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Verfasst: Montag 10. März 2008, 10:34
von Tajara Nair
Morgenstunde - Jägerstunde. Dies war ihre Stunde. Die Stunde der Jägerin! Tajara hockte auf der Lauer, hinter einem der zahlreichen geschleuderten Felsbrocken, die einen netten Nebeneffekt aben - Schutz vor dem Feind! Und die meisterliche Schützin beäugte den herannahenden Nachschub. Zweiköpfe, Oger, Trolle hinter den Orks her, die offenbar als die "schlauesten" unter ihnen das Kommando hatten, denn sie bellten unentwegt Befehle nach hinten die Tajara nur teilweise verstand, angesichts des Gegrunzes, das in der Sprache der Schweinsschnauzen mitschwang.

Tajara hob vorsichtig ihren Kopf, wobei sie lautlos war. Sie hatte in den Jahren in den Reihen der Gefährtinnen gelernt, lautlos zu schleichen und Hinterhalte zu legen um dann zuzuschlagen. Die wuchtige Repartierarmbrust im anschlag hebend beäugte sie zuerst den Troll in der zweiten Reihe, der offenbar einen Stamm, in Öl getränkt auf seinem Rücken trug, direkt dahinter stand ein Oger, den Mund sperrangelweit offen und geifernd. Sie ahnte, was die Feinde jetzt wieder vor hatten. Ds war ein geplanter Brandanschlag!

Tajara kniff die Augen zusammen, hob die Armbrust leicht an und feuerte den Bolzen ab, welchen sie bereits eingelegt hatte. Klackend sauste er los und nur einen Sekundenbruchteil später bohrte sich jener in das rechte Auge des Trolls. Überrascht ließ er krachend den Baumstamm fallen und erschlug damit gleich einen Ork. Den Mund offen, ein Grunzen von sich gebend sackte der Troll nach vorn und begrub zwei weitere überraschte Orks unter sich. Er war tot.

Offenbar der Anführer der Orks, der dem zu Boden krachenden Troll gerade eben so entkommen konnte grunztre einen hektischen Befehl nach hinten und umschloss die Keule fester mit seinen Klauen, ehe er voranstürmte, nicht direkt in ihre Richtung, ein Sätzling stand dazwischen, was Tajara gelegenheit gab schnell unterzutauchen undseitlings davonzukriechen, die Armbrust dabei hastig nachladend.

Schnell hob sie ihre Armbrust und zielte auf den Anführer - und in dem Moment blickte er in ihre Richtung - doch ehe er noch einen Befehl brüllen konnte bohrte sich wuchtig der Bolzen in seinen Hals und warf ihn zwei Meter zurück ehe er an einem Sätzling krachte und zu Boden plumpste, wie ein nasser kalter Sack.

Tajara grinste. Doch das währte nur kurz, denn nun war sie aufgeflogen.

Eien Horde Orks stürmte auf sie zu - hinterher ein Troll mit einer riesigen Axt. Nicht viel Zeit zum Handeln. Tajara sprang einen satz zur Seite, griff dabei in ihrem Köcher und lud sofort ihre Armbrust nach. Noch fünf Meter.

Sie kniff die Augen zusammen und nahm den Mittelmann in Augenschein, er war am stärksten gepanzert, bekleidet mit Resten irgendeiner alten Rüstung und rissigem Leder, hässlich wie der Ork selbst. Noch vier Meter.

Sie drückte ab! Ein weiterer Bolzen bohrte sich in die Schnauze des mittleren Orks, dieser fiel seitlich, doch das ermutigte scheinbar die anderen Beiden, und auch den Troll, schneller zu werden. Noch drei Meter.

Viel Zeit blieb ihr nicht mehr, Nachzuladen. Ein Griff nach hinten um die Feder eines Bolzens zu erhaschen... Zwei Meter.

Den Bolzen einlegen und zielen. Doch da war es schon zu spät, sie waren bei ihr. Der Bolzen löste sich mehr oder Minder ohne Ziel und stak in die linke Kniescheibe des Trolls. Dieser brüllte schmerzerfüllt auf.

In jenem Moment sollten die Keulen der beiden Orks, die sich links und rechts neben sie postierten auf sie niedersausen, doch Tajara machte einen jähen Satz zurück.

Wütend ließ der Troll seine Axt darniedersausen, um sie wohl tödlich zu treffen. Doch traf der in Raserei geratene Troll den Ork zu ihrer Linken. Genug Zeit für Taja sich nach Rechts abzurollen um einem Schlag zu entgehen. Der linke Ork sackte leblos zusammen und der Troll holte erneut aus um die schartige Schneide seiner riesigen Axt gegen die Schützin zu richten. Der wütende Ork zu ihrer rechten hatte die Schützin scheinbar vergessen und wollte nun seinen Kameraden rächen. Er sprang auf den Troll zu und zog ein abgewetztes Messer aus seinem Waffenrock.

Ungeschickt wie der Schweinekopf war, er versuchte die Weichteile des Trolles zu tr3effen wurde er wie ein lästiges Insekt einfach niedergetrampelt. Tajara hatte Zeit gewonnen, sich zu erheben und nachzuladen. Und so löste sich ein weiterer Bolzen der sich in den Schädel des Trolles Bohrte. Und auch dieser kippte nach vorne und blieb reglos im Morast liegen.

Dummerweise hatte Tajara im Eifer des Gefechts keine Gelegenheit mehr, auf die anderen Viecher zu achten, die dem Belagerungstrupp angehörten. Und so war es wohl für den Beobachter weniger verwunderlich, für Tajara umso mehr als ihr plötzlich die Beine faktisch entrissen wurden und sie plötzlich kopfßber in den Pranken eines großen Ogers hing. Die Armbrust fiel ihr aus der Hand und kopfüber blickte sie in das stinkende geifernde Maul eines Ogers.

"FRÄÄÄÄÄSSSHÄÄÄÄÄÄÄÄN"

grollte er noch - und dann explodierten Sterne vor Tajas Augen. Etwas stumpfes traf sie am Kopf - und sie verlor die Besinnung.

Der Oger warf sich die leblose blauhaarige Schützin über die Schulter, wie einen Sack oder einen gehäuteten Hasen und stapfte mit ihr davon...

Verfasst: Montag 10. März 2008, 10:56
von Marye Larou
Marye sah Tajaras Kampf zu, doch helfen konnte sie ihr im Moment nicht. Auch bei ihr waren zahlreiche Orks aufgetaucht und sie konnte sich dieser nur mit großer Mühe erwehren. Nur ihre Fähigkeit im Wald unsichtbar zu werden für die Schweinenasen, retteten ihr das Leben und ihr Bogen fand aus dem Versteck heraus fast immer ihr Ziel. Jedoch war immer nachdem sie einige Pfeile auf ihr Ziel abgeschossen hatte, ein Stellungswechsel nötig, denn die Orks überschütteten sie mit einem zwar sehr ungezielten Pfeilhagel, der trotzdem nicht minder gefährlich war. Sie sah von weitem zu wie der Oger sich Tajara von hinten näherte, rief ihr noch etwas warnend zu, doch da wars schon passiert. Der Oger schnappte nach Tajara, hieb ihm anscheinend die Keule über den Hinterkopf und stampfte mit ihr los.
Marye erschoß die letzten drei Orks, die auf ihren Wachposten zustürmten und huschte rasch ins Dorf und informierte Xin darüber. Dann rannte sie zurück, den Oger sah sie in Richtung Orkfort laufen und sie rannte ihm nach. Doch sie war unvorsichtig gewesen und hatte ihre Deckung vernachlässigt. Als Quttung darauf wurde sie erneut von einem Trupp Orks angegriffen und mußte wieder ein mal um ihr Leben kämpfen. Der Oger stapfte mit Tajara zum ausgebauten Fort, während sie nun mit drei Orks gleichzeitig in einen Kampf auf Leben und Tod verwickelt war.

Verfasst: Montag 10. März 2008, 16:17
von Spjall Hinrah
... es war Genug Zeit vergangen sich auszuruhen nachdem Spjall und Runfastr von ihrem Morgendlichen Ritt zurückkamen, Die felle Blutverschmiert und fast ebenso Stinkend wie die Orks nahmen sie ersteinmal ein Bad uns säuberten ihre Sachen.. als sie Fertig waren viel ihm ein, dass es noch einen Auftrag von Argos gab welchen es nun Vorzubereiten gab.

Sofort wurden mehrere Hände und Schwerter des Clans zusammengetrommelt, ejdenfalls jene die schon Wach waren und ihrer Täglichen Arbeit nachgingen. Die Starken Pferde des Clans wurden aus ihren Ställen geholt und in Position gebracht. Während einige Schwerter die Tiere für die "Reise" vorbereitet wurden und mit kleineren mit Nieten beschlagenen Lederriemen und überwürfe -welche die Tiere wenigstens etwas schützen sollten- behingen und andere die Tiere mit Futter und Wasser versorgten, brachten die Hände große Mengen Holz und Federn aus den Lagerräumen der Festung und beludien die Karren welche an die Tiere gespannt wurden. Als alles Fertig war, wurden einige der Schwerter für den Schutz eingeteilt.. alle konnten nicht da sie für die Hände gebraucht wurdenw elche die Festung für die Arbeit verlassen mussten, wiederrum andere Waren für den Schutz der Festung eingeteilt.

Nun sit alles fertig und Bereit für den Abmarsch.. alles was jetzt noch Fehlte war der Befehl zum Abmarsch von Argos, hoffentlich geht alles gut....

Verfasst: Montag 10. März 2008, 18:52
von Khazkal Deslon
Khazkal fand das Schreiben von Argos auf seinem Schreibpult. Seltsam seltsam, ein Hinrah schreibt einen Brief.

Als Khazkal dann jedoch an der Hinrahfeste war, spielte sich etwas höchst seltsames ab.

Argos wollte Khazkal weismachen, der Orkenstrom käme unendlich aus dem Berg heraus und seine eigenes Vorhaben, sich den Orken entgegen zu stemmen, wäre Selbstmord. Eine Alternative sah der Hinrah nur darin, den Gefährtinnen den Hintern zu retten. Doch die Gefährtinnen hatten Khazkals Hilfe abgelehnt, es kam kein Bote der Gefährtinnen. Ignoriert wurde er also von den Gefährtinnen .. er zahlte mit gleicher Münze. Was scherte ihn das Pack dort? Sie sollten sich gefälligst selbst helfen, wenn sie schon nicht anständig um Hilfe bitten konnten. Und warum sollte er auch seine Burg verlassen, sie unbewacht als leichtes Ziel den Orken zur Verfügung stellen? Nein, ganz sicher nicht ...

Nachdem dieser Hinrah noch vieles wirres Zeug geredet hatte, ging Khazkal. Es war gut fürs Erste. Zuviel der Worte, die wenige Taten ankündigten. Und doch wurde er gebeten, eine Versammlung einzuberufen.

Er kam sich vor, als seie er der König von Lameriast. Warum sollte er? Kümmerte es ihn, dass diese Narren Festungen aus Holz bauten? Er war sicher .. so glaubte er zumindest.

Dennoch würde er der Bitte, einen Kriegsrat auszurufen, nachkommen. Soviel trug auch er bei. Ob es dabei bleiben würde?

Verfasst: Montag 10. März 2008, 18:59
von Tajara Nair
Das Erwachen war fürchterlich. Der erste Gedanke den Tajara hatte war "Scheiße, ich muss weg." - und das erste was sie sah war ein Schwall Wasser unter ihr in einem runden Gefäß. Ein widerwärtiger Gestank trat ihr in die Nase - und als sie seh was im Wasser, offenbar in einem riesigen Kessel schwamm, wurde ihr unter einem Schock, der sie aus ihrer Trance herausholte, klar, was da drin schwamm.

Eine Reihe von Kohl- und Mohrenköpfen und anderem widerlichen Gemüse wie Kraut wurde darin gedünstet. Sclimmer noch als das war wohl nur die rasche Erkenntnis, dass sie wohl darin gekocht werden sollte. Zumindest wurde Tajara nun klar, woher die Orks so furchtbar stanken, eine Gier nach jedem Gemüse, das nur in irgendeiner Form Blähungen erzeugte!.

Erst jetzt fiel ihr auf dass sie kopfüber an einem Seil hing, und als sie den Kopf senkte - zum Glück bemerkte sie dass sie noch bekleidet war, was für eine gewisse Dummheit der Orks sprach - fiel ihr auf, dass eine Art Galgen dazu benutzt wurde sie offenbar mürbe abzuhängen, ehe sie ins noch nicht kochende Wasser eingelassen werden sollte. Und dennoch erfüllte Tajara eine gewisse Panik, nicht zuletzt ob der Ausdünstungen des Kohls. Zudem hatte sie etwas im Mund. Als ihr auffiel, dass ihre Hände nicht zusammengebunden waren befühlte sie das Ding und zog es sofort hinaus, es war ein ledriger Apfel - eine dicke Schale. Das Ding landete sofort im Wasser.

"Frääääässs-hääääähn. Hunnnnkhaaarrrrrr, Frääääässs-häääääään" grollte es von unterbei, Einige Orks blickten Sabbernd zu ihrem Mittagsmahl. Tajara verzog das Gesicht und knirschte mit den Zähnen. Sich jetzt zu befreien war dumm. Gewiss haben ihre Schwestern etwas bemerkt. Sie mussten.

Und wie auf Kommando mischte sich zu dem Gegrolle der Orks ein Reigen schriller Kampfesruft. Als sich Tajara umblickte fiel ihr auf dass der Kessel außerhalb des Orkforts stehen musste. Sie sah das Meer zu ihrer Rechten - die Sonne erklomm gerade den Vormittagshimmel und aus der Ferne sah sie einen roten kopf. Xin - die in Raserei mit dem Wurfspeer in ihrer hand herangeritten kam - und hinter ihr andere Schwestern. Sie wurde also befreit!

Sie hing locker in dem Seil, leicht baumelnd, und die Orks waren so dumm ihre Beine nicht zusammenzubinden. Offenbar unterschätzten sie immer noch die Willenskraft einer Schwester Nyames. Sie griff an ihrem W Waffengurt an dem sehr fest die Wurfmesser befestigt waren, und sie nahm eines indem sie das Seil lockerte. Die anderen fielen dabei ins Wasser - Ein Verlust, aber ersetzbar. Tajara hatte immer Ersatzwaffen bei sich.

Sie ließ sich hochbaumeln und umschloss ihre Beine, versuchend so unter einer großen Kraftanstrengung, den Kopfschmerz so gut als Möglich ignorierend, das Seil zu lockern.

Oh und da waren die Schwestern auch schon da, die Waffen blank gezogen, mit einer wütenden Furie Namens Xinthra in der Vorhut auf die Feinde losstürmend, um Tajara zu befreien, die in dem Moment dabei war, Selbiges zu tun.

Verfasst: Montag 10. März 2008, 22:09
von Spjall Hinrah
... AUSRÜCKEN! Kam es aus Argos Kehle.. 9 Schwerter und 5 Wagen gezogen von Pferden machten sich auf den Weg zu den Gefährtinnen.. Man beschloss durch den Wald zu ziehen da die Hauptwegen zu gefährlich Waren und selbst im Norden der Insel bereits orkische Späher gesichtet und erschlagen Wurden.. Doch der Weg durch den Wald war Mühsam, vorallem wegen den Wagen, deren Hölzerne Räder immer wieder im Aufgewichenen Waldboden stecken blieben.

Nach einer Stunde Marsch war von weitem bereits das Lager in Sicht.. endlich.. und ohne Zwischenfall doch Plötzlich.. Knurren, Rülpsen,und kettengeklirr und kurz aufeinanderfolgendes Stampfen im Morast.. eine Truppe Orks näherte sich dem transport, begleitet von Zweiköpfen.. DIE PFERDE ZURÜCK rief Argos und so wurden sie etwas abseits gezügelt damit der Fracht nichts geschah und schon ertönte ANGRIFF mit lautem gebrüll stürtzten sich die Ingesamt 9 Wölfe Ins Gefächt. Ein ork nach dem anderen Viel in den Matsch, und auch die Zweiköpfe.. doch es kamen immer Mehr.. Doch dann als man schon am Tor des Gefährtinnenlagers war, stürmten diese Heraus und Kämpften den weg frei. SCHNELL HOLT DIE TIERE!! Mit diesen Worten rannte eines der Scherter zurück und führte die Fracht sicher durch das Schlachtfeld ins Sichere Innere des Lagers...


Viele stunden Später, als die fracht sicher Ausgeliefert war, machte Spjall noch einen kleinen Erkundungsgang durch die Wälder. Langsam pirschte er sich durch das Unterhols als er Funkelnde Augen im Dunkeln vernahm, ein Knurren und einen faulenden gestank.. es waren Duzende von Untoten Tieren.. Wölfe, Löwe, leoparden, Bären.. er konnte garnicht richtig Zählen oder Denken, da Sprang ein Untoter Wolf auf ihn und schnappte nach seinem gesicht, gerade so konnter er das Tier.. nein.. das Ungetüm wegschleuder und enthaupten.. so schwer es ihm auch viel.. einen Wolf.. eines seiner gleichen zu töten.. doch es ging nicht anders. Als er auf den schon längst verwehsenden Leichnahm schaute hetzten die anderen Untoten auf ihn zu und ihm blieb nur die Flucht..

Was war das für ein Objekt welches diese dunkle Armee befehligte?

Eine ganz gewöhnliche Patrouille?

Verfasst: Dienstag 11. März 2008, 00:19
von Viridian
Er stapfte durch den dichten Wald. Seine gepanzerten Stiefel hinterließen deutliche Abdrücke im frühlingsfeuchten Boden. Der Wald duftete nach erwachendem Leben und gefallenem Regen. Doch er schenkte den Gerüchen keine Beachtung. Derzeit beanspruchten ganz andere Gedanken seine Sinne. Irgend etwas in diesem Wald stimmte nicht, und das waren nicht die Orkspäher, die sich mittlerweile bis an die Mauern der Burg wagten.
Mit einem Mal wusste er, was ihn derart verwirrt hatte, und als er es einmal bemerkt hatte, fragte er sich, wie er es so lange hatte überhören können. Nun, überhören traf es eigentlich nicht, denn es gab ja nichts, das man hätte überhören können. Totenstill war der Wald, kein Tierruf, nur das gelegentliche Rascheln des Windes im Geäst.
Natürlich wusste er, was das bedeutete. Ein Raubtier musste ganz in der Nähe sein, womöglich mehrere. Langsam und beinahe lautlos glitt die frisch gefettete Schwertklinge aus der Scheide. Aufmerksam wanderte sein Blick über das Unterholz.
War da nicht ein Rascheln im Gebüsch gewesen? Ein dunkler Schatten dort neben der Buche? Nein, der Angreifer war...
Viridian wirbelte herum und riss den Schild hoch. Etwas stürzte aus vollem Sprung dagegen und ließ ihn zurücktaumeln, was ihn beinahe von den Beinen gerissen hätte. Ohne den Angreifer genau erkannt zu haben, stach er mit dem Schwert an seinem nach wie vor erhobenen Schild vorbei. Der kurze Widerstand und das Aufheulen sagten ihm genug. Auch ohne den Feind sehen zu können, wusste er, dass er ihn getroffen hatte. Dies alles war im Verlauf eines Augenblicks geschehen und als er den Schild senkte, erkannte Viridian seinen Angreifer. Ein Wolf war es, doch was für ein seltsames Exemplar!
Das Fell wirkte räudig und war an vielen Stellen sehr dünn, wodurch der Blick auf eine faulige Haut möglich wurde. Die pupillenlosen Augen glichen blutroten Steinen, so starr und unbeweglich saßen sie in ihren Höhlen. Und erst der Gestank, dieser widerliche, süßliche Verwesungsgestank, der von diesem Vieh ausging.
Viridian unterdrückte seine rasenden Gedanken und versuchte, sich voll und ganz auf den Kampf zu konzentrieren. Endlich kam es, das altgewohnte Gefühl, dass die Welt den Atem anzuhalten schien und nur noch er und sein Feind wichtig waren. Angriff und Parade, Zielen und Ausweichen bestimmten sein Denken vollends. Und er musste all seine Kraft aufbieten, um diesem Wesen beizukommen, das ihn mit unglaublicher Kraft und schier unendlicher Ausdauer anfiel. Die Klauen landeten immer wieder wuchtige Treffer auf der Panzerung, welche bald die ersten Schrammen aufwies. Gelegentlich wich das Biest ein wenig zurück, doch nur, um gleich darauf zu einem Sprung anzusetzen, dem Viridian nur standhalten konnte, indem er sich mit dem Schild voran dagegenwarf!
Doch auch Viridians Klinge fand ein ums andere Mal ihr Ziel und übersäte das schimmlig-graue Fell mit klaffenden Wunden, aus denen zähflüssige Substanz quoll.
Endlich, als Viridians Kräfte beinahe erschöpft waren, fuhr seine Klinge von oben herab in den Schädel des Wolfes. Mit einem trockenen Knacken zerbrach der Knochen und die Klinge tauchte tief in das Gehirn ein, wo sie endlich zum Stillstand kam. Schwer keuchend stand Viridian vor dem erschlagenen Tier, in dessen Kopf noch das Schwert steckte. Er zog die von rötlichem Schleim bedeckte Klinge heraus und ließ sie noch zweimal mit aller Kraft auf den Kopf herniederfahren, ehe er sie an dem schmutzigen Fell behelfsmäßig säuberte und wieder in die Scheide steckte.
Der Kampf war vorbei und Viridians Neugier meldete sich. Noch nie hatte er einen derartigen Wolf gesehen. Er schien irgendeine Krankheit gehabt zu haben, doch das erklärte nicht die ungeheure Kraft der Angriffe. Außerdem waren die Wunden merkwürdig. Er hätte frisches Blut erwartet und nicht dieses seltsame, halb flüssige Zeug, das aus den Wunden trat. Ein Verdacht kam in ihm auf, den er bestätigt wissen musste. Also nahm er sein langes Jagdmesser zur Hand und schnitt dem Wolf die Bauchdecke auf. Atemberaubender Gestank wehte ihm entgegen, doch nach kurzer Zeit fand er, wonach er gesucht hatte. Der Magen war bereits weitgehend zersetzt, was er als sicheres Zeichen für einen vor längerer Zeit eingetretenen Tod kannte.
Das Vieh war also bereits tot gewesen, bevor es ihn angegriffen hatte.
Doch dies konnte nur eines bedeuten: Der Wolf war ein Zombie gewesen! Noch nie hatte er von untoten Tieren gehört, und hätte er nicht eben eines mit eigenen Händen erschlagen, er hätte ihre Existenz zumindest stark bezweifelt, doch nun...
Hastig richtete er sich wieder auf und wandte sich von dem Kadaver ab. Kein Aasfresser würde ihn anrühren, dessen war er sich sicher. Doch was mit dem Vieh weiter geschehen würde, war für ihn sowieso nicht von Interesse. Wichtig war jetzt nur, diese Entdeckung dem Burgherren mitzuteilen.
Auf dem Rückweg achtete er auf jede verdächtige Bewegung im Unterholz und seine Vorsicht wurde belohnt. Er sah noch weitere dieser abartigen Kreaturen, nicht nur Wölfe, auch Bären und andere, fremdartige Tiere streiften umher!
In der Burg angekommen, wollte er eben Bericht erstatten, als ihm der Legionär Keldoran begegnete. Nachdem er diesem von seiner Entdeckung berichtet hatte, entschlossen die beiden sich, zunächst noch einmal in den Wald zu begeben und weitere dieser Kreaturen zu erlegen, um womöglich weitere Informationen zu erhalten. Danach aber würden sie unverzüglich ihren Bericht erstatten...

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 00:42
von Thoran Wynther
Endlich stand sie. Kein Meisterwerk strategisch-taktischer Baukunst aber es würde seinen Zweck schon erfüllen obwohl er immer noch den Funken Hoffnung in sich trug dass es vielleicht nicht soweit kommen würde. Aber wenn die Trommeln erklangen und die Bewohner sich hierflüchteten würden die Schwachen und Wehrlosen nicht einem Hinterhalt der Orken zum Opfer fallen. Sie konnten das massive Tor hinter sich schliessen und würden etwas mehr Zeit erhalten die Schiffe zu besteigen. Dass er selbst nicht unter Ihnen sein würde wusste er heute schon aber dieser Tag war noch nicht gekommen und er war der festen Überzeugung dass er so schnell auch nicht kommen würde. Lange hatten sie daran gebaut und alle Fehler die er hier gemacht hatte würde er bei der grossen nicht mehr machen. Alle hatten dabei geholfen und auch Hilfe von den Bewohnern Neuhavens hatten sie gehabt. Diesmal war es nur Sebastian aber und Kanubio der nur zufällig vorbeikam und gleich mit anpackte. Doch für den langen Wall würden sie schon genug Hilfe bekommen. Thyrius Bedenken schob er schnell beiseite. Und solange sie die Orkhorden auf der Insel hatten konnten ihn ein paar Wegelagerer Alatars auch nicht stören. Diese Feste wurde gebaut um den Hafen vor der Insel zu sichern und nicht anders herum. Und auch der kümmerliche Angriff der Orken wurde mit Hilfe einer Gefährtin und aller Anwesenden im Keim erstickt.

So sammelte Max die letzten Werkzeuge ein und sie machten sich auf den Weg zur Akademie wo der gefangene Ork an einen Baum gekettet war den sie beim Überfall auf die Baustelle gefangen nahmen. Dort wurde er von allen interessiert gemustert und begafft doch Thoran konnte dem ganzen nicht viel abgewinnen hatte er in den letzten Tagen schon zuviele seiner Sippe gesehen und erschlagen. Nach einiger Zeit raffte er sich nun doch auf und ging näher an ihn heran als die anderen sich trauten. So nah wie die Kette lang war maas der Abstand in dem er sich auf einem Knie vor ihm niederliess. Soviel Respekt hatte er vor ihnen gelernt auch wenn es nur ein kleiner seiner Art war. Doch dieser schien ob seiner Verletzungen zu schlafen. Verbunden und mit heilenden Kräutern bedacht, wollte man ihn doch den Menekanern schenken füpr ihre Spiele, sass er mit der Kette um den Hals an den Baum gelehnt. Der Gestank machte ihm schon nichts mehr aus, roch er doch nach so manchem Streifgang durch die Wälder Lameriasts dieser Tage auch nicht anders. Dann erhob er sich und blickte arrogant auf diese Kreatur hinunter.

Ihr werdet nicht gegen uns nicht gewinnen!
Nicht hier und nicht heute!


Mit diesen Worten drehte er sich herum und wollte grade gehen als der Ork im Schlaf etwas murmelte. Ruckartig drehte er sich herum und ging wieder in die Nähe dieses Viechs. Unverständliche Buchstaben, dann Silben bis er endlich einen alten Namen verstand: El´amyr´iast.
Aber was sollte das heissen? Er hatte ihn noch nie gehört und auch Arsen konnte mit dem Wort nichts anfangen. Wieder blickte er zu dem Orken als in dem Schlitz durch den die Augen blickten die Farbe dieser von gelblich zu türkis wechselte. Langsam wich er zurück und plötzlich hörte er eine Stimme aber niemand sprach zu ihm. Ihr steht zu dicht auf der Burgherreninsel, Kurzlebiger. Verwirrte blickte er um sich als er die Steinharpye auf dem Schornstein bemerkte die ihn mit ihrem Blick fixierte. Und wieder hörte er diese Stimme in seinem Kopf. Sie kam von ihr .. oder ihm!? Sie derede mit ihm. Es dauerte einige Zeit ehe er sich dessen bewusst wurde und noch einige Momente ehe er darauf reagieren konnte.

Ihr habt die Diebe ziehen lassen ihr Narren.

Welche Diebe?

Die Männer in weiss.

Welche Männer und was hatten sie gestohlen?

Wieder wurden die Schätze des Berges gestohlen. Die El´amyr´iast bedroht. Immer wieder.

Welche Schätze? Wonach müssen wir suchen? Und welche Männer? Und wer oder was bei den Göttern ist El´amyr´iast? Es ergab einfach keinen Sinn. Dieses Vieh redete in Rätseln und es antwortete nicht mehr. Warum nur? Dann bemerkte er dass sie nicht mehr mit ihm sprach sondern mit Arsen ... und dann mit Selina ... und dann mit Andreana .... mit Trutta ... und ebenso mit der Gefährtin Marye die dazukam. Und alles zusammen ergab dann doch wieder Sinn doch warf es wieder neue Fragen auf. Nach dem Gespräch mit der Gefährtin und dem den sie Fuchs nannte machten sie sich alle auf den Weg zu den Gefährtinnen von dem er sich mehr erhoffte als er erfuhr. Aber diesmal schienen sie wenigstens ihr ganzes Wissen mit Ihnen zu teilen und aus dem was die Gefährtinnen wussten und dem was die Harpye Ihnen gesagt hatte liessen sich einige Stücke zusammensetzen. Die Hoffnung wuchs dabei leider nicht.

Orken, Harpyen, untote Bären und Wölfe, Zweiköpfe, Trolle, Oger, Titanen, Zyklopen, Steinharpyen. Er seufzte laut auf als er allein in der Taverne vor dem Kamin sass und sich ein letztes Bier vor dem Schlafengehen gönnte. Was mochte da noch kommen? Und vor allem wo mochte das bloss enden? Für einen Moment dachte er daran seine Sachen zu packen und nach Bajard zu flüchten aber würde es dadurch besser werden? Würden die Horden an der Küste Lameriasts Halt machen? Oder würden sie noch weiter suchen? Nein der Kampf würde hier ausgeführt werden und er würde alles dazutun um sie aufzuhalten. Uns sie würden die Pallisade ums ganze Dorf ziehen. So setzte er sich beim Kerzenschein hin und verfasste einige Aushänge die er in dieser Nacht noch verteilte. Spät fiel er in sein Bett und schlief ob der Anstrengungen auch sofort ein obwohl er sich eigentlich noch Pläne für die Pallisade durch den Kopf gehen lassen wollte.

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 20:02
von Tyrius Sendar
Entnervt und vollkommen gereizt schleudert Tyrius seine Robe in eine Ecke des Hauses und lässt sich mit einem Platsch in das kalte Nass fallen.
Das Wasser schwappt über ihm zusammen und einen Augenblick verharrt er bewegungslos im Wasser, einzig bewegt durch das Zittern seines Körpers, welches von der Kälte im Wasser stammt.

Wie konnte man nur so naiv sein?...

Immer und immer wieder stellte er sich diese Frage, seit er von Menek'Ur zurück gekommen war. Zwar, war er mit genauso leeren Händen zurück gekehrt, wie er hin fuhr, doch konnte er wenigstens ein angenehmes Gespräch mit Rivkah verzeichnen sowie einen Handel, wenngleich dieser erst noch bestehen würde und nicht schon getätigt wurde.

So war er also zufrieden zurück gekehrt.
Auf dem Hinweg hatte er einige Leute der ASK gesehen, die an etwas bauten.
Und im nachhinein ärgerte er sich nun darüber, dass er nicht gleich gefragt hatte, was sie vor hätten.. doch er hatte es nicht getan und als er so dann von Bord getreten war und sich auf den Rücken des Tieres gezogen hatte und in die dunkle Nacht hinein geritten war, wäre er beinahe an ein hölzernes Tor gekracht.

Wer in Kra'thors Namen baut ein solches Tor hier hin?, hatte er sich gefragt gehabt.
Doch sah er sich dann das Gebilde ein wenig genauer an.
Es war schon ein Meisterwerk in gewisser Art und Weise,
ein Meisterwerk, welches in kurzer Zeit entstand, zugleich jedoch ein Meisterwerk welches ihr aller Untergang bedeuten könnte.
Das sah Tyrius bereits nach einem kurzen Blick.

Wer war so töricht eine Mauer zu bauen mit von außen, sprich vom Hafen, erreichbarer Wehrgänge?

Ein Gedanke, der ihn bei dem Anblick des Gebildes ereilt hatte und so war er kurzerhand auf den Wehrgang gestiegen.
Von dort hatte er den Blick auf eine Torschleuse und einige Leute mit Werkzeugen.
Als er Arsens Stimme erkannte, der ihm zurief das die Tore offen war entfuhr ihm nur ein Seufzen. Tyrius hatte inständig gehofft, dass er wenigstens Wissen würde welch eine Gefahr dieses Gebilde darstellen würde.

Immerhin würde jemand, der das in Erfahrung bringen würde, ohne Probleme lameriasts Hafen blockieren könnte.
Somit würden die "Flüchtlinge", von denen schon gesprochen wurde, wer auch immer die Schande auf sich nehmen würde die Insel zu verlassen, zwischen menschlichen Missetätern und einem Heer aus graugrünem Gewächs, stehen.

Aber nein.. dieses Risiko sei es Wert einzugehen...


Langsam taucht Tyrius wieder aus dem Wasser auf.
Er würde nun ein Schreiben für den Fürsten fertig machen, so könnte es nicht weitergehen.
Diese Alianz würde noch ihr aller Ende bedeuten und so durfte es nicht enden.

Nur wenig später wird ein Bote zur Burg reiten. Schneller als er wohl unter normalen Umständen geritten wäre.
Ob nun der Inquisitor ihm Feuer unter seinem Hintern gemacht hatte oder aber die Angst es war, die den Reiter antrieb, würde nur derjenige Wissen, der bei der Übergabe des Schreibens von Tyrius an den Boten dabei gewesen wäre.
Der Reiter wird nur wenig später an der Burg ankommen und dort dem wachhabenden Legionär das Schreiben übergeben mit einigen Worten von Tyrius. Woraufhin die Wache möglichst schnell dafür sorgen wird, dass das Schreiben dem Fürsten zugeteilt werden würde.


Der Mauer Schutz und des Sternenvaters Segen mein Fürst,

als ich in den späten Abendstunden von Menek'Ur zurück kehrte, musste ich leider eine gewaltige Torheit auf meinem Weg vom Hafen zur Burg erleben.
Ich traf nahe des Hafens auf die ASK, welche dort ein Bauwerk am errichten waren. Als ich jedoch an kam, waren sie gerade fertig mit dem Bau.
SIe haben am Hafen eine Holzpalisade mit Schleusentoren errichtet.
Das mag ja im ersten Moment nicht schlimm erscheinen, allerdings haben sie auch einen Wehrgang errichtet..
aber dieser Wehrgang würde nicht etwa die Insel schützen, sondern befindet sich auf Hafenseite.
Mit anderen Worten. Sollte Rahal davon Kenntnis erlangen und eine Chance darin sehen, könnten sie diese Palisade einnehmen und einen jeden, der sich der Palisade nähert mit einem Pfeilhagel eindecken.
Somit stünden wir zwischen zwei Fronten...
Als ich Herrn Talmar darauf hin wies, dass diese Gefahr bestehen würde, zeigte er sich uneinsichtig und sprach sogar von Flüchtlingen und Schiffen, welche bemannt werden sollten, so es soweit kommen sollte.

Dies sei Euch als Information und Warnung zugleich gereicht.
Offenbar werden Entscheidungen getroffen, welche uns selbst nur vernichten werden.

Heil der Eisenwart,

Tyrius Sendar
Inquisitor der Eisenwart,
Diakon des Sternenvaters

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 21:06
von Thoran Wynther
Ein Wall für ein Dorf

[url]http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=30234[/url]

Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 00:41
von Andreana Steinschmelz
Zu spät kam sie. Aber leider wurde sie aufgehalten. Die Palisade stand schon zu einem großen Teil. Aber doch gab es noch genug zu tun. Da war Selina und Arsen. Also ging sie zu ihnen und fragte, wo sie mit anpacken konnte. Aber diese wiesen sie an Thoran weiter, der die Bauleitung übernommen hatte. Also suchte sie in dem ganzen Wirrwarr und den geschäftigen Leuten nach Thoran und lies sich von ihm Einweisen. Der war aber so beschäftigt, dass das auch nicht viel half. Also ging sie mit Selina zu einem Stapel mit langen Stämmen und begann es ihr gleich zu tun und die Stämme anzuspitzen. Dann wurden die Stämme zur Palisade geschleppt und dort in den Boden gelassen. Sie warn schon recht weit gekommen, das Loch war schon halb verschlossen, als sie plötzlich hinter sich ein Grunzen und Stampfen vernahm. Die Orks haben wohl ihre Bemühungen bemerkt und vollführten einen Angriff. Sie war zum Arbeiten gekommen und hatte keinerlei Waffen bei sich. Aber wohl noch einige mehr und so meinte Max: Lass uns das Loch verschließen! Also wurde gleich angepackt und die Palisade vervollständigt.

Die anderen hatte einen Ork gefangen genommen und brachten ihn zu Akademie. Schnell wurde noch der Rest abgeschlossen. Sie besah sich noch einmal die Scharniere der Tore und dann ging auch sie von der Neugierde getrieben zur Akademie. Dort waren sie alle am Lagerfeuer. Der Ork stand angekettet am Baum. Sicherheitshalber hielt sie etwas Abstand und beobachtete, wie Arsen dem Ork etwas zu Essen gab. Dieser fraß es gierig und wurde dann immer schläfriger. Arsen hatte wohl irgendeine Mixtur auf das Fleisch getan.
Selina kam zu ihr und meinte, sie solle die Ketten überprüfen. Sie ging nur zögerlich in Richtung Ork. Als dieser dann völlig weggeschlummert war, ging sie einen großen Bogen um den Baum, um von hinten heranzukommen. Der Gestank der ihr entgegenschlug war unerträglich. Sie rümpfte die Nase und begann ganz flach zu atmen. Trotzdem beäugt sie sorgfältig die Ketten und die Befestigungen. Als sie merkte, dass der Ork wirklich weggeschlummert war, ging die Arbeit auch schneller, da sie nicht immer mit einem Auge den Ork beobachtete.

Dann kamen nach und nach aller herbei. Und man stand ratlos um das Lagerfeuer und betrachtete teils neugierig, teils angewidert den Ork. Selina erklärte, was sie mit ihm vorhatte, was bei Einigen Erstaunen bis Unverständnis hervorbrachte. Thoran schien am wenigsten beeindruckt zu sein und saß mit dem Rücken zum Baum auf einem Baumstumpf. Bis er plötzlich zu dem Ork ging und ihn finster anblickte und irgendetwas sagte. Plötzlich war seine ganze Aufmerksamkeit vom Ork gefangen genommen. Er ging immer näher heran und schrieb dann etwas auf ein Blatt Papier. Redete der Ork? Sie konnte nichts hören und bekam nicht viel mit. So ging sie etwas näher, auch wenn der Gestank nun wieder um einige zunahm. Aber viel bekam sie immer noch nicht mit. Lediglich bemerkte sie plötzlich die türkise Farbe der Augen. Was war hier los?

So standen sie alle herum als plötzlich etwas zu hören war und eine Harpie angeflogen kam. Sie setzte sich auf den Schornstein von Truttas alter Taverne. Trutta flüchtete in Richtung der Pinien, und auch sie folgte recht schnell ihrem Beispiel. Es war ihr nicht geheuer dieses fliegende Ungetier. Die anderen standen aber noch am Feuer und schauten zur Harpie hinauf, bis plötzlich Thoran anfing sich seltsam zu benehmen. Er redete, ohne dass aber ein andere mit ihm redete. Erst etwas später wurde ihr klar, dass die Harpie wohl in seinen Gedanken sprach. Und dann waren auch Selina und Arsen dran.

Plötzlich starrte die Harpie sie an. Sie versuchte dem Blick auszuweichen. Aber auch der Schatten der Pinie gab ihr keinen Schutz. Als sie plötzlich eine Stimme vernahm.

“Du.. du verstehst einen Teil seiner Seele“

Sie schaut nun direkt hinauf zu Harpie. Was geschah da mit ihr. Was meinte sie, und wessen Seele war gemeint.

“Sie haben von den Farben der Schätze genommen und werden auch nach den El’amyr’iast verlangen“

Aber was meinte sie damit? Was sind die Farben der Schätze? Was sind diese El’amyr’iast? Hatte das nicht vorhin auch der Ork im Schlag gemurmelt? Und von wem wird hier geredet?
Diese Stimme half nicht gerade, ihre Angst vor dem Biest zu verringern.

Dann plötzlich verspürte sie eine enorme Hitze. Sie musste sich an den Kragen ihres Hemdes fassen und versuchte diesen zu öffnen. Es war nahezu unerträglich. Dann verschwamm das Bild vor ihren Augen. Ein rötlicher Schleier entstand vor ihren Augen. Sie versuchte das Gesicht durch blinzeln loszuwerden. Aber es gelang ihr nicht. Das Bild verfestigte sich. Es sah aus wie Glut. In der Glut schwammen Schlieren. Diese Schlieren hatten verschiedene Farben. Blau, rot, gelb, grün. Sie streckt die Hände aus.

“Wo bin ich?“ fragt sie ängstlich.

Dann plötzlich verschwindet die Hitze. Ein einziges Bild bleibt, ein Bild von türkisen Kristallen. Reine klare Kristalle. Dann verblasst auch das Bild und sie steht wieder unter der Pinie. Nur noch einmal hört sie die Stimme der Harpie. Sie klingt abschätzend und anklagend.

“Ihr könnt begreifen… Aber ihr vergesst immer wieder.“

Rätsel über Rätsel. Auch der Besuch bei den Gefährtinnen konnte nicht alle Fragen beantworten, aber brachte etwas mehr Licht ins Dunkel. Sie saß die meiste Zeit nur stumm da. Das Erlebte beschäftigte sie zu sehr. Froh war sie, als sie später von Thoran nach Hause gebracht wurde. Allein wollte sie den Weg von der Festung der Gefährtinnen zu ihrem Haus nicht gehen. Es war ihr unheimlich. Auch lag sie noch lange wach im Bett und wälzte sich herum. Bis sie dann endlich in einen in einen unruhigen Schlaf viel.

Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 12:03
von Trutta van Drachenfels
So sehr Trutta unter dieser Bedrohung litt, es machte sie froh, zu sehen, dass alle Bewohner der Insel sich zusammen fanden um das unheimliche Unheil aufzuhalten und abzuwehren. Alte Vorurteile und Streitigkeiten waren unbedeutend.

Niemand vermochte zu sagen, ob die Palisaden den erhofften Schutz bieten könnten, aber der Bau gab ihnen doch Zuversicht. Es war nicht das Bauwerk was Mut machte, es war das Gefühl, der Einigkeit. Noch nie zuvor gab es diese gemeinsame Entschlossenheit. Muss erst eine Katastrophe drohen um allen begreiflich zu machen, was wirklich wichtig ist?

Die Arbeit war schwer und ungewohnt. Viele Gedanken hielten den Kopf bei der eintönigen Strapaze wach. Immer wieder hörte sie die Stimme der Steinharpyie mit türkisen Augen in ihrem Kopf.

Ihr sterbt einfach zu schnell! Und ihr werdet wieder sterben...

Sie wollte nicht vor der Zeit sterben. Entschlossen packte sie ihre Axt fester und hieb einen Keil in den Stamm.

Der, der das Pfand hat ist geflohen. Verbirgt sich vor der Bergherrn Blick.

Sie richtet sich auf, wischte dem Ärmel ihres Hemdes den Schweiß von der Stirn. Blickt sich um in Richtung der Berge. Das Pfand! Der, der es gestohlen hat ist geflohen und wir haben es zugelassen. Wir haben es nicht verhindert, dass die Weißen Diebe entkommen sind. Es nutzt wenig, dass es keiner von uns gewusst hatte.
Die Steinharpyie ließ keinen Zweifel daran. Dem Bergherrn war es egal. Er wollte zurück was ihm gehörte. Die weißen Diebe – Sie hatten eine Vermutung wer sie waren.
Mit dem Blick auf die vielen fleißigen Hände hörte sie wieder sie Stimme.

Ihr seid zu wenig. Ihr werdet jenen, die dem Bergherrn gehorchen nicht standhalten können.

Auch ohne die Steinharpyie wusste sie das, wie es sicher auch alle anderen wussten. Sie wollte keinen Krieg, und schon gar keinen der vor Beginn verloren war.

Wir müssen es finden und zurückbringen!



Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 12:07
von Savira
Es war Krieg.

Krieg war immer eine Zeit, in der Seelen zu Hunderten und Tausenden zum Raben gesendet werden, meist, ohne daß man sich selbst die Hände schmutzig machen mußte.
Gut manchmal bedurfte es etwas 'Nachhilfe', daß die streitenden Parteien nicht zu schnell wieder Frieden schlossen, aber das war etwas anderes.

Nun saß sie also hier am Kamin im Lager der Waldweiber und grübelte alleine im Dunklen über das, was sie heute erfahren hatte.

Orks. Ungeheuer, Rieslinge, sogar Drachlinge.
Sie alle hatten scheinbar den Berg verlassen und griffen sie Siedlungen der Menschen an. Als erstes hier, bei diesem Holzfort, aber es lag auch am nächsten.

Die Orks hatten sich zusammengetan, sogar Banner auf den Bergen gepflanzt. Das roch nach Organisation, nach einer Macht, die sie steuerte und lenkte.

"Der Herr des Berges"

Ein Gerücht, daß sie vernahm, wer nannte diesen Namen? Diese Rebecca? Oder diese Marye? Egal an und für sich. Es war also eine Macht dort, und sie wollte etwas.
Was immer es war, die Folgen, was geschah, wenn sie es nicht bekäme war offenkundig - Krieg!

Die Vernichtung der Waldweiber? Hielt diese Macht dann inne? Eisenwart? Grimwould?
Hier offenbarten sich einmalige Möglichkeiten.

All diese Seelen, dieser Ungläubigen, die ans Diesseits gefesselt ihr Dasein fristeten - alle auf einen Schlag, vernichtet.
Der Rabe würde ein Festmahl halten!

Vielleicht würde man etwas nachhelfen müssen. Hier ein wenig, da ein wenig.

Nur wie mit desem Herrn Kontakt aufnehmen - ihm vielleicht gar die Hilfe des Richters anbieten, sein Ziel zu erreichen.

Tod!

Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 12:29
von Tajara Nair
"Die Rippe ist angeknackst, gebrochen ist aber nichts. Es tut mehr weh als es schlimm ist. Also kühle das über Nacht, Morgen solltest du dich jedoch besser rüsten" - die Heilerin lächelte Tajara an, und sie legte sich erschöpft rücklings auf das Fell. Sie war froh, heute Nacht in ihrem Fell schlafen zu können, denn sie hätte gewiss auch anders die Nacht verbringen können, gemeinsam mit Xinthra und Leif, eingekesselt von Drachlingen und Harpyen in der Wildnis in der noch winterkalten Nacht von Lameriast.

Ja, sie waren eingeschlossen, gefangen und ohne einem Weg hinaus. Die Situation wurde schlimmer nachdem die Kreaturen endlich ihre Höhle verließen und langsam aber sicher die Falle zuschnappen ließen. Lineberg gab sein Zeichen, und Tajara, die als Redelsführerin für das Kommando "Orbert" auserkoren war sollte dahin - allein! Leif kam zufällig vorbei, als die Rauchsäule erblickt ward und gemeinsam mit ihm wollte sie dahin.

Doch alles was gelang war ein Durchbruch durch die Reihen der Monster und Kreaturen, die den Berg feindselig verließen. Um festzustellen, dass kein Durchgang zur Taverne möglich war. Wenn Orbert dort war war er hoffnungslos gefangen.

Noch schlimmer jedoch war die zermürbende Tatsache, dass aus einer geheimen Einzelaktion ein Feldzug werden würde - und das war es, was Tajara um alles in der Welt vermeiden wollte, denn wer wisse schon, was noch auf sie zukommen würde? Sie wussten nur eins - nämlich, dass es kein Durchkommen gab.

Xinthra entdeckte das Rauchzeichen, den Notruf Leifs und Tajaras, die nun versuchten sich gegenseitig zu schützen. Eine Harpye pikckte ihre Rüstung in Fetzen und riss kleine aber tiefe Wunden in ihr Fleisch, die zum Glück nicht tödlich aber umso schmerzhafter waren. Der Stein eines Ogers schließlich verletzte ihre rechte zzweite Rippe.

Erst nach ein oder zwei Stunden - Xinthra kam herangeeilt, offenbar gelang auch ihr der Durchbruch, beschloss man auf Leben und Tod zurückzukehren. Und das wäre wohl nicht gelungen wären die Waldläufer und Schwestern unter Maryes Kommando nicht gekommen.

Die schlacht war jedoch verloren - nicht dass deer "Feind"" nicht genug Opfer zu beklagen hatte - aber während die Akademie versuchte, etwas über El'amyr'iast herauszufinden sollte Tajara insgeheim Orbert besuchen und ihn befragen - er war der Schlüssel zur Beendigung dieses Krieges der nicht nötig gewesen wäre. Doch das misslang ihr. Wie konnte sie nur so dumm sein.

Spät erst fand sie schlaf. Am nnächswten Tag sollte das Unterfangen gelingen. Doch Tajara musste noch einen Schlachtplan ausarbeiten - und der musste so angelegt sein, dass es zu Retten galt was gerettet werden musste. Die Insel - ihre Schwestern - das Leben aller Siedler. Es ging nur noch darum. Der Kampf war ein lästiges Nebenprodukt geworden.

Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 21:26
von Viridian
Kaum hatte der sichtlich erschöpfte, schweißgebadete Viridian die Burgtore der Eisenwart erreicht, als er auch schon eine zwischen stoßweisen Atemzügen hervorgepresste Meldung machte:

Es brennt! Das Lager der Gefährtinnen des Waldes steht in Flammen! Es brennt!

Danach verlor er für einen kurzen Moment das Bewusstsein.
Als er wieder erwachte, hatte man ihn in den Burghof getragen und bot ihm Wasser an. Nach einigen Schlucken wiederholte er den Kern der Meldung und wollte schon aufspringen, um sie dem Burgherren persönlich zu erstatten. Doch als er sich aufrichten wollte, wurde ihm wiederum schwarz vor Augen und so beschränkte er sich darauf, einem Legionär den Bericht zur Weitergabe zu erstatten:


Ich war heute wieder auf Patrouille in den Wäldern. Aus Interesse, wie es um die Gefährtinnen des Waldes bestellt ist, und um womöglich mehr über deren Lage und den Feind zu erfahren, untersuchte ich die Umgebung des Lagers. Ich fand Spuren frischer und vergangener Kämpfe, gerissenes Vieh und einige Orken, Trolle, Zweiköpfe und sogar einen Riesen, der einen gewaltigen Hammer schwang.
Als meine Anwesenheit von einigen Gefährtinnen entdeckt wurde, fragte man nach meinem Begehr und erklärte mir im Anschluss, dass eine Expedition zu... Hügelgräbern oder Höhlen geplant sei. Ich entschloss mich, an dieser Expedition teilzunehmen in der Hoffnung, mehr über den Feind in Erfahrung bringen zu können.
Die Gruppe, der auch einige der Tiefländer angehörten, sowie Krieger, die ich nicht weiter zuordnen konnte, machte sich auf den Weg nach Süden.
Als sie dort nahe den Wilden eine Rast einlegten, beschloss ich, zur Burg zurückzukehren, da mir die Aussicht auf zweckdienliche Nachrichten zu gering erschien.
Unterwegs traf ich eine Frau, welche mir von einem Angriff auf das Lager der Gefährtinnen berichtete, und dass dort Feuer gelegt worden war. Schnell überzeugte ich mich von der Richtigkeit ihrer Behauptung und versuchte, mir einen Überblick über die Angreifer zu verschaffen. Es waren Orken darunter, doch vor allem echsenartige Wesen mit rötlicher Haut!
Ich schickte die Frau der Expedition nach und machte mich selbst eiligst auf den Weg hierher.



Nachdem Viridian geendet hatte und der Legionär sich auf den Weg zum Burgherren gemacht hatte, wankte er in die Taverne und genehmigte sich ein Glas Bier.
Innerlich bereitete er sich schon auf das Treffen mit Khazkal vor. Er hatte den Befehl ignoriert und -wenn auch nur indirekt- den Gefährtinnen geholfen, indem er der Frau sagte, wo die Expedition zu finden sei. Doch welche Strafe auch kommen wolle, er würde sie erdulden. Und womöglich hätte der Burgherr gar ein Einsehen.... immerhin waren die Gefährtinnen an sich keine Bedrohung für die Eisenwart und von ihrer Vernichtung würde er nicht unbedingt nur profitieren.
Doch nach einer Weile verflüchtigten sich diese Gedanken. Der Burgherr würde über seine Tat urteilen, das war alles, was zählte.