- „Wir sind ein gutes Stück weiter, mh?“
verlassen können und eingetauscht gegen, ja was eigentlich? Sie hatte eine vielleicht 4 mal 3 Schritt große
Luxuszelle, ausgestattet mit weichen Eisbärenfellen, einem eigenen Traumhaus, samt Garten – auch wenn
der etwas lädiert war, nachdem der aus einem Blumenstrauß bestehende Garten versehentlich unter ihre
Füße geraten war - , ausreichend Speis und Trank und sogar einer kleinen Knastbibliothek, eingetauscht
gegen einen kleinen engen Vorsprung, vielleicht einen halben mal einen halben Schritt breit, direkt unter
einem Fenster. Die Aussicht war weit besser als der, den die Zelle bot, über das fehlende Dach musste man
einfach hinwegsehen, alles in allem ... wenn das einen Schritt weiter war, dann … gut.
- Dir ist schon klar, dass das ein wenig lächerlich aussieht?
Ruhe!
entdecken, gut geschützt von der Fassade, dem Mauerwerk, dass jeden kleinen Vorsprung einschloss und
ihr damit half sich bedeckt zu halten. Die Wachen waren fern, aber im Grunde wäre ja auch niemand so
verrückt sich um das Haus Dornwald einzunisten. Von einer Gefangenen zur Hochedlen auf Zeit, zurück zur
Gefangenen und dann hin zur Obdachlosen. Aufstieg und Fall lagen doch stets sehr nah beieinander. Ein
flüchtiges Schmunzeln nur, ehe die Sorge doch wieder Einzug hielt. Bei dem was sich heute offenbart hatte
blieb auch nicht viel Raum für Freude.
- „Ich habe meine Gabe verloren... kein Knistern mehr... keine Gefahr... ich kann es
nicht mehr spüren, ...nichts mehr verändern..“
darüber reden dürfte, die schlechten Versuche sich nichts anmerken zu lassen, wo ein Blick genügte, um zu
erkennen, dass ihr etwas zu schaffen machte, und sie darin unterzugehen drohte.
- „ ...für mich ist es...als wäre ich... so wie du, nur ohne ... das mit dem Heilen können.“
Was für ein Alptraum.
Ja, ist wirklich keinem zu wünschen, so wie du zu sein.
Ach, halt die Klappe.
„Alles was uns bisher bekannt ist, dass ein Magier, der davon getrennt wird, stirbt.
Ich lebe bisher noch, also ... besteht Hoffnung, dass das Problem gefunden wird.“
Na wenigstens etwas? Damit lässt sich doch...
„Seit gestern, ... wird mir ständig schwindelig...“
...oder auch nicht.
Fenster hoch. Jetzt hieß es im Auge zu behalten, auf jede Änderung zu achten, Ursachen auszuschließen,
auch wenn sie nicht viel Hoffnung hatte, dass sich die Schwindelgefühle mit üblichen Auslösern erklären
ließen. Warten ... warten, beobachten, beistehen, und noch mehr warten. Warten ...
- Zum verrückt werden.
Zu spät.
Ach sei still!
waren. Sie zog die Kapuze hoch und tief ins Gesicht, als sich das fehlende Dach mit einsetzendem Regen
doch bemerkbar machte und zog die Felle etwas enger um sich.
- „Darüber gibt es übrigens ein völliges Sprechverbot.“
Was auch sonst. Aber wir sind ja ein gutes Stück weiter, mh?