Verfasst: Samstag 28. November 2015, 13:01
Der Krieg forderte seinen Tribut ein. Die ersten Kameraden waren zeitweise vom Dienst befreit. Größere oder äußerst ungünstig platzierte Verletzungen hindereten sie daran, zuverlässig weiterkämpfen zu können. Umso mehr sahen sich die verbliebenen Soldaten in der Pflicht, die nun unbesetzten Aufgabengebiete noch mit zu übernehmen, damit keine Lücken in der Wachmannschaft entstanden. So übernahm auch Balian immer häufiger doch noch eine oder zumindest eine halbe Wachschicht, bevor er dann endlich schlafen gehen konnte. Das Essen wurde, wenn man dazu kam, während dem Wachestehen zu sich genommen. In der Regel tatsächlich auch im Stehen. Die Nächte waren kurz und wurden des öfteren unterbrochen. Der Feind suchte sich stellenweise unmenschliche Zeiten aus, zu denen er angriff. In den letzten Stundenläufen des letzten Tages war es schließlich ein heftiger Schlag geworden. Die Nordpallisade wurde angezündet, während man zum ebenso brennenden Küstenhof lief und diesen mit Hilfe von Liedwirkerei und Baumfällerei versuchte zu löschen, gab es auch noch Gemetzel mit dem Feind selbst. Etwa ab dem 21. Stundenlauf stand Balian unter Dauerstrom.
In voller Montur, mit gut und gerne 30-40kg auf den ganzen Körper verteilt, lief er hin und her. Den Eimer am Bach füllen, zurück zur Pallisade, dort den Eimer ausleeren und wieder von vorne. Dabei galt es nicht durch den massenhaft entstehenden Wasserdampf und Rauch zu ersticken oder sich von Hustenanfällen noch mehr aus der Puste bringen zu lassen. Gefühlte 12 Mal lief er hin und her, ehe sich im Süden eine riesige Rauchwolke abbildete. Der Küstenhof bei Rittersee stand lichterloh in Flammen. Und so machte sich ein 6 Mann starker Trupp auch noch dahin auf. Unter ihnen auch Balian. Selbiges Vorgehen startete auch dort, bis man merkte, dass man der Flammen so nicht Herr werden konnte. Wachtmeister Salberg hatte sich zur Berichterstattung nach Schwingenstein zurückgezogen und im selben Atemzug das Kommando an Balian abgegeben. Es wurde also sogleich nach einer Wasserfontäne geschrien. Die Liedkundigen im Trupp kümmerten sich darum, während alle Anderen die Bäume und den Zaun des Hofes abrissen, um dem Feuer keine Möglichkeit der Ausbreitung zu geben. Die lederne Gesichtsmaske schützte zwar größtenteils vorm Rauch, aber sie erschwerte das Atmen, was ohnehin schon schwer genug war, unter diesen Anstrengungen. Kaum hatten sie den Brand doch noch unter Kontrolle bekommen, wurden sie von einer gegnerischen Gruppe aus zwei Menschenfrauen und zwei Letharen abgefangen. Es kam viel zu schnell zum Gefecht und nur durch die glücklicherweise bereits heran nahende Verstärkung konnte Balians Trupp sich hinter die Pallisaden Schwingensteins zurückziehen. Auf dem Weg dorthin schaute er sich noch suchend um und sah alle Gesichter, die er sehen wollte. Einzig Nimron von den Eledhrim schien zum weiteren Kampf zurückgeblieben zu sein. Und so steuerte der frisch gebackene Gardist das Gästehaus an. Die Anderen konnten ab Schwingenstein selbst entscheiden, wie es ihnen erging und was sie tun wollten. Die wichtigsten Aufgaben waren erledigt worden.
Kaum hatte er sich aber vollkommen benebelter Sinne zum Gästehaus hoch geschleppt, spielte er nur noch 'Baum fällt'. Haltlos sank er auf seine bepanzerten Knie herunter und stützte sich nur noch mit den Händen am Boden ab. Schweiß lief wie ein Wasserfall über sein gesamtes Gesicht, der halb offene Pferdeschwanz klebte durchnässt von Regen und Schweiß an Stirn und Nacken fest und er zitterte am ganzen Körper. Neralon musste das laute Scheppern gehört haben und war raus gelaufen. Sorgsam kümmerte er sich direkt um ihn und später kam auch noch Eliana hinzu. Während die knallrote Farbe mit dunkel lila blauen Schatten und weißen Kränzen um Mund und Nase nicht aus Balians Gesicht weichen wollte, entledigten seine Helfer ihn von der Rüstung. Plattenteile und Lederrüstung wurden gelöst und abgelegt, ehe man feststellen konnte, dass trotz allen soldatischen Stolzes die Aussage stimmte. Balian war unverletzt geblieben und war einfach nur mehr als erschöpft. Mit Neralons Hilfe konnte er seinen Oberkörper abtrocknen und zog schließlich ein Robe über. Anschließend kümmerte Neralon sich noch um Elianas aufgerissene Naht, welche sie fahrlässig während der Löschaktionen und Kämpfe beansprucht hatte. Als auch das geschafft war, begaben sich die Beiden nach oben zu den Betten. Der Tag endete für sie mit viel Gerde über die jeweils eigene Vorgeschichte und erst zwischen der ersten und zweiten Stunde des neuen Tages sanken sie in einen tiefen Schlaf voller Erschöpfung.
Ja, Temora beschützt ewig...
In voller Montur, mit gut und gerne 30-40kg auf den ganzen Körper verteilt, lief er hin und her. Den Eimer am Bach füllen, zurück zur Pallisade, dort den Eimer ausleeren und wieder von vorne. Dabei galt es nicht durch den massenhaft entstehenden Wasserdampf und Rauch zu ersticken oder sich von Hustenanfällen noch mehr aus der Puste bringen zu lassen. Gefühlte 12 Mal lief er hin und her, ehe sich im Süden eine riesige Rauchwolke abbildete. Der Küstenhof bei Rittersee stand lichterloh in Flammen. Und so machte sich ein 6 Mann starker Trupp auch noch dahin auf. Unter ihnen auch Balian. Selbiges Vorgehen startete auch dort, bis man merkte, dass man der Flammen so nicht Herr werden konnte. Wachtmeister Salberg hatte sich zur Berichterstattung nach Schwingenstein zurückgezogen und im selben Atemzug das Kommando an Balian abgegeben. Es wurde also sogleich nach einer Wasserfontäne geschrien. Die Liedkundigen im Trupp kümmerten sich darum, während alle Anderen die Bäume und den Zaun des Hofes abrissen, um dem Feuer keine Möglichkeit der Ausbreitung zu geben. Die lederne Gesichtsmaske schützte zwar größtenteils vorm Rauch, aber sie erschwerte das Atmen, was ohnehin schon schwer genug war, unter diesen Anstrengungen. Kaum hatten sie den Brand doch noch unter Kontrolle bekommen, wurden sie von einer gegnerischen Gruppe aus zwei Menschenfrauen und zwei Letharen abgefangen. Es kam viel zu schnell zum Gefecht und nur durch die glücklicherweise bereits heran nahende Verstärkung konnte Balians Trupp sich hinter die Pallisaden Schwingensteins zurückziehen. Auf dem Weg dorthin schaute er sich noch suchend um und sah alle Gesichter, die er sehen wollte. Einzig Nimron von den Eledhrim schien zum weiteren Kampf zurückgeblieben zu sein. Und so steuerte der frisch gebackene Gardist das Gästehaus an. Die Anderen konnten ab Schwingenstein selbst entscheiden, wie es ihnen erging und was sie tun wollten. Die wichtigsten Aufgaben waren erledigt worden.
Kaum hatte er sich aber vollkommen benebelter Sinne zum Gästehaus hoch geschleppt, spielte er nur noch 'Baum fällt'. Haltlos sank er auf seine bepanzerten Knie herunter und stützte sich nur noch mit den Händen am Boden ab. Schweiß lief wie ein Wasserfall über sein gesamtes Gesicht, der halb offene Pferdeschwanz klebte durchnässt von Regen und Schweiß an Stirn und Nacken fest und er zitterte am ganzen Körper. Neralon musste das laute Scheppern gehört haben und war raus gelaufen. Sorgsam kümmerte er sich direkt um ihn und später kam auch noch Eliana hinzu. Während die knallrote Farbe mit dunkel lila blauen Schatten und weißen Kränzen um Mund und Nase nicht aus Balians Gesicht weichen wollte, entledigten seine Helfer ihn von der Rüstung. Plattenteile und Lederrüstung wurden gelöst und abgelegt, ehe man feststellen konnte, dass trotz allen soldatischen Stolzes die Aussage stimmte. Balian war unverletzt geblieben und war einfach nur mehr als erschöpft. Mit Neralons Hilfe konnte er seinen Oberkörper abtrocknen und zog schließlich ein Robe über. Anschließend kümmerte Neralon sich noch um Elianas aufgerissene Naht, welche sie fahrlässig während der Löschaktionen und Kämpfe beansprucht hatte. Als auch das geschafft war, begaben sich die Beiden nach oben zu den Betten. Der Tag endete für sie mit viel Gerde über die jeweils eigene Vorgeschichte und erst zwischen der ersten und zweiten Stunde des neuen Tages sanken sie in einen tiefen Schlaf voller Erschöpfung.
Ja, Temora beschützt ewig...