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Verfasst: Dienstag 12. September 2006, 20:14
von Antoris Leador
Den Welpen fest an sich gepresst lief er bis zum Spielplatz. Den Wachen huschte er in alter Manier einfach durch die Beine. Er verstand sie einfach nicht. Erst hatte sie gesagt das der Mann ihn töten würde, wenn sie wieder mit Ciaran und dann wachte er auf und wer sass da neben seiner Mama? Ciaran. Er war so froh gewesen diesen Ciaran nicht mehr in ihrer Nähe gesehen zu haben, sie war dann immer so fröhlich und für ihn da. Sie hatte ihn nichtmal gefragt ob er die Tropfen wolle als Ciaran da auf dem Stuhl oben sass. Sie hatte nicht auf ihren Schoss geklopft wie sonst. Er sah in Ciaran einen Rivalen, einer der niemals sein Papa werden würde, eher lief er lieber weg, wieder in seine Gasse. Alles an Ciaran lehnte ihn ab. Antoris konnte es nicht erklären aber er mochte Ciaran einfach nicht.

Lieber hätte er gesehen das Serendo und Leana... oder.... Jeder andere Mann. Er hatte sogar Amael gefragt ob er nicht seine Mama heiraten konnte, aber als ihr Bruder ging das leider ja nicht. Als Ciaran ging hatte sie nicht zu ihm gesehen, dabei sass er am gegenüberlegenden Haus sichtbar an der Wand. Sie war einfach nach oben gegangen. Ciaran sah auch nicht zu ihm. Trotzig sagte er sich

wenn sie mich jetzt wegen ciaran nich mehr will dann geh ich ebent wek

Vorsichtig setzte er den Welpen ins Haus zurück und streifte sich das Hemdchen aus. Es war viel zu fein für draussen. So leise es ging kramte er seinen alten dreckigen zerrissenen Kittel aus seiner Kiste, in die er auch alles andere bis auf einen Topf Marmelade, einige Stücke Brot und ein wenig Gold legte. Den Schluessel nahm er mit. Man wusste ja nie.

Sich durch die stillen nächtlichen Strassen tastend legte er sich irgendwann in einer engen Gasse in einen Hauseingang, da war es wenigstens trocken. Leise schluchzend schlief er irgendwann ein.

Verfasst: Dienstag 12. September 2006, 21:58
von Amael Leador
So ein Mistwetter... meinte Amael leise zu sich. Er ritt flink um die Bäume und striff, noch im reiten, seinen erdigen Mantel an. Schon lange war er nicht mehr bei seinen kleinen Schwestern, wie er sie neckend nannte, gewesen. Es war wohl wieder einmal Zeit, dass er wieder zu ihnen, seinem neuem zuhause, kam. Endlich wieder ein normales Bett. Dachte er denn langsam war er das schlafen an der Seite seines Pferdes Illu unter freiem Himmel satt...

Er ritt zum Stall von Varuna und legte einige Muenzen mit einem Zettel an die Seite Illus. Ihr wuenscht euch nicht, das dem Pferd etwas passiert, sonst werde ich euch einen Besuch abstatten. Amael mochte diese Staedtler einfach nicht und genauso wenig traute er ihnen. Sein Pferd war ihm da lieber. Illu konnte ihn wenigstens nicht anluegen oder ihm in den Ruecken fallen.

Den Kragen seines Mantels nocht etwas nach oben ziehend ging er durch die verlassenen Strassen Varunas. So langsam kannte er den Weg zum Haus der Leadors, und dennoch, diese Stadt war neu fuer ihn.

Im Haus angekommen erfuhr von seinen Schwester, dass Antoris nicht da war. Ich hoffe Larvius war es nicht. Ich hoffe Antoris ist nichts passiert. Diese Gedanken schlichen durch seinen Kopf... Jedoch Ailyn und Lea schwoerten regelrecht, das Larvius es nicht war. Hoffentlich hatten sie Recht.

Lea und Ailyn wollten der Garde Bescheid sagen und Antoris als vermisst melden. Doch Amael war sich nicht sicher ob das so viel bringen wuerde... Doch der Gradist war sehr von sich ueberzeugt und meinte er wuerde Antoris schon finden... Diese Belchbuechse? Ney, niemals... Ich werde lieber selbst nach ihm suchen.

So trennten sich die drei Geschwister. Lea wuerde in der Taverne und auf der Strasse Menschen befragen, ob sie den kleinen Wirbelwind gesehen hatten. Ailyn wuerde die Strassen nach Antoris absuchen und Amael selbst wuerde sich dem Wald widmen.

So lief er los gen Stall. ER nahm die Muenzen und den Zettel und taeschelte Illu... Tut mir Leid... Aber es ist wichtig... Antoris ist weg, wir muessen ihn suchen.[color] So schwang er sich auf den Ruecken er Stute und sie jagten Im prassenden Regen davon.

Verzweifelte Suche

Verfasst: Mittwoch 13. September 2006, 07:32
von Ciaran Aumar
Jene Nacht ...
In eine Robe gehüllt schlich er durch die Gassen, unentschlossen aber doch in Richtung ihres Hauses, die Sehnsucht trieb ihn.
Fast wäre er dem Gardisten in die Arme gelaufen, aber er bog noch schnell ab und stellte sich in die Seitengasse, geduckt und leise lauschte er.
War Antoris verschwunden ? Es hörte sich so an.
Er wartete bis der Gardist gegangen war und huschte zur Tür.
Ein kurzes Gespräch bestätigte seine schlimmsten Befürchtungen und so huschte er, vor Sorge um Antoris kaum anderes wahrnehmend, wieder davon um die Stadt und die Umgebung Varuna's zu durchsuchen

Hin und her, immer wieder, lief er die Wege ab, suchte nach Spuren, Hinweisen und durchforstete sein Gedächniss nach Dingen die ihm helfen könnten.
Nichts ... irgentwann, die sonne war schon wieder aufgegangen, schlich er von müdigkeit übermannt, in eine dunkle, einsame Ecke, um sich "kurz auszuruhen" ... dort schlief er ein ...

Verfasst: Mittwoch 13. September 2006, 11:54
von Leana Leador
Es war wohl eine Fügung des Schicksals.
Sie suchte ebenfalls die Gassen ab ohne dabei jedoch auf ihn zu treffen. Stunde um Stunde. Jeden Tisch auf dem Marktplatz untersuchend. In jedes Fass sehend und selbst in der Taverne nachfragend. Sie traf kein bekanntes Gesicht und irgendwann schickte man sie nach Hause. Jemand sollte zu Hause warten. Aylin und Amael jedoch suchten weiter. Das Haus war hell erleuchtet in dieser Nacht und kaum das es klopfte vernahm man eilige Schritte und hastig wurde die Türe geöffnet. Doch die Nachrichten blieben gleich. "wir haben ihn noch nicht gefunden.. wir suchen weiter" Mit jeder Stunde die verstrich wurde sie nervöser und die Sorge zeichnete sich deutlich in ihrem Gesicht ab. Viel lieber wäre sie wieder durch die Gassen gezogen als sich sittsam an die Anweisung zu halten und zu Hause zu warten. Es drängte sie schon fast zu gehen doch noch blieb sie wo sie war.

Erneut folgte ein klopfen, inzwischen war es wohl kaum mehr eine Stunde bis Mitternacht und hoffend eilte sie hinab. Etwas verdattert sah sie in ein inzwischen vertrautes Gesicht als eine ebenfalls bekannte Stimme von der Seite aufklang. Besuch zu so später Stunde? Rasch wurden die Herren und die Dame hereingebeten. Nervös ob des hohen Besuchs fragte sie recht bald ob es um das Geschenk ging das vor geraumer Zeit in Auftrag gegeben worden war. Auf ein Nicken des jungen Ritters eilte sie kurzerhand nach Oben und holte die verzierte Tasche. Vorsichtig wurde es der Dame überreicht die sich intensiv mit den Stücken beschäftigte. Jede Niete, jede Naht schien zu zu berühren und zu bewundern. Die Lobenden Worte machten die nervöse Schneiderin verlegen und sie schaffte es tatsächlich zu lächeln. Sie sah der Dame nach um dann jedoch die Herren zu mustern und war etwas erschrocken als sie eingeladen wurde. Hier vor allen Leuten fragte er sie offen ob.. puh.. erst eine ganze Weile später stimmte sie zu. Was war schon dabei sie würde alleine ohnehin nicht hingehen obgleich sie die Eröffnung brennend interessierte.

Geraume Zeit später waren sie alleine. Noch am Mittag hatten sie gelacht und gescherzt. So unbeschwert waren die Stunden verstrichen das es ihr gar nicht so lange vorgekommen war am Abend jedoch war die Ernüchterung erfolgt. Antoris war nicht mit Amael zurückgekommen. Er war erst gar nicht mit ihm losgezogen. Sie würde es ihm sagen müssen. Er hatte ihr den Jungem anvertraut, ihr erlaubt sich um ihn zu kümmern. Hatte sie so versagt? Nach und nach erklärte sie es ihm. Sie sprach von Dingen die sie bisher keiner handvoll Leute anvertraut hatte. Nachdem sie einmal angefangen hatte war es gar nicht so schwierig. Bruchstückte fügten sich zusammen und irgendwann so hoffte sie verstand er. Es war nicht einfach die Dinge klarzustellen ohne den Emotionen nachzugeben. Doch letztendlich hatte sie es geschafft.

Als er fast schon aus dem Raum flüchtete und sie bat ihn zu begleiten, nochmals selbst zu suchen stimmte sie nur zu gerne zu. Hatte sie selbst es doch kaum auszuhalten und die Aussicht gleich wieder Stunden alleine zu warten festigte den Entschluss. Ruhig gab er der Wache vor dem Haus Anweisung den Jungen nicht aus den Augen zu lassen, sollte er auftauchen. Nachdenklich folgte sie ihm ihn immer wieder einmal betrachtend. Irgendetwas fesselte sie. Suchen glitte der Blick immer wieder die Gassen entlang und nicht selten stockte ihr Herz als sie glaubte eine kindliche Gestalt zu erkennen wobei es stets nichts lebendiges war. Sie gingen an der Kirche vorbei und zunächst etwas verblüfft dann jedoch dankbar stimmte sie seinem Vorschlag zu. Kurze Zeit später sah man die Beiden in andächtige Stille versunken vor dem Altar knien. Lautlos formten ihre Worte einige Gedanken nach. Sie nahm nichts um sie herum wahr. Ganz versunken in das Gebet sah sie erst viel später auf, den Mann, dessen greifbare Nähe ihr ein seltsames Gefühl verlieh, musternd. Auch er schien in ein Gebet versunken. Was er wohl dachte? Ertappt schlug sie die Augen nieder als er fertig schien. Sie erhob sich mit einem kurzen Nicken und trat zurück. Still verließen sie die Kirche, seltsam beruhigt.

Draußen brachte er sie doch tatsächlich zum Lachen. Wie schaffte er das nur? Ihr Herz schien vor Sorge zu bersten, sie hatte kaum gegessen geschweige denn geschlafen und nun stand sie lachend auf der Gasse? Sich über sich selbst wundernd führte sie ihn zur Taverne und sie nahmen eine Suppe zu sich. Ihre Gedanken schweiften immer wieder ab und es drängte sie weiter zu suchen doch schaffte er es spielend sie abzulenken. Er vertrieb die Sorgen für einige Stunden. Brachte sie dazu das sie mit ihm herumalberte wie ein junges Mädchen und ließ sie seinen Stand vergessen. Wohl zwischen der Vierten und Fünften Morgenstunde brachte er sie nach Hause.

Sie war unglaublich müde und man könnte wohl meinen sie müsste ins Bett fallen und schlafen doch war dem nicht so. Nachdenklich war sie ins Haus gegangen ihre Hand fuhr zart über die Wange an der sich die Seine eben noch befunden hatte. Doch kaum war sie einige Momente alleine kamen die Sorgen um Antoris zurück. Sie zündete die Lampen neu an so das im Haus wieder überall Licht brannte. Aylin schlief in ihren Tagesklamotten in dem Bett doch Amael schien wohl noch immer zu suchen. Sie würde warten. Alles andere war ihr gleich. Erst wenn sie ihren Sohn wieder sicher in ihren Armen wissen könnte käme sie zur Ruhe. Entschlossen sah man die zierliche Frau auf einem der auf Dauer unbequemen Hockern verweilen. Die Ellenbogen auf den Tisch gestützt und das Kinn auf die gefalteten Hände gebettet ging der Blick gen Türe. Wie ein Kranz aus Flammen warfen die Kerzen Schatten auf die roten Haare. Einzig der Welpe auf ihrem Schoß gab ihr ein tröstendes Gefühl. Es ging ihm gut sie spürte es. Doch würde er zulassen das man ihn fand? Wollte er zurück? Schon wieder diese quälenden Fragen. Es würde sich wohl einiges ändern. Sie hatte eine Entscheidung getroffen. Mag sein das sie diese bereute aber mag auch sein das der Schrecken damit ein Ende hatte.

Verfasst: Mittwoch 13. September 2006, 16:19
von Antarian von Weylenstein
Er hatte es Ihr versprochen. Hoffnung das Antarian den Jungen fand waren gering. In diesen Zimmer, Leana erzählte ihm alles, ein anderer Mann. Sie hatte Antarian bei der Adoption angelogen. Wäre es nicht jetzt seine Pflicht, wenn das Kind wieder auftaucht, es Ihr abnehmen zu lassen? Aber wäre diese tat dann nicht Geschehen, wegen verletzter Eitelkeit? Ein anderer, Sie sprach nie über einen anderen. Nein, er hatte den Jungen gesehen, wie er sich friedlich auf Ihren Bett eingekuschelt hatte. Der Junge hatte es bei Leana gut. Warum das Zerstören, nur wegen einer einzigsten Unangenehmen frage. Sollte das Kind gefunden werden, wird sich Zeigen ob es bleiben will, oder fort möchte.

Antarian verdaute die letzten Stunden, in der Kirche, im Gebet, hatte er für den Jungen gehofft, dass dieser zur Einsicht kommt, versteht wie gut er es bei dieser Frau hat. Aber Antarian sammelte in diesen Gebet, auch neue Kraft um Leana, weiter entgegen treten zu können. Er wollte etwas Kummer von Ihrem Herzen nehmen. Sie lachte, Er lachte, doch schaffte er es wirklich, oder war es nur ein gutes Schauspiel? Hat er zumindest für den Moment, ihr das Leben etwas leichter gemacht? Sie hatten in der Taverne mit einander gealbert. Gelacht, gespeist, getrunken und sich gegenseitig geärgert, aufgezogen. Es war ein Amüsanter abend, auch wenn der Schatten, um den Verlust des Jungen, weiterhin, Allgegenwärtig war.

Er hatte Leana zurück gelassen, allein in Ihren Gedanken. Wie gerne wäre er bei Ihr geblieben, hätte in Ihrer sorge, Ihre hand gehalten. Doch er selbst brauchte Schlaf, er hatte Aufgaben, er hatte Pflichten. Diese durften nicht vernachlässigt werden. Aber das wusste er, er würde Sie sehr bald wieder besuchen.
In der nacht schlief er unruhig, wälzte sich im Bett. Die Aufgaben am nächsten Tag waren schnell Gemacht, viel zu schnell, als das Fehler sich einschleusten. Aber dies war Antarian das erstemal vollkommen egal. Er wollte zu Ihr, hallo sagen, nach dem Jungen suchen. Insgeheim, hoffte er sich, wenn er den Jungen finden würde, wäre er der Held für Sie? Schnell wurde dieser Gedanke wieder beiseite geschoben. Nein, dass war unwichtig. Wichtig war nur, dass eine Mutter, Ihr Kind wieder bekommt.

Über ein Thema war Antarian sich klar, solche Abende, wie der letzte, diese würde er gerne wieder haben. Sei es drum, wenn ein Kind dabei Ist und mit albern würde. Oder eine Schwester, ein Bruder, mit denen man sich Unterhält. Hauptsache, er war in Ihrer nähe. In Leanas nähe. Doch müsste er mit Vorsicht vorgehen, nicht übereilen, nicht zu schnell voran schreiten. Auf diesen Weg, vermag man es schnell, wieder einen zu Verlieren.

Verfasst: Donnerstag 14. September 2006, 14:00
von Leana Leador
Sie hatte ihn gefunden.
Nach zwei schlaflosen Tagen in denen sich hoffen und bangen abwechselte war er endlich wieder da. Sie hatten die Stadt so oft durchkämmt und ständig neue Winkel entdeckt in denen ein Kind verschwunden sein konnte das sie es fast als seltsam empfand als sie ihn vor einer Türe fand. Zusammen gekauert und frierend saß er da ihr einen Blick zuwerfend der wohl deutlich besagte das er wusste was er getan hatte. Sie war nicht ärgerlich oder zornig. Wohl eher war es so das sie enttäuscht und besorgt war. Ihr Sohn schlang seine Arme um ihren Hals, die laufende Nase zwischen Hals und Schulterblatt vergrabend sprach er kaum ein Wort mehr bis sie zu Hause waren. Sie trug ihn den ganzen Weg äußerst vorsichtig. Er war so kalt und zitterte. Er sah aus als hätte er in einer Pfütze geschlafen und roch dementsprechend. Obgleich sie ihn daheim erst einmal auf dem sauberen Bett absetzte richtete sie nun doch den Zuber. Sie würde sich wohler fühlen wenn sie sauber war und er sicherlich auch.

Nachdem der Zuber halb gefüllt war nahm sie das Kind das sich bereits dreckig wie es war in der Decke eingekuschelt hatte und zog es aus. Danach wurde Tori kurzerhand in den Zuber gesetzt und gewaschen. Erst als seine Haut sauber und rosig war nahm sie ihn wieder hervor und trocknete ihn ab. Er wurde in eine dicke Decke eingewickelt und vorsichtig trug sie ihn zu seinen Matte. Eine Weile saßen sie beisammen. Mutter und Sohn. Eng vereint und doch seltsam befangen. Er fragte fast etwas ängstlich ob sie sauer war. Kopfschüttelnd verneinte sie. „Nicht sauer... aber enttäuscht“ Daraufhin durfte sich Tori heute wohl zum ersten Mal einen Vortrag über die Sorgen und sein Weglaufen anhören. Sie fühlte ihm auf den Zahn. Es war schon richtig was sie vermutet hatte und die Gewissheit ließ ihren Entschluss sich festigen. Es war vorbei. Nicht länger würde sie sich von den Drohungen einschüchtern lassen. Er wollte einschreiten? Das konnte er haben. Soviele Wachen innerhalb der Stadt und ohne Begleitung waren sie schon lange nicht mehr gewesen. Seine Zeichen blieben aus. Sie fühlten sich sicher.

Stirnrunzelnd sah sie auf den Jungen der irgendwann einfach wegdämmerte. Langsam stand sie auf und begann das große Bett abzuziehen. Sie war gerade dabei ein neues Laken darüber zu spannen als sie einen Ruf vernahm. Er war wieder wach. Sie ließ die Arbeit liegen und setzt sich zu dem Kind. Nichts war wichtiger und dennoch würde sie ihn einer Gefahr aussetzen. Sie würde mit Amael darüber sprechen. Obgleich Ailyn als Frau wohl mehr Verständnis aufbringen sollte glaubte sie nicht das sie annähernd verstehen würde was in ihr vor ging. Nein, dafür war der Bruder wesentlich besser geeignet. Schon immer standen sie einander näher. Noch während sie mit dem Kind sprach döste es wieder ein und ein Ruf erklang von Unten. Herrje, die Türe hatte sie ganz vergessen. Noch immer war sie offen und Barfuß flitzt sie nach Unten. Fast schon erleichtert bat sie Thaddaeus nach Oben und stockte als Antoris vor ihr stand. Er war wohl aufgewacht und aufgestanden.. war er nicht gerade noch müde gewesen und hatte geschlafen? Harch. Kinder.

Sie machte die Beiden miteinander bekannt und kaum waren sie eine Weile gesessen und hatten geplaudert als es erneut klopfte. Diesmal huschte sie etwas gesitteter nach Unten die Tür aber recht stürmisch öffnend. Ihr Lächeln vertiefte sich und eine prickelnde Wärme breitete sich in ihrem Innern aus. Hatte sie sich verliebt? Erschrocken über den Gedanken dessen Antwort sie längst kannte senkte sie die Lieder und hoffte das sich ihre Wangen nicht röteten. Schmunzelnd beobachtete sie die Reaktion als er Tori bemerkte. Erst dann wurde ihr bewusst das sie noch immer Barfuß war und wohl auch sonst merklich zerzaust und abgeschafft wirkte. Mit einigen Worten an die sie sich schon nicht mehr erinnerte als sie die Treppe hochgehuscht war stürzte sie an dem verwunderten Thadde vorbei ins Nebenzimmer. Flink waren die hohen Stiefel genommen und sie wollte sich gerade an die Wand lehnen um diese an zu ziehen als sie bemerkte das die Wand nachgab. Erschrocken landete sie unter lautem Gerumpel auf dem Allerwertesten und lachte ungeniert auf als sie bemerkte an was sie sich da gelehnt hatte. Das Fass war ihr zum Verhängnis geworden und schon hörte sie Schritte. Obgleich sie noch rief das Nichts passiert war konnte sie nicht verhindern das man sie dann so sah. Eine Hand auf dem Faß... einen Stiefel in der Hand und Tränen lachend. Kopfschüttelnd zog sie dann die Stiefel an und trat wieder aus dem Zimmer. Antoris schien recht aufgekratzt und hupfte zwischen ihr und Antarian hin und her.

Einige Zeit später saßen sie zu viert am Tisch. Die Gespräche wusste sie am Abend nur noch Bruchstückhaft und als Antarian Antoris einige Fragen stellte und sie bei den Antworten irgendwann mit Thaddaeus die Flucht nach Unten ergriff.. blieben ihr wohl die Worte des Kindes am ehesten in Erinnerung. So ganz teilte sie seine Meinung nicht doch würde sie sie nicht zerütteln. Sie fand es wichtig das jeder die Dinge anders sah, anders beurteilte. So er so dachte war es seine Sache. Nachdenklich beugte sie sich mit dem Schneidermeister über eine Arbeit. Obgleich sie inzwischen unter Lucianas Obhut zu einer Meisterin geworden war fand sie das sie noch viel zu lernen hatte. Ab und an ging der Blick zur Decke und fast schon bereute sie das sie nicht mitbekam wie das Gespräch weiter verlief. Dennoch, wahrscheinlich war es besser. Den Worten des Meisters lauschend nickt sie ab und an und sein Lob, seine Meinung waren ihr ebenso wichtig wie das ihrer Meisterin die sie bis zum Ende stets hatte Fragen können und die ihr auch sicherlich jetzt noch einen Rat erteilen würde so sie ihn brauchte. Dann jedoch hatten sie das Stück auf jegliche erdenkliche Art untersucht. Es war an der Zeit sich wieder dazu zu gesellen. Doch der Schneidermeister nutzte die Gunst des Augenblicks sich zu verabschieden und so trat sie alleine wieder nach Oben.

Ein Lächeln zierte ihr Gesicht als sie die Beiden zusammensitzen sah. Irgendwie wirkten sie verschwörerisch als würden sie sich verbünden und prommt musste sie schmunzeln. Kurz darauf hörte sie heute wohl schon aus dem dritten Munde das sie schrecklich aussah und etwas schlafen sollte. Im Grunde wusste sie das es stimmte doch schien sie gar nicht müde. Sie war aufgeregt, glücklich und zufrieden das Tori wieder hier war. Obgleich das Kind wohl viel mehr durchgemacht hatte als sie war es wesentlich munterer und verlangte alsbald nach dem Vogelspiel das sie beide so liebten. Lachend schnappte sie den Kleinen und ließ ihn einmal fliegen wie einen Vogel dabei sicher die Handgelenke umfassend. Für den Spaß wurde sie mit einem kindlichen jauchzen belohnt und rasch ehe es zu einer weiteren Runde kommen konnte flüchtete sie sich auf den Stuhl neben Antarian. Zufrieden sah sie zu wie Tori sich dann mit dem Welpen beschäftigte und ehe sie sich versah war sie auf dem Stuhl eingeschlafen. So forderten die letzten Stunden nun doch ihren Tribut. Friedlich ging ihr Atem und der zierliche Körper drehte sich irgendwann in eine bequemere Position wobei der Kopf auf der Schulter des Richters zu liegen kam. Eine ganze Weile schlief sie ohne das Kind oder der Mann sie geweckt hätten. Dann jedoch schlug sie die Augen auf und blinzelte verlegen als sie die Situation erfasste. Fast schon erschrocken richtete sie sich auf und murmelte irgend eine unzusammenhängende Entschuldigung. Es half wohl in der Tat nichts sie würde schlafen müssen wenn es schon soweit war das sie bei Tisch einschlief. Dennoch brachte sie Antarian recht vergnügt zur Türe ihn verabschiedend. Kaum wieder Oben schmunzelte sie als Tori das Bett fertig bezogen hatte und zufrieden ging sie samt Kind zu Bett und holte den verdienten Schlaf nach.

Stunden später erwachte sie seltsam erholt und schlug die Decke zurück. Vorsichtig schälte sie sich aus dem Bett den Kleinen nicht zu wecken. Nachdem sie ihn zugedeckt hatte ging sie zum Tisch und begann zu Schreiben. Ein Pergament fand seinen Weg zur Garde wo es dem Hauptmann überreicht wurde.

Werter Korporal,

ich bin hoch erfreut euch diese Zeilen zukommen zu lassen. Antoris wurde heute aufgefunden und verweilt wieder sicher zu Hause. Ich bin euch zutiefst dankbar das ihr euch dieser Sache angenommen hattet und würde euch bitten nochmals vorbei zu sehen.

Leana


Obgleich sie den falschen Titel verwendete da sie von seiner Beförderung noch nichts vernommen hatte würde das Pergament wohl sein Ziel finden. Dann jedoch galt es ein Schreiben zu verfassen das ihr wesentlich schwieriger fallen würde. Einige Ansätze brauchte es bis es soweit war. Sorgsam rollte sie es zusammen und versiegelte es mit einigen Wachstropfen. Später würde sie es mit ihrem Bruder an sein Ziel bringen. Nachdenklich legte sie es bis dahin zur Seite und stand auf. Sie waren an diesem Abend noch eingeladen bis dahin wollte sie wieder aussehen wie ein Mensch.

Ein Schatten in der Nacht

Verfasst: Donnerstag 14. September 2006, 22:28
von Ciaran Aumar
Zuhause war Ciaran schon lange nicht mehr gewesen ... nach einen weiteren, erfolglosen Tag der Suche war er wieder erschöpft eingeschlafen, diesmal im Wald nahe der Stadt ... zweifel quälten ihm im Wachen, Alpträume im Schlafe ... wieder versagt ... kein Erfolg ... doch er würde nie aufgeben ...

Als Leana entführt würde ... hatte er dabei versagt sie zu finden ...

Auf der Suche nach ihrem Entführer ... hatte er bislang auch versagt, Leana hatte nicht genug Vertrauen in ihm besessen ihm alles mitzuteilen, aber er fand wichtige dinge heraus, doch bislang hatte er nichts ... ausser Hoffnung das jemand half ...

Und nun die Suche nach Antoris, dem Lieben Jungen ... keine spur ... wie es ihm wohl erginge ... vieleicht war er auch entführt worden ? er musste ihn finden und wenn es das letzte war ...

Aus dem Dunkel des Waldes Trat eine Gestalt an den Schlafenden ... ein Albino mit bleicher Haut und schneeweißen Haar, die Augen rot und funkelnt im Schein der Fackel, gehüllt in eine schwarze Robe, die ihn wie einen Teil der Schatten wirken liesen.

Die Gestalt blickte auf ihn hinab, nahm den Jungen Mann auf und warf ihn sich über die Schulter ... und Schritt davon, wärend die Nacht ihm verschluckte.

Verfasst: Freitag 15. September 2006, 02:48
von Antarian von Weylenstein
Gedanken eines Richters, der etwas neues kennenlernt, ......

Antoris Leador, dass Kind von Leana Leador, der Frau die er liebte. Liebte Antarian diese Frau wirklich schon? Das Herz schlägt schneller in Ihrer Gegenwart, er fühlt sich frei, viele Anzeichen sprechen dafür. Aber nach so kurzer Zeit? “Liebst du Mama?“ war die erste Frage des Jungen, als Leana sich Verabschiedete und Antarian auf Antoris aufpassen sollte. Dank um Ihr vertrauen, aber er alleine mit einem Kind? Etwas hilflos immer wieder zum Kinde blickend. Die Worte des Jungen Mannes verwirrten Antarian, verunsicherten Ihn. “Wirst du mein Papa dann sein?” Was sollte man auf eine solche Frage Antworten? “Du und Mama, Heiraten, Ja?” Wieder die Nase krause gezogen. Hilfe! Hilfe! Was ist dies für ein Spiel, warum so direkt Junger Mann? warum? Was habe ich dir Getan? “Wenn Ihr euch Lieb habt, dann bekomme ich ein Brüderchen?” Antarian schaute sich verzweifelt wirkend um, flehend in der Hoffnung das Leana baldigst wiederkehrt. Dabei ist sie erst sein vieleicht wenigen Augenblicken fort, wie sollte der Rest des Abends bitte verlaufen?

Antarian entgegnete den Fragen des Jungen Diplomatisch, bezog Ihn ein. Lies ihn selbst reden, seinen Gedanken freien lauf. Er mochte den Jungen, aber diese Fragen. Zu schnell, alles viel zu schnell. Antarian, du musst dich bremsen. Egal, seine Gedanken waren nicht wichtig. Antoris kuschelte sich kurz an Antarian. Scheinbar waren die Worte die er dem Jungen gegenüber wählte passend. Antarian zeigte dem Jungen das er dessen Meinung Respektiert. Irgendwie, ist selbst der Junge, Antarian um einiges näher ans Herz gewachsen. Zu schnell Antarian, was machst du hier? Eine Frau mit einem Kind, zwar Adoptiert aber mit einem Kind! Aber ..... Aber ... er ist so ... so ... goldig ... so Liebenswürdig. Antarian! Immer wieder kämpfte er mit seinen eigenen Gedanken. Versuchte ruhig zu wirken. “Machen wir was zusammen um Mama zu überraschen wenn sie wieder kommt?” Ja! eine Hervorragende Idee, schnell fanden die beiden eine Beschäftigung. Aber wie würde Leana reagieren? Waren die Worte vieleicht nicht zu aufdringlich, zu schnell Gewählt. Doch Antoris schien listig, sich nicht beirren zu lassen. Verführte Antarian förmlich dazu, einige Worte zu schreiben, die einfach noch nicht passten!

Egal, dieser Abend, zeigte noch viele kleine Ereignisse. Der Junge wurde Irgendwann müde, des wartens drüssig, so brachte Antarian den Jungen noch zu Bett. Erzählte ihm eine Geschichte, unter dieser Antoris schnell einen geruhsamen Schlaf fand. ”Niedlich, wie er da schläft, Ist der Junge dir auch schon so schnell ans Herz gewachsen?” Er führte ein kurzes selbst Gespräch, ehe er den Raum verließ. Neugierig war er schon, was er wohl in den Räumlichkeiten zu finden vermag? Er schob den Gedanken beiseite, vergewisserte sich noch, dass der Junge auch wirklich schlief. Ehe Antarian das Haus verließ. Der wache die in der Straße Patrollierte die Anweisung reichend, das Haus genau zu beobachten. Er selbst ging ins Rathaus, dort sein Tagewerk vollendend. Jedoch mit vieleicht an die, Ja ich gebe es zu, übertrieben, aber passt doch, oder nicht? An die 100 mal unterbrach er seine Arbeit, zum Haus gehend, die Wache fragend, ob wirklich alles in Ordnung seie? Der Gardist nickte immer wieder, wirkte bei dem ständigen kommen und gefrage von Antarian, vieleicht sogar mitlerweile etwas angenervt.

Die Geschwisster von Leana, mit diesen würde er noch reden müssen. Hoffte Ihre zuneignung zufinden. Was sollte eine Junge Liebe bringen, die sich Entwickelt, wenn die Familie darunter in Streit gerrät? Aber wie soll er sich Verhalten? Ruhig, Sachlich, wie gewohnt? Offen, Herzlich, freundlich, wie er nur mit Jenen ist, die er besser kennen lernt. Aber gleich zu Beginn? Passt das Überhaupt, würde das nicht merkwürdig ankommen? Wie soll er sich Verhalten? So viele Fragen gehen durch den Kopf, keine Antworten wollten sich finden lassen zu diesen Fragen. Was jetzt? Wo machen wir weiter? Die Frage erübrigte sich. Leana kaufte etwas Lehm, bei den Hühnen, auf der kalten Insel im Norden. Mächtige Gesellen, den Tiefländern Irgendwie gleich. Einem solchen würde Antarian ungern mal unter die Axt geraten.

Sie führte Ihn an einem wunderschönen Ort, Sie lachten mit einander, sie lauschten einander, Sie erzählten einander, Sie alberten noch mit einander. Bist du es? Bist du wirklich die Frau, nach der ich mich sehnte, all die Jahre, bist du endlich in mein Leben getreten? Oder ist dies alles nur ein Traum? Wenn es ein Traum ist, will ich nicht mehr Erwachen, nie wieder, ewig will ich träumen! Aber was ist, wenn der Traum wirklich Real ist, er wirklichkeit ist. Viele Gedanken gingen Ihm durch den Kopf, als Antarian alleine im späten abend in seinem bett nachdachte. Sie in seinen Armen, die Lippen einander berührend, der Zärtlichkeit zueinander Tribut zollend. Es war nur ein Kuss, ein Kuss auf dem weitere folgten. Einer der Küsse sinnlicher, betrörender als der andere. Fordernder wollte er sein, Liebevoll wollte sie dafür sein. Oh Temora, sag mir das dies kein Traum ist, sag mir was in meinen Herzen vorgeht. So sag mir doch, ist das Liebe was ich Verspürre? Ich kenne dieses Gefühl nicht, nicht so Intensive? Antarian war sich unsicher. Ja, Zeit, die nächsten Tage würden zeigen was die zukunft birgt, würden Antworten auf so viele fragen bringen. Dies erhoffte er sich. Doch eines war er sich mal wieder sicher. Antarian wollte in Ihrer nähe sein.

Verfasst: Sonntag 17. September 2006, 06:57
von Leana Leador
Alles ging so schnell.
Die Tage flogen an ihr vorbei und immer klarer schien der Weg vor ihnen zu liegen. Amaels Besuche wurden seltener. Sie wusste was er tat. Hoffte das er Erfolg haben würde. Bangte um seine Sicherheit. War froh wenn er wieder zugegen war. Früher war sie anders gewesen. Früher hätte sie ihn begleitet. Übereifrig waren sie damals über die endlosen Weiden der Nebelinseln geritten. Die Schenkel ganz auf das Muskelspiel des Tieres unter sich abgestimmt. Ohhh sie würde wahnsinnig werden wenn sie noch länger daran dachte. Dieses verdammeleite Verbot es war so lästig. War es noch notwenig? Konnte man sich nicht endlich sicher fühlen? Es war kaum mehr auszuhalten ständig jemanden zu Fragen wenn es aus der Stadt gehen sollte.

Am Abend saß sie in der Taverne. Wie immer war es verblüffend wie rasch sich der Tisch füllte. Saß man doch erst zu zweit oder zu dritt an einem Platz war man Momente später schon zu fünft. Sie folgte dem Gespräch nicht wirklich. Achtete auf andere Dinge. Die Nähe des Menschen neben ihr verursachte ein angenehmes prickeln auf ihrem Arm. An diesem Abend fragte sie den Hauptmann irgendwann ganz offen ob er die Anweisung nicht aufheben könnte. Es war so lange nichts passiert. Sie fühlte sich wie eine Gefangene hinter Stadtmauern. Er stimmte zu. Ihr Gesicht hellte sich um einiges auf und im ersten Moment war die Verlockung so groß das man ihr wohl deutlich ansah das sie am Liebsten gleich davonstürmen würde. Doch sie blieb sitzen. Schließlich hatte sie Zeit.

Am nächsten Tag besprach sie mit Sereno den Zustand ihres Sohnes. Das Augenlicht schien schlechter zu werden. Alles Beten, jede Salbe, nichts hatte geholfen. Es war schwierig einem kleinen Kind zu erklären warum es nicht sehen konnte so man es doch nicht wusste.

„weist du, die Göttin prüft einen manchmal auf ihrem Weg. So man die Prüfung besteht schenkt sie einem vielleicht ihre Gunst“ „.....weist du... viele Menschen sehen nicht gut. Dafür sind ihnen andere Gaben geben..... Ein besonders feines Gehör für die Musik oder ein besonders gutes Gespür.“ „Natürlich werde ich dich auch lieb haben wenn deine Augen schlechter werden und du nichts mehr siehst“ „Nein wir geben nicht auf mein Schatz, wir werden versuchen dir zu helfen“ „alles wird gut...“

So und so ähnlich redete sie Stunden mit dem Kind. Immer wieder Tränen. Blicke, Gesten und Worte die so viel mehr aussagten. Die Schwester kam hinzu. Gemeinsam wurde nun endlich der Junge beruhigt der die Nacht im Gräbchen schlafen durfte. Es war höchste
Zeit die weichen Matten durch ein weiteres Bett zu ersetzen. Den Arm um ihren Sohn gelegt kuschelte sie sich an das Kind das sichtlich zufrieden nahe ihres Herzens einschlief. Nie würde etwas ihr Herz so anrühren wie sein friedliches.

„Hab dich Liiiieeep Mama“

Am nächsten Morgen fühlte sie sich wach und schwang vergnügt die Beine aus dem Bett. Zeit endlich wieder einen Ausritt zu wagen. Den Wachen nickte sie zu und kaum aus dem Tor hinaus presste sie die Schenkel an die Flanken des Tieres. 1... 2... 3 ... Schweben 1 ... 2... 3.. Es war herrlich. Sie genoss den Rhythmus des Pferdes und liebte den Wind in ihrem Haar. Dies war eine Erfahrung die sie mit kaum jemandem teilte. Es war eine Sache mit jemandem wohin zu reiten. Eine andere jedoch mit dem Tier zu verschmelzen, dem Wind um die Wette zu laufen der Müdigkeit trotzend. Noch immer war sie so gut wie eh und je. Das war etwas das sie konnte. Das war etwas wo sie sich sicher fühlte. Hier würde niemand Beurteilen was sie tat. Hier konnte sie ganz sie selbst sein. Weder Mutter, Schwester, Geliebte noch Schneiderin. Hier war sie sie schlicht und einfach Leana.

Erst als der Morgen dem Tag wich war sie wieder zu Hause. Sie roch nach Heu und Pferd doch war es ihr gleich. Sie würde sich später waschen schließlich war dies keine Schande und ein Duft den sie liebte. Flink wuselte sie umher ein Frühstück bereitend. Es war schon etwas lästig in dem Haus keine eigene Küche zu haben doch was sollte man erwarten. Es war ein Geschäftshaus und das würde es immer bleiben. Heimelig würden sie an einem anderen Ort werden. So blieb also nur der Weg in die Taverne dort heiße Milch kaufend ging es wieder nach Hause. Bald schon war der Tisch gedeckt und zufrieden ging sie nach Unten. Sie würde warten bis Tori aufwachte. Heute sollte er ruhig ausschlafen. Dann jedoch klopfte es. Dreimal. Rasch war die Arbeit vergessen und die Türe geöffnet. Wenig später saß sie doch am Frühstückstisch doch mit Antarian nicht mit Antoris. Gerade als die ersten süßen Kringel gegessen waren klopfte es erneut. Serendo stand vor der Türe sich nach dem Kind erkundend. Kurzerhand bat sie den Druiden herein und stellte schmunzelnd fest das auch er den Kringeln nicht abgeneigt war. Sie selbst hatte noch gar nicht so recht etwas gegessen dem Gespräch viel zu interessiert lauschend. Als der Druide wieder ging hatte sie eine neue Tinktur für die Prellungen die sich Antoris, bedingt durch das mangelnde Augenlicht, zuzog. Wieder Oben schafften Antarian und sie es irgendwie ihn derart mit Marmelade zu versauen das sie ihm ein Hemd von Amael geben musste. Viel zu groß und schlotterig saß es doch würde es wohl gehen. Sie hingegen klebte noch immer und nun kam sie wohl nicht umhin sich doch noch zu waschen. Alsbald wurde die Taverne aufgesucht und das kleine Badezimmer gegen einige Münzen genutzt.

Später am Tag klopfte es so gewaltig an die Türe das sie zusammenfuhr. Was war denn nun schon wieder passiert? Hastig zog sie die Türen auf und hätte sie wohl direkt wieder zugeknallt wenn die Männer nicht schon eingetreten wären. Im nächsten Moment hätte sie wohl geschrien doch als ihr Name viel kam kein Wort über ihre Lippen. Die Stimme war vertraut und ungläubig weiteten sich die Augen als die Gestalten ihre Kapuzen lüfteten. Er war gekommen. War er denn des Wahns einfach so in Varuna aufzutauchen? Sie wusste das sie ihn hätte vor die Tür setzen sollen, eine Wache allamieren. Doch irgendwo glaubte sie an seine Unschuld. Mitten in diesem Besuch klopfte es erneut. Die beiden Herren waren zusammen in die Umkleide gehuscht sich verbergend doch ließen die Schneidersachen sich nicht so einfach wegzaubern. Entschieden öffnete sie die und sah im ersten Moment wohl recht betreten drein als Antarian davor stand. Na das passte. Irgendwie ging die Situtation gut aus doch viel später am Abend stellte sie Fragen.

„Antarian...?“ „hmm?“ „Was passiert mit jemandem der Varuna auf einen gerichtlichen Beschluss hin nicht betreten darf und es dennoch tut?“

„da gäbe es viele Möglichkeiten... Kerker.. Goldstrafe... Peitsche ... ein endgültiger Verweis“


Dann eine ganze Weile später das Stirnrunzeln zwar wahrnehmend doch ignorierend.

„Antarian... was passiert mit einem Richter der davon weis es aber nicht weiterleitet“

Daraufhin stellte er Fragen. Die sie gewissenpflichtig überging ehe sie ihre Antwort hatte. Er wusste auch ohne Worte wer sie besucht hatte. Hatten sie sich doch erst darüber unterhalten. Sie hoffte das er sich endlich beweisen würde so dieses aberwitzige Spiel endlich ein Ende hatte. Es war nicht gut immer dem Herzen nachzugeben und Güte zu zeigen. Das nächste Mal würden die Türen wohl verschlossen bleiben.

Schnell war diese Gegebenheit vergessen. Antarian gab ihr eine Sicherheit die unbeschreiblich war. Selbst Antoris mochte ihn und so sie zusammen waren hielt sich eine entspannte Stimmung. Von Ciaran hatte sie noch immer keine Nachricht erhalten. Das der Brief angekommen war wusste sie. Doch ein zweites Mal würde sie den Weg zu den Aumars nicht so rasch auf sich nehmen. Vielleicht hatte er zu tun. Es war ihr gleich. Sie würden zu ihrer Aussprache kommen. Einst hätte sie darauf beharren sollen das eingehalten wurde worum sie bat. Doch hatte sie dem Druck nachgegeben sich auf etwas eingelassen dessen sie sich sicher schien. Jetzt bereute sie. Sie würde die Zeit zurückdrehen um ihm den Schmerz zu ersparen den kein Wort mildern konnte. Doch war es notwendig. Wie hatte Ma immer gesagt? Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. So ganz trafen die Worte wohl nicht zu. Dennoch kamen sie ihr in den Sinn.

Heimkehr ...

Verfasst: Dienstag 19. September 2006, 07:45
von Ciaran Aumar
Morgendunst stieg über dem Meer auf als der junge Mann das Schiff verlies. Er atmete tief durch und lächelte, so frei wie schon lange nicht mehr.

Seine Sorgen waren nicht vergessen, aber die Zeit daheim, bei seinen Eltern und seinen Schwestern, die ihm alle ins Gewissen redeten, hatte ihm wieder das wichtigste zurückgebracht.
"Lebe und Liebe im Jetzt" Hörte er noch die Stimme seiner Mutter in den
Ohren. Er lächelte. Dies war ihr Wahlspruch, seit langer Zeit und seit er denken konnte auch der Seine.

Die Sorge um seine Liebsten hatten ihn davon abgelenkt zu leben.
Er würde seine Pflicht nicht vernachlässigen, nein, aber er würde auch das Leben nicht länger vernachlässigen. Er musste reden, mit vielen Leuten die ihn in letzter Zeit ertragen mußten.

In ihm nagte immer noch der Zweifel, das Gefühl versagt zu haben, aber für dem Moment hatte dieser keine Macht. Er würde festhalten an den glücklichen Gedanken.

Mit einen Lächeln drückte er einen Jungen eine Handvoll Gold und ein Pergament in die Hand und schon war jener auf dies zuzustellen.

Ach was war das Leben schön ... was konnte schon passieren, was konnte schlimmer sein als das es Glück der Liebe überbot ?

" Lebe und Liebe im Jetzt ! " rief er lachend, sodass es über den Hafen hinweghallte und sich Leute nach ihm umschauten, dann schlenderte er pfeifend davon ...


[OOC / Dieser Post stand seit meinen letzten, "Ein Schatten in der Nacht" fest]

Verfasst: Donnerstag 21. September 2006, 09:58
von Antoris Leador
Hach was war das für eine Überraschung. Er wurde wach und spürte direkt das etwas anders war. Er tapste durch das Haus und hörte an seinen Schritten, dass es viel mehr hallte als sonst. Die Möbel, wo waren sie?

MAMAAAAAAA

Bruellte er direkt verunsichert los. Leana eilte nach oben zu ihm und erklärte ihm das es eine Überraschung gäbe. Folgsam tapste er ihr nach, sich an den klackernden Geräuschen der Hufe haltend von ihrem Pferd das hinter ihr am Zügel ging. Nach einer ganzen Weile waren sie am Ziel. Ein Gatter wurde geöffnet, oder eher ein Gartentor. Schnuff lief ihm entgegen und Leana nahm ihn an die Hand und führte ihn in ein grosses Haus das angenehm nach Holz roch.

Hier wohnen wir jetzt

Erstaunt blieb Antoris der Mund offen stehen und er tapste vorsichtig durch das grosse Haus. Oben in einem Raum blieb er stehen und fragte

Und wo tu ich schlafen?

Hier in diesem Raum.

is das mein zimma?

Ja das ist deines, es gehört dir ganz alleine

JUCHUUUUUUU


Antoris freute sich unbändig. Er hatte jetzt ein eigenes kleines Zimmer. Das Haus hatte einen grossen Garten. Ja hier gefiehl es ihm. Vom ganz Nahem hörte er das rauschen der Wellen des Meeres und das leise kollern als die Wellen auf den Strand trafen.

Un Anta? Tut der jetz auch hier wohnen?

Leana nickte und antwortete mit ja.

un wo tus du jetz abeiten?

Hier

sagte Leana und lachte leise. Antoris rannte nach uten und rammte einen Stuhl als er versuchte auf Antarians Schoss zu kommen. Er lernte an jenem Abend sogar noch einen Schokoladenhasen kennen und als Antarian ihm die Händchen wusch sagte er

danke .... papa

Dann wurde er müde und Antarian erzählte ihm und Leana noch eine schöne Geschichte über die Antoris langsam einschlief.

Verfasst: Donnerstag 21. September 2006, 13:58
von Antarian von Weylenstein
Da saß er nun, am Bettrand, nichts weiter als eine Stoffhose tragend. Hier in diesem Haus, fern des Politischen Einflusses Varunas. Warum so weit außen Antarian? Hättet ihr euch nichts anderen suchen können? kleinlaut aber schwach, Erwiderte er seinen Gedanken zum Trotz einige eigene Worte. Hier ist doch ein schöner Strand? Hier ist aber kein Schutz, Antarian! Wenn was passiert? Wer sollen Ihnen helfen? Wer soll dir helfen? Ich werde uns helfen! Du bist der Mann im Haus, wenn du meinst, dass du das schaffst? die Schultern heben sich kurz an. Sie lebten Jetzt hier, er lebte Jetzt hier. Leana war seine Gefährtin, es war fest, es war beschlossen. Auch andere haben schon davon mitbekommen. War es Ihr peinlich, mit einem Richter zusammen zu leben? Erzählte sie anderen davon dass Sie mit mir zusammen Ist? Ich mache es, wenn es aufkommt, warum Sie also nicht auch? Sprach sie mit anderen über Ihn, wenn ja was sagten Sie?

Ist das überhaupt wichtig Antarian? Da war es wieder, sein Kopf, diese andere Stimme. Du bist dir deiner Gefühle doch bewusst, unwichtig was andere denken! Jetzt steh auf, gib Ihr endlichen Ihren verdienten morgendlichen Kuss! So Abwegig war der Gedanke nicht, fand er an diesen Leidschafteichen küssen mit Ihr doch auch viel Gefallen. Sie teilten das Bett miteinander, kuschelten miteinander, doch es lag nahe, dass man sich dem Endgültigen erst nach einer Hochzeit hingeben würde. HOCHZEIT?!? Eben noch wollte er aufstehen, dann dieser Gedanke. Nein sitzen bleiben, ist besser, viel besser! Er blieb sitzen.

Oh Antoris, was hast du nur mit deinen Worten wieder angerichtet, sicher, ein Eintrag wurde zugebener Zeit kommen. Es würde Wochen, wenn nicht gar Monate vergehen, in denen Sie zusammen lebten, einander Liebten. Und nun, hast du es alles wieder beschleunigt?!? Warum diese Worte, Junger Mann, mein Sohnemann? Hast du mich so lieb, oder spielst du ein listiges böses Spiel? Jeder der das mitbekommen würde, jeder der von der Verlobung hörte, nach dieser kurzen Zeit, musste doch Leana oder Antarian selbst unweigerlicher für Verrückt erklären? Was würde Ihr Bruder oder Schwester dazu meinen? Nein, Nein, NEIN! Du hast Ihr den Antrag gestellt, was hat der Junge damit zu tun? Du hättest auch warten können! Ist das überhaupt einen Gedanken wert? Sie hat doch eh schon Ja gesagt. Aber unter uns, Antarian, mit der Hochzeit lass dir etwas Zeit, oder ich werde Streiken!

Diese selbst Gespräche, zwar nur im Kopf, diese Gedanken, sie halfen, war da immer eine gute Stimme der Vernunft, die Ihm zuhörte, kluge Ratschläge reichte. Ihm das leben leichter machte. Antarian stand langsam auf, wanderte zum Schrank, griff nach einem Hemd. Ein schneller handgriff in die Waschschüssel, dass nötigste gesäubert. Frisch und munter, Vergnügt erscheinend, ging er zu Ihr herunter, schenkte Ihr einen Zärtlichen Kuss. Schertzte und Lachte mit Ihr gemeinsam. Antoris würde auch bald aufstehen, eine Glückliche kleine Familie, Vater, Mutter und ein Vergnügt lächelndes Kind.

Verfasst: Donnerstag 21. September 2006, 17:13
von Leana Leador
... und so hatte es ein Ende gefunden.
Erschrocken wie ein Reh war sie zurückgewichen vor dem Mann den sie glaubte zu lieben. Den Kopf zur Seite gewandt, die Augen unergründlich. So froh schien er heute und sie würde ihm diesen Dolch in den Rücken stoßen. Einst war sie beherrscht von dem Feuer das tief im Innern brennt doch nun berührte die Flamme sie und ließ sie kalt. Er war so vertraut das es schmerzte. Die Augen, das Haar, der Duft und seine Art. Alle Sorgen schienen für einen Liedschlag dahin. Sie wusste sie würde ihn verletzen doch ging es nicht anders. Sie hatte sich betrogen so wie sie alle betrogen hatte. Sie liebte ihn nicht länger. Ein anderes Feuer nährte ihr Herz, verbreitete wärme und lies es schlagen. Ein Feuer das nie erlöschen würde. Etwas anderes vorzugeben würde sie brechen und so saß sie nun voller Gedanken gegenüber des Mannes den sie einst geliebt hatte. Lange sprachen sie miteinander, übereinander und über das was sein wird. Er liebte sie wirklich. Noch immer sprach er davon sie zu lieben und zu schützen was immer auch kommen mochte. Er wünschte ihr sogar das ihr Liebster sie ebenso lieben möge wie er... das sie glücklich war. Die Worte rechnete sie ihm hoch an. Obgleich sein Blick so kalt war als sei in seinem Inneren etwas gestorben war das Lächeln und die Gestik freundlich, wirkte aufrichtig. Seine Augen ließen sie zweifeln doch lag es nun nicht mehr an ihr.

Sie trennten sich. Jeder ging seines Weges und seltsam erleichtert ritt sie über die Wiesen. Der Blick auf sein Inneres würde ihr fortan verschlossen bleiben doch hoffte sie das er sich eines Tages an ihre Worte erinnern würde. Das eines Tages die Freundschaft die sie hatten wieder strahlend erblüht. Fast schon zu Hause traf sie auf jemanden den sie liebend gerne nicht getroffen hätte. Dennoch, vielleicht war es gut das er zugegen war. Der alte Kauz wusste ohnehin viel mehr als ihr für ihren Geschmack recht war. Sie sprang ab und neugierig trat sie an den Alten heran. Furcht hatte sie nicht vor ihm eher ein zartes Band der Verbundenheit. Er rief mit wenigen Gesten einen wiederwillen in ihr hervor der sie erstaunte. Einst hatte sie ihn hinausgeworfen nicht wissend wer er war. Doch heute tat es ihr leid sie war viel zu rasch bei der Sache wenn es um das Wohl des Jungen ging. Eine Entschuldigung wollte er nicht hören und so hörte sie sich an was er zu sagen hatte.
Selbst über Antarian schien er Bescheid zu wissen als dieser dazu trat und erst nach einer Weile trennten sie sich nachdenklich. Zusammen mit Mann der fortan ihr Herz verwahren würde ging sie ins Haus. Endlich war es vorbei. Er wusste wo sie gewesen war. Hatten sie doch darüber gesprochen und sprachen auch jetzt davon. Nichts stand nun mehr zwischen dem Glück und niemand würde sich je wieder dazwischen drängen. Die letzte Arbeit wurde verrichtet und lächelnd sahen sie einander an ehe es schon wieder klopfte.

Langsam öffnete sie die Türe. All zu viele Menschen wussten nicht um ihr hiersein und umso verblüffter war sie als 2 Herren eintraten. Einen kannte sie, den anderen lernte sie kennen. Das Gespräch war ernst doch hörte sie nicht zu. Immer noch mit einigen Dingen beschäftigt war sie froh als alles seinen Platz gefunden hatte. Ein Blick zum Tisch und sie stellte den Herren je einen Krug Wasser hin ehe sie sich rasch verabschiedete. Es war Zeit. Zeit ihr Kind zu holen. Die Stute nicht einmal sattelnd schwang sie sich auf und preschte gen Varuna. Lange war es her seit sie sich so geben konnte wie es die letzten Tage war. Weit ab von der Stadt konnte es jedem egal sein was sie trug, tat oder sagte. Hier hatte sie zu sich gefunden und widmete sich anderen Dingen als nur dem Laden und der Sorge darum was sein könnte. Ihre Gedanken wurden unterbrochen als sie die Ladentüre aufschloss. Bereits Unten hörte man ein empörtes und durchaus vernehmliches

MAAAMMMAAA???!!!!

Hiiieer mein Schatz!


Rief sie munter hinauf das Kind dann nach kurzem Wortwechsel mit sich nehmend. Da war sie ja gerade nochmals recht gekommen. Der Kleine wäre wohl sehr verwirrt gewesen wenn soviel im Haus fehlte und keiner ist mehr da wenn er aufwacht. Bereits geraume Zeit später sah sie ihm zu wie er durch das neue Haus ging. Alles wurde angefasst, bestaunt und wieder zurückgestellt. Viel mehr Platz zum Spielen und prommt wandte sich ihr Sohn an Antarian. Sie musste schon ein wenig Grinsen als diese typischen Antorisfragen gestellt wurden. Oh, das konnte er. Fragen stellen und mit seiner kindlichen Art trafen sie meist sogar auf den Kern. Allerdings wurde ihr selbst dann anders als er auf eine Heirat zu sprechen kam. Hilfe! Was war das hier? Sie waren verliebt. Scherzten zusammen lachten zusammen und besprachen die kleinen und großen Sorgen des Lebens aber heiraten .. uff.. so schnell? Sie stand auf. Es war höchste Zeit den Kleinen auf andere Gedanken zu bringen und zudem war es ohnehin Zeit für ihn. Kopfschüttelnd brachte sie Tori zu Bett. Obgleich er gähnte und sie ihm ansah das er gleich schlafen würde kam es energisch zurück das er wach sei. Also gut, wieder einmal mit Tricks arbeiten. Minuten später hatte sie ein zufriedenes Kind im Bett. Umgezogen und in die Decke verpackt. Schmunzelnd lief sie dann hinunter und bat Antarian darum eine Geschichte zu erzählen. Tori hatte nach ihm gefragt und sie glaubte er könnte das ganz gut. Sich selbst dazu setzend lauschte sie.
Den Namen Sperenzia würde sie wohl noch eine Weile in Erinnerung behalten. Als das Kind schlief ging sie leise mit Antarian nach Unten.

Gemütlich saßen sie nahe des Kamins die Beine auf die Felle ausgestreckt. Hier waren sie beide einfach nur Menschen. Menschen die einander liebten und vertrauten. Dennoch kam einen Augenblick panik in ihr auf als er das Thema der Hochzeit wieder ansprach. Wie würden die Leute reagieren? Was würde man sagen? Zweifel schossen in ihr auf ehe sie diese energisch wegwischte. Letzendlich war es doch gleich was andere sagten oder dachten. Sie versprach sich ihm. Der Zeitpunkt und der Ort war vielleicht nicht das was sie sich ausgemalt hatte doch das Ende blieb gleich. Es wurde noch ein schöner Abend. Viel wurde gesprochen und gelacht. Erst als sie schon im Bett lagen den Kopf auf seine Schulter gekuschelt griff sie das Thema selbst nochmals auf.

Antarian..?

hrmm?

Du weist das wir Zeit haben. Nichts überstürzen, ja? Unser Wirbelwind ist sehr schnell was sein Urteil und derlei angeht.


Ihr lächeln vertiefte sich als sie der Antwort lauschte. Ja es war recht was sie hier taten. Zufrieden und ruhig schlief sie ein. Am nächsten Morgen setzte sie sich an die Arbeit. Doch diesmal waren es nicht Nadeln und Schere sondern Feder und Pergament mit denen sie handtierte. Sie schrieb viel die letzte Zeit. Viele Eindrücke und Gedanken wurden festgehalten und oft vom Pergament dann nochmals in ein Buch übertragen. Die unfertigen Pergamente fanden sich oftmals ebenfalls zwischen den Büchern. Doch heute schien sie nicht lange nachzudenken. Die Worte kamen ihr fast von alleine in den Sinn und somit auf Papier.

Verfasst: Dienstag 26. September 2006, 03:12
von Antarian von Weylenstein
Glückliche Tage;

Varuna, Bajard oder zu Haus. Egal an welchen Ort. Er war froh darüber etwas Zeit mit Leana verbringen zu können. Zu dürfen! Sie liebte ihn wirklich, sie liebt mich! Mich Antarian! Tausendsprünge des Glücks gen Himmel würde er machen. Temora dankte er im stillen gebet dafür allabendlich. Temora hab dank! Hatte sie ihm ein Gefühl wieder geschenkt wo er geglaubt es nie wieder im herzen zu tragen. War er nur etwas darüber in Trauer das er sie erst so spät kennen lernen durfte. Cirian war fort, dass klärende Gespräch mit ihm war geregelt. Leana wählte Worte die Antarian verwirrten. Schien dieser Mann doch mehr ehre zu haben als Antarian es für möglich hielt. In einem jeden fall war der Weg frei, frei für eine Liebe. Tage des Glücks sollten folgen. Er könnte mit ihr über alles sprechen. Doch war das Klug, viel wissen trug er in sich, dass Ihr herz belasten könnte. Er würde nicht von sich aus zu Erzählen beginnen, wäre dies doch sehr unklug, wollte er sie nicht mit nichtigen dingen belasten. Doch wenn sie fragen stellte, würde er ihr immer die Wahrheit sagen, wollte er vor dieser Frau nicht ein Geheimnis haben. Doch sie fragt nicht, vielleicht ist sie im wissen, dass sie manch Information vielleicht lieber besser im verborgenen bleibt.

Er hatte sie in seinen Armen, küsste sie mit aller Leidenschaft, mit Begierde. Mit der Zeit an ihrer Seite wirkte Antarian in mancher Hinsicht immer verstörter. Er war einfach nicht in der Lage die Finger von ihr zu lassen. Wollte sie tragen, wollte sie küssen, wollte sie unbedingt haben. Es war dennoch eines klar, nicht vor der Hochzeitsnacht. ABER WANN ZUM GEIER SOLL DIE SEIN, IN EINEM JAHR? schießt es Ihm voller verlangen immer wieder durch den Kopf. Ergab es doch ersichtlich einen sinn warum die meisten paare getrennte betten hielten vor der Eheschließung. So lag sie, seine erwählte, seine Verlobte in vielen Abenden in seinen Armen. Es dauerte wieder einmal Stunden bis er in der Lage war zu schlafen., kämpfte in ihrer nähe um seine Sinne, um Verstand, um Ehre, gegen seine Lust. Er vergötterte diese Frau einfach, war sie es die ihm zu lachen bringt in den unmöglichsten Situationen. Schenkte sie ihm ein leben in Freude jenseits der korrumpierende Politik.

So spielte sie wieder mal ein Spiel mit Ihm, ließ ihn in der Kälte für den hauch eines Momentes stehen. Nach einem kalten Pflichtbad im Meer. Doch musste dieser sein, wäre er sonst doch über sie hergefallen. Ebenso musste er ihr viel abverlangen, um wieder ins wärmende haus zu finden, ans Kamin, am wärmenden Feuer. Doch das ausgerechnet er einmal einen Rock tragen würde? Stand er vor der Türe, sie angeblich den Schlüssel vergessen hat, selbst nur etwas kurzes tragend mit einem Rock. Schenkte sie dem aus dem Meer kommenden nackten Mann Ihren rock. Er war stark in Roter Farbe. Aber hier sei gesagt, blau steht Antarian wohl um einiges besser, so stellte er dies auch sachlich fest. Mit einem musternden blick im Rock an sich herab. Er konnte mir etwas Trick und Charme ihr den vermeindlichen vergessenen schlüssel zum Ende doch noch abringen. Antoris auch bald wieder zu Ihnen beiden fand. Zur Vater und Mutter. Jedoch lachen konnten sie wenig mit einander an diesen Abend. Antarian musste nach schlechter Kunde, gebracht durch einen Herold des Reiches zurück nach Varuna. Dort herrscht scheinbar ein derbes durcheinander. Ordnung muss gebracht werden ins Chaos. Oder vielmehr jemanden geholfen, der voll von Ehre.

Im schnellen schritten, in der Nacht in der Wiederkehr, schlief sie schon fest als er am Bettrand stand. Er küsste sie auf die Stirn. Beobachtete ihren ruhigen schlaf, einen moment. Legte sich neben ihr, kaum verging ein Moment, lag sie wie von selbst trotz des tiefen Schlafes in seinen Armen. Ihre nähe ihm stärke gabe. Am nächsten morgen hinterließ er Ihr nur einige Zeilen. Schnell musste er wieder nach Varuna eilen. Mit einem deutlichen schmunzeln auf den Lippen, die Zeilen verfasste. Wie sie wohl darüber reagieren würde? Bald wird ers Erfahren.

“Schlaf ruhig mein Herz, sei ohne Kummer
baldigst kehre ich zurück in deine Arme, erwarte mein kommen
So Vergesse mir dann nicht den Kuss des Grußes zu reichen
Ist doch dies etwas was uns beide beschenkt
Achja, dein Nachthemd am morgen etwas schief an dir lag
war so frei, zupfte es zurecht”


In liebe Antarian

Verfasst: Sonntag 1. Oktober 2006, 16:23
von Antoris Leador
Weinerlich bewegte er die dicken schmerzenden Händchen. Dabei hatte er nur an dem Bienenkorb gestanden gehabt und sich bei dem Gesumme nichts gedacht. Es hatte nur soo köstlich nach Honig gerochen und da hatte er zugegriffen gehabt. Mehrmals hatten die kleinen gelb-schwarzen Biester zugestochen, dann war er geflohen mitsamt dem Honig. Schreiend und weinend war er zu Leana gerannt. Das Gift was sie um sich zu wehren im Stachel hatten, machte ihn unglaublich müde. Anstandslos liess er sich in den Teich tragen, weil eine Biene noch in seinem Haar sass. Ohne zu jammern liess er sich in sein Bettchen stecken. Nur eher kraftlos liess er es zu das Antarian im die Händchen mit einer Salbe einrieb und noch kraftloser versuchte er die Händchen wegzuziehen. Nur kurz blieb er im Bett, dann stolperte er nach unten zu Leana und Antarian, er wollte nur nicht alleine sein. Antarian wurde selber müde und nahm ihn mit in das grosse Bett von ihm und Leana. Schlafend kuschelte Antoris sich an ihn.

Über Nacht bekam er dann Fieber, auch die Händchen waren heiss. Wärend Antarian und Leana bemüht waren ihn kühl zu halten träumte er die verrücktesten Dinge. Bienen die auf zwei Beinen liefen. Lachende Pferde. Bären die auf zwei Beinen standen und lachten.

Nur langsam sank das Fieber, ob Serendo da gewesen war wusste Antoris gar nicht. Als er seine grünen Augen öffnete dachte er es wäre noch Nacht und dreht sich um, um weiter zu schlafen. Doch von unten drangen Geräusche nach oben, klapperndes Geschirr. Geschirr spühlen tat Leana aber nie Nachts und Antoris' 'Mimik wirkte stutzig. Langsam richtete er sich auf und tapste nach unten. Er bemerkte gar nicht das die Kerzen an waren. Er fragte nur

mama seit wann tus du in dunkeln abwaschen?


Bisher hatte er zumindes schemenhaft seine Umwelt erkennen können, doch heute stolperte er über alles was auch nur im Entferntesten vor seinen Füssen lag, so auch über den Welpen. Unsicher streckte er im Fall seine Händchen aus, doch heute wusste er nicht wo er sich abfangen sollte und rumste unsanft mit der Nase auf den Boden. Wortlos rappelte er sich auf und tapste stolpernd nach oben um sich gekränkt zu verkriechen. Eigendlich war er nicht gekränkt, nur verwirrt. Er brauchte eine Weile bis er es hinbekam sich unter seiner Decke zu verkriechen.

So war also Thea's Welt, dachte er bei sich und langsam schlief er wieder ein.