Seite 2 von 8
Verfasst: Montag 1. Mai 2006, 20:23
von Felicitas de Arganta
Während Feli die Bauarbeiten beobachtete, dachte sie an Rafael.
Der Gedanke an ihn stimmte sie fröhlich. Sie mochte den Ritter sehr.
Er hatte verstanden und er war ihr so gleich. Sie hatten einiges gemeinsam.
Sie seufzte innerlich. Das war nicht gut wie es sich entwickelte. Zumindest in Felicitas Gefühlsleben nicht. Aber in einem hatte Flo recht gehabt: Egal was kam, das würde Zeit brauchen.
Auf der einen Seite tat Rafael ihr sehr leid. Er hatte soviel durch gemacht in so kurzer Zeit. Er war einsam, wie sie. Seine Frau hatte ihn verlassen. Ob sie wiederkehren würde? Das wusste man nicht so genau. Zumindest hatte es sich so angehört.
Natürlich war es weniger als nur unschicklich jetzt schon irgendwelche Gedanken an ihn zu verschwenden. Zumindest was Intimität anging.
Wenngleich sie einfach das Gefühl nicht los wurde, dass sie genau eben jenes für winzige Momente geteilt hatten. Eine Offenheit wie sie nicht selbstverständlich war.
Er hatte ihr das "Du" geboten und sie ihm. Es lies ihr Herz springen wenn er ihren Namen aussprache. Es tat ihr so gut. Auch wie er sie berührt hatte.
Sie schüttelte kurz den Kopf und einer der Handwerker drehte sich um und fragte ob das so nicht richtig sei. Sie schmunzelte kurz und meinte alles sein in bester Ordnung.
Langsam ging sie durch das Theatergebäude. Die Handwerker sammelten langsam ihre Werkzeuge ein. Der Innenausbau ging vorran. Bald würden die Schreiner anrücken.
Draussen, auf dem Vorplatz, war es noch eine Bauruine. Sie mussten noch sehr viel mehr Gold auftreiben ehe sich das ändern würde.
Aber irgendwie machte sie der Gedanke nicht bedrückt.
Sie konnte es kaum erwarten Rafael zu zeigen was sie geschaffen hatte.
Sie, Felicitas, Maestra des Theaters zu Varuna.
Vielleicht wollte sie Rafael auch beeindrucken. Ihm zeigen das sie etwas besonderes war. Sich für ihn besonders machen. Aber...richtig war das alles nicht.
Aber es half auch nichts...
Eine Freundschaft war sicherlich schonmal ein guter Anfang. So würde sie mehr Zeit mit ihm verbringen und sie hatte das Gefühl, dass auch ihm die Zweisamkeit gut tat...
Verfasst: Dienstag 2. Mai 2006, 02:13
von Felicitas de Arganta
Völlig erschöpft lies Feli sich in einen der Stühle sinken und liess den Blick schweifen. Es war Heute viel geschehen und es war viel geschaffen worden.
Unermütlich hatte sie den Handwerkern Aufträge erteilt und die Ausführung jener überwacht. Die lange Arbeit hatte sie abgelenkt.
Abgelenkt von den Pflichten die sie eigendlich zu erfüllen hatte, von den Gedanken die sie ob ihres Titels plagten und auch von Rafael.
Der Bau des Theaters war mit gewaltigen Schritten vorran gegangen und nun fehlte lediglich die Arbeit der Schreiner, welche schon bestellt waren und ihre Listen erhalten hatten. Bald schon würde es soweit sein.
Felicitas wollte das die Eröffnung ein grandioses Spektakel würde. Etwas das Varuna so bald nicht vergessen würde und sie hatte schon Pläne genau jenes in die Tat umzusetzen. Sie hoffte das alles so verlaufen würde wie sie sich das vorstellte.
Heute hatte sie auch die Freiien Gryffenhorst getroffen. Sie waren ins Theater gekommen um sich selbst anzusehen was sie bislang geschaffen hatte. Rika schien krank zu sein und die Erklärung warum sie überhaupt hier war, war einleuchtend. Sie waren bei der Königin gewesen, deren Bestattung wohl morgen stattfinden würde.
Feli war in dieser Sache besonders eingebunden. Es war ihre Pflicht ihrem Begräbniss die nötige Würde und das Gefühl zu geben das nötig war.
Als Harfnerin.
Die Gryffenhorst waren wohl beeindruckt, zumindest glaubte Felicitas das.
Sehr großzügig überreichte man ihr eine Spende und einigte sich darauf, sich zu einem besseren Zeitpunkt zu unterhalten. Rika musste wohl dringend ins Bett.
Dann gingen die Bauarbeiten weiter und der Tag verflog. Ab und an dachte sie an den Ritter und ob es ihm imponieren würde was sie hier tat.
Ein Herr hatte an diesem Tag besonderen Anteil an dem Erfolg. Tim Mc´Murphy. Er hatte sich bereit erklärt alle Waren die das Theater von einem Feinschmied benötigte kostenlos herzustellen. Es war ein Angebot das Felicitas unmöglich abschlagen konnte. Doch es sollte noch besser kommen. Tim gab ihnen auch noch eine Spende von nicht geringem Ausmaße.
Sie bekam in diesen Tagen von vielen Seiten Hilfe und das stärkte ihren Mut und ihre Zuversicht. Bald würde es soweit sein..
Als dann die Nacht bereits herrein gebrochen war, die Handwerker und Gärtner gegangen, traf noch jemand ein der Feli besonders verwunderte.
Eine junge Frau, Inneneinrichterin, wie sie sagte. Im Auftag von Rafael.
Sie solle dem Theater helfen, sagte sie. Auf sein Geheiss hin.
Das hatte Feli nun wirklich nicht erwartet. Warum war er nicht selbst gekommen?...Hatte er soviel zu tun?..Er war auch nicht mit der Frau zum Theater gekommen. Im Nachhinein betrübte sie jener Gedanke ein wenig.
Die Inneneinrichterin hatte noch einige Feinschliffe getätigt ehe sie wieder ging. Rafael würde zahlen hiess es. Er wolle sich an diesem Projekt besonders beteiligen.
Nun war es still im Theater. Florence war bereits ins Gasthaus gegangen um zu schlafen. Auch Feli war müde, doch sie wollte sich noch einen Moment ruhe gönnen um ihre Gedanken zu ordnen.
Wann würde sie Rafael wohl wiedersehen? Was würde er sagen? Ob er wohl für sie lächeln würde?
Feli seufzte.
Es hatte keinen Sinn darüber nachzudenken. Keinen.
Wie sollte sie sich einen Mann nähern, der seiner Frau nachtrauerte. Der voller Hoffnung war das sie zurück kam. Der seine Frau liebte.
Der Gedanke daran betrübte sie noch mehr. Sie war keine Ehebrecherin. Bei weitem nicht. Aber sie konnte sich auch nicht gegen ihre Gefühle wehren. Was war das nur?
Verfasst: Mittwoch 3. Mai 2006, 16:03
von Felicitas de Arganta
Endlich saß Feli an ihrem Lieblingsort im Theater. Der Balkon.
Es war alles so schnell vorran gegangen.
Sie hatte auch Rafael alles gezeigt, er schien begeistert. Es machte Feli noch stolzer. Sie wollte ihm imponieren, dass wusste sie mittlerweile.
Als sie ihn in den Keller runtergeführt hatte, seine Hand ergriffen da fühlte sie sich irgendwie glücklich. Es war ein unheimlich gutes Gefühl seine Hand zu halten, auch wenn es nur für einen kurzen Moment war.
Sein Magen hatte sich lautstark bemerkbar gemacht, während sie runter gingen. Sie fand das süss. Ihm war es, so dachte sie, wohl eher unangenehm.
Kurzerhand entschloss sie sich ihm etwas zuessen aus dem Lager zu holen, er folgte.
Die Oberste Kiste stand fast an der Decke, schwierig zu erreichen.
Er griff selbst hinein, dabei striff er kurz ihre Hand. Sie war nicht sicher ob er das absichtlich getan hatte. Es schien ihr für den Moment so.
Auch seine verschwörerischen Blicke als Flo und Valion kamen.
Sie amüsierte das alles. Fühlte sich gut dabei.
Insgeheim gestand sie sich, dass sie sich in Beisein des Ritters sehr wohl fühlte.
Vielleicht war auch nichts verkehrtes daran.
Während sie oben saß und die laue Nachtluft genoss, dachte sie auch über Rafaels Situation nach. Seine Frau hatte ihn verlassen. Samt Kind.
Einfach nur einen Brief hinterlassen.
Es musste fürchterlich für Rafael gewesen sein. Die Vorstellung wie er völlig erschöpft heim kam. Immernoch den Schrecken und die Finsterniss der Geschehnisse im Leibe.
Feli verstand viel von Gefühlen. Es war einer der Hauptbestandteile des Harfnertums. Er musste sich furchtbar gefühlt haben. Sie hatte jenes auch gesehen. In seinen Augen. Wie er zwar lächelte, doch jenes nur um die Maske zu wahren.
Mit Felicitas unterdess, lachte er wieder. Er wirkte so jungendlich in ihrer Nähe. So gelöst. Als währe eine schwere Last von ihm abgefallen.
Ebenso erging es wohl auch Feli.
Wie weit liessen sich diese Gefühle schmieden?...Sie hoffte noch mehr. Insgeheim tief im Herzen. Doch sie durfte sowas nicht laut sagen.
Musste abwarten wie weit er fähig währe.
Verfasst: Donnerstag 4. Mai 2006, 09:29
von Felicitas de Arganta
Feli schloss die Tür des Theaters hinter sich. Ihr Blick ging durch die Reihen von Stühlen bishin zur Bühne. Doch registrieren tat sie nichts von dem was ihre Auge wahrnahm. Ihre Gedanken waren so sehr in Aufruhe das sie an nichts anderes denken konnte.
Wieder gingen ihre Augen zurück zu der Türe. Rafael war gegangen.
Vielleicht war das besser so. Sie wusste es nicht. Konnte garnicht darüber nachdenken in diesem Moment.
Ihre Gedanken gingen wieder zum Labyrinth.
Rafael hatte sie im Schutze der Hecken im Arm gehalten. Sie wusste nicht mehr ob sie ihn dazu fossiert hatte. Sie konnte sich nicht daran erinnern.
Sie beide hatten ihre Nähe gespührt. Hatten sie gebraucht.
Sie hätten noch soviel mehr gebraucht. Vielleicht hätte ein einziges Wort genügt.
Sie waren so offen gewesen und doch sollten einige Dinge niemals ausgesprochen werden.
Rafael hatte gesagt er liebe Angelina. Er könnte Felicitas nicht belügen. Er wolle das nicht. Er wolle, dass sie jemanden bekomme der sie von ganzem Herzen lieben würde. Sie auf Händen trage.
Doch was war mit Rafael? Er war verheiratet. Ja, das wusste sie. Sie wusste auch was es bedeutete. Sie wusste das es das alles unmöglich machte.
Trotzdem...
Trotzdem hatte er sie geküsst. Erst zaghaft. Nur eine flüchtige Berührung.
Doch dann mit leidenschaft. Feli hatte es genossen. Es war so lange her das sie jemand so im Arm gehalten hatte. Sie hatte sich dem einfach willig ergeben.
Ihr war heiß. Nur bei dem Gedanken daran.
Er hatte sich später dafür entschuldigt. Doch es gab nichts zu verzeihen.
Sie hatte sich nicht gewehrt. Keine Einwände erhoben.
Es war die Magie des Moments und dabei sollte es vorerst bleiben.
In ihren Erinnerungen liefen jene Bilder, jene Emotionen immer und immer wieder ab.
Sie empfand eine tiefe Sehnsucht dabei. Er hatte sie gewollt. Sie begehrt. Es war ein so schönes Gefühl gewesen, begehrt zu werden.
In jenem Moment war sie nicht die Baronin, nicht die Harfnerin oder die Schwester. Sie war einfach nur eine Frau.
Es war jedoch nichts weiter passiert. Vielleicht schon ein wenig zuviel, aber das war Felicitas in dem Moment egal.
Offizelle waren sie Freunde. Freunde die einander Trost spendeten in jenen dunklen Zeiten.
Doch Feli spührte immer mehr wie aus Freundschaft mehr erwuchs und sich eine tiefe Sehnsucht in ihr Innerstes brannte.
"Oh Rafael...welch Narren wir doch sind...und doch...sie hat dich in deiner dunkelsten Stunde alleine gelassen. Deinen Schmerz gemehrt. Und ich? Ich habe ihn dir genommen. Was ist das wert? Was..ist dir das wert?
Ich werde hier sein...und warten."
Langsam schlich sie nach oben um die Sonne zu erwarten. Bald würde der neue Tag anbrechen...
Verfasst: Samstag 6. Mai 2006, 01:01
von Felicitas de Arganta
Feli saß in dem dunklen Theater.
Sie war am Ende. Ihr Körper zitterte untern den stillen Tränen die sie vergoss.
Soviel war ganz plötzlich auf sie niedergeschlagen und es war niemand da der sie aufgefangen hatte. Sie war einfach gefallen.
Erst hatte sie Naia geholfen, die blutüberströhmt vor der Kapelle der Temora gesessen hatte. Hatte gebangt um das Leben der jungen Frau und jene Hilflosigkeit hatte sie so tief getroffen, einfach nichts tun zu können. Sie hatte sich so entsetzlich schwach gefühlt.
Ein kurzer Lichtblick, wie ein Sonnenstrahl der die Nacht durchbrach war Rafael gewesen als jener durch die Tür kam.
Das Haar zerzaust und etwas unwirsch. Man hatte ihn wohl gerade aus dem Schlaf geholt. Doch der Strahl verblasste als sie sein Gesicht sah.
Er konnte ihr nicht helfen, er würde ihr nicht helfen. Denn direkt danach trat seine verschollen geglaubte Frau ein. Angelina. Die Frau die ihren Mann aus, für Feli ungeklärten Gründen, alleine gelassen hatte und der er trotz alle dem die Liebe hielt.
Er hatte nur einen kurzen Blick für sie, ehe er sie ausfragte was passiert sei. Aradan hätte es kaum besser gekonnt.
Dann überschlugen sich die Ereignisse.
Valion war wohl kurz vor der Kapelle gewesen wie Rafael ihr mitteilte.
Sie ging nach einem Moment des Sammelns hinaus und traf dort gleich auf ihre gesamte Gruppe. Valion, Florence und Sion. Sion? Wo war er eigendlich die letzte Woche gewesen?
Das hätte sich zuhause klären sollen, doch es kam noch besser.
Valion war plötzlich weg. Einfach gegangen. Hatte seine Schlüssel hinterlassen.
Flo und Sion erklärten er habe gesagt sie, die Baronin dulde kein Versagen. Er sei wohl im Gasthaus.
Florence hatte das schwer getroffen, dass wusste Feli. Sie stellte Sion zur rede.
Valion und er hatten sich duelliert wie sie hörte. Ansich nichts wirklich schlimmes wenn es dem Frieden zwischen beiden half. Aber es nicht nach den vorgeschriebenen Maßstäben zu tun...ohne Zeugen...
Dann erklärte ihr Sion ganz schlicht, er wisse nicht wo er gewesen sei. Er sei angeln gewesen und dann in der Stadt.
Mehr sagte er nicht dazu. Aber er wollte, wie er sagte auch nicht in den Quartieren der Leibwächter wohnen. Wolle seine Privatsphäre. Sie war so wütend, so enttäuscht so schwach. Ihre Nerven lagen so blank das sie für einen Moment die Kontrolle verlor und sich einfach ihrer Blinden Wut ergab.
Sion sah sie einfach kühl, nüchtern an. Dieser Blick...dieser Blick...er gefrohr ihr das Herz. Selbst als ihre Hand auf seine Wange donnerte rührte er sich nicht.
Florence unterdess lief davon. Jagen. Sich abreagieren. Sie verübelte es ihr nicht. Sie liess sie ziehen.
Jetzt endlich war die Schwäche in ihr Gemüt und ihren Körper zurück gekehrt. Sie entliess Sion und zog sich an.
Dann ging sie an den einzigen Ort der ihr ein wenig Trost spenden konnte, wenngleich er mit seltsamen Erinnerungen behaftet war.
Hätte sie in den Wald gehen sollen? Hätte ihr das besser getan?
Sie wusste es nicht.
Einsam und alleine sank sie auf dem Stuhl nieder vor der Bühne.
Legte das Gesicht in die Hände und ergab sich ihren Tränen. Die Einsamkeit umschloss sie in jenem Moment mit eisigem Griff von dem sie glaubte er würde sie einfach ersticken.
Es war eine verzweifelnde Einsamkeit. Eine völlig Hilflosigkeit.
Sie hatte sich so gewünscht Rafael würde durch die Tür kommen. Es würde klopfen und er stünde da. Doch...wie es schien..geschah das nicht.
Er hatte die Etiquette zu wahren...liebte seine Frau. Da blieb kein Platz mehr um sie aufzufangen, so glaubte sie in jenem Moment.
Und die erbarmunsglose Einsamkeit bestätigte sie....
Verfasst: Samstag 6. Mai 2006, 10:06
von Felicitas de Arganta
Langsam war sie aufgestanden. Immernoch lag Trauer und Schmerz in ihren Augen und auf ihrer Seele.
Langsam ging sie die Treppen hoch zu ihrem Lieblingsplatz. Der Balkon.
Dort löschte sie die Kerzen und hüllte sich in den dunklen Umhang.
Ihr Schwarzes Haar tat das übrige um sie in der Finsterniss der Nacht in den Schatten fast unsichtbar zu machen.
Tief hatte sie sich in den Sessel gelegt und einfach still vor sich hin geblickt.
Bis sie Schritte vernommen hatte. Im Theater? War er doch gekommen?
Sie schoss wie durch neues Leben erweckt aus dem Sessel hoch, riss die Tür auf und....
Erblickte Sion der mit immerwährend gleicher Mimik die Kerzen im Theater löschte. Er schien kurz überrascht sie hier zu sehen. Dann bat er um Entschuldigung sie gestört zu haben.
Sie hatte für einen kurzen Moment neue Hoffnung geschöpft, doch jene hatte sich nicht bestätigt. Sie trottete erschlagen wieder auf ihren alten Platz.
Nach kurzen Worten, die sie garnicht richtig Wahrnahm ging Sion wieder.
Sie alleine lassend.
Eine unbestimmte Zeit verging ehe sie erschöpft auf dem Sessel, auf dem Balkon des Theaters einschlief.
Es war eine süsse Umarmung von Müdigkeit die sie endlich ein wenig vergessen lies.
Zumindest solang sie schlief.
Verfasst: Samstag 6. Mai 2006, 15:10
von Felicitas de Arganta
Sie wurde erst richtig wach als sie in Rafael`s Gesicht sah. Er trug sie hinab und bettete sie auf der Bühne. Ihr war kalt und sie fühlte sich furchtbar. Die ganze Nacht hatte sie geweint und war schlussendlich wohl auf dem Sessel eingeschlafen.
Rafael war gekommen. Sie war überrascht ihn zu sehen, für einen Moment zu mindest. Dann dankbar und glücklich das er sich um sie kümmerte.
Doch selbst in jener trauten Zweisamkeit hielt er sich wieder zurück. Er wollte noch mehr Abstand gewinnen wie es aussah.
Erklärte, dass er sich um Angelina kümmern müsse. Sie sei Krank. In der Seele. Er könne sich in jenen Momenten nicht um Feli kümmern.
Seine Frau würde es missverstehen.
Feli unterdess versuchte ihm zu erklären, dass sie seine Freundschaft wollte. Sie jemanden brauchte der sie auffing wenn sie fiel. Doch sie behielt das Gefühl, dass er ihr selbst das nicht zu geben gewillt war.
Das alles...all die Nähe..all das was sie füreinander getan hatten. War nicht mehr als eine Illusion gewesen. Nicht mehr als ein Traum der in Erinnerungen versank.
Es war nicht der Gedanke daran, das Rafael niemals ihr gehören würde. Das hatte sie gewusst auch wenn stille Hoffnungen nie versiegen.
Es war die Tatsache, dass er nunmehr kaum noch für sie da sein würde.
Ihre dunklen Stunden waren wieder einsam. Jener Glanz vergangen. Jene Zährtlichkeit verebbt. Es erfüllte sie einen Moment lang in eine tiefe Leere.
Sie hatte ihm gesagt, sie wolle jene Frau kennen lernen. Jene Frau die er so bedingungslos liebte. Sie hätte sie beglückwünschen wollen. Doch das war unangebracht und würde nur falsche Ideen schüren. Etwas das Feli nicht wollte.
Sie beneidete diese Frau. Wie gerne währe sie ein ihrer Statt gewesen?
Doch all das...all das half nichts.
Der Traum war vorbei.
Und das Wildkätzchen war fort. Feli wusste nicht was die Zukunft bringen würde. Ob Rafael es schaffte ihr ein guter Freund zu sein oder nicht.
Ob Angelina sie für die Herzlichkeit zwischen ihr und Rafael hassen würde.
Es war alles ungewiss.
Und sie stand alleine mit jenem Geheimniss vor einem weiten Feld.
Vielleicht würde Rafael doch am Ende recht behalten...und egal wie sehr sie sich bemühte, würde es ihr am Ende doch Schmerz bereiten, wenngleich all jene Erinnerungen Süsser Tau in ihren Gedanken waren.
Verfasst: Samstag 6. Mai 2006, 17:15
von Felicitas de Arganta
Das Gespräch mit Valion hatte ihr wiedererwartend etwas Frieden gebracht.
Er hatte ihr einen Vorschlag gemacht mit all jenem fertig zu werden. Er war gut.
So liess sie sich ein heißes Bad ein, nahm Federkiel, Tinte und ihr Notenbruch und begann zu komponieren.
Stückchen für Stücken brachte sie die Noten auf das Papier. Die dabei entstehende Melodie summend um sie zu prüfen.
Es war ein Lied das nur für sie war. Vermutlich würde sie es niemals vor Publikum spielen. Es war ein Niederschreiben jener Sehnsucht, jener Ängste und Traurigkeit die so besitz von ihr ergriffen hatten.
Würde sie jenes Lied jemandem Vorspielen er würde genau jenes fühlen können.
Tiefste Sehnsüchte, rein und unverfälscht. Dazu mischte sich Traurigkeit und verbotene Liebe.
Von einer Fähigen Hand gespielt währe jenes Lied sicherlich nur für eines gut, die Zuhörer in tiefste Melankolie und Traurigkeit zu versetzen.
Das Wasser war schon kühler geworden als sie die Noten fertig hatte.
So stieg sie splitternackt hinaus um durch`s Haus zu gehen, ihren Leib in ein Handtuch gehüllt. Es war niemand hier der sich daran hätte stören können.
Florence schlief und die Leibwächter waren nicht da.
Erneut machte sie sich heißes Wasser. Sie wollte das Bad noch eine Weile geniessen. Es reinigte ihre Seele wie sie meinte.
Kurz ging ihr Blick ihren Leib hinab und sie dachte an den Traum den sie gehabt hatte. Nur ein Traum.
Mit dem Wasser bewaffnet ging sie wieder hinauf, schüttete es hinein und griff zum Liederbuch. Dann legte sie sich wieder in das großzügige Becken und begann zu schreiben.
Es mussten die richtigen Worte gefunden werden um jenes darzulegen, dass sie empfand. Es würde sie eine lange Zeit brauchen.
Verfasst: Sonntag 7. Mai 2006, 18:16
von Felicitas de Arganta
Feli stand nun alleine in der Garderobe des Theaters.
Was hatte das alles zu bedeuten gehabt? Wusste Rafael davon? Nein, das glaubte Feli nicht. Was nur hatte seine Frau dazu bewegt sich derart provokant zu äussern? Rafael hatte den Eindruck gemacht als hätte er selbst keine Ahnung.
Feli hatte Angelina mit Freundlichkeit entgegen kommen wollen. Als gute Verliererin in einem ungleichen Kampf. Doch jene Geste hatte keine Früchte getragen.
Ganz im Gegenteil. Gerade in der Öffentlichkeit durfte sie solche Unterstellungen garnicht auf sich sitzen lassen und sich sofort davon distanzieren. Es gab garkeine andere Reaktion auf sowas.
Feli wusste, jetzt hatte sie sich eine Feindin gemacht. Nicht weil sie Rafael liebte, nein das konnte Angelina nicht wissen. Und jene Gefühle so stark sie waren, verebbten auch langsam wieder.
Sie verstand nur nicht was Rafael bei dieser Frau hielt. Sie war hübsch ja. Aber das war Feli sicher auch. Sie wirkte nicht sonderlich impulsiv oder leidenschaftlich, aber das konnte trügen, das wusste Felicitas. Sie selbst beherrschte jenes Spiel mit der Etiquette ausgezeichnet.
War Rafael wirklich glücklich bei dieser Frau? Sie hatte es sehen wollen und für ein paar Momente schien es so. Doch sie konnte nicht umher sich immernoch zu fragen.
Sion und Valion hatten ihre Anweisungen. Florence auch.
Man würde sehen was jene Ereignisse nach sich zogen oder ob sie das überhaupt taten.
Feli hoffte nur das die Freundschaft zu Rafael, die sie so teuer bezahlt hatte, darunter nicht litt oder seine Frau ihm gar verbot Feli zu sehen, so lächerlich das klang, es schien ihre eine Möglichkeit zu sein.
Feli brauchte Rafael..das wusste er genauso gut wie sie.
Sie hoffte inständig das er das verstand.
Verfasst: Sonntag 7. Mai 2006, 23:49
von Rafael de Arganta
Das war ziemlich daneben gegangen.
Als er mit Angelina am Theater vorbeigekommen war und dort die beiden Schwestern sah, nahm er Felicitas Einladung gerne an das sie ihm und Angelina das Theater zeigen wollte.
Rafael hoffte das die Baronin es ernst meinte, das sie Angelina kennen lernen wollte, und er war sicher sie würde schnell verstehen warum er Angelina so sehr liebte.
Doch meistens kam es anders als man denkt.
Die Unterhaltung kam auf die Musik Felicitas zu sprechen, die Magie die darin steckte und als die Harfnerin erklärte das sie es damit sogar schaffen könnte das ein Krieger das Schwert aus der Hand legen würde, warf Angelina ein das sie solche Macht für bedenklich hielte, da sie, die Baronin ja auch öffentlich auftreten würde....
Damit nahm das Schicksal seinen Lauf.
Angelina hatte nur Bedenken geäußert, doch Felicitas schien sich damit angegriffen gefühlt zu haben oder auch nur .. ein Grund Angelina an zu gehen? „Ich muss nun doch protestieren Madame.“ Fuhr sie Angelina an. „Alleine der Gedanke ich könnte jene Fähigkeiten ausnutzen ist beleidigend. Angelina lächelt Felicitas sogar an, während sie antwortete Rafael zog sich der Magen zusammen.
Er hatte sich viel erhofft, das man einander kennen lernen würde, aber das nahm nun eine ganz andre Wendung. „Oh ja? Das lag nicht in meiner Absicht.. jedoch habt ihr diese Wirkung zur Sprache gebracht. ich habe mir die Freiheit genommen, meine Meinung dazu zu äußern.“ Als Felicitas dann meinte „Ihr sprecht immer noch mit einer Baronin des Reiches und der Krone.. die Treue dem König geschworen hat. Solcherlei Unterstellungen oder Annahmen sind inakzeptabel.“ Wusste Rafael das er was hätte sagen sollen, dazwischen gehen, doch es war ihm als läge ein Stein auf ihn. Wie gelähmt nahm er Angelinas Bitte zu gehen entgegen und verabschiedete sich.
Sicherlich Felicitas war eine Baronin, über jeden Zweifel erhaben, aber Angelina hatte sie ja nicht beschuldigt, sondern nur bedenken geäußert, zumal Angelina ebenso Freifrau war und nicht eine einfache Bäuerin die man so angehen konnte.
Er hätte was sagen müssen!!!!
Dennoch hatte er geschwiegen.
Wie schuldig konnte man sich machen an einem Geschehen das man nur zum Besten Aller versucht hatte.
Rafael wusste es. Er hatte versagt.
Verfasst: Montag 8. Mai 2006, 00:13
von Felicitas de Arganta
Während Feli in ihrem Bett lag dachte sie nach.
Hatte sie überreagiert?...Sie musste seufzen. Vielleicht hatte sie das wirklich, auch wenn sie das nicht gewollt hattte.
Für einen Moment fühlte sie sich schuldig. Sie hatte Rafael in eine blöde Situation gebracht. Er konnte sich doch garnicht entscheiden. Natürlich nicht. Was dachte sie nur?
Langsam glaubte sie das sie unfair war. Vielleicht hatte Angelina jene Worte wirklich nicht so gemeint wie sie in Feli`s Ohren geklungen hatten.
War sie doch voreingenommen gewesen? Obwohl sie es Rafael versprochen hatte?
Nochmal seufzte sie.
Sie würde sich bei Rafael entschuldigen. Und auch bei Angelina.
So durfte sich das ganze nicht entwickeln. So durfte das nicht von statten gehen.
Sie war doch eine Harfnerin. Sie verstand die Gefühle doch. Sie konnte sie manipulieren, das wusste sie. Es war eine mächtige Fähigkeit in den richtigen Händen und zur richtigen Zeit. Vielleicht hatte das Angelina schockiert.
Sie wollte das klären. Sie musste das klären.
Sie hatte wohl auch einen Fehler gemacht und hoffte sie könnte ihn wieder wett machen.
War das nicht dann doch das mindeste das sie für einen Mann tun konnte den sie so mochte?
Verfasst: Dienstag 9. Mai 2006, 16:35
von Felicitas de Arganta
Die nächsten Tage verliefen endlich wieder halbwegs normal.
Feli ging auf die Jagt, wie so oft in der Zeit seid sie hier war.
Es lenkte sie ab. Sion und Valion an ihrer Seite stritten sie durch die Katakomben.
Der Kampf vor dem Hort der Finsteren Drachen war hart gewesen. Sehr viel härter als damals als sie von den Rittern begleitet war.
Aber schlussendlich lagen die Ungetüme tod auf dem Boden.
Die Macht der Musik hatte sie niedergerungen und ihre Leibwächter konnten wohl nur staunen zu was die Harfnerin fähig war.
Zuhause angekommen besprach man nochmal die Beute, teilte alles auf und vertaute die Wertvollen Schuppen sorgsam.
Es war eine gute Jagt gewesen.
Dann hatte sie sich mit Sion und Valion beschäftigt. Die zwei waren so Unterschiedlich wie zwei Menschen nur sein konnten.
Valion hitzköpfig und impulsiv. Öfter sagte er mehr als manchmal gut für ihn währe und er hatte diese offene Art. Vermutlich der Grund warum Flo ihn so mochte. Ihn wohl liebte wie sie sagte.
Sion unterdess war ein Diener. Demütig, treu und still. Kein Gefühl in seinem Gesicht. Nur die Pflicht.
Oft ertrug Feli den Anblick garnicht und seid Sion jene Woche verschwunden war, war es noch schlimmer geworden.
Was war in jener Woche nur passiert mit ihm? Wo war er gewesen?
Er sagte er wisse es nicht und irgendwie glaubte Feli, dass er ihr die Wahrheit sagte. Aber was war dann los?
Magie vielleicht? Sie konnte es sich nicht erklären. Aber sie wusste, sie hatte eine Wandelnde Rüstung als Leibwache die wohl nicht so ganz verstand was die junge Baronin an ihrer Seite brauchte. Denn sich erwehren konnte Feli sich. Sie brauchte mehr einen Vertrauten als den Leibwächter.
Verfasst: Donnerstag 11. Mai 2006, 15:20
von Felicitas de Arganta
Feli schlief das erstmal seid langem ruhig in ihrem Bett.
Auf ihrer Brust lag die kleine Katze, die jetzt Feli hiess. Es war eine liebe Geste gewesen. Eine Geste der Versöhnung und der Freundschaft, so hatte Feli eben jenes verstanden.
In den letzten Tagen hatte sie Rafael nicht mehr gesehen und vielleicht war das auch ganz gut so. Sie hatte wieder etwas Abstand gewonnen und die starken Gefühle waren etwas abgeebbt.
Vielleicht konnte sie ja bald ihr Herz für jemand anderen öffenen, auch wenn sie wusste das da im moment niemand war.
Es würde sich alles zeigen und die Dinge die so hochgepeitscht waren, gerieten ob der Pflichten schon langsam in vergessenheit.
Nur der Traum. Der blieb ihr.
Für immer.
Verfasst: Sonntag 14. Mai 2006, 00:46
von Felicitas de Arganta
Feli saß wieder in der großzügigen Badewanne der Residenz und betrachtete das Flackern der Kerzen.
Es war still.
Niemand war hier.
Sie war allein.
Flo war auf der Jagt. Nachts konnte man anderes Wild jagen als tagsüber. Das wusste Feli auch. Die Freiheit tat ihrer kleinen Schwester sicherlich gut.
Mit Valion hatte sie nicht viel zu tun. Er war nicht mehr als ein Bediensteter. Manchmal benahm er sich freundschaftlich ihr gegenüber, aber das war von kurzer dauer und vermutlich auch nur um Flo zu zeigen, dass es ihm alles ernst war. Feli hatte ihm Unrecht getan. Er war ein guter Mann. Wenn Flo ihn wollte, würde er sie wohl glücklich machen können.
Sion war sicherlich wieder bei den Katakomben. Sie hatte gestern mit ihm gesprochen. Er hatte von seinen Sorgen und Sehnsüchten erzählt. Nicht freiwillig. Das hätte er nie getan. Er war auch einsam. Es hatte den gleichen Grund, wenngleich es für ihn, laut Feli`s Meinung, leichter zu bewältigen war jene zu durchbrechen.
Sie teilten einen traurigen Umstand.
Die kleine Katze schlich im Raum umher, sah sich neugierig um. Jedesmal wenn Feli sie ansah musste sie an Rafael denken.
Was tat er gerade?
Wo war er grade?
Schlief er grade mit seiner Frau?
Oder war sie überhaupt bei ihm?
Oder er bei ihr?
Ihr fehlte jene Nähe. Sehr sogar. Um sie herrum war es still geworden, seidem sich die Geschehnisse gesenkt hatten. Sie hatte nichts zu tun. Alles ging seinen Weg. Berchgard war gesichert. Ihre Soldaten in guter Hand ihres Leutnants.
Adrian rief sie nie. Sie hatte ihm ein Schreiben gesendet. Das würde ihr Leben gänzlich verstummen lassen.
Es hatte auch keinen Sinn.
Das Theater war fertig gestellt. Keine Bauarbeiten mehr vorzunehmen. Selbst die letzten Details waren fertig. Aber sie fand keine Muse, keine Inspiriation um irgendetwas zu schreiben. Nichts das ein Publikum zu solch einem Anlass hören wollte, oder sollte.
Ihre Seele schrie. Jene Seele die all die Personen in sich vereinte die sie war. Harfnerin, Baronin, Schwester, Herrin, Frau...
Sie war einsam und um sie herrum hüllte sie die Einsamkeit ganz langsam weiter ein.
Sponn sie ein wie eine Spinne die Beute. Den ganzen Tag tat sie nicht viel.
Ein wenig Jagt. Ein kurzer Spaziergang. Sie traf den ein oder anderen, aber die meisten schenkten ihr keine Beachtung.
Adel verpflichtet....aber wie kam Adel damit zurecht?....
War das nur ein Problem das Feli hatte?
Sie wusste es nicht.
Manchmal wenn sie so dasaß. Das heiße Wasser auf ihrem Körper und eingehüllt in sanften Nebeldunst, dann wollte sie weinen. Ganz für sich. Einfach nur den Schmerz irgendwie bewältigen. Doch da war kein Schmerz mehr. Nur Leere und Stille.
Ja...langsam, ganz langsam hüllte sie jene Stille ein.
Verfasst: Dienstag 22. August 2006, 10:00
von Felicitas de Arganta
Die "Gezeiten" brach die Wellen des Meeres am Bug des Schiffes, während sie auf Berchgard zusteuerte.
Feli stand auf Deck und sah in die Ferne wo sie schon die Stadt glaubte sehen zu können. Die Sonne brach sich am Meeresspiegel, während eine steife Briese die salzige Seeluft über das Schiff trieb.
Einige Matrosen betrachteten ihre Herrin mit gemischten Gefühlen wohl.
Für die einen war sie einfach die Baronin von Stolzenfels. Eine Adlige wie es wohl hunderte gab. Für die anderen eine seltsame Person, man wusste um ihre Liebe zur Musik und das sie daraus wenig Hehl machte.
Die Matrosen selbst hatten sie schon spielen hören. Nicht offziell versteht sich, aber durch die Wände des Schiffes.
Florence hing in den Takelaken und schaute ebenso auf`s Meer hinaus.
Felicitas glaubte das ihr der lange Aufenthalt in Stolzenfels ganz gut getan hatte. Sie hatte viel lernen können und war sicherlich in den Monden reifer geworden. Wenngleich sich manche Dinge wohl nie änderten.
Stolzenfels ging es gut, wie Felicitas wusste. Es gab die ein oder anderen Scherereien aber was hatte sie schon erwartet?
Die Ernte würde gut werden, das Wetter war bestens dafür. Genug Regen, genug Sonnenschein.
Sie war zufrieden als sie die Baronie wieder in die Hand des Vogts gegeben hatte, als sie sich dazu entschieden hatte wieder nach Varuna aufzubrechen.
Jene lange Zeit, in der Feli besonders mit den eigendlichen Aufgaben einer Baronin vertraut wurde, hatte ihr gut getan. Hatte für Seelenheilung gesorgt. Hatte sie viele Dinge vergessen lassen.
Es schien ihr alles nicht mehr so trist wie damals und sie hoffte dieses mal würde ihr etwas besseres beschienen sein, wenn sie wieder Fuss in Varuna setzen würde.
Langsam kam die "Gezeiten" Berchgard und seinem Hafen näher und es waren nun schon deutlich die Stadtmauern zu sehen.
Was sich wohl gerade in Varuna tat? Sie würde sich erkundigen müssen.
Für einen winzigen Moment dachte sie an Rafael...dann schmunzelte sie schwach und wand ihre Gedanken auf die kommenden Geschehnisse.