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Verfasst: Donnerstag 2. August 2012, 23:50
von Gast
Die Zeit rückte immer näher an die Hochzeit heran und die Damen standen fleißig in der Küche um das Essen und die Getränke rechtzeitig fertig zu haben. Verdi wurde Tag für Tag aufgeregter und ging ihrer Arbeit im Gesellschaftshaus nach. Doch dies sollte nicht ganz ohne Konsequenzen sein. Den einen Abend musste sie sich doch mit einen unangenehmen Gespräch herumärgern. Als man ihr erzählte das sich die betrunkene Dame beschwerte hätte. Von meinen Seiten war es ein rauer Ton doch das Verständnis blieb in erster Linie aus. Mala knallte die Gesellschaftstür zu und verschwand schon vorher. Als Verdi meinte es würde reichen. Sie möchte es nicht so gerne wenn man ihr dazwischen redete. So ging sie wütend nach Hause und ging auf die Dachterrasse um sich zu beruhigen. Dies Tat sie immer wenn sie wütend war. Einfach in die Ferne schauen und an nichts denken. Doch diesmal half es nicht.
Die Diskussion wurde daheim fort geführt und endete dabei das Verdi starke Bauchkrämpfe bekam. Sie versuchte sich an der Stange des Kamins fest zu halten. Doch ihre Schmerzen wurden so stark das sie sich so verkrümmte. Schnappte einige Male nach Luft. Mala kam auf sie zu gerannt und hielt sie fest. Er packte sie dann auf den Armen und trug sie hinunter ins Bett. Die Angst in Verdi stieg von Sekunde zu Sekunde das Kind zu verlieren. Sie würde das Kind verlieren wegen so einen dummen Streit. Im Bett krümmte sie sich weiter und schrie vor Schmerzen auf, bis Mala los ritt um einen Heiler zu holen. Er kam nach einer Gefühlen Ewigkeit zurück und brachte vom Heiler einen Schmerztrank mit. Sie waren wohl beschäftigt da es wieder irgendwo zu Übergriffen kam. Doch als sie den Trank zu sich nahm, läutete auch schon die Glocke und ein Heiler stand davor. Etwas erleichtert blickte Verdi hoch als sie Kilian erkannte und sich um sie kümmerte. Sie schilderte ihm genau wo die Schmerzen waren und das sie sich nur aufgeregt hätte und etwas Stress hätte. Er nickte ihr leicht zu und reichte ihr ein Schmerzmittel und einen Schlaftrank. Mit diesen würde sie gute 14 Stundenläufe schlafen. Dies missfiel Verdi eigentlich denn in nur ein paar Tagen war die Hochzeit, doch nahm sie den Trank ein und noch bevor sie sich von Kilian richtig verabschieden konnte, schlief sie schon ein.
Sie schlief recht ruhig in Malas Armen und träumte von der Hochzeit. Sie geht durch den Sand zum Altar, ihr weißes Kleid wehte leicht im Wind und Mala strahlte sie an. Alle Gäste waren begeistert und konnten ihren Blick nicht mehr von ihr lassen. Sie schmunzelte verlegen auf und stand neben ihn. Hielt seine Hand und nach dem der Priester ihr das Wort überließ holte sie einen Zettel heraus und sah ihn mit großen glücklichen Augen an. Ihr Gelübde konnte sie schon im Schlaf und so redete sie recht aufgeregt vor sich her:
Ein weißes Kleid mit Schleier und Diadem
so hab ich's im Traum immer gesehn.
Dir als Mann in meinem Leben
möcht ich alles von mir geben.
Und darum schwöre ich feierlich
dich zu lieben und ehren ewiglich.
Durch die Hochzeit sind vereint
unsere Herzen in Ewigkeit.
In Liebe, Treue und Verbundenheit
nehm ich dich heut zum Mann
für alle Zeit.
Danach gaben sie sich die Ringe und küssten sich. Alle klatschen und waren froh das es endlich vorbracht ist. Sie feierten bis in den Morgen hinein und schliefen im Sand ein.
Doch ihr Kopf brummte etwas als sie ihre Augen öffnete und sie lag nicht am Strand sondern immer noch im Bett. Sie atmete durch und fühlte sich schon etwas besser. Kilian meinte sie sollte sich bis zur Hochzeit ausruhen und als sie im Gesellschaftshaus nach dem Rechten schauen wollte wurde sie um Schritt und Tritt von Mala begleitet. Selbst Sarah wurde auf sie angesetzt damit sie nicht so viel macht. Verdi freute sich aber das Sarah sie besuchen kam und legte sich auch rasch wieder ins Bett. Die beiden Damen erzählen noch recht viel und Verdi hatte auch immer mal wieder Fragen zu Schwangerschaft. Sie wusste, dass dies keine normale sein wird aber hätte sie nie gedacht, dass das Kind jetzt schon so große Einflüsse auf sie nehmen würde.
Der Hochzeitstag
Verdi war schon am Morgen aufgeregt und ging mit Bastian noch einmal nach Bajard. Er wollte schauen ob vielleicht sein Vater eine Nachricht für ihn hinterlassen hatte. Obwohl Verdi wusste, dass dort keine Nachricht auf ihn wartet ging sie mit ihm zielstrebig dort hin. Sie wollte sich noch ein wenig ablenken bis die Zeit gekommen ist um sich fertig zu machen. Die Zeit verging auch recht schnell und so ging sie mit dem Wurm zurück. Er legte sich noch etwas auf das Bett und ruhte sich aus. Verdi zog sich ihre Hochzeitskleidung an. Steckte ihre Haare leicht nach oben und befestige eine Blume im Haar. Nahm ihren Blumenstrauß und konnte es kaum abwarten. Doch es kam alles anders als geplant… Ein Albtraum für jede Frau… Der zukünftige war nicht da und auch kein Priester… nur die Gäste standen vor der Tür und wollten mit den Schiffen zur Insel reisen. Schweren Herzens musste sie ihren Gästen absagen und schickte sie weg. Enttäuscht ging sie wieder hinein uns schloss ich ein. Sie wollte nun niemanden sehen. Nicht einmal ihren zukünftigen Mann hätte jetzt durch die Tür kommen dürfen. Doch er machte sich wohl auf die Suchen nach jemand, der sie an jenen Tag doch noch Trauen könnte und wenn er um die Welt gereist wäre. So holte er Beldan heran und die Hochzeit fand etwas verspätet statt…..
Verfasst: Montag 6. August 2012, 18:04
von Malachai Schwarzmourne
Die Ruhe in ihm war wie Abgestorben. Die Gäste bemerkten es, sprachen ihm aufmunternd zu, boten ihm gewisse "Muntermacher aus der Flasche" an, die seine Nerven schonen sollten.
Doch dieses Gefühl...es war unbeschreiblich dachte sich Malachai und während vielleicht noch seine Schwester sich innerlich vorbereitete, einen flüchtenden Bräutigam umzuhauen, stand er Felsenfest da, das leichte Zittern in seinen Händen spürend.
Er könne nicht glauben, dass irgendetwas schief gehen würde, andererseits, nach dem eher schleppenden Anfang des Tages, könnte man mit allem rechnen und erst, als man ein "Oh" und ein "Ah" von den Gästen vernahm, er den Blick von seinen Händen hebte und diese Frau in ihrem wunderbaren, weißen Kleide erblickte, erst dann raste sein Herz wie Wild und sein Atem blieb stehen.
Sie war so wunderschön, es schien, als umgebe Sie ein weißer Schleier, der alles um Sie herum verschwimmen liess, in eine Dunkelheit packte, so dass sein Blick einzig fixiert auf ihr ruhte.
Er konnte und wollte nicht den Blick von ihr ablassen, nahm ihre Hände, so dass Sie sein zittern förmlich spüren konnte. Und doch, nur ein Bruchteil einer Sekunde danach, als seine Haut die ihre berührte, atmete er tief durch und sein Körper liess jegliche Ängste oder Sorgen entschwinden.
Als Beldan anfing zu sprechen, entriss er sich aus den wunderbaren Fängen ihrer Augen, ungewollt, schwerfallend, sich auf etwas anderes zu konzentrieren als die Frau, die er so sehr liebte.
Beldan sprach klar und ruhig, er brachte ein wenig Witz in die Sache, lockerte die Stimmung. Eigentlich ungewohnt, ihn so zu sehen. Doch er war so positiv und so ehrgeizig bei der Sache, dass seine ruhige Art förmlich auf alle übergriff und die Stimmung der Anspannung genommen wurde.
Und je mehr er sprach, umso mehr freute sich Malachai, dass trotz all der Hürden, Beldan keine falsche Wahl war, weniger, empfand er es auch nicht als Notentscheidung, sondern als Glücksgriff.
Wer weiß, wie der Kapitän geworden wäre? Und schliesslich, kannte Beldan die zu Trauenden schon sehr viele Jahre.
Und dann war es endlich soweit. Beldan verlangte nach den Ringen, die Sarah, als Trauzeugin bei sich trug. Malachai hatte diese beiden Turmalinringe sofort im Kopfe.
Er selber liess Sie anfertien, einer mit einer schwarzen Inschrift, einer mit einer weißen, auf denen jeweils stand "Gesucht und gefunden..." und "...in Liebe verbunden."
Natürlich hatte die Farbe auch eine Bedeutung, Malachai, der sich immer als die Dunkle Seite ansah und Verdania, von ihrer inneren wie äusseren Schönheit einfach das strahlend hellste Licht war, das Malachai jemals sah.
So began Sie, ihr Ehegelübnis zu sprechen:
Ein weißes Kleid mit Schleier und Diadem
so hab ich's im Traum immer gesehn.
Dir als Mann in meinem Leben
möcht ich alles von mir geben.
Und darum schwöre ich feierlich
dich zu lieben und ehren ewiglich.
Durch die Hochzeit sind vereint
unsere Herzen in Ewigkeit.
In Liebe, Treue und Verbundenheit
nehm ich dich heut zum Mann
für alle Zeit.
Malachai wurde wieder nervös, seine Hand zitterte. Er kam sich einerseits so merkwürdig, vielleicht kindisch vor. Was müssten wohl die von ihm denken, die ihn solange schon kennen als den ruhigen Menschen, der zwischen Gefühllosigkeit und Berechenbarkeit stand, der sich nie aus der Ruhe hat bringen lassen, der immer mürrisch wirkte, selten die Mundwinkel hob...und nun hier, förmlich im Gesicht vor Glück strahlte, als der Ring von ihr über den Finger gestriffen wurde.
Doch ehe er diesen Moment vollends auskosten konnte, wandte man sich ihm zu. Man überreichte ihm den Ring, er war nun an der Reihe, sein Ehegelöbnis auszusprechen und ihr den Ring als Zeichen und Siegel dieser Ehe anzustecken.
Er hatte sich einige ausgedacht, hing viele Nächte daran, doch an diesem Moment, schien jene wie weggeblasen und sein Herz schreite auf, es wolle reden und so sprach er, reinweg aus dem Herzen zu ihr:
"Ich habe duich ewig geliebt,
mich lange gesehnt
und oft in Kummer versunken geglaubt,
nie mit dir zusammen sein zu können.
Es dauerte ein Jahrzehnt,
es brauchte viele Hürden
und wir haben Sie gemeinsam gemeistert.
Umso mehr ist dies nicht nur mein schönster Tag,
nicht nur das Ziel dieser langen Reise...
Nein, es ist ein Versprechen, auf dem soviel beruht
und ich alles dafür geben werde, es zu halten
und dir der perfekte Ehegatte zu sein.
Dich lieben...
dich ehren...
für dich da sein...
gemeinsam als Mann und Frau...
Gemeinsam als Familie.
Und das für den Rest unseres Lebens
und darüber hinaus, liebe ich dich
und werde ich dich immer lieben."
Als er ihr dann den Ring ansteckte, wissend, gleich ist es vorbei, gleich hatten Sie es geschafft. Beldans letzte Worte, die Frage an beide, ob Sie den jeweiligen anderen zum Manne oder zur Frau nehmen würden, selbst nicht glaubend und von der Angst befreiend, man würde ein "Nein" vernehmen und Sie sich dann endlich küssen durften.
Der erste Kuss, als Ehemann und Ehefrau, so sinnlich schön und leidenschaftlich, unvergesslich wie ihr erster Kuss einst vor einiger Zeit im Keller oder jener an ihrem geheimen Ort, wo Sie ihm offenbarte, Sie hätte sich für ihn entschieden.
Verfasst: Freitag 24. August 2012, 18:07
von Malachai Schwarzmourne
Es missfiel Malachai, dass er ungewollt so oft auf Reisen war.
Es missfiel ihm, dass er seine frisch angetraute in der Schwangerschaft so selten sah.
Es missfiel ihm, dass er glaubte, er könne es nicht ändern, nur hoffend, die Zeit zu beschleunigen und versuchend, so oft bei ihr zu sein, wie es nur ginge.
Und so auch an diesen Abend. Leise schlich er sich an, legte seine Hände über ihre Augen. Sie zu berühren und zu spüren, sei es nur so winzig und maginal, war doch wunderschön und liess sein Herz abermals im Kreise springen.
Sie freute sich, sie freute sich immer, wenn er da war. Doch er bemerkte auch den leisen Unterton in einigen Sätzen, die Enttäuschung, wenn es hiess, er müsse wieder fort.
Er glaubte ihr, dass ihr der Umstand nicht gefiel und würde Sie ihn nur einen Bruchteil so sehr vermissen, wie er Sie vermisste, könne er sich vorstellen, wie qualvoll dies sein müsste.
So genoss er die Stunden und den Abend mit ihr, lachte mit ihr, suchte ihre Nähe und ihre Berührungen. Er wusste, am Morgen, nach einem schönen Frühstück, müsse er wieder fortreiten.
Und so legten Sie sich irgendwann, nachdem Malachai noch einige Möbelstücke verrückte, ins Bett, sie kuschelte sich an sich, wieder spürte er durch ihren Bauch eine Regung, ein Tritt.
Er lächelte, er tat es immer. Auch, als er bei ihrem Wiedersehen seine Hand auf ihren Bauch legte, als er sich niederkniete und zu dem ungeborenen Wesen im Bauche sprach, glaubend, es würde ihn hören und wissen, dass sein oder ihr Vater sprach.
Er schmunzelte, doch innerlich freute er sich so sehr.
Sie überlegten auch schon einen Namen, als Malachai durch das Haar seiner schlafenden Schönen strich, liess er diese in seinen Gedanken wiederholend: Stella...wenn es ein Mädchen werden würde...Vincent, wenn es ein Junge wäre. Doch irgendwie...wünschte Verdi sich so sehr ein Mädchen und irgendwie...glaubte Malachai, sie würden eine Tochter kriegen....Stella Schwarzmourne....Tochter von Verdania und Malachai...ja, das klang perfekt.
Irgendwann erhob sich Malachai und machte ein Frühstück. Er schaffte es nicht wirklich, Verdania im Schlafe zu lassen...Ironie, bedenkt man, dass er ein Meister des Schleichens war und Sie alleine durch seine langsam hinaustretende Präsenz aufwachen würde....Ironie...und doch schön.
So kochte Er, unter ihren wachsamen Augen, damit auch ja nichts anbrennen würde, einige Eier, frischen Speck, toastete das Brot und so weiter und so fort und deckte ein großes Frühstück, ehe er hinauf ging und Bastian weckte, in seine Arme schloß und Schlaftrunkend hinabtrug an den Tisch, Verdis Hand nahm und lächelnd drückte und einmal sich wieder bewusst machte, dass dies seine Familie war, in ihrem gemeinsamen Hause am gemeinsamen Frühstück.
Und so genoss er die Stunden, ehe er sich schweren Herzens zum Mittag verabschiedete, Bastian drückte, Verdania einen langen, sehnlichen und niemals enden wollenden Kuss gab und auch ihren Bauch mit ihrem Kinde küsste, getrieben davon, schnell fortzureiten, aber umso schneller wieder bei ihnen zu sein.
Und so mag Verdania, irgendwann unten im Bette auf ihrem Kissen ein Buch finden, auf welchen folgender Titel prangt:

Schlägt Sie es auf, mag sie folgende Zeilen lesen:
1)Weil ich mich in deinen Augen verlieren kann.
2)Weil ein Kuss von dir mein Herz zum Rasen und mein Atem zum stillstand bringt.
3)Weil jede Berührung wie ein warmes, innerlich strahlendes Licht ist.
4)Weil du mich kennst und mich verstehst.
5)Weil du mich liebst.
6)Weil du mich nie verurteilt hast.
7)Weil du eine starke, selbstbewusste Frau bist.
8)Weil du zärtlich bist.
9)Weil du mir Dinge gibst, die nie jemand mir gegeben hat.
10)Weil jede Sekunde, in der ich dir fern bin, ich für eine verschwendete Sekunde halte.
Die nächsten Seiten sind leer und deuten daraufhin, dass es noch lange nicht zu Ende ist und noch zu Ende geschrieben werden soll.
Verfasst: Donnerstag 30. August 2012, 16:23
von Gast
Nun waren sie schon einige Monate verheiratet und Malachai war in den letzten Monaten viel auf Reisen. Verdi blieb diesmal daheim und kümmerte sich um Kind, Haus und die Gesellschaft. Nach und nach kam leider doch etwas Einsamkeit über sie. Jeden Abend saß sie spät abends daheim, zündete eine Kerze auf dem Tisch an und lies sich immer wieder die Zeilen von ihren Ehegatten durch. Er würde Millionen Worte finden für mich. So sagte er es den einen Abend und schrieb dies wohl heimlich noch in der Nacht auf. Doch so schön die Worte waren, saß sie alleine am Tisch. Bastian schlief oben in seinem Bett und ihr Ungeborenes zappelt in ihrem Bauch herum. Leicht streichelte sie immer wieder über den Bauch und merkte den Tritt, welches wohl als Zeichen, es sei da, zeigte. Sie schmunzelte als Bastian spät abends noch mit einen Buch herunter kam um sein Geschwisterchen etwas vorzulesen. Er meinte zum Bauch, er könnte jetzt schon sprechen lernen damit sie sich nachher schon unterhalten könnten. Strahlen blickte sie auf ihren schon so groß gewordenen Sohn und war stolz auf ihn. Er war ein wunderbarer Sohn und nie würde sie ihn hergeben. Doch dabei dachte sie immer wieder daran, dass Bastian sein Vater vermisste und sie einfach keine Lösung finden wird. Zu dritt gingen sie dann recht spät zu Bett. Da Mala wohl an jenen Abend nicht heim kommen wird durfte Bastian bei ihr im Bett schlafen. Damit niemand alleine sei. So sagte er es zu ihr. Er würde seine Mama immer beschützen und wache halten. So schliefen sie ruhig zu dritt ein und kuschelten sich in der Decke ein.
Früh morgens kam schon Anne um Bastian auf ein neues Abenteuer abzuholen. Diesmal würden sie wohl versuchen ein Boot zu bauen. Verdi vertraute Anne, sie gab immer sehr gut auf Bastian Acht und somit konnte sie ihre Arbeit nachgehen. Tiere füttern, im Haus etwas Ordnung schaffen. Später zog sie sich ein etwas weiteres schönes Kleid an und ging zum Gesellschaftshaus hinüber. Dort musste einiges für den Winter vorbereitet werden und so kontrollierte sie die Bestände und als sie merkte das man kaum Pilze hatte, nahm sie sich einen großen Korb und ging los um Pilze zu sammeln. Dies machte sie nun von Tag zu Tag. Es war wie ein Spaziergang und auch eine Ablenkung für sie, damit sie nicht immer an ihren Malachai denken musste. Doch immer wieder dachte sie an ihm. Als sie an der Hütte vorbei ging, wo sie zusammen gekommen sind. Dort am Wasserfall wo er ihr den Antrag machte. Jeden Tag kam sie mit einem vollen Korb zurück und wurde im Gesellschaftshaus immer wieder von einigen Gästen begrüßt. Immer wieder kamen auch die Mitglieder vorbei und schauten nach dem rechten. Verdi freute sich immer wenn sie nicht so alleine herum saß doch wusste sie das sobald es dunkel ist und sie daheim ist, die Einsamkeit wieder zurückkommen würde. So musste ein neuer Plan her. An einen Tag besuchte sie Lairja um mal wieder schöne Frauengespräche zu führen. Verdi war ganz angetan von den Krebsen die sie so schön anrichtete und bekam bevor sie ging immer wieder einen lecker gefüllten Beutel von ihr. Sie konnte Lairja nie genug danken, dafür, dass sie sich immer so viel Mühe gab und genau wusste was Verdi möchte. Doch wusste sie, dass sie Lairja nicht jeden Abend stören konnte, sie hatte auf ihren Hof auch genug Arbeit so überlegte sie was sie wohl in den nächsten Wochen machen könnte und starrte von der Dachterrasse auf das Wasser als ihr die Idee kam. Genau.. sie würde einfach Angeln gehen. Dies wäre nicht anstrengend, sie könnte sich ausruhen und würde niemand anderen stören.
Ihr Bauch wurde von Tag zu Tag runder so hatte sie das Gefühl und beschloss am Abend ihre Lieblingsschwägerin besuchen. Sie hatten sich schon länger nicht mehr gesehen und es wurde mal wieder Zeit. So packte sie den großen Korb mit reichlich Essen zusammen und machte sich auf den Weg nach Berchgard. Am Haus von Sarah angekommen überlegte sie ob sie läuten sollte oder einfach nach ihrer Lieblingsschwägerin schreien sollte. Doch um nicht aufzufallen betätigte sie die Glocke und Sarah winkte ihr schon vom Balkon zu, kam hinunter und bat sie hinein. Verdi schüttelt den Kopf und bat sie mich ihr zu kommen. Sie hätte eine Überraschung. Sarah machte keine Anstanden nicht mit zu kommen und so gingen sie auch schon los. Hinter Berchgard gab es so eine schöne, mit pflanzenbedeckte Sitzecke. Dort stelle Verdi den vollgepackten Korb ab und nahm Platz. Sarah nahm neben ihr Platz und es dauerte nicht ganz so lange bis es endlich Aussprach worauf Verdi schon so lange gewartet hatte. Erfreut umarmte Verdi sie und wäre am liebsten aufgesprungen aber ihr Bauch machte dies etwas schwierig. Lange erzählen sie noch und Verdi musste Sarah erst mal Fragen ob sie ihre Füße sehen könnte und ob diese vielleicht platt wären. Sarah lachte auf. „Wie sehen denn platte Füße aus?“ Verdi versuchte es irgendwie zu beschreiben doch versuchte sie immer wieder ihre Füße zu sehen. Die Sicht wurde von ihren runden Schwangerschaftsbauch verdeckt. Somit konnte sie Sarah nur glauben. Ab und an kam es dann doch zu Stimmungsschwankungen, mit der Sarah sehr gut umging. Der Korb wurde nach und nach leerer und viele Sachen wurden angesprochen. Die Nacht brach heran und Sarah brachte sie noch zur Kutsche, drückte sie noch einmal und verabschiedete sich von ihr bis man sich wiedersah. In der Kutsche dachte Verdi etwas nach. Ihre Lieblingsschwägerin sah nicht gerade sehr glücklich aus. Doch wie könnte man dies ändern. Verdi war momentan selber nur selten sehr glücklich, dachte sogar daran mit einen Fisch zu sprechen, diese Idee kam ihr dann doch etwas komisch vor und so ließ sie den geangelten Fisch wieder ins Wasser gleiten und hoffte er wäre nicht so böse auf sie dass sie ihn geangelt hatte. Mit dem nachdenklichen Blick ging sie von der Kutsche nach Hause und kochte sich noch einen Tee. Dabei zuckte es in ihren Bauch, ein Tritt. Verdi legte ihre Hand an der Stelle wo der Tritt war und überlegte ob es wohl der Fuß oder die Hand war. So zapplig wie die Kind war hätte es wohl doch nur ein Mädchen sein können. Diese Lebhaftigkeit könnte es gut von Verdi haben. Da erinnert sie sich zurück an den Abend als sie mit Mala über die Namen sprach und schmunzelte. Ihr Blick wanderte zum Bauch.
„Hör mal kleines, wenn du ein Mädchen wirst dann heißt du Stella und wenn du ein Bube wirst dann wohl Vincent. Noch kannst du dich entscheiden was du werden möchtest aber mach schnell, sonst platzt deine Mama noch.“
Leise kicherte sie auf und trank ihren Tee aus. Sie gleit wie eine Nachtigall ins Bett und schlief an jenen Tag recht lang… welches wohl sehr merkwürdig für Verdi war….
Verfasst: Freitag 31. August 2012, 16:23
von Malachai Schwarzmourne
Ruhig stand Malachai an der Klippe, den Blick aufs weite Meer gerichtet, während die kühle, salzige Luft sein Haar und seinen Umhang tanzen liess.
Es war ein schöner Anblick, wie sich die Sonne wie eine rote Kugel am Horizont hinabbewegte und so mit dem blauen Wasser der See verschmelzte.
Er lächelte, er sah in seinem geistigen Auge Verdanias Gesicht im Sonnenlicht, er wusste, ihr würde dieser Ort und dieser Moment sehr gefallen.
Doch ein räuspern riss ihn aus den Gedanken, als er den Kopf leicht sank, die Augen schloss und sehr leise flüsternd ein "Ich liebe dich" sprach, ehe er sich umdrehte und in das alte Gesicht des Zausels blickte, der gehüllt in seinem dicken Wolfsumhang stand, pechschwarz gekleidet und nur durch die silbernen Nieten seines Lederwams überhaupt einige Konturen und Farben zuliess.
Sein eines Auge war zu, eher zugenäht, da es fehlte, einige Narben zierten sein wohl 50 Sommer altes Gesicht und er wirkte sowieso Recht grimmig, was durch seine raue Stimme untermalt wurde.
Selbst sein Silberweißes, schütteres Haar und seine Bartstoppeln konnten ihm keinen Hauch von Freundlichkeit entrinnen, selbst wenn Malachai wusste, dass dies meist nur Fassade zum Selbstschutz war.
"Wir müssen.", raunte der alte Mann, hob einen Arm hervor aus dem Schutz seines Umhangs, in welchen er eine Schwertscheide samt Klinge hervorholte und Sie Malachai zuwarf, jener Sie mit einem Arm fing und nickte.
"Und verlier dieses mal nicht wieder eine Waffe. Du willst doch Heim zu Frau und Kind...dann behalt dieses Mal deinen Kopf klar."
Malachai hebte einen Mundwinkel und band sich die Schwertscheide unter seinem Umhang zu seinen anderen.
"Dafür, lieber Rufos, habe ich ja mehrere Klingen bei mir. Und wäre diese Klinge nicht gewesen...wärest du wohl nun nur noch ein halber Mann."
Rufos schnaubte aus, doch legte sich ein Schmunzeln über sein, vom Kampf geprägten Gesicht und er klopfte Malachai beim Vorbeigehen einmal auf die Schulter.
"Bald ist es vorbei, großer Anführer. Dann kannst du dein frommes, ruhiges Leben auf dem Hofe geniessen und den Kochlöffel statt der Klinge schwingen."
Malachai blieb stehen und blickte zu ihm. Sicher, verstand er, dass der alte Mann ihn nur aufziehen, vielleicht leicht Provozieren wollte. Das Thema kam die letzten Tage immer öfters. Doch er lächelte nur und nickte.
"Und ich werde diesen Tag und dieses Leben herbeisehnen und es geniessen, in vollen Zügen und für nichts in der Welt hergeben."
Er blickte ihm kurz in sein eines Auge. Er schien etwas zu erkennen, natürlich tat er es. Rufos stritt und kämpfte schon mit Malachais Vater zusammen. Er war der Trauzeuge seiner Eltern...ja, der einzige, der ihm wirklich etwas über seine Eltern erzählen konnte. Und sein Blick verdeutlichte, dass er Malachai wohl nichts mehr wünschte, als eben dieses friedliche, ruhige Leben in Liebe mit seiner Familie. Ein Leben, dass der alte Zausel wohl nie führen könne.
So gingen Sie in den dunklen Wald gen der Pferde.
"Also, warum konnten wir deine Schwester nicht mitnehmen? Die ist doch so ´ne gute Schützin habe ich gehört."
"Gehört? Pffff...das hast du doch sicher selbst gesehen du alter Spanner."
"He, ich gab deinem Vater ein Versprechen, daran halte ich mich. Aber warum sollen wir uns diesen Streß bloß mit so wenigen Mannen antun?"
"Ganz einfach...Sarah ist im Moment mit dem Kopf und mit dem Bauch bei einer völlig anderen Sache."
Mehr an Worte brauchte es nicht, als ein lautes, raues Lachen und einen doch sehr kräftigen Klaps auf den Rücken, mit dem Vermerk des alten: "Wie der Keim, so der Sproß."
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Malachai genoss es, das Haus in der Ferne zu erblicken. Könne er irgendwie das Schiffen schieben oder dazu bewegen, schneller zu fahren, er würde es wohl tun und wüsse er, er könne schneller Schwimmen als das Schiff gegen die Wellen brach, er wäre sofort ins Meer gesprungen.
So rannte er die Stufen im Hause hinaus, meist 2 auf einem Schritt und oben, an der Terrasse erblickte er Sie, die sich schon von seinem Getrampel umdrehte.
Er erkannte ihren Glanz, die Sehnsucht, die Sie verspüren mochte und er auf jedenfall spürte.
Er nahm Sie in den Arm, nur für diese Sekunde schien die Welt den Atem anzuhalten.
Er war so glücklich, wieder bei ihr zu sein, selbst wenn das Glück gedämpft wird.
Es brauchte keinen Gedankenleser um zu erkennen, dass Verdania in der Zeit, wo er nicht da war, wenig Glück empfand und sich sehr einsam fühlte. Sie sprachen einige Zeit darüber, er konnte ihr nur versichern, dass es besser werden würde, dass sie nahe standen, für immer und ewig gemeinsam zu Leben. Und so hörte er ihr zu, sprach behutsam auf Sie ein und klammerte sich an den Gedanken, dass Worte Taten folgen würden und er Sie dann wieder aufstrahlen sieht, wie vor seiner Abreise und vor diesem Berg aus Aufgaben.
Zumindest war er nicht mehr so weit fern, dass er öfters für eine Nacht hereinkommen würde, schliesslich rannte auch die Zeit und eine Stella oder ein Vincent würde irgendwann darauf drängen, das Licht der Welt zu erblicken.
Die Nacht verzichtete er wieder auf den meisten Schlaf. Er wollte keine Sekunde vergeuden, in welcher er der friedlich ruhenden Verdania zugucken konnte, ihren leisen, sanften Atem geniessend auf seiner Haut und ihr Haar an seinem Gesicht spürend.
Den Morgen erhob er sich sehr früh, als Verdania hinaufkam, schwall ihr schon der Geruch von Verbrannten entgegen, das Gesicht verziehend und auf ihren Kochlöffelschwingenden Ehemann mahnend blickend.
Seine Augen, wie ein Hundeblick, entschuldigend, verriet aber schnell, dass das nur Farce war und er brachte Sie auf die Terrasse, wo Bastian schon saß, sie anstrahlend und wo ein reiches Frühstück gedeckt war. Er konnte kaum verschweigen, dass er dies alles natürlich mit barer Münze gezahlt hat...Verdi hätte ihm nie geglaubt, dass dies aus seinen, naja, minderen Kochkünsten entsprungen war und so genossen Sie die schönen Stunden als gemeinsame Familie, ehe Malachai sich von allen verabschieden musste und wieder fort ritt.
Doch Verdania, vielleicht schon Intuitiv ahnend, würde das Buch heraussuchen und es aufschlagen und folgendes lesen:
11)Weil dein Lächeln alleine schon mir Mut und Hoffnung schenkt.
12)Weil du dich durchsetzen kannst.
13)Weil du dich nie unterkriegen lässt.
14)Weil dein Haar seidig weich ist.
15)Weil ich dir Bastian zu verdanken habe.
16)Weil ich mich lange auf Reisen fühlte und dank dir endlich angekommen bin.
17)Weil du alleine mir alles gibst, was ich mir wünsche.
18)Weil du mir Fehler verzeihst.
19)Weil ich in allem schönen auf der Welt dein Gesicht sehe.
20)Weil der Schlaf mir so unwichtig erscheint, wenn du neben mir liegst und ich dich einfach nur ansehen will.
Verfasst: Montag 3. September 2012, 19:14
von Gast
Die Sonne stand schon eine gute Weile am Himmel, doch Verdania schlief an diesen Tage recht lange für ihre Verhältnisse. Als sie sich aus dem Bett rollte, summte sie fröhlich vor sich her, packte ihren Korb mit reichlich Essen, zog sich etwas Bequemes aber dennoch schönes an. Sie befestigte ihren Hut an ihrem schönen, schwarzen Haar und füllte ihren Beutelchen mit einigen Schnüren. Somit war sie mit allem ausgerüstet und schnappte sich ihren Korb, greif nach der Angel die an der Wand angelehnt war und ging recht fröhlich, summend zum Wasser. Sie schaute sich einmal nach einem schönen Ort um und platzierte ihre Decke auf der Wiese. Sie stellte ihren Korb an die Seite und warf von dort aus ihre Angel aus. Die Angel hatte sie immer in Sichtweite, damit sie reagieren könnte, falls sich doch ein Fisch an den Kuchen am Haken verirren würde. Doch an diesen Tag blieb der gewünschte große Fischfang aus. Zwar verirrten sich einige kleine Fische sicherlich ungewollte an dem Hacken, welche rasch befreit und ins Wasser zurückgesetzt wurden. Verdi genoss einfach einmal die Ruhe. Sie spürte den leichten, salzigen Wind im Gesicht und lehnte sich entspannt auf der Decke zurück. Langsam verließ die Sonne den Horizont und Verdania machte sich mit ihrer Beutel auf den Weg zum Gesellschaftshaus. Nahm rasch die Fische aus um diese in einer guten Salzlauge einzulegen. Nach und nach kamen auch eine Kunden, sie hatten wohl das Licht im Haus gesehen. Verdi ging somit wieder ihrer Arbeit nach bis plötzlich ein Bekannte aber seltenes Gesicht im Laden stand.
Verdis Mundwinkel hoben sich erfreut an und umarmte ihn erst mal vor Freude. Lange hatte sie Arsen nicht mehr gesehen, so gingen sie nach unten um einen Tee zu trinken und etwas zu Essen. Recht lange unterhielten sie sich, scherzten herum und draußen wurde es immer dunkler. Es wurde Zeit für Arsen wieder aufzubrechen. Serafine sollte ich keine Sorgen machen wo er so lange stecken würde. Verdi drückte ihn noch einmal und verabschiedete sich mit den Worte „Wir sehen uns morgen.“ Morgen wäre Basar auf Menekur und dazu wollte sie sich noch ein schönes Kleid fertig schneidern. So ging sie noch recht spät am Abend hinauf, nahm sich Stoffe, Golddrähte, Nadel, Garn, Perlen und etwas Leder zur Hand. Sie breitet den hellblauen Stoff aus und schneiderte ihren Vorstellungen nach als erstes das Kleid. Es sah noch recht normal aus, so verarbeitete sie auf dem Kleid noch das Golddraht und die Perlen.
Es sollte so verziert sein das man den Bauch damit etwas kaschieren konnte. Aus dem nächsten blauen Stoffstück schnitt sie einen schönen kurzen Umhang. Dieser wurde mit schwarzen Garn etwas verziert. So brauchte sie nur noch etwas für die Füße und griff nach den Leder um dort eine schöne, bequeme Sohlenform herausschnitt. Um diese legte sie ein etwas dünneres Leder und nähte den Schuhe am Ende zusammen. Somit war für den morgigen Tag das schöne Kleid vorbereitet. Sie legte es behutsam zusammen und packte dies in einen Beutel als sie plötzlich Stimmen von unten des Hauses hörte. Sie schmunzelte leicht auf und dachte sich gleich das die Männer von der Jagd zurück sind. So stieg sie die Treppe herunter und lächelt auf. Ihre Augen wurden erfreut größer als auch Sarah da stand. Stürmisch umarmte sie ihre Lieblingsschwägerin und bat sie noch auf einen Tee ins Haus. Gute gelaunt saßen alle am Tisch, doch diese Stimmung hielt nicht lange an. Sarah berichtete von den Geschehen in Berchgard. Rafael soll wohl überfallen worden sein. Ungläubig schaute sie Sarah an ehe sie bemerkte, dass alle anderen schwiegen. Mit großen, blaugrünen Augen starrte sie auf Sarah, welche die richtigen Worte suchte und es dann doch einfach hinaus sagte. Rafael und Varla seien Tod. Verdis Blick verharrte weiterhin fast schon versteinert auf Sarah und ihre Worte konnten gar nicht so schnell zu ihr dringen als sie es verarbeiten konnte. Ihre Augen füllen sich mit Wasser, holte einmal tief Luft und frage noch einmal. „Rafael? Der Rafael?“ Sarah nickte ihr zu und Verdi musste erst mal frische Luft schnappen gehen. Draußen bekam sie von einem Gast Besuch doch sie war nicht wirklich in der Lage sich mit ihnen freundlich zu unterhalten. Danach verlief alles irgendwie neben ihr her bis sie von Rothran nach Hause gebraucht wurde. So legte sich mit kompletten Sachen auf das Bett und nahm dies Nachricht nach und nach erst wirklich wahr. Kleine Tränen liefen über ihr Gesicht. Sie wollte ihm doch noch sagen, dass man ein Kind erwartet. Irgendwann schlief sie ein und warte auch schon wieder recht schnell auf. Ihre Augen waren noch etwas angeschwollen von Weinen. Doch diesen Tag möchte sie sich ungerne entgehen lassen. Recht ruhig und in sich gekehrt, ging sie zum Gesellschaftshaus. Dort wurde sie schon von einem dunkel gekleideten Herrn erwartet. Sie musterte ihn und erkannte ihn erst als er die Maske abnahm und die Kapuze zurück warf. Mit großen Augen, welche sich rasch wieder mit Wasser füllten blickte sie zu Cedric. Er war schrecklich aus und hat wohl die letzten Nächte auch nicht geschlafen. So ging sie auf ihm zu um ihn erst mal um ihn zu umarmen. Er hätte eigentlich nichts sagen brauchen warum er da war. Sie wusste es schon. Er würde Mala suchen. Leicht nickte sie ihm zu und berichtete ihm, dass er auf der Reise wäre. Doch sobald er zurück wäre, würde sie Mala zu ihm schicken. Er nickte ihr zu und erkundigte sich kurz um das Wohlbefinden der beiden. Doch sein Weg war schon geplant. Verdi bat ihn nicht unüberlegtes zu machen, doch sie hätte ich auch nicht aufhalten können. Er verabschiedete sich. Mit gesenkten Kopf ging Verdania ins Haus, nahm kurz am Tisch Platz und ihr fiel ein, die ganze Nacht lag sie fast wach doch hatte sie bis dahin nicht nachgedankt wie es Mala wohl auffassen würde, wenn er erfährt das sein ältester Freund ermordet worden ist. Zugleich machte es ihr Angst.
Doch dann wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Es ging nach Menekur. Rothran half ihr die Sachen auf das Schiff zu schaffen damit sie bald ablegen konnte. In Menekur angekommen, wurden sie auch schon recht freundlich empfangen. Allgemeint war der Basar sehr gut besucht. Es kamen immer wieder einige Grüppchen vorbei und kauften auch das ein oder andere. Recht spät kehrte sie mit den Männern der Gesellschaft zurück und machte ich recht schnell auf den Heimweg. Ihr war dies alles etwas zu viel. Erst war ihr Gatte auf Reisen. Die Schwangerschaft. Der Tod von Rafael und Varla. Sie fiel wieder ins Bett und blickte einfach starr die Decke an. Versuchte irgendwann ihre Augen zu schließen, dabei drehte sie sich von einer Seite zur anderen bis sie irgendwann die Augen schloss.
Verfasst: Freitag 21. September 2012, 18:07
von Malachai Schwarzmourne
Ruhig saß Malachai auf Schattenhufen, nur wenige Meter von der Klippe, gut 30 Schritte hinab ins Meer, entfernt. Er blickte auf die herabsteigende Sonne, geniess abermals die kühle Seeluft, die in seine Nase drangen und wie der Wind seine Haare tanzen liess.
Er brauchte diesen Moment für sich, wo er nachdenken konnte, ehe er wieder losreiten würde.
Soviel war geschehen, so ein Gefühlschaos in seinem Inneren auflodernd. Der Verlust von Leben und der Gewinn von Leben. Glücklich sein und Trauer empfinden.
Er erinnert sich gut, als Verdania es ihm sagte, dass sein wohl bester und längster Freund gestorben sei. Rafael, dem Menschen, den er mit als erstes bei seiner Ankunft in Bajard kennen lernte. Beide wie einfache Menschen wirkend, die auf dem Eiland ein neues Leben beginnen wollten. So voller Hoffnungen und Träume...Jung...Naiv...Stürmisch.
Keiner von beiden hätte damals erwartet, was aus ihnen werden würde und obwohl sie in sovielen Dingen so verschiedene Wege gingen, die sich eigentlich nur abstossen sollten, schweisste es Sie enger zusammen.
Denn im Wesen waren sich beide gleich. Sie teilten sovieles...den Humor, den Sinn für Gerechtigkeit, der aufschäumende Übermut und die Gabe, immer wieder in brenzliche Situationen zu geraten und doch wieder heil heraus zu kommen. Ebenso besassen beide ein großes Herz für ihre Mitmenschen und einen starken, ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit...selbst wenn das Fällen von Urteilen wiederrum beide anders vollführten.
Und die Liebe...Malachai kannte keinen anderen Menschen, der den selben Geschmack was Frauen betraf, ebenso lebte, wie es Malachai tat. Was natürlich des öfteren zu den einem und anderen Faustschlag führte, aber auch brüderliche Umarmungen und ehrliche Worte.
Ja, Malachai ärgerte es damals innerlich, dass Rafael nicht zu seiner Hochzeit da war, wollte er doch seinem Freund vorführen, welch wunderbare Frau er bekommen hat...Verdania.
So waren Sie auch, sie stichelten sich an, wollten einander übertrumpfen, besser sein, doch niemals so weit, dass der andere nicht mitkam. Ja, wenn Malachai jemals gegen jemanden antreten musste, der ihn Ebenbürtig war, dann war es Rafael.
Malachai sah nie in ihn den großen Grafen, nie diesen Adeligen...nein, er sah den Mann, mit dem er blutverschmiert die Klingen am Felde hob, der sich mit ihm im Dreck suhlte und Schneeballschlachten austrug, der aber auch immer für ihn da war, jedes kleine Geheimnis von ihm kannte und anvertraut bekam...der Mann, der für seine Kinder und seine Frau sein Leben gelassen hätte...ein Mann...ein Freund...ein Bruder.
Wut stieg in ihm auf...das Gelüst nach Rache, loslaufend, die Klinge zückend und das Pack aufsuchen und an seinen eigenen Eingeweiden am Baume hängen lassend...doch dann blickte er auf Verdania, auf ihren Kugelrunden bauch und es war in seinem Kopfe wie die Wirklichkeit, als stünde Rafael neben ihm mit mahnenden Blicken und scharfen Worten sprach er: "Wehe...du hast eine Frau, die ein Kind erwartet. Sie braucht dich. Ich bin fort, Rache wird mich nicht wiederbringen und den Blutdurst nicht stillen. Also wehe, du reitest blind hinfort, anstatt deiner Verantwortung nachzugehen. Sonst sitzt meine Faust sofort in deinem Gesicht alter Freund."
Malachai hob die Mundwinkel. Die daraus folgende Diskussion mit Verdania wollte er vergessen. Sie verstand vielleicht nicht seine Einstellung, war sie selber doch sehr Temperamentvoll und hatte ebenso einen guten Freund verloren.
Vielleicht erwartete Sie so Malachais Reaktion, dass er schreien und Wut empfinden würde, dass er alles verfluchen würde und Menschen töten wollte. Vielleicht, weil es gerne ihre Reaktion gewesen wäre.
Oder vielleicht glaubte sie für einen Moment, Malachai würde nicht trauern und Rafaels Tot liess ihn kalt...doch dem war nicht so...nein...doch er war nicht mehr der Jungspund, der fröhlich durch die Welt meuchelte...er war Ehemann und wieder werdender Vater...und auch hatte er Bastian, dem er auch wie ein Vater sein wollte. Er hatte genug Momente, wo sein Leben in Gefahr stand...und Rafael hatte Recht...es wäre niemanden genützt, noch würde er egoistisch handeln, wenn er seine Gefühle und seinen Drang über seine Pflichten stellen würde...für seine Familie.
Familie....und da kamen wieder die Glückgefühle...wie ein heller Lichtstrahl, der die Trauer und den Verlust so blendete, dass Sie förmlich verschwand.
Er ist Vater geworden...trotz der schweren Zeit, der Beerdigung...den Kummer, der sich untereinander ausbreitete...wurde er Vater.
Stella, seine Tochter...seines und Verdanias Kind, als Zeichen ihrer Liebe und ihrer Verbundenheit.
Es fiel ihm sehr schwer, nach den schönen Tagen zu Viert im Hause, wieder jenes für die Reise zu verlassen. Er musste leicht lachen, als er an den Abend der Geburt dachte. Es war so typisch für Verdania und Malachai...unvorbereitet, viel zu früh und zu schnell...wie eigentlich alles, was Beide machen.
Ihm schien sicher die Panik im Gesichte zu stehen, als er losritt um einen Heiler zu finden, förmlich jedem ins Gesicht schrie, er solle auch suchen und jenen zum Hause bringen. Am Ende war Lilian mit Rothran da...und die arme Magierin und Bibliothekarin musste sich der Geburt annehmen.
Malachai wollte immer das Beste für Verdania und ihr Kind...auch die beste Versorgung...Lilian und Rothran waren das Beste, was er so spontan auftreiben konnte...und er war dankbar dafür. Denn im nachhinein hat Malachai nun eine gesunde Tochter und eine gesunde Ehefrau...besser hätte es nicht kommen können.
Und während Verdania noch die Erschöpfung anzusehen war, genoss er die Tage, sorgenfrei bei seiner Familie zu sein, Verdanias Nähe zu spüren und gemeinsam auch die Stunden mit ihren Kindern zu verbringen.
Ein Ansporn mehr für Malachai, die Reisen so schnell es ginge, zu beenden und nur noch für seine Familie leben zu können.
Und während er zur Sonne starte, geblendet von ihr sie sahen....Verdania, seine Frau...mit Stella auf dem Arm und Bastian, der neben ihr stand und hochblickte...lächelte er und spürte diese innerliche Wärme, die er soviele Jahre verloren geglaubt hatte.
Unterbrochen wurden seine Gedanken jäh, als er ein räuspern von hinten vernahm und ein nicken, das ihm verdeutlichte, es ginge nun weiter.
Er schob sich seine Klingen zurecht und wendete Schattenhuf, auf der Höhe von Rufos hielt er inne und blickte den alten Zausel an, der in seine Tasche griff und einen Umschlag herausholte.
"Hier, die Informationen, die du wolltest." Malachai nahm ihn an sich, das Siegel verriet, dass Sie ungelesen waren. Wieder verlosch der glückliche Moment der Gedanken, vielleicht war es auch gut so für den Weg, den Rufos und Malachai jetzt bestreiten würden.
Es waren Informationen für Cedric. Nicht nur Rafael starb bei der Reise, auch Varla, Cedrics Verlobte.
Malachai erinnerte sich an die Verlobung auf der Verlobungsfeier von Sarah und Hudgarr. Sie waren so glücklich.
Cedric, ein guter Mensch, ein langjähriger Freund und Varla, dessen Anmut und Schönheit von ihrer Taffheit und Stärke und den Umgang mit der Klinge übertrumpft wurde.
Sie passten so gut zusammen, jeder, der Sie in den Moment beisamen sah, wünschte ihnen eine glückliche Zukunft.
Doch jetzt, jedesmal wenn er Cedric sah oder an Varla denken musste, erkannte er sich selber wieder. Ja, er wusste genau, vielleicht auch besser als andere, was Cedric fühlen mag.
Sicher, er hatte seine Familie, eine Frau, die er abgöttisch über alles liebte...doch der Weg dahin war dunkel und sehr schwer, überschwemmt von Blut der Menschen, die er ebenso liebte.
Ja, er kannte das Gefühl, wenn einem die Frau an seiner Seite...die Familie aus den Händen gerissen wird. Vom selben Pack, das nun auch Varla Cedric entriss.
Er war ein Schatten seiner selbst, innerlich brodelte der Schrei nach Rache, vermischt mit der Verzweiflung, die sein Leben begleiten würde.
Ja, er konnte es sehr gut nachvollziehen und Malachai weiss...wäre Verdania nie so nah in sein Leben getreten, hätte den Mantel der guten Freundin abgelegt und ihr Herz offenbart...wäre Malachai ebenfalls nur ein Schatten seiner selbst.
Rufos brummte wieder, das Zeichen, man müsse nun los. Malachai steckte den Umschlag weg und ritt vorran. Nun musste er einen klaren Kopf kriegen, er musste verdrängen, dass er Menschen verloren hat, die er liebte...aber auch, dass es Menschen gibt, die auf ihn warteten und nachdem er sich sehnte. In dem Moment war nur die Aufgabe wichtig, damit es bald enden würde und er sich alleine auf das Leben mit seiner Familie konzentrieren könne.
Verfasst: Freitag 28. September 2012, 16:20
von Cedric Mervis
Varla war endlich beerdigt, die schlaflosen nächte schlug sich Cedric um die ohren, indem er Kiara streiche spielte. Man sah ihn lachen und rum blödeln, doch innerlich brodelte noch immer Wut und Rachegelüste in ihm. So macht sich Cedric auf den weg nach Malachai, um zu hören was er so raus gefunden hat und ihn noch mal zu sagen das er nichts weiteres unternehmen sollte. Würde ihm was passieren, könnte er Vedania nie wieder unter die Augen treten, würde er auch noch gehen. So sollte er sich doch lieber auf seine Familie konzentrieren und den Rest Cedric überlassen. Auf den weg zu ihm schossen Cedric tauschend Gedanken durch den Kopf und er stand recht neben sich. Je mehr er nachdankte, desto mehr und mehr wurde es dunkler um ihm herum. Ja die zeit der Rache war nah, auch wenn es für ihm das letzte sein sollte, er würde diesen weg weiter schreiten. Bei Malachai angekommen springt er aus den Sattel, atmet nochmals kurz durch eher er zum haus geht und anklopft….
Verfasst: Dienstag 6. November 2012, 01:52
von Malachai Schwarzmourne
Endlich war er wieder daheim, doch noch nie fühlte er sich so als Fremder, wie zu der Zeit.
Er war glücklich, seine Verdania wieder zu sehen. Er misste Sie so sehr und nun das Heim zu betreten, wo Sie war, mit ihrer gemeinsamen Tochter auf den Arme und Bastian, der angestürmt kam und sein Bein umschlungen hatte. Ja...seine Familie...und doch...man musste kein Genie sein, um zu erkennen, dass es sich veränder hatte.
Sicher, Verdi lächelte, sie freute sich...doch all dies hatte einen bitteren Beigeschmack und im nachhinein schelte Malachai sich selber für seine Dummheit.
Er glaubte, er täte gutes, war angetrieben davon, sein Leben soweit zu zerstören, dass nur noch die Familie zählen könnte und nichts mehr eben jene angreifen oder gar vernichten wollte. Unwissend, dass er aber selber dieser Aggressor war, dass er es war, der falsch entschied und falsch handelte.
Er glaubte, die spärlichen Besuche würden reichen, er redete sich ein, Verdi würde es verstehen und würde sich umso mehr freuen, wenn er wieder da wäre...dann für immer.
Er sah nicht die Last auf ihren Schultern, die er ihr auferlegt hatte. Er erkannte nicht, was Sie durchstehen musste mit einem Ehegatten, der nicht dort war....Schwanger...
Malachai machte es sich vielleicht zu leicht, versuche immer zu sagen, es wäre bald zu Ende, ein Aspekt, den er selber zu glauben began.
Und nun...sie vertiefte sich in die Arbeit, mied ihn vielleicht auch ein wenig. Erst dachte er, Sie würde ihn nicht mehr Lieben, doch er lag falsch. Sie wollte sich nur selbst schützen...davor, dass er vielleicht einfach für immer entschwinden würde und Sie dann alleine darstehen würde.
Worte waren gut...Taten besser.
Er suchte das lange Gespräch mit ihr und mit jedem weiteren Wort wurde ihm klar, dass diese Reise ihn auch von ihr entfernte. Ihm wurde bewusst, wieviel Schaden er angerichtet hatte...egal ob gewollt oder nicht und für den Bruchteil einer Sekunde glaubte er selber, er würde Verdania, die Frau die er so sehr liebte, nur mehr schaden.
Doch er blickte auf, es reichte nur ein Blick in ihre Augen, eine zarte Berührung ihrer Hand, dass sein Herz in Flammen aufgehen liess. Er liebte diese Frau bedingungslos, umso mehr Schmerz mag Sie dadurch erfahren hatte...doch er begann Fehler, die er sich eingestand...und er würde nun Taten folgen lassen.
Er würde um Sie kämpfen. Würde ihr beweisen, dass es nun vorbei wäre, dass er nicht mehr so törricht sein würde. Sie würde Zeit haben...alle Zeit der Welt. Er würde nicht wie ein Schakal um Sie lauern, würde Sie nicht bedrängen aber dennoch ihr zeigen, dass er da ist.
Er würde jede Sekunde geniessen, die Sie in Zweisamkeit bekommen würden, jeden kleinsten Atemzug von ihr wie ein Lebenselexier aufsaugen.
Es war vorbei, seine Vergangenheit wurde begraben in einer eisernen Ruine und nun würde er seine Fehler versuchen gut zu machen, würde nur noch Malachai Schwarzmourne sein...Mitglied der Gesellschaft....Bruder von Sarah....Vater von Stella und Ziehvater von Bastian und doch am wichtisten: Ehemann von Verdania.
So begann er sich wieder in das Leben zu integrieren. Es gab vieles, was sein starrer Blick verborgen blieb...soviele Menschen um ihn herum. Es fühlte sich fremdlich an, einfach nur ein offenes Ohr zu haben, Ratschläge zu erteilen oder das Leben zu geniessen.
Es war eine Last, die von ihm fiel, sein wachsames Auge einfach einmal abzustellen.
Er genoss jede Sekunde, die er Stella auf den Arm halten konnte, lachte herzlichst, wenn er mit Bastian spielte und seufzte sehnsüchtig auf, wenn er Verdania voller Kundschaft durch die Gesellschaft rennen sah.
Nur kurze Sätze, die Sie gemeinsam verbrachten, ein schnelles Essen oder die paar Minuten zum Nachhause gehen saugte er auf und begann zu lächeln.
Langsam aber sicher, glaubte er, sein Weg ist der Richtige...krallte sich fest am Gedanken, dass er ihr zeigen kann, dass er nun für Sie da ist...dass er sie nicht mehr verlassen würde....nie wieder.
Er stellte es sich im geistigen Auge vor...er...ein normaler Mensch...Familienvater, Ehemann...keine Kämpfe, kein Blutvergiessen mehr. Einfach das friedliche Dasein tristen, das er sich immer wieder wünschte...zusammen mit dieser Frau, die auf einen Schlag sein Leben veränderte.
Er verbrachte die Abende meistens noch am Kamin, er nahm sich den Abstand, den Verdania vielleicht haben wollte, wirklich zu Herzen und kam meist hinab ins Bett, wenn Sie schon schlief.
Er wollte Sie nicht bedrängen, er gab ihr den Freiraum, dass Sie entscheiden konnte, wann Sie ihn brauchte und in ihrer Nähe wissen wollte und wann nicht und Morgens, wenn Sie erwachte, stand er meistens schon in der Küche, übte sich in der Kochkunst und hatte aber schon ein Frühstück, natürlich gekauft, aufgedeckt. Stella frisch gewickelt und in der Wiege neben ihm, während Bastian vielleicht noch schlief oder schon mit seinen Spielzeugen spielte.
Und am letzten Abend mag Verdania dieses eine Buch auf ihrem Kopfkissen finden, wo folgendes steht:
21)Weil du mir hoffentlich Fehler verzeihst.
Verfasst: Mittwoch 5. Dezember 2012, 11:53
von Malachai Schwarzmourne
Geschäftigt wuselte der schwarz Vermummte durch die Landen. Es mag irrwitzig ausgesehen haben für einige, wie er in seiner dunklen Verhüllung auf dem Nachtschwarzen Ross neben seinen Klingenscheiden an der Seite viele Bündel Blumen im Arme hielt, die ebenso in der selben Zahl auch das Pferd schmückten.
Doch er hatte eine Aufgabe, eine sehr wichtige für ihn und daher ignorierte er im Galopp jegliche Banditen oder sonstigen Gesellen, die meist nicht über einem "Halt dies ist..." und dann vielleicht mit verblüffenden Blicken oder gelächter den Reiter von dannen zogen liessen.
Einzig der Wind raubte dem Reiter den Nerv. Jedes einzelne Blatt, das die Blume verliess, liess ihn aufseufzen und er befürchtete, wenn er Daheim angekommen wäre, hätte er nur noch Töpfe voll Stiele.
Doch dies war nur ein Teil von vielen, was er brauchte.
Der Imker, der schöne, duftende Kerzen anbot in Bajard schaute immer von ihm auf das, nun wieder im aufbau befindliche Kunsthaus, als Malachai an die 50 Kerzen von ihm haben wollte und diese mit gierigen Blick in die Tasche stopfte.
Zuletzt stand er dann vor dem Bett, seufzte und atmete tief ein. Alles war soweit dekoriert, doch sein Blick fiel auf das elendige Leid seiner und er beschloss, dies als letzte schwere Hürde zu erledigen. Jaja..was man nicht alles für die Liebe tat.
So ging der vorerst letzte Ritt nach Berchgard. Es erheiterte ihn leicht, als ein Rekrut des Regiments ihn wegen seiner Drachenschuppenrüstung belehren wollte....Malachai kannte dieses Thema schon zu hauf und er erklärte ihm schnell, dass dies Leder sei und unbeschlagen, ehe er dann Amu anfand und seine Bestellung aufgab.
Es war merkwürdig, etwas zu holen, was ihn vielleicht selbst schaden könnte. Zu alten Zeiten hätte er wohl nie dem Feind die Klinge in die Hand gedrückt...doch es war nicht für einen Feind und...nunja...was man nicht alles für die Liebe tut und so steckte er die 9 Pfannen, edelst verarbeitet mit feinstem Schwarzholzgriff und Diamantbeschichtung in einen riesigen Sack, ehe er sich bei Amelie beraten liess. Er wollte das schönste Kleid haben, was es zu kaufen gab. Veredelt wie es für einen königlichen Ball getragen werden würde. Natürlich wusste Amelie, für wen dieses Meisterwerk sein würde und ja, Malachai stimmte ihr zu, dass es merkwürdig war, etwas zu machen, was für eine Meisterin war, die dies selber tun könnte, vielleicht sogar besser.
So war er wieder daheim, Anne hatte die Kinder schon für die kalte Jahreszeit angezogen und war bereit, mit ihnen aufzubrechen und Sie den Abend zu hüten.
Sie verabschiedeten sich und Malachai began, alles zu dekorieren, das Kleid mit einem Brief im Flur hinzustellen und eine Spur aus Kerzen bis zum Dach zu legen, wo er die Pfannen fein nebeneinander aufhing und die Blumen dekorierte.
Dann ging er wieder hinab zum Bett, wieder dieser Angsterfüllte Blick, ein tiefes durchatmen und dann nahm er die feinen Kleidungsstücke an sich, entfernte seine Drachenschuppenrüstung und zog sich an.
Ja, Malachai hasste diese Art der Kleidung, doch...was tut man nicht alles für die Liebe?
Und gerade Pünktlich klopfte es an der Tür und der junge Bote stand da. Sein Lächeln wich einem breiten Grinsen, als er Malachai so sah. Nicht gerade die schlauste Idee, das Unwohlsein noch durch ein spöttisches Wohl zu schürren und Malachai entgegnete ihm recht wirsch, in seinem alten Trotz verfallenden, mürrenden Art. Vielleicht machte er ihm auch ein wenig zu sehr Angst, als er ihm auftrug, wie wichtig es sei, dass der Bote nicht versagen sollte, denn er hechtete relativ schnell von dannen und wie von Höllenhunden gejagd richtung Bajard, noch Malachais wütende Rufe hinterher, er solle Verdania auch keine Angst machen.
Und so dauerte es keine paar Minuten, als er unten die Tür hörte und oben auf dem Dach, wieder tief einatmend und am Kragen zupfend, auf Sie wartete.
Mit jedem Schritt, den er an der Treppe vernahm, schlug sein Herz nur wilder und schneller, bis zu dem Moment, als sie vor ihm stand, er förmlich den Atem anhielt und sogar, hätte er nicht angefangen zu sprechen, auch das Atmen vergessen hätte.
Sie war atemberaubend schön. Er hätte Sie am liebsten in den Arm gehalten und nie mehr losgelassen, ebenso ihr einen nie enden wollenden Kuss gegeben.
Doch er nahm ihre Hand und offenbarte nun das Geheimnis um alles: Tanzunterricht. Der einzige, den er jemals geben würde für die einzige Frau, die jemals ihn kriegen würde.
So genossen Sie den Abend, tanzten und tranken Wein. Verdania war aus Malachais Sicht um einiges Besser, als Sie es gesagt hatte und lernte schnell, so dass Sie schon bald Drehungen machten und förmlich nicht mitbekamen, wie der Abend zur tiefsten Nacht wurde. Ja, es waren einfach schöne Stunden.
Verfasst: Mittwoch 5. Dezember 2012, 18:11
von Malachai Schwarzmourne
Die Zeit zog ins Land und die Dinge liefen nicht so, wie man es sich gerne wünscht.
Verdania näherte sich ihm wieder mehr an, doch den Groll oder die Enttäuschung, die sie empfand, als er wegzog und das Land bereiste, war immer noch spürbar.
Und Malachai kam sich so hilflos vor. Er hielt sich immer für einen ruhigen, kühlen Kopf, jemand, der für jedes Problem eine Lösung finden könnte und sich jeder Aufgabe stellte. Doch hier schien er überfordert, gar kindlich naiv tollpatschig.
Er wusste einfach nicht, wie er ihr gegenüber treten sollte. Er wollte sie nicht belagern oder an ihr kleben, aber auch nicht sich soweit distanzieren, dass Sie denken könnte, er würde sich von ihr abwenden.
Und auf diese Unsicherheit kam auch weiteres verhalten. Er versuchte, ein einfacher Mensch zu werden, bemühte sich darum, sich andere beschäftigungen zu suchen. Beschäftigungen wie das Kochen.
Doch dies war für ihn höhere Kunst. Ja, er vermochte es, menschliche Kadaver auszuweiden, fein und filigran jedes Fleischstück von der Haut abzutrennen, durch sein anatomisches Wissen Feinde gar über Tage zu foltern und am Leben zu lassen...doch wie man ein perfektes Spiegelei kocht, ohne das es anbrennt, mag ihn ein Mysterium zu sein.
Doch auch das nützliche Integrieren in die Gesellschaft fiel ihm schwer. Sicher, es ist nicht die erste Gemeinschaft, die er angehörte, doch die anderen waren kriegsbezogene Gilden, Wappenträger und Kampfesmeister. Eine Schlacht zu schlagen ist leichter, als Trunkenbolde vom Hause fern zu halten. Zumal es ehhh nicht dem guten Ruf gerecht wäre, bei jeder Auseinandersetzung die Klingen zu wetzen, sondern eher diplomatisch vorzugehen.
Und auch die Gruppenjagten gestalteten sich schwieriger, als er vermutete. Er war ein Nahkämpfer, einer, der lautlos und oft nicht mit Ehre den Kampf betrat. Doch Monster, die rein ihrem Instinkt folgten, hatten derlei keine Überraschungen zu erwarten. So wurde er öfters unsanft von der Seite erwischt und Rothrans Riechsalz hat sich förmlich in seine Nase vom Geruch her eingebrannt.
Er kam sich so nutzlos, so deplatziert vor. Jeder wusste, was er zu tun hatte, doch Malachai wurde mehr überrascht, als er es den Monstern wiedergeben konnte. Es sind 2 Welten...ein menschlicher Mitstreiter fühlt und denkt, ein Punkt, den man sich mit Furcht und Angst zu nutze machen kann, etwas, wie man ihn zum Fall bringt...doch einem Monster kannst du keine Angst machen, es fürchtet den Tot nicht, da es ihn nicht kennt.
So saß er oft in der Herberge und blieb still sitzen oder sprach mit den anderen. Sie lachten oft und fröhlich, sie hatten ihre Witze und Spiele, denen sie sich widmeten und auch Sachen, die nur sie kannten und wo alle lachten, wie das Schranktragen. Malachai versuchte, diesem Trieb mitzufolgen und sich zu integrieren...doch es fiel ihm schwerer, als vermutet. Er spürte öfters so einen fahlen Beigeschmack. Vielleicht hat er durch die jahrzehnte einfach das verlernt, was er sich ewig wünschte: Ein Ehemann und Vater in einem sorgenfreien Leben zu führen. Zu oft griff er bei den kleinsten Ausritten zu seinen Klingen und führte Sie mit sich und immer noch war diese Drachenlederrüstung seine zweite Haut. Vorsicht ist besser als Nachsicht...doch wovor? Was liess ihn dann doch so ernst blicken?
Er seufzte und glaubte, er drehte sich im Kreis. Soviel ging aus seinem Leben, er war geboren, um zu kämpfen, lebte, um den Tot mehr als einmal seine Seele aus den Fingern zu entreissen. Eine Bürde, die er nie wollte und eigentlich lachen sollte, sie nun los zu sein.
Doch der Tot spottete mehr über ihn, entriss ihm die Menschen aus diesem alten Leben...wie Rafael.
Oft strich Malachai sich über die Narbe über seinem Auge, wenn er in den Spiegel blickte und zu oft hatte er diese ernste Miene dabei auf.
Er wurde in diese Welt zurückgeworfen und nun musste er wohl lernen, in dieser neuen Umgebung zu leben.
Die Schatten waren tot, seine Fähigkeiten wurden nicht mehr gebraucht und die Gefahr machte einen Bogen um ihn. Einzig wenn er bei Verdania und den Kindern war, schlug sein Herz wie Wild und er spürte, dass er lebte...doch an anderen Tagen, wirkte er selber so alt und gebrechlich, entflohen von aller Stärke und Selbstsicherheit.
Er ballte die Fäuste und blickte sich selber in die Augen.
Nein Malachai, so kann es nicht weiter gehen. Sprech dir selber zu, was du schon getan hast und blicke um dich. Du bist nicht allein und du wirst noch gebraucht. Verdania, Stella, Bastian, Sarah, Arsen, Serafina, Rothran, Fabienne, Bertram, Ashlin, Gondros und alle anderen...sie leben, schliesse dich diesem an und mache dich nützlich.
Lerne, wie du es immer tatest. Strebe nach Perfektion. Sehe es als neuen Feind an, der dich niederstrecken will und trotze der Eintönigkeit des Alltages, wenn du alleine warst.
Werde zu einem besseren Mann und Ehemann, als du es immer warst, denn nun liegen keine Steine im Wege, nichts drängt dich in eine Richtung oder zwingt dich zum Handeln.
Beweise dir und der Welt, dass du dich weiter entwickelst und lebe und geniesse dein Leben....das Leben mit deiner Familie und deinen Freunden...das Leben mit der Frau, die du so sehr liebst...Verdania.
Verfasst: Samstag 29. Dezember 2012, 00:56
von Gast
Nach einen ruhigen Abend im Gesellschaftshaus, zog Verdi sich den Mantel über ihren Körper, steifte die Handschuhe über ihre Hände und schloss die Tür des Gesellschaftshauses zu. Der eiskalte Wind wehte durch ihr schwarzes Haar. Sie zog den Mantel enger an ihren Körper und ging mit raschen Schritten Richtung Haus. An der Haustür angekommen, betrachtet sie ruhig die Mauern des Hauses. Das Traumhaus das Mala und sie sich wünschten. Es wirkte etwas verlassen, zu ruhig, irgendwie unbelebt obwohl um diese Uhrzeit die Kinder und Mala schon daheim sein müssten. So zog sie langsam die Tür auf und blickte in den leeren Raum. Das Feuer im Kamin glühte nur vor sich her und außer einer weichen, ruhigen Stimme aus dem Obergeschoss hörte sie nichts. So legte sie ihren Mantel ab, streifte die Handschuhe von den Fingern und ging die Treppen hinauf. Dort schaut sie in das Kinderzimmer. Ihr Sohn Bastian saß im Schneideristz auf dem Bett, daneben die kleine Stella die ruhig vor sich her schlief. Bastian hingegen hörte Anne noch gespannt zu als sie noch eine ihrer Geschichten erzählte. Mit einen sanften Lächeln trat Verdi ins Zimmer, nahm auf den Bett von Bastian platz und streichelte die kleine Stella sanft über das Haar. Bastian umarmte sie und er kuschelte sich an ihr, als hätte er sie schon ewig nicht mehr gesehen. Es dauerte nicht mehr lange da schlief auch er in ihren Schoß tief und fest. Anne wollte ich gerade erheben um ihn richtig ins Bett zulegen, doch Verdi winkte ab und meinte leise zur ihr „Das möchte ich heute einmal machen liebe Anne.“ Mit eine warmherzigen Lächeln nickte sie Verdi zu und erhob sich um das Zimmer leise zu verlassen. Verdi legte Bastian behutsam neben Stella ins Bett, sie deckte beide noch mit einer warmen Schafswolldecke zu und schenkte ihnen einen leichten Kuss auf die Stirn. Leise schlich sie sich aus dem Zimmer und dankte Anne für ihre Geduld. Anne war immer für sie da, man hätte fast denken können, dass sie die Mutter von den Kindern wäre. So verabschiedete sich Anne für diesen Tag und ging heim.
Für Verdi war der Abend noch nicht zu Ende. Sie nahm ich aus der Küche ein Glas Tee und setzte sich an den Kamin wie sie es immer sehr gern getan hat, nur in letzter Zeit war viel zu tun. Sie schaute sich wieder im stillen Raum um. Weiterhin glühte nur das Feuer im Kamin, Verdi nahm ich ein Stuhl und blickte ins Feuer. Wie gerne hätte sie nun ihren Mala an ihre Seite. Der sie in die Arme nimmt und ihr sagt das alles gut ist. Dass sie eine glückliche Familie sind. Doch so klammerte sie ich am Glas fest und seufzte leise auf. Mala hatte es in letzter Zeit nicht so einfach und Verdi hatte kaum die Zeit gefunden mit ihm zu reden. Es fiel ihr immer noch recht schwer einfach da weiter zu machen, bevor er fort gegangen ist. Sie wusste nicht einmal warum es ihr schwer fiel. Es kamen immer wieder alte Gedanken hoch. Sie hat nun zwei wunderbare Kinder, aber würde sie das auch auf Dauer alleine schaffen? Mala gab sich mühe seine Liebe zu beweisen.
Er plante einen schönen Abend daheim, ließ einen Boten nach Verdi schicken. Sie solle doch so schnell wie möglich Heim kommen. Sie eilte natürlich rasch nach Hause und trat ein. Als sie niemanden außer einem kleinen Beutel sah, wunderte sie sich. Daneben lag ein Büchlein, in dem Mala einiges geschrieben hatte. Ein Hinweis auf den Inhalt im Beutel. Voller Neugier öffnete Verdi den Beutel und ein wunderschönes Kleid lag ordentlich zusammen gelegt drin. Sie schaute sich kurz um und streifte es sich über den Körper. Ein weiterer Hinweis waren wohl die Kerzen. Sie sollte ihnen folgen, diese brachte sie auf die Dachterrasse. Dort stand ihr Mala, fein angezogen mit ganz vielen Blumen herum und strahlte sie an. Sie wurde recht verlegen, fand kaum Worte für dies. Daraufhin nahmen sie erstmals einen Schluck vom Hochzeitswein. Da sie zur Hochzeit schon schwanger war, hatte sie ihn bis dahin noch nicht ein einmal probiert. Als sie das Glas geleert hatten, nahm Mala ihre Hand und meinte mit einen lächeln. „Heute wäre deine erste Tanzstunde.“ Verdis Augen funkelten auf. Es war doch recht selten das Mala mit ihr tanzte.
Er versuchte die verlorene Zeit wieder gut zu machen, ihr zeigen, dass er sie liebt. Doch Verdi wusste, dass er sie liebt. Daran hat sie kaum gezweifelt. Es war wohl mehr die Ungewissheit wie lange er da sein wird, wann er wieder fort geht. Sie wollte nicht schon wieder alleine sein. Alles alleine überstehen. Doch so wie es nun war ging es auch kaum weiter. Verdi überlegte eine Zeit lang und suchte nach einer Lösung. Immerhin liebte sie Mala. Sie wollte schon damals mit ihm zusammen sein. Nun wo sie zusammen waren, sollten sie doch glücklich bis ans Ende ihre Tage sein. Doch so recht klappte es nicht. An jeden Abend fand sie noch kein Weg ihre Angst zu besiegen. Mit dem Glas in der Hand schlief sie am Kamin tief und fest ein. Irgendwann wachte sie von einen klierren auf. Es war das Glas das aus ihrer Hand gefallen war. Sie beugte sich hinunter und sammelte die Scherben auf. Scherben bringen Glück sagte man. Vielleicht auch für ihre kleine Familie. Als Verdi das sachte –kleine Familie- seufzte sie nochmals auf. Sie waren eigentlich keine kleine Familie. Sie vermisste den Rest der Familie. Ihre Lieblingsschwägerin, den Arsen. Alle waren weg. Mit Tränen in den Augen ging sie nach oben zu den Kindern und setzte sich auf den Stuhl. Ohne ihren Gatten wollte sich auch nicht im Bett schlafen. Immer mehr machte sich die Einsamkeit über sie breit. So nahm sich eine kleine Decke und versuchte irgendwie zu schlafen.
Verfasst: Donnerstag 17. Januar 2013, 15:45
von Malachai Schwarzmourne
Langsam ging Malachai durch das dunkle Anwesen. Die Kohlen im Kamin glühten noch leicht und warfen durch die Roststäbe leichte Schatten an die Wand.
Es war still, sehr still. Die Müdigkeit des Tages hat Sie alle in der Nacht eingeholt und so schliefen Sie.
Langsam ging er zum Tisch, blickte noch auf einige Sachen, die dort lagen und unter anderem von einer Schürze bedeckt wurden. Ein leichtes schmunzeln entging ihm, als er an Torjan und Cedric dachte, die letzten Wochenlauf zum Besuch da waren. Und so amüsant er es doch innerlich empfand, griff sich Malachai an seine Schläfe und fühlte sich doch wieder einmal Alt. Wie verrückt dies war, wie nahe er wohl einem Nervenzusammenbruch oder einer kleinen Explosion in seinem Kopfe war, welcher Rauch aus seinen Ohren schiessen würde, wusste wohl nur er.
Und trotz all der Verrücktheit, all dieser...hm...Kleinigkeiten, waren die beiden doch herzallerliebst und wenn jemand sich Nackt in seinem Heime, nur mit Schürze bekleidet vor seiner Ehefrau hinstellen durfte, dann diese beiden Chaoten.
Und trotz allem, war es doch ein innerlich schönes Gefühl, dass seine bloße Anwesenheit und ein leichtes, entnervtes Zucken des Augenlieds die Leute in Angst und Panik versetzen konnte. Ja, in gewisser Weise genoss er es, dass er doch nicht so eingerostet war, wie er vielleicht denken mochte.
So ging er weiter Richtung Treppen, blickte zur Seite und entschied sich, vorerst den Keller hinab zu gehen. Es war kuschelig warm dort, das Feuer im Kamin loderte noch und Malachai warf einige Holzscheite nach, damit es nicht ausgehen würde. Dann wandte er sich zum Bette um. Sarah schlaf, so friedlich. Er kniete sich leise neben Sie, beobachtete erst Sie, dann das kleine Neugeborene, was in Stellas Kinderwiege neben ihr lag. Er lächelte, er war nun Onkel. Und selbst wenn er soviel Mitleid mit Sarah empfand und sovie Greuel auf sich, dass er Sie nicht vor all dem beschützen konnte, vor einem Verlobten, der verschwindet, vor der Einsamkeit und einer Schwangerschaft, war er doch sehr stolz auf Sie. Sie brauchte ihn schon lange nicht mehr, sie könne, wenn Sie wollte, alles schaffen ohne sein Zutun oder seiner Einmischung. Es tat ihm gut, zu sehen, was aus diesem kleinen, scheuen Mädchen geworden ist, das sich auf Bäumen versteckte und mit Gesten und vereinzelten Worten ihre Abscheu gegen ein Schaumbad kund tat. Vorsichtig strich er ihr einmal über die Wange und leise flüsternd: "Ich werd immer für dich da sein, kleine Schwester. Ich bin stolz auf dich."
Dann erhob er sich und wandte sich um und ging die Treppen hinauf.
Wieder in der dunklen Küche, setzte er den ersten Fuß auf die knarchzende Stufe und ging so leise hinauf.
Er hielt an der ersten Tür, öffnete Sie einem spalt und blickte hinein.
Er sah Keylon, wie er da ruhig lag, eingewickelt in Bandagen wie eine Mumie und dabei, seine Verletzungen auszukurieren.
Malachai dachte an vieles nach. An diese akute Gefahr, die in dieser Welt lebte, daran, dass man nicht immer und überall da sein konnte. Er kannte dieses Gefühl, diese Situation zu oft. Er verlor so schon einige seiner liebsten Freunde und Familienmitgliedern. Ein Gefühl, das nahe der eigenen Schuld steht und durch die ewige Fragerei des "was wäre wenn..." einen in den Wahnsinn treiben kann.
Er trat näher an das Bett heran, blickte auf ihn hinab. Sein Gesicht war steinern, so undurchdringlich, wie Malachai es früher immer aufgesetzt hatte. Eine Art Schutz, seinem Gegenüber nicht preiszugeben, was jemand denken oder fühlen mochte.
Seine Faust ballte sich. Wieder kam der Gedanke des Rabenbrütlers auf, wieder der Buchstabe. Er kannte ihn, zu gut. Er, weshalb Malachai früher jeden Rabenbrütler erschlug, den er traf, schon lange, bevor eben jene ihm seine Frau und seiner Kinder entrissen. Wenn er jemals einen Namen aussprechen würde, den er als den letzten Feind seines Lebens betiteln würde, dann wäre er es.
Und Malachai war sich dessen so sicher, sollte er nun anfangen, seine Jagd auf seine Liebsten neu zu eröffnen, würde er ihn finden und vernichten. Keine Gnade mehr, keine Reue, keine Angst.
So sprach er leise zum ruhenden Verletzten: "Ich danke dir Keylon. Danke, dass du dich zwischen Ihm und meiner Schwester warfst. Danke, dass du Sie mit deinem Leben beschützt hast."
Dann wandte er sich um und ging zur Tür, nahm den Türgriff zwischen seine Finger und blieb abermals kurz stehen, den Kopf leicht drehend.
"Ich werd meine Schuld nie begleichen können. Doch trotz alledem, ich sehe, dass du dich mit Sarah gut verstehst und sei dir gewiss, brech ihr das Herz und ich brech dir dein Genick."
Dann schloss er Sie hinter sich und ging den Gang weiter, das Ziel seiner übermüdeten Reise. Langsam öffnete er die Tür, die ein leises quietschen von sich gab und vorsichtig, den Boden genauestens beobachtend, als würde er an Schlangen vorbeischleichen, kam er zum Bett.
Dort lagen Sie, seine Familie. Es war ein Bild, das er sich für den Rest seines Lebens hätte ansehen können. Seine geliebte Verdania, wie Sie in dem viel zu kleinen Bettchen lag, die Arme um Bastian und Stella geschlungen.
Vorsichtig kniete sich Malachai hin, beugte sich zu der Frau, die er erbarmungslos vom ganzen Herzen liebte, und drückte ihr einen hauchzarten Kuss auf, ohne Sie zu wecken.
Oft stellte er sich die Frage, ob er gut genug für Sie war. Ob er ihr wirklich alles geben konnte, was Sie verdient hätte.
Sie war eine tolle Frau, eine liebevolle Frau...und mehr verständnisvoll, als er es verdient hätte.
Er zweifelte nicht an ihrer Liebe, doch wenn man etwas so begehrt und braucht, so sehr liebt, wie er es tut, ist die Angst, es zu verlieren um immens groß. Einen Umstand, für den er kämpfen, töten...gar sterben würde.
Er lächelte, er brauchte Sie nur so zu sehen, und alles schlimme, alle Angst entweicht aber.
Er zieht noch einmal die Decke hoch und griff nach einer zweiten auf dem Boden, um Sie in dieser kalten Jahreszeit ordentlich zuzudecken.
"Ich werde nie wieder gehen, euch nie wieder lange verlassen. Ihr seit meine Familie, das lang ersehnte Ziel meiner rastlosen Wanderung des Lebens, stetig auf der Suche nach dem Wer und Warum. Es ist mir einerlei, wie die Welt funktioniert, mir egal, warum Dinge geschehen. Solange ich bei euch sein kann und ihr bei mir seit, solange lebe ich und geniesse die Wärme und das Glück, das ich durch euch bekomme. Ich liebe euch."
Dann dreht er sich um, lehnt sich mit dem Rücken an die Wand und mit den Hintern setzt er sich auf den Boden.
Das einst so leere, ruhige Haus war voll mit so vielen, unterschiedlichen Gefühlen und Situationen...und es tat doch gut, am Ende immer bei der zu sein, die ihm am wichtigsten war.
So schloss auch Malachai die Augen, angelehnt an der hölzernen Wand neben dem Bett, wo seine Liebsten ruhig schliefen und er freute sich schon auf den Morgen, wenn die Kleinen wach werden und sich auf ihn stürzen mögen, er die Augen öffnet und Sie mit seiner trüben Sicht sieht...ebenso wie das lächeln dieser Frau, die ihm wieder bewusst werden lässt, wie schön das Leben sein kann. Auch für eben jene Menschen, wie Malachai einer ist.
Verfasst: Dienstag 5. Februar 2013, 09:07
von Gast
Es war ein ganz normaler Tag im Gesellschaftshaus und Verdi freute sich als Sarah im Raum stand. Ihre Lieblingsschwägerin sah so schön aus und so lange hatten sich beide nicht mehr alleine unterhalten. So nahmen sie platz und fingen an wie gewohnt zu plaudern. Bis dahin hatte keiner geglaubt, dass der Abend sich noch so ändern würde. Verdi bediente noch ein Herr, der eine Lederrüstung wünschte und ging danach wieder zurück zu den anderen. Doch im Raum wurde sich schon ordentlich unterhalten und so nahm Verdi wie stets auch ruhig platz. Sie hörte dem Gespräch zu und fragte einige Dinge die ihr unklar erschienen. Auch wunderte sie sich das die Frau, welche gegenüber von ihr saß ihren Namen kannte. So ging es ihr zwar oft aber in diesem Fall kam es ihr schon sehr merkwürdig vor. Es stellte sich heraus, dass es wohl eine alte Freundin von Malachai war. Doch anscheint schien sie etwas überfordert mit den Fragen zu sein und so ging sie mit Malachai vor die Tür. Verdania kam jenes schon etwas merkwürdig vor aber so nahm sie sich einen Tee, welchen sie vorher schon für Sarah und sich gekocht hatte und wartete ab. Kaum überrascht kam Keylon mal wieder vorbei. Diesmal ohne eine Ausrede um die Sarah zu besuchen. Verdi musste ich das schmunzeln schon regelrecht verkneifen. Doch fand sie es schön, dass er sich so viele Sorgen um Sarah machte. Als dann die Tür aufging. Diesmal stand Arsen in der Tür und bei Verdi hoben sich vor Freude die Mundwinkel. Es war so schön ihn zu sehen, auch wenn ihre Gedanken woanders waren, freute sie sich über seinen Besuch. Irgendwann kamen auch die anderen beiden wieder ins Haus. Dort kam ein Wort ins andere. Man sprach über die Kinder.. viel mehr über Malas Tochter. Wie gut er doch als Vater sei. Ja er war gut als Vater und ebenso als Ehemann. Dies musste man ihr nicht sagen. Immerhin war sie schon ewig in diesen Mann verliebt und konnte ihr Glück kaum fassen als er sie zu Frau nahm. Irgendwie kamen sie auf den Schutz von Stella zu reden und auch die Freundin von Malachai erwähnte, sie würde auf sie aufpassen. Verdi runzelte dabei die Stirn und war verwundert, sie kannte ihre Tochter doch gar nicht. Sie macht ihr wohl unverständlich klar, dass es ihre Familie wäre und auch Verdi ein Mitspracherecht hätte wer auf ihre Tochter aufpasst. Vielleicht vergriff sie sich im Ton, dafür entschuldigte sie sich später noch einmal bei ihr. Doch was Verdi etwas ausstieß war, dass Mala wohl nicht so hinter ihr stand als sie gedacht hatte. Als alle aus dem Haus waren, fingen sie an zu diskutieren. Sie hörte so oft, es sei eine Freundin die ebenso nur auf Stella aufpassen wollte wie die anderen es auch taten. Für Verdi gab es aber einen Unterschied, die anderen kannte sie und vertraute ihnen blind. Diese Frau lernte sie kennen als sie verzweifelt war. Kaum noch leben wollte. Wieder stand Verdi alleine da und dabei wollte sie ihrem Gatten an jenen Abend noch in Ruhe sagen das sie für einige Tage verreisen mag. Den vorherigen Abend genoss sie sehr mit ihren Gatten, als sie auf den Markt in Berchgard waren, dort brachte sie es nicht übers Herz ihm jenes zu sagen. Doch es hatte kaum besser passen können. Sie hatte so langsam keine Kraft mehr. Alles was sie machte oder sagte war falsch. Über ihre verrückten Ideen wurden sich immer Lustig gemacht. Ja vielleicht war es außergewöhnlich, ein Kreuz oder ein Pfeil aus Kuchen zu legen. Aber es sollte auch nur dazu dienen, dass ihre Überraschung schnell zu ihr fand. Doch auch dies wurde nicht wirklich ernst genommen. So beschloss sie auf weitere Überraschungen zu verzichtet. Nie konnte sie etwas richtig machen. So packte sie nun einiges an Essen und Trinken zusammen. Verstaute einige Felle im Rucksack. Es war alles bereit für ihren Ausflug. Doch als es so weit war, am liebsten wäre sie heim geblieben. Ihre Beine wurden ganz weich. Sie hat noch nie außerhalb eines Hauses geschlafen und so ganz alleine ohne Familie. Es tat ihr irgendwo in der Seele weh das alles auch nur für einige Tage zu verlassen. Tag für Tag war sie für alle da, für ihre Kinder, für ihren Gatten und für ihre Leute in der Gesellschaft. Nun brauchte sie zwar eine Auszeit doch so ganz alleine. Schweren Herzens verabschiedete sie sich von Mala und machte sich auf den Weg. Die Kutsche stand schon bereit und brachte sie in die Nähe wohin sie eigentlich wollte. Es war schon mitten in der Nacht und sie irrte zuerst in der Stadt umher bis sie dann den Weg einschlug, der zu ihrem Ort führte. Dichter Wald und Gestrüpp wurde durch die Dunkelheit noch etwas unheimlicher. Doch Verdi brauchte einen Schlafplatz. Sie ging nur zögerlich in den Wald hinein, sie wusste einige Meter weiter, etwas weiter am Ufer müsste ein Häuschen stehen. Dort könnte sie sich erstmals bis zur Morgendämmerung verstecken und etwas schlafen. Sie nahm sich ihre Felle und legte sich jenes über ihren Körper. Ihre blaugrünen Augen beobachteten die Gegend eine ganze Weile und Verdi lief ab und an doch mal eine Träne über die Wange. Genauso wie sie dort saß, genauso fühlte sie sich. Sie tat viel für andere Menschen, half ihnen doch kaum einer scherte sich im ihr Befinden. Es war eine Selbstverständlichkeit das sie Hilfsbereit war, war sie es mal nicht wurden man zugleich unfreundlich. Irgendwann schlossen sich vor Müdigkeit ihre Augen und erst als die Vögelchen fröhlich piepsten, wachte sie auf. Ihre Haare waren sehr durcheinander. Sie suchte in ihrem Beutel eine Bürste, doch diese hatte sie daheim gelassen. Sie hatte wirklich nur an das nötige gedacht. Eine Bürste war für sie täglich so greifbar an ihrem Tisch. So packte sie die Felle wieder ein und ging durch den Wald wieder zurück auf den Weg. Ruhig ging sie den Weg weiter entlang und nach gut 2 Stunden Fußmarsch kam sie an ihrem Ziel an. Da war es, der Ort an dem sie eins so glücklich war. Sie stellte den Rucksack gegen ein umgefallenen Baumstamm und fing schon einmal an ein kleines Lager zu bauen. Sammelte Holzstückchen und einige größere Äste. Nach und nach wurde es schon ein kleines Lager nach Verdis Art. Hätte man jenes gesehen, so hätte man sie sicherlich wieder ausgelacht. Doch ihr gefiel es und so ruhte sie sich aus.
Verfasst: Dienstag 5. Februar 2013, 09:29
von Gast
Das Lager von Verdania
Auf dem Platz war in der Mitte die Feuerstelle und ringsherum waren umgefallenen Baumstämme und Verdi fing an es sich dort etwas gemütlich einzurichten. Auch wenn sie nur ein bis zwei Tage dort bleiben mag so wollte es schon gemütlich sein. So machte sie sich wieder auf den Weg in den Wald und holte dort heruntergefallene Äste heraus. Es mussten groß Äste sein die noch etwas dicht verzweigt waren. So schob sie nach und nach gute 20 Stämme heraus und brauchte sie zum Lager. So schaute sich das Lager an. Die Äste mussten noch in die Erde, so grob sie einige Löcher in die Erde und stemmte die Äste hinein. Damit war schon etwas Windschutz da. Etwas ist gut, die Äste hatten keine Blätter an den Zweigen. Doch auch dafür hatte sie eine Lösung, immerhin war sie Schneiderin und hatte immer Stoff bei sich. Dies holte sie aus der Tasche und rollte jenes aus um es einmal um die Äste zu binden. Damit war ein Windschutz schon einmal gebaut. Aber wie sollte sie sich ein Dach über den Kopf bauen. Brauchte sie unbedingt eins. In der Nacht deckt sie sich einfach mit dem Fell zu. So besorgte sie noch etwas Brennholz aus dem Wald und fand dabei noch einen alten Holzstamm und rollte diesen ebenso zum Lager. Es hätte doch ein guter kleiner Tisch sein können. Auch dort legte sie etwas bunten Stoff hinauf und darauf kam ein Krug Wasser und etwas Kuchen. Es wurde schon sehr gemütlich und Verdi konnte sich nun ausruhen. Sie nahm auf dem Holzstamm platz und griff nach einen Buch, in dem sie alles um sich herum vergaß und stundenlang ließ.
Schon nach einigen Stunden verharrte sie in Gedanken an ihre Familie. Noch nie hatte sie ihre Familie so vermisst wie jetzt. Sie hoffte, dass dort alles in Ordnung wäre und etwas komisch wurde ihr bei dem Gedanken ob man sie vermissen würde. Vielleicht war ihre Familie auch besser ohne sie dran. Doch so früh Heim zu gehen wäre falsch. Sie wollte es zu mindestens eine Nacht noch schaffen. So versuchte sie sich abzulenken und ging los um einige Kräuter und Pilze zu suchen. Vielleicht schafft sie es auch einem kleinen Vogel zu erlegen, damit sie etwas zum Abendbrot hätte. Doch so ein Vogel mit einen Pfeil zu durchbohren, fiel ihr schon bei dem Gedanken schwer. So verstrich sie den Gedanken auch gleich wieder. Vielleicht würde sie noch etwas anderes Essbares finden.