Verfasst: Freitag 19. Februar 2016, 14:39
Der Winter hat so langsam aber sicher aufgegeben. Dennoch war er ereignisreich, zumindestens was meine Ausbildung angeht. Wildnisüberlebenslehren, das ist definitiv im Winter eine grössere Herausforderung als in den anderen Jahreszeiten. Trotzdem habe ich mich wahrscheinlich ganz gut geschlagen. Verwunderlich ist das nicht unbedingt, immerhin bin ich schon eine gefühlte Ewigkeit Soldat im Regiment und kenne mich auch mit der Umgebung die der Sir gewählt hat recht ordentlich aus. Zu Gute kamen mir auch meine Kenntnisse über das Feuermachen. Ein wenig muss ich mir durchaus auf die Schulter klopfen das ich sogar dem Sir etwas neues zeigen konnte. Wenngleich meine Kenntnis daraus herrührt das man als aufwachsender in Eirensee grundsätzlich nicht viel hat und erfinderisch sein muss.
Generell hilft mir bei solchen Übungen meine Herkunft, Vater war immerhin Holzarbeiter und es ist uns nicht nur einmal passiert das wir im Wald ausharren mussten bis es wieder hell wurde. Das ein oder andere hatte ich behalten, der alte Herr wäre vielleicht zufrieden mit mir gewesen. Anzeichen von Stolz neigte er zumindestens nicht offen zu zeigen, weswegen mir diese Gefühlsregung äusserlich auch nicht unbedingt gegeben ist. Mulden bauen und Schnee zu einem Windschutz aufrichten war in jedem Sinne etwas was mich auch an meine Kindheit erinnerte. Die üblichen Dinge folgten, den Boden abdecken mit zweigen und Nadelästen, die Matratze der Natur. Feuchtes Holz bestimmter Bäume brannte je nach Art und Grösse eben doch und.... schlussendlich machte es mir wirklichen Spass. Viele kleinigkeiten auf die man achten musste, um wieder heim zu kommen zählten natürlich auch dazu. Wie ist der Sonnenstand, auf welcher Seite wuchs das Moos beim Baum... gut das war im Winter etwas schwieriger, aber erschwerte Bedingungen formen einen auch auf eine gewisse Weise.
Eine geringe Ausrüstung hatte man auch meistens dabei, gerade wenn man im Feindgebiet strandet... immerhin hatte man bei dem Weg dorthin ein Vorhaben. Zumindestens eine Waffe würde man wahrscheinlich nicht verlieren nach einer Kampfhandlung also irgendwas scharfes oder hartes hatte man zur Verfügung, grundsätzlich immer. Und aus Ästen konnte man im grössten Zweifel auch einen Speer herstellen. "Die Natur gibt uns alles was sie braucht." das war eines der Lebensmottos meines alten Herrn. Gut, ich muss zugeben das ich da wohlweisslich den Anhang "und was nicht, das schnitze ich!" weggelassen habe. Der Sir war auf eine ähnliche Weise pragmatisch, zuweilen muss ich mich wundern ob er nicht über zehn Ecken Verwandte in Eirensee hat, die über weitere Ecken mit meinem Vater verwandt sind. Vielleicht ist es auch nur ein bisschen die Nostalgie die mich bei solchen Unterrichten packt.
Die Sonne wärmt nun wieder das Land und meine Ertüchtigungen sind wieder breiter gefächert. Das Lanzenreiten endet bei ungeschick nicht mehr im kühlenden Schnee sondern im feuchten Matsch und die Übungsläufe über Wege und Wälder sind weniger rutschig geworden. Die ersten Knospen spriessen auf den Ästen der Bäume die ich erklettere und auch wenn der See mittlerweile eisfrei ist, er ist trotzdem noch saukalt. Ich halte mich für körperlich gut aufgestellt. Die nächsten physischen Aufgaben können kommen...
Generell hilft mir bei solchen Übungen meine Herkunft, Vater war immerhin Holzarbeiter und es ist uns nicht nur einmal passiert das wir im Wald ausharren mussten bis es wieder hell wurde. Das ein oder andere hatte ich behalten, der alte Herr wäre vielleicht zufrieden mit mir gewesen. Anzeichen von Stolz neigte er zumindestens nicht offen zu zeigen, weswegen mir diese Gefühlsregung äusserlich auch nicht unbedingt gegeben ist. Mulden bauen und Schnee zu einem Windschutz aufrichten war in jedem Sinne etwas was mich auch an meine Kindheit erinnerte. Die üblichen Dinge folgten, den Boden abdecken mit zweigen und Nadelästen, die Matratze der Natur. Feuchtes Holz bestimmter Bäume brannte je nach Art und Grösse eben doch und.... schlussendlich machte es mir wirklichen Spass. Viele kleinigkeiten auf die man achten musste, um wieder heim zu kommen zählten natürlich auch dazu. Wie ist der Sonnenstand, auf welcher Seite wuchs das Moos beim Baum... gut das war im Winter etwas schwieriger, aber erschwerte Bedingungen formen einen auch auf eine gewisse Weise.
Eine geringe Ausrüstung hatte man auch meistens dabei, gerade wenn man im Feindgebiet strandet... immerhin hatte man bei dem Weg dorthin ein Vorhaben. Zumindestens eine Waffe würde man wahrscheinlich nicht verlieren nach einer Kampfhandlung also irgendwas scharfes oder hartes hatte man zur Verfügung, grundsätzlich immer. Und aus Ästen konnte man im grössten Zweifel auch einen Speer herstellen. "Die Natur gibt uns alles was sie braucht." das war eines der Lebensmottos meines alten Herrn. Gut, ich muss zugeben das ich da wohlweisslich den Anhang "und was nicht, das schnitze ich!" weggelassen habe. Der Sir war auf eine ähnliche Weise pragmatisch, zuweilen muss ich mich wundern ob er nicht über zehn Ecken Verwandte in Eirensee hat, die über weitere Ecken mit meinem Vater verwandt sind. Vielleicht ist es auch nur ein bisschen die Nostalgie die mich bei solchen Unterrichten packt.
Die Sonne wärmt nun wieder das Land und meine Ertüchtigungen sind wieder breiter gefächert. Das Lanzenreiten endet bei ungeschick nicht mehr im kühlenden Schnee sondern im feuchten Matsch und die Übungsläufe über Wege und Wälder sind weniger rutschig geworden. Die ersten Knospen spriessen auf den Ästen der Bäume die ich erklettere und auch wenn der See mittlerweile eisfrei ist, er ist trotzdem noch saukalt. Ich halte mich für körperlich gut aufgestellt. Die nächsten physischen Aufgaben können kommen...