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Verfasst: Sonntag 25. September 2005, 11:34
von Erinna Hinrah
Ein Wolf. Anghar und sie unterhielten sich, als ein Wolf aus dem Nebelwald angehumpelt kam. Erinna sah ihn aus den Augenwinkeln und wendete sich mitten im Gespräch von Anghar zum Wolf.

Nanu? Hast du dich verlaufen?


Leise sanft sprach sie, musternd gingen ihre tiefschwarzen Augen über das Tier. Das Tier wendete sich ihr zu und deutlich konnte sie das Humpeln sehen und im Sonnenlicht das Glitzern im Fell.

Ohje, hast du dir etwas eingetreten?

Winseln als Antwort. Zögernd kniete sie sich hin, langsam und behutsam, jederzeit bereit ihren Hals zu schuetzen und aufzuspringen. Vorsichtig streckte sie ihren Hand langsam zu dem Tier aus, das ihr mit dem Kopf bis zu ihrem Brustkorb kam.

Keiner Angst mein Schöner, ich tu dir nichts. Ganz ruhig.


Beruhigend klang ihre leise sanfte Stimme und vorsichtig strich sie mit den Fingerspitzen durch sein Fell, kaum spürbar zog sie die Glasscherben aus seinem Fell, ehe ihre Finkerspitzen die Flanke herunterglitten. Der Wolf schnueffelte an ihr und beobachtete sie die ganze Zeit. Er schien den Wolf in Erinna zu spüren und ihr zu vertrauen.

Schön ruhig mein Schöner, ganz ruhig

Die ganze Zeit murmelte sie leise sanft zu dem Tier, das ängstlich winselte als sie sich der Pfote näherte. Sie begann eine sanfte MElodie zu summen, die eine beruhigende Wirkung auf das Tier hatte. Langsam umschloss sie die Pfote mit ihrer schmalen zierlichen Hand und brummte unbewusst wie eine Wölfin die ihr Junges beruhigt und der Wolf schien den Brummton gut zu kennen. Langsam konnte sie die PFote etwas drehen, um es sich genauer ansehen zu können und entdeckte eine Glasscherbe in der Pfote.

Sanft aber bestimmt drückte sie mit der freien Hand gegen seine Schulter, so das der Wolf sich auf sie Seite legte. Mit einem Wink und den Worten.

Anghar ich brauche dich, du musst ihm das Maul zu halten, wenn ich die Scherbe ziehe. Dieser hier ist im Gegensatz zum letzten Wolf bei all seinen Kräften und kann mich muehelos schwer verletzen. Er wird es nicht mögen, aber es geht nicht anders. Er wird im Schmerz instinktiv versuchen zu beissen. Ich will ihn nicht betäuben, dann wäre er eine viel zu leichte Beute fuer andere Tiere.


Langsam nickte Anghar. Ihre schmale zierliche Hand umschloss die Pfote fester, damit das Tier sie nicht wegziehen konnte und mit der anderen Hand zog sie geschickte die Scherbe aus der Pfote, in der gleichen Sekunde hielt Anghar dem Tier das Maul. Laut winselte das arme Tier und wieder gab Erinna unbewusst den Brummton von sich.

Cailly war hinzugekommen und Erinna warf ihr einige Gingsengwurzeln zu, sie wusste das Cailly sie zerkauen würde, denn den Brei brauchte Erinna. Mit einer sauberen Bandagen wischte sie das kommende Blut ab, Anghar hatte die Schnautze losgelassen und wie der Wolf seine Schnautze so im Gras abwischte, musste Erinna doch leise hell auflachen. Wärend Cailly die wurzeln zerkaute, begann Erinna eine Bandage zu einem Viereck zu legen. Cailly reichte ihr den Brei den Erinna teils in die Wunde einrieb und teils auf die Bandage tat.

Der Wolf winselte wieder und Erinna legte das Quadrat um die Pfote und Bandagierte jene dann so, das der Wolf nicht gehindert würde beim späteren Laufen. Dann lies sie die Pfote los und Alli die ebenfalls dazu kam, brachte schnell rohes Fleisch. So musste der Wolf an dem Tag nicht mehr jagen, und konnte seine Pfote ruhen.

Bevor der Wolf ging, stubste er sie Dankbar mit der Schnautze an und schmiegte sich fuer wenige Sekunden an sie. Ein warmes Gefühl durchströhmte Erinna. Sie hatte diesem Wolf hier helfen können und das gab ihr jenes Gefühl. Mit leicht feuchten Augen blickte sie dem Wolf hinterher, der davontapste und rief ihm noch nach

Vielleicht kommst du mich ja mal besuchen du

Der Traum

Verfasst: Montag 26. September 2005, 11:19
von Erinna Hinrah
Der Tag war wunderbar verlaufen. Erst die grosse Jagt mit Falk, Isgar, Freia, Ciesa, Raike, Kahor und Jamie, dann die kleine Jagt in der Nacht mit Kahor und hinterher mit Ciesa. Auch wenn der Ort schlecht gewählt war, hatte sie lange mit Kahor gesprochen und sie fing an den Mann zu mögen, als Freund und Lehrer. Er schenkte ihr sogar seine silberne Axt und sprach ihr Mut zu.

Als sie zum Schluss mit Ciesa nach Hause kam, blieben beide verblüfft an der Palisade stehen. Wo war Tissaja? Ciesa sankt auf die Knie und Erinna sah deutlich Trauer in de Gesicht der jungen Frau. Es war jetzt Erinna egal wie müde sie war, wie sehr ihr die Knochen von beiden Jagten wehtaten. Sie nahm ihre Fackel und begann die Gegend abzsuchen. Ein Pferd konnte doch schliesslich nicht einfach so verschwinden. Und doch, es konnte. Nirgends fand Eri eine Spur von dem Tier und sie und Ciesa grübelten, wer es entführt haben könnte, oder ob gar die Thuren es gegessen hatten?

Still hatte Eri Ciesa in den Arm genommen und über den Rücken gestreichelt. Sie hatte in dem sonst doch recht hartem Gesicht den weichen Kern gesehen und das brachte ihr der jungen Frau sehr viel Symphathie entgegen. Irgendwann hoerte sie wie Ciesa ihr eine gute Nacht wünschte und sie rappelte sich auf. Sie lies Ciesa ihren Kaninchenfellumhang dort, denn jene wollte an der Palisade bleiben und auf ihr Pferd warten.

Schnell hatte Eri überall die Kerzen und Fackeln gelöscht, denn noch hatte ihr niemand gesagt ob die Thuren nun doch nicht kämen. Danach sank sie in ihre Felle und den Blick auf den Himmel gerichtet schlief sie irgendwann ein.


- Leises Hufgetrappel, es kommt näher. Sie rennt so schnell sie kann, stolpert über Äste und Wurzeln. Der Hunger nagt an ihr, doch die Angst nagt noch stärker. Silberne Rüsstungen blitzen im Sonnenschein. Mit aufgerissenen Augen, sich immer wieder umsehend, läuft sie tief in den Wald.
- Ihr ist schwindelig, sie befindet sich in einem Dorf. Sie rufen "Monster" und werfen mit Steinen. Nichts sagen, nicht weglaufen, es tut weh, aber sie darf sich nicht wehren, weil sie sonst wieder mit Pferden sie jagen. Die blonden Haare haengen in Strähnen, die Kleidung vor Dreck erstarrt.
- Blut, sie riecht es deutlich. Es gefaellt ihr und doch ekelt es sie an. "Marla wo bist du?" Das Kind, es liegt im Blut. Sie sehen Eri, sie schauen wütend, sie schreien irgendwas. Fliehen, weg hier.
- Flammen züngeln hoch, es ist heiss, ein verkohltes Gesicht am Fenster, mehr Knochen als noch Fleisch, es ruft "Lauf Eri, lauf" und sie läuft, läuft vor den silbernen schreienden Rüsstungen davon, in den Wald. Äste schlagen in ihr Gesicht.
- Wölfe, es ist kalt, es ist dunkel, aber sie hört das schnuppern, die leisen Tapser auf dem Waldboden. Keine Angst haben, nur tot sein. Sie spürt einen Atem in ihrem Gesicht. Schwarze goldene Augen treffen auf gräulich goldene. Keine Angst haben, etwas warmes liegt neben ihr. Wieder ein Blick zur Seite, wieder grau goldene Augen. Vertrauen Geborgenheit.
- Silberne gerüsstete Hände greifen nach ihr, sie will rennen, doch sie kann nicht, ihre Beine bewegen sich. Die Hände kommen näher.


NEIIIN


Mit einem hohen Schrei wurde sie wach. Schweissgebadet richtete sie sich auf. Es dauerte bis sie wusste wo sie sich befand. Ihr Welpe kam zu ihr und schnupperte besorgt an ihr. Ihr Atem ging schnell wie als wenn sie gelaufen wäre. Leise begann sie zu weinen und drückte ihren Welpen an sich. Hatte das denn nie ein Ende? Zitternd stand sie auf und tapste im NAchthemd die Treppe zur Kueche hinter und trank gierig aus dem Wasserkübel. Sie benetzte ihr Gesicht mit dem kühlen Nass und versuchte den Traum zu verdrängen.

Verfasst: Dienstag 27. September 2005, 23:48
von Erinna Hinrah
Still hatte sie den Raum verlassen. Alle hatten sich vorgestellt, sie brauchte sich nicht Lina, Rafael und Arton vorstellen, die kannten sie ja bereits. Ihr war aufgefallen, dass alle die sich vorstellten etwas anfügen konnte. Luciana zum Beispiel, konnte sagen Welpe und Schneiderin des Clans. Lina gehörte zur Alianz und war dort die Heilerin. Die Hinrahs konnten alle sagen aus dem edlen Blute derer des Thrail. Aber sie? Sie war einfach nur Erinna.

Welpe ja, aber das waren alle Anwärter im Clan, aber sie war keine Schreinerin des Clans, oder Schneiderin des Clans, sie war einfach nur Erinna. Wiedereinmal fühlte sie sich nicht dazugehörig. Leise schlich sie in ihr Zimmer und Räumte alles was schwer war, was sie nicht brauchte in ihre Kiste. Ein Douplet und eine kurze Hose streifte sie sich an und eine Robe.

Danach schwang sie sich auf ihre Stute und ritt still nach Berchgard. Sie wusste nichtmal ob irgendwer ihr verschwinden bemerkt hatte. In Berchgard band sie ihre Stute fest und verkroch sich im Lagerhaus oben unter das Bett. Sie fühlte sich muede und geschwächt. Seit Tagen hatte sie nichts mehr gegessen und auch kaum getrunken.

Wenn sie nicht mehr da war, war eine Sorge weniger in Lailas Herz, das wusste sie und sie wusste auch, Cailly würde irgendwann ein eigenes Kind haben und sie würde sich noch mehr nicht dazughörig fühlen. Sie seufzte leise. Morgen, oder übermorgen vielleicht, würde auffallen das sie gar nicht mehr in der Festung war. Sie hoffte innerlich das Shaja sich um ihren Welpen kümmern würde und um das Kaninchen.

Still zog sie die Robe enger um sich und weinte sich wie seit einiger Zeit in den Schlaf.

Verfasst: Mittwoch 28. September 2005, 14:55
von Erinna Hinrah
Kleines, was meinst du warum Aisling den Bären hat?

Hatte er gesagt.

Wozu der gut war sieht man ja

Antwortete Eri ihm kalt. Sie hatte ihren Welpen auf den Hof gebracht, als sie sah, das der Bär wohl zu lahm war zum jagen und die Kaninchen seelenruhig das Feld abnagten.

Schnell nahm sie ihren Welpen hoch und murmelte.

Komm mein kleiner, wir werden eben nicht gebraucht.

warum auch? Shaja war da, die konnte schnitzen, Isgar und andere konnten mit Waffen umgehen. Es waren zwei Schneider vorhanden. Wozu sollte man gerade sie noch brauchen. Es gab fuer sie nichts mehr zu tun, waren ja jetzt andere da. Tränen liefen ihre Wange herab, als sie den Welpen bei Tim und Lauri in den Garten unterbrachte und dann wieder fortritt. Einsam durch die Lande. Irgendwo gab es bestimmt etwas wo man sie brauchte.

Sie nannte Falk und Cailly " Mah" und "Dah" aber ihr war aufgefallen, auch wenn Falk es ihr angeboten hatte ihn so zu nennen, dass er sie nirgends als seine Tochter vorstellte. In ihrem Kopf kombinierte sie daraus, dass er sie eigendlich doch nicht als Tochter wollte.

Ungewollt

Schoss es ihr durch den Kopf. Genauso ungewollt wie schon damals, als ihre richtigen Eltern sie verkauften. Genauso ungewollt wie das ganze Jahr über wo sie jeder gejagt hatte. Ihr kleines Herz zog sich bei den Gedanken zusammen und sie rollte sich an irgendeine Hauswand zusammen.

Ungewollt, du bist ungewollt.

Nagte der Gedanke in ihrem Kopf herum. Die Gasse in der sie lag war klein und schmal, die Leute die vorbeigingen an den Enden bemerkten sie nicht. Ihr war es egal. Langsam wurde ihr einfach alles egal.

Verfasst: Donnerstag 29. September 2005, 10:10
von Erinna Hinrah
Muede hob sie den Kopf. Sie fühlte sich als habe sie gar nicht geschlafen. Lange, sehr lange hatte sie mit Falk gesprochen. Sie verstand das alles irgendwie nicht. Er nannte sie wieder seine Tochter.

Sie war wütend gewesen, wie schon so oft. Der Clan war auf der Suche nach Banditen gewesen, die ein Kind ermordet hatten. Erinna sah Falk fallen, sie sah Isgar fallen und Jamie. Sie sah auch Laila fallen und es drängte sie nach vorne. Sie wollte beschuetzen. Im Kampflärm hoerte sie nicht, wie Falk und Laila wohl mehrmals sagten, dass sie zurück sollte. Als Falk richtig laut wurde vernahm sie es und trat zurück.

Ein Blick zu Raike, die sie wütend anfunkelte und der Rest folgte. Sie knurrte Raike ob des Blickes an und erntete von Falk ein knurren. Gekränkt dachte sie sich, was diese Raike ihr eigendlich zu sagen habe. Jene gehörte nichtmal zum Clan und war nicht ihre Mutter. Zu Hause hatte sie Falk drauf angesprochen und er sagte, sie sei eine sehr erfahrene Kriegerin und sehr stolz und dürfe sie deswegen zurechtweisen.

Wütend verlies Erinna die Schenke. Jemand anderes sollte sie erziehen dürfen? Wozu hatte dann Falk damals gesagt, das die Erziehung einzig den Mitgliedern des Clans oblag? Sie hasste dies Raike. Die ständig nur angurisch sprach und nur ständig was zu murren hatte. Am Anfang dieser jagt, war Erinna oft langsamer als sie, weil sie sammelte. Der Rest stürmte vorran, und als irgendwann auffiehl das Erinna hintendran zurückblieb murrte Raike gleich "Erinna, wer sonst"

Keine wenigen Minuten nach den Worten war es Raike die am Boden lag und Erinna meinte dazu nur. "Zu schnell sein, heisst auch zu schnell den Boden kuessen. Ich dachte immer das unüberlegte vorranstürmen sei eine Unart der Menschen" Fuer sie war Raike keine gute Kriegerin, sie lag ja eher und schneller als Falk.

Nachdem sie lange mit Falk gesprochen hatte, alleine, ging sie runter in die Schenke. Sie wusste Raike war da und sie wollte einfach nur einen kleinen neuen Schritt wagen. Wolf meinte sie solle sich doch zu ihnen setzen und Erinna kam nicht dazu irgendwas zu sagen oder sich zu erheben und dazuzusetzen. Mit harter Stimme meinte Raike gleich. "Will se ney. Die lauscht nur. Sowas gehört hier nicht her"

Mit einem lauten Knall flog die Schenkentüre zu. Sie gehörte nicht hierher? Was erlaubte sich diese Frau eigendlich, zu bestimmen ob sie hierhergehörte oder nicht? Das war einzig die Entscheidung von Falk und den anderen Clansmitgliedern, aber nicht Raikes. Da wollte sie einen Anfang machen und bekam dann so einen Schlag in den Magen. Nur weil sie ein Mensch war? Nur weil sie vieles nicht verstand? Nur weil sie kein Angurisch konnte? Was hatte sie der Raike eigendlich getan? Gar nichts. Sie hatte ja kaum mit ihr geredet. Eigendlich bis auf das einemal wo Falk sie ihr vorgestellt hatte, gar nicht mehr.

Was bildete Raike sich eigendlich ein. Im Traum hörte Erinna nur immer wieder "Sowas gehört hier nicht her" Alle anderen schliefen noch und so tapste sie nach oben und drückte sich in ihre Felle. Leise weinend schlief sie wieder ein.

Verfasst: Donnerstag 29. September 2005, 13:19
von Caillean Hinrah
Sie hatte Erinna nun schon einige stunden nicht mehr gesehen.. dabei war ihr Wildfang doch selten weit weg von ihr. Sie fegte gerade die Schenke auf, einer ihrer selbstauferlegten fruehmorgendlichen Pflichten, als sie einer Eingebung folgend nach oben ging zu Lucianas und Erinnas gemeinsamen Zimmer.

Mit leichtem Knarzen oeffnete sich die Tuere und sie steckte den Kopf hinein. Bis auf das wenige Licht der aufgestellten Kohlebecken, war es dunkel und ruhig. Sanft liegt das gruene Augenpaar auf wohl zwei wohlig eingemummelte Gestalten.

Mit zufriedenem Laecheln ging sie in die Kueche und bereitet alles fuers Fruehstueck vor fuer den Clan. Ihre Stiefel hatte sie ausgezogen, damit ihre Schritte auf dem Holz nicht so polterten.

Irgendwie kam sie in letzter zeit selten dazu mit Erinna zu reden.. Irgendwas bedrueckte ihr Toechterchen... doch solange erinna schwieg... konnte und wollte sie nicht helfen. Mit ihrem uebereifrigem Sinn nur die haelfte von dem was gesprrochen wird zu erfassen und das auch noch falsch zu versehen. Brachte sie nur kummer fuer in kleines Herz und lud sich durch einem Missverstaendnis nach dem naechsten auf.

Sie sorgte sich... Erinna hatte Lissie vorgeworfen sie sollte eine von jenen sein die Alatar anbeteten? weil sie ihren Zorn und ihre wut nicht kontrollieren koennte, weil sie hassen wuerde?

Caillean schuettelte den Kopf als sie die eier in die Pfanne schlug
Warum sollte jemand Alatar anbeten wenn er mal wuetend wurde? oder seinen Zorn nicht beherrschen konnte? Kam das von einem Selbst? oder von Alatar?

Erinna ist ein richtiger Trotzkopf. Sie versteht und hoert nur das was sie will und verdreht es dann voellig.. naja.. zumindest etwas. Sie fordert dass sie akzeptiert wird von allen, ueberlegt nicht, handelt vorschnell, nun sie ist wohl erst 14, kein kind mehr.. doch auch noch nicht ganz erwachsen.
und dieser Zorn der in ihr steckt weil sie angeblich zurueckgewiesen wird. Das wird noch Scherereien geben wenn sie sich nicht ein bisschen anpasst. Wir sind eine gemeinschaft und koennen uns nicht dauernd um sie drehen.

Hach nein.. was denk ich denn!? Meine Kleine bemueht sich doch so sehr.

Ich werde das mit Falk bereden... langsam weiss ich nicht mehr weiter. Wir geben ihr soviel liebe, zuneigung schutz und verstaendnis im Clan. und sie sieht nur dass sie als Kind behandelt wird von allen, was nicht stimmt. Sie hat hier ihre Freiheiten solange niemand gefaehrdet wird. Und sie sollte wirklich lernen ihren zorn zu beherrschen, sonst wirf ihr jemand anderer vor dass sie Alatar anbetet, wenngleich das niemand aus dem Clan tun wuerde und offen und ehrlich mit denen sie aneinandergeraet reden. Sie ist alt genug ihre Probleme selber zu loesen, wenn es nur so Nichtigkeiten sind.
*ein ernstes nicken folgt*

Ein Kind des Clans verkriecht sich nicht, weder in sich noch hinter andere

Verfasst: Donnerstag 29. September 2005, 14:11
von Erinna Hinrah
Wo war ihre Fröhlichkeit geblieben? Sie spürte irgendwas war anders an ihr. Sie spürte soviel Zorn in sich, aber sie begriff es nicht. Zorn eher auf sich selber. Alle hatten gesagt sie habe keine Schuld. Falk hatte es mehrmals gesagt. Freia auch und auch Kahor. Doch gab sie sich immer noch die Schuld.

Sie gab sich die Schuld, an Marlas Tot und dem Tot des Kindes. Es machte ihr Herz schwer und die ganzen Erinnerungen machten es nicht leichter. Sie versuchte ihren Zorn zu unterdrücken und machte es doch voellig falsch. Sie wollte sich nicht verkriechen, aber sie wollte auch niemanden mehr verletzten.

Müde ging ihr Blick umher. Sie hatte Liss und Keely getroffen und gespürt wie fremd sie sich geworden waren. Sie sehnte sich zurück, zurück in die Zeit von vor nur wenigen Wochen. Wo sie fröhlich herumrannte. Sie verstand nicht wieso sie sich so änderte. Auch wenn ihr Kopf sagte das sie Raike hasste, ihr Herz sagte ihr das sie Raike irgendwie doch mochte.

Sie hatte bisher immer auf ihr Herz gehört und sie verstand sich selber nicht mehr. Nachts die Träume und Tagsüber das grosse grübeln. Sie liebte den Clan und die "Wesen" die in ihm lebten. Angefangen vom Anguren zum Menschen bis zum Pferd. Sie hatte gesehen, dass an Vollmond nichts geschehen war, ausser ihren normalen starken Hunger.

Niemand hatte sie gejagt und doch gerade zum Winter hin verspürte sie starke Angst. Sie wusste nicht warum, doch traute sie sich nicht zu reden. Vielleicht war das Gefühl noch zu stark nicht verstanden zu werden.

Sie wollte reden, aber immer wenn sie den Mut zusammen nahm, verlor sie auch ihn gleich wieder. Es bedrückte sie, jedesmal wenn sie den Armreif sah. Er erinnerte sie immer wieder an ihre Vergangenheit. Immerwieder zerrte sie fast mit gewalt ihren Ärmel über den Armreif. Sie wollte nicht an die Vergangenheit denken.

Leise seufzte sie und setzte sich auf die Bank in der Schenke. Still blickte sie in die Flammen. Sie würde alles versuchen zu tun, um irgendwie dazuzugehören. Vielleicht klappte es ja irgendwann. Wieder seufzte sie leise und nahm sich ein Met von den Steinen. Sie hatte hier alles was sie wollte und sie wusste, sie trat es mit Füssen und es machte ihr das Herz schwer. Sie schimpfte sich selber undankbar.

Falk hatte ihr gesagt zugesichert, versprochen, das sie auch dann noch Tochter war, wenn Cailly ein eigenes Kind hatte. Leicht lächelte sie bei dem Gedanken. Dann senkte sie ihren Kopf und wartete auf die anderen. Es galt jetzt harte Arbeit, das was sie zerstört hatte wieder aufzubauen.

Verfasst: Freitag 30. September 2005, 10:33
von Erinna Hinrah
Sie hatte viel an dem Tag mit Freia gemacht. Wettdolchwerfen, Met eingekauft, viel gelacht und es machte ihr Spass. Dann hatte sie auf Falks Schoss gesessen, als er plötzlich anfing schwer zu Husten. Schnell, wie es sich fuer eine Tochter gehörte, holte sie ihm einen Hustensaft.

Irgendwann döste sie ein wenig und ging dann noch etwas an den Fluss. Laila war dabei und viel erklärte Laila Erinna, doch was, das würde Erinna fuer sich behalten. Irgendwann meinte Laila ob man nicht noch jagen gehen könne und sie nahmen Alliestra mit. Vor dem Huegelgrab nahmen die Zeitgeister Laila mit sich und Alliestra und Erinna gingen alleine rein.

Immer wenn Alli am Boden lag, kniete Erinna sich neben sie und sprach leise mit ihr, strich ihr Strähnen aus dem Gesicht und erklärte ihr eine Menge über den Kampf. Plötzlich spürte sie einen Reiz im Hals und sie fing an zu Husten.

Es tat ihr sehr weh im Brustkorb, doch noch glaubte sie das es eine normale Erkältung sei, schliesslich war sie viel im Regen gewesen, mit nackten Fuessen. Als sie zurückgingen, fühlte Erinna sich vom vielen Husten schlapp und ihr wurde schwarz vor Augen.

Bis zur Festung konnte Alliestra sie stützen, dann konnte Erinna nicht mehr weiter. Ihre Beine gaben unter ihr einfach nach und sie lehnte sich ins Gras plumsend an die Palisade. Schnell lief Alli rein und holte Hogarth. Er hob sie hoch und trug sie in die Festung.

Freia und Isgar waren heftig am Streiten. Irgendwo dumpf nahm Erinna Freias Stimme wahr und sie rief nach ihr. Schnell liess Freia Streit streit sein und rannte zu ihr. Fieber hatte begonnen den kleinen Körper anzufressen. Weit entfernt nahm Erinna noch wahr das Hogarth sie trug und sie spürte eine tiefe Dankbarkeit. Leicht schmiegte sie ihren heissen Kopf an sein Brustkorb wärend er sie in ihr Zimmer trug und sanft auf die Felle ablies.

Sofort rannte er los und ging einen Trank suchen. Wieder musste Erinna husten, krebsrot wurde sie dabei im Gesicht und ihre Lippen färbten sich kurz bläulich, weil sie schier rein gar keine Luft mehr bekam. Panisch versuchte sie an Luft zu kommen und klammerte sich dabei an Alli und Freia fest. Alli kühlte ihre heisse Stirn mit einem Tuch und sie spürte tief innern, das die beiden wahrlich um ihr junges Leben fürchteten.

Hogarth kam wieder und Freie flöste ihr einen Trank ein, den sie einfach in den Hals laufen liess, einfach automatisch schluckte. Was daneben ging wischte Alli sanft weg. Langsam ebbte der Husten ab und Erinna schien freier Atmen zu koennen. Leicht döste sie ein, doch war es ihr zu warm. Freia und Alli hatten den Raum verlassen um ihr Ruhe zu gönnen. Im halb döseligen Zustand zog Erinna sich die Kleidung aus und lechzte förmlich nach kühler Luft.

Luciana kam irgendwann in den Raum und deckte sie mit Fellen zu und Erinna fragte sie, ob sie auch die Flammen sehen würde. Lu wollte nochmal nach draussen und geistesgegenwärtig zog Erinna sich ein nachthemd über und tapste durch die Festung. Weit entfernt nahm sie wahr das Grim da war und am Ambos hämmerte.

Sie setzte sich an die Treppe, die kalte Luft geniessend und lehnte ihren heissen Kopf an das Treppengeländer. Bald schon war sie entdeckt, aber ihr fiehl ein was sie von Grim wollte und erversprach es ihr zu machen, wenn sie wieder ins Bett ginge. Laila kam hinzu und fragte was los sei.

Immer wieder rief Erinna leise, das alle aus der Festung muessten, weil sie sonst verbrennen würden. Das Fieber war so gestiegen, dass sie anfing zu fantasieren, selbst Grim bat sie darum die Flammen zu löschen. Leise weinte sie vor sich her, bis Laila sich dann zu ihr in die Felle setzte und ihr einen starken Schlaftrank gab. Erinna wollte noch hoch an die Decke zu den Flammen deuten, die nur sie sah, als sie auch schon eingeschlafen war.

Verfasst: Freitag 30. September 2005, 12:54
von Caillean Hinrah
Sie erfuhr von Laila, dass ihr Maedchen krank war und ging eilig zu ihr, um sich von ihrem Zustand zu ueberzeugen.
Sie oeffnete leise die Tuer und tapste im Nachthemd zu Erinna, befuehlte sanft ihre Stirn.

Wie ein Geist schlich sie des nachts durch die Nebelumschlossene Feste. Kleine Fackeln beleuteten ihren Weg zum Brunnen. Sie nahm eine blechernen Krug zur Hand und ging leisen Fusses wieder hinauf zu Erinna.

Sie stellt um Luciana nicht wohlmoeglich noch zu wecken, eine Schuessel auf die Felle und entleert den Krug darin. Feines Leinen taucht sie in kuehle Nass und beginnt sanft Erinnas Stirn damit abzutupfen und ihr einen entspannteren Schlaf zu bescheren.

Wann immer Erinna sich ruehrte begann sie wieder mit dem sanften Tupfen. Als der knospende Frauenkoerper irgendwann des Nachts ruhiger wurde, und sie sich nicht immerzu hin und herwaelzte, setzte Caillean sich in den Schneidersitz nahm ihre Hand und wachte ueber ihren Schlaf.

Die Augen muede, mit kreuzendem Schmerz und eine pentetrantem Pochen hinter der Stirn, nickte sie ab und an weg, bis sie voellig verausgabt sich an Erinna geloeffelt ankuschelte, sie eng sich an die brust zog und dann fuer eine Weile fast wie eine Bewusstlose schlief bis zur Mittagsstunde

Verfasst: Freitag 7. Oktober 2005, 15:22
von Erinna Hinrah
Sie war so unendlich muede. Ihr war es egal. Täglich machte sie die Unterrichtsstunden bei Kahor mit, lernte einiges, doch wirkliche Freude bereitete ihr das Kämpfen in den Tunneln.

Bei Raike hatte sie sich entschuldigt, auch wenn jene sich nicht bei ihr entschuldigt hatte. Sie wollte nicht darauf herumreiten, wenn es fuer den Clansfrieden dienlich war, tat sie es eben.

Der Unterricht machte ihr Spass, das Jagen auch, alles andere führte sie eher lustlos aus. Sie freute sich ehrlich, wenn sie Falk sah, mit ihm reden konnte, auch mit Freia war alles wieder im Lot. Alles im Allen verlief alles wunderbar.

Sie verhielt sich ruhig so gut sie vermochte. Nur wenn der rote Wolf da war, sie in Falks arm sich kuscheln konnte und wenn sie kämpfte, kehrte vieles ihrer alten Fröhlichkeit wieder zurück. Sie vermied ist Nachts zu schlafen, noch immer hielten die Alpträume einzug in ihren Schlaf. Den Armreif von Alyssa ignorierte sie so gut es ging.

Leise seufzte sie und blickte wie meist still in die Flammen des Feuers in der Taverne.

Verfasst: Sonntag 9. Oktober 2005, 04:32
von Caillean Hinrah
Nach langer Arbeit in der Mine, kam sie hungrig und durstig im Gastraum an, nahm sich ein paar Leckereien von Aislings Kueche und setzte sich still die Ruhe geniessend zu Erinna. Sie nahm sie stumm in den Arm, schmiegte sich an sie heran und freute sich an der Zweisamkeit mit der jungen Frau die so schnell lieb gewonnen hatte.

Erinna war aus ihrer Sicht eine wertvolle Hilfe und war stets dankbar fuer ihre Gesellschaft und laechelte sanft ueber ihren Uebereifer wenn sie helfen konnte.

Es gefiel ihr sehr Erinnas Fragen beantworten zu koennen und so manchmal ihre Verwirrung zu schlichten so gut es ging. Sie selbst war in dem Alter sehr verwirrt gewesen als sie ihren Koerper anfing zu entdecken und ihr geliebter Vater hatte ihr beschaemt vieles erzaehlt, wusste er doch dass Desdemona seine Frau sich zu fein dafuer war.

Sie wusste auch wie wichtig es war fuer eine heranwachsende Frau Leitfiguren zu haben und versuchte soviel Zeit wie moeglich mit ihrem Wildfang zu verbringen wir es nur ging.

Verfasst: Dienstag 11. Oktober 2005, 11:45
von Falk Hinrah
"...und was glaubst du was ich vor Donnerholm fand? Genau Erinnas Pferde, alle beide. Von einem hatte sie ja gesagt dass sie es der Amazone überlassen hatte. Zuerst wollte ich bei den Pferden warten aber die Ungeduld packte mich. Also legte ich meine Rüstung an, zog Scylfing blank und machte mich auf den Weg nach Donnerholm hinein."

Die Hände hinter dem Rücken verschränkt ging Falk in der guten Stube auf und ab, im Kamin seiner Wohnung prasselte das Feuer leise und warf sein warmes und sanftes Licht in den Raum den sonst nur die Abendsonne zu beleuchten wusste. Der hellblaue Blick verriet dass sein Zorn längst verraucht war aber einer verletzenden Enttäuschung platz gemacht hatte. Dann wandte er sich zu Caillean, liess seinen Blick voller Besorgniss auf der schönen Frau ruhen die in ihrem fliessenden, blauen Kleid zerbrechlich wie eine Porzellanpuppe wirkte wie sie so in dem grossen Sessel saß.

"Da fand ich Erinna, maskiert war sie, also habe so getan als würde ich sie nicht erkennen. Glaubst du sie hat sich zu erkennen gegeben? Ney. Sie hat weiterhin versucht mich zu täuschen. Erst nachdem einige der Donnerholmer Banditen ein frühes Grab fanden habe ich ihr dann enthüllt dass ich längst im Bilde war. Die Amazonen sind dann einfach ohne ein Wort abgezogen, wie Hunde die feige den Schwanz einziehen."

Langsam ging der grosse Mann neben Caillean in die Hocke und legte seine grosse Hand auf ihre kleine, streichelte sanft darüber.

"Erinna ist dann mit mir heim gekommen und ich habe sie selbst über ihre Strafe nachdenken lassen. Sie dachte schon ich verstosse sie. Aber letztlich habe ich dann entschieden sie wie ein Kind und nicht wie eine Erwachsene zu bestrafen. Für ihre Verlogenheit gestern hat sie sich selbst die Haare geschoren. Da sie das selbst gemacht hat habe ich ihr dann noch erlaubt ein Kopftuch zu tragen." Er seufzte leise. "Trotzdem habe ich ihr gesagt dass sie drei Tage lang diesen Amazonen fern zu bleiben hat. Ich glaube Aisling will noch mit mir reden und wird ähnliches sagen. Sie war ja dabei als die Garde unsere Tochter beinahe eingesperrt hätte weil sie sich mit diesen Frauen herum treibt."
Der mächtige Schädel mit der leicht gelockten, blonden Mähne wurde in den Schoss von Caillean gelegt und die leuchtend blauen Augen richteten sich auf das Feuer. Verflolgten dessen Flackern.
"Was meinst du dazu? Ich meine... sie hat heute Nacht zwischen uns beiden geschlafen wie ein ängstliches kleines Kind... war ich vielleicht zu hart?"

Verfasst: Dienstag 11. Oktober 2005, 12:06
von Erinna Hinrah
Als sie wachwurde, zwischen Cailly und Falk durchströmte sie ein ehrlich warmes Gefühl der Geborgenheit. Am liebsten wäre sie gar nicht aus den Fellen gekrabbelt, zusehr fürchtete sie das man sie auslachen würde, wegen dem kahlen Kopf.

Drei Tage keine Ronya und keine Torina, daran würde sie sich halten. Aber Falk hatte nicht gesagt das sie nicht ein wenig helfen durfte. Schnell hatte sie einige Rehe gejagt, das Fleisch halbwegs gar gebraten, einige Fische gefangen und auch dessen Fleisch halbwegs gar gebraten. Dann ging sie durch die Strassen und sammelte ein wenig Obst auf.

Danach packte sie eine Tasche und beschrifftete sie in leserlicher doch voller Fehler Schrift. Sie wusste wo Torina und Ronya ihre Kiste hatten und weil sie wusste das Menschen sie auf jeden Fall auslachen würden, streifte sie sich ihre rote Robe über und zog die Kaputze an.

Als sie fertig war und die Nacht hereingebrochen war, nam sie ihre Stute und ritt nach Berchgard, soweit nur verhuellt das man nicht sah dass sie keine Haare mehr hatte, aber dennoch erkennbar war. In Berchgard legte sie sorgsam die Tasche in die Kiste der beiden und lächelte sanft vor sich her.

Dann traf sie auf Clarissa die ihr befahl die Kaputze herunterzunehmen. Erinna weigerte sich und meinte das sie auf keinen Falle fuer die Garde den Gaugler spielen werde. Dennoch zeigte sie kurz Clarissa den kahlen Kopf und schaute sie fast bettelnd an. Clarissa verstand und lies es dabei bewenden.

Irgendwann Nachts ritt Erinna nahe an die Festung heran. Sie wusste nicht ob Lukan noch oben bei Laila war, deswegen legte sie sich an eine windgeschuetzte Stelle an den Felsen und schlief dort dnan irgendwann ein. Ihre Stute legte sich neben sie und wärmte sie zusätzlich.

Verfasst: Dienstag 11. Oktober 2005, 14:30
von Erinna Hinrah
Als der morgen fraute, stand Erinna auf. Sie wusch dich kurz das Gesicht am Fluss und betrachtete seufzend ihr Spiegelbild.

Danach tapste sie durch die Wälder. In die Festung wollte sie nicht, sie wollte keinen der liebenden stören. Weder Erik und Lu, noch Lukan und Laila. Langsam ritt sie durch die Welt. jagte sich ein Reh und sättigte sich erstmal ein wenig.

Liss hatte sie gestern fortgeschickt. Sie hatte gesehen wie sie Sharay gekuesst hatte und es hatte in ihr Zorn geweckt. Sie wollte Liss vorerst nicht mehr wiedersehen. Sie hatte in Bajard in der Kneipe einige Mets getrunken und Liss fortgeschickt. Sie wollte den Schmerz einfach nicht mehr ertragen, dass selbst ihre Schwester wegen der Liebe sie im Grunde vergessen hatte.

Nein es musste sich nicht alles um sie drehen, sie fühlte sich nur einsam. Wie schon so oft. Ihr war klar das liebende Zweisamkeit brauchten und auch gerne mochten. Aber das man dadurch Freunde vergisst, oder Teile einer "Familie" schmerzte einfach.

Lange blickte sie zur Festung als sie wiederkehrte, senkte dann aber den Kopf und ritt daran vorbei. Sie hatte es nicht verdient dem Clan anzugehoeren. Um den Clan nicht zu verraten, hatte sie Ronya angelogen, was wiederrum im Clan ein Ehrbruch war, denn ein Hinrah log nie. Sie seufzte, nie machte sie etwas richtig.

Sie kramte in ihrer Tasche und fand die Scherbe die sie gestern Nacht aufgehoben hatte, sie wusste nicht warum sie es getan hatte. Lange drehte sie die Scherbe in den Fingern, ehe sie sie ins Meer warf. Nein es war auch keine Lösung, sie konnte nicht einfach "gehen" aber bleiben?

Sie wusste das sie Falk enttäuscht hatte, aber haette sie den Clan verraten sollen? Haette sie Ronya sagen sollen das Falk den Gardisten den Namen verraten hatten? Wäre es dann nicht auch eine Art Ehrbruch gewesen?

Sie verstand immer weniger die Regeln. Lügen war Ehrbruch, Verrat aber auch, sie haette in beidne Faellen eine Strafe bekommen, also war es denn dann nicht im Grunde egal? Sie lauschte wie es im Clan langsam lebendig wurde und trieb ihre Stute an. Ja sie war feige gewesen, sie hatte sich Falk nicht zu erkennen gegeben, weil sie sich über sein Verbot hinweggesetzt hatte. Er hatte ihr verboten weiteren Umgang mit Ronya und Torina zu pflegen. Sie ging dennoch mit den beiden jagen.

Irgendwann Mittags legte sie sich wieder nahe der Festung an die Felsen, von der Festung nicht sichtbar um ein wenig zu ruhen und ihrem PFerd ebenso Ruhe zu gönnen.

Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2005, 13:13
von Elisabeth Lavard
Der Tag war schon etwas voran geschritten, als Lissie erwachte. Sie war allein, Sharay schien schon aufgestanden und gegangen zu sein, aber das Bett roch nach ihr. Lissie sog diesen Geruch in sich ein und lächelte. Mit Sharay an ihrer Seite, schien ihr Leben enlich einen Sinn erhalten zu haben. Doch manchmal überkam sie das Gefühl, einen großen Fehler begangen zu haben, einen Fehler den irgendwas in ihr, ihr nicht verzeihen wollte. Dieses Gefühl überkam sie immer wenn sie Erinna begegnete. Sie war ihre Schwester und sie liebte sie sehr, nur anders als sie Sharay liebte, aber sie konnte es Eri nicht mehr beweisen.
Sie war es Schuld, sie hatte ihre Freundschaft vernachlässigt, aber nur weil Eri zum Clan gegangen war. Dieser Clan nahm Liss einfach nicht ernst, sie war es satt immer als schwach und dumm bezeichnet zu werden. "Ja, genau", fing sie an sch einireden, "wäre sie nicht immer in dieser komischen Festung wäre es nie spweot gekommen." Noch ein weiterer Aspekt der sie berühigte, ging ihr durch den Kopf. Denn als sie Eri das letzte mal gesehen hatte, sass sie mit ihr am Feuer, Arm in Arm. "Das wird schon wieder!", die Zuversicht hatte sie wieder eingeholt. Liss war wieder im Gleichgewicht, mit ihrer eigenen, kleinen und heilen Welt