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Verfasst: Donnerstag 29. November 2012, 18:52
von Lhyam Riordan
Der lange und harte Kampf hatte unserer kleinen Gruppe von Helden alles abverlangt. Die Spinnenmutter hatte sich uns mit allem widersetzt, was sie an Kräften aufbieten konnte, doch schließlich mußte sie vor dem Witz und der Kraft der Gemeinschaft kapitulieren und zog sich in ihren Bau zurück.
Zum Glück kam da der ehrenhafte Nejth vorbei, der sich wohl auch hier durch die Katakomben schlug und konnte Thancred beim öffnen der Schatztruhe helfen, die in der Höhle der Spinnenmutter aufbewahrt wurde. Welche Schätze mußte sie wohl enthalten, wenn sie von einem solchen Ungeheuer bewacht worden war? Während Maire mir einen Kratzer am Arm verband, malten wir uns schon die Reichtümer aus, die wir gleich würden aufteilen können.

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Verfasst: Donnerstag 29. November 2012, 19:02
von Lhyam Riordan
Reichtümer? Nein, was wir in der Truhe fanden, waren keine Reichtümer. Der Schatz, der sich dort verbarg, war zu Reichtümern, was Reichtümer zu einem Klumpen Erde sind. Ein Königreich würde nicht genügen, um aufzuwiegen, was ich dort entdeckte, verstaubt und unbeachtet.
Während die anderen sich über das viele Gold und die Edelsteine hermachten, war nur mir der wahre Wert klar, den wir dort entdeckt hatten, kannte ich es doch aus alten Erzählungen. Es war eine einzige, gut erhaltene Seite aus dem legendären Liederbuch des Barden Licien Noern Gestard und wenn eine Seite sich hier befand, dann wäre der Rest des größten Liederbuches aller Zeiten vielleicht nicht fern.
Während sich also meine Gefährten darüber freuten, das Nejth die Geistesgegenwart besessen hatte, einen großen Beutel mitzunehmen, in den er jetzt die weltlichen Schätze verstaute, erklärte ich meiner lieben Maire den Wert meines Fundes.

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Verfasst: Donnerstag 29. November 2012, 19:06
von Lhyam Riordan
Da plötzlich hörte Shyra Kinderstimmen durch eine feste Zellentür und rasch hoben wir den Riegel, als wir die Hilferufe vernahmen. Die Hexe hielt hier wohl eine Gruppe Kinder gefangen. Kurz ließ mich ein seltsames Geräusch innehalten, doch ich gab nichts weiter darauf, war ich doch so glücklich über meinen Fund.
Wir kamen in eine alte Bibliothek oder ein Lesezimmer und wie glücklich waren da die armen Bauernkinder, die die Hexe geraubt hatte, als wir sie in die Freiheit entlassen konnten.
Wieder ließ das seltsame Geräusch mich aufhorchen, doch es war bereits zu spät, die Gefahr ließ sich nicht mehr abwenden.

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Verfasst: Donnerstag 29. November 2012, 19:13
von Lhyam Riordan
Das Geräusch, das meinen feinen Bardensinnen nicht entgangen war, war nämlich das leise Klappern von Knochen gewesen und sofort viel mir die alte Legende ein, die ich beim Nachtvolk gehört hatte.
Die Kinder hatten wohl gemerkt, das ich sie durchschaut hatte und so ließen sie ihre Maskerade fallen.
Es waren Klappersäckchen-Kobolde!
Der Schreck drohte meine Gefährten zu lähmen und nur meiner beherzten Warnung ist es wohl zu verdanken, das sie noch rechtzeitig ihre Waffen heben konnten, um sich den bösartigen Kreaturen entgegen zu stellen. Ein heißer Kampf entbrannte, an dessen Ende wir jedoch als Sieger hervorgingen. Leider konnte ich in dem ganzen Tumult Nejth nirgends ausmachen, doch ich bin fest überzeugt, sein heldenhafter Beitrag hat unseren Sieg erst möglich gemacht.

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Verfasst: Sonntag 3. Februar 2013, 14:33
von Lhyam Riordan
Habe ich eigentlich schon erzählt, was wir für feine Sachen auf dem Wintermarkt erstanden haben? *schweift der Barde großzügig mitten in seiner Geschichte ab* Oooh, so viele Rezepte, Leckereien und sogar seltene Erze, ein wundervoller Ort dieser Wintermarkt ... und eine grüne Dame hat uns sogar noch geraten, kleine Beutel zu kaufen in denen nochmals allerlei schöne Dinge waren. Maire, weißt du noch, die leckeren Süßwaren?


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Verfasst: Sonntag 3. Februar 2013, 14:36
von Lhyam Riordan
Hör auf zu schwadronieren! *beschwert sich da die Wirtin und einigen Gästen erscheint es, als klinge ihre Stimme wie der Knall einer Peitsche*
Ich bezahl dich fürs Geschichtenerzählen!
*Doch der Barde kommt kaum ins Stocken durch diesen Einwurf und lächelt sie nur süß an*
Wo wir gerade vom Bezahlen reden...
*Amarys Zähneknirschen ist trotz des Lärms bis in den hintersten Winkel der Schankstube zu hören, als sie ihrem leibeigenen Barden seine wohlverdiente Goldmünze überreicht und schon fährt der Barde auch mit seinem Bericht über die wahren Begebenheiten in den dunklen Katakomben fort*

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Verfasst: Sonntag 3. Februar 2013, 14:44
von Lhyam Riordan
Wir waren uns sicher, dem Kern dieses finsteren Verlieses nahe zu sein, doch als wir Arkenias Kerker fanden, hatte uns nichts auf die Entsetzen vorbereitet, die uns dort erwarteten. Die grausigsten Folterungen wurden dort vollzogen und die böse Hexe hatte sich sogar ein Bett in den Keller stellen lassen, damit sie sich in den Schreien der Gepeinigten rekeln konnte, wann ihr danach war.
Nun war die Hexe leider nicht anwesend und wir konnten all die Opfer nicht auf der Stelle rächen, doch dafür trafen wir den guten Arndt, der sich wohl hier verlaufen hatte. Er hatte sich gerade eine der Peitschen der Hexe angesehen und ließ sie rasch angewidert fallen, als ihm klarwurde, was für ein übles Werkzeug dies war.
Es gab ein fröhliches Wiedersehen und während Maire ausgelassen mit Arndt plauderte, entdeckte ich, das die Gestalt in dem Käfig, der von der Decke hing eine noch lebendige Gestalt saß.
Es war kein Mensch, soviel war mir gleich klar, doch er schien meine Sprache zu verstehen.

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Verfasst: Sonntag 3. Februar 2013, 14:52
von Lhyam Riordan
Aus dem Käfig befreit, stellte die Gestalt sich mir doch als Licien Noern Gestard vor. Der größte Barde, den die Welt jemals gehört hatte. Aus dank für seine Befreiung schenkte er mir sein legendäres Liederbuch, auf dem jeweils die ersten zwei Buchstaben seiner drei Namen als Initialen geprägt waren, und seine fabelhafte 58er Gibson Flying V, von der er meinte, sie würde mir gute Dienste erweisen, wenn erst einmal jemand etwas namens Strom erfunden hätte. Doch nicht nur ich war zufrieden, Maire jauchzte glücklich Frostfeu! und machte sich gleich daran, dieses magische Kraut zu ernten, während Nejth sich kurz von uns verabschiedete, irgendetwas murmelnd, das sein Beutel einfach zu klein sei.
So machten wir uns alle zufrieden auf den Weg aus dem Verlies. Licien bedankte sich noch einmal bei uns allen und löste sich einfach in Luft auf, während Thancred uns zurief, Shyra und er würden später nachkommen.

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Verfasst: Freitag 10. Mai 2013, 14:56
von Lhyam Riordan
Einige Zeit war vergangen seit dem letzten Geschichtenabend und beinahe war er schon in Vergessenheit geraten, doch der nahende Frühling zauberte wieder ein Lächeln auf viele Gesichter und so fanden sie sich auch wieder im goldenen Lamm ein um einen leichten Sternenhofer Wein zu trinken, sich über den neuesten Klatsch auszutauschen oder auch nur ein Stück von dem köstlichen Braten zu essen, dessen Duft in dicken Schwaden durch den Schankraum zog. Nach der harten Arbeit in der ersten Sonne des Jahres ließen sich die Männer nun ihr kühles Bier von ihren Weibern bringen, als der Geschichtenerzähler wieder auf die Bühne tritt und zu erzählen beginnt.

Nun, wie jede gute Geschichte, beginnt auch unsere heutige mit einem ganz normalen Tag. Maire und ich waren früh aufgestanden, denn viel Arbeit galt es zu bewältigen und natürlich wollte ich nicht faul zu Hause bleiben. Weiss doch ein jeder, das nichts die Gedanken so sehr anregt wie harte Arbeit und auf diese Weise schon immer die besten Geschichten entstanden sind.
Maire hatte einen großen Korb voll leckerer Dinge eingepackt und schmeckt frisch gebackenes Brot nicht am besten, während man in der Frühlingssonne schwitzt?

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Verfasst: Freitag 10. Mai 2013, 15:05
von Lhyam Riordan
Wie im Flug verging die Zeit, so schien es uns und bald schon brachten wir das geschlagene Holz zum Handelshaus, wo uns Derya auch schon freudig empfing. Die Freude war so groß, als sie sah, wie schwer Nicci bepackt war, mit guten, festen Stämmen, aus denen sich vortreffliche Möbel fertigen ließen. Bedauerlicherweise ging das Geschäft zur Zeit ein wenig hinkend. Aufgrund verschiedener Gründe, natürlich einer gewichtiger als der andere, waren die Finanzen ein wenig durcheinander geraten, so dass gerade in diesem Augenblick nicht genügend klingende Münze vorhanden war, um die ganze Lieferung auf einen Schlag zu bezahlen.
Nun für gewöhnlich interessiert mich der Klatsch nicht, den die Weiber dort austauschen, doch drang da ein Wort an meine Ohren, das mich aufhorchen ließ. Hatte doch ein seltsamer Kunde nach Flauschewurts gefragt.
Nun ist so ein Flauschewurt ja nichts außergewöhnliches und es ist beileibe nicht verboten, danach zu fragen. Doch dieser Mann hatte nach mehreren gefragt... kannte er gar das Geheimnis der Flauschewurts?

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