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Verfasst: Mittwoch 12. September 2012, 19:25
von Rohnja Salvador
Da standen sie, beide blickten sie sich an, aber nicht wirklich, eigenltich blickten sie doch viel mehr durch die jeweilige Person hindurch, jeder zu feige wirklich in die Augen zu blicken, die Angst zu groß den wahren Schmerz sehen zu müssen oder ihn gar zu zeigen. Doch sie sah ihn, sie sah seinen schmerz, seine Verlorenheit und deshalb ging sie, auf ihn würde es wirken als hätte sie keine Gefühle, doch die hatte sie...und wie sie diese hatte, jeder Schritt weiter von ihm weg zerriss ihr nur noch mehr das Herz.
Doch sie musste es tun, für ihn, so würde er denken es wäre in ordnung, so kann er sein leben weiter leben, so kann er wieder frei sein und ist von allem schmerz den Sie ihm zugefügt hatte ob körperlich oder Seelisch...er ist weg.
Sie unterdrückte die Tränen noch bis zu ihrer Tür, als jene hinter ihr geschlossen war, schwankte sie kraftlos zur Wand und ließ sich einfach nur zu Boden gleiten, lange lag sie dort und weinte, bis irgendwann die Tränen verebbten, bis nur noch trockene rotgeweinte Augen übrigblieben die haltlos gen Wand starten. Nun war sie wirklich alleine.....alleine mit allen Freiheiten welche sie sich nur vorstellen konnte, doch ist es das was man sich wünscht ist es das was sie glücklich macht...diese leere....
Dann, wenn Du denkst,
Du bist glücklich,
kommt er wieder - dieser Schmerz,
der so endlos erscheint.
Er reisst Dich aus Deinem Leben.
Und Du kannst Dich nicht wehren,
es passiert über Nacht
- plötzlich - hier und jetzt.
Dann, wenn Du glaubst,
Du hättest das Ufer erreicht
und den Ozean durchschwommen,
kommt eine große Welle
und holt Dich zurück
in die eiskalten Fluten.
Du erschauderst
und für Minuten stirbst Du
einen einsamen Tod.
Und Du glaubst,
du wirst nie mehr leben
und der Ozean
hätte die Meere zerstört.
Für Sekunden, für Minuten,
Stunden, Tage
legen sich graue Wolken
über Deinen Horizont.
Und Du weißt,
Du bist allein.
Allein bist Du geboren
und allein wirst Du sterben.
Du wirst allein
Deinen Schmerz ertragen,
allein Deine Lasten tragen.
In der endlosen Stille des Meeres
fühlst du Dich
einen Moment lang geborgen
und hoffst auf die Sonne,
die immer wieder
ihre Strahlen ausbreiten wird
und Du siehst
das runde Gesicht des Mondes,
der Deine Hoffnung genährt hat.
So viele lange Jahre
war er Dein Freund, Dein Begleiter.
Und Du willst
nicht aufhören zu glauben,
nicht aufhören zu hoffen,
Du willst nicht aufhören zu lieben
auch dann nicht,
wenn die Kälte des Meeres
Dein Herz erfrieren lässt.
Denn die Wärme, die Du in Dir spürst,
lässt das Eis um Dich herum schmelzen.
Irgendwann, ganz bestimmt
Wenn doch alles etwas einfacher wäre, wenn das Herz und der Verstand nicht ständig miteinander im kliensch liegen würden. Ein ist, ein sein, ein soll, ein muss...du kannst, du willst, du liebst.....du liebst, ja das tat sie, sie liebte ihn mit all seinen Fehlern.
Doch war es richtig? Vielleicht hatten sie sich überschätzt, vielleicht waren die Differenzen welche zwischen ihnen herrschten größer als sie dachten.....als sie beide dachten....
Auf dem Boden sitztend an die Wand gelehnt, gleitet ihre Hand zu ihrem Gesicht, in einer sanften filigranen Bewegung streicht sie sich über das Gesicht und atmet angestrengt aus. Die Augen fixieren wieder die Wand ihr gegenüber, da war er wieder, der Gesichtsausdruck, die blassen Lippen die nach oben gedrehten Augen, sie konnte den schwachen Puls fast noch mit ihren Fingern fühlen. Seit diesem einen Tag war sie anders oder eher etwas in ihr war anders, seit diesem Tag war sie verschlossener, sie konnte nur noch selten ihm so in die Augen blicken wie sie dies davor getan hatte. Diese innigen voller Liebe glänzenden Augenblicke, wenn sie beide sich ansahen und beide wussten ohne ein Wort zu sagen was sie einander fühlten oder gar dachten.
Nun war es vorbei, es gab kein Uns, kein Wir, kein beide mehr...nur noch ein du und ein ich...ohne die konsequenzen dieser Trennung wirklich sehen zu können, aber vielleicht war es wirklich das beste, er war nicht der einzige der mit diesem Gedanken schon mehrmals gespielt hatte, er war nur jener welcher die Kraft hatte sich über das Gefühl der Liebe hinweg zu setzten und zu tun was der Verstand sagte.
Mit einem mal fühlte sich ihr Herz so schwer an, als hätte jemand dort gar Felsen hineingelegt welche dies mit einem dauer anhaltenden Zug nach unten zu ziehen versuchten. Nun war der Zeitpunkt, er war da, lange genug hatte sie genau auf diesen Moment gewartet....mit einem mal trat eine leere in ihre Augen, gar ihr Ausdruck wurde emotionslos, zurück blieb nur das dumpfe Gefühl in ihrem Herzen, doch dies würde keiner spüren, keiner würde es sehen, es war ihr Gefühl, das Gefühl welches sie immer wieder an das warum und weshalb erinnern würde.
Ihre Zeigefinger und Daumen gleiten zu dem Ringfinger an dem noch immer der Verlobungsring trohnt, langsam zieht sie diesen von jenem Finger ab, sie hebt ihn empor und blickt ihn einfach nur musternd an. Ihre andere Hand gleitet zu der Rumflasche neben sich, sie legt jene an Ihre Lippen und kippt diese bis zur hälfte in einem zug herunter, plötzlich war sie wieder da, diese Wut die in ihr Aufstieg, diese kälte welche sich ausbreite, dieser Hass welcher in ihr zu brodeln begann, mit voller Wucht holte sie aus und die halb volle Rumfalsche fliegt in hohem Bogen quer durch das komplette Zimmer. Ein Lauter aufschrei folgt ehe der Kopf wieder nach hinten sackt gen Wand und totenstille in den Raum tritt.
Dann schloss sie die Augen, langsam begann sich alles zu drehen, der Rum wirkte langsam, die vierte Flasche....tolles Gefühl, eine art schwerelosigkeit gegen die man nicht ankämpfen konnte....schwerelos, frei wie ein Vogel und doch gefangen in sich selbst......
Verfasst: Donnerstag 13. September 2012, 12:55
von Rohnja Salvador
Die Hand gleitet zu Ihrem Gesicht, wie gewohnt wollte sie ihre langen Haare zur Seite streichen, doch da waren keine mehr...tastend gleitet die Hand zu ihrem Haarschopf, dem nun kurzen Haarschopf und erschrocken zieht sie die Luft ein.
Sich dann aufsetztend, begann sich wieder alles zu drehen, ihr Kopf fühlte sich an als wären tausend Kutschen über jenen geraßt. Streichend lässt sie ihre Hand über das Gesicht gleiten und Atmet abermals angestrengt ein und aus. "Mein Schädel" murmelnd. Was war geschehen am gestrigen Tage, wieso hatte sie kurze Haare, weshalb solch einen Schädel und weshalb, weshalb um alles in der Welt fühlte sich ihr Herz so schwer und leer an?
Langsam gleitet sie aus dem Bett, irgendwo in ihrer Truhe musste sie noch so ein Gesöff haben, eine Phiole welches den Haarwuchs anregte, schleppenden Schrittes schreitet sie zu der Truhe, geht langsam in die Hocke, die Truhe öffnend greift sie zu der Phiole und zu einem Haarfärbemittel. Sich zurück fallen lassend, in den Schneidersitzt hinein gleitend, öffnet sie die Phiole und kippt jene ohne auch nur den Mund zu verziehen herunter, auch schmierte sie sich gleich die Farbe aufs Haar. Sie legt die Hände auf die Knie, der blick gleitet zum Fenster, wie ein Film läuft der gestrige Tag vor ihrem inneren Auge ab, sein Gesicht, seine Lippen, seine Augen....ihre Hand hebt sich leicht um diese fast greifbare Erinnerung zu fassen, doch dann schwindet das Trugbild wieder. Die Augen blicken in eine leere hinein, starrend, der schmerz in Ihren Augen spricht tausend Bände, doch keine einzige Träne füllt jene um den Druck welcher sich in ihr bildete zu lindern. Da war sie wieder...diese Leere, diese endlose Leere. Hass? Nein hass konnte sie für diesen Mann nicht empfinden zu sehr schrie Ihr Herz nach ihm, zu sehr sehnte sie sich nach seiner Nähe, seinen Küssen, seiner Stimme, seiner Liebe.....zu sehr sehnte sie sich nach ihm. Wie konnte er nur, wie konnte er sie nur verlassen, sie alleine lassen....wie konnte er sagen das er sie liebt wenn er ihr solch schmerz zufügt, wenn er ihr Herz doch gleich hätte aus ihrer Brust reißen können, so wäre der Schmerz wenigstens weg.
Langsam erhebt sie sich zum Bad, nach und nach entkleidet sie sich, wo ihr jetzt erst auffiel das sie ganz anderes trug als am Tag davor, ein leichtes Stirnrunzeln begleitete die Züge. Die wieder langen, nun pech Schwarzen Haare gleiten den splitternackten Körper herunter, die Füße gleiten eine Stufe nach der anderen empor, die Hand greift nach einem der Rauchstängel welche sie irgendwann dort abgelegt hatte, sie steckte dieses zwischen die Lippen und nährte sich zum anzünden jener, der Kerze. Mit einem tiefen Atemzug begann der Wildkraut Glimmstängel zu glühen...sie schliesst die Augen für einen kurzen Augenblick, den Duft des Wildkrautes genießend...ehe sie jene Augenlieder wieder aufschlägt, die Beine in das Wasser hängend setzt sie sich auf dem Rand ab, ohne etwas zu denken zieht sie einen Zug nach dem anderen in Ihre Lungen, das betäubende Gefühl genießend welches sich breit machte, das kribbeln in ihrem Körper welches leicht pulsierend durch die Venen schoß. Ohne den letzten Zug abzuwarten gleitet sie mit genau diesem Gefühl in das Wasser hinein...die Haare gleiten in Wellenformen durch das Wasser, nach und nach verschwindet das Gesicht unter der Wasseroberfläche, einige Luftblasen lösen sich von ihren Lippen, die Augen schließen sich. Der Glimmstängel gleitet aus der Hand heraus, man könnte meinen sie wäre zu schwach um jene zu halten, immer tiefer sinkt sie zu Boden, der Taubheit in ihrem Körper fühlend, fühlen....kann sie das noch, will sie es noch. Der Druck in ihrer Lunge nimmt langsam zu, der zwang zu Atmen breitet sich in ihrem Körper aus, immer wieder schreit der Gedanke in ihre auf "atme, atme verdammt!"....doch wollte sie das?
Ein Ruck geht durch ihren Körper, die Lippen öffnen sich reflexartig, Luftblasen entweichen diesen, dann dringt ein schwall Wasser hinein, sie reißt die Augen auf, die Hände versuchen irgendwo halt zu finden, sie erfasst den Beckenrand und zieht sich schnell nach oben, laut hustet sie das Wasser heraus und versucht immer wieder tief Luft zu holen. Als der Schockmoment gewichen ist lehnt sie den Rücken an die Wand, zieht die Beine zu sich, schlingt die Arme um die Knie und legt den Kopf, nach unten blickend, auf den Knien ab. Die Haare kleben nass an ihrem Körper, ab und an wellend. Ein leichter Schimmer legt sich auf die nasse Haut als die Sonne durch die Wolkendecke bricht und durch das Fenster tritt. Da saß sie nun, das Wasser um sie herum bewegte sich leicht durch die Bewegungen ihres wieder atmenden Brustkorbes, sie wusste, sie musste vergessen, doch da sie dies nicht konnte, würde sie verdrängen....ja....es wegschließen für keinen zugänglich für keinen sehbar, ein stetiges Lächeln auf ihre Lippen zaubern, keiner wird wissen was sie denkt, wie sie fühlt, wer sie war, eine eigene Hülle des Ich's welches vergessen wird, wirklich das eigene Ich zu sein.
Wenn man einem Engel seine Flügel bricht,
erlebst du niemals das er fliegt.
Wenn du ihm die Federn klaust,
erlebst du niemals wie er dich trägt.
Wenn du ihn in Ketten legst,
wird er immer weinen.
Wenn du sein Vertrauen missbrauchst,
wird er sich niemals daran gebunden fühlen.
Wenn du ihn mit Lügen fütterst,
wird er den Glauben an sich selbst verlieren.
Wenn du ihn ins Dunkle stellst,
verkümmert sein Strahlen.
Wenn du ihm keine Beachtung schenkst,
wird er aufhören zu sehen.
Wenn du ihn nicht liebst,
wird er verhungern.
Engel wehren sich selten,
aber wenn sie es tun verletzen sie alles was sie lieben ....
Verfasst: Mittwoch 19. September 2012, 13:23
von Rohnja Salvador
Klare, Sternenklare Nacht. Die Augen gleiten von einem Sternbild zum andern. Das Rauschen des Meeres ist zu vernehmen, hinter ihr ein leises Rascheln in den Bäumen und Sträuchen. Ein seichtes Lächeln legt sich auf ihre Lippen. Mit einem tiefen Atemzug zieht sie die frische angenehme Meeresluft in ihre Lungen. Die rechte Hand ruht ruhig auf der Flasche neben sich, Gedankenverloren blickt sie einen der Sterne an welche am hellsten Leuchten.
Ihre Mutter hatte ihr früher immer erzählt das die Sterne Seelen jener Menschen sind, welche hinaufgestiegen sind in den Himmel um über uns zu wachen. Was würde sie nur von ihr denken wenn sie ihre kleine hier sah? Wäre sie enttäuscht das sie den Weg ihres Padres eingeschlagen ist oder wäre sie stolz das sie es schon so weit geschafft hatte?
Ein leises seufzen dringt über die Lippen. Kaum war der eine Gedanke gewichen so glitten auch schon die nächsten mit leisen Stimmen in ihren Kopf.
Langsam kehrte der Alltag wieder in ihr Leben zurück nur der Alkoholkonsum blieb. Gedanken im Alkohol zu ertränken, sie was sich klar das dies keine Lösung war, sie war sich sogar bewusst das es die Situation noch schlimmer macht da ihr der klare Verstand fehlte um über die Sache hinweg zu kommen. Doch wusste sie eines hundertprozentig, es half ihr im Moment den Schmerz nicht zu spüren, ihn zu unterdrücken oder gar....ihn für den Moment des Rausches zu vergessen.
Er half ihr ein Lachen auf ihre Lippen zu zaubern, die Gedanken beiseite zu schieben, ihr eh schon verkorkstes Leben ohne den Gedanken an das Vergangene weiter zu führen und sie vergaß ihn. Seine Augen, seine Lippen, sein Lächeln, seine Stimme und seine Art. Da Gefühl bei ihm zu sein, sich geborgen zu fühlen, ihn zu Lieben und diesen Moment welchen sie erlebten wenn sie nah beieinander standen und sich einfach berührten.
Ob der Schmerz in ihrem Herz, die Sehnsucht nach ihm, jemals vergehen würde?
Natürlich würde es igendwann...irgendwann einfacher werden.
Doch der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.
Vielleicht würden irgendwann die Wege sich wieder kreuzen, sie wieder zueinander finden....vielleicht. Ein schreckliches Wort, es ist so unsicher, so wankelmütig...so fern und doch so nah.
Die Liebe ist langmütig und freundlich
Die Liebe eifert nicht
Die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf
Sie verhält sich nicht ungehörig
Sie sucht nicht das Ihre
Sie lässt sich nicht erbittern
Sie rechnet das Böse nicht zu
Die Liebe erfreut sich nicht, an anderer Menschen Sünden
Sie erfreut sich an der Wahrheit
Sie ist immer Willens zu ertragen, zu vertrauen, zu hoffen und zu erdulden gleich was kommen mag.
Verfasst: Freitag 21. September 2012, 13:43
von Aki Orikson
Wie magnetisiert blickt er in ihre Augen. Sie sind groß und stahlblau und unergründlich und doch so offen und voller Liebe. Er kennt diesen Blick, so wie er jeden ihrer Blicke kennt. Sogar jene die sie vor ihm verborgen hatte, hat er kennen gelernt. Jeder ihrer Blicke war ehrlich und spiegelt ihre Seele wieder. Und der Blick der ihn nun trifft ist voller Zuneigung und Liebe. Dann funkelt etwas anderes in ihren Augen auf, Sehnsucht nach ihm und Begierde. Es steht nicht mehr in seiner Macht sich dagegen zu wehren. Aki erwiedert den Blick mit derselben Intensität, ihre Blicke verschmelzen und ohne etwas dagegen tun zu können gehen sie aufeinander zu, bis sie ganz dicht bei einander stehen. So dicht, dass sich ihre Nasenspitzen fast berühren. Aus der Nähe überwältigt ihn ihr Blick völlig. Dann zucken ihre Lippen, sie kräuselt sie leicht wie sie es so oft tut und er kann nicht wieder stehen und lenkt den Blick hinab zu ihren vollen, unwiederstehlichen Lippen. Er weiß wie sie schmecken, nach Salzwasser und Rum und gleichzeitig noch nach einer völlig anderen Note, die er unmöglich beschreiben kann. Ein Geschmack den er mit allen Sinnen aufnehmen möchte.
Ihr Atem geht ruhig und doch beschleunigt und er kann fast ihr Herz in ihrer Brust schlagen hören, so nah steht er bei ihr. Unfähig noch einen Moment lang zu wiederstehen beugt er sich zu ihr hinab und nimmt sanft ihr Gesicht in seine Hände. Die Finger fahren sehnsüchtig über die zarte Haut ihrer Wangen. Sie weiß was passiert, ein leichtes Lächeln legt sich auf ihre Lippen und sie schließt locker die Augen. Mit hämmerndem Herzen legt er die Lippen auf die ihren.
Ein Zucken fährt durch seinen Körper und Aki erwacht unfreiwillig aus dem Traum, der sich so real anfühlte, dass er den Geschmack ihrer Lippen noch auf den seinen spüren kann. Er lässt den Hinterkopf wieder in den Sand sinken und schließt die Augen, während er versucht sich zu beruhigen. Seine Atmung ist beschleunigt und sein Herz rast als wäre er einen Marathon gelaufen. Es dauert nur einen Moment, bis sein Verstand wieder arbeitet und all die Gedanken wieder auf ihn einströmen, die da waren bevor er eingenickt ist. Seine Finger ertasten eine Flasche und eine weitere daneben und schon ist seine Frage beantwortet, wie er es überhaupt geschafft hatte einschlafen zu können. Nur der matte Schein einer Laterne durchdringt die Dunkelheit und erinnert sich wo er ist. Am Strand auf La Cabeza, und zwar an eben jener Stelle, wo Rohnja gestern gesessen hatte. Zu allem Überfluss trug sie ein enges, kurzes Kleid dass ihre langen, gebräunten Beine kaum verhüllte. Allein bei dem Gedanken daran wurde ihm ganz übel. Sie ist nichtmehr deine Verlobte, irgend ein anderer Kerl darf sich an ihrem Anblick erfreuen und sie zum Lachen bringen. Der darauf folgende Schmerz ist so heftig und allgegenwärtig, dass es ihm einen Moment schwer fällt zu Atmen.
Warum konnte er nicht einfach nur ein normaler Schmied sein, der für seine Arbeit geschätzt wird und mit ihr zusammen sein kann, ohne sie in irgendwelche Gefahren zu stürzen. Warum muss er so ein Idiot sein? Und warum musste sie sich in ihn verlieben um nun vor Liebeskummer fast drauf zu gehen. Es ist wahnsinnig schmerzhaft sie so zu sehen. Nur zu gut kann er sich vorstellen wie es ihr geht. Sie leert eine Flasche nach der anderen, um den Schmerz zu betäuben und versucht verwirrt ihr Äußeres zu verändern bis sie zu einem Menschen wird, der sie nicht an ihn erinnert, wenn sie in den Spiegel sieht. Aber es wird besser und sie wird darüber hinweg kommen, was jedoch seine größte Angst ist. Was wenn sie in wenigen Wochenläufen jemand anderes trifft, der ihre Neugierde weckt. Sie würde über seine Witze lachen und sich an seine Schulter lehnen. Denk nicht daran, es zerstört dich noch völlig.
Vallas hatte ihm einmal eine Geschichte erzählt von dem letzten Schmied der auf der Insel war. Er hat seine Frau verloren und ist wahnsinnig geworden. Davon war Aki auch nicht mehr weit entfernt. Wenn der Schmerz ihn fast übermannte drängten sich Gedanken in seinen Kopf. Er könnte weg gehen und sich verkleiden und irgendwo ein anderes Leben anfangen. Und alle Gefühle einfach wegschließen und jemand anderes sein, jemand besseres. Oder er könnte einen Spaziergang durch Adoran machen und beim Regiment anklopfen. Es wär nicht mal anstrengend und würde absolut jedes Problem beseitigen, jedoch für immer. Es ist unheimlich verlockend einen Schritt weiter zu gehen wenn man nah am Abgrund steht.
Er weiß kaum noch etwas mit sich anzufangen. Alles erinnert ihn an Rohnja, das Meeresrauschen, der Sand, und die Inselbewohner erst recht. Es fühlt sich an wie ein Schuss ins Herz, wenn er gefragt ist wo Rohnja ist. Egal wo er ist, weicht sie nicht aus seinen Gedanken. Und gleichzeitig fühlt es sich an als würde er sich selbst aus einer anderen Position betrachten, völlig unbeteiligt.
Er will einfach nur, dass der Schmerz aufhört, jedoch kann er es genauso wenig ertragen sie jemals zu vergessen. Wenn du mein Herz nicht willst, gib es mir nicht zurück sondern reiß es gefälligst raus und wirf es ins Meer.
Verfasst: Freitag 21. September 2012, 14:33
von Rohnja Salvador
*klatsch* und da prasste die schwungvolle Ohrfeige auf ihre Wange, geschockt blickt sie gen Tamara. "Sag sowas nie wieder" meint sie in scharfem und erstem ton.
Die Hand gleitet gen Ihre Wange und sie versucht sich durch ein sanftes Reiben den stechenden Schmerz wegzustreicheln.
Sie war dankbar das Tamara an ihrer Seite war, dankbar das sie ihre Gedanken beiseite schieben konnte mit ihrer lustigen Art, dankbar das sie Rohnja ablenkte....
Noch eine Weile saßen sie da, das Gespräch nahm sie nicht richtig war, der Gedanke an das Gespräch mit Aki schwirrte noch in Ihrem Kopf herum. Er litt so sehr, sie sah es ihm an und das machte ihr noch mehr Angst. Sie konnte kaum klar denken als sie ihn sah, am liebsten wäre sie aufgesprungen in seine Arme gefallen und hätte sich an ihn geschmiegt, ihn beührt, ihn geküsst...geküsst..ein leises seufzten dringt von ihrem Lippen und wehmut machte sich in ihren Zügen breit.
Der Schmerz in ihrem Herzen war stärker als alles was sie jemals Gefühlt hatte, sie wusste nicht damit umzugehen, alles verzehrte sich nach ihm.
Die Gedanken welche sie Tamara mitteilte und worauf die Ohrfeige folgte...ihr persönlich schienen sie nicht so falsch.
So ein liebreizender klang als die Flasche in Scherben zersprang wie sich den Splitter in alle Richtungen verteilte und die Sonne die Glasscherben in vielen Farben erleuchten ließ. Sie hatte sie schon in den Händen, drehte sie in ihren Fingern hin und her, überlegend, sehnsüchtig darauf blickend und doch entschied sie sich um, dabei war sie so kurz davor.....nur einen Schnitt zur Erlösung.
Es musste eine andere Lösung geben, eine andere Möglichkeit, sie musste ihm zeigen das ihr auch ohne ihn Gefahr droht, sie war Freibeuterin, es würde doch sicher ein Kinderspiel sein sich Gefahren zu stellen welche sie ohne weiteres nicht bewältigen könnte...es musste einfach.
Doch war es das was sie wollte, ihn zwingen? Nein, sie wollte sein Lachen wieder sehen können, es hören können, seine Augen aufleuchten sehen wenn ihn etwas begeisterte, seine Tempramentvolle art wenn er sich über etwas aufregte und..das wollte sie besonders, sie wollte das er wieder glücklich war.
Was also sollte sie tun? Sich verschließen? Ihm zeigen das er ihr nichts mehr bedeutete und sich dadurch selbst belügen?
Vielleicht konnte er so leichter über alles hinwegkommen.....vieleicht war es das beste wenn sie ihm zeigte das sie ihn nicht brauchte, ihr Herz verschließen so das keiner mehr dieses zum Leuchten bringen konnte.
Der Wind streift ihr Haar, einige Strähnen wehten ihr auf die zarte Haut und sie schließt für einen Moment die Augen. Dem Meeresrauschen lauschend, dem Vögelgesang zuhörend, die Palmen hinter ihr wie jene durch den Wind knacksende Geräusche von sich gaben. Berühigend das alles....wieder geht sie einen Schritt weiter in das Wasser hinein, der Körper umschmiegt von dem Perlenden Wasser, einige Tropfen rinnen die Haut herunter. Die Hand gleitet durch das Wasser hindurch, den leichten gegendruck spürend und doch mitschwingend wenn sich eine neue kleine Welle auftat welche am Sandstrand das jähe Ende fand. Dann öffnete sie die Augen und blickt entschlossen auf das Meer hinaus.
Keine Wunde deines Körpers schafft´s dir diese Qual zu geben,
als mit gebrochnem Herz vergebens nach Liebe und dem Glück zu streben.
Der Augen Schattenlider geschlossen, mit leerem Blick nach vorne gehn,
und keiner wird dir jemals mehr tief in deine Seele sehn.
Zu groß ist die Gefahr der Liebe, der Schmerz, die Qual, es sitzt so fest.
Doch kannst du Leben, kalt und starr wenn du dein Herz gefrieren lässt.
Bedenk jedoch den schmerz zu sehn in seine Augen.
Geduld man wird gebrauchen um zu lern sich zu belügen und somit
sich selbst zu betrügen.
Verfasst: Samstag 22. September 2012, 13:25
von Rohnja Salvador
Noch mehr Zeit nachzudenken, der wohl schlechteste Zeitpunkt dafür. Leicht verdreht sie die Augen und fährt sich mit der flachen Hand über das Gesicht. Der Boden ist eiskalt, wenn sie sich hier mal keine Nierenentzündung holt...es tat ihr mehr als leid das gerade Menos und Neyla das Spielchen miterleben mussten. Wo sie die beiden doch schon ins Herz geschlossen hatte...mehr als froh jedoch war sie, das Tamara und Alejsandro wieder frei kamen. Immerhin war es nicht ihr vergehen das sie solch Unfug getrieben hatte. Ihre Hände zitterten schon leicht und der kalte Schweiss rann ihr die Stirn herunter, so fühlte es sich also an wenn der Körper nach etwas verlangt mit welchem er tagtäglich auf dauer befriedigt wurde. Alkohol....ihr ganzer Körper schrie danach! Nur einen kleinen Schluck, der Geruch, der Geschmack. Ein Schlucken folgt, ein gar trockenes Schlucken, sie hatte nicht die geringste Ahnung wie sie das auch noch Überleben sollte, wo es doch das einzige war was sie die letzten Tage über Wasser hielt. Um diese Uhrzeit war sie meist schon an der dritten Flasche....
Wieder gleitet die flache Hand über das Gesicht, sich der Schweissperlen entledigend. Die zittrigen Hände gleiten über die nackten Arme und sie reibt jene, wohl ein Versuch etwas wärme zu bekommen.
Immer wieder schwirrt das Stimmengewirr in ihren Ohren "auspeitschen", "die Templer werden sich drum kümmern", "Exekution"....doch bei all diesen Worten, die Angst drang nicht wirklich zu ihr, vielleicht würde sie den Schmerz ihres Herzens vergessen wenn man ihr körperlichen zufügte, vielleicht würde sie endlich von diesem Schmerz befreit werden welcher ihr Herz immer wieder zerriss. Nur noch Schemenhaft konnte sie sich an das gestirge Geschehen erinnern, scheiss Alkohol, aber er half ihr...
Als die Gardistin bei ihr war gab sie ihr eine Decke, sie half etwas, aber es schien als käme die Kälte nicht von außen sondern von innen, die Stirn war ebenso heiß aber dennoch war der Schweiß kalt welcher heraustrat. Ihre Gedanken schwirrten immer wieder gen Aki, wenigstens hatte es seinen Zweck erfüllt....er wusste nun das sie ihn nicht brauchte um in Gefahr zu geraten...sie hoffte es zumindest das er es wusste.
Immer wieder haut sie den kopf gen die Wand um die nervosität herunter zuschrauben, das Bein wippt unkontrolliert auf und ab. Das also meinte man wohl mit kaltem Entzug...ein scheiss ist das, es fühlt sich an als würde jemand an ihrem Kreislauf herumspielen.
Langsam fallen ihr schwach die Augenlieder zu und sie fällt in einen vor sich hin dösenden Zustand.
Leise ist das Rauschen des Meeres zuvernehmen, sie sitzten zu zweit in Sand, eng umschlungen hat er seine Arme um sie geleget. Ihr Körper ruht an dem seinen, angeschmiegt, sie fühlt sich geborgen und geliebt. Der Wind weht einige ihrer Dreads und Rastas gen seine Brust, leises klimpern der weißen Muschelperlen ist zu vernehmen. Sein leichter Lavendelduft dringt an Ihre Nase und sie schließt zufrieden Ihre Augen. Das Herz schlägt im Einklang mit dem seinen, wie ein Lied welches voller Liebe und Zärtlichkeit geschrieben wurde.
Dann plötzlich löst sich die Umarmung, es ist als würde er weggerissen werden, von ihr hinfort, Schmerz macht sich wieder in ihrer Brust breit.
Plötzlich liegt jemand vor ihr, die Augen nach oben gedreht, der Puls schwach, doch schien es als würde sie selbst dort liegen, so bekannt kam ihr diese Person vor und doch gleichzeitig so fremd. Es schien als würde sie selbst ihre Hülle betrachten, wie sie da lag, so leblos, das Gesicht blass wie Schnee, die Lippen gänzlich ohne Farbe.
War dies das Ende? Gedanken schreien in ihrem Kopf. Das bin ich nicht, nicht meine Gefühle. Mein Körper, ja, aber nicht meine Seele. Das bin nicht ich, diese leblose Hülle.
Die Augenlieder schlagen empor und der schweiß rinnt ihr von der Stirn. Der kalte Boden unter ihr fühlt sich gar angenehm an, sie presst die heiße Stirn gen jene.
"Aki...."...haut sie leise und verbittert.
Bitte pass auf mich auf,
Lass mich nicht allein!
Denn wenn du gehst,
Kann auch ich nicht mehr sein...
Nimm meine Hand
Halt mich ganz fest!
Und bitte versprich mir,
Dass du mich niemals verlässt!
Bitte pass auf mich auf!
Bin so hilflos ohne dich...
Bleib bei mir, die Einsamkeit
Zerfrisst mich innerlich...
Nimm meine Hand
Halt mich ganz fest!
Und bitte versprich mir,
Dass du mich niemals verlässt!
Bitte pass auf mich auf,
Ich kann nicht ohne dich!
Schütz mich vor der Einsamkeit,
Sonst zerstört sie mich!
Nimm meine Hand
Halt mich ganz fest!
Und bitte versprich mir,
Dass du mich niemals verlässt!
Verfasst: Sonntag 23. September 2012, 15:10
von Alejsandro Costera
„Mit halben Informationen konnte man mehr schaden Anrichten, als man vermuten würde.“ – das ist das Fazit des letzten Tages. Das Aki und sie nicht mehr verlobt waren, wusste er nicht und ist damit ordentlich ins Fettnäpfchen getreten. Dass dieser Idiot aber dann auch noch aufkreuzte, wo es ihr mit der ganzen Situation schon so dreckig ging, war wohl der Gipfel. Aber dessen wurde Alejsandro sich erst am Tag danach so richtig bewusst. Denn seine Gedanken drehten sich erst nur um das Überleben von Rohnja. Der Alkohol, die Strapazen des Vortages und dann auch noch die Trennung und der Seelenschmerz, hatten ihr die letzten Kräfte geraubt. Er wollte noch bei ihr bleiben, als man sie gefangen nahm, sie nicht alleine zurück lassen. Aber man wollte Tamara mit diesem verrückten Priester, oder was auch immer er war, alleine gehen lassen und damit war unklar, ob die Nachricht das Rohnja und er gefangen genommen wurden, auch ihr Ziel erreichen würde. Also musste er sie zurücklassen. Rohnja erschien ihn bis zum gestrigen Tage auch sehr stark, aber nun war er eines besseren belehrt. Er wusste es nur zu gut, nimm einen Menschen das, was er liebt und du hast ein Frack, töte es, zerstöre es und du hast seinen Hass. Beides liegt in diesem Fall nahe beieinander.
„Wer seine Liebe nicht lebt, der leidet.“ Kam es ihm über die Lippen, während er erneut am Strand saß und den Horizont entlang blickte. Rohnja war eine wunderbare Frau, dass jemand mit ihr so umging, konnte er nicht verstehen. Hätte er nicht von der Verlobung erfahren, hätte er vermutlich selbst versucht ihre Gunst zu erlangen. Aber das Schicksal hatte ihn nun wohl auf eine andere Fährte geführt. Das Schicksal eines Piraten ist steht‘s ungewiss, mal kommst du dahin zurück, von wo du gekommen bist, mal siehst du einen Ort nie wieder. Mal kommt du lebend davon, beim nächsten Mal war es dein Ende. „HOO HOOOO! Das Leben in Freiheit ist gefährlich und macht mich froh.“ Und schon Floß der Rum aus dem Hals der Flasche in seinen Rachen.
Er musste nun versuchen Lissy zu finden, schließlich hatte Raissa ihm ein Angebot unterbreitet. Toro.
Verfasst: Sonntag 28. Oktober 2012, 02:10
von Rohnja Salvador
fast alles was du tust, ist letzten Endes unwichtig,
aber es ist wichtig, dass du es tust, weil du es nie wissen kannst.
Du kannst die Bedeutung deines Lebens nie wirklich wissen
und das brauchst du auch nicht.
Du musst nur wissen, dass dein Leben eine Bedeutung hat.
Ihre Augen gleiten über die Truhen welche sie gepackt hatte, der Schlüssel lag vor ihr. Sie presst die Lippen aufeinander und lehnt sich an die Stuhllehne, ihre Finger falten sich ineinander und legen sich auf ihren Schoß. Weiterhin verharrt ihr Blick auf dem Schlüssel welcher auf dem Tisch ruht. Nun war es Zeit das Leben hier aufzugeben, sich einem neuen Leben zu widmen. Sie musste wie bei der Versammlung von der obersten Instanz beschlossen ihr neues Leben...konnte man es so nennen?...in Adoran aufbauen.
Sie war nun bereit alles hinter sich zu lassen, neu zu beginnen und sich dort eine mehr oder minder neue Existenz aufzubauen. Einen Namen hatte sie dort und auch schon Arbeit, das war das geringste Problem. Nun fehlte noch der Bürgerbrief und die Unterbringen der beiden anderen. Wenn alles klappen würde wie sie sich es vorstellte hätten sie wohl so alle die beste möglichkeit sich in die Sturktur der neuen Heimat einzubringen und dort gezielt nach dem zu suchen was sie weiter brachte.
Wichtig war bei alle dem das blinde vertrauen auf den anderen, doch im blind vertrauen war sie wohl eine der schlechtesten Personen überhaupt.
Schon jetzt lies sie all ihre Spürnasen ausfliegen um Informationen über die beiden herauszubekommen. Wer ihr in die Quere kommen könnte wäre wohl nur eine Person. Würde sich die Möglichkeit ergeben ihr in den Rücken zu fallen ohne das man auch nur einen kleinsten verdacht auf die zieht würde sie die Gelegenheit sofort am Schopf fassen.
Vertrauen kann man sich erarbeiten,
Vertrauen kann man geschenkt bekommen,
Vertrauen kann man pflegen,
Vertrauen kann man hegen.
Doch wenn Vertrauen zerstört wird
ist es wie eine Pflanze die verwelkt,
sie kommt nie wieder in gleicher Form
und Schönheit zu Dir zurück.
Aki...hm...nun Aki war wohl eine Sache für sich. Natürlich würde sie wohl nie aufhören diesen Arroganten Sturkopf zu lieben und doch war sie froh das die beiden endlich getrennte Wege gingen. Denn nach ihren Informationen und dem was sie gesehen hatte wusste sie das es viel zu gefährlich für ihn war wenn sie ihn weiter treffen würde.
Auch wenn er sie nun vielleicht hasste, was sie zwar weniger glaubte denn für ihn schien das ganze nur ein Spiel zu sein....so beruhigte sie es ungemein. Für ablenkung war wohl in La Cabeza bei den vielen läufigen Senóritas mehr als gesorgt. Sie schrieb ihnen nichteinmal die Schuld zu, nein, sie wusste das er etwas hatte das die Frauen einfach nur magisch anzog. Es gab nur eine einzige Person welcher sie mit voller misstrauen entgegen blickte und wo sie mit sicherheit wusste das diese ein Falsches Spiel trieb. Aber mehr als ihn warnen konnte sie nicht, er musste selbst lernen...alt genug war er.
wenn das glück uns satt und träge macht
und das unglück hart und kalt —
wie um alles in der welt
soll man da lebendig bleiben?
Durch das offene Fenster weht eine Windböe hinein, leicht verwirrt es ihr langes rotes Haar. Sie schließt für einen kurzen Augenblick die Augen und Atmet die Luft tief in ihre Lungen, der Brustkorb hebt und senkt sich hierbei stark. Als sie die Wimpern aufschlägt blickt sie in die Flammen welche den Docht umspielen. Vor dem inneren Auge zeichnet sich das Bild ihrer beide ab und sie presst leicht die Lippen aufeinander. Ein sachtes wehmütiges Kopfschütteln folgt um dieses Bild so schnell es geht wieder zu verdrängen.
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Warum konnte sie nicht einfach normal sein. So wie die Festländer, ein normales Leben, einen Mann...Kinder...Familie..Sì..Familie.
Kurz, für nur einen Bruchteil einer Sekunde huscht ein fast schmerzvoller Blick über ihre Gesichtszüge. Wie konnte sie sich nur in ihn verlieben....wir konnte sie ihr Herz nur einem Mann schenken welcher so abscheulich mit dem Ihren herumspielte. Als sie die beiden im Bett sah...ein kurzes auflachen folgt welches so voller sarkasmuss geprägt war einem ein schaudern über den Rücken läuft. Es war als würde man ihr das Herz ohne auch nur einen Anflug von vorkenntnis heraus reißen. Sie konnte einfach nur so regieren wie sie es an dem Abend tat. Wenn sie all den Hass und den Schmerz auch nur für einen kurzen Moment gezeigt hätte dann...dann hätte sie sich wahrscheinlich selbst den Dolch ins Leib gerammt.
Sie konnte den Hass den er gen sie hatte absolut verstehen, sie hatte sich verändert...die Insel hatte sie verändert. Raissa sprach einst zu ihr das sie sich eine Maske anlegen solle, das hatte sie getan. Doch die Maske war so kalt und hässlich das sie kein Gefühl mehr nach innen ließ und das innere verkümmerte. Es verkümmerte wie der Sproß einer wachsenden Pflanze welche weder Wasser noch die dazugehörige zuneigung bekam.
wenn ich nichts weiter will
als daß es dir gut geht
und es geht dir gut
warum fühle ich mich dann
trotzdem
ein bißchen elend?
Es gab nur eine Person auf der Insel bei welcher sie von Anfang an so ähnliches in den Augen sah was sie selbst auch bei sich sah wenn sie in den Spiegel blickte......
Langsam entriss sie sich der Tagträumerei und griff nach den Schlüssel. Sie musste zu Monique...und so nahm der Tag seinen weiteren Lauf....
Fingerabdrücke, die man auf den Seelen der anderen hinterläßt, verblassen nicht.
Sie bleiben erhalten, wie ein Schatten welcher sich auf genau diese Stelle legt.
Sie ernähren sich von den Sehnsüchten und Gedanken welcher man insgeheim
immernoch jener Person widmet.
Auch wenn man nicht offensichtlich an diese denkt, so sind sie doch in einem.
Schützen? Schützen kann man sich nicht,
eher ist es eine Frage der Zeit bis man vergisst.
Vergessen? Vergessen kann man nicht,
eher ist es eine Frage der eigenen Flexibilität.
Flexibilität? Flexibilität erhällt man,
man erhällt sie wenn man lernt sich Masken anzulegen.
Verfasst: Sonntag 28. Oktober 2012, 11:20
von Aki Orikson
Das Meerwasser gleitet, durch die Kraft der Wellen angetrieben über den Sand und umspielt seine nackten Füße. Jeden Augenblick nähert sich eine neue Welle dem Strand und färbt den Sand für wenige Momente dunkel. Er sitzt am Ufer, eine angebrochene Flasche Rum in der Hand und lauscht dem Meer mit locker geschlossenen Augenlidern. Das Meeresrauschen hat eine beruhigende Wirkung auf ihn und er könnte stundenlang hier sitzen und die Gedanken treiben lassen. Heute sitzt er alleine hier, doch er war oft mit Rohnja an dieser Stelle. Sie sasen einfach da und blickten schweigend aufs Meer, er hatte einen Arm um sie gelegt und sie lehnte an seiner Schulter. Solche Augenblicke kommen ihm unglaublich wertvoll vor, jetzt da sich die beiden aus den Augen verloren hatten. Die Flüssigkeit in der Flasche gluckert leise, als er ein paar ruhige Schlucke daraus nimmt. Er starrte zum Horizont und stellt sich gedanklich immer wieder die Frage, warum sich dieses Glück sie an der Seite zu haben einfach in Luft auflösen konnte.
Rohnja war kalt und emotionslos wie noch nie gewesen. Sie sas einfach auf seinem Tresen und redete mit ihm, als hätten sie nichts miteinander zu tun. Er konnte nicht abschätzen wie viel Kraft es sie gekostet hatte um diese kalte Maske aufzulegen, um den Schmerz zu dämpfen. Er konnte den Schmerz dennoch in ihren Augen sehen, gelegentlich blitzt er durch wenn ihre Gedanken nicht konzentriert sind. Sie sprach mit ihm, monoton und unbeteiligt und er erwiederte ihren Blick und konnte dennoch an nichts anderes denken, als wie wunderschön und einzigartig sie ist. Sie hatte mit ihren jungen Jahren bereits einen Blick fürs Leben, den er nicht mal selbst besitzt. Und egal wie kalt und ausdruckslos ihr Blick war, er genoss ihn in vollsten Zügen, da ihm innerlich völlig bewusst war, dass es aus zwischen ihnen war, noch ehe sie durch die Tür gehen würde. 'Wie konntest du sie nur so enttäuschen, warum musst du so stur sein.' Sie presste die Lippen zusammen und sein Blick wurde unweigerlich auf ihren Mund gelenkt.
Trotz des warmen Abends traf ihn ein kalter Windhauch, als sie die Tür aufstieß um zu gehen. Der Rock des Kleides schwang mit den Bewegungen ihrer Hüften mit und er blickte dieser Schönheit nach, die nicht mehr die Seine war. Es zereisst ihm das Herz aber gleichzeitig ist er dankbar über ihre stolze Haltung mit der sie in die Dunkelheit verschwindet. 'Sorge dafür, dass sie dich verachtet oder sogar hasst, dann überdeckt es den Schmerz in ihrem Herzen. Sie wird nicht mehr sehnsüchtig zu dir zurück sehen, sondern dich mit einem verachtenden Blick strafen. Ihr gebrochenes Herz wird von dem Eisblock, der sich durch den Hass entsteht, zusammen gehalten.'
Der Schrei einer Möwe holt ihn aus den Gedanken zurück, die Rumflasche hängt locker in seiner Hand und er hat sich in den Sand sinken lassen. Rohnja wird nach Adoran gehen und dort ein anderes Leben haben, eines ohne ihn. Sie wird sich in jemand anderes verlieben und glücklich werden. Sie wird nie wieder einen Gedanken an ihn verschwenden, wenn ein paar Monatsläufe vergangen sind. Und bis es soweit ist wird sie ihn jedes Mal mit einem vernichtenden Blick strafen, der sich wie ein Dolchstoß direkt ins Herz anfühlt.
Er hatte nicht einen Moment daran geglaubt, dass er eine solche Frau jemals halten könnte, aber er hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, bis jetzt.
Jemand tritt in dein Leben und die eine Hälfte sagt"Du bist noch lange nicht bereit..." Während die andere sagt "Sorg dafür, dass sie immer dir gehört"
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