er für einiger Zeit gefällt hatte, seiner Entscheidung zu Dienen.
Niemals fühlte er sich so in seinem Tun bestätigt, denn die Träume, die er seid dem Ritual hatte, waren deutlicher, realer und sie alle hatten die dunkle Färbung seines Herren, als ob dieser sich im Moment nur um Vikko kümmern würde.
Euphorie
Vikko stand immer noch ein breites Lächeln im Gesicht. Er hatte die Macht Kra'thors gesehen, gespürt, gerochen. Wie in einem Rausch hatte er alle Eindrücke in sich aufgesogen.
rotes Blut;
der metallische Geruch;
sich formende Schatten;
vollkommene Dunkelheit;
die letzten Atemzüge des Opfers;
die kreischende Seele;
der Schnitter;
eine Umarmung;
der Wächter.
Er konnte es immer noch kaum fassen, was passiert war.
Sie würden entlohnt werden, dass waren die Worte des obersten Dieners von seinem Herren. Er fühlte sich erhaben und nichts konnte dieser Tage, seine euphorische Stimmung trüben. Das ein Heilmittel gefunden wurde, war ihm gleich, Kra'thor hatte seine Ernte eingefahren und eine kleine aber feine Armee für sich beansprucht.
Der Diener des Raben legte sich in die Felle, verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und ging immer wieder das Geschehen in den heiligsten aller Hallen durch. Es hatte ihn bis in die Haarwurzeln beeindruckt, ihn von Kopf bis Fuß in ein Hochgefühl versetzt, welches er so noch nie erlebt hatte. Es war wirklich...vollkommen.
Nach einigen Minuten oder Stunden, des wachen Genusses schloss er die Augen und gab sich langsam aber sicher seiner Müdigkeit hin. Er glitt hinüber in sein Unterbewusstsein, in den Teil, den Kra'thor zu berühren wusste, in dem Teil, in dem Vikko nicht nur ihm sondern auch sich selbst Nacht für Nacht begegnete. Sein letzter wacher Gedanke galt seiner Entscheidung die er für einiger Zeit gefällt hatte, seiner Entscheidung zu Dienen.
Niemals fühlte er sich so in seinem Tun bestätigt, denn die Träume, die er seid dem Ritual hatte, waren deutlicher, realer und sie alle hatten die dunkle Färbung seines Herren, als ob dieser sich im Moment nur um Vikko kümmern würde.
Zuletzt geändert von Kilyan Carnova am Freitag 17. August 2007, 08:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Wijay Loreen
Freiheit! Sie ist doch ein herrliches und erhebendes Gefühl. Und Loreen war endlich befreit von ihrer Aufgabe. Die Pest war weitgehend beseitigt - und das hieß, dass erfolgreich die Ordnung nach Varuna wieder einkehrte.
IOhr erstes augenmerk galt Bajard, dessen chaotische Zustände wie eh und je ein amüsanter Schauplatz waren. Sie vertrieb sich die Zeit, indem sie dieses kleine Dorf in Angst und Schrecken versetzte, und nur mit all zu großem Vergnügen dachte sie daran, die Ordnung ganz einstürzen zu lassen. Zu frisch waren die Gerüchte aus Varuna. Sie begann sich zu fragen ob irgendjemand die Diener des Raben als Verursacher verdächtigten.
So saß sie an diesem Sommerabend, die Dunkelheit war bereits hereingebrochen, wieder vor der Taverne. Ein Krug wasser am Tisch stehend gönnte sie sich die Ruhe, die sie sich redlich verdient hatte. Ihr Meisterplan war geglückt. Es war auch kaum anders zu erwarten.
Sie bemerkte erst nicht die eisige Kälte die von ihr Besitz ergriff, doch als sie sie bemerkte und völlig verwirrt, wenn auch nicht ängstlich auf den Wasserkrug starrte bildeten sich binnen Sekunden Eiskristalle auf jenem.
Ein kühler eisiger Wind, der viel mehr von nirgendwoher zu kommen schien wehte einige Blätter in ihre Richtung. Und vor ihr materialisierte der Schatten einer wahrhaft dunklen gestalt.
"Ihr wähltet den Weg der Scharade", sprach diese bleiche Gestalt die vor ihr saß. Sie wirkte wie ein lebender Tod, mächtig, ehrfurchtgebietend, beinahe so als stünde diese Gestalt dem Raben am nächsten. Als sie den Blickkontakt suchte explodierte der Schmerz in ihrem Geist. Es war beinahe wie ein innerer Schrei.
Schnell wandte sie den Blick wieder ab von der bleichen Gestalt, die mit Wijay einen Dialog über Scharade und den wahren Weg begann. Ebenso verkündete er, der Seelenherr würde sich erkenntlich zeigen, denn sie war, so hieß es,e ine der wenigen Diener des Einen, die noch dem Weg folgte und ihm Seelen darbrachte. Alle anderen, beteuerte sie, waren doch nur narren, die die Ehre und die Erkenntnis nicht teilten, dem wahren Weg zu folgen.
Ehe er verschwand und neugierige Blicke von sich schnell ablenkte - und ihr so die Möglichkeit genommen wurde, wohl durch einige neugierige Augen und ohren, genommen wurde, wurden sich noch geheime Grußformeln kund getan, das Enthüllen des knöchernen Armbandes zeugte von Verbundenheit zwischen den Dienern des Raben.
Verstört blieb sie eine weile sitzen, beeindruckt von dem eben vorgefallenen. Das war wohl ein zeichen, dass ein Wandel kommen möge.
Vielleicht, so dachte sie, würde schon bald die zeit kommen, da die Diener des Raben wieder erstarken würden. Es wurde Zeit dass mehr kamen - gerade soviel dass die Präsenz der Diener Kra'thors spürbar war wie eh und je.
Denn auch wenn man im Zwielicht wandelt sollte man nie die Präsenz des Todes außer acht lassen. Jeder wird diesen Weg einst gehen. Die Frage ist, wie man sich darauf vorbereitet.
IOhr erstes augenmerk galt Bajard, dessen chaotische Zustände wie eh und je ein amüsanter Schauplatz waren. Sie vertrieb sich die Zeit, indem sie dieses kleine Dorf in Angst und Schrecken versetzte, und nur mit all zu großem Vergnügen dachte sie daran, die Ordnung ganz einstürzen zu lassen. Zu frisch waren die Gerüchte aus Varuna. Sie begann sich zu fragen ob irgendjemand die Diener des Raben als Verursacher verdächtigten.
So saß sie an diesem Sommerabend, die Dunkelheit war bereits hereingebrochen, wieder vor der Taverne. Ein Krug wasser am Tisch stehend gönnte sie sich die Ruhe, die sie sich redlich verdient hatte. Ihr Meisterplan war geglückt. Es war auch kaum anders zu erwarten.
Sie bemerkte erst nicht die eisige Kälte die von ihr Besitz ergriff, doch als sie sie bemerkte und völlig verwirrt, wenn auch nicht ängstlich auf den Wasserkrug starrte bildeten sich binnen Sekunden Eiskristalle auf jenem.
Ein kühler eisiger Wind, der viel mehr von nirgendwoher zu kommen schien wehte einige Blätter in ihre Richtung. Und vor ihr materialisierte der Schatten einer wahrhaft dunklen gestalt.
"Ihr wähltet den Weg der Scharade", sprach diese bleiche Gestalt die vor ihr saß. Sie wirkte wie ein lebender Tod, mächtig, ehrfurchtgebietend, beinahe so als stünde diese Gestalt dem Raben am nächsten. Als sie den Blickkontakt suchte explodierte der Schmerz in ihrem Geist. Es war beinahe wie ein innerer Schrei.
Schnell wandte sie den Blick wieder ab von der bleichen Gestalt, die mit Wijay einen Dialog über Scharade und den wahren Weg begann. Ebenso verkündete er, der Seelenherr würde sich erkenntlich zeigen, denn sie war, so hieß es,e ine der wenigen Diener des Einen, die noch dem Weg folgte und ihm Seelen darbrachte. Alle anderen, beteuerte sie, waren doch nur narren, die die Ehre und die Erkenntnis nicht teilten, dem wahren Weg zu folgen.
Ehe er verschwand und neugierige Blicke von sich schnell ablenkte - und ihr so die Möglichkeit genommen wurde, wohl durch einige neugierige Augen und ohren, genommen wurde, wurden sich noch geheime Grußformeln kund getan, das Enthüllen des knöchernen Armbandes zeugte von Verbundenheit zwischen den Dienern des Raben.
Verstört blieb sie eine weile sitzen, beeindruckt von dem eben vorgefallenen. Das war wohl ein zeichen, dass ein Wandel kommen möge.
Vielleicht, so dachte sie, würde schon bald die zeit kommen, da die Diener des Raben wieder erstarken würden. Es wurde Zeit dass mehr kamen - gerade soviel dass die Präsenz der Diener Kra'thors spürbar war wie eh und je.
Denn auch wenn man im Zwielicht wandelt sollte man nie die Präsenz des Todes außer acht lassen. Jeder wird diesen Weg einst gehen. Die Frage ist, wie man sich darauf vorbereitet.
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Nuria Mondin
- Beiträge: 0
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Mit einem zufriedenen, erschöpften Lächeln saß sie am Feuer und blickte über ihr Nähzeug hinweg in die Flammen. Es war vollbracht... das Ritual hatte sein Ende gefunden und mit ihm auch der Schatten der Pest, der Varuna verdunkelte. Für Annya war es das erste Ritual gewesen... und sie hatte sich gut geschlagen. Taralea hatte Nurias Gesten verstanden, ohne dass ein Wort nötig war... die beiden Schwestern waren bereits ein gutes Stück zusammengewachsen, ihr Verständnis für die Vorgänge gereift. Sie hatten vollendet, was reine Heilkunst niemals hätte leisten können: Jedes Tier, und sei es noch so klein und würde es noch zu versteckt hausen, würde von dem heilenden Regen trinken und damit kein möglicher Pestbringer mehr sein. Die nächsten Suppen würden wohl einen leichten Beigeschmack haben... doch das war lächerlich im Verhältnis zu dem, was sie mit Hilfe Eluives und der Elemente geschafft hatten.
"Ich wusste gar nicht, wie mächtig du bist..."
"Wie stark wir zusammen sind."
Mit einem leichten Lächeln dachte sie an den kleinen Wortwechsel mit Annya. Die Gemeinschaft hatte begonnen zu wachsen... sie konnten wirklich stark werden, sie alle zusammen. Und das würden sie sein müssen... Mit einem Stirnrunzeln dachte sie an das, was sie als Schwalbe über den Zinnen Varunas gesehen hatte, nur zwei Tage zuvor. Der Schnitter persönlich hatte die Gassen heimgesucht.... sie schauderte ein wenig. Krathor schien zu erstarken... oder waren es seine Diener? Welchen Ursprung hatte die Pest wirklich? Sie ahnte, dass die Pest nur ein Instrument gewesen war. Doch was für ein Tanz gespielt wurde, das vermochte sie nicht zu sagen. Sie würde Augen und Ohren genau offen halten und jenen Dämon und seine Dienerschaft, so sie sie erblickte und erkannte, verstärkt überwachen. Würde der Dämon zu mächtig, so würde er das Gleichgewicht gefährden. Sie hatten die Pest gestoppt... doch der Besuch des Schnitters hatte sicher noch mehr zu bedeuten, als dass er an der Krankheit wohlgefallen fand.... ein schmerzhafter Nadelstich riss sie aus ihren Grübeleien und bewies ihr einmal mehr, dass Handarbeit und Weltpolitik sich nur bedingt vereinen ließen.
"Ich wusste gar nicht, wie mächtig du bist..."
"Wie stark wir zusammen sind."
Mit einem leichten Lächeln dachte sie an den kleinen Wortwechsel mit Annya. Die Gemeinschaft hatte begonnen zu wachsen... sie konnten wirklich stark werden, sie alle zusammen. Und das würden sie sein müssen... Mit einem Stirnrunzeln dachte sie an das, was sie als Schwalbe über den Zinnen Varunas gesehen hatte, nur zwei Tage zuvor. Der Schnitter persönlich hatte die Gassen heimgesucht.... sie schauderte ein wenig. Krathor schien zu erstarken... oder waren es seine Diener? Welchen Ursprung hatte die Pest wirklich? Sie ahnte, dass die Pest nur ein Instrument gewesen war. Doch was für ein Tanz gespielt wurde, das vermochte sie nicht zu sagen. Sie würde Augen und Ohren genau offen halten und jenen Dämon und seine Dienerschaft, so sie sie erblickte und erkannte, verstärkt überwachen. Würde der Dämon zu mächtig, so würde er das Gleichgewicht gefährden. Sie hatten die Pest gestoppt... doch der Besuch des Schnitters hatte sicher noch mehr zu bedeuten, als dass er an der Krankheit wohlgefallen fand.... ein schmerzhafter Nadelstich riss sie aus ihren Grübeleien und bewies ihr einmal mehr, dass Handarbeit und Weltpolitik sich nur bedingt vereinen ließen.
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Darna von Hohenfels
Es gab Momente, in denen unterschied sich jeder Verräter in einer morgenklaren Wahrheit von einem treuen Geist. Ihr Husten war dem Röhren eines Hirschen ähnlich erst durch's Schloß und nun durch ihr Zuhause geklungen und hatte dafür gesorgt, daß Selissa kreidebleich in ihr Zimmer gestürzt gekommen war und Viola sie heillos anstotterte.
"D.. dd.. du hast... du hast wirklich..."
Die Antwort leise, krächzig und völlig heiser: "Bei all dem Regen vier Tage nur in Rüstung, eine Nacht im - haaaaTSCHU! - Gebirge, dauernd nass durch diese ganzen Kräuterbäder - was glaubst du, was ich hab?!"
In der Stadt hatte die Pest gewütet, und sie kam mit einer Erkältung da raus, das war doch makaber. Wie unendlich dankbar war sie gewesen, die Mauern ihres Zuhauses überhaupt wiederzusehen, gleichzeitig näherte sich damit der Ort, wo sie einer der von ihr am meisten gehassten Tätigkeiten nachgehen sollte: Bettruhe. Dem Großgefängnis Stadt frisch entkommen, nun wurde das Gefängnis für einige Tage nochmal deutlich kleiner. Keinen Tag weniger hatten Shaya und Savea ihr Bestes dafür getan, den Heilern im Lazarett helfend zur Hand zu gehen, Arbeit bis über beide Ohren - nun wo es endlich vorbei war, keine wohlverdiente Ruhe, sondern aufopferungsvoll wurde noch dafür Sorge getragen, die Ritterin wieder gesund zu kriegen.
Und die musste für die Erkältung ja auch noch dankbar sein, wie viel schlimmer hätte es schließlich kommen können! Darna glaubte fast schon, die vorwurfsvollen Blicke aller Pesterkrankten auf sich zu spüren, würde sie auch nur einen Gedanken der Beschwerde über Schnupfen zu laut werden lassen. Es änderte nichts an der Tatsache, daß sie sich beschissen fühlte.
Es war einer jener Momente, in denen auch ein in wissenschaftlichen Dingen unbedarftes Kriegergemüt zu der blendenden Erkenntnis hätte gelangen können, daß alles relativ war...
"D.. dd.. du hast... du hast wirklich..."
Die Antwort leise, krächzig und völlig heiser: "Bei all dem Regen vier Tage nur in Rüstung, eine Nacht im - haaaaTSCHU! - Gebirge, dauernd nass durch diese ganzen Kräuterbäder - was glaubst du, was ich hab?!"
In der Stadt hatte die Pest gewütet, und sie kam mit einer Erkältung da raus, das war doch makaber. Wie unendlich dankbar war sie gewesen, die Mauern ihres Zuhauses überhaupt wiederzusehen, gleichzeitig näherte sich damit der Ort, wo sie einer der von ihr am meisten gehassten Tätigkeiten nachgehen sollte: Bettruhe. Dem Großgefängnis Stadt frisch entkommen, nun wurde das Gefängnis für einige Tage nochmal deutlich kleiner. Keinen Tag weniger hatten Shaya und Savea ihr Bestes dafür getan, den Heilern im Lazarett helfend zur Hand zu gehen, Arbeit bis über beide Ohren - nun wo es endlich vorbei war, keine wohlverdiente Ruhe, sondern aufopferungsvoll wurde noch dafür Sorge getragen, die Ritterin wieder gesund zu kriegen.
Und die musste für die Erkältung ja auch noch dankbar sein, wie viel schlimmer hätte es schließlich kommen können! Darna glaubte fast schon, die vorwurfsvollen Blicke aller Pesterkrankten auf sich zu spüren, würde sie auch nur einen Gedanken der Beschwerde über Schnupfen zu laut werden lassen. Es änderte nichts an der Tatsache, daß sie sich beschissen fühlte.
Es war einer jener Momente, in denen auch ein in wissenschaftlichen Dingen unbedarftes Kriegergemüt zu der blendenden Erkenntnis hätte gelangen können, daß alles relativ war...