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Verfasst: Samstag 3. Dezember 2005, 19:32
von Erinna Hinrah
Lange noch dachte sie an das Gespräch von Gestern mit Aradan.

Sag mal, weist du wo Falk am 17ten Rabenmond war?


Hatte er sie gefragt. Natuerlich wusste sie es nicht, sie war doch zu der Zeit auf Menek'Ur gewesen.

Daheym? Was ist eygendlich der 17te Rabenmond?

Hatte sie gefragt und Aradan fragte weiter

Du weist also nicht wo Falk da war?

Ney, woher auch? Ich war da mit Mah und Viola und Seymour auf Menek. Mah ging ney so gut und da haben wir gesagt das das warme Wetter vielleicht besser fuer sie wäre eyne Zeytlang. Weyst du Mah ist doch trächtig und da hatte sie Fieber und im Warmen ging es bald ihr wieder besser.

Hatte sie ihm geantwortet. Das Falk an dem Tag vielleicht in Berchgard war, wusste Erinna nun wirklich nicht, fuer sie war klar das er entweder im Lager im Wald war oder in Grimwould. Auch jetzt waren die meisten viel Jagen. Erinna wusste zwar von den Plänen Falks, aber ob er genau an diesem Tag nicht vielleicht auch Jagen war, so wie jetzt? Das wusste die Kleine rein nun wirklich nicht.

Weyst du, jetzt sind ja auch alle Jagen oder schlafen. Seit Isgar tot ist, muessen wir halt alle mehr anpacken. Er war unser Jäger im Clan.

Der Tote den ihr aufgebart hattet, das war also Euer Jäger?

Aye.

Wisst ihr woran er gestorben war?

Ney, wir fanden ihn bey unserer Kutsche, nackt und in seyn eygen Blut.

Nackt? Also wurde er ermordet?

Aye

Wisst ihr denn wer es war? Oder habt ihr Spuren gefunden?

Ney und aye. Eyne Spur von Blut Richtung Varuna Pass fanden wir.

Habt ihr denn eine Vermutung er es war?

Ney. Isgar sagte zu mir das er nach Rahal wollte, also er sagte das er hinter Varuna, durch den Wald hindurch noch weiter nach Westen wollte, und da liegt nunmal nur Rahal.


Also vermutet der Clan das es Rahal war?

Ney, wir vermuten Momentan noch gar nichts. Ich weys ney was Falk im Moment vermutet.

Weyst Du Aradan , das kannst du ruhig alles glauben. bey uns lügt niemand, das wird bestraft bey uns. Wer lügt kriegt die Haare ab und je nachdem wie schwer das Vergehen war kriegt man Stockschläge. Ich hab auch eynmal gelogen und hatte keyne Haare mehr, weyl eyne Lüge eyn Ehrbruch ist und das ist laut unserem Kodex eyne Straftat und wird bestraft.

Das hatte sie noch zu Aradan gesagt und dann wurde nur über alltägliche Dinge gesprochen.

Nachträglich überlegte sie ganz genau, hatte sie zuviel verraten? Hatte sie an irgendeiner Stelle gelogen? Sie wusste es nicht mehr, über die Rüsstungsteile schwieg sie einfach, das war ja dann keine Lüge, es war einfach wie als wenn sie es einfach vergessen hätte. Sie machte sich dennoch Gedanken und verkrümelte sich lieber in Arbeit. Viele hundert tote Äste hackte sie und grub nach Quarzsand. Auf Irmchens Hof half sie, wenn man sie brauchen konnte und auch auf Emmas. Sie hatte Aradan Falks Nachricht in Bezug auf das Waisenhaus ausgerichtet und sobald sie Falk sah sagte sie ihm

Hossa Dah, soll dir von Onkel Aradan und Tante Asteve ihren tiefen Dank aussprechen, Onkel Aradan wird es an Tante Asteve weyterleyten.

Danach sprach sie eine Weile lang mit Falk über die Fragen von Aradan und ihre Antworten und hoffte das sie wirklich nirgends gelogen hatte und ihre Haare behalten durfte.

Verfasst: Montag 5. Dezember 2005, 02:18
von Erinna Hinrah
Langsam durchstreifte sie einsam den Wald, der Schnee rieselte ihr auf den Kopf und sie genoss den kalten Wind.

Sie hatte eine schöne Geschichte mit dem Schachbrett zusammen mit Aradan aufgebaut gehabt und dachte darüber nach. Diesmal hatte sie ein wenig Aradan ausgefragt gehabt in Bezug auf die Berchgarder Gardisten. Erinna wusste das sie nicht mehr fragen sollte, denn sonst würde es auffallen, wenn sie zu oft danach fragen würde, so nahm sie sich vor zukünftig nicht weiter zu fragen, ob Aradan eine Vermutung haette wer es gewesen war, nur wusste er das es Mehrere gewesen war, das hatte Clarissa gesehen.

Irgendwas knatschte unter ihren Stiefel, wie als wenn sie etwas zertreten hatte. Eine Gänsehaut zog sich dabei über ihren Körper, der noch einige Brandwunden aufweiste von dem Funkensturm aus Bajard des Abends.

Als sie an dem Turm entlang ging in dem jetzt Thancred wohnte spürte sie wie sich kalter Schweiss auf ihrer Stirn bildete. Sie hatte die handgrosse Spinne gar nicht gesehen die da am Boden kroch im Wald, irgendwie fühlte sie sich richtig elend. Langsamer als sonst fuetterte sie die Tiere des Clans und verlosch alles Licht.

Unendlich muede auf einmal zog sie sich die Kleidung vom Leib und beachtete dabei nicht den kleinen Einstich der sich durch ihre duennen Sohlen gebort hatte an ihrem Fuss, der von der Spinne hergerührt hatte. Eldendig frierend rollte sie sich zwishen Falk und Cailly. Ihr war egal ob sie diesmal stören würde, sie wollte nur wieder warm werden und schlief fast sofort ein.

Der brennende Mann in Bajard war in ihren Träumen zu sehen und sie klammerte sich im Schlaf an Cailly fest. Mehrmals warf sie sich herum und murmelte zwischendurch etwas von

<<wir muessen ihn wegschaffen>>

und dann wieder etwas von

<<jeh länger wir hier herumdiskutieren um so eher überlebt er das ganze nicht. er muss weg hier!>>

im Schlaf hoerte sie die unemschlichen Schreie des Mannes der in Flammen stand immer wieder und leise Tränen liefen ihre Wangen entlang, sie zitterte im Schlaf am ganzen Leib. Immer wieder drängte sie sich wie schutzsuchend mal an Cailly, mal an Falk.

Verfasst: Montag 5. Dezember 2005, 22:02
von Erinna Hinrah
Der kalte Wind pfiff in ihren Haaren und wie immer genoss sie es richtig. Ihre Stute ging ruhig unter ihr, sie brauchte sie nicht zu lenken, die Stute wusste das es nach Hause ging, aber sie wuste auch das sie nicht zu hetzen brauchte.

Erinna legte den Kopf in den Nacken und betrachtete wärend des Rittes die Sterne. Leichtes Lächeln lag auf ihren rosaroten Lippen und sie dachte an den Tag. Zuerst war sie Holz sammeln gewesen, dann etwas jagen, danach hatte sie kurz Alli getroffen, ein wenig geschlafen und dann nach Bajard geritten.

Dort traf sie auf Falk und Cailly und hatte ein wenig Spass mit ihnen. So einen Kerl nahm sie dann mit zum Clan, der dort arbeiten sollte und dafuer eine Rüsste bekommen sollte, ein Dach über dem Kopf und Essen und Trinken.

Wärend die schwarzen Bäume an ihr vorbeizogen dachte sie an die Feier gestern bei Tim. Es war schön dort gewesen, bis dann das Pferd mit der bewusstlosen Frau daherkam. Gernot und Dila wollten jagen gehen und Erinna wollte mit. Aber wiedermal hiess es dann sie sei zu jung, noch ein Kind.

Wütend stieg sie auf ihre Stute und ritt nach Hause ohne auf wiedersehen zu sagen. Sie wurde bald schoin 15 und trotzdem behandelten diese Städter sie noch immer wie ein kleines Baby, es machte sie schierr wahnsinnig. Yashi durfte bestimmt schon mehr als sie selber. Sie gönntes es der gleichaltrigen Freundin, auch wenn sie keinen Kontakt mehr hatten.

Yashi wohnte nicht mehr bei ihrer Mutter, sie wohnte mit einer Freundin zusammen in einem eigenen Haus. Erinna wohnte im Clan, schlief dort irgendwo und fühlte sich wohl. Sie wusste das sie gegenüber Yashi einen Vorteil hatte. Sie konnte noch viel länger richtig lernen und genoss noch viel länger den Schutz von Eltern.

Dennoch war sie etwas neidisch auf Yashi und auch die Art wie Yashi das letztemal auf Menek mit ihr gesprochen hatten, schien die zwei zu entzweien. Yashi war genauso alt wie Erinna, nagut einige Wochen älter, aber benahm sich am letzten Tag, den Erinna auf Menek verbracht hatte wie eine alte Frau die ein Kind zurechtwies und so etwas hasste Erinna mehr noch als die Pest. Freunde wiesen sich nicht zurecht untereinander, als wenn einer etwas besseres wäre als der andere.

Wieder erschien ihr das Bild der halb verbrannten Frau auf dem Pferd vor ihren Augen. Sie wollte weglaufe, schreiend davonrennen wie ein Feigling, dennoch lief sie hinter dem Pferd her und brachte es mit leiser sanfter Stimme zum stehen. Sanft hatte sie in die Zügel gegriffen und das Tier zu Tims und Lauris Haus geführt wo man sich sofort um die Frau gekümmert hatte. Dann wollten Gernot und Dila nach der Ursache fuer die Verbrennungen forschen und Erinna durfte mal wieder nicht mit. Sie war ja nur ein kleines dummes Baby

Bitter und verachtend klangen die Gedanken in Erinnas Kopf. Sie hasste sich manchmal selber, dass sie ausser im clan, fast überall noch als Baby angesehen wurde. Sie wusste das sie sich oft nicht gerade erwachsen benahm, aber dennoch. Manchesmal hatte sie einen kühleren Kopf schon behalten, als so manch Erwachsener, das wusste Erinna nur zu gut. Andere in ihrem Alter wären gestern bei dem Dämon geflohen, haetten geschrien und sich selber in gefahr gebracht.

Erinna war da gewesen, sie hatte die Funken abbekommen, doch strebte sie nur nach einem, den brennenden Mann da wegzuschaffen. Ihre Handinneflächen wiesen Brandblasen auf, weil sie die zu Heisse Rüsstung des Mannes gepackt hatte um ihn zusammen mit anderen Männer fortzutragen. Es war ihr in dem Moment egal gewesen. Die anderen taten erst etwas nachdem sie ihnen zugerufen hatte, sonst wäre der Mann elendig verbrannt gewesen.

Dann hatte sie versucht den Mann zu behandeln, mit einer guten Salbe, aber die blöden Kerle hatten einen Heiler geholt, der sie voellig übergangen war. Sie war ja nur wieder ine Kind gewesen, auf das musste ja niemand achten. Knurrend warf sie die Salbe in den Fluss und drehte sich um mit den Worten "Männerarbeit" und war davon gestapft.

Als sie im Clan nach wohl Stunden ankam, gab sie Matheus noch ein Gerbermesser und versorgte dann die Tiere. Sie wusste immer deutlicher wieso sie sich immer weniger in den Städten blicken lies, sondern lieber im Clan blieb und arbeitete. Im Clan nahm man sie wenigstens fuer voll und behandelte sie nicht wie ein Kind.

Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2005, 04:41
von Erinna Hinrah
Müde rollte sie sich nahe Berchgard an die Felsen, den Bogen in der Hand. Falks Worte zu Shaja klangen in Ohren nach

"richtigen schuetzen"

Was war sie dann? Eine falsche Schuetzin? Es hatte ihr wehgetan. Sie mühte sich so sehr ab im Clan, sie versuchte überall zu sein wo man sie brauchte. Shaja war sehr selten im Clan und nur weil die einen Kompositbogen führen konnte, war sie mehr richtiger eine Scheutzin als Erinna?

Wie besessen hatte sie die halbe Nacht die Zweiköpfe, Trolle, Untoten, Orken und anderes Viehzeug mit ihrem Bogen und ihrer Keule bearbeitet. Wenn sie einmal genauso gut wie Shaja war, würde sie erst zum Clan zurückkommen und Falk einen Bogen vor die Füsse werfen und ihm sagen das sie genauso gut war und genauso richtig eine Scheutzin wie Shaja, die selten da war, mit Wölfen spielte und und und...

Sie dachte daran was sie die letzten Tage alles gemacht hatte. Sie war jetzt voll aufgenommen im Clan, sie wusste eigendlich wo ihr Platz war und doch diese zwei Worte an Shaja taten ihr sehr weh und sie fühlte sich noch mehr wie ein nutzlöses Gör als sie es eh schon tat.

Eisig pfiff der Wind um sie herum und doch schlief sie irgendwann ein, mehr aus Erschöpfung.

Verfasst: Donnerstag 8. Dezember 2005, 02:11
von Erinna Hinrah
Lange nach dem Erlebniss hatten Falk und Erinna gesprochen gehabt.

Dann kam der Tag heute und er war soo wundervoll, dass Erinna seelig noch lange an die Decke starrte, den kleinen Seymour fest im Arm, in der Wohnung von Cailly und Falk. Sie genoss die Nähe des Kleinen, Caillys Nähe neben sich und das leise Schnarchen von Falk neben Cailly.

Das weiche Fell streichelte ihren nackten Körper und sie gluckste kaum hoerbar lachend. Heute hatte sie soviel gelacht, kein Funken von Wut oder Zorn war dagewesen. Naja doch einmal.

Sie waren Jagen gewesen, Cailly, Falk , Erik und Erinna. Irgendwann packte Falk mal wieder der Blutrausch und Erinna schaffte es nicht rechtzeitig beiseite zu springen. Die mächtige Nordmannsklinge traf sie recht hart am Arm. Das gute Leder riss an der stelle ein und die Klinge schnitt in ihren Arm.

Wütend hatte sie auf ihn geschossen, um ihn irgendwie durch Schmerz zu erinnern wo er war ud was er tat. Dann erst spürte sie den Schmerz im Arm und war nicht mehr fähig ihren Bogen zu spannen und tapste knurrend nach Hause.

Dort war dann der kleine Seymour, vorher traf man noch in Berchgard zusammen und irgendwas war da dann mit Clarissa, die mit Beschuldigungen, wie richtig sie auch waren, war egal, um sich. Sie hatte keine Beweise, sie sagte nur der Clan haette die Schuetzen, die Krieger und Magie um solch eine Bluttat zu machen und einfach der Clan wäre es und sonst niemand.

Aber der kleine Seymour, mit seinem wundervollen hellen Kinderlachen liess die grauen Wolken über ihr schnell wegziehen und sie genoss seine Nähe einfach nur. Kurz wurde auch von Wolf gesprochen und Traditionen des Clans.

Lange sehr lange starrte sie einfach zur Decke und lauschte dem Atem aller drei. Es tat ihr einfach nur gut und sie fühlte sich wie in einer Familie, die sie früher nie hatte, sich aber sehnlich gewünscht hatte.

Langsam fieheln ihr die Augen zu, als die ersten Vögel anfingen zu trällern.

-Sturm zog auf, der Wind zerrte an ihrem Haar, die Kleidung zerrissen, kaum mehr Schutz gegen das Wetter bietend. Irgendetwas helles stürmte auf sie zu, dann nur wildes knurren
-das Gesichtchen von Seymour tauchte auf und sein suesses sanftes kindliches Lächeln
edina lib
-leises helles Kinderlachen, fröhliches Falklachen, verträumte Caillyblicke.
-alles Böse weicht ,nur ein Schatten dessen bleibt, zwischen wolfsknurren immer wieder kinderlachen


Tränen ronnen ihr im Schlaf über die Wangen, gemischt von leisem Lachen. Ihr Traum war durcheinander, mal glaubte sie keine Luft mehr zu bekommen, mal fühlte sie sich als schwebe sie, dann sah sie sich mit dem Kleinen Seymour im Arm. Es schien als würde dieses Gefühl der wirklichen Familie, zumindes in diesem Schlaf die Alpträume immer mehr beiseiteschieben, bis im tränennassen Gesicht nur ein sanftes glückliches Lachen lag. Die ägnstlich verzogene Stirn sich glättete und die steife haltung sich langsam entspannte. Gegen Mittag erst schlief sie dann voellig entspannt und ruhig, vor sich hin lächelnd.

Verfasst: Donnerstag 8. Dezember 2005, 03:02
von Seymour
Schnell war Seymour heute eingeschlafen, lag er doch eng in Erinnas Armen gekuschelt in den Fellen von Falk und Caillean.
Kurz bevor er einschlief, huschte ein kindliches lächeln über seine Wangen, so hörte man ihn noch murmeln Edina lib.
Viel war geschehen seit dem er seine Eltern im Wald verloren hatte, wurde er doch von Caillean und Erinna im Wald aufgefunden.
Seit dem verweilte er im Grimwould, er fühlte sich dort wohl. Er hatte liebe Menschen getroffen, die ihm sehr lieb wurden.
An erster Stelle wohl Erinna
Edina wie er sie liebevoll kindlich nannte.
Aber auch waren dort Luciana und Erik die sich um ihn sorgten. So schnitze Erik ihm kleine Bauklötze mit denen er seit dem jeden Tag ausgiebig spielt. So baute er mit Eifer immer Grimwould nach und hatte dabei sichtlich Spaß. Auch hatte Alliii hat er in der Zeit sehr lieb gewonnen.

Aber auch Falk und Caillean hatten es ihm sichtlich angetan, erst heute hatte Falk mit ihm Hoppe hoppe Reiter gespielt dabei hatte er sichtlich Spaß und lachte viel. Auf dem Weg nach Hause durfte er sogar auf den Schultern von Falk und Caillean sitzen um nicht durch das Schneetreiben laufen zu müssen. Er mochte die beiden wahrlich und hat sie in sein Herz geschlossen. So sagte er noch am Abend zu Falk das er lieb sei, doch Falk meinte das er nicht lieb sei, doch für Seymour stand fest das sowohl Falk als auch Caillean sehr lieb sind.

Verfasst: Donnerstag 8. Dezember 2005, 05:36
von Caillean Hinrah
Wie warm und kuschelig die Felle heute waren. Umgeben von warmen, nackten Leibern. Die Naehe und Waerme geniessend. Keiner stoerte sich an der Nacktheit des anderen. Sie waren eine Familie. Da zaehlte das Geschlecht nicht.

Fuer Cailly kein Problem. Doch Falk und Erinna wuerden nie die junge frau oder den Mann ineinander sehen. Nicht auf einer koerperlichen Ebene.
Dafuer fuehlten die zwei sich zu unwohl nackt nebeneinander.
Cailly war deshalb wie ein puffer... und so schliefen sie wenn alle nackt waren immer auf die gleiche Art und Weise. Falk am naechsten zur Tuer - unwahrscheinlich dass Gefahr in Form eines Schwertes oder Waffe aus Fenster hineinkommt - eng an Cailly geschmiegt die Erinna im Arm hielt.

Heute hatte sich wie durch die Hand der Herrin die Schlafordnung geaendert.

Falk, Cailly, Erinna und der kleine Racker Seymour, den Erinna mit einer solchen Verzweiflung adoptieren wollte.

Wie alt musste jemand sein, um ein Kind zu adoptieren? Erwachsen? Erinna war manchmal viel zu oft ihrem Alter voraus.. das Erwachsenen Alter bei den Tieflaendern war sechzehn.

Sie vergass manchmal wie alt Erinna in Wirklichkeit war.

Verfasst: Freitag 9. Dezember 2005, 08:56
von Erinna Hinrah
Fuenfzehn

Die fuer sie erstmal magische Zahl war erreicht. Lange strich sie die Nacht fast schon zärtlich über ihre neue Goldkette mit dem blauen Saphir daran. Kahor hatte sie ihr zum Geburtstag geschenkt und sie war überrascht gewesen. Woher nur hatte er es gewusst? Sie hatte sich doch um zewi Wochen verrechnet gehabt.

Manche Menschen, das merkte Erinna immer mehr, sind doch etwas besonderes, obwohl Kahor ein Angure ist.

die kette nehm ich nie wieder ab

Hatte sie zu ihm gesagt, dabei hatten ihre schwarzen Augen gestrahlt. Der ganze Tag war etwas besonderes. Erik hatte Luciana gefragt ob sie ihn heiraten wolle, ihr eigener Geburtstag, der Tag war perfekt. Die Stimmung war ausgelassen. Endlich war sie es. Nach den ganzen harten Wochen, Isgars Tot, die Blutrache, die Tage auf Menek'Ur, jetzt waren sie erstmal fröhlich alle miteinander und das tat gut.

Erinna fühlte sich eigenartig, seitdem fuer sie festand, das sie versuchen würde Seymour zu adoptieren. Sie sah den Tag vor sich, als Falk ihr sagte das sie zu Cailly besser Mah sagen solle, als Ma oder Mama und das Cailly sich freuen würde und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Sie war damals so unendlich glücklich gewesen.

Falk und Erinna hockten auf der Bank und sie lehnte an ihm, dabei kam das Gespräch auf Männer irgendwie. Vorher hatte Falk das Belthaine Fest erklärt und Erinna bekam dabei leicht Angst. Falk hatte gesagt das die Männer, oder war es der verkleiddete Hirsch, sich eine Jungfrau wählten, oder die Partnerin fuer die Belthaine Nacht, sowas wollte Erinna nicht. Es machte ihr auch irgendwie Angst. Und doch hatte es etwas Neues und keck sagte sie

hier gibt es eh keinen mann der mich auswählen würde und den den ich lassen würde der ist eh nicht hier

soso

Meinte Falk und neugierig fragte er wer der Mann denn wäre. Einige Zeit druckste Erinna herum, meinte der junge Mann würde sich bestimmt eh der flaschen Seite zuwenden, und sie erinnerte ihn an Leor und Theor.

Leor ist ein Alatari, weist du das Erinna?


ich hab es mir irgendwie gedacht, weil er so verachtend in der stimme zu mir war, und das sind alle alatar gläubigen menschen, die halten sich fuer besser als die anderen menschen und haben nur verachtung fuer die.
er wollte das ich ihn und theor mal bei einem rundgang in bajard begleite, ich hab zwar zugesagt aber dennoch hat sich alles in mir dagegen gesträubt, und mir standen die nackenhaare hoch, das hab ich nur wenn mir irgendwas sagt das etwas nicht stimmt.


Falk erzählte ihr wie Cailly Erinna damals in der Taverne in Schutz genommen hatte, nachdem Erinna mit Matti gegangen war. Erinna fand es einerseits schoen, aber andererseits ahnte sie tief im Herzen, ohne es wirklich erfassen zu koennen, warum Leor also wollte das Erinna ihn begleitete.

Theor ist vermutlich auch ein Alatari, er weis es vermutlich noch nicht, oder er verbirgt es sehr gut.

Langsam senkte Erinna den Kopf.

jetzt weist du dah, warum ich niemals einen mann will. hier im clan gibt es keinen und da draussen laufen nur die falschen herum.


Ach irgendwann stolperst du schon über den richtigen, vielleicht sogar über einen Tiefländer.

Du weist genau dah, das ein Tiefländer selten bis nie sich einen Menschen aussucht, du bist da eine Ausnahme und du weist auch das die Menschen nicht gerne in den Clan, wir sind ihnen zu barbarisch.

lieber sterbe ich dann doch als alte jungfer.

dachte sie etwas bitter, aber lange kam sie nicht dazu über sowas nachzudenken. Erik und Lu kamen gerade dann in die Taverne des Clans und eröffneten das sie heiraten wollten und Erinna erwähnte das sie fuenfzehn Sommer nun alt war und Kahor legte ihr die feingliedrige Goldkette um den Hals.

Laila sah später nach Erinnas Arm, dem es danach sehr gut ging und sie beschaeftigte sich dann noch etwas mit Seymour, der doch schnell von der ganzen Aufregung muede wurde. Sanft zog Erinna ihn fuer die Nacht um und schaute ihm eine Weile mit sanftem Blick und seeligem Lächeln zu wie er schlief. Alles im Allem war der Tag ein perfekter Tag gewesen.

Lange sass sie im Thingraum auf einem Stuhl, die Knie angezogen und hing ihren Gedanken nach.

Vielleicht würde Theor sich ja nicht zu alatar wenden. Irgendwie hoffte sie es, er hatte sich doch gefreut sie wiederzusehen, oder nicht? Wie gewohnt schlief sie erst ein als die ersten Vögel trällerten. Bevor sie im Land der Träume angelangt war, nahm sie sich vor noch heute Tim aufzusuchen, sie hatte noch etwas zu besorgen.

Verfasst: Samstag 10. Dezember 2005, 12:09
von Erinna Hinrah
Das Fest ihrer Eltern war wundervoll gewesen. Still hatte Erinna den Worten der Schamanin gelauscht und dem Schwur ihrer Eltern.

Sie sah Caillys leuchten der Freude, als sie den Armreif ihr gab und etwas Wärme ströhmte ihr dabei durch ihr Herz. Doch die Worte von Tim gingen ihr ebenso durch den Kopf, den ganzen Abend schon.

Du weist was du da tust Erinna?

Aye wieso?

Dir ist bewusst wie weh du Laurentinne damit tust?

Tim jeder geht irgendwann seinen weg, ich bin dem meinem gefolg.

Warum könnt ihr euch nicht einfach fuer mich freuen, anstatt euch in was weis ich zu verkriechen?

Dachte sie still, irgendwie war ihre Freude am Fest durch Tims worte getrübt, besonders als er die Gravur vor Laurentinne auch noch laut las. Im Grunde war es Tim gewesen der Laurentinne wehgetan hatte, in seinem Eifer kein winziges Stück vor Laurentinne zu verheimlichen. Er wusste doch das es Lauri wehtat und doch sprach er die Worte laut. Dennoch, Erinna war sehr still geworden.

In ihrer Felsnische an dem Berg gerollt dachte sie noch lange nach, als ihr plötzlich etwas einfiehl.

Wo war eigendlich Seymour?

Bei Erik und Luciana konnte er nicht sein, denn beide hatten die Nacht fuer sich, bei Cailly und Falk hatte sie den Knirbs nicht gesehen. Wie von einer Tarantel gestochen sprang Erinna auf. Nur im dünnen Ballkleid wanderte sie suchend umher. Seymour, wo war nur Seymour? Ängstlich zog sich ihr Herz zusammen und sie machte sich bittere Vorwürfe. Sie hatte nur an das Fest gedacht, daran welchen Spass es machen würde, aber an Seymour hatte sie nicht gedacht. Hatte überhaupt jemand an ihn gedacht?

Der Morgen war schon über die Baumwipfeln gewandern, als sie noch immer, langsam in heller Verzweiflung ganz Grimwould auf den Kopf stellte und Seymour suchte. Ihm war doch hoffentlich nichts passiert? Panik durchströmte langsam ihren Körper je länger sie erfolglos suchte. Immer wieder rief sie nach Seymour, es war ihr egal ob sie jemanden weckte, es war ihr wichtiger das der Kleine gefunden wurde. Die eisige Kälte an ihrem Körper bemerkte sie nicht. Eiskalt war ihr Körper, ihre Lippen blau und erschöpft stolperte sie weiter suchend.

Ihrem kleinen durfte einfach nichts passiert sein. Ohne es zu merken begann sie zu weinen. Sie hoerte nicht auf zu rufen. Unter jeden Tisch schaute sie, unter jeden Stuhl. Unter jedes Bett und Fell. Hinter die Theke in der Tavern, in der Küche, im Stall, im Keller, in der Werkstatt. Sie durchwühlte sogar jede Kiste die sie fand. Laut rief sie Seymours namen in den Brunnen und hielt eine Fackel rein. Nichts. Wo immer sie suchte, sie fand ihn nicht. Auf dem Dach konnte er nicht sein. Irgendwann stolperte sie aufgelöst, mit panisch hecktischen Blick zu Cailly und Falk und zerrte ihnen die Felle vom Leib.

Der Mittag brach bereits an und jeder im Clan konnte an ihrem Rufen und den Lärm den sie mitlerweile machte, merken dass sie Seymour suchte.

Verfasst: Samstag 10. Dezember 2005, 15:46
von Seymour
Es war später Nachmittag, als Seymour aus seinem Mittagschlaf erwachte, so hörte er doch lautes Stimmengewirr.
Noch etwas müde rieb er sich die Augen, dann tapste er unter den Fellen hervor und schaute sich um und lauschte den Stimmen, leicht legte er seinen Kopf schief um besser die Stimmen zu unterscheiden.

Ahh da war Erik´s Stimme und auch Luciana´s ebenso wie die von Erinna und Caillean, alle schienen sehr beschäftigt hörte man doch viele Schritte, so stand er nun im Gemach von Falk , Caillean und Erinna.
So nahm er seinen kleinen Umhang den Erinna ihm gestrickt hatte und auch seinen kleinen Beutel mit den Bausteine
die er überall mit hin nahm und tapste zur Türe los, er lehnte sich mit seiner ganzen Kraft dagegen und stemmte seine Füßchen in den Boden, so wie er es immer tat um eine Türe im Grimwould zu öffnen.
Die Türe öffnete sich einen Spalt und er huschte hindurch.

Da war er nun wieder in dem Raum mit den vielen Stühlen und den drei Türen, konnte er sich doch nicht merken aus welcher er gehen musste um zur Treppe nach draußen zu kommen, erst gestern war er in Lailas Zimmer getapst, so wollte es ihm heute nicht wieder passieren.

Ja geradeaus von Falk und Cailleans Zimmer ist Lailas Zimmer dachte der Kleine, nun gut also habe ich noch 2 Türen zur Auswahl, so schaute er mit großen kindlichen Augen von der einen zur anderen Türe
ging erst zu der einen dann zu der anderen um an ihr zu lauschen ob er hören könne wo der Wind hinein pfeift, doch war
er sich nicht sicher so wählte er die linke Tür vom großen Zimmer mit den vielen Stühlen ausgehend. So er lehnte sich mit seiner
ganzen Kraft dagegen und stemmte seine Füßchen in den Boden, wie er es bereits bei der anderen Türe getan hatte, ein Spalt öffnete sich und er tapste hindurch.

Erstaunt schaute er sich um er stand wohl auf einer Art Balkon von dem aus eine lange Treppe weiter hinauf ging. Die Tür viel durch eine Windböe zu.
Erschrocken schaute Seymour zur Türe, war ihm doch bewusst das er sie nicht wieder aufbekommen würde.
So schaute er sich auf dem Balkon um und tapste dann mit seinen kleinen Füßchen langsam die Treppe hinauf. Oh wo war er den nun, erstaunt schaute sich Seymour um, konnte er doch von hier aus den Wald sehen, er blieb immer im sicheren Abstand der Brüstung, hatte Erinna doch geschimpft als er oben auf der Mauer stand und hinunter zum Eingangstor schaute.
Recht windig war es hier oben und der Schnee lag dicht über den Boden, so schaute Seymour fasziniert in den Schneebedeckten Baumspitzen und auf seien Füßchen die kleine Spuren im Schnee hinterließen,
er achtete vielmehr auf seine Füße und war fasziniert davon das man seine Fußschritte sehen konnte als er gegen einen Trainigsdummy lief.

Tut Seymour leit *sagte er und schaute nach oben*

Verwundert schaute er sich den Trainingsdummy an und stupste ihn an, dieser schwang etwas zurück und wieder nach vorne und verpasste den kleinen mit seinen Füßen einen leichten Stoß, so das dieser auf dem Hosenboden landete.

Du ni lib * schaute er verdattert zum Trainingsdummy hoch*

Schnell rappelte er sich wieder auf und lief weiter durch den Schnee auf dem Dach, immer darauf bedacht der Brüstung nicht zu nah zu kommen, es wurde schon dunkel und kaum konnte er die Baumzipfel noch sehen, nur durch den Schnee konnte er sie noch im Wind schwingen sehen.

Jedoch beunruhigte ihn das zunächst nicht, so tapste er weiter durch den Schnee und schien sichtlich Spaß daran zu haben,
als er zu einer Leiter kam schaute er hoch und wunderte sich was das den nun sei, er betrachtete die Leiter und Überlegte, da kamen ihm die Worte seines Vaters ins Gedächnis.

Klein Seymour sagte er, du bist noch zu klein um eine Leiter hinauf zu gehen.

So stand er nun an dieser Leiter und wusste das er nicht hinauf gehen durfte, das tat er auch nicht, sondern lief weiter über das Dach und zog Kreise mit seinen Füßchen im Schnee.
Schließlich kam er wieder zur Treppe und ging vorsichtig hinunter. Als er wieder auf dem Balkon stand und zur Tür schaute, ging er zur Tür und stemmte sich nun auch wieder mit ganzer Kraft dagegen , er stemmte seine Füßchen in den Boden,
der allerdings recht rutschig vom Schnee war, doch er bekam die Türe nicht auf sosehr er auch drückte, es gelang ihm einfach nicht, es verging eine Weile als er bitterlich zu weinen begann.
Erneut schaute er sich auf dem Balkon um aber niemand war zu sehen, so tapste er wieder die Treppe hinauf und landete wieder auf dem Dach , er lief nun langsam weinend durch den Schnee und leise war zu hören das er nach Erinna rief.

Edina, Seymour hir i bin hir

Edina, i müd

Edina , Seymour kald, shnee is kald


Weinend lief er über das Dach doch keine Erinna hörte ihn, er legte sich seinen Umhang um und zog ihn ganz fest um sich und lief fortweg immer weiter übers Dach.
Hatte Erinna nicht gesagt das man im Winter wenn man sich verlaufen hatte, nicht stehen bleiben durfte?

Immer wieder rief Seymour nach Erinna, doch diese hörte ihn nicht. Es waren Stunden vergangen und es wurde bitterlich kalt doch Seymour hörte nicht auf zu laufen, sondern blieb in Bewegung,
er fror am ganzen Körper, trotz der dicken Hosen die mit Kaninchenfell gefüttert war und dem dicken Strickpullover auch sein Umhang war recht dick, dennoch sehnte er sich nach den Fellen
in denen er schlafen konnte, immer wieder fielen ihm die Augen zu. Die ganze Nacht versuchte er in Bewegung zu bleiben, auch wenn ihm die Zähne dabei schlotterten, und die Finger nicht mehr so recht warm werden wollten, er lief weiter.

Die Nacht war vorbei, die Sonne ging langsam auf und es war ein strahlend Blauer eisiger Himmel. Seymour setzte schon fast in Zeitlupe einen Schritt vor den anderen, doch trotz der Erschöpfung und der Müdigkeit, hörte er nicht auf zu laufen, erinnerte er sich doch zu gut an Erinnas Worte, nie aufhören zu laufen, wenn man sich verlaufen hat im Winter.

Die Sonne wanderte immer weiter über den Horizont so war es sicherlich schon Mittag, sein Magen knurrte und er hatte großen Durst, hatte er doch nur sein Beutelchen mit seinen Bauklötzen mitgenommen, nicht aber sein anderes Beutelchen indem noch ein paar Früchte waren.

Bautlotze * schrie er auf einmal plötzlich wieder hellwach auf*

Bautlotze

Schnell schnappte er sich seinen Beutel indem seine Heißgeliebten Bauklötze waren, er tapste mit eiskalten Füßchen über das Dach, stellte sich etwa 1 Meter von der Brüstung entfernt hin und nahm einen seiner Bauklötze.

Leicht zögernd schaute er auf einen der Steine seines Lieblinkspielzeuges, baute er doch so gerne Grimwould nach, doch er wirkte entschlossen für sein Alter und schmieß den Bauklotz so feste wie er konnte, trotz der steifen Glieder weit über die Brüstung hinaus.

Er ging ein paar Schritte weiter an der Brüstung entlang und wieder schmieß er mit all seiner Kraft einen der Bauklötze, so machte er es alle paar Schritte, plötzlich wieherte eines der Pferde wild los, erschrocken fuhr er zusammen, sollte er das Pferd vielleicht getroffen haben?

Tut Seymour leit ni weh tun woln * sagte er leise*

Nachdem er nur noch einen seiner Bauklötze über hatte, hörte er auf seine Bauklötze die Brüstung runter zu schmeißen, hielt seinen schönsten Bauklotz in der Hand und rutschte erschöpft und müde an der Leiter herunter und blieb einfach im Schnee sitzen, ihm war kalt, er hatte Hunger und er wollte einfach nur noch schlafen.

Kurz bevor er einschließ murmelte er noch

Edina lib, Edina lib,
Edina, Seymour kald



Wird er wohl gefunden werden?

Verfasst: Samstag 10. Dezember 2005, 16:01
von Erinna Hinrah
Bauklötze? Bauklötze! Wo kamen die denn her? Verwirrt musterte Erinna heiser vom vielen Rufen den Boden. Bauklötze... aber - Keine Fussspuren! Bauklotze konnten doch nicht fliegen? Eines der Pferde hatte gewiehert aber warum? Neben dem Pferd lag ein Bauklotz.

War Seymour etwa? Ihr Blick huschte nach oben, die Wand entlang. Kurz wurde ihr eiskalt, kälter als es ihr eh schon war. Ungeachtet dessen ob sie jemanden umrennen konnte hetzte sie die Treppe hinauf. Riss die Türen fast aus den Angeln als sie zum Dach stürmte.

Der letzte Ort wo sie den Zwerg jemals vermutet hätte, hatte sie ihm doch vor einiger Zeit erst verboten auf das Dach zu klettern.

Die letzte Türe, Schnee trieb ihr mit dem Wind ins Gesicht. Einige Sekunden brauchte sie, ehe sie die kleine Gestallt am Boden sah. Fast wie eine wahnsinnige zog sie sich ihr dünnes Ballkleid aus, hob Seymour hoch und wickelte ihn in das Kleid. Danach tapste sie Zähneklappernd in die Stube rein und legte Seymour in Caillys und Falks Wohnung an den Kamin. Danach raffte sie Felle herbei, alles was ihrer Meinung nach warm machen konnte und wickelte alles fest um Seymour.

Deine Bauklötze

Murmelte sie leise und nieste. Dann erwischte auch sie langsam die voellige Erschöpfung und fest nahm sie Seymour in den Arm und kringelte sich an ihn am Kamin. Sie zitterte am Leib, trug sie doch ausser ihren Ballsandalen nichts mehr, doch es schien ihr unwichtig. Sobald man versuchte Erinna ohne Seymour wegzutragen wurde sie kurz wach und schaute panisch nach dem Zwerg. Diese Nacht war ein Schock ihres Lebens.

Alles haette sie verkraftet, aber nicht das Seymour oder irgendwem vom Clan etwas passiert wäre.

Verfasst: Samstag 10. Dezember 2005, 16:42
von Erik Forstnam
Am Tag zuvor stand er noch in der Werkstatt.

"Aii.... Bautlötze für Seymour!!! Ganz viiiil.." So oder so ähnlich hatte Seymour ihn nach langer Zeit mal wieder zum Lachen gebracht. Bauklötze... er konnte sich noch genau erinnern, wie auch sein Vater ihm damals in der Werkstatt schöne Spielsachen geschnitzt und geschreinert hatte. Hier ein kleines Pferdchen, auf dem er sogar sitzen konnte, da eine kleine Holzburg mit kleinen Holzfigürchen...

Drei Bauklötze hatte er mit Seymour zusammen schon gemacht, ihm jeden Handgriff gezeigt und sie sorgfältig bearbeitet gehabt. Aber der Abend war spät gewesen und Luciana hatte schon auf ihn gewartet.

So stand er nun den ganzen Nachmittag schon in der Werkstatt. Mit kundigen Handgriffen und einem flotten Liedchen auf den Lippen schnitzte und sägte er dunkle Bretter in die richtige Form und bastelte so eine ganze Reihe aus schmalen Bausteinen, mit denen Seymour wunderbar eine kleine Mauer bauen konnte. Schließlich wollte auch Erik nicht, dass Seymours selbstgebautes Grimwould dem Feind offen stand.

Schließlich hatte er die Steine endlich fertig und die Vorbereitungen für das große Fest am Abend nahmen ihren Lauf. Und mit den Steinen verschwand auch Seymour aus seinem Kopf...

Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2005, 12:06
von Erinna Hinrah
Gegen Abend rappelte sie sich muehsam auf. Seymour legte sie in Falks und Caillys Felle dick eingepackt. Langsam und muehsam zog sich dann Erinna an und trottete zu den Pferde.

Ihr Kopf brummte und wirklich Luft bekam sie nicht, dennoch, mit nur herumliegen ging der Alltag nicht weiter. Schwerfällig zog sie sich auf ihre Stute und ritt Richtung Berchgard.

Dort traf sie auf Aradan mit Saldor und einer fremden jungen Frau die ihr eher wie eine wandelnde Statue vorkam. Dann kam noch Arton hinzu und Erinna hielt sich abseits und hoerte, halb auf ihrer Stute liegend zu.

wisst ihr etwas neues über die pläne des feindes?

Hatte Aradan gefragt. Hier horchte Erinna auf. Feinde von Varuna, konnte doch nur Rahal sein. Pläne? Gab es etwa Konflikte zwischen Rahal und Varuna? Schade das Arton nichts weiter erzählen wollte. So konnte Erinna nur das Falk berichten was sie von sich aus vermutete.

Danach sprach sie noch etwas mit Arton, mit Angelina und entschloss sich dann mit Arton, Mons, Felicia und Louis jagen zu gehen. Sie sah ja selber das in der Dorfkiste nicht viel Gold war. Sie hielt sich wärend der Jagt sehr im Hintergrund und wenn sie mal im Nahkampf war, nutzte sie die Deckung der Krieger.

Lange hielt sie es nicht durch. Zu matt fuehlte sie sich und etwas schmerzte auch ihr Arm vom spannen des Bogens. Nachdem sie ihren Anteil bekommen hatte trennte man sich und langsam ritt Erinna wieder nach Hause um dann wie ein Stein in die Felle zu sinken und hin und wieder niesend einzuschlafen, Seymour fest im Arm haltend und immer wieder nach seiner Stirn zu fühlen.

Sie hoffte, ja betete zu den Ahnen, dass Seymour nicht ernsthaft krank geworden war auf seinem Torun auf dem Dach und ihrer Nachlässigkeit sich um ihn zu kümmern wärend der Feier von Cailly und Falk.

Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2005, 12:41
von Erik Forstnam
Seymour? Die ganze Nacht auf dem kalten Dach?

Erik war verzweifelt. Gerade noch hatte ihm Erinna erzählt, dass sie alle, der gesamte Clan, das kleinste ihrer Mitglieder vergessen hatten. Über 10 Stunden hatte er auf dem eiskalten Dach gesessen und sich durch den Schnee gekämpft. 10 Stunden, und das die ganze Nacht hindurch bis zum Mittag des folgenden Tages, als Erinna ihn entdeckte.

Und wieso? Weil er die Türe nicht mehr aufbekam. Er hatte sich wohl bei den ganzen Türen in dem gewaltigen Haus verirrt und war irgendwie aufs Dach hinaufgekommen. Und dann war die Türe zu, war der Türgriff doch viel zu hoch, um die Tür aufziehen zu können.

Der Türgriff... wofür war Erik eigentlich Schreiner? Man konnte doch sicher einen weiteren Türgriff anbringen, weiter unten, wo Seymour ihn bequem erreichen konnte und die Tür dennoch ohne weiteres aufschwang. Aye, ein Türgriff für Seymour, der musste her.

Eilends setzte sich Erik in die Werkstatt und fertigte eine kleine Kohleskizze an. Wie sollte der Mechanismus aussehen? Er musste irgendwie den Zug des Türgriffs nach oben transportieren. Würde da ein einfaches System aus Holz ausreichen? Er würde es versuchen müssen. Aber dafür brauchte er eine Probetür. Unentwegt bastelte er den ganzen Mittag und auch Nachmittag daran herum. Immer wieder setzte er neue Mechanismen, probierte neue Wege aus, und immer funktionierte es nicht so, wie er wollte.

Einmal hätte Seymour den Griff nach oben ziehen müssen, um die Türe aufzubekommen. Viel zu anstrengend. Ein ander mal ing die Türe zwar so auf, wie Erik das wollte, aber viel zu streng. Der arme Seymour hätte sie doch wieder nicht alleine aufbekommen. Wieder ein ander Mal ging alles glatt, der Griff war leicht nach unten zu drücken, die Tür schwang perfekt auf... etwa zwei-, dreimal, ehe der Mechanismus an der inneren Spannung zerbarst.

Nach Stunden harter Arbeit gelang es ihm schließlich. Es war ein recht einfacher Mechanismus, der einfach die Kraft von unten nach oben übertrug. Wenn Seymour jetzt den unteren Türgriff herunter drückte, wurde auch der obere nach unten gedrückt und man konnte die Türe normal öffnen. Das ging dabei aber kein bisschen strenger, so dass Seymour von nun an einfach die Türen auf und zu machen konnte, wenn er wollte.

Zufrieden legte Erik Kohlestift und Säge beiseite, verstaute Hammer und Feile und legte die letzten Bretter und Nägel wieder zurück. Der Prototyp war fertig. Er würde ihn nur noch Falk zeigen müssen, wenn dieser sich nicht über die neuen Türgriffe wundern sollte.

Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2005, 16:27
von Erinna Hinrah
Langsam, schwerlich wurde sie wach. Ihr Blick huschte sofort zu Seymour. Der kleine Mann von gerade mal knapp drei Jahren schlief noch und leise stand Erinna auf.

Seymours Lippen waren weisslich, fuer Erinna ein Zeichen das der Kleine dringend etwas essen und trinken musste. Lautlos mit brummenden Kopf verliess sie das Zimmer und tapste in die Taverne.

was essen so kleine dinger wie der eigendlich?


Dachte sie vor sich her. Ratlos betrachtete sie das Fleisch und schuettelte dann entschlossen den Kopf.

das wohl eher nicht. aber das hier vielleicht? brot? hmmm milch auf jeden fall, sowas trinken babys. ist der denn noch ein baby? oh himmel, wo war mah wenn man sie brauchte?

Langsam griff sie zu dem Brot und schnitt etwas davon ab, dann nahm sie vom Schinken ein gutes Stück ab und legte es auf die Brotstücke. Hiernach griff sie zu einer Schuessel, kippte Milch dortrein und etwas von dem Winterbrot. Das so widerlich süss schmeckte. Sie wusste aber das kleine Kinder süsses Zeug mochten. Vorsichtig tapste sie mit allem die Treppe hinauf und weckste leise Seymour.

hier iss mein spatz, ich weis du bist muede, aber du musst was essen.

Ruhig schaute sie dem kleinen Mann beim Essen zu und ihre Gedanken schweiften ab zu Theor. Warum in aller Welt dachte sie noch an den Mann. Sie wusste es, er war so zuvorkommend gewesen. Er hatte sie gütig genannt, als sie ihm das Gold fuer neue Kleidung gegeben hatte. Sein Lächeln in seinen augen war das erste was ihr positiv an dem jungen Mann aufgefallen war. Es gab selten Menschen die mit ihrem ganzen Körper lächeln konnten. Theor konnte das und irgendwas sagte ihr das er kein Alatari war, oder zumindes noch nicht.

Lange musterte sie in Gedanken den kleinen Seymour. Von Herzen gerne würde sie ihm Mutter oder Schwester sein. Sie wusste ja selber wie das Leben war, wenn man keinen hatte und sie wusste auch wie gerne Seymour sie hatte. Aber würde ein Mann sie noch wollen, wenn sie ein Kind schon hatte?

nein denk nicht an sowas, der kleine ist wichtiger, er kann nicht wie du selber nach sich sehen und ausserdem bist du eine egoistin wenn du dein glück vor das eines kleinen kindes schiebst

schalt sie sich selber. Sanft strich sie Seymour über die dunklen Locken und genoss die Nähe des Kleinen richtig. Sie dachte an Menek'Ur wo sie auch schon so einen Schreckmoment hatte, als sie ihn mitten in der Wüste fand, nachdem sie ihn gesucht hatte und Panik gehabt hatte, dass irgendein Monster dem Kind etwas angetan hatte.

Sie wollte gerne nochmal mit Theor reden, irgendwie gefiehl er ihr. Aber sie wollte auch nochmal mit Falk reden. Vielleicht konnte er ja Theor mal in den Clan einladen, so das man sehen konnte ob Theor wirklich ein Alatari war, oder ob nur Leor an Alatar glaubte.