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Wut und Fassungslosigkeit.....
Verfasst: Montag 25. September 2006, 06:06
von Adrian von Hohenfels
... waren es die ihn, gesenkten Schwertes auf die Ostwand starren liess. Er spürte wohl, dass Eileen sich näherte. Noch immer im Raum der Ankunft befindlich, gewiss zornig auf ihn. Konnte er es verdenken? Gestern noch hatten sie gesprochen. Sie wollte die letzte Wahl haben, ihr Leben betreffend. Doch hatte er ihr die an eben diesem Abend nicht gelassen. Erneut nicht...dennoch konnte er in dieser Situation, wenn er alle Kraft auf den Kampf ausrichten musste, der unausweichlich bevorgestanden hatte, keine Zeit damit verbringen, über richtig und falsch mit Eileen zu diskutieren. Er hatte sich durchgesetzt, einfach durch die Tat, sie mitzuzerren und in das Tor gen Königsschloss zu zwingen. Nichts was ihr gefallen mochte, und doch der einzige Weg unnötige und gefährliche Diskussion zu vermeiden.
Schmerzvoll war es gewesen zu sehen wie ein treuer Gardist nach dem anderen unter magischen Angriffen fiel.. Magie.. Arkorither.. es schrillte in seinem Schädel und fand sich durch die Worte seines Doppelgängers nur bestätigt. Wie gerissen die Wahl seiner Person, wie gefährlich für Ador, für die Zukunft des Reiches.... er musste hier obsiegen! Doch wie? Zu deutlich erkennbar war schnell, einzig was ihn noch umgab waren Feinde... falsche Garde, ein falsches selbst.. und ein verlorener Posten. Schlage der Schlange den Kopf ab, wenn sie dich nicht beissen soll. Die Wahl war klar. Das Losstürmen somit gut gewählt. Zu spät erst sah er jenen, der sich in seinen Rücken zu schleichen suchte. Ein bemühter Hieb mit dem Schild ging ins Leere.... das Wissen nun entgültig auf verlorenem Posten zu sein, war deutlich. Kein Aufgeben! Für das Volk und für Ador.. er stürmte vor und scheiterte doch.. Magie? Die sengenden Kopfschmerzen zwangen ihn haltlos in die Knie. Sich sammeln, er musste sich sammeln und registrierte doch nur wie durch Nebel, wie er entgegen allen Willens Schwert und Schild senkte.
Die Wende kam durch einen Schatten, der in deutlicher Entschlossenheit über die Hecke hechtete. Rafael! Wie hätte es auch anders sein können, sein sollen? Beinah hätte er lachen mögen. War er nicht immer zur Stelle? Kannte den rechten Moment? Der Mann musste Hellseher sein ohne es selbst zu wissen. Die Magie, die ihn am Boden hielt ebbte ab, der Kopfschmerz schwand... machte erneuter Entschlossenheit Platz. Seite an Seite, wie es sein musste. Und doch zu erkennen, selbst gemeinsam standen sie auf verlorenem Posten, brauchten Verstärkung. Der Befehl zum Rückzug, an den jeweils anderen, schien wie aus einem Munde zu kommen. Ja sie waren beinah wie ein Geist, wie sollte man es auch anders erwarten, nach all den Jahren. Die Barriere aus Magie jedoch stand gegen sie. Erneut verloren? Glutbälle stürzten auf sie zu. Eingespielte Reaktion mochte es sein, die sie erneut bewahrte. Für den Moment nur gestriffen, trafen die todesverheissenden Geschosse die Barriere.. Temora! An diesem Abend musste sie ein Einsehen gehabt haben mit zwei verlorenen Narren.
Durch die Lücke hinausstobend...das Tor gen Königsschloss vor Augen, wie das Tor zur Stadt. Keine Zeit nachzudenken. Der Weg gen Schloss lag näher, sie würden kaum weit kommen, die Eindringlinge hinter sich wissend und wer mochte schon erahnen, welcherlei Feind noch in der Stadt drohte. Zudem läge der Weg gen Ador offen, sollten sie das Tor dorthin unbedacht hinter sich lassen.. Nein es gab nur die eine Wahl! Erneut wandte er sich zum nachstürmenden Gegner um, sah die Feuerbälle kommen, so wie den Stoß Rafaels, wusste er doch zu genau, Adrian würde niemals freiwillig ohne ihn gehen. Er wollte ihn noch greifen, sah ihn seinen zupackenden Händen entgleiten und Rafael durch die magischen Angriffe zu Boden gehen. Dann die Verwirrung und Leere der Torreise und Erwachen im Schloss. Ein einziges Wort aus Wut und Verzweilfung geboren entrann seiner Kehle.. RAFAEL! Eileen konnte, musste erkennen was in ihm vorging.... nein keine Diskussionen, kein Streit. Nicht in diesem Moment. Er senkte die Klinge, das Schild. Liess beides einfach zu Boden gleiten, nahm den Helm ab.
Es gab in diesem Moment nur eines zu tun. Ihr Eintreffen schien endlich bemerkt und so wies er den herbeeilenden Bediensteten mit nur wenigen Worten an, sofort den Kronrat zusammenzurufen und die obersten Befehlshaber der Reichsarmee vor den Rat zu beordern. Für den Moment hatten sie verloren. Es war Zeit diesen Verlust in einen Sieg zu wandeln. Hier an der Zentrale der Reichsmacht, stand ihm dieser Weg offen, er würde ihn nutzen. Doch nun galt es nach Ador und Isidor zu sehen, bis der Rat zusammengetreten war. Gemeinsam mit Eileen trat er vor die jungen Brüder. Sich tief verbeugend vor seinem zukünftigen König um beide kurz darauf als liebender Onkel in die Arme zu schliessen.
Verfasst: Montag 25. September 2006, 12:08
von Lanaya Shevanor
So war die Zeit endlich gekommen.
Die Vorbereitungen in der Ordensburg waren abgeschlossen und der Meister selbst hatte ihnen die Möglichkeit eröffnet ohne gesehen zu werden vor die Tore Varunas zu kommen. Der „Graf“ wurde von sämtlichen Gardisten hochgelobt und willkommen geheißen. Sie waren seine Leibwache. Gerade und stumm schritt sie in der Reihe. Es war nicht sonderlich schwer. Eine weitere Rolle auf dem Pfad des Scheins. Selbst ins Schloss gelangten sie einfacher als sie erwartet hatte und einen Augenblick huschte ein Lächeln über die kalten Züge. Dann jedoch wurden sie angesprochen. Ein Gardist der dem „Truchsess“ Meldung erstattete. Ruhig hörte Jago sich an was er zu bekunden hatte ehe er ihn auslöschte wie eine lästige Fliege. Kurz darauf sahen sie sich dem Grafen gegenüber der weitere Gardisten auf sie schickte. Ohne nachzudenken hatte sie sich vor Jago gestellt. Welch blödsinnige Idee... ihr lag es nicht mit Waffen zu kämpfen schon gar nicht aus solcher Nähe. Einzig den Stab verstand sie zu führen doch das Kryss in ihren Händen kam ihr selbst fehl am Platz vor. Doch die Ablenkung reichte. In der Zeit hatte Sarog seinen Zauber gewirkt. Der Gardist ging wie viele andere zu Boden und endlich standen sich Graf und „Graf“ gegenüber.
Sie war vorsichtig. Wusste sie doch das man einen Gegner niemals nach den ersten Treffen beurteilen durfte. Es brauchte die vereinte Kraft dreier ehe er endlich zu Boden ging und Schwert sowie Schild sinken ließ. Sein Kopf musste bersten vor soviel magischer Einwirkung doch dann war ein Schatten zwischen ihnen. Rempelte sie und Lythiana um. Unverhofft ebbte der magische Strom ab. Einzig Bruder Iloiss schien ihn noch geraume Zeit aufrecht zu erhalten ehe auch er unterbrochen wurde. Rafael war gekommen. Natürlich, wie sollte es auch anders sein. Sie hatten Jago gewarnt das er dem Grafen treuer und näher stand als jeder andere Mann in diesem Schloss. Würden sie sie erkennen? Es war keine Zeit für derlei Gedanken und ehe sie fliehen konnten war der Weg durch eine magische Mauer versperrt. Plötzlich ging es sehr schnell. Jago wurde gegen sie gestoßen und sie taumelte ehe sie beide sich unter einem Fluch fingen. Lythianas Feuerball schlug eine Lücke in die magische Mauer so das es Rafael gelang den Grafen heraus zu hauen. Obgleich sie hinterher hechteten gelang es ihnen nicht zu verhindern das der Graf durch das Portal entkam. Rafael jedoch bekam die Wut der Ordensmitglieder zu spüren. Sie selbst war es die ihm einen Dolch in den Rücken rammte. Doch war es wohl eher die Magie der Familie die ihn zu Boden gehen ließ. Das Portal Schloss sich inzwischen. Sie hatte Rafael keine Beachtung mehr geschenkt als er zu Boden ging doch nun zu sehen wie der Weg sich verschloss... welch Niederschlag. Der Graf und die Gräfin waren entkommen.
Es war kein Sieg wie sie ihn sich gewünscht hatten doch immerhin, sie waren hier. Rafael wurde ins Innere getragen als sie auch schon auf das erste junge Ding trafen. Naiv und unerfahren wirkte das Mädel.. eine jener die Jago wohl zum Frühstück verspeisen würde. Ihr Blick huschte zur Seite und suchte den der Schwester. Ly verdrehte die Augen und innerlich musste sie grinsen. Es hatten wohl beide das Selbe gedacht. Noch immer hing Rafael bewusstlos in den Händen des Ordens. Dann endlich wies ihnen das junge Ding den Weg. Der Graf wurde ins Gästezimmer gelegt wo er nach einer Weile Lythianas und ihrer Obhut anvertraut wurde. Schmunzelnd half sie der Schwester. Hatten sie doch schon öfter einmal mit den Wirkungen der Kräuter herumexperimentiert und jede für sich übte zu Hause, das wusste sie. Iloiss und Sarog geleiteten seine Hoheit und gerade wollte sie sich auf dem Bett niederlassen als es klopfte. Sie runzelte die Stirn und war mit wenigen Schritten an der Türe. Herrgott wer störte da? Noch war das Mittel nicht verabreicht.. sollte er aufwachen konnte es heikel werden. Sie kannte die Dame nicht. Hatte sie von ihr gehört? Sarog erzählte später etwas von dem Theater und endlich konnte sie das Gesicht zuordnen. Stolzenfels... Felicitas.. in welcher Verbindung stand sie zu Rafael? Die Baronin war inzwischen gut verschnürt und so wandte sie sich wieder dem anderen Raum zu. Sollte Sarog seinen spass haben wenn er wollte sie machte sich nichts aus der Frau. Ohne anzuklopfen zog sie die Türe auf und stockte nach wenigen Schritt verwundert. Etwas stimmte nicht. Lythiana an der Wand und Jago schenkte ihr ein Lächeln das eine Gänsehaut ihren Rücken herunterlaufen ließ. Mit einem letzten Blick auf Ly folgte sie ihm hinaus. Die Worte waren mit bedachte gewählt und dennoch ärgerte sie sich viel später darüber. Hatte sie ihm gerade vor den Kopf gestoßen ? Hatte sie ihn an etwas erinnert das er selbst einen Augenblick vergessen hatte? Was auch immer sie hatte bekommen was sie wollte. Freie Hand im Umgang mit Rafael. Zufriedenheit zeichnete ihre Züge ehe sie wieder ins Zimmer eilte.
Die adrette Gewandung mochte sie unscheinbar wirken lassen und neben Lythiana nahm man sie wohl gar nicht in Augenschein. Sie war nicht groß, verglichen mit der Schwester sogar klein. Dennoch warf sie ihr einen bedeutenden Blick zu ehe sie sich ohne ein Wort an die Bettkannte Rafaels setzte. Lythiana rappelte sich auf. Was auch immer zwischen ihr und Jago vorgekommen war jetzt war keine Zeit. Die blasse Hand auf die Stirn des Gefangenen legend strich sie fast zärtlich einige verklebte Haarsträhnen aus dem Gesicht. Sie empfand kein Mitgefühl doch mit einem Studienobjekt ging man sorgsam um. Hier hatte sie wonach sie schon geraume Zeit verlangte. Oh nicht wissentlich doch dennoch... das innere Gefühl der Zufriedenheit war unumstößlich. Sie hab die Hand eine Winzigkeit an so das nunmehr die Fingerspitzen auf der Stirn zurückblieben. Immer wieder murmelte er Worte. Sein nackter Oberkörper wurde von dem Verband der die Wunde am Rücken schützte kaum bedeckt. Sie hatte nur wenig Sinn dafür obgleich er gut aussah das mochte man nicht bestreiten. Gänzlich konzentriert nun begann von ihren Fingerspitzen ein Leuchten auszugehen. Sie stärkte seine Sinne, nahm wahr was er wahr nahm. Den Oberkörper gebeugt nahe seines Ohres begann sie ihm Lügen einzuflüstern. Jedes Worte musste wie ein Donnergrollen in seinem Kopf wiederhallen. Das hier war etwas was sie verstand. Etwas das sie konnte ohne das es ihr hätte irgend jemand beibringen müssen. Das hier hatte mit der Vermischung der Realität zu tun und umso mehr kam die Wut in ihr hoch als er nicht brach. Sie hatte ihre Schwester zuvor noch gewarnt ihn nicht zu unterschätzen. Doch hatte sie selbst ihn nicht unterschätzt. Trotz des Trankes... trotz der Magie er war nicht zu brechen. Etwas war in ihm aufgekeimt, etwas wogegen sie nicht ankam. Erschrocken über die innere Stärke war sie zurückgeprallt. Er bäumte sich auf. Die Worte hatten Wirkung gezeigt doch schienen sie ihn noch mehr zu festigen und selbst als Lythiana sich anschloss. Sie scheiterten.
Rafael sank in eine tiefe Ohnmacht. Eine Ohnmacht wo ihre Worte ihn nicht erreichen konnten. Würden sie weitermachen würde er seinen Verstand verlieren und wurde wertlos. Bedauerlich.
Es hatte an ihren Kräften gezehrt und entschieden drückte sie sich hoch. Sie würde darüber nachsinnen wie sie weiter vorgehen würde. Man hatte ihr freie Hand gelassen und das würde sie nutzen. Den Rücken wie immer gerade haltend schwebte sie die Stufen hinab und stockte als sie eine Fremde Unten sitzen sah. Kurz musterten sich die Frauen gegenseitig, abschätzend. Sie war wohl jemand der nichts schenken würde und mit einem kurzen Nicken ging ich weiter. Im Rittersaal setzte ich mich auf einen der steinernen Stühle. Das Pergament vor mir war nicht wichtig doch wollte ich einen Moment der Ruhe. Einen Moment das Geschehene wirken zu lassen. Unmerklich wurde der Kopf gehoben. Schon wieder diese Frau.. sie ging und wandte sich den Schlafgemächern zu. Mein blick folgte ihr und als sie sich umwandte sprachen wir kurz miteinander. Sie hatte die Aufgabe des „Grafen“ ausgeführt?... also gut ich würde es ihm sagen. Ihr Name war Viola. Kaum war sie entschwunden erhob ich mich. Ein letzter Gang durch das Schloss. Es hatte sich bereits verändert. Mehr Wachen waren an dem Tor postiert. Zufrieden suchte sie sich einen Ort an dem sie ruhen konnte. Morgen würde es weitergehen mit Rafael.
Verfasst: Montag 25. September 2006, 13:36
von Antarian von Weylenstein
”Der unwissende vor dem Schloss”
Antarian erging wie an einem Jeden Tag getreu seinen Pflichten nach. Immer wieder verließ er Rathaus um vereinzelten Bürger besuch abzustatten. Auf dem Lande, einfache Streiterin zwischen Bauern zu schlichten. Seine Aufgaben waren vielfältig. Endlich! - Geschafft! die Arbeit zu Ende, Leana ich komme nach Haus, dachte sich Antarian als er zum Rathaus ging. Letzte Werke verfassen noch, kaum der mühe wert. Doch der Gáng zum Briefkasten belehrte ihm eines besseren. Dieser war voll, voll von neuen Aufgaben, die erledigt werden mussten. Kurz geknickt blickte er über die ganzen Schriftrollen hinweg, ergriff diese auf in seine Arme. Wendete sich herum. Huch der Graf? Interessantes Gefolge, murrmelte Antarian auf anhieb sich selber zu. Huch! den einen kenne ich doch, war doch Kunde bei Leana. Gewänder hatte er glaube Ich erstanden. Er zuckte mit dem Schultern, war aber nur kurz Verwundert. Man kann schließlich nicht in einer bedeutenden Grafschaft wie dieser, eine jede Person im Gefolge des Grafen kennen. Er neigte seinen Oberkörper, setzte zur Gruß formell an, doch oh wunder? Der Graf schenkte Ihm kaum eines Blickes, nicht mal ein Wort. Sondern ging Zielstrebig auf das Tor zu und _verlangte_ förmlich Einlass. Antarian legte seine Stirn in falten, der Graf musste wohl einen schlechten Tag gehabt haben. Das Gefolge vom Grafen erneut kurz musterte, die Schultern anhob und ins Rathaus ging, seinen Aufgaben nachkommend.
Etwas zeit verging, er musste wieder das Rathaus verlassen in einer Angelegenheit von Wichtigkeit. Bei Wiederkehr traf er auf die Baronin von Stolzenfels. Sie fragte kurz ob Graf - Anwesend im Schloß, oder Ihr _geliebter_ Rafael. Natürlich ließ Sie das geliebter vernehmlich weg. Aber Antarian dachte sich das Wort bei Ihrem Satz einfach mal frech dazu. Ja der Graf ist im Schloß. War seine Antwort, doch versichte er im gleichen Maßen das er über Herrn Argantas Anwesenheit im Schloß nichts weiss. Kurz wurde sich Verabschiedet. Erneut trat er die Reise ins Rathaus an. Stunden vergingen, es wurde Spät abends bis alle Aufgaben endlich erledigt waren. Wie wohl sein Vorgänger damit zurecht kam? Hatte Antarian Monate gebraucht um sich Einzuarbeiten. Mit knappen seufzen verließ er das Rathaus. Wollte wie in einem Jeden Abend, den Wachen am Tor noch kurz; guten Abend sagen. Doch dieses mal hielt er inne. Fünf Wachen am Tor, statt den bekannten Zwei? Und was macht der Man in Uniform der Leibgarde des Grafen dort? Sollte er nicht im Schloß verweilen? Der Graf musste nicht einfach einen schlechten Tag gehabt haben. Er hatte Ihn sicherlich! Schickt er schon seine Wächter fort. Er schüttelte nur grinsend sein Haupt. Wünschte dem Grafen ins geheime für sich wieder bessere Tage. Er suchte letzendlich in der Taverne noch nach etwas Speis und Trank, kurz dabei ein plausch geführt mit der Dame von Wolfenfels. Aber baldigst schon lag er friedlich schlummernd, nichts Ahnend in seinem Bett.
Das einzigste was Antarian nur doch zu denken gab, war das auch am nächsten Tag, niemand ins Schloss gelassen wurde. Ist was passiert?
Verfasst: Montag 25. September 2006, 16:40
von Rafael de Arganta
Er hatte endlich einen Bauernhof gefunden, Adrian würde es sicher erfreuen und so ging er ins Schloss, dieses mal den Geheimgang benutzend um den Freund zu überraschen.
Frohgelaunt setzte er sich auf den Stuhl wollte warten, doch Geräusche die so gar nicht zu dem friedlichen Leben am Schloss passten ließen ihn aufhorchen.
Waffen? Schreie?
Er sprang auf, das Schwert ziehend und eines der Schilde von der Wand nehmend...
Himmel warum hatte man nicht immer dabei was man brauchte.
Schon stürmte er hinaus in die große Halle die im Gegensatz zu sonst leergefegt war.
Keine Wachen keine Gardisten nichts.
Rafael wurde flau im Magen.
Adrian!!!
Durchzuckte es ihn und er sprintete voller Furcht um den Freund zur Tür, um dann jedoch inne zu halten und erst einmal um die Ecke zu spähen.
Der Graf war auf seinen Knien, zwei Gestalten vor ihm.. oder besser gesagt zwischen Rafael und ihm.
Davor waren wieder einige.
Anlauf nehmend und auf die Überraschung hoffend, sprang er über die Hecke dann von der Bank gegen die Beiden die Adrian wohl am Boden hielten.
Er vermochte sie mit der Wucht und dem Überraschungseffekt zur Seite zu schleudern, kam selber wieder hoch um Adrian hoch zu ziehen.
Erst jetzt registrierte er das die Gegner Stäbe in ihren Händen hielten... keine Schwerter, und hätte er die Zeit gehabt wäre er wohl blass geworden.
„Magier.“ Durchzuckte es ihn sichtlich bestürzt und ihm wurde bewusst das sie hier kaum bestehen konnten. Die Gardisten, die Wachen des Schlosses lagen überall verstreut tot am Boden.
„Weg hier!“ brüllte er und Adrian zeitgleich wie aus seinem Munde, und schon stürmten sie vor.
Seite an Seite die Schwerter erhoben, mit den Schilden Angriffe von Waffen ablockend, von jenen die versuchten sie mit Waffengewalt auf zu halten.
Sie kamen bis zum Torbogen, dann wurde ihre Flucht durch eine magische bläulich schimmernde Wand aufgehalten.
Sie waren verloren würden sie nicht wegkommen, doch wie sollte man diese Wand überwinden.
Er überlegte fieberhaft, während jene Angreifer sich näherte, Adrian neben ihm fasste entschlossen das Schwert fester, den Blick auf die Gegner gerichtet.
Erst jetzt wurde Rafael des Mannes gewahr der ein Ebenbild seines Freundes war.
Adrian... Graf von Hohenfels...
Ein Schneller Blick neben sich, sich dabei seines Freundes neben sich versichernd, ließ ihn fluchen.
Erst recht als der falsche Adrian die Hand nach ihnen ausstreckte... und ein Helles flammendes Gebilde darin entstand.
Feuer... Ball ... ein Feuerball...
Rafael handelte seinem Instinkt nach, noch bevor er wirklich nachdachte. Und schleuderte seinen Schild in die Richtung des Magiers der davon getroffen zurück taumelte. Der Feuerball verpuffte, doch noch bevor er sich von dieser Aktion erholen konnte, wurde er von Adrian zur Seite gerissen, ein weiterer Feuerball war von anderer Seite auf sie zugeschleudert worden.
Gleißender Schmerz durchzuckte ihn als dieser seine Seite streifte, um donnernd in der Magischen Wand zu landen und diese damit zu durchbrechen... ein Loch tat sich auf... eine Chance für ihn und Adrian .
„WEG HIER!“ hörte er Adrian brüllen der ihn nun mit sich zog gen des Tunnels zur Königsstadt.
Aber Rafael hatte Mühe zu folgen, die Seite brannte wie Feuer und die Magier holten schnell auf.
Adrian musste in Sicherheit gebracht werden....
Der Graf...
Ich würde dich mit meinem Leben schützen ... hörte er in sich die Worte, und jetzt war es wohl an der Zeit jenen Eid ein zu halten.
Der Tunnel alleine wäre keine Lösung....zu nah schon die Gegner.
Man würde hineinspringen die Magier folgen und dann wären sie verloren gewesen.
„Rein da! Ich halt sie auf. Und keine Diskussionen!“ brüllte er noch bevor er dem verdutzten Adrian einen Stoss zum Tor hin versetzte, ihn hindurchstieß um sich im selben Moment den Angreifern zu zu wenden um diese auf zu halten, so das Adrian einen Vorsprung erhielt.
Den ersten vermochte er noch mit seinem Schwert zurück zu treiben, doch dann wurden es zu viele, er sah wie der falsche Adrian die Hand hob, wollte zurückweichen als ihn plötzlich ein stechender Schmerz im Rücken wanken ließ. Heiß spürte er das Blut am Rücken entlang rinnen, noch einmal versuchend zurück zu wanken, als er den Grellen Blitz auf sich zurasen sah.
Es gab kein Entkommen,
Kein Wappnen auf den Schmerz der ihn je zu zersprengen drohte, als er spürte wie etwas in seine Brust einschlug ihn zurückwarf und ihn dann in das gnädige Schwarz der Ohnmacht riss.
Verfasst: Montag 25. September 2006, 16:47
von Adrian Hohenfels
Bereits früh am nächsten Morgen war er wieder wach. Er hatte schlecht geschlafen, die noch nicht gänzlich abgefallene Spannung gepaart mit dem nicht ausgelebten Rausch des Sieges hatten ihn nicht zur Ruhe kommen lassen. Was ein Glück, daß ihm keine seiner "Leibwächterinnen" gefolgt war, er hätte für nichts garantieren können. Aber wenigstens schien Sarog noch seinen Spaß mit dieser Lady Felicitas gehabt zu haben. Er schien sowieso etwas mehr über diese Dame zu wissen, er würde ihn unbedingt später danach fragen müssen. Felicitas - Lythiana. Nach ihr mußte er auch noch sehen. Es durfte nicht passieren, daß ordensinterne Liebeleien ihr Unternehmen in Gefahr brachten.
Nach einer kurzen Katzenwäsche griff er nach der Uniformhose und stieg hinein. Mit den Händen fuhr er sich behelfsmäßig durch das silbrig schimmernde Haar und band es zu einem Zopf zusammen, dann zog er ein loses Leinenhemd über. So, daß mußte erst einmal reichen, bis die wichtigsten Dinge erledigt waren. Wo fing er am besten an?
Erneut wandten sich seine Gedanken in Richtung Lythiana, von ihr zu Felicitas - ach ja, Rafael.
Jago lächelte als er jetzt genau wußte, womit er beginnen würde. Und danach würde er sich von dieser Göre, dieser Selina oder wie sie hieß, ein heißes Bad bereiten lassen.....
Etwa eine Stunde später verließen mehrere Gardisten und Herolde das Schloß, um die neuesten Nachrichten in der Grafschaft zu verkünden.
[ http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=13291 ]
Verfasst: Montag 25. September 2006, 17:03
von Darna von Hohenfels
Gemütlich räkelte sie sich und streckte die Finger noch ein bißchen. Hach, wie schön es war, auf einem flachen Stein zu liegen! Am blossen Bauch die Wärme des aufgeheizten Steines und von oben auf dem Rücken die Wärme der Herbstsonne.
Sehr regnerisch war es die letzten Tage gewesen, aber dann ließ sich wenigstens leichter etwas zu essen finden. Bald würde es kalt werden. Die Sonne keine Steine mehr vorwärmen. Also hatte sie die Gelegenheit sogleich genutzt, als der Himmel sich aufklarte.
Noch etwas träge gähnte sie herzhaft und fuhr sich mit der klebrigen Zunge über die Lippen, als ein Schatten auf sie fiel, so riesig, daß er die Sonne verdunkelte.
Gefahr! Bloß schnell weg, unter den Stein!
Die Ritterin lachte leise, als die Eidechse, die sich bis eben noch gemütlich gesonnt hatte, blitzflink unter dem Stein versteckte. "Entschuldige", meinte sie mitleidig, während sie gutmütig amüsiert lachte und tief durchatmete. Die weiten Flächen hinter Berchgard... dieser Tage wuchsen ihre Gedanken, sie zu ihrem Zuhause zu machen. Und nicht nur zu ihrem.
Sie hatte Ibert gesagt, sie würde wahrscheinlich erst morgen, am 25. wiederkehren, es musste sie also niemand vermissen, wenn sie mal einen Tag dem Schloß fernblieb.
Diese malerische Ecke mit dem kleinen Fluß... Orte wie diese weckten in ihr immer die Frage, ob es irgendwo noch mehr dieser heiligen Orte gab, die von der Gütigen berührt worden waren. Mit einer einfachen Schlafrolle machte sie es sich unter einem ausladenden Baum bequem.
Hatte sie zu lange die Eidechse beobachtet?
Sie träumte von einem riesigen Schatten, der auf sie fiel. Auf sie... das Schloß... ihr lieb gewordene Menschen...
Irritiert wachte sie auf und schüttelte den Kopf. "Träume sind Schäume", hieß es ja so schön - erst diese ganzen Traumbilder von Schwertern, jetzt sowas. Sie gab nichts darauf und überlegte lieber, ob es schon ein angemessener Zeitpunkt war, seine Hoheit von ihren Plänen zu unterrichten.
Aber es konnte ja warten, wenn er wieder so viel zu tun hatte.
Verfasst: Montag 25. September 2006, 17:12
von Rafael de Arganta
Wie lange diese Ohnmacht währte wusste er nicht. Das erste woran er sich erinnerte war der Helle Blitz gewesen, dann erinnerte sich siedend heiß an die Geschehnisse und dann kam der Schmerz.
Höllisch brennend, und als er spürte wie er jemand nach ihm griff als er sich aufrichten wollte, versuchte er instinktiv nach dieser Hand zu greifen.
Wie ein Berserker, getrieben von der Panik wehrte er sich rollte aus dem Bett, wollte sich aufrichten doch seine Beine trugen ihn nicht.
Zeitgleich setzte ein gellender Schmerz in seinem Kopf ein, der sich ausbreitete und ihn bald wieder in die Ohnmacht zurück sinken ließ.
Schaumig, schwummerig... keine Schmerzen, getragen von Luft und Wellen, doch alles in Schwarz getaucht war das erste was er wieder mitbekam.
Dazu Stimmen.
Stimmen die ihm von den Freuden Alatars erzählen... und er fühlte sich sofort behütet ...
Lüge! durchschoss es ihn sofort.
Aber er diente doch nicht mehr Temora, sie hatte ihn verlassen. Sie hat DICH verlassen.
Lügen! Temora verließ einen nicht. Man konnte sich vor ihr verschließen doch war sie stets mit einem wenn man nur genug horchte.
Du hast gefehlt, ...
Nein hatte er nicht. Demut, Ehre, Opferbereitschaft, Tapferkeit, Geistigkeit, Mitgefühl, Gerechtigkeit, zitierte er einfach, die Tugenden, spürte die Kraft in sich die der Glaube daran und an das Wohl Temoras in ihm aufbaute, und er spürte wie das Flüstern nachließ, er konnte wieder schlafen... schlafen, versinken in das Dunkel... doch da war noch was....
„Vorsicht, er wird alles aufnehmen was hier vor sich geht.“ Und er nahm mehr auf als ihm gut tat.
Felicitas... Felicitas war hier...
Das durfte sie nicht, es war eine Gefahr für sie. „Nimm sie mit und mach mit ihr was du willst.“
Das Bewusstsein darüber verwischte, und wieder diese Stimmen. Er sollte vergessen. Alles vergessen... doch er wollte nicht.
Er spürte die Hitze in ihm er spürte die Wut den Zorn in sich nicht einfach sich erheben zu können um etwas zu tun.
Er wollte nicht weichen, er betete zu Temora, flehte um ihren Schutz ihrer Gnade. War er nicht ihr Paladin gewesen, hatte er nicht stets versucht dem Licht zu helfen.
„Sie ist nicht mehr dein, Sie hat dich verlassen... sie vergnügt sich gerade mit wem anderen..“ hörte er das Wispern wieder, und zum ersten Male ließ er sich von seinem hilflosen Zorn leiten, indem er aufschrie, all seine Kraft in diesen Schrei legte und auffuhr, er schlug um sich und spürte wie der Schmerz kam, spürte wie das Dunkel vor seinem Zorn wich, spürte eine Hand an seiner Schläfe und das Dunkel zurückkehrte, nur um ihn dieses mal wieder vollkommen mit fort zu nehmen.
Verfasst: Montag 25. September 2006, 18:40
von Viola Ser´Rhal
Sie seufzte leise. Mädel, Leana, die getätschelte Wange …, irgendwas stimmte so gar nicht mit dem Grafen und er benahm sich seltsam. Ganz davon abgesehen dass das Schloss abgeriegelt wurde und die Wachen ihr vehement die Tore nicht mehr öffnen wollten. Dazu kam noch die Tatsache dass Rafael und Felicitas ungewöhnlich lange in den oberen Stockwerken waren … gerade zu Felicitas passte das nicht. Und wo zum Henker blieb Darna? Irgendwas stimmte hier nicht, ganz und gar nicht … schon allein diese seltsame Leibwache. Aber sie würde stumm verharren und abwarten, irgendwann würde sich schon die Gelegenheit ergeben, ein wenig Licht in die ganze Sache zu bekommen. Jedenfalls erhoffte sie sich das.
Verfasst: Montag 25. September 2006, 19:12
von Lythiana Cronor
Vorsichtig rollte sich Lythiana unter Sarogs Arm weg, stand leise auf und schlich sich auf Zehenspitzen aus dem Raum. Kaum zwei Stunden war es her, dass sie beide sich zur Ruhe gelegt hatten und so müde sie auch gewesen war, sie hatte doch nicht schlafen können.
Ihre Gedanken kamen nicht zur Ruhe, die Ereignisse des Tages überschlugen sich in ihrem Kopf. Wenn es einen Tag gab, der unter dem Motto "Ein Wechselbad der Gefühle" stehen konnte, dann dieser. Nervöse Anspannung, freudige Erwartung, Adrenalinschübe, wilder Triumph, ein Schock, Schande, Macht, Amüsement, Eifersucht, Melancholie, Geborgenheit, Verlangen... Vermutlich gab es keine Empfindung, die nicht darunter gewesen war. Sie wusste, dass sie sich eigentlich freuen sollte, dass sie stolz sein sollte auf das erreichte - und doch war sie es nicht, zumindest nicht in erster Linie. Noch litt sie zur sehr unter ihrem "Versagen", sorgte sich zu stark um die Konsequenzen. Wieso in Alatars Namen war sie nur so ungeschickt gewesen und hatte ihren Flammenball ausgerechnet gegen die magische Barriere geschleudert? Sie hätte es doch besser wissen müssen! Nur ihr war es zu verdanken, das Adrian entkommen konnte... Jago hatte ihr zwar bisher keine Vorwürfe gemacht, doch war sie fest davon überzeugt dass es nur noch eine Frage der Zeit war. Sie hatte noch am selben Abend versucht, ihre Scharte wieder auszuwetzen in dem sie sich mit Lanaya um Rafael "kümmerte"... ihr Vorhaben war auch recht erfolgreich gewesen, doch würde es reichen? Würde es reichen, ihren Ruf wieder her zu stellen, der, wie die junge Magierin meinte, mehr als einen leichten Kratzer abbekommen hatte?
Ruhelos, einem Geist gleich wanderte Lythiana durch die Gänge des Schlosses, vertrieb sich die Zeit mit Grübeleien bis es hell wurde... dann lenkte sie ihre Schritte zu dem Zimmer, in welchem Rafael untergebracht war. Es wurde Zeit für die nächste Dosis...
Verfasst: Montag 25. September 2006, 22:34
von Selissa von Appelthane
Nicht unweit vom Schloß, gut verborgen in einer dunklen Nische macht es sich ein junges Mädchen im Gras gemütlich. Allem Anschein nach nicht mehr als eine einfache Bettlerin, mit schmutzigen Füßen, zerrissenen Kleidern und verfilztem Haar, die sich dort einen Platz zum Schlafen gesucht hat. Sieht man jedoch genauer hin, fällt vielleicht auf dass das Mädchen großes Interesse an dem Tor des Schloßes hegt, wirft sie doch immer wieder verstohlene Blicke dorthin, immer wenn sie vermutet eine Bewegung dort wahrgenommen zu haben...und so verbringt die junge Frau die ganze Nacht dort und beobachtet alles was auffällig erscheinen könnte...bis ihr wohl irgendwann vor Müdigkeit die Augen zufallen...
Der Wirt Fredegar aus der Taverne "zur blühenden Weide" wird zudem Adrian sobald er ihn sichtet, eine mündliche Nachricht von Selissa überbringen, die wortwörtlich dies gesagt haben soll:
"Adrian, sobald du diese Nachricht erhälts, schwing deinen Arsch zum Schloß, verhalte dich unauffällig und kein Wort zu Niemanden...und verkleide dich, so dass du in den Straßen genauso wenig auffällst wie ein Straßenköter. Dein Schwesterchen."
Verfasst: Dienstag 26. September 2006, 00:22
von Darna von Hohenfels
Die Gegenkonspirative
"Da ist man mal EINEN Tag nicht da...!", fluchte sie und fasste sich an die Stirn. Das durfte doch alles nicht wahr sein, oder? Sie kam in die Stadt zurück und wurde gleich von einigen ihrer Kameraden abgefangen.
Was das zu bedeuten habe - Leute in schwarzen Umhängen seien der Garde befehlsbefugt übergeordnet. War sie nun vor wenigen Tagen erst zum Oberst ernannt worden, oder nun doch nicht?
Im Kastell erhielt sie zwei Schreiben: einmal den Aushang, der sie blass werden ließ und eine Notiz vom Hauptmann, die er durch einen absolut vertrauenswürdigen Gardisten persönlich an sie übergeben ließ - er hatte ein Bewerbungsgespräch ganz offensichtlich dafür ausfallen lassen, um seine Ehren de Dynal aufzusuchen.
Gütige, was war hier los?
Bei Antarian angelangt, glaubte sie sich dann mehr und mehr in einer konspirativen Verschwörung, gegen... ihr eigenes Zuhause!
"Wie gut kennt Ihr das Schloß, Mylady?", fragte Thelor Dravan.
"Gar nicht - ich wohn da nur", gab sie trocken und bissig zurück.
"Wo schlaft Ihr heute Nacht überhaupt?" Plötzlich überschlugen sich die Angebote, und wäre die Lage nicht so himmelschreiend katastrophal gewesen, sie hätte sich darüber amüsieren können oder wäre gerührt gewesen.
"Das kann ich später sehen - wir haben zu tun."
Antarian de Dynal, Thelor Dravan, Hudgarr Amarth, Lord Quarius, Falk und sie... eine illustre Runde.
Irgendwas war im Schloß geschehen. Quarius drängte auf eine persönliche Unterredung mit dem Grafen. Falk drohte an, daß der Clan es nicht dulden werde, wäre Viola in Gefahr.
Sie schüttelte den Kopf. Unkoordiniert. Alle bemüht, aber unkoordiniert.
"Darf ich sprechen?", fragte sie etwas lauter und fordernd in den Raum. Sie hörten ihr zu. Gut. Fakten sammeln:
Beim Wachwechsel war es zu einer irregulären Unterbrechung gekommen, es fehlten Wachen, wie Hudgarr die bisher aufgeschnappten Erzählungen bestätigte. Er sollte herausfinden, wie viele.
Seit diesem gestörten Wachwechsel wurden Personen im Schloß 'vermisst', die man seitdem nicht mehr gesehen hatte und über ihren Verbleib nichts sicheres wusste: Viola, Eileen, Rafael, Felicitas und nicht zuletzt seine Hoheit selber.
"Das war nachdem der Graf ohne Gruß an meine Person ins Schloß trat. Er war in Begleitung einiger Mannen, die ich in meinem Leben noch nicht gesehen habe - außer einem... einem Kunden meiner Verlobten."
Wer immer diese "Inquisitoren" waren... die Lüge, sie seien von außerhalb gekommen, stank bis zum Himmel. Es war... theoretisch sogar eigentlich möglich... aber in welchem Zeitrahmen hätten ein Angriff Rafaels und ein Aussuchen solcher Leute stattfinden sollen? Und... und... das passte einfach nicht!
Sie, außen vor gelassen, uninformiert - besser noch, ausgesperrt? Keiner, der was gesagt hätte, niemand, der aus dem Schloß nach ihr suchte? Oberbefehl über die Garde?
Das konnten sie - wer immer "sie" waren - jemandem erzählen, der sich die Beinkleider mit der Kneifzange anzog.
"Wie viele Begleiter waren das etwa, Euer Ehren? Wann war das, von wo kam er und wie betrat er das Schloß?"
In der Garde gedient zu haben, zahlte sich immer wieder aus. Sie trugen Informationen zusammen. Erwogen Möglichkeiten, stellten fest, daß sie mehr Informationen brauchten. Es war ein kleiner Trupp gewesen, man hoffte offensichtlich trotz all der Merkwürdigkeiten, daß eine Täuschung gelingen würde. Es kam der Verdacht auf, daß es eine "Ablenkung" Rahals sei, um Zeit bis zu einem neuen Krieg zu schinden. Was sie zudem vermutete, war, daß bei einem solch kleinen Kontingent und dem seltsamen Verhalten des Grafen Magie mit im Spiel war. Was man nicht wusste, war, ob der Graf womöglich beherrscht war oder ob die Existenz eines Grafen irgendwie vorgetäuscht wurde.
Ablenkung... und was war mit Adrian geschehen? Teilweise ließ die Sorge sie bissig werden.
Quarius wollte alleine rein, mit dem Grafen reden.
"Säße ich als Feind im Schloß, ich wär ab jetzt über jede wichtige oder einflußreiche Person vor, die so blöd ist, alleine zu mir zu kommen. Würde sie alle einkassieren und mich bedanken."
Was das für sie selber bedeutete, wollte sie gar nicht so wirklich bewusst wahrhaben. Ab sofort hing es wie die Schneide einer Henkersaxt über ihrem Kopf, wenn sie sich durch die Stadt bewegte. Trotzdem durften sie nicht auffällig sein.
Vielleicht hatten sie Adrian getö... nein. Daran durfte sie nicht mal denken.
Morgen. Morgen abend, siebte Stunde würden sie sich im Haus von Quarius wiedertreffen.
Cathal sollte noch verständigt werden. Und sie würden magische Hilfe brauchen. Mit Cathal hatte man auch den magielastigen Llastobhar-Clan auf seiner Seite, und die Priora neben ihrem... Gefährten oder was auch immer, Hofmagus de Jagotin, waren ohnehin die naheliegenden Ansprechpartner. Sie musste zum Konvent.
Sie hatten sich erst getroffen, nun schwärmten sie aus.
Falk schaffte es, Nachricht von Viola zu erhalten, und diese ließ Hoffnung schöpfen, daß der Graf sicher war - gleichzeitig legte er nahe, daß Alatarjünger im Schloß waren. Doch das überraschte sie inzwischen nicht mehr.
Das Herz der Grafschaft, vergiftet... fieberhaft deligierte sie, sammelte Informationen, verteilte sie, schickte die Leute wieder los.
Hudgarr sollte prüfen, wer von den Schloßgardisten, angefangen bei den Mauerwachen, von den neuen Anordnungen des Grafen nichts hielt. Das ließ sich recht leicht herausfinden, indem man behutsam prüfte, ob die Wachen diesen Inquisitoren oder der neuen Frau Oberst Befehlsgewalt zusprachen.
Schon wieder dieses verschwörerhaft anmutende... es widerte sie letztendlich an.
Sie trafen auf einen Elfen, Herrn Isdaniel, der schon beim dunklen Portal vor dem Kastell daran beteiligt war, auf magische Weise den Grafen zu retten - ein weiterer wertvoller Verbündeter.
Der Schloßzugang musste unauffällig überwacht werden und sie wusste sofort, wer dafür prädestiniert war: Selissa und Adrian Greif.
"Behaltet das Tor im Auge. Und... seht, ob Gesichter aus Rahal dabei sind, die ihr kennt."
Im Konvent war niemand.
Sie ging zum gemeinsamen Anwesen von Una und Feoras und warf bei der zierlichen Magieren einen Brief in den Briefkasten. Wieder kam sie sich auf makabere Art vor wie ein Verräter. Was würde Eileen wohl sagen, wenn sie sie so sähe? Ihre Hand ballte sich zur Faust.
Irgendwann... entstand tatsächlich die Frage, wo sie schlafen sollte. Als sie die Augen kaum mehr aufbehalten konnte. Sie hätte überall Quartier finden können - es war ein beruhigendes Gefühl, trotzdem schien es ihr nicht richtig. Was brauchte sie? Einen Ort, an dem sie nicht so ohne weiteres gefunden wurde und wo man doch eigentlich nicht lange suchen musste. Einen Ort, verborgen aber nicht versteckt...
Sie hinterließ bei Fredegar in der Herberge für Selissa die Nachricht, sie sei "Dort, von wo sie und Farion mich mal beobachtet haben."
Die Sessel auf der Kirchenempore waren bequem genug, daß man darin einschlafen konnte - Farion hätte das sicher bestätigen können...
Verfasst: Dienstag 26. September 2006, 01:39
von Antarian von Weylenstein
War es Klug oder Dumm, warst du zu schnell oder hattest du einfach nur Angst? Du hattest die Herrschaften geladen in dein Heim. Hast Worte Gesprochen die als Verrat angesehen werden konnten. Keinen wirklichen beweis hattest du. So wurden viele weitere Worte gesprochen. Erst mit der Zeit ergab alles einen Sinn. Erwartest du Belohnung für deine Treue? Nein das machst du nicht, du hast nur einen kleinen Stein ins rollen gebracht. Es herrschte durcheinander, es dauerte etwas bis Ordnung endlich einkehrte. Bis endlich etwas Organisation seinen Weg ins Chaos bahnte. Die anderen werden sich dieser Angelegenheiten annehmen. Spiel deinen Part, sei der Reichstreue Richter auch weiterhin. Sollen sie doch die Fäden aus deinen Händen nehmen. Sie verstehen davon mehr als du. Schaue zu und lerne. Gib deinen Beitrag und hoffe das beste. Alles für das Reich Alathair.
Geladen waren Paladin und Hauptmann. Zu zusätzliche ungeplante Gäste waren aber eine Ritterin und Anführer eines Barbarischen Volkes. Als auch ein Vertreter einer Reichstreuen Vereinigung. Das nächste treffen sollte schon mehr umfang haben. Mehr Personen daran teilnehmen. Doch gab es wirklich schon genug Hinweise um so schnell zu reagieren. Doch die Hinweise müssten genügen. Rafael, ein treuer Mann des Reiches, sein Leben stand wohl auf dem Spiel. Musste also gehandelt werden. Die hintergründe erfragt werden. Doch steht dies nicht gegen zu einem Gesetz? 1.1 Der König/die Königin bzw. dessen rechtmäßiger Vertreter (Truchsess) steht über allem. Durch diese gefällte Entscheidung sind nicht anzweifeln. Was machen wir dann gerade? Zweifeln wir alle die heute sich getroffen haben und Jene die sich morgen Treffen werden nicht jetzt schon? Ist der Graf vielleicht wegen Irgendetwas einfach nur verstimmt? Nein, unlogisch, dafür passend die Umstände nicht.
Immer wieder wandelte Antarian zwischen den Personen umher, Informationen sammeln, Informationen weitergeben. Etwas Ordnung halten im Chaos. Jeder kannte seine Aufgaben, wies er doch immer wieder darauf hin. Informationen sind alles. Oder sollten Sie blind in Ihr verderben laufen? der Konvent des Phönix, die logischste Wahl. Magie mit Magie bekämpfen, auch wenn es einem gewissen Tiefländer nicht gefallen wird. Schöpfen müssen wir aus all unseren Ressourcen. Gezielt sollten bestimmte Personen mit zu Rate bezogen werden. Vieleicht sollte man aber im Kreis besprechen wer diese Personen sein werden, bevor jeder Irgendwem dazuholt die einfach keinen Sinn ergeben für den Moment? Zum Abendessen geladen, auf Antarians drängen auf einem erneuten treffen, werden auf dem Anwesen des Sire de Lore sich alle beteiligten sich sammeln. Dort würde man weiter beraten. Antarian hoffte nur das alles nicht zu schnell die Runde ging, als das man das im Schloss davon mitbekommen könnte. Darna nahm sich der Sache um die Magie an. Der Tiefländer war nützlich, hatte er mit Viola jemand im Schloss, der mit gezielten sorgsamen Austausch von Nachrichten vieleicht einige weitere Kunde bringen könnte über die Vorgänge im Verschlossenen Schloss. Ist dies doch Vorrangig von Wichtigkeit. Der nächste Tag würde zeigen was passiert.
In einem Jedenfall sollte man mit Vorsicht vorgehen. Einfach zu Stürmen gleicht an Verrat. Wissen wir nicht darum wer im Schloss verweilt. Geiseln sich vieleicht befinden? Gibt es überhaupt Geiseln? Unschuldige Gardisten des Reiches invollviert die Verwirrt ob des angehnden falschen Grafen, oder wars der Richtige der nur unter Magie einfluss ein Willenloser Sklave ist? ZEIT! Er hoffte die anderen dazu bewegen zu können sich davon etwas zu nehmen und nicht blind in Ihr verderben rennen. Vieleicht, Ja vieleicht, ist dies alles auch nur ein schlechter Traum, der morgen früh nach dem Aufwachen sein Ende findet. So schlief er unruhig die Nacht, neben seiner Verlobten.
Verfasst: Dienstag 26. September 2006, 07:44
von Rafael de Arganta
Durst.
War das erste Gefühl das ihn durchströmte dann wieder diese Schmerzen.
Er hörte Stimmen, die er nicht zuordnen konnte, und irgendwann den Namen Felicitas, irgendwas er solle gestehen, und davon das man ihr sonst Finger für Finger für Finger abschneiden würde... Grauen durchfuhr ihn.
Was geschah hier, was wollen sie von ihm.
Gestehen.... was gestehen?
Mord... Angriff.
Er hat Adrian angegriffen. habe ich? er war verwirrt, marterte sein Hirn konnte sich nicht erinnern, fühlte nur den Druck auf seine Schläfen.
Sah in seinen Erinnerungen die Toten. „Adrian..“ krächzte er vorsichtig, Etwas stimmte nicht ... und plötzlich kamen die Erinnerungen. Sie stürzten auf ihn ein wie eine verseuchte Flut.
Er versuchte mühsam die Augen zu öffnen, strengte sich an, doch mit diesem Versuch
verstärkte sich der Druck der Hand auf seine Schläfe und er sah erneut eine Erinnerung.
Sah Felicitas mit einem dunklen berobten Mann im Bett, und erneut die Stimme.
„Du wirst ein Kind der Akoriter aufziehen, du wirst ihr eigenes Kind als deinen Feind töten.“
„Lüge!!!“ Sie vergifteten ihn langsam mit ihren Lügen. Felicitas... sie hatten Felicitas...
Er wollte sie sehen, wollte ihr helfen... dabei vermochte er nicht einmal sich selber zu helfen.
Unbändige Angst ergriff ihn.
Er Riss die Augen auf, ohne den Versuch zu machen Hoch zu kommen, rollte er einfach vom Bett, einzigst von dem Gedanken getrieben weg zu kommen. Unkoordiniert aber doch überraschend genug das man ihn nicht halten konnte, und er auf den Boden knallte.
Er griff einfach nach dem erst Besten was er fassen konnte, und das war ein Bein.
Wem es gehörte...
Egal.
Er versuchte sich daran hoch zu ziehen, etwas zu ertasten was er brauchen könnte was ihm helfen würde.
Er sah alles verschwommen, doch was er ertastet brauchte er nicht zu sehen um zu wissen was es war.
Ein Dolch.
Er zog ihn mit Schwung heraus, die letzte Kraft hinein legend, doch ließen ihn seine Beine im Stich, ehe er etwas erreichen konnte. Er fiel, knallte auf den Boden, doch fühlte er auch wie der Dolch über etwas schnitt. Fühlte etwas warmes über seine Hände laufen und hörte den Schmerzenslaut einer Frau.
Wilder Triumph erfasste ihn bis ihn irgendwer gegen die Rippen trat und man ihn unsanft auf das Bett zerrte, wo er ermattet liegen blieb.
Er hatte keine Kraft mehr. Hätte nicht gewusst wo er sie hergeholt hatte außer aus dem Zorn über die Hilflosigkeit, dem was Geschah und die Angst um die Geliebte.
Er spürte wie er wieder festgebunden wurde, wie man ihm etwas einflösste und dann erneut Erinnerungen von toten Gardisten. Sah sich mit dem Schwert, und versuchte diesen Gedanken zu entrinnen.
Versuchte sich das Gesicht Felicias vor zu stellen, ihre Stimme, ihr Gesang, ihre Augenfarbe, doch schon als man merkte das er ihnen entglitt, wurde erneut der Druck stärker.
„Du hast Adrian angegriffen, du bist ein Verräter.“ Er schüttelte den Kopf.
Wollte aufbegehren aber sein Kopf, seine Gedanken waren wie in Watte gefasst.
Du hast versagt... du wirst bestätigen das du es warst, denk daran was wir sonst mit ihr machen werden.
„Adrian..“ keuchte er fast flehend den Mann ansehend der wie sein Freund aussah. „Hilf mir.“
„Ich bin gleich bei dir mein Freund.“ Hörte er die Stimme, Adrians, aber war es Adrian....
Hatte er Adrian nicht...
Nein... er hatte... hatte Gardisten getötet...
Hatte er?
Er hatte sich rächen wollen, er hatte alles verloren...
„Wirst du gestehen wenn wir dich fragen? Ihr wird nichts mehr geschehen.“
Irgendwann nickte er einfach.
Er war gebrochen, fühlte sich im Schmerz gefangen in der Erinnerung seiner Taten.
Immer wieder diese Stimme die ihm aufzeigte was er getan hatte, und irgendwann dazwischen eine Stimme die er unter Hunderten herausgehört hätte.
„Ich liebe dich.“ Wisperte diese, und er wusste nicht einmal ob es Einbildung oder Wunschdenken war.
Er spürte nur das ihm Tränen über das Fieberheiße Gesicht lief.
Er wollte nicht das sie ihr etwas taten, er würde zu dem stehen was er ... getan hatte.
Verfasst: Dienstag 26. September 2006, 10:26
von Lanaya Shevanor
Oh diese Wut die einem die Eingeweide schmerzlich zusammen zog.
Hatten sie noch Stunden zuvor ausgiebig das königliche Bad und dessen Komfort genutzt so war sie nun nahe daran die Beherrschung zu verlieren. Er hatte getroffen. Der Dolch, ihr eigener Dolch, in seiner Hand hatte ausgereicht. Die Hose war am Oberschenkel zerfetzt und als ob ein einfacher Schnitt nicht reichen würde hatte er den Dolch durch seinen Fall tiefer in das Fleisch gebracht. Sie war wütend. Wütend auf sich weil sie unbedacht war, wütend auf ihn weil er es geschafft hatte den Moment zu nutzen. Kein Ton kam über ihre Lippen als der Kampfmagus die Wunde abband. Der Schnitt würde sie nicht umbringen. Doch eine Narbe... sie biss die Zähne zusammen. Nein, vielleicht blieb gar nichts zurück. Energisch banden sie Rafael wieder fest und sie setzt sich aufs Bett. Am Liebsten wäre sie nun mit ihm alleine gewesen. Der Wut freien Lauf lassen.
Das Schicksal tat ihr den Gefallen. Die Worte zu warten drangen nur undeutlich an ihr Ohr. Sie wollte nicht warten. Sie wollte ihm einen Schmerz zufügen der den Körperlichen bei Weitem übersteigen würde. Kaum waren Lythiana und „Adrian“ aus dem Zimmer, begann sie. Er rührte sich nicht. Scheinbar war die Gefangene im Nebenzimmer tatsächlich ein wunderbares Druckmittel. Ihre blasse Hand lag fest auf seiner Stirn. Ein mattes Leuchten ging von ihren Fingerspitzen aus das in Verbindung mit dem Trank seine Sinne auf wunderbare Art stärkte. Für ihn jedoch.. war es wohl mehr als erschreckend. Jedes Wort würde in seinem Schädel widerhallen. Am Anfang war die Stimme noch weich und schmeichelnd doch je mehr Kraft sie brauchte desto kälter und härter wurde sie. Erneut prallte sie auf seinen Willen. Dickkopf.. Sturbock.. es war nicht einfach ihn zu erreichen. Ihre Achtung wuchs. Wäre doch ein anderer längst gebrochen. Doch schließlich war sie es die das Geschehen bestimmte. Mochte sein innerer Glauben noch so gefestigt sein. Sie war es die seine Wahrnehmung täuschte.
Ihr zierlicher Körper war bald mit einem nassen Film aus Schweiß bedeckt. Sie nahm nicht mehr viel um sich herum war. Gänzlich konzentriert auf seine Gedanken, Reaktionen tastete sie sich vor. Die Worte schnitten wie Messer in seine Gedanken, sein Herz. Bilder wurden vor seinem inneren Auge erschaffen. Er sollte sehen, wissen was möglich war, erschrecken. Sie ging weiter. Niemals zuvor hatte sie die Möglichkeit gehabt einen Menschen und seine Wirkung auf die Illusionen so weit zu testen. Ihr letztes Opfer war im Vergleich hierzu.. glimpflich davon gekommen. Rafael musste schmerzen leiden, sein Körper zuckte und bäumte sich auf. Endlich sprach er die Worte. Endlich begann er zu glauben. Er hatte die Gardisten getötet. Den Truchsess verraten! Verlor sie sich in der Lüge ? Als habe sie sich verbrannt nahm sie die Hand von seiner Stirn und stand auf. Fast hätten die Beine unter ihr nachgegeben. Diese Wunde war schlimmer... als sie angenommen hatte. „Bruder, hilf mir“ Erst jetzt hatte sie Sarog auf dem Sessel wahrgenommen. Er sah sie mehr als verwundert an und sie hätte sich wohl vor Wochen noch eher die Zunge abgebissen als diese Worte an irgend jemanden zu richten. Heute jedoch war sie froh. Sie ließ sich tragen. Es war ihr gleich wie es aussehen mochte sie war froh als sie den Raum verlassen konnte. Es hatte sehr an ihren Kräften genagt. Doch machte ein gewisser Widerstand ein Studienobjekt nicht umso interessanter? Kurz lächelte sie bei dem Gedanken. Morgen.. würden sie ihn soweit haben das er die richtigen Worte vor den richtigen Leuten sprach. Morgen... würde sie ein letztes Mal testen ob er soweit war.
Sie wurde auf einer Bank abgesetzt und lehnte sich dankbar an die kühle Mauer. Iloiss trat dazu und Sarog verschwand im Schatten an der Wand. Sie wusste um seine Anwesenheit doch war sie dankbar das er es dem älteren Mann überließ. Die Momente die nun folgten bekam sie überdeutlich mit und konnte sich dennoch nur bruchstückhaft daran erinnern. Der Verband war abgenommen und aus der tiefen Stelle der Wunde floss Blut. Iloiss Hände waren vorsichtig und dennoch musste sie einen Augenblick nach Luft schnappen. Was tat er da? Doch dann wurde es besser. Die Wunde verschwand nicht. Das hätte wohl niemand von ihnen vermocht. Nicht so. Doch der Schmerz ließ nach. Die Blutung stoppte und als sie den Verband frisch anlegte war lediglich ein dumpfer Schmerz und eine sichtbare Kruste zurückgeblieben. Sie wollte gar nicht näher darüber nachdenken was, wie zusammen wirkte denn letztendlich war in der Magie fast alles möglich. Sie ging mit einem „Danke“ an die Familie hinunter und zog sich um. Einen Moment genoss sie die Einsamkeit in der Kammer, dann kam der Hunger. Mit einer frischen Hose die den Verband überdeckte ging sie wieder nach Oben. Obgleich sie jede Bewegung spürte biss sie sich durch. Sie brauchte etwas zu essen. Ganz gleich was es war. Ein wenig verwundert zog sie die Brauen zusammen als sie kurz vor der Küche auf Lythiana und Iloiss traf. Hatten sie wohl alle den selben Gedanken gehegt. Rasch war etwas annehmbares gefunden und sie setzten sich nach Unten in die Bibliothek. Die folgenden Gespräche zeugten davon das nicht nur sie sich Gedanken machte. War da ein Geräusch? Hörte jemand zu? Die Stimmen wurden gesenkt...
Verfasst: Dienstag 26. September 2006, 11:45
von Xinthra
Inquisitoren in Varuna?
Xinthra zuckte zusammen, als Ronya von dem Aushang erzählte, den sie in Varuna gelesen hatte. Sie hatte einst selbst die Bekanntschaft mit diesen Herren gemacht, als sie noch in ihrer Heimat verweilte. Scheinbar willkürlich verdächtigten sie jeden, der sich irgendwie anders verhielt, und wenn er mit dem linken Fuß zuerst aus dem Haus trat.
Wozu braucht ein Graf jetzt plötzlich andere Leute um sich herum als bislang die Ritterschaft? Entweder hatten die sich etwas zu Schulden kommen lassen oder der Graf war vom einen auf den anderen Tag ein Feigling geworden. Auch wenn es eine Schmach gewesen war für Alassea damals, als der Graf ihr Waisenhaus inspizierte. Aber er tat es, er alleine war da ohne irgendwelche wachen. Ihn sah sie auch vor dem Eingang zum Unheilsberg in seiner Rüstung in Begleitung seiner Frau, an dem Tag als Xinthra von einem Erdelement für ein Trampolin gehalten wurde. Auch, oder eher obwohl er Graf war, hatte er doch anscheinend den Blick für das Volk nicht verloren.
Stand er nicht auch hinter Darna, als diese der Hexerei angeklagt war, so wie alle Ritter. Deser Graf war ein Mann der Tat der sich nicht vor Problemen versteckte und nun hieß es dass er sogenannte Inquisitoren auf seine Ebene stellte, schwarzgekleidet in einer Stadt des Lichtes, die Armee unter sich. Was würden all die Ritter nun denken, da man ihnen die Befehlsgewalt sprichwörtlich entrissen hatte. Misstrauen in den obersten Reihen der varunesischen Herrschaft oder vollste Absicht. Von einem Mann wie dem Grafen? Schwer vorzustellen.
Die Phantasie am Feuer blühte und verschiedenste Szenarien wurden erdacht. Man mutmaßte, der Graf sei vielleicht verrückt geworden und würde durch sein Tun das Reich spalten, Rahal unfreiwillig in die Hände spielen, denn ein durch Bürgerkrieg geschwächtes Varuna wäre gefundenes Fressen für die Alataris. Hinzu kam noch das gestiegene Interesse Rahals an Bajard. der neue Hauptmann soll einst ein rahaler Soldat gewesen sein, hieß es. Letztens erst hatte ein Eisenwartler vom neuen Alatarischen Reich gesprochen, damals hatten die Schwestern angenommen, Lameriast sei damit gemeint. Die große Frage war jedoch vielmehr: wer würde den Posten Varunas übernehmen im klassischen Kampf "Gut gegen Böse"?
Des Abends ritten Ronya und Xinthra durch Varuna in der Hoffnung, etwas aktuelleres zu erfahren, als auf dem Anschlag zu lesen war. Doch die Stadt war wie leergefegt. Beinahe schon zu still, aber das mochte auch an der Tageszeit liegen. Während der Rückfahrt nach Lameriast unterhielten sich die beiden Schwestern. Sie kamen zu dem Schluß, dass es vielleicht klug wäre, dem Clan zu schreiben. Viola war schließlich mit dem Hof ziemlich vertraut, Falk hatte sicherlich von den Geschehnissen erfahren und wusste vielleicht auch schon mehr.
Hier sollte sich die Neutralität der Gefährtinnen unter Beweis stellen. Neutral heißt nämlich nicht, sich aus allem herauszuhalten, sondern vielmehr darauf zu achten, dass keine der Mächte zu sehr die Überhand erhielt oder gar die andere Macht vernichtete, denn ohne eine der beiden Seiten gibt es kein Dazwischen.