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Verfasst: Dienstag 20. März 2012, 11:12
von Malachai Schwarzmourne
Es war verrückt, dachte er sich, als sich die Knochensplitter durch den Lederwams in sein Fleisch bohrten, wie kleine Maden, sich durch die Haut fressend und im Blutstrom treibend.
Er breitete die Arme um Charly aus, jene abfangend. Er tat es Instinktiv. Als er den Knochenschädel bemerkte, die Drohungen des Rabendieners in sein Ohr drangen, wusste er, was passieren würde.
Er kannte diese Schädelbombe der Rabenbrut, eine fiese Methode, um eine Gruppe zu zersprengen. Die Explosion ist das harmloseste, die Splitter, die sich überall verteilten, waren das tötliche an diesem Spielzeug.
Und dennoch, war es verrückt. Er spürte nicht den Schmerz, nein, er dachte an SIE, getrieben vom Drang, zu ihr zurück zu kommen, ein innerliches Feuer, das entfacht wurde.
Er kämpfte hier nicht für das Recht des Einzelnen, oder weil er des Kampfes willig ist, nein, er erhob seine Klinge, um zu Leben, um weiter zu reisen...zu ihr, um Sie in die Arme zu schliessen, ihr glückliches Lächeln zu sehen...ihre zarten Lippen mit seinen zu umschliessen und Sie einfach im Arm zu halten.
Sicher, seine ersten Intuitionen waren klar...er sah einen Mann auf dem Boden, umringt von Zwei Dienern des Rabendämons. Was Sie wollten, war klar...Verderbtheit, Tot und Leid bringen.
Sie standen so nah am Hause, wo Verdania war, er stellte sich vor, Sie läge dort, hilfesuchend und flehend an die Leute , die alle nur herumstanden, blickten und versuchten, Sätze und Vernunft an eine Brut sprechen zu lassen, dessen Heil es nur ist, Seelen für ihren Götzen zu sammeln.
Sie waren keine Kämpfer, einige, halbwegs mutige griffen nach ihrer Axt, mit der Sie sonst Bäume schlugen, doch bereit, für ein gutes Gewissen und der Nächstenliebe ihr Leben in Gefahr zu bringen.
Er sah Magier, sie hätten die Macht, den Unschuldigen und Schwachen zu helfen, doch Sie belustigten wohl mehr daran.
Es war krank, einfach nur Krank und als Malachai wieder auf den Mann blickte, kam ihn wieder dieses Bild in den Kopf, dem Wunsch, wäre er einmal nicht für die Frau, die er liebte da, würde ein anderer seine Stelle einnehmen und nun das tun, was er tun würde.
So drehte er sich von Charly ab, er spürte, wie das Blut seinem Rücken hinablief, doch er vergass den Schmerz, unterdrückte die Angst und zog seine Klinge.
Er blickte zu einem Ordensmann auf seinem Ross, ein Kämpfer wenigstens, ein sachtes nicken, was verstehend gab, das man zusammen die Brut vertreiben würde, ehe man den Angriff wagte und die beiden von dem Opfer weglockte.
Die weibliche Dienerin fiel schnell, aber anhand ihrer Tracht konnte man erkennen, dass Sie nur die Schülerin war. Der Meister war umso gerissener, flinker.
Er wich Malachais Schlägen aus, versuchte zu parrieren. Doch der Schattenlord vergass sich in seinem Zorn, dem Drang, dies zu beenden.
Er entwich ihm in der nahen Höhle, der Ritter auf seinem Ross blickte hinab, bereit, auf die Kakerlacke zu warten, wenn Sie das Versteck verliess.
Malachai hingegen selber ging zu der Bewusstlosen Dienerin. Er wollte Sie töten, wollte all seinen Hass an ihr hinauslassen. Er fluchte über Sie, liess all seine Abscheu an ihr hinab, bis eine Frau sprach, dass er nicht so sei wie Sie.
Es war wie ein Gedankenblitz. Wieder dieses süßes Lächeln in seinem Kopf, die strahlenden Augen, in die er sich verlieren konnte, die sanfte Haut, die er an seiner spürte. Der Gedanke an Verdania liess seinen Puls senken, seinen Verstand erklaren.
Nein, er war nicht wie Sie. Er wollte es nicht sein. Er wollte für SIE sein. Wollte nicht, dass Sie ihn mit Ekel betrachtete...ein Monster in ihr erkennt. So liess er die Klinge sinken.
Der andere Diener tauchte auf, er kam aus dem Loch, rannte hinfort und lieferte sich fernab seinen Kampf mit dem Ritter.
Malachai konnte nicht sagen, wer gewonnen hatte, beide schienen ebenbürtig zu sein und beide ihre Verletzungen von der Schlacht zu tragen.
So blickte der Schattenlord auf, die vermeintlich bewusstlose Dienerin nutzte die Gunst der Stunde und kroch zu ihrem Herren. Malachai hätte es beenden können, doch warum?
Warum solle er Leben beenden? Soviel Blut klebte schon an seinen Händen, soviel letzte Atemzüge durfte er erblicken. Er war des Kampfes Müde, war des Mordens gesättigt...seine Seele brauchte Heilung, verdorben durch die Missstände der Menschheit.
Und er hat sein Heilbalsam gefunden, in einer Frau, die ihm Licht in den dunkelsten Stunden brachte. Die ihm zeigte, dass das Leben noch Lebenswert war.
Sicher, er würde immer kämpfen, vorallem würde er für Sie kämpfen...bis zum letzten Atemzug. Doch er würde die Bürde des Tötens von sich ablegen.
Er sprach ruhig zu dem Diener, respektvoll. Es war ein ehrenhafter Kampf zwischen Zwei unehrenhaften Männern. Es solle kein weiteres Blut an jenen Abend vergossen werden und Malachai hoffte, sich nie wieder zu sehen.
Er drehte sich um, erschöpft spürte er nun das brennende Fleisch am Rücken, die Spitzen, die sich bis zu seinen Knochen durchbohrten.
Er blickte über die Menschen, die ihm beistanden, ging zu jenen, die nur dastanden und sprach deutlich, dass ein JEDER sich ein Beispiel daran nehmen sollte, dass man NIE jemanden so seinem Schicksal überlässt und ging dann.
Langsame Schritte, zum riesigen Anwesen blickend, dann schneller werdend, bis er fast rannte.
An der Tür, presste er sich atmend gegen die Wand, blickte die Treppe hinauf und stieg jene empor, jeder Schritt liess seine alten Knochen aufweinen, doch auch jeder Schritt liess sein Herz schneller schlagend. Gleich war er bei ihr, gleich würde er Sie sehen, hören, riechen, spüren. Er klopfte an der Tür, hörte Schritte, bis ein Klicken jene sich vor ihm öffnete und sein Herz förmlich sprang, sein inneres die Ruhe erlangte, die er so dringend braucht.
Er sah Sie an, ihr weiches Haar, welches ein wenig im Gesicht lag, ihre sanften Lippen, die ihn anlächelten, ihre strahlend schönen Augen, in die er blickte und sofort alles vergass.
Alles Leid, aller Schmerz, der seinen Körper durchfuhr...er war wie weggeblassen.
Wenn die Götter wirklich unter den Menschen weilten, dann war Verdania eine von ihnen.
Am Abend lagen Sie gemeinsam in den Armen, seine Wunden waren nicht tief, einfach nur Fleischwunden. Es war ihre Rüstung, die er seit sovielen Jahrzehnten trägt, die ihm das Leben rettete...und es war ihre Nähe, die er solange suchte, die seine Seele befreit und atmen lässt.
Vorsichtig streicht er ihr mit der Hand durchs Haar, sie fest im Arme haltend, ihren leisen Atem hörend, ihr stilles, friedliches Schlafen geniessend, als er ihr leise zuflüstert, auf das es in ihren Träumen gehör findet:
Nimm mich in Deine Arme,
lasse mich alles vergessen bei Dir,
so dass die Zeit stehenbleibt
für einen Augenblick.
Siehe in meine Augen
und lasse mich fühlen,
was Du denkst.
Lasse mein Herz höher schlagen
und mich Deine Sehnsucht sehen.
Küsse sanft meinen Mund
und drücke mich an Dich,
damit ich diese unendliche Geborgenheit
in mir fühlen kann.
Sei zärtlich zu mir,
wie einzig Du es kannst.
Lasse mich einfach bei Dir sein.
Gib mir dieses Gefühl,
das ich empfinde bei Dir.
Ich will immer bei Dir sein!
Verfasst: Dienstag 20. März 2012, 17:06
von Gast
Ruhig beging der Tag und Verdi saß abends oben in ihrer Schneiderei, tat was sie gerne machte und räumte Sachen hin und her. Sie schaute sich den Raum an und war irgendwie noch nicht zu Frieden mit der Schneiderei. So nahm sie sich einen Zettel und einen Kohlstift und skizzierte ihre Vorstellungen welche sie dann wohl mal an Tarik weiter geben würde.
Schon fast in Gedanken versuchen, klopfte es sachte an die Tür. Sie runzelte kurz die Stirn. Den Laden hätte die doch gar nicht offen. Obwohl es oft keine Rolle spielte ob ihr Laden auf war oder nicht. Die Leute kamen trotzdem. So erhob sie sich um die Tür zu öffnen. Sie schaute vorsichtig heraus und ein maskierte Mann stand vor ihr. Ein warmes und vertrautes Gefühl stieg in ihr auf und so blickt sie den Mann an, der sich an die Wand lehnt hatte. Ihre Mundwinkel hebten sich, doch irgendwas stimmte nicht. Er frage sie etwas erschöpft ob sie ihm helfen könnte und dreht sich dabei um. Ihre Augen wurden großer als sie die Knochensplitter sah und ließ ihn rasch in die Schneiderstube rein.
Sie wusste nicht was passiert war und warum er Knochensplitter im Rücken hätte. Doch er würde es ihr erzählen. So nahm er unter Schmerzen platz. Sie machte sich gleich an die Arbeit die Splitter heraus zu ziehen.
Ein ungute Gefühl umkam sie. Sie hatte das Gefühl das sie ihn irgendwann verlieren würde. Sie sprach es nicht aus doch blickte sie ihn besorgt an. Nach dem ersten Splitter berichtete er wie es dazu kam. Er hätte Charlie vor den Rabendienen beschützt. Er hätte nicht einfach so zu schauen können. Sie nickte ihm zu und konnte es schon verstehen. Doch muss das alles den immer sein. Nimmt dieser Ärger nie ein Ende.
Ihre Gedanken kreisten umher. Vielleicht würde sie auch bald in so einer Lage sein. Sie würde nicht wollen das Mala sich dazwischen stellt. Sie schüttelt etwas den Kopf um wieder einen klaren Gedanken zu fassen, so zog sie die restlichen Splitter aus seiner Haut. Die Splitter waren wirklich recht spitz und hatten jemanden töten können. Zum Glück hatte er ihre Rüstung an. Er trug sie schon über Jahre hinweg. Irgendwie hatte sie ihn noch nie anders gesehen. So heben sich leicht ihre Mundwinkel und sprach dann ruhe.
„Anscheint muss ich wohl auf dich aufpassen, das dir nichts passiert.“
Er musst auch etwas schmunzelt. Er gab es nicht zu aber sie glaube das er schon große Schmerzen hatte. So ging sie beide gemeinsam zu seinem Haus. Sie klopfe wie gewöhnlich an die Tür obwohl sie schon auf war. Doch machte es ihr einfach Spaß ihn etwas zu ärgern. Er nahm ihre Hand und führte sie nach oben. Er wollte ihr etwas zeigen. Kurz standen sie im „Ruheraum“ und er deutete auf eine Tür die zum anderen Raum führe. Ihm fiel es so schien es recht schwer diese Tür zu öffnen doch er tat es und sagte das sein Sohn dort sein Zimmer hatte. Bastian könnte wenn er möchte benutzen. Verdi fand es etwas komisch. Sie merkte doch wie sehr es ihm mitnahm und sollte dann mit ihren Sohn zu ihm kommen. Sie schüttelt leicht den Kopf auch wenn es von ihm sehr lieb gemeint war. Bastian hat Anne in der Gesellschaft und auch seine Freunde nun im Dorf gefunden. Da möchte sie ihm nicht weg holen und schon gar nicht nachdem was sie alles gemacht hatte.
Immerhin ist es ihre Schuld das man keine richtige Familie mehr sei. Sie hoffte das Bastian dies irgendwann mal verstehen würde. Sie sprach schon einmal mit ihm. Sie brachte es mit Bonbons in Verbindung. Eines hat man eine weile gerne doch dann kommt etwas besseres und dann würde man dies gerne haben. So recht glaube sie nicht daran das Bastian dies verstanden hatte. Sie würde immer für ihn da sein und innerlich hoffte sie, das auch Siran die wahr nehmen würde. Obwohl fast die Hoffnung dazu verschwand. Verdi hatte nicht den Mut zum Kloster zu gehen und nach zu fragen wie es ihm ginge. Sie hörte von Esten das er schon einmal im Gesellschaftshaus war. Doch damit wollte sie Mala nicht belasten. Wer weiß ob er dies gerne gehört hätte. Er sollte glücklich sein und sich keiner Schuld bewusst sein. Seine Züge und seine Art hatten sich in der kurzen Zeit geändert. Er schien nicht mehr der harte Mann zu sein was man sonst von ihm kannte. Er war so sanft und liebevoll. Er versuchte Verdi seine Gefühle immer wieder aufs neue zu zeigen. Es war fast so als hätten man diese Gefühle über Jahre gesammelt um nun glücklich zu sein. Sie schien es ab und an kaum glauben zu können, doch fühlte es sich so richtig an wie noch nie. Sie sehnte sich doch schon so lange nach ihm. Wäre dies nicht gekommen hätte er wohl nie etwas von ihren Gefühlen erfahren und anders herum wohl auch nicht. Die Schicksal hatte sie zusammen geführt und dafür war sie sehr dankbar.
So blickt sie ihn an und verwarf ihre Gedanken rasch.
Doch vielleicht wird Bastian irgendwann mit ihr zu ihm kommen. Ganz gewiss sogar. Doch der Abend war schon recht fortgeschritten und eine Müdigkeit machte sich über die beiden nieder, so das sie Arm in Arm ins weiche, kuschelige Bett fielen und einschliefen. Sie hörte nur noch von sehr fern Mala´s Stimme und einige Worte doch konnte sie diese nicht mehr zu ordnen und träume seelenruhig vor sich her.
Verfasst: Mittwoch 21. März 2012, 14:43
von Malachai Schwarzmourne
Wieder saß er über dem schwarzen Buch, wieder überlegte er, strich einiges durch, zeichnete weitere, feine Linien. Fast besessen wirkte er, perfektionistisch dabei, mit soviel Herzblut in der Sache.
Es sollte Perfekt werden, hämmerte es in seinem Kopf. Das musste es, nie würde er ein Versprechen brechen...noch weniger eines, was er einer Frau gab, die er so sehr liebte.
So wurden weiter Striche, Kreise und Punkte gemalt, Anmerkungen und Notizen beigefügt...ja...er konnte vor seinem geistigen Auge schon sehen, wie es am Ende wirken würde...und sein Herz pochte wie wild bei dem Gedanken, wie SIE strahlen würde.
Es klopfte, er schaute auf, wartete. Niemand trat herein, so erhebte er sich langsam, das Buch zusammenklappend und wegsteckend. Sein Rücken schmerzte nur noch leicht, die Wundsalbe tat wahre Wunder wirken. So öffnete er den Spalt der Tür, ein kurzer, nicht sichtbarer Griff an eine seine Klingen...eine Frau, in ebenso nachtschwarzer, ledernder Tracht, die Kaputze tief ins Gesicht, die Maske davor legend.
Er musste kurz den Atem stoppen, sie wirkte IHR so ähnlich...wüsse er nicht, dass Sie tot seie, könne er denken, vor ihr zu stehen.
Doch schnell erkennt er Statur, Körperhaltung und Größe...er würde seine Verdania unter Tausenden wiedererkennen und so öffnete er lächelnd die Tür.
Ein Lächeln, was schnell entschwand, als Sie ihr Gesicht offenbarte und er förmlich daraus lesen konnte.
Sie wirkte betrübt, doch mit einer Spur Zorn. Was mag ihr geschehen sein? Wer tat ihr das Leid an?
Fragen über Fragen hämmerten durch Malachais Kopf, auch er wurde innerlich zornig, wollte wen packen, an die Wand stossen, die Finger um seinen Hals legen und einfach zudrücken. Doch nein, das war nicht der Weg, niemand wäre geholfen, wenn Blut fliessen würde...vorallem ihr nicht.
Er brauchte Sie...wie Sie nun ihn brauchte und so atmete er durch und war für Sie da.
Er hörte sich ihren Kummer an, seine Miene litt mit ihr, als würden Dolchstösse bei ihren Tränen sich in sein Herz rammen und den Wunsch verspüren, aufzuschreien.
Doch am Ende brauchte es nur die Berührung, die Umarmung...ein einziger Finger, der die Träne fing und wie einen Schatz behütete.
Sie vertraute sich ihm an, schüttete ihr Herz aus...sagte ihm, was ihr Leid zufügte...wo es weh tat.
Sie waren füreinander bestimmt, sie würden durch das Licht und die Dunkelheit gehen...in guten, wie in schlechten Tagen. Und dies war einer jener Tage, an dem der Himmel sich zuwandte und die Wolken weinten.
Doch, möge die Nacht so finster wandeln, sie hatten sich, ihr inneres Licht stärkte Sie, vertrieb allen Kummer und liess Sie in die Arme schliessen, ihre Geborgenheit empfangen, die Liebe und Wärme spüren und einfach den Moment geniessend.
Er würde immer für Sie da sein, sei es eine Schulter zum anlehnen, eine Klinge in der Hand gen des Feindes...oder mit seinem Leben.
Er würde am letzten Atemzug lächeln vor Glück, wenn Sie bei ihm ist.
So nahm er ihre Hand, sie suchten eine Taverne nach der anderen, bis Sie auf der Pirateninsel landeten.
Sie scherzten, Sie tranken...ihr Gesicht war knallrot und man war kaum noch in der Lage, klare Worte zu sprechen oder aufrecht zu stehen.
Malachai breitete die Arme aus und schrie wie vom Dämon gepackt durch die Nacht über die Insel:
"ICH MALACHAI SCHWARZMOURNE, LIEBE VERDANIA VOM GANZEN HERZEN!".
Sie erstrahlte ihn an, sie nahmen sich in die Arme, küssten sich so voller Leidenschaft und Hingabe.
Sie lachten und erfreuten sich daran, sich endlich gefunden zu haben....endlich keine Versteckspiele treiben zu müssen...endlich jedem offenbaren zu können, dass hier 2 Menschen standen, die sich liebten...so lange schon.
Er sprach aus, wie er es beweisen würde...ja...er meinte alles ernst...auch...dass er sie heiraten würde.
Es gäbe keine Grenze für ihn, die er nicht brechen würde, um zu zeigen, wie wild sein Herz pocht, wie stark seine Gefühle für diese eine Frau sind.
Und am Ende, als Sie trunken im Bette lagen, sie in seinen Armen ruhig schlafend, griff seine Hand an seine Tasche, das schwarze Buch erfühlen und wissend...er würde es ihr zeigen...doch nicht nur einmal...immer wieder...auf das neue, dass sie sehen und spüren kann, dass er Sie liebte...für immer und ewig.
Verfasst: Mittwoch 21. März 2012, 15:02
von Gast
Ein Tag mit unerwarteten Ergebnissen
Es war ein ganz normaler Tag. Verdania bekam im Gesellschaft besucht und half noch dem ein oder anderen. Am Abend hin machte sie sich für die Bürgerversammlung bereit. Es würde da um einige wichtige Sachen gehen. Noch vor der achten Stunde nach dem Mittagsschlag stand sie im Bürgerhaus und wartete auf die Bürger. Die Zeit nutze sie um noch einmal in Gedanken zu versinken, ehe zum ersten Mal die Tür aufging und Rothran vorne auf der Bank sich hinsetzte. Nach und nach kamen noch einige Bürger. Die Anteilnahme war wiedermal gering. Doch es gab keine Zeit mehr es weiter nach hinten zu verschieben. So fing sie an die Bürgerversammlung zu eröffnen und ohne große zu schwingen, kam sie direkt auf das Thema zu sprechen. Sie wusste, dass dies ein Thema war, was keiner mehr hören wollte. Nach den Aufzählungen ihre Kenntnisse kamen noch einige Bürger hinein. Darunter auch Siran. Der Hals schnürte ihr fast die Luft ab. So richtig konnte sie sich nicht mehr konzentrieren. Immerhin sah sie ihn das erste Mal wieder nachdem sie ihn ins Kloster gebracht hatte. Er war noch recht verletzt, dies ließ er jeden spüren und auch wenn sie nicht wussten worum es ging. Verdania wusste es. Durch eine Diskussion verlor sie endgültig die Fäden und wäre am liebsten aus der Tür raus gelaufen. Doch ihre Beine waren so fest am Platz das sie es nicht geschafft hat. Als sich einige Bürger dann entschieden die Versammlung zu verlassen, wegen dem durcheinander. verlor sie komplett das Vertrauen. In ihr wuchs eine Enttäuschung, Wut und Trauer hoch. Diese Gefühle konnte sie nicht einmal mehr beschreiben wie es ihr in diesen Moment ging. Sie sah nur noch eins zu tun. Sie verkündete ihr Amt als Bürgermeisterin nieder zu legen.
Sie war so enttäuscht von sich selber, dass sie das Bürgerhaus verließ und zum Gesellschaftshaus rannte. Aus der Truhe nahm sie ihren schwarzen Beutel und öffnete ihn. Es eröffnete sich eine gute schwarze Rüstung, sie legte sich jene um und verließ ohne große Worte das Haus. In ihr brodelte es, am liebsten hätte sie sich wohl selbst ertrunken. So viele Fragen gingen auf einmal in ihren Kopf herum.
Hat sie jemals etwas richtig gemacht?
War sie es würdig eine Bürgermeisterin von so einen Dorf zu sein?
Hätte sie lieber nie dies Amt angetreten?
Was soll aus ihr werden?
Hätte sie schon viel früher gehen sollen?
Hat sie dem Dorf so viel Schaden zugefügt?
Sie ging aus dem Dorf und ihr Gesicht war so Ernst das selbst die Leute an der Kreuzung sie anhielten. Mandred frage ob man ihr helfen könnte und sie meinte daraufhin, dass sie ein Schwert benötigte. Er war nun etwas überrascht und verwundert was die zu bedeuten hätte. So bat er sie mit ihm ein paar Schritte zu gehen. Unten am Wasser angekommen erzählte sie ihm dann alles, was so vorgefallen war in der letzten Zeit. Nach einen längeren Gespräch wurde sie zwar etwas ruhiger aber im inneren war noch ein reines Gefühlschaos. Beide gingen dann Richtung Ausgang ehe sie zum Gesellschaftshaus abbog um ihr Schwert zu holen.
Mandred verabschiedete sich und ging seine Wege. Sie kramte in der Truhe herum und hielt ihr Schwert fest in der Hand.
Ohne weitere Zeit zu verschwenden machte sie sich auf den Weg ihre Trauer, Wut, Enttäuschung und Verzweiflung freien Lauf zu lassen. In der Nähe von Varuna standen schon die ersten Opfer. Sie hob hier Schwert hoch und schrie laut ihrer Gefühle hinaus. Um ihr herum lagen nun schon einige leblose Körper und sie senkte das Schwert. Sie blickte sich um und atmete schwerfällig durch. Die Tränen liefen ihr über das Gesicht, hielt sich am Schwert fest und kniete sich hin. Sie schloss die Augen und versuchte sich wieder zu beruhigen. Es dauerte wohl eine sehr lange Zeit. Der Mond stand schon weit über den Wald und es wurde für sie Zeit zurück zu gehen.
An Anwesen von Malachai angekommen wisch sie sich die Tränen weg, klopfte wie gewöhnlich an die Tür und diesmal wartete sie das jemanden aufmachte. Malachai öffnete recht zügig und schaute sie an. Ihr Blick war immer noch recht verloren und keinem Gefühl zuordnungsbar. Er nahm sie in die Arme und fragte was passiert sei das sie in Rüstung herum lief. Ihr war am Anfang nicht nach reden und so bekam er recht kurze Antworten. Bis sie ihm dann doch einiges erzählte. Wie immer umschmeichelte er sie mit lieben Worten und schenkte ihr Balsam für ihre Seele. Doch war es das richtige? Ihr liefen dabei immer wieder die Tränen über das Gesicht, welche von seinen Finger weg gewischt wurden. Er wusste genau was sie brauchte und hätte ihr in diesen Moment kaum etwas ausgeschlagen. Sie wollte noch etwas trinken. Er nickte ihr zu und so machten sie sich auf den Weg.
In Bajard war die Wirtin schon außer Haus und so machten sie nicht mit dem Schiff auf den Weg zur Pirateninsel. Eine ungewöhnliche Stadt und noch komischer war die Taverne dort. Die Wirtin machte Malachai schon am Anfang schöne Augen und meinte es gäbe noch mehr als nur etwas zum Trinken gegen einen kleinen Aufschlag. Verdi warnte sie, dass die wohl kein guter Tag wäre und Malachai griff schnell zu ihrer Hand. Sie setzen sich an einen Wasserfall und bestellten Rum und Schnaps. Verdi wusste bis dahin nicht, dass die Getränke auf der Insel etwas kräftiger waren. So bekamen sie ihre Bestellung und Malachai machte sich gleich daran ihre Gläser zu füllen. Sie stießen an und er meinte sie soll die Nase zu halten und ruck zuck das Zeug herunter schlucken. So tat sie dies auch und nachdem das Gesöff ihre Kehle herunter floss, schnappte sie nach Luft und ihr Kopf wurde recht schnell rot. Doch auf einen Bein könnte man nicht stehen so wurden die Gläser erneut gefüllt. Dies ging nun noch eine ganze Weile und beide waren nachdem die Flaschen leer waren recht gut betrunken das sie es nicht einmal bis nach Haus geschafft hätten. Obwohl Malachai sie auch nach Haus getragen hätte beschloss sie oben ein Zimmer anzumieten und dort ihren Rausch auszuschlafen. Beide fielen so schnell ins Bett und Verdi schloss noch im Gespräch ihre Augen und schlief in seinen Arm ein.
Verfasst: Donnerstag 22. März 2012, 16:10
von Malachai Schwarzmourne
Der Abend ging Malachai noch lange durch den Kopf, ehe er die Augen schliessen und seelenruhig schlafen konnte.
Er dachte an den Besuch bei Sarah, wie Hudgarr Sie nur begrüßte und dann voller Tatendrang den Bauherren für die Festlichkeit aufsuchte.
Ja Malachai entfleuchte auch ein Lächeln, als er in seinem Postkasten, welcher schon Staub ansetzte, die Einladung fand.
Selbst die falsche Uhrzeit, wofür Liam einen auf den Deckel kriegt, konnte seine gute Stimmung nicht mindern.
So setzte er sich auf seinen Platz, Verdania war schon vor ihm bei Sarah und Hudgarr eingetroffen.
In nachhinein, so dachte er, ist es gut, wenn die Planung des Festes nicht in ihren Händen lag...so hatte Sie mehr Zeit...andererseits, täte die Ablenkung vielleicht auch gut. Nunja, so obliegt es ihm, sie von schlechten Gedanken fern zu halten.
Innerlich schmunzelte er, als er an das Bollwerk dachte, was langsam formen annahmen...jene Überraschung, die das ein oder andere Mal Gesprächsthema der Runde war...doch nicht nur jenes...
"Hochzeitsverrückt..", erklang es immer in seinen Ohren. So betitelte Verdania die anderen...sicher, Sarah und Hudgarr waren es, natürlich als frisch Verlobte, wollten Sie ihr Glück mit anderen Teilen...doch war Malachai es auch?
Nunja, er hatte nicht gerade den Drang, Verdania volltrunken auf einem Seemannskarren zu ehelichen, das stimmte...doch die Worte, die er ihr sagte, meinte er ernst.
Er würde Sie heiraten, ja, daran hätte er nie einen Zweifel.
Und es wäre kein spontaner Leichtsinn, keine frische Liebe, die den Verstand ausblendet....nein...sie kannten sich schon ein Jahrzehnt...so gut, wie vielleicht kein anderer.
Sie verstand ihn, blickte in sein Inneres und entlockte Dinge, die kaum einer wusste...
Und er tat es auch...gemeinsam, haben Sie schon soviel überstanden und erlebt..
Er war sich seiner Gefühle so sicher, er wusste, dass er Sie liebte...schon immer liebte.
Eine Trauung wäre nichts anderes, als der Welt öffentlich bekannt zu geben, dass man füreinander bestimmt ist...sicher, ist es für viele auch ein Versprechen der ewigen Liebe und Treue...doch dieses Versprechen gaben Sie sich schon.
Es wäre vielmehr nur der bürokratische Weg, der von einigen Institutionen verlangt wird, nichts anderes, als eine Unterschrift unter einem Pergament...
Wenn man es genau nehme, wenn man all diesen Pergamentkram aussen vor liess und nur den Weg der Gemeinsamkeit beleuchtete, fühlte sich Malachai schon mit ihr verheiratet...denn ein Bund bestand, die Ehrlichkeit war das Mauerwerk und die Liebe der Boden, auf dem alles verweilt.
Sogesehen, fehlten nur die Ringe an den Fingern und die öffentliche Anrede, SIE als seine Frau vorzustellen..
Doch wenn er ehrlich ist, und das erkannte er, als er sich wieder in ihren wunderschönen Augen verlor, war Sie seine Frau...und er ihr Mann.
Egal, ob man das Wort Ehe dazufügte...
Und er nahm ihre Hand, sie küssten sich...ein Kuss, in welcher die Welt spüren würde, wie Hingebungsvoll und Füreinander bestimmt, wie Leidenschaftlich und voller Liebe diese Zweisamkeit der beiden ist...würde Sie ihn heiraten wollen, wäre er an ihr...doch glücklicher, als er es jetzt ist, kann er sich kaum vorstellen zu werden. Er würde den Ehebund mit Stolz tragen, ja, doch stolzer würde er sich ihr hingeben und sich in der Woge der Liebe verlieren.
So dachte er noch lange darüber nach...irgendwann vielleicht, wenn sich das Leben beruhigte, wenn die vielen anderen Dinge sich lichteten und man vollends das Glück geniesste, würde er Sie fragen, sie zu heiraten...irgendwann...
Doch bis dahin, würde er ihre Hand halten, sie im Arme wiegen, ihren sachten Atem als die Luft empfangen, die er zum Leben brauchte, ihren Herzschlag als den Rhytmus des Daseins erkennen, sie Lieben und sich in ihren Küssen verlieren.
Sein Herz schlug umso mehr, als er im Gesellschaftshaus seine Lippen auf ihre drückte und auf einen Schlag die Stille Sie umgab.
Mag es keinen Interessiert zu haben oder blickte jeder auf die Beiden und hielt den Atem an, es war ihm egal. Er würde mit hervorschwellender, stolzer Brust in die Welt hinausschreien, dass er Sie liebte...und er würde es jedem voller Glück sagen.
Es sollte kein Geheimnis daraus resultieren, dass wollte Sie nicht, das wollte er nicht.
Und so würde es nun beginnen, für die Welt, die auf diese Liebe hinabblicken mag...der Werdegang, Schritt für Schritt, als gemeinsames Paar...umgeben vom Glück, was geschützt und geehrt wird....für Immer und in aller Ewigkeit.
Verfasst: Montag 26. März 2012, 04:00
von Malachai Schwarzmourne
So war das Feste als balde vorbei und Malachai schlich sich ins Bett zu seiner Verdania.
Wie friedlich Sie schlief, ihr sachter Atem, ein kleines Lächeln auf den Lippen, als er sie sachte aufwog und in seinen Arme legte.
Sie ging einige Zeit vor ihm, musste Bastian, ihren Sohn ins Bett bringen. Doch als er da war, seine Schwester so glücklich sah mit Hudgarr, aber auch Cedric und Varla, gar Rafael und seine Corinne, ja, da misste er Sie schon schrecklich, sehnte sich danach, Sie zu spüren, zu merken, wie sein Herz wie Wild klopfte.
Er konnte ihr nicht lange fern bleiben, er wollte Sie küssen und im Arme halten...und nun tat er es.
Wie Stolz er mit ihr das Festzelt betrat, Hand in Hand zeigten, dass Sie füreinander bestimmt waren.
Ja, es schaffte mehr als neugierige und überraschte Blicke bei den Gästen, doch dies war ihm einerlei.
Er stand zu ihr, würde es von nun an immer tun.
Und so soll die ganze Welt es erfahren, für wen sein Herz so unbändig schlug. Er würde es jedem ins Gesicht singen, wenn es sein müsste und sein Glück nicht in Gold aufwiegen können.
Vorsichtig strich er ihr durch das seidene Haar.
Auch in ihrer Umgebung erfuhren die Menschen es, sie waren dezent, es nicht direkt anzusprechen, doch ihre Gesicher sprachen Bände.
Mögen Sie sich für Sie freuen, oder mögen Sie die Beiden verurteilen, wäre dem so, wären Sie Narren, die selber kein Glück finden können. Würden Sie es abstreiten, so mögen Sie nur eine Sekunde den Gedanken fassen, Sie dürften mit der Person, die Sie Lieben, nicht beisammen sein.
Mit jedem Wort, dass er mit Verdania tauschte, jede Sekunde, die Sie miteinander verbrannten und jede Berührung, die Sie austauschten, wurde der Bund nur gefestigter und der Wille, auf ewig Vereint zu bleiben bestärkt.
Er würde für Immer bei ihr bleiben, neben ihr stehen, ihr Halt und Schutz bieten...ja...sein Leben für Sie opfern...dessen war sich Malachai so sicher.
Und so sah er Sie, mag Sie ihn Hochzeitsverrückt nennen, die wunderschöne Zukunft, die beide haben würden.
Er konnte nicht sagen, wohin Sie Beide führte, doch wusste er, Sie würde gemeinsam sein.
Er müsste verreisen, das wusste er. Nur einige Tage, doch reichten die, seine Sehnsucht nach ihr aufschreien zu lassen und seine Gedanken einzig um die Rückkehr zu ihr kreisend. Er würde ihr etwas mitbringen, und dann die Überraschung geniessen, die er für Sie erdacht hat.
Sie würden sich Lieben...an jenen Abend, wie für den Rest ihres Lebens.
Ein Gedanke, der ihm ein lächeln auf den Lippen zaubert, mag er fern sein, sie wartete auf ihn und er würde dem Ross sputen, ihn schnell wieder zu ihr zu treiben.
Verfasst: Dienstag 27. März 2012, 19:42
von Gast
Im Gesellschaftshaus wartete schon ein Herr mit einem Brief auf Verdania. Mit einen Falte im Gesicht nahm sie den Brief an sich und öffnete es. Als sie einen schönen verzierten Zettel herauszog und dies las, strahlten ihre Augen auf. Es war eine Einladung zur Verlobungsfeier von Sarah und Hudgarr. Sie war schon lange nicht mehr auf so einem schönen Fest oder gar zu einem erfreulichen Anlass eingeladen. Ihr war eigentlich schon bewusst, dass sie dort mit Malachai hin gehen würde.
Doch musste ein Geschenk her. Sie freute sich her für die Beiden und ging hoch in die Schneiderei. Griff nach etwas Wolle und Stoff. Es sollte etwas Besonderes sein, dies war ihr klar. Die Wolle wurde gezupft, dass dies flauschig aussah. Auf den wunderschönen roten Seidenstoff stickte sie die Anfangsbuchstaben von Sarah und Hudgarr hinauf, legte es über die aufgezupfte Wolle und nähte es mit kleinen Stichen hinten fest. Es nahm langsam eine Form vom Herzen an und auch die Seide legte sich wie gewünscht gut herum. Somit war schon einmal ein Geschenk fertig. Doch einfach nur ein Herz zu schenken, sie legte in einen Verlobungskorb noch zwei Stück Torten hinein. Sie erinnert sich das Sarah auch gerne süß aß. Fertig mit dem zusammenstellen machte sie sich auf den Weg zum Haus. Heute wollte sie sich mal etwas hübsch machen.
Am Haus angekommen, ging sie auch rasch hinunter in den Keller zum Kleiderschrank. Sie wühlte herum, warf ein Kleid nach dem anderen heraus. Was sollte sie zu so einem schönen Anlass nur anziehen. Immer wieder zog sie schöne Kleider an doch fand sie nicht gleich das Richtige. Am Ende streifte sie sich doch ein edles Kleid über und war sichtlich glücklich. Die Farbe stimmte, Schuhe waren bequem, Kleid nicht zu lang. Sie bemerkte nicht sofort das Malachai schon da stand und die beobachtete. Mit einen schmunzelt blickte sie ihn an. Er war wohl recht überrascht, dass sie sich so hübsch machte. Sie sollte dem Verlobungspaar nicht die Aufmerksam klauen. Das hatte sie nicht vor und suchte schnell nach einen neuen unauffälligen Kleid. Malachai lächelte sie an und schüttelt den Kopf.
„Dies war ein Scherz, Verdania. Du siehst wunderschön aus.“
Man hätte merken können, wie aufgeregt Verdania war. Es war die erste Feier wo sie mit Malachai auftauchen würde. Sonst war sie entweder alleine oder mit Siran auf solchen Feiern. Was würden sie wohl sagen wenn man sie nun zusammen sehen würde. Selbst in der Herberge schaute man sie an oder man war einfach nur sprachlos als man sie zusammen sah. Doch sie wusste das Malachai an ihrer Seite war und es wäre unwichtig was andere denken. Sie waren zusammen glücklich und das würde sich auch nicht ändern. Sie griff nach den Verlobungskorb und ihre andere Hand legte sie in Malachais Hand. Zusammen nahmen sie die Kutsche nach Adoran und gingen zum Anwesen von Hudgarr.
Er begrüßte die Beiden auch rechtherzlich mit einer Umarmung. Verdi war etwas überrascht doch fand sie es sehr angenehm, so herzlich in einer Familie aufgenommen zu werden. Hudgarr ließ sie hinein und beide gingen mit einen mulmigen Gefühl in das Festzelt. Sie wusste nicht wer alles da sein würde. Doch es wären sicherlich auch vornehme Leute anwesend sein, bekannte Gesichter, alte Freunde. Kurz schauten sie sich im Zelt um ehe sie zu Sarah gingen um sie ebenso zu begrüßen. Auch von ihr wurden beide liebevoll umarmt und man sah ihr das Glück ins Gesicht geschrieben. Ihre Augen funkelten so glücklich und zufrieden auf. Es wäre wohl ansteckend wenn man selber nicht glücklich wäre. Sie nahmen nach einen kurzen Gespräch mit Sarah an der schönen eingerichteten Tafel platz. Malachai bestand natürlich darauf neben seiner Schwester sitzen zu dürfen. Das ganze war ihm noch nichts. Seine kleine Schwester an einen anderen Mann abzugeben. Doch er wusste das sie glücklich ist und das war die Hauptsache. An diesen Abend wurde gegessen, getrunken, getanzt, wunderschön gesungen und eine weitere Verlobung angekündigt. Verdania erfreute es natürlich und Malachai schaute sie nun wieder an.
In ihren Gedanken wäre sie wohl gerne seine Frau. Doch sie hatte nun schon eine Ehe hinter sich, diese durch das auseinanderleben kaputt ging. Wie würde es bei ihnen sein? Sie hätte es sich auf einer Seite gewünscht, auf der anderen Seite hat sie Angst wieder zu Versagen. Wenn Malachai sein Wort hält würde er sie irgendwann fragen und sie wusste die Antwort jetzt schon. Doch in diesen Moment waren für Verdi alle etwas Heiratsverrückt. Die meinte sie nie böse. Sie freute sich für jeden welcher sein Glück gefunden hat.
Sie verließ die Feier schon etwas früher und alleine. Sie musste Bastian noch ins Bett bringen und wollte das Malachai noch etwas bei dem Fest blieb. Er sollte nicht wegen ihr auf das Fest verzichten. Sie würden sich daheim treffen. Verdania legte sich schon ins Bett und ihre Gedanken schwebten nun auch um das Thema „Heirat“. Sie wurde wohl von Malachai angesteckt. Sie könnte nie „Nein“ sagen wenn er sie fragen würde. Doch sollte es ein bestimmter Ort und Zeit sein. Wenn man alles überstanden hätte und etwas Ruhe eingekehrt ist. Man brauchte doch nichts überstürzen. Hin und her überlegte sie noch eine Weile, ehe ihre Augen sich schlossen. Irgendwann hörte sie an ihrem Ohr sein Herz klopfen und pochen. Sie spürte seine Wärme, sein starken Arm um sie. Ja sie fühlte sich Geborgen, Sicher und Geliebt.
Der nächste Abend war hingegen nicht so erfreulich wie gedacht. Erst erzählte Malachai ihr, das er verreisen müsste. Etwas für Sarahs Hochzeit besorgen. Doch wie hätte sie ihn das verwehren können, er liebte seine Schwester und würde alles für sie machen. Es war vielleicht auch für ihn gut, wenn er auf andere Gedanken kommt. Sie würde ihn vermissen so viel stand fest doch sie wusste er würde bald wieder bei ihr sein und so nahmen sie am Tisch in der Nähe vom Kamin platz und nahmen ein Schluck Wein zu sich. Malachai zog die Nase etwas kraus und meinte „Es würde irgendwo brennen“ So ging sie ans Fenster, hundert Gedanken gingen in ihrem Kopf vor. War es Bajard das brannte, die Gesellschaft, wäre Bastian in Gefahr. Aber nein der Rauch kam aus der Nähe von Waldau. Nun wurde es ihr klar, was dort brennt. Sie senkte den Kopf und meinte leise:
„Das ist wohl das Haus von Siran und mir.“
Malachai schaute sie erschrocken an und konnte es kaum glauben das Siran zu so etwas in Stande wäre. Doch am nächsten Tag ritt Verdania hoch um nach zu sehen ob die Vermutung richtig war. Ihre Augen füllten sich mit Wasser, sie legte ihren Kopf auf das Pferd. Ja es war das Haus. Sie rutschte vom Pferd und landet auf den Knien. Sie hätte nie gedacht, dass er so etwas machen würde. Er müsste sie wirklich Hassen, dabei wollt er ihr doch nichts antun. Doch immer wieder wurde ihr Herz verletzt. Ja bei diesem Anblick des Hauses blutete ihr Herz. Sie stand doch vor kurzen vor ihm und sagte er solle sein Wut an ihr auslassen. Nun brannte das Haus, Bastians Zuhause. Siran spürt anscheint nur noch Frust und macht alles damit sie nicht glücklich wird. Sofern er sie geliebt hätte, wäre er etwas froh, dass sie nun glücklich ist. Doch er war verbittert und Verdania konnte dagegen nichts machen.
Sie stieg auf das Pferd und nahm die Zügel in die Hände. Am liebsten wäre sie in Malachais Arme geritten, doch er war nicht da und er sollte sich nicht so viele Sorgen um sie machen. So ritt sie, sie ritt durch die Gegend. Irgendwo kam sie an und schrie einmal laut. Nachdem ist etwas zur Ruhe kam, machte sie sich auf den Weg nach Bajard. Dort würde sicherlich auch schon wieder irgendwas passiert sein.
[img]http://www.moviemarket.com/library/photos/281/281513.jpg[/img]
Verfasst: Sonntag 1. April 2012, 19:34
von Siran van Zac
Voller in sich kämpfenden Emotionen trat er gegen die Tür die den Gastraum von der Küche trennte. Er war wohl wiedermal soweit alles um sich herum zu zerstören und so zückte er zum wiederholten Male am heutigen Tage sein Schwert und versuchte die Buchstaben seines Namens aus dem Stein zu kratzen. Es gelang ihm mehr recht als schlecht und so hinterlies er noch eine Nachricht.
~~~~~~~~~~~~~~~
Es tut mir leid.
Lebt wohl.
Siran
~~~~~~~~~~~~~~~
Eilig rafft er ein paar Ausrüstungsteile in einen Sack zusammen und schliff ihn von der Herberge in Richtung Bank hinter sich her.
Auf dem Weg dorthin übergab er Lucien noch einige für ihn früher wertvollen Schmuckstücke und Identitätssiegel.
An der Bank angekommen begann er aus seiner Bankkiste auszusortieren, einiges Wegzuwerfen und anders in seinen Sack zu stecken.
Anschließend lief er alle Bajarder Händler ab und bot vieles zum Verkauf an. Er handelt nicht lange denn die Größe der Summe die sie feilboten schien ihn nicht zu interessieren. Was für ein Tag für die Händler, die ihn immer als harten Handelspartner kannten.
Eilig verstaute er das eingelöste Gold, ging zum Stadtstein und kratzte notdürftig mit dem Schwert seine Initialien herunter.
Dann heftete er eine Nachricht daran.
~~~~~~~~~~~~~~~
Lebt wohl ihr Bajarder.
Siran
~~~~~~~~~~~~~~~
Man sah ihn dann den Packsack hinter sich her schleifend in Richtung Tor gehen.
Am Stützpunkt der Bürgerwehr hinterlies er eine weitere Nachricht
~~~~~~~~~~~~~~~
Lebt wohl Kameraden, haltet euren Kopf immer
oben, denn Eure Gegnersind viel schwächer als Ihr glaubt.
Siran
~~~~~~~~~~~~~~~
Wehmütig sah er sich noch einmal um. Doch bevor ihn die Tränen übermannten, ging ein Ruck durch seinen Körper als er mit gesenktem Kopf voran schritt.
Zum Schluss sah man ihn durch das Tor verschwinden und nur die Spur im Schnee verriet welchen Weg er eingeschlagen haben müsste.
Vielleicht würde auch bald frischer Schnee diese letzte Spur überdecken und von ihm nichts mehr übrig lassen, als alte Bajarder Geschichten.
Verfasst: Montag 2. April 2012, 02:42
von Malachai Schwarzmourne
Mochte es wirklich wahr sein? War er so spontan bei der Sache?
Soviel ist an einem Tag geschehen. Soviel, womit er nicht gerechnet hatte.
Und dennoch, tat es ihm gut...nicht so durchdacht und geplant durch das Leben zu streifen.
Ja, das Leben...Verdania wirbelte es ordentlich auf.
Eigentlich war er nur auf Reisen...an jenen Orte, wo er einst vor Jahrzehnten das Licht der Welt erblickte.
Dort war in einem alten Bankgeschäft, geführt vom wohl ältesten Schatten auf der Welt, das Hab und Gut seiner Eltern.
Er brauchte Pergamente und einige Dinge für Sarahs Hochzeit...dafür, dass Hudgarr als Nicht-Schatten unter dessen Augen getraut wird.
Der alte Mann lächelte Malachai an und verbeugte sich. Er konnte sich nie daran gewöhnen, dass er ja doch eine Führungsperson für jenen alten Manne abzeichnete, dessen Leben daraus bestand, hier zu wachen und zu warten, dass einer kommen mag.
Und dennoch, war er sehr Interessiert am Tun von Malachai, mehr aber, auch gut informiert.
Er sprach direkt die Hochzeit seiner Schwester an, sagte, welch freudige Erkenntnis, dass das uneheliche, gar unreine Kind vom großen Marick ihren Platz gefunden hat.
Malachai wandte sich um, sein Blick sprach Tausend Bände und er knackte nur einmal mit dem Hals.
Sarah, so fauchte er, sei Tausendmal mehr wert als irgendwie Vollblutigen Schatten...und er solle achten, was er sage, denn nach ihm wäre Sie es, die die Schatten anführen würden.
Der Alte warf sich förmlich auf die Knie und entschuldigte sich, er habe es so nicht gemeint und Malachai atmete ruhig und half ihm auf. Es war wohl von beiden ein Missverständnis und es sei ihm verziehen.
So gelangte er in die Kammer, Malachai brauchte nicht lange, um alles zufinden und steckte es vorsichtig ein. Zumindest fast alles.
Er ging weiter, in der hintersten Ecke, wie ein sanfter Ruf nahm er die kleine Schachtel entgegen und öffnete.
Dort strahlte ihn jener schwarze Ring an, dessen Runen und ihre Bedeutung er nur durch Geschichten und Aufzeichnungen kannte.
Wie ein Gedankenblitz, Erinnerungen in seinen Kopf einst hämmerten.
Er lächelte und legte den Kopf schief, als der Alte hinter ihm sprach, dass jener Ring, von Malachais Mutter getragen, einst an den Finger sollte, dessen Herz eroberte wurde.
Sein Vater habe dies getan, wie auch sein Großvater vor ihm und so weiter und so fort.
Ja, Malachai kannte die Legende...dass die Runen Feuer speien würden und die dunkelste Nacht erhellten, wenn die Frau, dessen Herz wie ein wütender Pferdeauffluss schlug und die Erde förmlich erbeben lassen kann.
War es soweit? Dachte sich Malachai.
Sollte er ihn mitnehmen?
Er hatte keinerlei Zweifel an der Liebe zu Verdania, weniger, sagte er ihr einst schon, dass Sie sich seit Jahrzehnten kannten und sein Herz schon immer bei ihr schlug...dass er sie sofort ehelichen würde.
Er hatte seine Entscheidung schon getroffen, doch er würde nichts überstützen. Soviel musste Verdania nun durchmachen, mehr würde kommen. Er würde Sie nicht verschrecken wollen und so steckte er den Ring zwar ein, doch unter der Vorraussicht, ihn lange in der Tasche zu bewahren.
Doch natürlich kam es anders, als erwartet. Stetig im Gedanken an diese Frau, getrieben von der Sehnsucht auf seiner Rückreise, die Sporren an Schattenhufs Seite zum antreiben, welches ihm ein genervtes Schnaufen entlockte...und dann war er da...stand im Gesellschaftshaus und sie umarmten sich, küssten sich und sorgten wieder für verwirrte Blicke jener, die Sie kannten, aber noch nicht diese Situation sahen.
Sie gingen ins Haus, etwas Entspannung und Zweisamkeit sollte kommen, so entführte Verdania Malachai, ein Korb gepackt, nahe der Stelle, wo er einst sehnsüchtig auf Sie wartete...wo Sie sich das erste mal küssten, ohne das es dem Ehebruch glich.
Wo Sie ihm ihre Entscheidung mitteilte und er zum glücklichsten Manne der Welt wurde.
Es war selbst zu dieser Jahreszeit ein herrlicher Anblick, ein glitzernder Wasserfall, eine kleine Insel...ein prasselndes, warmes Feuer und ein Korb mit Fein und Leckereien.
Es dauerte nicht lange, als Malachai sich förmlich verplapperte...doch...vielleicht wollte sein Inneres es auch so sehr und er offenbarte ihr, er habe ihr etwas mitgebracht.
Verdania, dessen Neugierde Wälle einreissen könne, war wenig angetan vom Gedanken, Malachai schwiege erstmal....bei allem, was dem Schattenlord Heilig war, wie Süß Sie in dem Moment wirkte, dachte er sich...und es überkam ihn.
Er stand auf, und begann die Geschichte zu erzählen. Jene, dass vor langer Zeit, vor seiner Geburt, sein Vater sich zu seiner Mutter hinkniete..er eine Schachtel herausholte und ihr einen Ring zeigte, sie fragte, ob Sie seine Frau werden wolle.
Und so tat es Malachai der Geschichte gleich, er kniete sich hin und nahm Verdanias Hand und hielt um jene an.
Sein Herz wie sein Atem blieben stehen, der Blick in ihrem Gefangen, versuchend, jede Reaktion zu deuten, sich der Spannung nehmend, selbst wenn es nur wenige Sekunden waren....Sekunden, die ihm wie Tage vorkamen, ehe Sie antworte....mit Ja.
Er war überglücklich, er konnte es nicht fassen, er hat es in die Welt hinausgebrüllt, sie in den Arm genommen, sich geküsst.
Sie blieben noch dort, tranken Wein und erfreuten sich an diesem Glück.
Es schossen ihm viele Dinge durch den Kopf, allen vorran, die Spontanität...wie konnte er Hudgarr es Übel nehmen, dass er es überstürzte...nun gut, wenn Malachai wenigstens zu seiner Verteidigung sagen kann, er kannte Verdania schon viel Länger als Hudgarr Sarah...und dennoch, was deutet Zeit, wenn das Herz einem ins Gesicht schreit, es ist das richtige.
Und sie sollten es auch als erstes Erfahren. Er würde Kriege über schweigen, ehe er es nicht seiner Schwester mitteilte. Kein anderes Ohr durfte die Nachricht vor ihr erreichen und so suchten Sie Sie auf...trafen Sie im Rathaus, entführten Sie förmlich und erzählten es ihr.
Verdania war aufgeregt, ihre Hand zitterte leicht, doch nicht nur Sie. Auch er war so aufgeregt über die Reaktion seiner Schwester. Auch Sie hätte das Recht, ihm eine zu knallen...wenn auch nur Sie und nicht Hudgarr.
Und ihre Stimmung kam wie erwartet, voller Freude, umarmte Sie beide herzlichst, wünschte ihnen nur das Beste, auch Hudgarr, erwacht von diesem Lärm der freudigen Gäste, freute sich für beide.
Natürlich würde man sich Zeit lassen...erst einmal kamen Sarahs und Hudgarrs Hochzeit...dann...irgendwann....doch soweit war die Planung nicht.
Es sollte eine weitere Überraschung anstehen, Hudgarr und Malachai bereiteten alles vor, wollten die Damen entführen, als ein Bote hereinkrachte und Malachai förmlich anschrie, dass der Architekt nun da seie.
Es schmerzte ihn, den gemeinsamen Ausflug ausfallen zu lassen, doch das war wichtig.
Solange wartete er auf Reaktion, darauf, dass jemand seine Skizzen im schwarzen Buche realisieren könnte...darauf, dass ein Meister sich dem Bollwerk annehmen würde.
Und es war ein Meister, der beste im ganzen Reiche und darüber hinaus. Astar Ria war ihr Name und Sie wartete auf Malachai schon am Hause.
Sie machte sich direkt am Werke, wuselte wie eine kleine, flinke Maus und Malachai war erstaunt, wie flink Sie die Skizzen und Zeichnungen vom Schattenlord umsetze und am Ende, nickte Sie zufrieden und schimpfte den Ort "Blaue Lagune".
Malachais Augen funkelten förmlich und er rief sich das Versprechen in den Kopfe...jene Worte, die er Verdania, zwar mit Wein intus, gab...er würde Sie mitnehmen...mit ihr auf eine einsame Insel schiffen...wo Sie Königin sein konnte...
Nun war es vollbracht...unter seinem Hause, im Keller, war der riesige Pool...und in jener eine kleine, einsame Insel.
Soll dieser Ort ihre Zuflucht sein, jene Gegebenheit, wo sie entspannen und Zeit für sich haben kann.
Wie freudig Malachai war...aufgeregt...und so schnappte er sich direkt, ohne Schlaf, am nächsten Tage Verdania im Gesellschaftshaus, entführte Sie förmlich aus ihrem Laden, band ihre Augen zu und ging mit ihr im Keller, sprechend und Sie an jenes versprechen erinnernd, ehe er die Augenbinde entfernte und sie, einige male blinzelnd, das Werk bewunderte.
Ihre Freude strömte durch den Raum, Malachais Herz schlug wie Wild...ja...es tat ihm so gut, Sie glücklich zu sehen und glücklich zu machen...er würde nie aufhören, ihr die Sterne vom Himmel zu holen.
So genossen Sie die Zeit auf der Insel, lagen sich im Arme und sprachen über so vieles...die Reise...die Zukunft...einfach alles...auch...ihr Sohn.
Er musste es langsam erfahren, und Malachai bestärkte Sie nur in dem Willen. Er wollte ihn auch kennen lernen, wollte auch ihn nicht aus Verdanias Leben hinausschliessen.
So gingen Sie los, in die Gesellschaft, wo der kleine Wurm fröhlich von Stuhl zu Stuhl hüpfte.
Verdania blühte förmlich auf, als Sie ihn in den Arm schloss und so stellte Malachai sich auch höfflich vor.
Er war sehr aufgeweckt, wollte wissen, warum er Schwarz trug und offenbarte, dass er sich super verstecken kann...auch ohne schwarze Kleidung.
Malachai wurde ein wenig wehmütig...er musste ununterbrochen an Marick, seinen Sohn denken...er vermisste ihn, keine Frage...er würde alles tun, um ihn wieder bei sich zu haben...und er war froh, dass Verdania Bastian hatte...sie liebte ihn....und Siran tat es auch...nie würde Malachai versuchen wollen, ihm seinen Sohn zu nehmen...noch ein neuer Vater für Bastian zu sein.
Sie setzten sich, und ehe Malachai auch nur realisieren konnte, stand Siran im Raum.
Er blieb ruhig, atmete ruhig...er würde eine Konfrontation vermeiden wollen....Siran dürfe nicht die Blöße erfahren, vor seinem Kind die Beherschung zu verlieren...gar ihm Angst einzujagen...doch dies misslinge.
Ja, er konnte seine Wut verstehen, doch dies war dem Wahn beinahe nahe.
Er bedrohte Malachai, sprach von zerstückeln und dergleichen...er schaute zu Bastian, blickte in den verwirrten, ängstlichen Blick des kleinen Jungens, als sein Vater Malachai schubste.
Er versuchte Siran vernunft einzureden, er bot ihm an, es draussen zu klären, bedenkend, es nicht vor den Augen seines Kindes zu tun.
Und es fruchtete, er schleppte ihn hinaus...natürlich kam, was kommen musste...natürlich schrie Siran ihn an, beschimpfte ihn als Verräter, als hinterlistiges Stück...und er hatte Recht.
Malachai machte sich für sein Handeln keine Illusion und er stand auch dazu.
Und dennoch, tat es ihm Leid, was er einem alten Freund angetan hatte, wie er Siran zu Grunde riss, egal ob er es wollte oder nicht. Und er würde ihn nicht weiter hinabreissen...
Auch, als er Malachais tote Familie ansprach, wie einen Dolch in seinem Herzen die Wunden aufriss, blieb er ruhig. Er hatte keine Schläge oder Zurechtweisung verdient...nein...wenn dann war es Malachai.
Als Siran seine Klinge zog, Lucien ihn ermahnte, es nicht zu tun, blieb Malachai ruhig stehen.
Liesse er sich niederstrecken? Die Strafe für sein Handeln empfangen?
Nein, das würde er nicht...alleine sein Lebenswille und seine Liebe zu Verdania gaben ihn die Kraft, sich nicht töten zu lassen...und mehr...Siran war kein Mörder...und er sollte nicht das Blut eines Menschens an sich kleben haben...sollte seinem Kinde nicht so ein Beispiel sein...nein...er würde sich auch für Siran nicht töten lassen und so griffen seine Hände schon auf den Rücken, bereit, einem Schlag abzuwehren...
Doch Lucien schaffte es, Malachai ging hinein, sprach kurz mit Verdania, versicherte ihr, ihm ginge es gut und auch mit Bastian sprach er kurz, versuchte ihm klar zu machen, sein Papa sei kein böser Mensch und Sie hätten nur Streit...ehe Siran hinein kam, gefolgt von Lucien und Malachai das Haus verliess.
Er wartete in ihrem Anwesen, ging auf und ab...als dann er hinaus ging und auf der Treppe ausschau hielt...bis ein Ross und eine Frau kamen, erkennend, dass Sie etwas an ihrer Hand hielt und Bastian mit durch das Tor kam.
Er begrüßte Sie, er war so froh, dass nichts schlimmeres geschehen ist...doch sah er ihre fehlenden Zeichen von der Gesellschaft...es dämmerte ihn, warum Sie Bastian und soviele Sachen dabei hatten und er brachte Sie sofort hinein.
Es brauchte eigentlich keiner Worte, dass er verstand und Sie hätte nicht einmal fragen müssen, dass er ihr sofort anbot, dass Bastian hier leben kann...unter dem selben Dach wie seine Mutter.
Und wäre er ein Problem für ihren Sohn gewesen, hätte Malachai ihnen sogar das Haus überlassen.
So geschahen die Dinge, soviele in so wenigen Stunden...Freud und Leid...und es war noch nicht zu Ende, dessen war sich Malachai sicher...
Und dennoch....würde er diesen Weg nicht alleine bestreiten...er ginge ihn mit ihr: Verdania....seine Verlobte....seine zukünftige Ehefrau...seine Liebe des Lebens.
Verfasst: Montag 2. April 2012, 10:38
von Gast
Verdania saß mit Aniviel und Ester noch fröhlich im Gesellschaftshaus. Lachten und überlegten unter anderem wie sie dem Schwein ein Rock verpassen könnten und planten zusammen schon einmal die Modenschau, welche in den nächsten Wochen statt finden sollte. Die Tür öffnete sich und ein schwarz bekleideter Herr kam hinein. Verdi erkannte ihn schon von weiten und ihre Augen strahlten vor Freude auf. Er war wieder zurück. Den Tag hatte sie herbeigesehnt. Sie erhob sich Stuhl und ging auf ihm zu, um ihn liebevoll zu umarmen. Er küsste sie sehnsüchtig und hätte sie Ester ihr Blick vor verstauen gesehen, wäre sie wohl rot um das Gesicht geworden. Doch keiner von den beiden Damen sagte es dazu. Nein Verdania war doch immer noch die Gleiche. Nach dem man sich noch ein wenig unterhielt, gingen sie Heim. Sie hatten sich tagelang nicht gesehen und es gab einiges zu erzählen. Verdania berichtete ihm, dass sie sich mit Siran getroffen hatte. Sie wollte noch einmal mit ihm reden und sagte ihm auch wer der Mann ist welcher ihr Herz erobert hatte. Malachai nickte leicht. Doch dies sollte an jenen Abend nicht zum Thema werden. Sie packte einen Korb mit Wein und Leckereien zusammen und ergriff Malachai seine Hand. Ging mit ihm an einen schönen ruhigen Ort. Auf den Weg dort hin kamen sie an der Stelle vorbei an der er damals gewartet hatte. An dem sie sich zum ersten mal offiziell geküsst haben als Paar. Doch dies sollte nicht der Ort sein an dem sie ihn hinführte. Sie gingen weiter zu einem Wasserfall und mitten drin war eine kleine Insel umgeben von kleinen Felsen, welches es ermöglichte keinen Tropfen Wasser ab zu bekommen, ein Feuerchen wärme die Umgebung. Sie nahmen auf der Bank platz und Verdi wollte alles von seiner Reise wissen. Er erzählte ihr das er für die Hochzeit von Sarah einige Sachen geholt hat und auch für sie. Sie schaute ihn neugierig an. Natürlich fragte sie was er denn für sie hätte. Er war recht zögerlich, machte ein Geheimnis raus. Verdi wollte ihn nicht drängen das Geheimnis zu entlüften. Doch es geschah anders als gedacht. Malachai holte ein kleine Schachtel heraus. Erzählt ihr von der Bedeutung des Innenstückes. Ihr wurde recht warm ums Herz und als er sich vor ihr kniete, die Schachtel noch in der Hand. Wäre fast ihr Herz stehen geblieben. Was würde nun passieren. Er ergriff ihre Hand und sah sie mit strahlenden Blick an. Nach einen kurzen Moment frage er sie ob sie seine Frau werden möchte. Recht aufgeregt und von der Situation überwältigt antwortete sie nach wenigen Momenten mit Ja. Sie küssten sich und er holte den Ring aus der Schachtel um ihn auf ihren Finger zu streifen. Auf einmal fingen die Runen an zu leuchten und sie schaute mit einen leichten fragenden Blick zu ihm. Er lächelte auf und meinte das sie zusammen gehörten. Wenn die Runen leuchten ist es wahre Liebe. Er war sich sicher das sie anfangen zu leuchten. Es kam ihr etwas merkwürdig vor. Doch dies sollte das Glück für diesen Momentan nicht stören. Sie stießen mit Wein auf ihr Glück und auf ihre Zukunft an. Das beide so spontan waren, war doch recht neu für beide. Das sie ab und an auf komische Ideen kam war nichts neues aber Malachai. Der immer erst alles durchging. Der sich alle Entscheidungen offen hielt und erst nachdachte, bevor er etwas machte. Sie schmunzelte etwas. Es schien ihr so als würde er anfangen zu Leben. Beide wollten es Sarah und Hudgarr erzählen. Sie sollten die ersten sein.
So machten sie sich auf den Weg zu Sarahs Haus. Dort war sie nicht an zu finden und so schauten sie ins Rathaus, wo sich einige Leute aufhielten. Sarah war sehr erfreut beide zu sehen und umarmte beide, ehe sie über in ihr Haus gingen. Malachai lief ihr schon fast hinterher und vergaß Verdi mit zu nehmen. Mit einen schmunzeln ging sie ruhig hinterher. Im Haus bat uns Sarah etwas zum Trinken an doch Malachai schweifte nicht vom eigentlichen kommen ab und nahm Verdis Hand. Berichtete ihr nun was so eben passiert ist. Sie hätten sich Verlobt. Sarah freute sich für die Beiden und umarmte sie noch einmal voller Glück. Vor lauter Freude und lautstarker Unterhaltung erwachte Hudgarr und kam herunter. Er wollte wissen war denn hier los wäre und so hörte auch er die Neuigkeit. Er gratulierte beiden mit einen Lächeln. Doch auf einmal wurde Malachai zum Architekten gerufen und ließ Verdi alleine zurück. Etwas enttäuscht blieb sie zurück und bekam etwas Kuchen von Sarah. Mit dem vollen Bauch wollte sie noch einen Spaziergang machen und ging einmal durch Berchgard ehe sie sich auf der Bank nieder ließ und irgendwie eingeschlafen war.
Am nächsten Tag, etwas erschrocken wo sie aufwachte, erhob sie sich von der Bank. Machte sich auf den Weg ins Gesellschaftshaus, sie wollte ihren schönen eingerichteten Laden nun wieder öfter aufmachen. Dort angekommen drehte sie das Ladenschild um und ging hoch in die Schneiderstube. Doch kurz danach stand auch schon Malachai in der Tür und entführte sie zu sich nach Hause. Er legte ihr eine Augenbinde um und führte sie in den Keller. Seine Hand zitterte vor Aufregung und er erzählte ihr von ihrer Reise zu einer einsamen Insel. Dort wo sie beide nur alleine wären. Die Augenbinde wurde abgenommen und ihre Augen erblickten einen großen Pool und mitten drin eine kleine Insel. Sie strahlte vor Freude auf. Sie konnte es gar nicht in Worte fassen wie schön es war. Ihre gemeinsame einsame Insel. Er brachte sie auf die Insel und setzte sich in den schönen warmen Sand. Überglücklich küsste sie ihn und legte sich in seine Arme. Ruhig und einsam lagen sie dort und redeten über viele Sachen. Ein Name für die Insel fehlte noch, mit einen schmunzeln sagte sie dann sie könnte Mala-Verdi-Trauminsel heißen. Er nickte ihr zu und küsste sie noch sanft. Nach den ganzen Ereignissen in den zwei Tagen kamen bei ihr Gedanken auf und so sprach sie das Thema mit ihren Sohn an. Es war an der Zeit auch Bastian alles zu erzählen. Bisher wusste er nur das sie und Siran nicht mehr zusammen lebten. Malachai war dafür und wollte Bastian ebenso kennen lernen. Er kannte ihn nur als kleines Baby.
So gingen sie zum Gesellschaftshaus, da wo Anne auf den Wurm aufpasste. Er hüpfte schon über die Stühle und schaute zu Tür als beide hinein kamen. Voller Freude hüpfte er vom Stuhl und lief auf sie zu. Umarmte sie liebevoll und blickte dann etwas ängstlich zu Malachai rüber. Seine schwarze Rüstung machte ihm etwas Angst doch war der Kleine nicht auf den Mund gefallen und frage warum er diese schwarze Rüstung trug. Malachai erklärte es ihm recht liebevoll und nachdem beide ihre kleinen Erfahrungen austauschte nahmen sie am Tisch platz. Sie wollten immerhin mit Bastian reden. Doch wo weit kam es kaum, denn die Tür öffnete sich und Siran stand im Raum. Verdania war recht angespannt. Das erste Treffen mit Malachai und das auch noch vor Bastian. Der kleine lief zu seinen Papa und umarmte ihn ebenso liebevoll. Er freute sich seinen Papa wieder zu sehen. Bastian wollte das er auch sich auf dem Stuhl setze und mit Kuchen aß doch der Blick von Siran fixierte nun Malachai. Verdania wurde ganz anders im Bauch und die Luft schien ihr weg geschnürt zu werden. Siran ging auf Malachai zu. Schieß ihn etwas nach Hinten. Malachai schien recht ruhig zu sein. Es schien so als würde er sich nicht wehren wollen. Nach einer weile verließen sie das Haus um ihre Angelegenheit draußen zu klären. Bastian blickte nur erschrocken und ängstlich hinterher. So hatte er seinen Papa nie gesehen. Er hatte regelrecht Angst und so nahm Verdi ihn in die Arme. Ihr Blick ebenso ängstlich zur Tür gerichtet. Sie hörte die Männer draußen schreien. Und dies alles nur wegen ihr. Sie machte sich große Vorwürfe. Was sie alles angerichtet hatte. Für sie kam es so vor als wäre es eine Ewigkeit gewesen bis einer durch die Tür kam. Es war der Mann für den ihr Herz nun schlug. Doch sprach er kaum etwas zu ihre. Er beruhigte Bastian das man nur einen Streit hatte, dies aber geklärt wurde. Verdi bat Bastian wieder zum Tisch zu gehen, er könnte sich schon etwas Kuchen greifen. Sie hingegen blieb bei Malachai stehen und schaute ihn besorgt an. Kurz sprachen sie mit einander als Siran auch schon wieder hinein kam. Malachai ging hinaus und machte sich auf den Weg nach Hause. Verdania nahm kurz am Tisch neben Bastian platz doch konnte sie es nicht ertragen eine glückliche Familie vorzuspielen. Sie erhob sich vom Stuhl und ging hinaus in den Garten um durchzuatmen. Nach kurzen Augenblicken stand Lucien neben ihr. Frage ob alles in Ordnung wäre, was es natürlich nicht war.
Er riet ihr erst mal die Gesellschaft zu verlassen, bis Ruhe eingekehrt wäre. Aufgebracht drehte sie sich um. Sprach kurz mit ihm und ging ins Haus um einige Sachen zu packen. Siran bemerkte ihr werkeln und frage was sie da täte. Doch sie wollte nicht mehr mit ihm reden. Sie bat Bastian ebenso seine Sachen zu packen. Ruhig sprach sie zu Siran. „ich werde die Gesellschaft verlassen. Damit hier wieder Ruhe einkehrt.“ Dies war für ihn natürlich ein Schock und ohne lange zu warten ging sie mit Bastian hinaus. Griff zu den Zügeln des Pferdes und nach Bastian ihre Hand. Mit schweren Herzen verließ sie die Gesellschaft. Es war ihr Leben, ihre ganze Kraft stecke dort drin und sie sollte es verlassen. Doch sie musste stark für ihren Sohn sein. Sie gingen nicht weit bis sie zu Malachai sein Haus kamen.
Er saß auf der Treppe und blickte zum Tor als beide hinein kamen. Er stellte keine Fragen, begrüßte beide noch einmal und bat sie ins Haus. Bastian schien es wenig auszumachen. Er war immerhin bei seiner Mama. Er naschte und trank seinen Erdbeersaft und wurde von Malachai in sein neues Zimmer begleitet. Dort machte Bastian große Augen. Er schaute sich genau alles an und strahlte so überglücklich auf. Ein großes Bett für ihn, Spielsachen, das Zimmer gefiel ihm so gut. Er setze sich gleich auf das Schaukelpferd und wurde liebevoll von Malachai an geschaukelt. Irgendwann wurde auch der kleine Wurm müde und Verdi legte ihn behutsam ins Bett. Deckte ihn zu und gab ihn einen Kuss auf die Stirn. Sie schaute ihn noch lange zu wie friedlich er schlief, ehe sie wieder hinunter zu Malachai ging. Beide gingen auch auf ihre Insel um den Tag ausklingen lassen zu wollen.
So lag sie nun eben ihren Verlobten, oben schlief ihr Sohn im gleichen Haus. Sie war trotz dem Zwischenfall sehr glücklich und dies verdankte sie Malachai. Er tat wirklich viel um sie glücklich zu machen.
Verfasst: Donnerstag 5. April 2012, 16:21
von Malachai Schwarzmourne
Malachai empfand es als Segen, das Haus wieder belebt vorzusehen. Kleine Schritte tapsen hören, Kinderlachen aus den Räumen vernehmend und in an den Tisch zu kommen, wo Verdania ihn mit Bastian auf den Arm anstrahlte.
Es tat ihm so gut, sicher, wenn Bastian nicht sein Kind ist, würde er immer für ihn da sein, wie ein Freund.
Seinen Vater könne und wolle er nie ersetzen, es ginge einfach nicht. Siran war ein guter Mensch, egal, was er gerade durchmachte oder wie er sich benamm...er erschuf diesen kleinen, aufgeweckten und liebevollen Jungen, erzog ihn zu Anstand und gutem Benehmen und zeigte ihm, dass er Spaß haben sollte im Leben...und somit war er in Malachais Augen ein guter Vater.
So genossen Verdania und Er die Abende, lagen auf ihrer MaVeTra Arm in Arm und liebten die Zweisamkeit, die Sie miteinander teilten.
Sie sprachen über sovieles....die Vergangenheit....die Gegenwart...und oft auch über die Zukunft.
Sie wüssten nicht, was kommen mag, doch Sie wussten, Sie würden den Weg dahin Hand in Hand bestreiten und ihre Liebe jenen Erhellen und von der Dunkelheit befreiend.
Ein Thema wurde oft besprochen und Malachai konnte mehr als gut nachvollziehen, dass Verdania es oft aussprach: Das Haus.
Sicher, es war nicht gerade klein, es hatte einen großen Garten und um die Lage wurde Malachai mehr als einmal beneidet.
Doch so oft Malachai es sagte, es wäre nun IHR Haus....ihr gemeinsames Anwesen, so war ihm die Vergangenheit klar.
Sie kam zu ihn....lebte bei ihm...holte Bastian zu ihm. Er baute es vor sovielen Jahren mit einer anderen Gegenwart und Zukunft...mit anderen Träumen und Lebensstilen. Es war ihr Dach über den Kopf, doch es war nicht ihr Haus, was Sie als Zeichen ihrer Verbundenheit erschuffen.
So entlockte ihm Verdanias herumdrucksende Worte, es wäre ja doch zu klein und vielleicht, irgendwann in der Zukunft, ein Lächeln im Gesicht.
Warum warten? Man könne ja zumindest schauen...sich die Gegend begutachten, auf dem Ausstellungsplatz sich ein Objekt der Begierde herauspicken und schon anfangen zu planen.
Doch wenn diese Verbundenheit jener Zwei eines gezeigt hat, dass es doch oftmals anders kommt, als man es planen könne....gerade durch diese Spontanität, die Malachai und Verdania förmlich auslebten, wurde ihr Leben nach und nach Perfekt.
Und so griff Verdania aufgeregt Malachais Hand und führte ihn gen Osten, am Meer entlang, nur einige Meter nahe des Klosters und blickte voller Freude auf ein altes, riesiges und heruntergekommendes Anwesen, das Malachai zu gut kannte: Die alte Gans....Talanas und Rogans ehemalige Gasttaverne, die Sie lange und erfolgreich führten, ehe es Talana nach Düstersee zog.
Ja, es war eigentlich perfekt. Mehr als Groß, es hatte einen wunderschönen Balkon auf dem Dache und viele Zimmer.
Man könnte handwerklich noch einiges daran machen, Zimmer vergrößern, Ausbauen, schmücken und dekorieren.
Malachai sah es förmlich vor seinen Augen, wie Sie dort leben könnten, glücklich und gemeinsam...mit Bastian...und...wer weiß, wer noch dazu kommen würde.
So wurde in den Akten nach den Besitzern gesucht, es war Herrenlos und so liess man Stadtverwalter herkommen, verhandelte und dann, viel schneller als geplant, überreichte man den Beiden einen Schlüssel.
Malachai konnte es gar nicht fassen, vor einigen Tagen sprachen Sie im Keller über ein größeres Heim...und nun besassen Sie wohl das größte in Westgerimor, was man beziehen könnte als Familie...ja...Familie.
Wieder ein lächeln, nahm er Verdania fest in den Arme und küsste Sie sanft, so voller Glück und Hingabe...das Haus hatte noch einiges an Renovierungsarbeiten nötig...und dennoch...es war ihres...als Beginn eines neuen Lebensabschnittes...als Familie.
So sassen Sie des Nachts auf dem Balkon, in Decken gehüllt und im Arme liegend und blickten in die Ferne den Sternenhimmel an.
Sein Haus verkaufte er förmlich im Schlaf, er wusste, wen er anreden musste und viele Personen halfen, das Hab und Gut ins nahegelegene, neue Anwesen zu tragen.
Es war weniger Stunden erledigt, da Malachai beschloss, der neuen Besitzerin viel dazulassen. War doch auch ihr neues Heim reichlich mit Möbeln bestickt.
Und so gab er ihr einen sanften, doch langen wie leidenschaftlichen Kuss auf ihrem Kuschelbalkon, wie Verdania es immer niedlich nannte...die erste Nacht...im neuen Anwesen...im Malachai-Verdania-Traumhaus...
Mag es kitschig klingen, er mochte es und so schliefen Sie irgendwann, Arm in Arm ein.
Verfasst: Donnerstag 5. April 2012, 20:44
von Gast
Einige Tage vergingen bis Malachai und Verdania sich die Musterhäuser angeschaut hatten. Zwei gefielen ihnen schon recht gut und standen in der engeren Wahl. Als sie abends daheim saßen, kam Verdania eine erneute Idee. Sie nahm Malachais Hand und ging mit ihm Richtung Osten. Dort fand ein freies Haus, welches nicht weit weg von Bajard und dazu noch besitzerlos war. Es war die goldene Gans… So standen sie vor dem großen Haus, betrachteten es von außen und von Innen. Dieses Haus war ein Traum, es hatte reichlich Zimmer und eine wunderschöne große Küche. Verdanias Augen leuchteten und dies fiel auch Malachai auf. Oben auf der großzügigen Terrasse angekommen, schauten sie in die Ferne. Verdania nickte immer wieder und sagte leise.
„Dies wäre perfekt für uns drei“
Malachai nickte ihr zu und nahm ihre Hand um jene zu streicheln. Er konnte es regelrecht in ihren Augen sehen wie sie aufstrahlte. Nach einer Weile gingen sie wieder Heim und redeten noch kurz über das Haus. Sie wollten sich einmal mit dem Stadtverwalter erkundigen ob man dies Haus kaufen könnte. Der Abend war schon recht vorgeschritten und so gingen sie auf ihre MaVeTra, legten sich dort hin und kuschelten sich aneinander. Nach sanften Küssen schliefen sie glücklich ein.
Der nächste Tag sollte eigentlich ruhig werden, so ging Verdania zum Gesellschaftshaus. Sie drehte das Ladenschild um und ging hoch zu ihrer Schneiderstube. Nach einer Zeit kamen auch schon die ersten Kunden. Als der letzte Kunde gegangen war, stand auch schon der Stadtverwalter in der Tür. Etwas überrascht schaute sie ihn an. So schnell konnte man kein Haus verkaufen, doch schickte sie Anne los zu Malachais Haus. Sie sollte ihm die Nachricht überbringen, dass sie nun das Haus haben könnten. Verdania saß mit dem Stadtverwalter noch unten im Gesellschaftshaus bis Anne mit einen breiten Grinsen im Gesicht wieder kam. Sie hatte in der Tat einen guten Grund sich zu freuen, denn Malachai hatte recht schnell sein Haus verkauft. Dies verwundere Verdania doch etwas. Aber so ging sie mit dem Stadtverwalter zum neuen Haus und fing an die ersten Türen im Haus einzuhängen. Der Architekt beeilte sich auch zum Haus zu kommen so, dass man schon einiges fertig machen konnte. Verdania stand im Haus und konnte das Glück noch gar nicht fassen. Dies musste wirklich Schicksal sein.
Malachai brachte mit einigen Freunden die restlichen Sachen zum Haus, damit beide anfangen konnten die Sachen in Ruhe aufzustellen. Bastians Zimmer wurde liebevoll mit reichlichen Spielsachen ausgestattet und leise wurde er in sein neues Bett gelegt. Er schlief so fest das er den ganzen Umzug nicht mitbekam. Doch wenn er aufwacht wird er große Augen machen was er für ein schönes großes Zimmer bekommen hat. Nachdem wurde noch das Essen in die Küche gebracht und verstaut.
Draußen wurde es schon dunkel und Malachai zündete überall vereinzelt schon einmal Kerzen an. Kurz danach kam Malachai wieder zu Verdania, umarmte sie liebevoll und schenkt ihr einen Kuss auf die Wange. Wenn man beide gesehen hätte, dann hätte man gesehen, dass nun das Glück perfekt war. Es wurde eine Flasche Eiswein herausgeholt, welche vor einigen Tagen frisch auf La Cabeza erworben wurde. Er griff noch nach zwei Gläsern und ging mit ihr hoch auf die schöne Terrasse. Er stellt kurz die Flasche und die Gläser ab und lief noch rasch in ein Zimmer um eine warme Decke zu holen. Er legte diese über Verdania und nahm ebenso auf einen Hocker platz. Der Wein wurde entkorkt und die Gläser vollgegossen. Reichte ihr eins davon und hebt das Glas zum an stoßen an. Mit einem strahlenden Blick hob sie das Glas zu ihm und stieß auf das neue gemeinsame Haus an.
Gerührt von den recht spontanen Umzug lagen sie sich in den Armen und hauchten sich liebevolle Wörter zu. Die Nacht wurde immer kälter und so gingen sie hinunter ins Bett. Für beide war es wohl ein sehr aufregender Tag und legten sie sich Arm in Arm ins Bett und schliefen langsam ein.
Verfasst: Montag 9. April 2012, 02:16
von Malachai Schwarzmourne
So langsam gewöhnte sich Malachai an das neue Heim. Er war nun weniger verwundert, wenn er aus dem Keller in die riesige Küche eintrat und auch Bastian schien sein neues, nun noch größeres Zimmer gut zu gefallen.
Er lächelte den ganzen Tag, dem Wurm zuschauend, wie er durch die Räume flitzte und seiner Fantasy freien Lauf lief...sei es eine Piratenbande auf dem Schiff oder ein feuerspeiender Drache, der sich über den Kuchen hermachen wollte.
Doch mehr schlug sein Herz wildt, wenn er Verdania dabei beobachtete, wie Sie mit ihm spielte.
Ja, Sie liebte ihren Sohn abgöttisch und er konnte gut verstehen, woran das lag.
So oft dachte er an seine Kinder, ertappte sich, wie es ihm vor das Auge fiel, wie er mit seinem Sohne spielte...und lachte..
Wehmütig...ja...aber trotzdem schön, wieder ein belebtes Haus zu haben und mag er doch dem Verlust ein Leben lang nachtrauern, Bastian war ein tolles Kind...und Verdania eine wundervolle Frau.
Umso mehr konnte er ihr leidverzogenes Gesicht nachvollziehen, als Sie eines Morgens wie von einem Sturm gejagd hinabkam und ihm förmlich anschrie, Bastian war Krank.
Schnell folgte er ihr hoch in sein Zimmer und untersuchte ihn. Gewiss, war er kein Heiler...aber mit Kinderkrankheiten kannte er sich ein wenig aus. War Marick doch einige male Krank und wälzte er daraufhin viele Bücher.
So war er halt...eine Gefahr erkennend und dann alles darüber herausfinden wollend. Seien es feindliche Reiche, schlimme Assassine...oder eine einfache Grippe.
So bemerkte er das Fieber, der Husten war nicht zu überhören und er sorgte sich...ja...als er in Verdanias Gesicht schaute, wusste er, was Sie durchmachen musste.
Sie hatte einiges an Medizin, was Sie ihm gegeben hat und ruhte lange neben ihm im Bett...die ganze Nacht durch.
Malachai kam öfters hoch, blickte nach Beiden, brachte ihr Essen und Tee.
Sie blieb die ganze Nacht wach und den nächsten Tag, als Malachai Sie förmlich dazu Zwang, schlafen zu gehen....als Malachai ihre Position einnahm.
Er wachte über den kleinen Wurm...er war ihr Sohn...aber nein...wie er so schön sagte, er war sein bester Freund.
Vorsichtig strich er mit dem kalten Lappen über seine Stirn, dafür sorgend, dass die Decke ihn warm hielt.
Wenn er erwachte, gab er ihm heissen Tee und alle 4 Stunden die Medizin.
Er hasste es, geliebte Menschen leiden zu sehen...mehr aber...wenn es Kinder waren.
Würde es sich nicht bessern, würde er handeln. Es erreichte wohl kein Schrieb einen Heiler...zumindest trat keiner vor ihre Türe und er würde losreiten und einen holen...und die Götter wüssten, selbst mit Gewalt an Schattenhuf hinterherschleifend.
So überschlugen sich die Ereignisse, Verdania war bei der Gesellschaft, er wachte über Bastian, als es klopfte und Sua davor stand,....mit dem richtigen Zeitpunkt, dass Verdania auch gerade zurück war.
Mag Malachai die Frauen überrumpelt haben, doch es war gut, Verdania konnte nun auf Bastian aufpassen, Sua ihr Gesellschaft leisten, als er schon auf Schattenhuf stieg und direkt nach Adoran ritt.
Erst auf halbem Wege kam ihn in den Sinne, ob die Beiden sich überhaupt kannten, oder ob er Sie vor vollendete Tatsachen stellte...und doch...wenn nicht, würden Sie sich nun kennen.
Er hatte relativ Glück, er traf Kilian Heilsan vor seiner Heilerstube. Er hatte selber noch nicht seine Bekanntschaft gemacht, wusste er aber von der Schneiderin Maksim, dass er ein Heiler war.
Es wurden wenig Worte getauscht, als Kilian auch schon im Galopp hinterher reitete, das Haus betrat und mit Verdania nach oben entschwand.
Malachais Müdigkeit fiel auch Sua auf, es war aber auch nicht schwer zu deuten...und dennoch...Malachai war es egal...soviele wache Nächte verbrachte er mit Kleinigkeiten...er würde ein Leben auf Schlaf verzichten, damit es Bastian besser ginge...ebenso wie Verdania.
Sua und Malachai sprachen ein wenig, natürlich war es kein freundschaftlicher Besuch, der dort war und er versprach, ihr zu Helfen.
Als Verdania hinabkam, bemerkte er ihren Blick, sie liess Kilian hinaus, er verabschiedete sich von Sua.
Sovieles ging ihm dabei durch den Kopf. Es war immer so, dass die Menschen zu ihm kamen und Rat oder Informationen suchten. Meistens konnte er auch ihnen weiterhelfen...ab und an musste er selber Aktiv werden.
Doch die Zeiten waren lange vorbei und dennoch, spürte Verdania wohl förmlich seine Gedanken.
Er ging hinauf, er hätte sich dieses Bild von den beiden am liebsten in seine Augen eingebrant...wie Verdania, so wunderschön und anmutig, mit dem kleinen Fratz spielte...wie sie lachte und froh war.
Er kniete sich dazu und legte ein Päckchen hin.
Er wollte es Bastian eigentlich schenken, wenn er herausgefunden hatte, wann der Wurm Geburtstag hatte...aber er war so Tapfer und hatte es jetzt verdient, eine kleine Freude.
Malachai entsann sich, als er diesen verrückten Erfinder aufsuchte vor einem Wochenlauf. Ein alter, quirrliger Kerl, in dessen Werkstatt immer irgendetwas pfeifte und sich bewegte, während er eine Brille aufhatte, dessen Gläser dicker als Wände waren.
Er beschrieb nur grob, was er suchte. Ein Spielzeug für einen kleinen Jungen. Es sollte aussergewöhnlich sein, förmlich fantastisch...etwas, was es nicht gäbe und es solle verrückte Dinge machen.
Ja, das tat es...dieses Ding, das der verrückte Erfinder an einen, aus alten Tagen zwergischen Golem erinnerte, ein mechanisches, blecherndes etwas, was irgendwie Mächtig und Stark wirkte.
Es war perfekt.
Und die Freude erwärmt ihn...alleine, um Bastians Blick zu sehen, seine Freude, als er die Arme ausstreckte und Malachai ihn hochhob und fest im Arme drückte.
Soviel hätte geschehen können, ging ihm durch den Kopf, als er in Verdanias Augen blickte, die ihn so wunderschön anstrahlten. Bastian hätte ihn hassen können, sich gegen die Verbundenheit seiner Mutter und ihn mit aller Gewalt stemmen können. Ein Kind hat großen Einfluss auf die Eltern...und Malachai wüsste, er würde es nie zu einer Entscheidung zwischen Bastian und ihm bei Verdania kommen lassen. Ein Kind braucht seine Mutter...wie auch Sie ihr Kind brauchte.
Doch dies war nicht der Fall. Sie lachten und er erzählte ihm, was für ein toller Wasserspritzer er sei, als Sie Kuchen assen und wie er lachte, als Malachai ihn mit Drehungen hochhob und ins Bett fallen liess, ihn zudeckte und dann, die Worte sein Herzschlag aussetzen liess...als er beiden sagte, er habe Sie lieb.
Voller Glück nahm er Verdania aus Bastians Zimmer im Arm...er war so glücklich...und doch konnte er ihren Unmut...nein...ihre Gedanken erkennen, sehen, dass Sie etwas beschäftigte.
Es war nur Bruchstückhaft, was Malachai wahr nahm...doch er erkannte den Sinn dahinter, verstand Verdanias Angst....Angst, Malachai könnte seinem alten, abenteuerlichen Leben nachtrauern und es würde ihm zu langweilig werden. Angst, Sie und Bastian wären eine Last für Ihn.
Es war wie ein Dolchstoss...doch es war nicht beleidigend oder gar verletzend von Verdania gedacht wollend, mehr eine Angst in ihm, er hoffte, er könnte ihr so schändliche Gedanken austreiben, ihr beweisen, dass er nie so denken würde, nie so handeln würde.
So erklärte er es ihr...und das wichtigste, was er sagen konnte, war folgendes:
"Selbst wenn du noch nicht meine Frau bist....und Bastian nicht mein Sohn...so seit ihr meine Familie."
Eine Träne rann ihrer Wange hinab, sie glitzerte, es war eine jene, die mit einem freudestrahlenden Gesicht verbunden war. Warm und Süß zugleich.
Er liebte Sie, er war sich seiner Entscheidung bewusst und NIE würde er etwas tun, um ihnen Leid zuzufügen...noch sie jemals verlassen wollend.
Und ja, so konnte er verstehen, was Verdania diese Gedanken trieb. Sie kannte ihn...in allen Details...wusste, wer und was er war...und was er früher tat.
Und Sie schien Sua zu kennen...zumindest bemerkte Sie, dass ihr auftauchen nicht nur freundschaftlich war. Und er wollte ehrlich zu ihr sein, er würde nie diese Liebe, diese Beziehung und diese Familie auf Lügen erbauen und so sprach Malachai, was Sie wissen wollte...erklärte, dass Sua eine alte Freundin ist und Hilfe benötigt, er ihr helfen wird...ja...aber er wird nicht seine Klingen zücken und sich in Gefahr bringen, er wird sich nur umhören für Sie, einige, alte Kontakte befragen...
Und dann, als er Sie so fest in den Arm nahm, als wollte er ihr zeigen, sie nie wieder von sich gehen zu lassen, hauchte er ihr ins Ohr, dass er nur noch die Waffen zücken würde, um seine Familie zu beschützen.
Er spürte, dass Sie ihm glaubte, er sah, dass er ihr Erleichterung geben konnte. Keiner könne wissen, wie sehr Malachai diese Frau liebte....ebensowenig, wie weit er für Sie und ihren Sohn gehen würde.
Er hatte Sie endlich bei sich...nach einem Jahrzehnt waren Sie zusammen...er würde sich selbst töten für die Frevel, würde er Sie verlassen.
Verfasst: Mittwoch 11. April 2012, 19:26
von Gast
Das große Haus war nicht nur für beide gedacht. Bastian hatte auch ein sehr großes Zimmer, mit einen großen Bett bekommen. Verdania führte ihn hinein und seine Augen fingen an zu leuchten. Seine Augen strahlten wie zwei helle Sterne am Nachthimmel. Beide nahmen im Zimmer platz und wollten anfangen zu spielen als Bastian schwer zu husten anfing. Besorgt richtete Verdania ihren Blick auf ihren Sohn. Um seine Nase wurde er recht blass geworden. Immer wieder hustete er stark. Verdania nahm ihn auf den Arm und legte ihn ins Bett. Deckte ihn besorgt zu und rief nach Anne. Sie solle ihr Pergament und Feder hoch bringen. Zügig kam Anne mit den Schreibsachen hoch. Verdanias Blick haftete an Bastian, der immer wieder mit dem kleinen Kopf hin und her drehte. Sie legte ihre Hand auf seine Stirn und bemerkte, dass jenes schon recht warm erschien. So schrieb sie Aushänge für die Heiler im Lande. Sie benötigt dringend Hilfe für ihren Sohn. Anne war so freundlich und verteile sie überall wo man Heiler finden konnte. Verdania kniete sich vor dem Bett an Bastians Seite um ihn immer wieder einen gekühlten Stofftuch auf die Stirn zu legen. Keine einzige Minute wich sie von seiner Seite. Spät am Abend traf Malachai im Haus ein und wunderte sich das es still im Haus war. Er hat wohl den Geruch von Kräutertee vernommen und folgte dem bis zu Bastians Zimmer. Er schob langsam und leise die Tür auf und blickte hinein. Mit einem besorgten Blick kam auch er ans Bett und kniete sich zu Verdania. Sie war schon im Sitzen eingeschlafen und so legte er sanft seine warmen, starken Hände auf ihren Rücken. Behutsam wollte er sie wohl wecken doch erhebt sie ihren Kopf ruckartig vor Schreck. In ihrem Gesicht bildete sich nur ein recht schmales Lächeln, gefolgt von einem besorgten Blick zu Bastian. Nun blickte auch Malachai in das Bett wo Bastian drin lag und auch er schaute nun besorgt. Er nahm ihre Hand, erhob sich und führte sie kurz hinaus vor dem Zimmer. Dort erkundigte er sich was los wäre. Mit einen leicht zitternden Stimme erzählte sie ihm, dass Bastian schwer gehustet und blass wurde. Das Fieber würde weiterhin steigen. Er merkte wohl wie viel Angst sie um ihren Sohn hatte und konnte jenes sehr gut nachvollziehen. Er nahm sie in den Armen und bat sie sich etwas hinzulegen. Er würde nun die Nacht auf Bastian aufpassen. Widerwillig nickte sie, doch die Sorge um ihren Sohn ließ ihr in der Nacht keinen ruhigen Schlaf finden.
Immer wieder saß sie im Bett und hörte auf ob sie seine Stimme hörte. Nichts war zu hören. Wieder legte sie ihren Kopf auf das Kissen, schloss die Augen und träume vor sich her. Ihr kam es wie die Wirklichkeit vor. Sie saß mit ihren beiden lieben am Tisch. Bastian war putzmunter und hüpfte wie immer von Stuhl zu Stuhl. Malachai jagte ihn durch das Haus und als letztes schifften sie alle zusammen auf einen Boot in Richtung der Sonne entgegen.
Ihre Augen öffneten sich und sie ging die Kellertreppen hinauf, weiter die Treppen nach oben zu Bastians Zimmer. Die Tür schob sie leise auf und blickte in das Zimmer. Malachai saß auf dem Stuhl direkt neben Bastian sein Bett. Er hielt seine kleine Hand in seiner. Unter anderen Umständen wäre es ein schönes Bild gewesen. Sie ging leise zu Malachai und gab ihn einen Kuss und fragte ihn nach Bastians befinden. Das Fieber war noch gesenkt und Malachai beschloss wenn am Abend kein Heiler da war, holt er einen. Verdi nickte ihm zu und entschuldigte sich, sie müsste noch rasch zum Gesellschaftshaus. Er nickte ihr zu und sagte er würde solange auf den Wurm aufpassen. Sie eilte hinunter und warf sich einen Umhang über. Mit raschen Schritten ging sie hinüber um einiges zu erledigen. Nach einigen Stunden kam sie zurück und war etwas überrascht als Sua vor der Tür stand und Malachai beide wie Gäste hinein bat. Er erklärte nur, er wollte schnell einen Heiler heranschaffen, dann hätte er Zeit für Sua. Verdis Blick wurde immer fraglicher doch wollte sie sich jenes nicht anmerken lassen. Sie sorgte sich vielmehr um ihren Sohn. Beide Frauen unterhielten sich knapp und oberflächlich ehe Malachai schon wieder in der Tür mit einen Heiler stand. Verdania erhob sich rasch vom Stuhl und führte ihn hoch in Bastian sein Zimmer. Der Wurm saß mit schwerem Husten im Bett und blickt zu den Fremden. Sie erklärten ihm ruhig, dass man ihm nicht wehtun wird. Der Heiler untersuchte den Kleinen und gab ihn danach einem Bonbon. Der Bonbon enthielt wohl einen Impfstoff welches die Erkältung linder sollte. Mit großen Augen blickte er etwas unsicher zu seiner Mutter, sie nickte ihm sachte zu und so nahm er jenes und lutschte ihn. Es schien ihn sehr zu schmecken. Es hatte immerhin einen Erdbeergeschmack. Der schwere Husten war gelindert und Bastian schien es schon viel besser zu gehen. Verdania fiel ein Stein vom Herz als sie ihren Wurm wohl auf sah. So brachte sie den werten Heiler hinaus und dankte ihn sehr für seine Hilfe. Sie würde ewig in seiner Schuld stehen. Dann wanderte ihr Blick zu dem Tisch wo Malachai und Sua saßen. Weiterhin etwas skeptisch und nachdenklich ging sie ohne große Worte wieder hoch zum Wurm. Nahm ihn aus dem Bett und setzte sich mit ihm auf den schönen flauschigen Teppich. Bastian griff sofort nach seinen Schiff und fing schon wieder an zu spielen.
Sie spielten Piraten und wollten einen Schatz verstecken. Dabei hatte der Wurm den Schatz in der Hand, es waren köstlich, edle Schokotaler. Beide fanden jenes als einen sehr wertvollen Schatz und dieser musste gewiss an einen geheimen Ort gebracht werden als die Tür aufging und Malachai hinein kam. Verdi macht ihn etwas platz, so das er mitspielen konnte. Doch er hielt ein Päckchen in der Hand und kniete sich zu Bastian. Reichte ihm jenes für seien Tapferkeit. Vom Kleinen wurden die Augen sehr groß und er packte so schnell das Päckchen, so schnell konnte man gar nicht sehen. Er hüpfte wild herum und schrie vor Freude auf als er das Geschenk betrachtete. Über den beiden Erwachsenen kam ein lächeln. Bastian klammert sich dankend an Malas Bein und er ergriff den Wurm um ihn noch zu heben. Beide drückten sich und dann spielten sie mit neuem außergewöhnlichem Spielzeug. Verdi schlich sich erst mal aus dem Zimmer und bereitete unten einen schönen Kuchentisch vor. Von oben hörte sie es immer wieder lachen und piepsen. Endlich war es wieder lebendig im Haus. Als der Tisch gedeckt war rief sie beide hinunter und setzten sich an den gedeckten Tisch. Es gab Kuchen und das erfreute wohl jeden. Nachdem der Bauch gefüllt war, lehnte Bastian sich erschöpft zurück. Er schien nun doch recht müde zu sein. So hob ihn Malachai hin hoch und brachte ihn ins Bett. Verdi folgte ihnen und stand dann zusammen mit Mala an seinem Bett. Er dreckte ihn noch zu und streichelt über die Stirn. Bastian blickte zu beiden und sprach etwas aus was die Herzen von beiden höher schlugen ließ.
„Ich hab euch beide sehr lieb.“
Nach dem schlief er auch schon ein und beide verließen den Raum. Sie blickte zu Malachai und erkannte wie seine Augen aufstrahlten. Er konnte es kaum glauben und wiederholte die Worte noch einmal.
„Er hat mich auch lieb.“
Verdi schmunzelte ihn an und nickte zu seinen Worten. Sie legte ihre Arme um ihn und schenkte ihn einem Kuss. Dann folgte eine lange Unterredung warum Sua im Haus war. Verdi kam es etwas komisch vor. Doch als alle Missverständnisse aus dem Weg geschafft wurden. Gingen sie beruhig ins Bett. Schliefen Arm in Arm ein.
Diese Nacht schliefen beide durch und Verdi war wie üblich sehr früh wach. Zog ich ein neues, frische Kleid an und ging zum Gesellschaftshaus. Aniviel wirbelte auch schon wieder in der Küche. Der Kuchenduft hüllte den Raum und Verdis Magen fing auch schon an zu knurren. Sie bekam als der Kuchen fertig war ein warmes Stück gereicht. Der Morgen war damit schön gut angefangen. Der Tag verging ebenso ruhig und am Abend füllte sich wie gehabt das Gesellschaftshaus. Verdi machte sich noch etwas Sorgen um ihren Wurm und sie packte noch einiges an Süßes ein. Verabschiedete sich von allem am Tisch und ging Heim. Anne hatte Bastian schon bettfertig gemacht und spielte noch im Bett. Sie ging hinauf, erzählte ihm noch eine Gutennachtgeschichte und gab ihn einen Kuss auf die Stirn. Sie deckte ihn noch zu und blieb so lange am Bett bis er einschlief. Auch Malachai hatte sich nun schon zu Hause eingefunden und wartete unten. Beide wollten noch einmal zu Lairja. Sie wusste noch nichts von der Verlobung der Beiden. Verdi war es wichtig, dass ihre älteste, beste Freundin jenes von ihr erfahren sollte, ehe sie es von anderen hört.
So gingen sie zum Hof, wurden wie immer nett von Lairja empfangen. Sie bat beide in die Küche, holte einige Flaschen Wein hervor und Verdi berichtete ihr von den letzten Tagen. Erst das Bastian erkrank war, dann das sie sich zu dritt ein Haus gekauft hatten und dann etwas nervös und aufgeregt erzählte sie ihr das Malachai und sie nun verlobt wären. Etwas unglaubwürdig und unfassbar schaute sie beide an. Nach einer Weile schweigen gratulierte sie beiden. Sie frage noch einige Sachen und auch sie frage ob die Hochzeit ebenso schnell käme. Verdi schmunzelte, denn irgendwie glaubten das so viele. Beide schüttelten den Kopf und sagten ruhig, dass man sich damit wohl doch Zeit ließe. Irgendwann in der Dunkelheit verließen beide dann den Hof und gingen glücklich Heim. Dort verschwanden sie recht schnell im Keller und legten sich erschöpft auf das Bett. Verdi kuschelte sich an Malas Schulter und schlief schnell ein. Sie hörte nur noch schwach, dass er zu ihr etwas sagte und sie murmelte nur noch etwas wirr zurück.
Verfasst: Freitag 13. April 2012, 15:35
von Malachai Schwarzmourne
Langsam legte er seine Hand auf das Gartentor, den Kopf hebend und ein letzter Blick über das Anwesen streifen.
Jene kurze Schritte kamen ihn wie Meilen vor, jene kurze Sekunden wie Tage. Tief einatmend, die, im Schnee knirschenden Schritte seiner alten Rivalin im Hintergrund hörend.
Früher hätte es ihm einen Schauer und eine erwartende Klinge im Rücken eingejagd, doch jetzt betrat er jene Last, die er so lange ignorierte und das ausgerechnet mit ihr.
Leah hielt ihren respektvollen Abstand, ein Indiz und Zeichen, dass man sich nicht feindlich gesinnt ist, und dennoch diese Kluft zwischen beiden ewig hängen bleibt.
Die Tür knarzte, wie ein Schrei aus Tausend toten Seelen, die erwacht worden, im Haus wirkte es wie in der letzten Gruft...dunkel...staubig...verwahrlost und bewohnt durch die Maden und Insekten, die sich hier neu einrichteten.
Man streifte durch die Räume, Worte kamen aus seinem Mund, erklärten, was man sah...doch es war unbewusst, als würde jemand anderes sprechen, während sich wie Blitze kurze Bilder in seinen Kopf brannten, als würde für den Bruchteil der Sekunde sich der Raum füllen, die Leere verschwinden lassend.
Er sah Inara, an der Küche, sich zu ihm umdrehend mit einem Lächeln...
Er sah Marick auf dem Teppich spielend, mit der kleinen Schattenhufpuppe, die er hatte...
Er sah Alisea, im Bettchen liegend und fröhlich quickend.
Ja, mit jedem Schritt, war es, als würden schemenhafte, weiße Gestalten verschwimmend um ihn wandern, jeder Fleck liess seine Gedanken förmlich explodierend, den Drang, auf die Knien zu fallen und all die Wut und den Hass aus dem Leibe zu schreien.
Doch der gebrochene Mann ging weiter seine letzten Schritte, die Stufen auf, stetig begleitet von den Schatten der Vergangenheit, waren die knarchzenden Stufen wie Hämmerschläge in seinen Geist.
Er betrat das Kinderzimmer, es war wie eine Welle an Erinnerungen, die sich auf ihn pressten und die Luft zuschnürrte, solange, bis Sie wieder draussen standen und er durchatmen konnte, die Schlüssel in seiner Hand begutachtete.
Leah wollte wissen, wieviel Gold er wolle...
Doch Gold...was solle er damit? Es hatte keinerlei Wert für ihn. Nein, ob die starre Ritterin es erkannte oder nicht, wenn Sie das Haus nehme, würde Sie ihm mehr geben, als er je verlangen konnte.
Es war sicher kein Schritt für eine große Freundschaft, ihre Verborrtheit und ihr Fanatismus hasste er immer noch. Ihre Sätze, die Zeit war für seine Familie bestimmt, sie sind nun im Einklang mit dem Lied, liessen sein inneres brodeln, seine Wut steigern.
Doch dachte er in dem Moment nur einen Gedanken, sah vor seinem geistigen Auge in die Ferne gen Westen...hinter dem Wald, wo ein Bollwerk stand, was nun sein neues Zuhause war und während diese grauen, schleierhaften Wesen um ihn tanzten, erkannte er ein helles, wunderschönes Licht, was eine Person umgab, die der Grund war, diesen Schritt zu gehen, für welche Er alle Lasten ablegen würde...für das neue Leben...für jenes mit Verdania.
Er warf Leah die Schlüssel zu...mag die Kluft existieren bleiben, vermochte das Haus eines zu gewähren...gar ein Wunder zu verbringen...
Leah und Malachai würden in Frieden nun Leben...ab diesem Zeitpunkt.
Sicher, man wusste nicht, was kommen mag...man würde immer anderer Meinung sein.
Und dennoch, in dieser Sekunde war das Vergangene vergessen, als würde ein Strich gezogen und alles dahinter liegend verblassen.
Sie brauchte ein Heim...in ihr sah es nicht besser aus, als es in Malachai aussah.
Doch während Sie ihr Seelenheil im Glauben suchte, fand er es in Verdania und Bastian.
Er würde nie seine Familie vergessen können. Er würde Sie immer vermissen und heimlich, innerlich um Sie trauern.
Doch würde er nun das Glück auch geniessen, dass er gefunden hat. Würde Verdania lieben und ehren, wie so eine Frau es verdient hatte und ihr sein Leben und sein Herz versprechen.
Er ging vom Hofe, würdigte dem alten Heim keinen weiteren Blick und liess es hinter sich.
Er hatte Sehnsucht, es drang ihn förmlich, dass sogar Schattenhuf es spüren konnte, so dass sein treues Ross wild schnaubend wie der Wind durch den Wald glitt, als er dann abspringend bei dem neuen Heim ankam, als Verdania, als wüsste Sie um seine Ankunft, hinaus kam, er sich sehnend in ihre Arme warf, sanft ihre Lippen küsste.
Er erzählte ihr vom Geschehen, er wusste, Sie war vielleicht enttäuscht, wäre gerne für ihn da gewesen. Doch man konnte so etwas nicht planen, dass er dort war...Leah vorbei kam...es ging so schnell, selbst wenn er glaubte, er wäre Jahre fort gewesen...sicher...mit ihr wäre es leichter...die Gedanken wären minder gewesen, er hätte Halt gehabt, hätte sich auf Sie konzentrieren können...und dennoch...so musste es sein, er musste sich dem stellen.
Nun war die Last von seiner Schulter...nun könne er durchatmen und sein neues Leben in vollen Zügen geniessen...mit ihr, Verdania, seiner Verlobten und ihrem Sohn Bastian....