Ich sende Pestilenz und Seuchen Euch ins Haus.
In Euer Bett, in jeden Fluss, in alle Straßen und in Wasser auch.
Wohin ihr geht, in Euer Brot, in Eure Herden.
Euren Schafen und Euren Ochsen.
Auf Eure Felder, in Eure Träume, in Euren Schlaf bis Ihr zerbrecht.
Bis Ihr Euch beugt, ich sende den Schwarm, send' ihn her,
so spricht der Herr.
Und nun ist es ein Gesicht, das ihn immer wieder, am Ende jedes Traumes, ins Gedächtnis springt. Eine vernarbte Letharenfratze, wo sich die hellblauen Augen, um so näher die Züge kommen, in ein giftiges Grün wandeln und die krallenartige Hand vorrückt, zuschlägt und sich nimmt was sie will. Der Moment in dem er wacht. Die Paranoia nimmt zudem zu, wo er sich sonst beobachtet fühlte, sind es nun auch Gefühle die nicht da sind. Krabbelt da eine Spinne sein Bein hoch, beißt ihn ein Insekt in den Nacken, kratzt ihm wer über den Rücken, atmet wer in sein Ohr? Und um so mehr Kontakt er mit den selben Leuten pflegt, um so deutlicher könnte sich der Gedanke in seinen Kopf pressen, dass sie ihm schaden wollen. Sie sollten eventuell sterben, sie richten Schaden an, haben sie vielleicht Schuld. Was wäre er nur geworden ohne sie. In Euer Bett, in jeden Fluss, in alle Straßen und in Wasser auch.
Wohin ihr geht, in Euer Brot, in Eure Herden.
Euren Schafen und Euren Ochsen.
Auf Eure Felder, in Eure Träume, in Euren Schlaf bis Ihr zerbrecht.
Bis Ihr Euch beugt, ich sende den Schwarm, send' ihn her,
so spricht der Herr.
Und im ganzen Chaos der Emotionen, in den ganzen Trieben die einen verlocken zu töten, Schaden anzurichten und Unheil in die Welt zu bringen, ist immer wieder dieses eine Gesicht dieser Lethra, die gar außerhalb der Träume weniger bedrohlich wirkt. Als hätte man ihr, so man sie in der Paranoia erblickt, die letharische Abnormalität genommen und nur das dargestellt was sie einst war: Eine schöne Elfe. Eine blaue Elfe, die die dünnen Finger in seine Richtung streckt, mit den dunklen schmalen Lippen ein wohlwollendes Lächeln formt und ihn näher winkt, wie ein dunkler Engel, der ihn direkt in die Hölle führen will. Doch geht er auf sie zu, greift danach, verpufft die Illusion, in tausend keine Scherben und er hatte wieder mal versagt. Doch wer war nun Schuld. Sie, er oder du?