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Verfasst: Dienstag 25. November 2008, 03:13
von Varoth Lycron
Das Portal des Todes

Die Informationen war an die richtige Person weiter gegeben, schon Bald würde er gewiss vorsprechen und den Plan der Rabendiener unterbreiten.
Wenn alles so verlaufen würde wie Varoth es sich erhoffte, würden sie ausrücken um das zu tun was sie tun müssen.
Diese Mondfinsternis war wahrlich ein Seegen für die Kreaturen des Richters, die Zeit war gekommen um jene zu befreien welche schon lange auf ihren Einsatz warteten.
Sie passten vorzüglich in ihre Pläne und würden gewiss ihren Zweck erfüllen und den Richter befriedigen.

Gestern wurden die Aufgaben verteilt, Varoth und Aina hatten zum einen, die Aufgabe einen Weg zu finden um sie dort hin zu bringen wo sie ihre Aufgabe erfüllen konnten ohne von einer Wand aus Holz oder Stein aufgehalten zu werden.
Varoth hatte sich bereits Gedanken gemacht und Aina beauftragt Ihm das zu besorgen was noch von Nöten war um die Tore zu öffnen aus welchen Tod und Verderben das Land übersähen würde.
9 Tore müssten sie Öffnen, 5 als Eingang und 4 Tore als Ausgang.

9 Skelettschädel
18 Vielaugen
5 Meter Sehnen eines Ogers

Es dauerte nicht lange und schon in der selben Nacht war sie zurück mit den Utensilien welche für die Artefakten nötig waren.
Die 50 Demonenknochen, 20 Phiolen Drachenblut und das Wyrmherz hatte Varoth noch in seiner Reagenzienkisten.

Ein zufriedenes Nicken ging von Varoth aus als die Beiden unten in seinem Ritualkeller angekommen waren und er noch einmal in dem alten Ritualbuch aus dem Turm des Mondes nachblätterte ob er auch wirklich alles für die Erschaffung jener Artefakte hatte.
Jener Raum in dem sie sich befanden war recht schlicht gehalten, steinerne alte Wände, 5 Schädelkerzen welche auf einem Kreis aus Asche in der Mitte standen.
Sonst befand sich nichts sichtbares in jenem Raum, wo beide nachdem sie die Utensilien in der Mitte des Aschekreises gelegt hatten gegenüber voneinander Platz nahmen.

Aina war noch nicht sonderlich Lange unter Krathors Segen doch spürte Varoth ihre Kraft bereits, die bei jedem Aufeinandertreffen wuchs. Sie würde heute Nacht gewiss an die Grenzen ihrer Kräfte stoßen, ebenso wie er es schon einige Male getan hatte um das zu erreichen was er erreichen wollte, dem war er sich sicher. Aina wusste was sie zu tun hatte, sie musste sich ihm öffnen und ihre Kraft so freisetzen das Varoth sich jener bemächtigen konnte.

Es wurde still, beide schlossen ihre Augen und ließen ihren Kräften langsam freien Lauf.
Varoth versuchte eine Verbindung mit ihr einzugehen, eine Verbindung welche sie einen sollte, sie als eine Person agieren lassen sollte.
Eine Kerze nach der anderen entzündete sich, als auch endlich die Letzte entflammte sah man die beiden Schatten Ainas und Varoths gegen die Wand reflektieren.

Varoth rührte sich eben so wenig wie Aina, doch Varoth konnte sie bereits spüren
es würde nicht mehr lange dauern bis er sie erreicht hätte.
Varoths Schatten erhob sich und ging fast mit spastisch wirkenden, langsamen Bewegungen die Wand entlang, Schritt für Schritt näherte er sich dem Ihrigen.
Auf ihrer Seite des Raumes angekommen sah man wie sein Schatten dem ihrigen welcher immer noch das Abbild ihrer selbst sitzend darstellte, seine Hand entgegen streckte.
Noch einen Moment schien sie zu zögern, ehe ihr Schatten zu dem seinigen Aufblickte und seine Hand entgegen nahm worauf hin er ihrem aufhalf.

Ihr Schatten griff sich mit einer Hand an die Schulter und es schien fast so als wolle sie ein Gewand ablegen.... Varoth Schatten stoppte ihr Tun, in dem er seine Hand auf die ihrige legte welche etwas von der Schulter lösen wollte. Langsam wanderte sein Kopf zu ihr hinab um sich jener Schulter zu nähern, man könnte meinen sein Schatten küsste dem Ihrigen den Hals entlang. Langsam wandern seine Hände um sie herum, während er vorsichtig ihren Körper an den seinigen zog und sie sich ihm willenlos mit dem Kopf in den Nacken gelegt hin gibt.

Plötzlich riss Varoths Schatten sein Haupt zurück als hätte er ihr soeben ein Stück ihres Halses heraus gerissen. Ainas Schatten hingegen rührte sich nicht während der Schatten Varoths immer wieder mit seinen Kopf mit ruckartiger Bewegung auf den Körper ihres Schattens zuraste und ein Stück von ihr abriss. Schon bald hätte man sehen können wie er Ainas Schatten letzten Endes komplett aufgefressen hatte.

Der aus Fleisch bestehende Körper Ainas hingegen kippte einfach zur Seite weg und bliebt ruhig atmend auf dem Boden liegen, die Augen geschlossen war sie direkt vor Erschöpfung eingeschlafen.
Varoths Schatten hingegen war um einiges Gewachsen auch seine Bewegungen waren nun fließender, schneller und machte sich daran die Reagenzien zusammen zu setzen.
Varoth wusste er würde nicht viel Zeit auf diese Art und Weise an den Artefakten arbeiten können doch er würde so viele fertig stellen wie es ihm Möglich wäre.
Stunden um Stunden vergingen und er näherte sich dem Ende seiner Arbeit doch plötzlich, wie durch einen Windhauch wurden alle Kerzen ausgeblasen und Varoths Körper kippte ebenfals vor Erschöpfung seitwärts weg.

6 Artefakte hatten sie vollendet, 3 weitere müssten noch folgen doch diesmal vielleicht nicht auf seine grobe Art und Weise, ja diesmal könnte er sich die Zeit nehmen und Aina die Wahl lassen ob sie gemeinsam mit ihm die letzten zwei erschaffen wollen würde.


[img]http://www.hudlet.de/gefasst.jpg[/img]

Verfasst: Dienstag 25. November 2008, 03:23
von Tithus Hemmel
Traumreise

Es ist ein uralter Ritus, den viele Magier schon längst verghessen haben. Selbst Druiden machen nur selten davon gebrauch. es ist zu anstrengend und kann nur von erfahrenen Kundigen durchgeführt werden. Der Klerus des Horteras jedoch nutzt diese Art der Kunde um zu Horteras zu finden. Manche nennen es Leiter zu den Sternen, weil man tatsächlich auf diesem Wege die Fühler zum Himmel ausstreckt.
Drei Tage msust du verweilen in tiefstem Schlaf, dein Geist von deinem Körper getrennt wenn du dich auf machst in die Unendlichkeit der Sphären und des Weltenraumes, deine Fühler ausstreckst.
Doch du musst hierfür den einzig ruhigen Ort auswählen, den es hier gibt. Sei es nicht der tiefste Meeresgrund so musst du auf den Gipfel des höchsten Berges - und das ist der Nilzadan. Am Gipfel spürst du das Lied auf seine Weise am Wenigsten - und von dort aus überblickst du die Herrlichkeit der Welt. Das ist dein Weg - und von dort aus kannst du abtrauchen in die Ferne.
Drei Tage ohne Essen, ohne Wasser - ohne einer Verbindung in die Wirklichkeit.
Astral kommt von Astra - und Astra bedeutet Sterne. Ad Astra - Zu den Sternen.
Diesen Weg musst du gehen. also bereitet dich auf den Winterschlaf vor, denn du wirst jede geistige kapazität brauchen, um zu Dir zu finden. Doch bedenke, dass du zurückfinden musst - in deinen Grist - in deinen Körper. Gleich was du über dich erfährst oder über die Geheimnisse, verborgen in den Tiefen der Schöpfung - du darfst dich nicht fangen lassen.

Welches Opfer der Dicke brachte, viele wussten es gar nicht. Es KONNTE gefährlich sein - und wie! Denn die Gefahr, dass eine Fremde macht den Geist des Hohepriesters einfangen konnte und seinen schutzlosen Körper töten konnte war so hoch wie sonst nie. Jede Verbindung in's Hier und jetzt konnte durchtrennt werden. Dünn wie ein Seidenfaden und zerbrechlich wie das dünnste Glas war sie. Und deshalb musste er unheimlich aufpassen. Alindra würde ihn überwachen, ihm Wasser einflößen wenn es nötig wäre.
Doch in diesen Drei Tagen wollte Titus erfahren, was es zu erfahren gab. Vielleicht war dieser Ritus nie notwendiger als in diesen dunklen Zeiten.
Doch in diesen Zeiten war er auch am Geeignetsten. Denn die Sterne waren gar bei Tage zu ersehen - und das brachte einen ungeheuren Vorteil mit sich. Denn Horteras sprach zu den Leuten - in keinem Moment deutlicher als in diesem.

Verfasst: Dienstag 25. November 2008, 09:36
von Helmine Corrado
Sie fühlte sich schon wieder etwas besser. Ihr Körper fand langsam zu seinen Kräften zurück, aber sie musste versprechen sich nicht abermals zu überschätzen wie vor Bajard. Zu oft hat sie dort die Gaben der Mutter herbeigerufen. Noch ist sie zu unerfahren, zu jung um dies zu tun. Am späten Abend, oder war es Nacht, sie konnte es nicht sagen, da die Dunkelheit immer weiter an Stärke gewann. Ihre Füße trieben sie in Richtung der Stadt Bechgard. Sie hörte, dort sollen es gute und viele Handwerker geben und sie wollte sich mit ihnen unterhalten um ihr Wissen zu erweitern. Die kleine Frau ist des öfteren zu neugierig und wissbegierig, aber selbst dies müsste man lernen. So schlenderte sie in Richtung Bajard, die Robe saß, der Stab fest in der rechten Hand und ihr Haar wehte mit dem Wind des Abends.

Kurz vor den Toren der Stadt Bechgard hörte sie Kampfgeräusche. Klingen trafen Klingen, Keulen auf Schilde und Pfeile wurden abgefeuert. Mit raschen Schritten bewegte sie sich in die Nähe der Kampfgeräusche und erblickte dort, wo dem Loch des Unheilsberg eine Armee der Untoten.
Sie war größer als diese vor Bajard, diese knochigen Kreaturen waren größer als die vor Bajard. Bürger, zwei Zwerge und sie war nicht erstaunt an der vordersten Front die Eminenz Hemmel zu erblicken. Zu oft sah sie schon das er nicht mit Worten umging, sondern eher mit einer seltsamen Waffen in seiner Hand. Gerne hätte sie in diesem Moment geholfen, aber sie durfte sich nicht überschätzen, sie durfte es nicht , so war es die Anweisung von Sanyarin. So sprach sie nur ein Gebet an die Mutter. Sie bat sie darum, dass sie die kämpfenden Bürger beschützen solle.
Sie hielt sich weit im Hintergrund des Kampfgeschehen und beobachtete genau die Situation. Als ein Bürger zu Boden fiel, schritt sie mit raschen Schritten ihm entgegen. Sie beugte sich nach unten, stets behielt sie den Kampf im Auge und versuchte nach sichtbaren Verletzungen zu untersuchen. Nur leichte fand sie und es war wohl eher die Erschöpfung seines Körpers die ihm zu Boden fielen ließ. Sie legte eine Hand auf seine Stirn und sprach ein Gebet an die Mutter Eluive. In diesem Moment, müsste der Bürger ein warmes Gefühl in seinen Körper gefühlt haben was als Anfangs Punkt seine Stirn war gefühlt haben. Dieses Gefühl kam so schnell, wie es auch wieder weg war.
Helmine konnte nicht mehr, sie war keine Sanyarin Lefar. Ihr Weg war noch weit bis sie die Gaben der Mutter richtig nutzen konnte. Sie holte noch etwas Ginseng aus ihrer Tasche hervor und rieb dies auf die Stirn des Bürgers, der sich nach einiger Zeit sogar wahrlich erholte.

Die Bürger, die Zwerge und die Eminenz schafften es die Kreaturen der Knochen in den Berg zurück zu drängen. Kurz haben sie sich beraten und waren sich einig, man müsse diese Armee noch weiter zurück drängen und sie gingen in den Berg. Die kleine Helmine folgt ihnen und als sie in die Höhle schaute sah sie eine Armee, so weit wie das Auge reichte. Der Gestank der Verwesung war hier noch stärker als der, der vor dem Unheilsberg war. Zwei Möglichkeiten hatte sie nun..Sollte sie hier bleiben um den geschwächten Bürger zu helfen oder sollte sie, da es noch keiner tat, nach Varuna rennen um dort Bescheid zu geben. Nach einigen Überlegungen, sie wog Pro und Kontra ab,kam sie zu dem Entschluss es wäre besser nach Varuna zu gehen. Sie drehte sich ab und rannte wie der Fuchs der einem Hasen verfolgte nach Varuna. Zwar wahrlich nicht schnell wie der Fuchs, aber anstrengend war das schnelle rennen schon für sie. Ihr Weg führte sie zum Hohenfelser Regiment und wo sie auch einige antraf. Erst öffnete Herr von Tilianas ihr die Türe der erstaunt war, Helmine so außer Puste zu erblicken. Sie erzählte ihm was sie erblickte im Berg und er führte sie zum Raum des Kommandant des Regiments. Dort wiederholte Herr von Tilianas die Worte von Helmine und mit einem erstaunten, oder eher erschrockenen Blick schaute der Kommandant und Mariella von Dragenfurt die zwei an. Rasch machten sich die Vier auf den Weg zum Unheilsberg.

Als sie dort ankamen war der Kampf scheinbar schon vorbei. Der Knochenhaufen erhob sich einige Meter hoch vor dem Eingang des Bergs und der Gestank war widerlich. Die vier gingen hinein und trafen noch auf eine Handvoll Krieger, aber die Zwerge waren fort. Die Eminenz Hemmel sah ziemlich erschöpft aus, was Helmine nicht verwundert hat, er ist herum gelaufen mit seiner Waffe, mit seinem Schild im Kampf wie ein Hund der seinem Schwanz versucht zu beißen. Einige Worte sprach er noch zu ihnen, eher er aufbrach nach Bajard. Der Kampf war aber scheinbar noch nicht vorbei, einige Kreaturen kamen auf die vier, so wie drei weiteren Bürgern, unter ihnen auch ein Menekaner, immer näher. Nach einigen Kämpfen war der Weg aber frei zu einer Wand, wo ein kleines Loch sich befand. Ein großer Felsen war vor diesem Loch, erst versuchte man mit gemeinsamen Kräften dieses Loch nach Anweisungen von Herr von Tilianas zu verschieben, aber als weiteres Geröll, weitere Felsen von oben herab kamen, ließ man davon schnell ab. So entschied man sich, diesen Eingang zu verschließen. Mehr Zeit würde man daraus sicherlich gewinnen, aber wie lange würde die Felsen die Kreaturen hindern weiter in das Land einzudringen. Sie hoffte stark das es genügend Zeit mit sich brachte um mehr über diese seltsame Dunkelheit, über das auferstehen dieser Kreaturen, zu erfahren. Noch einige Worte sprach sie mit einem alten Schmied, so nannte er sich vor den Toren Bajard´s als sie sich aufmachte ins Kloster. Etwas Kraft hatte sie gelassen, aber sie hat sich dieses mal nicht überschätzt und die Anweisungen befolgt.
Noch in der Nacht schickte sie einen Diener des Klosters nach Sanyarin aus um sie auf dem laufenden zu halten.

Verfasst: Dienstag 25. November 2008, 11:16
von Xinthra
Welch ekelhafter Gestank drang da an ihre Nase? Sie stand vor dem Haus derer von Elbenau, doch die Hausherrin war nicht zugegen. Nun, sie wollte schon seit einiger Zeit mal wieder nach Berchgard zu Thancred, schon zumal sie ihn fragen wollte ob ihre Schwester Cynthia vielleicht eine Anstellung dort erhalten könnte. Also machte sie sich auf den Weg. Der Gestank wurde immer schlimmer.

Auf halbem Weg begegnete ihr eine Reiterin von der sie erfuhr, dass aus dem Unheilsberg Untote drangen. Xinthra setzte ihren Weg fort und, die Frau hatte nicht untertrieben mit ihrer Warnung. Riesige Skelette, widerliche Gestalten quollen heraus und sie sah Bruder Tithus zusammen mit einigen Kriegern und Zwergen gegen diese kämpfen. Ihre Rüstung hatte sie nicht angelegt, wie auch, immerhin war ihre Planung doch etwas anders gewesen. Doch unverhofft kommt oft. Sie zog ihr Schwer und stürzte sich auf eins der Skelette, welches sich gerade in den Rücken der Kämpfer schleichen wollte. Klappernd fiel es zu Boden, doch wurde sogleich ersetzt durch ein weiteres, diesmal aus dem Hügelgrab dringenden.

Es dauerte nicht lange, dass sich rächte, sich in den Kampf geworfen zu haben ohne vernünftige Rüstung und nur mit Stoff am Leib. Ein ungeachteter Moment ihrerseits und der Hieb eines Skelettes später, fand sie sich am Boden nieder. Eine Heilerin verschaffte ihr wieder etwas Kraft, so dass sie sich zurückziehen konnte. Aus ihrem Beutel besorgte sie sich die Rüstung, mit dieser am Leib warf sie sich gegen das nächste Skelett.

Über eine Stunde dauerte der Kampf nun schon an und die Erschöpfung machte sich breit in den Gesichtern der Kämpfer, selbst die überaus zähen Zwerge, welche nur zu zweit am Kampf beteiligt waren, könnten ihre Erschöpfung nicht ewig zurückhalten. Die Garde muss her, dachte sie und sprach mit Bruder Tithus. "Kumm hier duarch, des is schnella" meinte der und fuchtelte in der Luft herum, ein waberndes Oval, blau scheinend erschien vor ihr, gerade so groß dass sie hindurch schlüpfen konnte. Auf der anderen Seite dann befand sie sich genau vor dem Südtor Varunas, das Oval schloß sich so schnell wie es erschienen war.

Auch wenn die Gardisten ungläubig schauten, wurde die Alarmierung doch weitergegeben, man könnte es sich einfach nicht leisten, einer solchen Warnmeldung keinen Glauben zu schenken. Xinthra rannte sofort wieder zurück, die Schwere ihrer Rüstung forderte jegliche Konzentration und Anstrengung von ihr. Bald schon wieder befand sie sich am Schlachtplatz und das letzte Skelett zerfiel eben zu Staub.

Keuchend berichtete sie, die Garde alarmiert zu haben, die Krieger waren nicht minder erschöpft und die Pause tat ihnen allen gut. Auch wenn der Gestank weiter vorhanden war, musste zumindest einige Momente nicht gekämpft werden. Einige Momente, bis es wieder aus dem Berg heraus klapperte. Eine Schar, wie zuvor nicht, wackelte, klapperte und kroch auf die Krieger zu, welche ihre Waffen wieder erhoben und in den Kampf schritten.

Man schaffte es, die Ungetüme in die Höhle zurück zu drängen und dort offenbarte sich ein Anblick des Grauens. Untote soweit das Auge reichte, weit mehr als bislang an die Oberfläche gedrungen waren. "Wir müssen den Berg säubern!" brüllte irgendwer von irgendwoher, sie wusste nicht wer, aber das war ihr in dem Moment reichlich egal, denn sie musste sich gegen vier Skelette erwehren, die mit ihren knochigen Fingern um sich schlugen als treibe sie Krathor persönlich an.

Lange dauerte der Kampf und es war kein Ende in Sicht. Schließlich musste sich Xinthra ihrer Erschöpfung hingeben, als eines der großen Skelette sie am Helm traf, sie in eine Felsspalte gestoßen wurde und dort bewusstlos liegen blieb. Glücklicherweise, denn dort war sie verborgen von den leblosen Blicken der Untoten.

Verfasst: Dienstag 25. November 2008, 16:11
von Aina Koryn
Als Aina am nächsten Tag zur Abendzeit, liegend auf dem Boden erwachte, schien sie immer noch von der Zeremonie sehr erschöpft. Müde versuchte sie sich mit all ihrer Kraft zu erheben und fasste sich sogleich an ihren schmerzenden Kopf. Viel bekam sie von Varoth's Tun am vorherigen Tag nicht mit, jedoch spürte sie, dass die beiden eine enorme Kraft erreichen können. Eine Kraft, die sie zuvor noch nie gespürt hat.

Mit langsamen Schritten, trotz der Ermüdung, ging sie die Treppen des Kellers hinauf und verließ die Ruine. Einige male blinzelte sie, als sie die Dunkelheit erblickte. Nach wie vor schienen die düsteren, dichten, dunklen Wolken die Strahlen der Sonne den Weg auf den Boden zu hindern. Erleichtert atmete sie erstmals auf... "Noch ist es nicht vorbei...".

Ihre Laufgeschwindigkeit nahm zu, sie musste schließlich wieder dieselben Reagenzien beschaffen. Alles musste schnell fertig werden, sie wollte Varoth nicht enttäuschen und wusste, dass er sich auf Aina verlässt.

Mit der Kutsche fuhr sie erstmals nach Bajard und lief direkt auf den Totengräber zu. "5 Skelettenschädel hätt' ich gern..." Mild lächelnd gab er Aina die Skelettenschädel, im Tausch mit Gold. Einige Vielaugen und meterlange Sehnen, hatte sie noch vom letzen Mal aufbewahrt, die sie rasch aus ihrer Banktruhe holte. Vorsichtig packte sie die Reagenzien in eine Tasche, die sie in eine weitere Tasche legte, um einen schlimmen Geruch der Reagenzien zu vermeiden.

Mit der Zeit wurde es dunkler, wie man es von der Nacht gewohnt war. Einige Münzen wurden dem Kutscher zugeschoben, bevor er sie wieder vor die Söldnerburg brachte. Eine Hand griff zu ihrer dunklen Robe, die sie sich überzog und sich ebenso mit der Maske und der Kapuze vermummte. Mit unauffälligen langsamen Schritten ging sie wieder auf die Ruine zu. Varoth schien schon auf sie zu warten, auch wenn er noch nicht lange dort war. Er schenkte ihr ein kurzes, jedoch warmes Lächeln als er sie mit der dicken Tasche sah und beide auch schon gleich wieder die Kellertreppen herabstiegen. Wieder mit Vorsicht packte sie die Utensilien aus. Nach einer Weile, legte auch Varoth die seinen dazu. Man konnte aus ihrem Gesichtsausdruck herauslesen, dass sie sehr nervös war. Sie wollte sich keinen Fehler erlauben.
Die Kapuze fand wieder ihren Platz am Rücken und die Maske stopfte sie schon regelrecht in die Seitentasche der Robe.

Dieses mal, war sie dran. Aina war sich nicht sicher, ob sie dieselbe Aufgabe erledigen konnte, wie Varoth es ihr am gestrigen Abend vormachte. Er war stärker und hatte viel mehr Macht als sie. Jedoch wollte sie ihn nicht enttäuschen und Kra'thor ebenso nicht.

Wie am letzen Abend, wurde es still. Konzentriert schlossen beide wieder ihre Augen. Aina versuchte eine Verbindung, wenn auch mit schwacher Kraft, zu Varoth zu suchen und merkte, dass er es ihr doch überließ. In den ersten Minuten konnte Varoth keinen Draht zu ihr finden, was er ihr auch leise zuflüsterte. Kurz atmete sie tief durch und wiederhole ihren Vorgang. Sie versuchte an nichts anderes zu denken, auch wenn der Gedanke und die Sorge, Varoth zu enttäuschen groß war. Nach kurzer Zeit, konnte man mit genauem hinhören erkennen, wie die Kerzen, wie von fremder Hand gesteuert, sich entzündeten.

Sehr mühsam versuchte sie mit ihrer bereits gewachsenen Kraft Varoth zu erreichen, was ihr auch gelang.
Ainas Schatten erhob sich wieder mit ganzer Kraft. Ihr Schatten schien ebenso geschwächt, wie sie es noch vor einigen Stunden war.
Varoths Schatten entgegen schien erfrischter und blickte wohl schon fast wartend auf den Ainas während er ihr bereit die Hand ausstreckte.
Man konnte erkennen wie ihr Schatten auf Varoths zuging und ihren rechten Arm auf seine linke Schulter legte. Ainas Schatten schien viel ruhiger, als Varoths es gestern war. Sie ging langsam weiter auf den seinen Schatten zu und legte die Arme besitzergreifend um ihn während er seine ebenso mit viel Druck um sie legte.
Beide Schatten schienen mit der Zeit wirbelartig zusammen zu verschmelzen.

Noch eine kurze Weile konnte man das Lodern der Flammen vernehmen, was jedoch nach dem Zusammenprall der zwei Schatten erlosch.

Aina stand nun sehr geschwächt auf ihren Beinen, als sie ihre Augen erleichtert öffnete. Freiwillig setzte sie sich auf den Boden um nicht umzufallen. Sie sah, wie Varoth zu ihr hinab schaute und sie erwiederte seinen Blick. Ein wenig Stolz und ebenso leicht ermüdet wirkte sein Blick auf sie. Varoth schielte zur Seite und musterte die fertigen Artefakten. Er begann in seine Hände zu klatschen, worauf Aina milde zu schmunzeln begann...

Verfasst: Dienstag 25. November 2008, 17:15
von Taralea Mirrosil
Allmählich wurden Dunkelheit und Kälte auch für die letzten Lebewesen zur Belastung. Taralea litt. Sie war von je her ein Sonnenkind gewesen, Kälte und Schnee mochten zwar eine nette Abwechslung sein, doch dann konnte man wenigestens einige Strahlen sich auf der weißen Fläche spiegeln sehen. So wie es jetzt war, zerrte es doch sehr an ihrem Nervenkostüm. Sie sehnte sich nach Licht und Wärme, verbrachte mehr Zeit als üblich am Feuer, um wenigstens etwas davon in sich aufzunehmen.
Dass nun die Monster und Untoten mehr und mehr an die Oberfläche dragen, teils sogar gewaltsam aus ihren Gefängnissen brachen, verschlimmerte das Ganze nur noch. Es waren die Vorboten dessen, was kommen würde, da war sie sicher. Sie wartete nur darauf, dass die Diener der Dunkelheit aus ihren Verstecken kamen und die Welt versuchten in ihre Gewalt zu bringen. Die Roben der Rabendiener waren seltener zu sehen. Normalerweise ein Umstand, der sie erfreut hatte. Doch nun... Was sollte es bedeuten, außer dass sie zusammenhockten, die Köpfe rauchen ließen und sich für einen Schlag sammelten. Ihre Freunde waren schon seit Tagen in Alarmbereitschaft, jeder von ihnen striff mit erhöhter Aufmerksamkeit durch die Lande und stattete gerade Bajard, das immer Knotenpunkt für solche Dinge gewesen war, einen Besuch mehr ab als üblich.

Dazu kam die Pflanze im Sumpf. Nuria und Taralea hatten ein ganz dummes Bauchgefühl bei der Sache und hofften, dies in wenigen Tagen auf ihre eigene Art wenigstens etwas besänftigen zu können. Auch die Schwestern waren nicht untätig und würden versuchen, ihr Wissen mit ihren Ritualen zu erweitern. Danach würde wieder der Rat zusammentreten, wieder galt zu entscheiden, was zu tun war. Sie hoffte nur, dass diesmal etwas Hilfreicheres dabei herumkommen würde....

Verfasst: Mittwoch 26. November 2008, 18:27
von Darna von Hohenfels
Es war abzusehen gewesen, doch nun war es Gewissheit: die Rabendiener waren mit verantwortlich für diese Finsternis oder würden sie gnadenlos ausnutzen. Diverse Vorkommen der Untoten, und mit umso mehr energischer Kraft fuhr die silberne Klinge durch den Lich, als daß dieses faulige Stück Fleisch gewagt hatte, Adrian anzugreifen, scheinbar nachdem seine Pflicht getan war.

"Es ist SEINE Nacht. SEINE Dunkelheit. Die Melodie hat begonnen... und wird enden."
Das tote Stück Fleisch vermochte nicht zu sprechen, doch in Darnas Kopf formten sich die Worte. Es stand für sie außer Frage, daß dieses... Ding nur von jemand anderem benutzt wurde, doch es war sonst keine Quelle auszumachen. Wie weit konnten sie diese Untoten schicken und lenken?

"Aber wenn sie glauben, sie kämen damit durch, hätte Temora ihre Drohung damals gleich wahr machen sollen", knurrte sie leise zu Adrian, doch die nächsten Worte hallten umso klarer verständlich durch die unnatürliche Nacht, als sei es eine Kampfansage:
"Ich jag diesen zu groß geratenen Drecksdämon noch gerne selber mit ins Weltenfeuer!"

"Das wird Unruhen geben" - eine der nächsten nüchternen Feststellungen, "Ich muß zum Kloster."
Sie ritt, wie sie war, in der hellen Rüstung und ließ sich nicht lange aufhalten, mit einem kurzen Bericht Sandroval zu informieren.

Verfasst: Mittwoch 26. November 2008, 20:30
von Der Erzähler
Die Nacht bringt die Kälte mit sich. Mensch, Tier und Pflanzenwelt leidet. Hauchdünn ist der Frost, der sich über das Land legt. Hier und da mischen sich die ersten Schneeflocken in den Regen. Die fehlenden Strahlen der Sonne erleichtern es dem Winter, seine Finger nach der Welt auszustrecken. Wohl dem, der schon seine Vorräte ins Lager brachte, denn schon bald wird keine Baum mehr Früchte tragen und auch die letzte Blüte ihre Lebenskraft verbaucht haben.

Harte Zeiten brechen an. Aus den Tiefen strömen immer mehr Untote hinaus, sie suchen sich ihre Wege, bahnen sich gewaltsam ihren Weg. Stein, Geröll und Erde sind nicht mehr in der Lage, sie zu bannen. Der Mond ruft sie und er bekommt Unterstützung. Die Diener der Nacht sind nicht untätig.

Das Grauen wächst...

Verfasst: Mittwoch 26. November 2008, 20:46
von Lu'araiel
Mit einer Zielstrebigkeit, die in der Vergangenheit höhst selten von Lu'araiel an den Tag gelegt wurde, schritt er in Richtung des Bergs. Den Fluß entlang der sich leise plätschernd aus den Bergen herab wandt, striffen seine nackten Füße die grünen Wiesen, auf denen sich der Junghain des Nebelwaldes erstreckte, die kleinen jugendlichen Bäume wuchsen vor sich hin. Ein warmes Lächeln legte sich auf sein ansonsten sorgenvolles Gesicht, als er den Blick über die kleinen Bäume wandern ließ, er würde nicht zulassen das dieser kleine Wald, diese Kinder in ihrem Wachstum gefährdet würden.
Nah der Donnereiche hielt Lu inne, aus dem dahinter liegenden Wald war ein tiefes Brummen zu hören, nach und nach striffen zwei massige alte Braunbären aus dem Unterholz und gesellten sich an Lu's Seite, ein zuversichtliches Nicken des Waldelfen und er marschierte auf den Eingang in den Götterberg zu, jenen Quell des Übels in letzter Zeit an dem sich auch schon wieder einige wandelnde Dissonanzen gesammelt hatten, die ihren Gräbern entstiegen waren. Auf den Deut seines Stabes, griffen die Bären an, zerfetzten das untote Fleisch und löschten Dissonanz für Dissonanz aus, während Lu sich direkt vor den Eingang in den Berg setzte und die Augen schloss. Tief in das Lied versinkend, baute sich langsam Melodie für Melodie die ganze Welt neu um ihn auf, die einzelnen Klänge, ihr ganzes Spektrum wahrnehmend, jeden einzelnen Grashalm erfühlend, fixierte sich Lu nach und nach auf den Eingang, zunächst die Felsen, die ihn umrahmten, dann immer mehr des Gesteins, schließlich aber auf das Erdreich unter den Felsen. Dicke Wurzeln brachen aus dem Boden und drückten nach und nach, Stück für Stück die Felsbrocken vor sich her, laut grollend und knirschend kanteten die Felsen ineinander und versperrten den Durchgang. Mit einem tiefen Atemzug der die Luft in seine Lungen sog, fixierte Lu sich erneut, aus den Tiefen des Erdreiches erwuchsen nach und nach kleine Bäume die schnell an Größe und Form zunahmen, sich in der Erde festsetzten und sich fest um die Lücken zwischen den Felsen schlungen, diese zusätzlich fixierend. Zu letzt noch brachen Efeuranken aus dem Geäst der Bäume und rankten sich über die Felsen, sich eng zusammenziehend, wie ein Netz, das sich über sie warf.
Tief aufkeuchend öffnete Lu seine Augen wieder, dies würde halten, vorerst, wenn auch nicht für die Ewigkeit, doch vorerst. Der Junghain mag geschützt sein, müde und erschöpft erhob sich Lu langsam wieder, trüb wanderte sein Blick umher, überall lagen die nun gänzlich vernichteten Dissonanzen, die beiden Braunbären waren in den Wald zurückgekehrt, gänzlich in das was sie einst waren. Erschöpft zog Lu sich zurück träge und langsam waren seine Bewegungen sich auf seinen Stab verlassend, führte ihn der Schritt zurück in das Sala um dies zu verkünden....

Verfasst: Mittwoch 26. November 2008, 22:08
von Zoljana Steinbeis
Jepp lachte fröhlich auf. Kaum war die Klingel hier im Keller installiert, wurde sie auch schon benutzt. Leise kichernd folgte sie Cedric nach oben zur Türe. Noch immer grinsend riss Cedric sie mit seinem Lieblingsspruch auf. Herein wenns kein Schn... der Spruch blieb ihm im Halse stecken als er die Gestalt vor der Türe sah. Jepp bemerkte als erste einen süßlichen Gestank, des zum würgen reizte. Erst dann sah sie das Wesen vor sich. Irgend woher wusste sie, dass es ein Lich war, ein Untoter.

Leicht taumelte sie zurück, als Cedric auch schon die Tür zuwarf und den Schlüssel rumdrehte. Leichenblass sahen sie sich an. In den Keller, schnell flüsterte er ihr zu, aber Jepp vermochte sich nicht zu rühren. Eine Stimme sprach zu ihr, eine Stimme wie sie noch nie vernahm. Direkt ihn ihrem Kopf war sie, schleimig und dreckich, wie ein verrottetes Stück Fleisch, durchschnitt sie ihre Gedanken...

Seid Gegrüßt... Ein scharfer Schmerz fuhr durch ihren Kopf bei jedem Wort Es ist SEINE Nacht. SEINE Dunkelheit.

Wer... wen ... meinste?
ihre Stimme zitterte, Cedric schaute sie verwirrt an. Jepp bekam das gar nicht richtig mit, so nahm sie die körperlose Stimme in den Bann. Irgendetwas von einer Melodie sagte sie, Jepp verstand nicht ganz worum es ging was meinste, was will der?

Das Ende der Schöpfung ist nahe .. ER wird alles vernichten


Jepp stockte fast der Atem
Aba... des jeht doch nich, das darfa nich...

Cedric wurde es jetzt wohl zu bunt und zerrte Jepp mit sich in den Keller. Zitternd und voller Panik lag sie in Cedrics Armen, der mühsam versuchte sie zu beruhigen. Irgendwann drangen seine Worte zu ihr durch, ihre Panik ebbte langsam ab.

Wir müssn die Leutz warn'n, jemand der was untanehm'n kann.... Immer wieder sagte sie das, bis Cedric sich bereit erklärte. Wild ging der Galopp Richtung Varuna, unterwegs trafen sie den Dicken Priester, Tithus. Kurz hielten sie nur an um ihm von dem Besuch zu unterrichten, dann gings im gestreckten Galopp weiter zum Schloss von Varuna. Sie hatten Glück, der Sire war da und nahm ihren Bericht auch ernst. Er bot ihnen Unterkunft in Varuna an für die Nacht. Dankbar, dass die Sache jetzt in fähigeren Händen lag, namen sie das Angebot höflich an.

Schon wollten sie sich auf den Weg zu dem Gasthof machen, durchzuckte es Jepp wie ein Blitz. LAILA .... Die Kleene war sicher auf dem Weg zur Herberge. Es gab keine Augenblick zum zögern, und wieder wurden die Pferde angetrieben, zurück nach Bajard zur Herberge. Laila war gerade angekommen, lachte fröhlich als sie sie sah. Doch das Lachen gefror auf ihrer Miene als sie Jepps und Cedrics Gesichter sah. Auch wenn Fragen auf ihren Lippen brannten stieg sie doch schnell auf das Drängen hin auf, und ein drittes Mal wurde der Weg nach Varuna auf den Jetzt müden Pferden zurückgelegt.

Verfasst: Donnerstag 27. November 2008, 06:35
von Helmine Corrado
Nach dem sie am Nachmittag die Feste wieder betreten hatte, nachdem sie tage lang die Feste nicht sah, da sie nur im Kloster verweilte, hörte am frühen Abend regen treiben von Hof. Sie ging hinaus aus ihrem Zimmer, aus ihrem Raum welches ihr von Farion Lefar zugeteilt worden ist als Gast und blickte vom Balkon aus runter. Gardisten gingen hastig hin und her, die Pferde wurden im Stall gesattelt, Waffen und Schilde aus der Waffenkammer geholt. Sie war erstaunt über diesen Anblick und ging vor das Tor. Dort traf sie Bruder Farion,Bruder Tiberias und noch ein Herr, aber dieser war in voller Kampfausrüstung. Sie erzählten etwas von einem Angriff und das das Reich den Alarmzustand ausriefe, man möge sich im Kloster ein befinden. Sie überlegte nicht lange und begleitete sie mit ins Kloster. Dort angekommen, trafen immer weitere Krieger, Schützen, Magier und Priester ein.
Ein Aufmarsch den Helmine bisher noch nie erblickte, wie auch, sie kannte nicht mal den Grund wieso sie sich alle im Kloster ein befinden. Nur diese Frage stellte sie ihrem Bruder Farion und er zeigte ihr, wie schon Tage zu vor die Gräfin Darna von Hohenfels, den heiligen Baum des Lichts.

" Dieser gilt es zu beschützen und zu behüten im Namen der Tochter Temora. Es ist eine Pflicht hier zu sein und auch ein Zeichen der Hoffnung " sagte er ihr und nur eines konnte sie hinzufügen
" So soll auch die Mutter Eluive, da er auch eine Schöpfung ist, ihn beschützen und behüten " er nickte ihr.

Dann wurde ihr ein Bericht gegeben, wo sie weitere Informationen bekam aus welchen Gründen diese Alarmbereitschaft herrschte. Sehr erfreut war sie über diese Zeilen nicht die sie erblickte auf diesem Pergament, besorgt war ihr Gesichtsausdruck kurz, aber sie hoffte das beste und diese Hoffnung versuchte sie weiter zu geben mit einem warmen lächeln.

Einige Aufgaben, eher Befehle bekam sie noch von der Gräfin von Hohenfels die sie erledigen musste. Das Lazarett sollte in einem nutzfertigen Zustand gebracht werden, Castor sollte alle Herde die er hatte anschmeißen um Essen und heißes Wasser zu kochen. Sie brachte diese Nachricht zu ihrem Bruder Castor und man hörte es selbst bis zu den frühen morgen Stunden wie er am arbeiten war.

Helmine selbst kümmerte sich noch am späten Abend, die Ernte von den Feldern zu holen. Die Tage werden kälter, der Winter nahte aber war es nur der Winter, oder lag es an dieser seltsamen Dunkelheit, fragte sie zu sich selbst.
Die Antwort wird sie finden...eines Tages, dann wenn es der Wille der Mutter ist diese Antwort zu finden...

Verfasst: Donnerstag 27. November 2008, 12:20
von Lamentinu Celebren
Das Leben ist ein Kreislauf. Stetig folgt es einem Rythmus, pulsierend folgt dem Tag die Nacht und jener wieder der Tag, der Sommer wird zum Winter, ehe die Kälte wieder der Sonne weicht... so war es immer, und so würde es immer bleiben, davon war Lamentinu überzeugt. Die Ereignisse unterlagen einer steten Wiederholung, in einer langen Schleife. Und so musste es auch zu diesem Ereignis eine Parallele in der Vergangenheit geben, vielleicht gar mehrere. An zwei Polen konnte sie ansetzen: Am Gegensatz und an der Gleichförmigkeit. Es konnte eine Dürre sein, eine Hitzewelle, oder auch eine Phase besonderer Macht im lichten Pantheon. Eine Phase besonderer Harmonie. Viele Formen des Gegenpoles waren möglich. Und nicht minder viele Varianten fielen ihr für die Zeit der Schatten ein. Kriege, Elend, harte Winter, ein Erstarken der Letharen.

Erst ging sie in ihrem Kopf alle Überlieferungen durch, die sie in dem letzten Vierteljahrtausend gehört hatte. Durchspürte ihr eigenes Gedächtnis nach Hinweisen. Und bei jemandem, der sein ganzes Leben mit dem Sammeln von Märchen und Sagen verbracht hatte sowie selber dazu beitrug, dass die Anzahl ihrer weiter wuchs, war es da mit ein paar Stunden Grübeln nicht getan. Sie gab den Anderen Bescheid, dass sie vermehrt ein Auge auf Rilya werfen sollten. Und zog sich dann zurück... in ihr Musikzimmer. Sie breitete einige Decken auf dem kostbaren Teppich auf und legte sich rücklings darauf, die Augen geschlossen. Dann begann sie sich, in ihr Gedächtnis zu vertiefen. Ein Beobachter hätte meinen können, dass sie schlief, vielleicht gar nicht mehr lebte, denn keine Regung ging von der Elfe aus. Doch in ihrem Geiste war sie äußerst rege...

Verfasst: Freitag 28. November 2008, 08:53
von Nuria Mondin
Es war ein seltsames Ritual gewesen. Schon der Anfang war so gar nicht nach Nurias Geschmack. Sie war gerade mitten in der rituellen Reinigung, als es an der Türe klingelte. Ein wenig zeitiger hatte sie sich mit Caya getroffen, um ihr in Ruhe die Besonderheiten des Platzes der Kraft zu zeigen - doch daraus wurde nichts. Darna von Hohenfels kam in die Stube, um über die aktuelle Situation zu reden. Viel Neues gab es nicht für die Schwestern, nur die Ankündigung für weiteren Besuch, damit ein Eluive- Priester genau das tun sollte, wovon sie gerade abgehalten wurden - das Mysterium der Pflanze zu erkunden. Sie glaubte nicht, dass jener mehr herausfinden würde als die ganze Schwesternschaft mit mehreren Wochen Forschung und nunmehr einem Hellsichtritual - aber das sollte nicht ihr Problem sein, wenn jener vergebens in den Sumpf reiste.

Als, eineinhalb Stunden später als geplant, nunmehr endlich das Ritual beginnen konnte, war jene Anspannung jedoch gänzlich von ihr gewichen. Routiniert die Anrufungen, die Gesten. Und dann der Blick durch die Kristallkugel. Zwei Dinge waren es, nach denen sie suchten: Nach dem Klang der gesamten Blume und nach jenem des Nektars. Vier Bilder wurden ihnen offenbart, doch ihr Sinn ließ sich nur teilweise auf Anhieb entschlüssen. Sie sahen Bestätigungen ihres bisherigen Kenntnisstandes, aber auch Ausblicke. Und jene stimmten sie versöhnlich: Zumindest der Weltuntergang stand ihnen nicht bevor. Jedoch hatte das Ganze einen Haken: Was wirklich zu tun war, offenbarte sich ihnen noch nicht. Eine Weile würden sie noch über die Prophezeihungen sprechen müssen, um kein Detail zu vernachlässigen und nichts dem Zufall zu überlassen. Das erste Gespräch der Runde erwies sich ohnehin als ein wenig mühsam... noch ungeschult war der Geist ihrer neusten Schwestern, solche Visionen zu deuten. Sie hoffte, dass sich noch irgend ein Detail auftun würde, irgend etwas, was ihnen wirklich half, die Lösung des Problems zu finden. Es schien ihr, als wären sie einen Schritt weiter und dennoch meilenweit von dem entscheidenden Einfall entfernt.

Verfasst: Samstag 29. November 2008, 08:40
von Lamentinu Celebren
Nur wenige Stunden süßer Schlummer, welche die Erinnerungen grotesk tanzen ließen, waren es, die die Elfe sich gönnte, ehe sie sich schließlich erhob. Sie hatte drei Anknüpfungspunkte in ihrem Gedächtnis gefunden, aus alten Zeiten, von älteren Barden überliefert, und nunmehr in ihrem Erinnerungsschatz geborgen als das Sagengedächtnis des Kollektivs. Sie wusch sich, gönnte sich ein Frühstück und machte sich nunmehr auf den Weg in die Bibliothek. Sie musste jenen Spuren folgen. Wohlmöglich würde sie mit jener scheinbar so simplen Arbeit dem Volk zu neuem Glanz verhelfen. Außerdem tat ihr die Arbeit gut, um sie von ihrer Trauer abzulenken. Sie hatte sich zwingen müssen, nicht lange bei wehmütigen Erinnerungen an jene verwehte Melodie zu verbringen, doch ihr Volk brauchte sie. Es war nicht der richtige Moment, um sich gänzlich der Melancholie hinzugeben. Und so huschten im Schein einer flackernden Kerze die zarten, goldenen Finger nunmehr über Buchrücken und Pergamente, geleitet durch die Pfade der Erinnerung.

Verfasst: Samstag 29. November 2008, 17:42
von Savira
In der Sonne wächst das Leben in der Dunkelheit der Tod.

Geht den Weg den ich euch zeigte!

Nutzt meine Geschenke.

Phrasen.. nichts als hohle Phrasen.

Zornig warf die Rabendienerin ihren Stab in die Ecke. Um nichts waren sie klüger als zuvor. Viel Aufwand, Zusammenkünfte und Planungen - um einiger Phrasen willen.

Nicht ganz. Nicht ganz, meine Beste. Denke nach, benutze deinen Kopf, erkenne selbst die Wahrheit, und plappere nicht nach, was andere predigen und sagen.

Sie rief sich ihre eigenen Lehren zurück in ihre Gedanken.

Geht den Weg den ich euch zeigte!

Sie waren ihn nachgegangen, den Weg, den die Macht beschritten hatte.
Bajard.. Lameriast.. Berchgard.. Rahal.
Unwichtig die dummen nichtsnutzigen Sterblichen, die sie auf ihrem Weg trafen.
Unwichtig die beiden Eisenwürste, die schon beim bloßen Anblick der drei Raben gerannt sind, als wäre der Herr selbst hinter ihnen her.
Unwichtig das Gefolge der Adlerschlampe von Elbenau, dem sie ein paar Beulen und etwas Schrecken verpaßt haben.
Unwichtig auch die Tiefländer, denen sie zeigen mußten wir man wahrhaftig den Ahnen nacheifert (nämlich ihnen zu folgen - in den Tod).

Wichtig war, was sie an diesen Orten sahen.

Kreaturen, von der Macht des Herrn geleitet - aber eben nicht alle!

Es waren auch Kreaturen da, wie sie sie zuvor nie erblickt hatte. Zusammengestückelt aus Leichenteilen, daß Wihelt seine Freude daran hätte, aber belebt nicht durch die Macht des Raben!

Hier haben noch andere Mächte ihre Hand im Spiel!

Sie dachte zurück an den Geist und seine Phrasen, an die Aura des Todes, die von von der Orakelstätte ausging, kalt, neblig, wabernd - aber nichts, was ein Unkundiger nicht nachahmen konnte.

Keine Vorwarnung kam vom Herrn. Wenn er den Mond vor die Sonne geleitet hätte, warum hat sich nicht in Omen uns zu erkennen gegeben, daß SEINE Dunkelheit anbräche? Keine Träume, kein Fingerzeig im Vorfeld. Wir waren ebenso überrascht von dem was ist, wie scheinbar alle anderen auch.

Ihr kennt euren Weg

Das soll alles sein, was der Herr von ihnen erwartete?
Friedhöfe plündern, Knochenarmeen über die Welt senden und Tod und Sterben bringen?


Sicher. Einige Brüder und so manche Schwester halten das für ihren Weg IHM zu dienen, doch ihr Weg war das nicht, war er noch nie.

Eine andere Macht hat ihre Hand im Spiel. Eine, deren Ursprung und Ziel ich nicht kenne. Wer? Und... will man uns nur benutzen, als Werkzeug anderer Mächte Ziele?

Der Herr würde sie nicht warnen, wenn sie fehlgingen.
Wer solches nicht aus sich selbst heraus erkennen konnte, war nicht würdig, seiner Weisheit teilhaftig zu werden.

Laß die anderen ihren Weg des Tötens und der Zerstörung gehen, du jedoch, grabe tiefer, da ist mehr.. viel mehr! Nur, wer könnte darüber etwas wissen? Wer könnte solche Veränderungen im Weltgefüge spüren, sich seinerseits Gedanken machen UND sein Wissen mit uns teilen?

Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, jenes kalte, fast schön tödliche Lächeln, daß ein Krieger auch hat, bevor er auf den niedergerungenen Gegner zutritt, um ihm den Gnadenstoß zu erteilen.
Es gäbe da jemanden, den zu Fragen sich lohnen würde.

Sie ergriff ihren Stab wieder und machte sich auf den Weg....