[Event] Die unbekannte Gefahr

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Der Erzähler

Re: [Event] Die unbekannte Gefahr

Beitrag von Der Erzähler »

Am Tag zuvor
Tropfen für Tropfen war Leben spürbar, jung wie ein Neugeborenes und genau so schutzlos.
Hungrig nach Wärme...
Durstig nach Liebe....
auf der Suche nach Hilfe.

Eine kleine grüne Spitze war zu sehen. Unscheinbar, zwischen all dem Weiß drum herum, streckte sie ihre zierlichen Blätter zum Horizont. Erst allein, kamen nach und nach mehr grüne Punkte, die den Boden bedeckten. Dazwischen, viel seltener, dafür unverkennbar, ein weiterer Sprössling, der in den ersten Stunden bereits fremd aussah.

In der Nacht
Im schummrigen Mondlicht hatte die Natur ihren Kräften freien Lauf gelassen.
Von der, im Magie durchfluteten Wald untypischen, Schneedecke unbeeindruckt waren Pflanzen aus dem Erdreich geschossen. Ein großer Teil des Nebelwaldes war nun mit einem grünen Teppich bedeckt, der aus einer Vielzahl an Pflanzen gewoben schien. Wie von diesem neuen Leben magisch angezogen, kamen mehr Vögel in den Nebelwald. Sie ließen sich nieder und begannen damit Nester zu bauen.
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Lu'araiel
Beiträge: 890
Registriert: Samstag 10. November 2007, 03:37

Beitrag von Lu'araiel »

Zunächst zogen sich langsam die Rindenähnlichen Strukturen von der Hand un dem Arm des alten Lindil zurück und gaben der Hand ihre weiche grüne Haut zurück. Als sich dann die Hand von der Baumrinde abhob, war es fast als würde Moos von einem Baum genommen werden, feine Wurzeln zogen sich zwischen dem Baum und dem Elfen. Es dauerte einen Moment bis der Handabdruck nicht mehr in der Baumrinde zu erkennen war. Wie ein Bär nach einem langen Winterschlaf musste sich Lu erstmal strecken, es war wie jedes Mal, der Elementarklang des Holzes hallte nur allzu deutlich in seinem Leib wieder. Nachdenklichen Schrittes führte den alten Lindil ein zielloser Schritt durch den Wald der so lange nun schon seine Heimat beschrieb. Ohne Zweifel es waren Viele zurück ins Lied gegangen. Nur damals als der Verderber den Krieg in den Garten seiner Mutter schickte waren es mehr gewesen.

Die Wurzeln der Bäume woben ein Netz unter dem Nuya'tan, sie hatten auch damals unserem Schmerz gefühlt, wie auch ihren eignen. Nicht wenige Bäume brannten zu jener Zeit und unser Blut war es das in den Boden einsickerte. Aber es war auch Feuer und Blut, das den neuen Kreislauf stärkte. Auch damals erhob sich die Macht des Tan und als die Weberin ihren Segen über die Lindil sprach, stand der Nuya'tan in voller Blüte.

Sas'que - hama sagt man nach, seinen Teil zum Erblühen des Nuya'tan hinzugetan zu haben. Er soll damals den Stab eingesetzt haben, der Tan überall hin bringt. Das dies nun erneut der Fall war, war unwahrscheinlich Sas'que - hama war zu den Sternen gegangen und sein Stab wurde nie wieder gesehen und galt immer noch als verschollen. Shalaryl und Lu hatten beide jenes Stück gesucht.

Während Lu so durch den Nuya'tan schlenderte hielt er plötzlich inne und seine Gedanken zerstreut in alle sich ihm offenbarenden Möglichkeiten fokussierten sich schlagartig. Und als er seinen Blick vor sich lenkte stand er vor einem jungen Baum. Wenn man fast fünfhundert Jahre Zeit hatte lernte man sich zu Bewegen und nicht nur das Lu konnte blind im Wald spazieren gehen. Er kannte jeden Grashalm in diesem Tan. Trotzdem stand er vor einem Baum, einem jungen Baum und nun dämmerte es ihm langsam was er gespürt hatte und dieser Spross ergab ein gemeinsames Bild.

Unter leisem knirschen des Schnees ließ sich der alte Lindil nah dem Spross nieder. Zunächst griff er sanft in die Melodie ein und die Wärme suchte den Ort nah dem kleinen Spross heim. Der Schnee begann zu tauen und selbst das Erdreich wurde langsam wärmer. Erst als Lu eine ganze Weile dort gesessen hatte, streckte er seinen Geist nach dem Geist des Sprösslings aus...

  • "Sanya'sala und Willkommen im Nuya'tan feyiama!
    Fae bin Lu'araiel. Fae habe den Boden um dhao ein wenig erwärmt,
    damit ti besser halt mit dhao's Wurzeln findest.
    Lass mich dhao von dhao's Nachbarn erzählen...

    Das dort ist Aimsir eine alte Linde...

    der dort drüben mit den großen Blättern ist Visalya...

    Kennst ti eigentlich schon den alten Witz mit der Borke...."
"Meine Reise zu den Sternen, unter den Sternen, vereint mit den Sternen, war ein Ort vollkommener Zufriedenheit und ungezügelter Freude, einer der friedlichsten Momente meines ganzen Lebens." Drizzt Do'Urden
Shiya'irwae

Beitrag von Shiya'irwae »

Leises rascheln erklang wie der Hauch des steten seichten Windes,
welcher durch frisches Blattwerk streicht, als Shiya durch den Wald striff.
Mit schnellen zielsicheren Schritten trat sie federnd von einer Stelle zur
nächsten ohne auch nur einen Ast zu berühren. Der Mantel, welchen die
junge Elfe stets trug, stach mit seinem leuchtenden Waldgrün deutlich hervor
zwischen all der Kälte.

Wie vermisste sie die Wärme und die umherwiegenden Schatten der alten
großen Bäume .. das flüstern der Tiere, wenn sie den Lauf der Welt beobachteten.
Doch noch während die Waldelfe ihre Gedanken schweifen lies, nahm sie
ein vertrautes Wesen wahr .. mit drei schnellen Sätzen hangelte sie sich einen
nahen knorrigen Baum empor und so senkte Shiya den Blick auf das Bild ,
welches sich vor ihr abzeichnete. Es war ihr Tweldan Lu .... ihr Onkel kniete
vor jener kleinen zarten Pflanze welche so kräftig war um nun empor zu steigen.

Ihre Ohren zucken unter den nun langsam ansteigenden Vogelgesang.
Es wurden mehr ... sie kamen zurück ... wurde es etwa nun wärmer?

Sie richtete sich auf dem Ast vorsichtig auf um noch besser die Umgebung
betrachten zu können und ein sanftes Lächeln stahl sich in ihre Züge,
als eine Drossel auf ihrer Schulter landete.
Die Augen wurden geschlossen und so sprach sie leise und mit wohl klingender Stimme:


Sanya'sala! No vae mein Freund! Fae habe dhao vermisst.

Ein leises Zirpschen erklang als Antwort und so flog die Drossel davon um
an ihrem Nest weiter zu bauen.
Es war eine Wohltat dies zu beobachten. Als würde der Nuya'tan aufatmen.
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Elubeth Argwaeren
Beiträge: 266
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Elubeth Argwaeren »

Die Elfe wanderte durch den Nebelwald, einigen diffusen Spuren von Elfenstiefeln und Tierfüßen folgend, mit ruhigen Schritten als schlafe in dem Wald jemand – oder etwas – und sie wolle nicht stören. Auf den Stab in ihrer rechten Hand gestützt, ging sie so versonnen weiter und sammelte hier und da mit behutsamer Hand kleine Pilze aus dem Schnee auf, die in einen locker um die Hüfte gebundenen Beutel wanderten.
Du bist verändert, Eryn. Oder bin ich es? Es war doch gut, stets zu wissen, dass die Dinge ihren gewohnten Lauf nehmen würden … und dass die Widrigkeiten, die die Welt ereilen, oft genug an dir und dem blauen Tal vorüberziehen. Heißt du die neuen Zeiten willkommen, die dir Eis und Schnee bringen, oder sehnst du ihr Ende herbei?

Die Miene der Elfe blieb ernst und besonnen, doch nach einer Weile wurde sie von einem Lächeln erfasst, als der Klang vielstimmigen Vogelzwitscherns von fern an ihr Ohr drang. Das Gesicht nach oben gen der dicht stehenden Baumkronen hebend, pfiff sie ihrerseits eine melodische Tonfolge – nicht eben laut, aber glockenhell und klar durchzog sie mit dem Geräusch den Wald ringsum als sei dies ihre zweite Stimme, die eines Singvogels.
Vinuial, mellyn. Ist es nicht noch zu früh und zu kalt für euresgleichen?

Erst ein, dann zwei, dann weitere Vögel tauchten daraufhin auf, einige zwitscherten Variationen der Melodie und flogen kleine Runden über dem Kopf der Edhel. Alle glitten schließlich, wie in geheimem Einverständnis, pfeilschnell in die gleiche Richtung davon.
Dort nicht? Das würde ich zu gern sehen.

Sichtlich ermuntert, mit federnderem Schritt und begleitet vom leisen „Krsssch, Krsssch“ des Stabes und der schmalen Elfenstiefel auf dem frostigen Untergrund, folgte die Elfe den gefiederten Wegweisern.
Nach einer Weile blieb sie dann stehen und heftete den Blick sinnierend auf einige der jungen Sprosse und Ranken, die vor ihr zwischen dem altbekannten Bewuchs auftauchten. In den Bäumen ringsum erklang noch mehr Vogelgesang. Fasziniert drehte die Elfe sich auf der Stelle, um die ganze lebendige Atmosphäre zu erfassen, einmal, zweimal. Das silbrig-helle Haar, vom Schwung kurz aufgewirbelt, legte sich wieder auf die Schultern.
Man kann wohl nicht immer nur die gleichen Lieder singen. Mag es sein, dass wir alle in einer neuen Strophe angelangt sind?

Mit der Routine einer erfahrenen Liedwirkerin stimmte sie sich auf das Lied der Eluive ein, schloss die Augen und begann, aus der Harmonie heraus ihre Körperklänge zu verändern. Die Gestalt schrumpfte zügig zusammen, in etwa auf die Größe zweiter Elfenhände, und jedes Gliedmaß, Organ und jeder Knochen auf kleinstem Raum fand sich im kleinen Körper verändert wieder, ehe dann auf selbigem feine silbergraue Federn hervor traten, welche sich zu spitz zulaufenden Flügeln und einem typischen gegabelten Schwalbenschwanz aufteilten.
Vergessen fiel ein kleiner Beutel in den Schnee, aus dessen Öffnung noch ein gesammelter Pilz hervor kullerte. Ein weiterer Vogel gesellte sich mit überschwänglicher Flugkurve den anderen hinzu.
Wiiid wiiid!
Zuletzt geändert von Elubeth Argwaeren am Freitag 22. Januar 2016, 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Shalaryl Di'naru
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Wohnort: Lao'bha

Beitrag von Shalaryl Di'naru »

Lindil waren keine Wesen, die im oder mit dem Wald lebten. Eine solche Be-
zeichnung hätte eine Trennung bedeutet, hier die Lindil, da der Wald. Und das
traf nicht zu. Sie waren Teil des Waldes, atmeten mit den Blättern, tauchten
ein in die Gedanken der Tiere, drifteten durch den Nebel mit den Irrlichtern.
Lindil waren nicht einfach nur im Wald. Lindil waren der Wald. Was bedeutete,
dass ein wuseliger Wald zu wuseligen Lindil führte. Zumindest oder vor allem,
wenn diese noch unter 200 Jahre alt waren und ohnehin schon zu erhöhter
Wuseligkeit neigten. Die Erforschung symbiotischer Wuseligkeit war eine sehr
ernste Wissenschaft mit überraschenden Ergebnissen, die so mancher Edhil
vielleicht auch als erschreckend bezeichnen würde.

"Es wird sich nicht um den Nistplatz gestritten! Es ist genug Baum für alle da.
Mehr als genug. Warum auch immer...he, das habe ich genau gesehen!"

"Nein, mein Kopf ist kein idealer Nistplatz. Nein, da muss ich klar widerspre-
chen. Natürlich ist es warm und gemütlich, aber das tut jetzt nichts zur
Sache. Meine Haare brauche ich noch, die werden nicht als Polstermaterial...
oh, der Blick zieht bei mir nicht, den habe ich selber vor hundert Jahren
perfektioniert, guck."

"...! Hättet ihr mit der Paarung nicht noch einen Moment warten können?!
Musste das wirklich hier und jetzt sein? Wa...? Nein! Ich bin nicht eifersüchtig
und will auf gar keinen Fall mitmachen!"

Koordination. Planung. Darauf kam es an. Und weil sie keinen Plan hatte,
wie sie es koordinieren sollte, verliess sich sich ganz auf die Wuseligkeit.
Und ihren Erdbeervorrat. Zeit herauszufinden, warum auf dem nächsten
Baum so viel herumgetschiept wurde...und wo sowohl Baum als auch Vögel
überhaupt herkamen.
Zuletzt geändert von Shalaryl Di'naru am Freitag 22. Januar 2016, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
Tschiep?
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Vasniel
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Registriert: Sonntag 29. November 2015, 13:07

Beitrag von Vasniel »

Der Mond stand hoch - ein schmale, helle Sichel, eingebettet in den schwarzen Samt des Nachthimmels, in dem Myriaden von Sternen Diamanten gleich funkelten. Das bleiche Licht, das fahl hinab fiel, wurde von den Schneekristallen tausendfach reflektiert und tauchte die Lichtung, in deren Mitte der junge Lindil hockte, in silbrigen Schimmer. Durchbrochen aber war die Schneedecke von unzähligen grünen Trieben, die trotzig die zarten Häupter in den kalten Himmel reckten.

In einer Dampfwolke stieß Vasniel den Atem aus der Lunge, ließ den Blick aus den mandelförmigen Augen über das Schauspiel streifen. Es lag etwas friedliches in diesem Anblick und dennoch...
Mit einem leisen Seufzen grub er die Finger in den restlichen Schnee, fühlte wie die Kälte die Handschuhe durchdrang und dann langsam abflaute, als seine eigene Körperwärme den Schnee schmelzen ließ und dunkle Flecken auf dem Leder zeichnete.

Vielleicht lag es nur am jungen Wesen des Lindils, das ihn mit Unruhe erfüllte, aber der Angriff der Schlangenchimären vor wenigen Wochen hatte eine tiefe Kerbe in dessen Selbstsicherheit geschlagen. Zwar war es - zusammen mit einigen Zwergen und Rosenohren - geglückt die Angreifer zurückzuschlagen, die wie die Eruption eines Vulkanes in wenigen Stunden jedwede Verteidigung Ered Luins und des Nebelwaldes in Blut und Feuer ertränkt hatten, aber manche Wunden verheilten nur langsamer als andere. Noch immer waren zu viele Fragen ungeklärt - wie und warum genau hatten die Schlangenwesen das Herz der Eledhrim angegriffen?
Die letzten Tage und Wochen hatte Vasniel damit verbracht, vergeblich Antworten auf diese Fragen zu erhalten, um sie schlussendlich beiseite zu schieben - die Älteren in ihrer Weisheit würden diese früh genug klären, die Motive der Angreifer schlussendlich an die Oberfläche kommen, wie die jungen Pflanzentriebe durch den Schnee. Seine Aufgabe war der Schutz des Waldes - ein weiteres Mal sollten die geheimnisvollen Aggressoren nicht so leichtes Spiel haben, den Wald mit ihren Dissonanzen zu erfüllen.

Wieder ein Durchatmen, knirschend wurde die Hand zur Faust geballt und in einer fließenden Bewegung richtete sich Vasniel auf, strich in einer flüchtigen Bewegung über die Pfeilschäfte im Köcher, um sich deren Vollzähligkeit zu vergewissern und verschwand als huschender Schatten in Richtung des Waldes, um dort als diffuser Schemen mit den Schatten zu verschmelzen.
Er würde wachsam bleiben und lauschen - auf die Stimme des Waldes und auf Geräusche, die womöglich auf einen neuerlichen Angriff der Tunnel grabenden Schlangenwesen schließen lassen würden.
Der Erzähler

Re: [Event] Die unbekannte Gefahr

Beitrag von Der Erzähler »

Neun jener junger Sprösslinge konnten nun zu finden sein. Mit Laub, dessen Farbton grün gold schimmerte sahen sie anders aus als die Bäume in ihrer Umgebung. Doch noch etwas anderes ließ sie Besonders werden. Nach nur wenigen Stunden waren die Sprösslinge auf die doppelte Größe heran gewachsen. Zudem wucherten nun auch Gras und Efeu als wollten sie den Nebelwald zu einer undurchdringlichen Wand werden lassen. Die zwei Arme des Flusses, wurden immer breiter. Das Wasser hatte sich seinen Lauf gesucht und ein tiefes Flussbett ausgewaschen.
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Lamentinu Celebren
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Beitrag von Lamentinu Celebren »

Herrje, was für eine Aufregung. Wie sollte man denn da anständig Elannel-Generalüberholungen vornehmen! Sie war nun schon seit Tagen damit beschäftigt, die in die Jahre gekommenen Instrumente ihres Volkes zu warten, um die Trauerzeremonie vorzubereiten. Behutsam wurden neue Saiten aufgespannt, nach und nach vorsichtig die Spannung erhöht - die meisten Instrumente überstanden die Prozedur, doch das eine oder andere davon sprang und war nur noch für ein Lagerfeuer oder als Lieferant für Pfeilschäfte zu gebrauchen. Um dem emsigen Gehämmer aus Gwanions Schmiede zu entkommen - seit der verheerenden Niederlage bekam er kaum ein Auge zu, die ganzen beschädigten Rüstungen und Waffen allesamt wieder auf Vordermann zu bringen - hatte sie sich für die behutsame Annäherung an die rechten Stimmungen der traditionellen Harfen auf den Bergpfad zurückgezogen und einen perfekten Überblick über den Nebelwald. Und das rege Treiben dort verblüffte sie doch ein wenig. Immer wieder sah sie Vögel über die Wipfel fliegen, geradezu übermütig tollten sie herum. Und Shalaryl war derart wuselig, dass ihre Gegenwart bei dieser sehr viel Vorsicht benötigenden Tätigkeit definitiv kontraproduktiv war - aber sie ließ sich gerade ohnehin nicht viel außerhalb des Waldes blicken. Stirnrunzelnd blickte sie zu einem Adlerpärchen, das ihren Horst ausschmückte. Ja war denn hier der Frühling ausgebrochen? Der Jahreswechsel war doch gerade erst passé. Selbst die Luft roch nach Schmelze. Sie war sich nicht sicher, was sie davon halten sollte. Es gab zwei mögliche Erklärungen:
1) Der Nebelwald befreite sich aus der doch ungewöhnlich starken Umklammerung des Winters, was ein neues Erstarken seiner Magie bedeutete.
2) Die Feuerophidiane tauten das Erdreich auf und das Sichtbare war nur eine Reaktion.

Bei Phanodain, sie hoffte, dass die erste Interpretation die Richtige war.
Zuletzt geändert von Lamentinu Celebren am Sonntag 24. Januar 2016, 00:30, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Zu Beginn hatte sich der ältere Edhel noch gefreut, über die augenscheinlich wieder einkehrende Frühlingsstimmung im Nebelwald. Doch schnell war ihm klar geworden, dass dies nicht normal sein konnte. Nicht nur der Schnee war mit Argwohn wahrgenommen worden, sondern auch das nun plötzlich sprießende Leben. Irgend etwas oder irgendwer hatte hier seine Finger im Spiel. Aber konnten die Ophidianen vom letzten Jahreslauf wirklich solch 'friedliche' Mittel anwenden, um dem Nebelwald und dessen Bewohnern zu schaden? Was genau wollten sie wirklich und wie viele von ihnen gab es noch? Wäre das Starten einer Gegenoffensive nicht vielleicht auch eine sinnvolle Option? All diese Fragen gingen ihm nach und nach durch den Kopf, während er ruhigen, nahezu lautlosen Schrittes durch den Nebelwald striff und die Umgebung weiter im Auge behielt. Besonders diese Ausuferungen des Wassers. Schön anzusehen, aber definitiv Besorgnis erregend. Die Eledhrim würden sich ohnehin morgen treffen. Dann könnte man alles besprechen. Auch der Rat würde aller Voraussicht nach erscheinen. Also hieß es: Beobachtungen aufschreiben und für morgen aufbewaren! ...
Der Erzähler

Re: [Event] Die unbekannte Gefahr

Beitrag von Der Erzähler »

Eluives Wille hatte sich schon oft in den Wundern der Natur gezeigt. So sollte es auch dieses Mal sein. Immer mehr offenbarte der Nebelwald seine wahre Magie, als wäre jemand schlafendes zur Hilfe geeilt. Jede Pflanze hatte nun ihren Platz gefunden und doch wuchsen sie weiter, verflochten sich miteinander und ragten zum Himmel empor. Die neuen Sprösslinge, waren in nur wenigen Tagen zu haushohen Bäumen heran gewachsen. Aus den anfänglich quirligen Klängen, wandelten sich die einzelnen Töne zu einer wundervollen Symphonie.

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Shalaryl Di'naru
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Beitrag von Shalaryl Di'naru »

Eine neue Sala. Oh bei Eluive - wortwörtlich! - sie hatten wieder eine richtige
Sala! Mit vielen Wohnbäumen und einem Versammlungsbaum und Hänge-
brücken, die immer schaukelten und über die man von jedem Baum zu jedem
anderen kam! Und so viel Platz...da würde sie ganz bestimmt mehr Kissen
brauchen. Der Wald war bedroht worden und hatte geantwortet: Mehr Platz
für mehr Lindil. Hätte sie noch irgendeine Bestätigung gebraucht, dass es
eine gute Idee war in der Welt verstreute Elfen nach Hause zu rufen, das
hier wäre sie gewesen.

Bild
Zuletzt geändert von Shalaryl Di'naru am Sonntag 24. Januar 2016, 21:45, insgesamt 1-mal geändert.
Tschiep?
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Lamentinu Celebren
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Lamentinu Celebren »

Sie war gerade damit beschäftigt, mit Engelsgeduld die etwa zweihundertste neue Harfensaite aufzuziehen, als sie ein leichtes Rascheln vernahm. Sie blickte auf, kniff die Augen, schüttelte sich einmal und blinzelte und schaute noch einmal genauer hin. Nein, es bestand kein Zweifel, da bahnten sich gerade neue Baumkronen ihren Weg ans Licht und wuchsen in einem atemberaubenden Tempo. Verblüfft hielt sie inne und sah den Bäumen beim Wachsen zu. Ja, war sie denn jetzt derart in der Monotonie ihrer Tätigkeit gefangen, dass ihr nun das Wachstum eines Baumes plötzlich vorkam wie im Zeitraffer? Sie blinzelte verwirrt und überzeugte sich anhand der anderen umstehenden Pflanzen, dass nicht alles wuchs wie auf Hefe. Sie nahm sich ein wenig Zeit, das einmalige Schauspiel zu bewundern und staunte über dieses Wunder Eluives. Deutlich später machte sie sich mit einem entspannten, glücklichen Lächeln wieder an die Arbeit. Fürwahr, das war ein gutes Zeichen.
Faeniel en Giliath

Beitrag von Faeniel en Giliath »

Zart umspielte der Wind die Gestalt der jungen Elfe, während sie den unzähligen Klängen im Nebelwald mit aufgestellten Ohrspitzen lauschte. Regungslos verharrte sie dort, während der Windhauch ihre Ohrspitzen umspielte, diesmal war es eine liebevolle Berührung, die den sehr empfindlichen Ohrspitzen gut tat. Ab und an führten ihre Ohrspitzen ein Eigenleben, besonders wenn Faeniel aufgeregt war, begannen sie leicht zu vibrieren oder bei schrecklichen Klängen und Dissonanzen zuckten sie. Aber hier an diesem wunderschönen Ort
waren sie für gewöhnlich entspannt und lauschten nur.
Faeniel war sehr bedacht auf Harmonie. Phanodain hatte wohl diese Eigenschaft seiner Schöpfung mitgegeben. Auch wenn seit einiger Zeit die Harmonie des Nebelwalds verändert war. Schreckliche Dissonanzen waren in ihm und auch in die Ewige Stadt eingedrungen.
Die Klangsteine hatten reagiert, damit sie dies auch weiterhin tun, hat die Elfe ihnen verzehrten Klänge der Meerwesen hinzugefügt, sie sollten auch jene Melodien nun erkennen und davor warnen, denn, und dessen war sich die Elfe sicher, die Gefahr war zwar gebannt vorübergehend aber dies war noch nicht das Ende, das fühlte sie deutlich hier, während die Spitzen ihrer Ohren zuckten.

N'i lû tôl, haucht sie leise dem Nebelwald zu während die lautlos auf die Ewige Stadt zuschreitet.
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Lamentinu Celebren
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Beitrag von Lamentinu Celebren »

Sie erwachte ein wenig gerädert, die düsteren Gedanken des Vorabends hatten ihr eine unruhige Nacht beschert.

Am vierten Tag der Woche hatten sie nach ihren Geschwistern überall auf der Welt gerufen, den Ruf der elfischen Telegain durch Liedwirken gemeinschaftlich verstärkt, auf dass jene zurückfinden würden, um den dezimierten Elfen wieder zu einer schlagkräftigen Truppenstärke zu verhelfen. Der Nebelwald hatte das Rufen aufgenommen, selbst die Tiere und Pflanzen schienen ihnen voranzutragen. Sie hoffte, dass Viele jenem Ruf folgen würden.

Und einer war bereits eingetroffen, ein alter Faernestor, einer jener Edhil, der in besonderer Verbindung zu Phanodain stand. Gemeinsam mit ihm hatten sie die Gefallenen verabschiedet und jene auf ihre letzte Reise geschickt. Unter normalen Umständen hätte sie sich darüber gefreut, den Klang der Elannel gleich neunfach zu vernehmen, zu spüren, wie sich das Spiel aller zu einer großen Sinfonie vereinte. Doch in diesem Fall wog der Anlass schwerer, der Abschied von so vielen geliebten Geschwistern. In jener Nacht gedachte sie nicht nur ihnen, sondern auch all jenen Weggefährten, die bereits früher unbarmherzig das Leben lassen mussten. Eher schwerfällig machte sie sich daran, das Buffett abzuräumen, keiner hatte direkt nach der Zeremonie großen Appetit gehabt. Dann verstaute sie sorgsam die rituellen Instrumente, auf dass sie bis zum nächsten zeremoniellen Anlass keinen Schaden nähmen. Irgendwie fühlte sich der Tag trostlos an. Aber sie hatten keine Zeit, sich lange der Trübsal hinzugeben - bald schon würden weitere Schritte folgen müssen, um für Gefahren gewappnet zu sein. Hoffentlich würden die Gerufenen rechtzeitig eintreffen.
Gast

Beitrag von Gast »

"Kannst du dich der Sache annehmen, Gwador? Nicht, dass ihm etwas zugestoßen ist." So oder so ähnlich waren zwei der vielen Sätze Lamentinus gewesen, die am letzten Abend zwischen den beiden älteren Edhil gefallen waren. "Natürlich, Gwathel. Ich werde noch nach dem Gespräch mit dem gesamten Hohen Rat aufbrechen.", hatte Nandôth geantwortet und so war es tatsächlich auch geschehen. Da aber die meisten seiner Geschwister im Tal blieben oder die Edhain im "Teekobel" besucht hatten, ging er lediglich in Begleitung von Nandariél, seiner Seelenverwandten. Der gesamte Berg wurde auf Spuren von Ophidianen und dem Gwador Fhero untersucht und im Anschluss machte man sich auf, um im Unheilsberg die allgemein bekannten Ophidianen aufzusuchen. Natürlich nicht, um zu reden, sondern um an etwas von ihrem Fleisch heran zu kommen. Der Hohe Rat gedachte jene Proben mit den Proben der Ophidianen aus der Schlacht bei Ered Luin zu vergleichen. Und da Gwador Fhero noch nichts von sich hatte hören oder sehen lassen, musste man vom Schlimmsten ausgehen. Nur, um sicher zu gehen.
Im Nest also angekommen, wechselte Nandôth den zuvor benutzen Langbogen gegen das Megil, um die deutlich aggressiveren Gegner vorne zu halten, während Nandariél weiter den Bogen als ihre bevorzugte Waffe einsetze. Mit zügigen und leichtfüßigen Schritten wich er den Schlangenbissen zumeist aus oder parrierte sie in den seltensten Fällen mit seinem eher leichten Schild. Und jedes Mal, wenn ihm die Monster Zeit ließen, holte er mit dem Megil aus, um präzise gesetzte Wunden zuzuführen und sein Gegenüber so möglichst schnell und sauber zu Fall zu bringen. Schließlich war Zeit ein wichtiger Faktor im Kampf um Leben und Tod und die Fleischproben sollten sicherlich für die Proben auch noch möglichst unversehrt sein. Als der erste Pulk Ophidianen überwältigt und gerade keine Verstärkung in Sicht war, ließ Nandôth sich in die Hocke gleiten und legte Schild, wie Klinge ab, um etwas vom Kadaver abzutrennen und zu verstauen. Dann wurde wieder nach seinen Sachen gegriffen und sich erhoben. Zwar war es eher unwahrscheinlich, doch wollte er sicher gehen, dass sein jüngerer Gwador nicht doch hier irgendwo einer Übermacht der Dissonanzen erlegen war. Also schlugen sich die beiden Edhil noch bis nach hinten zum Beginn des Gargoylehortes durch, bevor sie ohne nennenswerte Beobachtungen und leider auch ohne Fhero den Berg wieder verlassen, um zurück nach Ered Luin zu kehren.
Dort angekommen entledigten sie sich der Rüstung, wuschen sich und wieder in die alt bekannten Kleider gehüllt ging es zu Lamentinu. Ihr wurde schließlich die Fleischprobe der bekannten Ophidianen überreicht und mitgeteilt, dass man noch einmal gezielter nach Gwador Fhero suchen würde.
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