Verfasst: Dienstag 15. Januar 2013, 15:49
Würfelspiel
Das Leben gleicht dem Würfelspiel,
mal bringt es wenig, manchmal viel
es gilt nur das, was offen liegt
und dieses oftmals nicht genügt.
Siehst du den Einer oben liegen,
dann bringt er Dir doch kein Vergnügen
ist die Zahl jedoch ne Zwei –
kommt schon etwas Schwung herbei.
Mit Drei fängt’s Spiel erst richtig an,
und mit der Vier bist gut Du dran,
der Fünfer oder auch die Sechs –
sind schon von besserem „Gewächs“.
Verwendest Du bei diesem Spiel
der Würfel drei – wirfst mit Gefühl,
gewinnst Du mit geübtem Blick,
und schnell steckst Du im Spielerglück !
So ähnlich ist’s im Leben auch,
genau so wie des Spieles Brauch,
mal hast Du Pech, mal hast du Glück,
was zählt – ist stets der Augenblick.
Triffst Du ne Eins, geht’s Dir nicht gut,
dann fehlt zum Leben Dir der Mut,
doch bei der Sechs, der höchsten Zahl,
bist frei von aller Leidensqual.
Drum würfle gut und mit Bedacht,
bei allem – wäre doch gelacht,
wenn Dich im falschen Augenblick,
für länger Dich verlässt Dein Glück.
J. Spätlese
Was man nicht alles sollte, aber sie war nun eben eine Frau die sehr gerne aus den Launen heraus handelte. So schnell wie sie sich für etwas begeistern konnte, so schnell war jene Begeisterung auch wieder dahin. Sie kannte es nicht anders, sie wurde frei von großartigen Regeln erzogen konnte meist tun und lassen was sie wollte und so lebte sie nun eben schon verdammte Neunzehn Jahre...nicht das sie es bereuen würde, aber ab und an wäre es vielleicht nicht schlecht gewesen wenn man ihr Grenzen früh genug gezeigt hätte. So musste sie nun lernen mit den Konsequenzen ihres eigenen Handelns zu leben und das beste daraus zu machen. So sehr wie Azyr ihr versuchte die Grenzen zu zeigen stieß er bei ihr wohl oft auf Missmut...das lag nicht daran das sie es nicht versuchen wollte sondern eher daran das sie es nicht kannte. Sich unterzuordnen viel ihr nicht immer schwer, es kam lediglich darauf an ob es sich für sie lohnte sich unterzuordnen und da sie ja freiwillig bei ihm war weil sie sich für ihn entschieden hatte, sah sie wohl keinen Grund sich noch großartig zu ändern.... Wenn das nicht der Fall zu sein schien sträubte sich ihr ganzes Ich dagegen und die trotzige Temperamentvolle Rohnja brach aus ihr heraus. Sie ist und würde immer ein Lebe-Mensch bleiben und es würde mehr als schwer werden jenes 'Ich' zu unterdrücken.
Die letzten Tage rissen tiefe Abgründe in ihre Sicht der Welt, Abgründe welche sie noch nicht einzuordnen wusste....so viele Ereignisse mit denen sie noch nichts anzufangen wusste, wo sie einfach noch nicht wusste wie das alles weiterlaufen würde. So sehr wie sie in den Tag hineinlebte hasste sie es umsomehr wenn ihr etwas aus den Händen glitt und sie die Kontrolle verlor. Zur Zeit passierte genau das, man hatte sie einerseits in der Hand, andererseits wollte sie aus dieser Hand aber auch nicht heraus. Sie fühlte sich wohl bei ihm, sie konnte genausoviel Spass haben mit ihm wie sie ihn auch ab und an erwürgen könnte wenn er ihr mal wieder eine Szene machte.
Vertrauen, für sie eine sehr wichtige Sache auch wenn man kaum einem Piraten vertrauen konnte hatte sie wohl ein paar welchen sie bedingungslos Traute. Es waren wenige, aber sie waren da. Aber er, er vertraute ihr einfach kein Einziges Stück, egal was sie sagte oder tat, alles wurde hinterfragt. Jede Handlung wurde so gedreht das es ihr wie ein Schlinge um den Hals gelegt wurde welche sie stetig mehr zu zog und warum das ganze? Natürlich verstand sie was er meinte, natürlich würde sie auch oft nicht anders handeln....oder würde sie doch?
Wenn sie darüber nachdachte wusste sie selbst darauf nicht wirklich eine Antwort. Sie wollte sich nicht in einen Käfig sperren lassen, auch wenn sie ihn nicht loslassen wollte...der Käfig war ihr zu wieder und ihre Freiheit zu kostbar. Er musste also wohl damit Leben das sie nicht immer seinem Leitfaden folgte, nicht immer folgte und ab und an Dinge tun würde welche ihm gerade nicht in den Kram passten. Aber andererseits...wusste sie wohl das sie damit alldem Schaden würde, das sie ihm damit weh tun würde, das wiederum hielt sie wohl oft davon ab zu tun was ihr gerade im Kopf herumschwirrte. Die letzten Tage zogen schlieren durch das Kristallglas und ein Ereignis hinterließ wohl einen krassen Sprung in diesem. Ein Diener...ein Diener des Einen...wusste sie auf was sie sich hier einließ? War sie sich im klaren das dies ihr komplettes Leben verändern würde oder es gar schon hat? Was hieß es eine Frau zu sein von einem Diener Krathors? Was hieß es wenn ihre Seele schon jene gehörte und was bedeutete das selbst der Rabe immer mal wieder mit ihr sprach. Woher wusste er jenes mit Düstersee und wieso ließ sie sich so schnell auf derlei Spielchen ein? Natürlich fühlte sie sich Azyr gegenüber verpflichtet für ihn da zu sein, er war auch für sie da, half ihr...rettete ihr Leben, aber das war nicht der Grund weshalb sie bei ihm blieb.Auch wenn er eine anstrengende Art an ich hatte fühlte sie ich sehr zu ihm hingezogen und auch ihr Herz schlug für ihn. Sie genoss es wenn sie einander in die Augen blickten, sie in seinen Armen lag sein Herzschlag spürte und gar sein Atem über ihre Haut Strich. Aber seine Art ließ sie manchmal zweifeln ob sie denn die richtige für ihn wäre, ob sie ihn nicht mehr verletzte als alles andere...verletzten wollte sie ihn nicht. Ihre Weltauffassungen waren einfach viel zu unterschiedlich und das sorgte oft für Missverständnisse.
Wer andern gar zu wenig traut,
hat Angst an allen Ecken;
wer gar zu viel auf andre baut,
erwacht mit Schrecken.
Er trennt sie nur ein leichter Zaun,
die beiden Sorgengründer;
zu wenig und zu viel Vertraun
sind Nachbarskinder.
Wilhelm Busch
Tristan...ja das hielt er ihr gestern ebenso wieder vor, sie habe bei ihm gestanden oder er in ihrer nähe...wie auch immer, sie hatte Tristan nichteinmal gesehen als sie aus der Kutsche gestiegen ist. Aber eines musste selbst sie sich eingestehen, sie genoß es mit Tristan zu sprechen, ja sie mochte ihn er war eine interessante Person, er war immer ehrlich und direkt auch wenn seine Worte ab und an etwas verwirrend waren oder sie nicht gleich etwas mit seinen Äusßerungen anfangen konnte. Ja, sie musste sich eingestehen das sie gerne mit ihm ihre Zeit verbrachte, sie genoß es mit ihm auf Jagd zu gehen, mit ihm zu reden.... schlimm war nur das Azyr und Tristan sich wohl nicht im geringsten riechen konnten. Tristan nahm sie wie sie ist, eine verrückte mit einem hang zur Theatralik, Azyr versuchte sie einzugliedern, ihr war klar das er dies nicht mit einer bösen Absicht tat. Aber es war wohl nicht einfach ein wildes Tier in einen Käfig zu sperren....
Die Welt ist in zwei Klassen geteilt, in diejenigen,
welche das Unglaubliche glauben, und diejenigen
welche das Unwahrscheinliche tun.
von Oscar Wilde
Svetlana...ihre liebste Amiga...sie tat ihr leid, sie wusste nicht wohin mit ihren Gefühlen. Aber es war ihre Entscheidung, sie musste wissen für welchen sie sich entscheidet und vor allem mit wem sie ihre Zukunft verbringen wollte. Das so etwas einfacher gesagt ist als getan war selbst ihr klar. Aber irgendwann musste sie sich entscheiden oder gar einen so guten Zeitplan entwickeln das sie alles unter einen Hut bringen würde. Ja, das Leben war kein Zuckerschlecken.
Woran dein Herz im Stillen hängt,
lass es nur niemand hören:
Du sprichst es aus und alles drängt,
dein Glück dir zu zerstören.
von Johann Wolfgang von Goethe
Bartos, dieser Dickkopf dieser unerschütterliche Alte Mann...so wie sie ihn liebte so hasste sie ihn auch ab und an und würde ihm wohl am liebsten an die Gurgel springen. Wenn er nur ab und an seine Zunge zügeln würde, aber seine Zunge war wohl sein Kapital. Ein Pirat mit leib und Seele.
Dann war da noch Alessio, der gute Alessio...so schlecht wie manche behaupten war er garnicht, ja er hatte einen gewissen hang hübschen Frauen zu verfallen. Aber es lag wohl eher daran das er sich nicht Entscheiden konnte was er selbst möchte. Mal hier...mal da...aber nie etwas richtiges und das, in ihren Augen, nur aus Angst verletzt zu werden. Irgendwann würde sie ihn sich zur Seite nehmen, ihm zuhören, mit ihm reden...über alles was ihm wohl auf dem Herzen liegen würde. Aber er müsste selbst kommen, sie hatte es ihm angeboten...doch kommen müsste er von alleine. Man kann niemanden zwingen etwas zu erzählen, jeder ist des eigenes Glückes Schmied...Schmied, hrm..
Zwei Dinge sind schädlich für jeden,
der die Stufen des Glücks will ersteigen:
Schweigen, wenn Zeit ist zu reden,
und reden, wenn Zeit ist zu schweigen.
von Friedrich von Bodenstedt
Das Leben gleicht dem Würfelspiel,
mal bringt es wenig, manchmal viel
es gilt nur das, was offen liegt
und dieses oftmals nicht genügt.
Siehst du den Einer oben liegen,
dann bringt er Dir doch kein Vergnügen
ist die Zahl jedoch ne Zwei –
kommt schon etwas Schwung herbei.
Mit Drei fängt’s Spiel erst richtig an,
und mit der Vier bist gut Du dran,
der Fünfer oder auch die Sechs –
sind schon von besserem „Gewächs“.
Verwendest Du bei diesem Spiel
der Würfel drei – wirfst mit Gefühl,
gewinnst Du mit geübtem Blick,
und schnell steckst Du im Spielerglück !
So ähnlich ist’s im Leben auch,
genau so wie des Spieles Brauch,
mal hast Du Pech, mal hast du Glück,
was zählt – ist stets der Augenblick.
Triffst Du ne Eins, geht’s Dir nicht gut,
dann fehlt zum Leben Dir der Mut,
doch bei der Sechs, der höchsten Zahl,
bist frei von aller Leidensqual.
Drum würfle gut und mit Bedacht,
bei allem – wäre doch gelacht,
wenn Dich im falschen Augenblick,
für länger Dich verlässt Dein Glück.
J. Spätlese
Was man nicht alles sollte, aber sie war nun eben eine Frau die sehr gerne aus den Launen heraus handelte. So schnell wie sie sich für etwas begeistern konnte, so schnell war jene Begeisterung auch wieder dahin. Sie kannte es nicht anders, sie wurde frei von großartigen Regeln erzogen konnte meist tun und lassen was sie wollte und so lebte sie nun eben schon verdammte Neunzehn Jahre...nicht das sie es bereuen würde, aber ab und an wäre es vielleicht nicht schlecht gewesen wenn man ihr Grenzen früh genug gezeigt hätte. So musste sie nun lernen mit den Konsequenzen ihres eigenen Handelns zu leben und das beste daraus zu machen. So sehr wie Azyr ihr versuchte die Grenzen zu zeigen stieß er bei ihr wohl oft auf Missmut...das lag nicht daran das sie es nicht versuchen wollte sondern eher daran das sie es nicht kannte. Sich unterzuordnen viel ihr nicht immer schwer, es kam lediglich darauf an ob es sich für sie lohnte sich unterzuordnen und da sie ja freiwillig bei ihm war weil sie sich für ihn entschieden hatte, sah sie wohl keinen Grund sich noch großartig zu ändern.... Wenn das nicht der Fall zu sein schien sträubte sich ihr ganzes Ich dagegen und die trotzige Temperamentvolle Rohnja brach aus ihr heraus. Sie ist und würde immer ein Lebe-Mensch bleiben und es würde mehr als schwer werden jenes 'Ich' zu unterdrücken.
Die letzten Tage rissen tiefe Abgründe in ihre Sicht der Welt, Abgründe welche sie noch nicht einzuordnen wusste....so viele Ereignisse mit denen sie noch nichts anzufangen wusste, wo sie einfach noch nicht wusste wie das alles weiterlaufen würde. So sehr wie sie in den Tag hineinlebte hasste sie es umsomehr wenn ihr etwas aus den Händen glitt und sie die Kontrolle verlor. Zur Zeit passierte genau das, man hatte sie einerseits in der Hand, andererseits wollte sie aus dieser Hand aber auch nicht heraus. Sie fühlte sich wohl bei ihm, sie konnte genausoviel Spass haben mit ihm wie sie ihn auch ab und an erwürgen könnte wenn er ihr mal wieder eine Szene machte.
Vertrauen, für sie eine sehr wichtige Sache auch wenn man kaum einem Piraten vertrauen konnte hatte sie wohl ein paar welchen sie bedingungslos Traute. Es waren wenige, aber sie waren da. Aber er, er vertraute ihr einfach kein Einziges Stück, egal was sie sagte oder tat, alles wurde hinterfragt. Jede Handlung wurde so gedreht das es ihr wie ein Schlinge um den Hals gelegt wurde welche sie stetig mehr zu zog und warum das ganze? Natürlich verstand sie was er meinte, natürlich würde sie auch oft nicht anders handeln....oder würde sie doch?
Wenn sie darüber nachdachte wusste sie selbst darauf nicht wirklich eine Antwort. Sie wollte sich nicht in einen Käfig sperren lassen, auch wenn sie ihn nicht loslassen wollte...der Käfig war ihr zu wieder und ihre Freiheit zu kostbar. Er musste also wohl damit Leben das sie nicht immer seinem Leitfaden folgte, nicht immer folgte und ab und an Dinge tun würde welche ihm gerade nicht in den Kram passten. Aber andererseits...wusste sie wohl das sie damit alldem Schaden würde, das sie ihm damit weh tun würde, das wiederum hielt sie wohl oft davon ab zu tun was ihr gerade im Kopf herumschwirrte. Die letzten Tage zogen schlieren durch das Kristallglas und ein Ereignis hinterließ wohl einen krassen Sprung in diesem. Ein Diener...ein Diener des Einen...wusste sie auf was sie sich hier einließ? War sie sich im klaren das dies ihr komplettes Leben verändern würde oder es gar schon hat? Was hieß es eine Frau zu sein von einem Diener Krathors? Was hieß es wenn ihre Seele schon jene gehörte und was bedeutete das selbst der Rabe immer mal wieder mit ihr sprach. Woher wusste er jenes mit Düstersee und wieso ließ sie sich so schnell auf derlei Spielchen ein? Natürlich fühlte sie sich Azyr gegenüber verpflichtet für ihn da zu sein, er war auch für sie da, half ihr...rettete ihr Leben, aber das war nicht der Grund weshalb sie bei ihm blieb.Auch wenn er eine anstrengende Art an ich hatte fühlte sie ich sehr zu ihm hingezogen und auch ihr Herz schlug für ihn. Sie genoss es wenn sie einander in die Augen blickten, sie in seinen Armen lag sein Herzschlag spürte und gar sein Atem über ihre Haut Strich. Aber seine Art ließ sie manchmal zweifeln ob sie denn die richtige für ihn wäre, ob sie ihn nicht mehr verletzte als alles andere...verletzten wollte sie ihn nicht. Ihre Weltauffassungen waren einfach viel zu unterschiedlich und das sorgte oft für Missverständnisse.
Wer andern gar zu wenig traut,
hat Angst an allen Ecken;
wer gar zu viel auf andre baut,
erwacht mit Schrecken.
Er trennt sie nur ein leichter Zaun,
die beiden Sorgengründer;
zu wenig und zu viel Vertraun
sind Nachbarskinder.
Wilhelm Busch
Tristan...ja das hielt er ihr gestern ebenso wieder vor, sie habe bei ihm gestanden oder er in ihrer nähe...wie auch immer, sie hatte Tristan nichteinmal gesehen als sie aus der Kutsche gestiegen ist. Aber eines musste selbst sie sich eingestehen, sie genoß es mit Tristan zu sprechen, ja sie mochte ihn er war eine interessante Person, er war immer ehrlich und direkt auch wenn seine Worte ab und an etwas verwirrend waren oder sie nicht gleich etwas mit seinen Äusßerungen anfangen konnte. Ja, sie musste sich eingestehen das sie gerne mit ihm ihre Zeit verbrachte, sie genoß es mit ihm auf Jagd zu gehen, mit ihm zu reden.... schlimm war nur das Azyr und Tristan sich wohl nicht im geringsten riechen konnten. Tristan nahm sie wie sie ist, eine verrückte mit einem hang zur Theatralik, Azyr versuchte sie einzugliedern, ihr war klar das er dies nicht mit einer bösen Absicht tat. Aber es war wohl nicht einfach ein wildes Tier in einen Käfig zu sperren....
Die Welt ist in zwei Klassen geteilt, in diejenigen,
welche das Unglaubliche glauben, und diejenigen
welche das Unwahrscheinliche tun.
von Oscar Wilde
Svetlana...ihre liebste Amiga...sie tat ihr leid, sie wusste nicht wohin mit ihren Gefühlen. Aber es war ihre Entscheidung, sie musste wissen für welchen sie sich entscheidet und vor allem mit wem sie ihre Zukunft verbringen wollte. Das so etwas einfacher gesagt ist als getan war selbst ihr klar. Aber irgendwann musste sie sich entscheiden oder gar einen so guten Zeitplan entwickeln das sie alles unter einen Hut bringen würde. Ja, das Leben war kein Zuckerschlecken.
Woran dein Herz im Stillen hängt,
lass es nur niemand hören:
Du sprichst es aus und alles drängt,
dein Glück dir zu zerstören.
von Johann Wolfgang von Goethe
Bartos, dieser Dickkopf dieser unerschütterliche Alte Mann...so wie sie ihn liebte so hasste sie ihn auch ab und an und würde ihm wohl am liebsten an die Gurgel springen. Wenn er nur ab und an seine Zunge zügeln würde, aber seine Zunge war wohl sein Kapital. Ein Pirat mit leib und Seele.
Dann war da noch Alessio, der gute Alessio...so schlecht wie manche behaupten war er garnicht, ja er hatte einen gewissen hang hübschen Frauen zu verfallen. Aber es lag wohl eher daran das er sich nicht Entscheiden konnte was er selbst möchte. Mal hier...mal da...aber nie etwas richtiges und das, in ihren Augen, nur aus Angst verletzt zu werden. Irgendwann würde sie ihn sich zur Seite nehmen, ihm zuhören, mit ihm reden...über alles was ihm wohl auf dem Herzen liegen würde. Aber er müsste selbst kommen, sie hatte es ihm angeboten...doch kommen müsste er von alleine. Man kann niemanden zwingen etwas zu erzählen, jeder ist des eigenes Glückes Schmied...Schmied, hrm..
Zwei Dinge sind schädlich für jeden,
der die Stufen des Glücks will ersteigen:
Schweigen, wenn Zeit ist zu reden,
und reden, wenn Zeit ist zu schweigen.
von Friedrich von Bodenstedt