[Alatarisches Reich] Der Pfad den man geht. (Teilnahme gew.)

Dazen Wolfseiche

Beitrag von Dazen Wolfseiche »

  • Weil ihr den Herrn verlassen habt,
    wird er euch verlassen.
    Bibel, 2. Buch der Chronik 24.20

Noch in der Nacht hatte ich bemerkt, dass sich etwas veränderte, ohne dass ich es hätte wirklich greifen können. Die Erkenntnis traf mich erst beim morgendlichen Gebet, auch wenn ich die halbe Nacht deshalb nicht hatte schlafen können.

Es ist erstaunlich, wie sehr es uns trifft, wenn plötzlich etwas fehlt, abhanden kommt oder sich von uns entfernt, was wir schon als Gewohnheit und Selbstverständlichkeit in unser tägliches Leben eingefügt hatten, weil es eben immer da war.
Mein Bemühen Ihn um Seinen Segen für den Tag zu bitten scheiterte kläglich und ließ  mich entsetzt vor dem Altar zurück. Das einzige, was ich vernahm, der Stille im Tempel entgegen gesetzt, war ein sehr fernes… Rauschen? Grollen? Ich konnte es nicht einmal zuordnen, und es war nur kurz da, um mich besser darauf einstellen, um es genauer definieren zu können.
Ich kniete weiter vor dem Altar, starrte die Statue an und kämpfte schwer mit mir, meiner Furcht, dem Entsetzen, der Übelkeit und der in aller Deutlichkeit aufgezeigten Tatsache, dass wir wirklich versagt haben mussten.
In meiner vorhandenen Unbeholfenheit widmete ich mich zweifelsfrei wesentlich inbrünstiger dem nächsten Gebet, das ich dem ersten hintenanstellte aus meiner stillen Verzweiflung heraus, Er könnte sich ganz und gar zurück ziehen, so wie er es bei der Lethrusae bereits getan hatte.
Ich hatte inzwischen jedes Zeitgefühl verloren, während ich dort kniete, fast schon bäuchlings vor dem Altar lag und mich mühte, Ihn zu erreichen, als ich wenigstens ein leises, kleines Quäntchen von dem mit meinem Geist zu fassen bekam, das für mich vorher schon zur Selbstverständlichkeit, ja, Gewohnheit geworden war. Auch hier musste ich erkennen, dass es alles andere als das war. Es war ein verfluchtes Privileg, das hohe Pflicht und Verantwortung mit sich brachte. Bei aller Bürde, die ich dadurch, wie jeder andere aus der Bruderschaft, oder gar von den anderen Höheren zu tragen hatte: Ich wollte dies unter keinen Umständen verlieren. Und so erwuchs aus dem anfänglichen Gefühlschaos Entschlossenheit.
Allerdings erschöpfte die Mühe mich genug, dass ich fast aus dem Sinn verloren hatte, worum ich gebeten hatte. Und als ich einige Zeit später ungelenken Schrittes den Tempel verließ, hatte ich bereits am Ausgang wieder vergessen, wo ich eigentlich hinwollte, und musste es mir erst mühsam in Erinnerung rufen.

Als ich am frühen Abend kurz mit Muireall darüber sprach und sie die Veränderung offenbar ebenfalls wahrgenommen hatte, war ich mir zumindest in einem sicherer geworden: Es würde nicht nur Je’yuxalae betreffen, sondern auch die anderen Kinder, genauso wie es nicht nur mich betraf, sondern die gesamte Bruderschaft und vermutlich auch noch Weitere.
Wie stets machte meine Waffenschwester einfach weiter, als hätte sich nichts verändert, auch ich verlor kein Wort darüber ansonsten. Erst beim kurzen Austausch mit Je’yuxalae erwähnte ich, dass die Veränderung nicht nur sie betraf, und hielt an meinem Entschluss fest, dass etwas getan werden musste, um die Kluft zu überbrücken, die sich zwischen den Kindern und dem Reich gebildet hatte.

Fann erzählte ich noch davon, die daraufhin direkt die Bereitschaft zeigte, ihre eigenen Sorgen zurückzustellen, meine Seele. Ich war fraglos mehr als dankbar dafür, aber ändern konnten wir daran beide nichts für den Augenblick. Also hörte ich mir ihre Sorgen an, auch wenn sie diese herunterspielte und sehr verkürzt wiedergab.

Als wir zu Bett gingen, hatte ich für mich beschlossen all das ebenfalls mit ins Gespräch mit der Clerica zu nehmen, das ich am nächsten Tag mit ihr führen wollte. Wenn ich schon beginnen wollte den Hader mit den Letharen irgendwie auf ein gangbares Niveau zu bringen, dann konnte ich ebenso gut auch den beiseite schaffen, den ich sonst mit mir rumtrug und mit allem, was mich ärgerte aufräumen und von vorne anfangen. Warum also nicht auch dort.
  • Die Illusionen verlassen nur langsam in einzelnen Tropfen das Herz.
    Johann Nepomuk Nestroy
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Am Abend zuvor

Die Tiere begannen unruhig zu werden.
Auch auf den Höfen außerhalb und in den Städten war bemerkbar das die Tiere anders waren. Hunde die winselnd und ängstlich davon rannten, Katzen die wild fauchten, Hühner die aufgeschreckt umher flatterten. Besonders angebundene Pferde begannen dabei in Panik aus zu brechen. Ihre weit aufgerissenen Augen, das nass glänzende Fell vom Schweiß bedeckt und die weit aufgeblähten Nüstern.

Am Morgen

Der Morgentau lag noch auf einigen Blättern, als das Schicksal seinen Lauf nahm. Nun waren die Tiere kaum noch zu halten einige liefen davon, andere rannten verwirrt im Kreis. Bevor die Erde erbebte. Das Geschirr in den Regalen vibrierte, der Boden erzitterte, es dauerte nur wenige Augenblicke nur wenige Sekunden. Dann war alles wieder vorbei.
Kysira Bagosch

Beitrag von Kysira Bagosch »

Die Aufforderung des statthalters, düstersee zu Evakuieren, gepaart mit dem Bericht der Magistra, sorgte für eine lange Nacht. Während der Rest des Ortes eine Hand voll Habseligkeiten einpackte und nach Norden reiste, stand die kleine Magierin in dem grossen Haus vor der Stadt und betrachtete die Regalwände.

Sie hatte einen Kutscher bezahlt um ihr Gepäck nach Norden zu bringen, und über eine Bemerkung zu seinem Gehilfen geschwiegen, als es um feine Damen und Reisegepäck ging. Die Herren würden sich wundern wenn sie kamen. Bis da hin hiess es packen.
Die Bestellung bei Syrius war wie ein Omen. Die Kisten des Schreiners waren nun genau richtig. So hatte sie den Tag damit verbracht, Bücher aus den Regalen einzusortieren, sorgsam das keines Schaden nahm. Kurz dachte sie an die Bewohner des Ortes, zu dem sie sich zugehörig fühlte. Würde man ihre Hilfe....
Ein Kopfschütteln. Sie wusste wer dort lebte, ihr fielen auf Anhieb fünf Namen ein die dafür Sorge tragen würden, das alles seinen rechten Gang ging. Wenn man sie benötigte, würde einer sie schon holen.
Also hatte sie weiter gepackt. Jede Kiste wurde vorher akribisch auf Spuren von Feuchtigkeit oder Lebewesen begutachtet. Dann erst kamen die Bücher hinein. Da die Bibliothek von fast jedem Werk zwei Exemplare im Regal stehen hatte, trennte sie die 'Zwillinge' voneinander.

Als die Kutscher am morgen des 22. Cirmiassun kamen, waren sie nicht schlecht überrascht. Kiste über Kiste stapelte sich das Inventar im Vorraum. Die Magierin hatte kaum geschlafen, sorgte nun für ein Sorgfältiges einladen der Kisten. es war ihr gleich, dass sie den Preis für die Kutsche nochmal erhöhen musste. die Bücher waren wichtig. Das wissen der Vergangenheit gehörte bewahrt.

Und so brachte sie mit den Männern die Kisten in richtung Rahal. eine Hälfte landete im Keller eines Hauses direkt am Osttor. Die andere Hälfte wurde von den Männern am Rand der Brücke zur schwarzen Festung abgeladen. auf die Brücke ins leere wollten sie bei allem zureden und allen drohungen nicht gehen.
Also beliess sie es dabei und zwei erschaffene Erdelementare schleppten die Kisten in den Keller des Gemäuers nachdem die Kutsche fort war.
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Tzion Kalias Daley
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Tzion Kalias Daley »

*all die Geschehnisse des heutigen Abends ... waren wirklich viel für seinen Geist, um wieder die Ruhe und Klarheit zu finden, welche seinen Weg stehts leitet lässt er die Bilder in seinem Kopf nochmal Revue passieren*

Alatar spricht zu uns:
[img]http://fs2.directupload.net/images/150727/4ikqtakf.png[/img]



Sein Zorn über unser handeln war unermesslich:
[img]http://fs1.directupload.net/images/150727/jvxcl74v.png[/img]


Doch dann die Überraschung, er stellte uns seine Tochter vor:
[img]http://fs2.directupload.net/images/150727/9xwihmca.png[/img]

Ihr Name war Ahamani und sie bringt ein Volk, uns zu unterstützen
gebohren aus Asche und Feuer ... doch zuerst, verlangt sie ein Opfer:


[img]http://fs2.directupload.net/images/150727/hzmp9aso.png[/img]

Doch dann war er verschwunden, und obgleich er uns befahl den Zwist nieder zu legen ... die ersten Worte an die Kinder waren:
Wir werden nicht vergessen.


[img]http://fs2.directupload.net/images/150727/brx5xprj.png[/img]


[OOC: Sry das die Bilder etwas zu große sind, bei "Vorschau" war der Avatar nicht eingeblendet]
Zuletzt geändert von Tzion Kalias Daley am Montag 27. Juli 2015, 00:16, insgesamt 3-mal geändert.
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