Ich hatte schon das Gefühl, das mich meine Augen hinters Licht führten und sich das Hausenlosenviertel an manchen Stellen doch verändert haben musste. Ich verlor jedoch keinen weiteren Gedanken daran und verbrachte meine zweite Nacht friedlich schlafend in meinem Bett.
Durch die Nischen und Löcher der Wände pfiff der Wind. Sandstürme waren mir längst nicht mehr fremd. Aber der Sturm in dieser Nacht riss mich regelrecht aus meinem Schlaf. Mein kleiner Fellknäuel vergrub sich bereits aus Angst am Fußende unter meiner Decke, als es über uns zu Poltern begann. Die Kellerdecke zeichnete über meinem Kopf ein paar Risse ab, während Sand in meinen Schoß herab rieselte. Ich warf meine Decke zur Seite, griff hektisch nach Kathzi und nach meinem Kopftuch, um in das obere Stockwerk zu gelangen. Im Vorraum konnte ich kaum sehen, wohin ich lief und trat. Staub, Dreck und Sand wirbelten um mich her, verschleierten mir wie ein gefährlicher Sturm die Sicht nach draußen.
Mein Kleid zerriss auf halben Weg, die Haustür verlor ihren Halt und war bereits in Trümmern im Wohnbereich und in der Küche verteilt. Ich gelangte nach draußen und warf mich einige Schritte weiter von dem Unglück entfernt in den Sand. Meinen kleinen, maunzenden Löwen umarmte ich. Schützte seine Augen und Ohren vor dem Sand, während ich selbst dafür sorgte, meine Augen geschlossen zu halten. Der Sturm fühlte sich auf meiner Haut wie tausende kleine Nadelstiche an und haftete einige Herzschläge später an Haut und Kleidung.
Als sich der Sturm nach einer geraumen Zeit gelegt hatte, befreite ich mich von den Sandkörnern. Mit Entsetzen sah ich nach vorne auf meine "Bruchhütte". Gemütlich sah anders aus. Frustriert senkte ich den Kopf und streichelte meinen Kater, während ich meinen Tränenschleier verbarg und versuchte, wieder Mut zu fassen. Eine ganze Weile saß ich noch wie Elend im Sand und rührte mich nicht.
Ein Herz für ein Hauslosenviertel (Teilnahme erwünscht)
Moderator: Menekaner [Mod]
- Hajifa Yazir
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- Registriert: Montag 16. Juni 2014, 01:36
Ein Bericht über den Vorfall wird niedergeschrieben und auf dem Schreibtisch von Callista hinterlegt. Dazu der Vermerk, dass sich um die Belange der Familie Omar besser die Leitung des Tempels kümmern sollte.
Anschließend zieht sich die junge Priesterin zum Gebet zurück, wohl um darüber nachzudenken, ob ein tieferer Sinn hinter diesen Ereignissen steckt.
Anschließend zieht sich die junge Priesterin zum Gebet zurück, wohl um darüber nachzudenken, ob ein tieferer Sinn hinter diesen Ereignissen steckt.