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Verfasst: Sonntag 5. Januar 2025, 02:00
von Zyn'tuin
Zyn'tuin saß nachdenklich und mit den Schatten verschlungen am Lagerfeuer vor dem Bankturm im Axorn.

Das Gespräch, das er im Tempel mit der Lethoryxae geführt hatte, und die neu erhaltene Aufgabe trieben seinen Geist um. Wie sollte es weitergehen für ihn? Welche seiner Aufgaben hatte den höchsten Wert?

Sein nachdenklicher Zustand wurde jäh zerrissen, als die Lethursae die Treppen zum Bankturm heraufkamen, gefolgt von Sae Appelholm und einer Gruppe Rashar. Er löste sich von den Schatten und begrüßte die Ankommenden. Sein Blick wanderte durch die für ihn Fremden. Zu seinem Erstaunen war auch eine sehr kleine Rashari unter den anderen, die im Vergleich zu den anderen Rashar winzig wirkte. Verwundert und dennoch interessiert beobachtete er die kleine Rashari.

Als sich alle ums Feuer gesetzt und vorgestellt hatten, begann ein Gespräch darüber, wie die Rashar Oshraxys schwächen könnten, um der Glutmutter die Möglichkeit zu geben, sich erholen zu können. Er versuchte dem Gespräch zu folgen, doch seine Gedanken ließen ihn das ein oder andere Mal abschweifen. Doch als er vernahm, dass die Rashar ebenfalls auf der Suche nach Gift waren und Informationen hatten, dass es eine Höhle in der Nähe von Bajard geben sollte, in der ein Fluss aus grüner Flüssigkeit existiert, lag sein ganzer Fokus auf dem Gespräch. Er bot der Lethrusae an, diesen Fluss zu untersuchen und Proben zu entnehmen.

Diese Unterbreitung wurde von den Rashar dankend angenommen, und so sollte er sich um 22 Uhr mit einer Rashari namens XhuRyna am Eingang dieser Höhle treffen. Als er seine Ausrüstung für die Erkundung zusammenpackte, kreisten seine Gedanken weiter unruhig in ihm umher. Er versuchte, diese beiseite zu schieben, und brach zum Treffpunkt auf.

Er stampfte leise durch den Schnee, der die Oberfläche bedeckte. Er fühlte sich beobachtet, als würden sich zwei Dolche in seinen Rücken bohren. Hin und wieder knackte ein Ast, ein Rascheln von Blättern in der Dunkelheit, die ihn umgab

Am Höhleneingang angekommen, war noch keine Rashari zu sehen, also lehnte er sich an ein Schild und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wenn er eins hasste, dann war es Warten.“ Dann ein Geräusch aus den Schatten. „War es endlich die Rashari?“ Er verengte die Augen und starrte auf die Waldgrenze.

Ein pechschwarzer Panther trat aus dem Wald hervor und starrte ihn mit gelb leuchtenden Augen an, ehe er an seiner Seite stolzierte und sich neben ihm niederließ. Daraufhin beruhigten sich Zyn'tuins Gedanken schlagartig. Der Panther musste ein Zeichen Vaters sein.

Nach einiger Zeit des Wartens erschien die Rashari, und sie besprachen kurz, wie sie innerhalb der Höhle vorgehen wollten, bevor sie die Höhle betraten. Nach dem Erlegen zahlreicher Skelette und einer Spinnenkönigin, von der er die giftropfenden Fangzähne entfernte, kamen sie an dem grünen Fluss an, und er machte sich daran, einige Phiolen zu befüllen.

Als sie aufbrechen wollten, erinnerte er sich an die Bitte des TikRassKrun, zu erfahren, ob die Flüssigkeit ätzend sei. Ein vorbei schwimmender Torso beantwortete diese Frage. Er reichte der Rashari einige der Phiolen für den TikRassKrun und steckte die anderen zu den Fangzähnen der Spinnenkönigin. Dann verabschiedete er sich von der Rashari.

Bevor er die Höhle verließ, fand er am Ufer des Flusses einige merkwürdig aussehende Pilze und Pflanzen. Kurzerhand steckte er einige davon in seinen Beutel und kehrte in die Schatten des Axorns zurück

Verfasst: Sonntag 5. Januar 2025, 18:34
von Keldion Donnerkeil
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Verfasst: Sonntag 5. Januar 2025, 18:35
von XhuRyna
Ihre Muskeln brannten als Sie die Höhle wieder verließen. Sie war müde, ausgesprochen müde. Nur reine Willenstärke brachte Sie in den RaKun mit den nötigen Proben für TikKrassKrun zurück.

Ihre Plattenstiefel stapften und knirschten durch den tiefen Schnee und als Sie die Tore zum RaKun sah fühlte Sie die Erleichterung auf Ihren Schultern, während Sie die kalte Luft einatmete.
"Einen weiteren Tag an der Oberfläche überlebt...", dachte Sie sich während Sie nun endlich in ihrer eigenen Wohnhöhle ankam. Sie war leer und noch nicht vollständig eingerichtet, doch man sah einen Fortschritt. "Das haben wir gemeinsam ...", dachte Sie sich während Sie die schwere Plattenrüstung ablegte. Gar nicht so einfach wenn einzelne Scharniere verbogen waren und in Ihre Haut drückten, so dass blaue Pflecken zurückblieben die man eigentlich bei ihr nicht sehen konnte. Aber Sie spürte, die Schmerzen überall am Körper. Sie war am Limit, doch für Ahamani sollte es noch weiter gehen und wenn es hieß darüber hinaus würde Sie es tun, alleine um Ahamani zurückzubringen. Was sollte danach geschehen? Sollte Sie an der Oberfläche bleiben oder zurückkehren? Sie hatte bereits Bekanntschaften geschlossen und einige Widersacher kennengelernt. Bevor weitere Gedanken in Ihrem Kopf kreisen konnte legte Sie sich in die Felle und schlief schnell wie erschöpft ein....

Verfasst: Donnerstag 6. Februar 2025, 14:50
von TikRassKrun
Die Versuchsreihen näherten sich dem Ende. Der BrakNa hatte die Giftprobe, die XhuRyna gebracht hatte, auf verschiedenste Weise untersucht, vor allem mit verschiedenen Pulvern an der Lava durchgeglüht und trocken sowie in verschiedenen Flüssigkeiten aufgeschwemmt seiner Rattenschar verabreicht.
Immer mit letalem Erfolg. Auch verringerte Mengen und die üblichen Gegenmaßnahmen verlängerten meist eher das Verenden.
Doch waren die Ergebnisse übertragbar? Diese zentrale Frage konnte ihm niemand beantworten für diesen Fall. Und die anderen BrakNa waren zu beschäftigt mit anderem, dass sie die Ergebnisse auch nur besprechen konnten.
Mit mehr Zeit gäbe es vielleicht einen Weg, aber so lange würde viele weitere Rashar ermordet.
Zeit.

Beim Gedanken an den alternativen Weg beschlich ihn ein ungutes Gefühl. Es war für ihn eher ein unabsehbar gefährliches Experiment. Hatten die Menschlinge wirklich verstanden, dass es nicht um eine Vernichtung ging und was für die Rashar auf dem Spiel stand? Er hatte darauf hingewiesen mehrfach und es lag nun bei den damit befassten Geschwistern, was folgen würde.
Sie brauchten weiterhin eine Alternative, deren Risiko eher in Unwirksamkeit lag als in der Vernichtung. Er musste an die Zerstörungen in Rahal denken, die die Magier nebenbei verschuldet hatten, wie es hieß.
Zeit.

Also einen Schritt zurück.
In Gedanken griff er zum Alchemiealmanach, den er für den Unterricht mit AriKar bereit gelegt hatte und blätterte darin herum.
Ablenkung... Beruhigung... Besänftigung... das wäre vielleicht ein Weg. Die Rezepte durchschauend schauderte ihm.
Viele beruhten auf HraKun, das bedeutete viele langwierige Versuche erneut, ob es die Lavaglut übersteht.
Zeit.

Hier und da fanden sich Hoffnungsschimmer. Er zog eine Knochentafel heran und begann mit Notizen in zwei Spalten.
NriKun. Erze von Kupfer und Eisen für das Brechen des Willens.
HraKun. Nachtschatten und Wildkraut wurden aus der Glut angewendet mit besänftigender Wirkung. Einige Menschlinge waren wild darauf, wie er bemerkt hatte, und wurden ohne unleidlich, wenn sie es lange angewendet hatten.
Zeit.

Der BrakNa suchte in seinen Proben von Metallerzen. Bruder IrrTaKor war wütend aufgebraust, als er den BrakNa beim Sammeln in der Mine angetroffen hatte.
Oder war das der lange Einfluss von OschraXys gewesen?
Zeit.

Eine schwarze Probe mit grünem Schimmer band seine Aufmerksamkeit. Von früheren Versuchen wusste er, dass diese auch Schwefel enthält, ein NriKun, dass auch den Schaf unterstützen konnte in der richtigen Mischung.
Der Rest war das Eisen, das er einsetzten wollte... in Zusammenwirkung mit Kupfer. Auch hier gab es ein schwefelhaltiges Erz.
Er zog die gelbe, fleckige Lederweste über und machte sich ans Werk.
In einer Schale mischte der BrakNa reichlich Wildkrautpulver mit Nachtschattenöl und stellte sie abgedeckt in heißen Lavasand. Wärme spart
Zeit.

Klein gestoßen und mit weiterem Schwefel und Vulkanasche gemischt erhitzte der BrakNa vorsichtig die Erze der beiden Metalle. Von einer zäh-grüne Flüssigkeit rührte er unter, bis aus dem Gemisch eine sämig fließende, dampfende Masse wurde.
Drachenblut, ein sehr potentes Reagenz, das ebenfalls Schlaf beförderte und der Hitze erst einmal standhalten sollte.
Mit Knochensubstanz zusammen könnte es allerdings die Wirkung der Kristallschale mindern. Möglicherweise war das sogar ein Vorteil, aber man musste es beachten.
Alles zu seiner
Zeit.

Den von der RaskTash XenTyRaa gefertigten hohlen Knochen steckte der BrakNa aufreicht in eine Vase voll Weißer Asche und füllte diesen vorsichtig durch ein Tuch mit dem nachtschattenöligen Auszug von Wildkraut.
Dann ließ er das Erzgemisch als dünnen Faden in den Knochen fließen, wo es sich zu festen Perlchen zusammenzog, während es zum Grund sank, wie ein leises Klackern anzeigte.
Schlussendlich verpfropfte der BrakNa den Knochen mit dem passend eingeschliffenen Gegenstück. Der Knochen, ummantelt mit Fleisch, sollte der Lava erst einmal standhalten, hoffentlich für eine hinreichende
Zeit.

Den verbliebenen feinen Spalt im Knochen verschmierte er vorsichtig mit dem Knochenmehl, dass die RakTash ihm nach der Fertigung mitgegeben hatte.
Morgen müsste ein ShoRa noch ein Wild jagen, dessen Schlegel groß genug war, den Knochen auszutauschen. Einen Hirschen oder einen Bären vermutlich.
Etwas zittrig vor Anspannung räumte TikRassKrun das Labor auf und warf sich in seine Hängematte.
Morgen war es dann
Zeit.

Verfasst: Freitag 7. Februar 2025, 12:51
von XeshKunRo
Am Morgen erreicht den ShoRa XeshKunRo die Nachricht, dass er ein Wild jagen soll. So packte er seine Sachen und machte sich sofort auf den Weg zu den nahegelegenen Wäldern um etwas zu erjagen.

Dort angekommen war es ruhig. Ein eisiger Wind fegte durch die dichten Tannen des dunklen Waldes. Die Dämmerung legte einen violetten Schleier über das Land, und in der Ferne erklang das heisere Schreien einer Eule. Der ShoRa kniete nieder, seine Fingerspitzen tasteten über den weichen Waldboden, auf dem sich tiefe Spuren abzeichneten. Frisch. Ein Bär war nicht weit. Langsam stand er auf, zog seinen Mantel fester um die Schultern und umklammerte den Schaft seines Bogens. Jeder Schritt war vorsichtig, durchdacht – sein Atem bildete kleine Wolken in der kalten Luft. Plötzlich knackte ein Ast. Der ShoRa erstarrte für einen kurzen Moment. Vor ihm, keine zwanzig Schritt entfernt, erhob sich ein gewaltiger Schatten. Ein prächtiger Bär, dessen Fell in der Lichtspur des frühen Morgens schimmerte. Die dunklen Augen des Tieres musterten ihn, voller wachsamer Intelligenz. Dann brummte der Bär tief und scharrte mit den Krallen über den Waldboden. Dem ShoRa war bewusst, was dies bedeutete. Gefahr. Der Bär würde in jedem Moment angreifen. Langsam zog der ShoRa einen Pfeil aus dem Köcher, legte ihn auf die Sehne und spannte den Bogen. Sein Herz schlug ruhig. Er atmete tief ein, fixierte den Punkt der vorderen Brust des Bären – dort, wo das Herz schlug.

Der Pfeil flog. Ein dumpfer Laut, ein Zittern in den mächtigen Gliedern. Der Bär taumelte, sein Brüllen ließ die Bäume erbeben. Doch der ShoRa zögerte nicht – ein zweiter Pfeil folgte, dann ein dritter. Das Tier sackte in sich zusammen, der Schnee färbte sich zu einem dunklen rot. Stille kehrte ein.

Der ShoRa ließ langsam die Sehne los und trat näher. Nun kniete er sich neben das erlegte Tier und strich mit seiner rauen Pranke über das dichte, warme Fell. Es war ein prächtiges Geschöpf gewesen. Dann zog er das Jagdmesser und dachte dabei an die Lektionen des Ausnehmens der erlegten Geschöpfe von dem ShoRaKa KalOshra. Mit geübten Bewegungen setzte er die scharfe Klinge an der Bauchseite des Bären an und schnitt vorsichtig die Haut auf. Dampfwolken stiegen aus dem warmen Leib in die kalte Luft. Der Geruch von Eisen füllte seine Nase. Er arbeitete zügig, löste das dichte Fell mit präzisen Schnitten von den Muskeln und legte es beiseite. Nun galt seine Aufmerksamkeit jedoch dem Fleisch. Mit sicherer Hand trennte er die Innereien heraus und legte die verwertbaren Organe – Herz, Leber, Nieren – auf ein Tuch. Dann griff er zu seinem Beil und setzte es mit kräftigen Hieben an den Hinterlauf des Tieres. Nach einigen Hieben und Schnitten hatte er den Schlegel abgetrennt – ein massiges Stück Fleisch, sehr massiv. Er wickelte das Stück in ein grobes Leinentuch und befestigte es mit Lederriemen an seinem Rücken. Es war die gewünschte Beute.

Voller Vorfreude machte sich XeshKunRo wieder auf den Weg zurück zum RaKun. Um dann schließlich das erjagte dem TikRassKrun zu bringen.

Verfasst: Freitag 7. Februar 2025, 16:52
von ChaRiXune
ChaRiXune und NuRiKi empfingen die Arkorither, welche das Artefakt in sicheren Behältern transportierten und damit in die Shellactori gingen. Die Luft in der Kammer war schwer, durchzogen von rauchigen Dämpfen, während Syovan mit leisen, raunenartigen Stimme erklärte, was sie geschaffen hatten.

Die Schalen, vorbereitet von den Letharen und dem Meister des Axorn, trugen bereits das trügerische Antlitz lavaähnlicher Steine, doch in ihrem Inneren ruhten nun die Sternsaphire, die mit der kältesten Essenz durchtränkt waren, welche die Arkorither zu binden vermochten. Der Zünder, eine magische Weidenholzfassung mit eingefassten Turmalinen, es war das Herzstück. Die Anwendung war denkbar einfach (Auch wenn die Rashar vermutlich nur die Hälfte der Erklärungen richtig verstanden haben), das blose hineingreifen oder ein Druck auf die Schale würde die gespeicherte eisige Macht entfesseln und eine Explosion von Frost entfalten. Doch sollte es noch ein wenig aufladen, der Elegido erklärte ihnen wie. Wärme und Kälte im Wechsel, das sollte möglich sein.

Das Artefakt wurde vorsichtig am Rand des RaKun platziert, die Wärme des Vulkans und die frische Meeresbriese sollte genau diese Wirkung haben. Am nächsten Tag stand die Schmiedin vor diesen Schalen, sie konnte die Aufregung nicht verbergen und stapfte immer wieder davor auf und ab. Das Geschenk für den Vater war bereit, doch es würde nicht das sein, was er erwartete.

Verfasst: Dienstag 11. Februar 2025, 10:01
von Eske Finneken
Festen Schrittes, aber mit dem Gefühl, der gewichtige Körper sei um unzählige Steine erleichtert worden, verließ sie das Hafenkontor, um sich auf den Heimweg zu machen.
Zuerst ließ sich das Gespräch mit der Hafenmeisterin ganz gut an. Die Fakten wurden auf den Tisch gelegt.
Man bräuchte die Werft, man bräuchte die Arbeiter, man bräuchte, so vorhanden, einen vielleicht seeuntüchtigen Zweimaster, der zu reparieren wäre, welcher gerade über die Winterzeit unberührt in der Werft vor sich hin ruhte, oder man müsste einen neuen in Auftrag geben.
So weit so gut.

Es drohte zu kippen, als der Satz fiel: „Ihr wisst aber, dass ihr gegen einen Gott kämpfen wollt, denkt ihr nicht, das könnte entdeckt werden.“
Und auch dieser: „Bisher sind wir verschont geblieben. Ich will nicht meine Bürger in seinen Blickwinkel ziehen.“

Nochmal wurde der Plan erläutert. Es wird ein ganz normales Schiff sein, wie viele, die im Frühjahr die Werften und Häfen verlassen um den regen Schiffsbetrieb nach den Wintermonaten wieder aufzunehmen. Es könnte eine nette offizielle Taufe geben, mit der Ankündigung, dass sich eine Expedition auf den Weg macht noch unentdeckte Inseln zu erforschen, wie zu damaliger Zeit Lameriast, oder vor etwas kürzerer Zeit auch K'awi.
Und dann fiel der erlösende Satz: „Ihr könnt natürlich zur Werft und dort den Auftrag erteilen ein Schiff zu bauen. Bei euch Seeleuten ist das vermutlich nichts Besonderes. Vielleicht aber haben die Werftarbeiter noch eins was noch nicht ganz fertig ist, denn soweit ich weiß, liegen hier keine Schiffe herum.“

Schon morgen würde sich Lyree in der Werft nach allem Nötigen erkundigen:

Ist dort ein Zweimaster aufgebockt, welchen man nutzen könnte, der aber einiger Reparaturen bedürfte?

Was bräuchte es an Material und wie viel wovon?

Wie viele Werftarbeiter stünden zur Verfügung und wie viel Lohn müssten sie erhalten, neben den Arbeitern, die man selber organisieren würde?


Wenn kein Zweimaster da und man neu bauen lassen müsste:

Was bräuchte es an Material und wie viel wovon?

Wie viele Werftarbeiter stünden zur Verfügung und wie viel Lohn müssten sie erhalten, neben den Arbeitern, die man selber organisieren würde?



Schritt für Schritt geht es voran. Da bläst ein angenehmer Wind in die Segel, damit der Plan in ruhigem Gewässer ein wenig Fahrt aufnehmen kann.

Verfasst: Freitag 7. März 2025, 13:22
von Der Erzähler
Eine ganze Weile wird herumgedruckst und immer wieder fällt der Name "Kapitän Yollenbruch", doch danach sieht man betreten drein und wieder ist man nicht bereit offen zu sprechen. Die Seebären drehen sich brummelig weg, winken ab und schütteln den Kopf. Manch einer wringt auch verlegen die Strickmütze oder sieht zu Boden. Sehr bald ist klar, dass es sich um einen Kapitän handelt, der nicht mehr unter den Lebenden weilt und welcher aber doch immensen Eindruck, zumeist positiver Natur, hinterlassen hat.

Nach ein paar Wochen der Nachforschung wird das Bild dann mit jedem Tag klarer:
Ja, der Kapitän verstarb vor etwa anderthalb Jahren beim erneuten Angriff durch die Mächte des Nichts, kurz bevor Eluive das Land stärkte. Hinterlassen hat er vor allem eine Mannschaft, die sich nun bereits auf alle Weltmeere und verschiedene Schiffe verteilt hat, sowie seinen Kahn, die Remalia.
Ja, es handelt sich tatsächlich um einen Zweimaster und ja, dieser muss tatsächlich ein bisschen repariert werden, lag er doch nun schon ein Weilchen da draußen, ein Stücklein vor der Küste Bajards im Wasser. Aber immerhin schaukelt er da noch und liegt nicht auf Meeresgrund.
Vererbt wurde das Schifflein einem gewissen Eggerich Klaasen, auch bekannt als der dicke Metzgerbursche Bajards. Mit ihm müssten man also zuerst sprechen...

Verfasst: Freitag 7. März 2025, 19:38
von Eske Finneken
Ein Schreiben geht nach Bajard, zu Eggerich Klaasen:


viewtopic.php?p=859652#859652

Verfasst: Mittwoch 26. März 2025, 20:05
von Eske Finneken
Kleine Schritte, aber jeder Schritt bringt einen eben um genau diesen einen jeweils weiter.
Das Gespräch mit dem Metzgerburschen Eggerich lief gut, sogar ausnehmend gut und im Ergebnis so, wie sie es sich nicht besser hätte wünschen können.
Die „Remalia“ schien gar nicht so ramponiert, wie es zuvor, den Gerüchten nach, den Anschein hatte. Klar, die Segel mussten neu und ein paar Planken ausgetauscht werden und andere Holzarbeiten, die die Schiffszimmerer in der Bajarder Werft ohne größeren Aufwand bewältigen würden.
Eggerich wollte sich selbst um die Seetauglichkeit des Zweimasters kümmern und sein Angebot war mehr als anständig. Ein Hackebeil. Ein richtig gutes. Eins, was nicht rostet. Und Walfleisch. Wenn wir einem Wal begegnen würden und ihn überreden konnten, uns von seinem Fleisch abzugeben. Aber vielleicht traf man unterwegs auch auf richtige Walfänger, denen man etwas Walfleisch abkaufen könnte. Das Walfleisch war jedenfalls nichts, worauf Eggerich bestand. Wirklich mehr als anständig.
Nach der „Expedition“, so hatte sie es ihm gegenüber benannt und irgendwie war die Bezeichnung für das Vorhaben gar nicht verkehrt, könnte er die „Remalia“ verkaufen.
Nun hatte sie sich um ein richtig gutes, nicht rostendes Hackebeil zu kümmern.


Und nahe der Schmiede auf K'awi hörte man es irgendwann lautstark rufen: „Blanschemächen!“

Verfasst: Donnerstag 3. April 2025, 08:45
von Der Erzähler
In den letzten Tagen hatte BrokNaRi Kopfschmerzen gehabt.. oder waren es Hornschmerzen? Der junge BrakNa wusste es nicht genau zu bezeichnen. Klar war jedenfalls, dass ihm die Hornansätze ordentlich weh taten.
Eine Ursache konnte er dafür nicht benennen. Er hatte genug getrunken, sich bei der Arbeit nicht übernommen und seine Schlafposition war auch nicht die eines Krarks gewesen.

Seiner Stammesschwester KhiMaRii schien es ähnlich zu gehen, denn sie kam heute zum HiRinGu und klagte über Kopfschmerzen.
Sie hatten sich eine Zeit nicht gesehen und es war dem jungen BrakNa so, als wären ihre Hörner verändert. Nach weiteren Untersuchungen konnte er einen Krankheitsbefall des Horns jedoch ausschließen.

Dennoch war es höchst ungewöhnlich.. oder doch nur Einbildung?


"Diesem scheint es, als seien die Hörner der Schwester verändert. Geht es ihr abseits der Schmerzen gut?"

"Rri, nur die Schmerzen. Diese findet jedoch, dass auch der BrakNa veränderte Hörner hat."

Sollte dem wirklich so sein? BrokNaRi ging zum Spiegel und sah hinein. War die Windung des linken Hornes schon immer so ausgeprägt..?

[OOC: Kleine Inspiration zu den neuen Hörnern der Rashar :)]

Verfasst: Donnerstag 3. April 2025, 12:19
von XhuRyna
Nachdem die Wunde von der BrakNa behandelt und die Stelle an der linken Schulterseite mit einem glühenden Obsidiandolch kauterisiert worden war, blieben lediglich diese unsäglichen und hartnäckigen Kopfschmerzen zurück.

Die Verletzung an der Schulter war das Resultat eines verirrten Dolches und die drastische Maßnahme, die Wunde mit Feuer auszubrennen, wurde aufgrund des Giftes auf der Klinge notwendig. Doch die Kopfschmerzen schienen eine andere Ursache zu haben.

Seit dem Moment, als Ahamani sich mit Oshraxys vereint hatte, verspürte sie diesen pochenden Druck und die quälenden Schmerzen.

Zurück blieb eine Mischung aus Frustration und einer blinden Wut in ihrer Brust, die sie unter allen Umständen zu kontrollieren versuchte. Dieses Rot in Rot hatte sie zwar schon als junge Lo erlebt, doch diesmal war die Intensität eine andere, ebenso wie die Gefühle dahinter. Ihre Hörner, die für ihre Art eigentlich klein und unauffällig waren, schmerzten bereits bei der leichtesten Berührung. Das schabende und drückende Geräusch hinter ihren Schläfen und ihrer Stirn trieb ihr oft, besonders morgens und abends, Tränen in die Augen. Die Schmerzen waren real, genauso wie die Wut dahinter.

Das Fläschchen, das sie zuvor von ShaNara erhalten hatte und das eine beruhigende sowie leicht betäubende Wirkung versprach, zeigte nur noch begrenzte Wirkung. Es half ihr zwar, das Rot in Rot einigermaßen zu zähmen und die Schmerzen leicht zu lindern, doch auf Dauer schien es keine zufriedenstellende Lösung zu sein. In Kombination mit den Meditationstechniken, die sie von MhaRashKal gelernt hatte, gelang es ihr gerade so, nicht den Verstand vor Schmerzen zu verlieren.

Waren ihre Hörner gewachsen? Waren diese Ringe schon immer da? Als sie ihr Spiegelbild betrachtete, war sie überrascht: Tatsächlich waren ihre Hörner größer geworden und den Schmerzen nach zu urteilen wohl deutlich größer im Vergleich zu vorher. Aber warum? Und wie groß würden sie noch werden?

Verfasst: Donnerstag 3. April 2025, 15:55
von ChaRiXune
ChaRiXune schnaubte genervt und legte den Schmiedehammer zur Seite. Schon wieder. Das verdammte Jucken war kaum auszuhalten. Seit Tagen spürte sie dieses unerträgliche Kribbeln an den Hörnern, als ob da etwas unter ihrer Haut wuchs und drängte. Es hatte harmlos begonnen, dieses Gribbeln. Bereits nachdem diese Frostschalen vor Oshraxys durch die Hammerwürfe ausgelöst wurden und den Vater in die Starre brachten. Nun hatte der Stamm leichteres Spiel mit ihm und Chancen konnten genutzt werden. Die Glutmutter hat sich mit ihm vereint, war dies Auslöser?

Sie fuhr mit der behandschuhten Hand über die schmerzenden Stellen an ihrer Stirn. Es half nichts. Kaum berührte sie die Hörner, wurde das Jucken nur noch schlimmer. Sie fluchte leise, als ihr Blick auf die Esse fiel. Die Hitze des Feuers, das beständige Hämmern, normalerweise beruhigte sie das. Doch heute fühlte sie sich nur gereizt. Mit einem brummenden Laut griff sie nach dem kleinen Tonkrug in ihrer Tasche. TikRassKrun hatte ihr das "Zeug" mal gegeben, eine dickeflüssige Salbe, die angeblich gegen Hautreizungen helfen sollte. Ob es auch für Hörner galt?

"Viel hilft viel", murmelte sie, während sie mit zwei Fingern großzügig von der kühlen Masse aufnahm und sie ohne große Umsicht auf ihre Stirn schmierte. Der Geruch nach Kräutern und Harz stieg ihr in die Nase, aber das war ihr egal. Sie massierte die Salbe grob ein, bis sich ihre roten Haare mit der klebrigen Substanz vollsogen und in Strähnen an ihrem Gesicht klebten. "Mhrrrrrmm!" Ein weiteres Grummeln entkam ihr, als sie das leere Gefäß achtlos auf den Werktisch stellte. Die Hitze der Schmiede ließ die Salbe schnell auf ihrer Haut schmieren, doch die Linderung hielt nur kurz.

Immer wieder musste sie aufhören zu arbeiten. Ihre Hörner pochten, juckten und fühlten sich fremd an. Waren sie größer? Sie war sich sicher, dass die geschwungene Form anders war als noch vor einer Woche. Mit zusammengebissenen Zähnen wischte sie den Schweiß von der Stirn, oder war es die Salbe?

Verdammt nochmal, das musste aufhören.

Verfasst: Montag 14. April 2025, 16:48
von RyaKaRii
Der Geruch von Schwefelasche und Vulkanasche hing schwer in der Luft, als Ryakar sich erneut an die Schläfe fasste. Seine Finger glitten über die Haut zwischen Haaransatz und Hornansatz rau, schwitzig, warm. Das vertraute Kribbeln, das er anfangs ignoriert hatte, war inzwischen zu einem dumpfen, pochenden Schmerz geworden.
„Nur Müdigkeit... oder zu viele Stunden über den Dämpfen“, murmelte er sich selbst zu.
Er saß wie so oft in der Wärme des kleinen Lavabeckens welches hinter ihm Knisterte all das war Ryakar vertraut, fast wie ein altes Lied aus Lotagen. Und doch… war heute etwas anders.
Seit mehreren Tagen schon litt er unter diesen dumpfen Kopfschmerzen. Immer wenn er arbeitete. Immer wenn er sich auf etwas konzentrieren wollte. Ein Ziehen an den Hörnern, fast wie... Wachstumsschmerzen?
Seine Gedanken wanderten zu einem bestimmten Moment drei Tage zuvor.
Er hatte an einer neuen Mischung gearbeitet basierend auf Vulkanasche, Bimssteinpulver und destillierter Alraune. Die Mischung war stark gewesen, sehr stark. Wie üblich hatte er sie an sich selbst getestet. Nur ein Tropfen, auf die Zunge. Wie immer. Nur diesmal hatte sie gebrannt. Nicht auf der Zunge. Sondern im Kopf. Seitdem war nichts mehr wie zuvor. In der ersten Nacht hatte er geschwitzt, gezittert. Geträumt. Wieder diese Träume, die er nicht deuten konnte und deswegen Akkasha aufsuchen wollte.
Ryakar runzelte die Stirn. War es möglich, dass… die Alraune verunreinigt war? Oder mit etwas verbunden, das er nicht erkannt hatte?
Er durchforstete seine Aufzeichnungen. Nichts Auffälliges. Die Reagenzien waren frisch. Seine Methoden präzise. Und doch dieses Experiment hatte etwas veränder „Er hat sich verändert,“ flüsterte er schließlich und legte eine Hand auf die Hörner. Vielleicht war es nicht die Substanz allein. Vielleicht war es er selbst, der sich verändert hatte. Die Träume. Die Verbindung zur Mutter. Die immer tiefer werdende Meditation. Sein eigenes Blut, das in den Tränken zirkulierte. Vielleicht war dies kein Fehler,sondern ein Ruf. Ein Übergang.
An diesem Abend wagte er es. Er entzündete Schwefelasche, rieb Vulkanasche auf seine Haut und nahm einen weiteren Tropfen jenes Trankes. Doch diesmal meditierte er danach tief, länger als sonst, tiefer als je zuvor. Der Schmerz kehrte zurück. Ein letztes Mal der Schmerz war verschwunden. Aber seine Hörner waren... gewachsen. Nur ein wenig doch sichtbar und dunkler.

Verfasst: Dienstag 15. April 2025, 17:20
von Eske Finneken
Kleiner Querverweis, weil es dazugehört. :-)

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