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Verfasst: Donnerstag 19. April 2012, 01:04
von Malachai Schwarzmourne
Die Zeit wurde ruhiger, angenehmer, entspannter...ja, dachte Malachai....glücklicher.
Er genoss die Ruhe mit ihr und ihrem Kinde.
Genoss, eine Familie aufzubauen, ein neues Leben.
Er fühlte sich geborgen und geliebt, in Sicherheit gewogen vor all den Grausamkeiten, die er in der Vergangenheit erfahren musste.
Die Klingen lagen nieder, der Schwertarm wurde langsam ruhig, fast ermüdend, als wäre auch er in den Ruhestand gegangen.
Sicher, er trug Sie immer bei sich, doch das einzige, was Sie seit langem spürten, welche flüssige Schicht sich über Sie legten, war das polierende Öl, das Malachai immer wieder auftrug.
Das riesige Haus, seine Verdania und Bastian in diesem, ja, auszureiten mit klaren Gedanken, schönen Gedanken, die keine Sorgenfalten in sein Gesicht trugen.
Der Schattenlord war entschwunden...so schien es.
Doch er entsann sich immer ihrer Frage, der Angst, die Sie hatte, er würde dem Abenteuer streben, würde seine Natura entfesseln und mit erhobenen Klingen in den Kampf stürzen.
Würde Sie für diese Sehnsucht verlassen. Nicht unbegründet, dachte er.
Er konnte nicht verleugnen, was er war. Das wollte er auch nicht...doch die Prioritäten, die er nun setzte, lagen anders.
Und nicht nur er fand die innere Ruhe in seinem neuen Heim bei seiner Verlobten...nein, auch als er Sarah besuchte, erkannte er jene.
Diese feine, elegante Dame, war seine kleine Schwester.
Hätte er es vor einigen Jahren so Selina und Arsen prophezeit, hätten Sie ihn sicher für verrückt erklärt.
Doch auch Sie war nun Verlobte und Geliebte, auch Sie schenkte ihr Herz einem Mann, einen edlen, gutmütigem Wesen.
Sie würde Ehefrau werden...und Sie würde Mutter werden.
Sie würde ihn Lieben und Ehren...so wie Malachai Verdania liebte und ehrte...bis an das Lebensende.
Sie hatte ihr Heim und war im Stande, auch eine eigene Familie zu gründen.
Sicher, gehöre er immer in ihre...würde er sich weiter entfernen. Sie brauchte seine brüderliche Fürsorge nicht mehr. Er müsse nicht über Sie wachen, wie ein Adler über seine Eier.
Nein, Sie war Erwachsen und selbstständig. Er wäre immer für Sie da, keine Frage...doch würde er sich nicht mehr einmischen, noch Entscheidungen treffen.
Es lag an ihr nun, Fehler zu begehen und daraus zu lernen.
Und Malachai hatte nun sein eigenes, kleines Reich...sein Herz hämmerte wie wild beim Gedanken, was die Zukunft mit dieser wunderschönen, lieblichen und leidenschaftlichen Frau bringen mag.
Er fasste sich durchs Haar. Hielt Sie fest im Arme, sie wie jede Nacht anblickend, während Sie so seelenruhig schlief, ihren Atem auf seiner Haut spürend.
Er dachte an diesen Tag. Er ging zum Gesellschaftshaus, als er schon an Bajards Toren die Schergen Rahals erkannte.
Arlon warnte ihn, es war ein gut gemeinter Rat, den Malachai dankend annahm...und dennoch, hätte sich eine Armee vor ihm offenbart, wäre er dennoch zu ihr gegangen.
Glücklicherweise behielt er stetig seine Neutralität und es dauerte Jahrzehnte, bis beide Seiten diese erkannten und akzeptieren.
Lieber ein Neutraler, als ein Feind.
So begrüßte er respektvoll die Schwarzgekleideten, seine eigene Kleidung trug sicher bei den Unbekannten seinen Anteil, dass man ihn nicht direkt massakrierte und man liess ihn ohne Probleme eintreten, ohne Fragen, ohne Drohungen.
So ging er schleunigst zum Gemeinschaftshaus, die Türe war verschlossen und er klopfte.
Es wunderte ihn nicht, dass das riesige Holzhaus die Zuflucht für Besucher und Bewohner des Fischerdorfes waren und als er Verdania in den Arm nahm, bemusterte er Sie sehr genau, ob ihr Leid zugefügt worden wäre.
Wäre dem so gewesen, Malachai hätte direkt an den Toren Bajards Blut vergossen...ihm wäre egal, welche Seite, welche Partei, welche Rasse es gewesen wäre.
Doch glücklicherweise ging es ihr gut und er setzte sich zu den anderen.
Irgendwann hörte man die Aufrufe der Gläubiger Alatars. Es war klar, dass die Temorianer sich sammeln würden, Malachai wusste es schon, als er von Arlon gewarnt wurde.
Eine Schlacht, wie so oft, vor dem Fischerdorf.
Er spürte, wie sein inneres gribbelte. Wie seine Natura ausbrechen wollte, hinaus, am Rande die Schlacht begutachtend.
Er hatte Freunde auf beiden Seiten und ewig, als Wahrer des Gleichgewichts, als Schattenlord, trieb es ihn zwischen die Kämpfenden, um jenen, die ihm wichtig waren, zu schützen.
Wie ein Schatten an ihnen, achtend, das kein finaler Dolchstoss irgendwelches Fleisch durchbohrte, dass keine Krallen jemanden an den Schultern mitschliffen.
Es war egal, ob es ein Rafael oder ein Khazkal wäre. Und so erhebte er sich, bereit, die Klingen in Anschlag zu nehmen und hinaus zu gehen, als er in ihre Augen blickte.
Sie hätte ihn gehen lassen, das wusste er. Sie wüsste auch, dass er wiederkommen würde, dass er Sie nicht verlassen würde, dass er vorsichtig wäre.
Und dennoch...da draussen tobte Krieg. Ein Krieg, den weder er, noch Verdania wollten oder begannen haben.
Sie waren der kollaterale Schaden im Fanatismus zweier Parteien, die wie Marrionetten zur Belustigung ihrer Götter tanzten.
Mag die Sorge ihn um seine Freunde hinaustreiben, so war die Sorge um die Liebe seines Lebens jene, die ihn im Haus festhielten.
Er würde Sie beschützen, sich um Sie Sorgen. Für Sie immer da sein.
Er liebte Sie vom ganzen Herzen...der Tot eines Freundes würde ihn Schmerzen, ihm Tränen rinnen lassen...doch der Tot seiner Verlobten, würde ihn in ewiger, innerer Leere stossen und sein Leben beenden.
So stellte er sich nur an eines der Fenster und blickte auf die entfernten Schatten, die förmlich tanzten, doch dabei ihre Waffen erhoben.
Es blieb auch nach der Schlacht Zeit zum handeln, er war nun in einem Haus voller Flüchtlinger, verängstigter Menschen.
Wenn es jemand verdient hatte, beschützt zu werden, dann waren es jene, die sich nicht Schützen konnten.
Und ein innerlicher Stolz beflügelte ihn, dass unter all jenen Verdania, die Liebe seines Lebens stand und sich um diese Menschen kümmerte.
Was kommen mag, er hatte sich verändert, der Schattenlord.
Mag eine gewisse Wärme nun sein inneres wieder erfüllen...würde er die kalte, erbarmungslose Seite nur noch dann entfesseln, wenn es nicht anders ging.
Und mögen die närrischen Götter jene verfluchen, die diesen bösen Geist aus ihm hinauslassen...denn dann würde es kein Halt mehr geben.
So genoss er ihre Nähe, genoss es, Sie zu spüren und für nichts auf der Welt, würde er dies eintauschen.
Für immer und ewig.
Verfasst: Mittwoch 25. April 2012, 20:30
von Gast
Das gemeinsame Haus wurde nach und nach schön eingerichtet. Verdania konnte ihr Glück immer noch nicht ganz fassen. Wer hätte dies jemals gedacht das Malachai und sie eine gemeinsame Zukunft hätten. Oft saß sie oben auf der Terrasse und blickt weit in die Ferne. Sie genoss die Ruhe, die sie nach so langer Zeit wieder genossen konnte. Doch auch in diesen schönen Zeiten kamen ihr immer wieder Gedanken hoch. Sie kannte Malachai, sie kannte ihn sehr gut. Schon fast zu gut um nicht zu erkennen das er nicht der Gleiche wäre wenn sie ihn nur bei sich halten würde. Sie ging in das Gesellschaftshaus und hörte als sie durch den Garten kam das wieder etwas am Tor los war.
Es kümmerte sie kaum, sie ging in das Haus und rasch kamen auch schon einige Leute an. Maire erzählte ihr von einen Zwischenfall im Gesellschaftshaus und das es wieder gefährlich sei in Bajard. Doch Verdi überlegte kurz wann es nicht gefährlich war. Rasch wurde sie wieder aus den Gedanken gerissen. Lairja stand nun auch in der Tür, etwas angewurzelt stand sie etwas im Raum drin als es wieder an der Tür klopfte. Schon war die gemütliche Ruhe die Verdania noch vor kurzen genoss weg. Sie ging zu Tür und öffnete jenes und stand im Türrahmen. Eine dunkelgekleidete Frau suchte eine Bäuerin. Ohne auch nur einen Blick zu Lairja zu werfen, sprach sie auch schon, dass keine im Hause wäre. Verdi wusste das Lairja große Angst vor diesen Leuten hatte und ungerne bis gar nicht mit ihnen handelte. Sie wünsche der Frau noch einen wohlen Abend und holte nun die Schlüssel aus der Tasche um die Tür abzuschließen. Dies war wohl das erste Mal das die Tür vom Gesellschaftshaus verriegelt wurde. Recht merkwürdig fanden es wohl auch die Neuankömmlinge, welche wie sonst üblich die Tür nicht einfach so auf bekamen. Immer wieder stand Verdi auf um die Tür zu öffnen, bis hinter der Tür eine Stimme zum Vorschein kam, das ihr Herz schneller schlugen lies. So öffnete sie rasch die Tür und sah ihren schwarz maskierten Mann in das Gesellschaftshaus eintreten. Sie erkannte ihn auch mit Maske. Es war ihr Schnitt welche sie ihn vor Jahrzehnten angefertigt hatte. Er nahm die Maske ab und umarmte sie liebevoll bevor er ihr ein Kuss schenkte.
Doch seine Augen verrieten ihm und als die Rahaler Alarm riefen, hätte sie gedacht er würde sofort aufspringen, nach seinen Klingen greifen und auch hinaus laufen. Doch anders wie gedacht blieb er schweigend sitzen. Seine Anspannung war deutlich zu merken und als er am Fenster stand, hätte sie ihn am besten los geschickt um nachzusehen. Nicht einmal um mit zu kämpfen doch er machte sich Sorgen, in der Nähe, nicht weit vom Haus wichtige Personen zu verlieren. Verdania verstand jenes recht gut. Und wäre dort einer ihrer Freunde gewesen so hätte sie kaum gezögert und wäre bewaffnet hinausgegangen und hätte ihm beigestanden. Als sie Heim gingen plagte sie ein schlechtes Gewissen, sie hätte ihn nie etwas von ihrer Angst ihn zu verlieren erzählen sollen. Er sollte nicht wegen ihr alles aufgeben was er bisher getan hat. Nun vielleicht etwas weniger aber er sollte kein Hausmann werden.
Sie liebte ihn, sehr sogar. Sie würde ihn immer Lieben egal was kommen mag.
Verfasst: Donnerstag 26. April 2012, 18:52
von Malachai Schwarzmourne
Langsam kuschelte er sich an Verdania heran. Die Gedanken kreisten noch um den Tag, um den, für ihn vielleicht doch eher ungewöhnlichen Besuch, den er für Verdania im Gesellschaftshaus traf.
Alte Gesichter, Streiter von vor vielen Jahren, lange, bevor er es sich mit Adoran verscherrzte.
Farion, Alexa...und eine unbekannte Dame. Doch alle vom Altehrwürdigen Orden der Temora.
Ja Malachai wusste, dass Verdania vor vielen Jahren auch ein Mitglied dieser Streiter war.
Und er sah auch an Alexa, dass sich viel tat, bedachte er, dass er seine Balronledermaske, sein erstes, wirkliches Kleidungsstück von ihr noch auf alatarischer Reichsseite kaufte.
So ging jeder sein Leben, jeder entschied sich seines Weges...ob gewollt oder gedrängt, steckte man sich Ziele und verfolgte Sie, lernte und erlangte Weisheit, zumindest welche, die für einen als die richtige Weisheit anerkannt wird.
Er drückt die schlafende Schöne neben sich fest an sich.
Sicher, er hatte keinerlei Groll gegen den Orden, warum auch?
Im Gegenteil, waren all diese Vereinigungen ihm soweit egal und er spiegelte nur deren Reaktionen wieder. Waren sie ihm feindlich gestimmt, war er ebenso feindlich...waren Sie ihm freundlich gegenüber, so würde auch er den Anstand, die Höflichkeit und den Respekt wahren.
Und doch, während er langsam durch Verdanias Haar strich, ihre Haut an seiner spürte, ihren Atem sacht seine Armhaare winden lassend, dachte er über sich nach.
Was wäre, wenn auch er einst einen anderen Weg ging?
Wenn er vielleicht ein edler Ritter oder ein dunkler Ahad geworden wäre?
Oder ein Bauer? Ein Schneider? Ein Magier?
Sicher, sein Leben war ihm vererbt worden, zumindest, was er ist und wurde. Eine Bürde, die er nie ablegen konnte.
Doch wenn er es nie erfahren hätte? Wenn seine Mutter ihn damals nicht zu jenen schrecklichen Ziehvater brachte, ob seiner Sicherheit zwar, und dennoch zu gutmütigen Menschen, die ihn aufzogen wie einen eigenen Sohn, ihn lehrten und lernten, ihn unterstützten bei seinen Träumen.
Natürlich könne er es nie wissen. Eigentlich sollte er sich darum keine Gedanken machen, denn er war froh, trotz all des Leides, bei dem, was er geworden ist.
Wer weiß, vielleicht hätte ein Flügelschlag eines Schmetterlings gereicht, dass all das nicht geschehen wäre. Dann wäre er vielleicht nie Verdania begegnet...hätte sich nie in Sie verliebt...sie nie vermisst...
Ein leichtes Lächeln. Denn er wusste, er hätte etwas vermisst. Er hätte eine Leere gespürt und so drückte er sich abermals an Sie heran, ehe er die Augen schloss und langsam anfing, einzuschlafen.
"Mein Lord, erwacht mein Lord.", ertönte die penetrante Stimme des jungen Knappen, der wie hektisch an meinem Körper rüttelt.
Was will er bloß wieder. Kann man nicht einmal in Ruhe schlafen?
"Es wird nach euch gerufen. Es ist wichtig. Rahal formiert sich. Sie sind schon in Tirell eingefallen, haben die Sumpflandschaft überquert. Ihr sollt sofort zum Rat kommen."
Was soll ich beim Rat? Was geht mich Rahal an? Doch seine Stimme ist nervig genug, um mich zu erheben, mein Bett zu verlassen und meine Kleider zu nehmen.
Meine Augen sind trüb, verschwommen, ich habe einige Orientierungsprobleme und AU...wer hat den Stuhl dahin gestellt?
Ich fühle mich, als hätte ich getrunken, obwohl ich meinen Körper gut kontrollieren kann und nach einigen Schmatzern merke, dass ich nicht das pappige Mundwerk nach einer Sauftour habe.
Ich kratze mir übers Kinn. Rasiert? Bei Temora, wann habe ich mich rasiert?
Doch mehr kam das Stutzen bei meinen eigenen Gedanken. Warum habe ich den Namen der lichten Göttin ausgesprochen?
Ich blicke mich um, ein riesiges, steinernes Zimmer. Ein großes, weißes Holzbett, Banner an den Wänden, eine goldene Rüstung thront in der Ecke samt Schild und Schwert.
Ich ging direkt zum Spiegel und blinzelte einige Male.
Ja, es war mein Gesicht, doch...es war so sauber, so rasiert, gepflegt. Meine Haare waren kurz, meine Augennarbe fehlte, dafür hatte ich eine am Kinn, nur eine kleine.
Ich spüre schon den Blick des Knappen, woher weiss ich, dass es ein Knappe ist. Und ich frage ihn direkt heraus, mag er mich für verrückt halten und selbst wenn ich Instinktiv die Antwort kenne, will ich es von ihm wissen: Wer bin ich?
"Aber Ehrenwerter. Ihr seit Lord Malachai von Schattenfels, angesehenes Mitglied des Rates im Bereich Kriegskunst, Generall der weißen Armee, Paladin im höchsten Range, erwählt von Temoras Anglitz höchstpersönlich."
Ich hätte Tot umfallen können. Irgendwie, weiss ich das alles. Doch irgendwie, wenn ich in den Spiegel blicke, weiss ich auch, dass es nicht stimmt. Irgendwie....es ist...als hätte ich gerade noch die Wahrheit gewusst. Als hätte ich gewusst, dass irgendetwas nicht stimmt. Wie ein Traum, an den man sich mit dem erwachen erinnert, doch den man zu schnell vergisst.
Ich nickte und liess mir meine Kleidung geben. Schüttelte den Kopf. Es musste so sein, ich habe wohl einfach schlecht geträumt und die Hirngespinnste spielten mir Streiche.
So legte ich meine golden und blaue Kleidung an, liess mir meinen dunklen, seidigen Umhang mit dem Familienwappen überreichen, ein goldener Drache, der auf einem schwarzen Berg stand. Und legte meine Schwertscheide an, den Knappen noch befehlend, er solle meine Rüstung reinigen und bereitlegen zur Annahme nach dem Gespräch.
Ich verliess den Raum, das Haus, das Grundstück, blickte einmal in den blauen Himmel, mich dann um.
Es war ein stattliches Haus, nein, es war das stattlichste dieser Gegend in der Stadt. Der König selbst schenkte es mir vor vielen Jahren.
So bestieg ich Lichthufe, mein treues Ross und ritt zum Rate. Doch irgendwie...schien irgendetwas zu fehlen. Irgendetwas hatte Sehnsucht, nach irgendjemanden. Doch wirklich erklären, konnte ich es mir nicht.
Und Gedanken darum zu machen, hatte ich auch nicht.
So würde Malachai wohl diese Nacht träumen, merkwürdige Gedanken in Bilder umwandeln.
Wer weiß, was in dieser neu errichteten Welt in seinem Kopfe vorgehen mag.
Verfasst: Montag 30. April 2012, 14:43
von Malachai Schwarzmourne
Der Traum liess den Schattenlord ruhig liegend, selbst wenn sein Gesicht einige Regungen von Emotionen zeigten.
Sicher hielt er seine Angebetene im Arme, ihre Nähe ihm die wohlige Sicherheit des Glücks stetig wiedergebend.
"Mein Lord, wir müssen die Bastarde wegdrängen, ehe Sie die Bergpässe überqueren."
"Nein, es wäre Falsch, uns ihnen offen zu stellen. Bleiben wir Sicher hinter den Burgwerken und zerschmettern Sie vor unseren Mauern!"
"Und was ist mit den Siedlungen? Sie sind Schutzlos."
Ich hörte mir all das Geschwafel an, während mein Blick auf der ausgebreiteten Karte ruhte.
Jeder wollte anders vorgehen, jeder sah seine Lösung als die richtige an. Doch eines konnte man ihnen vorwerfen:
Egal, was Sie tun würden, sie stünden nie in den ersten Reihen und sähen dem Feind direkt ins Auge.
Sie könnten am Ende einfach nur Fehler eingestehen und flüchten, während vielleicht Zehntausende Frauen zu Witwen gemacht werden würden.
Er schüttelte den Kopf. Es musste anders gehen. Es musste eine Lösung für beide Probleme geben. Man musste den Feind dezimieren, dass er erst gar nicht auf die Idee kommen würde, weiter vorzumaschieren.
Und so schoss es mir direkt ins Auge. Die Kundschafter müssten Spähen, müssen genau die Bewegungen des Feindes wiedergeben, dann deutete er auf einen Pass.
"Die Rahaler Armee wird sich spalten. Die Hauptarmee wird um den Berg herumwandern, doch ein Heer wird den Bergpass durchqueren und so in die Siedlungen stürmen. So flankieren Sie die Vorposten von 2 Seiten."
Die anderen Mannen nickten. Woher Ich das wusste, keine Ahnung...doch wäre ich der Generall der Abtrünnigen, ich würde es so handhaben.
"So nehme ich mir 500 Mann und schneide ihnen im Pass den Weg ab, wir bringen Explosionsfässer an den Pfaden, das Geröll zerschmettert Sie und versperrt ihnen die Flucht...der Rest wird getötet."
Ein weiteres nicken jener Mannen, Ich hätte auch keinerlei Wiederworte geduldet. Ich gab dem Heerführer bescheid, er solle meine Männer vorbereiten, so dass wir am Tagesanbruch losziehen könnten.
Ich verliess die Gräfen, Generälle und Adeligen, all diese Taktiker, mit der Befriedigung, wieder die Zügel in die Hand genommen zu haben. Meine eigene Arroganz machte mir keinerlei Angst, ebensowenig die Leichtigkeit, wie ich mit dem Leben anderer umging. Würde ich mich Irren, hätte es fatale Folgen.
"Du ziehst also wieder ins Feld."
Die süße, liebliche Stimme, brachte mir aus irgendeinen Grund einen Seufzer hervor, als ich mich umwandte, verdrehten sich meine Augen.
"Malachai, mein Bruder, der gefeierte Generall, angesehener Lord, glorreicher Paladin."
Sie sagte es mit soviel Abscheu, soviel Arroganz.
"Du machst dir immer noch die Hände schmutzig, kein Wunder, dass du doch eher das schwarze Schaf der Familie bist, trotz all deiner Verdienste."
Ich trat näher an Sie heran, begutachtete ihr glattes Haar, was sicher den ganzen Tag von den Zimmermädchen gebürstet werden musste und blickte über die seidig wirkende, glatte Haut.
"Liebste Sarah, geliebte Schwester. Es tut mir leid, deinen Hochmut nicht teilen zu können. Nicht, diese stetige Arroganz durchzuziehen, mich im Anwesen zu verkriechen und mich täglich von Mannen beglücken zu lassen...natürlich meine ich deine Masseure und ihre....geschicken Hände."
Ihre Augen verengten sich. Ja, er kannte ihren Wunden Punkt. Doch das Problem war, Sie kannte seinen ebenso gut.
"Du bist nichts weiter als ein Schlächter. Zu töten, ist eine Sache, das WIE fehlt dir. Eine Klinge zu erheben und es im göttlichen Namen zu verrichten, obmag sogar einen Bauern gelingen."
Nur Temora alleine wusste, wie gerne ich ihr den Hals umgedreht hätte. Wie konnte dieses Weib bloß seine kleine Schwester werden?
Doch mehr, war Sie immer das Prinzesschen, Mamas Liebling. Sie bekam alles, immer...und so lebt Sie jetzt auch, und sei es, dass Sie über Leichen gehen muss. Sie ist sich selber nur am nächsten, für ein schickes Kleid liesse Sie Frauen einkerkern, für einen falschen Haarschnitt Barbiere auspeitschen.
Und sie fröhnte dem lockeren Leben, nach aussen hin wahrte Sie die Anstandsdame, die freilich liebende Ehefrau...ja, eine Meisterin der Maskerade durch und durch. Doch ihren Bruder, den konnte Sie nie täuschen. Wäre es nicht der selbe Name, den Sie trugen, hätte er Sie schon lange auffliegen lassen. Doch Blut soll ja bekanntlich dicker sein als Wasser.
Solch Veränderungen, solch markante Wesenszüge...Malachai schlief tief und fest, glaubte er doch, er lebe im Traum die Wirklichkeit.
Verfasst: Sonntag 6. Mai 2012, 18:10
von Gast
Ein warmer Wind ging durch den Wald, die Bäume hatten schon ihre schönen grünen Blätter bekommen als Verdania mit einen Korb auf Pilzsuche ging. Sie schaute unter jeden Mooshaufen ob sich nicht doch ein Pilz versteckt hatte und hatte sie einen gefunden so schnitt sie jenes mit dem Messer säuberlich ab und legte es fröhlich in ihren Korb. Immer tiefer ging es in den Wald, sie fang so einige Pilze wie auch Fingerhut und Seerosen auf ihren Weg. Dabei vergaß sie ganz die Zeit und als die Dämmerung anbrach machte sie sich auf den Weg zum Gesellschaftshaus. Sie wollte eigentlich gar nicht so lange weg bleiben. Aniviel hat sich bestimmt schon Sorgen gemacht. Am Gesellschaftshaus angekommen sah sie von draußen schon im Haus das Licht brennen. Es schien noch jemand da zu sein. So ging sie hinein und Aniviel schien recht erleichtert zu sein und sagte auch gleich das ein schwarzer Mann auf sie warten würde. Etwas Stirnrunzelt blickte sie nun in den Raum und strahlte auf als sie ihren Verlobten am Tisch sitzen sah. Sie verstaute noch ihre gefunden Sachen und nahm auf dem Stuhl neben Malachai platz. Nach einigen Klärungen und während des Gespräches von ihrer Hochzeit kam Verdi so einige Gedanken.
Wie würde wohl die Hochzeit aussehen. Malachai hatte etwas vom Strand und Sand erzählt. Die Idee fand sie gar nicht so schlecht und als sie Heim gingen und sich ins Bett legten, musste sie weiterhin daran denken. Irgendwann schlief sie ein und wie aus dem Unterbewusstsein erschienen auch dort wieder Bilder von der Hochzeit mit Malachai.
Sie stand mit ihren nackten Füssen auf warmen, weichen Sand und die Sonne schien ihr ins Gesicht. Sie blickte sich erst mal um und sah das Meer und ein großes Schiff in der Nähe. Am Ufer stand ein kleines Boot, welches schön mit roten und gelben Blumen geschmückt war. Ihr Blick ging weiter und etwas weiter Abseits sah sie ein kleines hohes Podest stehen, welches Überdacht war und ebenso mit Ranken und Blumen geschmückt war.
Ihr wurde es innerlich recht warm. Wo war sie nur und warum war hier alles so schön geschmückt?
Sie schaute sich weiter um und dort standen einige Leute, welche sie voller Freude anblickten. Sie fingen an zu klatschen und riefen ihren Namen. So blickte sie zum ersten Mal an sich herab und sie hatte ein bezauberndes Kleid an, es war in einem schönen Rot gehalten und mit zarten Blumen an der Seite bestickt. Das Kleid war weit ausgerichtet und hätte sie sich gedreht hätte sich es sicherlich weit erhoben durch die schönen Kleiderfalten. Sie schaute zu ihren Händen und sie hatte sogar schöne Handschuhe aus Seide an. So fasste sie sich einmal an die Haare und sie merkte, dass diese hochgesteckt und mit einer Blume verziert waren. Sie ging nun langsam auf die Menschenmenge zu. So recht wusste sie noch nicht was los war. War es nun eine Überraschung zu ihrem Geburtstag oder war es ihre Hochzeit. Bei den Gedanken, dass dies ihre Hochzeit wäre schlug ihr Herz auf. Die Leute bildeten einen Gang als sie näher kam und am Ende… sie stockte und blickte mit großen Augen zum Ende des Ganges…. Ja dort stand er.. Ihre Augen leuchteten auf. Und mit einen strahlenden Lächeln ging sie durch den Gang zu ihren Verlobten. Er stand wie eigentlich gedacht doch nicht mit seiner Lederrüstung da. Nein er war wunderschön elegant angezogen. Seine Augen leuchteten auf als sie sich ihm näherten. Ihr Herz fing an wild zu pochen. Bei ihm angekommen nahm er ihre Hand und führte sie auf das Podest. Er blickte sich zu den Leuten um. Verdi suchte wohl noch den Priester oder so etwas in der Art doch Malachai ergriff das Wort und erzählte wie er Verdi kennen gelernt hatte.
Das sie ihm die schwarze Lederrüstung angefertigt hatte welche er seit diesem Tage immer trug. Das man sich schon über Jahrzehnte schon kennt und man etwas blind war die Liebe oder Anziehung zwischen Beiden zu merken. So dass man erst jetzt dafür bereit war. Voller Stolz erzählte er so einige Sachen. Dass es mit ein harmloses Gespräch anfing und der Wein die Stimmung aufheiterte. Doch dann wurde er etwas ernster. Er nahm ihre Hand und sprach nun zu ihr, sah ihr dabei tief in die Augen. „Liebe Verdi, an diesen Tag und bis ans Ende unserer Tage werde ich nun an deiner Seite stehen. Ich werde mit dir schöne und auch schwere Tage überstehen. Dies verspreche ich dir!“
Verdi schmunzelt etwas auf und blickt ihn verliebt an.
Sie wollte gerade auch etwas sagen da rüttelt etwas an ihr herum. Sie bewegte sich etwas hektisch hin und her und als sie ihre Augen öffnete lag ihr Sohn zwischen ihr und Malachai, blickte sie mit einen schmunzeln an und fragte was sie heute an diesen schönen Tag machen würden. Leise schnaufte sie, gerne hätte sie den Traum noch zu Ende geträumt und ihr Blick ging kurz zu Malachai, der immer noch tief schlief. So nahm sie Bastian und ging mit ihm hoch. Griff nach Brot, Marmelade und Saft, ging mit dem Wurm hoch auf die Terrasse und frühstückte mit ihm Dabei ließ ihr der Traum nun irgendwie keine Ruhe. Sie wollte sich doch keine Gedanken über die Hochzeit machen. Noch nicht.. es war doch noch soo viel Zeit…
Verfasst: Montag 7. Mai 2012, 02:43
von Malachai Schwarzmourne
Langsam schien die merkwürdigkeit des Traumes auch den Körper des schlafenden zu ergreifen.
Unruhig bewegte er langsam seinen Kopf, seine Augenlider zuckten leicht im geschlossenen Zustand.
Ich hasste ihre Arroganz.
Der Feind stand vor unseren Toren und Sie würde einfach sich nachher ein heißes Bad nehmen, sich massieren lassen und dann, wenn die Schlacht vorbei, das Unheil auch von ihren Türen genommen würde, ein knappes lächeln herauspressen und dann verächtlich widergeben, wie Stolz man sein könne.
Kein Gedanke an die sterbenden Mannen, kein Funken Mitleid für den Verlust, den das Reich wider tragen würde.
Ich wollte nur an ihr vorbeigehen, so schnell wie es ginge von ihr weg, als Sie meinen Arm packte.
Instinktiv kam mir den Wunsch, mich aus diesem zu befreien, ihr vielleicht einmal mit einem Handwink zeigen, was Schmerz bedeutete.
Doch dies wären die Methoden der Barbaren.
"Es wird Zeit, Bruder."
Ich drehte den Kopf nur leicht, dachte mir innerlich, Temora, bitte nicht wieder dies Thema.
"Du bist ein angesehener Mann...und es soll Frauen geben, die dich sogar nicht ganz so abstossend finden, wie ich es vielleicht tue."
Ihr süffisantes Lächeln liess mich innerlich erbrechen, doch wieviel Wert Sie auf unseren Namen legte, war umso erschreckender, gar Übelwirkender.
"Es gibt soviel adliges, weibliches und unverheiratetes Geschlecht aus namenhaften Haus. Du wirst nicht Jünger und ich bezweifle, dass du dein erstes Kind erst im Großväterlichen Alter vorzeigen wirst."
Ich machte einen sachten Ruck, befreite mich von ihrem Griff. Ich hasste es....hasste den Gedanken, dass man mich verkuppeln wollte. Sie war nicht die einzige, alle taten es...zwar nicht so aufdringlich und plump wie Sie, aber Sie taten es. Stellten mich ihren Cousinen, Nichten oder Töchter vor. Den Kindern guter Freunde, erzählten dabei lustige Anekdoten, als würden diese Worte die Frauen gleich anziehender machen.
Ich verstand nie, warum man soviel Wert darauf legte.
Was sollte ich schon bieten? Ich schwor mein Herz und meine Seele dem Kampfe Temoras. Unter ihren Augen wandelte ich.
Was bringe mir eine Frau? Was bringe ich ihr?
Nur kummer...Angst, wenn ich zu Felde ziehe...Kinder, die vaterlos aufwachsen könnten.
Es wäre besser, erst gar nicht die Saat zu säen...der Sturm zog einfach immer auf.
So ging ich weiter, kopfschüttelnd wollte ich nur schnell ins Quartier, meine Rüstung anlegen und die Mannen zusammentrommeln.
Ich ignorierte noch das rufen meiner Schwester, die etwas von einem Besuch quatschte, winkte es nur murrend ab und riss förmlich meine Haustüre auf, was einen erschreckenden Japser von sich brachte.
Ich war verwirrt, konfus, als diese junge Dame sich umdrehte, die Hände an ihrer Kleidung abwischte und einen Knicks machte.
Mein Herz blieb stehen, es war wie ein grelles Licht, als würde Temora mich selber aufsuchen und mir ihre Reinheit und Schönheit offenbaren.
Das junge Fräulein liess den Blick weiter gesenkt, doch ihr langes, seidiges Haar hing sacht hinab, als Sie aufblickte, weil keine Reaktion kam, trafen meine Augen die ihre...ich verlor mich förmlich in ihnen. Es war wir ein Schlag, der meinen Köroer lehnte.
Sie schaute wieder kurz scheu hinab, lächelte sachte, ihre Lippen, so zart, so rot....meine sehnen sich unweigerlich danach, ihre zu berühren.
War Sie wieder eine, geschickt von einem Freund zur Verkupplung?
Doch ehe ich die Chance hatte, selber die Frau weiter zu mustern, herauszufinden, wer Sie war und was ihr begehr war, kam mein Knappe hinein.
"Ahhh mein Lord, ihr habt euer neues Hausmädchen kennen gelernt. Darf ich vorstellen: Verdania."
Er lächelte, es war ein fröhliches Lächeln. Er war immer fröhlich, mein Knappe.
Doch ich hasste dieses Lächeln gerade, ich wollte es ihm herausprügeln.
Sie war das Hausmädchen. Ein niederer Stand. Ich verlor mich in solch Schönheit und empfand es als Sarkasmus...als ein böses Spiel.
Konnte es sein, dass ich gerade dabei war, mein Herz an jemanden zu verlieren, dessen Stand es mir unmöglich machte, auch nur um Sie zu werben?
So nah am Körper im Schlafe....so fern im Geiste im Traume.
Verfasst: Dienstag 8. Mai 2012, 20:43
von Malachai Schwarzmourne
Die Atmung wurde ruhiger, selbst wenn sein Herz wie wild pochte.
Der schlafende, dessen Emotionen ihn den Schlaf raubten.
Ich fasste mich, räusperte einmal sacht und nickt freundlich.
Doch fühlte ich mich, als würde mein Körper nicht das tun wollen, was ich wollte. Wie Gummi fühlte ich mich, zittrig, angespannt.
Woher kam das Gefühl? Was geschah mit mir?
Ich, der auf dem Schlachtfelde keinerlei Emotionen zeigen könnte. Der vollste Beherschung mit der Waffe hatte, egal wie zahlreich der Feind war, egal, ob der Tod persönlich neben mir stand.
Doch hier, was sollte ich sagen, was sollte ich tun?
Ich gab mir innerlich eine Backpfeife, sie war nur ein Dienstmädchen, ich war ein Lord.
Sie war von geringerem Stand und dennoch fragte ich mich, wie ich mich benehmen sollte?
Das war doch Paradox.
Also begrüßte ich Sie, nicht zu höfflich, aber auch nicht zu schroff und wies meinen Knappen an, ihr alles zu zeigen und Sie einzuweisen.
Ich musste weg, einfach nur schnell weg. Musste meine Konzentration halten. Wir standen im Krieg, ich war dabei meine Sachen zu packen und mein Leben zu riskieren. Wer weiss, ob ich lebend wieder dieses Haus betrat und trotzdem, während ich Gedankenverloren alles anlegte, hatte ich nur ihr Gesicht vor Augen, schwere Mühen, es aus meinem Kopf zu kriegen.
So verliess ich eher schnell und schroff wirkend das Haus, draussen war das Ross schon gesattelt und das Schwert und Schild angebracht.
Letzte Besprechungen gab es, ehe die Truppen entsendet wurden und während wir durch die Vorsiedlungen marschierten, die Bewohner uns zuwinkten und mit Nahrung versorgten, uns dankten, dass wir für ihre Sicherheit nun kämpfen würden, dachte ich nur an Sie.
Ja, ich wollte Heim, natürlich, ein jeder Mann wollte das...sicher Heim. Doch ich wollte nicht wirklich Heim, ich wollte zu ihr.
Das war doch verrückt, wahrscheinlich setzte mir die Situation nur zu? Wahrscheinlich ist das diese Angst vor dem Tode, die ich nie verspürte und die für mich nun alles zuckersüß erscheinen liesse, was nicht dieser Kampf ist.
Ich kann nicht genau sagen, wie es von statten ging, ich sass auf dem Ross Richtung Heimat.
Ich schaffte es nicht, jeden Mann diesen Weg schreiten zu lassen, viele verloren ihr Leben, doch der Feind war zurückgeschmettert. Es ging alles nach Plan.
Die Zwerge brachten Sprengstoffe an und liessen die Bergpassage unter Geröll verschwinden wie auch die feindliche Armee. Der Rest wurde mit Bogen und Armbrust beharkt, bis es in den Nahkampf ging.
Der anführende Ahad war zäh, er riss mit seinem riesigen Streithammer ganze Oberkörper von seinen Beinen. Ja, er erwischte auch mich an meinem Schild, ich hörte meine Schulter brechen, doch nutzte ich die Sekunde der offenen Verteidigung und trennte seinen Kopf vom Rest seines Körpers.
Sie versuchten zu fliehen, doch gab es keine Gnade. Für jeden meiner Mannen sollten 100 von denen Sterben.
Nur einen liessen wir ziehen, als Zeuge für dass, was geschehen ist. Als Warnung und Einschreckung des Hauptheeres des alatarischen Reiches, damit Sie wussten, Sie waren nun unterlegen.
Man empfing und freudig wieder in der Hauptstadt, man warf Blumen auf die Wege und Kinder nahmen den tapferen Kriegern ihre Last ab und trugen Sie für jene.
Früher genoss ich diesen Moment in vollen Zügen, doch jetzt...ich wollte Heim, wollte zu ihr, mit ihr Reden, sie lächeln sehen...sie kennen lernen.
Ich wandte schon das Pferd, als man sich mir in den Weg stellte.
"Mein Lord, ihr sollt sofort einen Heiler wegen eurer Wunde aufsuchen und dann euch mit den anderen Generälen treffen. Der Herzog persönlich erwartet euch, um eure Verdienste zu würdigen."
Die Wunde, die gebrochenen Knochen. Ich vergass Sie, ich wäre mit schlaffen Arme ins Haus gekommen und hätte getan, als wäre nichts gewesen. Und so wendete ich eher, sichtlich genervt mein Ross. Wenn der Herzog rief, musste ich folgen. Doch in der Ferne erkannte ich mein Heim...und es wirkte nicht mehr so leer und einsam, wie es früher war.
Seine eine Hand liegt um die schlafende Schöne in seinem Arm, die andere aber an seiner Schulter.
Verfasst: Freitag 11. Mai 2012, 04:29
von Malachai Schwarzmourne
Sein Schlaf wurde unruhiger, fast schon hibbelig. Wie ein Kind, das unbedingt die Geschenke öffnen will.
Heiler nervten mich. Sie taten ihre Tätigkeit ja, aber das war keine Wunde. Ein Bruch, einfach in eine Schiene, bis der Körper sich an den Schmerz gewohnt hatte.
Es gab soviele Verwundete, die dringender Versorgt werden mussten, aber nein, man räumte mir einen Vortritt ein, den andere meines Ranges vor mir einführten und ich hasste es.
Ich mag ein wenig Grob gewesen sein, als ich den Heiler beiseite drückte, direkt in der Sekunde, wo der Verband befestigt wurde. Ich wollte keine Betüttelung, genausowenig wie Lobessänge auf meine Taten.
Seine Heimat zu beschützen und das Böse aus der Welt zu vertreiben sah ich als Pflicht an...mein Stand beruht nur auf dem, als was ich geboren wurde, mein Glück, dass ich als Kind Schwertmeister als Lehrer hatte.
Ein Glück, dass anderen nicht gegeben waren.
Nein, Sie wurden gezwungen, in die Fußstampfen ihrer Väter zu treten...doch ob Sie glücklicher waren, konnte ich nicht sagen.
Wüsste ich, ich würde Temora am meisten dienlich sein, wenn ich eine Familie auf einem Bauernhof hätte, ich würde es sofort tun.
Ja, ich wurde des Kämpfens müde, doch mein Schicksal wird es wohl sein, auf dem Felde zu sterben.
Ich wollte hinaus, schnell Heim...zu dieser Frau. Ich wollte Sie sehen, mit ihr Reden. Es war verrückt, vielleicht redeten mir die Schmerzlindernden Kräuter diese Gedanken nun zu, vielleicht war ich aber auch wirklich des Kampfes müde.
Doch ehe ich nur mein Ross erreichen konnte, kam der Bote des Herzogs auch schon und lud mich ein, mich zu ihm zu führen.
Was wollte der alte Quacksalber denn noch? Er könnte mir seinen Dank auch mit einem Pergament schicken, wo es soviel anerkennung bekommen würde, wie als wäre ich bei ihm.
So trat ich vor ihm, er strahlte über das Gesicht. Natürlich. Er konnte seine Koffer ja wieder entpacken und musste nicht fliehen.
Er drückte mich an sich und strahlte mir in die Augen.
"Malachai....großer Held der Landen. Streiter der heiligen Temora. Wie stolz ich auf dich bin, dich Schwager nennen zu können."
Für andere war es eine Ehre, den Herzog Familie nennen zu können, doch für mich offenbarte sich nur, wie Blind dieser Regent war, wenn er nicht einmal in seinem eigenen Haus den Verrat sehen konnte.
Nicht sah, wie meine Schwester ihre Spielchen trieb, während ich mich stetig fragte, ob meine Neffen und Nichten wirklich SEINE Kinder waren und nicht die von irgendeinem Rekruten, Stallburschen oder Schneider.
Doch es sollte nicht mein Problem sein. Sicher, sie würde direkt hingerichtet werden...aber auch hier ist wohl wieder Blut dicker als jeglicher Hass und Abscheu, den man empfinden kann.
Ich setzte mich, er liess sich Wein einschenken. Ich glaubte, seine Kugel an der Stelle, wo ein Bauch sitze, ist wieder gewachsen. Das letzte mal, wo seine Klinge geschwungen wurde, mag vor meiner Geburt liegen. So verrostet und verstaubt auch, wie Sie aussieht.
"Mein Herzog, womit kann ich euch dienlich sein."
Ich hasste es, um den heißen Brei zu reden. Soll er doch direkt seine Reden schwingen und nicht meine Zeit stehlen.
"Herzog....pffff...wir sind unter uns. Du kannst mich gerne bei meinem Namen nennen mein lieber Malachai."
Ich wollte ihn lieber förmlich halten. Das machte es mir leichter zu verdrängen, dass er zu der Familie gehörte.
"Sicher, Cyrion. Was kann ich für dich tun."
Nun haute er mir auch noch freudig auf die Schulter, verstand er nicht, dass der Verband schon etwas andeutete?
Aber egal, ich lächelte und während ich seinem Wein bei seiner Lache aus dem Mund fliessen sah, dachte ich wieder an diese Frau. Ein innerer Drang beflügelte mich förmlich, diese Sache hier schneller zu beenden...aber die Gardisten würden mich direkt einkerkern, damit wäre mir auch nicht geholfen.
"Meine liebe Frau Sarah sagte mir, dass du immer noch den Weg des einsamen Mannes gehst, obwohl sich soviele Damen am Hofe nach deiner Nähe sehnen."
Ich hätte am liebsten Kopfschüttelnd und seufzend die Hand vor die Augen gelegt. War klar, dass wenn das liebe Schwesterlein mit ihrem Anliegen nicht fruchten konnte, sie direkt Petzen geht.
"Mein Her....Cyrion...so sehr mich die eure Sorge ehrt...und auch die meiner geliebten Schwester. So glaube ich, dass ich einfach nicht die richtige gefunden habe. Zudem gehört mein Herz Temora und meine Hand der Klinge, mit welcher ich die Abtrünnigen von diesen Mauern fern halte. Eine Frau und womöglich Kinder, mögen mir Angst auf dem Felde geben, als der Gedanke, nichts zu verlieren."
Ja, die Worte, die ich immer sprach, mir selber so fest einredete und trotzdem kam mir der Gedanke, meine Haustür zu öffnen und Verdania zu sehen. Warum dies nur?
Ich kannte Sie doch nicht...und doch schien es, als kenne ich Sie mein Leben lang...als wüsste ich, dass ich Glück empfinden könnte nur durch Sie.
"Malachai, Mensch jetzt stell dich nicht so dumm. Du suchst dir einfach eine aus, dessen Namen und Stand auch eurer Familie viel Ehre bereitet, die dir viele Kinder schenkt...und Fest binden...nun, es gibt genug Freudenhäuser, da kannst du dich austoben und deine Freiheiten geniessen."
Hatte er es nun wirklich gesagt? Innerlich stieg nur wieder meine Abscheu gegen dieses Gehabe des Adels. Es ist für viele nur ein Freischein zur Narrenfreiheit.
Ich leerte mein Glas und erhob mich. Ich versuchte meine Mimik ausdruckslos zu sein, während meine Hand leicht zuckte und am liebsten zur Faust geworden wäre.
"Mein Herzog..."
Ich provozierte es extra, ich wollte lieber einen Herzog verachten.
"...ich bin kein triebgesteuertes Monster. Mag sein, dass es welche gibt, die in ihrem Leben die falschen Entscheidungen getroffen zu haben, doch glaubt mir, auch hier bewahre ich die Ehre und den Anstand. Ich verspreche mich nicht blauäugig jemanden, wer mein Herz gewinnt, der wird es auf ewig haben.
Nur Sie alleine soll es sein, dessen Bett ich teile, nur Sie alleine wird meine Liebe erfahren und keine andere, dahergelaufene Dirne wird Sie aus meinem Kopf vertreiben."
Der provisorische, leichte Beug nach vorne, ehe ich mich abwandte. Wie könne er es verstehen? Versoffen und Dick ist das einzige, was ihn Frauen ins Bett bringe sein Titel und seine Macht. Erbärmlich, wie solche Frauen sich erniedrigen und ihren Körper dem zur Verfügung stellen Doch Gold wiegt wohl mehr als Stolz.
Ich ging direkt hinaus, ignorierte jeden, ich wollte Heim, wollte zu ihr.
Wieder dieses Bild im Kopfe, sie einfach im Arme zu halten, zauberte mir ein leichtes Lächeln.
Doch während ich durch das Adelsviertel ging, die prachtvollen Bauten erblickte, erschlich mich ein Gedanke: Ich war ein Lord...sie...nur eine Zimmerdame. Ein Hausmädchen, was dafür bezahlt wird, meine Wäsche zu waschen und zu kochen und putzen.
Während mein Herz wie wild pochte, je näher ich zum Hause kam, umso mehr spielten meine Gedanken wirre Spiele.
Woran dachte ich eigentlich?
Ich hatte doch kaum Worte mit ihr Gewechselt und Sie nur gesehen und schon machte ich mir Sorgen um unseren Stand.
So trat ich ins Haus ein, mein Knappe stand schon da, die Ausrüstung am Säubern.
"Herr, willkommen zurück. Der Wartmeister brachte euer Rüstzeug, ich habe fast alle Gedärmspuren entfernt und bringe Sie nachher an ihren Ständer."
Er war ein guter Mann, ich glaubte, ich zollte dies zu wenig.
"Danke dir Rothran. Ich denke, du kannst für heute die Rüstung noch Ruhen lassen und dich an der Siegesfeier der Armee beteiligen. Schliesslich solltest du dich daran gewöhnen, als Ritter wirst du Sie oft erleben."
Ich schmunzelte, er schien verwundert. Er kannte es nicht und diese Feiern habe ich ihm immer verwehrt. Doch er war kein kleiner, naiver Junge mehr, er stand mir schon soviele Jahre gut im Dienste und ich habe ihn nie wirklich gefördert.
So liess er es sich nicht Zweimal sagen und entschwand aus der Tür heraus. Irgendwie...ging es mir gut. Ihn fröhlich zu sehen...ausgelassen.
Doch ehe ich weiter darüber nachdenken konnte, kam Sie auch schon hinab, vorsichtig, langsamen Schrittes, die Hände an der Schürze abwischend, dass Haar zusammengesteckt, ein kleiner Knicks.
Obwohl Sie ein wenig Dreckig vom Haushalt und Kochen war, für mich war es ein Blick, als würde die edelste und feinste Dame, umzingelt von einem hellen, warmen Leuchten mir entgegen treten.
Ja, als würde ich eine Göttin sehen und mich direkt auf Knien vor ihr werfen.
Sie lächelte, dieses bezaubernde Lächeln, was auf einen Schlag alle Sorgen oder Gedanken vertrieb. Ihre Augen, diese Augen, welche mich einsogen und mich in eine andere Welt sogen, fern ab von all dem Hass, Krieg und Leid. Den Intrigen und falschen Spielereien.
Es schien, als wäre hier das einzig gute und ehrliche Wesen in einer grausamen Welt vor mir.
Sie stellte mir einen Stuhl zurecht, lud mich an den Tisch und blickte besorgt auf den Verband. Sie richtete das Essen an, sie hätte mir auch Innereien servieren können und ich hätte es genossen aus ihrer Hand zu essen.
Sie wollte gehen, doch ich bat Sie, sich dazu zu setzen. Sie stockte, wirkte unsicher. Verständlich.
Die Dienstmädchen assen immer nach den Lords und immer in ihren Zimmern. Nie am selben Tisch zur selben Zeit.
Doch ich bat Sie abermals, dass es mir eine Freude wäre, Gesellschaft zu haben.
Innerlich dachte ich, einzig die Freude, Sie bei mir zu haben.
Erst war es still, ich hasste mich...bei Temora, seit wann war ich so ein verschüchterter Feigling?
So sprach ich es an, ich stellte ihr Fragen, woher Sie kommt, wie alt Sie ist, was Sie vorher gemacht hatte.
Ich wollte alles über Sie wissen, aufpassend, dass es nicht wie ein Verhör klang, doch diese Frau war so faszinierend.
Sie sprach davon, dass ihre Eltern bei einem Angriff auf ihr Dorf durch die Rabenbrut starb. Dass Sie flüchten konnte mit einigen wenigen, Sie sich auf der Straße rumschlug, bis eine alte Zimmermagd Sie aufnahm, sie lesen und schreiben lehrte und ihr die ersten Anstellungen am Hofe erbrachte.
Angefangen von Kindermädchen bis hin zur Köchin.
Sie liebte das Kochen sprach Sie, doch mehr aber schneidert Sie gerne. Sie bot an, wenn ich wirklich Interesse hätte, mir einige ihrer Kleider zu zeigen...und das hatte ich wirklich.
Ich war so begeistert von ihr. Das ich ein Held war, war nichts, was andere nicht auch konnten, die so aufwuchsen wie ich.
Doch Sie...vom Schicksal gebeutelt, der Familie beraubt, den kalten Nächten auf der Straße hungernd lebend...und nun war Sie hier. Aufrecht stehend, sich nicht von der Bahn werfend.
Das war wahre Größe und Kraft.
Wir speisten, es gab Hühnchen, es war sehr lecker. Ich bat Sie dann noch, aus dem Schrank eine Flasche zu holen, 255er Fruchtwein, schon leicht angestaubt. Sie öffnete Sie, holte ein Glas, umso mehr verwundert, als ich Sie bat, ein zweites zu nehmen und sich einzuschenken.
Abermals ein Tabubruch.
So wertvollen Wein teilte man nicht mit dem niederen Volk, wenn man den ansichten der anderen, "besseren" Menschen glauben sollte.
Sicher, ich bekam diese Flasche zu meinem Ehrentag vom Grafen von Tiefenfels...sie sollte nur Deko sein...aber bei Temora, warum sollte ich eine Flasche anstarren wollen.
Ja, sie mag auf dem Markt mehr wert sein, als diese junge Frau, die nun vorsichtig am Glas nippte, jemals sehen würde.
Und dennoch...eine Flasche für einen besonderen Moment...geteilt mit einem besonderen Menschen.
So sprachen und tranken wir weiter, die Stimmung wurde lockerer, man lachte, ein bezauberndes lachen...so ehrlich und rein.
Ihre Wangen erröteten mit dem Wein, Götter, wie niedlich Sie aussah, auch als Sie auf ihre Nase tippte, als ich ihr sagte, dass diese leuchtend Rot die Nacht zum Tage machen könnte.
Es war so toll mit ihr, auf einmal vergass ich meinen Stand, meinen Titel, meinen Ruf...aber mehr, meine Sorgen.
Ich genoss es.
War dies Glück, was der einfache Bauer empfand, wenn er nach einem langen Ackertag sich in die Arme einer Frau warf, die er liebte?
Meine Abscheu gegen den Adel und diese Heuchlereien liessen mich glauben, ich wolle mich nicht binden und mein Familienhaus mit einem anderen verbinden. Aber ich lag so falsch...ich kannte einfach die richtige nicht.
Es war tiefste Nacht, Rothran kam irgendwann angetrunken heim, die Feier war wohl sehr ausgelassen und draussen erhebte sich schon die Sonne.
ER beachtete Sie nicht, stellte keine Fragen, sondern torkelte nur fröhlich Siegeshymnen nach oben in sein Zimmer.
Verdania schreckte auf, sie fiel fast ob des Weines und ich griff ihre Hand, hielt Sie fest. Eine Sekunde, die mir wie Stunden vorkamen, als ich ihre Haut berührte, sie an meiner spürte und ihr Tief in die Augen blickte.
So schön, so zart, ihre Hände trotz der groben Arbeit. Wie ein Federsack, in welches man die Hand hineinsteckte.
Ich liess Sie los, meine Wangen müssten eigentlich vor Röte platzen.
Sie entschuldigte sich, sie sprach davon, dass Sie ja Frühstück servieren müsse, einen langen Tag vor sich hätte und Sie bei ihren Pflichten nicht einschlafen wolle.
Ich hob sacht einen Mundwinkel, als ich ihr zusagte, sie solle den Tag frei machen.
Was wäre ich, wenn ich ihre dankende Gesellschaft damit sühnte, dass Sie übermüdet und mit einem brummenden Kopf noch mein Heim putzen sollte.
Sie wollte es verhemmend ablehnen, doch ich bestand darauf, bis ich sogar sagte, es wäre ein Feiertag ob des Sieges und sie hätte es sich verdient.
Ich konnte ihr schwer sagen, dass ich Sie aus diesem Stand herausreissen wollte und ihr ein Leben durch ihre Nähe bieten wollte, was Sie nie wieder einen Lappen oder ein Messer in die Hand reichen müsste.
Das Sie schneidern könnte, die schönsten Kleider für jeden, den Sie wollte.
Doch dafür wäre es zu früh. Angst beschlich mich schliesslich...Angst, ich wäre ein menschliches Scheusal und diese bezaubernde Dame trieb auch nur der freundlichkeit ein Spiel, weil Sie glaubte, sie müsse es.
Doch nein, als ich wieder in ihre Augen blickte und dieses Lächeln, was von ihren roten Backen hervorgehoben wurde, sah, wusste ich, es war ehrlich.
Der Schlaf wurde ruhiger, fester drückte Malachai Verdania am Bette an sich, sacht seufzend, ihre Nähe und Wärme zu spüren.
Verfasst: Freitag 11. Mai 2012, 14:06
von Malachai Schwarzmourne
Leise atmete er, unbewusst strich seine Hand über ihre Schulter, es geniessend, sie zu spüren, sie so nahe bei sich zu haben.
Ich lag die ganze Nacht wach, starrte auf die Decke und dachte viel nach.
Erst glaubte ich, der Alkohol raubte meinen Schlaf, doch dem war nicht so. Es war alles so verwirrend.
Ich hätte nie geglaubt, dass mich etwas so sehr aus meiner Bahn werfen konnte, wie diese Frau, sah immer noch ihr entzückendes Lächeln vor mir und verspürte den Drang, ihr nah sein wollen.
Ich drehte mich wieder von einer Seite zur anderen, ich glaube, ich muss Tausend Drehungen in dieser Nacht getätigt haben.
Ich stellte mir schöne Dinge vor, die mein Herz aufschlagen liessen, und wurde gedämpft von den Hindernissen, die da waren.
Ich wünschte mir das erstemal so sehr, ein einfacher Mann zu sein, ohne Verpflichtungen und Benimmregeln. Ohne diesen geheuchelten Anstand.
Ich seufzte.
Nie würde man es erlauben, dass ich eine bürgerliche Ehelichen würden. Vater würde mich enterben, doch mehr beunruhigte mich mein liebes Schwesterlein. Sie war Intrigant...ihr Titel und ihre Macht bedeuteten ihr alles. Sie strebte so sehr nach dem perfekten Bild des Namens...sie würde alles tun, um zu verhindern, dass ihr doch so heldenhafter, älterer Bruder, der das Familienerbe nehmen würde, in Ungnade fiel.
Ja, man konnte Tausend Feinde töten, das Reich vor dem schlimmsten Dämonen beschützen...alles vergänglich, wenn man anfangen würde, seinem Herzen zu folgen.
Ich wollte Sie dennoch bei mir haben, wollte ihre Hand nehmen und mit ihr fern laufen...irgendwohin...keine Ahnung....ein Schiff kapern und einfach Weg....auf eine einsame Insel, wo es keinen Krieg und keine Etikette oder dergleichen an Regeln gab.
Doch ich konnte nur seufzen. Wie sollte ich mich gegen mein Leben stellen können?
Am nächsten Morgen machte mein Bildnis im Spiegel mir selber Angst...ich habe vielleicht nur wenige Minuten Schlaf gefunden. Ich wollte mir Frühstück nehmen, bis mein Kopf soweit gedacht hat, dass ich Verdania frei gab.
Also ging ich in die Küche und mein Herz pochte wieder wie wild.
Es stand ein Tablet da mit Frühstück und klarem, kalten Wasser, dazu ein paar frische Blumen und eine Karte:
"Ob Wein oder Sturm, der Held des Landes muss dennoch Frühstücken.
So lasst es euch schmecken, ich danke für das schöne Gespräch.
Verdania."
Ich drückte die Karte an mich und roch an den Blumen, es war so schön, soetwas zu bekommen, von einer so wunderbaren Frau.
Ein Bildnis, was mir mehr als peinlich war, als ich das räuspern hinter mir vernahm und mich schnell umdrehte.
Ich blickte von den Nachtschwarzen Stiefeln hinauf, über die ledernde, schwarze Drachenrüstung auf die ebenso schwarzvermummte Gestalt, die vor mir stand, die Schwerter auf dem Rücken gespannt, in eine ebenso tiefe, leere Finsternis an der Stelle blickend, wo die Kaputze das Gesicht verbarg.
Ich rümpfte die Nase.
"Habe ich dir nicht gesagt, du sollst nicht einfach in mein Haus einbrechen, Schattenlord?"
Ich nahm das Tablett und setzte mich an den Tisch, bot dem Gegenüber einen Platz an, der es nickend, mit einem lachen annahm, die Kaputze zurückwarf und das blonde Haar ihm die Schultern hinabfiel.
"Grüße dich, mein alter Freund.", sprach er in seiner gewohnt rauen, kühl klingenden Stimme.
"Rafael, mein Lieber. Es gibt hier eine Klingel. Nutze Sie doch."
Sacht streichelt eine Hand Verdania durchs Haar, als würde Sie sich vergewissern wollen, dass seine große Liebe noch da war.
Verfasst: Freitag 11. Mai 2012, 21:12
von Gast
Unruhig lag sie neben Malachai, sie hatte ihre Augen geschlossen doch konnte sie nicht einschlafen. Sie hatte Malachai gesehen wie er sich mit Hannah unterhielt. Ein unbeschreibliches Gefühl kam in ihr hoch. Sie hörte beiden eine Weile zu ehe sie in Gedanken versank und über ihr Leben nachdachte. Sie hatte nie solche Abenteuer erlebt und wird es wohl auch nie tun. Sie stand für das ein an was sie glaubte, doch die war nichts Besonderes. Nach kurzer Zeit blickte sie wieder auf und sie unterhielten sich immer noch über die Vergangenheit. Sie beobachtet ihren Verlobten eine Weile und hatte das Gefühl das er diese Abenteuer wohl doch sehr vermissen würde. Sie wollte ihn gewiss nicht fest halten und ihn zu einem Hausmann machen. Er sollte sich nie eingeschränkt durch sie fühlen. So erhob sie sich und ging für einen Moment an die frische Luft.
Sie blickte aufs Meer hinaus und seufzte leise auf.
Sie liebte diesen Mann vom ganzen Herzen. Seine großen Hände gaben ihr Geborgenheit wenn er ihre Wange streichelte. Seine starken Arme gaben ihr jeden Tag das Gefühl in Sicherheit zu sein. Ja bei ihm war sie sicher. Seine Augen strahlten sie immer wieder so verliebt an, dass sie sich jeden Tag neu in ihn verlieben könnte wenn sie es nicht schön wäre. Seine Lippen waren so zärtlich und auch leidenschaftlichen wenn er sie küsste. Dass ihre Beine bei jedem seiner Küsse weich wurden. Sein muskulöser Körper schenkte ihr jeden Abend, bei jeder Umarmung die Wärme nach die sie sich immer sehnte.
Eine Windböe ließ die Wellen an das Ufer aufprallen und einriss sie aus den schönen Gedanken. Ihr Herz pochte auf als sie an ihn dachte, doch er war noch im Gespräch, welches sie nicht stören wollte. Umso mehr beide über die Hochzeiten redeten, konnte sie es kaum noch abwarten den Mann den sie schon seit Jahrzehnten nachsehnte Ehegatte zu nennen. Ihre Mundwinkel hebten sich, wer hätte dies gedacht, dass sie sich wirklich noch finden würden. Sie hatte selber nicht an so ein Schicksal gedacht. Eine glückliche Familie ohne große Probleme, es schien schon fast perfekt zu sein. Doch in ihr wurde es warm, sie legte die Arme in die Nähe von ihren Bauch und blickt hinunter.
Wäre dort wohl jemand in der Nähe gewesen hätte man sie bestimmt nuscheln gehört.
Nur leise nach unten blickend sprach sie „ So ein kleines Würmchen würde zu unseren vollkommenden Glück wohl noch fehlen.“
Doch was würde Malachai dazu sagen. Beide hatten auch diesen Thema immer schweigend hingenommen oder stets abgestritten wenn man um die Planung der Kinder gefragt hatte. Doch jetzt so sie ihr gemeinsames Haus hatten, Bastian sich noch ein Geschwisterchen wünschte. Kam auch dieser Gedanken langsam zum Vorschein. Sie würde sicherlich noch einmal mit ihm reden. Vielleicht möchte er nicht noch mehr Kinder haben.
Hin und her bewegte ich mich vorsichtig im Bett, sie wollte Malachai gewiss nicht wecken. Er war vorhin schon so misstrauisch.
Doch was ist wenn er sich für sein altes Leben entscheidet, sie würde dann im den Kindern alleine zu Hause sitzen. Sie müsste immer damit rechnen, dass er nicht wieder käme. Bei dem Gedanken blieb ihr fast die Luft weg. Dies wäre wohl das schlimmste was je passieren könnte. Sie schaute zu ihm hoch und beobachtet ihn beim Schlafen. Er sah so recht zufrieden aus. Doch machte er das alles nur ihr zu Liebe oder weil er es auch wollte? Immer wieder die gleichen Gedanken welche ihr den Schlaf raubten. Früh am Morgen schlief sie dann doch ein und kam wie unüblich erst recht spät aus dem Bett.
Im Haus roch es schon nach frisch gebratenen Eiern und so legte sie sich ihren Morgenmantel um und ging nach oben. Beide Männer saßen schon am Tisch und stärkten sich. Doch keiner von meiner sagte etwas. Anscheint hat Malachai mitbekommen das sie nicht lange geschlafen hatte und er erhebt sich. Führte sie wieder zum Bett und sprach leise zu ihr.
„Leg dich wieder hin, ich bring dir etwas zum Essen und dann ruhst du dich noch aus“
Sie runzelte ihre Stirn, hatte sie ihre Gedanken vielleicht leise ausgesprochen oder gar im Schlaf geredet. Doch als Malachai mit dem Frühstück zurückkam, hatte sie ihre Augen schon geschlossen und schlief seelenruhig weiter. Er stellt das Tablett an der Seite ab und streichelte ihre Wange leicht, ehe er sich mit Bastian auf den Weg machte noch Sachen zu besorgen.
Verfasst: Montag 14. Mai 2012, 21:36
von Gast
Verdania stieg aus dem Bett, in welchem sie alleine lag. Anscheint war Malachai schon aufgestanden und oben im Haus. So holte sie sich an jenen Tag etwas ganz besonderes aus dem Kleiderschrank. Steckte ihre Haare mit einer Blüte im Haar hinten fest und ging die Treppen hinauf. Ihr Blick schweifte umher doch es war kein Malachai zu sehen. Bastian war anscheint auch schon mit Anne unterwegs und sie senkte ihr Blick. Nahm sich etwas Brot und stellte etwas Wasser auf für den Tee. Als das Wasser kochte füllte sie es in den Krug mit den Kräutertee und ging damit zum Tisch. Setzte sich an den Tisch und seufzte etwas.
Wieder war sie an jenen Tag alleine, doch es kam ihr bekannt vor. So aß sie in Ruhe ihre Schnitte Brot und trank ihren Tee aus, ehe sie sich auf den Weg zum Gesellschaftshaus machte. Dort wusste natürlich niemand das sie ihren Schöpfungstag hatte und sie wollte es auch nicht an die große Glocke hängen. So ging sie ihre Arbeit nach. Schaute was noch besorgt werden musste und kümmerte sich um einige Gäste. Bis spät in die Nacht blieb sie dort, vielleicht mit etwas Hoffnung das doch noch jemanden kommen mag um ihr zu gratulieren. Doch es kam niemand, nicht einmal ihr Verlobter schaffte es. Doch war sie nicht böse auf ihn, er hatte es sicherlich einfach nur vergessen. So legte sie sich ihren Umhang um und ging zum Haus zurück. Bastian übernachtete bei Anne im Zimmer und Verdi ging somit auch gleich ins Bett.
Eine recht unruhige Nacht verbrachte sie alleine im Bett und quälte sich recht früh aus dem Bett. Im Haus war schon Geschrei, Getrampel und Lachen zu hören. Ja der Kleine war schon wieder putzmunter. Etwas zerknautscht ging sie hoch und wurde auch schon von Anne und Bastian liebevoll empfangen. Sie hatte ein Frühstück für sie vorbereitet und Bastian hatte sogar Blumen gepflückt. Sie schmunzelt sie ihn an und streichelte über seine Haare. Ja es war ein guter Junge und was wünscht sich eine Mutter mehr als von dem Kind geliebt zu werden.
Leider musste sie sich etwas spät am Nachmittag von beiden verabschieden, im Gesellschaftshaus würde noch eine Besprechung stattfinden. So ging sie rasch hinüber, denn sie wollte auch wenn keiner an ihren Geburtstag gedachte hatte, einige Torten backen. So werkelte sie in der Küche herum nach und nach fanden sich auch schon die ersten Gesellschafter ein. Bis.. bis Malachai in der Tür stand und sie begrüßte. Nach einen kurzen Atemzug bat er sie mit hinaus. Etwas stirnrunzelnd folge sie ihm und blickte ihn mit großen Augen an. Er holte ein kleines Täschchen hinaus und reichte es ihr. Er sprach, das er ihren Geburtstag nicht vergessen hatte, doch war er unterwegs und hat es nicht rechtzeitig Heim geschafft. Ihre Mundwinkel hebten sich, er hatte es tatsächlich nicht vergessen. So blickte sie in die Tasche und ihr Augen funkelten auf.
Dabei war ein schönes Buch beigelegt und es waren wohl die schönsten Zeilen die sie je gelesen hatte. Sie umarmte ihn liebevoll und schenkte ihn einem zärtlichen Kuss. Damit hätte sie nun wirklich nicht mehr gerechnet doch umso mehr freute sie sich. Doch alles musste nun warten, denn die Besprechung begann, Es wurde ab und an mal hin und her diskutiert doch so sollt es auch sein. Jeder hatte doch die Freiheit seine Meinung zu sagen und so zog sich der Abend im Gesellschaftshaus hin. Recht spät konnte man nach Hause aufbrechen und Malachai flüsterte ihr wären der Versammlung leise zu, dass er noch eine Überraschung für sie hatte.
Da konnte sie es kaum erwarten Heim zu kommen, sie nahm seine Hand und ging mit ihm zielstrebig Richtung Haus. Angekommen schaute sie ihn neugierig an doch er wollte es sich erst mal gemütlich machen. Recht nervös und aufgeregt nickte sie ihm zu und ging mit ihm auf die Insel. Lehnte sich an ihm und lauschte seinen Worten. Als er die Überraschung aussprach konnte sie es kaum glauben.
Sie würden zu dritt verreisen. Sie machen eine richtige Reise mit dem Schiff. Dies war wohl die wunderschönes Überraschung, nach der Insel die er ihr machen konnte. Er war zu gütig zu ihr. Er machte fast alles möglich und erfüllte ihr jeden Traum. Er versuchte sie stets glücklich zu machen und ihm gelang es auch. Er kannte sie genau und wusste auf was sie wirklich wert lag.
So malte sich Verdi schon einmal aus wohin die Reise gehen mag und was würde Bastian sagen wenn er hört das sie auf einen richtigen Schiff reisen und das weit weg von Bajard. Verdi überlegte schon einmal was sie alles mitnehmen müsste und so schlief sie überglücklich in den Armen ihres zukünftigen Ehemannes ein.
Verfasst: Dienstag 15. Mai 2012, 00:49
von Malachai Schwarzmourne
Weiter die ruhige Atmung, die Nacht war fast vorbei.
Mag der Körper seine Ruhe gefunden haben, so lebte der Geist in jener Nacht weiter und stellte sich den Gedanken, die er zusehen bekam.
Ruhig blickte ich Rafael an. Sein Gesicht war so voller Narben und zeugten von vielen Schlachten. Nicht auf dem offenen Felde, doch wusste ich, kämpfte er gegen Dämonen an, die ich nicht als Bürde auferlegt bekommen würden wollte.
Wir kennen uns noch schon ein Jahrzehnt. Wir kamen gleichsam hier an, er, auf der Suche nach Antworten, ein Waisenkind, ich, geschickt von meinem Vater um ein Mann zu werden.
Und auch damals besass er schon diese Kühle, die jeden Fremden einen Schauer über den Rücken jagen würde.
Ja, man schimpfte ihn unehrenhaft, man missbilligte seine Methoden und seine Emotionslosigkeit, wenn er einen Menschen tötete.
Während ich vielleicht ebenso vielen Frauen ihren Mann, viele Mütter ihre Söhne raubte auf dem Felde, waren es Gesichtslose Rüstungen, die auf dem Boden lagen.
Doch Rafael trug die Bürde, jedes Opfer zu kennen, ins Gesicht des sterbenden Mannes zu blicken, eingebrannt in seine Gedanken auf ewig, dass Sie ihn in der Nacht und im Schlafe heimsuchen würden.
Er verabscheute die Götter, glaubte, wir wären nur Marionetten ihrer grausamen Spiele, Werkzeuge ihrer Belustigung. Alleine dafür hätte er wohl den Reichsbann verdient, doch er kam und ging, wie er wollte.
Denn er war ein Schatten...und Schatten werden nur gesehen, wenn Sie es wollen.
"Ich danke dir für deine Informationen, alter Freund. Du hattest wie immer Recht und wir zerschlugen des Feindes Arm."
Er winkte ab, er war bescheiden. Während die Bewohner mich feierten als ihren großen Strategen, verachteten Sie den wahren Erretter ihrer Haut.
Mein einziger Verdienst war, dass ich nicht so engstirnig und verbohrt war, wie andere und so voller Misstrauen, statt jeden rettenden Halm zu ergreifen.
"Das Gleichgewicht muss bewahrt werden. Sicher, hätte ich dir auch sagen können, wie du die Hauptarmee zerschlagen könntest. Doch euer Herzog würde nur dann seine Truppen entsenden und des feindes Hauptstadt niederbrennen. So herrscht Frieden. Vorerst."
Ich verstand nie, was es mit diesem Gleichgewicht auf sich hatte. Doch Diskussionen und Versuche, ihn davon zu überzeugen, die Welt wäre im reinen, gäbe es des Panthers Brut nicht mehr, fruchteten nie.
So blieb ich stumm und dankte ihm weiter still in mich hinein.
"Doch, du großer Held, ich sehe, dass dich etwas belastet."
Ich blickte auf, ich hasste ihn dafür. Sicher, sein Leben hing davon ab, was er wahr nahm. Sein Geschäft waren Informationen. Er bemerkte jede Regung, jede Veränderung im Blick.
Ich winkte ab, nicht, weil ich nicht darüber reden will, sondern weil er ehh schon wusste, was mich beschäftigte.
"Sie ist eine hübsche Frau, ein anständiges Mädchen. Ich könnte dir soviel von ihr erzählen, doch ich glaube, du willst Sie selber kennen lernen."
Ich nickte, versuchte einen Hauch von Gleichgültigkeit Ausdruck zu verleihen. Doch natürlich misslang es mir. Schon wenn ihr Sie nur erwähnte, musste ich unweigerlich lächeln, während meine Gedanken mein Herz so laut erpochen liess, dass selbst Blinde und Taube die Schläge spüren könnten.
"Also was hindert dich daran, alter Freund? Es wird auch für dich Zeit, dir Ruhe zu gönnen und ein wenig Glück in dieser grausamen Welt zu finden."
Ich blickte auf, er kannte, was ich war und was Sie ist. Fragte er ernsthaft?
"Es ginge nicht. Ich bin..."
"Jaja...du bist Adelig, ein Paladin, angesehen und der Namensträger deiner Familie. Malachai jetzt hör auf. Für Gefühle gibt es keine Etikette oder einen Kodex und die Liebe kannst du nicht abschalten. Du bist von ihr angetan. Mehr, als ich jemals in dir gesehen habe. Solange glaubte ich, du liebst unser Geschlecht, so wie du die Frauen hast kalt stehen lassen. Und nun, du bist wie ausgewechselt, so...voller innerer Wärme und Glück. Du willst mir doch nicht sagen, dass du dich von anderen aufhalten lässt. Davon, was Sie denken oder davon, dass Sie dir die Titel nehmen."
"Nein es ist nicht, was mit mir geschieht. Mir geht es um ihr. Ich will Sie nicht in Dinge hineinziehen, für die Sie nichts kann. Sie würde nur darunter leiden."
Rafael erhob sich, auch hier wusste er, dass diskutieren wenig brachte.
Er zog sich seine Kaputze auf und ging zur Tür, drehte sich um und sprach ruhig, mit ein wenig Wärme, was recht ungewohnt war.
"Aber denkst du nicht, sie sollte auch entscheiden dürfen?"
Dann wandte er sich ab und ging hinaus.
Die Tage und Wochen vergingen wie im Fluge.
Der gebrochene Arm verbannte mich ins Haus. Ich wurde von jeglichen Übungen und Truppenmanövern befreit.
Doch es hätte keinen besseren Augenblick geben können. Fast so, als wollte ich verletzt werden. Als wollte ich einen Grund haben, im Hause bleiben zu müssen.
Ich schlug jegliche Besuche und Einladungen aus, flüchtete mich in Ausreden, ich müsse mich schonen und vertröstete alle Gäste und Besucher.
Ich nutzte die Zeit, wir sprachen viel, tranken Abends schönen Wein, sie zeigte mir ihre selbstgeschneiderte Kleidung.
Wir lachten, wir erzählten uns aus der Vergangenheit und mit jedem einzelnen Wort, was mich diese Frau klarer zeigen liess und besser kennen lernen, schlug mein Herz wilder.
Es schrie mich förmlich an, dass es ein einziges Begehr hätte: diese wunderschöne Frau.
Und je mehr Zeit ich mit ihr verbrachte, umso mehr musste ich mir eingestehen: ich liebte Sie.
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Unruhig stand Malachai am Tresen, während die alte Dame langsam hervorkam, mit einigen Pergamenten. Er blickte hinaus, der Tag neigte sich dem Ende zu und er war doch in Eile.
"Hier, werter Herr. Es ist alles für euch reserviert."
Er nahm die Dokumente und überprüfte Sie.
"In jeder Herberge ein Wohnraum mit 2 Schlafzimmern, einem Bad und einer kleinen Küche?"
Sie nickte.
"Und Frühstück wie Abendspeisen inbegriffen?"
Abermals ein nicken.
"Und inklusive Reinigung und nahender Märkte für Einkäufe?"
Die Alte Dame schien nicht genervt, lächelte nur und nickte.
"Alles, wie ihr es wollte. Ihr habt ja auch viel Gold dafür bezahlt. Die Schiffe sind gebucht, die Kapitäne instruiert. Die Route gelegt und die Herbergen bereit. Inklusive einiger schöner Ausflüge, Kutschenfahrten und Mietpferde, wenn bedarf ist.
Es gibt Speiß und Trank zu jeder Uhrzeit, die Wohnräume beinhalten 2 Schlafzimmer, eines für euch, eines für einen weiteren Gast. Die kleine Küchennischen sind für euch, falls ihr selber kochen wollt, Zutaten bekommt ihr beim Herbergskoch oder an den Märkten und ja, alle Herbergen sind entweder im Stadtzentrum oder nahe anliegender Städte und Siedlungen.
Es wird nichts schiefgehen."
Wieder ein lächeln der Frau, Malachai nickte und steckte alles weg.
"Habt vielen Dank."
"Für welche Dame eures Herzens ihr diese Reise unternehmt, glaubt mir, sie wird sich sicher darüber freuen."
Ein Lächeln geht von Malachai aus, ein nicken, ehe er beim hinausgehen ruhig spricht.
"Ja, das wird Sie sicher."
Er stieg auf Schattenhuf, der Tag war fast vorbei. Er prüfte, ob das Päckchen, was schön verpackt war und eine rote Schleife umgebunden hatte, noch vorhanden war, dann gab er Schattenhuf die Sputen.
Er war spät dran, zu spät. Er wollte doch da sein, wenn Sie erwacht, wollte Sie in den Arm nehmen, ihr gratulieren.
Er seufzte, er hatte sich doch soviele Bemühungen für diesen Tag gegeben...und selbst wenn er wusste, man hätte nicht vorhersehen können, dass er für die Buchung der Reise extra soweit reisen müsste, nur um die Details zu klären, er hätte sich gewünscht, direkt zu überraschen.
Er machte sich vorwürfe, ob Sie enttäuscht wäre. Diesen Blick in seinen Gedanken, liess sein Herz schmerzen.
Er ritt schneller, er wollte bei ihr sein, selbst wenn er die Sonne am Horizont untergehen sah, er erkannte, dass er diesen Ehrentag nicht mehr mit ihr feiern könne, sollte Sie nicht lange warten.
Fast perfekt...solange schon geplant...solange die Route herausgesucht, die Dauer und die Art der Reise und er war nicht pünktlich.
Am Hafen blickte er auf das Meer hinaus, der Tag war vorbei. Er wusste, selbst wenn Verdania immer davon sprach, niemand würde diesen Tag mit ihr verbringen, so war er sich sicher, sie hoffte es aber.
Er blickte in seine Tasche, auf das Geschenk und die Reisedokumente. Im nächsten Jahr, wäre er pünktlich, nun würde er sie direkt aufsuchen und Sie dennoch überraschen. Ihr zeigen, wie sehr er sie liebte.
Er könne doch nie diesen Tage vergessen, so wie er ihn ehrte. Es war jener Tag, an welchem eine Frau das Licht der Erde erblickte, die 26 Jahre später eine dunkle Seele erhellen würde und aus einem erschöpften Menschen den Lebenswillen einpflanzt.
Er bestieg das Schiff und liess die salzigen Winde des Meeres in sein Gesicht peitschen.
So sehr hoffend, dass ihre Enttäuschung nicht zu groß war, innerlich sie missend, sich nach ihr sehnend und sie küssen wollend.
Egal, was auch immer Sie glücklich machen würde, er würde es ihr beschaffen oder es für Sie tun. Ein Versprechen, was er sich innerlich schon lange vor ihrem ersten Kuss gab.
So lächelte er stets, wenn Sie lächelte, gab ihm durch ihr Glück etwas, was er nie sonst bekommen hätte und gemeinsam, diese innige Verbindung geschwungen aus Liebe...für die Ewigkeit.
Verfasst: Mittwoch 16. Mai 2012, 17:24
von Malachai Schwarzmourne
Langsam verschloss er seine Tasche, hebte Sie hoch und schätzte das Gewicht.
Sie war relativ leicht, ein guter Gedanke, da es doch sicher einige Zeit getragen wird.
Er war förmlich fröhlich, zumindest solange, bis er zur Seite auf den Berg aus Taschen blickte.
Ein kleines Seufzen entfleuchte ihm. Er sah sich schon abschleppen mit Verdanias Gepäck und an Bastians Tasche dachte er schon gar nicht.
So legte er seine Tasche neben dem Haufen von Verdania und griff nach seinen Klingen.
Viere wären vielleicht übertrieben, doch Zwei sollten für die Wege immer dabei sein.
Sicher, er war erpicht darauf, sungefährliche Routen für die Reise herauszusuchen...doch wirklich Wissen konnte man nie.
Er wollte nicht in luftiger Kleidung Räuber oder irgendwelchen Monstern gegenüber stehen, nein...in diesem Outfit hätten sich die Feinde nur Totgelacht.
So ging er die Treppen hinauf, er hatte die Nacht über bemerkt, dass Verdania wenig schlief...so aufgeregt war Sie und selbst, wenn er es sich nicht anmerken lassen wollte....er war es auch.
Einerseits, ob alles gut klappen würde, dass Sie wirklich Freude und Spaß daran hätten und nicht enttäuscht waren...andererseits war es ihre erste Reise als Familie.
Er würde dafür Sorgen, dass alles Perfekt war, er würde jedes kleine Übel, was die gute Stimmung trüben würde, aus dem Weg schaffen.
Ja, auch er wollte sehen, dass er sich Entspannung und Unterhaltung gönnte, selbst wenn er die Hälfte der besuchenden Orte schon kannte.
In der Küche sah er Verdania wie ein Wirbelwind fegen.
Sie fragte, ob Sie Essen brauchten. Natürlich nicht. Für Verpflegung hatte er überall und in ausreichenden Mengen gesorgt.
Dann fing Sie noch an zu putzen, Dinge ordentlich hinzustellen, Malachai musste lachen. Da würden sich Einbrecher freuen, dass Sie in ein so sauberes Heim kommen.
Dann blickte Sie überall umher, zählte Innere Dinge auf, die Sie unbedingt tun wollte oder musste, bevor Sie verreisen konnte. Dinge an die Mitglieder der Gesellschaft oder ob das heiße Wasser abgestellt war, welches von der Quelle ins Bad lief.
Ruhig nahm er Verdanias Hand, sie stoppte und blickte auf, eine Haarsträhne in ihrem Gesicht, die er sacht mit der Hand beiseite legte.
Er blickte ihr tief in die Augen, lächelte sacht glücklich und während er von der Aufregung eine innere Ruhe bekam, einzig, wie er Sie anblickte, wie sein Herz pochte und er sie liebte, schien Sie auch ruhiger zu sein, einmal durchzuatmen und zu lächeln.
Sie waren bereit, Bastian kam mit seiner Tasche hinab, man ginge mit dem Gepäck hinaus und bereiste mit der Kutsche Bajard.
Ein kurzer Wink ins Gesellschaftshaus, ehe auch schon ein älterer, gepflegter Mann auf einem großen Schiff auf die Passagiere wartete.
Ja, es ging los...die erste, gemeinsame Reise als Familie.
Mag die Ehe nicht beschlossen sein, mögen die Nachnamen noch unterschiedlich erklingen...sie waren eine Familie...und würden nun die Welt erkunden.
Verfasst: Mittwoch 16. Mai 2012, 22:52
von Gast
Verdania war schon den Abend recht aufgeregt und wirbelte herum. Am Ende stand sie vor ihren Kleiderschrank und schaut welche Sachen sie alles mit nehmen würde. So legte sie 3 schöne Kleider, 2 Röcke, 4 Oberteile hinaus. Dazu passende Schuhe und Stiefel. Daneben wurde eine Haarbürste hingelegt. Ihre Rüstung durfte auch nicht fehlen. Man weiß nie was einen so in fremden Ländern erwartet. Malachai schmunzelte sie an als er die ganzen Sachen sah und meinte sie bräuchte nicht viel. Sie blickte über den Kleiderberg, ihr kam es noch recht wenig vor. Sie ließ sich aber dann doch nicht davon abbringen und packte alles sorgfältig in die Tasche, stellte es neben seine kleine Tasche. Dann ging sie hoch zu Bastian der vor Aufregung immer noch im Bett saß und mit ein Schiff spielte. Sie schmunzelte ihn an und packte auch für ihn einige Sachen zusammen. Einige Hosen, Oberteile und Schuhe. Er überlegte bis dahin welche Spielzeuge er alles mit nehmen sollte. Einer dürfte auf keinen Fall fehlen... Sein Baz, welches er vor einiger Zeit von Malachai geschenkt bekommen hatte. Dann sein Schiff mit welchen er noch herumspielte. Sie setze ich zu ihm aufs Bett und streichelte ihn liebevoll über die Stirn.
„Wurm du musst nun aber schlafen sonst verschläfst du morgen noch.“ Er nickt ihr zu, reichte ihr das Schiff, welches sie dann auch gleich einpackte.
„Na gut Mama, aber ich bin so aufgeregt.. wir reisen morgen wirklich mit einen richtigen Schiff.“ Sie nickte ihm zu und gab ihn noch einen Kuss auf die Stirn
„Nun schlaf gut mein Piratenwurm“ erhob sich dann vom Bett und nahm seine Tasche schon einmal mit hinunter. Stellte es zu den anderen Beiden. Nun war es Zeit sich von den Anderen noch zu verabschieden, als machte sie sich auf den Weg zum Gesellschaftshaus. Dort traf die auch schon Aniviel, welches ihr mit einen lächeln ein Beutelchen überreichte. Es war noch ein nachträgliches Geschenk von Darius, Sara und ihr. Verdi strahlte sie an und schaute in den Beutel. Drücke Aniviel dankend für das Geschenk. Machte dann noch einige Erledigungen im Gesellschaftshaus, ehe sie sich von Aniviel und Tarik verabschiedete. Lairja hatte sie vorher schon bei der Versammlung getroffen und sich von ihr dort verabschiedet. Mit einen ruhigen Gewissen konnte sie nun wieder Heim kehren und sich zu Malachai ins Bett legen. Sie umarmte ihn und versuchte einzuschlafen. Doch so recht gelang es ihr nicht. Sie war so aufgeregt und stellte sich was bei der Reise alles passieren konnte.
Der Tag brachte an und beide Männer waren schon in den Startlöchern. Verdi huschte noch in der Küche umher und räumte noch auf. Hätte man sie gesehen, hätte man gut aus denken können wie würde nie wieder kommen.
Malachai schien recht entspannt zu sein und blickte ihr die ganze Zeit zu, ehe er sie in die Arme nahm und sagte:
„Nun ist gut, wir kommen doch bald wieder und jetzt begingt unsere Reise.“ Nervös nickte sie ihm zu. Bastian schnallte sich seinen Beutel über die Schulter und Malachai nehm den von Verdi und seinen. Sie konnte das leichte seufzen über ihr Gepäck hören und schmunzelte entschuldigend auf. Sie hätte nur das wichtigste eingepackt.
So machten sie sich auf den Weg zur Bajarder Kutsche. Als sie sich auch schon hingesetzt hatten, bewegte sich die Kutsche zum nächsten Hafen. Vorbei am Gesellschaftshaus, wo einige ihr noch zu winkten und eine Gute Reise wünschten.
Am Hafen angekommen wurden ihre Augen größer wie viele Schiffe an jenen Tag am Hafen anliegen. Der Käptn winkte Malachai schon zu und so betragen sie das Schiff. Er zeigten ihnen die Kajüte und noch einige Räume sowie das Deck. Verdi und Bastian schauten immer wieder und blickte von Deck herunter. Es war doch schon recht hoch und auf so einen Schiff war sie noch nie.
Zurück in der Kajüte angekommen, packte sie erstmal die Sachen zur Seite. Bastian wollte wieder an das Deck und so gingen Malachai und er schon einmal vor. Später ging Verdi ebenso hinauf um auf das weite Meer zu sehen. Es war ein herrlicher Anblick und die frische, etwas salzige Luft gelang tief in die Lungen.Einen halben Tag verbrauchte sie auf dem Schiff ehe es wieder an einen Hafen anlegte. Malachai nahm das Gepäck an sich und brauche sie zu einer Herberge.
Die Umgebung, hohe Berge umgaben das kleine Dorf. Der Hafen war mit schönen Blumen geschmückt, als hätte man sie erwartet. Das Dorf sah auf den ersten Blick recht groß aus. Die Herberge war von innen sehr gemütlich eingerichtet. Der Kamin brannte und eine Dame empfang uns freundlich. Zeigte uns das Zimmer und Bastian war erstaunt das er ein Bett alleine hatte. Durch die Seeluft legten sie sich alle erstmal zur Erholung auf das Bett. Sie mögen wohl kurz oder lang eingeschlafen sein.
Verfasst: Freitag 18. Mai 2012, 13:42
von Malachai Schwarzmourne
Als das Schiff anlegte, Sie vom Bord gingen und nur einige Straßen weiter die Herberge sahen, leuchteten Verdanias Augen auf.
Es war ein großes Anwesen, geschmückt mit Blumen und einem, fein verzierten Holzschild, auf welchem "zur frischen Seeluft" stand.
Drinnen wurde der Anblick nicht getrübt, viele, alte Holzmöbel, Blumen an allen Ecken und Enden und der Duft von Frischgekochtem, hausgemachten Essen stieg aus der Küche heraus.
Eine ältere, lieb lächelnde Dame begrüßte Sie am Empfang.
"Ahhhh...die Familie Schwarzmourne", begrüßte Sie die Hereinkommenden mit weit ausgebreiteten, einladenden Armen.
Malachai musste kurz stutzen. Er hatte gar nicht bei den Reisevorbereitungen daran gedacht, wie man Sie begrüßen könnte oder als was man Sie ansehen würde.
Er sagte damals nur, er wolle eine Familienreise planen und buchen, natürlich, wer kommt auf die Idee, dabei die familiären Verhältnisse aufzuzählen?
"Und das muss eure Gemahlin sein...und der kleine Fratz..", sie ging mit einem Bonbon um den Tresen herum, kniete sich vor Bastian und reichte ihm diesen. "Ist sicher euer Sohn."
Wieder stutzte Malachai, wieder nur tausend Gedanken im Bruchteil einer Sekunde in seinem Kopfe.
Er war nicht Bastians Vater...Siran war es...und dennoch war Bastian für ihn wie ein Sohn.
"Ja, das ist Bastian....", er griff nach Verdanias Hand und drückte Sie sachte, ehe er anfügte: "...unser Sohn."
Die alte Dame lächelte auf, begleitete Sie zu ihrem Zimmer.
Es war ein riesiger Wohnraum mit einer kleinen, integrierten Küche.
3 Türen, eine ins Badezimmer, die beiden anderen in die Schlafgemache von Verdania und Malachai und das Zimmer für Bastian.
Ein riesiges Fenster liess an der Nordwand einen Blick aufs Meer zu, der gleichzeitig auch zum geräumigen Balkon führte.
An den Wänden hingen schöne Bilder von Landschaften und natürlich durften frische Blumen nicht fehlen.
Als er Verdanias staunenden Blick sah, trat er an Sie heran, legte die Arme um Sie und gab ihr einen sanften, liebevollen Kuss.
Ja, sie waren am ersten Ort ihrer Reise angekommen, man würde erst noch ein wenig Ruhen, dann in Ruhe essen, den Marktplatz aufsuchen und dann einige schöne Orte besuchen, wie die berühmten Westranischen Wasserfälle oder die Tropfsteinhöhlen.
Man würde die Tage hier geniessen, am Meer liegen, gut speisen und Spaß haben.
Alle Sorgen vergessen und das Glück der Familie geniessen, ehe ein Schiff Sie dann zum nächsten Orte bringen würde.