Verfasst: Donnerstag 11. September 2008, 23:02
Sie öffnete die schweren Torflügel der Kirche einen Spalt und hielt inne, als sie die ständige vertraute Präsenz einiger weniger Klosterbrüder drinnen verspürte. Registrierte... nun ja, wie immer man das nennen wollte: die Gewißheit, sie würde drinnen nicht allein sein. Gewichtiger aber war, daß der Altar im Innern des Gemäuers nicht der rechte Ort schien.
Vielleicht hätte sie früher dazu den Kopf geschüttelt, wie sie immernoch mit dem Baum umging: Als war er ein Vorgesetzter, dessen Büro man nicht ohne guten Grund betrat. Noch längere Zeit zurück war damit manches Mal das Gefühl verbunden gewesen, den Baum "zu belästigen", dieses Gefühl war einer seltsamen Vertrautheit gewichen - nein, gewiss belästigte sie nicht, aber es änderte nichts an dem Verhältnis im Gesamten.
Jedes Mal, wenn die schimmernden Blätter ihren Blick einfingen, glaubte sie, vor einen ruhenden Willen zu treten. Beruhigend und ihre Wachsamkeit schärfend zugleich. Bedächtig verneigte sie sich vor dem leuchtenden Symbol, das die Herrin den Menschen gewährt hatte und ließ sich auf ein Knie nieder, verharrte eine Weile, ließ das vorhin Geschehene Revue passieren.
Rafael war zurück. Und es war so schmerzlich vertraut, das alles zu sehen, als sie das Zimmer in der Allianzfeste betrat, wo er schlief. Hudgarr draußen Wache haltend, Alexandre drinnen, und Adrian saß neben dem Bett seines Freundes. Im ganzen Zimmer lagen Kissen verteilt, als hatte man den geschundenen Kronritter in Watte packen wollen. Zwischen ein paar Fellen an der Wand schlief Rahel.
Dennoch gab man sich verhältnismäßig wenig Mühe, Geräusche aus dem Zimmer fern zu halten. "Schlafen geschickt", die kurze nüchterne Analyse dazu.
Schmerzlich vertraut... Bilder stiegen empor, Widerwille in der Erinnerung, bei eigener Versehrtheit genauso von lauter fürsorgenden Leuten umzingelt zu sein, und hatte sie nicht schon Mitleid mit Rafael wegen dem, was er wohl durchgemacht hatte, so hatte sie deswegen Mitleid. Sie konnten es beide nicht ausstehen, betüddelt zu werden.
Gleichzeitig wusste sie, daß es bitter notwendig war und die Dankbarkeit darum nicht geringer. Sie erinnerte sich, wie sie damals aus Rahal zurückgekommen war. Sie erinnerte sich an die ersten Stunden, als sie Adrian aus den Händen der Letharen zurückgebekommen hatten... - ihre Kiefer pressten sich zusammen. Da war ihr Erlebnis glatt harmlos gegen gewesen.
"Er wird uns brauchen. Jeden, der ihm nahe steht und ihm Kraft geben kann."
Nicht aufdrängen, und doch da sein - eine Herausforderung, die zu erfahren nicht neu war. "Er schlägt um sich, glaubt noch immer, dort zu sein", schnappte sie aus einer der Erklärungen zu Rafaels Zustand auf und ließ sie innerlich stöhnen, verbunden mit der Erinnerung an Saveas und Shayas Zustand nach Fuachtero.
"Ich stopfe Rafael sicher nicht wie er ist in eine Badewanne."
Aber für ihn beten? Kra'thor... womöglich beeinflusst... ja sicher, die Gründe Alexandres, als er mit dieser Bitte an sie herantrat, war durchweg nachvollziehbar und weckte dennoch vagen Widerwillen, kam ihr nicht richtig vor.
"Ich bin kein Priester", erwiderte sie gedämpft, jede Ablehnung aus der Stimme verbannend, lediglich hinweisend. Nein, selbst wenn es richtig wäre, selbst wenn sie als Paladin der Herrin nahe stand, es war... nicht richtig. "Ich weiß nicht mal, was mit ihm los ist, ich werde sicher nicht einfach mal drauflos beten", wehte es irgendwie mißbilligend durch ihre Gedanken. "Ziemlich zweckorientiert, hm? Mag's die Gemüter beruhigen, schön... wenn er wirklich beeinflusst wäre, müssen wir mehr wissen. Mehr Überblick." Ihr Blick schweifte durch den Raum, sie spürte die verhaltene Angespanntheit, Sorge, alle unterschwellig aufgekratzt... "Mehr Ruhe."
Sehen wollte sie nach ihm, und während Alexandre unter Vorbehalt einen Teil dessen berichtete, wie es zur Befreiung gekommen war, musterte sie die Verbände. Fachgerecht. "Ich könnte seine Wunden darunter lindern." Zoe und die Heilerin der Allianz Angelina. "Weltlich gut versorgt, ja." In ihren Gedanken sammelten sich die Worte, die ihrem Freund den Weg zu Linderung bahnen würden, etwas Balsam für Körper wie Geist... sie ging neben dem Bett auf ein Knie, eine natürliche statt rituelle Geste, doch war sie auch Teil... etwas in ihr griff nach dem Quell von Ruhe in ihr und wollte etwas davon weiterreichen, ein sich bündelndes Gefühl - doch von außen legte sich Widerstand dem Vorhaben in den Weg.
"Es ist. unruhig. hier", stellte sie mißmutiger fest und ließ ab von dem, was sie vorhatte. Nein, sie wollte nicht gegenanreden, um Rafael zu helfen, und es war nicht schwerwiegend genug, um sich dagegen stemmen zu müssen und sich die nötige Oase der Ruhe zu verschaffen. Es reichte nicht, zu geben, manches Mal nun hatte sie auch wahrgenommen, wenn es mit dem Empfangen nicht stimmte.
Leicht hätte sie sich darüber ärgern können, übte sich jedoch in Gleichmut. Er war versorgt. Umsorgt. Zur Ruhe kommen lassen und neu betrachten, näher betrachten. Sie würde ausloten, welche Hilfe hier zu leisten war.
Nun kniete sie vor dem Baum, und spürte diesem Erlebten nach. Weiter war sie sich unsicher und stand dem eher ablehnend gegenüber, ohne genaueren Verdacht die Priesterschaft auf diese Angelegenheit anzusprechen. Wäre gerade jemand anzusprechen gewesen. Sie könnte eine Nachricht hinterlassen. "Nein, noch nicht." Es mochte viele Priester geben, die einem "Fehlalarm" gleichmütig gegenüberstanden und dennoch dankbar darum, den Beistand der Herrin offen zur Verfügung stehen zu lassen, doch es war das Gleiche wie damit, ob sie die Nähe dieses Baumes suchte...
Für Rafael beten... Sie spürte dem nach, was in ihr war, lauschte nach der Präsenz, die der Baum ausstrahlte. Als Worte die Lippen verließen, klang die leise Stimme nicht anders, wie jemand reden mochte, der einer schlafenden Person neben sich sein Herz ausschüttete, dennoch in der Gewißheit, daß es irgendwie gehört wurde:
"Manches Mal denke ich, ich habe viel durchgemacht..." Nachdenklich ruhte ihr Blick auf einem unbestimmten Punkt des mächtigen Wurzelwerkes. "Doch dann sehe ich neu, und weiß, ich muß dir danken für all den Schutz, den du mir Zeit meines Lebens gewährt hast."
Manchmal war da die besorgte Frage, ob all das Erleben und Lernen dennoch sie nur vorbereiten sollte auf ein Irgendwann. Es beruhigte sich schnell unter der Gewißheit, daß es dann eben so sein sollte.
"Ich möchte mir nicht einmal ausmalen, wie es mir an Rafaels Stelle erginge. Ich weiß nur, ich habe dir auch zu danken dafür, wie du mir bewiesen hast, wieviel Kraft in einem Menschen noch ruhen kann, der sich zerbrochen wähnt."
Andrey. Zyran. Adrian. Sie alle hatten zurück gefunden - hatten begriffen, daß sie nie ganz fort und gänzlich verloren von dem waren, was ihnen Kraft, Hoffnung und Licht gewährte.
"Man bat mich, für ihn zu beten...", sie verstummte, lauschte noch mal in sich, schüttelte schließlich leicht den Kopf. "Werde ich nicht - nicht so. Brauche ich nicht. Ich vertraue in meinen Freund, Herrin."
Sie spürte in den Quell der Ruhe, der der Baum war, Teil der Welt, eins mit der Harmonie. Irgendwo dort war auch Rafael, irgend ein Teil von ihm nicht entfremdet Teil der Harmonie. "Hörst du mich?"
"Er tut mir leid, furchtbar leid, aber ich weiß, er besitzt die Kraft, auch diese Prüfung zu meistern, diese Zeit der Dunkelheit zu überstehen und hinter sich zu lassen."
"Deine Wunden sind frisch. Ich weiß."
"Ich weiß nicht, wieviel Zeit es brauchen wird, aber das Einzige, worum ich dich bitte... ist deine Obhut, deine Wacht in jenen Momenten, wo ich hoffe, ihm helfen zu dürfen, helfen zu können; so wie es mir als einer Freundin gegeben sei. Ich weiß, daß es andere sein werden, die seine Kraftquellen sind." Sie senkte leicht den Kopf.
"Ich habe damals Aradan gebraucht und Andrey. Adrian brauchte Eileen. Du wirst Rehya brauchen und Rahel. Und wir sind genauso da, von den Allianzlern bis zu Adrian - es ist alles vorhanden, was es braucht. Lediglich Zeit... wird vergehen."
"Lass mich ihm dein Licht mit an die Hand geben, Herrin. Ich bitte dich um die Gunst, ihm aufzeigen zu dürfen, daß du da bist - daß du nie fern warst. Wo dein Licht ist, sollte er es in der dämonischen Dunkelheit aus den Augen verloren haben.
Und wenn es dein Recht bedeutet, jene zu strafen, die ihm dies antaten..." - ihre Stimme wurde einen Moment lang strenger, härter und doch ruhig, während sich ihre Haltung straffte und die Rechte sich auf den Schwertknauf legte, "... so sei es.
Es werden andere Stimmen sein, die Anklage gegen jene laut werden lassen. Ich werde schweigen. Ich werde warten. Und ich werde dir dankbar zur Verfügung stehen, soll dein Wille vollstreckt werden."
"Und sei es nie durch mich... ich werde warten."
Vielleicht hätte sie früher dazu den Kopf geschüttelt, wie sie immernoch mit dem Baum umging: Als war er ein Vorgesetzter, dessen Büro man nicht ohne guten Grund betrat. Noch längere Zeit zurück war damit manches Mal das Gefühl verbunden gewesen, den Baum "zu belästigen", dieses Gefühl war einer seltsamen Vertrautheit gewichen - nein, gewiss belästigte sie nicht, aber es änderte nichts an dem Verhältnis im Gesamten.
Jedes Mal, wenn die schimmernden Blätter ihren Blick einfingen, glaubte sie, vor einen ruhenden Willen zu treten. Beruhigend und ihre Wachsamkeit schärfend zugleich. Bedächtig verneigte sie sich vor dem leuchtenden Symbol, das die Herrin den Menschen gewährt hatte und ließ sich auf ein Knie nieder, verharrte eine Weile, ließ das vorhin Geschehene Revue passieren.
Rafael war zurück. Und es war so schmerzlich vertraut, das alles zu sehen, als sie das Zimmer in der Allianzfeste betrat, wo er schlief. Hudgarr draußen Wache haltend, Alexandre drinnen, und Adrian saß neben dem Bett seines Freundes. Im ganzen Zimmer lagen Kissen verteilt, als hatte man den geschundenen Kronritter in Watte packen wollen. Zwischen ein paar Fellen an der Wand schlief Rahel.
Dennoch gab man sich verhältnismäßig wenig Mühe, Geräusche aus dem Zimmer fern zu halten. "Schlafen geschickt", die kurze nüchterne Analyse dazu.
Schmerzlich vertraut... Bilder stiegen empor, Widerwille in der Erinnerung, bei eigener Versehrtheit genauso von lauter fürsorgenden Leuten umzingelt zu sein, und hatte sie nicht schon Mitleid mit Rafael wegen dem, was er wohl durchgemacht hatte, so hatte sie deswegen Mitleid. Sie konnten es beide nicht ausstehen, betüddelt zu werden.
Gleichzeitig wusste sie, daß es bitter notwendig war und die Dankbarkeit darum nicht geringer. Sie erinnerte sich, wie sie damals aus Rahal zurückgekommen war. Sie erinnerte sich an die ersten Stunden, als sie Adrian aus den Händen der Letharen zurückgebekommen hatten... - ihre Kiefer pressten sich zusammen. Da war ihr Erlebnis glatt harmlos gegen gewesen.
"Er wird uns brauchen. Jeden, der ihm nahe steht und ihm Kraft geben kann."
Nicht aufdrängen, und doch da sein - eine Herausforderung, die zu erfahren nicht neu war. "Er schlägt um sich, glaubt noch immer, dort zu sein", schnappte sie aus einer der Erklärungen zu Rafaels Zustand auf und ließ sie innerlich stöhnen, verbunden mit der Erinnerung an Saveas und Shayas Zustand nach Fuachtero.
"Ich stopfe Rafael sicher nicht wie er ist in eine Badewanne."
Aber für ihn beten? Kra'thor... womöglich beeinflusst... ja sicher, die Gründe Alexandres, als er mit dieser Bitte an sie herantrat, war durchweg nachvollziehbar und weckte dennoch vagen Widerwillen, kam ihr nicht richtig vor.
"Ich bin kein Priester", erwiderte sie gedämpft, jede Ablehnung aus der Stimme verbannend, lediglich hinweisend. Nein, selbst wenn es richtig wäre, selbst wenn sie als Paladin der Herrin nahe stand, es war... nicht richtig. "Ich weiß nicht mal, was mit ihm los ist, ich werde sicher nicht einfach mal drauflos beten", wehte es irgendwie mißbilligend durch ihre Gedanken. "Ziemlich zweckorientiert, hm? Mag's die Gemüter beruhigen, schön... wenn er wirklich beeinflusst wäre, müssen wir mehr wissen. Mehr Überblick." Ihr Blick schweifte durch den Raum, sie spürte die verhaltene Angespanntheit, Sorge, alle unterschwellig aufgekratzt... "Mehr Ruhe."
Sehen wollte sie nach ihm, und während Alexandre unter Vorbehalt einen Teil dessen berichtete, wie es zur Befreiung gekommen war, musterte sie die Verbände. Fachgerecht. "Ich könnte seine Wunden darunter lindern." Zoe und die Heilerin der Allianz Angelina. "Weltlich gut versorgt, ja." In ihren Gedanken sammelten sich die Worte, die ihrem Freund den Weg zu Linderung bahnen würden, etwas Balsam für Körper wie Geist... sie ging neben dem Bett auf ein Knie, eine natürliche statt rituelle Geste, doch war sie auch Teil... etwas in ihr griff nach dem Quell von Ruhe in ihr und wollte etwas davon weiterreichen, ein sich bündelndes Gefühl - doch von außen legte sich Widerstand dem Vorhaben in den Weg.
"Es ist. unruhig. hier", stellte sie mißmutiger fest und ließ ab von dem, was sie vorhatte. Nein, sie wollte nicht gegenanreden, um Rafael zu helfen, und es war nicht schwerwiegend genug, um sich dagegen stemmen zu müssen und sich die nötige Oase der Ruhe zu verschaffen. Es reichte nicht, zu geben, manches Mal nun hatte sie auch wahrgenommen, wenn es mit dem Empfangen nicht stimmte.
Leicht hätte sie sich darüber ärgern können, übte sich jedoch in Gleichmut. Er war versorgt. Umsorgt. Zur Ruhe kommen lassen und neu betrachten, näher betrachten. Sie würde ausloten, welche Hilfe hier zu leisten war.
Nun kniete sie vor dem Baum, und spürte diesem Erlebten nach. Weiter war sie sich unsicher und stand dem eher ablehnend gegenüber, ohne genaueren Verdacht die Priesterschaft auf diese Angelegenheit anzusprechen. Wäre gerade jemand anzusprechen gewesen. Sie könnte eine Nachricht hinterlassen. "Nein, noch nicht." Es mochte viele Priester geben, die einem "Fehlalarm" gleichmütig gegenüberstanden und dennoch dankbar darum, den Beistand der Herrin offen zur Verfügung stehen zu lassen, doch es war das Gleiche wie damit, ob sie die Nähe dieses Baumes suchte...
Für Rafael beten... Sie spürte dem nach, was in ihr war, lauschte nach der Präsenz, die der Baum ausstrahlte. Als Worte die Lippen verließen, klang die leise Stimme nicht anders, wie jemand reden mochte, der einer schlafenden Person neben sich sein Herz ausschüttete, dennoch in der Gewißheit, daß es irgendwie gehört wurde:
"Manches Mal denke ich, ich habe viel durchgemacht..." Nachdenklich ruhte ihr Blick auf einem unbestimmten Punkt des mächtigen Wurzelwerkes. "Doch dann sehe ich neu, und weiß, ich muß dir danken für all den Schutz, den du mir Zeit meines Lebens gewährt hast."
Manchmal war da die besorgte Frage, ob all das Erleben und Lernen dennoch sie nur vorbereiten sollte auf ein Irgendwann. Es beruhigte sich schnell unter der Gewißheit, daß es dann eben so sein sollte.
"Ich möchte mir nicht einmal ausmalen, wie es mir an Rafaels Stelle erginge. Ich weiß nur, ich habe dir auch zu danken dafür, wie du mir bewiesen hast, wieviel Kraft in einem Menschen noch ruhen kann, der sich zerbrochen wähnt."
Andrey. Zyran. Adrian. Sie alle hatten zurück gefunden - hatten begriffen, daß sie nie ganz fort und gänzlich verloren von dem waren, was ihnen Kraft, Hoffnung und Licht gewährte.
"Man bat mich, für ihn zu beten...", sie verstummte, lauschte noch mal in sich, schüttelte schließlich leicht den Kopf. "Werde ich nicht - nicht so. Brauche ich nicht. Ich vertraue in meinen Freund, Herrin."
Sie spürte in den Quell der Ruhe, der der Baum war, Teil der Welt, eins mit der Harmonie. Irgendwo dort war auch Rafael, irgend ein Teil von ihm nicht entfremdet Teil der Harmonie. "Hörst du mich?"
"Er tut mir leid, furchtbar leid, aber ich weiß, er besitzt die Kraft, auch diese Prüfung zu meistern, diese Zeit der Dunkelheit zu überstehen und hinter sich zu lassen."
"Deine Wunden sind frisch. Ich weiß."
"Ich weiß nicht, wieviel Zeit es brauchen wird, aber das Einzige, worum ich dich bitte... ist deine Obhut, deine Wacht in jenen Momenten, wo ich hoffe, ihm helfen zu dürfen, helfen zu können; so wie es mir als einer Freundin gegeben sei. Ich weiß, daß es andere sein werden, die seine Kraftquellen sind." Sie senkte leicht den Kopf.
"Ich habe damals Aradan gebraucht und Andrey. Adrian brauchte Eileen. Du wirst Rehya brauchen und Rahel. Und wir sind genauso da, von den Allianzlern bis zu Adrian - es ist alles vorhanden, was es braucht. Lediglich Zeit... wird vergehen."
"Lass mich ihm dein Licht mit an die Hand geben, Herrin. Ich bitte dich um die Gunst, ihm aufzeigen zu dürfen, daß du da bist - daß du nie fern warst. Wo dein Licht ist, sollte er es in der dämonischen Dunkelheit aus den Augen verloren haben.
Und wenn es dein Recht bedeutet, jene zu strafen, die ihm dies antaten..." - ihre Stimme wurde einen Moment lang strenger, härter und doch ruhig, während sich ihre Haltung straffte und die Rechte sich auf den Schwertknauf legte, "... so sei es.
Es werden andere Stimmen sein, die Anklage gegen jene laut werden lassen. Ich werde schweigen. Ich werde warten. Und ich werde dir dankbar zur Verfügung stehen, soll dein Wille vollstreckt werden."
"Und sei es nie durch mich... ich werde warten."