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Verfasst: Donnerstag 11. September 2008, 23:02
von Darna von Hohenfels
Sie öffnete die schweren Torflügel der Kirche einen Spalt und hielt inne, als sie die ständige vertraute Präsenz einiger weniger Klosterbrüder drinnen verspürte. Registrierte... nun ja, wie immer man das nennen wollte: die Gewißheit, sie würde drinnen nicht allein sein. Gewichtiger aber war, daß der Altar im Innern des Gemäuers nicht der rechte Ort schien.
Vielleicht hätte sie früher dazu den Kopf geschüttelt, wie sie immernoch mit dem Baum umging: Als war er ein Vorgesetzter, dessen Büro man nicht ohne guten Grund betrat. Noch längere Zeit zurück war damit manches Mal das Gefühl verbunden gewesen, den Baum "zu belästigen", dieses Gefühl war einer seltsamen Vertrautheit gewichen - nein, gewiss belästigte sie nicht, aber es änderte nichts an dem Verhältnis im Gesamten.

Jedes Mal, wenn die schimmernden Blätter ihren Blick einfingen, glaubte sie, vor einen ruhenden Willen zu treten. Beruhigend und ihre Wachsamkeit schärfend zugleich. Bedächtig verneigte sie sich vor dem leuchtenden Symbol, das die Herrin den Menschen gewährt hatte und ließ sich auf ein Knie nieder, verharrte eine Weile, ließ das vorhin Geschehene Revue passieren.

Rafael war zurück. Und es war so schmerzlich vertraut, das alles zu sehen, als sie das Zimmer in der Allianzfeste betrat, wo er schlief. Hudgarr draußen Wache haltend, Alexandre drinnen, und Adrian saß neben dem Bett seines Freundes. Im ganzen Zimmer lagen Kissen verteilt, als hatte man den geschundenen Kronritter in Watte packen wollen. Zwischen ein paar Fellen an der Wand schlief Rahel.
Dennoch gab man sich verhältnismäßig wenig Mühe, Geräusche aus dem Zimmer fern zu halten. "Schlafen geschickt", die kurze nüchterne Analyse dazu.
Schmerzlich vertraut... Bilder stiegen empor, Widerwille in der Erinnerung, bei eigener Versehrtheit genauso von lauter fürsorgenden Leuten umzingelt zu sein, und hatte sie nicht schon Mitleid mit Rafael wegen dem, was er wohl durchgemacht hatte, so hatte sie deswegen Mitleid. Sie konnten es beide nicht ausstehen, betüddelt zu werden.
Gleichzeitig wusste sie, daß es bitter notwendig war und die Dankbarkeit darum nicht geringer. Sie erinnerte sich, wie sie damals aus Rahal zurückgekommen war. Sie erinnerte sich an die ersten Stunden, als sie Adrian aus den Händen der Letharen zurückgebekommen hatten... - ihre Kiefer pressten sich zusammen. Da war ihr Erlebnis glatt harmlos gegen gewesen.
"Er wird uns brauchen. Jeden, der ihm nahe steht und ihm Kraft geben kann."
Nicht aufdrängen, und doch da sein - eine Herausforderung, die zu erfahren nicht neu war. "Er schlägt um sich, glaubt noch immer, dort zu sein", schnappte sie aus einer der Erklärungen zu Rafaels Zustand auf und ließ sie innerlich stöhnen, verbunden mit der Erinnerung an Saveas und Shayas Zustand nach Fuachtero.

"Ich stopfe Rafael sicher nicht wie er ist in eine Badewanne."
Aber für ihn beten? Kra'thor... womöglich beeinflusst... ja sicher, die Gründe Alexandres, als er mit dieser Bitte an sie herantrat, war durchweg nachvollziehbar und weckte dennoch vagen Widerwillen, kam ihr nicht richtig vor.
"Ich bin kein Priester", erwiderte sie gedämpft, jede Ablehnung aus der Stimme verbannend, lediglich hinweisend. Nein, selbst wenn es richtig wäre, selbst wenn sie als Paladin der Herrin nahe stand, es war... nicht richtig. "Ich weiß nicht mal, was mit ihm los ist, ich werde sicher nicht einfach mal drauflos beten", wehte es irgendwie mißbilligend durch ihre Gedanken. "Ziemlich zweckorientiert, hm? Mag's die Gemüter beruhigen, schön... wenn er wirklich beeinflusst wäre, müssen wir mehr wissen. Mehr Überblick." Ihr Blick schweifte durch den Raum, sie spürte die verhaltene Angespanntheit, Sorge, alle unterschwellig aufgekratzt... "Mehr Ruhe."

Sehen wollte sie nach ihm, und während Alexandre unter Vorbehalt einen Teil dessen berichtete, wie es zur Befreiung gekommen war, musterte sie die Verbände. Fachgerecht. "Ich könnte seine Wunden darunter lindern." Zoe und die Heilerin der Allianz Angelina. "Weltlich gut versorgt, ja." In ihren Gedanken sammelten sich die Worte, die ihrem Freund den Weg zu Linderung bahnen würden, etwas Balsam für Körper wie Geist... sie ging neben dem Bett auf ein Knie, eine natürliche statt rituelle Geste, doch war sie auch Teil... etwas in ihr griff nach dem Quell von Ruhe in ihr und wollte etwas davon weiterreichen, ein sich bündelndes Gefühl - doch von außen legte sich Widerstand dem Vorhaben in den Weg.
"Es ist. unruhig. hier", stellte sie mißmutiger fest und ließ ab von dem, was sie vorhatte. Nein, sie wollte nicht gegenanreden, um Rafael zu helfen, und es war nicht schwerwiegend genug, um sich dagegen stemmen zu müssen und sich die nötige Oase der Ruhe zu verschaffen. Es reichte nicht, zu geben, manches Mal nun hatte sie auch wahrgenommen, wenn es mit dem Empfangen nicht stimmte.
Leicht hätte sie sich darüber ärgern können, übte sich jedoch in Gleichmut. Er war versorgt. Umsorgt. Zur Ruhe kommen lassen und neu betrachten, näher betrachten. Sie würde ausloten, welche Hilfe hier zu leisten war.


Nun kniete sie vor dem Baum, und spürte diesem Erlebten nach. Weiter war sie sich unsicher und stand dem eher ablehnend gegenüber, ohne genaueren Verdacht die Priesterschaft auf diese Angelegenheit anzusprechen. Wäre gerade jemand anzusprechen gewesen. Sie könnte eine Nachricht hinterlassen. "Nein, noch nicht." Es mochte viele Priester geben, die einem "Fehlalarm" gleichmütig gegenüberstanden und dennoch dankbar darum, den Beistand der Herrin offen zur Verfügung stehen zu lassen, doch es war das Gleiche wie damit, ob sie die Nähe dieses Baumes suchte...
Für Rafael beten... Sie spürte dem nach, was in ihr war, lauschte nach der Präsenz, die der Baum ausstrahlte. Als Worte die Lippen verließen, klang die leise Stimme nicht anders, wie jemand reden mochte, der einer schlafenden Person neben sich sein Herz ausschüttete, dennoch in der Gewißheit, daß es irgendwie gehört wurde:

"Manches Mal denke ich, ich habe viel durchgemacht..." Nachdenklich ruhte ihr Blick auf einem unbestimmten Punkt des mächtigen Wurzelwerkes. "Doch dann sehe ich neu, und weiß, ich muß dir danken für all den Schutz, den du mir Zeit meines Lebens gewährt hast."
Manchmal war da die besorgte Frage, ob all das Erleben und Lernen dennoch sie nur vorbereiten sollte auf ein Irgendwann. Es beruhigte sich schnell unter der Gewißheit, daß es dann eben so sein sollte.
"Ich möchte mir nicht einmal ausmalen, wie es mir an Rafaels Stelle erginge. Ich weiß nur, ich habe dir auch zu danken dafür, wie du mir bewiesen hast, wieviel Kraft in einem Menschen noch ruhen kann, der sich zerbrochen wähnt."
Andrey. Zyran. Adrian. Sie alle hatten zurück gefunden - hatten begriffen, daß sie nie ganz fort und gänzlich verloren von dem waren, was ihnen Kraft, Hoffnung und Licht gewährte.
"Man bat mich, für ihn zu beten...", sie verstummte, lauschte noch mal in sich, schüttelte schließlich leicht den Kopf. "Werde ich nicht - nicht so. Brauche ich nicht. Ich vertraue in meinen Freund, Herrin."
Sie spürte in den Quell der Ruhe, der der Baum war, Teil der Welt, eins mit der Harmonie. Irgendwo dort war auch Rafael, irgend ein Teil von ihm nicht entfremdet Teil der Harmonie. "Hörst du mich?"

"Er tut mir leid, furchtbar leid, aber ich weiß, er besitzt die Kraft, auch diese Prüfung zu meistern, diese Zeit der Dunkelheit zu überstehen und hinter sich zu lassen."
"Deine Wunden sind frisch. Ich weiß."
"Ich weiß nicht, wieviel Zeit es brauchen wird, aber das Einzige, worum ich dich bitte... ist deine Obhut, deine Wacht in jenen Momenten, wo ich hoffe, ihm helfen zu dürfen, helfen zu können; so wie es mir als einer Freundin gegeben sei. Ich weiß, daß es andere sein werden, die seine Kraftquellen sind." Sie senkte leicht den Kopf.
"Ich habe damals Aradan gebraucht und Andrey. Adrian brauchte Eileen. Du wirst Rehya brauchen und Rahel. Und wir sind genauso da, von den Allianzlern bis zu Adrian - es ist alles vorhanden, was es braucht. Lediglich Zeit... wird vergehen."
"Lass mich ihm dein Licht mit an die Hand geben, Herrin. Ich bitte dich um die Gunst, ihm aufzeigen zu dürfen, daß du da bist - daß du nie fern warst. Wo dein Licht ist, sollte er es in der dämonischen Dunkelheit aus den Augen verloren haben.

Und wenn es dein Recht bedeutet, jene zu strafen, die ihm dies antaten..." - ihre Stimme wurde einen Moment lang strenger, härter und doch ruhig, während sich ihre Haltung straffte und die Rechte sich auf den Schwertknauf legte, "... so sei es.
Es werden andere Stimmen sein, die Anklage gegen jene laut werden lassen. Ich werde schweigen. Ich werde warten. Und ich werde dir dankbar zur Verfügung stehen, soll dein Wille vollstreckt werden."
"Und sei es nie durch mich... ich werde warten."

Verfasst: Freitag 12. September 2008, 16:19
von Alexandre von Galbadan
Die Truppen waren vorbereitet gewesen und alles bereit zum Abmarsch als die Bruderschaft unter Sir Nevyn auftauchte und das mit einer Vollmacht. Erst verweigerten mehrere Mitglieder den Zugang und der Sir war nicht in der Lage die Vollmacht auch vorzuweisen.
Alexandre bat ihn dann hinein und im Saal fragte er erneut freundlich gen des Ritters nach der Vollmacht doch erneut war sie nicht vorzeigbar. Höchst eigenartig fand er jene Dinge und auch ziemlich ungewöhnlich.
Als dann Sir Nevyn nebst seinen Mannen herauseilte warum auch immer folgte er ihnen. Nach einer Weile waren selbst Adel und Garde anwesend und alles ging durcheinander. Man sprach von Verrat und das die Allianz sich einem Verhör zu unterziehen hätte um die Entführung des Grafen zu Untersuchen. Beschlossen wurde das ganze vom Varunesischen Rat der hier so schien es zumindest, anscheinend eigenmächtig handelte. Wusste der Graf hier eigentlich was los war? Fragte er sich und schaute sich das Treiben weiter an.

Alexandre versuchte ruhig zu bleiben erst als die Allianzer nicht nachgaben und das selbst dann nicht als er die Adligen nebst Sir Nevyn hinein bat war er gezwungen lauter zu werden. Manchmal war es leider nötig einen Militärischeren Ton anzuschlagen um auch seine Ziele zu erreichen. Nach dem Gespräch mit dem Adel namentlich Mariella von Dragenfurt und Antarian von Weylenstein, und den Dingen die er sich seitens Sir Nevyn geduldig anhörte bat er Adel nebst Sir in einen Nebenraum um jene Dinge zu beraten.

Derweil waren zwei der Mannen der Allianz nebst einer Heilerin bereits heimlich still und leise über die Westmauer geklettert um den vorne wartenden Truppen zu entgehen und das eigentliche Vorhaben für heute anzugehen. Die Befreiung des Sirs. Schliesslich war nichts wichtiger als das der Sire wieder befreit wurde. Nach dem Gespräch war er hinausgegangen mit den Adligen vorran. Insgesamt war es ein recht eigenartiges Gespräch gewesen doch war das Ergebnis recht gut gelaufen. Man würde sich noch einmal zusammen tun und dann gemeinsam über die Dinge beraten um jene zu klären. Mitten in einem Gespräch mit Oberst Toberen wurde dann das Chaos perfekt als der ausgesandte Stosstrupp mit des Sirs Körper auf einem Turmschild herankam. Als Alexandre dessen gewahr wurde athmete er erst auf und danke Temora das er wieder bei ihnen war. Doch sofort übernahm der strikt militärische Teil seiner Selbst wieder die Oberhand und er beendete die wichtigen Gespräche und Angelegenheiten mit dem Adel und der Garde.

Als er dann fertig war und auf antreibende Worte Sir Nevyns hin hinter den Trägern her eilte wurde er endlich nach Tagen des Wach seins Müde. Der Sire wurde als er ankam gerade versorgt und stammelte seltsame Dinge doch schien er Körperlich gesund wenn auch etwas dünn. Ob auch sein Geist im selben Zustand war ermochte er aber nicht zu sagen.

Am Tag nach der Auffindung besuchte er dann Sire Rafael an seiner Bettstadt und fand seine Hoheit selbst vor beim wachen über den Schlaf seines Ritters. Alexandre grüsste ihn und verneigte sich wie es die Etikette gebot und sprach dann einige Worte mit ihm. Er teilte ihm und auch der später dazukommenden Lady Darna seine Gedanken bezüglich des Geistigen Zustandes mit und gab zu bedenken das Sire Rafael durchaus zwar Körperlich aber vielleicht nicht Geistig von den Rabendienern gelöst war. Auch Gab er einen möglichst genauen Bericht mündlich ab in dem er sein Wissen bezüglich der findung ds Sirs kund tat. Dabei aber vermiet er tunlichst zu erwähnen was am Vorabend in der Festung geschehen war zwischen Allianz, Rat, Garde und Bruderschaft. Immerhin gab es seitens Antarian von Weylenstein einen gültigen Reichsbefehl über jene Dinge zu schweigen und Befehle wurden befolgt was seine Hoheit akzeptierte.
Demütig bat er nachdem er geendet hatte Lady Darna um Hilfe und um ihren Beistand für des Sirs Seelenheil. Wenn wer helfen konnte dann doch sicherlich eine der ersten Verfechterinnen der Herrin selber. Erst später dann brach er wieder auf und erledigte einige Dinge bevor er wieder vor der Türe des Sirs Position bezog. Wer früh am Morgen in der Feste gewesen war hätte sicherlich den Übermüdeten Knappen eingenickt auf der Treppe vorgefunden. Besiegt vom Tribut den der Körper nach all den Tagen forderte dem Schlaf der Gerechten.

Verfasst: Sonntag 14. September 2008, 17:17
von Darcey de Mormont
Tor auf

Der Sonne entgegen:
Nach dem Gebet welches Samira, die kleine Sonne, für Sir Arganta abhielt sattelte er sein Pferd. Im scharfen ritt lies er der Kessy freien Lauf vor der Feste der Allianz. Es tat beiden gut, nach kurzer Zeit lenkte er Kessy gegen Osten.

Ruhe in frieden
Auf der Lichtung, an welcher, er wohl mehr innere Gefühle jemanden Preiß gab als je zuvor, lies er sich im Gras nieder. Kassy ließ den Kopf hängen und begann zu grasen. Er genoss die stille in Eluives Garten. Die Feder führte er jetzt und nicht das Schwert wie sonst und brachte mit Tinte jene Worte zu Pergament die aus seinem Herzen kamen.

Lügen im Namen Temoras
Zurück in der Feste begann er, ganz nach Arzberger Sitte, seine Rüstung zu richten und das Banner zu reinigen. Als die Torwachen das nahen von Personen meldeten.
Das was er da zu hören bekam war ihm unverständlich. Ein schriftlicher Befehl des Grafen selbst ermächtigt den dazu sich so zu verhalten. Alle der Allianz als Verräter zu bezeichnen.
Das schreiben wollte er sehen, mehr nicht und nur darum bat er. Wer ich den sei. Was ich mir erlaubte dem seine Wort in Frage zu stellen. Nein das hat er bisher nicht getan, doch langsam gewann er den Eindruck, dass es um Lügen Verrat und Neid geht und das dieser Ritter, jener welcher im Namen Temoras sprach sich dessen bewusst war. Ausflüchte zurückweichen, Heuchelei und ignorante Arroganz legte dieser Ritter an den Tag.
Zeit, Sie kosten uns nur Zeit auf der Suche Nach Sir Arganta, nicht mal die Suchtruppen durfte er Anführen, unterstellt man ihm doch er wolle sich absetzen. Absetzen wie ein Feigling, was war das für ein Ritter. Doch es kam noch schlimmer, er rieft die Garde zur Verstärkung. Die Garde? , da war es Darcey klar, es sollte keine Befragung werden, es sollte eine Demütigung sein. Eine angeschlagene Beute wollte man erst noch erniedrigen, quälen, bevor man sie erlöst. Wusste der Graf doch über allem Bescheid, hatte Hudgarr dem Grafen nicht alles Berichtet.

Grinsende Gänse und gackernde Pfauen
Oh was warfen die hohen Herren mit Worten um sich an welche sie selbst nicht glaubten. Der Zeuge,
ein Waffenknecht von Nevyn gab zwei aussagen zum besten. Alexandre versuchte irgend wie den schmalen Grat zu halten, zwischen Knappe und Arzberger. Er ging einfach, wollte sich dieses schlechte Schauspiel nicht länger antun. Es gab wichtigeres, die Suche nach Sir Arganta und so traf er auf Mortys.

Eine Leiter zum Tot
Einige leise Sätze wurden gewechselt und man entschwand. Die Leiter im BannerTurm war seine Aufgabe, Mortys sollte Angeline holen. Abwärts ging es über die Mauer im Bogen um die Feste Richtung Osten immer Angelina nach. Ratlos standen sie dann da „ich weis nicht“ den Tränen nah. Unweit, in Richtung des Walddorfes, erklang es. Das Klappern von Knochen, Stahl klirrte, Knochen splitterten und ein Harnisch brach.

Die Schildtrage
Mit Hilfe des Sternvaters Dinner, Bruder Titus, gelang es ihnen den Untoten Einhalt zu gebieten. Kurz erklärte man einander was geschah.
„wos ihr sucht wen? Na i hob an gfuna! Der licht do drin, omah inna Kamma.“ Hallte es noch durch die Stube, während alle drei schon losstürzten.
Da lag er am Ende der Treppe zusammengekauert wie ein… ein geprügelter Hund.
„Sir!, Sir!“ als sie dem Kronritter aufhalfen begann er um sich zu schlagen. Ruhige Worte, fester halt und mangelnde Kraft in Sir Arganta ließen jenen wohl in den Schlaf fallen. Das Turmschild wurde zur Trage. Woher Darcey die Kraft noch hatte mit Mortys Sir Arganta zur Feste zu tragen war ihm ein Rätzel.

Arzberger Blut
„TOR AUF! Wir haben Sir Arganta“ an den gaffenden und hilfsunwilligen zogen sie in die Feste ein. Rahel! Das Versprechen! Er gab es ihr und so ritt er ohne die kleinste Pause gemacht zu haben los, mit dem Blauen Bären. An den waffenknechten Varunas vorbei mit der Standarte und Trotzig erklang sein „Arzberg“, hatte doch keiner der Stadtbüttel in irgendeiner Weise geholfen Sir Arganta zu finden. Ihre antworten waren nur Hohn, aber auf ihre eigene Unfähigkeit und Feigheit.

Mit Rahel kam er zurück, betrat das Ratszimmer. Die Standarte hielt nunmehr ihn als er das Banner
„Arzberg!“ gab er von sich und die Dunkelheit gegen die er so lange kämpfte umschlag ihn in einem Zug.

Nur eine wärmende Hand welche die seine fest und so vertraut hielt.

„Blut und Tränen, Tränen und Blut“

Verfasst: Donnerstag 25. September 2008, 15:42
von Rafael von Arganta
[vor einigen Tagen/Wochen dann]

Zeit ... was war schon Zeit.
Er wusste nicht wie viel Stunden, Tage, Wochen vergangen waren, oder auch nur Minuten?
Es war unerheblich. Sie war tot ... wer ?
Dunkelheit um sich herum. Immer wieder Schlaf, immer wieder Wach werden ohne wirklich Wach zu sein.
Dunkelheit nicht nur um ihn sondern auch in ihm.
Nichts bekam er wirklich mit.
Nicht das ein Komischer ... Kauz ihn fand.
Nicht das die Untoten kamen, seine Freunde ihn fanden. Das man ihn in die Feste brachte.
Seine Feste...
Nichts.
Nur ein Bild interessierte ihn.
Eine Kinderhand die ihm eine Feder reichte.
Die Feder. Er musste diese Feder besitzen, sie halten einfach nur halten. Aber da war sie wieder die Furcht die Schmerzen und seine Peiniger.
Wie in Trance ging er auf sie los, wehrte sich, wollte die Feder zurück, nicht wissend und begreifend, das es seine Freunde waren die versuchten ihn zu beruhigen.

Adrian selber war es der ihn mit einem Kinnhaken zur Ruhe brachte.
Sein Freund, sein Bruder, nichts wirkliches nahm er war.
Geflüchtet vor der Realität, dem Wahnsinn näher als dem bewussten Sein.
Nichts aus dem Umfeld drang wirklich zu ihm nichts das ihn interessierte außer der Feder in seiner Hand, die er fest umschlossen hielt.
Das man sie ihm schon einmal genommen hatte wusste er nicht. Das jetzt zählte.
Und noch immer glaubte er gefangen zu sein. Gequält von dem Dunkel um sich herum.
Selbst die Augen geöffnet sah er nicht was wahr, sondern das was er glaubte.
Dunkelheit und Helligkeit wechselten sich ab, wie Tag und Nacht ... nein wohl eher weil der Tag zur Nacht wurde, und umgekehrt.
Wie lange Zeit verging... es war ihm egal.

Stimmen um ihn herum, er nahm sie nicht wahr, Man schüttelte ihn, er erwartete nur wieder Schmerzen.
Nichts drang an ihn heran nichts, bis auf einmal ein Gewisper an seinem Ohr die Stille, die Dunkelheit langsam durchdrang und sich in sein Bewusstsein drängte.
„Von Bruder zu Bruder der Deine bis in den Tod.. das sollte dir mehr sagen alles was sie dir je antun könnten.“
Er senkte den Kopf, das erste Mal wirklich über Worte nachdenkend, Worte die das Dunkle langsam aufhellten, zwangen langsam zu verfliegen.
Irgendetwas zwang ihn auf zu sehen. Augen die seinen Blick suchten.
Er kannte diese Augen, er kannte diese Stimme die da nun wisperte, jedoch nicht ohne Schärfe.
„Sieh mich gefälligst an und streng das was du da oben drin hast an verdammt!“

Freunde, er hatte Freunde.
Adrian... alles brach über ihn hinein. All das was gewesen war, all das was... Rehya ...
Die Feder in seiner Hand, schwebte sanft zu Boden als er die Hand öffnete der Körper begann zu zittern.
„Du bist in Sicherheit.“ Hörte er nun den Mann vor sich sprechen. „Unter Brüdern, unter Freunden.. Wirrkopf..“
Adrian ... das vor ihm war Adrian ... „Rafael...“ murmelte er selber seinen Namen, sich langsam wieder daran erinnernd wer er war was er war.
„Ja .. das ist dein Name.. und vielleicht kommst du ja auch noch auf meinen.
Denk daran wer dich braucht.. vor allem Rehya deine Tochter.. die dich vermisst, ihren Papa
Deine Freunde.. komm streng deinen Kopf an“
Inzwischen zitterte er wie Espenlaub. Er war in Sicherheit.
Durfte er das glauben, durfte er das wirklich glauben? Oder war das nur wieder einer dieser Tricks um ihn noch mehr weh zu tun.
„Rehya... ist Tot!“ wisperte er nun fast tonlos Adrian visierend, ihn nicht aus den Augen lassend, als hätte er Angst dann wieder in das dunkle zu fallen.
„Nein ist sie nicht. Sie vermisst dich. Wenn man dir etwas anderes gesagt hat,, das ist nur deren schmutzige Lüge! Sie ist in Sicherheit.“

Es war Adrian, es waren seine Freunde, die kleine Samira, die ihn zurück ins Leben holten.
Darna die ihm den Rest an Sicherheit wiedergab und vor allem Rehya.
Rahel hatte ihm ein Bild mitgebracht das sie damals gemalt hatte, und er hängte es sich so auf das er es dauernd ansehen konnte.
Er wäre Hustend vom Pferd gefallen hatte man ihr gesagt und so war sie belehrend genug als man sie endlich zu ihm ließ.
„Papa nicht erdrücken.“ Jaulte sie als er sie in den Arm nahm, und in der Tat hielt er sie wohl sehr fest. Zu froh sie lebend zu sehen.
Rehya... seine Rehya.
Erneut traten ihm die Tränen in die Augen und Rehya reichte ihm huldvoll ein Taschentuch.
Sie begriff wirklich nicht was gerade in ihm vorging.
Das musste sie auch nicht, sollte sie auch nicht.
Sie war sein Juwel, und in diesem Moment begriff wohl jeder der sie sah das er bereit wäre wohl alles für sie zu geben.
Sie lebte ...
Jetzt würde alles... Alles wieder gut werden.