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Verfasst: Sonntag 24. März 2013, 11:32
von Gast
Tropf....
Irgendwo im Keller der Templerschaft hörte man wie ein Wassertropfen, der seinen Weg hinab über eine Kante gefunden hatte herabfiel und auf den ausgetretenen Steinboden sein Ende fand.
Ein Templer ging jene Steinstufen hinab immer tiefer in den Berg hinunter zu den in Stein gehauenen Kammern des großen Tempels der heiligen Stadt. Er genoss die Stille, welche ihn zu umgeben schien... spürte den kühlen Lufthauch über sein Gesicht streichen als er den Mechanismus der Geheimtür betätigte und sich jene zurückschob.
Tropf... tropf...
Kurz drehte er sich um, etwas paraniod geworden durch die letzten Ereignisse, doch da war nichts in den bizarren Schatten zu erkennen, welche hervorgerufen durch die Kohlefeuer an der Wand zu zucken schienen, wie eine krallenbewehrte Pranke. Einen Moment inne haltend, als suche er etwas in den Schatten ehe er sich doch abwandte und durch den schmalen Durchlass schritt. Lange ging sein Weg durch ein Labyrinth von Gängen bis er an seinem Ziel ankam.
Schweigend den Raum musternd, schon erahnend, dass er ihn heute Nacht für sich allein haben würde lenkte er seien Schritte zu einem der Throne der alten Bibliothek der Templerschaft.
Tief atmete er ein...
Tropf...
Das leise Geräusch lies ihn aufhorchen und dennoch erregte es nicht soweit seine Aufmerksamkeit, dass er sich wieder erhoben hätte. Der Abend war ereignisreich gewesen und zum ersten Male hatte er das Göttliche gesehen. Etwas hatte ihn verändert und ebenso alle Anwesenden dessen Zeugen sie geworden waren, über Seine Macht.
"Nur die Starken werden obsiegen und alle die schwach sind ausgemerzt werden, denn für sie ist kein Platz in Seinem Reich." Immer wieder drehte sich scheinbar alles in den letzten Tagen um jenen Satz.
Tropf... tropf.... tropf...
Wieder wurde er aus seinen Gedanken gerissen und sein Blick ging suchend umher. Mit seiner Konzentration war es gerade wirklich nicht ums Beste bestellt, dass seine Gedanken so leicht zu unterbrechen waren. Irgentwie war er in den letzten Tagen gereitzter als zuvor. Er atmete noch, war am Leben und nicht gerichtet worden durch Seine Hand... sondern der Alka. Arroganz, Überheblichkeit oder einfach nur Erleichterung, dass der Alleine wohl noch einen Plan mit ihm zu haben schien, der sich Althan bisher noch nicht erschlossen hatte.
Ein Wirbelsturm schien in seinen Innern zu herrschen und ihn zu verzehren, hell lodernder Hass, der ihn von innen heraus versuchte zu verzehren. Eine der größten Geschenke Alatars und erst jetzt begann er langsam zu begreifen wohin es ihn am Ende führen konnte. Jetzt erst hatte der die Worte des alten Hauptmannes Yxul begriffen.
Das Ultimatum fast abgelaufen...
" Eine solche Entscheidung fällt man nicht unter Druck, Althan."
"Du irrst, denn ich habe damit für mich schon abgeschlossen...
Du kennst die Antwort, allein wie oft du es drehst und wenden wirst, du das Für und Wieder abwägen wirst, doch ändern wird sich nichts. Alles hat seinen Preis."
Müde war er, so müde... er schloss die Augen und horchte in sich hinein.
Tropf...
Die Meditation wurde unterbrochen, schon wieder das Gefühl beobachtet zu werden...
Sein Blick ging umher prüfend und suchend, doch da war... nichts.
Verfasst: Sonntag 24. März 2013, 15:52
von Novenja Sikehlis
Sie wachte gestern auf ihrem Stuhl in der Küche des Palastes auf und seufzte leise. Der Nacken steif, der Kopf schmerzte fürchterlich... und aus ihrem Unterbauch kam bedrohliches gebrummel. Sie eilte hinaus, quer durch die Stadt nach Hause um die nächsten Stunden auf dem Abort zu verbringen... Sie Sorgen und Anstrengungen der letzten Tage haben ihren Tribut eingezogen. Der zierliche Körper machte die ständigen Eingriffe ins Lied, das Schlafen auf dem Stuhl und die ständige Sorge um seine Heiligkeit nicht mehr mit. Und das am Tage der Heerschau.
In den Abendstunden wanderte sie immer noch zwischen Bett und Abort hin und her, der zerliche Körper ausgemergelt und zittrig. So konnte sie nicht zur Heerschau gehen, sie hoffte Seine Heiligkeit würde es ihr verzeihen.
Am heutigen Morgen ging es ihr schon besser, sie aß eine leichte kost und trank lauwarmen Tee, ehe sie sich auf den Weg machte auf der Burg des Ordens nach dem rechten zu sehen. Hier war alles beim alten, doch ein Aushang fiel ihr ins Auge:
Der Alka ist tot.
Der Alleine selbst hat ihn geholt.
Zunächst hielt sie es für einen Scherz der übelsten Sorte, da der Aushang vom Magister Wulfram stammte. Doch, selbst jenem Magister traute sie solch einen schlechten Schwerz wiederrum nicht zu. Sie taumelte und musste sich selbst erst einmal wieder kontrollieren. Einen klaren Gedanken fassen.
Von Alatar geholt.
Und ihr schoss das Versprechen wieder durch die Gedanken, welches sie vor kurzem erst Seiner Heiligkeit gab: Erst dem Herren dienen, dann dem Alka.
Sie atmete mehrere Male tief durch und ging in Richtung des Platzes, wo die Heerschau immer stattfand. Dort sah sie auch schnell die Blutlache und wunderte sich:
Rot? Es ist ROT!!!
Eine nahestehende Wache schaute sie seltsam an und meinte: Natürlich Hofmaga, Blut ist nunmal rot. Was habt Ihr denn erwartet? Der All-Eine hat seine Heiligkeit zerstampft und seine Überreste mit sich genommen.
Sie blickte traurig drein, murmelte etwas was von einem schnellen Tod, kniete sich traurig neben die Blutlache, zog einen Dolch hervor und schnitt sich den langen Zopf ab, welchen sie neben die Lache legte. Das Gänseblümchen aus ihrem Haar legte sie mitten in die große Lache hinein.
Dann atmete sie tief durch.
Es ist des Allmächtigen Wille. Gepriesen sei Alatar.
Sie ging nach Hause, die Gedanken überstürzten sich.
...und wenn ich aus der Haut fahren muss... hörte sie den Alka sprechen
...kein Wort zu Niemanden...
... es gab immer noch keinen neuen Statthalter...
... Wo ist der Leichnam? Wo ist seine Heiligkeit?...
... die privaten Gebetsräume?...
... rotes Blut... menschliches Blut...
... grünes Blut...
... letharische Laute...
... Hofmaga... Hofmaga...
Sie notierte sich Stichpunkte ordnete ihre Gedanken auf einem Papier... ehe sie zusammen zuckte. Die Worte des Ahads von Llynongard hallten in ihrem Kopf wie ein unendliches Echo:
Es wäre von Vorteil gewesen, direkt zu sagen, dass Ihr Euer Wort gabt nichts zu sagen, Maga.
Ich spiele dieses Spiel schon viel zu lange, als mich durch irgendwelche Lügen leichtfertig täuschen zu lassen. Allerdings werde ich Euch zur Rechenschaft ziehen, sollte ihm irgendwas zustoßen, und Ihr habt es mir verschwiegen.
Ich hoffe inständig für Euch, dass es nicht sein Untergang ist.
Eilig griff sie nach Pergament und Schriebfeder und setzte ein Schreiben auf.
Verfasst: Sonntag 24. März 2013, 18:15
von Tristan Wulfram
Der Alka war weg.
Es war eine interessante Wendung für Tristan, die eine Lücke in das Machtgefüge des rahalischen Reiches riss und ihm selbst die Möglichkeit gab zu beobachten, wie die Ameisen panisch umherrennen, wenn erstmal ihre Königin tot ist.
Wie gleich ein ganzes System für einige Tage konsequent aus den Fugen geriet und alle sich Ordnen wollten war doch eine Augenweide.
Sie alle kamen mit dem Chaos, welches Tristan so sehr liebte einfach nicht klar. Sobald die Hierarchie, hinter der sie sich verstecken konnten, eine Unregelmäßigkeit hatte, versuchten sie alle gleich wieder die Hierarchie zu retten und Lücken zu füllen.
Der Magister war mittlerweile nur noch eine weitere Maske, die durch die Gassen der Stadt wanderte und das Verhalten in dieser Situation einfach beobachtete. Er beobachtete auch das Verhalten der Rahaler, als der Alka aus der Haut fuhr und fällte ein stilles Urteil über all jene, die die Waffen zur Hand nahmen und sich somit gegen den Alka stellten.
Gleichzeitig erwartete er nicht wirklich, dass der Alka die Tetarchin wirklich töten würde, es wäre einfach zu abstrakt und plötzlich gewesen.
Auch wenn der Alka schon länger recht wirr erschien, insbesondere als er den Praetorianern die alte Angurenfeste überlies, oder mit dem schwachen Haufen der zur Heeresschau erschien einen Angriff auf's Kloster wagen wollte, kam dies deutlich zum Vorschein.
Es war damals nur eine Frage der Zeit, bis der Alka sein Ende finden würde.
Durch sich selbst, durch einen Meuchelmörder, durch das Volk...
Doch durch Alatar selbst?
Aber ausgerechnet dass der Alleine selbst ihn richtete zeigte Tristan,
dass eine neue Zeit angebrochen war und sich nun in den kommenden Monden sehr viel verändern würde.
Der Alka war tot.
Aber für Tristan hat er ohnehin keinen Nutzen mehr gehabt.
Verfasst: Montag 25. März 2013, 01:57
von L´ysstzrr
Der vom Regen vollgesogene Umhang lastete wie das Gewicht zweier Pranken auf ihren Schultern. Sie hatte aufgehört die Minuten zu zählen, wie lange sie nun schon am heutigen Abend auf dem Heerschauplatz stand und die Mischung aus Blut und Wasser anstarrte.
Hier wurde also seine Seele aus der Hülle gequetscht. Qualvoll oder doch ein zu schneller und schmerzbefreiter Tod? Welch Macht wohl dahinter stehen musste, um ein irdisches Leben wie ein lästiges Insekt zu zerquetschen. So schnell konnte das Leben eines Alka enden. Zu schnell für ihren Geschmack und vor allem in einer Zeit, in der die Menschen dabei waren sich gegenseitig zu zerfleischen. Ganz zu Schweigen von der Nachricht, dass unter den Ketzern nun ein Kronprinz eingetroffen war und dessen Krönung bevorstand....
Die Augen beobachteten weiterhin das in die Risse sickernde, wässrige Blut auf dem Boden. Härte spiegelten ihre Gesichtszüge wider, ihre Haltung stramm und regungslos, als sie noch einige Herzschläge an jenem Ort ausharrte.
War es ihr Weg nach so vielen Dekaden wieder die erste Ala'thraxae im Axorn zu sein? Die Vision war eindeutig und sie wusste vermutlich mehr als ihr bewusst war. Alatar hatte sie für den bevorstehenden Plan auserwählt.
Die tödlich wirkenden, giftgrünen Schlieren wirbelten wie Orkane durch ihre sonst so obsidianschwarzen Augen. Keine andere Regung, die sie in dem Moment offenbaren konnte, als der Blick wieder zurück auf die Blutlache kehrte.
Sie stand einfach nur da, völlig durchnässt und mit einer Gänsehaut im Nacken, die sich über ihre dunkle Haut fraß.
...
Die Kiefermuskeln zuckten schwach, die schmalen Lippen der Lethra bewegten sich auseinander.
"Die Ketzer werden bluten..."
- [img]http://img708.imageshack.us/img708/812/solferinoschlacht473.png[/img]
Verfasst: Dienstag 26. März 2013, 00:19
von Der Erzähler
Schatten, Sonnenbrand, Schatten.
Sein Gesichtsausdruck verfinsterte sich. Immer wieder hallten die Worte des Herzogs durch seinen Geist. Schatten... Wie ein kleiner Schatten, genau so fühlte er sich seit Tagen. Ador hier, Ador dort, er konnte den Namen nicht mehr hören und die Bücklinge nicht mehr ansehen. Erst seit kurzer Zeit, um genau zu sein seit dem Tage, an dem beschlossen wurde, dass er die Krone ohne eine Heirat bekommen sollte, war Ador die Nummer Eins.
Tag für Tag wurde ein Wirbel um seinen Bruder gemacht, als gäbe es keinen Morgen.
Angefangen von der Kleiderwahl bis hin zum Löffel, der neben seinem vergoldeten Teller lag. Wer war noch gleich Isidor? Ach genau, der jüngere kleine Bruder. Oder war er doch nur ein besserer Bediensteter?
Vor einigen Tagen schon hatte er vom Zeremonienmeister den Ablaufplan der Krönungszeremonie erhalten, er hatte eine Aufgabe bekommen. Bei dem Gedanken daran wallte purer Hass in ihm auf. Er war der Kissenträger, nichts weiter als der Kissenträger. Während der Krönung schossen ihm Gedanken über sein zukünftiges Leben in den Sinn. Wo sollte das noch hinführen? Er sah auf das Volk, wie es kniete, sich verneigte. Wenn der ein oder andere noch tiefer sank, würde er den Boden küssen. Als er durch die Reihen sah, seufzte er, selbst das würden sie für Ador tun. Den Boden küssen. Doch als wäre die Schmach noch nicht groß genug, erlaubte Ador ihm auch gönnerhaft sich unter das Volk zu mischen, als das Fest begonnen hatte. Was war er, seine Mutter?
Wie oft hatte er seinem Bruder den Arm gereicht, als dieser bei einem Übungsgefecht wieder im Dreck lag?
Wie oft hatte er ihm beim Unterricht ausgeholfen?
Ach, er konnte es gar nicht aufzählen. Wenn er an den Stand von Ador dachte und dann seinen eigenen gegenüber stellte, wurde ihm speiübel.
Und das nur weil... was? Weil er als Erster rausgepresst wurde?
Eine schlichte Farce.
Er hatte diese Possenspiele so satt.
Er fasste sich an seinen Bauch - waren das Schmerzen?
Verfasst: Dienstag 26. März 2013, 12:19
von Tyr´riaxan
Welch Ironie...
Es ist bald soweit...
Sag den Geschwistern Bescheid...
Die Zeit naht...
... die Stimme der vergangenen Worte seiner Heiligkeit dröhnten in seinem Kopf, neben dem monotonen, rasselnden Geräusch seiner Rüstung, wie er durch die dunklen Strassen der heiligen Stadt schritt. Der Regen prasselte auf sein Barett, die malachitfarbenen Augen wanderten an den dunklen Gestein der Gebäude empor, die sich langsam an ihm vorrüber bewegten.
Welche Prüfung hast du uns auferlegt? Wusste seine Heiligkeit was mit ihm passieren würde?
Zu seiner Linken lies er den Versammlunsplatz liegen, das wässrige Blut rann durch die Ritzen im Boden, das letzte Zeugnis der Tat des Vaters.
Was ist dein Plan? Rahal war im Wandel... nicht im postiven Sinn musste er zugeben.
In der rahalischen Garde dominierte zur Zeit Unmut über das Vergangene, seine Heiligkeit wurde von dem Vater selbst vernichtet. Ein Krieg stand bevor... was ist dein Plan? Warum gerade jetzt?
Niemals würde er zweifeln...
War es bald soweit?
Die Augenlider schlossen sich einen Moment lang, der Schritt verharrte und die schlanke Nase blähte sich unter einem tiefen Atemzug unter dem die kalte, feuchte Nachtluft den Weg in seine Lunge fand.
Niemals würde er zweifeln...
Und wenn das heilige Reich im Wandel war, seine Heiligkeit tot, niemals würde das Ketzerreich zu der Stärke finden um uns niederzuringen.
Dieses Blut soll das Nächste sein, welches den Boden tränkt - Ketzerblut
Verfasst: Dienstag 26. März 2013, 15:12
von Dyla´Xunae
Vater braucht nicht mehr...wird entsorgt...
Wer ausgedient hat oder defekt ist wird eben aus dem Spiel genommen. Die Menschen laufen in schierer Panik herum. Alka tot. Alatar war unzufrieden. War er mit mir unzufrieden? Nein ich bin noch da aber mit dir war er unzufrieden.
*ein Blick zur Phiole,ein Plöpp und einen Finger hineintauchen*
Hm Lecker warst du Erhabener...aber du wirst nicht mehr gebraucht. Vater wird schon richten. Vater sorgt für alles. Wenn Vater entsorgt brauch Dyla nicht mehr. Menschlein denken immer so kompliziert...
Verfasst: Mittwoch 27. März 2013, 01:45
von Ador von Alumenas
Eine Ankunft die eines Kronprinzen mehr als nur würdig war. Die Stadt war aufwändig geschmückt, seine Wimpel hingen an den vielen Fenstern der Gassen. Prachtvoll – gar zu dem Tag bereits Majestätisch. Er war gespannt, einen Jeden des Reiches kennen zu lernen, die Wesenheiten der Menschen in Lichtenthal aufzufangen und für sich zum Guten zu sichern. Er wurde nicht enttäuscht. Nicht im Geringsten.
Die Krönung glich der Krone seiner Ankunft. Er war akzeptiert, geliebt und gemocht. So, wie er es sich vorstellte. Viele Pläne schwirrten auf Deck des Schiffes in seinem Kopf herum – Fragen, wie er sein Reich zu regieren gedenkt. Mit einer strengen Hand? Einer Gutmütigen oder gar mit einer Freundschaftlichen? Es wird die Zeit zeigen, welchen Weg er gedenkt zu bestreiten. "Sein Kronrat", wie er ihn in Zeiten vor seiner Krönung bereits betitelte, war erschienen. Einen jeden kannte er in seiner Eigenheit, gar jene Eigenheiten, die er sich zur Abstimmung zu Nutze machte. Er würde sie nochmals laden, zu Festen einladen.
Aus Erzählungen kannte er den Adel Lichtenthals. Sie alle hatten Ihre Wurzeln stets in anderen Ländereien des Reiches, wurden jedoch zum festen Bestandteil und zu Begründern des heutigen Lichtenthals. Prachtvoll, hoch geschmückt und mit Geschmack wurden Kleider gewählt, die er selbst in Alumenas noch nicht zu Augenschein nehmen konnte. Freuen wird er sich auf Bälle, Empfänge und Feste – keineswegs nur zu seinen Ehren. Man würde stets einen Anlass zum Feiern finden.
Das Regiment wird seine Farben tragen, seine Insignien zeigen und seinen Königsstolz über jene Truppe zum Wohle des Reiches nutzen. Ein jedes Herzogtum kann schlicht vor Neid erblassen, solch eine treues, streitbares und pflichtbewusstes Schwert sein Eigen nennen zu können.
Eins jedoch zerbrach ihm des Nachts den Kopf. Sein Bruder Isidor verhielt sich merkwürdig. War es doch er sebst, der seinen Bruder stets ermunterte, um eine Frau zu werben, sich dem Lesen von Büchern zu widmen und vorallem mit ihm jegliche Schule des Adels zu durchlaufen um zur Zeit seiner Krönung die ihm von Temora gegebene Aufgabe anzunehmen. Eine Aufgabe, die für einen Bruder nicht ehrbarer sein könnte. Er wird die rechte Hand des Königs sein, seine Vertretung und sein Sprachrohr, Unterstützer und Führsprecher in Kriesenzeiten. Ja selbst er kann Mitbestimmen, Einfluss nehmen und im Einklag der Familie das Reich führen. All jenes jedoch verkannte er – verhielt sich merkwürdig und zeigte Neid. War es doch auch Ador, der seinen Bruder um seine Stellung beneidet. Er selbst war zum König sein gezüchtet – eine Bürde die einer anderen in nichts nachsteht. Sein Bruder hingegen ist geschützt. Kein Pfeil, kein Wort und kein Unheil wird ihn treffen, denn er ist nicht das Zentrum der Herrschaft.
Hin und her wältzend verlief seine Nacht. Warum war sein Bruder so eigenartig? Was hatte er ihm getan? War es vielleicht etwas zuviel für seinen, wohl oft schwächelnden Bruder?
Der nächste Tag begann wie jeder Andere. Die Krone jedoch strahlte im Licht der Sonne. Ein Strahlen das auch alsbald Adoran in seiner Pracht anheim fallen wird – So zumindest, wenn nicht sogar mehr, erhoffte es sich der frische König.
Der Unterstützung großer Reiche war er sich gewiss. In Zeiten der Not werden es Freunde sein, die mit ihm auf den Schlachtfeldern stehen. Insgeheim, so wünschte er, wäre es doch auch die Familie, die ihm Kraft und Beistand schenkt. Sollte er sich hier täuschen?
Verfasst: Mittwoch 27. März 2013, 13:03
von Maire Riordan
Sie war aufgeregt gewesen, Lhyam hatte ihr erklärt, was es mit der Krönung auf sich hatte, was ein Kronprinz war, was „nur“ ein Prinz und dass dieses Ereignis wohl einmalig in ihrem Leben sein würde. So hatte sie sich ein hübsches Kleidchen angezogen, ihr langes, lockiges Haar mit einem Häubchen gebändigt und sogar ein klein wenig Schmuck angelegt, um für den Anlass angemessen gekleidet zu sein und damit Lhyam stolz auf sie sein konnte.
Anfangs war alles etwas „kuddelmuddelig“, sie wollten soeben auf den Festplatz, als ihnen die Menschenmassen entgegen strömten. Sie hörten die Worte „Kirche“, sie musste unwillkürlich schaudern, denn das war so ein hohes Gebäude, es gruselte sie immer, wenn sie nur daran vorbei gehen musste. Immer noch steckte in ihr die Befürchtung, dass es eines Tages einfach zusammen krachen würde. Hoffentlich nicht gerade heute?!
Sie wussten nicht wohin, doch Lilian war so lieb und zeigte ihnen gleich einen guten Platz, von wo sie alles gut sehen konnten. Und wie viel es doch zum Schauen gab, sie wusste gar nicht, wohin zuerst, so viele Menschen, alle auf`s Beste gekleidet, eine gespannte Stimmung machte sie breit, man konnte sie regelrecht auf der Haut spüren. Aus Angst, mitten in dieser Menschenmasse allein zu sein, klammerte sie sich an Lhyam`s Hand, er war wie immer ihr Rettungsanker.
Sie sah Elfen, Thyren, die auf gesonderten Plätzen saßen, sie konnte sich denken, dass die beiden Bänke dahinter wohl für die Zwerge und Menekaner gedacht waren, doch stirnrunzelnd bemerkte sie, dass diese beiden Rassen dem Ereignis wohl fern blieben. Ein Schlag ins Gesicht für den neuen König? Soviel konnte selbst sie sich denken.
Da, vorne erblickte sie das Amy, wie diese ihren Platz suchte, eingeschüchtert von all dem Prunk, wagte Maire nur unauffällig zu winken, doch es wäre nicht das Amy, wenn diese nicht wild zurückwinken würde, ungeachtet des Anlasses. Sie machte kein sonderlich glückliches Gesicht, in vorderster Reihe zu sitzen. Man sah ihr deutlich an, dass sie lieber zu ihnen gekommen wäre. Eigentlich vergaß Maire regelmäßig, dass auch sie zum Adel gehörte.
Doch dann begann die Zeremonie, der Kronprinz mit seinem ganzen Gefolge schritt durch den Mittelgang und nun war sie doch sehr gespannt, was passieren würde. Die Priesterin Temoras hielt eine Rede, forderte zum Gebet auf und dann nahm sie irgendein kleines Tiegelchen, so genau konnte sie es nicht erkennen, doch Lhyam wisperte ihr zu, dass er mit irgendnem Fett eingeschmiert werden würde, was man „Salbung“ nannte. Dann kam der andere Prinz mit einem Kissen, auf dem eine riesige Krone thronte. Diese wurde dann dem Ador auf den Kopf gepflanzt, damit war er nun wohl König. Soweit verstand sie alles, er war nun „gekrönt“. Alle jubelten und auch sie konnte sich einen Pfiff nicht verkneifen, beim Anblick des prächtigen Ding. Er würde sicherlich ganz schönes Kopfweh bekommen, es sah recht schwer und unbequem aus. Nun, besser er als sie.
Dann hob der Kronprinz, nein, es hieß ja nun König, zu sprechen an, eine weitere Rede sicherlich. Sie lauschte gespannt, doch dann begann ihr Lächeln zunächst zu erstarren, wich dann einem Ausdruck von Ungläubigkeit bis zum Entsetzen. Der neue König sprach von einer „neuen Zeit“, die nun anbrechen würde, doch anstatt Frieden, versprach er gleich im ersten Satz Krieg. Wie oft das Wort Krieg danach noch fiel, hatte sie aufgehört zu zählen. Die Menschen jubelten weiterhin, ungläubig sah sie in die Runde, fiel denn niemandem auf, was hier angekündigt wurde? Wollten alle Krieg?
Sie konnte es nicht glauben und doch war es so. Lhyam`s Züge waren versteinert, er hielt ihre bebende kleine Hand fester in der Seinen und als alles zu Ende war, die Leute hinausströmten, zog er sie mit sich, nicht in Richtung der Kutschen zum Festgelände, nein, er wollte nur noch hier weg, nach Hause.
Sie sahen sich an und Maire lief ein Schauder über den Rücken hoch in den Nacken, wo sich die feinen Härchen aufstellten. Krieg und Krieg, neue Zeiten fürwahr, doch gute Zeiten? Zu Hause sprachen sie noch über ihre Befürchtungen und wie immer stimmten sie überein. Die Zeiten würden hart werden, gefährlich, ja, es würden neue Zeiten anbrechen, schlimme Zeiten ...
Spät in der Nacht, sie konnte lange nicht einschlafen, ging ihr doch so viel durch den Kopf. Als sie es nicht mehr aushielt, krabbelte sie vorsichtig über Lhyam hinweg und ging hinab in die Küche. Dort begann sie ihre ganzen Nahrungsvorräte durchzusehen. Wenn es Krieg geben würde, verhungern würden sie garantiert nicht …. wenigstens hier konnten sie beruhigt sein.
Verfasst: Mittwoch 27. März 2013, 23:46
von Rafdarn
Nur zu gerne hätte er der Krönungszeremonie beigewohnt, um diese Geschichte in sein Herz aufzunehmen und sie weiterzutragen.
Doch er war verbannt, mit Strafe auferlegt, die Stadt sieben Tage lang nicht zu betreten. Sieben Tage Stadtverbot für einen Protest, dass ein Gefangener mit einer rostigen Nadel zusammengenäht werden sollte.
So würde er eben diese Geschichte mit sich tragen und sie weitererzählen.
Verfasst: Donnerstag 28. März 2013, 12:28
von Ava´Xraly
Es war noch gar nicht so lange her, da hatte Vater sie gezwungen ein Geschöpf zu töten, das einmal ein Letharf gewesen war, und nun hatte sie mit angesehen, wie Vater einen Menschen zermalmte.
Und dies war nicht nur irgendein Mensch – nein, für die Menschen war er der Stellvertreter Alatars auf Alathair – der Alka.
Die Menschen schienen dadurch ihre Kontrolle zu verlieren. Schienen besorgt als würde ihre Ordnung mit nur einem Fallen. Als wäre die Alatar-gegebene Ordnung nicht gegen den Ausfall eines Einzigen gewappnet.
Doch während sie wie ein aufgescheuchter Schwarm Insekten umher rannten, zog sich Ava'Xraly zurück. Tief in die Höhlen unter Rahal, noch weiter hinab als nur in das Axorn. An einen Ort an dem sie Vater immer sehr nah gewesen war. An dem sie trainiert hatte und seine Präsenz spüren konnte. Sie musste über das geschehene nachdenken, meditieren, um Antworten fragen.
Denn während die Menschen das Geschehene fast mit Entsetzen sahen, sah Ava'Xraly es nur mit Verwirrung. Denn eines Stand fest:
Der Alka war eine fehlerhaftes Gefäß!
Ihr fielen nur zwei Erklärungen für den Wahnsinn ein.
Die Eine wäre, dass die Aufnahme der Essenz von Rhad'il in einem Menschen den Wahnsinn auslöst. Aber dann wäre ein Mensch niemals geeignet gewesen, in dieser Art Alka zu sein, und auch kein kommender wäre geeignet.
Die Andere wäre gewesen, dass dieses Gefäß defekt war. Der Wahnsinn schon in dem Menschen schlummerte und durch sein Leben als Alka nur noch schneller zum Vorschein trat.
In jedem Fall hatte sie Sorge, denn wo ein Alka dem Wahnsinn anher viel, konnte es auch andere. Und wo ein Alka Unvollkommen war, werden es auch andere sein. Diese Ereignisse schadeten dem Vertrauen in den Alka mehr als alles bisher dargewesene.
Sie betete zu Vater und sinnierte über die Umstände die ihn wohl bewegt hatten, den Alka zu vernichten. Dabei zweifelte sie nicht daran, dass es einen Plan gab oder das dieser Plan und Alatars Wille vollkommen waren. Sie suchte nur nach Verständnis für den Plan.
Doch ihre Gebete blieben unbeantwortet.
Tage und Nächte vergingen und sie bleib dort in ihrem Hain. Auf den kargen Felsen, nahe dem Lavafluss, neben dem toten Baum sitzen. Sie aß nur selten etwas vom Proviant, den sie mitgebracht hatte. In den Pausen trainierte sie wie früher und erst wenn sie die Erschöpfung überkam, schlief sie, danach ging alles wieder von vorne los. Sehr schnell verlor sie so das Zeitgefühl.
Eines Tages oder Nachts, als ihr beim Training mit dem Rapier die Augen schon fast zufielen und ihre Gebete noch immer keine Antwort gebracht hatten, wollte sie aufgeben. Sie packte ihre Tasche und wollte nach einem weiteren Schlaf in das Axorn zurückkehren.
Doch dieser Schlaf – oder eher ihr Traum in diesem – war eine ersehnte Antwort.
Sie sah den König des Alumischen Reiches. Sie stand ihm gegenüber, während dieser in all seiner Selbstgefälligkeit sein Schwert auf sie richtete. Sie kämpften sich durch ihren Traum, durch seinen Thronsaal, durch seine Privatgemächer, bis zu einem Spiegel. Als der König zwischen ihr und dem Spiegel stand, trat er bei Seite und in diesem sah sie nicht sich selbst. Sondern ein Ebenbild des Königs. Ein Spiegelbild dieses. Und sie erwachte darauf.
Was wäre, wenn durch die Veränderungen der Welt. Durch das Erscheinen des neuen Königs, auch ein besseres Gefäß für Rhad'ils Essenz erschienen ist? Wenn ein besserer Alka seinen Weg gefunden hatte und der Bisherige nun im Weg gewesen wäre?
Dann hätte ihn vielleicht dieses Wissen in den Wahnsinn getrieben, weil er doch noch nicht bereit war, den größten Dienst zu erfüllen.
Oder aber der Wahnsinn war ein Hilfsmittel, das es den Menschen leichter machen sollte, den Tod des Alkas hinzunehmen und einen neuen zu akzeptieren. Immerhin viel es ihnen so unsagbar schwer, loszulassen.
In jedem Fall aber, würde sie ihre Herrin aufsuchen und diese Fragen, was sie von dem Traum hält. Und danach vielleicht noch andere Vertraute...
Verfasst: Donnerstag 28. März 2013, 18:25
von Artec Corvas
Der Tag verlief für ihn wie im Traum, von dem er teilweise glaubte er würde jeden Moment daraus heraus auf zu wachen.
Sir Gerron... oder Sir von Krondorf eher, war für ihn immer wie ein Freund gewesen. Mehr denn sein aus zu bildender Ritter und von daher erlebte und er lernte er hier teilweise mehr als noch Monde zuvor in Alumena.
Doch Adelige? Adelige hatte er dort nicht einmal von Hinten sehen können.
Ritter, ja, aber ansonsten hatte er wenig Möglichkeiten das erlernte an zu wenden.
Der Umgang mit dem Adel die Etikette, er hatte von einigen Sachen gehört, aber wirklich leben, das hatte er erst hier in Adoran kennen zu lernen.
Angefangen von der Gräfin zu Meerswacht, bei dem es ihm irgendwie immer die Sprache verschlug, so sehr strahlte sie für ihn Schönheit aber auch ein gewisses Maß an Unnahbarkeit aus.
Eine Mischung die einem Jeden der ihr gegenüberstand klar machte WER sie war.
Und wenn man bedachte das sie sich das was sie war alles erarbeitet hatte, konnte man sich vorstellen das sie wirklich dafür stand was sie ausstrahlte.
Von den Edlen die er kennenlernten durfte war die Hochedle von Winterfels die ihm am besten gefiel. Doch hatte er das Glück gehabt sie anders kennen zu lernen
Genauso wie sie Einblick auf sein Leben gefunden hatte.
Wie oft hatte er davon geträumt einfach mal einen Blick auf einen der Herzöge zu werfen, oder dem Prinzen, vielleicht irgendwann auch mal dem Kronprinzen, aber was er hier erleben durfte, war weit ab von dem was er sich hatte zu träumen wagen.
Jeden einzelnen Adeligen des Kronrates.
Natürlich nahmen sie keine Notiz von ihm, aber sie gingen eine Handbreite entfernt an ihm vorbei.
Dann Prinz Isidor und schlussendlich den Prinzregenten.
Und spätestens als er dann zur Krönung eine neue Uniform bekam und einen Sitzplatz in der zweiten Reihe der Kirche, war er sich nicht mehr sicher ob dies nicht alles doch einem seiner Träume entsprang.
Selbst zur anschließenden Feier war er geladen.
Sein Herz pochte wild in seiner Brust, wenn er daran dachte wie sehr hier sein Wunsch in Erfüllung ging.
Nur dem König in irgendeiner weise Positiv auf zufallen, das wagte er sich nicht mehr zu wünschen. Es war gut so wie es war.
So stolz er auch war dem Fest bei zu wohnen, wurde ihm der Trouble bald zuviel.
Er hatte seid seinem … Unfall ein Problem damit in Mitten einer Gruppe von vielen Menschen zu stehen, die er nicht kannte, und das auch noch ohne Schwert. Er fühlte sich einfach Unwohl ohne.
Sicher, selbst die Kronratsmitglieder waren mitten drin in dieser Menschenmasse, aber ihm gefiel es nicht mehr wirklich.
So bat er schließlich Sir von Tannhoeh das er gehen durfte, und als der Kronritter dieses Frage abnickte, stahl er sich davon.
Es würde noch andre Tage geben und irgendwann würde es weitaus ruhiger zugehen.
Verfasst: Freitag 29. März 2013, 22:02
von Alin
Es ist schon diverse Tage her, seit die Pranke des All-Einen den Alka zu sich holte und doch wollte der Lauf der Ereignisse kein Ende nehmen. Gerade als der Leib zur Ruhe kam, flossen neue Aufgaben ins Haus, welche jegliche Entspannung verscheuchten. An diesem Abend war es recht ruhig und die Rothaarige war dabei, gemächlichen Schrittes durch ihr Heim zu wandern, welches die kommenden Tage nicht ihr Heim sein würde. Sie wurde fast schon ein wenig nostalgisch, war es doch recht lange her, dass sie länger Zeit außerhalb zubrachte. Trotz allem war es notwendig, das wusste sie und so wurden die Sachen auch nicht zögerlich in einen Rucksack gestopft. Viel zu lange hatte sie darauf gewartet, dass man ihr dieses Vertrauen schenkte, welches nun auf ihren Schultern ruhte. Vertrauen bedeutet natürlich auch, dass man öfter das tun muss, wozu man gedacht war. Dienen bedeutete nicht Ruhe, dienen bedeutete das bestmöglichste zu tun, um das Reich dem Wunsch Vaters näher zu bringen. Und so wurden die Gurte des Rucksacks mit Zuversicht verschlossen und mit hohen Erwartungen warf sie jenen in Richtung Tür, wo er an der Wand verweilte.
Sie ließ die letzten Wochen noch einmal durch ihren Kopf gleiten. Es waren keine schönen Erinnerungen, keine schönen Bilder, welche sich in ihren Geist nach vorne schlichen. Ihre Lider senkten sich und der Brustkorb hob sich schwerfällig in die Höhe. Ihr war bewusst, dass noch andere Bilder und Gedanken folgen würden, welche sie nicht mehr ablegen konnte und doch scheute sie sich nicht davor, diesen entgegen zu treten. Die Zeit würde zeigen, was aus ihr wird und die Zeit würde zeigen, was aus dem Reiche Alatars noch alles hervorsprießt. Wenn sie Diejenige sein kann, welche einen Teil dazu beiträgt. dass das Reich einen Schritt machte, dann sollte es so sein und dann war es gleich, was sie für einige Zeit zurücklassen musste. Sie griff ihren Rucksack auf, warf ihn sich über die Schulter und verschwand in der Nacht, um sich im Schatten zu formen und ihre Wege zu gehen...
Verfasst: Montag 1. April 2013, 02:22
von Ador von Alumenas
Eine klare, kühle Nacht. Kein Geräusch mag die Stille der Königsgemächer brechen. Tief bestürzt saß Ador auf seinem Thron. Der Schock über das Ereignis saß tief.
"Verstärkt die Wachen!", schrie der Wachtmeister auf und durchbrach die Stille wie Donnerschlag.
Nur wenige Augenblicke später war das Adelsviertel umstellt. Eine jede Brücke, eine jede Kreuzung und jedes Ufer war gesichert. Hinein und Hinaus – es war gleich. Niemand konnte hindurch. Mit entzündeten Fackeln wurde die Umgebung abgesucht. Jeder Winkel des Geländes wurde geprüft. Ohne Ergebnis.
Am Abend zuvor betrat ein Diener die Gemächer und reichte ein Silbertablett zu Throne. Ein Geschenk, so sagte er. Die Flasche versprach viel, ein wahrlich alter, edler Jahrgang aus den Reben von Hohenfels.
"Kennst du die alte Kelterkunst von Hohenfels?", fragte Ador den Diener zu später Stunde.
"Nein, Majestät.", antworte Jener. Gönnerhaft winkte Ador den Diener heran und wies ihn an, den Kelch zu füllen.
"Dein Gaumen wird feiern.", lächelte Ador noch auf und stoß mit seinem Diener an. Abwartend blickte er zu ihm, den Moment des Erlebnisses abzuwarten, ehe auch er in jenes eintauchen würde.
Die ersten Tropfen benetzten die Lippen des Dieners. Freudig erwartete er die versprochene Vielfalt, den Geschmack der Septemberernte des Jahrganges. Seine Augen weiteten sich, gar als konnte er es nicht fassen, was er Gutes erlebt, ehe der Diener zu Boden ging, haltlos. Röchelnd hielt er sich den Hals, schnappte wild nach Luft und windete sich auf dem Boden hin und her. Seine Glieder zuckten wild, panisch ehe er aprubt stoppte.
In Zeitlupe fiel auch der Kelch und sprang auf dem Boden aufprellend dreimal weiter.
Wie aus allen Welten gerissen sprang Ador vom Thron auf, schrie laut nach einem Heiler und beugte sich hinunter zu seinem Diener. Zu spät... Das Gift lähmte sein Herz. Er war tot.
Der Heiler stürmte hinein und beugte sich hinab zum Diener, seinen Kopf haltend. Fassungslos ließ Ador vom Diener ab und sah dem Treiben zu. Er rutschte einige Schritte zurück und strich die Krone von seinem Haupt.
"Wir haben niemanden gefunden, Majestät.", erstatte der Wachtmeister wenig später Bericht. Ador nickte lediglich und zog sich in sein Gemach zurück. Nur Andurion III., Herzog von Nharam blieb bei ihm.
"Bei Temora, Andurion, wie hätte ich wissen sollen, dass der Wein vergiftet war!? Niemals hätte ich dem Diener zu kosten gegeben, wäre mir die Tücke bewusst gewesen!", entfuhr es Ador vorwurfsvoll, mehr zu sich selbst.
"Majestät, so ist es der Schutz Temoras, der es Euch nicht trinken ließ. Wir finden den Schuldigen.", versuchte der Herzog zu beruhigen.
"Ein Hohenfelser Wein...", sprach Ador gefasst, "...die Flasche ist teurer als dein Schlachtross, Andurion.", fügte der König an und blickte vielsagend zu seinem treustem Freund hin.
"Sie fand ihren Weg zu Euch, Majestät – ohne eine Kontrolle...", gab der Herzog hinzu.
Die Nacht war mit Gedanken geplagt. Ador wird Jeden hinterfragen müssen und gedanklich ging er einen Jeden ab um ein Motiv, ein Anzeichen oder einen Hinweis zu finden. Wahrlich, es fielen ihm Einige ein, jedoch mag er den Glauben an Jene nicht aufgeben.
Er wird der Familie des Dieners selbst schreiben, versuchen Worte für jenes Ereignis zu finden, was schier unaussprechbar und unglaublich ist.
Der Morgen brach an. Adors Blick lag immernoch gedankenreich und starr auf der entkorkten Weinflasche. Der Kelch, noch zur Hälfte befüllt, sah mehr als einladend aus. Die roten Trauben gaben dem dunklen, herben Tropfen die schmackhafte Süße. Zurecht drapiert lagen jene auf dem Silbertablett. Er löste den Blick - bestürzt. Wer war es, der ihm nach dem Leben trachtet?
Verfasst: Montag 1. April 2013, 11:28
von Shyra Dynar
Sehr lang war meine Reise gewesen, eine Reise die mich Abstand nehmen lies von allem Geschehen rund um Berchgard und Adoran. Vergessen wollte ich, vergessen was alles geschehen war, jedoch fiel es mir schwer alles zu vergessen. Der Giftanschlag so schien es, hatte unser aller Leben in Berchgard verändert.
Thancreds Verschwinden, hatte es etwas damit zu tun? Niemand wußte etwas von ihm, niemand hatte ihn seit Monden gesehen.
Nun war ich wieder in Berchgard und alles erinnerte mich an ihn. Die Neuigkeiten holten mich ein. Ein neuer König war ins Land gekommen, gesalbt und gekrönt war er längst, man sprach von neuen Zeiten die sich anbahnten. Worte wie Krieg sollten gefallen sein und ein Schauder lief mir eiskalt über den Rücken. Was war nur los?
Angst, unbändige Angst schlich sich in meine Gedanken und schienen mich nicht mehr los zu lassen...
Naischa erzählte etwas davon das man Cedric in den Kerker gesteckt hatte, wegen einer Frage die er gestellt hatte...
Was würde die Zukunft bringen? Dieser Gedanke lies mich nicht mehr los.