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Verfasst: Mittwoch 9. September 2009, 18:26
von Tyastaya Mertas
Schwer seufzend ließ sie sich auf einer Bank in ihrem Laden nieder.

Leise tippelten ihre Finger über das Holz als sie in Gedanken versunken dort saß und nachdachte...

Das Vertraute hinter sich lassen und etwas neues beginnen. Alles was man sich erarbeitet hat in Hoffnung auf ein besseres Leben zurücklassen. Ein sehr gewagter Schritt.
Jedoch ist es bestimmt die richtige Entscheidung so zu handeln. Irgendwie fühlte sie sich unwohl hinter diesen Mauern, viel mehr Angst vor dem habend was im inneren der Mauern liegt, als denn vor dem was außerhalb liegt.

Wahnsinn und Leere, gepaart mit einer bedrückenden Angst herrschen vor. leicht schüttelt sie sich auf ihrem Platz

Dies ist kein Ort an dem ich die Zukunft verbringen möchte. Hier erwartet mich keine sinnvolle Zukunft, viel zu verwirrt sind die Herrschen und sie wissen nicht was sie tun. Sie haben den Kontakt zu dir verloren Alatar, mit solchen Wesen kann ich nicht Leben!

Verfasst: Mittwoch 9. September 2009, 19:21
von Aylia Drugar
Mit dreckiger Kleidung und schmutzigem Gesicht begab sich Aylia auf den Weg nachhause.

Es war ein Anstrengender Tag gewesen... Tausende von Steinen haben Azucinnia, Karina und Aylia von Berchgard nach Rahal befördert. Ein lächeln legte sich auf ihr Gesicht, sie war aufgeregt denn bald hatten sie alle Rohstoffe zusammen, sodass der Bau beginnen konnte...

Zuhause angekommen blickte sie sich im Haus um. Überall standen Kisten und Säcke und irgendwo mittendrin sah sie Eloriahus rumwuseln, der gerade am packen war. Aylia gab ihm zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange und fing dann an ihm beim packen zu helfen..

III. Das Wanken der Gedanken

Verfasst: Donnerstag 10. September 2009, 00:27
von Karina DelMur
Karina fand es gerade zu schnuckelig, was ihr Gatte an jenem Tage des Holzfällens veranstaltet hatte. Doch es gab auch ihr erneuten Antrieb. Was konnte sie also noch für die Erfüllung des gemeinsamen Planes tun? Auch etwas Holz besorgen, zum Beispiel. Zwar war noch ein kleiner Vorrat da, aber ..
Das blieb vorerst alles. Viel mehr Erfolg mit der Holzbeschaffung hatte Karina auch nicht - es schien, als ob die Bäume gegen die Del'Murs waren.
Dafür gab es frische Möglichkeiten Steine zu besorgen, die sich sie gerne offen halten würde. Hierfür spielten alte und fast schon gefährliche Freundschaften eine Rolle. Wenigstens reichte zum Erreichen einer Hilfestellung ein Besuch und selbstgezüchtete Blümchen - Sternblumen. Natürlich spielte Karinas Gefühl eine bedeutende Rolle bei ihrer Reise in die Stadt der Handwerker dazu.
Ivan war außer sich, als er hinterher von ihrem Leichtsinn erfuhr - doch zu ändern war es da schon nicht mehr.
Wenn er auch immer unterwegs war... Dann kann ich das auch einmal sein. Zum Dienste Alatars.

So hatte Karina es in Rahal gelernt. Der Glauben durchdrang sie bereits vollends und brachte sogar den Mut zum Vorschein, selbst große Entscheidung zu fällen, die auch für mehrere Positives oder Negatives bedeuten konnte. Allerdings hatte sie das in Rahal entwickelt... und nicht in jener ominösen, neuen Siedlung.
Ja, auch Karina war sich mal wieder nicht ganz sicher. Einfach zu folgen ist dumm, Zweifel zu haben nicht angemessen.
Was macht man in einer Zwickmühle?
Wenigstens teilte die Landwirtin jene Zwickmühle mit ihrem Knappen. Und hatte vor, das auch weiter zu tun. Was aber, wenn ihre Entscheidung sich als schlecht für ihr gemeinsames Kind entpuppte?
Sie war Mutter, die anderen Frauen dieser ihrer Auflehnung nicht.
Diese Rolle musste sie spielen, die der Revoltierenden nicht.
...
Tharon würde jetzt sagen: Auf dem Weg des Glaubens gibt es keine Bequemlichkeit. Für ihn musste man auch etwas aufgeben...

Hier und so kam sie nicht weiter. Sie musste diesen Gedankenfaden fallen lassen und ihr Problem nochmals von Grund auf angehen - bei den eigenen Wurzeln. Hoffentlich würde sich das Problem auf diese Weise lösen. Es könnte sein, dass zu viele Sorgen ihren Kopf erfüllten - sie brauchte auch einmal selbst Trost und vorallem Ruhe vorm Denken. Mit einem Brief sollte beides beschaffen werden:

Meine lieben Eltern,
die Hoffnung, dass es euch allen besser geht als mir, drängt mich zu diesem Brief.
Mein Leben spielt mir momentan nicht sonderlich gut mit. Ihr habt vielleicht durch manche Kunde erfahren, dass es in der Stadt des Herrn, Rahal, meiner Stadt, einen Umsturz gab. Ivans und mein eigener Glaube werden auf die Probe gestellt, weil die Letharen - eigentliche Kinder Alatars - unsere eingefleischten Regeln brechen! Doch so genau will ich euch in unseren gedanklichen Glaubenszwist nicht hineinziehen. Mir geht es um eine andere Frage.
Liebe Mutti, was würdest du tun, müsstest du zwischen Glaube und Kind entscheiden? Stelle dir vor, Vati müsse und täte einem Glauben ganz fest folgen - und muss deshalb seinen Wohnsitz verlassen. Du folgst ihm, und nicht nur wegen des Ehebandes, samt den Kindern in jene Auswanderung. Dein Folgen könnte aber auch Schlechtes für die Kleinen bedeuten. Könnte, aber dennoch: Vielleicht musst du, damit sie es gut haben, in deinem Glauben etwas zurückstecken. Nun ist die Frage, die mich letzte Nacht nicht schlafen ließ, die der Entscheidung zwischen Sohn und Glaube.
Ich bin mir klar, dass ich aus einer Familie stammt, die ihre Bande eng zusammenhält. Die irgendeinen Glauben eine Gemeinschaft nicht zerstören lässt. Ich weiß wohl um meine Wurzeln, dessen sei sicher. Und doch komme ich gerade jetzt nicht mehr weiter... Der Glaube ist ja mein neues Leben. Aber dafür die Familie aufzugeben kommt mir falscher als falsch vor.
Ivan sagte ich nichts von jenen Gedanken. Das Söhnchen scheint allerdings von den Problemen etwas zu ahnen - er will des Abends lange nicht einschlafen! Mir wäre froher mit einem guten Rat meiner lieben Mutti.
Wohnt bei euch wenigstens das Glück zur Zeit? Geht es den Schwestern gut? Ist die kleine Mayenna schon recht groß?

Stets mit dem Sinn bei euch,

Karina

Ein vertrauenswürdiger Bote sorgte noch dieselbe Nacht dafür, dass der Brief in Richtung Karinas Heimat eingeschifft wurde.

Verfasst: Donnerstag 10. September 2009, 10:32
von Azucinnia von Seranyth
Stein auf Stein

Weitere Tage und Wochen strichen durch das Land. Tage, an denen nach wie vor fleißig an der Siedlung gewerkelt wurde und ein jeder nebst seinen alltäglichen Pflichten, die Verantwortung seinen Teil für das Gemeinschaftsprojekt aufzubringen, vollzog.
Der Bau der Siedlung nahm im laufe der Zeit seine Formen an. Abgesteckte Grundstücke, den ein oder anderen gefällten Baum, das Hämmern und Sägen der Handwerker, in der Tat, es war mittlerweile schon nicht mehr zu verbergen was dort, abseits im Süden von statten ging.
Ein jeder hatte die Möglichkeit seine Wünsche und Vorstellungen nieder zuschreiben, wer konnte zeichnen, damit der Bauleiter eine gewisse Vorstellung für sein Tun vor Augen hatte.
So war es selbstredend das auch das Haus von Seranyth, ihre Vorstellungen zu Papier brachte, um das zukünftige Anwesen mit einem wohlwollenden Gefühl zu beheimaten.
Ausreichend Raum und Fläche war auch für dieses, neue Haus, von Wichtigkeit. Die Liste, welche Azucinnia dem Bauleiter hinterließ, war ausführlich und strukturiert.
Das einzige, was bis dato zu berücksichtigen war, war der Standpunkt. Wo sollte das Fundament seinen Platz finden? Auf die Frage, ob es der Baronin gleichgültig war, erntete der Bauleiter einen dementsprechenden Blick. Natürlich war es ihr nicht gleich wo das spätere Anwesen von Seranyth seinen Platz finden sollte.
So war es Tugor, der nebst seinen Kontrollritten die Augen offen hielt, um einen passenden, den Bewohnern entsprechenden würdigen Platz, auszukundschaften.
Jedoch gab es auch hierfür Richtlinien, die weder Tugor noch der Bauleiter vergessen sollten:
- es wäre Wünschenswert, wenn in der Nähe Wasser vorhanden war
- ein weiterer Punkt, der mit Wohlwollen besehen würde, wäre ein Platz, an dem zusätzlich ein Stück Fläche für einen Garten vorhanden wäre
- Helligkeit. Ja es sollte einen optimalen Platz haben, damit nicht jeder Winkel in Dunkelheit
eingetaucht würde

Es war natürlich nichts neues, das im Laufe der Zeit, der Planungen und Anfänge des Baus, immer mal wieder Änderungen zum positiven als auch zum negativen seinen Teil dazu beitrugen.
Zeichnungen, angefertigte Bilder waren es, die zwischenzeitlich die Bewohner der zukünftigen Siedlung heimsuchten, um sie stets auf den neusten Stand der Bauarbeiten einzubinden.
So war es das erste Bild, welches vor Azucinnia auf dem Tisch lag, dessen Oberfläche das zukünftige Mauerwerk abbildete. Die Farbkombination versprach eine optische Herausforderung zu werden und stets wuchs die Aufregung und Freude, dass bald der Tag einher ging, an dem jeder einzelne vor seinem Haus stehen würde, um das Neue, unter den Augen des Einen zu vollführen.

Verfasst: Freitag 11. September 2009, 08:59
von Melegaunt Tedronai
Verlassen ...
... nach all den Monaten in der Einsamkeit um seine Studien fortzuführen und den Spuren seiner Vergangenheit zu folgen, kehrt er wieder und was findet er auf ... ein verlassenes Haus.

Regungslos verharrt er vor dem prächtigen Gebäude, ehe er sich umwendet und wieder seiner Wege geht.

Ein leises "was mag nur vorgefallen sein" kommt über seine Lippen.


Verfasst: Samstag 12. September 2009, 18:47
von Muireall van Lilienhayn
Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen - denn Zukunft kann man bauen. Antoine de Saint-Exupéry

Langsam schritt Muireall van Lilienhayn über die Baustellen, hier und da blieb sie stehen und vermaß ein Fundament, Abstände der abgesteckten Häuser zueinander und berechnete die vorliegenden Handwerksmaterialien. Die Bauten schritten voran, die Handwerker verrichteten ihr Werk zumeist gewissenhaft und eifrig. All der Lärm, das Roden weiter Waldflächen, sowie die Anwesenheit zahlreicher Arbeiter konnten den Plan nicht länger verbergen. Muireall fragte sich, wie lange es wohl dauern würde bis eine erste Reaktion von der so genannten Verwaltung der Heiligen Stadt zu erwarten wäre. Ein leises, widerwilliges Schnauben entfuhr ihren Lippen als sie daran dachte, dann hob sie gleichgültig die Schultern und begab sich zu der Baustelle der zukünftigen Wehranlagen.

Erst spät in dieser Nacht kehrte die junge Ritterin nach Rahal zurück. Ihr Blick schweifte über die mächtigen, schwarzen Mauern, über die Zinnen, welche sich in den grauen Himmel verbissen hatten. Wie immer erfüllte sie das Gefühl der Erhabenheit und Würde jener Stadt. Doch diese Größe, Schönheit und Macht war nur noch eine Maske, eine Maske hinter der sich das gierige Gewürm um jeden Brotkrumen, jeden Blutstropfen stritt. Ein leises Knurren stieg in ihrer Kehle auf, als sie durch das Maul des Panthers ritt. Sie nickte den salutierenden Wachposten knapp zu, ehe sie ihr Pferd durch die Gassen in die Oberstadt lenkte.
Noch lange saß Muireall bei Kerzenschein in ihrem Haus und überarbeitete die Pläne ihres zukünftigen Hauses. Zwar war sie kein Architekt, doch verstand sie aufgrund ihrer gründlichen Ausbildung genug von Statik und Mathematik, um grobe Entwürfe zu machen und ihre persönlichen Wünsche mit einzubringen. Zuletzt machte sie noch einige taktische Anmerkungen zu den Wehrbauten, um diese am nächsten Tag mit ihrem Waffenbruder Tugor Crain und ihrer Waffenschwester Sharay Lessard zu besprechen. Schließlich lehnte sie sich in ihrem Stuhl zurück und seufzte leise. Sie würde ihrem Vater schreiben müssen. Er würde ihre Entscheidung gewiss nicht gut heißen, schließlich war er der Ansicht, dass Rahal der Inbegriff des wahren Glaubens war. „War… das ist richtig.“, murmelte sie leise und verschob das Schreiben auf den kommenden Abend.

Verfasst: Dienstag 15. September 2009, 20:58
von Mor Varnos
Irgendwann lenkten Mors Schritte sie wieder zurück in die Stadt, die sie so lange als ihre Heimat angesehen hatte, doch bei dem Anblick der Mauern ihr schon ein eigenartiges Brennen im Herzen hinterließ. Mit unbewegter Miene durchritt sie das Tor, den wohlbekannten Wachen zunickend und weiter den Weg durch das dunkle Gewirr der Gassen nehmend. Erst, als sie heimkam, fühlte sie, wie eine gewisse Last zumindest teils von ihr abfiel. Als die schwere Holztür ins Schloss fiel, kam sogar so etwas wie Vorfreude auf.
Sein Anblick war es vor allem, der ihr ein wenig leichter ums Herz werden ließ. Eine Antwort hatte sie nun erhalten, just in dem Moment, als sie ihn sah - sie würde dorthin gehen, wohin er ging, selbst wenn sie es als scheinbar voneinander distanzierte Personen tun würden.

Wenig später ruhten sie zwar beide, waren jedoch noch zu aufgewühlt. Mor fühlte, wie eine seiner Hände über ihren Rücken wanderte, die Narben dort nachfuhr mit dem Zeigefinger und hörte den gleichmäßigen, sich beruhigenden Schlag seines Herzens, während ihr Blick aus durch träge halboffenen Augen zum prasselnden Kaminfeuer gerichtet war.
Er sprach von der Siedlung, die aufgebaut wurde, von den Fortschritten und was dafür geleistet werden muss. Nur ein leises Seufzen entfleuchte ihren Lippen, denn das Stichwort "Steine" erinnerte sie etwas unschön an die Plackerei einst in der Mine Rahals, als es darum ging, für die Festung der Greifen das Material heranzuschaffen. Nun, zumindest verfügte sie über gewisse Ersparnisse, die für eine Rüstung zwar gedacht waren, doch was nutzte schon die beste Rüstung, wenn es nichts mehr zu verteidigen gab?
Allmählich schlossen sich Mors Augen, während sie noch seiner ruhigen Stimme lauschte, sein Herzschlag diese weiterhin untermalte und sie nun, seit langer Zeit, in einen ruhigen Schlaf überglitt.

Verfasst: Freitag 18. September 2009, 21:25
von Tugor Crain
Die Zeit drängte allmählich...
Das Sonnenlicht schwand Woche für Woche immer früher, und der Herbst mit all seinen Regengüssen erschwerte die Arbeit der Handwerker.
Der Ritter wurde langsam ungeduldig, er wußte genau daß die zeitgerechte Fertigstellung der Siedlung an einem seidenen Faden hing.
Sie waren angreifbar solange die Mauern mit ihren Türmen nicht vollständig standen, das musste sich schnellstens ändern.
Tugor betrat das Zelt des Bauleiters und schickte dessen Handlanger mit einem Wink nach drausen. Der Bauleiter wurde sichtlich blaß um die Nase als sich der Ritter ihm näherte, wusste er wohl was auf ihn zukommen würde.
"Ihr liegt hinter dem Zeitplan, das ist nicht akzeptabel. Ihr werdet die Anstrengungen verdoppeln müssen um die verlorene Zeit wieder aufzuholen, sorgt dafür!"
Der Bauleiter wagte es nicht dem Ritter zu widersprechen, verbeugte sich und breitete sofort einen Bauplan vor sich aus um jenen genauestens zu studieren.
Tugor verließ das Zelt wieder, zog die würzige Luft tief in seine Lungen und lies den Blick kritisch über das Baugelände schweifen.
Viele der Gebäude standen in ihren Grundfesten bereits, andere wurden eben hochgezogen. Stein für Stein wurde von hölzernen Lastkränen in die Höhe gehievt um dort vermauert zu werden.
Einigermaßen zufrieden sah er weiter zum Anwesen der Familie, welches bis auf das oberste Stockwerk kurz vor der Fertigstellung stand.
Dann legte der Ritter nachdenklich die Stirn in Falten als er die noch nicht fertiggestellte Außenmauer begutachtete,
die Zeit drängte allmählich...

Verfasst: Sonntag 20. September 2009, 20:48
von Yasccara Askar
"Pahhh" entfuhr es Yasccara als sie auf dem Bett liegend an den Vormittag dachte. "Ich bin doch gar nicht mehr so klein und schon ganz stark!" hatte sie beteuert doch es hatte nichts genutzt, sie durfte nicht mithelfen auf der Baustelle und alle hatten sie die ganze zeit nur weg gescheucht. Dabei wollte sie doch nur immer ganz genau sehen wie die Bauarbeiten von statten gingen.

"Dummes Haus!" protestiert sie vor sich her und denkt daran das dank dem ganzen drumherum um den Bau nun wieder die meisten kaum Zeit für sie finden. Doch hier bleiben möchte sie auch nicht, so langweilig wie es doch zuvor war, also musste der Bau schnellstmöglich abgeschlossen werden. Doch wie kann man die ganze sache beschleunigen? Da kommt ihr plötzlich die Idee, sie springt vom Bett runter, zieht die Schuhe an und rennt hastig in die Stadt. Schon nach kurzer Zeit kehrt sie mit einer vollen Tasche und einem zufriedenen Lächeln zurück. Ja, die Idee war einfach Genial.

Zur Mittagszeit wurde auf der Baustelle kaum gearbeitet, viele gingen in die Taverne um zu Essen, das hatte auch Yasccara mitbekommen, weswegen sie nun die Brötchen mit dem Finger aushöhlte. In die Löcher steckte sie dann stückchen des gebratenen Fleisch das sie aus der Taverne hatte, dazu kamen noch ein wenig zerbröselter Käse und dazu noch von den vom letzten Abendessen übrig gebliebenen gekochten Karotten. Das ganze verschloss sie mit dem Kartoffelstock und packte sie einzeln in Blätter ihres Zeichenpapieres ein.
Am nächsten Tag kurz vor Mittag dann fand sie jemand der mit ihr zur Baustelle kam. Die begeisterung über die doch gewöhnungsbedürftige Mahlzeit war nicht gerade riesig doch es wurden alle aufgegessen.
Auf dem Heimweg dann war die kleine ganz still und mit einem zufriedenen Lächeln dachte sie darüber nach was sie für den nächsten Tag zum essen zusammenbasteln könnte.

Verfasst: Donnerstag 24. September 2009, 08:45
von Tharon Anastra
[url]http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?p=326576#326576[/url]

Damit das nach außen nicht falsch wirkt:
Dies soll nicht als Vorwurf gewertet werden aber ich werde, wie dort geschrieben, für diese wenigen Tage lieber einmal mehr, als einmal zu wenig eingreifen.

Liebe Grüße,
Metatron

Nachtrag: Du hast natürlich auch eine PN erhalten Tharon. Sie enthält unter anderem auch den ursprünglichen Text dieses Posts.

Verfasst: Dienstag 6. Oktober 2009, 13:34
von Reika Lypsan
Schon längere Zeit war sie nicht an dem Bau vorbei gekommen, umso mehr war sie überrascht wie schnell die Siedlung wuchs. Schon waren erste Umrisse einer schützenden Mauer zu erkennen und einige Dächer wurden schon mit dunkelroten Schindeln gedeckt.

Zufrieden lächelnd ging sie die Mauerumrisse einmal ab und ein Blick ins Siedlungsinnere ließ erahnen wo ihre zukünftige Bleibe stehen sollte.

Der Baumeister hatte ihr Wunschschreiben wohl erhalten so schien es.

Die Stirn zog sich kraus... sie musste wohl langsam ans zusammenpecken denken.

Verfasst: Freitag 9. Oktober 2009, 14:28
von Sharay Lessard
Sie verfluchte das Wetter! Seit einigen Tagen mussten fast alle Arbeiten eingestellt werden, weil die ersten Herbststürme, gepaart mit Regen, über das Land zogen. Dächer wurden teilweise wieder abgedeckt, Material weggeweht und ungeschütztes Mauerwerk nass. Dagegen konnte selbst die energische Ritterin wenig ausrichten, wenn man die Arbeiter nicht gerade mit Peitschen zu ihrem Werk zwingen wollte.
Und selbst dann wäre das Ergebnis am Ende nicht zufrieden stellend geworden. Es hieß also warten bis es aufklarte. Immerhin war jedoch der Großteil der Siedlung fast fertiggestellt, so das zwischendurch immer mal wieder Männer mit Reparaturen beauftragt werden konnten.
Fluchend schritt sie also durch den Matsch, der momentan noch die Wege bedeckte, zurück zu ihrem Pferd, um den Rückweg nach Rahal anzutreten.

Verfasst: Freitag 9. Oktober 2009, 18:15
von Mor Varnos
Es nieselte, als Mor die Baustelle erreichte, die vom Regen schwere Kapuze etwas hob und den Blick über die entstehende Siedlung schweifen ließ. Hier also würde ihre neue Heimat bald sein.
Bei aller Notwendigkeit - wirkliche Freude kehrte nicht in ihr ein, denn ein Blick auf die schmalen Gassen, die zwischen den halbfertigen Häusern zu finden waren, verriet ihr, wie dicht man hier zusammenleben würde. Es war eben ein Dorf, keine Stadt mehr wie Rahal, wo man auch mal im Gewirr der Häuser, Gassen, Plätze und Menschen untertauchen konnte. In einer solchen Siedlung würde es schwer werden, Geheimnisse zu wahren und es gab eines, welches sie bis dato sorgsam gewahrt hatte.
Unweigerlich schauderte die Knappin und wandte ihren Hengst herum.

Der Boden schmatzte ab und an unter den Hufen und dünne Tropfen rollten über ihr Gesicht, während sie weiter durch den Nieselregen ritt, der ihr hier und da ins Gesicht schlug, sobald sich der Wind drehte. Die Welt lag grau da und ebenso die weite Grasebene, die sie nun, ohne dass sie es wirklich geplant hatte, erreichte.
Einst lag hier das Lager der Greifen und es dauerte nicht mal lange, da hatte sie auch schon den ehemaligen Platz gefunden, wo eine Stelle, an der das Gras weiterhin eher niedrig wuchs, auf das Feuer der Greifen hinwies, was hier einst Nacht um Nacht brannte, um Schutz vor der Dunkelheit und Wärme zu bieten.
Sie zügelte Nachtwind und sah sich einen längeren Moment still um. Abgesehen davon, dass das Lager fehlte, hatte sich nur wenig geändert. Wenn hinter ihr Jonath aufgetaucht und eine flappsige Bemerkung gemacht hätte, hätte es sie vielleicht im allerersten Moment nicht mal gewundert.
Einen flüchtigen Augenblick wurde ihre Miene weicher, als bedauerte sie manches, doch riss sie sich im nächsten Moment schon wieder zusammen, wischte jeden Gedanken an das Vergangene zurück und sah an den Bäumen des nahen Grenzwäldchen entlang. Vage schimmerte der lästerliche Schrein der Fehlgläubigen durch und sie drückte leicht die Schenkeln in die Flanken ihres Hengstes. Gemächlich liess sie ihn am Waldrand traben, derweil sie einen kritischen Blick in diesen reinwarf.
So hervorragend Rahal selber geschützt war und so gut wohl auch die neue Siedlung geschützt sein wird - das Reich selber lag viel zu offen da und es würde entsetzlich viel Kraft, Material und Menschen kosten, um die Grenzen halbwegs zu sichern.
Nach einer Weile kehrte sie wieder um, nahm den Weg zurück zur Siedlung, derweil sich ihre Züge etwas glätteten. Die Siedlung lag andererseits gerade dafür ideal. Einige Krieger, Ritter und Knappen würden künftig dort leben. Vielleicht wäre das sogar eine passende Aufgabe für sie und all den anderen, die sich nicht einem Handwerk verschrieben hatten? Sie würden nicht die komplette Grenze sichern und halten können, doch auf einen Teil davon konnten sie ihren Blick richten und über diesen wachen.

Etwas zuversichtlicher lenkte sie ihr Ross wieder herum in Richtung Rahal. Grenzschutz würde unter Umständen auch bedeuten, oft, sehr oft gar nicht zu Hause sein zu können und damit würde sie auch ihr Geheimnisse einfach mit an die Grenze nehmen und es vielleicht etwas besser bewahren können.

Verfasst: Samstag 6. Februar 2010, 19:21
von Tugor Crain
Düstersee...
Es war vollbracht!
Nach schier unendlich langen, zahllosen Tagen stand die Siedlung endlich. Schweiß, Blut und noch mehr Entbehrungen hatte sie jedem der Auswanderer abverlangt, doch nicht umsonst.
Ein Prunkstück im Reiche Alatars würde sie sein, ein Bollwerk wider des Falschglaubens, sollte sie erst in ihrer vollen Blüte erstrahlen.
Handwerker sah man nun nicht mehr, statt dessen wurden eifrig Häuser bezogen und so mancher Garten angelegt. Alltägliches Leben regte sich nach und nach und schuf ein Bild des Einklanges, weit ab von der großen Stadt Rahal.
Manch einer wunderte sich schon des längeren ob der Untätigkeit des Alumenischen Reiches, sollte die Kunde der Errichtung Düstersees doch längst dort angekommen sein.
Die Zeit drängte nun allmählich, Pläne mussten geschmiedet und in die Tat umgesetzt werden, wolle man nicht vom Rest des Reiches zu abhängig sein, denn nicht immer waren die Beziehungen zu Rahal so entspannt gewesen.
Düstersees größte Herausforderrung würde sein die südöstliche Grenze des Reiches zu festigen, gar zu erweitern und daran stetig zu wachsen, bis das der ketzerische Unglaube bezwungen sei.