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Verfasst: Mittwoch 2. November 2005, 16:42
von Caillean Hinrah
reglos starrt sie das junge maedchen an. sie wusste es war wichtig fuer Erinna dass sie die Moeglichkeit erhaelt sich auszusprechen.
Bei den Ahnen! was hat meine Kleine gelitten haben muessen
Schoss es ihr durch den Kopf. Sie wusste von sich selber dass sie durchdrehte wenn sie eingesperrt oder gefesselt war. Doch jetzt fand sie kein Wort des Trostes fuer sie. Sie vertraute darauf dass Erinna sich zu kontrollieren wuesste. dass Clarissa ihr dinge einredete, die sie dazu veranlassten wolf nachzugeben, erschreckte sie. auch wenn sie es vor erinna niemals preisgeben wuerde.
Caillean waere niemals in Gefahr. aber ein hilfloser saeugling...
Welche Chancen haette ein Saeugling?
Sie seufzte resigniert und senkte den Blick.
"Erinna... das ist deine Entscheidung. Ich sagte dir gestern es wird niemand gezwungen zu bleiben. " traenen schossen in ihre augen " das gilt auch fuer dich. auch wenn ich mir wuensche dass du bleibst. Wir finden einen Weg. Hab doch nur ein bisschen mehr vertrauen!" es zerriss ihr das herz und es kostete sie viel kraft nicht zu betteln. sie wollte nicht dass sie ging. Doch ausser ihr zu vertrauen.. mehr konnte sie ihr nicht anbieten. wenn Erinna sich selber nicht traute... Welche hoffnung bestand dann?
Sie erhob sich, wollte alleine sein, vielleicht war das falsch jetzt in diesem Moment. Vielleicht brauchte Erinna jetzt ihre Mutter, die sie in den Arm nahm und ihr versprach dass alles gut wird. Aber sie wollte alleine sein. und versagte sich und erinna den Trost den sie vielleicht beide in dem moment brauchten.
Sie schritt ans Fenster, oeffnete es, so dass die kuehle nachtluft um ihren koerper strich. Das lose schwarze haar tanzte im wind. Mit einem tiefen seufzen legte sie den kopf in den nacken. stoerte sich nicht an dem zausen und zerren als der wind zunahm.
Nur ein heiseres Fluestern entrang sich ihrer kehle
"...der feuer und der Schmiede..ich rufe den Windgeborenen..."
Oh Falk! Wo steckst du wieder nur zu dieser Stunde
"...und wie auf fluegeln....so ich gewaehlt habe"
Liebster, ich brauche dich!!
Ihr herz klopfte freudig. schon lange hatte sie ihr Erbe unangetastet gelassen. Sie konnte nur hoffen dass die Dame im Wind ihr wohlgesonnen war, und ihre worte weit ins land hinaustragen wuerde.
Verfasst: Mittwoch 2. November 2005, 20:19
von Erinna Hinrah
Ach Mah, du hast mich falsch verstanden.
Murmelte sie leise zu sich selber und rollte sich in Caillys Naehe zusammen. Sie war muede und innerlich aufgewühlt.
Ich meinte doch nicht das ich fuer immer gehe, nur halt einmal im Monat.
Murmelte sie weiterhin leise und seufzte schwer. Als sie wachwurde, fühlte sie sich steif und spazierte durch Grimwould um sich zu lockern. Nachdenklich und unbewusst hielt sie sich von allen fern und wich aus wenn sie ahnte das wer sie umarmen wollte.
Im moment nervte sie einfach alles und sie wollte nur ein wenig Ruhe finden. Wo nur war Falk. Lange schaute sie in den dunkler werdenden Himmel und sehnte sich nach seinen Worten, seinen Armen und sie sehnte sich um viele viele Wochen zurück.
Lngsam drehte sie ihren Armreif hin und her, wärend bei ihrem Wolf zusammegrollt lag und mit halb geschlossenen Augen die Palisade nachdenklich anstarrte.
da wo ich blute, da bin ich zu Hause
hatte Clarissa gesagt vorhin und Erinna verstand den Satz nicht.
Ach Dah, wo bist du nur, wir brauchen dich hier.
Murmelte sie wieder nur leise vor sich her und nahm eine Stellung ein, die ihrer Rippe nicht allzu wehtat und auch nicht ihrer Nase.
Verfasst: Sonntag 6. November 2005, 04:34
von Thancred
lange hatten die Beiden geredet und sich im Arm gehalten, von den Sternen der Zukunft geträumt und versucht das Schicksal zu erkennen,.. das ihrer beider Schritte zusammengeführt hatte,.. er hatte nur kurz bleiben wollen aber viel war geschehen diesen Abend, turbulente Momente,.. und doch auch ein Herzschlag und ein Augenblick der Zärtlichkeit, in denen er in einer Woge aus Smaragdfeuer badete, und vom Strahlen ihres Lächelns gewärmt wurde
nun war die Nacht schon tief und dunkel,. so schlichen die beiden zum Tore, doch was war das für lautes Gewieher bei den Ställen, erst einen Fuchs oder Marder vermutend eilten die beiden zu den Boxen, doch kein schlauer Reinecke, war es der das Pferd in der ersten box so beunruhigte, nein dort im Stroh lag das sehnige bündel eines kleinen mädchens, ERina,.. rief Alliestra aus,..und beruhigte das pferd während der Mann sacht die Hände
unter das Mädchen schob und sie aufnahm,..um sie vorsichtig aus er box zu tragen "sie ist ja noch leichter als Du,.."flüsterte die beinahe heiser klingende Stimme des Mannes
"in dem kalten Wind kann sie sich ja die Keuche oder den Rotz holen "
Alliestra leuhtete und öffnete die Tür zur Taverne wo Erinna bald auf den weichen Fellen am Feuer lag und der fremde ihre Hände Mal ums Mal warm rieb, "die Müdigkit muss sie übermannt haben",.. brummte er wie ein bär der sich sorgt um ein Junges" sie arbeitet wie ein Packpferd und ist beinahe noch ein Kind, sie kann nicht ewig Raubbau an sich selbst betreiben,.."abermals streichte er sanft über das kühle gesicht mit den unter tiefen Ringen verborgenen Augen" sie macht Fehler, als Jägerin ist das nicht gut, " bit besorgtem Blick gen dem mädchen und der rau die neben ihm in den Fellen kniehte und sich benso wenn nicht mehr um ernina sorgte machte er ich seine Gedanken um einen Clan in dem ein Mädchen sich so zur Arbeit gezwungen sah, er hatte die Worte des Mädchens nicht vergessen die früher des Abends gefallen waren,
"Schlafen kann ich"sagte sie"wenn ich tod bin genug"
als er spürte dass die Haut des Mädchens wärmer wurde, und der Morgen schon beinahe seine roten und grauen Finger ausstreckte um die Sterne
der Nacht vom Firmament zu vertreiben machte er sich leise davon,...
und strich Alliestra sanft durchs Haar die beschossen hatte bei dem Mädchen am Feuer zu schlafen, "sag ihr bloss nicht das ich hier war solange sonst wird sie noch sturer" flüsterte Thancred Alliestra zu, bevor er sich mit einem Kuss verabschiedete und auf leisen Sohlen durchs Tor im ersten Licht des Morgens vom Nebel verschlungen wurde der wie ein see von weissem Rauch über den Wiesen wallte.
Verfasst: Freitag 11. November 2005, 13:46
von Erinna Hinrah
Sie reckte und streckte sich. Ihr Rücken tat weh und ihr blick fiehl auf den jungen Mann vor sich. Die Trauer um Isgar war vorbei im Clan, es gab dennoch noch viel zu tun.
Sie musste ihre und Seymours Tasche noch packen . Langsam löste sie ihre Hand aus der des ihr doch fremden Domians. Irgendwie mochte sie den Kerl, der da verwundet im Wald gestern stand und nicht wusste wie er in die Stadt zurückkam. Sie haette ihn gerne geführt, aber Falks Befehl war klar gewesen.
Also hatte sie ihm die Felsnische gezeigt, ein warmes Feuer angemacht, an dem er dann irgendwann einschlief. Sie hatte ihm ihren Mantel unter den Kopf gelegt und ihren Umhang wie eine Decke uebergelegt. Entweder lag ihr Blick auf ihm, oder in den Sternen oder auf der Festung. Nach Hause wollte sie nicht. Cailly und Falk wuerden vielleicht eine ganze Weile nicht mehr zur Liebe kommen und die Zeit die sie hatten wollte sie ihnen gönnen, irgendwie.
Domian, der Name gefiehl ihr und sie wusste schon jetzt Seymour wuerde ihn Domin oder Domi nennen. Unwillkürlich musste sie lächeln, beim Gedanken an den Kleinen. Wenn sie koennte und alt genug wäre, sie würde den Zwerg sofort Adoptieren.
Falk hatte ihr erlaubt, wenn der Kleine zu seinen neuen Eltern ginge, dass sie mit ihm gehen dürfe, fuer einige Zeit, die sie dann langsam verringern wuerde. Den Kleinen dann von sich und dem Clan entwöhnen. Leise seufzte sie wieder. Der Zwerg war ihr, mit seinen grossen Blauen Augen und dem sanften kindlichen Lächeln, sehr ans Herz gewachsen.
Domian, wieder schweifte ihr Blick wachsam über den schlafenden Körper. Er wuerde bestimmt auch nicht in den Clan wollen. An Frauen dachte Erinna gar nicht, das hatte ihr irgendwie Clarissa leidlich abgewöhnt. Unwillkürlich zog sie wieder ihre Beine eng an ihren Körper. Sie verspürte keinen Hass, nur unendlich tiefe Enttäuschung.
Leise huschte sie in den Wald als der Morgen graute und stellte aus essbaren Wurzeln, Waldfrüchten und Blättern ein Frühstueck her. Vom Clan wollte sie nichts nehmen, sie mussten selber den Winter durchkommen. Nachdem Domian wachwar reichte sie ihm das Frühstück aus den Fruechten des Waldes und beobachtete wie er so frühstückte.
Verfasst: Sonntag 13. November 2005, 03:24
von Erinna Hinrah
Still sass sie im Sessel, in Caillys Umhang gehuellt und schaute zu dem kleinen Jungen im riesengrossen Bett.
Immer wieder liefen ihr Tränen die Wangen herunter. Sie wollte nach Hause, einfach nur nach Hause.
Leise schluchzte sie, den kleinen Seymour nicht weckend, der da mit einem Bauklotz in seinen winzigen Haendchen schlief. Sie war dankbar, dass der Kleine noch nichts von all dem verstand.
Langsam nahm sie Falks Stirnband von ihrem Kopf und umklammerte es. Wut stieg dabei wieder in ihr hoch. Was hatte Isgar sich nur dabei gedacht, mit seiner grossen Klappe. Reichte es nicht das er tot war? Musste er auch noch im Tot den Clan ins Unglück treiben? Sie wuerde keinen Sinn mehr im Leben sehen, wenn Falk auch noch sterben wuerde.
Genauso wuerde es ihr gehen, wenn Cailly sterben wuerde. Langsam erhob sie sich und schlich zu Violas und Caillys Tuere. Lange lauschte sie dem leisen Weinen von Cailly, bis es erstarb als jene einschlief.
Stolpernd trottete sie in ihr Zimmer zurück. Sie vermisste unendlich den Geruch der Felle von zu Hause, den Geruch des Holzes der Wände und vor allem, Falks und Caillys Geruch in den Fellen. So erschoepft ihr Körper auch war, so wenig sie noch Kraft hatte sich aufrecht zu halten, umso weniger fand sie Schlaf. Sie hatte den Tag kaum etwas getrunken und kaum etwas gegessen. Es war ihr unwichtig gewesen.
Erst war sie aufgeregt gewesen, aber als sie dann im Herzen und im Kopf begriffen hatte, dass es ernst war, dass Falk gehen wuerde, wollte sie nicht mehr weg. Sie wollte bei ihm bleiben. Lieber starb sie an seiner Seite, als vielleicht ewig ohne ihn leben zu muessen.
Sie glaubte an seine Kraft, sie wusste wie gut er war, aber die Angst blieb. Sie hatte schon oft Menschen tot gesehen die sie geliebt hatte. Marla hatte sie geliebt, auch wenn sie fuer sie nur ein unnützer Esser war. Dann Isgar, von dem sie eine Menge gelernt hat.
Es dauerte fast bis zum Morgen, als ihr Körper schlaff wurde und sie einfach auf den Teppich fiehl, sich der Erschoepfung und Muedigkeit nicht mehr wehren koennend. Sie spürte den dumpfen Aufprall nicht mal mehr,den man auch im Nebenzimmer hoeren konnte. Die Naechte der Totenwache, dann die unerklärliche Sorge um Domian, fast fuenf Tage hindurch hatte sie kaum bis gar nicht geschlafen gehabt.
Freia hatte recht gehabt, den Schlafmangel forderte ihr Körper nun ein. Leergeweint, mit roten Augen und vom ungewohnten warmen Wetter heissen Wangen schlief sie, als wäre sie tot.
Verfasst: Sonntag 13. November 2005, 23:52
von Erinna Hinrah
Als alle schliefen stapfte Erinna durch den noch heissen Sand zum Hafen und sass dort lange Zeit alleine. Ihre Gedanken kreisten darum, was sie empfunden hatte, als sie Grim sah.
Er hatte am Thresen gesessen und trank Schnaps. Fuer Erinna war es wie ein Zeichen das es den anderen zu Hause gutging. Dann brach Cailly fast zusammen
Warum ist er hier? Warum sitzt nicht auch mein mann hier??
Rasch war Erinna hinterhergewetzt, als Cailly aus der Taverne stuerzte. Sie fand ihre Mutter herzzerreissend schluchzend an einer Mauer gekruemmt hockend. Ohne zu zögern, wie sonst, schlang sie ihre Arme tröstend um Cailly und strich ihr kindlich sanft ueber die nassen Wangen.
Ich sollte nicht hier sein, mein Platz ist an Falks Seite und nicht hier..
Schluchzte Cailly und Erinna wusste erst kein Wort zu finden. Nach einer Weile sagte sie
Wir muessen das Beste daraus machen Mah. Um des Welpen Willen, um Falks Willen um unseret Willen. Wenn Falk erfährt wie sehr wir Heimweh haben, nach Grimwould und ihm...
Er weis es
unterbrach Cailly sie
jeder zarte Windhauch der mir durch das Gesicht weht sagt mir das er weis was wir fuehlen. Die Dame im Wind sagt es ihm, sie war seine Hebamme, er wurde im Wind geboren, er weis wie es uns geht.
Still hoerte Erinna zu bis Cailly sich beruhigt hatte.
Warum ist Grim hier und besäuft sich?
Hatte Cailly immer wieder gefragt. Erinna wusste darauf keine Anwort, nur das Grim zumeist wo anders war, nur nicht im Clan wenn man ihn brauchte.
Rede Du mit ihm Erinna, ich wuerde ihn nur anbruellen und das tun wir Hinrahs nicht vor Fremden menschen
Mah ich kann nicht, ich wuerde irgendwann auch bruellen, als ich alleine dastand mit den Clanshaenden habe ich gelernt zu befehlen, sie haben mir gehorcht aber ich fuehlte mich jedesmal elend wenn einem was passierte. Ich fuehle mich als Eure Tochter und irgendwie deswegen hoeher als Grim und die anderen. Aber dennoch er hat zu Hause zu sein an der Schmiede, da wird er gebraucht und nicht hier.
Stumm nickte Cailly und zusammen gingen sie zur Taverne zurück. Irgendwie kamen sie auf Vollmond zu sprechen und beunruuhigt, fast hecktisch hatte hatte Cailly sie gefragt wann Vollmond sei und Erinna hatte geantwortet in drei Tagen. Vio zeigte ihr das Falk Fleisch geschickt hatte und gierig ass Erinna etwas davon, sie hatte die letzten Tage nur sehr wenig gegessen und seit gestern gar nichts mehr.
Jetzt sass sie satt und nicht mehr durstig am Ufer und blickte still in Richtung des Festlandes. Cailly und Viola schliefen und auch Seymour schlief. Sie selber war zwar sehr muede, aber sie wollte noch nicht schlafen.
Verfasst: Mittwoch 16. November 2005, 07:51
von Erinna Hinrah
Die Tage zogen sich immer mehr in die Länge. Nichts konnte sie tun. Kein Holz hacken wie früher, keine Rehe jagen um Nahrung fuer den Clan zu beosrgen, keine Pfeile schnitzen, keine Tiere versorgen. Nur dumm herumsitzen, sich um Cailly kuemmern.
Letzte Nacht hatte sie wiedermal geweint. Kari hatte ihr erzählt das Viola bewusstlos am Hafen gelegen hatte. Warum nur war das Mädchen zu stolz gewesen es ihr zu sagen? Sie konnte doch nicht auf alles achten. Kari hatte ihr gesagt sie sollte mehr auf Viola aufpassen. Ja wer war sie denn? Die Mutter von allen?
Cailly hatte ihr gesagt das sie die Verantwortung habe fuer Seymour. Lächelnd blickte sie auf den Zwerg in ihren Fellen. Seymour machte ihr nicht viele Sorgen. Er spielte meist im Zimmer, weil es ihm zu warm draussen war und sie erzählte ihm Geschichten.
Alle zwei Stunden weckte Rahdiyaa sie, damit sie Cailly einreiben konnte. Und alle vier Stunden schaute A'zam vorbei und brachte ihr so manch kleine Leckerei mit. Jene gab sie an Seymour weiter oder an Cailly. Dattelmuss, Kokusnussmilch, Bananenmilch. Sie hatte mal so Sachen probiert und gar nicht gemocht.
Lange blickte sie aus dem Fenster zum vollen Mond, der hier so unendlich klar wirkte. Keine Bäume die ihn verdeckten und keine Berge. Nur Sand, Sandduenen. Sie hatte ein wenig geschlafen, aber nur kurz. Selbst im Schlaf geisterte ihre Überforderung herum.
Sie hatte ihrem Vater versprochen auf Cailly, Viola und Seymour aufzupassen. Eine Aufgabe von der sie glaubte das sie nicht schwer sei. Aber sie wusste ja auch da nicht wie das Klima ihnen allen zusetzen wuerde.
Noch immer brannten ihre Augen und juckten. Nur mit Muehe bekam sie sie auf wenn sie geschlafen hatte. Sie waren verklebt und tränten. Tapfer biss sie die Zähne zusammen und kam ihren Verpflichtungen nach. Mit Viola musste sie reden, es reichte ja wenn jene ihr sagte wenn sie jagen ginge.
Sie war kein Kind mehr. Diese ganze Sache hatte ihr die kindlichkeit genommen. A'zam, Khalida, Safiya, Riya sie alle hatten gesagt sie sei fuer ihr Alter erwachsener , als andere in ihrem Alter. Mit Sehnsucht dachte sie an das Versteckspielen, wo sie in den Brunnen gefallen war und wie am Spiess nach Cailly und Falk gebruellt hatte.
Grimwould, wie sehr vermisste sie es. Die Freiheit die sie da hatte, sie vermisste es unendlich. Gähnend stand sie auf und tapste ins Nebenzimmer. Fast schon meschanisch griff sie zum Salbentopf und rieb Caillys Ruecken ein und benetzte die Lacken mit frischem Wasser.
Kleien Frau ganz Groß
Verfasst: Mittwoch 16. November 2005, 10:05
von A´zam Haytham
Sie war ihn schon früher an diesen Tag aufgefallen. Das Mädchen welches so schweigsam an der Theka saß. Natürlich wusste er von den Gästen aus den Nebelwald. Doch mehr als das sie da waren war im bisher umbekannt.
Erst am Abend als er den Anstrengenden Tag ausklingen lassen wollte Taute sie etwas auf. Ausser ihr war nuch Yashira da. Es wurden einige Worte gewechselt über dies und über das. Über den Tag und ähnliches.
Doch als er die Leuchtenden Augen des Mädchens sah, während er erwähnte das er auch ab und an Geschichten und Märchen und vons einen Abenteuer erzählte, konnte er gar nicht anders.
Wie so oft erzählte er ausschweifend eine seiner Geschichtend. Ob sie wahr oder nur ein Märchen war, ob selbst erlebt oder nur gehört, lies er dabei wie so oft unerwähnt.
Lange dauerte sie und als er fertig war, schleif Yashira schon fast und Kari, welche kurz vorher erst vorbeikamm, brachte sie ins Bett.
So waren die zwei allein und Eriana welche nun scheinbar doch vertrauen fasste schüttete sich bei ihm aus.
Sie erzählte von ihrer Kranken Mutter, ihrer Schwester, und den kleinen Bruder. Von der Last der Verantwortun auf ihren Schultern welche sie zusehends erdrückte, dem heimweh und den Wunsch wieder unbeschwert spielen zu können. So wie jedes anderes Mädchen in ihren Alter auch.
A'zam bewunderte das Mädchen welches völlig übermüdet neben ihn saß. Eine solche Last für ihr alter zu tragen ist einfach zuviel und nicht wenige währen dan zerbrochen. Schlaf brauchte sie aber trotzdem das war so deutlich zu sehen wie der Sand in der Wüste.
Er brachte sie zurück ins Gasthaus, zu ihrer Mutter. Betrat das Zimmer jedoch nicht sondern blieb vor dre Tür, wie es sich gehörte. Nur kurz trat er ein als Eriana es erlaubte und da versprach er ihr das er mit der Dame an der Theke sprechen würde udn sie Eriana regel,mässig wecken.
Viel mehr konnte er nicht tuen, ausser ihr regelmässig in der Nacht Früchte und Wasser zu bringen und zu Kontrollieren ob die Dame wirklich das Mädchen weckte. Es war so nicht viel schlaf den sie bekamm aber etwas....
Verfasst: Donnerstag 17. November 2005, 23:12
von Erinna Hinrah
Sie dümpelte im Grunde nur noch so durch den Tag. Ausser Cailly den Rücken eincremen und den Seymour zu versorgen gab es nichts mehr zu tun.
Cailly hatte ihr und Viola verboten weiterhin alleine jagen zu gehen und sie hatten Schleierpflicht bekommen. Es gab irgendwann nichts mehr zum Reden und so sass sie nur noch irgendwo dösend herum.
Die Insel war fuer sie fast das gleiche geworden, wie der Keller bei Marla. Fuer sie war es nur noch mehr als Langeweilig geworden. Es gab keine Rehe, es gab keine Wälder, es gab keine Wiesen, es gab keinen Regen, keine Wolken, nur immer und immer wieder Sand, soweit das Auge reichte.
Die Sonne spielte ihren Augen oft Schabernack und es verstärkte nur noch mehr ihr Heimweh. Der Vollmond gestern war fuer sie nur eine qual gewesen. Tagsüber die glühende Hitze und Nachts die eiserne Kälte. Es gab keine wirkliche möglichkeit einen Spazierganz zu machen, nachzudenken. Überall lauerten Gefahren.
Andere Gefahren als uz Hause und vor allem Gefährlichere. Sie war nur noch muede, lustlos. Ihr verging der Apetit und sie ignorierte jeglichen Hunger.
Hin und wieder dachte sie an A'zam. Ihn mochte sie. Er war zu ihr wie Sayid auch wie es sich gehörte. Keine anzüglichen Bemerkungen, ruhig erklärten sie ihr Dinge und A'zam Geschichten lenkten sie von ihrer Lustlosigkeit ab. Stiller wurde sie und wenn sie was sagte klang es immer paziger.
Das Heimweh, die Sehnsucht nach Falk und den anderen, lies ihre Laune langsam gen Keller wandern.
Verfasst: Freitag 18. November 2005, 04:37
von Caillean Hinrah
sie wusste sehr wohl dass erinnas laune immer shclechter wurde... sie hoffte die maedchen rauften sich wieder etwas zusammen... zumindest ein kleines bisschen so dass es etwas friedlicher wieder wurde... die hitze war unertraeglich fuer ihre haut und so so schlief sie den tag ueber und wanderte genuesslich durch die daemmerungen.
Hatte sie nicht einmal gesagt, dass sie alles fuer den clan tun wuerde?
ja
Aber so lange von falk getrennt sein.. daran hatte sie nicht gedacht.
Es fiel ihr schwer sich so erwachsen zu geben und ihre erinne und freias viola zurueckzuhalten... hatte sie doch den selben drang
nach hause
Verfasst: Freitag 18. November 2005, 10:52
von Viola Ser´Rhal
Unlust ... Viola kannte dieses Gefühl nur zu gut. Sie hatte wie Erinna die letzten Tage oftmals das Gefühl der Langeweile verspürt, hatte im Zimmer gesessen und die Wand angestarrt, ehe sie Cailly ab und an den Rücken eincremte, damit Erinna das nicht immer tun musste.
Auch sie war nicht begeistert von dem Jagdverbot und der Tatsache nur noch verschleiert herumzurennen, aber es half nichts, sie würde sich dem Ganzen einfach hingeben müssen und irgendwann würde es vorbei sein, dem war sie sich sicher. Sie war wieder schweigsam geworden, grübelte wieder viel und mied die anderen, sie hatte die ganze reie Zeit genutzt um nachzudenken und sich Sorgen zu machen, sich mit ihren Gefühlen auseinanderzusetzen und ihre Haltung den anderen Gegenüber zu überlegen.
Sie streifte oft durch die nahen, sicheren Gebiete der Wüste, entlang der Küste und döste immer wieder unter einer der Palmen am Hafen. Es wöre so leicht, einfach suf eines der Schiffe schleichen und sich dort verstecken, bis es ablegen würde und dann in Bajard ankommen würde, es war alles so greifbar nahe und einfach, aber sie konnte nicht, sie würde Erinna und Cailly mit noch mehr Sorgen zurücklassen und vor Allem würde sie Freia enttäuschen. Sie hatte versprochen es durchzuhalten, auch wenn die Zeit auf Menek'ur immer mehr zu einer Geduldsprobe wurde und ihre ruhige Haltung und ihre gute Laune immer mehr wich.
Die nächsten Tage würde sie wohl noch weniger reden, mehr Grübeln und sich dem altgewohnten Schweigen hingeben, bis das hier alles vorbei war und sie endlich bei ihrer Mutter im Arm lag.
Verfasst: Sonntag 20. November 2005, 11:30
von Erinna Hinrah
Still hatte sie die letzten Tage verbracht. Manchmal redete sie mit den Menekanern, aber das Gefuehl im Keller wieder zu hocken blieb.
Sie hatte verucht das beste daraus zu machen, sie ging viel baden, spielte mit seymour, aber es war ihr bald überdrüssig.
Sie wusste, sie hatte die Verantwortung ueber Seymour und dies fuellte sie aus. Sie und der Kleine hockten nur noch drinnen, sie konnte den Zwerg nirgendswohin mitnehmen. In der Stadt lauerten winzige Scorpione und in der Wuesste andere Gefahren.
So viel anders hatte sie es sich vorgestellt. Mit Cailly und Viola und dem Kleinen am Strand zu schwimmen, Sandburgen zu bauen, zu lachen und Spass zu haben. Aber Momentan war sie sehr davon entfernt Spass zu haben. Das letztemal hatte sie zu Hause wirklich gelacht.
Still denkte sie den Kopf und liess den Tag wieder an sich vorbeiziehen, sie war eh sehr muede. Irgendwas hatte sie die Nacht gestochen, ihr Fuss war geschwollen und sie war nur noch muede. Sie hatte Khalida den Fuss gezeigt, aber dann doch wieder den Fuss weggezogen und bei sich gedacht, dass es ja doch eh egal war.
Viola war viel in der Übungshalle, aber das war nichts fuer Erinna. Sie wollte nur noch schlafen, schlafen solange bis es wieder nach Hause ging. Sie hatte fuer sich entdeckt das mit schlafen die Zeit am ehesten vorbeiging und alles an ihr vorbeizog. Der Kleine schlief eh die meiste Zeit noch. Caillys Rücken ging es besser und musste nicht mehr so oft eingerieben werden. Sie vergass durch das Schlafen zu Essen, nur zum Trinken wurde sie kurz wach, drehte sich dann um und schlief weiter.
Schlafen bis Falk sie abholte, mehr wollte sie nicht mehr.
Verfasst: Donnerstag 24. November 2005, 10:56
von Erinna Hinrah
Endlich, endlich durften sie die Insel verlassen. Endlich durften sie in den Wald. Erinna war so glücklich. Nur Nachts mussten sie noch auf der Insel schlafen.
Lange wanderte sie durch die Wälder, atmete tief die Heimatluft ein und lief trotz der Kälte auf nackten Sohlen durch das weiche Gras. Sie hatte ihre Freiheit wieder.
Als die Sonne unterging und sie eigendlich wieder mit dem Schiff fahren musste, streubte sich ihr Innerstes heftig dagegen. Leise zog sie sich Caillys Umhang an und rollte sich irgendwo in irgendeinen Wald zusammen. Nichts bekam sie mehr in die Wüste zurück. Sie war endlich da wonach sie sich so unendlich gesehnt hatte. Es war die erste ruhige Nacht die sie verbrachte. Sie lauschte dem heulen der Wölfe, das ihr das erstemal wie ein Wunder in den Ohren klang. Vergessen war Seymour in der Herberge, vergessen waren Viola und Cailly.
Nein nicht ganz vergessen, schlechtes Gewissen regte sich in ihrem guten Herz, aber irgendwann war sie doch zu muede. Die ganzen Naechte ohne Schlaf, die Anspannung was mit den anderen geschah, alles fiehl von ihr ab fuer diese Nacht und sie schlief bis in den späten Morgen traumlos unter einem Baum im hohen kalten Gras. Ihre Augen schmerzten kaum noch ob der kühlenden Luft. Sie fühlte sich einfach nur wohl.
Als sie wachwurde durchgefrohren, aber gluecklich, durchstreifte sie weiter die Wälder, jede Pflanze, jeder Baum, erschien ihr so besonders. Der viele Sand auf Menek'ur erschien ihr so unendlich weit weg und sie musste vor Freude leise aufjauchzen. Das sie nicht jeden Baum einzeln umarmte war noch ein Wunder.
In Grimwould versorgte sie die Tiere und setzte sich wie früher an das Feuer. Der Duft des Holzes, der warmen Luft, Aisis Essen in den kleinen Thekentruhen, alles war im Moment noch fuer sie wie ein Traum.
Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2005, 00:11
von Erinna Hinrah
Seit einigen Tagen war sie mitlerweile wieder in Grimwould. Falk hatte ihr gesagt das es die falschen getroffen hatte und Erinna hatte nur gesagt
"ich weis, ich habe von anfang an gesagt das isgar nach rahal wollte, aber auf mich hat ja niemand gehoert"
sie machte sie Vorwürfe, sie hätte ihren Vater vielleicht trösten sollen, aber wie konnte sie das? Im ersten Moment freute sie sich das er durch die Dame im Wind zur gleichen Erkenntniss kam, wie sie schon lange zuvor, dann kam Wut in ihr hoch, dann kurz Hass und jetzt fuehlte sie sich leer.
Ihr eigener Vater ein Mörder und sie alle hatten mitgemacht. Die 10 Gardisten, sie hatte sich mitschuldig gemacht, sie hatte sich abwürgen lassen, über den Mund fahren lassen.
Sie hatte noch danach mit Freia versucht zu reden, aber da war das tiefländische ach so edle Blut des Thrails das ihr wiedermal im Wege stand. Denn jenes Blut, so kam es ihr vor, brachte nur Leid mit sich. Sie senkte den Kopf, nein so durfte sie nicht denken, er war immerhin ihr Vater.
Fluchend zerbrach sie mit roher Gewalt einige Pfeilschäfte und schmetterte sie gegen die Wand. Sie wollte schreien, sie wollte rennen, aber sie konnte nicht. Statt dessen dachte sie an die Wortfetzen die sie in Berchgard gehoert hatte
" der kleine junge des einen gardisten..... eine waise jetzt.... wer kann nur so etwas bestialisches tun"
Am liebsten haette sie geschrien "mein Vater, mein Vater kann so etwas grausames tun"
Sie hatte ihm, noch bevor das Wort "Blutrache" überhaupt gesagt wurde, gesagt das Isgar nach Rahal wollte, aber sie war ja nur das Dumme Kind, aber vielleicht diejenige mit der Isgar zuletzt vom Clan gesprochen hatte.
Dieses ach so edle Blut des Thrails war in ihren Augen Momentan nur das Blut der stursten Böcke der Welt, nicht ein Funken edel. Kein Funke Ehre war darin.
Dann das Gespräch mit Aradan und Asteve über den kleinen Seymour. Wieder war ihr alter Hass gegen Falk dabei aufgekeimt. Der kleine war erst zwei Jahre alt. Warum hatte er sie angenommen? Wieso hatte Freia Viola angenommen, wenn Falk doch eh kein Städterblut mehr im Clan wollte? Warum konnte der Kleine nicht einfach bei ihnen bleiben. Es zerriss ihr fast das Herz. Sie liebte den Kleinen wie ein eigenes Kind.
Sie sagte zu Aradan und Asteve "geht der kleine, gehe ich auch, dann fühlt Falk mal wie es ist sein Kind zu verlieren, aber er wird mich wohl eh vergessen, Cailly kriegt ja einen Welpen, der dableiben darf, weil es ja das Blut eines Tiefländers dann hat"
Die Worte von Falk am Abend " Es hat die Falschen getroffen" zerstörte in Erinna eine ganze Menge. Sie wusste es vorher, aber sie hatte sich an die Hoffnung geklammert das Falk recht hatte, das es einfach nur dumme Gardisten gewesen waren und dann seine Worte - Am liebsten wäre sie aufgesprungen und weggelaufen.
Wieder zerbrach sie mit zitternden Haenden und ausdruckslosen Augen einige Pfeilschäfte und schleuderte sie gegen die Wand. Seinen Titel als Clanskrieger zu verlieren und eine schwächere Schamanin war in ihren Augen kein Verlust. Einzig die Menschen die den 10 Gardisten nahestanden hatten wirklichen Verlust gemacht. Kraft und Titel konnte man wiedererlangen, aber keinen lebenden Menschen mehr.
Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2005, 03:39
von Erinna Hinrah
Lange lag sie unter dem westlichen Wachturm und betrachtete das Stueckchen Himmel das sie sehen konnte.
Sie merkte nicht mal wie sie leise weinte. Sie verstand alles nicht mehr. Nichts war mehr wie früher, ihre alte Fröhlichkeit war weg, das hatte sie heute bei Seymour gemerkt.
Die Zeit auf Menek'ur hatte sie verändert, die Sorge um Cailly, die Aufsicht über Viola und Seymour und das sie sich zweimal anhören lassen musste das sie, die doch selber eigendlich noch ein kind war, sich zu wenig um Viola kümmerte.
Sie hatte doch nur zwei paar Augen, und nur einen Körper. Cailly hatte hohes Fieber gehabt, sie konnte Cailly doch nicht einfach sich selber überlassen, aber auch Viola und Seymour nicht. Immer hatte man ihr Hilfe zugesichert , aber es waren mehr eigendlich leere Worte gewesen. Sie hatte alleine dagestanden, mit einer kranken Cailly, einer zwölfjährigen und einem zweijährigen. Sie war einfach überfordert gewesen.
Sie war ernster geworden, dünner, und vielleicht auch abweisender. Sie redete weniger als früher, lachte viel weniger. Verbissen arbeitete sie, sie versuchte das nachzuholen was sie die fast zwei Wochen auf Menek'ur nicht tun konnte. Sie jagte mehr als früher und es tat ihr einfach nur gut. Alleine zu sein tat ihr viel mehr gut, als früher.
Sie hatte still viel nachgedacht auf Menek'ur, sich daran geklammert das Falk recht hatte. Sie hasste ihn nicht, niemals könnte sie ihn hassen, aber in ihr tobte ein Bad der Gefühle. Wut darüber das Seymour, wenn Lu und Erik ihn nicht adoptierten, gehen musste. Wut darüber das die Gardisten sinnlos starben - Trauer .
Dinge die sie einst mal nicht gefühlt hatte. Die mütterliche Liebe zu Seymour, oder war es eher schwesterliche Liebe? Sie mochte den kleinen abgöttisch, auch wenn sie es nicht so zeigen konnte. Sie liebte ihren Vater immer noch abgöttisch, und auch den Rest vom Clan und doch konnte sie es nicht verhindern, dass sie sich immer mehr distanzierte.
Unwillig zerrte sie an ihrer Hose herum, die sie bei Mondfluss immer trug. Sie hasste die Schmerzen, sie hasste diese Tage einfach. Sie rollte sich fester zusammen und beobachtete die Sterne. Sie merkte nicht das sie noch immer weinte, sie merkte nur das es kälter in ihrem Gesicht wurde und sie kroch tiefer in ihr provisorisches Felllager unter dem Wachturm im Westen von Grimwould.