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Verfasst: Donnerstag 20. April 2017, 15:07
von Gast
"Woran misst sich dein Wert?"
"Daran, was ich für meinen König zu leisten imstande bin."

"Warum wurdest du ausgesucht?"
"Weil ich nicht sterben will, Versagen ist keine Option."

"Was hebt dich von den anderen ab?"
"Die Fähigkeit, dann noch zu handeln, wenn alle anderen erstarren. Der Wille die Feinde der Krone vom Antlitz dieser Welt auszulöschen. Die notwendige Kälte, das zu tun, was Nötig ist."

"Was bist du?"
"Eine Waffe in der Hand unseres Königs, bereit geführt zu werden gegen den Feind, bis ich daran zerbreche!"

Die letzten Tage ließen der Gardistin kaum eine Atempause, unermüdlich war sie im Einsatz, Patrouillen, Späheinsätze... Sie versuchte, so gut sie nur konnte, sich und ihre Kameraden, allen voran die Rekruten, so gut es ging auf das vorzubereiten, was sie erwartet.

Und auch wenn ihr die Aufstellung auf dem Schachbrett in diesem Fall total unbekannt war, so war sie auch lediglich nur ein Bauer in diesem Spiel, genau wie ihre Kameraden. Aber eines war ganz gewiss: Sie wollte der Bauer sein, der die gegnerische Dame schlägt und den König Schach Matt setzt!

Verfasst: Samstag 22. April 2017, 03:40
von Torjan Eichental
Er tat, was ihm aufgetragen wurde vom Regimentsobermäderl. Die Bauern mit dem Zeug versorgen, was sie im Auftrag vom Regiment im Hospital entwickelt hatten und den Bauenrsleut darüber a Einschulung zu geben.
Nur von drei Höf außerhalb von Adoran waren die Bauern 'kommen zum vorg'schlagenen Termin.
Er hat er Helisand' durch an Boten, a wirklich liebes, eifriges Bürscherl, das Resultat vom Treffen zukommen lassen.
Die mündliche Antwort von dem Bürscherl war, wohl der Helisande ihren Tonfall - wenn auch ned so ganz - treffend wollend:
"Die anderen Höf sollen auch eing'schult werden und das Zeug bekommen."

Der hagere Alte sackte in sich zusammen. Das hatte er befürchtet.
Bauern waren sehr schwer zu erreichen. Die einen standen mit dem ersten Hahnenschrei auf, machten den Hof, legten sich wieder hin, um zu späterer Tageszeit ihr Tagwerk zu tun. Andere waren eher zu späterer Abendstund zu erwischen. Andere wiederum unregelmäßig.

Gemeinsam mit dem Taglöhner, der seine Dienste dem Hospital anbot, beschloss er, der Zausel, durch den Boten ...
er blätterte in seinem Büchlein ...
Rian ...
jo, so war sein Nam.
Oiso das Bürscherl sollt den Höfen a Botschaft zukommen lassen. Entweder persönlich zu übergeben oder eben in den Postkasten werfen.
Torjan hoffte sehr darauf, dass sich noch andere Bauern bei ihm einfinden würden, um, wie vom Regiment gefordert, sich das abzuholen, was es abzuholen gälte.

Dann war da noch was anderes.
Der alte Zausel ging mit verändertem Blick durch die Gegend.
Wo könnte der nächste Anschlag sein?
Tatsächlich entdeckte er einen höchst verwundbaren Punkt im Lande. Darüber würde er mit dem Regimentsobermäderl reden müssen. Ob sie Zeit dazu hätte?
Najo, das Bürscherl wird ihr wohl in den nächsten Tagen a Nachricht zukommen lassen, in seinem Nam.

Dieser Rian ... a sehr interessantes Bürscherl. Bestens dazu geeignet, auch geheime Botschaften zu überbringen, da er ned lesen konnt. Eine solchene Botschaft würde er gerne schicken, ... doch er zögerte.

Wie brav und sittsam und ...
der alte Zausel seufzte tief.
Er hatte sich sehr verändert, im Gegensatz zu seiner Zeit in Berchgard. Aber Schwamm drüber.

Marlena hatte ihm gesagt, wem er in solchen geheimen Sachen vertrauen könnte, ... und dennoch ... vertraute er nicht.
Warum? fragte er sich immer wieder selbst.
Tief im Inneren wusste er die Antwort. Man könnte ihm einen Strick draus drehen. Immer wieder fragte er sich: Wär es die Sache wert? Wäre die Frage dieses Bürscherls so wichtig?
Es war wahrlich eine seltsame Frage, die ihn sehr überraschte.
So haderte er mit sich selbst weiter.
Darüber reden oder darüber schweigen und abwarten?
Schon seit Tagen quälte ihn die Frage und ließ ihn keine Ruhe.
Vielleicht könnte er morgen eine Entscheidung treffen.

Verfasst: Samstag 22. April 2017, 13:03
von Misolia Melanis
Als der erste Hahn im Bauernviertel seinen morgendlich korrekten Appell erklingen lies,
war sie bereits auf den Beinen. Misolia musste nicht in den Spiegel schauen um zu erahnen,
dass ihre Augenringe abermals größer geworden waren.
Seid dem Übergriff auf das Bauernviertel war ihr Schlafpensum auf ein Minimum heruntergefahren.
Immer wieder wurde sie des Nachts durch die kleinsten Geräusche wach. Der stetige Drang sich einer
schleichenden Pest zu wiedersetzen die Adoran's Bürger und die umliegenden Lehen und Bauern
längst erreicht hatte. Die Ungewissheit wann es wieder passieren würde, was als nächstes geschehen würde.

Beim heraussuchen einer Flasche Wein sinnierte sie über die Ereignisse der letzten Wochen und dessen Kausalitäten.

Sie wollte an einem Tage vor einer Woche nur mit einer Bekannten zum Hospital, als sie
drei hochgerüsteten Gestalten in blau mit erhobenen Schildern und Waffen in die Arme liefen.

"Ich empfehle die Rückkehr in eure Häuser. Auf der Stelle."
"Ansonsten können wir nicht für eure Unversehrtheit garantieren."


Es waren Worte die einen trafen und denen man einfach in diesen Momenten Folge leistete.
Sie machte sich keine Vorwürfe, den Worten der militanten Soldaten Folge geleistet zu haben.
Sie war unbewaffnet. Ganz brav den Gesetzen folgend wie ein jeder normaler Bürger sie zu befolgen hatte.

"Wie sicher seid Ihr denn unter Eurem König?"

Es waren die Worte einer Dame, die sie und ihren Verlobten einige Wochen zuvor im eigenen Garten
mit einem Dolch attackierte. Misolia entkorkte eine grüne Flasche und schenkte sich etwas in ein
Weinglas, während sie an die geknebelten Soldaten am Tore dachte - umgeben von brennenden Bannern.
Die Soldaten waren feine Männer. Höflich, zuvorkommend und freundlich.
Sie kannte jene bereits von ihren täglichen Ausritten durchs Tor, seitdem sie im Bauernviertel wohnte.
Auch bewirtete sie jene Soldaten täglich im Hospital nach dem Vorfall bis zu ihrer Entlassung.
Diese Männer hatten sich verändert. Da war die Freundlichkeit, die Höflichkeit, aber manchmal
auch Unmut in ihren Stimmen. Die ständigen Fragen wer es war, ob wieder was passierte,
ob es Neuigkeiten gab drangen jeden Tag im königlichen Lehrhospital zu Lichtenthal an ihr Ohr.

Neuigkeiten gab es tatsächlich nicht. Vermutlich saßen just in jenen Momenten einige kluge Köpfe
hinter ihren verschlossenen Türen und spielten ihre Schachspiele. Da ein Auftrag vom Regiment an
das Hospital die Vermutung zuließ, dass sich die Obrigkeiten des Reiches mit dem Problem befassten
fühlte sich Misolia mit Torjan teils wie ein Springer, die Bauern warnend und vorbereitend auf ein
mögliches Übel von unbekannten Läufern.

Und dennoch..die Tage ohne Ereignisse zogen ins Land und beinahe wiegte man sich wieder in den täglichen Trott,
bis es einen Schlagartig wieder in die Realität zog. Es konnte einfach noch nicht vorbei sein.

Da war wieder diese wunderbar gepflegte Schmeichelei die einen umgibt und wie eine Nixe in
tieferes Wasser locken möchte, um einen dann darin zu ertränken. Die Ungewissheit.

Misolia ging mit ihrem Rotwein auf den Balkon des ersten Stockwerkes, warf einen Blick über die
Landschaft die sich ihr bot. Kleine verschlafene Hütten, umzäunte Wiesen mit Pferden, Hühnern
und allerlei Getier und Pflanzen, die der Stadt als Nahrung dienten. Ein kleines Paradies.

Weiter das Glas schwenkend ließ sie ihren Gedanken ein weiteres Mal freien Lauf.

Was würde passieren, wenn der Stadt dauerhaft der Zugang zum Bauernviertel verwehrt wird?
Die brennende versperrte Brücke war ein durchaus interessanter Hinweis zum Nachdenken.
Eine Stellungnahme, dass man ohne weiteres Adoran seiner Grundversorgung entmachten kann
ohne sie zu verletzen oder in Mitleidenschaft zu ziehen.

Dann gab es unter allen Vorfällen, abgesehen von einer verfaulten Hand auf einem Banner Eirensees
und Greifenhain, keinerlei Hinweise auf mögliche Todesopfer. Ressourcen schonen?

Soldaten würden eingeschüchtert statt dezimiert, Bauern blieben ein wertvolles Gut. Würde man die Spitze,
die Krönung aller Herrlichkeit des Adels und seine Gefolgschaften entfernen, ersetzen oder schmieren -
so wäre es den Bauern vermutlich einerlei, sofern sich an ihrem Lebensumstand nichts ändern würde.
Soldaten werden sondiert. Eid-Wahrer enthauptet, Eid-Brecher belohnt und wieder an ein Tor zum Dienst
gestellt. Politik ist ein Geschäft.

Sie spitzte die Lippen, zuckte mit den Schultern und schwenkte weiter ihr Weinglas.

Könnte, würde, hätte, vermutlich, warum, vielleicht. Es waren immer die selben Phrasen die aus der Ungewissheit
wuchsen und in Fragen, die von einigen belächelt und als unwichtig verschmäht wurden, ihren eigentlichen Sinn
entfalteten. Sie waren ein Ausgangspunkt, um diverse Kausalitäten auszuloten.
Das Regiment verschloss das Tor zum Bauernviertel, versetzte Soldaten in selbiges und nach Junkernsteyn,
führt Patrouillen auf festgelegten Routen durch - zu absehbaren Zeiten?
Sollte dies der Fall sein ist es ein roter Teppich für die Gegenseite, einladend ausgelegt um in der Stille
dieser Tage in aller Ruhe auf eine vielleicht bereits bekannte Lücke vorzurücken und im richtigen Moment
zum finalen Zug anzusetzen.

Und mittendrin, der einfache Bürger auf seinem Balkon mit einem vollen Glas Rotwein, umschmeichelt von Unwissenheit.

Sie stellte selbiges ab, ging wieder zurück in ihr Haus und verschwand wenige Momente später durch das Gartentor,
den Weg Richtung Innenstadt antretend..

Verfasst: Sonntag 23. April 2017, 21:22
von Helisande von Alsted
Sie hatten ihren Zug nun geplant und ausgeführt. Dennoch kaute die Offizierin auf dem was ihr bevorstand während der langen Wachschichten herum. Die Narbe juckte, die Narbe juckte ganz und gar gräßlich. Dieses Jucken war nur zu oft ein Zeichen dafür, dass sie irgendwas übersah und ihr Bild von einer Sache Lücken hatte. Doch auch ein Eimer mit Löchern war noch tauglich um Wasser zu holen, man musste nur schnell genug sein oder die Strecke kurz. Man konnte die Anspannung in der Truppe förmlich greifen und auch in der Bevölkerung lag die Wachsamkeit weit oberhalb des Normalen. So kam es im Laufe der vergangenen Woche dazu, dass ein mehr oder minder harmloser Sittenstrolch einen Bienenkorb als Halskrause trug - inkulsive Einwohner - weil eine Bäuerin sich nicht schon wieder überfallen lassen wollte.


Würde Sir Ernst recht behalten und der Zug ins Leere laufen? Oder würde es noch haariger werden als befürchtet, wenn es gelang? Das Schachbrett war gestellt. Der Schäferzug konnte gelingen, denn sie waren die Hüter dieses Herzogtums. Jeder der Soldaten, der nun Sonderschichten schob um die Bedrohung im Inneren einzudämmen machte sich gerade verdient. Irgendwann würden sie erneut gemeinsam auf einem Schlachtfeld stehen, vermutlich ohne dass alle wieder zurück kehren würden. Es mochte sein, dass dieser Kampf sehr bald schon anstand. Temora war mit ihnen, dessen war sich die Schwertadlige sicher. In ihren Gebeten rief sie die Herrin an ihren Männern und Frauen beizustehen und sie sicher zu führen.


Dennoch blieb der morgige Tag als Fragezeichen in ihrem Geist zurück.
Nichts war sicher, alles war möglich.
Doch Tatkraft und Entschlossenheit zeugten den Erfolg.
Ein Gebet würde gut tun.
Gebet und Mocca.




Das Entscheidende beim
Katz und Maus spielen
ist zu wissen wer die Katze ist


Marko Ramius
Kapitän zur See

Jagd auf Roter Oktober

Verfasst: Dienstag 25. April 2017, 13:39
von Lucien de Mareaux
„Ich sage dazu mal nichts.” Die Erheiterung im Mienenspiel des Anderen bestätigte das stille Einvernehmen in der getätigten Aussage.

Es regnete, Bindfäden, Hunde und Katzen, Kübel von Wasser, in einem fort. Es dauerte nicht lange, bis wir alle durchnässt bis auf die Haut waren. Wer zur Hölle kam auf die Idee an so einem beschissenen Tag irgendeinen Ausflug zu machen? Die Klosterwache. Den Grund erfuhren wir erst vor Ort. Kluger Schachzug. Hätte er es vorm Kloster erzählt, wäre ich wieder nach Hause gegangen. Die Aussicht auf irgendeinen Erfolg bei der Verfolgung dieses hanebüchenen Plans schien für mich so gering, dass ich bei Sonnenschein vermutlich gelacht und meine Wegzehrung ausgepackt hätte. Bei dem Mistwetter allerdings schlug es mir auf die Laune.
Genauso wie der Kerl mit seinem Wanderstab, der mit diesem in der Hand nach Berchgard hereinspazieren wollte. Der Aufforderung den Stab vorn bei den Gardisten zu lassen, folgte der Versuch einer Diskussion darüber, ob ein Wanderstab denn so gefährlich wirken würde – Gesetz hin oder her. Da galoppierte der ehemalige Regimentler aber mit mir durch, das kann ich wohl sagen. Bei den allzu neugierigen Fragen des Mannes ging der Gaul dann ganz und gar mit mir durch. Viel hätte nicht gefehlt, und ich hätte ihn am Kragen durch Berchgard in den Regimentskerker gezogen. Die späte Einsicht rettete ihn vor einem solchen Besuch allerdings.

Nach einem langen Nichts, geschah dann ein bisschen was: Ein paar tatsächliche Strauchdiebe griffen den kleinen Tross an, der wenig später Berchgard erreichte. Dieses… Hütchenspiel, die reinste Farce, trieb uns die Erbse ins Städtchen hinein. Immerhin, die Größe passte ja fast, was eine Ironie an der ganzen Sache. Wieder: Hätte es nicht die ganze Zeit geregnet, wäre meine Laune nicht so miserabel gewesen deshalb, hätte ich just in dem Moment wieder herzlich lachen müssen, einfach auf Grund dieser atemberaubenden Situationskomik. Immerhin gelang es mir meine Gedanken nicht laut auszusprechen und mich auf die Sache an sich zu konzentrieren. Wir schwärmten aus, suchten die Überreste der sogenannten Strauchdiebe, die besser gerüstet sein sollten, als gewöhnliche Wegelagerer.
Gefunden hatten wir allerdings nichts, während der Möchtegern-Großherzog und sein Trösslein weiterzogen.
Die Spuren waren beseitigt worden, rasch, effizient und die Verluste fortgeschafft. Letztlich war nichts zu finden und ich verwettete meinen Arsch darauf, bei den Verlusten handelte es sich tatsächlich um angeheuerte Wegelagerer, die nichts auf den Kasten hatten, aber sicher nicht ums andere Regiment. Als wenn die so dämlich waren auf so eine Farce hereinzufallen…

Nach dem Gespräch mit Alfred war ich absolut davon überzeugt, dass sie uns auch weiterhin zwei Schritt voraus sein würden, wenn wir diesen Kurs beibehielten und ständig nur mit dem Kopf durch die Wand wollten. Und es ärgerte mich zutiefst, aber er sollte damit Recht behalten. Ich würde Bericht erstatten müssen, denn der Holzwurm hatte es ja nicht übernommen, so wie an sich angedacht. Damit stand fest: Der Ritter würde mir den Arsch vermutlich aufreißen, aber das war dann eben so. Vielleicht vermied es weitere erfolglose Ausflüge im Regen.

Nach diesem kleinen Vorfall jedenfalls passierte genau das Erwartete: Nichts. Weniger als nichts, einfach gar nichts. War bestimmt auch dem Regen zuzuschreiben, nicht etwa einer Fehlplanung.
Na ja, nichts, außer dass ein Vogel, genauer gesagt Milan, gerüstet und grußlos mit einem Affenzahn durch eine Gruppe bewaffneter und gerüsteter Klosterwächter hindurchrannte und mich fast dazu veranlasst hätte, den Bogen hochzureißen und zu schießen. Die nachfolgende Unfreundlichkeit und Rotzigkeit tat wieder sein übriges dazu. Meiner guten Laune rang das ein klares „Arschloch“ ab, das rausrutschte, bevor ich noch recht darüber nachdachte, und noch bevor die Rotzigkeiten losgingen, mit denen ich im Vorfeld schon gerechnet hatte. Irgendwie wurden wir nicht miteinander warm. Aber was sollte es. Es musste auch die geben, die man mit Wonne blöde nennen und schimpfen konnte. Vermutlich würden wir das gegenseitig immer wieder tun, bis zu unserem Lebensende und darüber hinaus. Was sollte es schon. Am nächsten Tag war das eh wieder vergessen und es fand sich was Neues, womit wir uns gegenseitig auf die Senkel gehen konnten. Hoffentlich nicht im Regen!

Was war ich froh meinen Hintern wieder heimbewegen zu dürfen. Erst im Warmen angekommen, merkte ich, wie durchgefroren und durchnässt ich eigentlich war. Verdammter Regen! Verdammter Plan! Verdammter Ausflug! Zur Hölle mit diesen auf der Sack gehenden goldenen Faust! Mochten ihnen alle Furunkel und Hämorrhoiden am Hintern wachsen und sie auf ewig quälen! Verdammt, verdammt, verdammt dem der diese furiose Idee hatte! Und dreimal verdammter Regen! Ich gab mich einem heftigen Nieser hin. Das auch noch!

Verfasst: Dienstag 25. April 2017, 17:48
von Helisande von Alsted
So hatten Ratte und Katze ihren eigenen Tanz aufgeführt, ein paar Mäuse hatte man geopfert und doch im strömenden Kronwaldener Regen alles getan um sich nicht zu sehr in die Quere zu kommen. Aber dennoch man hatte es versucht. Ihre blonde Perrücke fest saß und auch der Größenunterschied zwischen ihr und dem Praeceptor passte auch recht gut uns Bild. Er hatte sich durch magische Einwirkung in eine Abbildung des jungen Großherzogs verwandelt. Auch der zahme Zelter, den er ritt verstärkte noch den Eindruck der Kindlichkeit. Nur mit den Umhängen und Wappen angetan, eskortiert von zwei Knappen hatten sie den Weg nach Wulfgard angeteten. Kurz hinter Kronwalden hatte es dann doch lau gerappelt.

Erst mager gerüstete Strauchdiebe, die kein Gegner für die gut ausgebildeten Knappen waren. Doch dann stürmten wenig später noch drei oder vier sehr schwer gerütstete Kämpfer gen der kleinen Reisegruppe. Heinrik warf sich kämpfend in die Bresche, während die vermeindliche Gräfin und der noch vermeindlichere Großherzog von Keylon in Richtung Berchgard evakuiert wurden. Dort traf man Sir Ernst und er übernahm die Absicherung. Heinik war unverletzt, aber er meldete mindestens einen der Angreifer zu Fall gebracht zu haben.

Der Rest des Weges verlief ereignislos und im Regen bis nach Wulfgard. Dort scharrte schon das nicht benötigte Rettungskommando mit den Füßen und hatte quasi die blank gewetzten Messer zwischen den Zähnen. Auf dem Schiff verschwanden dann Erlaucht und herzögliche Hoheit. Man kehrte mit einer kleinere Fähre zurück nach Adoran. Der Korporal setzte sich direkt mit einem kleinen Trupp in Bewegung um den Hügelkamm nochmals abzusuchen von welchem die gerüsteten Kämpfer aufgetaucht waren.

Währenddessen flogen die Plattenhandschuhe der Offizierin gegen die Wand. Sie machte ihrer Unzufriedenheit und ihrem Unmut Luft. Dieses Rückzugsspiel anstatt selbst die Waffe zu schwingen machte sie rasend. Kronritter und Praeceptor hatten ihr Tun damit, sie wieder auf Normaltemperatur abzukühlen. Die Finte war ein Erfolg. Man hatte wirksam den Großherzog nebenst Mutter außer Landes geschafft. Darüber würde noch weiter getratscht werden. Die goldene Faust war darauf auch angesprungen, zwar nur mit einem kleinen Trupp. Aber es regte sich etwas.

Es sollte sich noch mehr regen.
Rekrutin Rabbe kam mit der Meldung zurück, dass man eine Leiche gefunden hätte. Vor Ort zeigte sich eine der Rüstung beraubte Frauenleiche, getötet von einem heftigen Schwerstreich im Vorbeireiten. Sie war von der Straße weggeholt, abgerüstet und aller Abzeichen entledigt worden. Spuren zu verwischen war bisher nicht die Art der goldenen Faust gewesen. Normalerweise hinterlegten sie für ihre Untaten noch ein Bekennerschreiben und informierten möglichst irgendwen direkt. Diesmal aber nicht. Sie hatten ihre gefallene Kameradin zurückgelassen und das vollkommen entblöst. Dies erschien in all dem Regen, Lärm und in all der Unsicherheit der Lage der Oberst dann beinahe verwerflich.
Aller Ehren beraubt.
Zumindest war die Frau vermutlich durch Heinriks Schwert gestorben. Ort und zeitlicher Ablauf passten dazu, auch dass man das Verwischen der Spuren mit der Klosterwache im Nacken noch durchgeführt hatte. Wie bitter und hart war der Führer dieser toten Soldatin tief in seinem Herzen? Würde er einen verletzten Soldaten als Ballast empfinden und entsorgen? Zu des Praeceptors nervlicher Beruhigung hatte es nicht direkt beigetragen, dass genau das ihre erste Idee gewesen wäre. Warum? Weil sie es in der Lage des Kommandanten der goldenen Faust tun würde. Man hinterlässt einfach keine Zeugen für einen Angriff auf Hochadel. Für Betreuung von Verwundeten hat man unter den stetig harscher werdenden Bedingungen auch keine Zeit.

Rekrut Rabbe würde den Feldscher Torjan noch zur Totenschau bitten. Über die tote Soldaten sollte noch ein wenig mehr zu erfahren sein, als dass sie tot war. Vor allem interessant war ihr Ernährungszustand und ob sie wirklich eine trainierte und erprobte Kämpferin war. Trotz der nasskalten und insgesamt nicht zufrieden stellenden Lage, hatte sich die missgelaunte Rosthaarige die Zeit genommen ein Gebet für die Seele zu sprechen. War sie auch fehlgeleitet, sie war für etwas gestorben, woran sie geglaubt hatte. Das war zu achten und zu ehren.

Der nächste Tag würde weitere Weisheit bringen. Wenn nicht das, dann zumindest einen Sonnenaufgang. Jetzt mit dem Blut der unbekannten Toten an sich und dem um Trost bemühten Kronritter und Gatten neben sich verschwammen ihre eigenen Ambitionen. Der Antrieb für Überlegungen und Planungen war erloschen. Ob er ganz zu Grunde gegangen war und die Zeit und die umstände nun endlich auch sie abgeschliffen hatte, blieb fraglich. Für bleischwere Momente fühlte es sich so an, als wäre die eigene Wirksamkeit nur ein Märchen, welches man sich selbst erzählt um besser schlafen zu können. Doch da drang eine Stimme zu ihr durch, die immer durchdrang. Sogar wenn sie schwieg. Selbst in der tiefsten Stille war der Klang dieser Stimme ihr Leuchtfeuer und ihr Kompass.
"Ich hätte dich auch in blond geheiratet."

Der Beginn ihrer Ehe, der einzigen Ehe, die sie je führen würde - dieser Beginn würde nicht in Erinnerung bleiben als Zeit des Versagens. Kühl und Bitter. Jetzt würde sie nicht mehr nur spielen. Jetzt würde sie jagen.


Den größten Fehler,
den man im Leben machen kann,
ist, immer Angst zu haben,
einen Fehler zu machen.


Dietrich Bonhoeffer

Verfasst: Dienstag 25. April 2017, 18:25
von Nathelia Salberg
Fast drei Wochenläufe war der Überfall auf sie schon her. Die Wut und .. anderes darüber, war aber noch nicht verflogen. Der gestrige Tag hatte sie darin bestätigt, dass das Reich überhaupt keinen Plan hatte, was man tun konnte. Oder ihr entgingen diese Dinge. Auch sie selbst wusste nicht genau was noch käme und wie man im Vorfeld agieren konnte. Seit dem gestrigen Tag im strömenden Regen und den Leichen, die einfach so verschwanden innerhalb weniger Augenblicke, spürte sie dieses unangenehme Gefühl in der Magengrube. Das Gefühl, das sie eigentlich wegschieben wollte, wie auch die Gedanken und Bilder an dem Überfall.

Sir Ernst erklärte, dass ihn das nicht so sehr beunruhigte, da er schon schlimmeres erlebt hatte. Das war wohl dieses Gefühl. Es wird also noch schlimmer werden, bevor sie gefasst wurden? Ein wenig hoffnungslos war sie schon seit dem Überfall geworden, nun noch ein wenig mehr. Vielleicht half beten, oder am Baum des Lichtes zu verweilen. Aber sie wollte nicht allein nachdenken im Moment. Sie wollte nur handeln.

Die Pläne der Obrigkeiten hatte sie mit Theagan und Ellys fast ausgeführt. Es fehlte nur noch die Verteilung. Auch da hatte sie kein allzugutes Gefühl. Was, wenn sie dahinter kämen? Wenn sie sich gleichsam rächen würden? Sie würde natürlich trotzdem die Befehle ausführen. Sie war noch jung und kannte sich weder mit Politik noch mit strategischen Handlungsweisen aus. Also fühlte sie insgeheim doch eine kleine Hoffnung in das Reich, und den Befehlshabenen, dass sie eine gute und rasche Lösung finden würden, den Feind zu besiegen.

Sie bemerkte auch das es vielen so ging, wie ihr selbst. Ratlos, Wütend, aber voller Tatendrang. Vielleicht sollte man einen Abend alle gemeinsam beten und Hoffnung schöpfen. Vielleicht sah einer der Priester das ja auch und würde einen Abend dafür planen. Das würde sicher wieder mehr Kraft spenden. Vielleicht machte sie das auch sonst einfach selbst mit ihrer Familie und ihren Freunden. Es war immerhin besser, als an einer baldigen Lösung zu zweifeln.

Verfasst: Dienstag 25. April 2017, 19:07
von Janos Brynn
Kalt und verlassen recken sich die Zinnen des Turms in die dunkle Nacht. Die Nimmerruh, jenes Bauwerk, dass die Diener Kra'thors für sich in Beschlag genommen haben, liegt in diesen Tagen genauso verlassen, abweisend und düster wie eh und je vor den Toren des zerstörten Varunas.

Weit ab von den Geschehnissen im Osten versammeln sich an jenem Abend die Geweihten des Raben. Verborgen vor den Blicken Neugieriger oder verirrten Seelen landen die Raben auf der Turmplattform. Unerkannt wandeln die Gestalten durch die Grabkammern und heiligsten Hallen der Krypta um sich zu versammeln.

Schwarz ist die Nacht als die Stille vor der Nimmerruh kurz durchbrochen wird. Kaum ein Licht durchbricht die Schwärze als das Portal sich einen Spalt öffnet um den Gast einzulassen. Blutroter Mohn und schwarze Verderbnis... Die Worte sind gesprochen, die Sense ist scharf, die Ernte ist nah.

Kaum einen Glockenschlag später liegt die Nimmerruh wieder still und einsam in der Landschaft, die Raben verlassen die Burg zurück in ihr bürgerliches Leben. Dinge sind besprochen. Wer tags drauf an der Nimmerruh vorbeiwandert, sieht hoch oben am Turm eine zerschlissene rote Flagge, die im peitschenden Wind flattert.

Verfasst: Donnerstag 27. April 2017, 22:21
von Thancred Dynar
Siehe dazu auch
"Brückenschlag"
[url]http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=93877[/url]

Verfasst: Sonntag 30. April 2017, 01:11
von Neralon Manaris
Die ersten Schritte ins Hospital und dann das.

Blaue Flugblätter wohin man sah.

Der Text darin war mehr als verstörend für jemanden der noch nichts mit der Faust zutun hatte.

Zum Glück kam Torjan irgendwann und konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.
Adoran schien verunsichert, zumindest klang es in seinen Worten so.

Zusammen gingen die beiden ins Adelsviertel, vielleicht lagen dort noch ein paar dieser Schmierblätter.
Doch die Suche in den Vorgärten und den Sitzecken blieb erfolglos.

Anderer Orts wurde Neralon jedoch mehr als fündig, im Haus der Handwerker zerriss man sich förmlich das Maul über diese Schreiben, bei jedem der Handwerker konnte eines gefunden werden sicher war das schreiben hier erstmal Thema Nummer eins.

Mit viel Geduld und guten Worten und der ein oder anderen Münze konnten die Handwerker überzeugt werden die Flugblätter rauszurücken.
In der Taverne und auf dem Markt mussten die Zettel nur eingesammelt werden. Mit dem Packen der Flugblätter ging er zum Regiment um Helisande eine kleine Botschaft zu hinterlassen.

Verfasst: Sonntag 30. April 2017, 01:38
von Arenvir von Kronwalden
Bekanntmachungen finden sich in Lichtenthal:

Kronwalden
Grafschaft Meerswacht
Herzogtum Lichtenthal



29. Wechselwind im Jahre 260


Bekanntmachung an das Volk von Lichtenthal


Wacht und Wehr Temoras mit Euch, ihr braven Bürger Lichtenthals. Viele von Euch haben die jüngst verteilten Pamphlete der Faust bereits gesehen und viele von Euch konnten feststellen, dass die Institutionen des Herzogtums diese Flugblätter eingesammelt haben, wo sie ihrer nur ansichtig werden konnten.

Doch glaubt nicht, dass wir dies veranlasst haben, um Euch im Unklaren zu lassen. Unter dieser Bekanntmachung findet ihr den originalen Wortlaut der Schriftstücke, denn wir halten Euch für verantwortungsvolle und aufrechte Menschen, denen wir nichts vorenthalten wollen.

Die Faust diskreditiert den König und den königstreuen Adel, macht haltlose Anschuldigungen das wir uns hinter dicken Mauern verschanzten. Wir verschanzen uns nicht. Ihr kennt uns, viele von Euch haben Seite an Seite mit uns gekämpft und werden wieder Seite an Seite mit uns kämpfen. Das sind unsere Eide und diese Eide halten wir in Ehren. Für den König, für Temora, für Lichtenthal und für Euch.

Manche von Euch mögen es nicht wissen, weil sie zu jung sind oder hier noch nicht lange genug leben. So lasst es Euch gesagt sein, dass wir nicht nur Lichtenthal, ein treues Herzogtum des Königreichs Alumenas sind. Nein wir sind auch Hohenfels. Wir sind die Wiege der Linie, der Seine Majestät der König entstammt. König Ador ist ein Nachfahre Königin Anaras von Hohenfels, einer Grafentochter, deren Grafschaft die Gebiete von Lichenthal und das alte Varuna aufweist. Einer stolzen, aufrechten Königin die sich für uns alle geopfert hat und über den Tod hinaus unsere Verehrung genießt und deren Andenken wir im Herzen tragen.

Diese Hohenfelser Tradition und Treue lebt in unseren Herzen. So wie wir gegen den Feind im Westen streiten, so hat es das Haus Hohenfels damals getan. So wir freundschaftliche Bande zu unseren Mitvölkern hegen, so hat es das Haus Hohenfels getan!

Wenn sie den König angreifen, so greifen sie nicht nur an, wer er ist, sondern wofür er steht. Unser König steht für soviel durchgestandenes Leid, soviel aufopferungsvollen Kampf, soviel Entbehrung und soviel Hoffnung, die wir und diejenigen vor uns erdulden mussten um unsere Heimat in sicheren Händen zu behalten. Sie greifen uns an. Euch. Eure Treue zu Euren Mitmenschen, zu Temora und Alumenas. Ihr seid dieses Königreich, dem sie zu schaden trachten.

Steht auf und zeigt der Faust, dass sie versuchen kann uns einzuschüchtern, bis der Tag kommt, an dem der Brudermörder sich zu Temora bekennt, wir aber werden nicht weichen noch zaudern!


Die Schwertmaid schütze Euch!


Im Namen des Adels von Lichtenthal


Arenvir Corbinian Gabriel von Kronwalden
-Freiherr von Kronwalden-
*Das persönliche Siegel des Freiherren ziert die Botschaft*
Die Abschrift des Flugblattes findet sich unter den Bekanntmachungen.
Volk und Adel Lichtenthals!

Wenige Wochen ist es her, dass wir das Eiland und sein Herzogtum zum ersten Mal mit eigenen Augen erblicken konnten.
Trotz des anhaltenden Krieges der an den Grenzen eurer Heimat tobt, habt ihr es vollbracht, es in Blüte und Schönheit zu erhalten. Auch wenn einzelne Narben auf die entbehrungsreiche Vergangenheit hinweisen, die ein jeder von euch der sie erlebte, gewiss bis heute begleitet. Doch aus gebrochenen Mauern der Vergangenheit sprießen, allem Widerstand zum trotz, die Knospen neuen Aufbruchs und entschlossener Tatkraft.

Doch was ihr geschaffen habt steht auf dem Spiel! Während Adel und Gefolgschaft des Königs sich hinter besonders schweren Mauern verbergen und sich in Sicherheit wiegen, ziehen Räuberbanden ungehindert durch die Lande. Diebe schleichen sich des Nachts über eure Straßen, gar von Horden wandelnder Toter und Kreaturen des Bösen wurde und berichtet. die das ungeschützte Leben außerhalb des Adelsviertels nach Belieben bedrohen und die Ländereien des Herzogtums verwüsten.

Manch einer wird gehört haben von uns. Jenen Blauen mit goldenen Wappen. Marodeure nennt der hiesige Adel uns. Schurken und Halunken. Eine kleine Gruppe von Freischärlern. So versuchen sie, die vergangenen Wochen klein zu reden, euch weiterhin im Unwissen zu lassen. Womöglich fragen sich einige von euch zurecht: Warum?

Welch Zeugnis ist es für das Herzogtum, dass diese kleine Gruppe von ``Halunken einzudringen, nach belieben zu walten und nur nach eigenem Willen die Stadt wieder zu verlassen? Wenn die Sicherheit des Königs bedeutet, dass selbst weniger ``Schurken`` eure Mauern durchbrechen, wie wollt ihr gegen die Armeen Alatars bestehen, die an den Grenzen des Herzogtums stehen?

Während es seiner Majestät wichtiger erscheint, zu seinem persönlichem Machterhalt die Ränkespiele in anderen Herzogtümern voran zu treiben, trennt euch nur ein schmaler Grat vom Zusammenbruch des Lebens, das ihr bisher für halbwegs sicher und womöglich glücklich erachtet habt.

Seid euch dessen bewusst! Stellt in Frage was geschieht, denn ihr seid jene die unter dem was der König heraufbeschworen hat leiden. Die dunkelste Stunde des Königreiches bricht an, es liegt an euch wie eure Heimat daraus wieder empor tritt!

Die Faust

Verfasst: Sonntag 30. April 2017, 03:20
von Taliara Levar
Wie jeden Abend schaute ich nach getaner Arbeit nochmal in den Postkasten, ob noch Bestellungen aus standen. Da fiel mir dieser Wisch in die Hände, langsam und mit Bedacht las ich die Zeilen, Entsetzen stand in meinem Gesicht geschrieben, meine Wangen blähten sich auf und ich schnaubte unaufhörlich.

"Was erdreisten diese Fäustlinge eigentlich uns sowas in unsere Briefkästen zu werfen, ist es nicht genug Angst und Schrecken zu verbreiten"

Sofort schnappte ich mir meine treue Linea und ritt gen Adoran, um dem Regiment Bescheid zu geben, was ich vorfand. Als niemand beim Regiment anzutreffen war machte ich mich auf Richtung Adels viertel um dem Freiherrn Bescheid zu geben. Ich traf ihn jedoch schon auf der Brücke nahe des Herolds und zeigte ihm den Wisch. Ich hätte es mir denken können, das es nicht der einzige Zettel war, den sie verteilt hatten und dies bestätigte mir dann auch der Freiherr.

Also ritt ich wieder heim stellte mich an die Kohleschale und warf den Wisch hinein und sah nur noch zu wie er langsam verbrannte.

"Und genauso sollte es Euch ergehen" sagte ich noch lauthals als könnten sie mich hören und ging zu Bett.

Verfasst: Sonntag 30. April 2017, 08:05
von Yette Symar
Yette schickt einen Botenjungen zu den Herren Salberg, um ihnen mitzuteilen, dass auch sie heute Morgen so ein Flugblatt in ihrem Briefkasten vorfand, nachdem die beiden Herren gestern gefragt hatten.

Verfasst: Sonntag 30. April 2017, 12:00
von Zahrak Salberg
*Mit Dank und der Information, dass dieses Schreiben bitte an der Kommandantur des Lichtenthaler Regiments abzugeben ist, wird ein Bote wieder zum Fräulein Symar geschickt.*

Verfasst: Montag 1. Mai 2017, 03:02
von Torjan Eichental
Er, der alte Zausel, der noch einen ziemlich zerschlissenen Hohenfelser Bürgerbrief immer noch in seiner Tasche herumschleppte, las den Aushang mit einem Kopfschütteln.
Wer wusste noch ausser ein paar wenige über Varuna und Hohenfels?
Es war doch nichts, mit dem man die Jungen begeistern könnte, die alle nicht die alten Geschichten wussten. Entweder Varuna mieden aus Angst oder sich wagemütig dort in den Kampf werfend.

Er war zu müde, um noch weiter darüber nachzudenken. Eine Lehrstund und dann Patienten ...
Schlofen ... schlofen ... schlofen.
Nur noch danach sehnte er sich und so gab er sich diesem Bedürfnis in seinem heiß geliebten Lehnstuhl hin.