Verfasst: Donnerstag 11. Juni 2015, 16:15
Ein weiteres kunstvoll gefaltetes Gebilde aus berschriebenem Pergament findet seinen Weg in die stille Krypta. Diesmal formte es ein Haus, klein bescheiden und dennoch erkennbar. Stabile Wände stützten ein dichtes Dach und ließen das Kunstwerk aufrecht stehen.
Berchgard, 11. Schwalbenkunft 258
Temoras Licht umfließe Euch, Sir Fjalon!
Man hat mich gebleicht. Nun Sir, eigentlich hat man meine neue Ausgehuniform gebleicht. Rosskastanienextrakt, soviel habe ich nun ermitteln können, aber den Übeltäter noch nicht. Meine Laune dahingehend brachte nur einen Kronritter dazu heilige Eide auf Temora abzulegen, dass er es nicht gewesen sei. Wehe ich finde den Übeltäter! Der kann Wachdienst am schwertflurischen Birnbaum schieben bis der Sieg über Alatar uns scheidet.
Der Dienst geht somit seinen gewohnten gang, Sir Fjalon. Rekruten kommen, werden eingewiesen und behaupten sich oder gehen unter. Inzwischen wird mir auch immer klarer, wie Ihr Euch damals gefühlt haben müsst. Ich habe nun wirklich kaum eine Möglichkeit ausgelassen Euch die Nerven zu rauben. Es ist der Fluch der Führung, dass man stets das Gleichgewicht zwischen soldatischer Strenge und eigener Belustigung halten muss. Ich stelle fest, dass ich mit den Soldaten am Besten fahre, die die Dientvorschriften bis auf die letzte Zeile verinnerlicht haben - und auf den Punkt genau wissen wann sie sie ignorieren müssen.
Lady Sidra und ich wir hatten ein Picknik am See in Kronwalden. Ich habe dafür ein Reh erlegt und das Fleisch gebraten. Es ist ihr hoch anzurechnen, dass sie es mit Todesverachtung auch gegessen hat. Meine Kochkünste lassen noch immer erheblich zu wünschen übrig. Das schert mich allerdings nicht sonderlich, wer mich zum Kochen nötigt muss es auch essen. Milady hat mit mir ein freundliches Gespräch geführt, dessen Zielrichtung mit zwar bewusst war, ich aber für mich selbst noch deuten muss.
Was werde ich tun, wenn mich irgendwann der Ritterschlag ereilt?
Dienen.
Kurz zusammengefasst ist das die einzige und vollkommen gültige Antwort. Ich werde dienen. Wie bisher auch, werde ich König, Reich und Bevölkerung dienen. Ich bin und bleibe Offizierin der Krone ob nun mit 'von' im Namen oder ohne spielt dahingehend keine Rolle. Gemeinsam mit den Kesslern habe ich schon Unterrichte in Etikette gegeben und auch zu Tanzveranstaltungen geladen. Genau das werde ich auch weiter tun. Es ist wichtig, dass die Bürger im Reich sich begegnen und auch den Soldaten begenen. Man muss sich kennen um einander zu dienen. Was ich als mir zugehörig empfinde, will und kann ich schützen.
Schaut nicht so... Ihr habt selbst gewusst und das von Beginn an, dass ich nicht die Jahrhundertkämpferin bin. Mein Ziel ist es nicht schreiend in die Schlachtreihen zu rennen oder mit der Fackel des Glaubens Reiche in Flammen aufgehen zu lassen.
Ich will und werde meinem Reich dienen. Ich will und werde mein Reich schützen. Ich will und werde dafür sorgen, dass man voneinander lernt und füreinander einsteht.
Sir Fjalon, ich hoffe sehr Euch damit nicht zu enttäuschen. Nicht jeder taugt zum Helden und für Geschichten über sein Leben hinaus, so wie Ihr. Bleibt mir dennoch gewogen.
Immer treu.
Eure ergebene
Helisande
Berchgard, 11. Schwalbenkunft 258
Temoras Licht umfließe Euch, Sir Fjalon!
Man hat mich gebleicht. Nun Sir, eigentlich hat man meine neue Ausgehuniform gebleicht. Rosskastanienextrakt, soviel habe ich nun ermitteln können, aber den Übeltäter noch nicht. Meine Laune dahingehend brachte nur einen Kronritter dazu heilige Eide auf Temora abzulegen, dass er es nicht gewesen sei. Wehe ich finde den Übeltäter! Der kann Wachdienst am schwertflurischen Birnbaum schieben bis der Sieg über Alatar uns scheidet.
Der Dienst geht somit seinen gewohnten gang, Sir Fjalon. Rekruten kommen, werden eingewiesen und behaupten sich oder gehen unter. Inzwischen wird mir auch immer klarer, wie Ihr Euch damals gefühlt haben müsst. Ich habe nun wirklich kaum eine Möglichkeit ausgelassen Euch die Nerven zu rauben. Es ist der Fluch der Führung, dass man stets das Gleichgewicht zwischen soldatischer Strenge und eigener Belustigung halten muss. Ich stelle fest, dass ich mit den Soldaten am Besten fahre, die die Dientvorschriften bis auf die letzte Zeile verinnerlicht haben - und auf den Punkt genau wissen wann sie sie ignorieren müssen.
Lady Sidra und ich wir hatten ein Picknik am See in Kronwalden. Ich habe dafür ein Reh erlegt und das Fleisch gebraten. Es ist ihr hoch anzurechnen, dass sie es mit Todesverachtung auch gegessen hat. Meine Kochkünste lassen noch immer erheblich zu wünschen übrig. Das schert mich allerdings nicht sonderlich, wer mich zum Kochen nötigt muss es auch essen. Milady hat mit mir ein freundliches Gespräch geführt, dessen Zielrichtung mit zwar bewusst war, ich aber für mich selbst noch deuten muss.
Was werde ich tun, wenn mich irgendwann der Ritterschlag ereilt?
Dienen.
Kurz zusammengefasst ist das die einzige und vollkommen gültige Antwort. Ich werde dienen. Wie bisher auch, werde ich König, Reich und Bevölkerung dienen. Ich bin und bleibe Offizierin der Krone ob nun mit 'von' im Namen oder ohne spielt dahingehend keine Rolle. Gemeinsam mit den Kesslern habe ich schon Unterrichte in Etikette gegeben und auch zu Tanzveranstaltungen geladen. Genau das werde ich auch weiter tun. Es ist wichtig, dass die Bürger im Reich sich begegnen und auch den Soldaten begenen. Man muss sich kennen um einander zu dienen. Was ich als mir zugehörig empfinde, will und kann ich schützen.
Schaut nicht so... Ihr habt selbst gewusst und das von Beginn an, dass ich nicht die Jahrhundertkämpferin bin. Mein Ziel ist es nicht schreiend in die Schlachtreihen zu rennen oder mit der Fackel des Glaubens Reiche in Flammen aufgehen zu lassen.
Ich will und werde meinem Reich dienen. Ich will und werde mein Reich schützen. Ich will und werde dafür sorgen, dass man voneinander lernt und füreinander einsteht.
Sir Fjalon, ich hoffe sehr Euch damit nicht zu enttäuschen. Nicht jeder taugt zum Helden und für Geschichten über sein Leben hinaus, so wie Ihr. Bleibt mir dennoch gewogen.
Immer treu.
Eure ergebene
Helisande