Seite 6 von 7
Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 22:25
von Khazkal Deslon
Khazkal verengte die Augen. Unfassbar ! Was hatten diese Weiber nun schon wieder gemacht? Konnten sie sich nicht gegen einige Orken verteidigen? Unglaublich ... und die Narren von der Akademie bauten eine Befestigung, mit der man ganz Lameriast abriegeln konnte, so sie in falsche Hände geriet. Er war von Idioten umgeben !
Dennoch machte er sich Sorgen. Es schienen sich seltsame Dinge zuzutragen. Dinge, die ihm nicht zusagten. So kam er ins Grübeln ...
"LEGIONÄR !", brüllte Khazkal auf einmal los. Der Wachsoldat zu seiner Linken kam näher. "Suche gefälligst jemanden, der den Vereinigungen der Insel etwas überbringen kann. Viridian wäre sicher geeignet, so er sich erholt hat. Es geht um Folgendes. Er soll allen Gemeinschaften, Clans und Institutionen hier auf der Insel mein Wort überbringen. Ich fordere die Bewohner auf sich der Legion Eisenwart im Kampf gegen die wild gewordenen Ungetüme anzuschliessen. Wir wollen mit allem was aufzubringen ist zum Lager der Gefährtinnen schreiten und aufräumen. Ich habe den Orken niemals erlaubt, auf meiner Insel Krieg führen zu dürfen. Ich muss das unterbinden.. nun geht..", mit einer herrischen Geste entliess Khazkal den Legionär.
Verfasst: Freitag 14. März 2008, 00:08
von Xinthra
4. Alles verloren - wirklich alles?
Tajara, wo ist Tajara? Xinthra stellte diese Frage jeder Schwester, die erfolgreich zum Hof fliehen konnte. Niemand wusste eine Antwort. Verschollen, beim Kampf, meinte die eine, gerade noch hinter mir, meinte die andere. Doch nichts traf zu. Tajara war weg. Einfach weg. Genau so, wie in der Frühe des wartenden Tages die Festung weg sein würde. Die Schwestern hatten sich entschieden, sich mit gesammelten Kräften zur Herberge durchzuschlagen. Waldläufer waren unter ihnen, Akademisten, Tiefländer und sogar ein Kämpfer von der Eisenwart schloss sich kurzfristig an. Auf dem Weg weiter, kam ihnen jemand hinterher gelaufen, der von der Eroberung Sturmwinds sprach, auch dass die Palisaden brennen würden. In diesem Moment war klar: Ihre Heimat wäre vernichtet. So lag nun alle Hoffnung auf Lineberg und Orbert.
Die Schlacht um die Herberge verlief schnell, doch im Inneren keine Spur von Lineberg. Erst unter einem Tisch fanden sie seine angenagte Leiche. Tajara verlor beinahe die Fassung, stürmte hinaus, verwunderte Gesichter blickten zu den dreien, die in das Gebäude gerannt waren. Tot! Er ist tot! Das war nicht das Signal. Das war ein Hilferuf!
Allen wurde nun klar, dass sie die Festung der Vernichtung preis gegeben hatten, um eine Leiche zu finden. Doch es sollte noch mehr passieren.
Auf dem Tavernendach hatte sich ein kristallener Drache niedergelassen. Menschen! Ihr habt gestohlen! Nun bezahlt ihr den Preis! Ein Kopfnicken veranlasste einen herbeigerufenen Luftwirbel, auf die Menge zuzutreiben. Er wurde schnell zur Strecke gebracht, Tajara erhob die Stimme. Und während die Menge mit dem Drachen sprach, verbrannte in der Ferne die Festung Sturmwipfel.
Ich habe gehört, sie haben Fenster aus den Kristallen gemacht. Kirchenfenster. hörte Xinthra jemanden hinter sich flüstern. Fenster also.. für eine verfluchte Temorakirche. Sie hatten Lameriast dem Untergang geweiht für ein paar Fenster. Xinthras Wut steigerte sich ins unermeßliche und auch die anderen Anwesenden begannen zu murmeln.
Der Drache, der alle Angebote ausschlug die man ihm unterbreitete, war schließlich fortgeflogen. Und wie zu erwarten war, die Festung verloren, brannte, lichterloh. Hoffentlich ist keine Schwester darin gefangen meinten die fassungslos davor stehenden bevor sie sich abwandten. Die Schwestern begaben sich zu ihrem Hof, einige der Krieger wollten gegen die Wesen in der Festung kämpfen, doch dafür war es zu spät. Während des Kampfes hätte das Holz weiter gebrannt, möglicherweise wäre es sogar eingestürzt, es wäre zur tödlichen Falle geworden. Nach dem Kampf die Feuer löschen zu wollen, ein Ding der Unmöglichkeit. Hoffentlich ist es das wert meinte Ronya im gehen. Oh, wie recht sie doch hatte.
In dieser Nacht konnte Xinthra kaum ein Auge zu tun. Zu groß war die Trauer um den Verlust, zu groß die Angst um ihre Schwester. Alles war verloren.
Verfasst: Freitag 14. März 2008, 09:13
von Ronya Sotan
Zögern.
Sie zögerte wie nie zuvor in ihrem leben, um eine Entscheidung zu treffen.
" Eure Festung brennt " Waren die Ausschlaggebenden Worte.
Ronya blickte sich um.
Dort die Schwestern, unglaublich viele Helfer und Freunde die ihnen beistanden und über dem Bergkamm, die auchsäule die unzweifelhaft vom brennenden Dorf der Gefährtinnen herrühre.
Wie sollte sie sich entscheiden ?
Umkehren und das Dorf retten oder weitermarschieren und die Aufgabe vollenden die für alle Lameriaster zu viel wichtigkeit besaß ?
Nie fiel ihr eine Entscheidung so schwer.
Eine Schwester in die Schlacht senden und sie vielleicht dem sicheren Tod preisgeben war das eine und sofern es zum wohl aller Schwestern passierte, weniger schwer zu entscheiden.
Zu oft hatte sie diese Entscheidung treffen müssen.
Die enttäuschung und die Wut war umso größer als am ende der ganze marsch umsonst war, als ihr gewahr wurde das der Verlust der Festung völlig sinnlos war.
Ronya hasste sinnlose Dinge, für sie mussten die Dinge immer einen Sinn ergeben.
Dann noch diese dämlichen Sprüche irgendwelcher Kerle aus dem Hintergrund die respektlos über die Schwestern sprachen die hier grade ihr leben anboten um die Insel zu retten.
Sie kochte vor Wut.
Noch ein wort mehr und dieser Kerl würde neben den toten Drachlingen liegen, ganz gleich welche Konsequenzen das hätte.
Zum Glück beruhigte er sich irgendwann und man trat den Rückweg an.
Schaulustige standen um der Festung herum und betrachteten das Feuer, das die Festung völlig eingeschlossen hatte.
Niedergeschlagen hörte sie gar nicht hin was die leute um sie herum sprachen.
Begriffen sie das denn nicht ?
Hier brannte ihr zuhause und diese einfältigen Leute haten nichts besseres zu tun als ihr irgendwelche fragen und angebote zu unterbreiten.
Sicher jeden Tag brennt das zuhause der Kriegerinnen, ist ja ganz normal wieso nicht auch gleich ein stück fleisch in der glut rösten, dachte sie bei sich.
" Wir können nichts tun Schwestern ! " meinte sie zu ihren Gefährtinnen.
Wir gehen nach Neuhaven und ruhen uns aus.
Einige wollten das Dorf stürmen, mitten in die Flammen laufen ohne zu wissen was sich im Dorf befand, obwohl man die Schreie der Drachlinge und anderer Bestien aus dem knistern der Flammen heraus hören konnte.
" Wir helfen Euch " meinte ein anderer Fremder, " Wir stürmen die Festung"
" Diese Festung wurde als Verteidgungsposten gebaut " Erwiederte Xinthra und auch Ronya.
" Selbst wir die wir sie kennen, wissen nicht wie wir sie angreifen sollten, schon gar nicht jetzt wo sie brennt."
Die Schwestern sahen das ein, die Fremden schüttelten den Kopf verständnislos.
" Wir warten bis die Palisaden runtergebrannt sind und greifne DANN an.
Doch jetzt lasst uns ausruhen und zum Rückzugsort zu den anderen Schwestern eilen."
Verfasst: Freitag 14. März 2008, 14:18
von Thoran Wynther
Lange schon sass er inm Unterrichtsraum der Akademie und ging die Bücherregale ab ohne Erfolg. Aber irgendwo müsste doch etwas zu finden sein. Eine Spur ... irgendwas.
Warum nur konnte es nicht einfach mit dem Schwert zu lösen sein? Einfach rein dem Wächter die Klinge auf die Brust setzen und fertig. Und nun jagten sie ein Phantom und hatten einfach keine Zeit dafür. Dabei sollte er eigentlich schon auf der Insel sein dafür waren sie mit so vielen zur Taverne gezogen. Aber die Gefährtinnen fanden nicht was sie gesucht haben. Der eine den sie suchten war tot und der andere nicht da. Ihre Feste brannte und alles schien verloren als mit grossen Schwingen, fast nicht zu bemerken da zum Teil unsichtbar, ein Drache auf dem Dach der Taverne landete. Sich das Schauspiel ein wenig anschauend und um dann mit ihnen zu sprechen. Wieder ging es um die Schätze des Berges, um Diebe und um den Bergherren.
Doch statt auf das zu hören was der Drache zu sagen hatte und ihm zuzuhören begannen sie sich mit Opfern gegenseitig zu übertreffen, ihr Leben anzubieten als Rettung der Insel. Als ob ein kümmerliches Leben IHN interessieren würde. Er war bereit alle die nicht gehen wollten umzubringen was machte es dann schon wenn sich einer freiwilliog hingab. Voller Unverständniss schüttelte er den Kopf und da ihm sonst keiner zuhören würde wandte er sich an Arsen. Wir müssen ihm zurückbringen was er verlangt. Wir müssen finden was er sucht und es ihm bringen. Arsen hatte seine Worte vernommen und auch jemand anders, so blickte er als er wieder hinaufschaute direkt in die türkisen Augen des Drachen. Und wenige Augenblicke später breiteten sich Kopfschmerzen in seinem Kopf aus und er hörte wieder eine Stimme.
Ich werde dich und Sie in Kuerze holen. Dann könnt ihr hören und fragen.
Als die Stimme seinen Kopf wieder verliess wäre er am liebsten in einem Mauseloch verschwunden. Warum wollte er mit ihm reden? Was konnte er schon dazu? Es war doch offensichtlich das er etwas wollte? Und vielleicht würden sie von ihm erfahren was. Langsam kam wieder Zuversicht in sein Herz und er hob den Blick wieder an den Gefährtinnen entlangblickend bis er bei Tajara ankam. Sie zuckte zusammen und der Drache fixierte sie mit dem Blick. Sie war es und er blickte sie einen Moment an bis sich ihre Blicke trafen. In dem Moment wussten beide dass sie zusammengehen würden müssen.
Aber ihre Schwestern schienen immer noch nicht begriffen zu haben. Es ist alles verloren wurde hier gejammert und auf der anderen Seite wollten sie auf den Drachen schiessen und keiner sah was hier eben passierte.
Plötzlich konnte er nicht mehr an sich halten und schnauzte irgendeine der Gefährtinnen vor sich an, worauf sich Ronya plötzlich vor ihm aufbaute und anschrie wie er es wagenb könne eine der Schwestern Nyames zu beleidigen. Oh sie hatten nichts von ihrer Arroganz verloren die ihn einmal so distanziert hatte werden lassen. So freundlich sie in den letzten Tagen alle geworden waren zeigte es doch einfach dass sich hier jemand für etwas besseres hielt. Ruhig stand er vor ihr und teilte ihr lediglich in einem Satz mit dass es anderes gäbe dass er zu fürchten hätte als sie. Danach liess er sich von Arsen davon ziehen und sie begannen den Rückweg auf dem Tajara ihn einholte.
In dem Moment erkannte er dass sie verstanden hatte was dort auf sie wartete eine Chance zum weiterkommen oder zum Scheitern und er ging nun mit mehr Zuversicht wieder weiter. Noch an den Erdhöhlen vorbei und dann nach Hause an mehr dachte er nicht mehr und der Kampf an den Erdhöhlen war willkommmen um den Kopf nochmal freizubekommen. Erschöpft an einer Felswand lehnend, holte er eine Phiole aus der Gürteltasche und wollte grad den Heiltrank trinken als sich das Grün des Grases mit schwartz verschmischte und er plötzlich in völliger Dunkelheit stand. Tajaras Stimme hinter ihm rief seinen Namen und als sich die Augen langsam an das Dunkel gewöhnten sah er sich langsam um.
Sie standen in einer kleinen Höhle in der Mitte von schummerigem roten Licht eben ein wenig erhellt. Unter diesem Licht lag der grosse durchsichtige Drache, den Kopf auf die verschränkten Vorderpfoten gebettet sah er sie fast belustigt an. Tajara begann zu sprechen und er fügte noch einige Worte an eher der Drache das erste mal grollte. Ja sie wollten hören und so verstummten beide und hörtem dem Drachen ruhig zu wie er vom Wesen der Insel, von seiner Geschichte und dem Bergherren. Sie erfuhren um das Wesen und die Aufgabe von El´amyr´iast und die des Pfandhüters. Vieles verstand er nun aber der Drache redete auch in vielen Rätseln, wohl in ihren Köpfen nach den richtigen Worten suchend. Er fragte nach dem Wort für das was unsere Augen blau, grün, farbig macht, sprach davon dass wir nicht wüssten was wir nahmen wenn wir Knochen und Augen der Insel nähmen. Und immer dann wenn er gleubte zu wissen wovon der Drache sprach wurde er unsanft wieder zu Boden gebracht.
Aber sie wussten nun was das ganze ausgelöst hatte und da hatte Arsen recht. Vielleicht starben wir im Namen Temoras für ein paar farbige Kirchenfenster. Aber wir konnten sie ihm nicht zurückbringen. Die gestohlenen Mineralien waren für den Berg wie Blut. Es war weg und es konnte nicht zurückgegeben werden. Aber es gab etwas dass sie suchen konnten. Es gab noch einen Schimmer an Hoffnung aber nicht hier. Wütend warf er das Buch durch den halben Raum. Das Wesen des Berges von Drakalon Trim und es handelte von Erzen, Metallen und Edelsteinen. Kein Wort von El´amyr´iast oder dem Pfandwächter. Hier kam er nicht weiter so setzte er verschiedene Schreiben auf um Zugang zu verschiedenen Bibliotheken zu erlangen. Diese trug er dann aufs Schiff um sich in Bajard botenjungen zu suchen und sich danach in die Bibliothek von Bajard zu setzen. Irgendwo musste dieser Kerl doch mal erwähnt worden sein.
Verfasst: Freitag 14. März 2008, 18:11
von Tajara Nair
Fassungslos stand die junge Schützin vor der brennenden Festung Sturmwipfel. Es war ein schrecklicher Anblick, der sich ihr Bot. Dass ihre Sachen, die in ihrem Haus vor der Festung lagen noch sicher waren und dieses sogar verschont blieb war kein Trost. Tajara hoffte nur, dass alle Schwestern lebend fliehen konnten. Alle Hoffnung war zerstört - für diesen Moment.
Wie lange Tajara weg war konnte sie nicht sagen. es war tiefe Nacht und das Gespräch mit dem Drachen konnte ihr etwas einräumen, eine Waffenruhe, Friede für eine Woche, in der sie ihre Aufgabe erfüllen konnten, Thoran und Tajara mussten handeln. Denn das Schicksal von so vielem stand auf dem Spiel und Tajaras Leben wäre das erste, das vergehen würde, wenn sie das Versprechen nicht einlösen konnte.
Sie musste ihren Schwestern davon berichten. Es ging nicht anders als den Preis zu zahlen, den sie festgelegt hatten. Es ging um so viel und Tajara hatte schreckliche Angst um das Leben ihrer Schwestern. Was konnte man denn noch tun? Was sollte man tun? Sie konnte ja sogar den Zorn des Berges verstehen. Aber nicht sie war daran schuld. Und dennoch nahm sie die Last auf sich - denn sonst tat es keiner. Und wenn es keiner tat würden alle in ihrem Übermut den Tod finden.
Hier war der Punkt, der notwendig war, um etwas zu erreichen - es musste geschehen.
Verfasst: Samstag 15. März 2008, 14:26
von Rowing Mandelbuche
*In allen Geheimen Treffpunkten der Waldläufer liegen dieses Pergament aus*
Eluivs Segen und Meine Grüße an euch meine Freunde.
Ich benötige euer aller Hilfe, da große Gefahr einer Insel Namens Lameriast droht.
Gesucht wird ein Mann Namens Orbert, er hat vor etwas mehr als einen halben Mond diese Insel verlassen. In seinem Reisegebeck befindet sich ein Pfand des Friedens. ER muss lebend mit diesem Pfand nach Lameriast gebracht werden. Ich vertraue auf euch haltet die Augen und Ohren offen. Informationen zu Orbert können an die Gefährtinnen des Waldes auf Lameriast gebracht werden. Ich selber werde in nicht ganz zwei Tagen mit einigen anderen die umliegenden Inseln absuchen. Hier eine Zeichnung von Orbert. In seinem Besitz befindet sich ein Stab ähnlich dem eines Magiers oder Geweihten, als Zierde trägt dieser Stab einen blauen Kristall.
[img]http://i32.tinypic.com/2cr4mmx.jpg[/img]
Bevor ich es noch Vergesse, der Bergherr von Lameriast hat eine 7 tätigen Waffenstillstand mit den Inselbewohnern ausgemacht. Erklärt bitte Wolf das er seine Jagdausflüge bitte unterlassen soll.
Bitte reicht und erzählt diese Botschaft auch an unsere wandernde Freunde und des Lesens nicht mächtige Gefährten weiter. Auch möchte ich euch Bitten nichts davon nach Außen dringen zu Lassen.
Rowing (darunter ein Grüner Fuchs)
Verfasst: Samstag 15. März 2008, 15:14
von Rowing Mandelbuche
Er war es ja gewohnt wann immer er die Gefährtinnen besuchte, roch er bereits am Steg von Lameriast schon die Problehme, Streitigkeiten und Ärgernisse, aber damit hat er nicht gerechnet. Als eine Auseinadersetzung mit fragwürdigen Nachbarn war das nicht mehr zu bezeichnen, es war eher ein ausgewachsener Krieg. Je länger es anhielt um so mehr erfuhren Sie was genau der Grund für dieses sinnlose blutige Spiel war. Das übliche halt wieder, die Gier und der Verrat gepaart mit der Feigheit eines Menschen, aber auch verlorenes unbekanntes Wissen. Wir Alle waren schuldig und doch unschuldig zu gleich, es ist egal die zeit läuft weiter. Veruna wird die Kristalle sicher nicht hergeben, warum auch, ist ja nicht ihre Insel. Na ja zum Glück gab es noch einen anderen weg zwar gefährlicher aber egal.
*im Haus des Bauernhofes der Gefährtinnen*
„Kümmert ihr euch um eure ruhe sammelt Kräfte. Ich mache die Ausrüstung fertig für die suche, wann soll uns das Schiff abholen Tajar? Am 16. dieses Mondlaufes.“
Sogleich machte er sich auf den Rückweg, die Truhen der Gefährtinnen waren lehr, ausgebrannt waren Sie kaum mehr als das was Sie bei sich hatten, am Körber trugen.
Angekommen hinterlies er die Zettel für die Waldläufer, und machte sich daran die Ausrüstung für diese Suche zusammen zu tragen.
Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 13:16
von Selina Talmar
Diebe! Du hast sie entkommen lassen!
Immer wieder halten diese Worte in ihrem Kopf. Sie hatte die Stimme nur in ihrem Kopf gehört, aber nie zuvor hatte sie eine solch eindringliche Stimme vernommen.
Doch war es wirklich wahr?
Die Männer in weiß? War es wirklich die Bruderschaft gewesen? Sie hörte die Stimme der Steinharpie und die Thorans die ganze Nacht in ihrem Kopf, ebenso ließen sie die Augen der Harpyie nicht los.
Ein solches Türkis hatte sie noch nie gesehen. Selbst in ihrer Heimat, wo sie oft Schmuck gestohlen hatte, war nie ein solches Leuchten von den türkisenen Steinen ausgegangen. Sie sahen regelrecht farblos aus gegen diese Augen.
Jedes Mal wenn sie die Augen schloss, sah sie dieses Glühen vor sich. Es war unheimlich und faszinierend zu gleich. Doch umso mehr wuchs die Angst in ihr.
Je mehr sie wusste, desto stärker wurde die Angst. Es war zum Verrückt werden.
An erholsamen Schlaf dachte sie schon lange nicht mehr. Jedes Mal wenn sie die Augen schloss, plagten sie Träume. Sie sah eine die Insel brennen, dann Orkgrimassen dicht vor ihrem Gesicht, sie hatte das Gefühl mitten drin zu sein, eingekesselt und chancenlos. Es waren nicht nur Orks was sie sah. Alle Wesen die sie aus den Höhlen kannten, sah sie über die Insel gehen. Doch seit der Nacht, in der sie die Harpyie sah, sah sie immer wieder diese Augen und die Stimme hallte ununterbrochen in ihrem Kopf.
Zwei Tage nach dem Gespräch mit der Harpyie machten Arsen und Selina sich auf den Weg zur Burg Schwertwacht. Es war ein langer Fußweg und Selina hatte mehr als einmal das Gefühl sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können. Nie im Leben hatte sie sich so kraftlos gefühlt. Sie hatte nach dem aufstehen in den Spiegel gesehen. Sie hatte gesehen, was sie erwartet hatte. Ein bleiches Gesicht mit eingefallenen Wangen und dunklen Schatten unter den Augen. Sie hatte den Spiegel schnell zur Seite gelegt, denn ändern konnte sie eh nichts. Sie strafte einfach die Schultern und ging weiter. Solange sie sich noch aufrecht halten konnte tat sie es. Sie konnte immer schon vorgaukeln, was sie nicht hatte. So konnte sie auch noch vorgaukeln, dass sie noch Kraft hatte. So konnte sie auch erhobenen Hauptes in die Burg gehen, nach dem sie etliche Zeit gewartet draußen gewartet hatten.
Doch das Gespräch verlief alles andere als freundlich. Keiner der beiden gab sich mühe höflich zu sein, das Gespräch verlief kühl und angespannt. Doch immer erfuhren sie weshalb sie sterben sollten auf Lameriast und was die Welle die über die Insel brannte heraufbeschworen hatte.
Kirschenfenster. Die gnädige Göttin sollte ihr Licht durch buntes Kristallglas werfen. Sie konnte es nicht Fassen. Nicht nur das sie die Steine gestohlen hatten, nein sie konnten sie nicht einmal zurück bringen. Es war frustrierend. Für so einen Schwachsinn sollte die Insel untergehen.
Es war zum Verzweifeln und Nevyn verstand nicht einmal den Hintergrund. Er sah sich in seiner verblendeten weiße im Recht.
Es war sinnlos weiter zu reden, so gingen sie wieder. Als sich das Tor der Burg geschlossen hatte, sackte Selina zusammen. Sie hatte keine Kraft mehr und sie wollte nicht mehr.
Denn es war sinnlos, sie konnte nichts mehr vorspielen. Dann begann das Zittern. Obwohl ihr nicht kalt war, zitterte sie am ganzen Körper. Arsen nahm sie wortlos auf die Arme und ging weiter. Als sie sich wieder etwas beruhigt hatte setzte er sie ab und sie beeilten sich wieder nach Lameriast zu kommen. Der gefangene Ork sollte noch abgeholt werden. Und Arsen wollte den Gefährtinnen berichten. So trennten sie sich am Hafen. Doch Selina hatte kein gutes Gefühl dabei. Ungern ließ sie ihn gehen.
Die Zeit, die sie warten musste, kam ihr endlos vor, bis Fuad endlich da war. Schnell übergab sie ihm den Ork. Und nach einigen kurzen Erklärungen zur Lage auf der Insel gingen sie wieder und Selina eilte zum Lager der Gefährtinnen. Sie hatte zwar versprochen auf Arsen an der Akademie zu warten, aber sie konnte nicht warten, sie hatte solch grenzenlose Angst um ihn. Schon vom weiten hatte sie den Rauch in der Nase und lief schneller. Dann sah sie es. Feuer. Das ganze Lager brannte lichterloh. Wo war Arsen. Sie lief um das Gelände herum, doch sie sah keine menschliche Seele, nur Leichenteile. Doch in dem zuckendem Licht des Feuers, konnte sie nicht erkennen, wen oder was sie da vor sich hatte. Aus dem Lager hörte sie Laute, die nicht von Menschen kamen, es klang wie Drachen, zumindest wie kleine Drachen. Sie wurde noch blasse im Gesicht und ihre Augen weiteten sich schreck erfüllt. Und wieder zitterte sie am ganzen Körper. Und wieder war ihr nicht kalt, die Hitze des Feuers war deutlich zu spüren. Sie lief den Weg entlang und dann stand jemand vor ihr in blauer Rüstung, sie meinte den Mann zu erkennen, der in der Burg war, als sie zuletzt mit Khazkal gesprochen hatte.
Nachdem sie panisch die Worte herausbrachte: “Das Lager brennt und ich weiß nicht wo mein Gatte ist, er sollte darin sein.” Deutete er den Weg zur Taverne entlang, ihm sei eine Gruppe entgegen gekommen.
“ Nein, das konnte nicht sein”, schoss es ihr durch den Kopf. Sie zitterte stärker und wusste kaum noch was sie tat. Der Mann meinte nur, das sie Laufen müsse um sie zu erreichen er könne sie nicht begleiten, da er in dem Blech was er trug nicht rennen konnte. Es war ihr Egal was sie erwartete, sie rannte los. Erst hinter der nächsten Kurve, kam ein Gedanke der sie anhalten ließ. Sie trug keine Rüstung. Schnell schlüpfte sie in jene und rannte weiter. Vorbei an Kadavern von Harpyien und anderem Getier. Die Angst schnürte ihr die Kehle zu und ließ sie kaum Luft bekommen. Dann sah sie sie. Sie hielt an und keuchte hervor: “ Das Lager brennt”. Sie suchte fieberhaft nach Arsen, sonst kaum jemand wahrnehmend, auch die Antworten, dass sie es wissen, hörte sie nicht. Dann trat Arsen auch schon auf sie zu. Sie zitterte nun so stark, dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnte. Und sie sah die Sorge in Arsens Blick. Sie wollte nur bei ihm sein. Doch er schickte sie zurück. Er wollte sie in Sicherheit wissen, doch sie konnte nicht zurück. Dann trat der, den sie Fuchs nannten, zu den Beiden und drückte Arsen Tränke in die Hand für Selina. Auch er meinte sie solle gehen, aber wie die Entscheidung auch aussähe, sie sollten sich beeilen. Selina blickte Arsen an und Begriff. Sie konnte nicht bleiben. Er versuchte ihr zu sagen, dass wenn sie nicht zurückkämen, sie Neuhaven retten sollte. Aber das war es nicht, was sie zum einlenken bewegte. Neuhaven war ihr egal, wenn er nicht zurückkam. Doch sie Begriff, dass er sie in Sicherheit wissen wollte, ohne dass er auf sie achten musste, er musste frei sein um ungehindert handeln zu können und seine Sorge um sie hinderte ihn daran. So nahm sie die Tränke und drehte sich um. Weinend und zittern, rannte sie zurück, nur kurz kam ihr der Gedanke zu folgen, doch das Begreifen, was sich in wenigen Augenblicken in ihre Ausgebreitet hatte trieb sie voran. Sie hatte keine Zeit. Denn der Rückweg würde abgeschnitten werden. Je länger sie verweilte, desto geringer war ihre Chance zu entkommen und das wusste sie wie auch Arsen und dieser Fuchs. Kurz Blickte sie auf die Tränke. Und sie wusste, sie musste sich beeilen. Die Tränke würden sie für einen kurzen Moment unsichtbar machen, so sie es brauchte. Und es war höchste Zeit. Harpyien; Orks; Zweiköpfe, Oger und was wusste sie noch, sammelten sich schon wieder. Sie rannte und rannte. Vorbei an dem Feuer, was die Nacht weitsichtbar erhellte, vorbei an untoten Tieren. Sie rannte einfach nur weiter, bis sie die Brücke erreichte. Die Brücke die auf die kleine Insel führte. Erst dann verlangsamte sie ihre Schritte. Sie japste nach Luft. Ihre Rippen schmerzten und sie zitterte immer noch. Am Ende der Brücke sah sie Sarah und setzte sich kurz ans Ufer neben sie. Nur wenige Worte brachte Selina hervor, doch Sarah schien zu verstehen. Sie versuchte ihre Hoffnung zu machen. Doch Selina fühlte sich leer. Sie schleppte sich ins Haus und zog ihre Rüstung aus. Und setzte sich einfach aufs Bett. Tränen rannen ihr über die Wangen und das zittern ebbte nicht ab. Sie blieb einfach so sitzen und wartete auf den Morgen, denn egal was geschah, sie sah es dann.
Sie klammerte sich an die winzige Hoffnung, dass alles nur ein Alptraum war. Doch der Morgen bescherte ihr die Wahrheit und sie brauchte lange um zu verstehen.
Arsen war zurück zwar verletzt, aber er lebte.
Dann folgte eine Erklärung. Doch sie verstand sie nur schwer.
Sie waren bis zur Taverne vorgedrungen, doch der, den sie suchten war tot. An dessen Stelle, sprach ein Drache zu ihnen. Es brachte etwas Licht. Sie konnten die Kristalle nicht zurück bringen, sie waren wie Blut, einmal entnommen, konnte es nicht zurück.
Ganz langsam Begriff sie, während sie Arsen wunden versorgten. Die Kristalle sorgten dafür, dass die Seele der Insel schlief und überwacht wurde das Ganze vom Bergherrn, der einen Wächter eingesetzt hatte um über die Kristalle zu wachen. Der Wächter erstarb vor langer Zeit und übergab das Pfand des Paktes seinem Sohn, der jedoch war verschwunden. Doch was das Pfand war, wussten sie nicht. Sie mussten den Sohn finden und das Pfand. Sieben Tage hatten sie Zeit.
Und sie wussten nicht wo sie suchen sollten. Aber eine winzige Hoffnung regte sich in ihr. Es war noch nicht alles verloren. Es gab Hoffnung. Es gab einen Lichtstrahl, dem sie folgen konnten. Er war zwar blass und kaum sichtbar, aber er war da.
Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 14:22
von Tajara Nair
Der Auftrag war klar, und alles hing davon ab dass jenes Unterfangen gelingen musste - Orbert zu finden, den Pfandwächter oder wenigstens den Pfand nach Lameriast zu bringen, und zwar bevor es zu spät war.
Zwei Tage zuvor fanden Thoran, Arsen, Charlotta und Tajara nichts was von Belang gewesen wäre - nichts das auf den Verbleib von Orbert hinweisen würde. Nichts!
Unsd so war auch noch keine Antwort von Vincent gekommen, ob er endlich ein Schiff fand. Man musste nach Osten segeln, der Insel entgegen, von welcher die Banditen kamen. Dort soll Orbert angeblich sein - und dort würden sie hin müssen.
Die Gruppe war soweit zusammengestellt. Mit Tajara würde Xinthra kommen, ihre gute Seele, ihre bessere Hälfte, die Stimme der Vernunft, und eine große Kriegerin unter Nyames Schwestern.
Thoran von der Akademie. Jener junge Mann, der bereits mit ihr bei dem Drachen war und die beiden konnten reden und soweit alles besprechen. Er war verzweifelt. Und er war es zu recht! Welche Hoffnung, außer das klägliche Bisschen hatten sie denn schon?
Rowing, der Fuchs - der Waldläufer, der so bereitwillig haf wie er nur helfen konnte.
Und somit waren sie zu viert. Vier Menschen, die den letzten Strohhalm suchten, an welchem sich die Insel noch klammern konnte, um Lameriast vor dem Untergang zu retten, die Menschen vor dem sicheren Ende zu bewahren.
heute Abend würden sie aufbrechen. Sie würden ihr Lager zunächst bei den Banditen aufschlagen, auf Vincent und sein Schiff wartend, welches sie davontragen sollte - nach Osten, zu Orbert. Sofern sie es finden würden. Fünf Tage! Fünf verdammte Tage nur. Sie mussten es schaffen. Es blieb ihnen keine andere Wahl.
Proviant war gepackt, die Waffen waren verstaut, sofern sie welche brauchen würden. Nun ging es nur noch darum, erfolgreich zu sein. Und das war das schwierigste Unterfangen
Tajara erinnerte sich nur an eine Prüfung die schwerer war als jene - - nein es waren sogar zwei. Milos Tod und Ronyas Gefangennahme. Schlimme Zeiten ohne Hoffnung. Aber hier - hier gab es sie vielleicht.
Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 14:44
von Thoran Wynther
Eine Spur. Ein Hinweis. Irgendwas.
An der Taverne hatten sie nichts finden können obwohl sie jeden Stein, jedes Schild, jedes Glas angehoben hatten. In den Büchern der Akademie und der öffentlichen Bibliothek hatte er nichts gefunden. Keinem der Kapitäne und Seeleute schien er aufgefallen zu sein und das obwohl er ein mehr als auffälligen Stab dabeihaben musste. Von der Sturmfeste wurde er obwohl er eine Einladung hatte wieder fortgeschickt. Eigene Verletzte waren halt wichtiger als das Schicksal hunderter Siedler. So war er wieder nach Lameriast gegangen und half wieder mit an der Pallisade so dass er wenigstens etwas tun konnte obwohl er den Sinn darin langsam auch nicht mehr sah. Jetzt hing alles von dieser Fahrt in den Osten ab. Zu einer Insel wo er sich aufhalten sollte. Ein letzter Strohhalm ... der letzte Funken Hoffnung ... und die Gebete zur Mutter dass dies endlich von Erfolg gekrönt sein möge.
Verfasst: Montag 17. März 2008, 21:07
von Xinthra
5. Suche nach einem Feigling
Zu viert hatten sie sich eingefunden vor der Bank von Lameriast, einige Meter weg vom Hof der Schwestern, wo sie sich zunächst getroffen hatten um die bislang ahnungslosen Schwestern aufzuklären, was es nun zu tun galt. Ronya hatte den vieren Mut zugesprochen, nicht ohne sie darauf hinzuweisen, welche Verantwortung nun auf ihnen lastete. Großartig, mach uns noch Angst dachte Xinthra, doch sie musste dabei schmunzeln.
Mit vollem Gepäck, Proviant und Decken, alles was man für eine solche Exkursion brauchen könnte hatten sie eingepackt und marschierten dorthin, wo Lineberg Tajara und ihrer Schwester gesagt hatte, dass Orbert dort anlanden sollte. Vincent war benachrichtigt, er sollte die vier dort abholen. Die vier, wie man sie erst dank der letzten Tage so vertraut zusammen sehen sollte. Der Streit mit der Akademie, er war vergessen. Selbst die unfreundlichen Worte des Herrn Wynther wurden dazu verwendet, Scherze zu machen.
Nachdem die überaus ekelhaft stinkenden Leichenteile sowie der madenzerfressene Oger im Meer versenk waren, die Maden im Feuer verbrannt wurden, ließen sich die vier an dem Feuerplatz nieder, sie entzündeten ein Feuer und bereiteten das Fleisch einer Harpie zu, die sich unglücklicherweise zu ihnen verirrt hatte. Die vier sättigten sich am nach Huhn schmeckenden Fleisch, teilten sich in Wachen auf und legten sich dann schlafen, bis auf die Wache.
Nach einer ruhigen Nacht war immer noch kein Schiff eingetroffen. Vincent ließ sich wirklich Zeit. Viel Zeit in der sich Xinthra überlegen könnte, was sie wohl mit Orbert veranstalten würde, sollten sie ihn entdecken.
Verfasst: Montag 17. März 2008, 23:45
von Der Erzähler
"Der Außentrupp ist wieder tot."
So hatte es vor Tagen geheißen, und es war nichts Neues. Frühere Empörung hatte sich in stumpfe Lethargie verwandelt. Trotzdem waren sie immer wieder dorthin gekommen. Mit Lineberg hatten sie Waren ausgetauscht, die sie auf diesem Eiland, einer Art selbst gewählten Exil, eben brauchten.
"Gerimor", "Menek'Ur", zivilisierte Reiche... das waren Träume. Und "Lameriast", die alte Heimat... ein Alptraum.
Der alte Mann zog den löchrigen Umhang enger um die Schultern, während der scharfe Seewind die fettigen Strähnen aus dem Gesicht pustete. Die Gedanken hatten schon längst kein Ziel mehr, eigentlich sah er immer aus, als brütete er über Eluive und die Welt; es war eine stumpfe Maske. Er hatte mal Verantwortung besessen. Er schaute über das, was sie Dorf nannten und brachte nicht mal mehr ein fahles Grinsen zustande. Verantwortung über was? Diese Absurdität war ihm klar geworden, als die Illusion namens "innerer Stolz" ihre Farbe verlor. Farben... verdammtes Türkis. Eine Regung trat in die Miene, als er die Augen verengte.
"Es hat wieder begonnen, wie damals. Wie du erzählt hattest, Orbert."
Das war eine andere Meldung gewesen. Eine Meldung, auf die er Jahre zu warten vorgegeben hatte. Was sein Vater ihm eingeprügelt hatte.
"Steinharpien kreisen über der Insel."
"Mich kriegen sie nicht!", war es ihm durch die Gedanken gefahren, mit einer Wut, einer Lebendigkeit, die er vergessen zu haben glaubte. Eigentlich schien es ihm das einzig wahre Gefühl seit Ewigkeiten - und wenn es nur Ablehnung und Angst war. Wut, Verzweiflung, Schuldbewusstsein, ein Strudel aus Gefühlen. Hatte ihn irgendwann auch nur irgendwer gefragt? Gefragt, ob er das alles wollte? "Es ist alles, was die Insel retten kann, Orbert", hatte sein Vater immer gepredigt. Und die Insel, die er nie wirklich kennengelernt hatte, hatte sie ihn und seine Leute je gerettet? Sie standen in der Schuld - in der Schuld von was?
Haßerfüllt starrte er die morsche Kiste an, in der der Stab in ein staubiges Tuch gewickelt ruhte.
"Es wird Tod geben, wenn wir uns nicht an die Vereinbarung halten, Orbert."
"Wir haben nie etwas anderes als den Tod erfahren, Vater! Jetzt ist nichts anders als in den Jahren zuvor! Außer, daß wir die Bestien sehen können, die uns das Leben aus dem Leib reißen! Das ist Irrsinn! Vor dem Richtblock sollen wir uns demütigen lassen, um das Gefängnis zurückzuerhalten, das wir vorher hatten! Und dieser... VERFLUCHTE Berg wird immer wieder über uns herfallen! Wofür katzbuckeln?"
"Mich werdet ihr nicht kriegen, ihr dreckigen steinernen Mistviecher", flüsterte er heiser und starrte auf den dünnen dunkelgrauen Streifen am Horizont, der das große Lameriast sein sollte. Und ihm, ihm war bestimmt worden, sich mit der Insel selber zu messen... er spie aus. "Ich will das alles nicht mehr", hämmerte es in seinem Schädel. Seit Tagen nun plagten ihn jede Nacht Träume, die ihn schweißgebadet aufwachen ließen. "Ich muß diesen Stab loswerden."
Daß es nichts half, ihn ins Meer zu werfen, wusste er schon längst. Zwei tage später lag er wieder an den Strand gespült und leuchtete so abartig, zwng alles in seinen Bann... was andere immer beteuerten, wie wunderschön der Stein sei, konnte er nicht nachvollziehen.
"Ich muß ihn loswerden."
Ob es helfen würde, auf Lameriast anzulanden, weit weg vom Berg, und den Stab einfach irgendwo hin zu werfen? "Soll der Bergherr doch rauskommen und ihn sich holen. Von den Steinharpien apportieren lassen. Ich will ihn endlich loswerden!"
Verfasst: Dienstag 18. März 2008, 07:14
von Tajara Nair
"Heute Abend brechen wir auf", erläuterte die Schützin bei dem Gespräch, nachdem sie die Schwestern aufklären konnten, was nun Sache war. Sie waren alle da, Fuchs, Thoran, Xinthra und sie.
Es war natürlich klar dass Tajara und Thoran gehen würden. Sie hatte der Bergherr angehört, und Tajara ließ ihr eigenes Pfand da, nur um sich Zeit zu verschaffen, Zeit die genutzt werden musste und in der nicht länger gewartet werden durfte. Zeit rann ihnen durch die Finger als wäre es ein stetiger Wasserfall, aber sie hatten nur Zeit um die letzte Hoffnung Lameriasts zu finden. Orbert!
Fuchs und Xinthra taten sich ebenfalls hervor und erklärten sich bereit, das Unterfangen mit zu begleiten. Sie nannten sich nun "Pfandgemeinschaft" - es gab wohl keinen passenderen Namen angesichts der Tatsache dass sie ja eigentlich nur eines suchten - ein Pfand. Würden sie Orbert finden, dann würden sie den Schlüssel zu allem finden.
Die erste Nacht lagerten sie im Banditenlager. Sie warteten auf Vincent und sein Schiff, das sie nach Osten bringen sollte. Der aufgehenden Sonne entgegen. Noch jedoch war kein Schiff in Sicht und schwimmen konnten sie schlecht.
"Oh bitte, verfluchte Zeit, vergeh nicht so schnell", dachte Tajara bei sich als sie am Meer stand und gen aufgehender Sonne starrte. Der Wind zerrte an ihrem blauen Haar - die weiße Strähne hob und senkte sich, das Zeichen ihres Pfandes, das sie geben musste um etwas davon zu haben. "Beeile dich Vincent - du ahnst nicht wieviele Leben auf dem Spiel stehen."
Verfasst: Dienstag 18. März 2008, 13:08
von Nevyn Silberhand
Am späten Abend des 17. Lenzings prescht ein verhüllter Reiter vom Steg gen Neuhaven.
Bei sich einen Stapel Schriften tragend, steuert er die Höfe und Häuser der Siedlung an, diese dort verteilend in die Briefkästen.
Das ganze geht in gemächlichem Tempo vonstatten, offenbar hat er keine Eile in seinem Tun.
Später verlässt er die schützende Nähe des Dorfes, um auch die umstehenden mit jenen Schriften zu beglücken.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis es zu einer Reaktion kam...
Verfasst: Freitag 21. März 2008, 17:27
von Der Erzähler
Die Woche vereinbarter "Waffenruhe" war vorbei, und das bislang sichtbare Ergebnis ernüchternd. Eine Insel hatte man gefunden, doch keinen götterverfluchten Feigling namens Orbert.
Die Hälfte des Tages über schien es ruhig... und dann krachte es mehrfach im Berg, als wolle er völlig auseinanderbersten, die Schwärme an Harpien flogen auf, Lawinen rollten die Hänge hinunter. Und dann wieder Stille. Bedrückende Stille, bis erneut die Trommeln einsetzten.
Trommeln? Waren das wirklich Trommeln? Wer sich näher heranwagte, glaubte es eher als Schritte zu identifizieren...