Re: Und mir sprießen Rabenfedern
Verfasst: Samstag 11. April 2026, 12:56
Die Tage vergingen und einige Diener trafen sich in der Grabkammer. Die Grabkammer war erfüllt von einer schweren, fast greifbaren Stille, die nur durch das hallende Aufheulen der alten Standuhr unterbrochen wurde. Raven Vandokir hielt instinktiv so viel Abstand zu dem antiken Zeitmesser wie möglich, während er beobachtete, wie Emilia Arragar sich erschöpft auf einer Bank niederließ. Seine Müdigkeit kämpfte gegen die wachsende Anspannung an, doch seine Augen blieben wachsam auf die Uhr geheftet. „Seiner Schwingen Schutz zusammen“, grüßte Raven leise, als er sich schließlich zu den anderen gesellte. Das Gespräch drehte sich um die drohende Gefahr und die Ungewissheit, die von der Uhr ausging. Emilia schlug vor, zu Krathor zu beten oder die Glocke zu läuten, um einen Herold herbeizurufen. Raven jedoch mahnte zur Vorsicht: Die Glocke sei unberechenbar, da man nie wisse, welcher Herold erscheinen würde – im schlimmsten Fall einer, der ihnen bei der „Uhrthematik“ gar nicht helfen könne. Er berichtete Emilia zudem davon, dass der Fluch der Mahu, der sie beide betroffen hatte, durch die Zerstörung ihres Spiegels gelöst worden war. Plötzlich veränderte sich die Atmosphäre. Die Standuhr begann unnatürlich zu vibrieren, und die Zeiger bewegten sich zitternd in einem chaotischen Rhythmus. Raven beobachtete, wie die Flammen der Lichtquellen schwand und einem eisigen Luftzug wichen, der sich schaudernd an Haut und Gewand schmiegte. Die Temperatur sank rapide, bis der eigene Atem in der Luft gefror. Als die Zeiger der Uhr immer schneller rasten, formten sich anstelle der Ziffern schemenhafte Figuren, die in lebhaften Schattenkämpfen gegeneinander antraten. Raven fühlte sich fast in den Bann dieser Kämpfe gezogen, während ein fremder, intensiver Hauch über seinen Nacken strich wie eine kalte, nasse Hand. Dann geschah es: Ein gewaltiger Sog, wie der Aufschrei eines mächtigen Wesens, fegte durch den Raum. Raven versuchte verzweifelt, sich an irgendetwas festzukrallen, doch die Körper der Gefährten wurden durcheinandergewirbelt und in die Tiefe gezogen.
Als der Sog nachließ, fanden sie sich in einer fremden, unwirklichen Welt wieder. Der Boden unter Ravens Füßen fühlte sich nachgiebig an, fast wie dünnes Glas, und eine undurchdringliche Dunkelheit umschloss die Gruppe. Überall war eine weiße, flauschige Substanz zu sehen, die nach ihnen zu greifen schien. Raven versuchte instinktiv, das Gebilde mit seinem Stab zu treffen, doch der Orientierungsverlust war massiv. Dann brach der Boden plötzlich unter ihren Füßen weg und sie wurden in eine neue Welt gezogen...
„Wo zum Henker sind wir denn nun gelandet?“, entfuhr es ihm. Ein heftiger Schwindel überkam ihn, seine Beine fühlten sich wackelig an, und er musste schließlich auf die Knie gehen, während Übelkeit in ihm aufstieg. Erst nach einigen tiefen Atemzügen und dem Austausch ironischer Bemerkungen über ihren Zustand – Emilia sehnte sich bereits wieder nach einem Glimmstängel – kehrte Ravens Fokus langsam zurück. Lauernd und beobachtend begann Raven, diese neue Umgebung zu erkunden. Während Mairi versuchte, die klerikale Ebene dieser Welt zu erfassen und Emilia dunkle Wurzeln über den Boden wandern ließ, um die Umgebung zu untersuchen, bemerkte Raven leise und abfällig: „So stelle ich mir die Gegend vor, wo sich diese verdammten Druiden wohl fühlen würden...“. Die Gruppe war in der Anderswelt gelandet. Die Luft in diesem fremden Reich war erfüllt von einem sanften Glockenklang, der von einem beständigen, fast unhörbaren Wispern begleitet wurde. Raven Vandokir stand inmitten einer Umgebung, die sich jeder Logik entzog. Seine Finger schlossen sich fester um seinen Stab, während seine Augen unruhig die Umgebung absuchten. Er war wachsam, bereit für jede Gefahr, die aus dem schimmernden Zwielicht treten mochte. Als Emilia Arragar neugierig vortrat und sich ihr Knochenstab in einem dunklen Fädenwirrwarr auflöste, legte Raven instinktiv die Hand auf den Knauf seines Katanas. Hier war nichts, wie es schien. In der Ferne bewegten sich majestätische Geschöpfe: Einhörner. Eines von ihnen, ein Tier mit einem Schweif in den Farben des Regenbogens, zog Ravens Aufmerksamkeit sofort auf sich. Er konnte seinen Blick kaum von der Kreatur abwenden, deren Präsenz eine seltsame Mischung aus Ehrfurcht und Jagdinstinkt in ihm auslöste. Während Victoria Dracones über die Verwendung von Einhornhaaren als Reagenzien nachdachte, murmelte Raven finster: „Eher... töten und nutzen“. Er war ein Pragmatiker, selbst an einem Ort wie diesem.
Vorsichtig, Schritt für Schritt, näherte er sich den stolzen Tieren. Ein zotteliges Einhorn blickte überheblich auf ihre Gruppe hinab. Raven hielt inne. Er griff in seine Tasche und holte eine saftige, sonnengereifte Orange hervor, die er flach auf seiner Handfläche präsentierte, um das Tier anzulocken. Das zottelige Wesen schnaubte gegen die Frucht, bevor es sie schließlich annahm und sich abwandte.
Doch die Ruhe währte nicht lange. Über ihnen, auf einer Felsformation, tauchte ein Paar giftig grüner Augen auf. Ein Waldkobold beobachtete sie mit unverhohlener Neugier und einer gehörigen Portion Respektlosigkeit. Das kleine Wesen buchstabierte ihnen hämisch den Namen dieses Ortes: A-N-D-E-R-S-W-E-L-T. Raven hielt sich im Hintergrund und überließ Mairi das Wort, beobachtete jedoch genau, wie der Kobold in seinem Bauchnabel pulte und die Gruppe musternd beäugte. Als der Kobold nach „Futter“ verlangte, war es Raven, der erneut zu seinen Orangen griff. Auf Mairis Zeichen hin warf er dem kleinen Wesen eine Frucht zu. Doch der Kobold, ungeduldig und unwissend, biss einfach in die Schale und spuckte die bittere Frucht angewidert wieder aus. Raven, der ein seltenes, kurzes Lächeln zeigte, belehrte ihn ruhig: „Nun, die sollte man erst schälen, dann essen. Dann sind sie süß und saftig“. Mit seinen Krallenfingernägeln pellte er eine neue Orange und warf das Fruchtfleisch dem Kobold zu, der es nun gierig verschwinden ließ. Scheinbar besänftigt durch das Geschenk, zeigte der Kobold ihnen den Weg nach Westen. „Passt bei dem Fluss auf“, warnte er, wobei er Raven einen vielsagenden Blick zuwarf, „Trinkt nicht vom Wasser. Pinkelt nicht rein. Nur ich pinkel rein“. Raven quittierte die derbe Art des Wesens mit einem leichten Nicken und einem Zucken seiner Mundwinkel. Die Reise führte sie weiter zu einem Fluss mit schwebenden Steinen. Die Umgebung wirkte hier plötzlich wie eine Unterwasserlandschaft, obwohl sie sich an Land befanden. Raven fühlte sich, als hätte er seinen Kopf in Wasser getaucht. Er setzte den ersten Fuß auf einen der Steine, um dessen Stabilität zu prüfen, während seine Sinne in der weichen, schimmernden Welt um ihn herum zu verschwimmen schienen. Jeder Schritt in dieser Anderswelt war ein Wagnis, und Raven war bereit, es einzugehen. Raven setzte seinen Weg fort, während das Echo von Hufen, die den Frieden des Ortes nicht zu brechen wagten, in der Luft hing. Er warf einen letzten Blick zurück auf die Einhörner, bevor er sich endgültig abwandte und weiterzog. Die Umgebung, in der er sich befand, entbehrte jeder Logik: Hühner legten in stoischer Ruhe Eier, während die glitzernden Ströme des Wassers wie geflochtene Melodien klangen und der nahe Wasserfall Töne von sich gab, die an das Schwingen einer Harfe erinnerten. „Raven… geh ruhig vor“, hörte er Victoria hinter sich sagen. Er hielt kurz inne, ließ die bizarre Umgebung auf sich wirken und fixierte dann den ersten Stein des Pfades vor ihm. Mit einem leisen, fast beiläufigen Kommentar über die Möglichkeit zu fliegen, begann er, sein Gewicht vorsichtig auf den Stein zu verlagern, um dessen Stabilität zu prüfen. Schritt für Schritt tastete er sich voran, während Mairi ihn davor warnte, sich an diesem Ort zu verwandeln.
Plötzlich veränderte sich die Wahrnehmung drastisch. Raven fühlte sich, als hätte er seinen Kopf in tiefes Wasser getaucht. Alles um ihn herum wirkte wie eine Unterwasserlandschaft, in der Vögel durch die Fluten glitten. Die Beine fühlten sich schwabbelig an, jeglicher Halt schien verloren, und jede Berührung der Umgebung war weich wie Samt oder fließende Seide. Trotz der surrealen Situation stellte er fest, dass sie atmen und sprechen konnten, auch wenn ihre Worte vom „Wasser“ dumpf verschluckt wurden.
Als sie auf Gebilde stießen, die wie Eis aussahen, aber eine art Fell auf der Oberfläche trugen, mahnte Raven zur Vorsicht. Er beobachtete, wie Emilia und Victoria die Substanz berührten und ihre Haut sich daraufhin weiß verfärbte – ein Zeichen der Infektion. Während die Frauen verzweifelt versuchten, die Infektion mit Salz abzuwehren, das sich im Wasser jedoch sofort auflöste, trat Raven schweigend an einen der goldenen Bäume heran und prüfte dessen Rinde mit seinen Fingernägeln.
Ein gewaltiges Beben und eine Explosion aus grellem Licht rissen die Gruppe aus ihrer Benommenheit. Raven ging instinktiv in die Hocke, um auf dem schwankenden Boden nicht den Halt zu verlieren. Als sich die Lage beruhigte, fanden sie sich in einer grauen, trüben Welt wieder, die Mairi als eine veränderte Geisterwelt identifizierte. Raven blieb wachsam, beobachtete das Schluchzen eines weinenden Geistes und das rhythmische Hämmern eines stoischen Schmieds im Nordwesten.
Die Reise führte sie zu einer antiken Waage aus geschwärztem Metall, in deren Schalen filigrane Rabenumrisse punziert waren. Raven betrachtete das Objekt eingehend, während feiner Staub ihre Lungen reizte und sie zum Husten zwang. Mairi erklärte, dass Gleichgewicht hier der Schlüssel sei. Raven trat beiseite und beobachtete mit skeptischem, nachdenklichem Blick, wie Mairi ihre eigene Haut ritzte und ihr Blut in die höher liegende Waagschale tropfen ließ.
Dann öffnete sich ein Weg, welcher die Truppe in die Grabkammer führte, jener wurde genommen doch dann standen sie vor den Trümmern der Uhr. Jene Trümmerteile wurden sorgsam zusammengefegt und in ein Behältnis gefüllt. Doch damit war dieses Thema wohl noch nicht zu Ende, denn jeder von ihnen hat ein besonderes "Geschenk" mitgenommen, was sich durch ein ständiges Jucken und Kratzen äußerte. Es wurde sich verabschiedet und jeder ging seiner Wege.
Raven aber blieb jedoch um das Gefäß mit den Uhrstaub zwischen zwei Laternen zu stellen um somit eine Weile an dem zu erinnern was damals war, jetzt ist und noch kommen möge...danach ging auch er seiner Wege.

Als der Sog nachließ, fanden sie sich in einer fremden, unwirklichen Welt wieder. Der Boden unter Ravens Füßen fühlte sich nachgiebig an, fast wie dünnes Glas, und eine undurchdringliche Dunkelheit umschloss die Gruppe. Überall war eine weiße, flauschige Substanz zu sehen, die nach ihnen zu greifen schien. Raven versuchte instinktiv, das Gebilde mit seinem Stab zu treffen, doch der Orientierungsverlust war massiv. Dann brach der Boden plötzlich unter ihren Füßen weg und sie wurden in eine neue Welt gezogen...

„Wo zum Henker sind wir denn nun gelandet?“, entfuhr es ihm. Ein heftiger Schwindel überkam ihn, seine Beine fühlten sich wackelig an, und er musste schließlich auf die Knie gehen, während Übelkeit in ihm aufstieg. Erst nach einigen tiefen Atemzügen und dem Austausch ironischer Bemerkungen über ihren Zustand – Emilia sehnte sich bereits wieder nach einem Glimmstängel – kehrte Ravens Fokus langsam zurück. Lauernd und beobachtend begann Raven, diese neue Umgebung zu erkunden. Während Mairi versuchte, die klerikale Ebene dieser Welt zu erfassen und Emilia dunkle Wurzeln über den Boden wandern ließ, um die Umgebung zu untersuchen, bemerkte Raven leise und abfällig: „So stelle ich mir die Gegend vor, wo sich diese verdammten Druiden wohl fühlen würden...“. Die Gruppe war in der Anderswelt gelandet. Die Luft in diesem fremden Reich war erfüllt von einem sanften Glockenklang, der von einem beständigen, fast unhörbaren Wispern begleitet wurde. Raven Vandokir stand inmitten einer Umgebung, die sich jeder Logik entzog. Seine Finger schlossen sich fester um seinen Stab, während seine Augen unruhig die Umgebung absuchten. Er war wachsam, bereit für jede Gefahr, die aus dem schimmernden Zwielicht treten mochte. Als Emilia Arragar neugierig vortrat und sich ihr Knochenstab in einem dunklen Fädenwirrwarr auflöste, legte Raven instinktiv die Hand auf den Knauf seines Katanas. Hier war nichts, wie es schien. In der Ferne bewegten sich majestätische Geschöpfe: Einhörner. Eines von ihnen, ein Tier mit einem Schweif in den Farben des Regenbogens, zog Ravens Aufmerksamkeit sofort auf sich. Er konnte seinen Blick kaum von der Kreatur abwenden, deren Präsenz eine seltsame Mischung aus Ehrfurcht und Jagdinstinkt in ihm auslöste. Während Victoria Dracones über die Verwendung von Einhornhaaren als Reagenzien nachdachte, murmelte Raven finster: „Eher... töten und nutzen“. Er war ein Pragmatiker, selbst an einem Ort wie diesem.

Vorsichtig, Schritt für Schritt, näherte er sich den stolzen Tieren. Ein zotteliges Einhorn blickte überheblich auf ihre Gruppe hinab. Raven hielt inne. Er griff in seine Tasche und holte eine saftige, sonnengereifte Orange hervor, die er flach auf seiner Handfläche präsentierte, um das Tier anzulocken. Das zottelige Wesen schnaubte gegen die Frucht, bevor es sie schließlich annahm und sich abwandte.

Doch die Ruhe währte nicht lange. Über ihnen, auf einer Felsformation, tauchte ein Paar giftig grüner Augen auf. Ein Waldkobold beobachtete sie mit unverhohlener Neugier und einer gehörigen Portion Respektlosigkeit. Das kleine Wesen buchstabierte ihnen hämisch den Namen dieses Ortes: A-N-D-E-R-S-W-E-L-T. Raven hielt sich im Hintergrund und überließ Mairi das Wort, beobachtete jedoch genau, wie der Kobold in seinem Bauchnabel pulte und die Gruppe musternd beäugte. Als der Kobold nach „Futter“ verlangte, war es Raven, der erneut zu seinen Orangen griff. Auf Mairis Zeichen hin warf er dem kleinen Wesen eine Frucht zu. Doch der Kobold, ungeduldig und unwissend, biss einfach in die Schale und spuckte die bittere Frucht angewidert wieder aus. Raven, der ein seltenes, kurzes Lächeln zeigte, belehrte ihn ruhig: „Nun, die sollte man erst schälen, dann essen. Dann sind sie süß und saftig“. Mit seinen Krallenfingernägeln pellte er eine neue Orange und warf das Fruchtfleisch dem Kobold zu, der es nun gierig verschwinden ließ. Scheinbar besänftigt durch das Geschenk, zeigte der Kobold ihnen den Weg nach Westen. „Passt bei dem Fluss auf“, warnte er, wobei er Raven einen vielsagenden Blick zuwarf, „Trinkt nicht vom Wasser. Pinkelt nicht rein. Nur ich pinkel rein“. Raven quittierte die derbe Art des Wesens mit einem leichten Nicken und einem Zucken seiner Mundwinkel. Die Reise führte sie weiter zu einem Fluss mit schwebenden Steinen. Die Umgebung wirkte hier plötzlich wie eine Unterwasserlandschaft, obwohl sie sich an Land befanden. Raven fühlte sich, als hätte er seinen Kopf in Wasser getaucht. Er setzte den ersten Fuß auf einen der Steine, um dessen Stabilität zu prüfen, während seine Sinne in der weichen, schimmernden Welt um ihn herum zu verschwimmen schienen. Jeder Schritt in dieser Anderswelt war ein Wagnis, und Raven war bereit, es einzugehen. Raven setzte seinen Weg fort, während das Echo von Hufen, die den Frieden des Ortes nicht zu brechen wagten, in der Luft hing. Er warf einen letzten Blick zurück auf die Einhörner, bevor er sich endgültig abwandte und weiterzog. Die Umgebung, in der er sich befand, entbehrte jeder Logik: Hühner legten in stoischer Ruhe Eier, während die glitzernden Ströme des Wassers wie geflochtene Melodien klangen und der nahe Wasserfall Töne von sich gab, die an das Schwingen einer Harfe erinnerten. „Raven… geh ruhig vor“, hörte er Victoria hinter sich sagen. Er hielt kurz inne, ließ die bizarre Umgebung auf sich wirken und fixierte dann den ersten Stein des Pfades vor ihm. Mit einem leisen, fast beiläufigen Kommentar über die Möglichkeit zu fliegen, begann er, sein Gewicht vorsichtig auf den Stein zu verlagern, um dessen Stabilität zu prüfen. Schritt für Schritt tastete er sich voran, während Mairi ihn davor warnte, sich an diesem Ort zu verwandeln.

Plötzlich veränderte sich die Wahrnehmung drastisch. Raven fühlte sich, als hätte er seinen Kopf in tiefes Wasser getaucht. Alles um ihn herum wirkte wie eine Unterwasserlandschaft, in der Vögel durch die Fluten glitten. Die Beine fühlten sich schwabbelig an, jeglicher Halt schien verloren, und jede Berührung der Umgebung war weich wie Samt oder fließende Seide. Trotz der surrealen Situation stellte er fest, dass sie atmen und sprechen konnten, auch wenn ihre Worte vom „Wasser“ dumpf verschluckt wurden.
Als sie auf Gebilde stießen, die wie Eis aussahen, aber eine art Fell auf der Oberfläche trugen, mahnte Raven zur Vorsicht. Er beobachtete, wie Emilia und Victoria die Substanz berührten und ihre Haut sich daraufhin weiß verfärbte – ein Zeichen der Infektion. Während die Frauen verzweifelt versuchten, die Infektion mit Salz abzuwehren, das sich im Wasser jedoch sofort auflöste, trat Raven schweigend an einen der goldenen Bäume heran und prüfte dessen Rinde mit seinen Fingernägeln.

Ein gewaltiges Beben und eine Explosion aus grellem Licht rissen die Gruppe aus ihrer Benommenheit. Raven ging instinktiv in die Hocke, um auf dem schwankenden Boden nicht den Halt zu verlieren. Als sich die Lage beruhigte, fanden sie sich in einer grauen, trüben Welt wieder, die Mairi als eine veränderte Geisterwelt identifizierte. Raven blieb wachsam, beobachtete das Schluchzen eines weinenden Geistes und das rhythmische Hämmern eines stoischen Schmieds im Nordwesten.
Die Reise führte sie zu einer antiken Waage aus geschwärztem Metall, in deren Schalen filigrane Rabenumrisse punziert waren. Raven betrachtete das Objekt eingehend, während feiner Staub ihre Lungen reizte und sie zum Husten zwang. Mairi erklärte, dass Gleichgewicht hier der Schlüssel sei. Raven trat beiseite und beobachtete mit skeptischem, nachdenklichem Blick, wie Mairi ihre eigene Haut ritzte und ihr Blut in die höher liegende Waagschale tropfen ließ.
Dann öffnete sich ein Weg, welcher die Truppe in die Grabkammer führte, jener wurde genommen doch dann standen sie vor den Trümmern der Uhr. Jene Trümmerteile wurden sorgsam zusammengefegt und in ein Behältnis gefüllt. Doch damit war dieses Thema wohl noch nicht zu Ende, denn jeder von ihnen hat ein besonderes "Geschenk" mitgenommen, was sich durch ein ständiges Jucken und Kratzen äußerte. Es wurde sich verabschiedet und jeder ging seiner Wege.
Raven aber blieb jedoch um das Gefäß mit den Uhrstaub zwischen zwei Laternen zu stellen um somit eine Weile an dem zu erinnern was damals war, jetzt ist und noch kommen möge...danach ging auch er seiner Wege.




