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Verfasst: Dienstag 4. November 2014, 12:40
von Gast
Der dritte Tag schon....wo war er? Hatte sie ihn soweit von sich weggeschoben durch ihr Verhalten? Sie hasste sich selbst dafür, wieso konnte sie nicht einfach offen sprechen? Wieso hatte sie ihn auch noch in Schutz genommen, sich selbst und ihre bisher geschafften Fortschritte... Doch im Prinzip hatte es das ganze erst einmal verschlimmert, zumindest fühlte es sich so an.
Dieses ständige hin und her, diese tausend Gedanken welche den Kopf zermürbten und einen keine klare Linie finden ließen. Er sagte zwar er vergesse, aber ein Vylen vergisst nicht und wenn, dann nur seltenst. Sie sollte nochmals mit ihm sprechen, über all das...erst dann würde sie damit abschließen können.


Sie versuchte Ben's Vertrauen zu erlangen denn nur die Kontrolle alleine würde sie nicht das wissen lassen was sich in ihm verbirgt. Langsam öffnet er sich, nach und nach sickern hier und da Informationen und Geschichten, Erzählungen über sein Leben über seine Lippen.
Den Test hatte er ohne weiteres bestanden, er war bereit den Weg Alatar zu gehen und sie würde jenen mit ihm gehen, ihn begleiten. So wie sie es nun schon eine lange Zeit tut, sie begleitet ihn so wie auch der Magister. Er hatte sich zurück gezogen um ihr den Weg frei zugeben, eine Geste über welche man nachdenken sollte, er schenkte ihr also das Vertrauen das sie selbst soweit war jenes übernehmen zu können.
Ben...sie sah das er innerlich zerbrach an dieser Gefangenschaft, sie tat ihm nicht gut und bließ das Leben welches vorher eh schon so angekratzt war, nur noch mehr hinaus. Doch auch dieser Schritt war wichtig, denn sie würde ihm danach die Hand reichen um aus eben jener Situation herauszukommen, er würde somit den Aufstieg einfacher schaffen, einfach in den Glauben finden denn es würde eine neue Aufgabe in seinem Leben geben. Aufgaben sind wichtig, sie geben uns Ziele und so geben sie uns auch Kraft und den Schwung den wir brauchen um eben jene Ziele zu erreichen.
Je tiefer ein Mensch gesunken ist, umso heller erstrahlt jener welcher ihm aus diesem Loch hilft.
So war es der Glaube der ihm half.


Die Finger greifen in den Nachttisch hinein, sie ziehen das Tuch heraus, sanft streicht der Daumen über den Stoff ehe sie jenen zu ihrer Nase zieht. Der Duft war lange nicht mehr so intensiv, man konnte ihn noch erahnen aber es war nichts was die Sinne berührte. Langsam senkt sie die Hand, erhebt sich und schreitet in Richtung des Keller Gewölbes.

Ihre Seite schmerzte noch immer, ihr erster Kampf und sie hatte sich so anstrengen müssen, es viel ihr so schon schwer bei Aufregung Kontrolle in ihr Wesen zu bringen. Sie war erschöpft nicht nur weil die Rippe ihr zu schaffen machte, nein auch weil sie kaum schlief und sie somit die Konzentration nicht immer aufrecht halten konnte.
Kleinigkeiten ließen es schon zu das sie schneller gereizt war gerade bei dem Magister musste sie sich meist noch mehr zusammen reißen, doch dank ihm weiß sie auch wie....


Langsam streift sie die Kleidung von ihrem Leib, nur um nach und nach einen Schritt nach dem anderen folgend, den Körper in das Wasser zu tunken. Es beruhigte sie, das Gefühl der Schwerelosigkeit in diesem Element. Die Finger gleiten durch das Wasser, sie lehnt sich zurück und schließt die Augen, während das es ihre Silhouette umspielt. Die langen dunklen Haare bewegen sich in sanften wogen, jeder Rührung des Wassers folgend. Ruhe.....Stille....Entspannung...sie konzentriert sich auf das Atmen so wie er es ihr beigebracht hat, damit sie es nach und nach ausgrenzen kann, das dröhnen, krächzen und vibrieren, das pulsieren und dann noch die Gedankengänge....atmen, ruhig...entspannt atmen. Nach und nach loslassen.

Ruhe

Verfasst: Mittwoch 12. November 2014, 02:17
von Gast
Sie alleine lassen? Er war eine der Bezugspersonen, jene welche sie als etwas sehr wichtiges sah. Er war hier als all das auf sie Einbrach, half ihr..auch wenn er das verneinen würde...er war bisher bei fast allem an ihrer Seite gestanden, so wie ihre Brüder. Er gehörte zu ihr, wie konnte er auch nur den Gedanken fassen sie hier alleine stehen zu lassen, sie fallen zu lassen als wäre sie.....einfach Nichts?! Doch mit genau jener Reaktion hatte sie sich in seine Hände gespielt, genau mit jener Reaktion wusste sie, das sie ihm eine Fläche gab, Fläche zum aggieren.
Sie war dumm, wie konnte sie nur solch eine Schwäche zeigen? Sie musste unbedingt ihre Strategie ändern, sich selbst von ihm abseilen, sie durfte ihm jenes Druckmitteln nicht lassen, keinesfalls.

Er schaffte es immer und immer wieder sie bis zum Limit zu bringen, all ihre Sinne bis aus äußere auszureizen nur damit er das nächste mal das Ziel höher setzten konnte und die gleichen perfiden Spiele von vorne beginnen konnte nur...war er ruhiger geworden, lange nicht mehr so unbeherrscht wie sonst, nein er war eher geruhsamer geworden. Oder war es eher der Schein? Heute war es eher der Schein. Aber weshalb reagierte er genau bei eben jener Sache so? Was machte es so schwierig das er genau jene Ausgangsangelegenheit als so schlimm empfand?



Zuhause angekommen schlug sie förmlich die Türe hinter sich zu, noch immer kochte es in ihre als würde ein Vulkan in ihre brodeln und jederzeit kurz davor sein auszubrechen. Dringenst, aber wirklich dringendst musste sie sich zur Ruhe zwingen. Und jene Ruhe kehrte auch erst ein als sie sich auf das gleichmäßige Atmen ihres Bruders konzentrieren konnte, der ruhige Pol...wenn auch nicht immer, aber ihr ruhiger Pol, kener welcher sie wieder auf den Boden brachte, so das sie zu sich selbst zurückfinden konnte.
Konzentrieren, atmen, ein....aus...ruhig...Stille....Ruhe....Schneeglöckchen, ja...da war sie.


Da schweiften die Gedanken weg, sie flossen ihren Weg hinweg von den Gedanken welche gerade im Vordergrund lagen.


Das Schneeglöckchen war so wunderbar, so zerbrechlich und doch so geradliniger Natur, schüchtern und doch so ehrlich. Schwierig zu sagen was sich hinter ihr verbarg. Wichtiger war an ihrem Auftreten zu arbeiten, an ihrem Selbstbewusstsein, so das sie den Weg gehen kann welcher ER für sich auserkoren hatten.


Schönheit liegt im Auge des Betrachters...

Ja, Schönheit kam von innen, zumindest die wahre Schönheit, jene wahre Schönheit welche dir den Atem raubte.....alles andere war eine Hülle, eine Hülle aus NICHTS.

Eine Hülle welche zwar schön anzusehen war, dennoch nichts verbarg. Umso wichtiger war es aber, um den Schein zu wahren, eben jene Hülle aufrecht zu halten, egal ob man denn nun etwas verbarg oder nicht. Wichtig war das der Erste Eindruck weitaus mehr Funke hinüber tragen konnte als jede Zweite.



Herr Sabien, interessant...verwirrt...aber interessant und irgendwie ließ er nicht nur Fragen, sondern auch ein amüsiertes Lächeln auf ihren Lippen zurück. Jederzeit würde sie ein solches Gespräch wieder genießen wollen, auch wenn der Kostenfaktor....sich gerade sehr hoch hielt. Nach jenem Abend wohl noch mehr als zuvor.....
Sollte sie überhaupt noch einmal ein solches Wagnis eingehen? Sollte sie sich so in seine Hände begeben? Sollte sie sich nicht lieber entfernen, einfach des eigenen Schutzes Willen..nicht der Schutz des Physischen Daseins...nein....dem des psychischen.



Wie hatte er es nur geschafft sie so zu manipulieren, sie musste um alles in der Welt darauf achten eben genau jenes Verhalten zu unterbinden, koste es was es wolle.


Ruhig.....der Atem.....Ein ….Aus.....Ruhe...Stille...Vollkommenheit....
Lausche der Ruhe selbst und du wirst zu jener...
Schlaf.....Gedankenstille...

Ruhe.

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Verfasst: Mittwoch 12. November 2014, 10:21
von Althan Vylen
In seinem Hause brannte keine Kerze, die letzten kleinen Flämmchen erstarben während er in die Glut starrte in der Feuerstelle. Die Kälte zog durch alle Ritzen seines Heimes und er tat nichts um die Schilde zu erneuern und die Wärme zu halten.
Das Haupt gesenkt, die dunkelgrauen Augen auf die Glut gerichtet weilte er weit entfernt vom 'Hier' und 'Jetzt' in einer anderen Welt, einer anderen Zeit und einem anderen Leben. Zeit seines Lebens hatte er so gehandelt, wie es Andere von ihm erwarteten zuerst sein Vater, dann hier der Tempel, der Alka und nun der Orden, wobei er hier eine Freiheit kennen gelernt hatte, die ihm bisher im Reich vorenthalten worden war. Inzwischen war ihm das Reich gleichgültig, Menschen und Letharen kamen und gingen. Sie waren nur Gaukler, Schachfiguren in Seinem Spiel und auch er war nur eine Seiner Spielfiguren.
Was ihn jedoch nicht davon abhielt, auch sein eigenes Spiel zu spielen und auf eine etwas unkonventionelle Art zu unterrichten. Er hatte sie gewarnt, gewarnt ihm fern zu bleiben. Doch dann kamen diese Briefe... einer nach dem Anderen und interessiert las er ihre Fragen, ihre Gedankengänge und lernte sie dadurch besser kennen. Ob sie ahnte, dass sie damit ihm in die Hände spielte? In alter Tradition hatte er begonnen ihre Fragen gleich in seinen Unterricht mit ihr einzubauen und sie am eigenen Leib spüren lassen wie sich jene Form von Gewalt anfühlen konnte. Er verabscheute es Frauen zu schlagen, sei es auch zur Unterrichtung, doch ihre Übertretungen der von ihm gesetzten Grenzen ließen ihn für den Bruchteil eines Augenblickes die Beherrschung verlieren. Später hasste er sich dafür. Sie hatte es geschafft einen kleinen Riss in seiner Mauer zu erzeugen und er fragte sich, ob er noch ihr Lehrer sein konnte, ihr Freund dem sie trotz allem vertraute. Das Aufzeigen der psychischen Gewalt und deren vielfältigen Möglichkeiten, sie hatte wohl nicht damit gerechnet es am eigenen Leib zu erfahren. Zu erfahren wie es ist den Boden unter den Füßen weggerissen zu bekommen und von einem Moment zum Anderen hin alles zu verlieren was einem etwas bedeutete. Ja, er hasste sich dafür... eine Regung eines Gefühls, dass ihm deutlich machte, dass sie sich zu einer Schwäche von ihm entwickeln konnte.
Die zweite Lektion würde nun folgen, nämlich jene, dass sie sich als ihr Lehrer niemals auf seine Worte verlassen konnte. Er würde ihr das entziehen was ihr im Augenblick etwas bedeutete.

„Sage mir was du möchtest, damit ich es dir nehme.
Sage mir was du brauchst, damit ich es dir verwehre.
Sage mir was du begehrst, damit ich es dir vorenthalte.
Am Ende bleibt nichts... außer das Gefühl von Leere in dir.“


Ein tiefer Atemzug und ein ruckartiges Aufstehen, er würde sie tief in die Abgründe ihrer Seele führen, sie lehren was für ein Chaos Gefühle anstellen konnten und dann anfangen sie zu lehren jene zu kontrollieren und in Seinem Sinne zu nutzen.
Warum zerriss es ihn, warum machte er sich Gedanken darüber was sie dachte? Er hatte sie angelogen... er konnte nicht ein Freund oder Bruder sein. Sie konnte ihm nicht vertrauen und sich auf ihn verlassen, er wollte das nicht, denn er wusste irgendwann würde es sie zerstören. Das Letzte was er irgendwie nicht in ihren Augen sehen wollte war Verachtung und dennoch war er auf dem besten Wege dahin.
Nein, er konnte sie nicht beschützen weder vor ihm noch vor dem Rest der Welt, das hatte er inzwischen begriffen...

Verfasst: Sonntag 16. November 2014, 01:46
von Gast
Immer wieder huschen die Augen zu dem Brief, die Finger tippen leise auf dem Pergament auf und ab. Ein Seufzen erklingt welches länger und kläglicher nicht klingen könnte. Das Augenpaar wandert gen die Feuerstelle, den sanft in sich schlängelnden Feuerzungen folgend, dort verharrend, als würde sich dort vor dem inneren Auge eine Geschichte abspielen, verträumt...in sich gekehrt...der Blick abwesend.

Kleine Lachfältchen bilden sich auf dem ebenen Gesicht als sie die Zeilen nochmals durchgeht und immer wieder kehren die Gedanken zu jenem Satz zurück ….Mädchen....sieht sie aus wie ein Mädchen? In seinen Augen wohl schon, würde er sie je als etwas anderes sehen als ein Küken? Würde er sie erst akzeptieren wenn sie ihre Stärke bewies?
Das Wort Stärke, eine Definitionssache, etwas was man so stark ausweiten konnte und doch wieder herum so kurz halten konnte.


Eine Eiche und ein Schilfrohr stritten über ihre StärkeAls ein heftiger Sturm aufkam,
beugte und wiegte sich das Schilfrohr im Wind,
um nicht entwurzelt zu werden.
Die Eiche aber bleib aufrecht stehen und wurde entwurzelt.
Aesop (um 550 v. Chr.), auch Aisopos, griechischer Sklave auf Samos und Fabeldichter


Er ist so stark so unbändig und doch so haltlos in so vielem und so wirr, er wirkt stets so undurchsichtig, maskierter als alles andere was ich je gesehen habe und doch in seiner eigenen Art und Weise geradlinig. Im Grunde...wenn man es genauer betrachtet könnte man ihn mit dem Meer vergleichen, ein Mann welcher tief gründet und unendlich viele Geheimnisse und Wissen in sich trägt. War es das was ihn so interessant machte oder war es eher dieses Gefühl?....ihre Gefühel... Sie war jung, ja...es war auch nicht so als müsste sie sich das stetig auf die Nase binden lassen, aber sie hatte sich noch nie in ihrem Gefühl getäuscht und sie hörte auch stets auf jenes. WIe ein innerer Kompass, ein ruf eines ihr unbekannten Daseins welches ihr sagte das jener Weg der Falsche oder der Richtige ist, ein Weg welcher sie an ihre Grenzen führte und doch....irgendwie immer wieder auffing.
So blieb ihr auch nichts anderes übrig als zu tun was sie tat, sie konnte nicht anders, es war als würde die Hand von selbst ihren Weg über die Zeilen gehen, das Pergament mit Worten füllen welche ihren Verstand und ihre Sinne in jenem Moment gleich setzten.

Seelenheil......Nileth Azur......Alatar.....dienen......sich aufgeben....
Sie fühlte es, ebenso wie sie das Lied vernahm, es war als würden tausend Ameisen über die Haut laufen, es kribbelte an jeder Stelle des Körpers und wenn Gefühle mitspielten so
verstärkte sich jenes Gefühl unaufhörlich als würde ein Sturm es selbst tragen. Pulsierend, trommelnd, singend....weich...hart, quietschend, schreiend, Singend, langsam....schnell....anders! Es war anders als vorher, aber sie würde jenes nicht mehr abstellen können, nicht einfach so, es würde sie Konzentration kosten und jene würde sie lernen.
Ihr Bruderherz als auch Er halfen ihr dabei und ihr war klar das sie lernen musste ihr Wesen zu zähmen, die neu errungene Freiheit für diese Momente wieder hergeben....sie musste sich auf wichtigeres Konzentrieren und ohne sie wollte sie das nicht, weder ohne ihn noch ohne ihren Bruder.


Die Worte welche sie schrieb, es waren sie, sie konnte nur hoffen das jener lesende die Worte selbst nicht als etwas unvollkommenes sahen, denn sie waren nicht unvollkommen, sie waren vollkommen in jedem Wort für sich auch wenn sie im Ganzen vielleicht nicht perfekt wirkten.


____________________________________________________________


Etwas was sie auch schrecklich vermisste waren die Gespräche mit Ben, sich einfach hinzusetzten und den Abend mit einem Glas Wein ausklingen zu lassen. Es war aber nicht mehr so möglich wie es früher war, es war nicht mehr so ungezwungen...irgendwie schien was ständig einer Kontrolle zu gleichen.
Am heutigen Abend jedoch hatte sie die Schranken ihres Schattens überwunden, sie ist aus der Hülle geschlüpft, hat die Maske abgesetzt....oder hat sie eine aufgelegt? Wie man es auch sieht, sie fühlte sich für den ein oder anderen Moment wohl...frei...
War sie nicht sonst auch frei? Frei wie ein Vogel welcher seinen Weg über die Ländereien zieht und von einem Baum zum nächsten die Lieder des Windes mit sich trägt.
Sie hatte den Abend genossen und auch wenn die Spannung bis zum letzten Funken ausgenutzt wurde und einem kaum noch Luft zum Atmen blieb, so hatte sie früh genug den Weg aus jener Situation gefunden. Er brachte sie Nachhause...so wie es sein Wunsch war, wobei sie sich selbst unsicher war ob er mit der Begleitung an sich zufrieden wäre.
Bisher wurde sie fast immer nachhause gebracht, so wie bei fast allem ließ sie die Strafen über sich ergehen, ob es nun die Ohrfeige ihres Bruders oder die von ihm war, sie akzeptierte sie, nahm sie hin.



Denn Schein ist nicht immer Sein....
Nicht alles war stets so wie sich das Hirn die Situation zusammen spann, manchmal...
aber auch nur manchmal ging man Wege welche nicht bedingt jene waren welche dem rechten Weg glichen. Aber sie lernte dadurch...und das war das wichtige, sie lernte sich zu fügen und dennoch ihren Weg zu gehen, wenn auch durch eine mehr oder minder komplizierte Art und Weiße.



Wieder kehrt der Blick zu dem Pergament zurück, die Augen huschen über die dort stehenden Zeilen. Ein tiefes Einatment erklingt und die Brauen ziehen sich in eben jenem Moment ein Stück zusammen.


Der Gehorsam ist der Anfang der Weisheit.

Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770 - 1831), deutscher Philosoph

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Verfasst: Samstag 29. November 2014, 15:12
von Gast
Siebtes Gebot

Dir zu dienen heißt sich in der Sprache zu schulen, denn ein wohl gesprochenes Wort vermag Wälle einzureißen, die jeder Armee getrotzt hätten.




Auch wenn man einen Schlagstock anstelle eines Gespräches einsetzten kann werden Worte immer ihre Macht behalten, Worte lassen einen Sinn erschließen und für die, die bereit sind zuzuhören, formulieren sie die Wahrheit...die einzig wahre Wahrheit.



All die Worte die in letzter Zeit gesprochen wurden, egal mit welchen Bedeutungen, egal mit welchen Hintergründen, sie wurden im hier und jetzt gesprochen und sie veränderten sie.
Sie selbst war stets immer eine gute Rednerin, doch bei ihnen erstickte jeglicher Keim der guten Wortwahl, so sehr sie sich auch anstrengte fühlte sie sich in ihrer Gegenwart wie ein kleiner- kaum leuchtender Stern am Firmament. Das war sie auch, sie war noch keine kräftig leuchtende Flamme, noch glich sie einer Kerze welche durch einen zu starken Windstoß, eiliger das Licht verlieren würde als es ihr selbst lieb ist.
Sie strengte sich an, sie wollte ihren Teil zu all dem beitragen, passte sich an, lernte- Tag und Nacht verbrachte sie mit ihrer Nase in den Büchern, morgens der Lauf, Mittags das Fechttraining, gegen Abend die Neulinge des Konvents. Es konnte ihr wirklich keiner sagen das sie Nichts tat, sie bemühte sich wo sie nur konnte, einfach nur um perfekt zu werden in dem was sie tat und in dem was ihr noch bevorstand. Immerhin wollte sie in ihrer Familie, ihren Brüdern keine Schande bereiten und auch Althan wollte sie nicht enttäuschen.


Man sagt ja...Übung macht den Meister....

Meditation, das war also das nächste Thema welches ihr bevorstand...nein...sie war mittendrin. Während sie das plätschern des Wassers wahrnahm, mischte sich nun auch noch das Ticken der Uhr dazu...dann war es der ein oder andere Gedanke der wieder durch ihre Sinne huschte, eine Frage...eine selbst erkannte Antwort zu jener Frage.... Wie bei Alatar sollte sie das alles ausgrenzen? Es gestaltete sich schon schwierig genug auf nur Ansatzweise mit dem dauernden Pulsieren und krächzen des Liedes zu leben...aber alles außen herum auch noch auf ein Minimum zu senken, schien ihr fast unmöglich.


Auf den Knien sitzend starrt sie die gegenüberliegende Wand an, ein penetrantes Starren, fast so als würde sie sich erhoffen das eben jenes Stückchen Wand ihr zur Hilfe eilt und all das auslöscht was sie gerade so wehement von dem Nichts- denken abhielt. Ein resignierendes Seufzen ist zu vernehmen ehe sich der Körper der jungen Frau nach hinten fallen lässt und gen die Decke starrt.


Nichts zu denken war wirklich um einiges schwerer als sie es sich vorgestellt hatte...viel schwerer...


Die Hände auf ihren Bauch legend wird sie beginnen tief einzuatmen und ihre Atmung so gut es geht gleichmäßig zu halten, die Hände die Bewegung der Atemzüge spüren lassend. Die Augen schließen sich und sie versucht sich alleinig nur auf eben jene Bewegung, jene Atemzüge zu konzentrieren. Nach und nach merkt sie wie ihre Gedanken sich von ihr lösen, eine gewisse Leichtigkeit in sie kehrt.


Sie hatte es, sie....und sie dachte wieder, genau eben das was sie nicht tun sollte, sie dachte! Bei Alatar.....nicht denken!


Wieder ein resignierendes Seufzen, die Augen öffnen sich, der Blick schweift zur Seite. Würde sie heute noch etwas schreiben?


Die Gedanken schweifen während sie die Treppen hinaufsteigt in Richtung Allhina, sie musste ihr dringend morgen einen Boten zukommen lassen, es gab einiges zu besprechen und irgendwie...so skurril es klingen mag, genoss sie ihre Anwesenheit, so wie auch bei Rilytia war es ein so absolut angenehmes miteinander, kein Zwang beherrschte die Gespräche. Sie hatte sich vorgenommen aus ihr noch den Schwanz zu ziehen welcher hinter jener Hülle steckt und sie war sich sicher das man etwas wunderschönes daraus zaubern konnte. Ganz zu schweigen von dem Stottern, sie war klug- die kleine war klug - jeder der sie unterschätzte konnte Gefahr laufen seiner eigenen Beurteilung nicht mehr trauen zu können.

Benjamin- Herr Acalon...Ben, wie auch immer man ihn nennt es ist und bleibt die selbe Person und gerade hatten sie wieder eine gemeinsame Ebene gefunden, zu mindestens machte es den Schein. Die Gespräche hatten zumindest nicht diese verwirrenden Enden wo sich beide gegenüber standen und einander mehr Wut als Freude empfanden.
Was auch immer an jenem Lehrabend über sie kam aber hätte sie den Schlag ausgeführt und der Magister sie nicht aufgehalten...so wäre es für Ben wohl nicht so gut ausgegangen.


Ein Schmunzeln huscht auf ihre Lippen.

Rilytia, mit ihr war alles irgendwie als wäre sie ungebunden und frei und alles hatte eine gewisse lockerheit zumindest wenn die beiden zusammen waren. Da fühlte sie sich ihres Alters entsprechend, beim kichern und tuscheln.


Thor, ihr Herz,,ihr Bruder, sie war so unendlich froh das er wieder da war, genoss jeden Atemzug den sie mit ihm verbringen konnte, so fehlte lediglich noch Konrad dann waren sie wieder vereint...die drei Geschwister.
War da doch das Gefühl das sie noch mit ihm sprechen musste...irgendwann wenn es der perfekte Zeitpunkt wäre, er den Kopf etwas freier hatte....sie sollte ihm dabei helfen jenen Kopf freier zu kriegen...wenn nicht sie? Wer dann?


Althan....ein tiefes Einatmen mag folgen während der Blick ziellos durch den Schrank gleiten lässt, irgendwann greift sie sich ein Hemd heraus, kleidet sich um und streift jenes über. Der Weg zum Bett wirkt wie eine Erlösung, ihre Muskeln schmerzen von dem Training mit ihrem Bruder und als sie endlich im Bett liegt erklingt ein leises zufriedenes Seufzen.....Althan...sie kommt nicht einmal mehr dazu fertig zu denken der Schlaf übermannt sie schneller als sie sich erhofft hat. Bis in den Morgengrauen...Tiefschlaf....das erste mal seit langem.

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Verfasst: Freitag 5. Dezember 2014, 11:35
von Althan Vylen
Der Winter hatte Einzug gehalten und Stille breitete sich wie eine Decke über das verschneite Land. Der Schnee hatte etwas unschuldiges reines, doch auch etwas tödliches in sich bergend, das Versprechen sollte jemand in dieser kalten Umarmung niedersinken... diese Nacht die Letzte in seinem Leben sein würde. Unruhe hatte ihn seit einigen Tagen erfasst. Anfangs hatte er es für ein Kribbeln und Taubheitsgefühl, ausgelöst von seinen morgendlichen Kampfübungen gehalten. Das Kribbeln verschwand nach einer Weile wieder, ebenso die Lähmungserscheinung, doch dafür kroch der Schmerz wie spitze Nadeln über seine Finger und jagte hinauf bis zu den Schultern. Inzwischen wurde jener Schmerz ein ständiger Begleiter, irgendwann gewöhnte man sich daran, woran er sich nicht gewöhnte war die Gefühllosigkeit in seinen Fingerspitzen ab und an. Es machte es ihm schwerer die Feder zu halten, Bücher zu schreiben und... nunja so beschränkte er sich auf das Einsortieren der Bücher. Bisher war es noch keinem aufgefallen, es würde schon wieder vergehen.... so wie bisher jeder Schmerz irgendwann verschwand, wenn man ihn lange genug ignorierte. Doch die Taubheit in seinen Fingern ab und an beschäftigten ihn noch eine Weile. Sollte er einen Heiler aufsuchen? Er hielt nicht viel von den Quaksalbern im Reich, unausgebildet und schienen sie jene die zu ihnen kamen eher als Versuchsobjekte zu betrachten. Doch zu den Adoranern gehen? Niemals, obwohl.. er könnte sich einen fangen, diesen Alten da... Problem war... er wurde selten außerhalb des Lehrhospitals gesehen. Ihn anschreiben? So tief würde er nicht sinken, nein. Also biss er die Zähne zusammen und lebte damit, versuchte es zu kompensieren und schob es auf das beginnende Alter.
Sie hatte wohl doch recht, dass er langsam ein alter Mann wurde und jene Schmerzen würden nun zu seinem Leben dazu gehören. Seine Art sie auf Abstand zu halten verletzte sie, er wusste es und er hasste sich dafür. Sie hatte so etwas nicht verdient, sie war strebsam und fleissig, er sah jenes durchaus. Er brauchte nicht alles zweimal sagen, sie machte es einfach, er konnte sich darauf verlassen... ein seltsames Gefühl. Dass er etwas nicht kontrollieren brauchte, ob es funktionierte. Er hatte ihr Lachen gehört, als sie sich mit den anderen Frauen eine Schneeballschlacht im Konventsgarten lieferte. Er brachte sie im Augenblick selten zum Lachen, wenn er ehrlich war gab er ihr garkeinen Grund dazu. Er war ein Idiot und das war ihm mehr als deutlich bewusst.
Sie funktionierte, sie beschwerte sich nie und das war es was ihm Sorgen bereitete, was musste noch geschehen... irgendwann, wenn sie kein Ventil fand würde sie daran zerbrechen... oder aus Kohle würde ein Diamant werden.

Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2014, 16:59
von Benjamin Acalon
Wie genau ich es geschafft hatte, überhaupt wach zu werden, war mir unklar.
Jedenfalls verließ ich mein Haus um 5 Uhr morgens. Also noch mitten in der Nacht. Dick eingepackt in mehrere Schichten Kleidung, ein Umstand, den ich schon bald bereute.
Das Training war anstrengend und ich kam schnell ins Schwitzen. Aber zumindest war das besser, als zu frieren.
Während der ganzen Zeit, dachte ich allerdings nur noch an mein warmes, weiches Bett und ein ordentliches Frühstück.

Benjamin kam sogar pünktlich, wie gewünscht am Stadttor an, um sich mit den anderen zu treffen. Auch wenn er völlig übermüdet aussah und seine Haare noch schlimmer zu Berge standen, als sonst. Aber immerhin war er da und wach. So halbwegs.


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Verfasst: Samstag 13. Dezember 2014, 14:50
von Althan Vylen
Eine Krähe würde auf den Zinnen der Stadtmauer der heiligen Stadt beobachten wie sich die drei Verdächtigen zum Morgenlauf trafen. Sie war nicht jeden Morgen da, würde auch kaum auffallen, da sie sich kaum von anderen Krähen in ihrem Verhalten unterschied. So wären sie nicht so unbeobachtet wie sie glauben würden bei ihrem Lauf, sei es weniger um sie zu beobachten sondern eher um ihnen Schutz zu geben, sollte jemand wagen sie in ihrem Tun zu stören.
Sollten sie und ihre Kondition besser werden, könnte bald das Kampftraining beginnen... doch bisher sah die Kräne... schwarz dafür.


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Verfasst: Sonntag 21. Dezember 2014, 03:17
von Gast
Das Gedächtnis liefert die Stoffe, 
aus dem die Albträume sind.
© Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck (*1929)




Es schmerzte sie ihn so zu sehen, sie sah das er litt und sie kam sich so unmöglich hilflos dabei vor da sie ihm nicht zu helfen wusste. Sie spürte es..... und mit jeder Veränderung die er durchmachte wurde es ihr immer klarer.

Es musste eine Möglichkeit geben jene schleichenden Gedanken zu sammeln, sie in irgendeiner Art und weiße zu bündeln, aber vielleicht auf einen anderen Gegenstand so das er selbst seinen Geist freier hat. Waren es denn Gedanken welche seinen Schlaf störten? War es die Vergangenheit? Wie zermürbend wenn sie nicht einmal genau das wusste...er ließ so schwer in sich sehen und sprach so ungern darüber. Da war es wieder dieses Hilflose Gefühl...diese Leere die einen dann selbst durchdringt, einfach weil man nicht weiß wie....
Doch eine Vylen gibt nicht auf, das Blut der Vylen ist stark und wird ewig währen.

Sie würde etwas finden, auch wenn sie suchen müsste, aber sie würde etwas finden um ihrem Bruder zumindest bei seinem Problem etwas behilflich sein zu können.



Benjamin....


Die Notwendigkeit, immer unter Menschen zu sein, hat mir gut getan. Manche Rostflecken, die eine zu hartnäckige
Einsamkeit über uns bringt, schleifen sich da am besten ab.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)



Er suchte die Gesellschaft, aber ihre...und sie war gerade weniger jene welche gut im Zuhören oder verstehen war...zumindest was seine Belangen anging. Es lag wohl eher daran das ihre Gedankengänge einem völlig anderen Verknüpfungsgesetz ausgesetzt waren wie eben jene von Ihm. Irgendwie tat es ihr leid, es stimmte sie mit Missmut und zudem auch mit Zorn das sie so leicht an eine Grenze stieß. Doch schienen die beiden nicht dazu geschaffen einander zu lehren, vielleicht das Alter, oder die verschiedene Denkweise...oder aber....vielleicht war die Herangehensweise einfach falsch. Vielleicht sollte sie sich auf Altes besinnen, sie hatte früher einen viel besseren Draht zu ihm, er ist damals immerhin völlig frei von Druck zum Tempel gelaufen, er wäre noch am selbigen Abend dazu bereit gewesen diesen Weg zu gehen. Aber irgendwie ist all das aus den Fugen geraten und hatte sich mehr und mehr zu einem reißenden Fluss entwickelt, welcher ihr dann aus den Händen glitt.
Deshalb war wohl genau jetzt der Zeitpunkt sich wieder auf einfaches zu konzentrieren, ihm einfache Denkanschübe zu geben welche seine Urteilskraft nicht überschritten und vorallem aber...
seine Gefühlswelt nicht noch mehr ins Wanken brachten. Er schien in jener Hinsicht eh ein recht dunkler verschlungener Pfad zu sein, welcher fast einem Irrgarten glich...zumindest machte es den Anschein als würde eine einfach gestellte Frage eine völlige Verwirrung seiner selbst auslösen. Es war komplexer als sie eigentlich vermutet hatte und sie war so wahnsinnig Emotional....




Der Mensch lebt mehr oder weniger
in einem Selbst erzeugten Gefängnis,
obwohl er Sehnsucht nach einem anderen Leben hat.



Die Hand gleitet langsam über das Pergament, langsam....nur zögerlich...löst sich der Blick wieder von eben jenem, das Augenpaar hebt sich an und sie lässt eben jenes einmal durch den Raum wandern. Die zierlich- schmalen Finger bewegen sich auf das violette Band zu und wie in einer gewohnten Reihenfolge wird sie beginnen das Pergament zu rollen und danach mit eben jener Schleife versehen. Ohne zu zögern erhebt sie sich und schreitet die Treppen hinauf um jenes dorthin zu bringen wo es wohl hingehört.


Sie würde es ihm erzählen...zumindest Stück für Stück, alles nicht, aber einen Teil, nach und nach vielleicht mehr.....nur nicht zuviel!


Ein leises Seufzen welches tiefer jedoch nicht sein könnte, langgezogen...gedehnt.


Sie genoss es mit ihm zu reden, er hörte zu, sie ihm...er war da und sie...nun sie versuchte es so gut es ging, perfekt war sie in jener Hilfe noch lange nicht und es würde noch Jahrzehnte dauern bis sie auch nur Ansatzweise so perfekt war wie er. Er war es, selbst mit seinen Ecken und Kanten, doch er war wie ein schwarzer Sternsaphir welcher so fein geschliffen war das seine Kanten so scharf wie die klingen der Letharen waren, nur ein sanftes darüber streichen konnte einem schon die Haut auf ritzen und das Blut heraus quillen lassen. So war wohl zu beachten das man eben jenes mit viel Vorsicht tat, denn so schön, funkeln und anmutig jener auch war...so gefährlich konnte er auch sein.

Ein amüsiertes Schmunzeln huscht über ihre Lippen. Gemächlich legt sie sich wieder in das Bett zurück, der Blick wandert hinauf gen Decke und wird an eben jener Stelle noch eine lange Weile verharren, nachdenklich - sinnierend.

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Verfasst: Samstag 3. Januar 2015, 03:44
von Gast
Tiefe Atemzüge begleiten das leise Rauschen des Meeres welches im Einklang mit dem Lied selbst einer Symphonie gleicht. Es wirkt leicht im Hintergrund verweilend und dennoch scheint es in unmittelbarer Umgebung zu verweilen…all gegenwärtig….stets vorhanden. Erst nach einigen Momenten, einigen Herzschlägen wird sie jene konzentration wieder unterbrechen und sich, begleitet von einem resignierenden Seufzen, mit der Hand über das Gesicht streichen. Eilig wird sie sich dann erheben und schon gar fliehend die Treppen hinauf schreiten. Die Türe wird laut hinter ihr zugeknallt, wohl wird jeder welcher im Hause verweilt eben dieses Geräusch wahrnehmen.

Dieser Mensch ist so sehr von sich und seinen Problemen eingenommen das er nichts anderes mehr wahrnimmt, lediglich seine Probleme und der Wunsch wie alle mit ihm umzugehen haben. Nicht können….nein müssen, sie müssen so mit ihm umgehen denn sonst würde alles einfach nur falsch sein…wobei es selbst dann falsch ist wenn es ganz nach seinem Wunsch läuft. Es scheint als müsste er einfach immer irgendetwas auszusetzen haben, nie würde etwas zu seiner Zufriedenheit ablaufen. Er war ihm so gleich in jener Unzufriedenheit….
Was sollte Sie ihn noch aufhalten? Soll er doch gehen, hatte er es ihr doch schon so oft angedroht das er geht…..immer dann wenn er ihr wieder einmal all die Schuld auf die Schultern lud. Was sollte sie denn noch anders machen? Sie saß bis mitten in der Nacht bei ihm und lauschte dem was auf seiner Seele lastete….sie hörte ihm zu….war für ihn da….und trotzdem war es falsch? Wenn sie tatsächlich jene war welche die Probleme brachte dann sollte sie auch jene sein welche sich von ihm entfernte, denn nur dann konnten seine Probleme gelöst werden. Er würde sein Verhalten nicht reflektieren, dafür ist er nicht der Typ von Mensch, nein, er hatte seine eigene gefestigte Meinung und jene würde kaum zu ändern sein und wenn dann würde es bei ihnen Beiden nur in einem Streit enden da sie seine Ansichten einfach nicht verstand. Sie verstand nicht warum jedes Mal ihre Worte falsch aufgefasst wurden, das eine Hilfestellung als ein Drängen aufgefasst wird. Sie wollte ihm lediglich helfen damit er seinen Weg leichter fand, mehr nicht. Aber dies schien einfach nicht vereinbar mit ihnen Beiden denn alles schien ständig schief zu laufen. Er verlangte von ihr das sie jene Erfahrenheit mitbrachte welcher der Magister in sich trug, die hatte sie nicht und dennoch wurde es verlangt, von Beiden….immer und immer wieder.


Das klackern von Rüstungsteilen ist zu vernehmen während sie durch den Schnee in Richtung Donnerholm schreitet, lediglich der Mond erhellt die Landschaft welche von Schnee gezeichnet scheint. Von weitem vernahm man schon den Klang von aneinander krachendem Metall.

Was stellte er sich vor? Was hatte er sich dabei gedacht sie so zu verwirren? Sie wollte es und doch wusste sie genau, dass in eben jenem selben Moment die Zeit des Wartens einer Ewigkeit gleichkam. Wie würde sich all das verändern, das zueinander, das beieinander, das miteinander? Würde es wie eine Flamme erstickt werden? Wie würde sie selbst damit umgehen…könnte sie damit umgehen?


Der Blick wandert zu dem Lager der Ketzer, die Augen verengen sich einen Moment als wäre sie bereit ihrer Wut freien Lauf zu lassen. Wieder kehren die Gedanken zum Ursprungsgedanke zurück.
Was dachte er sich überhaupt dabei sie jedes Mal aufs Neue wieder als etwas hinzustellen das sie so gar nicht war? Selbst damals als er im Kerker landete war sie da, lediglich bei jenem Gespräch konnte sie nicht anwesend sein. Sie hatte sich gar dazu bereit erklärt sich diese Sache von Vivien anzuhören….anhören zumindest, das war doch schon einmal ein Schritt oder nicht? Sie ging nach vorne und er…er wich immer weiter zurück, ungreifbar für sie. Wie sollte sie ihm helfen wenn er sich so unantastbar machte? Wieso verlangte er überhaupt nach Hilfe wenn er sich selbst so verschloss? Wie kann jemand sich auch nur trauen nach Hilfe zu schreien wo er vielleicht gar keine Will? Oder will er sie und hofft das man die Gedanken lesen würde um eben an jene Probleme zu gelangen welche er so gut vor allen vertuscht?


Erst dann wird ein lautes aufschreien zu vernehmen sein und kurz darauf das aneinander krachen von Metall.

Verfasst: Samstag 3. Januar 2015, 04:08
von Gast
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Verfasst: Dienstag 13. Januar 2015, 15:05
von Gast
Immer wieder greift sie mit den zittrigen und schwitzenden Händen zu ihrem Mantel, die Unterlippe eingezogen und darauf herum kauend. Der Blick geht zum Fenster den Himmel betrachtend.

Sie sollte sich auf den Weg machen, nicht das sie zu spät kommen würde und somit ihren ersten Eindruck völlig vermasselt hätte. Der erste Eindruck, der war immer wichtig, der Zweite und der Dritte würden zwar folgen, doch der Erste blieb stets im Hintergedanken haften.
Sie hatte noch die komplette Nacht Bücher gewälzt die sie im Grunde schon auswendig konnte, dennoch....Vorbereitung war stets alles und es musste perfekt sein so, dass sie zum Schluss mit ihrer Arbeit zufrieden war und mit einem guten Gefühl die Hallen verließ.
Würde sie das? Sie hegte natürlich Zweifel, Zweifel hat man immer oder eher Angst das es nicht ganz so läuft wie man es sich vorstellt.... Doch da sie nicht die geringste Ahnung hatte was und wie sie sich dieses.Gespräch vorzustellen hat, war es etwas was nicht in ihrer Kontrolle lag und somit eine Art Unsicherheit in sich barg. Unsicherheit war schon immer etwas womit sie Menschheit an sich ein Problem hatte, aus Unsicherheit entstehen meist die Ängste.

Aber all die Angst hatte sie genutzt, da sie keinen Schlaf fand in jener Nacht, nutzte sie diese wache Nervosität zum lesen und lernen.
Leise ist das knirschen der Fußsohlen zu vernehmen welche sich in den Schnee hinein bohren...erst der Rechte....dann der Linke und so weiter und so fort. Bis sie nach einiger Zeit vor dem Wirtshaus stand, jenem Treffpunkt entgegen blickend. Die Luft wird angehalten während sich vor ihr in dichten, dunklen Nebelschwaden die Elegida emporhebt und die Türe öffnet.


Recht nervös zupft sie wieder an dem Mantel herum, ein tiefes kontrolliertes Einatmen folgt, die Augen schließen sich für jenen kurzen Augenblick – Ruhe kehrt ein und macht sich in ihrem inneren breit. Erst als sie ihre Beherrschung wieder für sich gewinnen konnte und die Nervosität bis auf einen geringen Teil zurück manövrieren konnte, betrat sie eben jenen Raum ebenso, folgte dem Beispiel der Elegida.

Der Blick wandert über die dort stehenden Gestalten, eine nach dem anderen betrachtend, musternd, forschend und neugierig zugleich. Ein aufmerksamer Blick welcher von Konzentration und Wachsein zeugt.


Sie grüßte, die meisten kannte sie wohl doch schon und irgendwie, ließ es sie etwas ruhiger werden, etwas der extremen Anspannung schwand obwohl noch immer alles unsicher und Kontrolllos wirkte...zumindest von ihrer Seite aus. Das Gespräch an sich verlief außer dem ein oder anderen Patzer recht angenehm und sie hatte das Gefühl ihre Aufregung recht gut unter Kontrolle zu haben, doch bei jenem Versuch....war es nicht ganz das was sie sich vorgestellt hatte. Im Grunde wollte sie die Feder lediglich etwas empor gleiten lassen, doch das Gefühl der Nervosität aus welcher sie gerade schöpfte....nun sie war wohl zu impulsiv und ebenso impulsiv war dann wohl jener Liedeingriff. So trug es sich wohl zu das der Tisch des Maestro für einige Augenblicke einer neuen Gestaltung unterzogen wurde.

Als das Gespräch sein Ende fand und die Entscheidung wohl getroffen schien, begab sie sich auf den Heimweg, jener Heimweg wirkte eher noch als würde sie in einer völlig anderen Welt sein, abwesend, für sich, irgendwie nicht wirklich anwesend. Der Studiosus welcher sie begleitete, er sprach und sie antwortete darauf, doch um welchen Kontext es sich dabei handelte....sie konnte sich nicht mehr daran erinnern.


Das nächste an was sie sich wirklich erinnerte war als sie Zuhause ankam und sich zusammen reißen musste nicht alles zu umarmen was gerade Griffbereit war, natürlich würden selbst für jene Tat nur bestimmte...auserwählte, genommen werden. Dennoch das Gefühl war da, es pulsierte in ihr wie ein loderndes Feuer welches jederzeit explodieren könnte, diesmal jedoch nicht von Hass und Wut getrieben, sondern vielmehr von der Aufregung welche sich nun in erleichtere Freude umwandelte. Sie hatte so lange auf diesen Moment gewartet, so unendlich lange darauf hingearbeitet, alleine wegen eben jener Tatsache war die Freude noch viel größer als gedacht.

In jenem Moment hätte sie sich so sehr einer ihrer Brüder her gewünscht, einfach nur um ihr Gesicht in der Umarmung zu vergraben und für eben jenen Moment den Stress einfach einmal vergessen zu können, sich fallen lassen zu können. Sie hatte sich selbst mittlerweile schon mehr zurück gezogen, sie wusste das sie sich nun bald gänzlich um ihre Studien kümmern musste und das jenes eben vorerst Vorrang hatte. Dies würde natürlich nicht bedeuten das sie keinesfalls versuchen würde sich im Konvent weiter um die Wichtigen Dinge zu kümmern.

Nun stand Er vor ihr....gerade er....natürlich wäre sie ihm gerne um den Hals gefallen und am liebsten hätte sie ihn mit all ihrer Freude einfach angesteckt und sich mit ihm zusammen gefreut.....aber sie durfte nicht mehr. Es gab Grenzen die kaum zu überwinden waren, Grenzen welche man sich selbst legte oder welche man legen ließ damit man den geringsten Störfaktor hatte um sich dem essentiell wichtigen zu widmen. Ob das nun die Gefühle an sich angenehm empfanden oder ob es eher wie ein Stein im Herzen liegen würde.... das musste man für sich allein entscheiden. Diese Entscheidung konnte keiner für einen Fällen. Man musste lernen damit umzugehen, sich Wege suchen die es einem erleichterten und versuchen das ein oder andere mit einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Einfach würde es nicht werden, leichter auch nicht und mit der Zeit....würden andere Einflüsse vielleicht auch andere Wege aufzeigen. Wer weiß....

Doch was sie wusste war, das sie es vermissen würde und jener Abend welcher sich eingebrannt hatte, jener Abend würde nachhallen....immer wieder.


Als der gestrige Abend sich noch in ihre Gedankenwelt hinzu schlich und seinen Unmut oder eher das - Fünkchen ….der Funke! Wut in ihr hinauf kriechen ließ, nun in jenem Moment wo diese Aktion und ihre Reaktion fast noch einmal Real vor ihrem Geistigen Auge geschah, fragte sie sich warum sie nicht lieber einfach gegangen ist, nichts gesagt hat. Doch sie sagte etwas und als sie vernahm was darauf folgte, war der Stein in ihrem Hals wieder allgegenwärtig. Essen....zu dünn.....schlägt nicht gut....ist zu schwach......geh kochen Kind.....lerne das Küssen....

Mit einem Seufzen ließ sie sich ins Bett fallen, in das leere Bett. Wo war er nur wieder? Seit Tagen kam er nicht nachhause und trieb sich irgendwo im nirgendwo auf einer Gottverlassenen Insel herum. Das Haus war still....keine Stimmen, keine Schritte, kein Hämmern wenn Konrad die Pfeile anfertigte...Nichts....einfach Stille. Sie fand die Ruhe an sich nicht schlimm, aber die Einsamkeit.....jene hasste sie.

Verfasst: Mittwoch 14. Januar 2015, 14:36
von Althan Vylen
So etwas ist mir noch nie passiert in meinem ganzen Leben in meiner ganzen Zeit als Arkorither und Spezialist für geplante Entführungen. Gut ich muss einräumen als Kater ist es unendlich schwerer den vielen Füßen, die einem auf den Schwanz treten wollen aus dem Weg zu gehen. Manche Füße waren einfach recht ausdauernd und schienen sich mit voller Wonne auf den Nerven, pardon Schwanz eines schwarzen Katers herumtrampeln zu wollen.

Nun dennoch an diesem Abend war es etwas anders, mein wunderschöner buschiger Katerschwanz wurde verschont und wohl jene Erleichterung lies mich dazu verleiten, nunja ich war auch etwas abgelenkt und außer Puste gewesen, die falsche Frau zu entführen.

Beide Füßchen ähnlich, der selbe Mantel und das dunkle Haar. So lockte ich sie zu dem Portal frohlockte als sie mir folgte, immerhin nach dem gestrigen Abend war jenes nicht gewiss gewesen... hatte ich sie doch wieder arg in die Mangel genommen und verärgert.
Doch so tappste ich voran, hüpfte ausgelassen im Schnee umher. Endlich allein mit der Dame ohne dass unsere Unterhaltung unterbrochen werden würde.
Keine Störung und so führte ich sie tief in die Wälder Rahals um auch ja auszuschliessen, dass uns irgendeiner über den Weg lief und uns die letzten zwei Stunden zu stehlen bevor sich alles änderte nehmen würde...

Nunja und dann kamen wir an, an jenem Ort und ich musste feststellen, dass ich die falsche Dame dazu verleitet hatte mir zu folgen. Dank Alatar war sie nicht verstimmt und so nahm ich jene Gelegenheit zum Anlass in Ruhe mit ihr Kommendes zu besprechen, ehe ich sie wieder sicher nach Rahal geleitete.
Dann machte ich mich auf die Suche nach Fräulein Vylen...

Verfasst: Sonntag 1. Februar 2015, 20:35
von Gast
Lange ruhen die Augen auf den Zeilen des Pergament's, welches sie vor sich verweilend auf dem Schreibtisch niedergelegt hat. Ein gedehnt, gar viel zu lang gezogenen Seufzen dringt über ihre Lippen. Die Finger greifen es und schmeissen jenes mit einem Ruck in Richtung der sich windenden Flammen. Leise ist das zischen und knistern zu vernehmen als eben genau jene sich über das Stück Pergament hermachen und es bis zur Endlosigkeit vernichten.

Asche zu Asche, Staub zu Staub.

Er sollte für Benjamin sein, er hat bis zum heutigen Tage noch keinerlei Antwort verfasst, geschweige denn hat sie ihn gesehen. Welche Wendung all das genommen hatte von der Zeit des Anfangs....bis nun mehr jetzt. Ich würde lügen würde ich sagen er bedeutet mir nichts und lügen würde ich ebenso wenn ich sage das es mich nicht interessiert welch Unternehmungen er in Düstersee betreibt. Doch im großen und ganzen war es mir irgendwo vielleicht auch gleichgültig, nicht wegen dem Mangel an Interesse oder dem Mangel an Gefühl, nein es lag eher an der Gleichgültigkeit der Sache an sich. Er musste sein Seelenheil selbst in die Hand nehmen, bei jenem Unterfangen konnte keine Menschenseele ihm behilflich sein, es gibt einen Punkt nach dem Leben da wird er sich ganz alleine vor Ihm rechtfertigen müssen.....nicht vor mir.
Es war logisch das der Hass den er aufbaute noch lange nicht perfektioniert gelenkt wurde und dennoch tat er das meiste oft schon ganz von alleine und genau aus jenem Grund, da es unterbewusst abläuft weil er einfach so ist, verstand er es nicht. Auch verwirrt mich das hin und her gerissene der Person an sich, vielleicht weil ich selbst ein Stückweit zu einer Überreaktion tendiere wenn man mir nicht zuhört. Doch musste ich tatsächlich schwerlich zugeben das ich die Abende an welchen wir lachend vor dem Kamin saßen und einfach nur miteinander sprachen....ja irgendwie vermisste ich diese....es war ungezwungen. Jetzt ist es anders, es steckte etwas anderes dahinter und dies sorgte dafür das alles außer Kontrolle geriet...Gefühle.


Fehler entstehen durch orientierungslose Gefühle.
© Justus Vogt (*1958), denkender Lebender und lebender Denker

Ein gutes Stichwort....Was ist mit meinem Herzblut...meinem Bruder, die Person der Zwiespältigkeit. Er war anders, verdorbener, hasserfüllter, pulsierender und dennoch war er sich selbst. Ich konnte spüren das er sich änderte, so mager...Haut und Knochen...kränklich, fast schon schwach.....Doch zeugt das innere, das was seine Worte wiedergeben von Stärke und Macht, von einem unzerstörbarem Selbstbewusstsein und gleichsam auch von einer Dickköpfigkeit.....
Diese Mischung lassen ihn unberechenbar werden, ich kann ihm kaum einschätzen es ist als würde oftmals von einem auf den anderen Moment eine fremde Person vor mir stehen nur mit dem aussehen und dem eigentlichen Wesen meines Bruders. Es war trotzdem mein Bruder und solange er mir nun nicht dieses Ketzerweib ins Haus holte ohne es zu bekehren, war mir alles relativ....meistens.....auch wenn ich genau spürte wie der Hass in mir aufkeimte wenn ich daran dachte....daran, etwas teilen zu müssen.


Eifersucht steigert Hass und Verbundenheit zugleich.

Die Verbundenheit zu meinen Geschwistern ist stark, doch gleichzeitig auch eine meiner Schwächen was mir die letzten Tage wieder klar wurde. Ich sollte beginnen mich abzuschotten, so das keiner sich jener Verbundenheit bewusst werden kann und sie somit auch nicht als eine Waffe genutzt werden kann. Doch kann ich das? Unser Blut ist stark und so auch das was dazwischen fungiert....sollte es sich tatsächlich als einfach herausstellen jenes zwischenmenschliche, jener Familienband, einfach nach außenhin als etwas unscheinbares auszuspielen?
Er wusste davon, würde er es gegen sie verwenden wenn es darauf ankommen würde? Ich hatte ihn seit einigen Tagen nicht gesehen, nicht nach dem Streit der Beiden und es fiel mir nicht leicht wenn ich daran dachte das diese Begegnung einen solchen Zwist erzeugt hat.
Was war so frevelhaft an alle dem? So oder so würde es früher oder später auf das Gleiche hinauslaufen....ob nun früher oder später? Aber war es das Richtige?  Ich empfand es als das Richtige und nicht als etwas frevelhaftes.
Er war während all der Zeit stets an meiner Seite und ich an seiner und habe versucht ihn zu unterstützen soweit es mir möglich war, daraus erwuchs etwas....ein Zusammenhalt...eine Verbundenheit. Kann ich doch nur von Glück sprechen wenn ich daran denke das bis es soweit sein könnte, noch viel Wasser den Bach hinab rinnen wird. Wer weiß schon was kommen wird?


Eine Veränderung bewirkt stets eine weitere Veränderung.
Niccoló Machiavelli (1469 - 1527), italienischer Staatsmann und Schriftsteller

Mein Leben hat sich gewandelt seit ich hier angekommen bin und es sind nun noch weitere Veränderungen in jenen Alltag eingekehrt. Veränderungen welche mich und mein Wesen wandeln werden, es gar teils schon haben.
Ein jedes Leben wird stets von Veränderungen geprägt, sie bedeuten nicht gleich etwas schlechtes, meist es es einfach ein neuer Weg oder eine neue Begegnung und manche Begegnungen sind eben jene welche dafür sorgen das man einen gänzlich neuen, gar befremdlichen Weg einschlägt. Ich hatte eine solche Begegnung und ich habe mich für einen Weg entschieden, auch wenn ich mir bewusst bin das dieser Weg mehr Steine hat als manch andere.....gleichsam bin ich mir aber ebenso bewusst, dass mich dieser Weg weiter bringt...weiter als ich es mir selbst jetzt ausmalen kann.


Neue Wege zu beschreiten ist wie eine Erweiterung des Horizonts.
© Marina Zuber (*1978), Dozentin, Betriebswirtschaftlerin und Studentin der Bildungswissenschaften, Wortspielerin

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Verfasst: Sonntag 1. Februar 2015, 20:36
von Gast
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