Verfasst: Samstag 11. Juli 2020, 03:10
Bruchstücke
Diese Stadt war viel zu grell gewesen. Hell erleuchtet, weißer Marmor, es blendete. Und doch lag der Schlüssel für die verlorene Verbindung dort. Ein Schlüssel, der so lange vor ihren Augen verborgen gewesen war. Dort war lediglich das dunkelrote Mal, inmitten eines alabasternen Gebäudes, wuchernd und wachsend, Schönheit, die sich ausbreiten würde. Und um diese Schönheit jene einfältigen Kreaturen, Menschen, Elfen, wer auch immer. Sie sollten nur probieren, aufzuhalten, was nicht aufzuhalten war. Es war beinahe langweilig ihren Versuchen zuzusehen.
Als der Himmel aufbrach, hatten wir alle unsere Aufgabe. Wir waren die Wächter, die Generäle und sandten unsere kleine, schwarze Schar über die Welt. Nur einer fehlte. Er war verschwunden vor Jahren, schlichtweg ausgelöscht aus unserer Wahrnehmung und dennoch nicht verloren. Wir konnten unsere Aufgabe auch ohne ihn erledigen. Doch mit ihm wäre es viel mehr Freude.
Die Erkenntnis traf wie ein Schlag. So lange war er weg, so lange fehlte der linke Arm. Über Jahre war er aus unserer Wahrnehmung verschwunden. Und mit einem Male wussten wir, wo er sich befand. Eingeschlossen, eingesperrt, seine Kräfte hinter weißen, kristallenen Mauern verschlossen. Wie dumm sie waren, uns ihn zu zeigen, in dem Versuch, uns aufzuhalten. Wie einfältig und klein! Und wie hilfreich in ihrer Sturheit, das Vergessen aufhalten zu wollen. Die kleine Berührung des Splitters an den schimmernd roten Kristallen war alles, was es brauchte. Das und ein wenig Kraft. Und als der rote Blitz über den Himmel zuckte, das Dach zerschlug, wussten wir, wir wären bald wieder vollständig.
Ebenso war es gekommen. Unwissend nährten sie die Stärke und Schwäche ohne zu wissen, dass die Schwäche die Stärke anderer war. Die Trennwand zersplitterte, das Gefängnis zerbarst. Der linke Arm befreite sich mit einem Schrei.
Wir sind eins, wir sind Bruchstücke eines Körpers, wir sind erneut vereint. Wir sind euer Untergang.
*
Als der Himmel aufbrach, hatten wir alle unsere Aufgabe. Wir waren die Wächter, die Generäle und sandten unsere kleine, schwarze Schar über die Welt. Nur einer fehlte. Er war verschwunden vor Jahren, schlichtweg ausgelöscht aus unserer Wahrnehmung und dennoch nicht verloren. Wir konnten unsere Aufgabe auch ohne ihn erledigen. Doch mit ihm wäre es viel mehr Freude.
Die Erkenntnis traf wie ein Schlag. So lange war er weg, so lange fehlte der linke Arm. Über Jahre war er aus unserer Wahrnehmung verschwunden. Und mit einem Male wussten wir, wo er sich befand. Eingeschlossen, eingesperrt, seine Kräfte hinter weißen, kristallenen Mauern verschlossen. Wie dumm sie waren, uns ihn zu zeigen, in dem Versuch, uns aufzuhalten. Wie einfältig und klein! Und wie hilfreich in ihrer Sturheit, das Vergessen aufhalten zu wollen. Die kleine Berührung des Splitters an den schimmernd roten Kristallen war alles, was es brauchte. Das und ein wenig Kraft. Und als der rote Blitz über den Himmel zuckte, das Dach zerschlug, wussten wir, wir wären bald wieder vollständig.
Ebenso war es gekommen. Unwissend nährten sie die Stärke und Schwäche ohne zu wissen, dass die Schwäche die Stärke anderer war. Die Trennwand zersplitterte, das Gefängnis zerbarst. Der linke Arm befreite sich mit einem Schrei.
Wir sind eins, wir sind Bruchstücke eines Körpers, wir sind erneut vereint. Wir sind euer Untergang.
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