Verfasst: Samstag 1. Juli 2006, 07:51
Aalina hatte keine Kraft mehr nachzudenken. Sie wollte gar nicht mehr nachdenken. Sie musste irgendwas anderes tun und wenn sie zum ersten Mal alleine jagen gehen würde. Das war ihr für den Moment egal. Sie war so aufgebracht und durcheinander, dass sie nur noch raus musste. Sie ging Richtung Hafen, dort schienen sich einige eingesammelt zu haben um auf Jagd zu gehen. Aalina folgte. Sie waren alle gemeinsam stundenlang unterwegs und es war das erste Mal das sie auf andere Gedanken kam. Und dennoch: Ihr fehlte etwas. Raakin - er war nicht dabei und genau dies verunsicherte sie. Was sollte sie tun wenn sie nach Hause kam? So oft hatte sie in den letzten Wochen überlegt, einfach für geraume Zeit zu verschwinden. Wer würde sie schon vermissen? Wer würde sie suchen? Saheeb mit Sicherheit nicht, womöglich würde er noch froh darüber sein, seine mißratene Schwester endlich loszuhaben. Nein, nicht wieder Gedanken an ihren Bruder verschwenden, das hatte sie in den letzten Stunden zu genüge. Raakin... Raakin würde sie sicherlich vermissen. Sicher würde er das. Schließlich wußte sie, dass er sie liebt. Und sie tat es bei ihm ebenso. Aber warum musste die Liebe so verdammt schwer sein? Eifersucht, Streit, Dinge die man falsch auffasst. Es gab so viel. Und man konnte so schnell enttäuscht sein. Während sie in der Hängematte in der Küche lag dachte sie nach über die vergangenen Tage. Die Konfrontation mit Saheeb, das Zusammentreffen mit der Elfe. Und da hatte sie es wieder: Eifersucht. Aalina war wirklich zum ersten Mal in ihrem Leben richtig eifersüchtig. Sie war so schön und Raakin war so angetan von ihr, daß es Lina fast schon würgen ließ. Aber was sollte sie schon tun? Nichts. Sie würde ihren Mann nicht an Ketten legen. Wenn er eine andere Frau haben wolle, solle er sie sich nehmen. Doch wie sie sich entscheiden würde wusste sie. Und sie ließ sich mit Sicherheit einiges gefallen, doch Untreue oder Lügen waren das schlimmste für sie. Sie würde gehen. Das war ihr von vorne herein klar gewesen. Und dennoch war sie sich sicher, er würde es nicht tun. Schließlich liebte er sie. "Warum dann diese Zweifel, Mädchen?" Lina wusste es nicht. Schließlich war der Abend noch so schön verlaufen. Er war so aufmerksam, wenn es um seine Frau ging. Es verging keine Sekunde, in der er sich anscheinend nicht um sie sorgte. Und ihm entging nichts, aber auch gar nichts. Es schien ihr manchmal sogar fast so, als habe sie ihre Seele an ihn verkauft, als sie ihn geheiratet hatte. Ohne das sie irgendetwas sagte wusste er längst, dass irgendetwas mit ihr war. Gut, sie hatte sich den ganzen Tag ruhig verhalten. Aber war das ein Anzeichen, dass es ihr nicht gut ging? Aber er hatte Recht. Es ging ihr alles andere als gut. Auch, wenn er in ihrer Nähe war, wenn sie seine Nähe spüren und seinen Geruch aufnehmen konnte, es ging ihr schlecht. Es gab Dinge, die sie belasteten und bisher hatte es niemanden interessiert. Niemanden - außer ihren Liebsten. Er sah sie an. Oh verdammt, warum konnte sie ihm nie wiederstehen, wenn er sie ansah? Am liebsten wäre sie ihm einfach um den Hals gefallen und hätte ihm gesagt, dass absolut nichts ist. Aber er wusste es besser. Viel besser. So stand sie da, sah ihn an. "Um Himmels Willen, Aalina, was ist nur los? Geht es dir nicht gut? Du siehst krank aus!" Ihm entging wirklich, wirklich gar nichts. Warum also hatte sie diese Zweifel? Innerlich konnte sie nur den Kopf über sich selbst schütteln. "Komm her, komm zu mir.. mach mal deinen Mund auf!" Aalina gehorchte. "Ach du je, pfuiii, das ist ja alles total dick belegt! Komm, trink erst was!" Er hielt ihr einen der Krüge hin, die auf dem Tisch standen, ehe er sie in den Keller zog und ins Schlafzimmer schob. "Dahin gehörst du, ab ins Bett mit dir, ich mach dir Medizin!" Er kramte in der Truhe neben dem Bett und reichte ihr das Nachthemd. Schnell zog sie sich das Hemdchen über und warf sich aufs Bett, während Raakin längst nach oben gegangen war. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen sah sie ihm nach. Sie war froh ihn zu haben, sehr froh. Sie hatte das Gefühl als wäre er ihr letzter Halt, den sie noch hätte. Sie war so sehr in Gedanken, dass sie erst gar nicht bemerkte, dass er längst wieder vor ihr saß, auf dem Bett, und ihr zwei Tränke reichte. Sie nahm beide zu sich und hielt sie fest in der Hand. Es gab noch so viel, was sie ihm erzählen musste. So viel. Und es war fast zeitgleich als er fragte, was sie bedrückte. Aalina wusste nicht, ob sie sprechen sollte. Sie wusste genau, dass Raakin es nicht mochte, wenn ihr weh getan wurde und sie wusste auch, dass er alles daran setzen würde, dass dies aufhören würde. Aber sie konnte nicht anders. Sie schüttete ihm ihr Herz aus. Wie sie es hasste. Wie ein kleines, hilfloses Mädchen saß sie da und weinte und erzählte, was ihr passiert war. Diese Demütigung von ihrem eigenen Bruder.
"Im Scherz sagte ich vor Luciana, dass er doch eine seiner Schwestern loshabe.. obwohl ich im Nachhinein auch finde, dass es nicht in Ordnung ist einen 'hungerleidenden' Menekaner vorzugaukeln!" Die Worte ratterten und sprudelten nur aus ihr heraus. Raakin nickte und er verstand sie. "Das schlimmste war, als er mir meinen Mund verboten hat! Es war so eine Demütigung! Ich bin nunmal nicht mehr die kleine Schwester, die das tut, was er sagt. Ich bin immerhin eine Frau - mittlerweile!" Er sah sie an und streichelte ihr sanft über die Wange. "Mein armes, kleines Mädchen!" sprach er, fast schon mit ein wenig Wehmut im Blick. Sie sprachen noch eine Weile darüber, so meinte Raakin, dass Aalina mit Saheeb sprechen sollte. Doch sie weigerte sich mit Händen und Füßen. Raakin sah sie an. "Stell dich ihm wie sich eine vernünftige, erwachsene Frau sich ihm stellen würde, Aalina!" Sie schüttelte den Kopf. Zu tief saß der Schmerz, die Enttäuschung und die Wut. Und sie hatte das Gefühl, dass Raakin verstand. "Ich gehöre mittlerweile zu dir, zu deiner Familie. Ich liebe deine Familie über alles. Doch ist das Grund für meinen Bruder, durch den das selbe Blut fließt, mich dermaßen zu verstoßen?" Er schüttelte nur den Kopf. Aalina wusste, sie hatten das Thema nun zu genüge durchgekaut. Und es schien, als würde es ihr besser gehen. Als sei ihr ein Stein vom Herzen gefallen, wenn aber doch der Fels noch dort saß. Immerhin hatte sie noch etwas, was ihr auf dem Herzen lag. Sie sah ihn an und versuchte nach seiner Hand zu greifen. Als sie diese ergriff, hielt sie diese fest in der ihren. "Da ist noch etwas...!" sprach sie leise und sie spürte, wie ihr Herzschlag zunahm. Sie wusste nun gar nicht, wie sie anfangen sollte geschweige denn wie er reagieren würde. Zögerlich begann sie zu sprechen. "Mir geht es... zur Zeit ja nicht ganz... so gut... wie du weisst...!" Er lächelte sie an und streichelte über ihre Hand. "Und.. ich glaube.. das hängt damit zusammen... also ich glaube... ich... ich vermute...!" Sie holte tief Luft. "Ich glaube ich bin schwanger!"
Sie sah ihn an, abwartend. Sie erforschte seine Gesichtszüge, versuchte jeden einzelnen seiner Züge zu analysieren. Er sah sie an. Er lächelte. Seine Augen schienen auf einmal so warm und gutherzig, noch mehr als sonst. "Das ist wunderbar... das ist.. wie wir es uns gewünscht haben!" Sie biss sich auf die Unterlippe, ehe sie ihn anlächelte, nein - anstrahlte. "Aber... aber noch wissen wir das gar nicht sicher!" Sprach sie weiter, fast schon hektisch und ein wenig euphorisch vor Freude. Er freute sich. Er freute sich darüber, dass sie eventuell schwanger sein könnte. "Du musst dich schonen, du wirst nicht mehr so viel arbeiten!" sprach er. "Und körperliche Anstrengung kommt nicht in Frage für dich!" Er war so süss. Sofort schien er sich um ihr Wohl zu kümmern. Und sie wusste genau in diesem Moment, warum sie sich in diesen Mann so sehr verliebt hatte. Warum sie gelernt hatte diesen Mann so sehr zu lieben. Er war für sie der wundervollste Mann, dem sie je begegnet war. "Ich bring das Gold schon nach Hause!" Sie lächelte ob seiner Worte und schüttelte nur den Kopf. "Nein, Liebster. Wenn es wirklich so ist, möchte ich ebenso arbeiten. Ich bin schließlich nicht krank, ich bin schwanger. Und ich möchte nicht, dass du das ganze Gold alleine erarbeitest!" Er lächelte sie an. "Du musst aber vorsichtig sein.. und langsam, Stück für Stück. Eile und Hektik könnte dir schaden. Und du gehst nur noch mit dem Bogen mit!" Wie sehr hatte sie es vermisst so umsorgt zu werden. Und warum konnte es solche Momente nicht öfters geben? Sie krabbelte über das Laken zu ihm und kuschelte sich an ihn. Stundenlang lagen sie so da und sprachen über alles mögliche. Und ja, sie war wirklich froh, dass sie ihn hatte. Und doch, irgendwas schien sie weiterhin zu belasten. Es war ziemlich spät, als Raakin sich ins Bett legte, Aalina zuhörte, wie sie erzählte und langsam einschlief. Sorgfältig deckte sie ihn noch zu und gab ihm einen Kuss auf die Stirn, ehe sie sich neben ihn legte und ebenso zügig einschlummerte.
Am nächsten Morgen stand sie sehr bald auf. Doch nicht baldig genug, um ihren Liebsten noch wachküssen zu können. Mit Wehmut dachte sie an den vorherigen Abend. Und so raffte sie sich wohl nach einiger Zeit auf und ging die Treppen hinauf in das erste Geschoß. Sie konnte gar nicht so schnell schauen, wie sie vor der Tür stand - in ihrem Nachthemd, sich an der Wand hielt und sich übergab. Diese morgendliche Übelkeit machte sie halb wahnsinnig. Schnell ging sie wieder zurück ins Haus, ging in die Küche und frühstückte zuerst, ehe sie sich den restlichen Pflichten ihres Tages widmen musste. Immer wieder dachte sie an die vergangene Nacht, an die Worte ihres Liebsten und wie sehr er sich um sie gekümmert hatte. Sie vermisste ihn. Sie vermisste die Zeiten, in denen er sich wirklich richtig um sie gekümmert hatte. War es wirklich so, dass ein Mann irgendwo das "Interesse" verlor, sobald er die Frau sicher für sich hatte? Früher war alles so anders gewesen, er hatte sich so sehr gefreut, wenn er sie sah. Er hatte sich so um sich gekümmert. Und sie hatten sich jeden Tag gesehen und es war einfach... anders. Es war noch dieses Umwerben. Und jetzt? Jetzt war sie verheiratet, glücklich und konnte sich im Groben und Ganzen doch eigentlich gar nicht beschweren. Wo er jetzt wohl war? Wie ein Blitz schoss ihr die Elfe durch den Kopf. War er dort? Lina wusste nicht, was sie tun sollte. Zur Oase reiten und nachsehen? Das wäre albern. Oder hatte sie gar Angst davor? Angst vor was? Ihn mit der Elfe bei irgendetwas zu stören? "Lina sei nicht albern!" sprach sie zu sich selbst und hielt ihr Glas fest umklammert. "Er wäre schön blöd, seine Familie so zu zerstören!" Sie stellte das Glas auf den Tisch. Und sie sah es an. Und wenige Sekunden später landete es mit einem Klirren auf dem Boden.
"Im Scherz sagte ich vor Luciana, dass er doch eine seiner Schwestern loshabe.. obwohl ich im Nachhinein auch finde, dass es nicht in Ordnung ist einen 'hungerleidenden' Menekaner vorzugaukeln!" Die Worte ratterten und sprudelten nur aus ihr heraus. Raakin nickte und er verstand sie. "Das schlimmste war, als er mir meinen Mund verboten hat! Es war so eine Demütigung! Ich bin nunmal nicht mehr die kleine Schwester, die das tut, was er sagt. Ich bin immerhin eine Frau - mittlerweile!" Er sah sie an und streichelte ihr sanft über die Wange. "Mein armes, kleines Mädchen!" sprach er, fast schon mit ein wenig Wehmut im Blick. Sie sprachen noch eine Weile darüber, so meinte Raakin, dass Aalina mit Saheeb sprechen sollte. Doch sie weigerte sich mit Händen und Füßen. Raakin sah sie an. "Stell dich ihm wie sich eine vernünftige, erwachsene Frau sich ihm stellen würde, Aalina!" Sie schüttelte den Kopf. Zu tief saß der Schmerz, die Enttäuschung und die Wut. Und sie hatte das Gefühl, dass Raakin verstand. "Ich gehöre mittlerweile zu dir, zu deiner Familie. Ich liebe deine Familie über alles. Doch ist das Grund für meinen Bruder, durch den das selbe Blut fließt, mich dermaßen zu verstoßen?" Er schüttelte nur den Kopf. Aalina wusste, sie hatten das Thema nun zu genüge durchgekaut. Und es schien, als würde es ihr besser gehen. Als sei ihr ein Stein vom Herzen gefallen, wenn aber doch der Fels noch dort saß. Immerhin hatte sie noch etwas, was ihr auf dem Herzen lag. Sie sah ihn an und versuchte nach seiner Hand zu greifen. Als sie diese ergriff, hielt sie diese fest in der ihren. "Da ist noch etwas...!" sprach sie leise und sie spürte, wie ihr Herzschlag zunahm. Sie wusste nun gar nicht, wie sie anfangen sollte geschweige denn wie er reagieren würde. Zögerlich begann sie zu sprechen. "Mir geht es... zur Zeit ja nicht ganz... so gut... wie du weisst...!" Er lächelte sie an und streichelte über ihre Hand. "Und.. ich glaube.. das hängt damit zusammen... also ich glaube... ich... ich vermute...!" Sie holte tief Luft. "Ich glaube ich bin schwanger!"
Sie sah ihn an, abwartend. Sie erforschte seine Gesichtszüge, versuchte jeden einzelnen seiner Züge zu analysieren. Er sah sie an. Er lächelte. Seine Augen schienen auf einmal so warm und gutherzig, noch mehr als sonst. "Das ist wunderbar... das ist.. wie wir es uns gewünscht haben!" Sie biss sich auf die Unterlippe, ehe sie ihn anlächelte, nein - anstrahlte. "Aber... aber noch wissen wir das gar nicht sicher!" Sprach sie weiter, fast schon hektisch und ein wenig euphorisch vor Freude. Er freute sich. Er freute sich darüber, dass sie eventuell schwanger sein könnte. "Du musst dich schonen, du wirst nicht mehr so viel arbeiten!" sprach er. "Und körperliche Anstrengung kommt nicht in Frage für dich!" Er war so süss. Sofort schien er sich um ihr Wohl zu kümmern. Und sie wusste genau in diesem Moment, warum sie sich in diesen Mann so sehr verliebt hatte. Warum sie gelernt hatte diesen Mann so sehr zu lieben. Er war für sie der wundervollste Mann, dem sie je begegnet war. "Ich bring das Gold schon nach Hause!" Sie lächelte ob seiner Worte und schüttelte nur den Kopf. "Nein, Liebster. Wenn es wirklich so ist, möchte ich ebenso arbeiten. Ich bin schließlich nicht krank, ich bin schwanger. Und ich möchte nicht, dass du das ganze Gold alleine erarbeitest!" Er lächelte sie an. "Du musst aber vorsichtig sein.. und langsam, Stück für Stück. Eile und Hektik könnte dir schaden. Und du gehst nur noch mit dem Bogen mit!" Wie sehr hatte sie es vermisst so umsorgt zu werden. Und warum konnte es solche Momente nicht öfters geben? Sie krabbelte über das Laken zu ihm und kuschelte sich an ihn. Stundenlang lagen sie so da und sprachen über alles mögliche. Und ja, sie war wirklich froh, dass sie ihn hatte. Und doch, irgendwas schien sie weiterhin zu belasten. Es war ziemlich spät, als Raakin sich ins Bett legte, Aalina zuhörte, wie sie erzählte und langsam einschlief. Sorgfältig deckte sie ihn noch zu und gab ihm einen Kuss auf die Stirn, ehe sie sich neben ihn legte und ebenso zügig einschlummerte.
Am nächsten Morgen stand sie sehr bald auf. Doch nicht baldig genug, um ihren Liebsten noch wachküssen zu können. Mit Wehmut dachte sie an den vorherigen Abend. Und so raffte sie sich wohl nach einiger Zeit auf und ging die Treppen hinauf in das erste Geschoß. Sie konnte gar nicht so schnell schauen, wie sie vor der Tür stand - in ihrem Nachthemd, sich an der Wand hielt und sich übergab. Diese morgendliche Übelkeit machte sie halb wahnsinnig. Schnell ging sie wieder zurück ins Haus, ging in die Küche und frühstückte zuerst, ehe sie sich den restlichen Pflichten ihres Tages widmen musste. Immer wieder dachte sie an die vergangene Nacht, an die Worte ihres Liebsten und wie sehr er sich um sie gekümmert hatte. Sie vermisste ihn. Sie vermisste die Zeiten, in denen er sich wirklich richtig um sie gekümmert hatte. War es wirklich so, dass ein Mann irgendwo das "Interesse" verlor, sobald er die Frau sicher für sich hatte? Früher war alles so anders gewesen, er hatte sich so sehr gefreut, wenn er sie sah. Er hatte sich so um sich gekümmert. Und sie hatten sich jeden Tag gesehen und es war einfach... anders. Es war noch dieses Umwerben. Und jetzt? Jetzt war sie verheiratet, glücklich und konnte sich im Groben und Ganzen doch eigentlich gar nicht beschweren. Wo er jetzt wohl war? Wie ein Blitz schoss ihr die Elfe durch den Kopf. War er dort? Lina wusste nicht, was sie tun sollte. Zur Oase reiten und nachsehen? Das wäre albern. Oder hatte sie gar Angst davor? Angst vor was? Ihn mit der Elfe bei irgendetwas zu stören? "Lina sei nicht albern!" sprach sie zu sich selbst und hielt ihr Glas fest umklammert. "Er wäre schön blöd, seine Familie so zu zerstören!" Sie stellte das Glas auf den Tisch. Und sie sah es an. Und wenige Sekunden später landete es mit einem Klirren auf dem Boden.