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Verfasst: Mittwoch 11. April 2007, 23:15
von Wijay Loreen
Von Verhandlungen und Konsequenzen
Die letzten Tage waren äußerst ereignislos. Ziemlich bedauerlich, angesichts der Tatsache was sich ihr offenbart hatte.
Des Alkas Dummheit in Rahal hatte ihr eies bestätigt, das sie im Grunde wusste: Rahal würde nicht erstarken, da sein Hochmut Rahals Untergang besiegele. Der Aufbau war noch lange nicht einmal angeschnitten, wie man am Palast deutlich sah.
Narr! Er hätte gut daran getan, das Angebot anzunehmen, doch auf diese Weise würde er nichts erreichen.
Die Arkorither brauchten nun einen guten Grund oder ein gutes Angebot, damit ihnen geholfen würde. Dass einer von ihnen eine Vision zuteil wurde war schön und gut, doch des Raben Weisheit würde ihr nun zeigen müssen, was sie davon hätte, mit diesem Orden noch zusammenzuarbeiten... oder besser gesagt, den Kontakt nicht abreißen zu lassen.
Sie verbrachte nun einige Tage auf Lameriast auf der Vurg, um sich darüber klar zu werden, was dieses Zeichen der Zusammenarbeit bedeutete. So begann sie erneut, Pilze zu sammeln, wohl um sich in eine Trance zu begeben.
Pilze waren ein interessantes Gewächs. Sie vermochten es, ihr Visionen zuteil werden zu lassen. Sie vernebelten oder erweiterten den Geist - manchmal so stark, dass sie tatsächlich von Bildern geleitet wurde. So offenbarte sich ihr schließlich auch der Richter.
Ein Zeichen... Sie brauchte ein Zeichen - andersherum würde sie künftig genau nichts tun, sollte von den Arkorithern kein konkretes Angebot kommen. Dann müssten sie wohl sehen, wie sie weitermachen konnten. Der Kontakt war ohnedies nun spärlicher geworden. Doch es war auch egal. Der Alka hatte diese - das war wohl seine inziger vernünftiger Schachzug - zu seinen Hofmagiern ernannt. Doch genau deshalb, dank seiner Engstirnigkeit und seiner offensichtlichen Dummheit brachte er die Beziehungen komplett in Gefahr. Einen Boten sandte sie zu Samanthas Haus, um dies klarzustellen.
Währenddessen bereitete sie den Sud auf. In drei Tagen wäre er fertig und sie würde sich in eine Trance begeben. In Stille zu den Herrn der Seelen betend. "Oh Gebieter über den Tod - erhöre meine Bitte, sende mir ein Zeichen. Wie können wir dir dienen um dies Werk voranzutreiben?"
Es musste wahrlich etwas geschehen...
Verfasst: Freitag 13. April 2007, 23:44
von Wijay Loreen
Unerwartetes Aufeinandertreffen
(bezügl. des SQs)
Keine Antwort von der Arkoritherin - keine Botschaft, kein Zeichen - nichts!
Es war für Wijay so weit klar, dass das Geschäft wohl endgültig geplatzt war. Was soll's. Sollte Rahal sein Teil dazu beitragen. Solange sie nicht weiter behelligt wurde, mochte geschehen, was geschehe.
Der ältere rothaarige Mann der die Bibliothek betrat war in er Tat seltsam. Ließ er durchsickern, dass Loreen nun auch noch als Postabsteige missbraucht wurde. Dann begann er bei ihren Anblick auch noch zu lachen. Es verletzte sie nicht im Geringsten, doch erschien es ihr trotz alledem seltsam.
Gleichwohl wurden Informationen ausgetauscht, welche schließlich dazu führten dass Wijay den Mann Namens Vandrak erkannte. Die interessante Wendung in der Geschichte war viel mehr, dass der Mann, den sie beseitigen wollte wohl wichtiger für sie war als sie annahm, gleiches war wohl auch umgekehrt der Fall, beide mussten gewissermaßen zusammenarbeiten um das Werk voranzutreiben.
Wer mochte schon, dass das Lebenswerk von 15 Jahren einfach so zu Nichte gemacht wurde, so wie auch eine Sache, die der Diener des Seelenfürsten ebenso nützlich sein würden.
Als dann auch noch eine Schwester hinzu kam, die ofenbar so viel von Vandrak wusste, wie auch er von ihr, nämlich überhaupt nichts, wurde es kompliziert. Natürlich galt es, sich auf komplizierte Situationen einzustellen, doch letztendlich erhielt sie eine Information bezüglich der Drachenschuppe, die sie so weit zufriedenstellte. Wohl bald würde die Frau, die i Varua Annabelle genannt wurde die Schuppe in ihre Hände bekommen. So konnte man beginnen, den Inhalt zu entschlüsseln.
Die Zeit drängt, das hatte Vandrak ihr unvermittelt klar gemacht. Und wohl deshalb musste nun auch schnell gehandelt werden. Es ging wohl um Tage.
Gleichwohl wurden wohl die Karten wieder gelegt. Nun galt es langsam, alle Teile zusammenzutragen um das Mosaik zu vollenden. Es war nun nur noch eine Notwendigkeit, das Ziel zu erreichen. Es stand nun noch zu hoffen die Unzulänglichkeit der Arkorither würde keine weiteren Schwierigkeiten gestalten und es würde nicht in Verrat enden. Viel hing davon ab. Die Hofmaga Samantha sollte sich besser in Acht nehmen.
Verfasst: Montag 23. April 2007, 13:47
von Wijay Loreen
Sich überschlagende Ereignisse
Für sie war es gewiss nicht ungewöhnlich, dass es Ereignisse gab, die sich förmlich überschnitten. In dieser Sache war es die Bewährungsprobe. Wie gut würde sie die Fäden zusammenhalten können, die irgendwie immer bei ihr endeten?
Vandrak war indessen ein oft gesehener Gast, ob in Varuna oder in Rahal, es gab gewiss viel zu tun, und das bedeutete, die Sache, die sie tat gut zu tun.
Von den Arkorithern, geschweige denn von der Schuppe fehlte jede Spur. Es war in der Tat eine sehr schlechte Sache, die im Hintrgrund ablief. Letzte Endes konnte sie mit den ihren nur eines tun: - Warten und soald sie die Schuppe erhielten umgehend ihre Arbeit tun.
Wijay war es im Grunde egal, welche Seite gewann. Einerseits wäre dies natürlich ein großer Sieg für das angeschlagene Rahal, andererseits aber - Varuna würde ohnedies schon sehr bald leiden, und zwar durch ihre Hand. Es musste etwas geschehen, das war unvermeidlich, doch wie es enden würde mochte das Schicksal entscheiden.
Gleichwohl - nun musste Zeit geschunden werden. Die geplante Entführung würde bald vonstatten gehen, und dies wiederrum bedeutete, dass es nun auf die Zuverlässigkeit der Beteiligten ankam. Es musste alles reibungslos onstatten gehen.
Sie wollte sich nicht herauswagen um notfalls einzuschreiten, doch blieb ihr nicht viel übrig angesichts von Rahals offesichtlicher Unfähigkeit. Selbst von Vandrak hätte sie sich mehr Verstand erwartet, als er die beiden in ihre Bibliothek brachte. Doch es war egal, es würde schon gut gehen. Es würde gut gehen müssen.
Sie nutzte die Zeit um sich zu sammeln. Es kam nun ganz auf die Verlässlichkeit der Beteiligten an. Die Ereignisse üerschlugen sich förmlich. Und das bedeutete, dass es bald zu einer Entscheidung kommen würde.
Verfasst: Donnerstag 3. Mai 2007, 17:30
von Wijay Loreen
Botschaft
Streich um Streich wurde das Blut auf dem Boden verteilt, wo es schließlich eintrocknete. Der tote Körper, welchen sie in zwei Teilen in ihrer großen Tasche nach Varuna transportiert hatte wurde aufgelegt und mit geschlosenen Augen wurden leise Gebete gemurmelt.
Einfach ist es nicht gewesen, eine Leiche nach Varuna zu schmuggeln - es musste so aussehen, als würde sie von einer erfolgreichen Jagd besonders reiche Ernte mitbringen und so stopfte sie noch ein paar Münzen und Steine hinein, damit es unverdächtig klimperte. Damit kein Blut durchsickerte nahm sie ein paar Lagen Leder und legte den Sack damit aus.
Der zugegeben schwache Bannkreis, der jedoch für ihre Verhältnisse durchaus beachtlich war, ja durchaus, man konnte auch etwas Stolz auf sich sein, war gezogen - und somit hatte sie einen Platz, an dem sie dem Richter nahe sein konnte. Dieser Platz wäre durchaus auch für etliche Ausbildungen sehr empfehlenswert. Junge Lakaien, erwählt vom Seelenherren würden hier ihren Durst nach Wissen gewiss stillen können. Wollten sie diese Chance ergreifen?
Nach einigen Tagen, das Blut war eingetrocknet und die Kraft innerhalb des Kreises war entfaltet, genährt durch die in diesem Kreis gefangene Seele des armen Hundes, der sie um ihr Gold erleichtern oder gar Schlimmeres von ihr wollte bekam seine Strafe. Ehe er sich versah hatte er einen Dolch mitten ins Herz gestoßen bekommen und ward von da an der Wächter ihres Kellers.
Sie hatte Gelegenheit sich zu sammeln - und so trat sie in den Kreis, in die Mitte des blutigen Pentagrammes der die Mitte ihres Kellers zierte und führte ihren Ritualdolch an ihren Arm - sie vollzog einen Schnitt und ließ das Blut exakt in die Mitte des fünfzackigen Sternes fließen. "Höre mein Flehen, Herr der lebenden Toten Herr der toten Lebenden, Gebieter über die Seelen und das Totenreich, Gebieter über die höchste Macht des Seins! Erhöre meine Bitte!" - Die Augen wurden geschlossen, und sie suchte in sich nach dem, worauf sie aus war. Es galt, die ihren zu rufen.
Natürlich waren ihre Kräfte noch lange nicht ausgereift, und es war alles andere als einfach, diese Kräfte in sich zu wecken, das bedurfte viel Übung, aber nicht zuletzt deshalb zog sie den Kreis, denn so konnte sie notfalls mehr Kräfte in sich wecken.
Sie suchte in ihrem Geist nach jenen, welche ihr als Diener es Einen bekannt ware und suchte den Kontakt zu ihnen - um ihnen einen Ruf zukommen zu lassen.
Diener mit höheren Mächten mochten durchaus, das war unbestreitbar, bei erfolgreicher Durchführen einen Widerhall im Geiste hören, ihren Ruf der sie bat, sich zur siebten Abendstunde in Rahal einzufinden. Ihr Geist war empfindlich genug, um Loreens Ruf aufzufangen.
Dann gab es noch die Gleichgestellten oder die Lakaien, Diener, die ihre Kräfte erst in sich wecken mussten. Sie musste darauf hoffen, dass sie irgendwie die Botschaft vernehmen würden.
Loreen irrte in der Dunkelheit ihres Geistes umher und rief in die Leere vor sich ihre Namen hinaus - Anveena, Amon, Treia, Chalys, Vikko, Morra, Tael Gorn..., um sie nach Rahal zu bitten. War es ihr möglich? Sie würde es wohl erst am Abend sehen können. Doch war es notwedig für ihr Schaffen.
Irgendwann, mochten es Stunden oder nur Minuten sein - öffnete sie die Augen wieder und sank müde zu Boden. Schnell schloss sie ihre Wunden bevor sie noch mehr Blut verlieren würde. Vor sich breitete sich eine große Lache ihres Blutes aus. Mit einem zittrigen Wink schien der rote Lebenssaft in den Stein einzusickern und nichts mehr übrig zu lassen, um die perfekte Struktur des Pentagrammes nicht zu beschädigen.
Sie würde noch einige Stunden schlafen, ehe sie sich auf den Weg machen würde. Es war eine neue und anstrengende Erfahrung für sie. Sie war müde, und ihr war kalt.
Verfasst: Freitag 11. Mai 2007, 14:41
von Wijay Loreen
Im Schatten des Chaos
Der Lamerische Krieg war im Vollem Gange, und obgleich sie alle nun ihre Wunden lecken mochten, so war es dennoch unabänderlich, dass es zu einem Gegenschlag kommen würde. So viele sahen es voraus, und schließlich war genau das eingetreten, das so viele gefürchtet hatten - die Flammen der Zerstörung breiteten sich auf Lameriast aus - Zerstörung! Wie erhebend es doch war, dieses Gefühl dass es nun beginnen würde. Leid ebnete den Weg, Zerstörung war das Endprodukt - und Zorn würde daraus neu gebähren. Der Mutterleib der Selbstsicherheit wurde abgeschüttelt und nun ging alles seinen Weg.
Gewiss war nicht alles so geplant gewesen, aber das war am Ende doch egal - schließlich konnte ihr das nur zu Gute kommen, das Chaos zu nutzen.
Sie brütete über ihren Studien und selbst Verfassten Gedankengänge - so auch eine Abhandlung über das Chaos selbst.
Chaos
Die Asymmetrie resultiert für gewöhnlich aus der Symmetrie - denn zu jeder Ordnung muss auch eine Unordnung geschaffen werden, so wie aus Tag Nacht folgt und aus Licht Schatten hervorgeht. Das Chaos beschreibt die komplexe Unvorhersehbarkeit, die sich zwangsläufig aus der geschaffenen Ordnung entwickelt.
So mag es wohl kaum verwunderlich sein, wenn man eines Tages auf den Gedanken kommt, das Chaos zu kontrollieren, um erneut Ordnung zu schaffen. Doch die Kontrolle über das Chaos bringt letztendlich nur noch mehr Chaos, es ist wie eine Krankheit, die sich verbreitert. Letztendlich kann man nur eines kontrollieren - das Herbeirufen des Chaos.
Loreen lächelte dünn. Langsam aber sicher wandte sich immer mehr zu ihrem Gunsten - das Privilleg, sich keiner Seite fest anschließen zu müssen und auf eigenem Vorteil zu achten um dem Richter das darzubringen, das er am meisten ersinnt.
Und so würden sich die Spinnennetze der Furcht weiter ausdehnen. Denn Chaos bringt nicht einfach Furcht mit sich, Chaos nährt sie gar.
Verfasst: Montag 21. Mai 2007, 01:33
von Wijay Loreen
Im Angesicht des Chaos
Und so fügt es sich. Der Tod liegt wie ein Schatten über der Stadt. Das Entsetzen in den Gesichtern der schreienden Weiber, der verzweifelte Heldenmut sogenannter Helden und die Verzweiflung in den Augen jener, die das Unvermeidliche vor sich sehen. Dafür lebst du, dafür existierst du. Du ebnest den Weg zum Ende und wandelst auf ihm bis zu deinem Ende...
Das Chaos zu kontrollieren war schwierig, doch das Chaos kontrolliert herbeizuführen war denkbar einfach. Interessant war, wie es sich wieder gab. Aber ein interessanterer Anblick war, wie die Wogen sich scheinbar von selbst glätteten. Ja, die Götter wussten, wie man ein Spiel spielt und wieder beendet. In diesem Fall, als ein Drache Tod und Verderben über die Stadt der Lichten brachte war es ein simples Schwert.
Nein, die Frau, die in Varuna Annabelle Ducat gerufen wurde würde es wesentlich raffinierter anstellen. Ein Fläschchen mit einem Gegenmittel war ihr Schwert gegen den Drachen Pest. Und dieses Schwert musste auch erst gefunden werden, wenn der Drache schon längst wütete. Es oblag ihr, dieses Gegenmittel auszuhändigen, sofern eine Spur zu ihr finden würde. Nicht alle sollten sterben, es sollte ausreichen um ihrem Herren Seelen darzubringen, welche ihm gefällig sein würde.
Der Baustein Chaos weichte das Fundament auf und konnte ein Haus einstürzen lassen. Doch die Pestbringerin trug ihren Namen mit Recht. Sie hatte die Vorbereitungen getroffen. Und letztendlich würde diese einzelne Katastrophe hunderte, tausende Menschen töten können. Zeige man ihr einen Held, welcher ein solches Schwert führen konnte.
Verfasst: Sonntag 29. Juli 2007, 19:21
von Wijay Loreen
Der Vorabend der Apokalypse
Die Zeit strich dahin wie ein gemächlicher Fluss, keine Strumschnellen, keine aprupten Biegungen. Varuna lag in einer Lethargie aus der es jäh gehoben werden wird.
Es war nur noch ein Wochelauf! Ein Wochenlauf, und dann nahm ihr Großer Plan seinen Anfang. Es war alles vorbereitet, alle Vorkehrungen waren getroffen, nun musste alles nur noch wie am Uhrwerk ablaufen.
natürlich rechnete Loreen mit unvorhersehbaren Dingen. Immer konnte etwas passieren, doch sie hatte die wichtigsten Fäden in der Hand, welche ihren Plan zum zufriedenstellenden Ergebnis treiben würde. Tote!
Die Bewohner würden es Anfangs gar nicht merken. Sie würden wohl erst das Unheil erkennen, wenn es bereits zu spät war. Das war vielleicht sogar gewissermaßen amüsant, obgleich sich Loreen nur selten den Luxus von Amüsiertheit zuließ. Sie wurde seit dem Vorfall im Chaos etwas zynischer, gewiss. Zynismus hat auf die menschen ohnehin eine interessante Wirkung, doch amüsierte sie nur selten etwas.
Doch der Fall der nun eintreten würde - er würde ihr wohl durchaus gefallen. Sie hatte es schon so oft getan. Wenn sie es wieder tat, war dies vielleicht reine Routine. Doch sie war nicht mehr im Inselreich. Sie war nun in Allumeras. Hier würde es vielleicht noch schwieriger. Doch letzten Endes wollte sie nicht mehr zurück. Der Plan würde aufgehen.
"Genießt in Ruhe noch eure Unbeschwertheit", dachte sie sich des Öfterem, wenn sie durch die Straßen schlenderte, einen magischen Schleier über ihrem Gesicht, das keinem Einwohner ihr Gesicht im Gedächtnis behalten würde. Es war für jeden so, als spräche er mit irgendeiner Fremden.
"Genießt sie, denn sie wird schon bald zu Ende sein. Stellt euch gut mit dem Seelenfürsten, er wird nämlich schon sehr bald euer Herr sein."
Verfasst: Freitag 19. Oktober 2007, 19:46
von Wijay Loreen
Von der Ankunft der Raben
Loreen stand in der Mitte des Pentagrammes - ein Bannkreis darum der sämtliche äußeren Einflüsse abschottete. hier drin war sie Wijay - nur ihr Geist und sie. Die Mauer zum Totenreich war an nur wenigen Orten so dünn wie hier, und die mauer zu ihrem verschlossenen Geist.
Wie eine schwarze Ranke wand sich die Dunkelheit um ihre Seele, eine Schlange die an ihr Zehrte. Wer sie länger nicht sah mochte tatsächlich den eindruck haben, etwas zehrt an ihr. Denn sie Gesichtszüge wirkten schmaler, ihr körper mitgenommener. Und dennoch war sie stets von einer Euphorie erfasst.
Sie reagierte nach und nach auf alles Sterbende und Tote sensitiver. Es war kein Widerhall im Lied, es wurde zum Gesang.
Und so tauchte Loreen in die Schwärze ein. Versinnbildlichend gesehen stand sie mitten im Dunkel, doch das Pentagramm fluoriszierte dunkelrot. Sie war allein - völlig allein. Doch plötzlich spürte sie einen Ruck. Sie spürte etwas an ihr zerren, etwas hob sie hoch. Es schieenen Klauen zu sein. Vogelschwingen, Vogeklauen - und sie wurde emporgehoben in die Dunkelheit.
Dann öffnete Loreen die Augen und befand sich an der Spitze des Mondturmes. Alles in Sichtweite begann abzusterben. Ein schauerliches Gefühl für so manche Reisenden. Doch es war gut getan. Zudem kreisten nach und nach imemr mehr Raben um den Nebelumwölkten Turm.
Die Spitze des Turmes glimmte kalt und silbrig, als wäre das mondlicht eingefangen worden. Der Himmel des herangrauenden Morgens war aschfahl. Doch Loreen fühlte mehr. Sie fühlte etwas, das sie noch nie so intensiv fühlte. Sie fühlte ihr Sein - ihr Werden. Etwas unbeschreibliches. Sie wurde immer mehr zu einer medialen Kundigen der nekromantischen Magie. Und hier und jetzt fühlte sie alles Tote und Verwesende im Umfeld.
Sie streckte ihre Hand aus. Instinktiv wusste sie dass sie das tun musste. Egal ob es eine astrale Projektion ihrrer Selbst war oder eine Eingebung. Sie wusste, es war bedeutsam. Und als sie die Hand so ausstreckte war ein Krächzen zu vernehmen. Und zwar von allen Seiten her kommend. Das Krächzen kam näher und näher und plötzlich umschwirrte sie ein Reigen schwarzer Vögel. Raben!
Sie wusste nicht wie lange sie von den Tieren umschwärmt da stand. Sie schienen sie gar völlig einzuhüllen aber jäh öffnete sie die Augen wieder - und war im Keller.
Eine ungeheure Spannung lag in ihrem Körper. Und sie wusste insgeheim dass sie schon lange einen Schritt nach vorn tat. Sie stand höher in der Gunst des Seelenherren als je zuvor. Ihr wurde ein Geschenk bereitet.
Indessen kreisten tatsächlich Raben um die beleuchtete Spitze des Mondturms im Niemandsland. Was sie sahen oder zu sehen glaubten wird wohl niemand erfahren, außer die Pestbringerin selbst. Und sie schwieg.
Verfasst: Donnerstag 8. November 2007, 17:49
von Wijay Loreen
Neue Wege - Neue Ziele - Neue Gefahren
Loreen durchschritt die labyrinthartigen Gänge des Gewölbes unter dem Turm. Sie fand die Ruhe die sie suchte in der Stille der Grabkammer. Viele neue Gesichter. neue Anhänger des Raben fanden zu dem dunklen Gemäuer, dem Turm des Mondes. Für Loreen wurde es Zeit einen Schritt zurückzumachen.
Es war offensichtlich, sie war in Varuna aufgeflogen. Sie hatte die Flucht noch rechtzeitig geschafft. Doch sie wusste ziemlich genau wer mit ihren Identitäten hausieren ging. Arias Lasanar, die Dirne Gerimors! Und so wird er auch behandelt werden - wie eine Dirne, ihres Freiers beraubt - herrenloses Hündchen. Sie musste nur noch die Fäden ziehen.
Und dann war da noch Eisenwart. Doch auch die Dirne Lameriasts würde wie eine solche noch ihre Behandlung bekommen. Man musste nur wissen, wie vorzugehen war. Sie waren wie lästige Insekten. Sie waren nichts wert, aber sie waren eben lästig. Kleine Hunde bellen bekanntlich am Lautesten. Warum ging dieses elende Gemäuer nicht endlich in Flammen auf? Warum zögerte Rahal?
Gleichwohl war es Zeit sich zurückzuziehen. Sie konnte immer noch genug tun, und sie würde dies wohl am Liebsten auch. Doch war es nicht mehr die Zeit dazu. Nun musste sie die Puppenspielerin sein, wie Varoth so gerne sagten. Und Einige hörten ja doch auf sie. So musste sie sich ihrer neuen Aufgabe eben gewahr werden. Herrin des Turmes nannte Varoth sie. Nun wenn sie dies sein solle, dann würde sie dies eben tun. Wegweiserin - Hilfe in der Not.
Im Grunde nichts worüber man sich beklagen sollte. Mit allem zu rechnen bedeutete, auch Ausweichpläne schmieden zu können. Solange keiner wusste, wo sie war und niemand an sie heran kam, gab es keine unmittelbare Gefahr für sie und das Werk, so wie Theradil es nannte.
Er war ein großer Gewinn. Theradil, Krieger im Zeichen des Raben. Er hatte Pläne die nicht ganz von den ihrigen abzuweichen schienen. Und somit würde die Gemeinschaft, der Zirkel des Mondes, wie sie ihn insgeheim nannte, wachsen und gedeihen. Kein Grund groß besorgt zu sein.
Der Richter war ihr Herr und er würde ihr gewiss den Weg weisen, wenn Loreen um ein Zeichen bitten würde.
Verfasst: Freitag 9. November 2007, 19:18
von Wijay Loreen
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