Verfasst: Sonntag 19. Februar 2006, 20:15
Erschöpft betrat Angelina das Haus.
Sie hatte sich beeilt und ihr Pferd angetrieben, um endlich wieder bei Rafael, ihrem Gatten sein zu können. Auch wenn die vergangenen Tage erfüllt waren mit der Sorge um die kranke Mutter, so sehnte sie sich dennoch nach ihrem Mann. Tari hatte sie bei seiner Großmutter gelassen, die sich zwar schon wieder recht gut erholt hatte, doch noch auf Hilfe angewiesen war. Der tapfere kleine Kerl würde für Feuerholz sorgen und der alten Heilerin zur Hand gehen.
Nur aus Gewohnheit schaute Angelina in ihren Postkasten und fand tatsächlich an sie gerichtete Schreiben vor.
Fast schwerfällig ließ sich die zierliche junge Frau auf einen Stuhl am Tisch sinken und öffnete zunächst das Schreiben mit dem Siegel des Grafen.
„Oh nein!“ kam es ihr gequält über die Lippen, nachdem sie es fast zu Ende gelesen hatte und mit fliegenden Fingern nahm sie nun das einfache Schreiben, das sich von Erinna geschrieben herausstellte.
Gehetzt sprang sie auf und ergriff ihre Arzneitasche, um fluchtartig das Haus zu verlassen.
Lebte er noch?
Die irrwitzigsten Vorstellungen geisterten Angelina durch den Kopf.
„Nur nicht sterben!.. Nicht noch einmal! Rafe.. ich bin gleich bei dir!“
Sie bemerkte kaum, wie sie im scharfen Galopp mit halsbrecherischem Tempo durch Varuna preschte. Gardisten riefen hinter ihr her, sie solle langsam in der Stadt reiten und zur Seite springende Leute schüttelten den Kopf oder drohten ihr gar mit der Faust hinterher.
Viel zu lange dauerte es ihr, bis endlich die Torwache auf ihr aufgeregtes Rufen hin das Tor zum Schloss öffnete und sie einließ.
Nur ein Gedanke beherrschte sie.
Sie durfte Rafael nicht auch noch verlieren.
Der hinterhältige Mord an ihrem Verlobten Kelan stand ihr wieder vor Augen… die Verzweiflung, in die sie damals gestürzt war, war zum Greifen nahe.
Von Sorge getrieben und die aufkeimende Verzweiflung bekämpfend, erklärte sie erneut mit aufgeregten Worten der Wache, dass sie zu ihrem Gatten, dem Ritter Rafael de Arganta, müsse.
Endlich stand sie in dem riesigen Schloss und sah sich um.
Durch den großen Saal… hatte die Wache gesagt.
„RAAAAFE!“
Sie rief aus Leibeskräften.
Dass sich das nicht geziemte, war ihr völlig egal. Sie wollte ihren Mann sehen.
Einen Vorhang nach dem anderen raffte sie beiseite und fand nur leere Betten in den Räumen vor. Doch dann hörte sie seine Stimme.
„Angie?“
„Hier bin ich.“
Für einen Moment war sie wie erstarrt.
Er lebte! Er konnte sprechen!...
Angelina riss sich zusammen und trat durch den Vorhang, hinter dem sie seine Stimme wahrgenommen hatte.
Unendliche Erleichterung trieb ihr fast die Tränen in die Augen.
Rafael hatte die Beine aus dem Bett geschwungen und sah ihr freudig entgegen. Langsam ging sie auf ihn zu, nahm jede Schramme, jeden Verband wahr. Aber vor allem seine strahlenden hellen Augen, aus denen so viel Erleichterung und Liebe sprachen….
Sie hatte sich beeilt und ihr Pferd angetrieben, um endlich wieder bei Rafael, ihrem Gatten sein zu können. Auch wenn die vergangenen Tage erfüllt waren mit der Sorge um die kranke Mutter, so sehnte sie sich dennoch nach ihrem Mann. Tari hatte sie bei seiner Großmutter gelassen, die sich zwar schon wieder recht gut erholt hatte, doch noch auf Hilfe angewiesen war. Der tapfere kleine Kerl würde für Feuerholz sorgen und der alten Heilerin zur Hand gehen.
Nur aus Gewohnheit schaute Angelina in ihren Postkasten und fand tatsächlich an sie gerichtete Schreiben vor.
Fast schwerfällig ließ sich die zierliche junge Frau auf einen Stuhl am Tisch sinken und öffnete zunächst das Schreiben mit dem Siegel des Grafen.
„Oh nein!“ kam es ihr gequält über die Lippen, nachdem sie es fast zu Ende gelesen hatte und mit fliegenden Fingern nahm sie nun das einfache Schreiben, das sich von Erinna geschrieben herausstellte.
Gehetzt sprang sie auf und ergriff ihre Arzneitasche, um fluchtartig das Haus zu verlassen.
Lebte er noch?
Die irrwitzigsten Vorstellungen geisterten Angelina durch den Kopf.
„Nur nicht sterben!.. Nicht noch einmal! Rafe.. ich bin gleich bei dir!“
Sie bemerkte kaum, wie sie im scharfen Galopp mit halsbrecherischem Tempo durch Varuna preschte. Gardisten riefen hinter ihr her, sie solle langsam in der Stadt reiten und zur Seite springende Leute schüttelten den Kopf oder drohten ihr gar mit der Faust hinterher.
Viel zu lange dauerte es ihr, bis endlich die Torwache auf ihr aufgeregtes Rufen hin das Tor zum Schloss öffnete und sie einließ.
Nur ein Gedanke beherrschte sie.
Sie durfte Rafael nicht auch noch verlieren.
Der hinterhältige Mord an ihrem Verlobten Kelan stand ihr wieder vor Augen… die Verzweiflung, in die sie damals gestürzt war, war zum Greifen nahe.
Von Sorge getrieben und die aufkeimende Verzweiflung bekämpfend, erklärte sie erneut mit aufgeregten Worten der Wache, dass sie zu ihrem Gatten, dem Ritter Rafael de Arganta, müsse.
Endlich stand sie in dem riesigen Schloss und sah sich um.
Durch den großen Saal… hatte die Wache gesagt.
„RAAAAFE!“
Sie rief aus Leibeskräften.
Dass sich das nicht geziemte, war ihr völlig egal. Sie wollte ihren Mann sehen.
Einen Vorhang nach dem anderen raffte sie beiseite und fand nur leere Betten in den Räumen vor. Doch dann hörte sie seine Stimme.
„Angie?“
„Hier bin ich.“
Für einen Moment war sie wie erstarrt.
Er lebte! Er konnte sprechen!...
Angelina riss sich zusammen und trat durch den Vorhang, hinter dem sie seine Stimme wahrgenommen hatte.
Unendliche Erleichterung trieb ihr fast die Tränen in die Augen.
Rafael hatte die Beine aus dem Bett geschwungen und sah ihr freudig entgegen. Langsam ging sie auf ihn zu, nahm jede Schramme, jeden Verband wahr. Aber vor allem seine strahlenden hellen Augen, aus denen so viel Erleichterung und Liebe sprachen….