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Verfasst: Freitag 25. August 2006, 17:21
von Felicitas de Arganta
Langsam trat Feli in die Residenz in Varuna. Es war leer. Leer und staubig, wie sie feststellen musste.
Florence war noch in Berchgard geblieben. Feli hatte sich daran gewöhnt ihre Schwester nicht im Zaum halten zu können und es war auch ansich garnicht nötig.
Sie musste selbst wissen, was für sie das Richtige war. Ihren eigenen Weg gehen. Feli wollte nicht, dass ihre Schwester ständig in ihrem Schatten blieb.
Langsam schritt sie durch den Raum und warf den Umhang über die Stuhllehne.
Es war alles wie sie es verlassen hatten vor einigen Monden.
Feli hatte den Wunsch gehabt einfach eine Weile fort zu gehen. Weg von all dem das sie bedrückt hatte.
In diesem Raum schwangen jene Gefühle immernoch wie der Staub unterschwellig aber sie waren da.
Feli liess sich nicht von ihnen einfangen. Mit einem befreienden Seufzen ging sie die Stufen hinauf um ihr Gepäck in ihr Zimmer zu bringen.
Dann begann sie damit das Haus wieder in Ordnung zu bringen.
Bedienstete hatte sie hier nicht mehr. Vielleicht war das auch ganz gut so.
Verfasst: Dienstag 29. August 2006, 07:23
von Felicitas de Arganta
Das Haus blitze wieder, nachdem Felicitas zwei Tage damit verbrachte hatte es zu säubern. Es war ein gutes Gefühl gewesen sich solch "niederer" Arbeit hinzugeben, wie der Vogt es sicher nennen würde.
Für den Moment hatte Feli sich frei gefühlt und ungebunden.
In Stolzenfels hatte sie auch die Vorzüge kennengelernt unbekannt zu sein. Sie hatte die ersten Tage frei in der Stadt vor dem Schloss herrum laufen können. Niemand kannte die junge Baronin zu dem Zeitpunkt so genau.
Das hatte sich natürlich mit den Wochen ändern müssen. Nur Florence schaffte es, vermutlich durch ihren jungendlichen Charm, die Leute weiterhin zu bezaubern.
Sie gönnte ihrer Schwester ein ruhiges Leben.
Jetzt saß sie auf dem Balkon der Residenz. Es war sehr viel kühler geworden und es regnete öfter. Aber das machte ihr nichts aus.
Um ihre Füsse striff ihre Katze, das Glöckchen am Hals bimmelte leise und verriet das sie da war.
Beherzt nahm Feli die Katze auf den Schoß und begann jene zu streicheln.
Sie war gewachsen in den letzten Monden. Kurz erinnerte sie sich, wie Florence sie vor den Toren gefunden hatte. Feli wusste sofort wer daran "Schuld" gehabt hatte.
Der Gedanke an ihn lies sie lächeln. Aber anders als früher. Es war ein friedliches Lächeln. Nichts weiter.
Bald würde ein Ritter des Grafen an der Residenz eintreffen um sie über all jene Dinge aufzuklären, die sich in um Varuna ereigneten.
Es war unruhig und die Leute tratschten auf den Straßen. Feli hörte ihnen nicht zu, sie hatte ihre eigenen Gedanken und wollte auch ersteinmal Fakten hören, bevor sie Gerüchten den Vorzug gab.
Vielleicht würde ihr Aufenthalt in Varuna ja diesmal ruhiger. Aber im Inneren glaubte sie nicht daran.
Verfasst: Mittwoch 30. August 2006, 19:33
von Felicitas de Arganta
Langsam begann Feli damit die Tassen in die Spühle zu bringen.
Es war ein kurzes Aufeinandertreffen gewesen und sie musste sich gestehen, sie hatte gedacht es würde schlimmer werden.
Aber irgendetwas in ihr hat sie einfach zur Ruhe gebracht. Sie hatte versucht natürlich zu sein. Zumindest sobald die Augen der Öffentlichkeit nicht mehr auf ihnen ruhten.
Ihr schien es als hätte jenes auch funktioniert. Rafael wirkte ein wenig gezwungen und es schien so als währe er manchen Momentlang nicht wirklich gerne in seiner Haut.
Andererseits sah Rafael aber auch nicht aus wie der junge Morgen. Ein Anblick den sie schon kannte.
Rafael hatte ein Talent dafür nicht zu schlafen und sich um etliche Dinge gleichzeitig zu sorgen.
Die Dinge die Rafael ihr in der kurzen Zeit erzählt hatten waren beunruhigend und es war klar, dass irgendetwas in der Luft lag. Solche Ereignisse passierten nicht willkürlich. Sowas hatte nahezu immer einen Plan.
Sie hatte auch erfahren, dass der Graf wohl geheiratet hatte. Eine Hochzeit über die Feli sich sicherlich rein politisch gesehen nicht freute, aber andererseits war es ihr auch egal mit wem seine Hoheit Heim und Herd teilte.
Was es mit der Ritterin von Elbenau auf sich hatte war für Feli nicht ganz klar. Ebenso unklar war ihr ob sie etwas damit zu tun haben würde. Es war ein wenig so als stände sie neben den Dingen die um sie herrum geschahen. Vielleicht kam daher ihre Ruhe.
Stolzenfels hatte sie viel gelehrt in den letzten Monden. In den Anfängen hatte sie gedacht sie müsse auf sich aufmerksam machen. Sich prophelieren. Aber das war garnicht nötig. Sie hatte es in Stolzenfels gesehen.
Viel schöner war es einfach ungezwungen durch die Stadt wandeln zu können. Und eines war ganz klar:
Ein guter Herrscher war der, der nicht sagen oder zeigen musste das er einer ist.
Einen guten Herrscher erkannte man daran, dass man wusste das er einer ist.
Jenen Gedanken griff Feli immer mehr auf. Ihr war der ganze Stress viel zu müssig. Und sie wollte ein wenig mehr Ruhe in ihrem Leben, gepaart mit etwas angenehmer Aufregung. Wie jene aussehen würde, dass wusste sie noch nicht.
Verfasst: Sonntag 3. September 2006, 13:38
von Felicitas de Arganta
Felicitas saß wieder auf dem Balkon und sah auf das mittägliche Varuna hinaus.
Sie erinnerte sich an das zweite Zusammentreffen mit Rafael.
Es war herzlicher gewesen, ein wenig jedenfalls und er hatte gelacht.
Für manchen Moment, dachte Feli, dass der Ritter das Unglück seines Lebens magisch anzog. Sie hatte Mittleid mit ihm.
Er schlief natürlich zu wenig, wie recht sie doch hatte. Und es schien als esse er ebensowenig. Die Brote die Feli ihm gemacht hatte, waren sehr viel schneller weggewesen als seine Worte vermuten lassen hatten.
Wie durchschaubar er doch manchmal für sie war.
Er hatte sie um ihre Freundschaft gebeten. Etwas das sie ihm gerne gab. Gerade in diesen Zeiten.
Der Wind fegte einmal kräftiger über den Balkon und Feli richtete ihr Haar wieder. Dann tippt sie sich mit dem Zeigefinger an die Unterlippe.
Sie hatten auch über sich gesprochen. Was gewesen war. Wie sie heute dazu standen. Es kam ihr manchmal vor als lägen jene Ereignisse Jahre zurück, obwohl es gerade mal ein halbes war.
Jene Distanz zu diesen Dingen verdankte sie wohl ihrem neuen Lebensgefühl.
Aber manche Dinge änderten sich nie...
Die beiden Katzen, Feli und Skarissa, tollten auf dem Balkon herrum. Jagten einander nach, sprangen in die Blumenkästen und auf dem Geländer herrum.
Jene Tiere waren ein Ersatz gewesen. Für Felicitas und für Florence.
Feli musste mutmaßen woher ihre Schwester die Katze hatte, aber sie hatte da so eine Ahnung.
Seltsamerweise hatte sie jenen jungen Burschen an den sie gerade dachte, schon lange nicht mehr gesehen und Florence hatte auch nichts derweiliges erwähnt.
Vielleicht sollte sie einmal mit ihrer Schwester sprechen.
Den Blick weiter über Varuna hängen lassend, wartete sie. Rafael und sie wollten einen Spaziergang machen. Sie ging gerne spazieren. Es half die Gedanken zu klären und einfach ein wenig Ruhe zu finden.
Rafael würde das sicherlich auch gut tun. Vielleicht kam er ja bald.
Verfasst: Montag 4. September 2006, 12:13
von Felicitas de Arganta
Welch ereignissreicher Tag, dachte sie sich, während sie an die Zimmerdecke blickte. Ihr Zimmer war dunkel und das Bett in dem sie lag warm und gemütlich. Die Katze lag zu ihren Füssen und döste schon seid einiger Zeit vor sich hin. Felicitas dachte noch über die Geschehnisse nach.
Eigendlich hatte sie das Schloss nur aus einer Laune herraus besucht, doch es sollte sich herrausstellen, dass dies ein sehr weiser Entschluss genau zum richtigen Zeitpunkt war.
Zum einen hatte sie des Grafen Gemahlin kennengelernt. Feli wusste noch nicht genau was sie von ihr zu halten hatte. Sie war sicher keine unansehnliche Frau. Die Ambitionen des Grafen waren in dieser Hinsicht sicherlich verständlich, aber hübsche Frauen gab es genug, gerade in Adelskreisen.
Rafael hatte sie direkt genannt. Feli wusste nicht genau was sie damit anfangen sollte. Kurz erinnerte sie sich an die Welle der Empörung die sich aufgetan hatte, als der Graf jene Hochzeit verkündet hatte, dann versiegten diese Gedanken, weil sie einfach unwichtig waren.
Der Graf hatte sie willkommen geheißen. Schien sogar ehrlich erfreut, dass Felicitas wieder in Gerimor weilte. Doch die Nachrichten die er ihr kund zu tun hatte waren keineswegs erfreulich.
Valion stand also vor Gericht. Sie war so unvorbereitet auf so eine Nachricht gewesen.
Hochverrat lastete man ihm an. Hochverrat und Mord. Das waren schlimme Anschuldigungen und sie wusste Florence würde jene Nachricht sicher schwer treffen. Sie wusste um die Gefühle ihrer Schwester für jenen Mann und sie bedauerte jetzt einmal mehr, dass sie Valion erlaubt hatte sich ihrer Schwester soweit zu nähern.
Eigendlich hatte sie zur Verhandlung gehen wollen, doch sie hatte es nicht getan. Ein wenig Unruhe war in ihr aufgequollen, die dann aber der nüchternen Erkenntnis wich, das sie an den Umständen nichts tun und sie nicht ändern konnte.
Sie hoffte sehr bald zu hören, wie die Verhandlung ausgegangen war.
Aber egal ob er frei gesprochen wurde oder nicht, alleine die Tatsache das er wegen solcher Anschuldigungen vor Gericht stand machte ihn fast schon unadequat für Florence.
Sie musste kurz seufzen.
Dann schwenkten ihre Gedanken zu Rafael.
Er war wirklich manchmal wie ein kleiner Junge. Er hatte furchtbar heute ausgesehen und sie glaubte fest, dass egal was er alles in der letzten Nacht in sich hinein gekippt hatte, er bereute es an diesem Tag.
Vor dem Grafen gab er sich blöße und auch vor der Ritterin von Elbenau...und vor Feli.
Wohl wahr ihm sicher nicht gewesen und es hatte dem Gespräch eine seltsame Atmosphäre verschafft. In weiser Vorraussicht und auch um Rafael einen Moment des Friedens zu geben, bat Feli ihn sie aus dem Schloss zu geleiten.
Er kam der Bitte nach, mit Erlaubniss des Grafen natürlich.
Sie waren nur bis zu Theater gegangen. Rafael würde baldigst wieder im Schloss verlangt werden.
Während der kurzen Zeit die sie beide zusammen verbrachten redeten sie nicht viel, aber was sie sprachen hatte Gewicht.
Manche Dinge änderten sich eben doch nie...
Verfasst: Dienstag 5. September 2006, 12:32
von Felicitas de Arganta
Die Tür fiel zu und Feli zitterte. Nicht vor Angst oder Kälte. Was war heute nur geschehen.
In ihrem Kopf schossen die Ereignisse nochmal vor ihrem Inneren Auge vorbei.
Sie hatte eigendlich vor gehabt einen Spaziergang zu machen. Mal wieder die Alten Lieder zu spielen. Doch als sie hinaus in den Garten getreten war hatte sie Rafael gesehen. Ohne Mantel im Regen stehend. Er wirkte abgehetzt.
Verwirrt hatte sie ihn herreingebeten und ein Handtuch angeboten.
Es kam dazu, dass sie beide auf dem Beckenrand des Badebeckens im Ersten Stock saßen und Rafael ihr einige Dinge erzählte.
Angelina war also zum Zweiten Male wieder aufgetaucht.
Was tat er überhaupt bei ihr?
Warum war er hergekommen?
Sollte er nicht eigendlich bei seiner Ehefrau sein?
Er schien verwirrt und Feli tat das was sie als seine Freundin tun konnte:
Sie gab ihm einfach ihre Nähe. Vielleicht würde das ja helfen.
Sie hatte ihm gesagt er müsse sich selbst einige Fragen beantworten.
Es kam ihr vor als würden in Rafael mehrere Personen gleichzeitig um Vorherrschaft des Körpers und des Geistes kämpfen.
Sie verstand seine Zerissenheit. Zumindest in einigen Belangen.
Doch sie hatte ihn damals gehen lassen. Sechs Monde war das her.
Einen ganzen Sommen. Felder waren zu Goldenen Meeren geworden, Blumen erblüht und Tiere erwacht bis sie ihn wiedergesehen hatte.
Sie hatte an Kraft gewonnen gehabt als sie wieder nach Gerimor gekommen war.
War sie dabei jene neugewonnene Kraft wieder zu verlieren.
Kämpfte sie selbst einen Kampf?
Rafael hatte ihr gesagt, dass er ins Schloss ziehen würde. Zu den Rittern und dem Grafen. Der Graf....Rafaels bester Freund.
Was musste Feli von alle dem halten? Würde Rafael mit Adrian über diese Dinge sprechen?
Über manches davon bestimmt. Und was würde der Graf dazu sagen?
Sie hatte im Gefühl das es eine unruhige Zeit würde. Nicht wegen den Dingen die in Gerimor vor sich gingen.
Und Angelina? Sie würde Felicitas hassen.
Feli konnte es ihr nicht mal verübeln. Wieder entglitt ihr ein Seufzen und sie fragte sich schon die ganze Zeit was sie nun tun sollte.
Wer Flammen schürt wird Inferno ernten....
Das hätte ihr Rat an Rafael sein sollen.
Aber er wusste sicher längst von dem Feuer...ja mit sicherheit.
Verfasst: Donnerstag 7. September 2006, 22:59
von Felicitas de Arganta
Lange Zeit lag sie einfach eng an ihn gekuschelt und betrachtete ihn während er schlief.
Er brauchte den Schlaf und es schien alle könne er nicht schlafen wenn sie nicht bei ihm war. Er hatte ihr mal gesagt, er wolle nicht schlafen. Er könne etwas wichtiges verpassen oder nicht da sein wenn er gebraucht werde.
Jetzt war sie da um ihn zu wecken wenn er gebraucht wurde. Sie hoffte er würde sich endlich etwas ausruhen können. Gegessen hatte er auch endlich. Er schien vergesslich was das betraf, doch sie glaubte er war einfach zu besorgt seine Zeit für sich selbst zu gebrauchen. Feli hatte nicht schlecht gestaunt als er das ganze essen verdrückt hatte, das sie ihm gemacht hatte. Es hätte für eine klein Familie gereicht.
Sie indess nutze die Zeit um zu reflektieren was alles passiert war.
Rafael hatte Angelina verlassen wie er sagte. Er trug seinen Ehering nicht mehr.
Hatte Nachts vor ihrem Tor gestanden und ihr all das erklärt. Und er hatte Angst gehabt. Sie auch.
Angst vor dem was kommen könnte und angst zuzugeben was sie beide empfanden.
Ihre letzten Nächte waren lang gewesen obwohl sie kaum ein Wort miteinander gewechselt hatten. Zu sehr brannte und loderte das Feuer in ihnen.
Jene Leidenschaft die sie in den Nächten teilten schien keine Grenzen zu kennen und sie lernten jedesmal aufs neue sich selbst und einander kennen.
Sie hatte ihm gestanden, dass sie ihn liebte. Es war ein schwerer Schritt für sie gewesen. Sie wollte nicht riskieren was sie in den Händen hielt.
Dann endlich, in einem Meer aus Blumen, mitten im Wald hatte sie ihm gestanden was ihr Herz längst wusste.
Er hatte nichts darauf erwiedert, er musste es auch garnicht. Es genügte ihr das er es wusste.
Am nächsten Morgen hatte sie das Theater verlassen, wo sie beide genächtigt hatten. Sie wollte ein wenig den lauen Morgen geniessen. Es ging ihr gut. So gut wie lange nicht mehr. In der Öffentlichkeit war sie immernoch die Baronin, doch wer ihr in die Augen sah wusste das etwas passiert sein musste.
Jenes Funkeln und Strahlen zeigte das auch sie einfach eine junge Frau war.
Als sie wieder zurückkehrte wartete Rafael schon auf sie. Er wollte zum Schloss, ihr zeigen wo er jetzt wohnte. Natürlich kannte sie das Schloss bereits gut genug, aber ihr reichte es Zeit mit ihm verbringen zu können.
Nie hätte sie sich träumen lassen was dann geschah.
Adrian hatte sie in einem der Konferenzsääle bemerkt und leise Worte mit Rafael gewechselt.
Feli wusste das der Graf über die "Geschehnisse" informiert war. Rafael sagte selbst er währe sowas wie ein Bruder für ihn. Er kannte ihn schon sein ganzes Leben und sie waren enge Freunde. Immer wieder hatte er betont, dass er nichtmal etwas sagen musste damit Adrian verstand.
Felicitas machte diese Tatsache nervös. Wie konnte sie dem Truchsess des Reiches in die Augen sehen, bei dem was er von ihr und Rafael wusste?
Das vermeindliche Unglück nahm seinen Lauf...
In seinem Arbeitszimmer angekommen schloss er die Türen ab. Er wollte inoffiziell sprechen. Feli brauchte einen Moment um sich an diesen Gedanken zu gewöhnen.
Er hatte sie beide gewarnt vor dem was sie da taten. Hatte Rafael nochmal darauf verwiesen Vernuft zu zeigen und vor allem diskret.
Es würde keine leichte Zeit für ihren Ritter.
Und Feli konnte nichts tun um ihm zu helfen. Nicht in der Öffentlichkeit jedenfalls. Man würde es gegen sie und ihn verwenden, sollte sie es versuchen. Sie konnte nur seine Wunden versorgen und ihm Halt geben.
Genau das war es auch worum Adrian sie "gebeten" hatte.
Das Gespräch mit dem Grafen war schlussendlich doch noch recht herzlich geworden. Er war ein Mann ähnlich wie Rafael. Frech und direkt.
Er hatte Dinge ausgesprochen die sie beide, Felicitas und Rafael, in große Verlegenheit gebracht hatten und dennoch konnte sie ihm das verzeihen.
Er wollte einfach nur das es seinem "Bruder" gut erging.
Zulange war Rafael durch den Regen gewandert und zuviel war ihm wiederfahren. Er musste endlich einmal ein wenig Ruhe bekommen und die Möglichkeit beständiges Glück zu erfahren.
Adrian sprach davon, dass es vielleicht sogar Bestimmung gewesen sein könnte, das die Dinge sich so entwickelten wie sie es taten. Gleichwohl er nicht mit den Umständen gerechnet hatte. Man hatte längst angenommen Rafael`s Frau sei tod.
Am Ende war sie ganz zufrieden. Rafael ging es nicht anders. Mehr noch sogar, er war erleichtert. Erleichert, dass Adrian jetzt vielleicht verstehen konnte warum Rafael Felicitas lieben würde.
Sie lieben...
Er hatte etwas in der Art gesagt. Sie wusste er hatte Probleme damit und sie verstand auch warum. Er hatte vor einem Teil ihrer selbst angst.
Vor ihrem Leben als Baronin.
Jenes Leben das sie als Schutzschild führte.
Jenes Leben in dem sie Macht ausübte. Ganz wissentlich und berechnet.
Jenes Leben in dem sie so unnahbar war.
Aber wer der Baronin bei Spiel der Harfe zusah, ihr lauschte der hätte sehen können wer sie wirklich war.
Felicitas konnte sich nicht verstellen sobald sie das Instrument spielte.
Sie war einfach sie selbst.
Nicht die Baronin.
Nicht die Harfnerin.
Nur Felicitas.
Eine junge Frau mit Sehnsüchten. Mit Ängsten. Mit Träumen und Wünschen. Mit Stärken und mit Schwächen.
Doch die Meisten sahen garnicht erst hin.
Vielleicht war das ihr Fehler. Vielleicht hatte ihre Umwelt einfach zuwenig Interesse an ihr. Aber andererseits, vielleicht hatte sie auch zuwenig Interesse an ihrer Umwelt.
Rafael schlief jetzt schon einige Stunden und Feli lag immernoch wach. Sie kraulte ihm durchs Haar, während er, den Kopf auf ihre Brust gebettet auf ihr lag und schlummerte.
Er wirkte friedlich. Endlich. Er war jetzt er selbst, so wie sie sie selbst war.
Was führten sie nur für ein seltsames Leben.
Rafael.
Adrian.
Und sie selbst.
Adel verpflichtet. Ja so war es.
Ihre Position machte sie verwundbar.
Ein Schmunzeln huschte über ihre Lippen. Rafael hatte Furcht vor Florence. Angst sie könne mit der Armbrust bewaffnet ins Zimmer stürzen.
Sie amüsierte der Gedanke auch wenn sie sich nicht über ihn lustig machen wollte. Er vertraute ihr. Sonst würde er solche Dinge nicht vor ihr zugeben.
Sonst währe er nicht bei ihr. Sonst hätte er sie nicht gewählt.
Er hatte gesagt, er hätte der Baronin keinen Blick nachgeworfen..
Die Harfnerin würde er jedoch lieben.
Sie rührte dieses Geständniss so sehr das sie jedesmal wenn er es erwähnte fast den Tränen nah war.
Aber das hiess noch etwas ganz anderes.
Er liebte nicht Felicitas. Denn Felicitas war beide. Baronin und Harfnerin. Oder keine von beiden.
Es brauchte einfach Zeit und vielleicht musste auch sie noch viel lernen um ihn glücklich machen zu können. So wie sie es konnte wenn sie alleine waren.
Er hatte gesagt er wolle sie herrumzeigen. Sie mitnehmen zu den Treffen auf die er so gern ging. Er wollte das sie sich mit seinen Freunden anfreundete.
Feli wusste nicht ob sie ihm diesen Wunsch erfüllen konnte, doch sie würde alles tun um es zu versuchen. Die lange Abwesenheit in Gerimor hatte viele ihr Gesicht vergessen lassen.
Und die Eindrücke die sie bei ihnen hinterlassen hatte.
Sie hatte eine Zweite Chance bekommen. Von Rafael.
Verfasst: Samstag 9. September 2006, 21:52
von Felicitas de Arganta
Die Dinge nahmen ihren Lauf....
Feli war nach der langen Nacht endlich eingeschlafen, Rafael neben ihr.
Heute hatte sie das erste Mal wirklich Gelegenheit gehabt die Quartiere des Gesinde zu begutachten, wenngleich sie jene Gelegenheit nicht so wirklich wahrgenommen hatte. Rafael war daran ,zum Teil zumindest, Schuld gewesen.
Es war aber auch sonst ein sehr ereignissreicher Tag gewesen.
Feli hatte ein paar sehr ernste Worte mit Florence sprechen müssen.
Es war kein schönes Gespräch gewesen und eigendlicher Auslöser jenes war, dass Flo sich nach der langen Zeit einmal wieder mit Rafael unterhalten sollte.
Mit jenem Mann der Feli schonmal den Kopf verdreht hatte und es jetzt wieder tat. Diesmal jedoch so wie Feli es sich gewünscht hatte.
Jenes Treffen der beiden brachte aber ein ganz anderes, ernstes Thema hervor.
Valion Tal.
Verbannt aus der Grafschaft, vermeindlicher Mörder.
Und Florence? Sie liebte diesen Mann. Es war gefährlich, sehr gefährlich sogar.
Feli hoffte das ihre Worte in ihrer Schwester keimten und sie zur Vernunft kommen konnte, doch sie kannte auch die Kraft der Liebe die jede Grenzen überwand.
Rafael unterdess war gegangen. Er musste zum Schloss wie er sagte und Feli war ihm bald gefolgt. Als Harfnerin, als Felicitas.
Ohne Wappen, ohne Stand.
Doch jene Geste schien nicht genug zu sein als sie Eileen am Tor des Schlosses traf.
Die Gräfin sprach Worte zu ihr die Feli anfangs nicht zuordenen konnte.
Fast zusammenhangslos. Doch was die Gräfin ihr offenbar mitzuteilen hatte sorgte dafür, dass Feli sich sehr weit weg gewünscht hatte.
Sie hatte sich fort gewünscht, denn sie musste als Baronin mit Adrian sprechen gleich danach.
Es waren Dinge gesagt worden, die sie so nicht stehen lassen konnte.
Hitzige Gespräche begannen und die beiden Männer, Adrian und Rafael versuchten nach besten Mitteln, manchmal fast ein wenig Verzweifelt wirkend, den beiden Frauen einhalt zu gebieten.
Zu schlichten. Beiden Männern war daran gelegen, dass Eileen und Felicitas sich vertrugen.
Letzendlich war es Rafael der Feli dazu brachte jene Dinge einfach zu vergessen und Eileen mit Freundlichkeit zu begegnen.
Er hatte sie geküsst. Vor Adrian! Vor Eileen!
Sie war so perplex gewesen sie konnte sich nicht wehren, nichtmal protestieren als er geendet hatte.
Doch es erinnerte sie gleichwohl an etwas das sie ihm versprochen hatte.
Sie wollte das er glücklich war.
Sie wollte alles tun um das zu erreichen.
Sie wollte sich bemühen.
Und sie tat es auch.
Der Rest des Abends war gefüllt mit Wahrheit, mit Ehrlichkeit und Freundlichkeit.
Feli fühlte sich das erste mal seid sie das Schloss betreten hatte wohl.
Sie wusste warum Rafael das so wichtig war. Dies waren seine Freunde und er wollte das sie dazu gehören konnte.
Es war ein wenig seltsam mit jenen Hohen Herrschaften so einfach, so freundschaftlich umzugehen aber es hatte etwas, dass sie schon lange nicht mehr gespührt und gesehen hatte.
Wie die Abende in den Herbergen, als sie für die Menschen aufspielte.
Sie vermisste die Zeit in der sie die Harfe zuhand nahm wann immer ihr danach war. Vielleicht würde diese Zeit mit Rafael zurückkehren.
Doch erst...standen ihnen andere Zeiten bevor. Sehr stürmische Zeiten.
Verfasst: Sonntag 10. September 2006, 15:33
von Felicitas de Arganta
Den Tag über war Feli durch die Stadt gelaufen, hatte in den Tag hinein gelebt. War auf jagt gewesen und hatte vor ihrem Notenbruch gesessen.
Sie besaß jetzt mehr der Alten Schriften. Jene hatten einen Wert für sie, die Harfnerin, der mit Gold kaum aufzuwiegen war.
Es ging ihr gut.
Abends dann, sie kam gerade vom Theater, traf sie Rafael vor dem Tor.
Er war bei Angelina gewesen. Hatte mit ihr gesprochen. Feli wusste das dieser Schritt sehr wichtig gewesen war. Wichtig um einen ehrlichen Abschluss zu bringen. Damit er und seine , noch Ehefrau, jene Zeit überstehen könnten. Darüber hinweg kommen konnten.
Liebe war ein so schmaler Grad. Kam man einmal ins Stolpern fiel man sehr schnell und sehr tief.
Aber Feli wusste auch, dass man wieder hochkommen konnte. Sie hatte das einmal durchgemacht. Vor Sechs Monden.
Rafael würde bei ihr bleiben. Sie würden gemeinsam gegen den Sturm ankämpfen und sich festhalten damit sie nicht von den Füssen gerissen wurden. Er hatte all seinen Besitz "verloren". Hatte ihn Angelina überlassen.
Feli befand das als richtig. Seine Frau musste einen Ort haben an dem sie sich erholen konnte. Nicht noch mehr Sorgen. Insgeheim wünschte sie jener Frau, die sie nicht kannte und von der sie bisher nicht viel gesehen hatte, das sie sich von jenem Schlag erholen konnte.
Rafael jedoch, gehörte jetzt ihr.
Rafael war bei ihr.
Rafael hatte es gesagt...
Feli wusste nicht ob er es im Halbschlaf wirklich realisiert hatte aber...er hatte es gesagt.
Jene Worte hallten lange in ihrem Kopf nach und sie machten sie glücklich.
Warm umschmeichelten sie ihr Herz und ihre Gedanken während sie einschlief.
Was am nächsten Tag passieren sollte, das hatte sie sicherlich nicht erwartet.
Sie war bester Laune gewesen. So guter Laune wie schon seid Monden nicht mehr. Flo hatte sie garnicht bemerkt als sie plötzlich im Wohnraum der Residenz stand.
Jedoch nahm ihr zuerst herzliches Gespräch sehr bald eine jähe wendung.
Valion wieder.
Sie hatte dem Mann von anfang an misstraut. Jedesmal wenn sie nun daran erinnert wurde, bestätigte sich dieser Gedanke. Sie hätte das nie zulassen dürfen...anderer Seits..wer war sie denn das sie über das Glück ihrer Schwester entschied?..Nein sie hatte das nicht kommen sehen.
Und mit Florence tat sich auch etwas, das Feli garnicht gefiel.
Valion war ein Mörder. Nach dem was Feli wusste musste sie das einfach so sehen.
Rafael hatte gesagt die Frau sei unbewaffnet gewesen und er habe sie niedergestreckt. Das war Mord. Egal wie rechtschaffend die Gründe gewesen sein mögen. Niemand durfte einfach über Leben und Tod entscheiden, selbst nicht bei der Frau des Ahads.
Flo sah das ganz anders. Sagte ihr sie traure der Frau nicht nach.
Natürlich nicht, dachte sich Feli. Ich auch nicht aber soetwas durfte man nicht sagen. Man durfte niemandem den Tod wünschen.
Eine hitzige Diskusion entbrannte zwischen den beiden Schwestern.
Es wurden Dinge gesagt die beide sicherlich baldig berreuen würden, doch Feli war auch klar:
Diese Situation trieb einen Keil zwischen sie beide.
Die Schwestern die immer zusammen gehalten hatten, egal was kam.
So mächtig war die Liebe.
Feli war traurig. Flo wollte nicht verstehen, was sie ihr versucht hatte zu sagen und in der Hitze des Gesprächs hatte sie ihr ihre Versuche den beiden dennoch zu helfen zum Vorwurf gemacht.
Es gab so wenig das man tun konnte.
Eines war sicher und das hatte Feli völlig ernst gemeint:
Solle Flo weiter solche Gedanken haben, solche Einstellungen vertreten, würde sie ihre Schwester eigenhändig zum Kloster bringen.
LIebe war mächtig und Liebe konnte Menschen verändern. Zum Guten wie auch zum Schlechten.
Und was sie von Valion wusste war wenig gutes. Natürlich hätte sie ihre Macht einsetzen können um dem gewaltsam ein Ende zu bereiten. Aber..das würde Flo auch nicht glücklicher machen und vielleicht behielt ihre kleine Schwester ja Recht und es gab tatsächlich einen Weg.
Sie wünschte ihrer Schwester nur das Beste. Leider war in ihren Augen Valion weit davon entfernt etwas gutes zu sein.
Vielleicht war das eines der Größten Probleme.
Die Dinge würden jetzt ihren Lauf nehmen und zum ersten mal seid langer Zeit, hatte Feli die Kontrolle über die Geschehnisse verloren.
Hier konnte sie nichts mehr tun ausser zusehen.
Verfasst: Sonntag 10. September 2006, 23:55
von Felicitas de Arganta
Feli kam aus der Badewanne wieder raus und fühlte sich etwas besser.
Diesen Abend hatte sie sich anders vorgestellt.
Aus der Spiegelkomode nahm sie einige Salben und Öle herraus und begann ihren Körper damit einzureiben. Das Feuer hatte ihr, trotz des schützenden Pyrians, ganz schön zugesetzt.
Glück nur das sie gut gerüstet war, ungerne hätte sie sich das Haar abschneiden müssen.
Die Dinge hatten sich geändert. Zumindest was diese Art von Jagt anbelangte.
Sie waren mit Florence, Rafael, Antarian de Dynal und Cyrian Sha`Ar losgezogen in den Alten Tunnel. Flo meinte eine alte Schuld einzufordern und Feli kam nicht umhin ihren Ritter wiedermal in der punktvollen Rüstung zu sehen. Es war schon lange her, dass er sie ihn ihrem Beisein getragen hatte.
Er sah immernoch stattlich darin aus. Ein echter Ritter. Sie musste sich gestehen das sie diesen Anblick sehr reizvoll fand.
Doch die Dinge wurden sehr bald, sehr unreizvoll.
Der erste Teil lief noch ganz gut. Wenn auch nicht optimal. Doch das Tor vor dem Wyrm war ein Fiasko.
Feli hatte es mal wieder Kleidung gekostet als die Flammen darüber geschossen waren. Die anderen hatten ebenso Federn lassen müssen.
Und Valion war plötzlich auch dabei gewesen. Die Gütige allein wusste was er plötzlich dort tat. Aber wie Rafael sagte war dies neutraler Boden.
Nachdem sie Rafael vom Boden aufhalf, der unvorbereitet gegen die Wand gescheppert war, riet sie ihm sich zurück zu ziehen. Diesen Kampf konnten sie nicht gewinnen.
Nicht so.
Nicht Heute.
Und wie wollte auch nicht riskieren das Rafael sich etwas tat. Als sie endlich wieder das Licht des Abends erblickte war Rafael schon ein Stück vorgegangen.
Kurz hatte er ihr erklärt er müsse noch etwas erledigen. Vermutlich zum Schloss, wie Feli schlussfolgerte und war fort.
Heute Nacht wohl..schlief sie alleine.
Obwohl sie jene Zweisamkeit erst seid kurzem kannte, kam ihr das Haus irgendwie leer vor.
Ihr Werk beendet legte sie die Salben zurück und erhob sich um in ihr Zimmer zu gehen. Jenes war auch Leer. Oder fast.
Ihre Katze Feli, lag auf dem Bett und schien jenes nach den Tagen endlich einmal wieder für sich erobert zu haben.
Seufzend tapste sie zum Nachtschrank und holte ihr Nachthemd herraus um es über ihren nackten Leib zu streifen.
Die Katze beobachtete ihr tun mit wenig interesse.
Dann legte sie sich hin, schob Feli, die Katze, ein wenig beiseite und griff sich ihr Kissen mit beiden Händen.
Es roch noch nach ihm. Sie atmete einmal tief ein, jenen Duft in sich aufnehmend.
Ihr Körper schmerzte immernoch etwas unter den Blessuren, aber die Salbe und das Öl würde helfen. Morgen würde es ihr besser gehen.
Jetzt, wo sie so darlag, wünschte sie sich sie währe nicht mit Rafael mitgegangen. Sie vermisste die Leidenschaft der Nacht, die sie heute versucht hatte Flo zu erklären.
Aber die Junge Frau, ihre Schwester, konnte das noch nicht so verstehen wie Feli es tat. Aber sie würde. Irgendwann. Vielleicht früher als Feli lieb war.
Mit all jenen Gedanken schlief sie erschöpft ein.
Verfasst: Dienstag 12. September 2006, 12:29
von Felicitas de Arganta
Feli lag im Bett und schaute an die Decke. Fahles Licht beleuchtete den Raum noch, das von dem Kerzenständer kam der in ihrer Nähe stand.
Rafael schlief schon.
Er war Nachts gekommen, Feli hatte dafür gesorgt, dass die Wachen fort waren, so hatte er unbemerkt ins Haus kommen können.
Ruhig lag sie neben ihm und strich ihm gedankenverloren über die Brust.
Erst jetzt wurde ihr klar, was Rafael alles für sie aufgegeben hatte.
Was Rafael für sich selbst aufgegeben hatte. Sein Leben wie es gewesen war schien sich einem Ende zuzuneigen.
Leise musste sie seufzen. Natürlich begann auch für sie etwas neues, aber sie hatte weit nicht so einen hohen Preis dafür bezahlt.
Aber andererseits, wie hoch war schon der Preis für das Glück das er bekam.
Jedesmal wenn er in Feli`s Nähe war, schien es als würde alles von ihm abzufallen. Er war, trotz seines Alters, immernoch jung im Herzen geblieben. Vielleicht auch weil er viel nachzuholen hatte.
Feli bemerkte wie er neue Pläne schmiedete und sich neuen Gedanken hingab. Er wollte ein neues Haus bauen, in der Nähe seiner Freunde.
Sie hatte den Ort heute gesehen. Als sie ausgeritten waren.
Feli hatte nicht schlecht gestaunt, als er sagte er habe ein Geschenk für sie.
Der Ausritt, war trotz des Regens sehr schön gewesen und der Platz den er ihr für das Haus zeigte, war wirklich zauberhaft.
Ein Funken in ihr sagte, dass langsam alles besser wurde, wenngleich der eigendliche Sturm noch ausstand.
Es war noch keine Resonanz der Öffentlichkeit auf Rafaels Trennung mit Angelina gekommen. Aber soviele konnten das auch noch nicht wissen.
Adrian, Eileen, Florence, Darlana, Angelina....sie hatte niemandem etwas gesagt. Das war nicht ihre Aufgabe. Das musste Rafael ganz für sich selbst entscheiden.
Kurz schüttelte sie den Kopf um ihre Gedanken frei zu bekommen und drehte sich auf die Seite. Schlung Arm und Bein um ihren Ritter und bettete ihren Kopf auf seine starken Brust, um selbst ein wenig zu schlafen.
Seid sie zusammen schliefen waren die Nächte immer so kurz...
Verfasst: Dienstag 12. September 2006, 13:43
von Rafael de Arganta
Er spürte das Felicitas sich regte und schloss sie enger in die Arme.
Er wusste nicht wie spät es war, und es war ihm im Moment auch egal auch wenn er wusste das er eigentlich vor dem Morgengrauen zurück im Schloss sein sollte.
Das Kleid in dem sie ihn vor Tagen erwartete hatte, hatte ihm schon fast den Verstand geraubt und das welches sie sich gestern gekauft hatte, war wunderschön gewesen.
Fast bereute er es, sich nicht mit ihr zeigen zu können, doch konnte und wollte er das Angelina auch nicht antun.
Sie hatte schon genug gelitten und sollte nicht auch noch Zeuge seines neuen ... Glückes werden.
Sollte er sich nicht selber verdammen? Er seufzte auf. Wagte nicht einmal wie lange schon nicht an Temora zu denken.
Viele Freunde hatte er durch sein Tun jetzt, verloren und es würden wohl noch mehr werden.
Aber er wusste das er diese Zeit überstehen musste, und er wusste auch das er nicht alleine war.
Felicitas an seiner Seite ließ ihn sehr viel vergessen, und er glaubte fest daran das sie die feste Fassade der Baronin eines Tages hinter sich lassen und er sich so ganz an ihr verlieren konnte.
Zärtlich strich er sanft mit der Hand über ihren bloßen Arm. Er verstand sich ja kaum selber noch.
Er hatte so viel über den Haufen geworfen. All das was ihm früher etwas bedeutet hatte, ihm wichtig gewesen war.
Und jene die sich nun von ihm abwandten, verstanden sie nicht das er auch nur ein Mensch war? Das er sein Glück suchte und dennoch weiter in der Form er selber war?
Er vermisste die Freundin in Angelina. Er vermisste Dalana die stets für ihn da war.
Er lächelte fast etwas verzagt.
Die alte Vertraute die immer einen sechsten Sinn dafür gehabt hatte wenn er einmal irgendwo in der Tinte saß und jemanden brauchte.
Damals beim Drachen, oder als er im Kerker zu Varuna saß...
Er wünschte er könnte ihre Freundschaft zurück gewinnen. Aber konnte man das überhaupt wenn Freundschaft zu Liebe geworden war?
Er wollte, musste es einfach versuchen, wenn er nur wusste wo sie war.
Mit einem sanftem Kuss auf Felicitas Schläfe, löste er sich von der Frau, stand auf und suchte seine Sachen zusammen, die irgendwie überall verstreut lagen.
Er lächelte als beim Anziehen sah, wie Feli sich ein Kissen, statt ihn in seine Arme zog um dann Weiter zu schlafen.
Sie hatte den Schlaf nötig, waren die Nächte ihnen Beiden doch zu kostbar um sie mit Schlafen zu verbringen.
Er würde sie nicht wecken, dieses Mal nicht, aber einfach so gehen, das wollte er auch nicht
So ging er dann leise zum Tisch, nahm Pergament und Tinte und setzte einen Brief auf, den er mit der Rose beschwerte, die er ihr am Tage zuvor mitgebracht hatte.
Erst dann gürtete er das Schwert und sprang die Treppen hinab, um vorsichtig aus der Tür zu lugen.
Der Morgen graute längst, und er sah der Wache nach die langsam vorbeimarschierte, um dann, als diese um die Ecke war hinaus zu huschen auf die Strasse.
Er kam sich vor als täte er etwas verbotenes....
Aber war es nicht verboten? War es nicht auch etwas das dem Ganzen noch mehr Reiz versprach?
Der Morgen jedenfalls war herrlich.
Er würde baden, Frühstücken und sich dann seiner Arbeit widmen... und... er würde jemanden angagieren, der herausfinden sollte wo Dalana war.
Er würde versuchen um diese Freundschaft zu kämpfen.
Im Hause Felicitas, lag das Pergemant, gehalten von einer Rose auf dem Tisch.
Du zauberst Glanz in meine Augen,
Herzenzdiebin der Nacht.
Dein Kuß weckt mein Verlangen,
fühl den Herzschlag bis zum Hals.
Erstickst mein Begehren,
mit Deinen flüsternden Worten
Und der Leidenschaft der Nacht.
Ich stehe kurz vorm Abgrund,
kann den Boden nicht fühlen
und flieg mit Dir,
dem Horizont entgegen.
Verfasst: Mittwoch 13. September 2006, 17:32
von Felicitas de Arganta
Das Erste das Feli merkte als sie aufgewacht war, war die Tatsache das Rafael schon weg war. Sie seufzte leise und warf das Kissen das sie in der "Mache" gehabt hat gegen die Wand und es fiel wieder aufs Bett.
Sie war schon fast aus dem Bett als es das Kopfende traf.
Sie tapste zum Spiegelschrank und bemerkte mit Erstaunen die Rose samt Pergament.
Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen als sie die Zeilen las und an der Rose roch. Kurz drückte sie das Pergament gegen ihre Brust ehe sie es zurück legte und sich anzog.
Sie hatte heute nichts bestimmtes vor. Einige Schreiben aufsetzen, einen Spaziergang durch Varuna machen, ihre Schwester bei der Jagt begleiten.
Ganz normale Dinge in ihrem Leben.
Die Jagt mit Flo erwies sich als interessant. Sie waren wieder in den Alten Tunnel gegangen. Jedoch diesmal mit einem anderen Ziel.
Feli bewaffnet mit den Alten Liedern deren Texte, Noten und Tabulaturen sie vor kurzem erstanden hatte und Flo mit ihrer Armbrust.
Sehr baldig kam der Richter, Anatarion de Dynal zu ihnen. Es schien als habe der Richter gefallen an der Jagt gefunden und er war sicher nicht der schlechteste Schwertkämpfer.
Wenig später stiessen noch zwei Gestalten hinzu, darunter Valion.
Feli konnte nicht anders als ihm mit Argwohn begegenen. Sie traute ihm nicht und die Gütige wusste, sie hatte allen Grund dazu.
Florence jedoch liebte diesen zwiespältigen Mann.
Wenige Zeit später, der Dämon lag tod am boden. Zog sich Felicitas zurück. Das intensive Spiel der alten Lieder laugte sie aus und zährte an ihrer Konzentration. Es lag eine alte Macht darin die nur die Harfner und Barden begreifen konnten.
So befahl sie dem Richter auf Florence acht zu geben und überliess ihre Schwester der Obhut der drei Männer. Sie war wenig besorgt um sie.
Flo wusste wie sie sich zu verteidigen hatte und hatte ein Mundwerk das so manchem Kerl einhalt gebieten konnte.
Die Tatsache jedoch das Valion bei ihr war, hatte sie schon etwas nervös gemacht...
In Varuna angekommen zog sie sich um. Kürzlich hatte sie einige bezaubernde Kleider erstanden und sie liebte es sich darin zu hüllen.
Erstens: Weil eine Harfnerin ihres Standes auf ihr Äusseres achten musste.
Zweitens: Weil sie Rafael gefallen wollte. Sie liebte es wenn er sie mit jenen begehrenden Augen ansah. Den Blick kaum von ihr nehmen konnte.
Es war eine Art der Aufmerksamkeit wie nur er sie ihr geben konnte.
Kurz nachdem sie das Haus jedoch verlassen hatte, setzte Regen ein.
Wiedermal...
Also suchte sie Schutz bei den Weinschenks. Sie kannte die Familie schon seid dem sie in Gerimor war und sie fühlte sich immernoch ganz wohl in der Taverne, zumal der Weinkeller wirklich gut war.
Zu ihrer Überraschung jedoch fand sie Rafael dort sitzen, zusammen mit Cyrion Sha`Ar, der wohl ein alter Freund von ihm war.
Die beiden sprachen vertraurlich, das war völlig klar und obwohl sie an den Tisch gebeten wurde, verstand sie nur wenig von den Worten die gewechselt wurden.
Rafael gestand seinem Freund auch, dass er sich von Angelina getrennt hatte. Es schien als wolle er keine Gerüchte aufkommen lassen die der Unwahrheit entsprachen.
Sein Freund reagierte so wie Feli es erwartet hatte. Mit Unglauben.
Sie fürchtete das es noch vielen so gehen würde. Das Rafael sich noch oft anhören musste wie er nur könne.
Innerlich seufzte sie, wenngleich sie versuchte nach Aussen hin den Schein zu wahren, während ihre Finger immer wieder Rafael`s Bein berührten oder er ihre Hand.
Feli lernte an diesem Abend aber noch jemand sehr wichtigen kennen.
Cathal Llastobhar.
Der ehemalige Knappe von Rafael. Er hatte ihr gesagt, dass er ein wichtiger Freund war. Der junge Ritter kam mit einem kleinen Mädchen in die Schenke. Mairin.
Ein wirklich goldiges Kind. Cathal offenbarte das es seine Tochter sei, die Herren schienen weit mehr überrascht als Feli. Aber sie kannte den Ritter auch nicht.
Sie folgte dem Gespräch der drei Männer auch nicht weiter, und wenn dann nur oberflächlich. Stattdessen unterhielt sie das kleine Mädchen.
Es schien als hätte Feli`s Silberdiadem es dem Mädchen angetan.
Die Amethyste und Saphire funkelten im Kerzenschein und das blank polierte Silber tat sein übriges.
Es war ein schönes Gefühl gewesen sich mit Mairin zu beschäftigen. Gelöst und Frei.
Für jenen Moment war es absolut egal, dass sie eine Baronin war. In dem Moment war sie einfach nur eine freundliche, sanftmütige Frau die gefallen an kleinen Kindern fand.
Der Abend endete damit das Hudgarr Amarth in die Taverne kam, zum zweiten mal schon, und Rafael verkündete er müsse sofort mit ihm sprechen. Es ginge um die Sicherheit Varuna`s.
Felicitas machte von ihrem Recht als Baronin gebrauch sich jenes anzuhören.
Es ergab sich, dass Hudgarr wohl Informationen über Rahal bekommen hatte, durch Zufall.
Es hiess Varuna solle ruhig bleiben wenn sie eine Armee gen Bajard gehen sehen würden, andernfalls würde man Varuna ebenso dem Erdboden gleich machen.
Jene Worte waren ernst, wenngleich Feli auch innerlich gemein schmunzeln musste.
Wie oft hatte sie schon ähnliches gehört und hatte der letzte Krieg nicht gezeigt wer die Oberhand hatte? Rahal gegen Varuna?
Kein schöner Gedanke trotz alle dem. Sie war gespannt was der Graf dazu zu sagen hatte und hoffte es würde bei der seltsamen Stille bleiben die über der Grafschaft hing, seid sie angekommen war.
Nach dem Gespräch hatte sich Rafael schnell entfernt. Er hatte wohl noch etwas dringendes zu erledigen gehabt und der Korporal Amarth geleitete Feli nachhause.
Dort angekommen entkleidete sie sich wieder, aß etwas und legte sich zubett.
Das Haus war still. Sehr still. Von draussen hörte man das Wiehern ihres Pferdes oder das leise knurren von Luka, ihrem Wachhund.
Florence war nicht da. Das hatte Feli auch bemerkt und es sollte sich herrausstellen, dass sie auch nicht wiederkam. Die anfängliche Sorge unterdrückend gab sie sich dem Schlaf hin, in der Hoffnung Rafael oder Florence würden sie wecken.
Verfasst: Donnerstag 14. September 2006, 13:22
von Felicitas de Arganta
Das Licht war nur einen fahlen Schein auf sie beide, während sie ihre Zweisamkeit genossen.
Bis in den Frühen Morgen gedachte keiner von beiden zu schlafen, es schien als habe ihre Leidenschaft keine Grezen und alleine ihre Körper würden ihnen irgendwann Einhalt gebieten können.
Feli wusste nicht wann sie endlich einschlief, aber sie war sehr glücklich.
Die Nächte mit Rafael entwickelten sich immer mehr zu einem einzigen, unglaublichen Erlebniss und jede Nacht, jeden Tag lernte Feli ein wenig mehr über sich selbst und Rafael natürlich.
Etwas schockiert war sie über seine Anwandlungen im Rathaus gewesen. Jener Ort war viel zu gefährlich um dort Zährtlichkeiten auszutauschen, wenngleich sie sich eingestehen musste, das jener Reiz des Verbotenen, der Nervenkitzel erwischt werden zu können, sie schon sehr reizen mochte.
Dennoch stand viel zu viel auf dem Spiel.
Ebenso gestand sie sich ein, dass sie süchtig war. Süchtig nach Ihm. Nach der Zeit die sie mit ihm verbrachte. Sie wollte keine Sekunde missen. Schlaf war viel zu unwichtig alsdass sie damit jene wundervolle Zeit verschwenden wollte, doch der Körper siegte am Ende jedesmal über den Geist.
Sie war ein paar Stunden zuvor auch bei Tim gewesen. Es war lange her, dass sie ihn gesehen hatte. Er sah gut aus. Hatte wohl zwei Kinder...wie die Zeit verging. Zwei Töchter wie sie nun wusste. Sie mussten sicher aufgeweckte Kinder sein und der Gedanke daran lies Feli ins träumen geraten.
Sie wollte natürlich auch Kinder. Mehr als eins. Zwei, drei vielleicht.
Aber mit Rafael war das im Moment undenkbar und die Kräuter die sie jeden Tag zu sich nahm verhinderten auch schlimmeres. Bis zu einem gewissen Grad zumindest.
Der Heiler hatte ihr gesagt, dass sie immernoch schwanger werden könne, aber dies selten vorkommen würde.
Zwiegespalten waren ihre Gedanken darum. Einerseits wollte sie Kinder.
Sie war schon 20, bald 21 und immernoch kinderlos. Die Zeit würde vor ihr auch nicht halt machen und sie hatte auch einen Verpflichtung Stolzenfels und dem Reich gegenüber, der Baronie einen Erben zu schenken.
Andererseits durfte sie im Moment nicht schwanger werde. Zuviele Probleme würde das aufwerfen. Zuviele unnötige Hindernisse auftürmen.
Rafael hatte sie einmal gefragt ob sie Kinder wolle. Es schien ihr als habe er den selben wunscht, wusste sie doch, dass er mit Angelina niemals hätte Kinder bekommen können.
Auch er brauchte einen Erben. Einen Erben für die Grafschaft seines Vaters.
Ein Kind der beiden würde große Ländereien sein eigenen nennen können, irgendwann.
Felicitas` Baronie und Rafaels Grafschaft.
Aber sie sponn nicht weiter darüber, es war undenkbar im moment.
Erschöpft war sie an Rafaels Seite eingeschlafen, das Bett war zerwühlt aber angenehm weich und sie hatte eine angenehme Müdigkeit umklammert die sie nicht mehr abschütteln konnte.
Rafael schlief wohl auch schon...
Verfasst: Donnerstag 14. September 2006, 23:06
von Rafael de Arganta
Rafael sah Cathal nach und atmete auf.
Der Ritter und ehemaliger Knappe würde zu ihm stehen. Fehler macht ein jeder einmal. Ja, es war nicht gerade ruhmreich, aber wie Cathal sagte waren es viele andre Dinge die ihn ausmachten, und die er geleistet hatte. Wenn man ihn jetzt fallen ließe wegen dieser Schwäche... sollten sie doch.
Er kannte seine Freunde und das was er wollte.
Er wollte dem Reich dienen, mit Leib und Seele... er wollte Angelina nicht weh tun, aber er wollte Felicitas.
Er verschränkte die Arme auf dem Tisch ließ den Kopf darauf sinken.
War das alles geschehen weil er ... den Weg Temoras verlassen hatte? Nein, hatte er nicht, nicht wirklich. Aber er traute sich kaum daran zu denken.
Wagte nicht einmal den Namen Temoras in den Mund zu nehmen. Weil er den Weg anders ging als andere meinten er gegangen werden musste.
Er achtete die Tugenden ... auch wenn er jetzt einmal gefehlt hatte, aber was sollte er auch tun.
Er wusste nicht wie er Angelinas Schmerz mildern konnte. Das vermochte er wohl auch nicht, und so blieb ihm wenig über als ihr einfach die Zeit zu lassen und ihr aus dem Wege zu gehen.
Felicitas indes... war Feuer, war Flamme die ihn jedes Mal zu versengen drohte wenn er sie nur in seinen Armen hielt und er versuchte jene Flamme mit seiner Leidenschaft, die der ihren in nichts nachstand, zu nähren.
Er fühlte sich jung durch sie.
Fühlte sich ausgeglichen ... und ja er war glücklich.
Vor allem als er gestern gesehen hatte wie sie mit dem Kind Cathals umgegangen war, war ihm warm ums Herz geworden.
Sie war so natürlich gewesen, so wie er sie mochte, wie er sie liebte.
Er sah wieder auf, streckte sich und stand auf um zum Fenster zu gehen um hinaus zu sehen in die dunkle Nacht.
Lächelnd dachte der an das große Bett das Felicitas in den kleinen Keller des Theaters gestellt hatte.
Wie gut das es wirklich noch keine andren gab die hier auftraten und sich dort unten umziehen mussten.
Heute würden sie sich nicht sehen, und Rafael bedauerte es bereits, denn jede Nacht mit ihr war wie ein Rausch der Gefühle. Ihre Küsse machten ihn Trunkener als es jeder Wein schaffen würde, und er genoss jene Gefühle.
Aber zu oft war er in der letzten Zeit an ihrem Haus gewesen oder vor ihrem Theater.
Er konnte es sich nicht leisten das man begann zu reden.
Nicht um seinen Ruf noch den Angelinas noch der Baronin.
Er durfte sie einfach nicht kompromittieren. Aber wie würde es weiter gehen?
Rafael wusste es nicht einmal.
Sie heiraten?
Das konnte er so nicht, da er noch verheiratet war.
Sie als Mätresse halten? „Nein!“
Er dachte das „Nein“ in solch Intensität, das er es sogar laut aussprach.
Kopfschüttelnd ging er zum Tisch zurück.
Aber was konnte, wollte er ihr versprechen?
Mehr sobald er sicher war der... er schmunzelte nun sogar, Baronin nicht mehr zu begegnen.
Wie konnte ein Mensch nur so verschieden sein.
Er setzte sich wieder an den Tisch, noch immer dieses Lächeln auf dem Gesicht.
Fast verträumt fast überlegend, als er das Tintenfass zu sich heranzog, und ein Pergament vom Stapel nahm.
Nur einen Moment lang überlegte er.
Er konnte Feli heute zwar nicht mehr sehen, aber schreiben konnte er ihr.
Und so tunkte er die Feder in die Tinte und begann zu schreiben.
Du bist mein Engel der Nacht,
der Frau die in meinen Träumen über die meinen wacht.
Ich kann dich sehen, kann dich spüren.
Verbrenne im Feuer der Leidenschaft wenn deine Hände mich berühren.
Jede Nacht geben wir einander hin,
weil ich in deinen Armen glücklich bin.
Du gibst mir Kraft und meiner Seele halt.
Du tust mir einfach Gut.
Ohne dich bin ich einsam und nicht wirklich ich,
Ich fühle die Angst und verliere den halt wie ein Blatt im Wind.
Doch du fängst mich auf, holst mich aus den Fängen der dunklen Macht.
Du hast meine Liebe,
mein Engel der Nacht!!
Er legte eine Rose dazu dann erhob er sich und ging hinaus, um noch einmal eine Runde durch die Stadt zu gehen, und den Brief sicher im Briefkasten zu deponieren, was er auch tat, als er sich vollkommen sicher war das niemand ihn beobachtete.
Dann ging er zurück zum Schloss.
Varuna war ruhig, zu ruhig.
Er würde diese Nacht schlafen. Gut schlafen, und harrte der Dinge die da kommen würden. Egal ob Privater Natur oder es andere Gefahren waren.