Verfasst: Mittwoch 5. September 2012, 00:09
Die Bestattung von der Varla sollt er vorbereiten. Grad er, der sich doch so schlecht Namen merken konnt.
Freudigen Mutes war er heute losgegangen, um das Schneidermäderl zu suchen, bei der die Varla immer eingekauft und in die er Hoffung gelegt hatte, dass sie ihm bei seiner Suche behilflich sein könnte. Eine "von" wars und irgendwo im Adelsviertel von Adoran. Endlich hatte er keuchend vom langen Fußweg das Haus gefunden, doch Friedrich erklärte ihm, dass "sie" jetzt wegreiten würden und er solle an einem anderen Tag wiederkommen.
"Sie", das waren er und jene in Trauerschwarz verschleierte weibliche Person, die auf einem genauso schwarzem Pferd das Haus verließen.
"Er", der Torjan, hatte den Weg freigegeben, zwar verständnisvoll für das Vorhaben das Kloster aufzusuchen, doch enttäuscht, nicht mal gefragt geworden zu sein, was er denn hier überhaupt wolle.
Adelige ... Regimentler ... Adoraner Knappen ... was war für die scho einer aus'm einfachen Volk?
Danach war er durch Berchgard geirrt, in der Hoffnung irgendwen zu finden. Berchgard war wie ausgestorben. Er fand keinen.
Dann hatte er seine Truhen aufgeräumt, aber mit schlechtem Gewissen, weil er mit seiner Aufgabe nicht weiter kam.
Und dann war er auf die Jagd gegangen, hatte gehofft, dabei auf andere Gedanken zu kommen, aber er kam nicht.
Schließlich landete er doch wieder in Berchgard, dort, wo es früher immer so lustig war. Doch der Ort war still. Ein paar Stimmen vom Pier drangen zu ihm herüber, doch keiner nahm den alten Mann wahr, der dort alleine saß.
Damals, als die Allianz die Pforten schloss, hatte er schon ein ungutes Gefühl. Wie sollte es weitergehen?
Jetzt, da Rafael und Varla tot waren, war auch ein Teil von ihm tot.
Sie waren so was wie eine Familie für ihn geworden.
Wieder rannen ihm die Tränen über die Wangen, als er dort am Pier saß, ganz allein und unbeachtet von der Welt.
Manchmal in jenen Tagen wünschte er sich, dass er mit ihnen auf Grenzpatroullie geritten wäre. Er wäre ein leichter Gegner gewesen. Sein Tod wäre schnell gewesen. Manchmal in jenen Tagen sah er die Balken seines Dachstuhls an. Wie leicht wäre es doch, eine Schlinge zu knüpfen?
Das Testament Varlas lastete schwer auf ihm, besonders, da er kaum Hilfe hatte. Cedric war unterwegs, um ihre Mörder zu finden. Und das Erbe Varlas und Rafaels ... wem könnte er es weitergeben, wenn er nicht mehr wäre?
Freudigen Mutes war er heute losgegangen, um das Schneidermäderl zu suchen, bei der die Varla immer eingekauft und in die er Hoffung gelegt hatte, dass sie ihm bei seiner Suche behilflich sein könnte. Eine "von" wars und irgendwo im Adelsviertel von Adoran. Endlich hatte er keuchend vom langen Fußweg das Haus gefunden, doch Friedrich erklärte ihm, dass "sie" jetzt wegreiten würden und er solle an einem anderen Tag wiederkommen.
"Sie", das waren er und jene in Trauerschwarz verschleierte weibliche Person, die auf einem genauso schwarzem Pferd das Haus verließen.
"Er", der Torjan, hatte den Weg freigegeben, zwar verständnisvoll für das Vorhaben das Kloster aufzusuchen, doch enttäuscht, nicht mal gefragt geworden zu sein, was er denn hier überhaupt wolle.
Adelige ... Regimentler ... Adoraner Knappen ... was war für die scho einer aus'm einfachen Volk?
Danach war er durch Berchgard geirrt, in der Hoffnung irgendwen zu finden. Berchgard war wie ausgestorben. Er fand keinen.
Dann hatte er seine Truhen aufgeräumt, aber mit schlechtem Gewissen, weil er mit seiner Aufgabe nicht weiter kam.
Und dann war er auf die Jagd gegangen, hatte gehofft, dabei auf andere Gedanken zu kommen, aber er kam nicht.
Schließlich landete er doch wieder in Berchgard, dort, wo es früher immer so lustig war. Doch der Ort war still. Ein paar Stimmen vom Pier drangen zu ihm herüber, doch keiner nahm den alten Mann wahr, der dort alleine saß.
Damals, als die Allianz die Pforten schloss, hatte er schon ein ungutes Gefühl. Wie sollte es weitergehen?
Jetzt, da Rafael und Varla tot waren, war auch ein Teil von ihm tot.
Sie waren so was wie eine Familie für ihn geworden.
Wieder rannen ihm die Tränen über die Wangen, als er dort am Pier saß, ganz allein und unbeachtet von der Welt.
Manchmal in jenen Tagen wünschte er sich, dass er mit ihnen auf Grenzpatroullie geritten wäre. Er wäre ein leichter Gegner gewesen. Sein Tod wäre schnell gewesen. Manchmal in jenen Tagen sah er die Balken seines Dachstuhls an. Wie leicht wäre es doch, eine Schlinge zu knüpfen?
Das Testament Varlas lastete schwer auf ihm, besonders, da er kaum Hilfe hatte. Cedric war unterwegs, um ihre Mörder zu finden. Und das Erbe Varlas und Rafaels ... wem könnte er es weitergeben, wenn er nicht mehr wäre?