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Verfasst: Freitag 12. Januar 2018, 00:10
von Elinor Tiefenbruch
Verfasst: Freitag 12. Januar 2018, 16:00
von Elinor Tiefenbruch
Verfasst: Mittwoch 7. März 2018, 21:37
von Elinor Tiefenbruch
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- Stille.
Leer liegt der weiträumige Saal da.
Kein Laut aus dem Palast dringt heran.
Konzentration bis zum Bersten.
Jede Facette ihres Geistes konzentriert auf die Aufgabe vor ihr, auf den kleinen Gegegenstand der harmlos vor ihr im Inneren des am Boden gleißenden Pentagramms schwebt.
Minuten sind vergangen, seit der Knappe dem ersten Schritt dessen beiwohnte, das hier geschaffen wird.
Stunden sind vergangen.
Der Abend ist vergangen.
Die Nacht ist einziger Beobachter.
Sture Akribie, penible Sorgfalt.
Schweißperlen auf der Stirn.
Endlich der letzte Funken Energie, der das Werk vollendet, der verbindet, was zu verbinden ist, der vollbringt, was zu vollbringen ist.
Sie umschließt den Gegenstand fest mit zittriger Hand.
Das gleißende Pentagramm auf dem königlichen Bodendekor vergeht.
Sie setzt sich auf den Boden, mitten im leeren Saal, mitten im stillen Palast, und legt die Stirn auf die Knie.
Ihre eigenen Atemzüge dröhnen in ihren Ohren.
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Verfasst: Samstag 18. August 2018, 22:28
von Elinor Tiefenbruch
Verfasst: Mittwoch 6. März 2019, 15:47
von Elinor Tiefenbruch
Verfasst: Sonntag 17. März 2019, 15:40
von Elinor Tiefenbruch
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Das Kratzen und Ätzen des Möbelrückens auf den kalten Bodenfließen des Konzils hallte momentelang durch die hohen, leeren Hallen wie das Wispern jener Geister, die den Neubau nie erlebt hatten. Und verklang.
Die Kohlebecken knisterten und knackten. Draußen die Alltagsgeräusche der Stadt: Wagenräder und Gelächter, Schritte und Stimmen. Von fern her. Eine andere Welt.
Ein Sonnenstrahl auf den Gründerstatuen. Gestalten der Vergangenheit. Eine Regenwolke tauchte die Statuen wieder in Nachmittagsdüsternis, Arenvir zuletzt.
Statuen, Mauern, Säulen, Bögen, Kerzen. Wie ein Mausoleum.
Müde betrachtete Elinor den umgeräumten Vorraum. Arcomagus Eibenbruch blickte von einem Pergament auf. Er sah blasser aus als früher. Schmaler in der neuen Kriegsmagieruniform, die der Praeceptor – der abgereiste Praeceptor – als eine seiner letzten Amtshandlungen eingeführt hatte. Kurz lächelte der alte Verwalter ihr zu. Dann senkte er den Kopf wieder. Er war nie ein Mann vieler Worte gewesen, aber nun erschien er ihr stiller denn je.
Er, Merrik, und Elinor. Nur sie waren geblieben.
Rastlos wandte sie sich wieder um, lauschte den eigenen Schritten, die hohl und trostlos im großen Saal wiederklangen, blieb an den Büsten der ehemaligen Praeceptoren hängen die ihr leblos entgegen starrten. Spotteten sie? Mahnten sie? Oder hätten sie kein Interesse an den Geschicken einer Magierakademie, die bereits klein geworden war, als sie sie vor drei Jahren kennengelernt hatte, und von der kaum noch etwas geblieben war – außer der Neubau, der geradezu trotzig im Zentrum der Stadt aufragte, dort wo der Palast viel besser hingepasst hätte. Wie ein letztes Aufbäumen vor dem entgültigen Fall.
Sie fühlte sich fremd und fehl am Platz in dem Gebäude, das dafür ausgelegt war, Schülern und Lehrern Heimstatt zu sein, Forschung und Studium, Philosophie und Gedankenaustatt zu beheimaten. Wo Schritte und Stimmen und Gelächter nötig wären, um es mit Leben zu füllen. Stattdessen Stille und Staub.
Wie oft konnte ein Phönix sich aus der Asche erheben, ehe er entgültig an Kraft verlor und mit einem letzten Aufflammen vergehen musste?
Elinor seufzte, griff nach ihrer Teetasse, die sie auf des Praeceptors Aquarium abgestellt hatte, und wärmte den kalten Inhalt mit einem geistigen Anstubser wieder auf.
Noch war es nicht soweit.
Verfasst: Mittwoch 1. Mai 2019, 20:50
von Elinor Tiefenbruch
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Phanodain.
Als sie neu am Konzil war, so neu wie ihr die Gabe des Liedwirkens neu war, hatte sie sich erstmals wirklich mit Phanodain beschäftigt. Aufgewachsen mit Gebeten an Eluive und Temora gleichermaßen, war der Name des Fuchses kein unbekannter – aber auch keiner, mit dem sie sich viel befasst hätte.
Im Laufe der Wochen und Monde fand sie ihn häufiger auf ihrer Zunge, zunächst als obligatorische Floskel, aufgeschnappt. Dann als liebgewonnene Tradition. Irgendwann als tröstliches Mantra.
Phanodains Segen.
Erst mit dem Neubau des Konzils hatte sie so recht begonnen, sich wieder mit der Geschichte der Götter zu befassen, mit Geschichten und Schriften, die sie seit Jahren nicht mehr groß beachtet hatte. Zwischen den Kisten aus den Trümmern geretteter Bücher sitzend, hatte sie Seite um Seite gelesen, während die Kerzen herunterbrannten und der Tee kalt wurde.
Phanodain war nicht eben der Lieblingsgott der Schriftwerke, zumindest deutete die Quantität seiner Erwähnungen nicht darauf hin. Und doch fand Elinor seit Tagen einen unerklärlichen Drang in sich, ihn und seine Geschicke weiter zu verfolgen, auch jetzt, wo die alten Magier mit ihrem Wissen um die Geschichte und Götterlehre fort waren.
Nicht viel war vom Konzil des Phönix geblieben. Egal wie prachtvoll der Neubau im Zentrum Adorans in die Höhe ragte, die meiste Zeit lag es still dort, und ihre Schritte hallten einsam in den leeren Hallen. Doch eines, eines konnte dem Konzil kein Unglück, kein Pech, keine schlechten Zeiten nehmen: Den Geist Phanodains in seinem Herzen.
Seinen Geist weiter präsent zu halten, Wissen zu sammeln und weiterzugeben, das durfte nicht aufhören. Wenn für keine heutige Generation, dann für eine folgende.
Es war ganz gleich, wie leer das Konzil war. Ein Neuanfang war nuneinmal gern holprig, und der Phönix aus der Asche hatte es vermutlich auch nie leicht. Doch einen Anfang machte er, stets aufs Neue, unaufhaltsam, niemals entmutigt, mit stoischer, strahlender Entschlossenheit.
Die Einrichtung des Neubaus war nahezu abgeschlossen, alle Gebäudeteile endlich nutzbar. Und ein Schrein zu Ehren Phanodains, beschloss Elinor, sollte den Abschluss bilden, den Abschluss und den Aufbruch.
Der Phönix erhob sich wieder aus der Asche.
Verfasst: Montag 6. Mai 2019, 12:16
von Elinor Tiefenbruch
Verfasst: Sonntag 16. Juni 2019, 17:45
von Elinor Tiefenbruch
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Das latente Gefühl von „Zhenzrael“ klang ebenso in ihrem Geist nach, als die Tür sich geschlossen hatte, wie der Geschmack des Dattelweins auf ihren Lippen.
Auf dem Weg durch die nächtlichen Straßen Menek'Urs strahlten die Wände und Pflastersteine noch die Hitze des Tages ab.
Die Vertrautheit, die sich in den letzten Wochen, vielleicht auch erst in den letzten Tagen zwischen ihnen entsponnen hatte, war unerwartet gekommen aber von Herzen willkommen.
Kollegialen Respekt hatte Elinor seit der ersten Begegnung vor ihm gehabt. Wenn er einen Raum betrat, so wusste man, dass er da war – aber auf eine unaufdringliche, selbstverständliche Art. Keine Anflüge von Grandiosität, kein aufdringlicher Geltungsdrang – eher eine Sorte zugewandter Selbstverständlichkeit, von der Elinor nicht umhinkam, sie zu bewundern.
Erst hatte sie gelernt, ihn als scharfsinnigen Gesprächspartner und Philosophen zu schätzen – dann auch als Menschen, als erste unerwartete Charakterzüge und Interessen ihn zugänglicher erschienen ließen.
Am Ende waren es wohl die gemeinsam verbrachten Tage in Verwandlung gewesen, den Feind im Blick. Die geistige Verbindung, eingangs nur aus praktischen Gründen aufgenommen, um in dieser Situation kommunizieren zu können, war immer selbstverständlicher geworden. Und nun stellte sie fest, dass er ganz selbstverständlich der Erste war, vor dem sie ihr Klangbild und ihren Geist nicht mehr gar so akribisch verbarg – und ebensowenig hatte sie das Gefühl, ihre Gedanken im Gespräch zügeln zu müssen.
Elinors Schritte hallten leise auf den sandigen Pflastersteinen wieder. Nur sporadisch hörte man noch Stimmen und Gelächter oder traf auf die Wachen der Stadt, die sie kurz musterten und dann ihren Weg fortsetzen. Sonst war es still als sie durch das Stadttor trat, an den leeren Marktständen vorbei, bis sie den Blick auf die Dunkelheit der Wüste freigaben. Ein Meer von Nichts. Wer würde von Außen schon meinen, dass diese abweisende Einöde solch ein farbenprächtiges Juwel wie Menek'Ur verbarg?
Das Sinnbild ließ sich schiefes Lächeln auf ihre Züge huschen. Man wollte es nie wahrhaben, aber am Ende war es wohl überall wie hier: Die Wüste heiß, unwirtlich, sogar feindlich. Aber wenn man sich einen Weg hindurchbahnt, so wunderte man sich, auf welch erstaunliche Schätze man traf.
Vielleicht hatte auch sie die symbolische Wüste endlich hinter sich gelassen.
Wie lange war sie bereits auf Gerimor? Etwas mehr als drei Jahre?
Und in all dieser Zeit war ein latentes Gefühl von Einsamkeit ihr steter Begleiter gewesen. Einige hatte es immer gegeben, für die sie Freundschaft empfand. Aber nicht selten waren diese Freundschaften wieder vergangen, noch ehe sie recht gefestigt waren.
Da war Filidus gewesen, mit dem sie zusammen das Grundstudium in Neu-Tirell absolviert hatte. Zusammen hatten sie sich dem Konzil angeschlossen und Pläne geschmiedet. Dann war er abgereist, von heute auf morgen. Nichts war geblieben von ihm, außer der Hut, den er ihr geschenkt hatte, und der bis heute regelmäßig an der Garderobe liebevoll abgestaubt wurde.
Dann natürlich Gerwald! Lächelnd fiel Elinors Blick auf den dezenten, goldenen Ring an der rechten Hand. Aber auch Gerwald – Gerwald Tiefenbruch, nicht mehr Gerwald Hasenpfote! - tat seinen Dienst bis auf Weiteres ans Festland, und sie sahen sich nur alle paar Wochen. Ein weiterer vertrauter Gesprächspartner, auf den sie nicht mehr alltäglich zählen konnte.
Schließlich war da Helisande. Es war schwer in Worte zu fassen, was Elinor für sie empfand. Da war der gebotene Respekt, nicht nur ihrem Rang gegenüber sondern auch ihrem Auftreten. Aber oft genug waren da auch Momente gewesen, in denen Elinor das Gefühl hatte, dass ein Hauch von Freundschaft versuchte, sich ihren Weg zu bahnen. Meist jedoch war der Moment so schnell wieder verklungen, wie er gekommen war. Pflichten riefen, Termine warteten, Gespräche blieben selten länger als wenige Momente privat. Vielleicht sollte es nicht sein.
Natürlich gab es ungemein viele liebenswerte und gewitzte Gestalten und Charaktere in Lichtenthal, viele erbauliche Gespräche und Gesellschaft, die einem die Zeit schnell vergehen ließ.
Aber auch allerhand Garstigkeit und Intriganz, Personen, die nur das eigene Geltungsbedürfnis zu befriedigen trachteten oder schlicht Feindbilder zum existieren brauchten. Und auch wenn man sich gut darum mühen konnte, solchen Personen in höflicher Verbindlichkeit aus dem Weg zu gehen, so hatte es ihr die längste Zeit an Ausgleich gefehlt. An Personen, denen sich anvertrauen zu können sie das Gefühl hatte. Personen, die nicht urteilten sondern zuhörten. Personen, bei denen sie sich nicht wie eine dekorative Randperson fühlte. Personen, in deren Gegenwart sie sich nicht ständig zu forsch oder zu zurückhaltend, zu scharfzüngig oder zu konfliktscheu, zu viel oder zu wenig fühlte.
Zhenzrael, in dessen Gegenwart es ihr erstmals seit Langem leichtfiel, sie selbst zu sein. Dessen Selbstverständlichkeit auch ihr das Gefühl gab, selbstverständlich Elinor zu sein. Ohne Rechtfertigung oder Erklärung.
Dann Feliciana, die ihr an manchen Tagen wie die fröhlichen Lichtstrahlen durch das grüne Blätterdach der Bäume erschien. Ihre Freude an den Themen, die sie beschäftigten, das Strahlen ihrer Augen, wenn sie etwas freute, die Lebendigkeit, die sie in jeden Raum brachte suchten ihresgleichen. Man musste sie einfach gern haben. Manchmal erinnerte Feliciana Elinor an ihre Schwester daheim mit ihrem sonnigen Gemüt – und nicht wenige Gespräche ließen sie mit einem stillvergnügten Lächeln zurück.
Vielleicht hatte es die Wüste gebraucht. Dort, wo die Durststrecke einen deutlichen Schritt über das Gewohnte hinaus verlangt hatte, dort waren ihr am Ende jene Personen begegnet, in deren Gegenwart sie sich wohler fühlte als irgendwo sonst seit langem.
Freunde.
Verfasst: Dienstag 18. Juni 2019, 16:17
von Elinor Tiefenbruch
Verfasst: Mittwoch 19. Juni 2019, 14:23
von Elinor Tiefenbruch
Verfasst: Freitag 21. Juni 2019, 13:05
von Elinor Tiefenbruch
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Unsanft stellte Elinor den Alchemiekessel in der Mitte des Ritualkreises auf der Nebeninsel des Konzigeländes ab und stapfte mit finsterem Blick an dessen Nordseite. Mit einem sanften Knall materialisierte sich ihr Stab in ihren Händen.
Was aus der bunten Mischung aus Schwefel, angereichtertem Pyrian und was Lohengrinn nicht noch alles für Unfug eingefallen war noch zu trennen gewesen war, hatte die Konzilsalchemistin, Vocorine, fachgerecht umgelagert. Der Rest war im Kessel geblieben, eine pulvrig-bröckelige Mischung, von der Elinor keine Vorstellung hatte, ob sie im Zweifelsfalle nichts weiter als ein kurzes Glimmen produzieren würde oder eine Explosion, die ihresgleichen suchte. Beides war der Mischung ebenso zuzutrauen wie dem Magus.
Für einen Moment schloss sie die Augen, fokussierte ihre Sinne auf den kühleren Nachtwind, der durch die umliegenden Hecken raschelte und sanft über ihr Gesicht strich. Um sie herum plätscherte das Wasser. In der Ferne der melancholische Ruf eines Nachtvogels.
Sie hatte diesen Ritualplatz noch nicht einmal genutzt, hatte sie feststellen müssen. So lange stand der Neubau bereits – aber so recht war er nie zum Einsatz gekommen. Und was für ein grotesker Anlass das nun war.
Mit einem entschlossenen Kopfschütteln verscheuchte sie alle störenden Gedanken und stimmte sich auf das Lied ein.
Ein Lichtfunkte glomm vor ihr am Boden auf. Einen Moment erstrahlte er wie ein Glühwürmchen in der zunehmenden Dämmerung. Dann setzte er sich in Bewegung, zog Linien auf dem Stein, die vorher nicht dagewesen waren als feine, aber makellose Lichtbahnen. Als der Lichtfunken zu ihr zurückkehrte, waren das Pentagramm und der umgebende Bannkreis perfekt.
Ein Atemzug. Als die Pentagrammspitzen mit den Urkräften verbunden waren, machte sie sich daran, den Schutzzauber, der den garstigen Kessel seit seiner Befüllung in der Stadtstube umwoben hatte auszuweiten, bis der Bannkreis als elementarer Schutzzauber seine Dienste tat. Ein sanftes Glühen trennte sie, das Konzil, die Umgebung von dem, was im Inneren des Ritualkreises lag.
Im Grunde hätte es wohl gereicht, einen Funken in den Kessel zu geben und zu schauen, was passiert. Oder ein wenig die Temperatur im Kesselinneren zu erhöhen, bis der Flammpunkt erreicht war.
Warum, um Phanodains Verstand nocheins, warum musste dieser Magus sich nun doch als der entpuppen, von dem die Geschichten gekündet hatten? Es hatte so gut angefangen. Wirr war er, exzentrisch, ja. Aber auch von wachem Verstand, von warmen Herzen – zumindest, solange der Wahnsinn nicht durchschlug – und freundlichem Gemüt. Sie hatte ihn ins Herz geschlossen, ohne recht zu wissen, wann. Und dann gestern und heute. Im Vergleich zu seinem geplanten Feuerwerk in der Stadtstube waren die Kleidungseskapaden harmlos, egal, wie schlecht sie einem Konzilsmagus zu Gesicht standen.
Was, um der Götter Willen, spielte sich in Lohengrinns Kopf ab?
Ein frustriertes Schnaufen entkam Elinor. Das Konzil kam nicht aus der Asche hervor. Die Hoffnung auf einen weiteren zuverlässigen Magus schien zu verblassen. Oder in Flammen aufzugehen, mit allen Risiken, die für das Ansehen des Konzils darin lagen.
Elinor hörte sich selbst einen frustrierten Fluch ausstoßend als sie ihr Stabende mit einem Ruck auf den Boden stieß als sie alle Salambestränge, derer sie habhaft werden konnte, entschlossen im Zentrum des gesicherten Ritualkreises zusammenzog, ihnen die Freiheit ließ, sich dort zu verweben, zu vereinen, emporzuwachsen.
Fauchend schoss eine Feuersäule in die Höhe, aus hellem Orange wurde gleißendes blau, Hitze, Zischen, Lodern durchstach das dunkle Zwielicht. Selbst durch den sorgfältig gewobenen elementaren Schutzkreis hindurch spürte Elinor die Hitze auf ihrem Gesicht.
Dann sackte die Feuersäule wieder in sich zusammen, ein paar letzte, rötliche Flammen durchzuckten die Luft.
Genauso schnell, wie der Spuk begonnen hatte, war er wieder vorbei.
Verfasst: Freitag 21. Juni 2019, 17:34
von Elinor Tiefenbruch
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„Du bist nicht allein.“
Die ferne, nahe, fremde, vertraute Stimme dringt an ihr Ohr, weckt stille Zuversicht und vertreibt das bleierne Gefühl von Sorgen, das diffus von allen Gedankenfetzen zu tropfen scheint. Dann ist sie fort, mit ihr die Erinnerung daran. Nur die Emotionen, die sie brachte, bleibt als verspielter Unterton zurück, der allem Dunkel die Stirn bietet.
Nur leises Wasserplätschern und der Wind, der durch das Laub der Hecken streicht, sind tatsächlich zu hören, als der Moment der Ohnmacht vergeht – länger als ein kurzer Moment kann es ja nicht gewesen sein. Noch immer liegt der sanfte Geruch des Rauchwerkes über Allem.
Erstaunt blinzelt sie in das schummrige Licht, bis Augen und Sinne und Realität wieder vereint sind. Hört sich selbst etwas Verwirrtes murmeln, sieht Feliciana, die aussieht, als hätte sie geweint und erklärt, sie hätte den Trank gegen die Schmerzen bei der Behandlung wohl überdosiert, nimmt vage zur Kenntnis, das die Schmerzen in ihrer Hand deutlich nachgelassen haben. Der Erfolg zählt, und ihr Herz hat Feliciana von Anfang an vertraut.
Der Verstand weiß nicht was war, das wachere Herz sieht keinen Grund zur Sorge.
Nur das Wasserplätschern, der Wind, der Nachtvogel sehen, wie das bisher stille Vertrauen in wenigen Worten überspringt, wie aus Bekanntschaft Freundschaft wird.
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Verfasst: Donnerstag 18. Juli 2019, 17:20
von Elinor Tiefenbruch
Verfasst: Sonntag 21. Juli 2019, 01:00
von Elinor Tiefenbruch