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Verfasst: Donnerstag 10. April 2008, 17:32
von Shessidyr Shartir
"So ist das also..."

Nun lagen die Gründe für die Abwesenheit Tyrius' klar vor ihren Augen. Wie konnte sie nur so blind gewesen sein?

Es war eine kluge Idee, dem "Inquisitor" zu folgen. Auch wenn in der Zwischenzeit fast zwei Wochen der nervigen Suche ins Land gingen, welche durch einfaches Nachdenken immens verkürzt werden hätten können... doch egal.

Nur noch wenige Meter bis zu dem Häuschen in dem kleinen Wäldchen. Und noch waren keine klaren Beweise vorhanden. Aber mehrere Ausweichmöglichkeiten gab es nicht mehr... die Gegend war einfach zu spärlich besiedelt.

Und sie traute es diesem Narren auch nicht zu, dass er sich so gut verbergen konnte wie sie, denn seine "Fährte" zu verfolgen war, als würde sie ein offenes Buch lesen...

Noch wenige Schritte. Das feuchte Gras machte ein anschleichen relativ einfach.

Sie müsste sich beeilen, die Sonne geht bald unter und dann wäre sie wieder dazu verdammt, eine Nacht zu warten. Denn in fremder Umgebung, noch dazu mit derart urwüchsiger Vegetation, ist es nicht ratsam, orientierungslos umherzuwandern.

Augen schliessen. Genau hinhören... ist jemand am Fenster? Nein? Ein vorsichtiger Blick. Keinen Mucks.

Ein normal eingerichtetes Zimmer... und... JA!

Das Ziel ihrer Jagd war endlich zum greifen nahe! Aber... in diesem vermaledeiten Zustand würde diese elende Verräterin sie leicht ausschalten können. Wieder einmal verfluchte sie ihren schwachen Körper.

Doch... wenn sie schnell genug wäre, könnte sie noch rechtzeitig zurück zur Eisenwart kommen und die Legion benachrichtigen. Es galt also, keine Zeit zu verlieren!

Also schlich sie sich wieder fort von der Hütte, zurück in den Wald und auf die Straße zurück. Und schon bald würde sie, so schnell ihre Beine sie tragen, zurück zur Eisenwart spurten, um die Legion zu benachrichtigen...


Nachdem Stunden später endlich die Eisenwart erreicht war, nahm sie ihres Vaters Botschaft entgegen.

Sie konnte es verstehen, dass er gerade nicht in der Lage war, anwesend zu sein. Die Suche nach dem Meister verlangte schliesslich ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit.

"Sie werden auf dich hören" ... sie liebte den Unterton dieser Worte. Doch es war nicht viel Zeit, dieses Gefühl zu geniessen... es galt noch, auf der Karte einen Orientierungspunkt anzubringen, damit diese Armleuchter sich nicht in der Wildnis verlaufen würden...


[img]http://img101.imageshack.us/img101/5633/kartenscreenfd7.jpg[/img]

Verfasst: Freitag 11. April 2008, 00:15
von Tyrius Sendar
Langsam wandert Tyrius den Weg zum Haus von Titus zurück.

Die Sonne hatte sich auch an diesem Tag, wie an den anderen nicht blicken lassen und so war er wieder einmal durchgeweicht und dreckig geworden. Seine Suche im Umfeld und in Varuna hatte wieder einmal nicht das Geringste ergeben. Khazkal Deslon zu suchen war, als würde man Nebel zu fangen versuchen mit bloßen Händen.
Was sollte er noch tun? Wohin sich wenden?

Khazkal Deslon wäre die einzige Möglichkeit damit Synessia aus dieser Sache heraus käme.
Es gab immerhin eine mehr oder minder plausible Erklärung für Synessias Verhalten. Nur im Eifer des ganzen Gefechtes hatte niemand so wirklich ein Auge geworfen gehabt auf das „Warum“ dieser ganzen Tat.

Weiter tragen ihn seine Beine in Richtung Haus. Ein Stück schlägt er den Weg quer durch den Wald ein um einen Weg zu wählen der unbeobachteter und vor allem einsamer war.


Ein wenig sinken seine Schuhe in dem aufgeweichten Boden ein. Mit einem Mal jedoch verliert er den Halt und rutscht aus.
Lang fällt er auf das aufgeweichte Gras und brummend stemmt er sich wieder hoch.

Dies war wahrlich ein verfluchter Tag.
Einer dieser Tage an denen man am besten einfach nicht aus dem Fell gekrabbelt wäre.

Ein Gefühl der Wärme und Sehnsucht breitet sich in ihr aus, obwohl er nu über und über mit Schlamm und Dreck befleckt ist hat er ein sachtes Lächeln auf den Lippen als er den Ursprung seines Sturzes zu Gesicht bekommt.
Ein schön gearbeiteter Langbogen aus dunklem Holz mit einigen Verzierungen an den Enden.
Das Lächeln vertieft sich noch mehr als er den Bogen aufnimmt und ihn als den von Synessia erkennt.
Eine Weile wird er den Bogen so ansehen bis sich dann langsam eine Falte auf seiner Stirn zu bilden beginnt.

‚Synessia hier draußen?.. nein.. sie wollte im Haus bleiben vorerst… aber wie kam dann ihr Bogen hier her… noch dazu in eine solche Schlampfütze‘

Mit einem Mal beginnt der Gedanke sich zu lichten und an die Stelle von Wärme und Freude tritt mit einem Mal das vollkommene Gegenteil.
Angst und Sorge.

Im nächsten Augenblick läuft er los.
Das Haus ist nicht weit entfernt und so gelingt es ihm die Strecke sehr schnell zurück zu legen.
Ungeachtet der eventuell bestehenden Gefahr stürmt er ins Haus.

„Synessia!“, brüllt er aus Leibeskräften, als er die Tür hinter sich zugeschlagen hat und rennt wie ein Verdurstender durch jeden Raum des Hauses auf der zwanghaften Suche nach Wasser.
Nur dass das Wasser dieses Mal kein Wasser sondern vielmehr eine Person ist.
Panik steigt in Tyrius auf und als der letzte Raum betreten ist und auch dort keine Spur von Synessia zu erkennen ist, rennt er wieder hinaus.
Vor der Tür Spuren. Tief eingedrückt als würden sie von einer marschierenden Armee stammen.

‚Eine Armee… Synessia… sie mussten es heraus gefunden haben…
Aber wie?... ‚

Ein kalter Schauer läuft ihm über den Rücken und der Magen krampft sich zusammen.
Unbändiger Schmerz und Zorn mischen sich in diesem Augenblick.
‚Nein, so darfst du nicht denken oder handeln…‘

Dann schreit er auf.
Lauthals brüllt er seinen Zorn gen Himmel und einem Befreiungsschlag gleich sinkt er zitternd auf die Knie und klappt nach hinten. Den Rücken an die Haustür gelehnt sitzt er da den Bogen fest umklammert mit den Händen.
Stumm hockt er da und streicht mit den Händen gedankenverloren über den Bogen.

„und.. was nun?..“, leise murmelt er diese Worte… „Selina.. sie weiß vielleicht Rat…“

Langsam drückt er sich hoch und setzt sich an einen Schrieb, den er nach Fertigstellung umgehend durch einen Boten nach Lameriast zur Akademie bringen lassen wird.
Der Botenjunge wird das Schreiben dort dann abgeben und anmerken, dass es zu Händen Selina oder Arsen Talmars gerichtet wäre und es doch bitte an sie übergeben werden solle.

Meinen Gruß euch Beiden..
So ihr beiden nicht zufällig Synessia bei euch aufgenommen habt…
So habe ich versagt… sie wird sich dann vermutlich in den Händen der Burg befinden.
Ich weiß nicht was ich nun noch tun kann. Auch Khazkal finde ich nicht und das bedeutet
Ich habe nichts in der Hand.

Meine Möglichkeiten sind zu begrenzt als das ich noch agieren könnte.
Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes Schachmatt gesetzt.

Vielleicht fällt euch ja noch etwas ein.. oder vielleicht befindet sie sich ja tatsächlich bei euch,..
Ich hoffe es..

Tyrius


Dann geht er langsam Richtung Feuer und mit dem Rücken sich an den Tisch lehnend setzt er sich davor. Das Feuer bei seinem Prasseln beobachtend lauscht er in sich hinein…

‚Was könnte er nun noch tun?...‘

Verfasst: Freitag 11. April 2008, 09:43
von Aventius Vandokir
Schellen ist aus dem kalten Keller der Eisenwart zu hören. Jene, die sich gerade in der Burg befinden mögen auch Schreie vernehmen. Gänsehaut bildet sich vielleicht bei den ein oder anderen.
Aventius ist über seinem neuen Spielzeug sichtlich erfreut. Es war ja nicht das erste Mal das eine Person ihn unter die Finger kommt. Schmerzensschreie und Pein war deren Urteil.
Erneut ist ein lautes Schellen zu vernehmen. Aventius war gerade dabei Synessia's nackten Körper zu bearbeiten. Sie hatte schon einige Druckstellen doch das ist noch relativ Milde mit dem vergleichbaren Schmerzen die sie noch erleiden wird. Man denke dort an Lyria Herbstblatt. Eine solch schöne Kreatur. Unwissend und Naiv.
Doch diesmal ist es keine Unwissende.

Es ist eine Ungläubige!
Eine die den Namen Deslon geschädigt hat!
Eine, die nicht den Weg erkannt hat!
Sie hat nichts anderes verdient als den Tod.
Einen langsamen schmerzvollen Tod hat sie verdient.
Ja, an diesen Gedanken ergötzt sich Aventius ständig.
Bei jedem einzelnen brutalen Schlag erfreut er sich darüber das er sie irgendwann vernichten kann.
Doch leider ist die Zeit dazu noch nicht Reif. Erst muss der Herr wiedergekehrt sein. Dann wird er Aventius die große Ehre erteilen...
Die Ehre sie zu Tode foltern zu dürfen.
Doch..
Etwas stört Aventius an diesem Gedanken.
Tyrius... Es ist seine Magd. Seine Geliebte. Es ist verständlich warum er sie versteckte. Aventius hätte vielleicht dasselbe getan. Vielleicht...
Vielleicht hätte er es auch nicht gleich getan. Schließlich darf niemand, absolut niemand über den Herren stehen. Was richtig und was falsch ist oder war, entscheidet er. Und das wird auch immer so bleiben. In alle Ewigkeit sogar.
Es ist dennoch jetzt im Moment egal sich darüber Gedanken zu machen.
Viel Wichtiger ist es Synessia aus den Schweigen zu bringen.
Sie ist sehr zäh, dass muss man ihr lassen. Es wird sicher keine leichte Arbeit.

Du elendes Stück Dreck. Wann wirst du endlich Reden. du weißt selber genau dass du hier ewig hängen kannst. Und ewig wirst du dich nicht hinter deiner kümmerlichen Ehre verkriechen können.

Sprach Aventius während ihm Perlen von Schweiß die Stirn herunter läuft.

Du elender Hundesohn! Ich werde dir einen Scheißdreck sagen!

Sie sprach unter großen Schmerzen, doch ließ sich nicht beirren was ihr Körper dort ertragen musste. Sie nahm es hin. Vermutlich sogar besser als jede andere Person die Aventius vorher jemals verletzen musste.

Warum? Warum um alles in der Welt stellst du dich gegen dem Herren? Warum bist du nur so Blind? Warum? Wieso siehst du nicht ein dass du Falsch bist? Du bist ein nichts und lehnst dich gegen Deslon auf? Du bist Wahnsinnig!

Seine Stimme wirkt dabei nicht mal mehr aggressiv, sie wirkt Fanatisch. Ein nahezu krankhaftes Lachen folgt auf seinen Worten.
Es ist ein Lachen, eines Verrückten würden viele meinen. Nein!
Es ist kein krankhaftes oder verrücktes Lachen... Es ist das Gelächter über die Dummheit der Menschen, die nicht dem richtigen Wege folgten.
Als allmählich sein Gelächter verstummt blickt er Synessia mit einem irrsinnigen Blick an. Ein Gemisch aus hass aber auch aus Gier.
Gier auf mehr. Mehr Schmerzen. Mehr Schreie.

Du sprichst als wäre ich verrückt! DU bist derjenige der jeglichen Sinn verloren hat! Du solltest dich einmal reden hören. Khazkal ist....

Synessia hält inne, als Aventius ihr seinen hölzernen Stab zwischen die kleinen, schmächtigen Rippen schlägt. Mehrere Schläge sind es die blitzschnell auf ihren Brustkorb einhämmern.

Na los! Rede Weiter du Scheißvieh! das der Herr dich überhaupt in die Burg gelassen hat war eine große Ehre die nicht vielen gebührt! Und was tust du? DU verrätst ihn auch noch! Und jetzt soll ich der Verrückte sein?

Aventius schlägt noch ein einziges mal, dafür mit sehr viel Kraft auf ihren Brustkorb. Sie könnte davon ohnmächtig werden. Dann hätte Aventius sein ziel jedoch nicht erreicht. Aber dafür wüsste er wie weit er gehen könne.
Synessia aber erweist sich erneut als überaus Zäh. Sie fällt nicht in Ohnmacht. Ihr nackter Körper ist mit schweiß bedeckt. Die glänzende Haut macht Aventius Lust auf mehr. Doch soweit kann er sich noch beherrschen. Er ist kein Wilderer aus dem Wald der es nötig hätte. Sie wäre es außerdem nicht würdig. Das einzige was ihr gebührt wäre, wenn sie bei dem Köter draußen leben könne. Das wäre die einzige Gesellschaft in der sie Nachkommen zeugen sollte!
Nichtsdestotrotz wartet er nun ab wie sie reagiert.
Ihr kleiner Körper, der sich sowieso schon immens Anstrengen muss nicht das Gleichgewicht zu verlieren um sich ihre Arme auszukugeln, ist ein wahrer Augenschmaus. Eine kleine unwürdige Hure an einem Marterpfahl gekettet. Keine Chance zu entfliehen. Den Schmerzen und der Lust eines nahezu wahnsinnigen hingegeben zu sein.
Ein niemand wünscht sich jemals eine solche Qual.

Synessia! Du hast dir das selber so ausgesucht wie es ist! Bereust du es wenigstens?

Ich... bereue... das ich dich Hundesohn... jemals erblicken musste, ja... Das bereue ich...

Ein Grinsen bildet sich auf diese Worte in Aventius Gesicht.
Es werden noch viele Tage vergehen die er mit ihr verbringen kann und auch wird. Diese Tage werden Genussvoll.

Jeder einzelne Tag wird ein Geschenk sein.
Ein Geschenk eines Unbeschreiblichen Wesen.
Ein Geschenk des Fürsten selbst!


Ja, so muss es sein. Khazkal hatte dies alles schon längst vorhergesehen.
Aventius erfreut es das der Herr ein solches schon längst vorher geplant hatte. Es ließ darauf schließen dass der Herr einzigartig und vollkommen ist.
Wie auch er irgendwann vollkommen ist. er muss dem Herren nur dienen und ihn zufrieden stellen. Dann wird auch er eines Tages Vollkommen sein!
Aber niemals so wie Khazkal selbst. Daran vermag Aventius nicht einmal denken. Es wäre nur töricht so etwas zu denken. Es wäre gleichermaßen ein Verrat zu glauben dass man selbst so werden kann wie der Herr.

Bei diesen Gedanken blickt Aventius starr zu Synessia über.
Sie atmet schwer und ist mit Dreck und Schweiß überdeckt.
Man könnte nahezu Mitleid bekommen wenn man sie da so hängen sieht.
Doch niemals sollte man auch nur eine Sekunde Mitleid mit einem solchen Geschöpf haben. Viel zu gefährlich. Es ist viel zu Gefährlich überhaupt Mitleid zu bekommen. Mitleid stellt Aventius gleich mit Schwäche.
Mitleid ist eine Schwäche die ein fast jeder hat. Doch niemals lässt er sich darauf hinab Schwäche zu zeigen. Man muss seine Gefühle unter Kontrolle haben! Man sollte die Gefühle auslöschen! Und das wird Aventius. Er hasste es wenn ihn seine Gefühle von irgendetwas abhielten. Gefühle sind nichts anderes als Schwäche!
Liebe, Angst, Mitleid...
Wie Aventius diese Worte allmählich anfing zu Hassen.
Auch das ist ein Gefühl! Hassen!
Doch es ist ein Gefühl, was einem Menschen stärker macht! Hass macht einen Menschen unglaublich Stark. Man muss sie nur kontrollieren können. Man muss dieses Gefühl was sich Hass nennt unter Kontrolle bringen.
So kann er auch seinem Opfern, dass schlimmste antun ohne sich gleich umzubringen. Er weiß, dass viele überreagieren und ihre Opfer leichtsinnig dabei umbringen.
Törichte Bauerntölpel!

Was los?... Schon Kaputt?... Du machst vielleicht ein dummes Gesicht wenn du nachdenkst.

Sprach Synessia, die ihn die ganze Zeit beobachte, wie es ihr auch möglich war in dieser Position. Meist sah sie nur seine Beine. Doch ab und an konnte sie ihre letzte Kraft hervorrufen um sich wenigstens etwas aufrichten zu können.

Dein Spott prahlt an mir ab Synessia...
Sprach er hintersinnig...
Doch meine Schläge werden nicht an die abprahlen.
Du machst mir jetzt aber große Angst du großer, starker und vor allem Furchteinflössender Mann.

Aventius war sich nicht sicher ob sie das nur sagte um ihn zu ärgern oder ob sie wirklich einen Hintergedanken hatte. es war ihn aber auch relativ egal als er dann langsam seinen Dolch aus dem Ärmel nahm und mit einem diabolischen Grinsen auf sie zuging...

Nun kommen wir endlich zu den Interessanten Themen...

Angst beschleicht nun auch Synessia. Sie hätte nicht erwartet dass dieser Bastard tatsächlich soweit gehen würde.

Du Elender.. Du kannst mich nicht Töten! Du musst warten bis dein großer Herr und Meister wiederkommt! Hörst du nicht?

Aventius wusste das sie das aussprach nur um ihn zu besänftigen oder um es besser zu sagen: Zu beirren.

Natürlich hast du Recht. Doch wer sagt dass ich dich jetzt Umbringen will? Und selbst wenn du sterben solltest...
Fluchtversuche zahlen sich nicht aus.


Synessia beginnt hektisch zu atmen und zehrt an ihren Fesseln, die sie aber nicht öffnen kann. Ellenbogen sowie die handgelenke und selbst die Beine sind gefesselt. Ein kleines nettes Packet wenn man so will.

Du wirst deinen Herren aber nicht anlügen! Ich glaube kaum dass er das begrüßen würde!
Ein lächeln zeichnet sich auf ihr Gesicht.

Jetzt habe ich dich du Bastard...
Sie hatte Gewonnen. Es musste doch so sein, oder?

Oh, ich werde nicht lügen. Ich werde dir die Möglichkeit geben zu fliehen. Obwohl.. Vielleicht auch besser nicht. Sonst schaffst du es tatsächlich. Ich werde dich hier behalten. Das ist Gewiss. Ich werde dich hier behalten und dich als Sklaven nutzen. Du wirst ein Haustier sein! Oh ja, des Fürsten Haustier...

Es gefiel Aventius. Dieser Gedanke war herrlich!

Schon Bald würde der Herr wiederkommen. Und sich über
Ein neues Nutztier erfreuen!

Khazkal… Du bist die Erlösung, der Weg und auch die Wahrheit!

Verfasst: Freitag 11. April 2008, 12:44
von Selina Talmar
Der Botenjunge Tyrius erreichte Selina als er gerade vom Schiff stieg und drückte irh erleichtert den Brief in die Hand. Doch irgendetwas sagte irh sofort es war keine gute Nachricht. So hielt sie den Boten kurz am Arm fest, und deutete ihm mit einem Wink ihres Geldbeutels zu warten.
Schnell las sie den Brief. Denn seit dem letzten hatte sie nichts mehr von den Beiden gehört und war sich sicher, das es ein gutes Zeichen war. Doch wie sehr hatte sie sich geirrt. Sie hatte Recht gehabt, als sie Synessia vorschlug in die Akademie zu gehen, denn dort hätten sie die Burgler nicht angegriffen. Zumindest hoffte sie das.
Sie kramte in den Tiefen ihrer Rocktasche einen stift hervor und schrieb auf die Rückseite des Zettels.

Grüß dich Tyrius,

ich kann dir leider nicht sagen, was du dir ersehnst.
Sie ist nicht bei uns. Sonst hätte ich es dir geschrieben.
Ich habe auch keinen Rat.
Ich denke ich werde selber versuchen Khazkal zu finden. Ich hoffe zumindest noch, dass er für mich nach wie vor freundschaftliche Gefühle hegt. Denn sonst sehe ich keine Hoffnung ihn zu finden.
So es dir Recht ist, werde ich besser gesagt wir, die Suche auf unsere Art machen.
Was allerdings viel wichtiger ist.
Pass auf dich auf. Denn nicht das du nun auch Ärger hast, denn immerhin warst du es, der Synessia zu Titus brachte. Und wenn irh beobachtet wurdet, was wahrscheinlich ist, sonst hätte man sie da nicht gefunden.

So leid es mir tut, aber ihr seit allesamt Wahnsinnig in der Burg.
Zumindest wenn es um die Burg selber geht. Also pass auf dich auf.
Denn dich halte ich noch für vernünftig genug, dass du nichts unüberlegtes tust.
Allerdings denke ich, dass egal wie Wahnsinnig ihr in der Brug geworden seit, Synessia überlebt, bis Khazkal zurück ist. Sie wird es nur nicht sehr leicht haben, nehm ich an. Also bete für sie. Und auch das wir Erfolg haben.

Dein Gott möge dich schützen.
*gez*

Selina

Verfasst: Freitag 11. April 2008, 14:28
von Tyrius Sendar
Als Tyrius diese Nachricht liest nimmt er sogleich ein weiteres Pergament zur Hand und verfasst auf eben jenem eine Nachricht für Selina.

Selina,
so sehr ich auch Ruhe bewahren will...
so sehr ich auch vernünftig handeln will...
so sehr ich auch an meinem Leben hänge...
... ich kann nicht tatenlos herum sitzen.
Ich brauche gewissheit ob sie in der Burg ist oder nicht.
Und das umgehenst...
meine Suche nach Khazkal war wie gesagt erfolglos...
Und er kann noch Monde verschwunden bleiben... Synessia würde
kurz über lang an ihren Verletzungen der Folter umkommen.

Es gibt für mich nur einen Weg und der ist direkt in die Burg.
Nur ist hier die Frage mit welchem Heer?
Ich habe nichts außer meinem Gott, der hoch sein Antlitz über mich hält.
Und selbst dieses benötige ich nun weniger als Synessia es braucht.

Was auch immer geschieht wir müssen schnell handeln.
Vielleicht wäre es das einfachste, wenn ich die Burg betrete und mir gewissheit verschaffe...

Tyrius



Langsam rollt er das Pergament zusammen und reicht es dem Jungen, welchem er zudem noch einige Goldstücke in die Hand drückt.
Dann wendet er sich um.

'Hoffentlich kehrt Titus bald zurück..., denn es gibt noch eine Hoffnung...'

Einen Augenblick hält er den Atem an ehe er mit Ehfrucht wiederum leise spricht...

"Das Pantheon..."

Vielleicht würde es so gelingen eine Verbindung zu Synessia herzustellen... und selbst wenn nicht, so würde eine Anrufung Horteras seiner Gunst durch zwei seiner Diener mehr bewirken können als einer alleine...

"Die Zeit des Umbruchs... und ich bin mitten darin verstrickt...
Gott hin oder her...
was nun gebraucht würde wäre Durchhaltevermögen..."

Kaum sind diese Worte aus seinem Mund getreten zuckt er einmal instinktiv zusammen.

Synessia...
sie würde nicht ruhig sein...
sie würde nicht klein bei geben.
Sie würde durchhalten, ja, jedoch wie?

Er müsste in die Burg ... irgendwie ...
und sollte ihm dabei Shessidyr über den Weg laufen wäre dies um so besser...
Sie würde leiden...
leiden für ihre Undankbarkeit,
leiden für ihren Sadismus,
leiden für ihr Handeln,
leiden für ihr Mistrauen...

Der Todessang...
Letzendlich war er doch ein weit besserer Spielkamerad gewesen als Shessidyr es nun ist.
Vielleicht hätten sie sie doch nicht befreien sollen davon...
Vielleicht...

Ruhig wiegt er den Würfel in der Handfläche.
Die darauf befindlichen Gebilde und Runen funkeln und pulsieren dunkel.

Verfasst: Freitag 11. April 2008, 15:08
von Selina Talmar
Ohne Verwunderung las sie den Brief, wusste sie doch was ein verliebtes Herz einem vorgaugeln konnte. Und welche Riskien man dafür aufsich nahm.
Sie verfasste eine knappe Antwort und übergab sie dem Boten.


Tyrius,

ich weiß was ein verliebtes Herz einem bescheren kann.
Aber warte bitte noch ein oder zwei Tage eh du in die Burg gehst.
Ich hoffe etwas zu finden. Wenn du magst schreibe ich an Armoran, ob sie dort ist. Oder Amarissa.
Doch rate ich dir nach wie vor davon ab in die Burg zu gehen.

*gez*
Selina


Danach zig sie einen Bogen Papier aus hervor und starrte lange einfach nru auf die Leere Seite. "Wie schreibt man einer Fremden?"

Doch ihr Gefühl sagte ihr, dass sie Recht hatte.
Khazkal war berechnend. Auch wenn es im Moment eher den Anschein hatte, als sei er davon wiet entfernt. Doch sein Verstand konnte nicht so vernebelt gewesen sein, als dass er jenen ausgeschaltet hatte. Er würde dahin gehen, wo er sicher war vor den Seinen. Und so er nicht in einem Kerker landen wollte, musste er jemanden finden, der genauso verkommen war wie er und mit dem ihm etwas verbannt.
Leonore kannte sie nicht. Aber sie wusste wo sie war und dort war Khazkal sicher nicht. Synessia fiel auch raus, denn eben jene war auf der Flucht, besser gesagt gefangen. Also blieb nur Kalisha. Zumindest von denen Selina wusste. Aber sie brauchte Gewissheit. Und die Burg jemanden der sie wieder in eine Bahn brachte.
leise Fluchte sie. " Verdammter Fanatismus. Und das für einen Mann der dem Wahnsinn verfallen ist."
Sie musste sich zusammen reißen um nicht selber an die Tür in Varuna zu klopfen. Sie wusste nicht einmal, ob er sie noch als Freundin sah oder nicht.
Doch es war ein Versuch wert. Die einzige Möglichkeit die sie hatte.
Leise kratze die Feder über das Papier. Nun ging es leicht, sie schrieb einfach drauf los.
Auch wenn es sicher nicht der schmeichelnste Brief werden sollte, so würde er das treffen, was er sagen sollte.
Sie hoffte nur, das tyrius nichts dummes Anstellte. Sie mochte den Inquisitor irgendwie, doch das erklärte immer noch nicht, warum sie sich dem ganzen Mist annahm.
Hatten die in der Burg so wenig verstand? Oder war die Burg dem Wahnsinn verfallen?.
Sie hielt beides für Wahrscheinlich. Und noch wahrscheinlicher war, dass niemand versuchte, zu begreifen.
" Verdammter Haufen", entfuhr es ihr, als sie den Brief verschloss und siegelte.
Sollte sie Erfolg haben, schuldeten sie ihr was. Und sie würde es sich einfordern.
Wieder verfluchte sie die Burg und machte sich auf den Weg einen Boten zu suchen, der die Briefe zu Tyrius udn Kalisha brachte. Nun hieß es warten.

Verfasst: Freitag 11. April 2008, 15:32
von Tyrius Sendar
Als er diesen Brief schließlich in den Händen hält und dem Boten mehr als notwendig gewesen wäre an Belohnung gegeben hatte, obgleich er selbst nicht viel besaß.
Die blaugrauen Augen fahren über das Pergament und ein leiser Fluch entfährt ihm.

"Ja genau.. warten.. als hätte ich alle Zeit der Welt...", resigniert lässt er den Kopf hängen und er setzt sich auf einen Stuhl, das Pergament fällt zu Boden.

Armoran oder Amarissa kontaktieren? Die beiden hängen doch genauso drin...

Wem würde er nun noch trauen können?
Der Kreis seines Vertrauens war grad einmal auf wenige Personen geschrumpft.

Warten...
Wenn Titus zurück käme würde er sich vorbreiten.
Vorbereiten so gut man sich für solches nur vorbereiten kann...
Es war an der Zeit seiner Lederrüstung die nötige Weihe zukommen zu lassen...
Mehr Schutz würde er brauchen...

Selina hingegen wird nur eine kurze Notiz erreichen.

Selina,
ich gebe dir drei Tage und Nächte.
Mehr Zeit kann ich nicht verstreichen lassen. Ich fürchte schon jetzt
um ihre Gesundheit.
Die Foltermeister der Eisenwart sind skrupellos.
Ein falsches Wort und sie schneiden dir sonst etwas ab...
Ich kann dir drei Tage versprechen..
diese drei Tage werde ich warten und mich vorbereiten...
vorbereiten für den wohl härtesten Kampf meines Lebens...

Nach Ablauf der Frist findest du mich am Ort wo du Synessia noch verstecken wolltest. Bevor ihr festgestellt habt, dass die zweite dort lebt.

Auf dahin Selina,
grüße Arsen von mir...
und seht euch vor.

Tyrius

Verfasst: Freitag 11. April 2008, 15:54
von Amarissa
Still saß Amarissa am Abend in der Küche und lauschte den Schreien die von weit untem aus dem Keller kamen.
Sie wunderte sich selbst, dass sie kein einzige mal gezuckt hatte ...bei keinem der Schreie...war sie denn schon so abgehärtet?
Vieles ging ihr im Kopf herum, doch auf keines wuste sie sich eine Antwort zu geben. Jedenfals jetzt noch nicht.

Die Wunde die ihr Synessia mit dem Speer verpasst hatte war dick aufgequollen. Eine feste Kruste hatte sich schon außen herum gebildet, die fürchterlich schmerzte und zog bei jeder Bewegung die sie machte. Der Armschutz war ganz hinüber gewesen. Der Speer hatte ein riesiges Loch hinein gebohrt und somit das ganze Leder zum aufreisen gebracht.
Mit einem Knurren und voller Wut im Körper schmiss sie den Lederfetzen in den Ofen. Dabei entkam ihr ein Schmerzensschrei, da sie dafür den Rechten Arm benutz hatte an dem die Wunde war.
Mit zusammengezogenen Augenbrauen verband sie sich die Wunde so gut es wohl ging mit einer Hand.
Einige Minuten saß sie danach einfach still da und lauschte weiter den Schreien aus dem Keller. Bis sie sich ein Pergament zur Hand nahm, sowie ein Tintenfäschen und eine Feder um damit den Bericht für den Tribun zu verfassen. Unter stechenden Schmerzen schrieb sie den Brief, was man wohl auch an der Schrift erkennen konnte. Die sonst so saubere und feine Schrift war völlig krackelig und verzerrt.
Auch wenn sie wuste, dass sie den Brief so nicht auf den Schreibtisch des Tribuns legen konnte, wuste sie genau das sie es im Moment nicht besser hinbekommen würde. Aber was solls, dachte sie sich dann und ging hinauf um den Brief auf den Schreibtisch zu legen. Ehe sie danach wieder hinab zur Küche ging und nach langer Zeit, in der sie die starken Schmerzen ihres Armes spürte fielen ihr irgendwann die Augen zu und schlief ein.

Der Beobachtungsposten

Verfasst: Sonntag 13. April 2008, 23:29
von Laskan Verses
Laskan brach sofort nach dem festlegen der Aufgaben nach Varuna auf, sein Siegelring der Eisenwart abgelegt, trug er nun keine Farben der Burg mehr, fast nackt fühlte er sich, jedoch wusste er nur um eins, sein ziel. Er musste den Aufenthaltsort des Fürsten ausfindig machen.

Die Tore von Varuna, nachts kaum ein Mensch ausser den Wachen der Stadt ist zu sehen, Laskan geht mit ruhigen schritten durch das Tor seine Augen liegen wohl wachsam auf jeder Wache, ein Dolch ruht unter dem Mantel, für den Fall der Fälle. Seine Schritte sind gewählt und er näherte sich seinem Zielobjekt, dem Haus von der Ex-Geliebten des Fürsten, denn dies war der einzige Anhaltspunkt, den er und die Legion hatte, diesen hat ihnen Legionär Rabenstein gegeben.

Am Haus angekommen horchte er am Haus es schien keiner dort zu sein, neben dem Haus eine sehr kleine Gasse im dunklen ist es rabenschwarz in der Gasse, Laskan verschwindet von den Straßen in den Gassen und nun heisst es nur eins warten bis sich etwas bewegt.

Verfasst: Montag 14. April 2008, 00:57
von Kyara Dilangra
Kyara gab die Suche nach Aventius auf und ritt wieder zurück zu
den sichren Mauern der Burg Eisenwart.
Die Wachen teilten ihr mit, dass er vor nicht all zu langer Zeit
eingetroffen war und sich nun im Keller befindet.
Schnellen Schrittes begab sie sich nun dort hin.
Gewiss wusste sie nun: Synessia ward gefunden.
Warum sonst sollte er sich dort befinden?

Mit einem unguten Gefühl im Bauch öffnete sie die letzte Tür zu den Kerkerzellen.
Dort stand er, redegewandt mit seinen weisen Worten und bestimmend wie immer.
Sie trat näher und erblickte nun auch Synessia, die steht’s ein freches Mundwerk hat,
egal in welch schlechter Situation sie sich auch befinden mag.
Aventius nickte ihr dann sachte zu und sie lauschte weiter seinen Worten.
Ab und an machte sich ein seichtes Schmunzeln in ihrem Gesichte breit und
nickte hier und da eifrig zustimmend mit.

Nach einigen Minuten kam Shessidyr dann auch in den Kerker
hinunter und lauschte ebenfalls seinen Worten.
Doch Kyara fing allmählich an zu zweifeln und bat Shessidyr, sie hindurch zu lassen.


„Du gehst schon?“ fragte Shessidyr neugierig und mit leiser Stimmlage.

„Ja, aber ich bleibe noch ein wenig in der Burg.“ antwortete Kyara ihr.

„Ist denn alles in Ordnung mit dir?“

„Ich mache mir nur zu viele Gedanken…“

„Dann kehre zurück, wenn du deine Gedanken wieder richtig sortiert hast.“


So ging das flüsternde Gespräch zu ende.
Im Burghof beim Übungsplatz machte Kyara sich nun weitere Gedanken,
über die Worte, welche Aventius zu Synessia sprach.

Er könnte ihr so viel antun…
Sie foltern, ihr Schmerzen zufügen…
Sie leiden lassen…
…doch sprach er etwas aus was Kyara Sorge bereitete.
Er sprach von Volllüsternen Gedanken. Der Lust…

Lust… es war so ein vielseitig einsetzbares Wort,
welches Kyara Kopfzerbrechen bereitete…
Lust… würde er es wirklich wagen, sie jemals zu betrügen…?
Lust… dieses Wort ließ sie zweifeln…

Sie zweifelte langsam daran, ob es wahrhaftig gut sei,
dem Meister so blind zu vertrauen, wie Aventius es tat.
Jedes Mal war er bisher so gewesen, wenn es darum ging,
einem anderen Menschen Leid anzutun,
wenn dieser Jene den Burgherren beleidigte oder die Mauern anzweifelte.
Er strahlte Kühle aus, keinerlei Liebe.
Doch vielleicht will er seinem Feind nur nicht zeigen,
dass auch er selbst verletzlich sein kann, Liebe empfinden kann.
Der Meister, vielleicht hilft er ihm diese Kühle zu erlangen...
Ihn so stark zu machen...

Sollte sie sich ihm auch so hingebungsvoll zu wenden?

Sie will es versuchen.
Sie will fester denn je an ihn glauben.
Sie will ihn ehren und ihn schützen.

Denn wenn ihr Geliebter an seiner Macht teilhaben kann,
so will auch sie seine Macht
spüren und nutzen.
Sie muss den Weg folgen!
Er ist doch der einziege Weg!

Verfasst: Montag 14. April 2008, 12:30
von Synessia Maydra
Was hecken die wieder aus dachte sich Synessia, die einen Tag unbehelligt im Kerker gesessen hatte. Weder hatte man sie in eine Zelle verlegt ohne Pritsche, noch hatte man ihr die Decke genommen. Sie konnte sogar schlafen, auch wenn die Pritsche aus rauem Holz bestand und ihre Haut bearbeitete wie eine Feile.

Sie hörte schritte, es wurde Licht, und eine Person trat vor ihr Gitter. Jetzt gehts wieder los dachte sie sich, die Person trat hinein. Dieses Lächeln, auch wenn die Frau versuchte, es so echt wie möglich wirken zu lassen, Synessia hatte in ihrem Leben viel Lächeln gesehen und das einzige dem sie glaubte, war das von Tyrius.

Oh wie recht sie doch hatte. Nach irgendwas schien sie zu suchen, riß Synessia die Decke weg. "Brauchst wohl was zum satt sehen, wie?" meinte diese bissig. "Sattsehen an einer Verräterin wie dir?" war die Antwort darauf. "Die Verräterin bin nicht ich. Das kapiert ihr nur nicht." entgegnete ihr Synessia. Leises Lachen war die Antwort darauf.

Die Frau hielt ihr einen Ring hin und meinte, wenn sie noch zur Burg gehören wolle, zum Zusammenhalt, müsse sie den Ring tragen. Was soll das, was soll der Scheiß? dachte Synessia, hielt die Hand hin und meinte "Leg mir den Ring da hinein, ich steck ihn selbst an." Der Ring geriet in ihre Hand, doch das Handgelenk wurde festgehalten und ihr wurde der Griff ihres Dolches übergezogen. Benommen sank sie darnieder, von der Frau zu sich gezogen, von der Pritsche herunter. Syn spürte, wie ihr ein dünner Draht um die Fingerwurzel des rechten Ringfingers gezogen wurde, der Draht schnürte sich allmählich zu...

"Was machst du da.." fragte Syn benommen, die den Schmerz allmählich wieder spüren konnte. "An deine unwürdigen Finger wird sich nie mehr einer dieser Ringe befinden!" antwortete die Frau, gehässig lachend. Dann ein weiterer Ruck, der Draht zerbrach den Knochen.. der Finger fiel zu Boden. Synessia schrie wie am Spieß, Blut strömte aus der Wunde und sie versuchte, mit der anderen Hand jene Verletzte wieder zu befreien. Doch kaum gelang ihr das, wurde die andere Hand ergriffen und auf die Pritsche gedrückt.

"Keine Angst, jetzt gehts schneller!" meinte sie... und mit der Klinge des Dolches hackte sie zielgerichtet auf den Finger, Synessia schrie, sie flehte. "Nicht den anderen Finger, nein, bitte!" Doch es war zu spät. Auch der andere Ringfinger lag nun dort, von seiner Hand getrennt. "Du wirst nie wieder einen unserer Ringe tragen, Unwürdige!" meinte die Frau, die sich aus der Zelle begab, die beiden Finger wie Trophäen in dem Beutelchen verschwinden ließ, aus dem sie den Ring geholt hatte. Sie ging fort, ohne noch einen Blick in die Zelle zu werfen. Synessia griff nach der Decke, wickelte sie um ihre Hände, presste alles gegeneinander und kauerte sich in die kalte Ecke der Zelle. "Meine Finger, meine Finger.." diese beiden Worte jammrte sie eine Weile, dann schwieg sie die ganze Nacht über. Als jemand kam der ihr Verpflegung brachte und die Hände verband, fragte man sie wer dies getan habe. "Ich kenne ihren Namen nicht, aber es war nicht die Verrückte, nicht die Schreinerin und nicht Helena". Viridian schien das auszureichen, denn er lächelte sacht. Er ging wieder, der Rest der Nacht bleib einsamer.

Immerhin waren es nur zwei Finger, und nicht ein ganzer Arm dachte sie und blickte in der Nacht auf die Verbände an ihren Händen. Was würde man ihr wohl noch nehmen? Vielleicht den Verstand? Dann doch lieber einen Arm... Oder... Oh Tyrius, wo bist du nur...

Verfasst: Montag 14. April 2008, 17:27
von Kajol Kalveron
Nach einem späten Gespräche mit dem Tribun über das Geschehene des Abends...


Der dunklen Stunden, so alles schlief und nur wenige Laute den weiten Wäldern Lameriast entkamen, saß Kajol der Zinnen der einst so stolzen Eisenwart… Einst…?
Was nur ward geschehen? Der Fürst, verschwunden… Wie konnte Khazkal die seinen auf diese Weise zurücklassen? Ohne Frage, er hatte sich entwickelt, seit damals, seit der Anfänge. Und dennoch…

Sie bekam die Worte nicht aus ihrem Kopfe… „Des Fürsten Wille“, „so wie es der Fürst wünschen würde“… Welch Narretei… Wenn es wirklich der Wunsch und der Wille des Fürsten wäre, der all jene Handlungen Eisenwarts bestimmte, so würde auch der Wille fortzugehen akzeptiert werden MÜSSEN. Ob Eisenwart es wollte, oder nicht…

Ist es nicht die Aufgabe der Mannen Eisenwarts, eben Eisenwart selbst zu schützen? So der Fürst fort ward, seine Aufgabe fortzusetzen? Befehlen zu folgen und nach Willen zu handeln, heißt nicht stets den gefallenen Worten oder Taten folge zu leisten. Der Schwur… das geben des gänzlichen Seins an den Fürsten, trägt ebenso die stillschweigende Verantwortung inne, des Fürsten Taten abschätzend zu betrachten und Worte diskret zu korrigieren. Gewiss, er ward der Fürst, er, Khazkal Deslon. Ein jeder Eisenwartler folgte ihm blind, doch zu erkennen, dass auch jener ein Mensch sein, ist eine scheinbar kaum lösbare Aufgabe.

Damals…

„Der Fürst im Kerker Rahals?!“. Es ward kaum zu fassen… Nicht lange haderte der weibliche Part der Kalverons, sich von Taskia „bürgerliche“ Kleidung zu besorgen du direkt der Panthersstadt zu schreiten. Nicht lange verharrte sie des Hauptmannes und jenem feigen Gardisten gegenüber, so sie diskreter Verhandlung des Fürsten Ehr’ aufrechthielt. Nur wenige Augeblicke Später ward jener erneut des freien Fußes, innehabend die ausgesprochene Entschuldigung jener Rahaler.

Wie konnten sie es wissen? Die Jungspunde Eisenwarts? Woher das Wissen über des Fürsten, gar Eisenwarts Beginn? Heldenhaft, gar glorreich, die Erfahrung alter Zeit darniederschmetternd.

Es geht nicht um den reinen Willen… Der Wille ward es Eisenwart zurückzulassen… Der Wille wird es sein, zurückzukehren. Vielleicht.

Doch das, was den Willen ausmacht, ist es im Sinne es Fürsten und der Eisenwart zu handeln. Eisenwarts ward der Fürst. So ist es dennoch die Aufgabe Eisenwart, den Fürsten seiner Verantwortung zu erinnern und der heimischen Zinnen zu führen. Folgen von Missetaten, so sie denn geschehen, zu beseitigen, ehe sie bekannt seien.

Stille, mitdenkend intelligente und ebenso konsequente Diener im Schatten des Fürsten...
Doch nicht, niemals, eine willenlose, dumme Marionette...

Spät Nachts ... Ein einzelnes Gebet ... neue Hoffnung?

Verfasst: Montag 14. April 2008, 18:30
von Tyrius Sendar
Mit einem Aufschrei fährt Tyrius aus dem Schlaf hoch.
Schweiß läuft seinen Körper herunter und sein Herz rast. Die Augen weit im Schock aufgerissen presst er sich eine Hand auf den Brustkorb.
Um Atem ringend krallen sich seine Finger zusammen und er erhebt sich um hinüber auf den Balkon zu gehen.
Er blickt in die kühle Nacht hinaus. Die Sterne stehen wieder hoch am himmel und die Ebene ruht dunkel und ruhig unter ihm.

Er hatte Selina, Arsen und Sarah in Bajard getroffen gehabt.
Selina hatte ihm teilweise gute Nachrichten für ihn gehabt. Sie war in der Burg gewesen und hatte wohl mit Viridian gesprochen.. auf jeden Fall wurde wohl die Folter Synessias unterbunden.
Doch da es sich immer noch um die Eisenwart handelte war der Grund der Unterbrechung wohl eher der, dass Synessia eine weitere Folter nicht ertragen könnte ohne zu sterben.
Die Schmerzen, die er die letzten Nächte und besonders in dieser Nacht gespürt hatte verhießen nichts gutes.
Sie war gequält, ihr Leib geschändet wortden, das wusste er, woher war er sich nicht ganz sicher. Ob wirklich nur Gefühl oder mehr? Jedoch blieb ihm so nur eines zu Hoffen.
Er konnte nur hoffen, dass sie es nicht schaffen würden ihr Herz, ihre Seele zu verletzen.

Selina erzählte auch, dass sie Armoran von Kalisha erzählt habe und das dieser etwas in diesem Punkt unternehmen wolle.
So hatte Tyrius sich also erzählen lassen, was Selina und Arsen alles über Kalisha, das Fräulein Thamdor, wussten. Es gelang ihm durch diese Erzählung ein recht genaues Bild der Problematik zu erlangen.

Man würde also an ihr vorbei müssen hatte sich herausgestellt und dies würde sowohl einfach wie auch kompliziert werden.


"Alles beginnt sich einem Raster gleich anzuordnen.. nun muss ich nur noch dieses Raster von der richtigen Stelle aufgreifen und es aufdröseln. Dann habe ich alles erreicht was es mir zu erreichen gelingen könnte..
Beginne ich jedoch Falsch, so bedeutet dies im zweifelsfalle meinen eigenen Tod.."


Kalisha... Sie würde eine Hürde darstellen, die es zu umgehen hieß.
Es müsste ein Risiko eingegangen werden um herauszufinden, ob die Vermutungen stimmten.
Außerdem dürfe sie nicht dahinter kommen, dass etwas geplant würde...


Langsam geht er zum Bett zurück und legt sich wieder in die Felle.
Er würde noch ein paar Stundenläufe schlafen müssen. Später würde Titus ihn weiter ausbilden beziehungsweise würden sie wohl den Segen über seine Rüstung sprechen.

"Noch zwei oder drei Tage...", sinnierend blickt er zur Decke auf, "... noch zwei oder drei Tage, dann kehre ich zurück... Synessia.. glaube an die Hoffnung... ich komme..."

Dann atmet er einmal tief durch und legt die Handflächen ineinander sich im Schneidersitz aufsetzend.

'Sternenvater...
... ich Dein Diener bitte Dich ...
... entsende ihr Deine Gunst ...
... sende ihr Deine Kraft ...
... schütze sie ...
... behüte sie ...
... Dein Licht sei ihr Schild ...
... Lasse kein weiteres Unrecht ihr zugefügt werden ...
Sternenvater,...
... ich bitte Dich.. nein ich flehe Dich an...
Gib ihr was sie braucht... Gib ihr die Kraft durchzuhalten...'


Leise klingen seine Worte im Geist aus und er sinkt einen Augenblick in Gedanken und konzentriert sich auf ein Bild von Synessia, welches sich wie ein Brandmal in seinem Kopf festgesetzt hat, ehe er dann langsam in das Bett zurück sinkt und sich noch ein paar wenige Stunden schlaf gönnt.

Verfasst: Dienstag 15. April 2008, 16:40
von Armoran Mares
Die Versammlung war im Gegensatz zur gestrigen Erfolgreich. Alles war geplant. Es war perfekt durchdacht. Die Aufgaben waren an die Richtigen verteilt.

Die einzig wahre Aufgabe, um den Erhabenen wieder bei ihnen zu haben war geplant. Die Theorie war durch, nun war die Praxis an der Reihe. Alle waren dabei an ihre Aufgaben zu gehen. Die Observation, die Planung des geheimen Eindringens in das Haus, Umgebung und Lage alle hatten ihren Befehl.

Doch es sollte nicht so sein, dies alles wurde Armoran klar als der Prätorianer nach dem Tribun rufend in den Bergfried stürmte.

Eine Gute und eine Schlechte Nachricht.

Die Gute: Der Fürst war gefunden worden.

Die Schlechte: Er wurde im Moment von varunesischer Garde abgeführt.

Diese 2. Nachricht warf die ganze Planung um, alles drohte zu scheitern. Sie konnten doch nicht in die Festung der Garde eindringen... dies konnte nur Einer.

Neue Pläne wurden profisorisch erstellt.

Kalisha, sie als Mitglied der Garde könnte ihnen behilflich sein Khazkal zu retten.

Der Orden der Temora, sie könnten vielleicht durch Beziehungen zur Varuna und der Garde etwas bewegen was uns unsere Aufgabe erleichtert.

... dann war da noch der Plan in die Festung einzudringen und dieser sogenannte Eine. Es war der Schatten, wie ihn nur wenige kanten unter Malachai Schwarzmourne.

Dies war alles was ihm spontan Einfiel.. Armoran entsand Laskan um den Fürsten eine Nachricht zu überbringen, den Siegelring Armorans. Es war jener den er auch an dem Tag trug als er mit dem Blutschwur in den ewigen Eid ging. 3 Jahre ist es her und jener trug noch immer das eingetrocknete Blut des Tages. Er sollte Khazkal klar machen das Armorans Schwur noch nicht eingelöst ist und bis hin zu seinem Tod.

Alle waren weg, Armoran waren alleine. Die beste Zeitpunkt um einen vertrauensvollen Boten auszusenden der nach dem Schatten suchen sollte um ihm die Lage zu schildern...

Verfasst: Mittwoch 16. April 2008, 10:56
von Malachai Schwarzmourne
Ein Hämmern an der Tür riss den Schattenlord aus seinen Gedanken und eiligst trat ein Schatten vor seinem Tische.
„Mein Lord, ich komme gerade von Lameriast…“
„Und mein treuer Gefährte, was gibt es zu Berichten?“
„Leider keine Spur von eurer Frau auf dieser Insel. Krazias und Andor durchsuchen noch die Südseite der Insel und die Orkenlager nach…nunja…“

Es war dem Schatten sichtlich unangenehm das auszusprechen, was er dachte und so schnitt der Schattenlord ihm ins Wort.
„Und weiter, habt ihr sonst etwas entdeckt oder seit ihr nur gekommen um mir zu sagen, dass ihr nichts entdeckt habt?“
Sichtlich erleichtert atmete der Schatten auf und sprach weiter.
„Doch mein Lord, es ereignete sich auf der Burg Eisenwart.“
Der Schattenlord horchte nun genauer auf, sein Blick fixierte den Schatten vor sich und lauschte seinen weiteren Worten.
Es gäbe dringende Nachricht von Eisenwarts Angelegenheiten? Was mögen jene sein, dass es Wert seie, es zu berichten?
„Ich nahm jene Wege, die ihr mir gezeichnet habt um unerkannt nahe an das Burggeschehen heran zu treten.“
Dem Schattenlord war bewusst, dass Inara sich sicherlich nicht auf der Burg befinden würde, ohne dass er davon wüsste, noch wollte er irgendwelches Misstrauen mit der Spionage auf der Burg zeigen. Nein, trotz seines, schon vor langer Zeit geschehenen Fortganges von der Burg stand jenes Gemäuer mit seinen Mannen und Frauen weiterhin tief in seinem Herzen und auch weiter würde er dieser Burg dienlich sein, so wie diese Burg auch ihm dienlich ist, wenn er ihre Hilfe am nötigsten bräuchte.
Er hörte jetzt schon Armorans Stimme in seinem Ohre, wie er stolz brüllte:
„Eine Legion - Eine Gemeinschaft - Ein Zusammenhalt.“
Ein lächeln entzückte seinem Gesicht, als der Schatten weiter sprach.
„Nun, soweit ich es verstand, ging es um eine Bestrafung einer Frau, die den Kodex der Burg brach. Sie wurde hinaus geführt und sollte Schläge erfahren. Armoran Mares, der Tribun, verkündete das Urteil, doch stellte sich zu der Dame. Er sah es als seine Pflicht an, als Führer der Mannen auch die selbe Strafe zu empfangen, da er selbst auch ein Versagen in seiner Handlung sehe.“
Der Schattenlord schüttelte kurz den Kopf. Das sah diesem Narr wieder ähnlich. Bewundernswert, dennoch Törricht, aber Bewundernswert von Armoran. Diese Loyalität gegenüber der Burg und seinen Pflichten waren es, die Malachai immer an ihm schätzte.
„Und weiter?“
„Nun, es gesellten sich andere dazu, bald die ganze Legion und der Burgherr sprach dann von Verrat gegen seinem Worte, gegen der Burg. Nunja, es ging Blitzschnell, Menschen gingen zu Boden, eine Frau wollte den Burgherren niederstrecken.“

Die Augen des Schattenlords weiteten sich, er erhob sich Blitzschnell und hämmerte mit beiden Fäusten auf den Schreibtisch und ehe er etwas sagen konnte, beantwortete der Schatten schon seine Frage.
„Der Burgherr Deslon ist geflohen mein Lord.“
Der Schattenlord atmete aus, sichtlich erleichtert und liess sich dann wieder nieder.
„Sonst noch etwas?“
Der Schatten vor ihm verneinte.
„Gut, ihr macht euch wieder auf den Weg nach Lameriast. Sucht Khazkal Deslon.“
Der Schatten nickte.
„Soll ich ihn zu euch bringen mein Lord?“
„Nein, haltet beide Augen offen und wachet über meinen alten Freund. Sorgt dafür, dass ihm kein Leid widerfahren wird und beschützt ihn, falls er angegriffen wird. Erst dann könnt ihr euch ihm Gegenüber zeigen und bringt ihn zu mir.“
„Aber…“
„Vertraut mir. Khazkal Deslon ist von stolzer Natur. Es würde ihn mehr als Kränken, wenn er wüsste, dass ich ihm einen Aufpasser auf den Hals gehetzt habe, noch wenn er hört, dass wir von der Misere auf der Burg Eisenwart wüssten. Khazkal wird sich für Unfähig zur Leitung der Burg halten, er ist es sicherlich nicht, ich weiß es, war ich doch seit der Gründung Mitglied dort. Ich sah selbst, welche Führungskräfte er in Zeiten der Not besitzt. Mehr als einmal hat er das Leben aller Burgler gerettet. So erbieten wir ihm die Ehre, wenn wir unwissend tun, solange es sich vermeiden lässt, Wissen zu offenbaren.“

Der Schatten nickte und wandte sich dann ab.
Der Schattenlord strich sich die Kapuze ab und entfernte die Maske. Malachai war sichtlich am Schwitzen und er fuhr sich mit der Hand durch die feuchten Haare.
Es tat ihm Leid, dass er nicht selbst sich dieser Sache annehmen kann, doch die Suche nach Inara, seiner Geliebten Frau war zu diesem Zeitpunkt wichtiger. Zumindest solange, wie Khazkal nicht in Gefahr schwebte oder er um Inaras Sicherheit wüsste.