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Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2012, 19:50
von Gast
Der zweite Ausflugstag
Am frühen Morgen wachte sie in dem weichen Bett auf, neben ihr lag Malachai und blickte sie verliebt an. Nach einen schönen Guten Morgen Kuss hörten sie auch schon einige kleine Schritte auf sich zu kommen. Bastian stand mit Baz in der Hand an der Bettkante und strahlte sie an. Verdi hob die Decke hoch und Bastian krabbelte zu ihnen ins Bett. So gab es an diesen sonnigen Morgen noch eine kleine Kuschelrunde zu dritt. Von draußen hörte man schon die Leute wie sie hin und her gingen. So zogen sie sich an, das Gesicht wurde mit Wasser aus der Schale gewaschen und dann gingen sie zu dritt nach unten in den Aufenthaltsraum.
Die alte Dame kam auch schon herbei und wünschte ihnen einen Guten Morgen ehe sie die Drei zum Frühstückstisch begleitete. Sie frage jeden wer ein Ei haben möchte und was es zum Trinken sein dürfte. Alle nahmen ein Ei und Malachai, Verdania nahmen einen schönen Tee und Bastian bestand auf sein Erdbeersaft. Nach und nach wurde der Tisch mit Essen gefüllt. Es gab schönes frischgebackenes Brot, Butter, etwas Wurst, Käsestücke, Obst und Gemüse. Der Tisch füllte sich mit so farbigen Sachen, dies gab es kaum daheim.
So aßen sie in Ruhe und packten nach den wunderschönen Essen ihre Tasche. Es wurde noch etwas für die Reise an Proviant mitgenommen und so verabschiedenden sie sich von der alten freundlichen Dame und gingen wieder zum Schiff. Dies wartete bis wir am Bord kamen und legte ab, folgte seiner angegebenen Route und die drei schauten noch einmal zurück ehe sie sich nach vorne begaben. Einige Zeit später rief der Kapitän, dass man sich wieder bereit machen sollte, sie legen an. Verdi war etwas erschaut sie waren doch gerade mal einige Stunden auf dem Schiff und schon würde man es wieder verlassen. Sie schaute sich um und vor ihr lag eine ruhige Einbuchtung, Das grünblaue Wasser schien regelrecht still zu stehen. Von fern hörte man etwas rauschen doch konnte man vom Schiff noch nicht erkennen was jenes war, doch bald wurden sie ans Land gebracht und die drei fingen an ihre Reise vorzuführen. Sie gingen am Ufer entlang und erforschten die Bucht. Nun kamen sie dem Geräusch immer näher und nach einer Weile sah man wie das Wasser an einen großen hohen Berg herunter kam. Bastian hob den Finger und deutete auf den Wasserfall.
„Schau mal da Mama, dort ist ein Regenbogen“
Die drei standen genau davor und waren erschaut über dieses wunderschöne Bild vor den Augen. Das Wasser fiel fast von einer Höhe von 500 Meter in die Bucht, einige Steine erhoben sich aus dem See. Noch immer fassungslos, räusperte sich hinten ihnen jemand. Erschrocken zuckten sie zusammen und drehten sich herum. Bastian hielt sich an Verdis Bein fest und blickte zu dem Mann hoch. Ein Grauhaariger älterer Mann mit einem Gehstock in der Hand stand vor ihnen.
„Herzlichen Willkommen!“
Unter seinen grauen Bart hoben sich die Mundwinkel zu einen Lächeln an und nickte ihnen freundlich zu. Malachai und Verdi erwiderten die Begrüßung und der ältere Mann finge sie auch schon mit sich. Etwas weiter weg vom Ufer standen einige Häuser. Der alte Mann erkundigte sich ob wir die neuen Gäste wären und Malachai nickte ihm zu. So ging er trotz Gehstock recht schnell zu einer Hütte, schloss sie auf und öffnete die Tür für die Drei.
„Nur herein, nur herein. Schaut euch um und wenn ihr etwas benötigt ich wohne gleich nebenan. Heute Abend findet ein kleines Fest statt, mit Grillfleisch und Grillgemüse.“
Sie traten in die Hütte ein, es war ein recht großes Zimmer, schlicht eingerichtet, weiter durch im Raum waren noch drei Türen. Eine führte zum Bad, die andere zu Bastians Zimmer und die dritte ging zu dem Zimmer von Malachai und Verdi. Bastian stürmte gleich in sein Zimmer und quietschte auf als er sein großes Zimmer sah. Er warf sich auf das Bett und hüpfte anschließend darauf herum. Malachai bracht das Gepäck hinein und Verdi nahm vor der Hüttentür Platz und blickte ruhig auf den Wasserfall. Es war ein so schöner Anblick. Er alte Mann holte schon mal etwas Holz aus den Wald und stabelte es zu einen Lagerfeuer. Am frühen Abend wurde dann auch schon das Feuer erhoben und das Holz angezündet. Einige Bewohner fingen an Lieder zu singen, einige summten mit und einige trommelten auf einer selbstgebauten Trommel herum. Bastian lief fröhlicher herum und klatschte immer wieder mal in die Hand. Malachai und Verdi hatten es sich an eins der Lagerfeuer gemütlich gemacht und hielten lange Stäbe mit aufgepicktem Fleisch ins Feuer bis es schon braun war. Bastian bekam ebenso ein Stab mit etwas Brotteig und konnte es immer wieder ins Feuer halten. So ließen sie diesen Tag in Ruhe ausklingen.
Verfasst: Freitag 25. Mai 2012, 16:29
von Malachai Schwarzmourne
Der dritte Ausflugstag
Die Nacht war lang, man schlief bis zur Mittagsstund. Selbst Bastian hatte noch Müde Augen, als er geweckt wurde.
Man beschloss, mit der Kutsche zum nahen Dorf zu fahren, doch über den Markt zu schlendern.
Verdanias Augen leuchteten bei der Vielzahl an Kleidungsstücken, die man vorfand, kam direkt ins Gespräch mit den Schneidern und begutachtete Schnitte, Musterungen und dergleichen.
Malachai verstand davon nicht viel, doch er zückte immer sein Gold, wenn Verdania etwas gefallen hatte.
Sie sagte zwar immer, er solle nicht sein Geld so ausgeben, sie bräuchte es ja nicht, doch wirklich überreden liess er sich nicht.
Nein, Malachai wollte ihnen alles geben, was ihr Herz begehrte. Gold solle nie ein Hindernis für irgendeinen kleinen Wunsch sein, den Sie hätten, selbst wenn er schon wieder an Verdis schweres Gepäck dachte.
Man speiste in einer nahen Taverne mit Hausmannskost, Bastian spielte mit einem neuen Spielzeug, was Malachai ihm schenkte, während man sich durch die kulinarischen Köstlichkeiten bahnte, um dann Abends wieder zurück zu fahren.
In der Herberge wurden Sie begrüßt und einer jungen Frau vorgestellt.
Sie war eine Ansässige Dame, die Kinder von Reisenden betreute und wollte Bastian abholen.
Verdania schien ein wenig Überrascht, gar geschockt, doch Malachai machte ihr schnell klar, dass er es eingefädelt hatte, ehe er ihre Hand nahm und, nachdem Sie Bastian fest drückte, mit sich führte.
Die Nacht breitete sich schon aus, es wurde von Minute zu Minute dunkler, bis es gar fast Schwarz war, einzig vom vollen Monde und den Sternen erhellt, die dem Gestrüp und Bäumen lange Schatten werfen lief, als in einiger Ferne ein Licht erkennbar war.
So traten Sie an den Strand, an welchem schon ein Lagerfeuer fröhlich loderte.
Verdania blickte sich um, wohl die Menschen suchend, die an diesem schönen Platz verharrten, die das Feuer entzündeten und die ganzen Sachen darlegte, die man vorfand.
Doch Malachai ging weiter, wie Selbstverständlich ans Feuer heran.
Das ruhige Meer spiegelte den Himmel wieder, der Sand an den Füßen war noch warm und um diese kleine, unbedeutende, gar versteckte Bucht, rangen die Klippen hinauf und der Wald hinter ihnen verbergte Sie vor dem Rest der Zivilisationen.
Verdania brauchte einige Sekunden, bis Sie erkannte, dass auch das von ihrem Verlobten vorbereitet war.
Es lag eine große Decke ausgebreitet, ein Speisekorb mit allerlei Süßigkeiten stand bereit, sogar mit Kuchen und 2 Flaschen Wein samt Gläser steckten im Sand.
Er setzte sich neben Sie, ihre Augen funkelten und natürlich überkam ihr die Neugierde, die quälende Frage, wann und wie Malachai dies arrangieren konnte?
Schliesslich war er immer bei ihr und Bastian, auch erinnere Sie sich nicht, dass irgendwer mit ihm geredet hätte.
Doch er genoss und schwieg, legte seinen Arm um Sie und blickte ihr in die Augen, leise hauchend, er würde die Sterne vom Himmel holen und ein Herz daraus formen, nur um Sie glücklich zu sehen.
So küssten Sie sich, ruhig, geniessend, leidenschaftlich, ehe Sie die Nacht an diesem einsamen, versteckten und doch paradisisch schönen Ort verbrachten in trauter Zweisamkeit.
Verfasst: Freitag 25. Mai 2012, 17:54
von Malachai Schwarzmourne
Der Vierte Ausflugstag
In den frühen Morgenstunden, zur aufgehenden Sonne, gingen Malachai und Verdania ruhig den Weg zur Herberge entlang, Arm in Arm, sich verliebt anlächelnd und die schönen Stunden geistig Resumee fahren lassend.
Die betreuende Dame erwartete Sie schon, begrüßte Sie lächelnd und erzählte ihr, was Bastian alles gemacht hatte, was Sie spielten, wann er schlafen war und das er ein Faible für Piraten hatte.
So liessen auch Sie sich noch einige Stunden ins Bett fallen, ehe der kleine Wurm Sie aufgeregt weckte und immer verkündete und fragte, wohin es nun weiter ging?
Doch Malachai lächelte nur und schwieg, als Sie das Schiff betraten und einige Stunden auf hoher See verbrachten, immer entlang der Küste.
Malachai stand am Bug, blickte aufs Land hinaus. Der Blick war nachdenklicher, auch Verdania spürte es, als Sie von hinten herankam, die Arme um ihn legte und sich auf die Zehenspitzen stellte, um ihm einen Kuss auf die Wange gab, anmerkend, er solle nicht immer so Ernst drein blickend.
Sacht hoben sich seine Mundwinkel, doch Sie kannte ihn zu gut, sie wusste, was nun kommen würde, wäre ein Ort, der einen besonderen Punkt in Malachais Inneren besetzte.
Etwas, was ihn oft grübeln und fragen liess, woran er stetig dachte.
Er schloss die Arme um Sie und hauchte ihr leise ins Ohr, dass er einst versprach, ihr Orte zu zeigen, die er besuchte und Dinge, die sein Leben betrafen.
Denn ja, er wollte alles mit ihr Teilen, sie sollte ihn in jedem Punkt kennen lernen, wie er auch alles von ihr kennen wollte.
Sie legten an, diesmal bezahlte Malachai einen eifrigen Matrosen, dass er die Gepäckstücke zur nahen Unterkunft bringen solle.
Man genoss ein gutes, nicht zu schweres Essen in der Taverne, ehe Malachai durchatmete und man sich zu einer Kutsche begab.
Auch der Kutscher schien schon auf Sie zu warten, kann Malachai so genau Termine vorher bestimmen? Und dennoch, lächelte der alte Mann, half Verdania die Stufen auf in die Kutsche und hob Bastian neben sich auf den Fahrersitz.
Man reitete einige Zeit über Wege, sah in den Seiten Höfe und einzelne Häuser, weite, grüne Flächen, bis Sie zu einer Ruine kam.
Anhand der Steinfragmente, schien es vor langer Zeit eine Burg oder ein breiter Wehrturm zu sein, auf jedenfall etwas, was verteidigt werden konnte, müsse man dies.
Um die eingestürzten Mauerwerke rangen sich schon Blumen, aus einer zerbrochenen Statue stiess ein Baum hervor.
Kein Zweifel, diese Ruine existierte gut einige Jahrzehnte.
Der Kutscher beschäftigte sich mit Bastian, spielte mit ihm, während Malachai Verdanias Hand nahm und über die Ruine glitt.
Bastian war sehr neugierig, wollte wissen, warum er nicht mitkommen durfte, doch Malachai erklärte ihm, dass dies ein Moment für seine Mutter seie und er, wenn er irgendwann groß und stark ist, mit ihm diese kleine Reise gehen würde.
Natürlich erzählte er ihm, dass es auch stinkenlangweilig wäre, was einerseits auch keine Lüge war.
So traten Sie auf eine leere Fläche zwischen den Träumen, Verdania schaute sich neugierig um, als Malachai sich niederkniete, die Hand scheinbar in die Erde steckte, es einen Klick machte und nur wenige Meter neben ihn ein Rütteln leicht den Boden zum Beben brachte, ehe sich unter einer halb stehenden Säule der Boden öffnete und Treppen in ein tiefes, schwarzes Loch offenbarten.
Er drehte sich zu Verdania, nahm ihre Hand und blickte in ihr fragendes Gesicht.
"Ich will dir alles aus meinem Leben offenbaren und zeigen. So fangen wir bei dem ersten, wichtigen Moment an: Der Ort, an dem ich geboren wurde, wo meine Familie lebte, wo mein Vater über die Schatten wachte."
So ging er langsam vor, eine Fackel entzündend, Verdanias Hand fest haltend.
Verfasst: Montag 28. Mai 2012, 22:54
von Gast
Sie waren nun an den Ruinen und den Heimatort von Malachai. Sie schaute sich um. Verdi schaute sich um und so wie es aussah, konnte sie sich kaum vorstellen, dass dort welche gelebt hatten. Das Zimmer war zerstört und als sie ein Stück Stoff auf einer Steinplatze sehen lag, versuchte sie sich das Leben hier vorzustellen. Sie schloss kurz ihre Augen und versuchte den Raum sich so vorzustellen wie es wohl damals gewesen sein mag.
Ein großer Raum, welcher hohe Wände hatte und an denen wohl lange schöne Vorhänge hingen. An der einen Wand stand anscheint ein Walmussregal, es waren noch einige Bruchteile erkennbar und in der Nähe der anderen Wand muss wohl die Wiege gestanden haben. Die Wiege in der Malachai wo schlafen sollte. Daneben stand anscheint ein Schaukelstuhl.
Sie öffnete ihre Augen und blickte sich noch einmal um. Es war ihr doch etwas unheimlich und zugleich wurde sie traurig. Sie kannte von Malachai die Geschichte und als sie jenes sah, konnte sie ich kaum vorstellen was er alles durch gemacht hatte. Er konnte nicht einmal dieses schöne Zimmer genießen. Ihr Blick wanderte zu Malachai und sie erkannte wie sehr ihn jeder Raum mitnahm. So viele Erinnerungen die ihn hier hochkommen mag und trotzdem nahm er diesen Schmerz auf sich um ihr alles zu zeigen. Sie griff sie nach seiner Hand und drückte ihn ganz fest ehe sie sich ihm zu hauchte
„ Ich danke dir sehr, dass du mir das alles zeigst. Ich weiß wie schwer es für dich ist. Ich kann mir das Leben hier richtig vorstellen.“
Sie gab ihm einen leichten Kuss auf die Wange und auf einmal glühte ihr Ring mit den Ruinen auf. War dies ein Zeichen das sie auch an jenen Ort für einander bestimmt waren. Der Ring hatte nicht nur für Verdi eine große Bedeutung, nein es war ein besondere Ring, der Ehering von seinen Mutter, sie bekam ihn als Malas Vater um ihr Hand anhielt und nun…nun trägt sie diesen außergewöhnlichen Ring welches ihre Liebe durch das leuchten der Ruinen auszeichnete.
Malachai ging mir ihr weiter in den nächsten Raum und erklärte ihr die einzeln noch erkennbaren Räume. Viel gab es nicht mehr, außer zerstörtem Stein, Staub der sich über die kaputten Möbel gelegt hatte und an den Wänden hingen schon große Spinnennetze. Hier war gewiss schon sehr lange keiner mehr.
Verdi überlegte sich ob man so etwas Schönes nicht wieder aufbauen könnte doch war dies wohl nicht der richtige Zeitpunkt um ihn jenes zu fragen. Wer weiß ob Malachai überhaupt wieder zurück in seine Heimat wollte. So gingen sie weiter herum und ab und an standen sogar noch an den Türen oder auf den Flur kaum erkennbare Steinstaturen.
Doch es war erst mal Zeit nach Bastian zu sehen. Er würde sich sicherlich auch schon Sorgen machen wohin wir alleine gingen. So führe Malachai sie wieder hinauf und verschloss den Eingang, wie er ihn geöffnete hatte. Bastian kam auch schon angerannt und fragte was wir da unten gesehen, gemacht, gesucht hatten. Verdi erklärte ihm das dies noch ein Geheimnis sein und wenn er größer ist dürfte er mit Malachai diesen Ort noch einmal bereisen. Er schien nicht ganz zufrieden doch fragte er nicht weiter sondern nahm Verdis und Malas Hand um ihn eine große Kröte zu finden. Ihre Augen weiteten sich als sie diese wirklich große Kröte gesehen hatte und ging auch gleich wieder ein Schritt zurück. Beide Männer schmunzelten vor sich her und ließen sie dann auch in Ruhe. Der Kutscher stand immer noch bereit um sie wieder zurück zu fahren. So hob Mala den Wurm wieder hoch zum Kutscher und half Verdi in die Kutsche. Der Weg war recht uneben und der Kutscher hatte zu tun den Schlaglöchern aus zu weichen. Bis es laut krachte und die hintere rechte Seite sich nach unten beugte. Der Kutscher versuchte die Pferde zu zügeln und hielt die Kutsche an. Er sprach herunter und man hörte wie er fluchte und rumjammerte.
„Meine schöne Kutsche, was ist das hier nur für ein schrecklicher Weg. Mijo an so einen Ort will doch keiner. Meine schöne Kutsche.“
Man hörte wie er mit den Fuß gegen das Rad trat und etwas wehleidig grummelte. Malachai stieg dann auch aus um sich jenes anzusehen und frage wo das Ersatzrad sei. Doch der Kutscher zuckte mit der Schulter und meinte.
„So etwas hatte ich in meinen ganzen Kutschreisen nicht nötig und hab es im Schuppen gelassen, wer kann denn ahnen das hier so ein Weg ist an den ihr wollt.“
Nun steckte auch Verdi ihren Kopf aus der Kutsche. Mala schmunzelte sie an und hielt ihr die Hand hin damit sie aussteigen kann. Holte Bastian vom Obersitz herunter, griff nach einer Zeltähnlichen Plane.
„Wir übernachten dann heute einmal im Freien und Kutscher repariert das Rad bis Morgen. Sonst bekommt ihr euer Gold für diese Reise nicht“
Sie gingen einige Meter weiter auf eine kleine Wiese, Bastian sammelte schon auf den Weg dahin einige kleine Zweige. Verdi suchte einige Beeren, welche man dann essen könnte und Mala bereitete das Nachtlager vor. Er stemmte einen großen, dicken Stamm in die Erde, warf die Plane fast mittig rüber und zog es an den Enden straf, so das jenes ein kleine Zelt wurde. Auf die Plane legte er dicke Steine und entzündete das Feuer. Bastian fand das alles sehr aufregend und schlief schon im Gras am Feuer ein. So trugen sie ihn in das Zelt und nahmen noch am Feuer platz, bestaunten den Himmel und erzählten bis mitten in der Nacht über die Ruine.
Verfasst: Mittwoch 30. Mai 2012, 09:01
von Malachai Schwarzmourne
Mit Verdania durch diese alten Ruinen zu gehen, war für ihn eine neue Erfahrung.
Nie teilte er diesen Ort mit jemanden. Immer behielt er die Schrecken und die Zerstörung für sich. Selbst Sarah sah noch nicht den Ort, aus welchen ihre Wurzeln stammten.
Er sprach ruhig, bedacht und nachdenklich, als er ihr alles erklärte. Als er ihr sagte, was wo passierte, wie er das alles erfahren konnte. Zeigte ihr den Raum...jenen, im welchen seine Mutter starb, jener, wo er die Narbe am Auge bekam.
Ja, er spürte ihr Mitleid, doch diesmal empfand er es nicht als ungemütlich, wie er es sonst spürte, wenn irgendjemand ihn so anblickte. Nein, er genoss es, es war schön, jemanden so zu lieben und so geliebt zu werden, dass man sich geborgen fühlte.
Irgendwann gingen Sie wieder hinauf, die Sonne blendete kurz seine Augen, gingen zurück zur Kutsche, wo Bastian schon angerannt kam und von Malachai in den Arm genommen wurde.
Sie fuhren weiter, Malachai konnte kaum den Blick von dieser Schönheit an Frau lassen, die an seiner Seite war, bis es einen Ruck gab und man anhielt.
Er besah das Rad und schüttelte leicht den Kopf, ehe er mit dem Kutscher, ein wenig aus Sichtfeld ging und ihm etwas Gold zusteckte.
Es gäbe keine Pannen auf dieser perfekten Reise, auch so diese nicht.
Er wollte, dass es passiert, wollte das diese kleine Familie rastete.
Deswegen gingen Sie auch nie zu der Herberge, deswegen hatte er alles dabei.
Doch er dachte sich, wenn die beiden die Auswahl zwischen einem warmen Zimmer und einem kühlen Boden hätten, würden Sie wohl wie er das warme Zimmer wählen.
Er lachte leicht in sich herein, ehe er gespielt einen schroffen Ton gegen den Kutscher einlegte, ein leichtes Augenzwinkern und dann Verdania aus der Kutsche half.
Dann nahm er sich alle Sachen, auch seine beiden Klingen, die in Stoffe eingewickelt waren und so für Bastian nicht sichtbar und baute das Lager auf.
Er erinnerte sich zurück, er wollte immer mit Marick einen Campingausflug machen, doch er vertröstete ihn immer wieder. Ein sachtes Seufzen, sicher, würde er aussprechen, was er denken würde, würden alle auf ihn einreden, er wäre kein schlechter Vater. Doch nie konnte er seinem Sohne diesen einfachen Wunsch erfüllen.
Doch diesmal würde er nicht die selben Fehler bauen. So eine Übernachtung wäre für Bastian sicher ein tolles Abenteuer und dieser Abend sollte dem kleinen Wurm gehören.
So baute er das Zelt auf, stopfte es mit vielen Decken aus, während man ein Feuer entfachte und dann anfing, einige LEckereien darüber zu braten.
Man saß am Abend am Lagerfeuer, Malachai striff mit Bastian durch den Wald und zeigte ihn vielerlei Dinge. Sie lagen auf der Lauer nach Tieren, kletterten auf einige Bäume, er erklärte ihm die Pflanzenwelt, ja, es war schön, als Sie dann wieder zu Verdania und dem, in etwas ferne campierenden Kutscher kamen.
Bastian schlief direkt ein, Malachai setzte sich an Verdanias Seite und legte den Arm um Sie, ihr einen sanften Kuss gebend und ihr in die Augen blickend. Sie lächelte leicht, es war fast ein wissendes Lächeln.
Konnte Sie wissen, dass dies alles auch geplant war?
Doch er sprach es nicht an, er glaubte, Verdania wüsste davon. Sie war nicht dumm, mehr, Sie sah in ihm, was andere nie sehen könnten und so genossen Sie noch das wärmende Feuer, sprachen viel, bis auch Sie irgendwann ins Zelt schlüpften und gemeinsam beim Wurm einschliefen.
Verfasst: Mittwoch 6. Juni 2012, 23:57
von Malachai Schwarzmourne
Der Letzte Tag
Langsam, mit reparierten Rad ging es am frühen Morgen zurück in die Stadt.
Das Gepäck war schon beladen, das Schiff bereit, in See zu stechen.
Ein wenig Wehmütig deutete Malachai Verdanias Blick, bei dem Gedanken, nun ging es Heim.
Sicher, eine schöne Reise geht immer viel zu schnell zu Ende und so nahm er Sie in den Arm, küsste Sie sanft und sprach ihr leise ins Ohr, dass dies nur die erste von vielen war.
Der alte, freundliche und bärtige Kapitän begrüßte seine Passagiere herzlichst, Bastian kam schon direkt wieder ins Gespräch mit dem ersten Maart, mit dem er jedesmal auf dem Schiff sprach.
Ein junger, lebensfreudiger Mann, der ihn immer alles zeigte, viel erklärte und auch gerne mit anpacken liess.
Sei es das Segel einholen oder die Navigation.
So stachen Sie in See, die Crew und die kleine Familie, die das riesige Schiff für sich alleine charterten.
Die Seeluft wehte einem ins Gesicht, die Sonne stand weit oben am Himmel und erwärmte die Haut.
Ja, es war ein schöner, ruhiger Sommertag auf dem Meer, kaum Wellen oder Seegang.
Solange ruhig, bis der Ausgucker etwas laut rief.
Land in Sicht. Ein gängier Sprachgebrauch für Kundschafter, Verdania schien es zu verwundern, dass bei einem Festgelegten Kurs dies so überraschen mochte, doch Malachai blickte schon wieder, mit diesem verschwörrerischen Grinsen auf den Lippen und Verdania ahnte, dass da noch etwas kommen mochte.
Der Kapitän kam von unter Deck, er hatte ein falsches Holzbein und eine Augenklappe, auf seiner Schulter sass ein Papagei.
Er ging direkt auf Bastian zu, einen schwarzen Kapitänshut dabei mit einem gemalten Totenschädel und ein hälzerner Säbel in der Hand.
"Arrrr"...knurrte er gespielt. "Kapitän Bastian, ab heute gehört euch das Piratenschiff."
Bastians Augen funkelten erfreut auf, er fiebste leicht, als der Maart eine neue, schwarze Flagge hisste, auf der ein Piratensymbol zu erkennen war.
Selber sah Verdania gen Süden eine kleine, tropische Insel. Jene, die der Ausgucker ausrief.
Bastian drehte sich zu Malachai und Verdania, weiter dieses kleine Funkeln in den Augen, flehend, ob er spielen dürfte.
Ehe Verdania was sagen konnte, nickte Malachai und gab ihm ein Ja. Verdania, vielleicht verwundert darüber, dass Malachai dies entschied, nahm er aber schon ihre Hand und führte Sie zu einem Beibott, zog die Plane von jenen und Sie konnte schon einige Sachen darin fingen. Weinflaschen, Decken, auch seine Klingen und vielerlei anderer Krams in Taschen verstaut.
Malachai salutierte gen Bastian und sagte, sie müssen das Schiff verlassen, solange er Kapitän ist, würden aber bald wiederkommen...doch Bastian nickte nur, verabschiedete sich grob und gab schon Befehle an die Mannschaft, die wenig Sinn ergaben, doch von der Crew, die sich nun alle als Piraten verkleidet hatten, so gut es ging nach eigener Kreativität ausgeführt wurden.
Malachai half Verdania ins Boot, dass dann ins Wasser gelassen wurde und begann in Richtung der kleinen Insel zu rudern.
Wer weiß, was Verdania dachte, doch ihre Augen funkelten vor Freude und ihr Strahlen wurde noch größer.
So tat Malachai exakt alles, was Verdania ihn vor einiger Zeit sagte, kurz, bevor Sie sich küssten, über diesen Traum, den Sie hatte.
Der Traum von Ihr...von ihm...und von dieser Insel.
Ja, Malachai hatte viele Karten studiert und viele Seemänner befragt, ob irgendjemand eine Insel kenne, wie Sie in ihrem Traume vorkam, nur um so nah wie möglich an jenen zu kommen.
Und natürlich, als Sie anlegten, er Sie auf die Insel brachte, griff er in seine Tasche und holte eine Krone hervor, setze Sie ihr auf und kniete sich vor seiner Königin hin.
Ja, Malachai würde ihr JEDEN Wunsch erfüllen, und seien es nur kleine Träume oder große Vorstellungen...für Sie würde er die Höllen durchleben und den Himmel auf Erden holen.
So verbrachten Sie den Tag auf der Insel, Malachai machte es gemütlich, sie badeten in Zweisamkeit ein wenig Landeinwärts in einem See mit einem schönen Wasserfall, assen die Leckereien, die Malachai mitbrachte, tranken den lieblichen Wein, den Sie so sehr mochten.
Ja, alles war perfekt. Man verlor sich in den Träumen, die Sie sich gemeinsam schafften und liebten Sich auf ihrer eigenen, kleinen Insel.
So sehr genossen Sie den Moment des Augenblicks, der Zeit für sich. der letzte Abend, die letzte Nacht des verlängterten Urlaubs.
So sehr, dass man auch alltägliche Dinge vergessen konnte...
Dinge...wie einen Tee aufbereiten und trinken.
Und so setzten Sie am nächsten Morgen zurück zum Schiff, trafen eine übermüdete Crew, die vom Kapitän Bastian lange wach gehalten wurden und mit ihm Seeungeheuer jagden und sie Schatztruhe, die dort stand mit Süßigkeiten gefüllt, bergten.
Und der kleine Kapitän schlief fest in der Kapitänskajüte, ja, der richtige, alte Kapitän und seine Mannschaft hatten sich allerlei Mühen für dieses Schauspiel gegeben und selber wiedergegeben, dass auch ihnen diese Abwechslung sehr viel Spaß gemacht hatten.
So segelten Sie weiter....immer gen Heimat...nichts ahnend, dass das Ende dieser Reise auch der Beginn für einen neuen Abschnitt in ihrer Familie bedeuten würde.
Verfasst: Mittwoch 13. Juni 2012, 16:35
von Gast
Das Schiff segelte direkt auf Bajard zu. Von der Nähe der Küste hörte man schon das Hämmern des Schmiedes, viele Tiergeräusche vom Bauernhof, das Sägen einer Holzarbeiters. So legte das Schiff am Steg an und Bastian sprang vor Freude vom Bord. Malachai und Verdi gingen nur langsam vom Bord, vorher bedankten sie sich noch bei der Crew für diese sehr schöne Reise. So schnappte sich Malachai das ganze Gepäck, dies war wohl mehr als man los gefahren war. Er brachte erst einen Koffer herunter und holte dann noch einen. Verdi schmunzelte ihn an und blickte ihn an, dachte an die schöne Nacht auf der einsamen Insel zurück. Am liebsten wäre sie dort geblieben. Doch nun waren sie wieder in Bajard angekommen und die Drei gingen dann seelenruhig Richtung Haus. Vorbei am Gesellschaftshaus, wo Aniviel wohl schon wieder fleißig Kuchen backte. Sie wollten erst mal die Sachen auspacken und Bastian wollte Anne alles von seiner Reise erzählen. Was er alles erlebt hatte, das er Käpt´n von einen richtigen Schiff war. So kamen sie Heim, Anne freute sich alle wieder wohl aufzusehen und brachte Malachai und Verdi einen Tee. Bastian zog ihr sofort an den Rock und zehrte sie schon fast mit nach oben. Das verliebte Paar schaute den Beiden glücklich hinterher. So legte Verdi ihre Hand auf Mala seine und sah ihn an. Ruhig hauchte sie ihm zu wie schön diese Reise war und das die letzte Nacht ein Traum war welcher durch ihn in Erfüllung ging. Malachai schmunzelte ihr zu und schenkte ihr einen zärtlichen Kuss. Nachdem die Sachen ausgepackt waren und Bastian mit Anne unterwegs zum Schiff war, ging Verdi erst mal nach dem Gesellschaftshaus sehen. Hoffentlich war in der Zwischenzeit nicht schlimmes passiert. So eilte sie in schnellen Schritten dort hin und ging hinein. Aniviel saß schon in der Küche und wie gedacht hatte sie Kuchen gebacken. Sie erhob sich und eilte auf sie zu, um sie zu umarmen. Ihre Freude steckte wie immer an und so war auch Verdi glücklich sie wieder zu sehen.
Doch bei der ganzen Aufregung merkte sie wie ihr etwas übel wurde und überlegte wann sie das letzte Mal etwas gegessen hatte. Es war wohl eine Weile her und so bat sie Aniviel ihr etwas Schönes zu bringen. Sie setzte sich an den Tisch und erfreute sich als man ihr einen schönen warmen Kuchen hinstellte. Dieser wurde dann auch rasch von ihr aufgegessen und nachdem lehnte sie sich zu Frieden zurück.
Recht spät am Abend kam Malachai dann auch noch zum Gesellschaftshaus, beide beschließen in der Taverne von Bajard noch ein Wein trinken zu gehen. Doch dann kam es irgendwie ganz anders als gedacht. An der Taverne angekommen, setzten sie sich draußen hin und Mala schmunzelte sie irgendwie merkwürdig an. So dass sie nicht anders konnte und ihn fragte was los sei. Seine Augen funkelten merkwürdig auf und er legte seine Hand auf ihren Bauch. Verdi runzelte etwas die Stirn und wusste nicht so genau was er damit meinte. War sie dicker geworden? Er fragte sie dann leise ob sie etwas Seltsames spürt oder ob es ihr gut ginge. Da fiel ihr ein das es ihr den Tag ab und an doch übel war und ihre Augen wurden größer…. hätte das sein können. Woher konnte er das wissen. Malachai erklärte ihr das er so etwas spüren könnte wenn dort ein Kind wäre. Und er spürte es. Sie umarmte ihn vor Freude und sie konnte es noch nicht ganz glauben. Ein Kind.. noch ein Kind und dann noch unehelich. Ihre Gedanken fingen an zu kreisen. Nach einigen Tagen kam das Thema wieder zur Sprache und beide beschlossen, dass sie noch vor der Geburt des Kindes heiraten werden. Malachai war überglücklich, er schein ihn wirklich gut zu gehen. Seine Augen leuchten so strahlend auf, dies hatte sie bei ihm doch recht selten gesehen.
Sie wollten es ihren Familie und Freunden erzählen, als erste gingen sie zum Gesellschaftshaus, Aniviel und Serra saßen am Tisch und hörte die Neuigkeiten, als nächstes ging es zu Lairja und dann zu Rafael. Alle beglückwünschten sie beide und schienen sich zu freuen.
Ein Tag später wollte Verdi diese schöne Nachricht auch Sarah erzählen. Auf der Hoffnung, dass sie da wäre, ging die zu ihrem Haus. Nach einem kurzen Moment kam sie auch schon aus dem Haus und ließ sie hinein. Sie sah etwas mitgenommen aus, trotzdem bat sie Verdi ins Haus. Am Tisch saß ein Herr welcher sich später als Sarahs Ziehvater Arsen herausstellte. Er sah fast so aus wie Malachai damals als er nach langen im Gesellschaftshaus stand und von deiner Familie erzählte doch Verdi wollte nicht einfach so fragen was los sei. Später trat auch Malachai ins Haus ein und so führten sie an jenen Abend ein sehr langes Gespräch. Verdi verstand eigentlich nur die Hälfte von dem Gespräch. So gut kannte sie sich mit den Schatten noch nicht aus. Doch als Malachai und Verdi Heim gingen, bemerkte sie wie bedrückt er schient und frage was los wäre. Malachai erzählte ihr das Schicksal von Arsen und das er ihm helfen müsste. Verdi nickte ihm zu. Natürlich sollte er ihn helfen ohne Frage doch das dies alles jetzt passieren musste. Sie schwanger, die Hochzeit sollte geplant werden. Sie würde ungerne alles alleine machen wollen. So sagte sie ihm, dass man erst Arsen helfen sollte und dann könnten sie gemeinsam die Hochzeit planen. Malachai verstand es nicht so ganz doch Verdi wusste das seine Gedanken doch nur um die Sorge von Arsen und seine Familie galt. So ging sie etwas nachdenklich und ohne viele Worte ins Bett. Die Nacht war sehr unruhig…. Sehr kurz… sie hoffte das es bald alles gut werden mag…
Verfasst: Donnerstag 14. Juni 2012, 01:05
von Malachai Schwarzmourne
Schon einige Zeit machte sich ein inneres Gefühl in ihm breit.
Wie eine vertraute Präsenz, die ihn umgab, selbst wenn er Sie nicht kannte, selbst wenn er wusste, Sie war auf dem Weg zu ihm, jemand, auf den er sich freute.
Mehr und mehr liess er die Augen nicht von Verdania.
Ja, er kannte dieses Gefühl...er spürte es mehr als einmal. Der Segen und Fluch für das, was er ist. Für was, was diese Präsenz wird.
Und umso mehr kreisten seine Gedanken, als er sich sicher war: Verdania war Schwanger.
Innerlich freute er sich so sehr. Ja, sicher, sie sprachen oft darüber, doch man empfand am Ende, dass erst einmal die Hochzeit kommen sollte und davor einigte man sich, dass jene erst nach Sarahs und Hudgarrs Hochzeit stattfinden würde.
So dachte er viel nach. Wie wird Verdania reagieren?
Wird Sie sich wie er so sehr freuen? Oder wird Sie es für den falschen Zeitpunkt erachten?
Schliesslich, würde das Kind jetzt kommen, wäre es ein uneheliches Kind und Malachai wusste, dass Verdania es ihrem Kinde nie antun würde.
Ja, dem Schattenlord mögen Blicke oder Worte anderer egal sein, doch andererseits, wusste er, dass würde einer ihr Kind nur schief ansehen, beschimpfen oder sonst etwas antun wollen, nur weil es nach ihrer Etikette oder Glauben anders auf die Welt kam, als Sie es für üblich halten...ja...dann würde er ihnen wohl die Hände abhacken, in ihr Mal stopfen und sehen, wie Sie daran ersticken.
Doch es blieb Zeit.
Gut 8 Monde noch...genug Zeit.
Malachai hatte schon lange im Kopfe zu glauben, er wüsste, wie Verdanias Traumhochzeit aussehen würde.
Er würde es schaffen, SIE würden es schaffen, gemeinsam, eine traumhafte Zeremonie als Zeichen ihrer ewigen Liebe und Treue abzuhalten...einen Moment, den Sie nie vergessen werden und den man voller Liebe und Wärme erzählen und darin schwelgen würde.
Ja...er würde für seine Familie die Flammenden Flüße durchschwimmen, die höchsten Berge besteigen und gegen jeden Drachen auf der Welt kämpfen.
So freute er sich innerlich, wie ein kleines Kind, stetig diese Bilder im Kopfe...von ihm am Altar, einer wunderschönen Verdania in ihrem Brautkleid, auf das Sie alle Frauen beneideten...
Wie er ihre Hand bei der Geburt hielt...wie Sie ihn Warm anlächelte....ihr Kind im Arme...Bastian am Kamin spielend und sein Brüderchen oder Schwesterchen nicht aus den Augen lassend....
Die vielen, prägenden Momente...erste Schritte, gemeinsame Stunden, Sprechen...lernen...Leben...
All das...und er konnte nicht, als Sie an der Taverne waren, weiter innehaltend. Er musste es ihr offenbaren....gespannt auf ihre Reaktion.
Er wusste, Sie liebte ihn...er hätte keinen Zweifel, dass Sie sich auf ein gemeinsames Kind freuen würden...und dennoch...auch die Ängste, die dabei einhergehen mögen, müsse er ihr nehmen...für Sie da sein...mit ihr reden.
Denn es hatte immer einen Haken...er war ein Schatten...Verdania wusste das. Doch war ihr wirklich bewusst, was dies für Sie hiesse? Für ihr gemeinsames Kind?
Er würde diese schöne Zeit an ihrer Seite bestreiten, nicht von ihr weichen und dafür Sorgen, dass Sie ebenso das Glück verspürt, dass Sie ihm gibt.
So genossen Sie den Abend in Zweisamkeit...er versicherte ihr, Sie würden dann heiraten, ehe man dann nach und nach allen von dem glücklichen Ereignissen erzählte, Malachai, als stolzer, werdender Vater Runde um Runde in der Taverne spendierte und nichts sein Glück sowie sein fröhliches Gemüt betrüben könne. Ein sachtes Lächeln auf den Lippen, immer, wenn er in Verdanias Augen blickte, spürend, was Sie vielleicht auch spürte...diese kleine Präsenz in ihrem Bauch von dem Geschöpf, was als Zeichen ihrer innigen Liebe und Verschlungenheit entspringen wird.
Verfasst: Dienstag 19. Juni 2012, 09:42
von Gast
Eigentlich verlief der Tag ruhig und abends wollte Verdi sich einen gemütlichen Abend mit Malachai daheim machen. Doch die Ruhe hielt nicht lange an. Es klopfte kräftig an der Tür und Mala zog seine Waffe, bat Verdi in der Küche zu bleiben. Er stand an der Tür und öffnete sie. Lange wurde kein Wort gesprochen und Verdi wurde in der Küche langsam ungeduldig wer dann da sei und warum Mala gar nichts sagte. Sie hörte wie Mala nach sie rief, ihm zu helfen. So sah sie eine zusammengefallene Frau am Boden vor der Tür. Sie brachten die Frau erst mal hinein und legten sie auf den Tisch. Etwas wunderlich für Verdi war das Mala ihr eine Waffe in die Hand gab. Etwas unsicher blickte sie zur Frau welche von Mala versorgt wurde. Nach einiger Zeit meinte er zu ihr, es ist Selina. Die Frau von Arsen. Verdi konnte ihre Gefühle nicht so richtig zuordnen, freute sie sich oder hatte sie bedenken. Kurz danach erwachte sie und richtete sich auf. Sie sah abgemagert und recht ausgebrannt aus. Wer weiß was sie alles durch gemacht hatte. Sie erzählte einiges, doch Verdi verstand von all dem recht wenig. Eine Weile verging und es klopfte erneut an der Tür, Verdi erhob sich und öffnete die Haustür und war etwas überrascht als Sarah und Arsen davor stand. Etwas unsicher auf die Reaktion von Arsen auf Selina zu treffen ließ sie beide hinein. In den Raum herrschte eine regelrechte Anspannung und einen blieb fast die Luft zum Atmen weg so verließ Verdi das Haus für einen Moment. Sie konnte da nicht helfen und fühlte sich falsch am Ort. Später ab Abend legte sich die Aufregung. Alle waren mit den Nerven am Ende ihrer Kräfte und Malachai beschloss das Selina bei ihnen bleiben würde und Arsen weiter bei Sarah. So würden sie sich nicht sofort zu nah sein, da Selina sich noch erholen musste. Geschafft fiel Verdi neben ihren Sohn ins Bett. Mala und die anderen haben unten noch etwas geredet und so traf sie ihren Verlobten erst nächsten Tag wieder. Auch zwischen den Beiden war eine leichte Anspannung zu merken. Nachdem ganzen machte sich Verdi ihre Sorgen um das Kind und sich. Das Kind hätte schon das schwarze Blut und was ist wenn sie es auch bekommen würde. Viele Fragen welche sie von Malachai beantwortet haben wollte. Er nahm sich den Abend Zeit und erzählte ihr einiges, beantwortete ihre Fragen so gut es ging. Etwas beruhigter konnte Verdi zu Bett gehen und freute sich auf die nächsten Tage. In Bajard kündigte sich ein Modemarkt an, dort konnte man sich die neusten Schnittmuster kaufen. Mit voller Begeisterung ging Verdi abends mit einem großen Beutel voller Münzen zum Markt und beschaut die neuen Kleidungen. Vieles gefiel ihr sehr gut, doch alles hätte sie sich nicht kaufen können. Zumal im Bürgerhaus noch eine Versteigerung von besonderen Kleidungen stattfand. Zwei wunderschöne Sachen konnte sie ersteigern und ihre Augen funkelten vor Freude auf. Zurück auf den Markt stand sie sehr lange an und wartete das sich ein Händler auch sie Zeit für sich nahm und nach gefühlten 2 Stunden war es so weit. Sie ging mit dem Händler fast jede Puppe mit den Mustern durch und kaufte recht viele ein. Glücklich mit einen großen Stapel Sachen machte sie sich auf den Weg zum Gesellschaftshaus, wo Aniviel war. Mit vollem Elan machte sie sich daran die Musterschnitte zu studieren und nähte schon einige Sachen. Verdi war Feuer und Flamme als sie die schönen Kleider überzog und verliebte sich in das ein oder andere Kleidungsstück. Recht geschafft ging sie Heim und legte sich ins Bett. Ihre Freude sollte nächsten Tag noch anhalten. Beide nahmen sich die Zeit und saßen oben auf der Terrasse und begangen ihre Hochzeit zu planen. Es würde zwar noch eine Zeit dauern doch so langsam musste alles organisiert werden. Ein Termin wurde festgesetzt. Verdi strahlte über das Gesicht und sah ihren zukünftigen Mann warmherzig an. Sie konnte es kaum abwarten. Die Gästeliste wurde schon einmal erstellt und es wurde festgelegt wer was machen sollte. Plötzlich aus der Ferne kam Sarah daher geritten und stieg vom Pferd ab. Ohne Worte legte sie etwas in Malachais Briefkasten und ritt wieder weg. Etwas Stirnrunzeln blickte sie zu Mala und zuckte mit der Schulter. Er ging hinunter und holte das Päckchen aus seinen Briefkasten. Doch dies war nicht für ihn sondern für Verdi. Er kam wieder und reichte ihr das Päckchen. Überrascht blickte sie hinein und ihre Augen wurden größer, sie erhob sich rasch und lief hinunter um sich das Geschenk anzustecken. Von unten hörte man ein freudiges erschauten. Mala blickte hinunter und frage ob alles in Ordnung wäre. Seine Neugier wuchs, doch sie konnte ihm jenes schlecht sagen. Er frage sie dann ob sie alle gewünschten Muster am vorherigen Abend bekommt hatte, so schüttelt sie den Kopf als erhörte das sie sich nicht alle Schnittmustern kaufen konnte, ging er mit ihr noch einmal zum Markt. Selina trafen sie dort an und Mala bestand drauf ihr etwas Schönes zu kaufen. So nahm Verdi sie an die Hand und schaute sich noch einmal mit ihr um. Einiges fand sie auch recht schön und es wurde mit auf der Liste notiert. Überraschend waren sie schnell dran und Verdi hielt ihre Liste hoch und zählte alle ihre Schnittmuster und Sachen für Selina auf. Ihr Verlobter war so gütig und bezahlt es und erfreute sich an Verdis Freude. Die Drei machten sich mit den Mustern und reichlich Stoff auf den Weg nach Hause und Selina präsentierte ihnen ihre neue Sachen und als Verdi alle Schnittmuster studiert hatte, fing sie an wieder die ersten Kleider zu nähen und zog es sich über und präsentierte das ein oder andere. Selina bat ihnen an solange im Haus zu bleiben bis das Kind da wäre und eine Erleichterung war Verdi anzusehen. Sie wusste, dass sich alle gut um sie kümmern würden. Mala gab sich jetzt schon die größte Mühe ihre Wünsche zu erfüllen. Machte ihr Essen, halt ihr beim Tragen von Sachen. Sie wurde von allen sehr verwöhnt und konnte an diesen Tagen ihre Schwangerschaft sehr genießen, wer weiß wie lange so etwas anhielt.
Verfasst: Mittwoch 20. Juni 2012, 09:35
von Gast
Wie es immer so ist gibt es im Leben Höhen und Tiefen. Noch man Tage dachte man an nichts Schlimmes. Ging seiner Arbeit nach, unterhielt sich mit Gästen und versorgte die Kunden mit Kleidung. Am Abend war von Selina ein Abendbrot ihm Haus geplant, so schloss Verdi ihren Laden und machte ich zügig auf den Weg nach Hause. Sie freute sich schon sehr auf den gemütlichen Abend. Sie öffnete die Tür und trat hinein. ein wundervoller, herzhafter Duft kam aus der Küche und Verdi nahm ihre Haarklammern heraus und legte ihren Hut ab. Sie hatte am Anfang nur Selina gesehen und als sie hinein trat, saß am Tresen auch ihr Verlobter. Sie strahlte ihn an und ging erfreut auf ihn zu. Sie küsste ihn sehnsüchtig und strahlte über das Gesicht. Doch dies verging recht schnell als Malachai ihr das seine Exfrau wieder da sei. Verdanias Gesicht versteinerte sich schon fast. Ihr Herz hätte vor Schreck fast aufgehört zu schlagen. Der Magen drehte sich einmal um die eigene Achse. Damit hätte sie nun überhaupt nicht gerechnet. So viele Fragen kamen hoch. Malachai versuchte ihr zu erklären das er mit ihr nichts zu tun haben möchte. Doch Verdi, sie musste raus. Sie musste dies verarbeiten. Er ließ sie los und Verdi ging kurz in den Keller, nahm ihren Beutel mit der Rüstung. Ohne weitere Worte zu verlieren verließ sie das Haus. Selina kam ihr nachgelaufen und wollte sie etwas beruhigen doch Verdi musste ihre Wut auslassen. So versicherte sie Selina sie würde gleich wieder kommen. Verdi nahm auch gleich den ersten Baum. In ihren Umständen war es die einige Möglichkeit ihren Frust heraus zulassen, früher wäre sie jagen gegangen aber mit einen Kind im Bauch war jenes recht schwer. Kurze Zeit später war der Baum etwas abgeschält und sie machte sich auf den Weg nach Hause. Kurz bevor sie die Tür öffnete, atmete sie noch einmal tief durch und ging hinein. Ihr Verlobter kam auch schon zu ihr heran und sprach ruhige Worte, in seiner Hand hielt er einen wunderschönen Sonnenblumenstrauß. Selina kramt ihn der Küche umher. Stelle die Töpfe wieder auf den Herd und bat die Beiden sich zu setzen. Schweigend nahmen sie platz und ließen sich von Selina bedienen. Man sah ihr an das es ihr wohl eine freue war, Der Tisch war so wunderbar mit Seerosen und Kerzen bedeckt. Sie hatte ich wirklich sehr viel Mühe gemacht und das wollte Verdi ihr nicht vermiesen. So kam auch schon die Vorspeise. Leckere Suppe mit Brotlaib. Mala und Verdi schwiegen sich weiterhin erst mal an. So viel gab es nicht in dieser Situation zu reden. Noch nicht..
Die Vorspeise war geschafft und so eilte Selina auch schon wieder herbei und brachte den Hauptgang. Es duftete wunderbar. Eine schöne Wildplatte mit Gemüse. Einfach köstlich. Selina verabschiede sich erst mal damit das sich spazieren gehen wollte. Anscheint wollte sie die Beiden nur alleine lassen, damit sie reden können. Nach und nach stelle Verdi ihren Verlobten Fragen und es fiel ihr sichtlich schwer. Was wäre wenn sie da ist um ihn zurück zu haben? Wenn Mala seine Gefühle zu ihr wieder entdeckt? Wenn es ihr alles so Leid tut was sie getan hätte? Fragen über Fragen und in Verdi machte sich so ein unwohles Gefühl breit. Doch sie wäre für ihren Verlobten da. Sie würde egal was passiert hinter ihm stehen. Sie liebt ihn und möchte mit ihm das Leben verbringen. Sie streichelte seine Hand und sagte ihm, dass sie alles für ihn machen würde. Ja sie würde sich auch Sienara stellen. Auch wenn dies ein schwer Weg sein würde.
Nachdem sie oben auf der Terrasse saßen, Malachai sie sanft den Rücken massierte legte sich Verdi langsam zurück. Mala nahm seinen Umhang ab und legte es über sie. Unruhig und erschöpft schlief sie in seinen Armen ein.
Verfasst: Donnerstag 21. Juni 2012, 01:17
von Malachai Schwarzmourne
Er war so ein Idiot. Ja, was Taktvoll angeht, verlor er manchmal doch den Überblick.
Und dennoch, soviele Sachen kreisten ihm durch den Kopf.
Es wäre Närrisch von ihr zu Glauben, er würde ihre Anwesenheit nicht bemerken, mehr noch, Sie würde Glauben, er dachte wirklich, Sie wäre Tot....vielmehr...da Sie eines hatte, was er nie verstossen würde: Ihre gemeinsame Tochter.
Ja, Sienara war wieder im Lande. Erst dachte er, er würde sich irren, ihre Präsenz war die ihres Bruders Arsens so ähnlich und bei all dem Trubel hätte es untergehen könnten.
Doch seine Tochter...sie war so klar zu bemerken, er wunderte sich, rechnete, wie Alt Sie sein müsse und dann ist der Schatten in ihr schon so stark entwickelt.
Seit er es bemerkte, seit er sich sicher war, wollte er doch nur eines zuerst: Es Verdania sagen.
Er dachte sich schon, dass Sie diese Nachricht wenig erfreuen würde. Wie könne Sie auch. Im Gegensatz zu ihr und Siran wurde hier Malachai verlassen. Sicher, wenn man es auslegte, könnten noch Gefühle da sein, könnte man denken, würde Sie Reue zeigen und sich entschuldigen, würde Malachai ihr verzeihen.
Doch was Verdania nicht verstand, was wohl keiner verstand war, dass er ihr nie verzeihen könnte. Sollte er jemals so weit sein, ihr nicht voller Zorn unter die Augen zu treten, so wird nie mehr als Gleichgültigkeit ihr entgegen gebracht werden und einzig, weil Sie ein gemeinsames Kind hatten, würde er Sie nicht von dieser Welt verstossen wollen.
Er war nicht wütend, dass Sie ihn ohne ein Wort verliess...das ihre geheuchelte Liebe nur eine Fassade sein könnte. Es war ihm auch egal, ob Sie ihm wirklich liebte...nein...er war wütend, weil er ihm seine Tochter entriss, ohne einmal nur etwaige Probleme anzusprechen und zu flüchten.
Und mehr nur stieg seine Wut bei dem Gedanken, dass Sie Arsen und Selina anflehte, ihm weißmachen zu wollen, sie wäre tot....seine Tochter wäre Tot.
Ein Mann kann mit Abstand und Entfernung leben....solange es noch im Leben ist...doch war ihr nicht bewusst, wie Malachai gelitten hätte, im Glauben, er hätte Sie verscheucht und gar ihren Tot verursacht?
Er hingegen wusste es zu gut...nagt doch immer noch der Tot seines Kinder....der Tot Inaras an ihm.
Und je mehr er darüber nachdachte, umso mehr schweiften seine Gedanken zu Verdania.
Hätte er Sie nicht gehabt...wer weiß, wo er geendet wäre. Wer weiß...ob er noch Leben würde...oder Leben wollte?
Er liebte Sie...er liebte Sie immer...daran hatte er keinen Zweifel. Dieses Gefühl, wenn er zu ihr trat....unverändert seit dem ersten Tag, als er in ihre Schneiderei kam und in ihre Augen blickte.
Und so wollte er keine Geheimnisse haben, er wollte nicht Gefahr laufen, die Frau, die er liebte und heiraten wollte, würde es auf anderen Wege erfahren...vielleicht sogar durch Sienara selber?
Wer weiß, was Sie mit ihrer Rückkehr bewirken wollte. Er würde nicht Glauben, dass Sie ihm nun bewusst schaden will...dass Sie sein Glück ruinieren möchte....andererseits....hätte er auch nie geglaubt, dass Sie ihn einfach verlässt...gar ihren Tot vortäuschen wollte.
So war das Misstrauen nur berechtigt....ebenso wie Verdanias Reaktion.
Er hätte es geschickter machen sollen, sich an ihrer Freude, als Sie durch die Tür kam erwärmen und einen besseren Zeitpunkt aussuchend...das Essen von Selina geniessen...gemeinsam mit der Frau die er liebte.
Doch er sprach es direkt aus, er konnte aus ihrem Gesichtsausdruck wie aus einem Buch lesen...sie brauchte Luft, Selina redete mit ihr...bis Sie irgendwann schweigend am Tische sassen....solange, bis Malachai sprach....erst ein vorsichtiges Wort....dann intensivere Sätze...bis Sie lange redeten...und es tat so gut.
Malachai beantwortete jede Frage...verschwieg gar nichts und beteuerte so oft es ging das, was sein Herz förmlich schrie: Das er Sie liebte...nur SIE liebte und alles Übel, was ihr gemeinsames Glück droht zu schädigen aus der Welt herausreissen würde.
Am Ende genossen Sie den Abend, Malachai hielt sie fest im Arme, spürte Sie an ihm und ihren Atem...sehnte sich nach ihren sanften Lippen und war froh, zu wissen, dass diese Frau ihm beistand.
Sie redeten noch über einiges....über seine Tochter...darüber, ob er Sie sehen wollen würde....sovieles....und es war wieder dieser Seelenheil....Balsam für sein inneres, sich mitteilen zu können zu der Frau, die er über alles Liebte...die ihn kannte...und verstand.
Verfasst: Dienstag 26. Juni 2012, 15:57
von Gast
Der Tag begann fast wie immer, doch Verdi war von dem vorherigen Abend noch hin und her gerissen. So viel ging ihr durch den Kopf auch wenn Mala ihr einiges erklärt hatte so machte sie sich ihre Gedanken. Sie würde es sich nicht anmerken lassen wenn sie mal einfach da sitzen mag und nichts sagte. Wobei es wohl kaum einer gemerkt hätte. Jeder war mit den ganzen Problemen der letzten Tage beschäftigt und Verdi wollte da nicht noch ein Laster sein. Sie nahm es so hin und hoffte dass bald alles wieder gut sein mag. So streifte sie sich ein Kleid über und ging zur Herberge. Auf den Weg dahin überlegte sie trotzdem was sie machen könnte. Nicht nur für sich, sondern auch für Malachai. Er gab es natürlich nicht zu das er mit all dem überfordert war und wusste auch nicht was man machen könnte. Doch dies merkte sie.
Kurz blieb sie stehen und schaute auf das Meer hinaus. Holte einmal tief Luft, leicht nickte sie. Sie würde das Thema mit Sienara ruhen lassen. Keine Fragen dazu mehr stellen. Eigentlich hätte sie das Thema nie wieder gehört wollen, doch ihr Gefühl sagte ihr das jenes Falsch wäre. Sienara war sicherlich auch nicht gerade glücklich das sie nun ihren Ehemann hatte. Das sie wiederkäme und man sie nicht sehen wollte. Sie hatte seine Tochter und gewiss wird er sich in wenigen Tagen auch sehen. Verdi wollte dies natürlich nicht unterbinden doch fühlte sie sich bei den Gedanken daran auch nicht gerade wohl. Es verengte sich leicht die Luftröhre, ihr Magen drehte sich, aber es war richtig. Mala sollte seine Tochter sehen, vielleicht auch mit Sienara reden. Leichte nickte sie zu ihren Gedanken und blickte nochmals auf das Meer. Sie vertraute Mala.. sie liebte ihn und seine Liebe war hoffentlich auch so stark, das er sich nicht doch für seine alte Familie entscheiden würde. Sie hatten eine Familie…
Kurz wurden ihre Gedanken von einer Übelkeit unterbrochen und sie versuchte langsam aufrecht durchzuatmen. Das Ungeborene schien jetzt schon guten Einfluss auf sie zu haben. Ohne weiter einen Gedanken an dies all zu verschwenden, ging sie zum Gesellschaftshaus. Dort gab es immer hin noch einige zu tun. Die neuen Muster mussten mindestens 3-mal angefertigt werden und vielleicht würde auch ein Kunde kommen und sie schon einmal sehen wollen.
So tritt sie in ihre Schneiderei und nahm ich einiges Stoffe an sich. Der eine Stoff war ganz besonders schön. Es hätte gut für ein Hochzeitskleid gepasst. Es war wunderschöne helllila Seide. Sie schmunzelte in sich hinein. Das Hochzeitskleid.. ja dafür braucht sie gewiss Hilfe von Sarah. Immerhin hatte sie schon diesen wunderschönen Schleier gebracht, welche von Verdi ab und an heimlich schon einmal auf das Haar gelegt wurde. Zum Glück hat sie niemand in der Schneiderei herumlaufen sehen. Schleier auf den Kopf, die feine helllila Seide übergelegt schritt sie im Raum auf und ab. Strahlte fast schon vor Freude auf den schönsten Tag, an dem sie ihren Geliebten Malachai heiraten würde.
Es gab noch einiges zu erledigen und es schien mit den Vorbereitungen kaum voran zu gehen. Das Essen musste noch bestellt werden, die Ringe waren noch nicht in Auftrag gegeben. Selbst der Ort für die Hochzeit stand noch nicht einmal fest. Das Strahlen verlor sich recht schnell in ihrem Gesicht als ihr dies alles einfiel. So legte sie den Stoff zur Seite und ging hinab zu Aniviel. Wenigsten den Wein konnte sie schon einmal bestellen. Aniviel war voller Freude das sie den Wein für die Hochzeit ansetzen durfte das sie Verdi fast um den Hals fiel. Sie schmunzelte Ani an und ihre Freude steckte auch Verdi wieder an. So griff sie zu ihren Hochzeitsbuch und machte einen Hacken am Wein. Dies war erledigt. Die Tage würde sie sich noch um das ein oder andere kümmern.
Verfasst: Donnerstag 5. Juli 2012, 11:12
von Malachai Schwarzmourne
Lange noch lag er mit offenen Augen im Bette, nur das leichte flackern der Schatten an der Decke betrachtend, welche durch den erloschenen Kamin und der letzten Glut ihre Tänzchen abhielten.
Sacht streichelt er der Frau, die er so liebte, die Schulter, ab und an aus den Augenwinkeln zu ihr blickend und sich ertappend, wie seine Mundwinkel sich sacht erheben und zu einem Lächeln formen.
Soviel war geschehen die Tage, sie hatten oft Streit...Streit, den er nicht nachvollziehen konnte.
Und dennoch hatte Sie Recht...in letzter Zeit gab es meist nur ein Thema...und das, obwohl Sie doch so glücklich sein mussten.
Sie standen kurz davor, sich das Ja-Wort zu geben, ihre gemeinsame Liebe in einer Ehe festzuhalten...und dann, ja so schnell ging es, würden Sie beide auch die Frucht ihrer Liebe und Gemeinsamkeit in den Armen haltend...als kleines Kind, ihr Kind.
Er würde mit ihr ein Kind haben und dieser Gedanke machte ihn so unendlich glücklich.
Doch ein Kind...er war immer mit einem dunklen Schatten auf diesem Wege begleitet worden.
Seine Kinder mit Inara...sind tot...und seine Tochter mit Sienara...verschollen...bis vor kurzem.
Sie war 5 Jahre alt mittlerweile...Elea hiess Sie...er kannte den Namen erst seit kurzer Zeit.
Doch es belastete Verdania, das spürte er. Sie war gereizter, sie sprang auf gewisse Themen sehr negativ an. Wer konnte es ihr verübeln?
Da stand Sie nun, auf einmal, seine ehemalige Frau, die ihn sankt und klanglos verliess...mit ihr sein Kinde.
Verdania wäre nicht dieser Gefühlvolle Mensch, hätte Sie nicht Angst.
Und Malachai nahm es sich zur Aufgabe, ihr jene nehmen zu wollen.
Er liebte Verdania, keine Frage. So sehr und viel mehr, als er glauben konnte.
Nie würde er Sie verlassen, im Stich lassen.
Mögen Tausend Sienaras kommen, möge Inara plötzlich auch vor der Tür stehen und all die anderen Frauen, mit denen er glaubte, sein Leben verbringen zu würden...er würde seine Verdi nicht hergeben, für nichts auf der Welt.
Zulange hatte er davon geträumt, darum kämpfen müssen. Zuviele Schweißtreibende Tage der Unsicherheit, der Angst, seine Gefühle würden nicht erwiedert werden...zu lange...
Und nun lag Sie da, in seinen Armen, an ihn geschmiegt, mit dem gemeinsamen Kinde im Laib.
Er beugte sich vor, gab der schlafenden Schönen einen sachten Kuss, beobachtete, wie sie sanft auflächelte und sich mehr an ihn kuschelte.
Sie war eine sinnliche, wie starke Frau mit einem großen Herzen. Vielleicht...war Malachai nicht gut genug für Sie. Natürlich diese Angst, er könne ihr Schaden, ihr Leben ruinieren...doch selbst wenn der Tot selber vor ihm stünde und ihm unglück prophezeite, er könne nicht ohne Sie...er will ihr nicht fern sein. Er würde kämpfen...gar sterben für Sie.
Vorsichtig gleiten seine Finger durch ihr weiches, seidenhaftes Haar.
Er mochte es so sehr...wie sovieles anderes. Immer noch dachte er an ihren ersten Kuss. Als seine Lippen diese weichen, sinnlichen Ihren berührten. Nur ein paar Sekunden, doch für ihn blieb die Zeit stehen und sein Herz schlug wie verrückt.
Doch mehr konnte er sich in ihren Augen verlieren. Sie tief anblickend und dort drin das Glück erkennen, dass beide miteinander hatten. Eine schöne Zukunft sehen, die ihm alles Leid und Übel vergessen lassen. Für immer, als eine Familie.
Er verlor soviel in seinem Leben, er glaubte nie an Glück und klammerte sich nur an Momente ihrer Anwesenheit...unwissend, dass Sie auch so empfand.
Jede berührung ihrer Hände, jedes hinabgleiten seiner Fingerkuppen über ihre Haut...so zart und glatt, so wärmend und schön...wenn er in den Spiegel blickte, das zerfallene Gesicht, gebranntmarkt von Schlachten und Kämpfen, gezeichnet durch die große Narbe...sein Körper übersät mit den Wunden der Momente, als er die Klingen erhob und für das Leben fochte.
Jede einzelne hatte eine Geschichte zu erzählen...keine bereute er...hatte Sie doch eine Bedeutung, war Sie ein Zeichen dafür, dass andere Leben konnten.
Und dann sie im Gegenzug...so rein, so perfekt...
Wie konnte er nur so ein Glück haben? Es geschafft haben, dass so eine begehrte Frau sich für ihn Interessierte?
Mochte Sie auch sonst etwas über sich denken, sie sei nur eine "einfache" Schneiderin, Malachai wusste es besser.
Er vernahm die Blicke anderer Männer, wenn Sie an ihr vorbeiging.
Die Leiterin eines Gesellschaftshauses, die ehemalige Bürgermeisterin.
Sie war schon lange nicht "nur" eine Schneiderin.
Ja selbst Rafael...sein alter, jangjähriger Freund...selbst er offenbarte ihm, welch Glück Malachai doch hätte...wäre er Verdania wohl nie abgeneigt gewesen.
Der hohe Graf...der beliebteste Junggeselle auf dem ganzen Kontinent...der strahlende Ritter...und doch...blickte Verdania nicht auf seine glänzende Rüstung, sondern auf Malachais schwarze, verdreckte und mit verkrusteten Blut bedeckte Drachenrüstung...
Er besass kein blondes, füllendes und gelocktes , sondern nur pechschwarzes gekürztes Haar...sein Bart war nicht durch einen Meisterbarbier getrimmt, sondern stoppelig und eher notdürftig rasiert.
Und ihre Stärke und Zuneigung bewies Verdania aufs neue.
Wie ein kleiner Welpe mit diesen Knopfaugen blickte Sie ihn an, als Sie ihm beichtete, sie hätte seine Exfrau aufgesucht und mit ihr geredet.
Einerseits war Malachai wütend...darüber, dass man das Thema vielleicht Ruhen lassen wollte...andererseits, war es auch vielleicht nur Angst. Angst, dass die Frau, die er so sehr liebte und begehrte, Sienara verstehen würde...glauben würde, Sie hätte nichts falsch getan, sondern ihr Weggang, dieser Schmerz, den Sie ihm antat, gerechtfertigt gewesen wäre.
Mögen Tausend Städte den Schattenlord verachten und bespucken, es wäre ihm egal...doch würde SIE, die er so liebte, nur einen Funken Enttäuschung zeigen, könne er sich vor Leid das Leben nehmen.
Er war innerlich Stolz...auf Sie...
Sie sah, was er sah...sie waren eine Familie...es war nicht nur sein Problem...er müsse da nicht gemeinsam durch...nein...es war ihr Gemeinsames...und Sie würden es auch so überstehen.
Er freute sich über ihre Eigenhandlung, darüber, dass Sie der Konfrontation nicht aus dem Wege ging, sondern nur das wollte, was auch Malachai wollte: ein glückliches, gemeinsames Leben als Familie haben.
Und so war Malachai nur mehr und mehr sich sicher...Verdania ist die Frau, die er über alles liebt und liebte...bei der seit über einem Jahrzehnt sein Herz förmlich in ihrer Anwesenheit stehen blieb, um danach wie wild zu schlagen.
Und sie würden nun das Leben gemeinsam verbringen...für immer und ewig.
Verfasst: Mittwoch 11. Juli 2012, 18:00
von Gast
Ganz alleine und in Ruhe saß Verdania im Gesellschaftshaus, übte an der Laute und war recht überrascht als Sarah plötzlich in der Tür stand. Sie legte schnell die Laute hinweg und lächelte ihre zukünftige Schwägerin zu. Sie hatte Sarah schon sehr lange nicht mehr gesehen. Sie hatte schon ein schlechtes Gewissen, aber auch Angst. Durch die ganzen Streitigkeiten mit Mala und das dauerhafte Thema seiner Exfrau hat sie sich kaum nach Berchgard getraut. Sie wusste nicht wie sie hätte reagieren sollen hätte sie Malas Exfrau gesehen.
Doch an jeden Abend saßen sie im Gesellschaftshaus, erzählten recht viel. Verdania stellte noch einige Fragen und gab zu das sie mit dem ganzen Geschehen in der letzten Zeit überfordert war. Nach und nach lockerte sich die Haltung und Verdi kam auf die Idee mit Sarah einfach nach Menekur zu reisen. Sie hatte sich schon länger ein Kleid aus Menekur gewünscht. So kleideten sie sich dem entsprechend an und reisten mit dem Schiff auch schon los. Angekommen auf Menekur machen sich die beiden Frauen auf die Suche nach einer fähigen Schneiderin und so es die Götter wollten, hatten sie tatsächlich eine gefunden. Sie wurden freundlich empfangen. Nachdem sie fröhlich ihre Kleider in der Hand hatten machten sie sich auf den Weg zurück.
Verdi konnte sich vor Freude gar nicht halten und grinste breit, selbst als sie schon im Gesellschaftshaus waren. Sarah und sie gingen rasch nach oben in die Schneiderei und wollten sich für ihre Männer schick machen. Erst war Sarah dran und sie suchte sich ein sehr, sehr schönes Rot aus. Sie sah bezaubernd aus und Hudgarr wäre sicherlich überrascht, wurde er sie so nachher betrachten. Verdi schaute sich das Kleid an und die hätte sie gerne für einer der zwei Hochzeiten gehabt und färbte es ein. Zog es sich über und blickte fragend zu Sarah, welche ihr dann mit einen Lächeln zunickte. Voller Freude tuschelten sie noch eine Weile und da fiel Verdi ein, dass man jenes ja schon mit Sarahs Geschenk ausprobieren könnte. Auf den Weg nach Hause überlegte Verdi was Mala wohl sagen würde wenn er sie so sehen würde. Im Haus angekommen, erkundigte sich Verdania ob jemand ihre Männer zu Hause wäre, ehe sie mit Sarah in den Keller ging. Mit einen schmunzeln präsentiere sie ihr das Geschenk von Mala.. die Trauminsel der Beiden. Inzwischen Zeit zog sie sich das Kleid an und nahm den Schleier hinzu, befestige ihn leicht im Haar und wendet sich zu Sarah um und wartete auf eine Äußerung von ihr. Sarah schmunzelte etwas und nickte ihr zu. Somit hatte sie schon einmal für die Schattenhochzeit das Kleid. Nach so einen langen aufregenden Abend verabschiedete sich Sarah und kehre mit ihrem Kleid heim zu Hudi. Verdi tänzelte noch heimlich mit dem Kleid herum ehe sie erschöpft ins Bett fiel.
An den nächsten Tagen war auch schon Markt in Bajard. Verdi packte einige Sachen zusammen und brachte es zu ihren Marktstand. Einige hatten schon ihre Stände aufgebaut. Sie wollte nicht so lange als Schneiderhändlerin da sein. So hatte sie ihren Stand nur einige Stunden auf und brachte ihre restliche Ware wieder zurück zur Schneiderei.
Bastian wartete schon daheim auf seine Mama, er wollte doch auch noch mit seinen Bazz auf den Markt. So holte sie ihn ab und ging fröhlich gelaunt mit ihm zum Markt. Bastian bekam auch schon den ersten Saft, welcher die Zunge blau machte, von Aniviel geschenkt. Weiter über den Markt schlenderten sie bis zur Lairja, welches einen schönen Stand mit Pfannkuchen und Marmelade hatte. Bastian und sie bekamen auch schöne warme Pfannkuchen und Erdbeermarmelade. So setzten sie an den aufgebauten Tisch und aßen ihn genüsslich auf. Bastian wollte noch einige Bonbons haben und so gingen sie weiter zum nächsten Stand, dort würden sie auch schon fündig und Bastian suchte sich die schönsten Regenbogenbonbons aus. Mit einen schmunzelt blickte Verdania zu ihm, nahm seine Hand und wendete sich in die andere Richtung herum. Etwas weiter entfernt stand auf einmal Sarah. Verdi sagte zu ihren Kleinen das dort Tante Sarah stehen mag und so lief er herüber. holte seinen Bazz heraus und zeigte ihr voller stolz sein Spielzeug.
Dies war das erste Mal das Sarah und Bastian sich sahen und kennenlernten. Sie setzten sich noch einmal kurz an den Tisch und der Wurm spielte herum. Bei Sarah hoben sich die Mundwinkel und meinte zu Verdi das er recht viel von ihr hätte. Da hatte sie irgendwie schon Recht. Er war genauso aufgeweckt und neugierig wie Verdi. In ihn schlummerte so viel Phantasie und Lebensfreude. Doch etwas erschöpft nahm er an der Seite seiner Mutter platz und lehnte sich an ihr. So brachte sie ihn Heim und lud Sarah noch auf einen Tee zu sich. Welche auch nach kurzer Zeit nachkam. Sie musste ihr unbedingt noch etwas zeigen. Sie bekam von Vincent der Händler ein kleines Samtpäckchen, verbunden mit einer Schleife. Daheim packte sie es vor Sarah aus und ihre Augen wurden immer größer.
Feinster Stoff mit einem verarbeiteten Samtgürtel enthüllte sich. So eilte sie kurz um die Ecke und zog sich das Kleid über. Trat hervor und ihre Augen leuchteten so hell und glücklich auf. Das Kleid war von allem was sie je gesehen hatte das schönste. Dies sollte ihr Hochzeitskleid werden. Sarah bestaunte es ebenso und lächelte auf. Es war ein Traum. Doch auch an diesen Abend war es sehr spät geworden und so machte sich Sarah erneut auf den Weg nach Hause und Verdi legte sich mit einen strahlen im Gesicht ins Bett. Sie konnte den Tag kaum noch erwarten. Doch so gingen ihr auch noch einige Dinge durch den Kopf. Es mussten noch recht viele Sachen vorbereitet werden.
Ob Mala wohl schon die Ringe bestellte hatte oder für sich ein Hochzeitsanzug. Er sollte nicht in ganz schwarz kommen. So würde sie ihn nicht heiraten wollen. Sie schmunzelte bei den Gedanken. Ob der Strand genauso war, wie sie sich dies vorgestellt hat… Mit so vielen Gedanken schlief sie ein denn morgen hatte sie einen schweren Weg vor sich.
Sie wusste von Sarah, dass wohl Mala seine Exfrau Sienara am morgigen Tag bei ihr wäre und sie doch einmal vorbei kommen könnte sofern sie mit ihr reden mag. Und dies tat sie auch am nächsten Tag. Ihr Magen drehte sich auf den Weg dahin, am Tor angekommen wurde ihr richtige schlecht, ihr Gesicht immer blasser. Doch dies musste sie nicht nur für Mala machen, nein es war auch wichtig für sie. Sie wollte von ihr hören ob sie sich zwischen beiden stellen wollte oder nicht. Etwas beruhigter ging sie wieder Heim als man jenes geklärt hatte und ihr Verlobter saß schon daheim und wartete auf sie. Wie er wohl darauf reagieren würde? Er mag gewiss sehr sauer werden das Verdi sich eingemischt hatte. So nahm sie seine Hand und ging mit ihm nach oben. Blickte ihn an und seufzte etwas. Mala kannte sie natürlich und wusste das da etwas war. So fing sie auch schon alleine an zu erzählen. Immer wieder blickte sie ihn an und wartete auf seiner Reaktion. Doch er blickte sie nur an ehe er sich doch etwas aufregte. Doch es schien ihr mehr etwas Angst, Wut über das Ganze zu haben. Mala sagte war immer, er könnte Sienara das nie verzeihen doch auch er musste irgendwann mal nachgeben. Er hatte ab und an doch einen Dickkopf. So erzählten sie noch eine Weile und schliefen dann Arm in Arm ein.
Verfasst: Montag 30. Juli 2012, 15:30
von Malachai Schwarzmourne
Langsam schien die Stimmung besser zu werden. Zumindest schien es so. Man gewöhnte sich an die neuen Situationen, an Sienara, an Malachais Tochter, auch an das kleine Geplänkel mit Selina und Arsen.
Die Hochzeitsvorbereitungen waren im vollen Gange, und je näher der Tag rückte, umso angespannter schien man doch zu werden.
Sicher, Malachai sehnte diesen Tag herbei, den Moment, wo er ihr das "Ja" Wort zusprach und somit unter den Augen aller Gäste beteuerte, sie zu lieben und dies für den Rest seines Lebens.
Eigentlich wünschte er sich nie etwas anderes. Als er vor gut 15 Jahren nach Gerimor kam, einzig dem Willen, eine Arbeit zu finden und ein Heim zu bauen, seine damalige Geliebte herzubringen und ein ruhiges, friedliches Leben zu führen.
Er wollte nie das sein, was er geworden ist, es reichte ihm auch ein einfacher Bauer zu sein, oder Handwerker. Halt ein ehrlicher Beruf für ehrbare Menschen.
Und bei den Göttern, lief einiges nicht einfach so beschissen, wäre er sicher auch gläubig und fromm geworden, wäre zu Messen gegangen und hätte sich predigten angehört.
Doch nur selten, das lernte er schnell, ist man wirklich der Schmied seines Schicksales.
Man wird unter einer Flagge hineingeboren, aus dem man nicht herausbrechen kann und bekommt ein Brandmahl gelegt, welches man ewig bei sich trägt.
Und er sah es, jedesmal, wenn er in den Spiegel blickte, in seine trüben, vom Leid und Tot geprägten Augen schaute...diese Narbe, sein Brandmahl, welches ihn auf ewig verunstalten liess.
Doch diese Zeit sollte vorbei sein, er kämpfte, er wurde stärker, er begann, aus dem Teufelskreis auszubrechen und war nahe daran, dafür sein Leben zu beenden.
Bis zu dem Tage, als er die Augen öffnete, sie wirklich öffnete und mehr erblickte, als das, was physisch vor ihm stand. Dieses zarte Lächeln und der Blick in diese ehrlichen, liebenden Augen.
Der Moment, als er Verdanias Hand berührte und ihre Lippen mit seinen küsste.
Er wollte alles nicht mehr, nein, er besann sich darauf, was er wirklich wollte, nicht, was er war.
Er wollte Sie, er wollte das Leben mit ihr wählen, mit ihr Alt werden und glücklich, mit ihr Kinder bekommen und eine Familie gründen.
Die Last des Leides ablegen und alles hinter sich lassen, die Klingen in die Ecke stellen und als stehendes Warnmal ruhen lassen.
So sehnte er den Tag herbei, er veränderte sich, er strich nicht mehr des Nachts durch die Gassen und Wälder, pflegte kaum noch Kontakte zu zwiellichten Gesellen.
Ja, einem alten Hund mag man keine neuen Tricks beibringen können...doch man könne ihn erziehen und so begann er, geselliger, fröhlicher zu Leben, auch einmal zu lächeln und den Moment zu geniessen.
Sicher, ab und an brach sein altes Ich heraus. Oft ein Grund, weshalb es Streit mit der Frau gab, die er liebte. Und dennoch, selbst dann, wenn Sie sich stritten, spürte er ihre Liebe und alleine ihr Anblick liess ihn besinnen.
Er würde nie aufhören, vorsichtig zu sein, noch weniger würde er verlernen, die Waffen für die, die er liebte und beschützen wollte, zu erheben.
Ab und an mag seine Reaktion radikal wirken, mag eine Kleinigkeit übertrieben sein. Doch er sah zuviel schrecken und zuviel nahm man ihm im Leben. Er würde nie zulassen, dass man ihm auch Sie wegnehmen würde.
Nein, eher würde er jeden randalierenden und drohenden Trunkenbolt aufspiessen, möge man ihn hassen dafür, alleine nur um Sie in Sicherheit zu wiegen.
Doch ab und an gibt es Mächte, auf die auch der Schattenlord wenig Einfluß nehmen kann.
So auch die letzten Tage vor der Hochzeit. Es wurde noch viel geplant, Verdi stürzte sich förmlich neben der Planung in die Arbeit, veranstaltete eine Modenschau, bediente die Kunden, war Mutter und baute sogar mit am Heime um.
Er tat zu wenig, das merkte er. Doch verdammt sei er, dass ihn gewisse Dinge soviel Zeit frassen. Er wünschte, er könne öfters und mehr da sein. Gewisse Dinge mit ihr gemeinsam verrichten.
So musste kommen, was unvermeintlich war, als nach einem streßigen Tage, andem Malachai vielleicht sich im Recht fühlte, aber nicht unschuldig war, sie Abends unter Bauchschmerzen verkrampfte und zusammen sackte.
Sein Herz blieb stehen, wieder diese Angst, diese Hilflosigkeit.
Er trug Sie direkt hinab, fragte Sie förmlich aus. Er versuchte sich seine Angst nicht anmerken zu lassen, wollte Sie nicht beunruhigen, doch innerlich zitterte er, begann im Kopfe, sich selber zu hassen und zu verfluchen, dass er soetwas zuliess.
Er kochte ihr erst einmal etwas, sie hatte noch nichts gegessen. Törricht, sicher, denn Sie war Schwanger, sie musste sogar für 2 Essen.
So ritt er auch alsbald los, geschwind in dunkler Nacht gen des Heilerhauses. Es war voll, es gab wohl einen Zwischenfall, doch er bekam etwas Medizin und das Versprechen, dass alsbald ein Heiler nach ihr sehen würde.
Das war ihm nicht genug, er hätte am liebsten alle Wachhabenden umgehauen und einen Heiler an den Haaren zu Verdania geschleppt. Doch nein, sie würde es missbilligen, die Menschen brauchten auch die Heiler und so nickte er, unzufrieden die Medizin nehmend, doch seinen innerlichen Zorn verbergend und ruhig wieder Heim reitend.
Glücklicherweise dauerte es nicht allzulange, als Kilian vor der Türe stand. Ein guter Mensch, der auch einst Bastian heilte. Es gab nur wenige Menschen, denen Malachai seine Verdania blind vertrauen würde...Kilian war einer davon.
So gab es schnell eine Diagnose, einiges an beruhigender und schmerzlindernder Tränke und viel Schlaf, ehe er von dannen zog und Verdania schonte sich die Tage, ruhte sich aus, auch ungewollt, da Malachai förmlich an ihr kleben blieb und Sie nicht alleine lassen wollte.
Ja, er wäre ihr sogar ins stille Örtchen gefolgt, doch das liess seine Verlobte nicht zu.
So normalisierte es sich allmählich, die Trauung stand vor der Türe.
Die letzten Sachen wurden erledigt, die Trauringe abgeholt und die Frauen tuschelten immer verdächtiger und wurden Rot vor Lüge, wenn er den Raum betrat.
Doch er musste schmunzeln, er war nicht neugierig...zumindest nicht mehr so stark wie früher und freute sich darauf.
Er dachte sich schon, dass es um soetwas ging wie das Kleid und er freute sich einfach darauf.
Ja, auch er holte sich feine Kleidung. Sie waren zwar überwiegend Schwarz, doch gab es viele Weißstiche und es war kein Drachenleder. Er wollte einfach nur der perfekte Mann für Sie sein, ebenso wunderschön, wie Sie es wäre am Altar stehen.
Er hätte sogar dieses grässliche Grün getragen, wozu er förmlich auf der Modenschau genötigt wurde. Aber das war glücklicherweise nicht nötig.
Und so war der Tag der Trauung da, Malachai und Verdania entschieden, bis zum Traupunkt den Tag getrennt zu verbringen, damit Sie sich in Ruhe einkleiden lassen konnten.
Malachai blieb in Bajard, eigentlich könne nichts schief gehen...eigentlich.
Doch wer wären die beiden, wenn wirklich alles glatt, gar perfekt laufen würde?
Nein nein...das wäre zu einfach...und so erreichte ihm zu spät die Nachricht, ihr Kapitän, der Sie trauen wollte, wäre verhindert, krank, irgendwo auf See gekentert oder sonst etwas...Malachai hörte einfach nicht hin, sondern merkte nur, wie in seinem Kopf schallte, dass Sie niemanden hätten, der Sie trauen könne.
Er ritt direkt los, er suchte, überall..Druiden...Shamanen...Kapitäne...doch niemand fand sich...solange, bis er am Hause stand, Verdania überrascht, dass er schon da war und schnell erkennend, dass etwas nicht stimme.
Sie brach in Tränen aus, als er ihr sagte, er hätte niemanden für die Zeremonie, es war auch schon kurz vor der Stund, wo die Gäste kamen und innerlich war er zerfressen.
Er hasste sich selber, dass er versagt hatte, mehr aber, dass er den schönsten Tag der Frau ruiniert habe.
Sicher, würden einige sagen, was könne er dafür? Es ist eine verkettung verschiedener Dinge, die dazu führten. Fehlkommunikationen, spontane Absagen...und dennoch...sie so zu sehen...so weinend...das zerfrass ihn so sehr, dass er sich am liebsten selbst geschlagen hätte.
Diese Hilflosigkeit, zu wissen, er könne Sie jetzt nicht glücklich machen, so, wie er es ihr versprechen wollte, liessen ihn ganz Krank im Kopf werden.
Sie schickte die Gäste weg, weinend, hörte man Risse, er wusste, es war ihr Kleid....er hatte alles ruiniert.
Doch dann kam ein Gedanke, etwas, was Sie schon einmal besprochen hatten...warum sollte Beldan sie nicht trauen?
Die Zeit wäre egal, so fände die Trauung eine Stunde später statt, und die Gäste würde er alle holen.
Erst schien Verdania nicht so angetan, mag ihre Reaktion aber aus der Trauer und Wut der Geschehnisse entstanden sein, sprach Sie es später wieder an, man solle ihn Fragen.
Ihr war auch egal, wo Er Sie trauen würde. Wichtig war ihr nur, dass Sie getraut werden.
Und Malachai war es ebenso egal, doch sah er seine Chance, alles wieder gut zu machen.
Er liess Tauben fliegen und ritt sofort zu Beldan. Er stimmte zu und dann klapperte Malachai alles an. Jedes Haus und jeder Ort der der Gäste und rief Sie zusammen...es dauerte nicht lange, bis Sie alle wieder vor ihrem Anwesen standen und Malachai ins Haus stürmte, sich umzog und dann, mit den ersten Gästen zur Insel reiste.
Sein Atem ging schnell, sein Herz raste wie Wild, als er am Traualtar stand, nach und nach die Gäste kamen, seine Schwester Sarah an seiner Seite...und erst dachte er für einen Moment, es läge an der Hektik und dem beinahe Zusammenbruch der Trauung...bis er merkte, dass er aufgeregt war...denn er würde nun die Frau heiraten, die er so sehr liebte und mit der er sein Leben verbringen würde.
Es war kei Streß, der ihn zittern liess...nein, es war Freude und Glück.