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Verfasst: Dienstag 17. Oktober 2006, 14:13
von Rafael de Arganta
Versonnen sah er ins Feuer, ein leichtes Lächeln auf seinen Zügen.
Nachdem Felicitas aufgebrochen war, hatte er keinen Schlaf mehr gefunden.
Sie fehlte ihm jetzt schon.
Es war schön zu fühlen das sie versuchte jede mögliche Minute mit ihm zu verbringen, bei ihm zu sein, und ihm mit ihrer Sanftheit, ihrem Lächeln ihrer Zärtlichkeit jegliches Leid... versüßte.
Rafael war ins Kaminzimmer gehinkt, hatte sich dort hingesetzt und versonnen, drehte er den Armreif den Feli ihm geschenkt hatte.
Man hatte ihm alles genommen ... Alles? Nein. Er hatte Freunde, er hatte eine Frau die ihn liebte, und die er liebte. Er hatte sich einiges erarbeitet, und er würde es wieder tun.
Respekt konnte man sich nicht kaufen, und wäre er nicht ehrloser gewesen wenn er unehrlich zu sich zu Angelina gewesen wäre?
Feli las ihm jeden Wunsch von den Augen ab so schien es ihm manchmal.
Woher hatte sie das mit dem Mustang herausbekommen?

Rafael liebte diese eine Zucht. Die Grauen und hatte den Grafen damals schon mit seinem Wunsch jemals einen zu besitzen fast in den Wahnsinn getrieben.
Doch der Preis war horrende.
Zwei hatte er bisher davon besessen.
Argon sein Letzter überlebte den Angriff eines Panthers nicht, den Rafael nicht hatte verhindern können, und gestern ...
Gestern hatte ihm Feli einen Grauen Mustang gezeigt der im Schloss angebunden war.
Ein junger nervenstarker Hengst, den sie für ihn gekauft hatte.
Wie sehr juckte es ihn in den Fingern ihn zu reiten, doch solange er das Bein noch nicht belasten konnte, würde er davon absehen müssen, aber dann....
Er lächelte und freute sich schon darauf mit Felicitas ausreiten zu können und die Kraft dieses Tieres kennen zu lernen.

Aber erst einmal musste er hier raus.
Noch immer durfte er das Schloss nicht verlassen, damit er sich noch schonte.
Adrian hatte gesagt er bräuchte einen gesunden Ritter.
Ritter ...
Nein Rafael hatte sich nicht verhört.
Adrian würde ihn sofort wieder in die Pflicht nehmen, sobald er einiges geklärt hatte.
Er konnte wieder das tun was er wollte.
Was er wollte...
Was wollte er?
Zum einen, anderen Menschen nicht weh tun... doch das war geschehen und er konnte es nicht ändern.
Er hatte eine Entscheidung treffen müssen, und das hatte er getan.
Angelina sollte ihrer Gabe nachgehen. Sie war eine begnadete Heilerin, und vielerorts gebraucht.
Er seufzte verwarf den Gedanken und stand auf.
Das Bein schmerzte nicht mehr so sehr und er konnte es sogar schon wieder belasten.

Wann würde Felicitas wiederkommen?
Konnte er ihr die Liebe in dem maß zurückgeben wie sie sie ihm gab?
Er lächelte vor sich hin.
Nicht wenn sie die Baronin war ... aber sie war in letzter Zeit viel öfter die Harfnerin, einfach nur Felicitas, und gefiel ihm und anderen so viel besser.
„Felja!“ murmelte er vor sich hin, und kehrte dann zu seinem Bett zurück.

Verfasst: Mittwoch 18. Oktober 2006, 16:47
von Felicitas de Arganta
Rafael erholte sich langsam.
Feli konnte sich trotz der langen Tage die sie im Schloss verbrachte, immernoch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dort zu schlafen.
Es war als würde sie immer wieder Schatten hinter der nächsten Ecke sehen. Sie konnte sich einfach nicht mehr wohlfühlen dort.
Doch sie musste, wollte Rafael nah sein. Wusste sie doch, dass er sie brauchte.
Adrian und sie hatten ihm ganz schön den Kopf gewaschen für jene Thorheit die er begangen hatte. Wieviel Glück sie gehabt hatten.
Sie danke Temora, dass alle mehr oder minder unbeschadet aus dem sicheren Tod hatten fliehen können.
Rafael`s Bein ging es schon viel besser. Bald würde er wohl den Gehstock nicht mehr brauchen.
Und er wollte aus dem Schloss. Er wollte nach Hause.
Ihr zuhause.
Ihr Festung.
Dort wo sie sicher waren.
Jene ganzen Geschehnisse waren nicht ohne Folgen an Feli vorbei gegangen und auch nicht an Rafael.
Vielleicht hatten sie gelernt einander noch mehr zu würdigen. Sie hoffte er würde nie wieder versuchen, das wegzuwerfen, das sie so hart umkämpften.

Rafael hatte gesagt er erwarte noch eine Unterredung mit seinem Vater.
Graf Arthur de Arganta.
Welchen Eindruck Feli von diesem Mann hatte brauchte sie nicht weiter zu sinnieren. Ob er jemals Einsicht haben würde?
Was hatte er vor? Er war verdächtig still die letzten Tage.
Sie wusste es nicht, doch es schien wie als wandlen sie und Rafael durch das Auge des Sturms.

Rafael musste wieder zu seiner alten Würde, seinem Stolz zurückkehren.
Sie wusste wie sehr er gelitten hatte unter all der Demütigung. Sie versuchte ihm eine Freude zu machen, wo sie konnte.
An einem Abend im Schloss erklärte er Eileen, warum ein Mustang ein solch adquates Pferd für einen Ritter sei.
Stolz und Edel sollte das Ross eines Ritter sein. Er liebte diese Tiere, dass wusste sie. Und er hatte seinem treuen Gefährten sehr nachgetrauert, als dieser ums Leben gekommen war.
Sie hatte keine Kosten und Mühen gescheut solch ein Tier aufzutreiben.
Es war nicht leicht dieser Tage gewesen, aber die Mühe war es wert gewesen.

Rymis. So hiess er.
[img]http://img179.imageshack.us/img179/4336/unbenanntzz3.png[/img]

Rafael hatte sich sehr darüber gefreut. Es hatte ihm ein wenig Stolz zurück gegeben wieder solch ein Tier sein Eigen nennen zu können. Soetwas zeugte von Stand, von Privileg. Etwas das er brauchte. Für sich selbst. Für sein Gefühl von Selbstwert, dass doch so stark gelitten hatte.
Sie war sehr glücklich gewesen, ihm einen Hauch davon zurück geben zu können.

Immer wieder machten in ihrem Kopf die Gedanken die Runde, dass sie eigendlich an alle dem Schuld war.
Währe sich nicht aus Stolzenfels wiedergekommen...
Hätte sie ihn nicht an sich herran gelassen...
Aber sie konnte nicht anders. Es ging nicht. Sie hatte versucht sich jenem zu erwehren. Doch dagegen war sie machtlos.
Jetzt nahmen die Dinge ihren Lauf. Und Feli hoffte auf eine Zukunft.
Auf ein Leben mit ihm. Kinder, Familie. Ruhigere Tage.
Sie brauchte so dringend Ruhe.
Aber noch war diese sehr weit entfernt. Doch Rafael begann die richtigen Schritte zu tun.

Heute würde er zu ihrer Heilligkeit gehen. Jenes Gespräch das er seid Wochen vor sich her schob, weil er Angst davor hatte. Sie hatte die Heilligkeit noch nie gesehen.
Doch sie empfand keine Angst. Sie würde ihn begleiten. Warum sollte sie Angst haben, wenn sie doch im Herzen empfand, dass das richtig war.
Das ihre Gefühle echt waren und frei von Zweifel.

Noch wusste sie jedoch nicht ob es klug war. Doch sie konnte Rafael nicht alleine lassen.
Nein..das ging nicht.

Verfasst: Donnerstag 26. Oktober 2006, 16:12
von Rafael de Arganta
Die Nachtluft tat ihm gut.
Was würde sich ändern? Konnte sich ändern. Er stand auf der Veranda seines Hauses und starrte in die Nacht hinein.
Felicitas schlief noch.
Ungern hatte er sich aus ihrer Umarmung gelöst, aber so viele Gedanken schwirrten in seinem Kopf herum, und so hatte er sich seine Hose über gezogen und war leise, um sie nicht zu wecken hinaus getreten.

Er war zufrieden mit seinem Leben.
Er hätte es niemals für möglich gehalten, das er eines Tages genügsam sein würde, ein einfacher Mann zu sein, nicht Ritter und dennoch glücklich. Tari fehlte ihm noch und es tat ihm um Angelina leid, dennoch fehlte ihm ansonsten wenig.
Es war jedes mal aufs Neue hingerissen wenn er Felicitas begegnete, ihre Liebe in ihrem sanften Blick sah, in denen das Grün und das Grau ihrer Augen stets um die Vorherrschaft zu kämpfen schienen.
Eine Frau um die ihn jeder Mann beneiden würde, der sie erst einmal so kannte, wie er sie kennen lernen durfte.
Er fühlte sich in ihre Nähe berauscht und hoffte das dieses Herzklopfen nie wieder vergehen würde.
Unbeholfen eher als das er wie er hoffte, ihr irgendwie beweisen konnte das er ihrer Liebe wert war.
Auch wenn er es nicht brauchte so wie sie sagte, war es doch sein Wunsch.
War es doch so viel einfacher einen Ritter und Grafensohn zu lieben als einen ... Knecht.
Aber trotz allem was er verloren hatte, was er gegeben hatte ... Titel, Ehre, Ansehen.... seine ... Familie.
Liebte sie ihn. Wollte ihn. Wollte mit ihm eine Familie gründen.
Kinder haben ....
Kinder ... eigene Kinder.
Wie sehr hatte er diesen Wunsch gehegt. Es hatte ihn dann jedoch nicht gestört ihn beiseite zu schieben, weil ihm mit Angelina und Tari an nichts fehlte, aber jetzt ... die Aussicht auf eigene Kinder?
Sein Herz zog sich zusammen bei dem Gedanken. Er hoffte das Tari wissen... verstehen würde, das er ihn deswegen nicht minder lieben würde. Er war wie sein Sohn.
Er vermisste ihn, konnte aber verstehen das Tari ihn erst einmal nicht sehen wollte.

Nachdenklich drehte er das Armband an seinem Arm. „Felja“ wisperte er leise mit einem Lächeln.
Er wusste warum er sie so nannte, und es erfreute ihn immer wieder ihre Freude in ihn ihren Augen zu sehen wenn er ihr etwas schenkte.
Und war es nur eine Lied, von ihm, das er wohl nicht wirklich gelungen darbot, so zeigte sie ihm ihre Freude darüber.
Was sollte er ihr auch noch schenken.
Kleider?
Sie hatte schon so viele.
Schmuck? Hatte er ihr bereits geschenkt, wobei die Muschelkette, für die er Stundenlang im Sand nach den Muscheln gegraben hatte, ihr mehr wert war als alle Diamant und Edelsteinketten.
Würde jemand der die Baronin kannte glauben das sie solch Anwandlungen hatte?
Nein, sicher nicht.
Sie war so vielschichtig, und dabei würden Leute die sie nicht kannten und von ihr die Baronin erwarteten auch nur diese eine zu sehen bekommen.
Er lächelte mit einem Blick hinauf in die Sterne.
Sie würden nicht wissen was sie verpassten.

Ein jeder der ihre Musik hörte, ihr Harfenspiel zu hörte und ihrer Stimme lauschte wenn sie sang, würde vielleicht einen Teil erahnen können, denn sie spielte ihre Musik mit soviel Leidenschaft und ... ja... Magie... als wäre sie ein Teil von ihr.
Was auch wohl den Tatsachen entsprach.
Ihr die Musik nehmen, wäre als würde man ihr einen Teil ihres Lebens nehmen.
Er seufzte.
Noch vor Monaten hätte er nicht gelaubt in wie weit sich sein Leben ändern würde.
Alleine wenn man ihm gesagt hätte das er alles verlieren würde, wäre er vielleicht einen anderen Weg gegangen.
Einfach, weil all das ihm zuviel bedeutet hatte.
Und jetzt?
Einzigst das er nicht mehr Ritter war, traf ihn. Drehte sich in seinem Magen, aber er konnte es mit einem lachenden einem weinenden Auge sehen.
So hatte er im Moment mehr Zeit für Felicitas... mit Felicitas, und irgendwann würde er seine Ritterwürden zurück bekommen.
Daran glaubte er das Hoffte er.
Adrian gab ihm diesen Glauben.
Sobald er sein Leben wieder geordnet hatte.
Die Frage nur ... wann würde das sein.
Diese Heimlichkeiten mit Felicitas wenn sie sich trafen wo sie unter Menschen waren....
Viel lieber würde er hinaus schreien das sie zu ihm gehörte. Es jedem zeigen, welch Glück er hatte von solch einer Frau geliebt zu werden.

Eines Tages...
Würde es jedenfalls soweit sein!
Darüber war er sich sicher.

Verfasst: Mittwoch 1. November 2006, 10:16
von Felicitas de Arganta
Weit sind wir gekommen...

Diese Worte hallten dieser Tage durch Feli`s Gedanken. Alles hatte sich ein wenig beruhigt.
Rafael ging es wieder gut. Er hatte sich von seiner Thorheit tatsächlich wieder erholt und konnte wieder in seiner Rüstung durch die Gegend laufen.
Auch gewann er wieder an Stärke. Geistiger und Seelischer Stärke vorallem. Das war wichtig gewesen.
Feli hätte es nicht ertragen können, währe er wiedermals in so ein Loch gestürtzt. Es wurde für sie immer schwieriger ihren Geliebten da wieder herraus zu holen.
Jetzt konnte er wieder positiver in die Zukunft blicken.

Nicht zuletzt durch die Botschaft die Feli kürzlich erhalten hatte.
Rafael würde wieder zum Ritter geschlagen. Das würde ihm viel bedeuten. Sehr viel sogar.
Es war sein innigster Wunsch. Ein Wunsch den Feli ihm nicht erfüllen konnte, den er sich aber schon mehrfach verdient hatte. Jetzt endlich war es soweit. Endlich konnte Adrian das Schwert ein weiteres Male zücken und Rafael zu dem machen, was er sowieso schon immer gewesen war.
Jene Formalität musste durchgeführt werden um einfach jedem zu zeigen, dass Rafael immernoch ein treuer Verteidiger der Krone und des Reiches war. So einfach war das.

Rafael`s Vater war ruhig. Feli hatte schon seid Wochen nichts von ihm gehört und vielleicht hatte es der alte Griesgram erstmal aufgegeben.
Sie müsste einmal mit Adrian sprechen. Sie hatte den, mittlerweile, guten Freund schon eine ganze Weile nicht gesehen.

Überhaupt wurde es langsam ruhig in Feli`s Leben. Rafael war jeden Abend zuhause....
Ihr Zuhause. Es war großartig geworden. Die neuen Anbauten gaben reichlich Platz für zukünftige Pläne. Feli tat ihr Möglichstes um es ihnen so wohnlich wie möglich zu bereiten. Wenngleich noch einige Dinge fehlten.
Sie hatten auf einmal soviel Platz den es zu füllen galt.
Dennoch war es ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung gewesen.
Der Anbau war eines der Ziele die Rafael und Felicitas erreichen wollten und mussten um ihre Familienplanung vorran zu bringen.
Jetzt stand es dort.

Florence war eine andere Geschichte.
Der Hauptmann also.., sinnierte sie und nickt dann.
Er war ein guter Mann. Hudgarr Amarth. Auch wenn seine Familie einen der Schlechtesten Rufe ganz Gerimors hatte. Er hielt tapfer dagegen.
Flo schien gefallen an dem großgewachsenen Mann gefunden zu haben.
Aus Not herraus vielleicht?
Aus Einsamkeit?
Einem verzweifelten Herzen?
Feli wusste das noch nicht so genau aber sie würde es beobachten.
Hudgarr jedoch hatte zumindest die Courage gehabt ihr gegenüber zu treten. Die Etikette einzuhalten und sie um ihre Erlaubnis zu bitten, sich Flo nähern zu dürfen.
Sie hatte zugestimmt. Sollte Flo ruhig sehr bald wieder Zuneigung und vielleicht sogar Liebe erfahren. Ihr schwerer Schlag den Valion ihr versetzt hatte , sollte nicht lange anhalten und so Hudgarr dazu beitragen konnte...um so besser.
Die Zwei wollten auch Unterricht bei ihr. Etikette. Feli erinnerte sich daran wie sie als Kind bei ihrem Lehrer gesessen hatte und all die langen Stunden hatte über sich ergehen lassen.
Es war Teil der Ausbildung zur Harfnerin gewesen. Selbstverständlich.
Sie hatte zu wissen wie man sich am Hofe zu benehmen hatte, wie man verschiedene Persönlichkeiten behandelte und vieles vieles mehr.

Hudgarr und Flo waren diese Dinge...eher Fremd.
Aber das durften sie nicht bleiben. So steif und teilweise vielleicht unverständlich sie waren. Für die Gesellschaft und vor allem den Stand den sie verkörperten war es unabdingbar.
Feli wusste noch nicht genau mit was sie zuerst anfangen sollte, aber vielleicht sollte sie sich erstmal auf die Dinge konzentieren die ganz Akut anlagen.
So würden beide durch eigene Erfahrung und die Situation lernen. Das würde es ihnen leichter machen, als einfach Feli`s Ausführungen zu lauschen.

Ansonsten hatte Felicitas in diesen Tagen mit wenig Menschen kontakt.
Die meiste Zeit war sie in ihrem Haus, machte einige Aufgaben die es dort zu bewältigen gab, sah zu das das Haus weiter eingerichtet wurde und ging ihrer Musik und den Aufgaben einer Baronin nach.
Sie brauchte vielleicht einfach abstand.
Wenn sie ehrlich zu sich war, wusste sie es nicht.

All die Geschehnisse hatten sie etwas abgekapselt. Nicht zuletzt weil sie diejenige war die als Auslöser für viele Lavinen gesorgt hatte.
Wie sahen die Leute sie wohl? Eigendlich wollte sie das garnicht wissen.

Die arrogante Baronin.
Mätress.
Ehebrecherin?
Sie wusste es nicht. Auch wusste sie nicht wer schon davon wusste. Rafael und sie waren vorsichtig gewesen. Doch andere waren das sicher nicht. Manche vermutlich sogar aus voller Absicht herraus.

Mit einem Kopfschütteln verbannte sie diese Gedanken. Es war nicht die Zeit sich über solche Sachen zu sorgen. Zu gut verlief im Moment alles.
Rafael hatte noch einen Besuch bei der Heilligkeit ausstehen. Um Antworten auf Fragen zu finden die er ihr stellen musste.
Würde er sie heiraten können?...Er wollte das. Zumindest sagte er das.
Sie würde nicht zögern, würde er sie fragen...ja fragen können.

Und wieder machten in ihrem Kopf Gedanken über Schwangerschaft die Runde. Es war irgendwie nicht weg zu denken.
Zum einen weil sie Kinder wollte. Sie würde sich sehr darüber freuen Rafael`s Kind zu tragen. Und sie wusste wie sehr er sich das wünschte auch wenn es ihm immernoch Probleme bereitete.
Zum anderen natürlich weil sie und Rafael sehr aktiv waren. Sie konnten einfach nicht voneinander lassen.
Wann würde das Unvermeindliche wohl eintreten?...

Als letztes gingen ihre Gedanken noch zu Rafael`s "Sohn".
Antaris.
Graf von Falkenburg.
Sie hatte den Jungen nur einmal gesehen. Die Begegnung war nicht sonderlich herzlich gewesen und was hatten alle Beteilligten auch erwarten sollen?
Feli war nicht so vermessen. Seine Mutter hatte ihm sicherlich genug über die "Frau" erzählt, wegen der sein Vater seine Familie verlassen hatte.
Davon abgesehen...
Rafael hatte erwartet sie könne unvoreingenommen an "Die Sache" herran gehen.
Unmöglich.
Es half nichts und Feli konnte sich dieser Gefühle nicht erwehren auch wenn der Junge ganz sicher nichts dafür konnte.
Er war Angelina`s Sohn. Das Blut ihrer "Rivalin". Rafael`s einstmaliger Frau.
Sie konnte nicht genau erklären was es war, aber es hatte etwas von einer Wölfin die andere Junge nicht in ihre Höhle lassen will.
War das Richtig?
Vermutlich nicht.
Konnte sie dagegen etwas tun?
Sie wusste es nicht.
Jedoch ohne Vorbelastungen in diese neue Situation zu gehen, das war unmöglich und es würde nicht leicht für sie werden, dass wusste sie.
Rafael liebte Tari wie seinen eigenen Sohn. Sie zweifelte nicht an seinen Worten.
Dennoch, sie würde den Jungen nie wie ihren eigenen Sohn lieben. Auch das war undenkbar.
Sie saß zwischen den Stühlen. Das war nicht gut. Aber es lies sich nicht ändern. Feli hatte auch erfahren, dass Rafael`s Sohn jetzt bei Adrian lebte. Adrian sei sein Vormund.
Das machte die Sache natürlich noch schwieriger. Wenngleich sie in der letzten Zeit kaum im Schloss gewesen war. Sie würde abwarten müssen...

Wir sind weit gekommen...
Viele Hürden haben wir genommen..
Viele Sturmböhen überstanden...
Viele Steine aus dem Weg geräumt...
Und viele neue Probleme entdeckt...


Es wurde Zeit, dass Feli sich wieder um ihre Hausarbeiten kümmerte und schlenderte hinaus in den Garten. Yuni war bestimmt hungrig.

[img]http://www.illnau-window.ch/Schule.Hagen/2003/Moser/Rene.Strickler/images/puma.jpg[/img]

Feli hatte sich an die Pumadame gewöhnt und wollte sie eigendlich garnicht mehr missen. Die meiste Zeit lag Yuni faul auf der Veranda herrum und döste in den letzten warmen Strahlen der Herbstsonne.
Ansonsten lief sie ein wenig umher, erschreckte die Fische im Teich oder vertrieb sich sonst irgendwie die Zeit.

Gut gelaunt machte Feli sich daran den Napf zu füllen und die Pferde zu versorgen, von denen sie mittlerweile soviele hatte...

Verfasst: Mittwoch 29. November 2006, 20:25
von Felicitas de Arganta
Der Abend war kalt, und Felicitas schlief schon. Den Ganzen Abend über hatte sie über ihre Noten gebrühtet
und sich dann doch gerne von ihm ablenken lassen.
Sie hatte den Schlaf nötig. Wollte sie am Tage der Sonne ihre Lieder vortragen.
Versonnen beobachtete er sie im Schlafe, bevor er selber aufstand, sich anzog.
Der Abend würde etwas besonderes werden, dessen war er sich sicher.
Nicht nur wegen dem Spiel das Felicitaqs vortragen wollten, nein auch seine Überraschung, die er für sie vorbereitet hatte.
Sie wusste nicht das er bereits geschieden war.
Sie wartete wie er darauf sich zu einander bekennen zu können und heute Abend wollte er ihr endlich den
Antrag machen.
Vor all ihren Gästen wollte er sie darum bitten seine Frau zu werden und innerlich schmunzelte er bereits bei
dem Gedanken daran wie sie wohl reagieren mochte.

Er wusste das er sie verlegen machen konnte, auch während des Spieles, und sie hatte ihn unmöglich und als Schuft
Betitelt als er sie darauf hingewiesen hatte.
Nun, er wollte sich zurück halten was das angeht, sie aber dennoch an seine Liebe erinner mit seinem Geschenk das er
bestellt hatte, und so wie er hoffte mit dem heutigen Schiff in Bajard ankommen würde.
Es musste noch bevor Feli zum Theater kam dort sein.

Er hatte sich daran erinnert das immer wenn sie bei ihrer Großtante Clarisse waren sie davon erzählte wie gern sie
früher Harfe gespielt hatte und immer hatte sie auf ihr Erbstück verwiesen eine Antike Rosenholz Standharfe die gut gepflegt
in der Ecke gestanden hatte.
Vor ihr hatten er und Michael immer Respekt gehabt, und keiner von beiden hätten ihr, nichtmal unter Folter, gestanden das ihr Spiel schrecklich war.
Ihre Wortem wenn sie einmal eine würdige Nachfolgerin finden würde, der so gut spielen würde wie sie, am besten in der Familie,
würde sie diese Harfe weitergeben, waren Rafael wieder eingefallen.
Er lächelte bei dem Gedanken das selbst sein Vater vor ihr Respekt hatte und Tante Clarisse irgendwie immer Matronenhaft das Heft
in der Hand gehabt hatte wenn sie zu Besuch kam.
Rafael musste zugeben das er sie immer gemieden hatte, war er doch sichtlich ihr Liebling gewesen dem sie immer...
Herzallerliebst, mit den Fingern in die Wange gekniffen hatte.
Nun jedenfalls war sie der Schlüssel zu einer Freude die er Felicitas machen wollte... einem Hochzeitsgeschenk.

So hatte er sich Wochen zuvor schon hingesetzt und sich alles von der Seele geschrieben. Sein gesamtes Leben wie es
bisher verlaufen war.
Von Angelina, von Antares... und schließlich wie er Felicitas kennen gelernt hatte, und auch wie sie ihm das zweite mal
Beigestanden hatte und er sich in sie verliebt hatte.
Auch davon das Arthur, Rafaels Vater ihn deswegen der Familie verstossen hatte, er ebenso seine Ritterschaft deswegen
verlor und Felicitas ihm dennoch beistand.
Das er jetzt und weswegen er seine Ritterschaft zurück erhalten hatte und jetzt nachdem er geschieden war Felicitas heiraten wolle.
Er schrieb ihr das er den Antrag auf einem offiziellem Konzert von ihr machen wollte, wo sie vor dem Truchsess dem Emir und anderen
wichtigen Personen Harfe spielen würd.
Er schrieb ihr auch das Felicitas Höfische Harfnerin der Königlichen Familie von Hohenfels war,
und das er ihr als Hochzeitsgeschenk etwas Besonderes schenken wollte.
Etwas das zu ihr passen würde.
Er hatte gebraucht und schließlich Großtante Clarisse direkt nach der Standharfe gefragt.

Er wußte nicht wie sie reagieren würde, hatte er doch lange schon kaum noch Kontakt zu ihr gehabt, und als der Brief von ihr dann eintraf, war
er doch nervös als er ihn öffnete.
Die Worte des Briefes an ihn, wo sie ihren Neffen Arthur als einen Hornochen titulierte und anderes, überflog er nur bis zu den Sätzen...
" Ich schick sie dir! Haltet sie in Ehren und ..."
Den Rest hatte er schon nicht mehr gelesen gehabt und wäre fest mit einem Jubelschrei aufgesprungen.
Jetzt wartet er schon Tage darauf.
Um Erneut nun zum Hafen zu reiten.

Er zog sich warm an und trieb Rymis an, der den Ritt sichtlich genoss.
Am Hafen angekommen brauchte er nicht einmal mehr fragen ob etwas für ihn angekommen war.
4 Hafenarbeiter standen um das Musikinstrument herum das fein säuberlich und gut eingepackt war.
Übersehbar war es nicht.
RAfaels Herz klopfte lauter als er heranritt und nach dem Adressaten fragte.
Man kannte ihn so das man ihm die Harfe ohne Beanstandung aushändigen wollte, und Rafael musste nochmal etwas Gold ausgeben damit
man ihm das Instrument direkt zum Theater brachte und dort aufstellte.
Das Alte ließ er fortstellen, um dann Großtrante Clarisses Geschenk zu begutachten.
Rotbraun glänzte es, Gut gepflegt wie er es in Erinnerung hatte.

Rafael war sich sicher...
Feli würde sich freuen.

Verfasst: Mittwoch 29. November 2006, 20:26
von Felicitas de Arganta
Als Feli in das Theater gekommen war, war sie schon sehr aufgeregt gewesen.
Sie hatte sich sicher gut vorbereitet gehabt, wie stets, dennoch blieb die letzte Nervösität die sie auch nicht mehr verlassen wollte.
Das die Bühne nicht mehr exakt so war, wie Feli sie den Abend davor präperiert hatte, war ihr im ersten Moment garnicht aufgefallen.

Dann jedoch war ihr die kunstvolle Harfe aufgefallen.
In feinen Linien zeichnete sich das rot-braune Holz in einer zeitlosen Eleganz ab. Ein wahres Kunstwerk der Harfenbaukunst. Vorsichtig hatte sie über das Holz gestriffen ehe ihr Blick auf die silbrigen Saiten gingen.
Das Instrument musste alt sein. Solch schöne Stücke wurden nur selten Gebaut und zeugten von wahren Können.
Fein verschnörkelte Muster zogen sich über das penibel polierte Holz.
Feli erinnerte sich, dass Schloss Stolzenfels ein ähnliches Stück aus dunkler Eiche besaß. Das Rosenholz jedoch gab diesem Stück eine ganz besondere Note. Die Maserung des Holzes war wirklich schön anzusehen und der Erbauer hatte sich wohl in der Wahl des Holzstückes besondere Mühe gegeben, denn das Muster der Maserung passte kunstvoll zum restlichen Erscheinungsbild.
Ein Meisterwerk.
[img]http://www.usd.edu/smm/GiftShop/Postcards4x6/NadermanHarp.jpg[/img]

Als Rafael herrein kam und schon so seltsam schmunzelte, war ihr klar:
Er hatte etwas damit zu tun. Das er sie allerdings von seiner Großtante hatte lies sie stutzen.
Ein Erbstück, wie er sagte. Seine Großtante war wohl keine begabte Harfnerin wie Feli erfuhr und das lies sich schmunzeln.
Ob seine Großtante wusste das Rafael eine neue Frau hatte?
Ob sie wusste wieviel sie beide Riskiert hatten, wie viel Sturm sie überstanden hatten um ihre Liebe zu beweisen?
Es war schon ein seltsamer Umstand, dass die alte Dame ihr diese Harfe zum Geschenk machte. Aber vielleicht hatte sie auch geahnt wie der Abend weiter verlaufen sollte.

Langsam kamen die ersten Gäste.
Erst kamen die Leute des Clan Hinrah und garnicht wenige! Zu acht waren sie angereist, auch wenn ihr Jarl, Falk, fehlte. Er liess sich durch die charmante Tiefländerin Sefa entschuldigen. Eine durchaus angenehme Frau wie Feli fand. Hudgarr und Flo folgten bald darauf. Für sie waren die Plätze des Adels gedacht.
Dann einige Bürger. Dann schon Adrian zusammen mit Darna und Selissa.
Das Theater füllte und füllte sich. Das Haus Llastobhar war fast komplett vertreten. Tim Mc`Murphy gab sich auch wieder die Ehre. Diesmal ohne Kinder und Ehegattin.
Die Plätze wurden schon knapp und Feli entschloss sich dazu das Parkett des Theaters um einige Sitze zu erweitern. In all dem Chaos und dem Stress räusperte sich hinter ihr drei mal ein Botenjunge ehe sie sich endlich zu ihm umwand.
Er habe etwas für sie, von einem Verehrer und übergab ihr ein großes Herz aus Roten Rosen. Es musste von Rafael sein. Niemand anders würde es wagen ihr soetwas zu senden. Und es gab auch garkeinen anderen Mann in ihrem Leben.
Kurzerhand legte sie das Rosengeflecht auf der Bühne ab um endlich einmal Ordnung zu schaffen.
Es fanden tatsächlich alle Platz.

Doch jemand fehlte noch. Der Emir, samt Gefolge. Er liess wohl gerne auf sich warten.
Das Publikum war auch schon unruhig und so erklärte Feli kurz, dass man noch auf einen wichtigen Gast warte und man sich bitte noch gedulden solle.
Dann endlich kam auch der Emir. Er war ein wirklich charmanter Mann. Sehr höflich und freundlich, wie Feli fand.
Für ihn war ebenso die erste Reihe reserviert. Dort würde der hohe Gast es bequem haben.

Nach einer kurzen Einführung begann Feli ihr Programm. Es folgten einige Stücke voller Gefühl. Sie hatte die Lieder sehr genau ausgewählt und die Noten sehr sorgsam komponiert. Ihr Publikum war jedesmal wieder ergriffen. Der Emir ganz Vorne klatschte jedesmal völlig verzückt beifall, während der Rest des Publikums ihr ihren Applaus schenkte.
Das vorletzte Lied war ein besonderes für Feli.
Sie wusste es würde sie berühren und ebenso ihre Zuhörer. Wie hatten die Tränen geflossen als sie es das erste mal gesungen hatte.
Innerlich ein wenig angespannt begann sie ihr Stück:

Ich habe auf dich gewartet...
Heute...
Aber du kamst nicht..
Nein ..nein...neeeein..

Ich brauchte dich...
Heute...
Wo warst du?
Wohin gingst du?

Du sagtest mir ich solle Rufen
Sagtest du würdest da sein
Und obwohl ich dich nicht gesehen habe
Bist du immernoch da?

Ich rief hinaus
Ohne Antwort
Und ich kann dich nicht bei mir fühlen
An meiner Seite
So halte ich fest daran an das was ich weiss
Du bist hier...
Und ich werde niemals...Alleine sein!

Ich weiss ich kann...
Dich nicht sehen.
Und ich kann nicht erklären
Was ich tue..
So ein tiefes Gefühl
So eine sicherheit

Du bist tief in meinem Leben
Doch dann sind wir getrennt
Und du bist teil meines Seins!
Doch obwohl du unsichtbar bist
Glaube ich dem Unsichtbaren!!

Ich rufe hinaus..
Ohne Antwort!
Ich kann dich fühlen
An meiner Seite
So halte ich fest an dem was ich Weiss
Du bist nahe!
Und ich niemals...Alleine!

Wir können uns nicht trennen!
Du bist teil von mir!
Und obwohl du unsichtbar bist.
Glaube ich dem Unsichtbaren!

Ich rufe hinaus..
Ohne Antwort!
Ich kann dich fühlen
An meiner Seite
So halte ich fest an dem was ich weiss
Du bist nahe!
Und ich niemals...
Niemals...
Alleine!!


Die letzten Noten hallten durch den Raum und ihre Stimme schwang an den Wänden wieder als sie plötzlich Rafael neben sich sah.
Sie musste doch sehr perplex geschaut haben und hatte ihm zugeflüstert was er dort suche.
Doch er lächelte nur und erklärte gut hörbar:

Baronin schon lange bewundere ich euch.

Feli verstand immernoch nicht und es ging ein kurzes Raunen durch das Publikum. Dann als er vor ihr auf die Knie ging hatte sie eine "böse" Vorahnung. Als er auch noch ein kleines Kästchen hervor holte und sich darin ein wunderschöner Goldring befand war es klar.

Baronin Felicitas von Stolzenfels, wollt ihr mich heiraten?
Seine Frage verhallte einen Moment in der guten Akustik des Raumes.
Dann sprang sie auf, fiel ihm um den Hals, er währe beinahe die Bühne hinab gestürtzt.

Natürlich will ich!
Und die Tränen flossen nun endlich ihre Wangen hinab. Das Publikum war wohl teils ebenso ergriffen oder erstaunt.
Es folgte ein kurzer Beifall und Rafael erklärte sie habe noch ein Stück das sie spielen wolle.
Das stimmte.
Aber Feli wusste nicht ob ihre brüchige Stimme das hergab. Doch "genötigt" durch ihr Publikum nahm sie wieder an der kunstvollen Harfe platz und lies den Abend mit ihrem letzten Stück ausklingen.
Es passte so gut was sie da sang. Zu allem.

Sie sang von einer Million Tränen. Ja es mussten mindestens soviele gewesen sein bis sie dort gewesen war wo sie in dem Moment saß.
Der Sturm, die Qual, die Einsamkeit...es war alles vorüber.
Rafael hatte sie um ihre Hand gebeten und er würde sie heiraten.
All die Monde lagen nun plötzlich so weit zurück...so endlos weit.

Doch kaum war das Gefühl des letzten Stückes verklungen als sich Unruhe breitmachte.
Es war wohl irgendwas in Varuna passiert und genauso schnell wie sich das Theater gefüllt hatte, war es plötzlich wieder leer.
Sefa hatte sich noch die Zeit genommen ihre und des Clan`s Glückwünsche auszusprechen und sich für den Abend zu bedanken.
Feli verlor abermals den Überblick, Rafael war fort. Hudgarr auch.

Na toll, dachte sie. Mein Verlobter hat nichts bessers zu tun als erstmal abzuhauen!

Der Emir war wohl einer ihrer großten Bewunderer wie es ihr an dem Abend schien. Er sprach ihr Glückwünsche und seinen Dank für den schönen Abend aus und lud sie seinerseits nach Menek`ur ein.
Sie war gerührt und geehrt über das Angebot. Immerhin war der Emir, wie Adrian auch, einer der großen Herrscher Gerimors.

Am Ende erfuhr Feli, dass sich wohl Rahaler nach Varuna "verirrt" hatten. Wie auch immer sie an den unzähligen Wachen vorbei gekommen waren, war ihr schleierhaft.

Dann plötzlich..standen Feli und Flo alleine in dem Theater in dem noch vor einigen Minuten große Klänge geschwungen waren.
Und das ganze löste sich sehr unfeierlich auf....

Verfasst: Donnerstag 30. November 2006, 13:12
von Rafael de Arganta
Es war kalt geworden in dem kleinen Schlafraum und doch hatte er es erst später wahrgenommen, als Feli längst schlief, und er sie noch in seinen Armen hielt, sie mit zärtlichem Blick einfach nur beobachtete, und sanft streichelte.
Vorsichtig entzog er sich ihr, wobei sie unwillig murrte und stand auf um das Feuer neu zu schüren.
Ein Lächeln dabei auf seinen Zügen das er selber kaum wahr nahm.
Wie vielschichtig Feli doch war.
Die unnahbare, kalte Baronin, die Leidenschaftliche Harfnerin.... die zärtliche Frau oder die wilde Geliebte.

Seine Überraschung am Tage ihrer Aufführung war ihm gelungen. Der Heiratsantrag.
So oft hatte er die Worte vorher geübt um dann... als es soweit gewesen war, doch herum zu stammeln.
Und als sie ihm wider erwarten dann auch noch mit einem Ja um den Hals fiel wäre er beinahe, mit ihr noch von der Bühne gefallen, so unerwartet war es für ihn, das sie sich vor all den fremden zu solch einem Gefühlsausbruch hinreißen ließ.
Doch freute er sich darüber.
Konnten doch so alle sehen das sie nicht ganz so unnahbar war wie viele sie einschätzen.
Obwohl... das natürlich auch gut so war, so würde sich kein anderer Mann trauen ihr Avancen zu machen.
Das er dann fast sofort nach dem Antrag fort musste, ohne ein weiteres Wort an sie richten zu können, war nicht zu ändern gewesen.
Er war an erster Stelle noch immer Ritter des Reiches und wenn es da Probleme gab, ging das nun einmal vor.
Und die Nachricht Spione in Varuna war ein ernstes Problem gewesen.
Man hatte sie festgesetzt und Rafael war, als wieder Luft gewesen war, zur Residenz geritten dann zum Theater.
Als er Feli dort nicht finden konnte ritt er heim doch auch dort war sie nicht.
Das sie sich verpassten und die Baronin dann zur Residenz geritten war, erfuhr er, von seiner aufgebrachten Verlobten, erst sehr viel später.

Er war morgens wieder zum Schloss geritten, wollte mit Adrian frühstücken um dann die Problematik zu besprechen als Felicitas von Stolzenfels auf einmal im Frühstücksraum des Schlosses stand.
„Feli.“ Ließ er sich sofort freudig vernehmen doch sie hatte die Hände in den Hüften gestemmt.
„Wie schön das ich dich auch mal sehe.“ ließ sie sich vernehmen. Machst mir einen Antrag und rauschst dann ab...“ mokierte sie sich ... zu Recht.“ Rafael entschuldigte sich erklärte es ihr und sie winkte ab. Sie verstand ihn ja doch war sie nicht gerade Glücklich über diese Fügung.
Als nun Adrian auch noch hinzu trat, wandte sich Rafael kurz ab von Feli und erklärte dem Freund das er Frühstück besorgt hatte um dann sofort von einem Boxhieb Felis zurückgetrieben zu werden.
„Du holst für Adrian Frühstück und...“ sie ließ den Rest offen doch Rafael konnte sich schon denken was sie meinte. „Ich wollte danach nach dir sehen.“ erklärte er doch Felicitas schien pikiert. Seine Stimme imitierend „Ich habe keinen Hunger Schatz...ich habe noch mit Adrian gefrühstückt...“ meinte sie und fügte gereizt hinzu „Nachdem ich plötzlich alleine im Theater stand...
Rafael knurrte leise. „Adrian du verzeihst. Ich glaube....“ meine er nur um dann die Baronin einfach in seine Arme zu ziehen.“Still jetzt!“ kommandiert er und verschloss ihren Mund einfach mit einem Kuss.
Das sie erst mit den Fäusten auf seine Brust trommelte ignorierte er einfach und sehr bald schon schlang sie die Arme um ihn und küsste ihn wieder.

Aufatment ließ er sie langsam los und musste lächeln als sie eine Schnute zog. „Ich hab mir das trotzdem anders vorgestellt..also so sang und klang los...“
Rafael unterbrach sie sofort. Er hatte sich doch längst einen Ausweichplan ausgedacht. „Wenn du willst mache ich dir hier und jetzt einen neuen Antrag.“ Damit ging er vor ihr erneut in die Knie holte das Kästchen hervor das eine Diamantkette enthielt, öffnete diese und hielt sie ihr entgegen.
Felicitas blinzelte verblüfft. „Adrian?!“ fiepste sie nun völlig aus dem Konzept geworfen.
„Felicitas von Stolzenfels, willst du mich heiraten?“ fragte Rafael erneut mit einem Lächeln, von dem er wusste das Feli nicht widerstehen konnte.
Die Baronin schüttelte fassungslos den Kopf, ehe ein Zärtliches Lächeln ihre Züge besänftigten.
„Natürlich... du ... dummer Junge!“ ließ sie sich nun vernehmen und Rafael zog sie nun erneut in seine Arme spürend das sie nun allen Ärger verdrängt hatte.
„Willst du mit uns Frühstücken?“ fragte er dann und Feli ließ sich nun nur zu gerne überreden.
Noch kurz sprachen und scherzten sie mit dem Grafen, bevor das nächste Desaster seinen Lauf nahm, in Form eines parfümierten Briefes.

Der Umschlag, der Duft, ließen kein Zweifel darüber das er von einer ... liebenden Frau geschrieben wurde.
Felicitas starrte Rafael an das dieser eigentlich zu Staub hätte zerfallen müssen. „Ich weiss wirklich nicht.“ murmelte der Ritter den Brief langsam öffnend, als er den Absender sah.
„Er ist.. von, Clarisse.“
„Adrian...hol die Gardisten...hier geschieht gleich ein Mord,“ hörte er Feli knirschen.
Während sein Freund beschwichtigend einwarf. „Er sollte sich erst einmal erklären dürfen vor dem Gericht bevor die Todesstrafe verhängt wird ich bin auch interessiert wie er sich da wohl raus windet.“
Feli versuchte auf ihn zu zu gehen. „Das ist...Affekt..!“ meinte sie mit glühenden Augen.
„Ganz ruhig und bis 10 zählen,“ riet Adrian in dem ganzen Trubel, während Rafael die Eifersucht seiner Verlobten nun mit Genugtuung noch anstachelte.“Aaaaaaaaaaadrian, du erinnerst dich doch sicher an die liebe gütige Clarisse!“
„Wer ist Clarisse?“ fauchte Feli ihn sofort an und Adrian schlug sofort in die selbe Kerbe. „Wer könnte sie vergessen, so eine herzliche Dame die dich so ins Herz schloss.“ er feixte, was Feli jedoch nicht sehen konnte. „Ja,“ entgegnete Rafael sofort.“ und diese verklärten Augen.“
„Ich bring ihn um!“herrschte Feli sofort und wäre, hätte Adrian sie nicht gehalten an diesem vorbei auf Rafael gestürzt.
„ Mein lieber Junge... mein guter Rafael.“ begann der Ritter zu lesen mit bebenden Schultern ob des unterdrückten Lachens. „HO HO ... Feli.. warte doch.“
Die Baronin versuchte sich aus Adrians Griff zu winden. „Lass mich los ich bring ihn um!“

Amüsiert seine Verlobte betrachtend aber auch mit Freude über ihre Eifersucht las Rafael weiter in der Hoffnung Adrian würde sie schon halten. Doch dann lachte er doch laut los und las den Absatz laut vor. „Du magst am Hofe unseres Geliebten Truchsess.... ein Guter Junge!!!“ er grölte fast.
„Adrian sie nennt sich einen guten Jungen!“
Der Graf ruckte herum „Himmel nein.“ meinte er fast konsterniert, dabei Feli loslassend die sich fauchend auf Rafael stürzte, der noch immer Tränen lachend zurück wich, taumelte, so das ihn die schallende Ohrfeige nur kaum merklich streifte, er aber zu Boden fiel, dort sitzenblieb und nun haltlos lachte bis ihm die Tränen kamen.
„Wirklich zu komisch Rafael.“ Ließ sich Adrian venrehmen dessen Mundwinkel jedoch ebenso
verräterisch zuckten.“
Feli hatte die Hände zu fäusten geballt und brodele innerlich. „Was lachst du so?!“
Rafael hob beschwichtigend die Hände. „Feli ha haaaalt... Clari .. Clarisse ... ist mei mei... meine Großtante.“ erklärte er schwer Luft holend während seine Verlobte nun ganz plötzlich, als habe man sie abgeschaltet erstarrt und stiill wurde.
„Deine... Groß...tante?“ wiederholte sie fassungslos und knallrot werdend. „Ich... ich.. warum sagst du das denn nicht?!“
Adrian grinst nun. „Wie sollte er denn vor Lachen.“
Rafael nickte nun immer noch breit grinsend. „Ja die die dir die Harfe schickte, und sie betitelt Adrian als guten Jungen.“
Sichtlich peinlich berührt nuschelte Felicitas irgendetwas, drehte sich um und ging zum Tisch um sich zu setzen und erst einmal ihr Gesicht fassungslos in den Händen zu verbergen.
„Ich bin damals immer vor ihr davon gerannt. sie pflegte mich stets in die Wange zu zwicken. Guter Junge meinte sie dann immer und Adrian wäre einmal beinahe erstickt vor Lachen als sie das Tat... bis sie es bei ihm machte!“
„Du unter treibst Rafael,“ ließ sich der Graf nun vernehmen, kniff ihn flugs in die Wange und machte die Stimme der alten Frau nach. „Soo süss ist er.“ wobei er dann ebenso lachen musste.

Rafael ging zum Stuhl und nahm seine baldige Frau erst einmal in die Arme, doch sie ließ sich nur schwerlich trösten. Sie war selber überrascht über die Stärke ihrer Eifersucht gewesen, und nur langsam beruhigte sie sich.
Rafael las nun den Brief der alten Dame und mehr und mehr wuchs in ihm die Freude darüber das jene immer schon solch Couragierte Frau gewesen war. Sie hatte mit seinem Vater gesprochen...
Sie hatte ihn dazu gebracht ... das er .. .das er wieder der Familie aufgenommen war.
Überglücklich nun legte er den Kopf in den Nacken, einfach das Gefühl auf sich wirken lassend,
Wärhend Feli nun Adrian den Brief vorlas.
Es war geschafft...
Die Hürden waren genommen, auch wenn Rafael liebend gerne seinem Vater gegenüber gestanden hätte, in der Hoffnung das nun wirklich alles gut war.

Erst Adrians lautstarker Vorschlag Clarisse ein zu laden und Felis überglückliche Umarmung holten ihn in die Wirklichkeit zurück, und erst nach langem Zögern ließ er sich breitschlagen jene Frau, der er nun so viel zu verdanken hatte, ein zu laden.
Ihre guten Ratschläge über Blasentees indess...
las er nicht mehr.

Verfasst: Samstag 23. Dezember 2006, 14:39
von Felicitas de Arganta
Die Tage vergingen und der Winter zog über`s Land.
Viel war geschehen in den letzten Wochen. Viel über das Felicitas nachdenken musste und sich besinnen.

Erst war da die Entführung auf Lameriast. Die Erinnerung daran brachte ein Lächeln auf ihre Lippen.
Rafael hatte sie auf die Insel gelockt. Falk, der Jarl der Hinrah, würde nach ihren Künsten an der Harfe verlangen. Durch die Verbundenheit und die große Gastfreundschaft die Feli stets bei dem Clan zuteil geworden war, hatte sie nicht ablehnen können.
Florence war mit ihr zusammen auf das Schiff gegangen, doch sie sollten nicht lange alleine bleiben.

Kurz hinter dem Hafen hatte man schon auf die beiden Schwestern gewartet. Sieben oder Acht waren es gewesen. Fast alle Beritten und bewaffnet.
Die Gesichter vermummt. Man zwang die Schwestern abzusitzen. Florence wurde fortgebracht. Wohl um Felicitas zu friedlichem Folgen zu bewegen. Scheinbar wussten ihre Entführer darum, dass die beiden Schwestern wahrlich nicht wehrlos waren.
Die Pferde waren bewaffnet. Feli`s Armbrust hatte an der Flanke gehangen und ihr diamantenes Rapier wie stets an ihrer Hüfte. Doch sie kam nicht dazu davon Gebrauch zu machen.

Kurz hatte sie darüber nachgedacht ihre Stimme einzusetzen um ihren Aggresoren Einhalt zu gebieten, doch in anbetracht dessen, dass sie wohl Flo als Geisel hielten, fügte sich Feli schlussendlich.
Sie musste von Ragnaroek absitzen und wurde zu einem Kerl aufs Pferd gesetzt. Jener arme Tropf machte mehr als einmal Bekanntschaft mit Feli`s Ellenbogen als dieser ihr wieder irgendwelche Frechheiten zuraunte oder ihr über den Bauch strich.
Sicher würde er ein Paar blaue Flecken davon tragen. Was Feli im Nachhinein leid tun würde...

Man hatte ihr die Augen verbunden und so hatte Feli nicht sagen können wo sie hingebracht wurde. Bis ihr Ritt endlich endete und sie absitzen musste.
Es roch seltsam. Nach Feuer und Holz. Sie waren eben durch einen Wald geritten. Mehr wusste Feli nicht. Noch nicht.
Man hatte sie weiter gefühlt und sie hatte jemanden sagen hören:

"Nehmt ihr die Augenbinde ab"
Darufhin die Antwort:
"Bist du sicher?"

Als die Augenbinde dann runter war sah sie auf Rafael. Sie war wütend.
So wütend das sich Rafael augenblicklich eine Ohrfeige gefangen hatte.
Als Adrian dann dazu getreten war und es klar war das auch er seine Finger im Spiel gehabt hatte, fing er sich gleich mit eine.
Die beiden Brüder waren unverbesserlich!
Doch der Grund warum dieses ganze Theater überhaupt insziniert worden war...der hatte Feli dann entgültig den Atem geraubt.

Falk hatte sich bereit erklärt Felicitas und Rafael nach Tiefländischem Brauch zu vermählen. Eine Hochzeit, sie nannten es Handfastig, die nur auf Lameriast Gültigkeit haben würde, dennoch eine große Ehre und eine zutiefst rührende Geste.
Flo hatte natürlich auch bescheid gewusst. Kleine Mistgöre!
In einem Zimmer in der Festung des Clans sollte Feli sich umziehen.
Flo hatte ihr ein Kleid mitgebracht. Flo`s Hochzeitskleid wie sie sagte.
Es passte Feli zwar nicht perfekt aber sie sah gut darin aus. Einige Blumen würden ihr Haar noch schmücken.

Die Zeremonie selbst war fremdartig gewesen. Für Feli jedenfalls. Falk hatte von den Elementen erzählt. Und für jedes Element zog er ein Lederband hervor mit dem Rafa`s und Feli`s Hand zusammen gebunden wurde, beziehungsweise...sie mussten es selbst zusammen binden. Was sich als garnicht so einfach herrausstellte.
Am Ende waren die Zwei für den Zeitpunkt erstmal unzertrennlich aneinander gefesselt.
Der Sprung über den Besen den Falk auf den Boden gelegt hatte, war garnicht so einfach gewesen und beinnahe währe Feli hingefallen, doch Rafa bremste sie zum glück.

Dann Feierte man noch eine ganze Weile. Falk erklärte ihnen wann sie die Bänder wieder abnehmen durften...
Das würde eine sehr komplizierte Hochzeitsnacht werden.
Feli trank heute einiges mehr von dem Tiefländischen Met als sonst. Sie mochte den Honigwein normalerweise nicht, aber heute schmeckte er ihr ganz gut.

Nach einigen fröhlichen Stunden ritten Rafa und Feli dann nachhause.
Ragnaroek trabte hinter ihnen her, da Feli auf Rafaels Pferd reiten musste, dank der zusammengebundenen Hände.
Kaum in der heimischen Festung angekommen, liessen sie beide sich nur wenig Zeit die eigenen vier Wände zu begutachten, sondern verlebten gleich ihre lange, wohlverdiente erste Hochzeitsnacht...der eine Zweite noch folgen würde, wenn sie richtig Heiraten würden...

Verfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 12:47
von Felicitas de Arganta
Feli hatte gerade den Abwasch fertig und stellte die Teller in den Küchenschrank. Draußen schneite es wieder. Hier hinter Berchgard war es besonders kalt. Der Wind zog an den Bergen vorbei und die eisige Luft die vom Meer her kam lies es zusätzlich frieren.
Das leise Klirren der Teller und Feli`s Summen war das einzige das das Haus mit Leben erfüllte. Rafael war nicht da.
Sicher war er wieder mit der Allianz unterwegs oder machte sonst etwas.
Der Angriff auf Rahal war siegreich gewesen, auch wenn Varuna Verluste hatte hinnehmen müssen.
Die Gezeiten war auch wieder sicher im Hafen von Berchgard eingekehrt.
Feli hatte sich etwas Sorge um die Besatzung gemacht, weil sie so lange gebraucht hatten um zurück zu kommen.
Die Gezeiten war in gutem Zustand gewesen und man hatte längst damit begonnen die Kisten und Güter aufzuladen die für die Heimreise nach Stolzenfels nötig waren.

Feli erinnerte sich daran wie sie am Steg gestanden hatte als die Gezeiten am nächsten Morgen in der Morgensonne auftauchte. Die Schiffe des Reiches waren ebenso dort. Sie sollten, wie Adrian sagte, den Hafen bewachen um einen Gegenschlag Rahals von Seeseite aus zu torpedieren.
Die Gezeiten hatte jedoch ihren Dienst getan. Die Männer waren müde und das Heimweh plagte viele.
Der Diensthabene Soldat war auf sie zugekommen nachdem das Schiff der Stolzenfelser fest vertäut war.

"Alle wohl auf, Hochgeboren!"
Feli nickte nur langsam.
"Gut Soldat. Ich möchte das sie aufladen und sobald als möglich die Heimreise antreten. Sie alle haben sicherlich den Wunsch nachhause zu kommen"
Jetzt war es der Soldat der nicken musste.
"Ja, Baronin. Ich würde gerne zurück zu Heim und Weib. Meine Kameraden ebenso."
Feli konnte das gut verstehen. Sehr gut sogar. Und die Gezeiten war eh viel länger in Berchgard geblieben als es geplant gewesen war.
Feli gab dem Soldaten ein offizielles Schreiben und meinte:
"Hier. Gebt das im Hafen von Duresand ab. Es ist ein Befehl um euch und euren Männern den versprochenen Zusatzsold auszuzahlen. Meldet euch beim Schatzmeister der Hafenkomundatur."
Das Gesicht des Soldaten hellte sich etwas auf. Natürlich gab es nur wenig Gründe warum ein junger Soldat solch eine Mission auf sich nehmen würde.
Einer davon war ganz sicher Gold gewesen.
"Danke, Baronin! Eure Großzügigkeit ehrt uns!" Erklärte der Soldat korrekt und salutierte vor Feli. Sie nickte nur milde und liess den Soldaten ziehen.

Rafael war verletzt worden im Krieg. Es war nicht allzuschlimm.
Feli hatte schon Übung darin ihren Mann zu verarzten und vor allen Dingen mit Zuckerbrot und Peitsche dazu zu bewegen zu tun was richtig war.

Er war manchmal ein kleines, bockiges Kind!

Adrian nahm in diesen Dingen selbstverständlich auch kein Blatt vor den Mund. Das hätte auch nicht wirklich zu ihm gepasst.Rafael musste manchmal einfach mit einem Ambosshammer in die richtige Richtung gedeut werden.
Nichts desdo Trotz war Feli froh und glücklich das er lebte. Krieg bedeutete immer das Risiko nicht mehr zurück zu kehren. Sie brauchte Rafael. Nicht auszudenken würde er im Kampf fallen. Was sollte sie den dann tun?
Sie wollte garnicht über diese Möglichkeit nachdenken.

Asteve...musste das. Sir Aradan Krenor war gefallen. Noch am Tag des Angriffs hatte Feli davon erfahren. Von Rafael`s Knappen, Thelor Dravan, der wohl Berchgard bewachte, im Namen der AdL.
Dank seiner Auskunft hatte Feli gewusst wo sie hinreiten musste.
Zum Kloster der Temora. Dort traf sie auch Rafael, Darna, Adrian, Cathal und all die anderen Ritter.
Auch Aradan. Er war tod. Ein schwerer Verlust für das Reich. Für Feli war Sir Krenor ein Bekannter gewesen. Nicht mehr. Von einer Freundschaft hatte man nicht sprechen können. Rafael hatte sein Tod sehr zugesetzt.
Er hatte sich Vorwürfe gemacht. Immerhin hatte er den Oberbefehl gehabt. So war das wohl wenn Leute aus den eigenen Reihen fielen.

Im Nachhinein lief es Feli eisig den Rücken hinab. Sie selbst war auch eine Befehlshaberin, wenngleich sie keine Kriegsherrin war. Aber ihr Wort konnte über das Leben oder den Tod ihrer Soldaten entscheiden. Kein angenehmer Gedanke. Sie war froh das keiner ihrer Mannschaft zuschaden gekommen war.

Die Tagen waren länger geworden und Feli schloss ihre Gedanken, zusammen mit dem Küchenschrank. Es wurde Zeit das Feli sich um Yuni kümmerte. Die Pumadame lag draussen im Schutz des Hauses auf der Veranda und schien keinen Antrieb zu haben sich großartig zu bewegen.
Eigendlich hätte Feli sie ins Haus geholt, doch eine Pumadame im Haus war auch nicht so wirklich das Wahre. Vielleicht sollten sie einen Stall für Yuni bauen lassen...

Verfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 15:09
von Rafael de Arganta
Felicitas wirkte niedergeschlagen. Warum auch nicht, war doch der Termin für ihre Hochzeit nun hinfällig geworden, da der Angriff auf Rahal fast Zeitgleich stattfinden sollte.
So mussten sie die Hochzeit auf unbestimmte Zeit verschieben. Nächstes Jahr und das Wann, stand auch noch in den Sternen.
So hatten sie jedenfalls mehr Zeit sich über das Wie zu einigen, denn wollte Felicitas eine Hochzeit mit einer groß angelegten Feier, war Rafael eher für eine im kleinen Kreise.
Er fühlte sich unwohl bei solchen ... Veranstaltungen wo viele Leute anwesend waren und er noch im Mittelpunkt stand.
Damals war er heimlich mit Angelina verschwunden, die solch Dingen auch nicht zugetan war.
Feli schien es letztendlich eingesehen zu haben, als er von der kleinen Einladungsliste sprach und sie nur nickte... obwohl nur nickte.. ihr Blick dabei war nicht gerade einlenkend gewesen.
Er sollte sich die Liste zu gegebener Zeit doch noch einmal ansehen.
Ihre Gemütslage ob der verschobenen Hochzeit jedoch tat ihm leid, und er überlegte wie er ihr eine Freude machen konnte.
Freude? Ein Lächeln huschte über sein Gesicht als ihm eine Idee kam.
Nein eine Überraschung. Sie sollte ihre Hochzeit haben, wenn auch nicht so wie sie dachte.

Er hatte noch Zeit, so ließ er Rymis satteln und ritt nach Bajard um von dort nach Lameriast hinüber zu setzen.
Der Weg zu dem Jarl der Hinrahs war nicht weit und seine Überlegung und Bitten dem Freund Falk schnell vorgelegt. Er wollte das Falk die Zeremonie der Tiefländischen Hochzeit, das Handfasten bei Feli und ihm durchführte.
Der Jarl erklärte ihm das es aber keine Hochzeit unter den Göttern an sich war, und Rafael nickte. Er verastand schon, und es sollte ja auch noch eine Heirat im Namen der Temora folgen, doch dieses hier wäre wenigstens eine Kleine Freude, eine anerkannte Hochzeit bei den Tiefländern
Falk erklärte sich einverstanden, und so ritt Rafael wieder zurück.
Nun galt es Gefährten zu finden die ihm bei seinem Vorhaben behilflich sein würden.
Flo und Hudgar wurden als erstes eingeweiht und schienen sich diebisch zu freuen.
Dann Adrian und einige seiner Leute die sich bereit machen und anscheinend für jede Schandtat bereit schienen.
Fast mit schlechtem Gewissen erklärte er Feli, das Falk sie bat am 12. Alatner zu ihm zu kommen um für ihn und einigen Gästen auf zu spielen.
Feli schien kein Argwohn zu hegen. Falk war ein Freund und Rafael konnte das Lächeln nicht unterdrücken als er sah wie sehr sie sich darüber freute anscheinend wieder eine Aufgabe zu haben.
Ihr Lächeln ließ sie von innen her leuchten hatte er fast das Gefühl und er hatte Mühe sie nicht in diesem Moment an sich zu ziehen, ihr seine... Falle einfach ins Ohr zu flüstern um dieses Lächeln auf ihrem Gesicht zu erhalten.
Ihm war klar das sie sicherlich im ersten Moment außer sich sein würde wenn sie den Schreck erst einmal überwunden hatte, aber das war es ihm Wert.

Am Tage als sie abfahren würde, erklärte er das er mit dem Hauptmann nachkommen würde, aber erst mit diesem Noch zum Grafen musste, und so mußte seine Geliebte erst einmal mit Flo alleine übersetzen...
Genau nach Plan.
Mit glitzernden Augen hatte er ihr nachgesehen, dann war er umgedreht und hatte nach Lameriast übergesetzt.
Ein Pferd hatte er sich geliehen. Gerade damit Feli ihn nicht erkennen konnte. Dazu eine alte verrostete Kettenrüstung, darüber einen zerlumpten Mantel, eine Maske und eine Kapuze.
Genauso wie seine Freunde und seine Mannen.
Feli würde keinen erkennen können.

So hatten sie gewartet.
Gewartet bis Feli mit Flo um die Ecke geritten kam und schnell hatte man sie umrundet.
Rafael konnte Felis Zwiespalt sehen als man Flo als Geisel nahm und ihre Wut fast körperlich spüren.
Und nicht nur fast...
Als er sie zu sich aufs Pferd nahm und konnte er es sich nicht verkneifen ihr sanft über den Bauch zu streicheln, wofür er postwendend ihren Ellenbogen in die Rippen bekam der ihm fast die Luft aus den Lungen presste.
Einen schönen Blauen Fleck würde das geben.
Feli war keinesfalls die ruhige Geisel die sich folgsam in ihr Schicksal fügte, auch wenn sie sich ohne Gegenwehr die Augen verbinden ließ.
Alles in allem war sie wie immer... Leidenschaftlich ihren Weg folgend.
Sie sprühte vor Zorn, was sie in Rafaels Augen noch schöner erscheinen ließ.
Und so genoss er es fast sie noch mehr in Rage zu bringen.
Sie würde schon am Abend darum bitten das er sie berührte... ließ ihn sich noch einen weiteren wütenden Ellenbogenstoß einfangen, und als sie schließlich bei Falk angekommen waren, vermochte er wirklich nicht mehr zu sagen wie viele Blaue Flecken er dazu bekommen hatte.
Er hob sie selber vom Pferd, trat dann beiseite um die Maske ab zu nehmen und befahl Revan dann ihr die Augenbinde ab zu nehmen, was jener tat um dann gleichzeitig schnell zurück zu treten.

Feli sah ihn an... der zornige Blick einen Moment voller Unverständnis als er zu ihr trat, dann holte sie aus und die Backpfeife traf ihn schallend. „Rafael!!“ rief sie voller empören, erblickte dann den sichtlich grinsenden Adrian und bevor dieser noch richtig ausweichen konnte schlug sie noch einmal zu, wenn auch nicht so fest wie bei Rafael der sich perplex die Wange hielt.
Er hatte ja schon mit so etwas gerechnet gehabt und grinste immer noch.
„Was hat das zu bedeuten.“ fauchte Feli Rafael an und dieser fasste einfach nach ihrer Hand, und kniete nieder.
„Feli, willst du mich hier und jetzt an diesem Ort heiraten?“
Sie blinzelte.
Perplex einen Moment lang, dann absolut fassungslos.
„Wie meinst du das?“
„Ich habe Falk gebeten das wir hier per Handfasting uns das Ehegelöbnis geben können.“
Erklärte Rafael mit fester Stimme und konnte sehen wie etwas wie Rührung dann Freude in Ihre Augen traten.
Als sie nickte und dann ja sagte, sprang Rafael fast auf und zog sie in seine Arme.
„Verzeih mir die Scharade,“ meinte er grinsend und sie knurrte nur ein „Schuft.“ bevor sie ihn sanft küsste und ihm wohl nun wirklich verzieh.

Als Flo nun hinzutrat erhielt auch sie Schimpfe von ihrer Großen Schwester, doch schien diese wohl nicht mehr so sehr erzürnt wie noch zu Anfang.
Vor allem als Flo ihr das Kleid zeigte das sie eigens für das Handfasten für Feli mitgebracht hatte.
Rafael hingegen zog seine Reichsritterrüstung an.
Um dann so gemeinsam mit Felicitas vor Falk zu treten, der eine wahrlich schöne Ansprache hielt und dann die tiefländische Zeremonie durch zu führen.
Vor allem das verknoten der Bänder um seine und Felis Hand war komplizierter als er es sich gedacht hatte, und auch die Feier selber hinterher war problematischer als er angenommen hatte, da er stets mit Felis Hand verbunden war.
Sie feierten lange und als sie schließlich heimritten hatte Feli mehr Met getrunken als er es von ihr kannte.
Sie schien wirklich Glücklich und Rafael freute sich darüber.
Es war ihm selber immer wieder eine Freude sie Glücklich zu sehen, und so tat er was er konnte dieses Lächeln auf ihre Züge zu zaubern.

Als sie heimkamen, begrüßte nur Yuni sie, aber wer sollte schon sonst auf sie warten.
Gemeinsam gingen sie hinauf, doch ihre Hochzeitsnacht gestaltete sich schwieriger als erhofft....
Wie bei Temora vermochte man die Armschienen aus zu ziehen wenn die Hände gefesselt waren?
Gar nicht, war die Antwort.
Und so musste er diese noch eine kleine Weile länger tragen bis sie endlich die Bänder durchschneiden durften.

Verfasst: Freitag 12. Januar 2007, 10:06
von Felicitas de Arganta
Die Schifffahrt zurück nach Gerimor war die Hölle gewesen...
Feli wurde normalerweise nie seekrank, doch diesesmal verbrachte sie die meiste Zeit der Überfahrt in ihrer Koje. Die Seeleute beschmunzelten natürlich die Anwandlungen ihrer Baronin. Auch jene waren das so von Feli nicht gewöhnt.
Normal stand sie am Bug und sah aufs Meer hinaus oder unterhielt sich mit dem Kapitän. Doch diesemal erklang nur sehr selten die Harfne der jungen Baronin. Es ging Feli einfach zu schlecht.

Die Reise nach Stolzenfels war sowieso der Unvermittelt gekommen.
Ein paar Stunden bevor die Gezeiten auslaufen sollte erreichte sie ein Brief von Gregor van Dure. Der Winter hatte wohl Stolzenfels dieses Jahr besonders hart erwischt wie er schrieb und es würde unbedingt ihrer Anwesenheit bedürfen um die nötigen Schritte einzuleiten die Ernte zu schützen und ebenso die Felder und Ländereien.
Sie hatte sich nicht viel dabei gedacht als sie an Board gegangen war und entschieden hatte, dass sie Rafael auch von Stolzenefels auch noch schreiben könne. Er war sicher gerade mit etwas Wichtigem beschäftigt.

Die Zeit in Stolzenfels selber war anstrengend gewesen. Sie hatte viele Entscheidung zu treffen gehabt und musste gewissenhaft alles vorbereiten, damit die Ländereien gut vor den Schneemaßen und dem Wetter geschützt wurden. Es war ein gutes Jahr gewesen und die Bauern und Bürger wollten das nicht durch den Winter verlieren.
Wie gut nur das die Staatskasse einiges zu verfügung hatte um sich um diese Belange augenblicklich zu kümmern. Zu der Gelegenheit hatte sie auch gleich den Leutnant zum Hauptmann ernannt und ihm aufgetragen einen neuen Leutnant zu bestimmen. Die Garde war in den letzten Monden gewachsen und die unruhigen Zeiten machten das sicher notwendig, auch wenn man in Stolzenfels davon zum Glück nicht allzuviel merkte.
Die Baronien um Stolzenfels blieben, sofern Feli das wusste, der Krone trotz allem treu. Ein Angriff auf Stolzenfels war also nicht zu erwarten und währe auch schwer zu verteidigen gewesen aufgrund der großen, weitläufigen Ländereien.
Das Theater in Duresand hatte sich prächtig entwickelt und eigendlich hatte sie vorgehabt aufzuspielen, doch sie hatte keine Zeit dafür gefunden.

Nachts war sie in ihrem großen Gemacht im Schloss alleine. Es war bitterkalt. Überall im Schloss. Auch wenn vergeblich geheizt wurde. Die alten Gemäuer gaben einfach zuviel Wärme nach draussen ab. Das große Bett in dem sie des Nachts lag kam ihr leer vor. Ihr fehlte Rafael sehr.
Sie hoffte es würde ihm gut gehen und er würde nicht wieder irgendwelchen Unfug anstellen. Er war ja schliesslich bekannt dafür, impulsiv zu sein...und stur.
Tagsüber hielt sie zumindest das Pyrianbeschlagene Leder warm. Aber ihre Füsse brachten sie trotzdem um und sie sollte die nächsten Wochen wohl damit leben, dass sie kalte Füsse hatte.

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Endlich in Gerimor angekommen hatte sie sich gleich Ragnaroek geholt und war ausgeritten um Rafael zu suchen. Das Haus war leer und sah nicht aus als sei es die letzten Tage benutzt worden.
Yuni lag faul und dösend auf der kleinen Veranda und schlief. Die Pumadame mochte das kalte Wetter sicher genauso wenig wie sie alle.
Natürlich war es sehr malerisch wie die Landschaft in pures Weiß getaucht wurde und die Muse in Feli lies so manche Gedanken an Poeme und Gesang in ihrem Kopf erklingen, doch sie hatte die Nase gestrichen voll von der Kälte.
Sie war nach Varuna geritten, hoffent Rafael im Schloss oder Kastell zu finden. Mit Bestürzung bemerkte sie, dass die Residenz nun nichtmehr in Stolzenfelser besitz war. Flo hatte ihre Drohung also wahr gemacht.
Es schien als habe sich viel getan, während Feli den Staatsgeschäften nachgehen musste.
Eigendlich...durfte Flo mit Hudgarr ja noch garnicht zusammen ziehen. Aber der "Neu-Adel" würde das sowieso garnicht wissen.
Die Meinung teilte erstaunlicher Weise auch Antarian de Dynal. Der ehemalige Richter von Stolzenfels, der jetzt im Rat von Varuna saß.
Es war klar das ein Wandel durch den Adel ging der sicher nicht erstrebenswert war. Viele junge Adlige hatten vergessen was es hieß ihrem Stand anzugehören. Die Etikette lagen vielerorts einfach Brach. Es war Feli fast schon peinlich.
Sie erinnerte sich daran, dass sie sich auch mit Rafael hefftig darüber gestritten hatte. Er vertrat da eine eher "neumodische" Meinung. Im Gegensatz zu Feli die Etikette und Anstand noch von klein auf gelernt hatte.
Die Wache am Schloss meldete schliesslich, dass Rafael wohl im Schloss verschwunden sei und so ließ Feli den Richter alleine und ging auf die Suche nach ihrem Gatten.
Im Kaminzimmer fand sie ihn schlussendlich. Schlafend wie es schien.
Es dauerte nicht lange bis er wach war...und sie anschrie.
Er habe ihren Brief vor einer Stunde erhalten!
-Vor einer Stunde? Ich habe ihn doch am 26. Rabenmond weggeschickt..-Dachte sie und sagte sie auch Rafael. Doch der Bote schien es nicht sonderlich eillig gehabt zu haben und so blieb Feli nichts anderes übrig als sich reuemütig bei Rafael zu entschuldigen.
Natürlich war es nicht ihre Absicht gewesen ihn in Sorge in Gerimor zurück zu lassen.
Hatte er tatsächlich gedacht sie könne einen Anderen haben? Der Gedanke, so ernst er sein mochte, liess Feli immer wieder schmunzeln.
Es war für sie einfach viel zu Absurd.

Den Rest des Abends verbrachten Rafael und Feli in gemütlicher Runde im Kaminzimmer im Schloss. Eileen war da. Und sie war schwanger!
Feli freute sich für Adrian und Eileen. Sie wusste das es höchste Zeit wurde, dass Adrian endlich einen Erben bekam. Auch Darna war da. Sie war wie immer. So wie Feli die Ritterin in Erinnerung hatte. Zurückhaltend, Höflich und Korrekt. Aber hinter alle dem konnte die Ritterin auch einen sehr angenehmen Humor entwickeln.
Es wurde viel Gesprochen. Über die AdL und die Probleme, über den Knappen von Cathal, Elias und seine Fehltritte, über amüsante Angriffspläne die Feli und Rafa beinhalteten und vieles mehr.

Der Abend war schon weit vorran geschritten, Eileen seid Stunden in der Speisekammer verschwunden um ihr Kind zu füttern und Adrian ging nach seiner Frau suchen, als Feli und Rafael auch aufbrachen. Sie war müde und erschöpft. Immernoch hatte sie kalte Füsse und sie glaubte sie würde sie nie mehr warm bekommen.
Rymis und Ragnaroek trabten ruhig nebeneinander her, während sie die nächtliche Schneelandschaft an sich vorbei ziehen liessen. Der Wind war kalt und schnitt ins Gesicht.
Erleichtert erreichten sie endlich ihr Landhaus. Die Pferde wurden angebunden und versorgt und Feli wollte nurnoch ein heißes Bad und ins Bett. Rafael war so lieb ihr das Bad einzulassen während sie die Lederrüstung auszog.

Gemütlich hatten sie beide im heißen Wasser gelegen. Wie sehr sie ihn vermisst hatte! Seine Nähe und seine Zärtlichkeiten. Die Art wie er sie ansah und wie die Eifersucht in seinen Augen blitze während er sie nach dem Hauptmann ausfragte. Die Worte die er ihr zusäuselte und die Wärme die er ihr gab waren mit nichts in der Welt zu bezahlen.
Sie fühlte sich endlich wieder wohl und geborgen.
Ritterlich hatte er sie ins Bett getragen und erklärte, während sie sich eng aneinander kuschelten, er würde die ganze Nacht über sie wachen und sie morgen Früh mit Frühstück am Bett überraschen.
...Dann war er auch schon eingeschlafen...
Feli schmunzelte nur kurz und schloss selbst die Augen um auch ein wenig Ruhe zu bekommen. Der nächste Morgen würde anstrengend aber sehr schön werden, wenn Rafael sein Versprechen wahr machen würde....

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Doch..manchmal kommt es anders als man denkt.
Feli wurde in den frühen Morgenstunden wach. Rafael schlief noch tief und fest einen verdienten Schlaf.
Ihr war speiübel. Vorsichtig aber entschieden stieg sie aus dem Bett.
Keine gute Idee, wie sie bemerkte. Denn die Übelkeit wurde dadurch nur noch schlimmer. Das viele Reisen, die Kälte und die Aufregung hatten ihr wohl doch mehr zugesetzt als sie geglaubt hatte. Vielleicht wurde sie auch krank.
Flink warf sie sich einen Morgenmantel über und eilte die Treppen hinab, aus dem Haus in die Kälte und übergab sich erstmal in den Schnee vor dem Haus. Yuni beäugte das ganze träge und mit wenig interesse, brummte einmal und schloss wieder die Augen.
-Schon wieder kalte Füsse.-, bemerkte sie als sie ihr Haar wieder zurück strich und die Reste ausspuckte. Auf blanken Sohlen stand sie im eiskalten Schnee. Na toll!
Immernoch angeschlagen tapste sie zurück ins Haus. Die morgendlichen Liebkosungen würden wohl ausbleiben. Feli war die Lust darauf gerade vergangen. Und so nahm sie ein paar Fellbesetzte Pantoffeln und setzte sich vor den Kamin den sie mit frischem Holz neu anfachte und wartete darauf das ihr Liebster wach wurde.
Ihre Katze, Feli, die seit neuestem nun auch hier lebte, kam zu ihr getapst, rieb sich an ihr und setzte sich auf ihren Schoss um sich dort zusammen zu rollen und ihre Streicheleinheiten zu bekommen.

Kein Frühstück. Kein Bettgeflüster.
Blöde Krankheit.

Verfasst: Sonntag 14. Januar 2007, 10:31
von Felicitas de Arganta
Vorsichtig stand Feli auf. Das Kaminfeuer war runtergebrannt und die letzte Glut sante noch etwas wärme auf ihr Nachtlager. Rafael schlief noch tief und fest, es war früh am Morgen.
Im Schloss war es verhältnissmässig warm. So warm wie man die schweren Gemäuer wohl bekam. Der Unterschied zu ihrem Nachtlager vor dem Kamin war dennoch fröstelnd.
Rafael hatte sich strikt geweigert in dem Bett zu schlafen. Zuviele schlimme Erinnerungen hafteten noch immer diesem Zimmer an und Feli verstand natürlich sofort was er meinte. Jene Zeit war auch für sie sehr traumatisch gewesen.
Sie wollte garnicht daran denken.

Mit Erfreuen stellte sie fest das es ihr besser ging. Zumindest war ihr heute Morgen nicht übel. Das war ein Fortschritt. Auch wenn der vorran gegangene Abend ziemlich hektisch und aufregend gewesen war.
Sie schlendete zum Fenster, zupfte das zerknitterte Kleid zurecht und sah hinaus.
Der Hof des Schlosses lag in weißen Schnee gehüllt. Der Winter hatte zwar spät aber doch endlich auch hier einzug gehalten. Hinter warmen Wänden war das sogar malerisch. Es schneite schon wieder. Weiße Kristalle spränkelten auf das Fenster durch das sie blickte und füllten die letzten Reste der Wege und der Beete in ein weißes Tuch.

Was war hier nur passiert als sie in Stolzenfels gewesen war?...
Einiges hatte sie erfahren können und manches davon passte ihr so garnicht.
Rafael hatte sich mit Darna gestritten wie sie erfahren hatte...dann schüttelte sie den Kopf.
Nein, sie musste das nochmal rekapitulieren. Von Anfang an.

Feli war ins Schloss geritten. Rafael war die vorrangegangene Nacht nicht nachhause gekommen und ein kurzer Brief hatte ihr dies auch bestätigt.
Irgendwas war wieder im Busch und sie musste wissen was los war. Auch wenn es ihr an diesem Abend besonders schlecht ging.
Doch sie sollte Rafael, kaum das sie das Schloss betreten hatte, mit Eileen im Besprechungssaal finden.
Rafael stand wie ein Zinnsoldat vor ihr, in Rüstung gekleidet. Eileen schien aufgebracht und als Rafael sie mit "Temora zum Grusse, Baronin" begrüsste, klappte ihr fast die Kinnlade hinab.
Sie war immerhin seine Frau!
Schnell war klar worum es ging. Rafael verhielt sich sehr merkwürdig.
Er war völlig distanziert, kühl. Etwas das Feli garnicht von ihm kannte und auch Eileen sprach auf ihn ein und versuchte ihn endlich zu besinnung zu bringen.

Wie hatte sich das nur so hochgeschaukelt?, sinnierte sie und strich mit den Fingern über das kalte Fenster.

Noch immer hallte Eileen`s Ruf nach der Wache in ihren Gedanken. Sie hatte Rafael festnehmen lassen. Auf den Verdacht hin das er nicht Herr seiner Sinne sei. Beeinflusst vielleicht sogar.
Es währe nicht das erste mal gewesen, dass soetwas passierte. Feli verstand Eileens Gedanken. Ausserdem musste Rafael, so er Rafael war, in anderem Umfeld wieder zur Vernunft gebracht werden.
Doch es kam noch schlimmer. Rafael weigerte sich dem Befehl der Gräfin nachzukommen und sprach sogar auf die Wache ein. Versuchte jene gegen die Gräfin aufzuwiegeln. Das war wirklich zuviel!
Am Ende ging Rafael doch mit. Cathal, der dazu getreten war - Rafael hatte wohl nach ihm schicken lassen und Feli war heute besonders schlecht auf den Ritter zu sprechen - nahm Rafael das Schwert ab und so gingen Eileen, Cathal, Rafael und Feli ins Gästezimmer des Schlosses.
Rafael`s Arrestzelle.
Dort ging der ganze Unsinn natürlich weiter, bis Feli Eileen bat sie alleine mit ihrem Gatten sprechen zu lassen. Eileen meinte, dass jeder alleine mit ihm sprechen könne.
Der Anstand und gute Ton hätte es eigendlich selbstverständlich gemacht, dass Feli, als Baronin und Verlobte Rafael`s den Vortritt bekam, zumal sie wissen wollte was überhaupt los war. Stattdessen blieb der Ritter Llastobhar frech eisern stehen und begann über irgendwelche Duelle zu sprechen.

Naja..nicht irgendwelche. Rafael würde sich mit Darna duellieren. Das war schon sehr seltsam und sicher kein gutes Zeichen. Was war hier nur vorgefallen?
Als Feli Cathal dann darauf aufmerksam machte wie sehr der Ritter jeden Anstand mit Füssen trat, fiel ihr Rafael auch noch in den Rücken. Das brachte das Fass zum überlaufen.
Feli ging. Schmiss die Tür hinter sich zu und ging zielstrebig den Gang hinab, das Donnern der Tür hinter sich verhallen lassend. Die wartende Eileen hatte sie garnicht bemerkt in ihrer Wut.
Sie hatte sich ins Kaminzimmer begeben. Während dem Gang dahin eisern bemüht die Fassung zu wahren und den Stolz und die Hoheitlichkeit einer Baronin an den Tag zu legen. Die Dienerschaft wusste eh schon viel zu viel, was so im Schloss vor sich ging.
Im Kaminzimmer angekommen ergab sie sich erstmal der niederschmetternden Eindrücke und ertränkte ihre Wut und ihre Hilflosigkeit in ihren Tränen.

Wieviel Zeit genau verging das wusste Feli garnicht. Sie war Aschfahl und blass. Ihr war schlecht. Schon seid sie im Besprechungssaal gestanden hatte. Aber sie schaffte es bislang die Übelkeit zu unterdrücken.
Cathal kam in den Eingang. Sagte ihr in knappen Worten "Das sie jetzt an der Reihe sei" - Was natürlich die nächste Frechheit war - und verschwand ebenso schnell wieder.
Was dachte sich die Ritterschaft in letzter Zeit überhaupt?! Es wurde wirklich Zeit dass der Jungadel endlich begriff, dass sie sich mit dem Verhalten bei denen die sie zu Schützen geschworen hatten, keine Freunde machten.

Sie hatte einen Moment gebraucht um sich zu sammeln. Ihr Pechschwarzes Haar bildete mittlerweile einen krassen Kontrast zu ihrem bleichen Gesicht. Die Erdbeerfarbenen Lippen und die geröteten Augen stachen förmlich aus ihrem Gesicht hervor. Aber sie versuchte dennoch eine erhabene Mimik aufzusetzen und schritt wieder zurück zum Gästezimmer. Es wurde endlich Zeit das sie erfuhr was hier eigendlich los war.
Rafael hatte sich mittlerweile den Brustharnisch ausgezogen und stand am Kamin. Er war immernoch wie ausgewechelt und Feli sprach auf ihn ein, was denn überhaupt passiert sei.
Er erklärte ihr, dass sie Recht gehabt habe. Man dürfe nicht Menschlich wirken in der Öffentlichkeit.
Das hatte ich nie gesagt, entsann sie sich. Etikette und Anstand, das war wichtig! Und das musste auch eingehalten werden! Sie waren schliesslich Adel. Sie waren Vorbilder. Sie waren Herrscher! Sie entschieden über das Geschick ganzer Länder! Da durfte man sich nicht nach Lust und Lauen gehen lassen, das der Pöbel sich das Maul über sie zerreißen konnte.
Man durfte eben nicht alles. Feli hatte das schon mehr als einmal am eigenen Leibe gespührt und dennoch hielt sie daran fest.

Adel verpflichtet!

Aber Rafael fand natürlich mal wieder kein Maß und das gab er auch zu.
Der Streit eskalierte soweit das Feli im inbegriff war ihm eine Ohrfeige zu verpassen als irgendeine wildfremde Frau ungefragt ins Zimmer platze.

Wie anstandlos konnte man sein?! Ohne mit der Wimper zu zucken , fauchte Feli das Weibsbild an das sie sich sofort aus dem Zimmer zu entfernen habe. Das war wirklich unerhört!
Platzt man demnächst auch bei Adrian herrein wenn dieser gerade seinen Pflichten als Ehegatte nachging?!
Diese Störung rettete Rafael jedoch davor die angedrohte Ohrfeige zu kassieren.
Stattdessen ging der Streit auf verbaler Ebene weiter. Bis Feli irgendetwas falsches sagte und ihr so übel wurde, das sie es einfach nicht mehr zurück halten konnte.

Bestimmt die Aufregung, dachte sie im nachhinein und sah weiter dem Fallen des Schnees auf den Schlosshof zu.

Eilligst hatte sie sich vor das Bett geknieht, die Bettpfanne hervor gezogen und sich erstmal übergeben. Damit war der Streit dann beendet.
Rafael war sofort zu ihr gekommen, hielt ihr das Haar fest, während sie sich ihrem Mittagessen entledigte. Bleich, matt und unwohl kam sie dann, dank Rafa`s Hilfe auf dem Bett zum sitzen.
Ihr war nicht mehr nach Streiten. Sie hatte da keinen Kraft mehr für.
Nachdem sie sich jetzt auchnoch übergeben hatte, fühlte sie sich einfach nur elend.
Sie bettelte ihn an endlich zur Vernunft zu kommen. Bitte und flehte bis er endlich einlenkte und versprach ein Maß zu finden. Endlich verstand er, so hoffte sie.
Müde und matt stand sie auf um Eileen bescheid zu geben. Die sie nach einigem Suchen bei den Stallungen fand. Mit der Stallmagt im Arm.
Die nächste Unmöglichkeit. Die Gräfin hielt ihre Stallmagt im Arm? Wo es jeder fröhlich sehen konnte?...Innerlich hätte Feli geseufzt wenn es ihr in dem Moment nicht dann doch egal gewesen währe.

"Kann ich bitte mit euch sprechen, Gräfin?", wahrte Feli trotz allem die Etikette. Eileen fasste sich und nickte sofort.
Gemeinsam gingen sie zurück zu Rafael. Auf dem Weg dorthin wies Feli noch einen Diener an die Bettpfanne zu wechseln.

Es folgte ein weiteres Gespräch, das diesmal weniger hitzig war. Feli konnte das ganze nicht mehr hören, auch wenn sie etwas erfuhr das sie hellhörig werden liess.

Rai`a.
Das war die Stallmagt von eben, wie Feli wusste. Und irgendwas hatte sie mit alle dem zu tun. Und Rafael steckte mittendrin. Feli wusste mittlerweile, dass er wohl eine Frau, vermutlich eben jene, mit Kleidung versorgt hatte. Ansich eine Ritterliche Geste. Aber sie kannte Rafael auch und sie wusste wie unheimlich Charmant er sein konnte.
Es gab für alles Zeit und Ort. Und alleine der Gedanke eine Frau könne sich erdreisten Ihren Rafael auch nur anders als geziemlich anzublicken liess in ihr Flammen aufsteigen.

Halt dich nur ja von meinem Mann fern., hatte es in dem Moment in ihren Gedanken gehallt und ihr war klar sie würde kein Haar an jemandem lassen der ihr versuchte ihren Mann abspenstig zu machen.

Was genau da vorgefallen war...das wusste Feli immernoch nicht. Nur das sogar Darna eingeschritten war wie es schien. Vielleicht hatte die Ritterin den Bogen überspannt oder die zwei, Rafael und Darna, hatten sich einfach hochgeschaukelt. Anders konnte sie sich ein Duell zwischen zwei solch engen Freunden garnicht erklären.
Egal wie es sich zugetragen hatte, es war bezeichnend.
Die Stallmagt trat Feli besser nicht unter die Augen. Und wenn so wie es sich für eine Bedienstete geziemte.
Doch ob all der Gedanken und Emotionen die in ihr kochten und tobten ertrug sie die "Predigt" von Eileen nicht und begab sich nach Draussen.
Sie brauchte frische Luft. Auch wenn es Draussen bitterkalt war.
Eileen liess sie ziehen. Rafael jedoch nicht. Auch wenn jener beherzt erklärte Feli müsse zu einem Heiler und er wolle sich um sie kümmern.

Was dann gesprochen wurde wusste Feli nicht. Sie stand vor dem Eingang des Schlosses und versuchte ihr Unwohlsein durch die Kälte zu ersticken.
Sie hatte viel zu viel geweint heute Abend. Und die Übelkeit setzte ihr auch noch zu. Dazu schien das Schloss mal wieder vollkommen durchzudrehen. Und natürlich war Rafael wieder Teil davon. Das kannte sie ja schon von ihm.

Nach einer Weile kam Eileen zu ihr hinab. Fragte ob sie reden wolle. Über irgendwas. Vielleicht etwas das ihr auf dem Herzen lag. Feli lehnte indirekt ab. Sie wollte sich ausruhen. Eileen wollte nach einem Geleit schicken lassen, doch auch das lehnte Feli ab.
Sie wollte bei Rafael bleiben. Sie ertrug den Gedanken nicht schon wieder von ihm getrennt zu sein und sie wollte auch nicht, dass Rafael in der Sorge um sie, die Nacht verbringen müsste. Das währe nun wirklich zuviel der Strafe gewesen, auch wenn Eileen Recht hatte.
Was Rafael da heute getan hatte, hätte ein unerbittlicher Herrscher als Hochverrat deklarieren können. Wie gut das Eileen ganz anders war.

So fand sich Feli wenig später wieder im Gästezimmer wieder. Es folgte ein weiteres Gespräch. Soviel Reden heute. Und ihr war garnicht nach reden. Das machte die Übelkeit nur schlimmer, die aber glücklicher Weise langsam abklung.
Endlich...nachdem Feli sich an ihn gelehnt hatte, vergass Rafael endlich all den Groll und war wieder der liebende Mann. Sie zärtlich in den Armen haltend. Vorsichtig hatte Feli ihn zu dem Sessel geführt, während Rafael weiter versuchte sie zu überreden Nachhause zu reiten. Feli lehnte strickt ab. Auch sein Einfall sich aus dem Schloss zu schleichen. Das war ebenso unmöglich. Sie konnten sich nicht den Anweisungen der Gräfin wiedersetzen.
Irgendwann begriff Rafael endlich, was aber auch egal war, denn egal wie schlecht es Feli ging. Sie wollte ihm endlich wieder nahe sein nach all der Zeit und das Bett blieb unberührt diese Nacht.
Stattdessen söhnten sie sich im Sessel aus und betteten ihr Nachtlager vor dem warmen Kamin auf dem Feli eben erwacht war.

Der Schnee hatte langsam aufgehört. Das Fenster war beschlagen und Feli sah nicht mehr viel von Draussen. So wand sie sich wieder um und blickte zu dem schlafenden Rafael hin....

Verfasst: Samstag 20. Januar 2007, 16:31
von Felicitas de Arganta
Wenn Winde sich drehen...

Es war stürmisch. Nicht Draussen, dort fiel in sanftem Rieseln der Schnee vom Himmel und legte die Wiesen und Felder in weißes Tuch.
Feli`s Leben wurde immer stürmischer.
Was war nur alles passiert?
Warum war sie so unglücklich?
Was war mit Rafael geschehen?
War etwas mit ihm geschehen oder sah sie nur plötzlich wie er wirklich war?
War das der Mann den sie liebte?

Ein Mann der ihr sagte, dass sie nicht das wichtigste in seinem Leben war. Der ihr sagte, dass er sie nicht bedinungslos beschützen würde.
Der ihr sagte, dass sein Schwur für Adrian mehr Wert war als alle Schwüre die er ihr vor den Augen Temora`s geben konnte?
Das die Hochzeit hinter allem anderen anstehen musste?
Das sie immer nur das 2. Wichtigste in seinem Leben war?

Was war nur mit ihm passiert? Stieg ihm langsam das Ritterdarsein über den Kopf? Verrante er sich so im Adrenalin, dass er nichtmehr verstand das er noch andere Verpflichtungen hatte?
Das seine zukünftigen Kinder und seine Frau einen Vater und Ehemann brauchten? Das er Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen musste und sich nicht von einer Gefahr in die Nächste stürtzen konnte?
Es schien ihm alles egal.

"Ich war schon immer so." hatte er nur gesagt. Er hatte einfach dagestanden und sie verständnislos angesehen, als sie ihm gestanden hatte das sie Zweifel hatte ob sie ihn heiraten solle.

MEINE GÜTE! WAS DACHTE ER?!
Sie sprach da nicht über das Abendessen! Sie sprach über ihrer beider Zukunft!
War ihm das so egal?
Oder sollte sie anders fragen..
War ihm sein Ritterdarsein so wichtig, dass er alles andere dafür opfern würde? Sie, ihre Zukunft, ihre Familie? Alles wofür sie gekämpft hatten.
War das denn plötzlich alles nicht mehr so wichtig, nun da er es hatte?
Begann er zu vergessen wie wichtig ihm das einst gewesen war?

So wichtig, dass er dafür beinnahe alles geopfert hatte. Stand, Rang und Ruf?
Jetzt war das alles gleich. Jetzt war er wie er "schon immer gewesen war".
Feli begriff es nicht. Auch nicht als sie alleine darüber nachdenken konnte.
Wie könnte er ihr Geborgenheit und Sicherheit vermitteln, wenn sie wusste das sie im Zweifelsfall auf sich alleine gestellt war? War das Liebe?
War das das was er ihr vor Temora schwören würde?
War das das was die Ritter tun sollten?
Sie konnte das nicht glauben! Sie wollte das nicht glauben!

Es tobte in ihren Gefühlen. Sie liebte Rafael. Daran bestand kein Zweifel. Aber sie zweifelte daran ob seine Einstellung sie glücklich machen würde.
Er würde sich immer wieder unnötig in Gefahr bringen. Immer wieder der Held sein wollen. Sich in die Bresche werfen. Sah er denn nicht wie leichtfertig er das alles wegwarf was sie hatten? Wusste er welches Gefühl er ihr vermittelte wenn er ihr gegenüber solche Dinge äusserte?

Was...was nur passierte hier plötzlich?....

Dann war da auch noch diese Rai`a für die sie mittlerweile nurnoch Abscheu und Hass empfand. Sie kannte das Mädchen sogut wie garnicht, aber was sie hörte und ahnte reichte völlig. Temora möge verhindern sie jemals mit Feli in einem Raum alleine zu lassen. Sie würde KEINE Frau an Rafa`s Seite dulden. Schon garnicht wenn sich fragwürdige Gerüchte darum rankten.
Freundin oder nicht...da hatte er mal nicht an sich zu denken.
Feli konnte auch nicht jedem die Hand reichen nur weil Rafael meinte er müsse mit allem und jedem bester Freund sein.
Das war einfach nicht richtig....oder...?....Sie wusste es nicht mehr.

Es hatte eine Zeit gegeben da war sie sich ihrer Sache sicher gewesen.
Eine Baronin zu sein war ihre Bestimmung. Doch...um sie herrum war niemand Adlig. Keiner. Nichtmal Rafael.
Sie kämpfte einen Kampf den sie nicht gewinnen konnte. Sie kämpfte gegen eine Gesellschaft die so eigendlich nicht sein sollte. Die es so nicht geben sollte. Die so nicht gedacht war. Und doch war sie so.
Desshalb passte sie da auch nicht herrein.
Weil sie so war wie man es eigendlich von einer Baronin erwartete.

Das Volk verstand das nicht...diese Welle der Gleichberechtigung war doch Hohn für die Herrschende Klasse. Der Adel trieb mit dem Strom angsterfüllt man könne ihn nicht mögen.
Und was passierte? Rafael hätte es doch besser wissen müssen! Man wurde aufmüpfig. Man lehnte sich auf. Man brach Gesetz...

Menschlichkeit...
Das Wort hallte in ihrem Kopf immer und immer wieder. Natürlich war es schön Menschlichkeit zu zeigen..aber doch nicht um jeden Preis.
War es denn wirklich so, dass der Adel vergass welche Pflichten er sich auferlegt hatte? War es nicht Ironisch das Rafael mit seinen Pflichten argumentierte und sie gleichweg wieder negierte an anderer Stelle?
Worum ging es da eigendlich?...Prinzipien? Eigener Antrieb? Etikette? Macht?...was war es?
Feli verlor langsam den Blick für das alles. Sie verlor es einfach.
Sie sollte zu einem Heiler gehen..das hatte Flo ihr auch gesagt.
Währ sie nur nicht gegangen.

Sie stürtze immer tiefer und von Glück konnte keine rede mehr sein.
All die Worte. All die Taten. All das was man von ihr erwartete. Sie wusste garnichtmehr wer sie war.
Wer sie sein sollte. Baronin...Harfnerin...Frau...Mutter...Ehegattin?...
Wie sie sein sollte. Korrekt...Freundlich...Liebenswürdig...Heißblütig...?
Wann sie es sein sollte. Im Schloss...Zuhause...Auf der Straße...?
Zu wem sie es sein sollte. Zum Grafen...zur Stallmagt...zu jedem Fremden?

Langsam zogen die Wolken sich über ihr zu und ließen alles verschwinden, dessen sie sich so klar gewesen war. Soviel hatten sie beide riskiert um so weit zu kommen..und nun war ihm das Rittersein wichtiger als alles auf der Welt.

Als Alles.

Verfasst: Dienstag 23. Januar 2007, 12:09
von Felicitas de Arganta
Der Winter zog unbarmherzig über das Land. Hinter Berchgard, wo sich die Massive der Berge auftürmten war der Wind besonders kräftig und eisig. Direkt vom Meer kam er und schlug gegen die eisigen Berge.

[img]http://img205.imageshack.us/img205/5097/snow5ih.png[/img]

Draussen tobte der Schnee und Feli saß im warmen Haus und brütete über ihrem Notenbuch.
Die Seite war leer. Sie saß schon Stunden davor aber nicht eine Note stand auf der Tabulatur. Immer wieder glitten ihre Gedanken zu anderen Dingen. Dinge die sie ihre Muse vergessen liessen. Die die Muse von ihr forttrieben.

Der Winter war kalt. Sehr kalt, überall.

Rafael war mal wieder nicht da. Er hatte mit Feli gefrühstückt und war dann fort. Wohin...das wusste Feli nicht. Natürlich nicht. Sie konnte nur raten. Zum Schloss vielleicht? Zur Adlerfeste?.....Zu Rai`a?.....
Alleine der Gedanke machte sie Rasend.
Aber auch traurig und hilflos. Es gab nichts das sie dagegen tun konnte.
Was mehr konnte sie Rafael sagen, alsdas sie keine andere Frau neben ihm duldete?

Rafael betrog sie. Das wusste sie. Nicht indem er mit Rai`a schlief oder sie zärtlich berührte, auch wenn Feli nicht wusste ob dem so war glaubte sie nicht daran.
Rafael betrog Feli auf eine andere Art. Was jedoch nichts an dem Gefühl änderte das er ihr vermittelte.
Er betrog Feli indem er Intimitäten mit dieser Frau austauschte, unverhältnismäsig viel Zeit mit ihr verbrachte. Das er sie vor seiner Frau, der Mutter seines Kindes verteidigte, anstatt Feli zu beruhigen.
Er hatte genau das gesagt um Rai`a zu schützen, was er hätte zu Feli sagen müssen. Das tat weh. Das tat sehr weh.

Es tat ihr auch weh das sie immer weniger wusste WAS ihr Mann eigendlich tat. Das Schloss war ein Spielball für Jung und Alt geworden.
Feli hatte es eine Billige Spilunke genannt. Eine Taverne wo man ein und ausging und einfach eine gute Zeit hatte.
Merkte Adrian denn nichts? Würde er denn eine so...seltsame..Freundschaft von Eileen billigen? Währe Rafael denn nicht eifersüchtig wenn Feli einen Freund hätte dem sie sich so aufopferungsvoll witmen würde?

Vielleicht...zog Rafael das auch garnicht in Betracht. Er zog vieles nicht in Betracht. Feli hatte ihm zeigen wollen wieviel Verantwortung er seiner Worte nach übernahm und war in den Unheilsberg gegangen.
Sie war schon hunderte Male dort gewesen. Eine Handvoll davon mit Rafael. Er war seltenst bis garnicht an ihrer Seite um sie zu beschützen.
Sie war oft alleine unterwegs.
Natürlich hatte sie die Macht die Titanen schneller zu vernichten als ein Trupp Gardisten, aber darum ging es doch nicht.
Als sie das Haus gebaut hatten, da hatte er sich schlecht gefühlt, weil er kaum etwas beisteuern konnte. Er hatte ja Angelina fast sein ganzes Vermögen vermacht. Aber er tat auch nichts dafür das zu ändern.
Stattdessen war Feli wieder und wieder hier. Alleine. Sie kam gut zurecht wenn sie alleine Kämpfen musste. Natürlich, wieso auch nicht? Sie war es nicht anders gewöhnt.

Feli hatte ihm gesagt das sie Schwanger war. Schwanger...
Sie bekam ein Kind. Sie würde sich jetzt sehr vorsehen müssen. Sie hatte ihm auch gesagt, dass der Gedanke einer Abtreibung in ihrem Kopf die Runde gemacht hatte. Es währe sehr einfach gewesen. Ein Trank und Rafael`s Erben hätte es nie gegeben. Aber das war natürlich undenkbar.
Sie wusste, dass Rafael schon sein ganzes Leben auf ein Kind wartete. Auf sein eigen Fleisch und Blut.
Feli wusste nicht, was das für Rafael änderte. Sie selbst hatte Angst.
Angst vor der Geburt.
Angst vor den Blicken.
Angst sie würden doch nicht Heiraten.
Angst dem Kind könnte etwas passieren.
Angst sie könnte alleine mit dem Kind sein.
Angst Rafael würde sie nicht beschützen.
Angst er würde sie weiter betrügen.

Soviele Ängste...sie lagen wie ein Schatten über dem Mutterglück.
Natürlich hatte sie Kinder gewollt und sie hatte es ja auch herrausgefordert, nahm sie schon lange nichts mehr um es zu verhindern.
Dennoch...jetzt..war die Freude irgendwie betäubend.

Sie stirch sich über den Bauch. Es war natürlich nichts zu sehen oder zu spühren. Erst der 2. bis 3. Mond ihrer Schwangerschaft. Die Übelkeit am Morgen wurde seltener. Das war gut. Rafael hatte nichtmal danach gefragt...
Er war Ritter..natürlich war er das.
Sie war Baronin. Das war nicht natürlich. Das war schlecht. Das war kalt und unnahbar. Rafael vergass gerne das er auch Graf war. Aber das war auch nicht wichtig, um so öfter war er Ritter. Besonders dann wenn er etwas Beschützen konnte.

Feli hasste sich mittlerweile dafür eine Baronin zu sein. Ja, soweit hatte man sie. Sie hasste ihren Stand. Ihre Titel. Ihr Lehen. Nicht die Menschen aber alles für das es stand.
Es war eine Farce. Eine Farce die sie da lebte. Sie sei zu extrem. Vielleicht war sie sehr penibel. Das war sie aber mit allem. Aber vielleicht waren die anderen auch einfach zu nachlässig. Vergassen welche Pflichten ihnen ihr Stand auferlegte. Davon sprach niemand. Nur das sie so kühl und unnahbar war. Dabei stimmte das garnicht.
Wenn man ihr auf der Straße höflich begegnete war sie niemals unfreundlich. Sie könnte sich an keine Situation erinnern wo das der Fall gewesen war.
Aber was versuchte sie sich da einzureden. Das Vorbild Florence war doch der Maßstab. Flo hatte viele Freunde. Weil sie Flo war. Man durfte nicht Adlig sein. Adlig sein hiess sich abschotten. Weil niemand verstand das es keine Gleichberechtigung gab. Sie fragte sich kurz was hier in Gerimor so schief lief, das das Volk diesem Trugschluss erlag.

Aber..das war auch egal.
Es war alles egal. Einzig sie selbst war noch wichtig. Feli begann daran zu denken, dass sie jetzt einfach auf sich selbst acht geben müsste.
Sollte der verkommene Adel doch tun was sie wollten. Ihre Feste mit dem gesamten Hofstab feiern obwohl das schon Skandlös war.
Wenn der Kronrat davon Wind bekam hatte Adrian in jedem Fall ein Problem. Sein Stand im Kronrat war dank der Hochzeit mit Eileen eh nicht der Beste und wenn jetzt noch diese Exzesse hinzukamen, diese Anstandlosigkeit, das würde nicht gut aussehen.

Aber was sollte sie tun? Adrian warnen? Brachte das etwas? Würde man Feli dafür noch mehr verachten weil sie den Leuten bewies das es keine Gleichberechtigung im Feudalismus gab? Das sie beherrscht wurden?
Warum nur war das hier so schwierig...?
In Stolzenfels hätte es soetwas nie gegeben..aber andererseits..war Stolzenfels auch sehr Traditionsbewusst.

Feli klappte das Notenbuch zu und ging hinab ins Bad. Vielleicht würde das heiße Wasser ihr etwas Zerstreuung schenken....und die Zeit überbrücken bis sie Rafael fragen konnte wo er sich rumtrieb.

Verfasst: Freitag 26. Januar 2007, 11:39
von Felicitas de Arganta
Die letzten zwei Tage waren stürmisch gewesen.
Wann nur hörte dieser Sturm endlich auf? Feli wusste langsam, dass Liebe alles andere als die heile Welt bedeutete. Das Liebe in den seltensten Fällen einfach war.
Es hing mehr an alle dem als man auf den ersten Blick sehen konnte.

Man stritt sich, man vertrug sich, man war anderer Meinung und man teilte Ansichten. Es war alles ein Geben und Nehmen. Rafael und Feli waren unterschiedlich.
Natürlich waren sie das. Aber sie hatten auch sehr viel gemeinsam. Vergangenheit und Zukunft. Auf wieviel Geschichte konnten und mussten sie beide zurück blicken?
Sie waren durch Himmel und Hölle gegangen. Hatten füreinander geblutet und geweint. Gekämpft und Geliebt. Hatten Stürme und Berge bezwungen und Feinden ins Antlitz gelacht. Sie hatten soviel auf das sie zurück blicken mussten.
Und jetzt? Jetzt hatten sie Dinge auf die sie in die Zukunft sehen konnten.
Feli bekam ein Kind. Ein Kind das Rafael sich sein ganzes Leben schon wünschte. Der Gedanke weckte seltsame Gefühle in Feli. An ihr war nichts zu erkennen, dass dort in ihrem Leib ein neues Leben wuchs.
Aber die Heilerin war sich sicher gewesen und Feli war es mittlerweile auch. Eine Mutter spührte das, redete sie sich ein.

Eine Mutter...
Ihre Gedanken gingen zu Antares, Rafaels Ziehsohn. Der Junge war genauso wie sein Vater, nicht einfach. Insgeheim musste Feli sich gestehen, dass er Rafaels Sohn sein musste. Egal welche Blutsbande sie beide verbanden. Oder welche nicht.
Da wurde Rafael einmal etwas strenger, ließ ihn Authorität spühren und Erziehung und der Junge stahl sich aus dem Schloss und begab sich in Gefahr.
Feli konnte sich nur entfernt vorstellen wieviel Sorge Rafael gehabt haben musste als der Brief von Falk sie beide erreicht hatte.
Der Brief selber war sehr untypisch gewesen für den Jarl. Zumindest für den Jarl den Feli kannte. Einige Dinge die da standen waren so unfassbar, dass Feli die Zeilen mit angehaltenem Atem gelesen hatte.

Der Ritt nach Grimwould war schnell und eisig. Unter ihr schnaubte der stolze Mustang und trieb seine Hufe unbarmherzig in den Schnee.
Rafael war sicher längst dort. Feli hatte ihn noch nie im Stich gelassen und sie fühlte sich einfach verpflichtet ihm auch in dieser Sache beizustehen.
Zumal es da wohl ein paar böse Anschuldigungen gab die Feli so nicht stehen lassen konnte.

Ja es wurde Zeit mit Lügen aufzuräumen. Mit falschen Sichten und einseitigen Erklärungen.
Das Gespräch mit Falk war differenziert. Sie hatte sich dazu entschieden ihre Maske zu wahren, ruhig zu bleiben. Wenn sie in dieser Situation die Beherrschung verlieren würde, würde sie alle Argumente und Standpunkte verwirken.
Und Falk hatte es versucht, ohja! So sehr versucht, das noch ein Wort zum Duell gefehlt hätte.
Am Ende jedoch hatte sich Falk entschuldigt. Feli hatte mit Lügen aufgeräumt und eingeräumt sich mit Antares hier in Grimwould zu treffen.
Das war so skuriel. Sie traf sich mit einem Kind hier. Selbst Feli wurde das bewusst.
Aber auf der anderen Seite war das auch gut so. Im Schloss war sie alles andere als auf neutralem Boden. Dort konnte sie nicht sie selbst sein.
Dort sah sie Antares auch nicht als das was er eigendlich war.
Es war ein Teufelskreis.
Im Schloss war Antares ein Graf und sie eine Baronin. So einfach war das.
Aber wie erklärt man das einem Kind?....

Das Antares bei Rafael und Feli leben sollte..das stand nie zur Debatte. Nun tat es das. Irgendwie war das unwirklich. Feli konnte sich nicht helfen.
Daran war auch im Moment garnicht zu denken. Erstmal hatten sie dafür garnicht den Platz...noch nicht, wie ihr einfiel...ausserdem kannte sie den Jungen garnicht.
Sie hatte Falk gesagt das sie ihre sichere Festung verteidigen würde. Zuhause wollte sie sich wohl fühlen. Ungetrübt von irgendwelchen Einflüssen und solange das nicht gegeben war, konnte Feli dem Wunsch von Falk nicht entsprechen. Zumal auch garnicht klar war ob Tari sich überhaupt der Tatsache bewusst war, dass er mit der "neuen" Ehefrau seines Ziehvaters leben würde.

Das alles musste geklärt werden.
Rafael durfte nicht länger zwischen den Stühlen eingekeilt sein. So ging das nicht weiter...