Königliche Boten eilen durch Lichtenthal
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Ernst von Eichengrund
Er wischte sich den Schweiss von der Stirn und schaut sich um. Das Geräusch von Hämmern und Schleifen hallte durch den ungewohnt leeren Talkessel der Stadt Berchgard. Stützbalken wurden hier aufgestellt, an anderer Stelle wurden Steine aneinandergereiht und wieder woanders wurden Dachschindeln zurechtgeschnitten. Irgendwie hatte es ein wenig was von Rückblende. Er stand da und hobelte an einem Balkenstück herrum was irgendwie nicht ganz passen wollte. Er hätte niemals sagen sollen das sein Vater Holzarbeiter war und er ein bisschen was von der Arbeit mitbekommen hatte. Natürlich hätte er ahnen können, das Shyra ihn direkt in irgendeine Holzarbeit hineindrängte. Aleyna gab eifrig irgendwelche Anweisungen und er bearbeitete das Holz mit der Maserung, so wie sein alter Herr es ihm irgendwann vor langer Zeit mal beigebracht hatte. Er sollte ihnen auf keinen Fall erzählen das er irgendwo im Wald ein Boot baute. Am Ende wollten sie noch auch alle eins. Er grinste zumindestens über diesen Gedanken in sich hinein.
Grundsätzlich hatte ihm das abreissen mehr Freude bereitet, Schulter an Schulter mit hart schuftenden Leuten, Glenkell, Alystra und natürlich Shyra war von eigener Komik. Und irgendwas einreissen... da hatte er als Krieger natürlich deutlich mehr erfahrung. Scharfe Werkzeuge, stumpfe... alles das war genau sein Ding. Aber wen dürfte das schon wundern das er mit einem Vorschlaghammer umgehen konnte. Wieder eine Bahn abgetragen. Die nächste sollte folgen. "Immer schön der Maserung lang, kleiner!" Die Worte seines Vaters hallten in seinem Kopf wieder. Pfft, als ob er das nicht wissen würde. Sein Nachname lag auf dem Grund vom Harten Holz. "Heh." entfleuchte es ihm. Aleyna schaut ihn zwar seltsam an aber erwiederte nix während er einfach weiter machte. Der Eifer der EInwohner war kaum zu bremsen, aber wer konnte es ihnen verdenken? Alle wollten wieder ein Dach über dem Haupt haben und Shyra wollte mit sicherheit nicht noch länger mit Lao im Stall nächtigen. Wenngleich Stroh ja was für sich hatte. Erinnerte ihn wieder an Zuhause.... eine kleine rosa Spur flog über die Nase und er grinste etwas kindisch drein. Immer der Maserung lang, jaja. Das galt für viele Dinge.
Stützbalken an Stützbalken fanden ihren Weg an die eingegrenzten Positionen, die Steinschneider begannen ihre Arbeit mit der setzung der ersten Wände. Zügig ging alles vorran. Sein Buch das er erst neulich geschrieben hatte war fast schon zu spät geschrieben, dennoch war es irgendwie passend vom Zeitpunkt her. Shyra wollte es auch haben, er durfte nicht vergessen ihr eine Abschrift zu geben. Nachdem er die nächsten Balken fertig hatte würde er zu den Trägern überwechseln und später noch den Dienst antreten... und dann, dann war noch diese eine besondere Nacht wo er mit kaputze über dem Kopf seine Geschenke zum Tag der kleinen Geschenke verteilen würde. Diese eine ganz besondere Nacht. Das würde ein anstrengender Tag werden, alles in allem aber auch ein ertragreicher und schöner.
Grundsätzlich hatte ihm das abreissen mehr Freude bereitet, Schulter an Schulter mit hart schuftenden Leuten, Glenkell, Alystra und natürlich Shyra war von eigener Komik. Und irgendwas einreissen... da hatte er als Krieger natürlich deutlich mehr erfahrung. Scharfe Werkzeuge, stumpfe... alles das war genau sein Ding. Aber wen dürfte das schon wundern das er mit einem Vorschlaghammer umgehen konnte. Wieder eine Bahn abgetragen. Die nächste sollte folgen. "Immer schön der Maserung lang, kleiner!" Die Worte seines Vaters hallten in seinem Kopf wieder. Pfft, als ob er das nicht wissen würde. Sein Nachname lag auf dem Grund vom Harten Holz. "Heh." entfleuchte es ihm. Aleyna schaut ihn zwar seltsam an aber erwiederte nix während er einfach weiter machte. Der Eifer der EInwohner war kaum zu bremsen, aber wer konnte es ihnen verdenken? Alle wollten wieder ein Dach über dem Haupt haben und Shyra wollte mit sicherheit nicht noch länger mit Lao im Stall nächtigen. Wenngleich Stroh ja was für sich hatte. Erinnerte ihn wieder an Zuhause.... eine kleine rosa Spur flog über die Nase und er grinste etwas kindisch drein. Immer der Maserung lang, jaja. Das galt für viele Dinge.
Stützbalken an Stützbalken fanden ihren Weg an die eingegrenzten Positionen, die Steinschneider begannen ihre Arbeit mit der setzung der ersten Wände. Zügig ging alles vorran. Sein Buch das er erst neulich geschrieben hatte war fast schon zu spät geschrieben, dennoch war es irgendwie passend vom Zeitpunkt her. Shyra wollte es auch haben, er durfte nicht vergessen ihr eine Abschrift zu geben. Nachdem er die nächsten Balken fertig hatte würde er zu den Trägern überwechseln und später noch den Dienst antreten... und dann, dann war noch diese eine besondere Nacht wo er mit kaputze über dem Kopf seine Geschenke zum Tag der kleinen Geschenke verteilen würde. Diese eine ganz besondere Nacht. Das würde ein anstrengender Tag werden, alles in allem aber auch ein ertragreicher und schöner.
- Shyra Dynar
- Beiträge: 783
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Wieder erwarten schnell standen dann auch schon bald die Mauern des unteren Geschoßes, sodas die Zimmerleute, die Decke einziehen konnten. Mit groben Schritten ging ich im Untergeschoß die Bereiche ab. Vorne am rechten Eck sollte die Heilerstube hinkommen, daneben der Haupteingang, ich markierte alles mit kleinen Steinen, damit die Maurersleute wußten wo Fenster, wo Türen hinsollten und legte die eigentliche Raumgröße so fest.
Neben dem Haupteingang links sollte ein Eingang für das Cafe von Larna entstehen, auch hier legte ich die Steine aus und den Raum fest wie groß er werden sollte, auch zeichnete ich am Boden ein wo die Treppe nach oben hin sollte, für die Dachterasse. Als ich dies beendet hatte ging ich zur linken Ecke des Handwerkshauses und zeichnete auch hier mit Steinen die Eingänge auf, wo Stufen hin sollten, wo die Esse hin mußte damit der Kamin eine guten Abzug bekam.
Dahinter sollte Aleyna ihr Reich bekommen auch mit einem Eingang der an der westlichen Seite geplant war, eine große Ecke sollte dabei ihr Ausstellungsbereich werden.
Hinten mitten im Kontor bekam dann Amelie ihr Reich, mit einem feinen Ausstellunsbereich und einen gemütlich Arbeitsecke.
Geplamt war auch eine hübsche Kaminecke, etwas tiefer gelegen, die über Stufen zu erreichen war, der Kamin würde das ganze Kontor im Winter warm halten, so hatten wir alle beschlossen.
Es wurd wieder einmal den ganzen Tag geschuftet, aber niemand schien wirklich müde zu werden dabei, alle waren vom Eifer besessen so schnell wie möglich im neuen Kontor arbeiten zu können. Ich war dankbar über die unerwartet viele Hilfe die wir hatten, von Menschen die man vorher nicht einmal gekannt hatte.
Neben dem Haupteingang links sollte ein Eingang für das Cafe von Larna entstehen, auch hier legte ich die Steine aus und den Raum fest wie groß er werden sollte, auch zeichnete ich am Boden ein wo die Treppe nach oben hin sollte, für die Dachterasse. Als ich dies beendet hatte ging ich zur linken Ecke des Handwerkshauses und zeichnete auch hier mit Steinen die Eingänge auf, wo Stufen hin sollten, wo die Esse hin mußte damit der Kamin eine guten Abzug bekam.
Dahinter sollte Aleyna ihr Reich bekommen auch mit einem Eingang der an der westlichen Seite geplant war, eine große Ecke sollte dabei ihr Ausstellungsbereich werden.
Hinten mitten im Kontor bekam dann Amelie ihr Reich, mit einem feinen Ausstellunsbereich und einen gemütlich Arbeitsecke.
Geplamt war auch eine hübsche Kaminecke, etwas tiefer gelegen, die über Stufen zu erreichen war, der Kamin würde das ganze Kontor im Winter warm halten, so hatten wir alle beschlossen.
Es wurd wieder einmal den ganzen Tag geschuftet, aber niemand schien wirklich müde zu werden dabei, alle waren vom Eifer besessen so schnell wie möglich im neuen Kontor arbeiten zu können. Ich war dankbar über die unerwartet viele Hilfe die wir hatten, von Menschen die man vorher nicht einmal gekannt hatte.
Zuletzt geändert von Shyra Dynar am Dienstag 9. Dezember 2014, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Eine lange Zeit war vergangen über jene Sophia nachdachte als eine der Wandteile ihres Hauses zu boden fielen.
Viel hatte sich in der Zeit verändert, viel zum positiven und auch einiges zum negativen. Zwei ihrer vermeindlich besten und langjärigen Freunde waren von ihr gegangen, nicht zu Temora oder gar zu Krator, nein sie sind einfach fort, zurück an das Festland oder wohin auch immer. Also stand sie alleine da, in einem viel zu großen Haus mitten am Westtor von Berchgard.
Wenige Freunde waren ihr aber geblieben und in jenen fand sie halt und den Willen nicht auch einfach fort zu gehen.
Und wieder brach ein Mauernstück zusammen und fiehl unter einem lauten Rums zu Boden wo es in viele Stücke zerbrach. Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn welcher kurz mit dem Handrücken weggewischt wurde. Dann ging der nachdenkliche Blick den übrich gebliebenen Mauernstücken entlang.
Es war das Regiment, dem sie sich entschloss anzuschließen, genau wie es ein alter Weggeferte namens merrik Daske tat, dort fand sie dann eine Aufgebe, viele Kameraden und sogar unter jenen Menschen die sie als Freunde bezeichnen könnte.
Es dauerte auch nicht lange und sie schafte es, durch harte Arbeit, im Rang aufzusteigen was ihr wiederrum einen aufschwung gab weiter zu machen.
Langsam aber sicher fand die Arbeit ein Ende.
Sie hatte ihr eigenes Haus angefangen alleine abzureißen, wie anfangs ihr Leben in Berchgard.
Doch Stein für Stein kammen immer mehr Menschen dazu und halfen ihr das Haus niederzureißen.
Für Sophia war es ein Zeichen diesen Lebensabschnitt hinter sich zu lassen und nur noch nach vorn zu sehen. Freundschaften würde sie pflegen und Kamaraden würde sie ehren und Seite an Seite mit ihnen streiten.
Mit genau diesem Gedanken fing sie einen Tag nach dem Abriss dann an den Handwerkern beim Wiederaufbau tatkräftig zur Hand zu gehen um das Heim vieler Bewohner Berchgards und das ihre in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Viel hatte sich in der Zeit verändert, viel zum positiven und auch einiges zum negativen. Zwei ihrer vermeindlich besten und langjärigen Freunde waren von ihr gegangen, nicht zu Temora oder gar zu Krator, nein sie sind einfach fort, zurück an das Festland oder wohin auch immer. Also stand sie alleine da, in einem viel zu großen Haus mitten am Westtor von Berchgard.
Wenige Freunde waren ihr aber geblieben und in jenen fand sie halt und den Willen nicht auch einfach fort zu gehen.
Und wieder brach ein Mauernstück zusammen und fiehl unter einem lauten Rums zu Boden wo es in viele Stücke zerbrach. Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn welcher kurz mit dem Handrücken weggewischt wurde. Dann ging der nachdenkliche Blick den übrich gebliebenen Mauernstücken entlang.
Es war das Regiment, dem sie sich entschloss anzuschließen, genau wie es ein alter Weggeferte namens merrik Daske tat, dort fand sie dann eine Aufgebe, viele Kameraden und sogar unter jenen Menschen die sie als Freunde bezeichnen könnte.
Es dauerte auch nicht lange und sie schafte es, durch harte Arbeit, im Rang aufzusteigen was ihr wiederrum einen aufschwung gab weiter zu machen.
Langsam aber sicher fand die Arbeit ein Ende.
Sie hatte ihr eigenes Haus angefangen alleine abzureißen, wie anfangs ihr Leben in Berchgard.
Doch Stein für Stein kammen immer mehr Menschen dazu und halfen ihr das Haus niederzureißen.
Für Sophia war es ein Zeichen diesen Lebensabschnitt hinter sich zu lassen und nur noch nach vorn zu sehen. Freundschaften würde sie pflegen und Kamaraden würde sie ehren und Seite an Seite mit ihnen streiten.
Mit genau diesem Gedanken fing sie einen Tag nach dem Abriss dann an den Handwerkern beim Wiederaufbau tatkräftig zur Hand zu gehen um das Heim vieler Bewohner Berchgards und das ihre in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
- Shyra Dynar
- Beiträge: 783
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Während unten die Zwischenmauern gesetzt wurden für die einzelnen Bereiche der Handwerker, wurden oben die letzten Planken des Bodens verlegt.
Überall hörte man die Arbeiter schnaufen, teils fluchend schlugen sie auf die Bohlen ein, damit sie genau in die Fuge der anderen passte. Amelie lief ständig mit dem Besen hinterher um die Baustelle so sauer wie möglich zu halten oder verteilte das Essen und die Getränke an die Handwerker.
Aleyna hämmerte und sägte die Baumstämme zurecht die sie zuvor frisch aus dem Wald geholt hatte. Dann wurden Stützbalken zurecht gezimmert, denn das obere Geschoß sollte ganz aus Holz gezimmert werden. Halbrunde mannshohe Fenster wurden ein gebracht und stabile Türrahmen gefertigt. Wieder fanden sich zahlreiche helfende Hände die überall mit anpackten wo Not am Mann war.
„Hier im oberen westlichen Eckzimmer“ rief ich Khrorin zu „ da musst du aus sehr stabilem Stein einen Kamin Bauen, denn von unten führt die Esse die Wärme bereits nach oben, allerdings sieht das so doof aus, bau um den Kamin der Esse herum einen offen Kamin“ Khrorin saß da, die Brot Dose in der Hand und schmatzte was das Zeug hielt. Immer wieder sah man nur wie er mit dem Kopf wackelte, was wohl seine Zustimmung war.
Wenn die Nacht sich über Berchgard senkte und kein Vogel Gezwitscher mehr zu hören war, legten alle erschöpft ihr Handwerkszeug nieder, man trank noch das ein oder andere Bier, scherzte etwas noch bevor einen die müden Knochen dazu zwangen sich zur Ruhe zu begeben. Und so erlosch auch an diesem Abend wieder das Licht in Berchgard und alle fanden ob der harten Arbeit wohl einen erholsamen Schlaf, auf das am nächsten Tag wieder ordentlich was geschafft werden konnte.
Überall hörte man die Arbeiter schnaufen, teils fluchend schlugen sie auf die Bohlen ein, damit sie genau in die Fuge der anderen passte. Amelie lief ständig mit dem Besen hinterher um die Baustelle so sauer wie möglich zu halten oder verteilte das Essen und die Getränke an die Handwerker.
Aleyna hämmerte und sägte die Baumstämme zurecht die sie zuvor frisch aus dem Wald geholt hatte. Dann wurden Stützbalken zurecht gezimmert, denn das obere Geschoß sollte ganz aus Holz gezimmert werden. Halbrunde mannshohe Fenster wurden ein gebracht und stabile Türrahmen gefertigt. Wieder fanden sich zahlreiche helfende Hände die überall mit anpackten wo Not am Mann war.
„Hier im oberen westlichen Eckzimmer“ rief ich Khrorin zu „ da musst du aus sehr stabilem Stein einen Kamin Bauen, denn von unten führt die Esse die Wärme bereits nach oben, allerdings sieht das so doof aus, bau um den Kamin der Esse herum einen offen Kamin“ Khrorin saß da, die Brot Dose in der Hand und schmatzte was das Zeug hielt. Immer wieder sah man nur wie er mit dem Kopf wackelte, was wohl seine Zustimmung war.
Wenn die Nacht sich über Berchgard senkte und kein Vogel Gezwitscher mehr zu hören war, legten alle erschöpft ihr Handwerkszeug nieder, man trank noch das ein oder andere Bier, scherzte etwas noch bevor einen die müden Knochen dazu zwangen sich zur Ruhe zu begeben. Und so erlosch auch an diesem Abend wieder das Licht in Berchgard und alle fanden ob der harten Arbeit wohl einen erholsamen Schlaf, auf das am nächsten Tag wieder ordentlich was geschafft werden konnte.
Zuletzt geändert von Shyra Dynar am Mittwoch 10. Dezember 2014, 02:26, insgesamt 2-mal geändert.
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Amelie von Salberg
- Beiträge: 1553
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:19
Heute war der Tag der Geschenke, sie hatte vieles vorbereitet, aber das musste wohl warten, bis alle im Handelshaus wieder eine Bleibe hatten. Sie konnte ihre ja nicht in den halb aufgebauten Mauern verstecken, da würden sie wohl da irgendwo untergehen.
Darum musste sie wohl in diesem Jahr damit warten, bis das Handelshaus fertig gebaut war. Sie bestaunte die Fortschritte und nickte dann doch zufrieden. Lange würde es wohl nicht mehr dauern.
Nun, der Sinn dieses Tages bestand ja darin, jemandem zu zeigen, dass man ihn mochte und schätzte und deshalb werden die Geschenke wohl noch auf die Besitzer warten müssen.
Und das schönste Geschenk würde wohl für alle das neue Handelshaus sein!
Darum musste sie wohl in diesem Jahr damit warten, bis das Handelshaus fertig gebaut war. Sie bestaunte die Fortschritte und nickte dann doch zufrieden. Lange würde es wohl nicht mehr dauern.
Nun, der Sinn dieses Tages bestand ja darin, jemandem zu zeigen, dass man ihn mochte und schätzte und deshalb werden die Geschenke wohl noch auf die Besitzer warten müssen.
Und das schönste Geschenk würde wohl für alle das neue Handelshaus sein!
- Hrorin
- Beiträge: 2172
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Holz, Holz, überall Holz. Wie oft hatte er zâr Shyra nun gesagt, dass nur Stein ein dauerhafter und guter Baustoff sei?
Er schüttelte den Kopf während er sein Brot mampfte und so darüber nachdachte. Denn die Langbeiner brachten schon wieder lauter Holzelemente mit rein. Gut, Hrorin war einer der offeneren Zwerge, was die Kultur der Langbeiner anging. Und er hätte es verstanden, wenn man das Holz als dekoratives Element verwendet hätte. Aber sie machten wieder die alten Fehler. Stützbalken aus Holz. Ein Grummeln regte sich in dem kleinen Zwergen mit dem großen Akzent.
Holz brennt. Holz wird morsch. Holz zieht Ungeziefer an und wird löchrig. Bäume sterben, Stein ist ewig, so sagt Cirmias. Wie der Berg. Aber es war ja nicht seine Baustelle. Dabei hatten sogar die Leute vom HHG gesehen wie morsch und kaputt das trügerische Holz im alten Haus geworden war. Wieder schüttelte er den Kopf.
So langsam, fand Hrorin, er hätte genug geholfen und seine Arbeit hier sei getan. Krümelnd mampfte er die Reste seines Veschperbrotes und machte sich auf. Obwohl er vorher noch mit geradezu kindischem Vergnügen beim Abriss mitgeholfen hatte besann er sich jetzt doch noch auf die Worte des Wundflickers: "Dar soll nor so heftig arbeiten mit deinen Wunden! Dar muss warten bis alles wieder zurechtgewachsen ist."
Tatsächlich wusste Hrorin noch immer nicht was genau an der Baustelle in der Grube passiert war.
"Mrâ, mrâ, stain iz allzeyt tâbil - wie daz Berg, zô zag Cirmjaz!!! Andereß dan daz Holletz!", rief er zu Shyra nach unten und wank einen jungen Rekruten aus der Sippe Varrgrokh zu sich. Er gab ihm die Anweisungen der Shyra weiter und auch eine schnell dahingeschluderte Skizze. Er würde sich damit begnügen (müssen, so der Wundflicker) die Arbeiten zu überwachen.
Er schüttelte den Kopf während er sein Brot mampfte und so darüber nachdachte. Denn die Langbeiner brachten schon wieder lauter Holzelemente mit rein. Gut, Hrorin war einer der offeneren Zwerge, was die Kultur der Langbeiner anging. Und er hätte es verstanden, wenn man das Holz als dekoratives Element verwendet hätte. Aber sie machten wieder die alten Fehler. Stützbalken aus Holz. Ein Grummeln regte sich in dem kleinen Zwergen mit dem großen Akzent.
Holz brennt. Holz wird morsch. Holz zieht Ungeziefer an und wird löchrig. Bäume sterben, Stein ist ewig, so sagt Cirmias. Wie der Berg. Aber es war ja nicht seine Baustelle. Dabei hatten sogar die Leute vom HHG gesehen wie morsch und kaputt das trügerische Holz im alten Haus geworden war. Wieder schüttelte er den Kopf.
So langsam, fand Hrorin, er hätte genug geholfen und seine Arbeit hier sei getan. Krümelnd mampfte er die Reste seines Veschperbrotes und machte sich auf. Obwohl er vorher noch mit geradezu kindischem Vergnügen beim Abriss mitgeholfen hatte besann er sich jetzt doch noch auf die Worte des Wundflickers: "Dar soll nor so heftig arbeiten mit deinen Wunden! Dar muss warten bis alles wieder zurechtgewachsen ist."
Tatsächlich wusste Hrorin noch immer nicht was genau an der Baustelle in der Grube passiert war.
"Mrâ, mrâ, stain iz allzeyt tâbil - wie daz Berg, zô zag Cirmjaz!!! Andereß dan daz Holletz!", rief er zu Shyra nach unten und wank einen jungen Rekruten aus der Sippe Varrgrokh zu sich. Er gab ihm die Anweisungen der Shyra weiter und auch eine schnell dahingeschluderte Skizze. Er würde sich damit begnügen (müssen, so der Wundflicker) die Arbeiten zu überwachen.
- Hrorin
- Beiträge: 2172
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Ein mit Kohle und Staub überzogener Arbeiter bemerkte eines der Stücke von Erondil und betrachtete es kritisch, in der Hand herumwiegend.Erondil Ehrenstein hat geschrieben:Nachdem er in Berchgard mitgeholfen hatte, einiges, was weichen sollte, zu räumen, hörte er nun von den Neuigkeiten und sah die Zeichnung. Sofort füllte er begeistert die Satteltaschen seines Packpferdes mit soviel Holz wie es tragen konnte und machte sich zurück auf den Weg nach Berchgard um den dort lebenden Bewohnern beim Wiederaufbau zu helfen. Und es gab sehr viel für einen Schreiner, wie Erondil es war, zu tun. So sägte er unmengen an Baumstämmen und Brettern und fertigte Möbel und viele andere Dinge aus Holz für den Wiederaufbau - mit all den anderen Schreinern zusammen - an. Dabei knüpfte er viele neue Kontakte und der Gedanke, zusammen mit all den anderen etwas neues zu erschaffen, gefiel ihm dabei am allermeisten.
"He, das ist ziemlich gute Arbeit! Sowas können wir in der Mine auch gebrauchen. Komm mit mir mit, ich bin mir sicher der Vorarbeiter interessiert sich für deine Fähigkeiten. Wir brauchen noch Hilfe und Teile für die Rampe und die Absicherung."
So wank er Erondil zu sich ob er ihm folgen möge, denn gute Arbeiter wurden auch an anderer Stelle in Berchgard benötigt ( http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=76885 )
- Erondil Ehrenstein
- Beiträge: 130
- Registriert: Sonntag 9. November 2014, 12:09
Als Erondil von Hrorin Graufels herangewunken und gefragt wurde, ob er auch in der Mine mit anpacken könnte, winkte er zunächst ab. Zu viele schaurige Geschichten von unterirdischen Minen hatte er schon gehört. Doch Hrorin konnte ihn beruhigen und davon überzeugen, das – zumindest am Eingang der Mine – keinerlei Gefahren für Erondil bestehen würden und so ließ er doch noch mit sich reden und folgte ihm zur Mine um dort mit anzupacken.Hrorin Graufels hat geschrieben: Ein mit Kohle und Staub überzogener Arbeiter bemerkte eines der Stücke von Erondil und betrachtete es kritisch, in der Hand herumwiegend.
"He, das ist ziemlich gute Arbeit! Sowas können wir in der Mine auch gebrauchen. Komm mit mir mit, ich bin mir sicher der Vorarbeiter interessiert sich für deine Fähigkeiten. Wir brauchen noch Hilfe und Teile für die Rampe und die Absicherung."
So wank er Erondil zu sich ob er ihm folgen möge, denn gute Arbeiter wurden auch an anderer Stelle in Berchgard benötigt ( http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=76885 )
- Shyra Dynar
- Beiträge: 783
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Mühsam kroch ich jeden Morgen aus den Fellen, jeder Knochen im Leib tat mir weh von der ungewohnten Arbeit, aber es musste weitergehen, das Kontor musst fertig werden, sowie ganz Berchgard fertig werden musste. Immer wieder kamen Kunden und fragten nach den Handwerkern, sahen die nicht das alles neu aufgebaut wurde?
Kaum das ich den letzten Bissen meines Frühstücks herunter geschluckt hatte war ich auch schon im Mantel und hatte die Axt in der Hand. Nebelhuf war rasch mit Packtaschen versehen und ab ging es erneut in den Wald. Ununterbrochen hacke ich das Holz von dem Bäumen, woraus man feine Wände fürs Kontor fertigen konnte. Immer wenn das Pferd drohte fast zusammen zu brechen ging es erst zurück zum neuen Kontor. Das holz wurde abgeladen und die kräftigsten Handwerker trugen es ins obere Stockwerk, wo es zu recht gesägt und zu Wänden verarbeitet wurde. So entstand im oberen Geschoß nun auch hier Wand für Wand. Ich zeichnete ein wo Türen und Fenster hin sollten und huschte ständig gerufen werdend von einer Ecke zur anderen. Hier musste mit angepackt werden und dort hielt ich einen Türrahmen mit fest. Meine Hände sahen aus wie eine einzig große Schwiele.
Als auch hier fast alles fertig war, berieten wir uns wie es mit dem Dach gehen würde, denn schwindelfrei war ich nicht, was ich machen konnte die Schindeln hochwerfen oder die Balken mit anheben, damit der Zimmermann den Dachstuhl fertigstellen konnte, aber kaum sprachen wir davon, meldete sich hier auch wieder der treue Khrorin er traute es sich wohl zu den Dachstuhl zu fertigen und Erondil wollte ihm wohl dabei zur Hand gehen…
Kaum das ich den letzten Bissen meines Frühstücks herunter geschluckt hatte war ich auch schon im Mantel und hatte die Axt in der Hand. Nebelhuf war rasch mit Packtaschen versehen und ab ging es erneut in den Wald. Ununterbrochen hacke ich das Holz von dem Bäumen, woraus man feine Wände fürs Kontor fertigen konnte. Immer wenn das Pferd drohte fast zusammen zu brechen ging es erst zurück zum neuen Kontor. Das holz wurde abgeladen und die kräftigsten Handwerker trugen es ins obere Stockwerk, wo es zu recht gesägt und zu Wänden verarbeitet wurde. So entstand im oberen Geschoß nun auch hier Wand für Wand. Ich zeichnete ein wo Türen und Fenster hin sollten und huschte ständig gerufen werdend von einer Ecke zur anderen. Hier musste mit angepackt werden und dort hielt ich einen Türrahmen mit fest. Meine Hände sahen aus wie eine einzig große Schwiele.
Als auch hier fast alles fertig war, berieten wir uns wie es mit dem Dach gehen würde, denn schwindelfrei war ich nicht, was ich machen konnte die Schindeln hochwerfen oder die Balken mit anheben, damit der Zimmermann den Dachstuhl fertigstellen konnte, aber kaum sprachen wir davon, meldete sich hier auch wieder der treue Khrorin er traute es sich wohl zu den Dachstuhl zu fertigen und Erondil wollte ihm wohl dabei zur Hand gehen…
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Gast
Langsam stieg sie die Stufen der Mine zum letzten Mal an diesem Tag hinauf, als sie die herausging war die Sonne schon lange hinter den Bergen verschwunden, die Dunkelheit hatte sich breit gemacht und doch man konnte immer noch das schlagen der Hämmer vernehmen die auf Metall prallten, man hörte die Sägen die das Holz schnitten.
Einmal kräftig geschüttelt und der gröbste schmutz war wieder von ihrer Kleidung gefallen, natürlich nur eine Notlösung, als bald brauchte sie wieder ein Bad und darauf freute sie sich so sehr. Shyra hatte ihr inzwischen die warmen Mäntel gegeben die Amelie für sie schnell gemacht hatte und auch noch in ihrer Lieblingsfarbe, ein dicker Schal dazu und einen Mütze, jetzt konnte sie sich besser bewegen in dieser Eiseskälte.
Nachdem sie sich schon ein Häuschen angeschaut hatte was ihr sofort gefiel, es hatte alles was sie benötigte, einen Garten für ihre Esse, es war gleich gegenüber des Marktes und nur zwei drei Schritte entfernt vom Kontor, wunderbar. Sie hoffte das sie diese Häuschen erwerben könnte, denn was sollte eine Schmiedin schon mit einem Haus ohne Garten, es war ja nicht so wie im Kontor wo die Esse so eingebaut wurde das sie im Haus sein konnte.
Nun ja, jetzt ging es weiter, die Tischler hatten schon alles vorbereitet um den zweiten Stock anzufangen, überall waren Gerüste aus Holz so dass man gut arbeiten konnte, auch wenn Yassija keine Tischlerin war, packte sie fleißig mit an, half den Holzwürmern ihre Arbeit zu tun.
Messen und schneiden konnte sie auch und reichte den Holzwürmern die Bretter an und dann hörte man nur wieder Hammerschläge, Sägegeräusche der Holzarbeiter und ihren Helfern. Shyra war wieder im Wald verschwunden um Nachschub zu holen und es ging sicher die ganze Nacht so weiter.
Einmal kräftig geschüttelt und der gröbste schmutz war wieder von ihrer Kleidung gefallen, natürlich nur eine Notlösung, als bald brauchte sie wieder ein Bad und darauf freute sie sich so sehr. Shyra hatte ihr inzwischen die warmen Mäntel gegeben die Amelie für sie schnell gemacht hatte und auch noch in ihrer Lieblingsfarbe, ein dicker Schal dazu und einen Mütze, jetzt konnte sie sich besser bewegen in dieser Eiseskälte.
Nachdem sie sich schon ein Häuschen angeschaut hatte was ihr sofort gefiel, es hatte alles was sie benötigte, einen Garten für ihre Esse, es war gleich gegenüber des Marktes und nur zwei drei Schritte entfernt vom Kontor, wunderbar. Sie hoffte das sie diese Häuschen erwerben könnte, denn was sollte eine Schmiedin schon mit einem Haus ohne Garten, es war ja nicht so wie im Kontor wo die Esse so eingebaut wurde das sie im Haus sein konnte.
Nun ja, jetzt ging es weiter, die Tischler hatten schon alles vorbereitet um den zweiten Stock anzufangen, überall waren Gerüste aus Holz so dass man gut arbeiten konnte, auch wenn Yassija keine Tischlerin war, packte sie fleißig mit an, half den Holzwürmern ihre Arbeit zu tun.
Messen und schneiden konnte sie auch und reichte den Holzwürmern die Bretter an und dann hörte man nur wieder Hammerschläge, Sägegeräusche der Holzarbeiter und ihren Helfern. Shyra war wieder im Wald verschwunden um Nachschub zu holen und es ging sicher die ganze Nacht so weiter.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 10. Dezember 2014, 16:57, insgesamt 1-mal geändert.
- Erondil Ehrenstein
- Beiträge: 130
- Registriert: Sonntag 9. November 2014, 12:09
Als Erondil am Kontor eingetroffen war und von Shyra alle notwendigen Informationen erhielt, machte er sich daran, den Arbeitern beim Dachstuhl des Kontors zu helfen. Allerdings war das keine Arbeit, die man in kürzester Zeit abschließen könnte und als er sich alles angesehen und die ersten Vorkehrungen getroffen hatte, schickte er einen Boten nach Isabelle Nuir, welche ihn dabei unterstützen sollte, die benötigten Balken vorzubereiten, damit diese eingesetzt werden konnten. Denn es war mehr als genug für einen jeden zu tun und jede weitere, helfende Hand, wäre jetzt ein willkommenes Geschenk.
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Isabelle Nuir
- Beiträge: 228
- Registriert: Samstag 23. November 2013, 04:46
Sogleich wird sie beginnen Stämme zusammen zu tragen und auch der
Bote wird zurück geschickt um mitzuteilen, dass sie bereits am kommenden
Tag vor Ort sein wird um zu Helfen wo Hilfe gebraucht wird. Isabelle wird
alles an Holz mitbringen was sie vorrätig hat. Sie konnte es kaum erwarten
endlich anzufangen und Häuser fertig zu stellen in denen Menschen leben
könnten. Sie war ihm so dankbar für seine Nachricht ... ja das würde sie ihm
dann auch sagen!
Bote wird zurück geschickt um mitzuteilen, dass sie bereits am kommenden
Tag vor Ort sein wird um zu Helfen wo Hilfe gebraucht wird. Isabelle wird
alles an Holz mitbringen was sie vorrätig hat. Sie konnte es kaum erwarten
endlich anzufangen und Häuser fertig zu stellen in denen Menschen leben
könnten. Sie war ihm so dankbar für seine Nachricht ... ja das würde sie ihm
dann auch sagen!
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Gast
Kapitel IV: Das neue Berchgard
10. Alatner 257
„Die verfluchten Steine wiegen 'ne Tonne“, erklang mein Jammern, während ich einen aus Wänden, oder Dächern gehauenen Stein nach dem anderen wegschleppte. Die anfängliche Euphorie, sich wie das sprichwörtliche Kind im Glashaus zu fühlen – Hauptsache alles kaputtmachen – wich schnell der Ermüdung. Zu Beginn war es amüsant, mit wuchtigen Hieben sämtliche Gemäuer zum Einsturz zu bringen und im aufgewirbelten Staub zu duschen. Der Anblick der vielen Mithelfer war zudem anspornend für den Ehrgeiz, immer mehr zu schaffen. Nach einer Weile kam ich jedoch an meine Grenzen an. Die übliche, negative Gedankenspirale kreiste durch meinen Kopf: „Wofür die ganze Arbeit eigentlich?“, fragte ich mich. „Berchgard war vor dieser großen Räumungsaktion schön genug“, murmelte ich zähneknirschend. Schnell war der Schweiß von der Stirn gewischt, danach griff ich mürrisch nach meinem Werkzeug und setzte meine Arbeit fort. „Bloß nicht nachdenken“, flüsterte mir die innere Stimme zu. Aber da das Gehirn kein „Nein“ versteht, war diese Methode ähnlich effektiv, als hätte man mir gesagt: „Denk' bloß nicht an pinkfarbene Eichhörnchen.“
Heute stand ich zum ersten Mal vor dem fertig und neu aufgebauten Gebäude – oder zumindest im Erdgeschoss, die obere Etage wirkte noch etwas bröckelig – und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Offenbar waren der ganze Schweiß, das Fluchen im Sekundentakt und die wütenden Hammerschläge gegen alte Wände doch für etwas gut. Ich griff nach Shyras Hand und mich packte der Drang, möglichst schnell an der Renovierung der noch unfertigen, ersten Etage zu beginnen. Neues Steinwerk war schnell besorgt, ebenso lag noch das benutzte Werkzeug im erneuerten Erdgeschoss herum. Stein um Stein wurde gesetzt, Fließe um Fließe, Holzboden um Holzboden. Ich weiß nicht, was mich dazu verleitet hatte, regelrecht motiviert die Arbeit am letzten Stück wiederaufzunehmen, aber wir kamen selbst zu zweit relativ gut voran. Nichts brachte mich aus der Ruhe. Weder der heftigste, versehentliche Hammerhieb auf den Daumen, noch die Tatsache, dass ich mich nicht selten mit den Fingerspitzen an Kanten festhalten musste, um nicht herunterzufallen.
Vermutlich arbeitet der Mensch generell härter, mit der Aussicht, anderen Menschen, die ihm nahestehen, durch entsprechende Taten eine Freude zu bereiten. Zumindest konnte ich es nach diesem harten Arbeitstag kaum erwarten, mit meiner Gefährtin wieder in die warmen, heimischen Felle zu gleiten.
10. Alatner 257
„Die verfluchten Steine wiegen 'ne Tonne“, erklang mein Jammern, während ich einen aus Wänden, oder Dächern gehauenen Stein nach dem anderen wegschleppte. Die anfängliche Euphorie, sich wie das sprichwörtliche Kind im Glashaus zu fühlen – Hauptsache alles kaputtmachen – wich schnell der Ermüdung. Zu Beginn war es amüsant, mit wuchtigen Hieben sämtliche Gemäuer zum Einsturz zu bringen und im aufgewirbelten Staub zu duschen. Der Anblick der vielen Mithelfer war zudem anspornend für den Ehrgeiz, immer mehr zu schaffen. Nach einer Weile kam ich jedoch an meine Grenzen an. Die übliche, negative Gedankenspirale kreiste durch meinen Kopf: „Wofür die ganze Arbeit eigentlich?“, fragte ich mich. „Berchgard war vor dieser großen Räumungsaktion schön genug“, murmelte ich zähneknirschend. Schnell war der Schweiß von der Stirn gewischt, danach griff ich mürrisch nach meinem Werkzeug und setzte meine Arbeit fort. „Bloß nicht nachdenken“, flüsterte mir die innere Stimme zu. Aber da das Gehirn kein „Nein“ versteht, war diese Methode ähnlich effektiv, als hätte man mir gesagt: „Denk' bloß nicht an pinkfarbene Eichhörnchen.“
Heute stand ich zum ersten Mal vor dem fertig und neu aufgebauten Gebäude – oder zumindest im Erdgeschoss, die obere Etage wirkte noch etwas bröckelig – und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Offenbar waren der ganze Schweiß, das Fluchen im Sekundentakt und die wütenden Hammerschläge gegen alte Wände doch für etwas gut. Ich griff nach Shyras Hand und mich packte der Drang, möglichst schnell an der Renovierung der noch unfertigen, ersten Etage zu beginnen. Neues Steinwerk war schnell besorgt, ebenso lag noch das benutzte Werkzeug im erneuerten Erdgeschoss herum. Stein um Stein wurde gesetzt, Fließe um Fließe, Holzboden um Holzboden. Ich weiß nicht, was mich dazu verleitet hatte, regelrecht motiviert die Arbeit am letzten Stück wiederaufzunehmen, aber wir kamen selbst zu zweit relativ gut voran. Nichts brachte mich aus der Ruhe. Weder der heftigste, versehentliche Hammerhieb auf den Daumen, noch die Tatsache, dass ich mich nicht selten mit den Fingerspitzen an Kanten festhalten musste, um nicht herunterzufallen.
Vermutlich arbeitet der Mensch generell härter, mit der Aussicht, anderen Menschen, die ihm nahestehen, durch entsprechende Taten eine Freude zu bereiten. Zumindest konnte ich es nach diesem harten Arbeitstag kaum erwarten, mit meiner Gefährtin wieder in die warmen, heimischen Felle zu gleiten.
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Neralon Manaris
- Beiträge: 54
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Arbeit wohin das man sah, überall konnte man helfen und sei es nur durch das schleppen von Steinen oder Holz, ich war wirklich gespannt was man aus Berchgard machte und wie belebt oder nicht belebt es später dadurch war.
Das Kontor jedenfalls wechselte den Ort mal sehen was das brachte, einige Wege wurden kürzer andere länger.
Handwerklich konnte ich nicht helfen, mein Handwerk war hier nicht wirklich gefragt.
Naja immerhin konnte ich für die ein oder andere Münze Helfer oder Handwerker herschaffen. Dabei wechselten nicht nur Münzen die Seiten, sondern auch Versprechen oder andere kleinigkeiten mit denen man Handwerker dazu brachte vielleicht doch mal den ein oder anderen Handschlag mehr zu machen.
Irgendwann müsste ich wohl oder übel ein bis zwei Fass Bier und anderes Alkoholisches besorgen damit die Handwerker bei Laune blieben.
Aber wenn das alles bleiben sollte, war ich froh damit helfen zu können.
Das Kontor jedenfalls wechselte den Ort mal sehen was das brachte, einige Wege wurden kürzer andere länger.
Handwerklich konnte ich nicht helfen, mein Handwerk war hier nicht wirklich gefragt.
Naja immerhin konnte ich für die ein oder andere Münze Helfer oder Handwerker herschaffen. Dabei wechselten nicht nur Münzen die Seiten, sondern auch Versprechen oder andere kleinigkeiten mit denen man Handwerker dazu brachte vielleicht doch mal den ein oder anderen Handschlag mehr zu machen.
Irgendwann müsste ich wohl oder übel ein bis zwei Fass Bier und anderes Alkoholisches besorgen damit die Handwerker bei Laune blieben.
Aber wenn das alles bleiben sollte, war ich froh damit helfen zu können.
Zuletzt geändert von Neralon Manaris am Donnerstag 11. Dezember 2014, 10:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Estrella Blockhart
- Beiträge: 22
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Noch bevor sich der erste Sonnenstrahl über die Hügel wagte, machte sich Estrella, wie auch die letzten Tage bereits, auf den Weg in die nahen Wälder. Baum für Baum wurde genau untersucht und nach seiner Eignung für den Bau eines Hauses, von Fenstern oder Türen geprüft. Große Äste und auch einige Bäume transportierte sie mithilfe ihrer treuen Pferde nach Berchgard.
Als sie die Tore wieder erreichte, sah man das weitere Voranschreiten der Arbeit bereits deutlich. Überall entstanden die Grundfeste ihrer neuen Heimat. Das Handelshaus, das immer schon Zentrum Berchgards war, war bereits am meisten aufgebaut. Nach und nach entstanden aber auch drumherum bereits einige Häuser.
Mit ihrer Axt und der Hilfe einiger Nachbarn spaltete sie die Stämme und verarbeitete sie zu großen Brettern, Fensterrahmen oder auch Türen - je nachdem, wofür das Holz sich am besten eignete.
Verschnaufen gibt es nicht - egal, wo man hinsah, jede und jeder gab sein und ihr Bestes, damit Berchgard bald wieder das sichere Zuhause für seine Einwohner sein würde, das es bis vor kurzem war. Estrella konnte den Zeitpunkt ihres Einzuges in das neue Heim kaum mehr erwarten.
Als sie die Tore wieder erreichte, sah man das weitere Voranschreiten der Arbeit bereits deutlich. Überall entstanden die Grundfeste ihrer neuen Heimat. Das Handelshaus, das immer schon Zentrum Berchgards war, war bereits am meisten aufgebaut. Nach und nach entstanden aber auch drumherum bereits einige Häuser.
Mit ihrer Axt und der Hilfe einiger Nachbarn spaltete sie die Stämme und verarbeitete sie zu großen Brettern, Fensterrahmen oder auch Türen - je nachdem, wofür das Holz sich am besten eignete.
Verschnaufen gibt es nicht - egal, wo man hinsah, jede und jeder gab sein und ihr Bestes, damit Berchgard bald wieder das sichere Zuhause für seine Einwohner sein würde, das es bis vor kurzem war. Estrella konnte den Zeitpunkt ihres Einzuges in das neue Heim kaum mehr erwarten.