Die Wange glüht vor Schamesröte,
Ein Jüngling er hat große Nöte,
Denn seine treue Herrenflöte.
Hat nur noch eine Tonart.
Denn in Bajard, mit seinem Pudel
- fernöstlich Seemann hielt ein Ludel -
Fand wilde Hunde er, ein Rudel,
Das schnappte wild nach seiner Habe
Das unverschämte Hundepack
Riss ihm den Ranzen vom Genack
Wohl ob des süßlichen Geschmack
Biss ihm ein Tier auch in den Bart.
Der Knabe schrie vor Zorn und Schmerz.
"Dir Hund durchbohre ich dein Herz!
Mit meiner Lanze ohne Scherz.
Denn du, du fraßt mein Ei!"
Grübelnd überblickte er sein unbestreitbar bestes Werk bisher, las es wieder und wieder durch, bevor er das Pergament zerknüllte und seufzend in die Ecke warf. Abermals nahm er sich vor, nun aber endgültig das Poetendasein aufzugeben und sich dem zu widmen, wovon er etwas verstand."
Der Lapislazuliotter hat geschrieben:Die Wange glüht vor Schamesröte,
Ein Jüngling er hat große Nöte,
Denn seine treue Herrenflöte.
Hat nur noch eine Tonart.
Denn in Bajard, mit seinem Pudel
- fernöstlich Seemann hielt ein Ludel -
Fand wilde Hunde er, ein Rudel,
Das schnappte wild nach seiner Habe
Das unverschämte Hundepack
Riss ihm den Ranzen vom Genack
Wohl ob des süßlichen Geschmack
Biss ihm ein Tier auch in den Bart.
Der Knabe schrie vor Zorn und Schmerz.
"Dir Hund durchbohre ich dein Herz!
Mit meiner Lanze ohne Scherz.
Denn du, du fraßt mein Ei!"
Grübelnd überblickte er sein unbestreitbar bestes Werk bisher, las es wieder und wieder durch, bevor er das Pergament zerknüllte und seufzend in die Ecke warf. Abermals nahm er sich vor, nun aber endgültig das Poetendasein aufzugeben und sich dem zu widmen, wovon er etwas verstand."
Die Wange
Süß umgeht die Scham den Wart,
Der die Röte aufgebahrt,
In der treuen Hand verwahrt,
Wie's der Stummen Art.
Härte scheint im Wedelwanz,
Sanft rudelt der Hund,
Zacken stehen kaum im Kranz,
Weich rudelt's im Grund!
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Samstag 5. November 2016, 02:21, insgesamt 3-mal geändert.
Dort hinten bei den Weiden, im eingemachten Land!
Durchdriftet kleinste Nischen ein Lufthauch Unverstand,
Der Wind besteigt die Berge, die Ratten stehn am Stück
Den bernsteinfarbnen Miezen schon ketzrisch im Genick!
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Freitag 25. Oktober 2019, 02:24, insgesamt 1-mal geändert.
*Rahelle machte sich eine feine Grube im Laub, denn sie sah die Lichter der Stadt vor sich und träumte von Menschen. Das war seltsam sie für sie - sie hatte schon viele gesehen, was seltsam war: Immerhin gehörte sie ja auch zu den Menschen. Nach Art der Fahrenden pfiff sie sich in den Schlaf*
Richten alle, sich zu fangen,
Sich danach, wohin es fliegt?
Eine Richtung zu empfangen,
Die der Sonne unterliegt?
Und wer richtet, statt zu sehen,
Worin sich das Vöglein wiegt?
Können Hirten dahin gehen,
Wo sich Wolk' an Wölkchen schmiegt?
Jeder Klecks, den es gebar,
Bleibt für alle Zeiten wahr!
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Freitag 25. Oktober 2019, 02:25, insgesamt 4-mal geändert.