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Verfasst: Samstag 29. November 2008, 22:09
von Der Erzähler
Unzählige Tage schon währt die düstere Herrschaft des Mondes. Erbittert verteidigen die Kinder Eluives ihren Lebensraum.
Die Geschöpfe der Schatten strecken unaufhaltsam ihre Hände aus.
Darüber wird eine neue Bedrohung beinahe übersehen: Schon immer standen die Wellen der Meere in engem Zusammenhang mit dem Weg des Mondes. Sein Stillstand hemmt die Wassermassen. Nichts geht mehr seinen gewohnten Gang.
Langsam ziehen sich die Wellen zurück, geben den Boden preis, den die Meere für sich beanspruchen. Gleichsam werden die Kreaturen, welche in ihrem feuchten Gefängnis saßen, ihre neugewonnene Freiheit nutzen. Von den Küsten strömen sie über das Land, gesellen sich zu den Schergen der Nacht... während in nicht allzu weiter Ferne sich die Wassermassen zu gewaltigen Wänden türmen und unheilverkündend in den Himmel wachsen.
Wehe dem, der nicht vorbeireitet...
Vom Durst und andren Widrigkeiten
Verfasst: Sonntag 30. November 2008, 03:09
von Thancred
Vom Durst und andren Widrigkeiten
Müde von seinem Weg in den Berg kam der Zausel zurück zum Kontor,
Cirmias lob hielten dien großen Felsbrocken wohl; und auch zu weiteren Felsstürzen im Gang war es nicht gekommen. Dennoch umwölkten Sorgenfalten die Stirn des alten Schmieden nur nahm die zahl der von Krathor verfluchten Wesen nicht ab. Ganz im gegenteil wieviele KNochenfürsten und seelenlose Chimära und Maden er auch Niderstreckte die ahl dieser wesen wesen stieg mit jedem male das er wagte diese unheilige Stätte zu betreten aufs neue. der Gestank nach Tod und Schlimmerem gar wehte nun aus dem Höhlenrund
Kreaturen die aus verwesenden Maden zu bestehen scheinen und verdrehte Knochenchimären die gradewegs aus dem Alp eines vom Fieberwahn Geschüttelten entsprungen sein mussten besudelten den Berg mit ihrem Dasein, nur mit müh und Not gelang es ihm den Weg bis zum Stolleneingang sich freizukämpfen und mit einem Ächzen schleppte er sich zurück; sich grade noch die Fingerknochen und Klauenreste aus dem Kettenhemd puhlend, wollte er bei Hinrich und einem gut gezapften Bier den Geschmack in seinem Mund loswwerden, der sich augenblicklich irgendwo zwischen eingeschlafenen Füßen und dem eitrigen Auge der letzten Chimäre bewegte dass ihm halb über das Mundtuch gespritzt war.
Aber neben Humor schienen die Götter auch ein gerüttelt Maß an verlangen nach Tragik zu besitzen, denn grad als er aus dem östlichen Bogen trat kam ihm auch schon der Fischstandbesitzer Zeternd und fluchend entgegen,.. doch Thancred hatte nicht Nachts geschmiedet und Staffan hatte auch keine Bratpfanne dabei.
Statt dessen schrie er im Vorbeihasten "Dammich Seeungeheuers!"
" nichjenochdassemirdieNetzezerreissn nääh! nukommde Drrreckskroagn auchnochanLand un fressnmirmeinStandleer ! Doarsolloch der Klabauderdreinschlaachn !* Mit den Worten rannte er mit beinah so rotem Kopf wie sonst seine Shrimps zur Werft und bald konnte man ihn mit einem riesigen Enterhaken wieder auf die Kraken zustürmen sehen.
Drei der vielarmigen Tentakelwesen schleppten sich über die Kaimauer des Hafens und das Rumpeln aus deer Fischbraterei liess vermuten dass Staffan mehr solcher Gäste hatte. Thancred nahm die Eisenwalder von der Schulter und legte den ersten Bolzen auf. Mit metallischem Schlag
begann der gefiederte Gruß des Schmieden seinen Flug und mit einem fleischigem Schmatzen verschwand er in einem der Saugnapfbewehrten Arme,.. kaum eine Wunde war zu sehen wie schon einige male an diesem Tage gingen die berühmten drei hochphilosophischen Worte im Kopf herum
Scheiße! Scheiße! Scheiße! was ist dass den schon wieder? Ich wll doch bloß ein gutes Dunkles! ist dass denn zuviel verlangt?
Diese und ähnliche Überlegungen beschäftigten den Geist des Zausels; sein Körper aber war weitaus mehr mit rennen und nachladen beschäftigt
denn für so eine durchschittliche Krake war sie an Land verflucht schnell
das musste man ihr lassen.
Bolzen um Bolzen schlug in die gummiartigen Arme. Doch nur sehr langsam zeigte der Beschuss wohl Wirkung und als er die Krake beinah in einen Igel verwandelt hatte erlahmten schliesslich ihre versuche ihn zu packen und zu erdrosseln.
THAAANNNCHRÄÄÄÄD das war Staffans Organ ja wirklich er hieb mit einem Beil und dem Enterhaken auf ein weitres der Untire und um seinen Fuß wand sich schon der nächste Tentakel
während das Dritte der Seeungeheuer sich schmatzend über ein Faß Salzheringe hermachte
DEI FRESSN MEIN LOHHDN LEEER also hatte die gute Armbrust noch immer keine Ruhe und der Tanz von Bolzen und Fangarm begann von neuem
Salzhering schien stark zu machen denn beinah bis zum Mietstall trieb den Schmied der Übermannsgroße Mollusk. Wieder und wieder peitschten die Tentakel und der Zausel war sicher heute würde er zwar blau sein aber zu seinem Bier würd ers nicht mehr schaffen wenn das so weiter ging.
Schwer athmend und mit einem auf einen kläglichen Rest zusammenschrumpften Bolzenvorrat humpelte er zurück zu Staffans Braterei wo dieser auch schon mit dem Beil den letzten der Besucher zerlegte " Obmendei Tentakln Brodnkönnt? " knurrte er sinnend zu Thancred ein von der Axt abgetrenntes Stück des Kraken in den Händen haltend. " Lass uns das bei Hinrich oben bereden bevor ich noch verdurste " Knurrte der Schmied, und so wankten und humpelten beide nichtsahnend auf Hinrichs Kneipe zu und auf das Schild an der Tür
welches dem frohgemut zu solch Nachtschlafener Stund anklopfenden wohl sagte :
"GESCHLOSSEN"
Verfasst: Sonntag 30. November 2008, 13:21
von Savea Falkenlohe
Sie schob sich eine Strähne, die sich aus dem Zopf gelöst hatte, hinters Ohr. Eine beiläufige Geste, ehe sie fort fuhr den Brotteig zu kneten. Im ganzen Haus roch es nach frisch Gebackenem und auf dem Tisch türmten sich bereits fertige Brotlaibe, Kuchen und Kekse.
Eine Tasche stand bereit, gefüllt mit geräucherten Würsten und Schinken sowie Äpfeln, alles nicht schnell verderbliche Ware.
Es war alles besprochen, nun galt es zu handeln.
Der durchgewalkte Teig fand sich rund geformt auf der Feuerstelle wieder, nahm den Platz von einem soeben fertig gebackenen Brot ein, welches sie zum Abkühlen zur Seite stellte und in Gedanken alles noch einmal durchging.
Spjall würde sich um die auf Lameriast lebenden Menschen kümmern und ihnen Obdach bieten, im Notfall. Zudem würde er mit einigen seiner Leute die Minen herrichten für Notunterkünfte.
Hier sollte ähnliches geschaffen werden, Notunterkünfte in den Minen Berchgards für die dort Lebenden und für die Bajarder, die sich nicht scheuten, Hilfe in Form von Zuflucht vom Reich anzunehmen. Milady würde dies auf der Sitzung mit der Bürgermeisterin von Berchgard erörtern.
Es mußten Schlafmatten besorgt werden, Heiler sollten zur Stelle sein und genügend Speisen und Wasser. Shaya und sie wollten so schnell wie möglich von Haus zu Haus um Spenden zu erbitten, damit von allem ausreichend da sein würde.
Nachdem die Kunde auch das Anwesen erreicht hatte, dass das Meer sich zurückzog, war nun Eile geboten.
Verfasst: Sonntag 30. November 2008, 21:41
von Joanna
Es war soweit. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen.
Das Pentagramm, erschaffen aus dem Blut Unschuldiger, wartete nur darauf, der Verbindung zum Meister zu dienen. Schwarze Kerzen umrahmten das Pentagramm und selbst die nachtschwarzen Raben, seine Gefährten, waren bereits eingetroffen, krächzten hie und da leidig und durchbrachen damit die grabesähnliche Stille. Die Kerzen flackerten unheilvoll, warfen geisterhafte Schatten und wurden umrahmt von der erdrückender Dunkelheit. Eine Dunkelheit die nun schon seit Tagen vorherrschte und bei so manch einem Besorgnis und Angst herauf beschwor. Nicht aber bei seinen Dienern. Es war ein willkommenes Geschenk, um in seinem Namen Schrecken zu verbreiten und Verderbnis zu sähen.
Dennoch warf die Dunkelheit bei einigen Dienern Fragen auf. Dass der Richter sie erschaffen hatte, stand ohne Frage, oder steckte doch etwas anderes dahinter? Welchen Zweck hatte die Dunkelheit und was erwartete der Meister. Was war zu tun?
Um diese Fragen zu beantworten, hatten sie sich also versammelt.
Joanna war von einer seltsamen Unruhe befallen. Eine Mischung aus Erregung, Spannung und Angst. Würde das Ritual gelingen? Und selbst wenn, würde Krathor sich dazu hinab begeben, sie anzuhören? Ein leises Gemurmel riss Jo aus ihren Gedanken. Ihre grau-grünen Augen glitten hinüber zu dem jungen Mädchen. Angekettet stand es in der Mitte des Pentagramms. Weder wusste sie dessen Namen, noch wer sie war. Es war einerlei. Ihre Seele gehörte ihm, seit dem Zeitpunkt, an dem Therian sich ihrer bemächtigt hatte. Es gab keinen Ausweg mehr, ihr Schicksal war besiegelt.
Nachdem ein paar der Diener ausschwärmten um die Umgebung zu sichern, nahmen die Anderen Aufstellung um das Pentagramm auf. Nach ein paar kurzen erklärenden Worten, stellte sich Aina, eine der Dienerinnen die erst seit kurzem seinem Weg folgte, in die Mitte, zu dem jungen Mädchen. Aina sollte als Medium dienen, durch welches Krathor sprechen könne, so er wollte. Nach und nach, stellte ein jeder der Diener und Dienerinnen, eine geistige Verbindung zu Aina her. Jene Verbindung sollte das Medium stärken, auf dass es mit der Macht aller gestärkt, die Verbindung überhaupt ertragen konnte. Und sollte etwas schief gehen, - Einerlei. Ein Verlust, der sicher hin zu nehmen war, solange ein Ergebnis zu verzeichnen war. Der Ritualdolch lag bereit, die Verbindung zu Aina war stark, alles war so wie es sein sollte.
Nachdem sich Joanna auf eine Blutslinie des Pentagramms kniete, atmete sie einmal tief durch, verbannte jegliche Nervosität aus ihrem Geist und begann klar und deutlich zu sprechen:
"Seelenherr.
Richter der Lebenden, wie auch der Toten..
Wir, deine Diener, die Tod und Verderbnis bringen, über diese Welt..erbitten deinen Beistand..
Gebieter unserer Seelen,
In Ehrfurcht knien wir nieder, auf dass dein Wille geschehe!
Nimm dieses Opfer...eine reine Seele,
auf dass deine Macht gemehrt werde!
Und erhöre unser Flehen.
Möge ihre Seele in ewiger Finsternis ertrinken
Möge jene Ungläubige niemals zur Ruhe finden
Möge ewige Qual und Leid, ihr Schicksal sein."
Der Ritualdolch glitt mühelos in den Leib der jungen Frau. Geführt durch Therian’s Hand, dessen Blutdurst offenbar noch nicht gestillt war. Und so schnitt er ein Loch in die weiche Haut, riss die Haut ab, um der Unglückseligen schlussendlich die Kehle durch zu schneiden.
Joanna hielt nicht viel von diesem unnützen Blutvergießen, wäre ihr ein sauberer Schnitt durch die Kehle weitaus lieber gewesen, aber das war Therians Sache. Die Seele der jungen Frau glitt in Krathors Reich hinüber, zurück blieb nur die leblose Hülle, die einst Mensch war.
Lautlos erhob sich Joanna, um an Aina’s Seite zu treten. Nun galt es sich zu beeilen. Ein präziser Schnitt über deren Handgelenk, führte dazu, dass einige Tropfen Blut zu Boden fielen und sich mit dem Blut des Opfers vermischten.
Dann erhob Joanna erneut ihre Stimme.
"Erhöre unsere Bitte.
Gib uns Antwort auf unsere Fragen
Offenbare uns die Wahrheit!
Offenbare uns dein Wissen und deine Weisheit..
Auf dass deine Diener auf der Irdischen, in deinem Sinne, für dich streiten mögen..."
Wabernd und irgendwie unreal, erschienen langsam die Schemen einer Gestalt.
Das war so nicht geplant. Aber was verlief jemals so, wie man dachte? Das geisterhafte Wesen bewirkte eine deutliche Veränderung im Lied. Ein beklemmender, bedrückender Gefühlssturm, der Joanna fast zu übermannen drohte. Wie es den Anderen ging, nahm sie gar nicht mehr wahr. War doch ihr Blick, wenn auch demütig gesenkt, auf die Gestalt gerichtet.
"Seelenherr, wir bitten um Antworten auf unsere Fragen.."
"Willst du sie oder bettelst du nur?"
Erklang die verzerrte Stimme der Präsenz, höhnisch. Joanna war überrascht und erschrocken zugleich. Dass sie auf diese Art und Weise Antwort erhalten würden, hätte sie nicht gedacht.
"Ohne Zweifel ist die derzeitige Dunkelheit, das Werk des Seelenrichters, doch welchen Zweck hat diese?"
"In der Sonne wächst das leben in der Dunkelheit der Tod."
"Und was können wir tun, um die Dunkelheit länger Aufrecht zu erhalten?"
"Geht den Weg den ich euch zeigte."
"Wir hörten von einem Priester, von einem 'Unheil, das Wasser bringt'
Sollen wir unsere Bemühungen dahin lenken?"
"Die Macht des Mondes wird das Wasser leiten.."
"Doch was genau sollen wir diesbezüglich tun?"
"Nutzt meine Geschenke!"
"Kannst du uns etwas über die Pläne unserer Feinde verraten?
Sie werden etwas gegen die Dunkelheit unternehmen wollen.."
"Ihr kennt euren weg
Erweist euch als würdig...ihr seid doch würdig?"
"Dem Seelenherr zu dienen, ist unser Leben."
Joanna war enttäuscht.
Verwaschene Antworten, waren es, mehr nicht. Keine Hinweise, die irgendwie zu gebrauchen waren. Die Präsenz verblasste wieder, viel schlauer als zuvor, waren die Diener jedoch nicht.
Oder mussten sie nur genauer hinhören und genauer hinsehen, um zu verstehen?
Verfasst: Montag 1. Dezember 2008, 10:04
von Kanubio Bunjam
Die Mine hätten somanche gerne als Evakuierungsort genutzt, doch das war eine Schnapsidee. Sie lag viel zu tief, ihre Stollen führten abwärts und wenn die Flut tatsächlich anrauschen würde, würde sich die Mine als gefährliche Falle entpuppen.
Trystjarn entsandte Kanubio in die Berge. Lidwina richtete ihm ein dickes Proviantpaket her. Er besah es sich flüchtig und freute sich über den, seinem ewigen Hunger angemessenen Umfang. Spät nachts noch ritt er los. Als er aus der Türe der großen Halle trat, lag Schnee.
Kanubios erste Idee war, einen Pfad entlang des Wasserfalls zu finden. Er stellte sein Pferd bei der Mine ab, belud sich mit Feuerholz, seinen Waffen, einer Picke, dem Proviantbeutel und einigen Kleinigkeiten. So machte er sich auf den Weg, versuchte den Aufstieg über vereiste Felsen, der aber scheiterte. Gut, dass Wina nicht da war. Sie hätte ihm wieder einmal die Leviten gelesen über diese Schnapsidee.
Er suchte weiter, probierte da und dort, ins Felsmassiv einzudringen, doch alle Wege, die zuerst als geeignet erschienen, endeten vor steilen Felswänden. Als er schon fast die östliche Küste Lameriasts erreicht hatte und schon recht verzweifelt war, zischte etwas Weißes auf ihn zu. Abrupt hielt Kanubio inne und sein Gegenüber ebenfalls. Es war ein weißer Hase, der sich auf die Hinterbeine setzte und ihn erschrocken musterte, genau wie Kanubio ihn. Ein weißer Hase? So etwas hatte er hier noch nie gesehen.
Das Tier wandte sich um und hoppelte davon, hinein zwischen die Felsen. Kanubio folgte seiner Spur, zwängte sich mit seinem Gepäck an einigen großen Steinen vorbei und stieg höher. Es gab Eisbären, überlegte er dabei. Kam so ein weißer Hase auch aus dem Eis?
Manchmal war es leicht, der Spur zu folgen. Stellenweise wurde es schwieriger, da sie vom immer heftiger wehenden Wind verblasen wurde. Höher und höher erklomm er das Gebirge. Fast hätte er es übersehen: das kleine Loch im Schnee, in das die Spuren des Hasen führten. Als er sich niederbückte, um es genauer zu betrachten, löste sich ein kleines Schneebrett über ihm, knallte auf seinen Schädel und seinen Rücken und durchnässte ihn völlig. „Verdammt, schon wieder auf den Kopp!“ fluchte er.
Als er sich aufrichtete, sah er den Höhleneingang, den der Schnee freigegeben hatte. Zitternd vor Kälte und bereits völlig erschöpft machte er sich dran, ihn zu untersuchen. Er entzündete eine Fackel und sah sich um, drang tiefer ein und staunte nicht wenig. Da war tatsächlich eine riesige Höhle, trocken und weitläufig, wie er es niemals erwartet hätte.
Völlig durchgefroren ließ er sich nieder, entzündete ein kleines Feuer und packte den Proviant aus. Das am Feuer notdürftig erwärmte Fleisch mundete, wie selten zuvor und der heiße Met belebte seine Lebensgeister.
Geister! Die Geister des Berges! Wina hatte ihm auch für diese etwas eingepackt. Es musste sich dabei wohl um den Honig und die Milch handeln. Kanubio deponierte dies in einem Seitenzweig der Höhle, mit einem innigen Dank an jene und die Ahnen, dass sie ihn diese Höhle hatten finden lassen. Und für den Hasen legte er einen Kanten Brot dazu.
Die Höhle eignete sich. Sie war riesig und würde allen Platz bieten. Allerdings gab es hier oben außer Schnee und Kälte nichts. Sie würden alles, aber auch wirklich alles heraufschaffen müssen, um zu überleben. Proviant, Feuerholz, Felle, Futter für die Pferde und vieles mehr.
Nun musste er an den Abstieg denken. Um den Weg sicher wiederzufinden, würde er sein Hemd opfern und mit der Picke könnte er gleich die größten Steinbrocken beiseite wuchten, um den Weg für Pferde gangbar zu machen. Reiten würden sie nicht können, aber die Packpferde könnten ihn schaffen.
Als er mit dem Hemd in der Hand vor die Höhle trat, fuhr ihm trotz seiner warmen Gewandung und dem Fellumhang eisiger Wind in die Knochen. Er blickte ins Tal. Unter ihm lag das Gebiet der Tiefländer, doch die Dunkelheit hüllte es ein. Der Ausblick von hier an einem klaren Tag im Sonnenlicht müsste herrlich sein.
War der Aufstieg schon hart, wurde es der Abstieg noch mehr. Da und dort befestigte Kanubio einige Fäden aus seinem Hemd, um den Weg zu markieren. Hier und dort teilte er einen Felsbrocken, um ihn leichter zur Seite schaffen zu können und den Weg gangbar zu machen.
Als er am Fuße des Gebirges angekommen war, schleppte er sich in die Mine, sank völlig erschöpft zu Boden und wärmte sich erst einmal an einem kleinen Feuer, bis er zur Seite kippte und vom Schlaf übermannt wurde.
Verfasst: Montag 1. Dezember 2008, 13:42
von Lamentinu Celebren
Mit des Feuers schwarzem Qualm
Weisheit wird hinfortgeweht.
Ängstlich Hoffen einz'ger Halm
in den Stein gemeißelt steht.
Mit der Menschheit Aberglauben
düstre Zeiten brechen an.
Frieden bringen weiße Tauben,
Wenn die Weisheit hoffen kann.
Scheint des Wassers steter Fluss
mit den Strom der Zeit zu gehen,
Eine Hand ihn teilen muss,
um die Hohezeit zu säen.
Normalerweise erschien Lamentinu pünktlich zu Versammlungen. Und normalerweise hätte sie einen Bogen um ihren Gartenteich gemacht, wenn das Wasser winterliche Temperaturen annahm. Doch heute sollte all das ganz anders sein. Sie hatte alte Verse gefunden... zwei der Spuren waren im Sande gelaufen, doch ein kurzes Gedicht nur hielt sie in seinem Bann. Wieder und wieder las sie jene drei Strophen. Was war damit gemeint? Das Ende einer Zeit des Wissens. Ein Gegenpolereignis, eindeutig. Ein Ereignis bei den Menschen, ihr Aberglaube spielte schließlich eine Rolle. Soweit nichts Besonderes... doch dann eine Prophezeihung. Weiße Tauben... sie hatte keine gesehen. Aber vielleicht waren jene auch ganz woanders.
Scheint des Wassers steter Fluss
mit den Strom der Zeit zu gehen
Was könnten ihr die beiden Zeilen sagen? Im Kreislauf der Zeit steuerten sie auf einen Tiefpunkt zu, eine dunkle Periode. Wasser, das abfiel? Ein feines Lächeln huschte über ihre Züge. Natürlich: ein Wasserfall.
Eine Hand ihn teilen muss,
um die Hohezeit zu säen.
Diese Worte waren deutlich. Etwas war hinter einem Wasserfall versteckt, eine Art Schlüssel zu einem Umbruch. Und es war eine elfische Schrift, keine weitere Notiz... die Wahrscheinlichkeit war groß, dass es sich um einen naheliegenden Wasserfall handelte. Und der einzige Wasserfall von ganz Ered Luin speiste ihren Gartenteich.
Sie entledigte sich eines Großteils ihrer warmen Kleidung und stieg ohne zu zögern in ihren Teich. Sie spürte, wie ihr Körper gegen die Kälte rebellierte, wie sie begann zu zittern, doch sie wollte, sie musste der Sache einfach auf den Grund gehen. Und so kam es, dass schließlich die zarte Elfe unter jenem Wasserfall stand, um ein altes Bruchstück zu bergen - und damit eine ungeahnte Kettenreaktion auslöste. Sie spürte, dass, mit der Berührung des Tageslichtes an jenem Bruchstück, sich eine Melodie alter Magie erhob. Nicht bedrohlich, irgendwie erweckend. Und langsam breitete sich jener Strom Magie aus, wallte über das Tal und alamierte damit all jene, die sich schon versammelt hatten und dazu veranlassten, sich in Lamentinus Garten zu begeben. Nur ein schwacher Widerhall lag noch auf der Steinplatte, Fort bewegte sich jene alte Magie, langsam aber stetig jenes zu tun, was ihr vor langer Zeit beschieden worden war. Und so kam es, dass Shalaryl und Rilya mit äußerster Irritation Lamentinu frierend und sinnierend mit einer Steinplatte in den Händen in ihrem Gartenteich vorfanden.
Alte Zypressen in Stein gemeißelt... der Eindruck traurig, schwermütig, bedrückend. Sie mussten jene Baumgruppe finden. Dummerweise lag die Einladung der Menschen zu einer großen Versammlung an... sie würden erst im Anschluss suchen können. Lamentinu sorgte dafür, dass sie trocken wurde und in angemessene Kleidung für ein solches Ereignis kam, während sie mit den beiden Anwesenden über das Steinstück sprach. Sie waren sich einig: Bei der Versammlung der Menschen würden sie noch nichts davon erwähnen und der Sache selber auf den Grund gehen. Bei der Blume hatten die Menschen ihnen einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie umsichtig sie damit umgingen: einer von ihnen wollte ein Blatt abtrennen, um es zu untersuchen. Bevor sämtliche Zypressen von den Menschen gerodet würden, um der Sache auf den Grund zu gehen, würden sie sich der Sache mit Logik und Weisheit widmen. Nachdem Shalaryls Magie dafür gesorgt hatte, dass auch Lamentinus Haare wieder trocken und kurz darauf auch frisiert waren, brachen sie zu den Menschen auf.
Bei der Versammlung in Varuna waren viele Menschen, doch auf Tiefländer und Menekaner. Adlige und Priester konnte sie anhand der Kleidung identifizieren, doch die Meisten waren ihr fremd. Die Menschen kamen und gingen einfach zu schnell. Wie sie erwartet hatte, gab es weder große Neuigkeiten noch verstanden die Anwesenden ihren gut gemeinten Rat, ihre Suche eben dorthin zu lenken, wo auch sie fündig wurde: In die Vergangenheit, an den Untergang einer Hohezeit. Einzig interessant schienen ihr die Worte eines Horteraspriesters. Dass der Emir ständig dazwischenreden musste und auch noch die Götter verwechselte, steigerte unterdessen nicht unbedingt ihre Achtung vor dem Südvolk. Sicherlich würden jene von größerer Weisheit durchdrungen werden, würden sie nicht ständig nur mit sich selbst beschäftigt sein.
Sie warteten, bis die Höflichkeit ihre Anwesenheit nicht mehr erforderte, und brachen auf, um sich dem Mysterium Steinbruchstück zu widmen. Ihre Reise führte sie zunächst in den Sumpf bei Bajard. Nachdem Shalaryls Elementare dafür gesorgt hatten, dass sie in aller Ruhe die Zypressen untersuchen konnte, kamen sie schließlich zum Schluss: eindeutig der falsche Ort. Nirgends gab es eine Konstellation, welches dem Abbild auf der Platte auch nur entfernt ähnelte. Sie erwarteten kein identisches Bild.. das Bruchstück war alt, die dort abgebildeten Bäume sicherlich nicht mehr existent. Doch ihre Nachfahren konnten wohlmöglich ähnliche Formen angenommen haben...
Sie wendeten sich weiter zur Sumpfinsel. Und dort wurden sie tatsächlich fündig: Zypressen in der selben Anordnung. Gut möglich, dass jene es waren... doch schwer, es mit Gewissheit zu sagen. Doch wo die normalen Sinne versagten, konnte das Lied sich als nützlich erweisen... und so überließ sie alles weitere nunmehr Shalaryl.
Jene nahm das Bruchstück an sich, um nach einer Resonanz der daraus hervorgegangenen Magie zu suchen. Zunächst untersuchte sie direkt die Zypressen und deren nahe Umgebung. Das Ergebnis war ernüchternd: nichts. Doch sie gaben nicht auf. Shalaryl versuchte, näher an die Zypressengruppe zu gelangen.. doch der Grund war so unsicher, dass selbst die Waldelfe einsackte. Ihre logische Schlussfolgerung war einleuchtend: Wenn selbst eine Waldelfe dort versinkt, dann auch alles Andere. Niemand wird so blöde sein, etwas wichtiges so zu verstecken, dass man nie wieder dort herankommt. Also mussten die Zypressen mehr ein Wegweiser sein. Aber worauf? Auf diese Insel? Sie erweiterten ihre Suche.
Um die seltsame Blume gingen sie einen Bogen. Sie wollten lieber nicht ausprobieren, wie sie auf suchende Veränderungen im Lied reagierte. Also nahmen sie sich erst einmal den hinteren Teil der Insel vor.
Schnell entwickelte sich ein vertrautes Bild: Lamentinu wob eine Melodie auf ihrer Harfe, welche die Konzentration stärkte, und Shalaryl nutze das Lied. Ein gleißend goldenes Licht glitt über die Insel, erleuchtete einzelne Teile geradezu taghell, während in jenem Bereich die Resonanz gesucht wurde. Und sie hatten Erfolg: es gab hier tatsächlich etwas. In dem Garten der ansässigen Edain.
Shalaryl meinte, hier würden vertrauenswürdige Edain wohnen, doch sie kannte jene nicht. So klopften und klingelten sie - ohne Erfolg. Als sie sich gerade daran machten, ihnen eine Nachricht zu hinterlassen, tauchte schließlich eine der ansässigen Frauen auf. Sie sprachen kurz mit ihr, zeigten ihr das Bruchstück und beharrten darauf, die Resonanz im Garten zu untersuchen. Jene wimmelte sie ab: Sie würde sich zunächst mit einer Freundin beraten wollen. Am Folgetag würden sie sie jedoch gerne empfangen. Da auch die beiden hinzugetretenen Schaulustigen nicht unbedingt förderlich für ein Gespräch in Muße waren, zogen sie sich zunächst in den Hain zurück. Sie war froh, ihr Bett zu finden... all die Sucherei hatte sie erschöpft. Was der nächste Tag bringen würde? Hoffentlich einen weiteren Schritt ins Licht.
Verfasst: Montag 1. Dezember 2008, 13:46
von Tarja Lycron
Jeden hörte sie über die Dunkelheit meckern. Sei es in Bajard in der kleinen Bankiersstube, in Rahal auf dem Marktplatz oder in Berchgard vor dem kleinen Marktstand am Hafen.
Das Ausmaß der Dunkelheit und den dazugehörigen Geschöpfen zeigte Wirkung. Angst und Schrecken schlich sich paarweise durch die engen Straßen, hetzten kleine Kinder durch diese, die man eh kaum noch alleine auf den Wegen sah. Die Fenster der Häuser erhellten durch die vielen Kerzen, die im inneren der Häuser aufgestellt waren nur teilweise die Wege vor den Häusern. Es war fast so, als könne kein einziger Lichtschein die Welt durchqueren. Ein gefundenes Fressen - oder etwa nicht?
Ihre weißen Haare leuchteten förmlich in der Dunkelheit. Seitdem sie zu Schatten mutiert waren hatte sich ihre normale Haarfarbe nicht wieder gezeigt. Wie auch immer es war, man musste mit den Tatsachen umgehen können. So zog sie also die Maske tief in ihr Gesicht, ebenso wie die schwarze Kapuze. Es war äußerst günstig, dass es draußen so dunkel war. Tag wie Nacht. Wer konnte schon sagen, welche Stunde es genau war?
Schwarz wie die Nacht also.
Man konnte das, was man hatte, eindeutig nutzen. Wer würde schon einen vorbeihuschenden 'Schatten' nachts noch erkennen können? Man sah die eigene Hand manchmal nicht einmal mehr vor den eigenen Augen dank der Dunkelheit. Und genau das musste man nutzen. Die nächsten Tage würden anstrengend für die Schüler werden. In der Dunkelheit war es schwieriger, dem Gegner auszuweichen, vor allem, wenn man den Gegner nicht mehr sehen würde.
Wie lange der Mond noch an den Horizont getackert war wusste wohl keiner. Es war nur klar: Die Nacht würde den Tag nicht mehr so schnell einziehen lassen. Und mit der Nacht kamen all die schrecklichen Wesen, welche die Menschen dazu brachten ihre Häuser nicht mehr zu verlassen. Es war still - zu still. Aber wie sagte eins eine junge, weise Frau so schön: In der Ruhe liegt die Kraft. Und dort würde sie gedeihen.
Verfasst: Montag 1. Dezember 2008, 15:35
von Malachai Schwarzmourne
Eiligst ritt Schattenhuf durch die Masse der sich schlengelnden und windenden Tentakel, die nach ihnen zu greifen versuchten.
Die Klinge gezückt, ein zerschneiden der Luft und wieder liess ein Tentakel ab, während das eklig schleimige Blut des abgetrennten Tentakel durch die Gegend spritzte.
Schattenhuf rannte weiter, lehnte sich in die Kurve und schlitterte halb um die Kurven.
Der Kapitän war dabei, die Leinen zu entfernen und die Planke einzuziehen, während seine Matrosen mit Schwertern und Rudern gegen die aus dem Wasser ragenden Tentakel kämpften.
Es legte ab, war schon einige Centimeter entfernt, als Schattenhuf den Stieg erreichte.
Doch abremsen?
Nein, er hielt darauf zu, rannte schnell und machte einen riesigen Sprung direkt auf das Schiff rauf.
Die Blicke waren nicht schlecht, als der Schattenlord wie als wäre nichts geschehen vom Pferde abstieg.
Nach Bajard sollte es gehen...und man könne nicht erklären, was hier von sich ginge...woher diese Wesen kommen würden.
Der Kapitän machte eine Vermutung, die Dunkelheit...wieder diese Dunkelheit...der Mond...die Gezeiten...das Meer...
Er hatte wohl recht.
Die Reise dauerte länger als üblich, der Kapitän setzte nur auf die Segel um nicht unnötig das Gewässer aufzuscheuchen..doch als Sie Bajard erreichten, sah das Bild nicht besser aus.
Schon aus der Entfernung sah man einige Flammen, riesige Tentakel, die ein brennendes Schiff gerade durchbrachen und es in die tiefen des Meeres ziehten, während die Besatzung hektisch schrie und versuchten, aus dem Wasser zu kommen.
Es hatte seinen Höhepunkt erreicht...und wenn nicht bald etwas geändert wird, steht das Ende der Welt bevor.
Verfasst: Dienstag 2. Dezember 2008, 03:49
von Valterian de Valshess
Auch wir sind nicht untätig
Einige Tage sind nun Vergangen seit dem die Sonne nicht mehr zurück an seinen Platz gefunden hat. Selbst dicke dunkle Wolken erlauben nicht mal einen kleinen Blick auf den Sternenhimmel. Irgendwie bedrückend und doch angenehm. Im Leben eines Arkorithers ist ohnehin alles Schwarz. Aber auf die Dauer gesehen, ohne Sonne ist vieles am „Leben“ so wie wir es kennen nicht möglich. Selbst die Tage die nun einer unendlichen Nacht beugen werden zunehmend Kälter. Immer dicker musste er sich Einkleiden. Schon fast wunderlich wie manch anderer nur mit einem Hemdchen bekleidet sich überaus hinaus wagen.
Die Zeit war angenehm, aber Irgendetwas stimmte einfach nicht. So fing auch Ich an Nachforschungen zu betreiben. Viel später als die meisten anderen, doch Irgendwo muss man einen Anfang wagen. Bisher schien es keinen zu Interessieren oder haben sich alle damit einfach abgefunden?
So führte mich mein erster Weg zu den Templern des Gottkönigs. Auch hier schien das Wissen über die Vorgänge nur begrenzt zu sein. Verbergen sie etwas? Ist ihre Abscheu gegenüber dem Orden so groß? Immer wieder frage Ich mich, was wohl in der Vergangenheit alles passiert sein muss, dass Verbündete einander so sehr misstrauen. Doch bin Ich nur ein Diener des Ordens, ich werde mich beugen und unser Spiel spielen. Das Spiel das mir beigebracht wird. „Täuschung und Tod". Immerhin konnte man sich darauf einigen Informationen auszutauschen so man an welche gelangt. Ob es ein einseitiger Austausch wird? Es wird sich zeigen.
Der nächste Schritt war Bajard, gezielt auf der Suche nach diesem Dicken Priester. „Horteras“, er gilt unter den Göttern doch als Seher, warum also nicht, es war eine Überlegung Wert. Zudem ist dieser dicke Priester mit etwas guten Schnaps und einen Braten sicher schnell zuüberzeugen, so er etwas weiß. Zudem, eine Folter würde bei Ihm sowieso nur Zeitverschwendung sein. Er sieht in uns keinen Feind, also sollte man diesen Umstand doch nutzen können. Täuschung ist alles, umso erstaunter war ich das tatsächlich man an ein paar Informationen kommen konnte. Zu Anfang nur 2 Worte. „Vergangenheit“ und „Ishtua“. Weiteres würde man Erfahren bei einem erneuten Treffen. Dieser Priester ist nur an Frieden interessiert, an Schutz für dieses Dorf. Er ist so leicht manipulierbar wenn man Ihm das verspricht was er hören will. Aber was ist mein Wort schon Wert im Orden? „Nichts, noch Nichts“. Ob er es weiß, oder hofft er einfach nur darauf das dass „gute“ seinen Weg findet? Wie dem auch sei, es wird ein neues Treffen geben, vielleicht habe ich dann die Gelegenheit Ihn mit guten Speis und Trankzu umgarnen, so das er seine Vorsicht beginnt zu vergessen.
„Isthua“ ein Name. Ein Name wie jeder andere, ein Name unter so vielen Namen und doch verbindet anscheinend alles was derzeit passiert mit diesem Namen. In der Vergangenheit soll ich suchen. Wer kennt die Vergangenheit schon besser als wir Arkorither. Wir sind die wahren Jäger, wir sammeln das Wissen dieser Welt schon seit Ewigkeiten. Keine Handlung ist uns Fremd um unser Wissen zu mehren, um an das zukommen was wir verlangen. Das macht uns deutlich Effizienter als diese Stümper die sich als Phanodains erwählte betrachten.
Hier Irgendwo in dieser dunklen Bibliothek ist mit Sicherheit das Verborgen was Ich suche. Ein Name, ein Name unter so vielen. Ich brauche Querverbindungen. Die Ereignisse die derzeit Passieren, vielleicht helfen Sie? Eine lange suche sollte beginnen. Verzeichnis für Verzeichnis wurde durchwühlt. Aber für einen alleine, wie lange sollte er suchen unter diesen Tausenden? An seine gleichgestellten konnte er sich erstmal nicht wenden, sie würden nur versuchen Ihn auszustechen. Doch aber die neuen? Die Jüngeren, Ja sie waren die Lösung. Nach ihrem Streben nach Macht und Wissen würde Sie eine solche Gelegenheit sich zu profilieren sicher nicht verstreichen lassen. Irgendwie wenn man es genau betrachtet war es sogar seine eigene Chance sich vor den Magistern zu beweisen.
Buch für Buch wurde durchwühlt und auf den Kopf gestellt. Immer auf der Suche nach „Isthua“ in Irgendeinem Zusammenhang mit der Finsternis, so es überhaupt eine Verbindung gibt. Es wird sich zeigen, ob der Orden der Arkorither über das notwendige Wissen verfügt was er sucht oder etwas fehlt was es Wert war seiner Sammlung hinzuzufügen, auf die eine oder andere weise.... am Ende bekommen wir immer das was wir wollen.
Verfasst: Dienstag 2. Dezember 2008, 14:16
von Tithus Hemmel
Evakuierungspläne für Bajard wurden geschmiedet. Die waren auch bitternötig. Kleinere Probleme, wegen welchem ihm der Klerus der Eluive in den Ohren lag mussten hier zurückbleiben - die Gefahr war weltumfassend, und wieso haben kleine Lapalien Priorität, die absolut unnötig wären in diesen dunklen Zeiten?
"In den Sternbildern sollst du suchen", hatte die Elfe bei der Versammung in Varuna gesagt. Nunja, das war leichter gesagt als getan. Doch was konnte man hierbei tun?
Weiße Frauen und die Sterne.
Das Meer und die Sterne
Das Sternzeichen des Fisches?
Das Sternbild der Jungfrau?
Was wollte man Titus damit sagen? Was hatte es mit "Ishtua" auf sich?
Es galt, sich an die wenigen Strohhalme zu klammern die man hatte um Antworten zu finden, doch in diesem Moment wosste selbst der Hohepriester nicht wo er ansetzen sollte.
Verfasst: Dienstag 2. Dezember 2008, 20:57
von Tithus Hemmel
In dieser Nacht nun beobachtete der Priester den Sternhimmel genau, ging seine Karten durch und versuchte die Vision zu deuten. Sternbilder waren es, sagte die Elfe? - Gut. Dann sehen wir doch mal, was sich dort oben so befindet, dachte er bei sich.
Die Himmelsharfe, deren legende nach die Sterne ihre Saiten entlang herniedergehen mit dem oberen Rand in Höhe des Polarsternes - Dafür sprach das Harfenspiel in der Taverne, doch wofür? Weshalb? Womit? Eluive soll sie gespielt haben. ein Hinweis?
Vom Nordstein einher entspringt der Wasserfall nach Links hin. Titus folgte dem Blick nachdenklich. Doch kam derlei in der Vision so vor? Der Strudel des schwarzen Sees?
Ein Ratloser Blick zur Nachtsonne erfolgte. doch von derlei sah Titus nichts.
Nach Osten hin wanderte sein Blick zum Baum des Lebens. Eine Art Wegweiser Horteras, der nach Nordosten führte?
Die Sternlilie umgehend schweifte titus davon ab. Nein - hier würde er nichts finden, die vision zeigte keine Lilien.
Das Himmelsauge jedoch war eindeutig. Er sah so viele Augen die ihn anstarrten. Gar ein Zeichen? Er betrachtete es lange... Dieses Auge...
Die Wunden der Himmelspranke jedoch scheint titus nicht sonderlich berührt zu haben. Er fand keinen Hinweis. Veileicht der Kelch? Wer weiß?
Der Fisch gen Westen.... Möglicherweise. Wer weiß?
Im Süden glommen jedoch der Kelch und die Schlange. Beides waren Zeichen der Vision. Und damit führen sie in alle Himmelsrichtungen. War es ein Wegweiser der im Süden mit der Schlange begann, über Fisch und Kelch begann und dann endete an der Harfe und dem Baum des Lebens?
Führte der Weg gar in den Norden? War es möglich?
Titus betrachtet die Sternenkarten, die Wege der Sternschnuppen die ab und an über den Himmel zogen. Vielleicht konnte er daher etwas herausfinden. Es musste mit den Sternen zusammenhängen. Und damit musste Titus beginnen einen Wegweiser aufzuzeichnen. Einen Wegweiser... wohin? Nach nordosten? Es sah danach aus, doch er brauchte Gewissheit und fuhr die Zeichen der Vision nach.
Verfasst: Mittwoch 3. Dezember 2008, 21:29
von Der Erzähler
In der Ferne türmen sich die nassen Wände, von Tag zu Tag schrauben sie sich höher in den Himmel. Mittlerweile ist die Gefahr unübersehbar. Die Völker der Welt bereiten sich auf die vielleicht größte Naturkatastrophe der Geschichte vor.
Der freigelegte Meeresboden zwingt die Lebewesen des Wassers, sich neue Wege zu suchen und die Kreaturen der Schatten folgen dem Ruf der Dunkelheit, versuchen gewaltsam, neue Territorien zu gewinnen. Ein erbitterter Kampf ist ausgebrochen, doch der Gegner nicht greifbar: Es ist die Zeit.
Doch die ungewohnten Ereignisse bringen noch etwas Unerwartetes mit sich. Es ist von uralter Magie durchtränkt, so alt, dass sie selbst bei den Elfen in Vergessenheit geriet. Es sind nur leichte Spuren einer Macht, die vor unzähligen Jahren in den Schlaf geschickt wurde. Eine von wenigen Mündern seit Generationen weiter getragene Prophezeiung besagt, dass sie in der dunkelsten Stunde erneut erwacht. Es sind Steine, Bruchstücke eines Ganzen. Wird eines geborgen, durchläuft eine feine, für die Sinne kaum wahrzunehmende Welle der Magie die Welt und lässt sie alle zu Tage treten.
Sucht, Kinder des Lichts, seid wachsam und folgt dem Weg, den sie Euch weisen! Denn die Hoffnung naht: Der erste Stein, er wurde gefunden. Er wurde heimgebracht durch Elfenhand.
Verfasst: Mittwoch 3. Dezember 2008, 23:10
von Shalaryl Di'naru
Die scheinbar ewige Dunkelheit zerrte mehr und mehr an ihren Nerven. Die
Bindung ihres Volkes zur Natur war so tief und stark, all das Leiden, das
Sterben und die Trauer in Pflanzen und Tieren war mehr als nur fast greif-
bar. Und das war nicht mal alles...Zurückgerissene krochen aus den Erd-
höhlen auf die nun ebenso dunkle und kühle Oberfläche, die Kreaturen des
Meers zürnten dem Raub ihrer Küstenwellen... .
Die Krönung war allerdings die Hilflosigkeit. Nun musste sie tatsächlich war-
ten, bis die Menschenvölker die Steinplatten gefunden und ergründet hatten,
alle noch fehlenden...bittere Tage und Nächte würden verstreichen und noch
mehr Opfer fordern bis dahin. Selbst wenn es dann gelang, den Mond wieder
wandern zu lassen...die Wellen würden alles hinfortreissen, was sich nicht
fest genug klammern konnte. Sogar ihr eigenes Dorf würden sie evakuieren
müssen, alles wichtige durch das Portal in die Hochebenen Ered Luins schaffen
und dort ausharren.
Drei Platten hatte sie bereits gesehen, eine davon steckte in ihrer Tasche.
Wenn nur alle schnell gefunden wurden...dann würden auch diese Nächte
enden. Gut schlafen konnte sie schon seit einer Weile nicht mehr, ihre
angespannten Nerven und das auch zur Nachtruhe nicht unterbrochene
Leiden trugen Dunkelheit und Kälte bis in ihre Träume... .
Vorsichtig tappen die grünen, schmalen Füße über die matte Oberfläche.
Nasse Kälte dringt an die Fußsohlen, es plitscht leise bei jedem Schritt.
Ein Blick nach unten schafft Gewissheit, der Boden ist eine Wasserfläche,
sachte Wellen kräuseln sich von den Zehen fort. Irgendwo unter ihrem
leicht unklaren Spiegelbild schimmernd ein voller Mond. Ein voller Mond?
Das ist ein zurückliegender Anblick geworden...der Blick wandert nach
oben, dort steht die verfinsterte Sonne. Stirnzunzelnd wandern die Augen
wieder auf die Reflektion, um ihrerseits Erstaunen wiederzuspiegeln: Die
Elfe unter der Wasseroberfläche ist nun so klar sichtbar wie eine echte,
anstatt jedoch die Mimik des Originals zu zeigen, liegt ein bedrohlich
wirkendes Lächeln auf ihren Lippen. Ein Schritt zurück, umdrehen, der
Versuch laufend zu entkommen, doch die Füße stolpern über ein gestalt-
loses Hindernis im Nichts, die Hände fangen den Sturz auf die Wasser-
oberfläche ab. Ein Blick hinab zeigt wieder das verfremdete eigene Abbild,
doch dann...die gespiegelten Finger der linken Hand stoßen durch das
Wasser, greifen fest ihr echtes Pendant, welches ein wenig einsinkt und
scheinbar genau auf der Trennlinie zwischen Realität und Illusion zum
liegen kommt. Ein kurzer, verzweifelter Ruck mit dem Arm, doch keine
Wirkung. Noch immer lächelt das andere Gesicht.
"Es hat keinen Sinn, und das weisst du auch. Du kannst die Dunkelheit
nicht verbannen, wenn sie überall um dich ist. Wenn das tiefste Innerste
sich dem Äußeren angleicht, wird jegliche Trennung immer und immer
schwächer. Du kannst dich nicht ewig vor dir selbst verbergen."
"Du bist nicht ich...ich bin ich."
"Nein...weder du noch ich sind wirklich 'ich'. Du hast kein echtes Selbst,
solange du dich versteckst. Aber im Gegensatz zu 'dir', die im Licht lebt,
darbe 'ich' in der Dunkelheit. Doch nun...wie lange kannst 'du' deinen
Bann wohl noch aufrecht erhalten, wenn alles Dunkelheit ist?"
Die andere Hand der zweiten Elfe streckt sich ganz aus dem Wasser, be-
rührt sacht und zart die Wange der bebenden ersten, dann zieht etwas
an dieser, ein Gefühl als würde sie fallen, der Fokus verschiebt sich, für
den Moment stößt sie durch die Oberfläche. Als sie die vor Schreck ge-
schlossenen Augen wieder öffnet, steht die Sonnenfinsternis in der Spie-
gelung über ihr, ebenso wie das lächelnde Abbild.
"Und 'du' weisst, was dann geschehen wird."
Mit einem durchaus realen Schrei wacht sie endlich wieder auf. Hastig be-
tastet sie ihren Körper. Ja, sie hat Kontrolle über ihre Hände und alles fühlt
sich normal an. Unfähig wieder einzuschlafen, rutscht sie aus der Hänge-
matte, öffnet möglichst leise die Türstruktur im Baumhaus und tritt auf
den Balkon. Der Mond unsichtbar wie all die letzten Nächte, nur die Sterne
strahlen noch. Das war kein Traum...keine Vision...das war ihre Zukunft,
wenn sich die Lage nicht bald wieder normalisierte. Zusammengekauert
harrt die Elfe den Rest der Nacht aus, bis endlich wieder Morgenaktivität
im Wald bemerkbar wird.
Verfasst: Donnerstag 4. Dezember 2008, 18:27
von Tithus Hemmel
Es war eine Zeit voller Theorien, voller Rätselraterei, voller Nachdenklichkeit.
Die Sternensagen - sie waren ein Kuddelmuddel wie es schien, doch in jeder Vision war etwas davon zu erkennen, es war so, als ob diese Sagen miteinander verbunden wären, doch sie endeten alle damit, dass beschrieben ward, wie Horteras die Sterne auf das Firmament setzte. Nun - was wollte man dem Priester damit sagen? Was wollte man damit erreichen?
Es war einfach zu mutmaßen ob an diesen Sagen ein wahrer Kern haftete oder nicht. Augenscheinlich hatten sie wenig mit dieser Geschichte zu tun.
War es eine Wegbeschreibung? Ein Wegweiser? Mit viel Fantasie war es ein Pfeil, der hier gesandt wurde. Ein Pfeil der zum Sternbild der Schlange führte - nach Nordosten hoch. Und so abwägig war das gar nicht.
Die Wassermassen, welche sich am fernen Horizont aufzubäumen begannen. Da wo kein Mond schien weil bereits stockdunkle Nacht vorherrschte. Was passiert mit Ländern wo der Mond, der die Wintersonne verdeckte keinen Einfluss mehr hatte Beständige Ebbe? Eine große Flut? Was bei allen Göttern würde dort oben passieren? Titus würde nachsehen müssen. Sein Glück war, dass er binnen Augenblicken von einer Gegend wie Bajard überlaufen konnte nach Fuachtero. Vielleicht nützte dies doch gar etwas.
Fragen über Fragen, und die Antwort war fern.
Verfasst: Freitag 5. Dezember 2008, 16:42
von Tarja Lycron
Langsam drehten alle durch. Sie bekam dieses unsagbare Gefühl, dass nichts mehr so werden würde, wie es einmal war. Auch wenn sie selbst das Chaos mehr als nur liebte und sich innerlich schon ausmalte, welch Festspiel es war, die Gläubiger der lichten Götter untergehen zu sehen wusste auch sie, die wahren Gläubigen blieben nicht verschont. Was man sich anfänglich noch zu Nutze machen konnte war nichts weiter als das, was das Ende der Welt bedeuten konnte. Wohl wahr, sie selbst liebte die Dunkelheit mehr als den Tag. Sie betete die Dunkelheit förmlich an, jedes Mal rannte ihr ein Schauer über den Rücken, wenn die Sonne verschwand und der Mond sich an das Firmament heftete. Aber nun? Es war wie mit der Leibspeise, wenn man sie jeden Tag gegessen hatte schmeckte sie nicht mehr. Und ja, auch die Dunkelheit schmeckte der Arkoritherin nicht mehr. Der Geschmack von Tod, Vernichtung und Untergang war zwar meist angenehm gewesen, aber nicht in dieser Form. Nicht, wenn es alle betraf.
Was also sollte sie tun? Am Nachmittag war sie mit Cordan in Bajard gewesen. Sie wollten sich umsehen, wollten erforschen, ob es einen unnatürlichen Grund gab und wenn ja, ob sie diesen in einem der Lebewesen entdecken konnten. Die Tentakel am Hafen Bajards wurden getötet und die hässlichen, langen Tentakelarme wurden aufgeschlitzt, eines trennten sie sogar ab und nahmen es mit nach Hause. Das schöne Kleid, welches Tarja trug, war völlig besudelt, aber das war ihr sowas von egal. Vorerst war nichts weiter zu erkennen.
Auch zuhause veränderte sich der abgetrennte Tentakelarm so, wie jeder reagiert hätte. Er sank langsam in sich zusammen und schrumpelte. Ihr Gatte erklärte ihr, was es sich damit auf sich hatte, zwar wusste sie selbst einiges darüber, er jedoch schien um einiges belesener zu sein. Es war alles vollkommen normal. Nichts deutete daraufhin, dass etwas anders war. Letztendlich hatte sie keine Lust mehr, sich darauf zu konzentrieren und zog sich zurück.
Am Abend, nur wenige Stunden später, saß sie eine Stunde vor Beginn des Unterrichtes im Kaminzimmer und konzentrierte sich auf das Lied, welches sie umgab. Der tiefe Grundton der Welt war im Wanken und ihr wurde bewusst, dass es sich wirklich nicht um eine dumme Spielerei oder ein fehlgeschlagenes Experiment handelte, was dort draußen geschah. Sie verstärkte ihre Konzentration um ein weiteres. Sie stieg gänzlichst in das Lied ein und ließ sich von ihm treiben, bis sie die Berührungen vernahm und Lucan sie aus ihrer Konzentration riss. Sie war in einer ganz anderen Welt gewesen und hatte um sich herum alles vergessen und ausgeblendet.
Die anfänglichen Gespräche mit Valterian bestätigten teilweise das, was sie vermutet hatte. Niemand wusste etwas genaueres. Es fielen nur Begriffe und einer von ihnen war "Ishtua". Und diesem "Ishtua" würde sie selbst nach der Unterrichtsstunde in der Bücherei und den ganzen angesammelten Werken der Arkorither nachgehen. Auch, wenn sie im Grunde von Anfang an wusste, dass sie nichts weiter finden würde ...