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Verfasst: Donnerstag 1. März 2012, 13:54
von Malachai Schwarzmourne
Er fühlte sich wie in einer anderen Welt gefangen.
Eine düstere, grausame Welt, die jedem die Hoffnung, jedem die Emotionen, die Träume und die Vernunft raubten.
Es lag ihm wie ein schleier vor ihm, alles in Schwarz/Weiß gehalten, nur zeigten Lebewesen einen roten Schleier zu tragen.
Jener zog ihn förmlich magisch an, liess seinen Instinkt hochkommen und sein Gemüt vor Wut schäumen.
Er hasste es, ohne einen Grund zu haben, hasste er diese roten Gestalten. Er musste nicht darüber nachdenken, sich selber nicht fragen, warum er so empfand, es war nur so.
Dieser rote Schleier, tänzelte förmlich spottend um ihn herum, belustigte sich an seinem erschlafften Körper, liess ihn kindisches Kichern ins Ohr taumeln.
Sie glaubten, er wäre schutzlos, läge dort, wie ein toter Kadaver, unständig, sich zu wehren.
Doch dem war nicht so. Nein, er war wie ein Raubtier, das nur lauerte, bis seine Beute in Reichweite war.
Er konzentrierte sich, schärfte seine Sinne und studierte das Verhalten jenes roten Geschöpfes, welches seinen Blutdrust in die Höhe schiessen liess.
Er bewegte sacht eine Hand, er war nicht wehrlos, nein, er würde sich dieses Wesen krallen, es mit den eigenen Händen erlegen und sich am Fleische waben, den schmerzhaften Tot genüsslich aufsaugen.
ER war hier der Jäger...ER besass diese Macht...und niemand könne ihn davon abhalten.
Sie sollten knien, sich seiner unterwürfig werden und unter seinem Zorn erzittern.
Er vernahm das klicken, es hallte durch den Kopf wie ein Echo durch die Bergtäler...die Kreatur horchte auf, schien sich der Gefahr bewusst zu werden und wandte sich ihm zu.
Doch zu spät, er sprang nach vorne, seine Hand presste sich am Reissmaul der Kreatur,welches ein Warnschrei an ihr Rudel senden würde, seine Kraft quetschte das Wesen an die Wand, der andere Arm erhob sich, die Klingen nach vorne deutend, bereit, den tötlichen Stich zu geben.
Ja, es war herlich, dieses Gefühl über Leben und Tot entscheiden zu können. In die nun panischen Augen jenes Feindes zu blicken, kein lachen mehr, kein spotten...nun erkannte das rote Monstrum, dass es keine vermeindliche Sicherheit gab.
Die Hand preschte nach vorne, den Dolch genau auf das Herz des Wesens, was spürbar schnell pochte zu rammen.
Es war eine genußvolle Zeit, gar als würde es Tage dauern, bis die Spitze sein Ziel erreichen würde.
Und dann hämmerte es wieder, ein ferner Schrei...doch nicht vom roten Wesen...nicht von aussen.
Es war bedrohlich, angriffslustig und verständnislos. Es sprach in unbekannten Lettern, es sprach immer wieder nur ein Wort aus...doch es liess seinen Körper erzittern, ihm die Macht raubend und der herannahende Arm änderte seine Richtung, machte einen Bogen, ehe es durch Leder riss und man das durchbohrende Fleisch schmatzend hörte, gefolgt von Blut, das auf den Boden tröpfelt.
Die Hand löst sich vom Maul des roten Wesens, der Jäger torkelt zurück, die Sicht verschwimmt, ehe Sie aufklart...ehe er Kopf, vom Schmerz verzerrt, die Besinnung bekommt und die pechschwarzen Augen wieder eine normale, menschliche Gestalt annimmt...
der große Bruder, den Dolch aus seinem Bauch ziehend, ihn fallen lassend und dann, mit schmerzverzierrten Gesicht nach hinten taumelt.
Leise die Lippen öffnend und schliessend, hauchend zu ihr sprechend: "Was habe ich getan...was wollte ich bloss tun?"
Er knallt gegen den Tisch, diesen umwerfend, direkt wieder aufraffend, der Blick weiter voller Entsetzen gen seiner Schwester, ehe er zum Bücherregal schlendert, einen kleinen Blutfluss auf den Boden hinterlassend und ein schwarzes, dickes Buch griff, was er auf den Schreibtisch warf, aufschlug und einige Seiten, wie wahllos wirkend, herausreisst und auf den Boden wirft, ehe er es dann nimmt und wie ein gescheuchter Reh gen Tür rennt, sich gegen diese werfend und an der Terrasse, nicht fähig wirklich kontrolle über den Körper zu haben, nach vorne in den Schnee fällt.
Schattenhuf bäumt sich auf, macht vom Trab zum Spurt einen großen Kreis im Gartenanwesen und steuert auf den blutenden Malachai zu, welcher seine Hand gen Himmel reckte, so dass, als er auf seiner Höhe war, die Zügel ergreift und vom schwarzen Ross im Galoppt hinfort in die Dunkelheit gezogen wird, während er sich mit letzter Kraft hochzieht und dann wie regungslos noch sichtbar auf dem Rücken des hinfortreitenden Mustangs verweilt.
Die Seiten, die auf den Boden verweilen und langsam beginnen, das Blut wie einen Schwamm aufzusaugen, sind aus dem Buch der Schatten. Alt und aus dichtem Pergament.
Doch sie wirken leer, solange zumindest, bis Sarah sie aufheben würde...es spüren würde, eine Verbindung von ihr zu diesen Seiten...als würde eine alte, weise Gestalt sich erheben und beginnend, ihr vorzulesen, eine Stimme, direkt in ihre Gedanken gelegt.
"...mit äusserster Vorsicht und großer Achtsamkeit. Als Machtwächter ist die schlimmste Gefahr, selber dem Durst nach Macht zu erliegen. Wir sind durch die Jahrhunderte eben mit dieser Gekennzeichnet und es mag eine nie enden wollende Prüfung für jeden einzelnen Schatten sein.
Eine Verderbnis ist selten und eine Katastrophe ohne gleichen. Die Person verliert all seine Gefühle, Emotionen und besinnt sich auf niedere Instinkte.
Er vergisst, wer er ist und was er will, wofür er lebt und was er liebt.
Und diese Instinkte nähren das schwarze Blut, versorgen es mit Kraft, auf das es sich vermehren kann, woraufhin weiter die Menschlichkeit aus dem Opfer getrieben wird. Ein Teufelskreis, der nicht zu brechen scheint.
Doch woher kommt diese Erscheinung?
Leider, oder zum Glück gibt es nicht viele wirkliche Beispiele einer Verderbnis bei einem Schatten. Einige lassen sich auf Alchemistische Experimente mit dem schwarzen Blut zuführen, wo die Naiven unter uns glaubten, das schwarze Blut mehren , aber ihren Machtdurst unterbinden zu können. Doch nur einmal geschah es, dass ein Mensch ohne dieses Einwirken mehr und mehr schwarzes Blut produzierte und so den Verstand verlor, bis er anfing, die seinen und seine Familie anzugreifen.
Eine Lösung ergab sich mir leider nicht, so blieb am Ende nur der Tot dieses gefallenen Freundes.
Das einzige, was ihn von den Kameraden, Brüdern und Schwestern unterschied, war seine Vergangenheit. Ehe alles beginn, hat sein Geist viel ertragen müssen. Verlust von Geliebten Menschen, innere, unausgesprochene Ängste, Bedürfnisse. Es kristalisierte sich nach und nach...."

...und dann verstummt die Stimme mit der letzten Seite. Zurück bleibt Sarah in diesem düsteren Haus, Hudgarr vor eben jenen...und eine Spur aus Blut.

Verfasst: Freitag 2. März 2012, 17:11
von Sarah Schwarzmourne
So schnell wie er bei ihr war hatte sie keine Möglichkeit auch nur in kleinster Weise zu reagieren. So stand sie nun an die Mauer gedrückt, die Hand ihres Bruders an ihrem Mund spürend, ebenso wie den Dolch an ihrer Brust. Ihr Herz hämmerte wie selten davor, es kam ihr vor als hallte es durch den ganzen Raum und diese kurze Zeit kam ihr wie eine ewigkeit vor. Sie sah so viele Bilder, Bilder die sie schon längst vergessen hatte und ihr Blick haftete auf ihrem Bruder. War er es noch? Sie spürte das Blut, spürte wie das Blut in seiner Hand pulsierte...sie versuchte ihn zu erreichen, in diesem kurzen Moment der ihr noch zu bleiben schien, rief seinen Namen immer wieder im Geiste und hoffte dass Hudgarr recht hatte und die Ahnen ihr halfen.
Ein Ruck und sie spürte den kurzen Schmerz, doch er kam nicht von ihr, sie bekam wieder besser luft und blickte nach unten. Schon hoerte sie den Dolch zu Boden fallen und Malachai wie er den Tisch umwarf beim versuch sich aufrecht zu halten. All jenes geschah viel zu rasch, sie konnte kaum einordnen dass er sich den Dolch selbst in den Bauch rammte, was da geschah, sie stand immer noch wie angewurzelt an der Wand, unfähig etwas zu sagen oder etwas zu tun. Wieder verfluchte sie sich selbst dass sie Hudgarr nicht mitnahm und noch ehe sie zu Malachai kam fielen die Blätter zu Boden und er war aus der Türe.
Erst jetzt bemerkte sie das Blut ueberall, das Blut das sich auf den Blättern verteilte die er rausriss. Malachai hatte sich selbst verletzt um sie zu retten, ja es war noch genug von ihm selbst da, nur er mochte es aufzuhalten. Sie hob rasch die Blätter auf, vielleicht konnte Hudi ihr vorlesen was darauf stand sofern sie sie noch rechtzeitig retten konnte doch dann kam etwas womit sie so gar nicht gerechnet hat, Stimmen die ihr etwas zu sagen versuchten, sie blickte sich kurz um, waren wirklich die Ahnen von Hudgarr bei ihr um sie zu beschützen? Doch als ihr blick wieder auf die Blätter fand wurden sie deutlich als ob sie ihr vorlesen was darauf stand.
"...mit äusserster Vorsicht und großer Achtsamkeit. Als Machtwächter ist die schlimmste Gefahr, selber dem Durst nach Macht zu erliegen. Wir sind durch die Jahrhunderte eben mit dieser Gekennzeichnet und es mag eine nie enden wollende Prüfung für jeden einzelnen Schatten sein.
Eine Verderbnis ist selten und eine Katastrophe ohne gleichen. Die Person verliert all seine Gefühle, Emotionen und besinnt sich auf niedere Instinkte.
Er vergisst, wer er ist und was er will, wofür er lebt und was er liebt.
Und diese Instinkte nähren das schwarze Blut, versorgen es mit Kraft, auf das es sich vermehren kann, woraufhin weiter die Menschlichkeit aus dem Opfer getrieben wird. Ein Teufelskreis, der nicht zu brechen scheint.
Doch woher kommt diese Erscheinung?
Leider, oder zum Glück gibt es nicht viele wirkliche Beispiele einer Verderbnis bei einem Schatten. Einige lassen sich auf Alchemistische Experimente mit dem schwarzen Blut zuführen, wo die Naiven unter uns glaubten, das schwarze Blut mehren , aber ihren Machtdurst unterbinden zu können. Doch nur einmal geschah es, dass ein Mensch ohne dieses Einwirken mehr und mehr schwarzes Blut produzierte und so den Verstand verlor, bis er anfing, die seinen und seine Familie anzugreifen.
Eine Lösung ergab sich mir leider nicht, so blieb am Ende nur der Tot dieses gefallenen Freundes.
Das einzige, was ihn von den Kameraden, Brüdern und Schwestern unterschied, war seine Vergangenheit. Ehe alles beginn, hat sein Geist viel ertragen müssen. Verlust von Geliebten Menschen, innere, unausgesprochene Ängste, Bedürfnisse. Es kristallisierte sich nach und nach...."
danach wurden die Stimmen wieder still.
Sarah schrak hoch, wie konnte sie hier stehen und den Stimmen lauschen? Sie stürmte zur Türe heraus und blickte sich um. Hudgarr stand schon mit seinem Pferd im Garten und hielt ihr die Hand hinab, rasch zog sie sich zu ihm aufs Pferd und schon ging die Suche los. Anfangs war es noch recht einfach Malas Pferd zu folgen, die Blutspur war im Schnee deutlich zu sehen, doch sie wurde immer dünner und seltener und auch als langsam die Sonne wieder aufging sahen sie immer weniger. Es war zum verzweifeln, jetzt wo er sie mehr brauchte als jemals zuvor fand sie ihn nicht, egal wie sehr sie sich bemühte und konzentrierte, er blockte sie ab und es war ihr unmöglich zu ihm durchzukommen oder zu erahnen wo er ist. Sie folgten ihm bis zu einem Berg, immer oefter versuchte Hudgarr Sarah dazu zu ueberreden kurz zu rasten, er sah wie sie mit sich kämpfte doch sie wollte einfach nicht aufgeben. Sie konnte ihn doch nicht im Stich lassen!
Sie blickte den Berg hoch und schüttelte den Kopf, er konnte doch nicht da hoch sein oder doch? Was wollte er da oben nur? Sie musste eine andere Spur uebersehen oder falsch gedeutet haben, wieder lief sie ein stück zurueck wo die letzte Spur war, wieder versuchte sie sich auf ihn zu konzentrieren, doch auch sie spürte dass sie am Ende ihrer Kraft war. Hudgarr entfachte ein kleines Feuer und nach einigen Überredungskünsten schaffte er es dass sie sich zu ihm setzte und ein wenig rasten wollten, nur kurz ehe sie weitersuchten. Fest drückte er sie an sich und warf ihr auch noch seinen Umhang um die Schultern, leise sprechend erzählte sie ihm was sie im Haus erlebte und hoerte, fragte ihn ob es die Ahnen waren und wie lange sie wohl noch nach ihm suchen würden, wo er so rasch herkam und vieles mehr, bis die Müdigkeit ihren Preis forderte und Sarah in seinen Armen einschlief.

Verfasst: Sonntag 4. März 2012, 08:20
von Cedric Mervis
Kurz war die Nacht des Ritters und dem entsprechend ging er frühmorgens, noch etwas verschlafen aus dem Haus. Sein erster blickt wie gewöhnt auf seine Briefkasten fällt, er jenen öffnet und den vermeidlichen Geburtstagswein entnimmt. Noch im Halbschlaf köpft er jene Flasche um den Inhalt weg-zuschütten, kaum war jene getan schnappt er sich seine Nachrichten und begibt sich ins Rathaus. Dort angekommen sortiert er jene und murmelt vor sich her, langweilig.... Rechnung... macht ich später... zum Schluss seine Blick auf den kurzen Brief fällt.
So liest sich Cedric den Brief durch, was ihn recht schwer fiel bei den vielen Fehlern den jener hatte. Immer wieder huscht ihn ein freudiges Lächeln über seine Züge, blieb sie doch am Ball und gab sich sichtlich große Mühe. Am ende angelangt verfinstert des Ritters Miene und man hört ihn lauthals rumfluchen, ich Ideot wieso hab ich nicht gleich dran gedacht, schallt es durch dem ganzen Rathaus.
Sofort lässt er Herolde zu sich komme um jene auszusenden, die aufhänge ein jeden vorzulesen, welcher des Lesens nicht mächtig waren. Kaum das jene entschwunden sind eilt er aus den Rathaus und rennt rüber zu Sarah in der Hoffnung die Sache mit den Wein verhindern zukönnen, gegebenen falls richtig zustellen, so es dafür schon zu spät sei.......

Verfasst: Sonntag 4. März 2012, 23:17
von Sarah Schwarzmourne
Zum Glück war in der Flasche kein Gift in dem Sinn sondern lediglich ein Haarwuchsmittel und Sarah hatte die Flasche eben erst geoeffnet und eingeschenkt als Cedric auch schon am läuten und klopfen war. Rasch stellte sie das Glas beiseite und oeffnete ihm sichtlich ueberrascht dass er zu so später stunde noch bei ihr bimmelte.
Erleichtert stellte er fest dass sie noch nichts davon getrunken hatte und nahm die Flasche auch gleich an sich und leerte das Glas eigenhändig aus. Ihr Angebot doch ein Glas einer Ihrer Weine mit ihr zu trinken lehnte er freundlich aber bestimmt ab und so machte er sich auch wenig später wieder auf den Weg.
Hudgarr kam nur kurze Zeit später zu ihr und blickte sie Vorwurfsvoll an, bat er sie doch erst ein paar Tage vorher nichts zu essen das sie im Postkasten fand und nicht wusste woher es kam, doch sie zeigte ihm das schreiben das dabei war und meinte nur: Ich hab den ganzen Tag gebraucht bis ich halbwegs verstand was da steht und wenn mir Sir Rafael was schickt dann weiss ich doch von wem es ist!
Er konnte ihr ohnehin nicht lange boese sein und so nahm er sie doch erleichtert dass nichts passiert ist wieder fest in die Arme.

((das alles passierte vor der Geschichte mit Malachai))

Verfasst: Montag 5. März 2012, 19:03
von Malachai Schwarzmourne
Schattenhuf rannte wie wild durch die Nacht, auf seinem Rücken erhebte sich nur schwer atmend der Kopf des fast bewusstlosen Reiters.
Das Blut rann seiner Seite hinab, tröpfelt auf den kalten Schnee, vermischt mit den Hufenspuren des treuen Rosses.
Er hebt die Hand, ein Auge öffnend in die finstere Nacht blickend, als das Pferd wie von einer Schlange gebissen aprubt abbremst.
Er ragt seinen Körper hoch, die Hand an die Wunde pressend, das Gesicht zischend verziehend, blickte dann nach hinten.
Er hätte nicht viel Zeit, das wusste er. Sie würden schnell nachkommen, die Spuren lesen. Doch Sie durfte ihn nicht kriegen.
Er schlägt die Hand ins Gesicht, die Augen zusammenpressend, fast den Tränen nahe.
Was hatte er bloß getan?
Er wollte Sie töten. SIE!
Seine Schwester...sein letztes Mitglied der Familie. Jene Frau, die er über alles liebte, für die er sein Leben geben würde.
Und er würde es. Er verlor sich mehr und mehr.
Diesmal ging es noch gut, doch wer weiß, was das nächste mal kommen wird?
Er hoffte, es würde funktionieren, die leeren Seiten würden sich ihr offenbaren. Es musste klappten, sie war eine Schatten, sie trug das Blut der Schattenlords in sich.
Er griff in die Tasche und zog ein andere Messer heraus, die Beine sacht in die Seiten Schattenhufs drückend und nach vorne auf einen Baum deutend, auf welchen er zuging.
Die Äste schienen stabil zu sein. So nahm er den Dolch und streichelte einmal über Schattenhufs Kopf, leise in dessen Ohren flüsternd "Es tut mir leid mein Freund, dass ich dir nun eine Narbe geben muss, doch du musst Sarah und Hudgarr von mir fern halten."
Das Pferd schnaufte einmal, hob und senkte den Kopf, als würde er ihm zustimmen, ehe Malachai an der Wade am Ende des rechten Beines die Klinge langsam in das Fleisch des Pferds schnitt, eine Handlang hinab.
Schattenhuf wieherte einmal, doch hielt er still und sein Blut rann seinem Bein hinab, tröpfelte und vermischte sich mit dem Schnee.
Dann steckte Malachai den Dolch in die Tasche, beugte sich weiter auf und griff mit einem Arm nach dem Ast über sich, zog sich an diesen schwer hoch, die gespannte Haut und das leidende Fleisch erschwerten sein Vorhaben, doch er musste es tun.
Oben angekommen rang er nach Luft, legte dann die pechschwarze Maske und Kaputze an und lehnte sich an den höchsten und tiefsten Ast, förmlich mit der dunklen Nacht verschwimmen, ehe er sacht pfiff, Schattenhuf einmal aufblickt, sich aufbäumt und dann weiter rennt.
Die Spuren würden Sie folgen....die Hufspuren...das Blut.
Sie würden denken, es wäre Malachais Blut, das ihnen den Weg deutete, doch nein, es war nicht sein Blut. Sein treues Pferd nahm die Schmerzen auf sich, als wüsste es, wie dringend es sein würde, dass Sarah ihn nicht finden würde.
Schattenhuf war ein Wächter...für die Schatten. Das spürte Malachai schon immer. Das Tier war intelligent und schlau...ja, es spürte Leid und Gefahr.
So rennt der schwarze Mustang, durch Gerimor, überall hin, die Verfolger so weit weg wie möglich zu locken, während Malachai auf dem Ast wartete, dass eben jene an ighm vorbei ritten. Kaum atmend, keine Regung innehaltend.
Und wenn Sie vorbei waren...ja...was dann geschieht, wusste er nicht.
So schloss er ruhig die Augen, lauschte in die Nacht, doch mehr, liess er das geschehene Resümee passieren.
Er glaubte, er griff ein Monstrum an...es fühlte sich an, als wäre es nicht er gewesen, der sich bewegte...nein...als würde er einem fremden Wesen bei der Handlung zuschauen.
Und dann die Stimme...die Stimme, die wie ein Hall Mauern hätte einreissen könnten.
Ein Wort rief Sie, in der verzweifelten Not. Leise, doch in seinen Emotionen wie das Fauchen eines wilden Drachens.
"Bruder.", mehr kam nicht. Immer wieder nur das. Doch es liess ihn aufschreien, liess ihn erkennen, was geschehen ist. Liess all seine Kraft, seine Lebensessenz bündeln und die Kontrolle erlangen...all das, als er Sarahs Gedanken in seinen hörte. Als er erkannte, er würde nicht sein Leben opfern...sondern ihres.
Sie hatte es geschafft, zu ihm durchzudringen...doch würde das wieder klappen?
Er seufzte, weiter diese regungslose Position.
Er würde warten....und dann, wenn Sie vorbei ritten, hinabsteigen und sich einen Ort für die Wunden suchen...und dann...ja...was dann geschehen mag, wissen nicht einmal die Götter.

Verfasst: Donnerstag 8. März 2012, 14:18
von Sarah Schwarzmourne
Sie schreckt aus dem schlaf hoch und blickt sich kurz um ehe sie sich von Hudgarr löst und ihm auch gleich versucht mit der Faust auf den Arm zu knuffen. Wie konntest du mich schlafen lassen?! faucht sie ihn an. Du weisst genau wie wichtig es ist ihn zu finden! Kopfschüttelnd drückt sie sich hoch und macht sich dran Schnee ueber das Feuer zu schippen nachdem sie ihm seinen Umhang zurueckgab.
Sie versuchte nochmals nachzufühlen, ihn zu erreichen und zu finden denn sie wurde wach weil sie ihn spürte, nur für einen kurzen Moment hatte er die Blockade gelöst, für einen sehr kurzen Moment doch sie war sich ziemlich sicher dass er es war. Sie machte sich vorwürfe und sorgen wie selten, wie konnte sie ihn so rasch aus den Augen verlieren, ihn einfach rauslaufen lassen? Nein für fragen war keine Zeit, sie musste weiter versuchen den Spuren zu folgen. Sie lief ein Stück zurueck wo sie die letzte Spur sahen, blickte sich um und fragte sich erneut wo er wohl hinwollte und dann sah sie den kleinen Weg. Natürlich da war der Schnee fast weg und in der Erde sah sie die Spuren nicht sofort.
Laut rief sie nach Hudgarr der inzwischen alles einpackte und mit seinem treuen Pferd schon auf sie wartete. Er war immer noch nicht davon begeistert dass sie so wenig ruhte aber er wusste nur zu gut um ihre Verbindung zu ihrem Bruder und sagte daher auch kaum etwas da er noch von vorhin ueberrascht war wie sie reagierte als sie nach nur wenig schlaf aufschreckte. So half er ihr wieder auf das Pferd hoch und langsam ritten sie den Weg entlang. Einer sah nach Osten einer nach Westen um ja keine Spur zu übersehen. Sie waren beide so konzentriert am Suchen dass sie nicht bemerkten dass sie schon eine Weile am Weg nach Berchgard waren. Erst als sie schon fast an der Kutsche waren bemerkten sie es und Sarah gewann wieder etwas Hoffnung. Rasch führten sie Garvagh durch die Tore und zu ihrem Haus. Er stand noch nicht als Sarah auch schon runtersprang und hineinlief. Gästezimmer, oben und auch im Keller sah sie sich so rasch ihre Beine sie trugen um doch die Entäuschung war gross als sie erkennen musste dass er nicht hier war.
Ein aufwiehern kam vom Rathaus, scheinbar hatte dieser stolze strahlendweisse Mustang etwas dagegen dass Schattenhuf ihm kackfrech sein Hafer wegschnappte. Diesmal war Hudgarr schneller und war schon am weg zu ihm doch Sarah war schon wieder dicht hinter ihm lief aber statt zu Schattenhuf direkt ins Rathaus.
Mala! Mala! rief sie immer wieder lief Sir Cedric fast um als sie alle Räume nach ihm absuchte die offen waren. Durch ihr Rufen gingen mitlerweile auch andere Türen auf und jeder sah verwirrt auf die junge Frau die sich durch nichts und niemanden abbringen lies auch noch im letzten Winkel zu suchen. Weiss einer wo er ist? Weiss einer von euch wo Malachai ist? Hat ihn irgendwer gesehen? Ihre Stimme ueberschlug sich fast bei den verzweifelten fragen an die Anwesenden.
Keiner hatte ihn gesehen, die meisten kannte ihn noch nicht mal und so verlies sie das Rathaus wieder. Hudgarr stand noch drin und sprach mit den zurueckbleibenden und sichtlich verwirrten Männern. Einige waren doch auch besorgt doch es war auch für ihn nicht leicht dieses zu erklären ohne zu viel zu verraten. Sarah indess stand draussen an den Stufen und holte erstmal tief Luft. Wieder eine Sackgasse, wieder wusste sie nicht wo sie nun nach ihm suchen sollte. Langsam lies sie sich hinab und hockte sich auf die Stufen. Erst jetzt merkte sie wie lange sie schon suchten und wie erschöpft sie sich fuehlte. Ihr blick fiel auf Schattenhuf der wohl mitlerweile genug gefressen hatte und erst jetzt als er langsam zu ihr kam sah sie dass er anfing leicht zu humpeln. Hat er sich auch noch verletzt bei dieser waghalsigen Flucht vor ihr. War sie es doch die Mala dazu trieb das Haus so fluchtartig zu verlassen, ihre Schuld weil sie es wieder einmal nicht auf sich beruhen lassen konnte dass er noch eine weile für sich brauchte. Ihre Schuld dass er sich selbst verletzte.
Sie sprang hoch und wollte sich das genauer ansehen, doch kaum dass sie oben war landete sie auch wieder auf ihrem Allerwertesten. Hudgarr kam eben wieder raus und war mit einem Satz auch schon bei ihr und nahm sie in den Arm. Was war nur los? Sie schloss kurz die Augen und da war es wieder, dieses Gefühl, ein kleiner Stich in der Bauchgegend, sie blickte zu Hudgarr hoch und drückte sich kurz an ihn. Noch ehe sie einen neuen versuch starten wollte sich um das Pferd zu kümmern bat Hudgarr sie noch etwas sitzen zu bleiben, er sah sich die Wunde an seinem Bein an und versorgte sie so gut es ging. Zum Glück war sie nicht so tief und er kam gut voran, anschliessend brachte er Schattenhuf zum Stall, drückte dem Burschen einige Münzen in die Hand und wies ihn an das Pferd erstmal kräftig abzubürsten und sich um ihn zu kümmern.
Sarah hing wieder ihren Gedanken nach, ging immer wieder die Worte durch die sie hoerte und versuchte erneut zu ihm durchzukommen. Doch egal wie sehr sie sich auch bemühte, er blockte sie wieder vollkommen ab. Sie bemerkte Hudgarr kaum als er wieder zurueckkam und so nahm er sie einfach nur in den Arm und meine leise dass es besser wäre wenn sie heute Nacht ein wenig versuchen solle zu schlafen und sie morgen gleich in aller Frühe weitersuchen. Er fand immer die richtigen Worte und schaffte es sie davon zu überzeugen dass es das richtige war und alles wieder gut werden würde.
Sie war so froh dass er bei ihr war und vor allem dass er sie so gut verstand wie sonst nur einer, ihr Bruder.

Verfasst: Dienstag 13. März 2012, 15:47
von Malachai Schwarzmourne
Langsam konnte Sarah einschlafen, ihr Gewissen vielleicht erleichtert, dass es ihren Bruder gut ginge und sehend, dass er kämpfen wollte.
Schnell versank sie in die Traumwelt, die letzten Gedanken verschwimmend, ehe sie dann die Augen öffnete und sich umblickte.
Sie war in einer riesigen, sternen Halle. Doch obwohl Sie unterirdisch schien, war Sie hell erleuchtet und eine wohlige, vertraute Wärme durchflutete Sie.
Obwohl Sie nichts davon jemals gesehen hatte, fühlte Sie sich nicht fremd, sondern geborgen, vielleicht sogar zu Hause.
Sie ging einige Schritte, instinktiv, als würde Sie genau wissen, was Sie hier tun sollte und das man Sie erwarten würde.
Zu den Seiten ragten riesige Säulen und hievten die schwere Decke auf ihrer Schulter, in der Mitte des Raumes stand eine einfache, aus Schwarzholz veredelte Bank.
Mächtig und heroisch wirkende Statuen zeichneten sich in den Seiten ab, viele Menschen, die Waffen hielten, einer kniend sich auf deer Klinge stütztend, ein anderer, der eine Axt und einen Kopf siegreich in den Himmel hievte.
Sie alle hatten eines gemein, sie trugen Kleidung, die ihr so vertraut waren, Kleidung, die ihr Bruder immer trug.
Lange, weite Roben, bestückt mit merkwürdigen Zusätzen wie weiteren Waffengurten oder Gürteltaschen, die über die Brust ragten.
Sie wirkten nicht wie ehrbare Feldherren oder glorreiche Ritter, sondern einfach wie Kämpfer...was auch immer Sie bekämpfen mochten, erzählten die Statuen Geschichten über Sieg und Leid, den jeder einzelne Zeichnete und ihn so seine Persönlichkeit formte.
Als Sie sich weiter richtung der Bank bewegte, öffnete sich die riesige, reich verzierte metallene Türe am Ende der Halle, ein helles Licht trat aus dieser heraus und liess Sie die Augen zusammen kneifen, eine schwarze Sillhouette erscheinen, die sich ruhig auf Sie zu bewegte
Selbst wenn sich ihr ein fremder zu nähern schien, bewegte sich weiter auf die Bank zu, es wirkte, als würde die Person seine Geschwindigkeit an ihre Anpassen und sie trafen gleichzeitig bei der Bank ein.
Da musste Sarah wohl stocken, ein leichtes Lächeln, als sie Malachai erkannte....doch mag dies nur für wenige Sekunden anhalten.
Nein, es war nicht ihr Bruder, er sah soviel Älter aus, sein schwarzes Haar wurde durch viele grauen Strähne überdeckt. Er hatte einen vollbart, der dicht und wuschig war...doch mehr....er hatte andere Augen...sie hatten eine andere Farbe und waren mehr schlitze...wie, wenn ihr Bruder wütend guckte....und das markanteste...es fehlte die Narbe im Gesicht ihres Bruders.
Doch ehe Sie sprechen konnte, ein Wort ausbringen konnte, sprach der Mann schon.
"Sarah...meine wunderschöne, kleine Sarah."
Es schien ihr direkt zu hämmern...diese Ähnlichkeiten waren nicht zufällig...er stand hier vor ihr, von dem sie sovieles erzählt bekam...ihr Vater.
Er deutete auf die Bank hin, ein warmes, vertrautes lächeln und so setzten Sie sich.
Sein Blick haftete auf ihr, musterte sie genau, man mochte ihm das Glück dieser Begegnung förmlich herauslesen können.
"Wie groß du geworden bist...und wie schön. Du hast viel von deiner Mutter geerbt...zum glück, würde ich meinen.", er lacht leicht.
Sarah brennt es auf der Zunge, sie wollte fragen...fragen, warum Sie hier sei...wo wir sind...doch es schien, als würden ihre Gedanken das reden übernehmen und so setzte er direkt wieder an.
"Wo wir sind....nun....ich würde sagen, sage du es mir...es ist das, was du geschaffen hast. Wir sind dort, wo du hin wolltest. Selbst wenn ich nicht erklären kannst, woher du dies kennst...war es doch zerstört, lange, bevor du geboren wurdest."
Er blickte Sie an, er sah wohl ihre Verwirrung im Gesicht an, nickte und fuhr fort.
"Es ist die Halle der Katakomben der Schatten. Hier lebten wir, ich, meine Frau und dein Bruder...in diesen Höhlensystemen. Die Statuen sind meine Vorgänger...alles Schattenlords...der dahinten...", er deutet auf eine große, die Arme verschrenkt und den Blick fest und kalt, Zwei Klingen in den Händen haltend, zwei weitere am Gurt befestigt habend, was Sarah direkt an ihren Bruder erinnerte. "...das ist mein Vater....und euer Großvater. Man sagt, er sei der härteste, aber gerechteste Schattenlord gewesen. Weise und durchweg durchgeplant."
Wieder der Blick zu ihr, wieder ein sachtes lächeln.
"Wir sind hier, weil du mich brauchst...und weil Malachai hilfe von dir braucht. Er ist mit etwas infiziert, was ich einst auch besass, was dazu führte, dass alles so geschah, dass wir alle sterben mussten. Und dennoch, wenn ich dich so sehe, und weiss, du wärest nie geboren, wenn ich nicht so ein dummer Narr gewesen wäre...erhellt es mein Herz und lässt mich all die Verantwortung ertragen."
Er hebt eine Hand, streift ihr eine Strähne aus dem Gesicht, wie es Malachai auch immer tat. Die Berührung, fühlt sich warm an.
"Dein Bruder ist ein Sturrkopf...dies und den unbrechbaren Willen, die Kontrolle zu behalten, hat er von mir geerbt. Doch glücklicherweise, beherbergt er auch viel Liebe und Güte...und das Wissen, sein Leben sofort für die, die er liebt zu opfern...das hat er seiner Muter zu verdanken.
Ich habe mich oft gefragt, wie wohl seine Statue ausgesehen hätte, hier in den Hallen...ich weiss aber, man hätte sich an ihn ewig im Guten erinnert. Er ist soviel Gutes aus euren Vorfahren....in einer Menge, die die schlechten Eigenschaften im Keim ersticken können.
Doch er ist belastet...und es ist meine Schuld. Ich gab ihm durch mein Handeln eine Bürde auf, die kein Mensch alleine tragen kann...selbst wenn ich es nie wollte...verhindert hatte ich es auch nie.
Doch er hat etwas, was ihm helfen kann...dich Sarah....als seine Schwester, war ein Band zwischen geschwisterlichen Schatten immer das sStärkste und selbst die Weisesten konnten nie wirklich erklären, woraus dieses resultierte.
Ihr seit meine Kinder...und auch du trägst die Bürde für das schändliche Verhalten eures Vaters."

Er seufzt sacht, sein Blick ist so voller Trauer gefüllt.
"Es gibt einen Weg, das Böse in ihm zu vertreiben...doch es geht nur mit dir meine Tochter...du musst meine Fehler wieder gut machen...nie um meinetwillen...doch aber für deinen Bruder."
Seine Augen sind feucht, sie spürt, welch Last ihr Vater tragen muss, welche Gedanken ihn in der Ewigkeit quälen.
"Er wird ewig der aufbrausende Sturrkopf bleiben...doch wird die Liebe zu dir ihn auch immer wieder bremsen können. Das er dich nicht tötete, verdankt er deinem Willen. Mag er so stark und so unantastbar wirken, du hast einen Zugang zu seinem Herzen...die verwundbarste Stelle für ihn...das einzige, was ihn kontrollieren lässt.
Er hat alles verloren und eine Mauer um diesen inneren Ort gebaut. Erschaffen durch das Leid, das auf seiner Seele lastet. Es ist gefüllt mir Hass...auf andere....und auf sich selber....gefüllt mit Trauer, die er tief verborgen hält....angereichert mit Verzweiflung und genährt durch Angst.
Vergiss nicht, meine Tochter...ihr seit Schatten....er ist mein Sohn...ein Meister der Maskerade...er wird sich nicht so einfach in die Karten schauen lassen...er wird es umspielen, es gut reden wollen...er wird sich mehr Ängste auflasten, um sie dir zu nehmen. Er will dich glücklich sehen...und er wird dafür alles geben.
Verzeihe ihm immer seine Fehler...sie sind nur ein Projektil von dem, was ich ihm antat. Sei für ihn da....und sei es nur eine Umarmung, nach der er sich sehnt...und stärke dich...mache dich bereit, sein Leid zu teilen, ihm die Last abnehmen zu wollen, auf das du Sie hinfort bringst. Lege Sie dir nicht selbst auf, zeige nur, dass du ihn verstehen kannst.
Ihr beide seit meine Kinder...ihr habt das selbe Blut, und tragt als letzte der euren die selbe Geschichte in euch. Mögen eure Mütter anders sein, kenne ich keine anderen Geschwister bei den Schatten, die nur annähernd an dieses Band zwischen euch kommen würden. Und egal wie Dumm Malachai sich anstellt...zeige ihm, dass er zu deinem Leben gehört...bei allem, was kommen mag. Er fühlt sich als das, was ich sein sollte für euch...er ist nicht nur dein Bruder...nein...als er dich fand, als ihr euch gefunden habt, hat er auch meinen Platz eingenommen...sorgsam, beschützend, aufopfernd...wie es ein Vater eigentlich ist."

Eine Träne rinnt ihm hinab, er atmet einmal tief durch.
"Er wird dir nicht glauben, wenn du ihm von dieser Begegnung erzählst...er ist einfach so zerstreubt gegen etwas, was sich nicht erklären lässt. Doch richte ihm aus, dass es mir Leid tut, dass ich bei unserer ersten und letzten Begegnung vor 10 Jahren, ihm nicht die Antworten gab, die er suchte......Er wird verstehen, was ich meine...und er wird verstehen, wenn du ihm Ja sagst...einfach nur Ja. Es ist die Antwort, die er damals suchte, auf die Frage, die ihn seit seiner Kindheit den Schlaf raubte...Ja."
Er senkt den Kopf, den Blick von ihr abwendend, wieder tief einatmend. Mag er doch so ähnlich ihrem Bruder sein, diese gebrochene Gestalt unterschied beide. Sarah spürte dennoch, sie sah nun äusserlich, wie es in ihrem Bruder innerlich aussehen musste.
Er wandte sich wieder zu ihr um, griff langsam ihre Hand.
"Sarah...ich muss nun gehen...doch ich bin dankbar, dich einmal sehen zu dürfen...zu sehen...wie wunderschön du geworden bist...du hast viele Ähnlichkeiten mit deiner Mutter...und du bist ein ebenso fantastischer Mensch wie sie. Ich könnte nicht stolzer auf dich sein. Ebenso, wie ich Stolz auf Malachai bin. Ich liebe euch beide sehr...egal was ich dummes tat...ihr seit meine Kinder und werdet es für immer sein. Mögest du es vielleicht auch schaffen, dass mein Sohn mir irgendwann vergeben mag, hoffe ich mehr, dass das Band, was euch verbindet, niemals abreisst."
Er nimmt sie einmal in den Arm, väterlich, fürsorglich, stolz, ehe er sich erhebt und langsam von statten ging.
Soviele Fragen schienen Sarah auf dem Gewissen zu liegen, sie erhebt sich, will seinen Namen rufen, ihn zum stoppen bewegen, doch er dreht sich um, lächelt sie an und sagt leise:
"Euren Liebsten geht es gut. Allen. Ich kann dir nicht sagen, wo Sie sind...doch es geht ihnen gut. So sorgt euch nicht um Sie...das Leben ist nur eine Stufe von vielen auf dieser langen Treppe des Jenseits.
Und ich bin Stolz darauf, welch wunderbaren Menschen ihr euer Herz geschenkt habt...dein Sohn Sarah...ist eine gute Seele...und du kannst auch mit Stolz sagen, dass du eine tolle Mutter bist und immer sein wirst. Geniesst das Leben....lebt es und liebt...ihr seit beide auf dem richtigen Wege...zweifelt nicht daran, es gäbe Hass, nein, wir alle sind um euch, für immer, und wollen nur, was ihr für uns wollen würdet...das Glück.
Und Sarah, meine liebste Sarah....du wirst Malachais Stolz und Liebe zu dir sehen, wenn du in deinem strahlend schönen Kleide zu ihm blickst...egal, ob er unwillig deine Hand an einen anderen Mann weiterreichen würde...ich wäre nicht anders."

Er dreht sich dann, leicht lächelnd um, die riesigen Tore öffnen sich und blenden Sarah...so sehr, dass Sie im Bett aufschrecken mag...in tiefster Nacht...doch jedes Detail und jeden Satz, wie in Stein gemeiselt, im Kopfe haltend.

Verfasst: Montag 19. März 2012, 15:07
von Sarah Schwarzmourne
Die Nacht schien ewig zu dauern, auch wenn sie immer wieder erschöpft einschlief, sie war auch immer wieder rasch wach und blickte zum Fenster raus. Wann ging die Sonne endlich wieder auf, wann konnten sie sich wieder auf die Suche machen?
Die Sonne war noch nicht aufgegangen als Hudgarr mit Tee hochkam, er war ebenso müde und erschöpft wie sie, doch er konnte nicht schlafen solange er nicht wusste ob Sarah, seine Sarah nicht wieder alleine losging wenn er doch einschlafen würde. Auch er machte sich sorgen und so machte er einen starken Tee und brachte ihn zu ihr hoch. Nach dem Tee reiten wir los, die Sonne geht bald auf und dann haben wir auch genug Licht. Waren seine leisen Worte und sie nickte ihm erleichtert zu, froh dass er nicht versuchte sie davon abzuhalten und ihr half so gut er eben konnte.
Die Pferde waren rasch gesattelt und schon waren sie wieder unterwegs, auf der Suche nach Malachai. Waren sie anfangs noch etwas ziellos, hatten sie bald eine runde mit allen möglichen Plätzen geplant und ihr nächstes Ziel war das Kloster nahe Bajard. Rasch wurden alle befragt die im Kloster lebten oder auch nur Zwischenstation auf ihren Reisen machten doch auch hier hatte ihn keiner gesehen. Die nächsten Ziele waren sein Haus und die Herberge, doch soweit sollten sie nicht mehr reiten müssen. Am halben Weg kamen sie an einem Haus vorbei und Sarah hielt recht aprupt ihr Pferd an. Da war er wieder, Schattenhuf! Wie zum Teufel konnte er aus dem Stall? Hat ihn da jemand rausgeholt und der Knecht nicht aufgepasst? Langsam ritt sie auf ihn zu und betrachtete ihn kurz. Es gab keinen Zweifel das ist Schattenhuf. Sie stellten ihre Pferde neben ihm ab und blickten zum Haus hinüber. Sarah holte tief Luft und wieder waren all diese Zweifel da, war es richtig ihn zu suchen? Sollten sie ihn nicht einfach nur in Ruhe lassen wie er es von ihnen wollte? Sie hatte keine Sorgen mehr dass die Verletzung noch nicht versorgt war und dass es ihm was das betraf besser ging und so blickte sie zu Hudgarr hoch und schüttelte sacht den Kopf, wortlos wollte sie wieder zu den Pferden doch Hudgarr nahm sie einfach nur in den Arm und zog auch schon an der Klingel. Sarah wollte schon erleichtert ausatmen als keiner öffnete und versuchte erneut Hudgarr zum weiterreiten zu bewegen doch er klingelte erneut und nun kam auch nach einiger Zeit eine junge Frau heraus, erst als sie etwas näher kam erkannte Sarah sie: Fayana.
Sie sah unglücklich aus und ihre Augen waren verschwollen, sie sprach wenig und oeffnete dann rasch das Tor, drin stand Malachai und blickte sie an. Er hatte sich eben von Fay verabschiedet, ihr versucht klarzumachen dass er nicht das für sie empfindet was wohl sie für ihn empfand. Versuchte ihr zu erklären dass es für sie beide besser war. Auch wenn sie das natürlich noch lange nicht so sehen würde, diesmal hatte er ausnahmsweise recht. Sie hatte Fay davor gewarnt, hatte versucht ihr klarzumachen dass es nicht so einfach mit ihrem Bruder war und sie angst hatte dass er sie verletzen könnte, doch damals sagte sie ihr noch dass die schon selbst auf sich aufpassen könnte. Tief durchatmend blickte sie nun zu ihrem Bruder, unsicher begann sie auf ihn einzureden, bat ihn ihr zuzuhoeren, nicht wieder wegzulaufen und versuchte ihm klar zu machen wie sehr sich alle um ihn sorgten. Wie froh sie war dass Schattenhuf sie diesmal zu ihm führte doch typisch Malachai kam nur die logische Erklärung dass sie ihn fanden weil er beschloss dass es Zeit wurde, weil er wollte dass sie ihn finden.
Sie waren relativ lange bei Fayana im Haus ehe sie beschlossen dass es besser wäre bei Malachai daheim weiterzureden und so brachen sie kurze zeit später auch alle auf.
Vieles wurde besprochen und es schien als würde Malachai sich noch immer für alles die Schuld zu geben, doch da war etwas das bei ihm einen kleinen Hoffnungsschimmer auslöste, oder besser gesagt da jemand: Verdania.
Es war schon spät und so machten sich die beiden wieder am Weg zu Hugarrs Haus, es war näher als Berchgard und so müde wie die beiden waren die beste Lösung. Rasch lagen sie auf den Fellen und beide schliefen sie fast zeitgleich ein etwas erleichtert dass es ihm etwas besser zu gehen schien und auch dass seine Wunde versorgt war.
Kaum dass sie eingeschlafen war schien es als war sie auch schon wieder wach, doch sie war es nicht. Es war eine Art Traum, eine Vision, sie sah Marick, ihren Vater. Sie war bei ihm in der Halle der Schatten, er sprach mit ihr und erklärte ihr so vieles, auch wenn sie keine Fragen wirklich stellen konnte, fast alle wurden dennoch von ihm beantwortet, als wüsste er welche Fragen sie hatte. Aber so viele blieben auch unbeantwortet. Sie sollte ihrem Bruder etwas ausrichten und er gewährte ihr einen kleinen Blick in die Zukunft als er ihr erzählte wie stolz Malachai sein wird wenn er sie in ihrem schönen Kleid an einen anderen uebergeben müsste. Sie wollte nicht dass er wieder geht und doch konnte sie es nicht verhindern und als er verschwand und dieses Licht erglimmte schreckte sie aus dem Schlaf hoch.
Ihr blick ging verwirrt durch den Raum und landete dann rasch auf Hudgarr, scheinbar schlief er noch tief und fest, es war gut so, er hat die letzten Tage kaum geschlafen, wachte immer über sie und war mit ihr unterwegs nach ihrem Bruder zu suchen. Sacht strich sie ihm durchs Haar, warf sich dann eine Decke ueber und ging hoch. Sie blickte aus dem Fenster hinter das Haus, ein junger Puma warb wohl um die Pumadame und sie blickte den beiden einfach nur still zu. Ihre Gedanken waren aber immer noch bei dem was sie eben sah und hoerte, jedes Wort konnte sie noch immer hoeren, es abrufen wie ein Barde seine Lieder immer wieder aus dem Gedächtnis rufen konnte. Sie konnte es kaum erwarten Malachai davon zu erzählen, auch wenn er ihr nicht glauben wird, zumindest sagte ihr Vater das. Sie vermisste hier wie auch in Berchgard den Balkon den sie früher hatte, sie konnte sowohl weit ueber den Wald sehen, aber auch das Meer auf der anderen Seite. Hier konnte sie nur den drüben ueber der Küche betreten, aber sie sah nur ueber den grossen Hof, den Hund und das Tor. Es lohnte dafür nicht rüber zu gehen und schon gar nicht dafür vielleicht dem Wachhund zu nahe zu kommen. Schon gar nicht nachts, wo alles schlief und er aufpasste.
Hudgarr schaffte es das Haus zu verlassen ohne dass sie es mitbekam, wie lange sie wohl am Fenster sass und an all dies dachte was die letzten Tage passierte und was ihr Vater ihr sagte? Hudgarr ging rüber und bereitete für sie ein Frühstück zu. Er schaffte es immer wieder sie zu überraschen und auch wenn es ein etwas eigenartiges Frühstück war, sie genoss es und war glücklich dass er bei ihr war oder besser gesagt dass die bei ihm sein durfte.
Abends machten sie sich wieder auf den Weg zu Malachai, scheinbar war Verdania eben auch zu ihm gekommen und so waren sie heute zu viert. Sarah wollte Malachai alleine sprechen doch er meinte dass Verdania alles hoeren könnte. Sarah wusste zwar nicht was sie ueber die Schatten wusste, ueber ihr Blut und was damit noch alles zusammenhing, aber sie vertraute ihrem Bruder und so erzählte sie ihm davon dass ihr Vater bei ihr war. Dass sie bei ihm in der Halle war, beschrieb ihm jene bis ins kleinste Detail, doch wie Marick es voraussagte er glaubte ihr nicht, meinte sie hat die Halle im Traum gesehen, konnte sich nur an erzählungen erinnern von ihm. Doch nachdem sie ihm seine Antwort gab auf die er wohl schon sehr lange zu warten schien und ihm ausrichtete was ihr Vater von ihr wollte begann er zu sehen, zu verstehen und wusste nun dass er kämpfen musste. Nicht nur für Verdania und Sarah, nein auch für seinen Vater und vor allem für ihn selbst.
Sie sassen lange zusammen und sie konnten sogar etwas scherzen, bis zu dem Moment wo Verdania sich verabschiedete. Hudgarr hatte es wieder einmal sehr eilig und fragte Malachai erneut wann er sich endlich mit Sarah verloben dürfte, wann genug Zeit vergangen wäre, wann er ihnen endlich seinen Segen geben würde. Malachai atmete tief durch und begleitete erstmal wortlos Verdania hinaus. Sie haben sich in ruhe verabschiedet und Sarah und Hudgarr nutzten die Zeit ebenfalls um sich gedanken zu machen wie Malachai wohl diesmal reagieren würde.
Doch diesmal schien er fast wieder der alte, erneut wollte Hudgarr ihn um Sarahs Hand bitten, er lies sich eben auf die Knie vor ihm nieder als Malachai auch schon ausholte und ihn hart traf. Leise und für Sarah nicht hoerbar murmelte er etwas zu ihm ehe er ihm dann wieder hochhalf und danach verkündete: Ihr habt meinen Segen.
Verdania tat ihm wirklich gut, er erkannte wie rasch so etwas gehen konnte, traf es ihn doch ebenso unerwartet wie sie es auch nicht erwartet hat. Hoffentlich ist sie wirklich die richtige für ihn und er kann endlich auch wieder richtig leben und lieben.

Verfasst: Montag 26. März 2012, 01:02
von Malachai Schwarzmourne
Wie schön sie aussah, schoss es Malachai in den Kopf, als Sie die Stufen hinabstieg und sich im Kleide zeigte, dass Hudgarr ihr für die Verlobungsfeier schenkte.
Es zeigte die typischen, thyrischen Schnitte, die Malachai von seinem langen Aufenthalt beim Clan Hinrah kannte.
Sie drehte sich, sie strahlte förmlich, ein glanz im Auge seiner Schwester, wo er glaubte, es nie wieder zu erblicken.
Ja, Hudgarr tat ihr so gut, und egal wie sehr er grummeln würde, er war froh, dass Sie ihr Glück gefunden hatte.
Die Feier war für ihn befremdlich...nicht nur die überraschten Blicke, als er mit Verdania, Hand in Hand hineintrat, nein, auch die Gesellschaft.
Feine Herren und Adel, Ritter und Kämpfer für Temora. Sicher, ihm war bewusst, dass diese Gesellschaft eingeladen war, mehr, waren auch einige jene, die er Freunde betitelte.
Und dennoch, sie lebten anders und feierten anders. Sie gingen aus sich heraus, tanzten, tranken und späßten.
Und zwischen ihnen seine Schwester, so edel und fein, wie die anderen es nur sein konnten. Im Mittelpunkt dieser Gesellschaft.
Wie ein Engel tanzte Sie auf der Fläche mit ihrem zukünftigen Ehegatten, fern war das Bild in seinem Kopf von jenen jungen, dreckigen und leicht richenden Mädchen, dass wirr sprach, auf Bäumen schlief und das Wasser mied.
Nein, jene war fort, nun stand Sie dort, ihr Kleid flog wie ein Schleier in der Luft, der Blick fiel auf den Umhang, den Sie immer noch hatte.
Jener, den Malachai ihr vor sovielen Jahren schenkte, damit Sie nicht fror...der sovieles durchgestanden hatte....rein, sauber, wohl riechend und geflickt. So wie Sarah.
Und als er Verdanias Hand streichelte, ging ihm vieles durch den Kopf. Sie trug das Blut der Schatten in sich, ja...sie war die Tochter des Schattenlords...doch...sie war keine Schatten vielleicht mehr. Und es war gut so. Die Schatten waren tot, die letzten zersprengten sich oder starben in seinen Armen.
Es war eine Bürde, die ihn zerfressen hätte, etwas, was er niemanden antun wollte...wo er fluchte, als er erfuhr, dass sein Sohn es auch in sich trug und er sogar betete, man möge ihn davon befreien...und seine Schwester...
Er ging irgendwann des Nachts heim...selbst wenn er es sich nicht anmerken liess, fühlte er sich doch Fremd unter all jenen.
Sie kämpften und lebten für ein Reich, einem Glauben...Malachai hingegen, war eine aussterbende Natur...er stand so oft bei jenen, die jene töten wollten.
Er ging hinab in den Keller, Verdania schlief fest und lautlos legte er sich zu ihr, sie so sanft und langsam anhebend, dass er sie nicht weckte und in den Arm bettete.
Er schloss die Augen, es mag Stunden oder nur eine Sekunde vergangen sein, als er langsamen Schrittes durch diese riesige Halle ging, an den Seiten Säulen, die in die leere Schwärze der Decke ragten und die Statuen jener Vorfahren.
Er erkannte Sie sofort, die Halle der Schatten, als er sich auf die Bank niederliess, auf welcher schon jemand sass.
Er blickte nach vorne, seiner Mutter keinen Blick gönnend, atmete er ruhig und starrte auf das leere Podest, wo eine Statue fehlte.
"Mein Sohn", sprach die Frau leise, die Hand auf seine Schulter legen wollend.
"Es ist schön, dass du gekommen bist."
Er nickt nur knapp, sein nachdenklicher Blick.
"Wahrscheinlich fragst du dich Dinge...und doch, kennst du die Antworten."
Ein weiteres Nicken, ehe er sacht antwortet.
"Erspare dir die Ausführungen, wie das Möglich seie. Ich weiss, dass du mich nicht hergebracht hast...ich weiss, dass du zu mir gekommen bist und ich dieses Gebilde als unseren Treffpunkt erwählt habe. Ich jeden Ort bestimmen könnte...denn es sind meine Gedanken, die wir nun teilen."
Ein nicken der Frau, die ihre Kaputze absetzt und ihr langes, schwarzes Haar ihrem Rücken hinabfallen lässt.
"Und doch verbietest du diesen Besuch nicht."
Langsam dreht er den Kopf ein.
"Ich sehe, was dich beschäftigt. Und ich weiss, ich kann dir nichts sagen, was dein Kopf nicht weiss oder tun wird."
"Die Schatten sind Tot Mutter, wir leben im Exil...es sollte Enden."

Ihre Augen funkeln ihn an, jene Augen, die Malachais so ähnlich sehen.
"Solange ein letzter Atmet, leben wir alle in jenen weiter. Das Blut verbindet uns, für Ewigkeiten bis über den Tot hinaus. Mögen wir uns nicht frei bewegen können, so spüren wir uns und stehen einander bei. Du kannst deine Schwester nicht von jenem Trennen. Selbst wenn du es so willst, du schaffst es nicht, sie gehen zu lassen."
"Und dennoch..", fällt Malachai ihr ins Wort. "...hat sie etwas gefunden, wo Sie glücklich ist, geborgen und in Wohlstand lebt. Wo man Sie liebt und schätzt und ihr jeden Wunsch erfüllt. Wenn es nur das Blut ist, dass Sie an diesen Fluch der Vergangenheit bindet, lässt es sich ihr das nehmen. Sie kann normal Leben...sie hat was besseres verdient..."
"...Besser als was?", spricht sie nun rein. "Besser als ihre Vorfahren? Oder besser als du?"
Er seufzt und senkt den Kopf.
"Sie hat eine Möglichkeit. Etwas, was ihr mir nie gegeben habt. Sie ist eine junge, schöne Frau. Sie sollte keine Sorgenfalten im Gesichte tragen, sie soll eine Familie gründen, und in dieser auf ewig leben."
"Du bist ihre Familie Malachai. Das wirst du immer sein. Es geht hier nicht darum, dich zu ihr zu integrieren, sondern darum, wenn Sie sich zu dieser Familie aussucht. Du hast auch gewählt, sie kann es ebenso tun."
"Und dennoch, würde Sie sich nie davon lösen. Als sei es unser Instinkt, die Vergangenheit zu wahren. Was ist, wenn es wieder passiert? Wenn jemand kommt, der uns vernichten will. Es kann alles einstürzen für Sie. Während ich ihr noch einredete vor einigen Monden, wir sind nicht verflucht, sehe ich nun, was alles passieren kann. Diese Welt, in welche Sie eintritt, in welcher Sie ihr Glück fand, wird nie mit der Welt, in welcher Ich lebe...in welche Vater sie reingeboren hat, in Harmonie verlaufen können."

Er seufzt und senkt abermals den Kopf.
"Malachai...selbst wenn Sarah nicht meine Tochter ist, so sehe ich, wieviel Sie dir bedeutet...wie sehr du sie liebst. Und so liebe ich sie auch. Sie hilft dir, wie du ihr halfst. Mag Marick noch so viele Fehler getan haben, Sie in die Welt zu bringen, dafür danke ich ihm ewig. Und sei es nur, dass du jemanden an deiner Seite hast, wo wir versagten. Und du weisst, du kannst ihr die Entscheidung nicht abnehmen, noch weisst du, dass, würdest du sie fragen, nie auf das, was Sie nun einmal ist, verzichten würde. Sie liebt dich...sie braucht dich...immer...selbst wenn Sie nun ihren Mann hat, und 20 Kinder...sie wird dich immer brauchen und du Sie genauso."
Er blickt nun zu ihr, ihre Augen mit soviel Liebe und Verständnis gefüllt.
"Vater fragte sich, wie wohl meine Statue ausgesehen hätten, neben jenen Abbilden unserer ehrwürdigen Vorfahren."
Dann dreht er den Kopf zum leeren Podest, deutet darauf und langsam kristalisiert sich eine Form hervor.
Es zeigt 2 Menschen, keine Waffen in den Händen, keine ernsten, steinernen Mimiken, nein, ein Mann, der eine Frau im Arme hält und man erkennt, dass es Malachai und Sarah ist, die Gemeinsam dort stehen, Liebe und Güte in ihren Gesichtern und zuneigung zueinander.
Ein Symbol für die Regentschaft, die nicht Gewalt oder Kraft fordert, sondern Zusammenhalt und den Bund der Familie. Die Stärke, die den Schatten bei ihrem letzten Atemzug verloren hatten, als Frau und Mann starben durch den Verrat ihrer eigenen Reihen.
Langsam legt sich die Hand der Frau auf seine, diese fest drückend und feuchte Augen besitztend. Voller Stolz für ihr Erstgeborenes hegend, für die Reife, die er bekommen haben mag.
Und als das Licht sich erhellt, die Räumlichkeit verschwindet und mit ihr sein Gast, vernimmt er ruhig im Ohre folgende Worte:
"Ich bin so stolz auf dich mein Sohn. Vergiss nie, dass ich dich liebe und ewig lieben werde."
So erwachte er des Morgens, die schlafende Schöne in dem Arme haltend, eine wohlige Wärme in sich spürend.
Er würde verreisen müssen. Wenn Sarah und Hudgarr im Bund der Schatten ehelichten, brauchte es noch ezwas. Und er wusste genau, wo er es finden mochte.

Verfasst: Mittwoch 4. April 2012, 15:41
von Sarah Schwarzmourne
Sarah war so nervoes, sie verstand immer noch nicht weshalb man eine Verlobung feiern musste, solange sie zurueckdenken konnte wurde noch nie eine Verlobung gefeiert. Sie liebte Hudgarr von ganzem Herzen und sie war froh dass Malachai sich doch noch entschloss den beiden ihren Segen zu geben. Sarah befand sich immer zwischen zwei Stühlen. Es war alles andere als einfach für sie, sie fürchtete sich davor wählen zu müssen zwischen ihrem Bruder und dem leben das sie bisher kannte und dem Mann der so rasch ihr Herz in Beschlag nahm. Ja sie musste ihrem Bruder recht geben, auch ihr ging alles viel zu schnell. Kaum hatte sie sich mit einem Gedanken angefreundet kam Hudgarr auch schon mit der nächsten Überraschung. Ja sie hatte viele Zweifel, doch es fühlte sich alles richtig an und sie fühlte auch dass sie nicht mehr ohne Hudgarr sein wollte. Doch würde sie ihn sofort freigeben wenn sie wüsste dass sie ihm im Weg stehen würde.
Er war daheim zwischen den ganzen Adeligen, hatte viele Freunde unter ihnen und es war für ihn selbstverständlich richtig mit ihnen umzugehen. Sie musste an dem Abend zurueckdenken wo sie ihm all diese Bedenken, dass sie da nicht hineinpasst und ihm schaden könnte anvertraute, doch Hudgarr wischte alle Zweifel beiseite. Er sei kein Adeliger und er liebte sie ebensosehr wie sie ihn liebte und nichts und niemand könnte diese Liebe aufhalten. Sie wusste und spürte dass er diese Worte ehrlich meinte doch wenn sie ihn mit Rafael sah, wenn sie sah wie Rafael ihn behandelte und wie viel spass er an diesen Dingen hatte, wie stolz er war wenn er für den Grafen etwas tun konnte. Auch als er ihm anbot für Berchgard da zu sein und ihm als eine Art Rechte Hand zu unterstützen. Am liebsten hätte sie geschrien nein tu es nicht, aber das konnte sie nicht tun, dafür liebte sie ihn viel zu sehr und sie wollte ihn so gut es ging unterstützen bei dem was ihm Freude machte.
Sie wollte eben hochgehen und das Kleid anprobieren das Hudgarr ihr für die Feier mitbrachte als Malachai vorbeikam. Sie drückte ihren Bruder fest an sich wie auch er es tat und sie unterhielten sich während Hudgarr sich schon mal umkleidete. Eigentlich wollte sie ja das Kleid tragen welches sie auch Maskenball trug, jenes Kleid in dem Hudgarr sie schon einmal sah und ihr immer wieder sagte wie huebsch sie damit aussah. Es war schon seltsam, sie hat damals von Xantero einige Kleider erhalten die seit dem Tag unberührt in ihrem Kasten hingen. Zum einen gab es nie Anlässe wo sie sie tragen musste, zum anderen passten diese Kleider auch nicht zu ihr. Viel zu Auffällig waren sie geschnitten und so richtig wohl fühlte sie sich nach wie vor in ihrer alten Hose und dem Bustier das sie damals von Selina bekam. Aber das war nicht die Kleidung die sie tragen konnte wenn sie mit dem Mann ausging den sie ueber alles liebte. Also ging sie dann hoch nachdem Hudgarr fertig war und packte das Kleid aus, es war wunderschön, schlicht geschnitten nach einem Schnitt der Tiefländer mit weichem Fell besetzt. Auch die Farbe war wunderschön, dezent nicht so auffällig und es passte ihr wie für sie geschneidert.
Langsam kam sie die Treppe hinab und die beiden Männer die ihr Leben bedeuteten blickten sie an. Sie wurde von beiden mit Komplimenten ueberhäuft und nun war sie wieder da die Nervosität. Viele Freunde wurden eingeladen, viele Adelige dabei einige die sie noch nicht mal kannte und sie wusste dass ihr ja kein Fehler passieren durfte. So stand sie einige Zeit später im Festzelt das aufgebaut wurde und Hudgarr alleine mit einer wahren Meisterin der Baukünste und Feste dekorierte und herrichtete. Alles war wunderbar aufgebaut, die Speisen sahen köstlich aus und es war von allem reichlich da. Auch Bier wurde extra viel besorgt für Markwart ebenso wie Säfte für die Kinder die Eingeladen waren. Sie begrüsste alle und mit jedem neuen Gast fiel es ihr leichter die richtigen Worte zu finden. Leider kamen auch viele nicht, vor allem die Kinder auf die sie sich freute, aber es war ja auch am Abend und sie konnte verstehen dass Verdania und Corrine sich auch mal ohne ihre Kinder amüsieren wollten.
Verdania und Malachai kamen gemeinsam, man sah ihr die nervorsität ebenso an wie wohl Sarah auch aber sie sah Glücklich aus ebenso wie ihr Bruder den sie lange schon nicht mehr so strahlen sah. Ihre Familie war hier nun konnte nichts mehr schief gehen.
Auch wenn es Anfangs noch den Anschein hatte dass alles ein wenig steif zuging und recht ruhig war so kam die Feier doch sehr rasch in Schwung als Markwart begann die ersten Lieder vorzutragen. Alle hatten Spass es wurde getanzt und gelacht und als auch noch Cedric und Varla dazukamen war die Feier auf ihrem Hoehepunkt. Varla sang lustige Lieder und ein weiterer Hoehepunkt war wohl Cedrics Antrag. Wie er knieend vor ihr war und Varla um ihre Hand bat und sie fragte ob sie seine Frau werden möchte.
Für diesen Augenblick vergass sie sogar an die Geschenke zu denken und ob ihr diese etwas sagen sollten. Ja die Frage war wohl nicht unberechtigt, Hudgarr der von Rafael einen edlen Elfenwein und das Wappen derer von Stolzenfels bekam und Sarah die von Corrine ein einfaches und ein Bauernhemd in einer kräftigen roten Farbe bekam. Geschenke die Unterschiedlicher nicht sein konnten und das wiederspiegelten was sie von Anfang an fürchtete. Zwei Welten die aufeinander trafen. Aber sie wischte die Gedanken erneut fort und freute sich ueber den doch noch sehr gelungenen und schönen Abend. Leider hatte sie nicht aufgepasst und wohl das eine oder andere Glas Wein zu viel getrunken. Wenn man ansonsten auch nur Milch und Tee trinkt kann das schon mal passieren doch es war auch nicht so schlimm, zumindest bis zu dem Teil des Abends wo sie merkte dass sowohl ihre Gedanken als auch ihr Körper zu langsam reagierte und sie Hudgarr nicht aufhalten konnte mit Corinne hochzugehen. Ja sie hatten wohl nur gesprochen wie sie später erfuhr doch die Angst dass er sich wirklich dazu hinreissen lassen konnte mit ihr zu trainieren an einem Abend wie diesem lies sie rasch wieder nüchtern werden.
Viel zu spät erkannte sie dass sie nicht nachdachte und der Hochedlen an den Kopf warf was sie dachte und fühlte, sie gab ihr die Schuld dass Gäste die Feier so rasch und entsetzt verliesen, gerade Torjan der ebenfalls keiner der Adeligen war, gab ihr die Schuld für das was eigentlich sie selbst verschuldet hat. Es war ihre Feier und sie hätte sich besser darum kümmern müssen nicht die Hochedle. Doch diese Erkenntnis kam viel zu spät und so verliess die Hochedle zornig das Anwesen wie zuvor schon alle anderen.

Verfasst: Mittwoch 4. April 2012, 22:02
von Sarah Schwarzmourne
Wieder war ein schöner Tag fast zu Ende als sie mit Lea an der Bank stand wo sie die Beute aufteilten. Sie wollten sich eben verabschieden als ein schneeweisses Kätzchen um die Ecke lief und sich vor den beiden einbremste. Sarah war sofort entzückt und hätte sie am liebsten sofort mitgenommen doch dazu sollte es nicht kommen. Sie kam zwar näher und vertraute den beiden recht rasch nach zwei Stück Fisch und etwas Milch doch Lea wollte die Katze nicht zu ihr heim bringen sondern ins Rathaus für Sir Rafael.
Sie machten eben darueber Witze wie die kleine Katze gut in die Leibgarde des Grafen passen würde und wie das Kätzchen locker 20 von den Rahalern abwähren würde als Malchai und Verdania eintraten. Sie lief gleich zu ihrem Bruder um ihn zu begrüssen und blickte ihn fragend an, doch von ihm kam nur ernst: Wir müssen miteinander reden. Rasch entschloss man sich zu ihr heim zu gehen, es war ja auch nur ein Haus weiter um in Ruhe zu sprechen und so waren sie kurze Zeit später auch schon Weg.
Sie bat den beiden einladend zu trinken an und deutete dabei auf die Stühle doch noch wollten sie der Einladung nicht folgen. Erst wollten sie ihr mitteilen weshalb sie heute ueberhaupt hier sind. Unsicher und nervoes blickte sie die beiden an, konnte es kaum erwarten dass Malachai endlich sprach und dann offenbarte er ihr dass sie sich verlobt haben.
Ein Stein fiel ihr vom Herzen und sie freute sich riesig für die beiden, stürmisch schloss sie erst Malachai in die Arme und kurz darauf auch Verdania. Sie fühlte es schon länger, sie war die richtige für ihren Bruder und bei allem was sie taten, wie sie sich ansahen und wie glücklich sie waren wenn sie zusammen waren zeigte jedem wie verliebt sie in einander waren und dass es keine bessere Verbindung wohl geben würde. Vor allem aber freute sie sich für ihren Bruder, endlich hat er es zugelassen, hat das gefunden das sie bei Hudgarr fand und konnte endlich auch wieder einmal glücklich sein. Sie konnte gar nicht in Worte fassen wie froh sie für die beiden war aber das brauchte sie auch nicht, ihre stürmische Umarmung zeigte den beiden wohl mehr als deutlich wie glücklich sie war.
Hudgarr wurde nur wenig später durch die doch nicht so leise freudige Nachricht wach und gesellte sich zu ihnen und noch weniger zeit später sprach er schon wieder von einer Überraschung. Ja er schaffte es tatsächlich sie immer wieder zu ueberraschen und versuchte ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen doch Sarah war nicht wirklich die geduldigste auf Gerimor und wenn sie von einer Überraschung hoerte dann wollte sie auch wissen worin diese bestand. Leider musste Malachai noch einmal dringend weg und Verdania kam nach einem längeren Verdauungspaziergang auch nicht mehr zurueck und so beschloss Hudgarr endlich Sarah seine Überraschung zu zeigen. Ob es nun daran lag dass sie ihm die Ohren vollsang, schmollte, ihm drohte oder ob es einzig daran lag dass er selbst nicht der geduldigste war sei nun dahingestellt, aber kurze Zeit später sassen sie schon am Schiff und reisten zu einem ihr unbekannten Ziel.
Sie traute ihren Augen kaum als sie den Strand und den Picknickkorb mit all den Leckereien darin entdeckte. Hier war es so schön, es war warm und bis auf einige Tiere war es fast wie ausgestorben auf dem Strand. Hier konnte Sarah es schon eine weile aushalten vor allem solange sie in Hudgarrs Armen liegen konnte. Doch auch wenn sie eine Nacht dort verbrachten es wurde Zeit wieder heimzukehren und so packten sie ihre sieben Sachen und machten sich langsam am Heimweg, doch sehr weit kamen sie nicht als sie froehliche Stimmen hoerten. Roberto, Arkady und Esteban waren vergnügt und ausgelassen im Wasser und hatten ihren Spass. Es wurden einige Hoeflichkeiten ausgetauscht und erneut versuchten sich Hudgarr und Sarah am Weg nach Hause zu machen doch diesmal liefen sie Raissa in die Arme. Sarah musste schon schmunzeln, scheinbar wollte die Insel sie festhalten und ihnen zeigen dass sie hier richtig sind bis zu dem Moment als ein junger Mann mit blonden Haaren und Bart sowie einer Rüstung aus Ogerleder neben der Gruppe halt machte und nach Esteban rief. Er tuschelte einige male mit ihm und rief dann erbost dass das zu teuer sei und er nun selbst fragen müsste was er auch gleich tat.
"Was soll die Frau in Grün denn kosten?" schallte es zu ihnen hinueber und noch ehe Sarah, welche heute ganz in grün gekleidet war zurueckfragen konnte was er freiwillig zahlen wolle, standen auch schon Hudgarr und Raissa zwischen ihr und dem aberwitzigen jungen Kerl und Hudgarr antwortete: " Nur dein Leben! "
Diese Antwort schien dem jungen Mann ganz und gar nicht zu gefallen und rasch bemühte er sich zu erklären dass man ihm in Bajard sagte dass hier auf La Cabeza alle Frauen zu kaufen seien und er wollte ja eigentlich nur mit ihr reden oder so. Doch Raissa und Hudgarr waren sofort in Alarmbereitschaft, Raissa weil sie selbst mit Vallas verlobt war und wusste dass Hudgarr sein Onkel war und Hudgarr weil Sarah jene Frau war die er ueber alles liebte. Als Roberto auch zurueckkam nachdem Raissa den kleinen Esteban nach ihm schickte konnten sich die beiden nun aber wirklich auf die Heimreise machen.
Was für ein schöner Tag dies wieder war.

Verfasst: Samstag 14. Juli 2012, 20:10
von Sarah Schwarzmourne
Langsam schien der Alltag wieder einzukehren nachdem Arsen, Selina, Elira und selbst Sienara wieder auf Gerimor eintrafen. Auch wenn einiges sehr seltsam noch immer war und Sarah keine Ahnung hatte was wirklich passiert war oder wo Selina sich aufhielt, es war ihr mitlerweile auch egal geworden. Selina kapselte sich ab und sprach nur wenn sie musste mit Sarah, selbst als sie die beiden letzten Wochen in ihrem Haus verbrachte. So merkte wohl auch niemand dass sie krank war, sie hatte sich am Markt in Bajard wohl angesteckt bei den Wüstenbewohnern die direkt neben ihr standen doch beginnen wir am Anfang.

Sarah hoerte dass wieder einmal ein Markttag in Bajard stattfand und da sie ohnehin noch ein Kleid für Malachais und Verdis Hochzeit braucht war das die Gelegenheit, ausserdem konnte sie vielleicht auch gleich herrausfinden was das Kleid kostet dass Verdi ihr für die Reise nach Menek Ur gab. Sie war kaum angekommen als sie an dem Stand mit den herrlich duftenden Pfannkuchen hängen blieb und sich eine grosse Portion bestellte. Wärend sie wartete sah sie auch schon Verdi mit ihrem Sohn auf sie zukommen und der kleine Mann wurde von ihr auch gleich ins Herz geschlossen. Stolz zeigte er ihr seinen Bazz und erklärte ihr wie gut der auf seine Mama aufpassen würde und wie stark er sei und und und . Er war so quirlig und lebhaft, und man hatte Mühe ihm zu folgen, er war einfach grossartig wie seine Mama. Sarah musste etwas schlucken und dachte wieder einmal an Tyrion, er wäre jetzt halb so alt wie der kleine Bastian, ob er auch so quirlig wäre?
Sarah war froh als den Moment die Pfannkuchen kamen mit extra viel Marmelade und das kratzen im Hals tat sie ab als teil ihrer Gedanken. Wie sehr sie Hudgarrs Wunsch entsprechen würde, wie sehr sie selbst diesen Wunsch hegt, auch wenn sie schon froh wäre ein Kind das ihre zu nennen, aber noch war die Angst viel zu gross dass das gleiche wie damals nochmals passieren könnte ausserdem ist jetzt erstmal Malachai dran. Hochzeit und Kind und erst danach wird Sarah wieder an sich denken, momentan hat sie ohnehin ganz andere Gedanken als an eine Hochzeit.
Es war schon spät und Verdi brachte den kleinen Racker ins Bett. Sarah kam etwas später nach, sie wollte noch ein wenig frische Luft schnappen und ihre Gedanken wieder sortieren. Verdi wollte ihr unbedingt was zeigen und als sie mit dem neuen Kleid vor ihr stand blieb selbst ihr der Mund offen, ja genauso wird auch Malachai sie ansehen, sein Glück nicht fassen könnend so eine tolle Frau zu bekommen.
Sarah war bewusst dass Verdania ihre Hilfe nicht brauchte aber umsomehr freute sie sich dass ihre zukünftige Schwägerin so sehr in ihr Leben einband und diese Freuden mit ihr teilte. Sarah konnte sich wirklich keine bessere für Ihren Bruder wünschen und glücklich ging sie an dem Abend nach einer Tasse herrlichem Tee wieder heim. Sie ritt ohne Umwege nach Berchgard denn morgen wollte Sienara zu ihr kommen und da sie nicht wusste um welche Tageszeit wollte sie gleich daheim schlafen und wieder mal nach dem rechten sehen.

Schon am nächsten Morgen fühlte Sarah sich nicht wirklich wohl und das kratzen im Hals wurde immer schlimmer, sie fühlte kurz nach und horchte an der Treppe sicherheitshalber nochmal doch alles war still. Scheinbar war die Familie Talmar noch früher wach gewesen und schon unterwegs. Rasch eilte Sarah hinab und goennte sich erstmal ein schönes Bad. Danach suchte sie gleich einige Kleider für Sienara zusammen und brachte sie hoch. Sie hatte heute schrecklichen Durst und sie machte sich sogleich einen schönen heissen Kräutertee mit viel Honig, das half immer und so verging der Tag wie im Flug bis Sienara und auch Verdania nach und nach ankamen. Sie selbst bekam kaum noch etwas von dem Gespräch der beiden mit, immer oefter musste sie husten und dieser Husten wurde immer schlimmer, es waren schon regelrechte Hustkrämpfe und sie konnte sich kaum mehr auf den Beinen halten als die beiden dann ihren Heimweg antraten. Sie schleppte sich hoch und hockte sich auf die Kaminbank, rasch deckte sie sich mit ihrem Lieblingsumhang zu denn sie fror samt des herrlichen Sommerwetters schon sehr und fiel rasch immer wieder in einen unruhigen Schlaf. Sie bekam kaum mit wie lange sie schon oben lag, noch ob jemand im Haus war dazwischen, sie trank zwischendurch wenn sie wach war etwas Tee und Wasser das sie noch oben hatte doch mehr bekam sie einfach nicht hinunter.
Erst am dritten Tag stand Hudgarr vor ihr und blickte sie besorgt an, wieder hatte sie einen Hustenanfall und sie konnte sich dabei kaum noch auf der schmalen Bank halten. Arsen kam ebenfalls hoch und nach und nach erkannte Sarah durch die beiden dass sie doch schon länger alleine hier oben lag. Hudgarr gab ihr einen Trank der das Fieber und den Husten mit der Zeit stillen sollte und wich die nächste Woche keinen Schritt von ihr, immer wieder flöste er ihr Tee und später auch Hühnerbruehe ein, er kümmerte sich rührend um sie. Arsen den sie zu Verdi und Bastian schickte um nachzusehen ob sie die beiden auch nicht angesteckt hatte und der auch bei Sienara nach dem rechten sah kam nun ebenfalls oefter hoch um besorgt nach ihr zu sehen. Doch drei Tage lag sie alleine oben auf der Kaminbank, noch ein Tag mehr und niemand hätte mehr nach ihr sehen müssen. Nach und nach wurde ihr dessen immer mehr bewusst und sie fühlte sich so alleine wie schon lange nicht mehr. Auch wenn Hudgarr seine Arbeit fürs erste beendet hatte und nun bei ihr war und so rasch auch nicht mehr fort wollte. Selina redete kaum mit ihr, wich ihr aus seit sie zurueckkam, Arsen war immer unterwegs, er erzählte kaum von seinen Ausflügen doch meinte er er wäre in den Katakomben unterwegs und hätte einiges aufzuholen nach ihrer Rückkunft hier. Malachai kam kaum noch vorbei denn auch er war dabei eine neue Familie zu gründen und Verdi brauchte ihn durch ihre Schwangerschaft nun noch mehr als sonst. Und Freunde, nein sie kannte zwar viele Menschen mitlerweile, und viele davon waren Freunde von Malachai oder auch von Hudgarr doch selbst besass sie kaum Freunde, zumindest nicht bewusst.

Selina war wieder zu Malachai ins Haus gefahren um sich um Verdania zu kümmern und so war es wieder sehr ruhig geworden im Haus. Arsen war meist unterwegs in den Katakomben oder wo auch immer und Hudgarr und Sarah hatten das Haus meist wieder für sich selbst. Sarah hatte sich nach einigen Wochen daheim wieder recht gut erholt und so wollten die beiden zu Malachai um mit ihm und Verdania aufs Sommerfest zu gehen so sie die beiden dazu ueberreden konnten. Doch es sollte nicht dazu kommen.
Kaum an der Kutsche angekommen fanden sie eine kleine Gruppe von Leuten die sich unterhielten. Sie redeten davon dass die Rahaler den Schreiner Marzius gefangen hielten und wohl auch seine Freundin schwer verletzten. Sie sei aber schon in Adoran im Heilerhaus und die Sorge galt nun dem Schreiner des hiesigen Handelshauses.
Rasch entschlossen die beiden dass man helfen müsste und so fuhren sie direkt nach einem Abstecher zum Wegkreuz wo sie Torjan hinbrachten direkt nach Bajard um Malachai aufzusuchen. Wenn jemand wusste wo man den armen gefangen hielt oder wie man ihm helfen konnte dann war das Malachai, zumindest waren Sarah und Hudgarr fest davon ueberzeugt.
Während Sarah rasch zur Bank lief um ihre Rüstung zu holen versuchte Hudgarr den Anwesenden schonmal zu erklären welche Infos sie hatten von den Anwesenden an der Kutsche und dass sie auf jeden Fall helfen wollten. Doch Malachai meinte dass man sich erst mehr Informationen holen müsste und dann erst entscheiden konnte was zu tun war. Eine ganze Weile standen alle in der Herberge und machten sich Gedanken um die Situation, auch Sarah die sich bei Verdi oben umgezogen hatte und zu allem bereit war um zu helfen als es fest an der Tür pochte und jemand hilfe rief wegen einer Spinne die sich wohl an den Reittieren zu schaffen machte. Malachai rannte natürlich rasch hinaus und half und wärend sie noch scherzten ob er hilfe braucht oder nicht und Sarah einfiel dass sie ja noch mit ihrem Bruder reden wollte wegen Verdi und dass er sie doch jagen gehen lassen möge fiel Verdania auch wohl eben ein dass sie heute nicht mehr mit ihm reden könnte da sie gleich eine Sitzung hätten. Sarah blickte sie ueberrascht an und sah dann zu Selina die mitten unter ihnen sass und nickte kurz. Sie dachte sie würde verstehen was hier vor sich ging, alles ergab für sie Sinn, Selina die kein wort mit ihr zu viel sprach als unbedingt nötig war, Verdi die Sarah rauswarf und Selina bei sich wohnen lies, und Malachai der auch auf diese Sitzung musste und keine Zeit für sie hatte. Sie blickte nachdem sie zu erkennen gab dass sie das schon verstehen würde Hudgarr zu und sagte ihm dass sie draussen auf ihn warte ehe sie auch schon rasch hinauslief. Sie wollte und konnte nicht mehr in diesem Raum bleiben auch als Mala eben zurueckkam und sie zurueckrief, sie wollte eigentlich nur weg in dem Moment. Verdi lief ihr nach und versuchte zu erklären dass es nicht boese gemeint war doch noch ehe die beiden sich aussprechen konnten hoerten sie auch schon die immer lauter werdende Stimme Malachais durch die offene Türe. Einzelne Wortfetzen wie Schwachsinn und keiner Verbietet ihr etwas hallen hinaus und es dauerte auch nicht mehr lange bis Verdi hineinlief und Hudgarr hinaus kam. Sarah sah ihm an was er fühlte und dass er kurz davor war alle kurz und klein zu schlagen und doch trafen sie seine Worte wie ein Dolch ins Herz. Er wollte alleine sein und sie sollte alleine heimfahren. Alleine, ja immer wieder war sie alleine und sie hatte es satt schon wieder in die Ecke gestellt zu werden, erst wollte er sie nicht alleine zur Bank gehen lassen weil Bajard ja so gefährlich war und jetzt sollte sie alleine zum Hafen und alleine mit dem Schiff heimfahren?
Ja das würde sie, aber erst sollte sich das umziehen noch auszahlen, Mala sagte doch sie soll sich nicht immer kleiner machen als sie war, ja sie war eine Schatten und sie würde dafür sorgen dass das Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Sienara hatte schon recht als sie damals fragte ob die Schatten nicht genau dafür standen. Es wird schon viel zu lange nur mehr zugesehen, es wurde abgewartet und Tee getrunken, aber damit war nun Schluss und sie hoffte sehr dass jemand dumm genug war sich ihr heute in den Weg zu stellen. Ihre Klingen griffbereit machte sie sich rasch am Weg nach Düstersee. Na gut rasch war uebertrieben denn es kostete Sarah einiges an Mühe den richtigen Weg zu finden. Bisher war sie nur mit der Kutsche oder dem Schiff nach Rahal gereist doch diesmal war es etwas anderes. Sie wollte nicht gleich mit der Türe ins Haus fallen, erstmal nur alles ansehen und sich ein Bild machen ueber die Lage, doch die Wegweiser waren mehr als spärlich gesät und so wie sie bekleidet war mit Maske und Gugel tief ins Gesicht machte jeder einen weiten Bogen um sie, als würden sie ahnen dass sie nur auf einen Grund warten würde die Klingen einsetzen zu können.

Es dauerte eine Weile bis sie Düstersee durchquert hatte und an der Kutschstation nach dem nächsten Wegweiser suchte. Doch als sie den Kutscher um den Weg fragen wollte stockte sie kurz. Arsen stand hinter der Kutsche und auch wenn sie gleich alles abblockte und das Gesicht weit zur Seite drehte als sie bei ihm vorbeilaufen wollte hatte er sie schon lange erkannt. Natürlich rief er sie auch gleich und wie nicht anders zu erwarten war machte er ihr klar dass es für keinen Sinn machte und viel zu gefährlich sei alleine nach Rahal zu gehen. Ausserdem wäre dieser Marzius nachdem sie suchte schon länger in Gefangenschaft, aber es würde ihm einigermassen gut gehen.
Wie üblich kostete es Arsen einiges an Überredungskunst und jede Menge Zeit ehe er Sarah soweit hatte dass sie einlenkte und mit ihm nach Berchgard reiste. Dort an der Kutsche ging die grosse Diskussion weiter denn Sarah wollte noch nicht heim, sie wollte zurueck zu Malachai und ihm sein Buch zurueckgeben, sie wollte ihm sagen dass sie nicht bereit war zwischen ihm und ihrem Verlobten zu wählen und dass sie wenn es keinen anderen Weg mehr geben würde bereit wäre den Trank zu trinken der ihr den Fluch nehmen würde und der Sie von all den anderen Schatten trennen würde. Ja das wollte sie ihm alles sagen doch Arsen lies nicht nach und nachdem es auch noch zu Regnen begann und sich die Feuchte nach und nach in ihre Knochen zog und sie wieder anfing leicht zu Husten gab sie für heute erstmal auf und folgte ihm nach Hause. Sie hat gerade Zitronentee zugestellt als Malachai in der Tür stand.

Er wollte nach Ihr sehen nachdem sie ohne sich zu verabschieden so rasch verschwand, er wusste dass der Ripper wie er genannt wurde noch sein Unwesen trieb und machte sich Sorgen um seine Schwester und just an dem Abend hat er Eenja verletzt und Malachai hatte ihn wieder verloren doch diesmal hatte er ihn verletzt. Wie auch immer wieder einmal erkannte Sarah wie ähnlich die beiden sich doch waren, beide waren stur und hitzköpfig und Arsen suchte rasch das Weite als die beiden immer mehr in Fahrt kamen und sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen drohten. Sarah hatte nach diesem sehr heftigen Streit zwar immer noch keine Ahnung ob ihr Bruder mitbekommen hat worum es ihr ging, dass sie einfach nicht zwischen den beiden liebsten Menschen in ihrem Leben wählen konnte doch wenn sie es wirklich musste dann würde sie das aufgeben was ihr immer mehr wie ein Fluch vorkam und den Trank dazu hatte sie. Wie sehr sie es hasste wenn er Fragen stellte und diese gleich selbst beantwortete, falsch beantwortete dass er wieder der arme Missverstandene ist. Er sprach solange auf andere ein und drehte einem zig mal die Worte im Mund herum dass er der arme Bedauernswerte war und alle anderen Schuld an allem hatten, und je mehr er sprach umso zorniger wurde sie denn immer mehr erkannte sie wie ähnlich sie ihm doch wirklich war und das gefiel ihr in dem Moment so gar nicht.
Wie lange sie wirklich stritten und sich gegenseitig angeschrien haben mag Sarah heute nicht mehr schätzen können doch am Ende war es so wie es immer nach einem Streit war, sie rang mit ihren Tränen und gab zu an allem Schuld zu haben und Malachai machte sich Siegesbewusst wieder am Weg nach Hause.
Na ja meist hatte er ja auch irgendwie recht und so auch ein wenig heute, doch der Ton macht die Musik und wenn er es ihr nicht verboten hat dann war halt alles ein dummes Missverständnis, schon von Verdis Seite aber das wollte er schon gar nicht hoeren.

Als Malachai ging konnte Sarah sich kaum mehr auf den Beinen halten, sie hustete wieder etwas und sie fühlte dass es doch noch sehr viel für sie war nach ihrer Krankheit die wohl doch etwas mehr war als nur eine harmlose Grippe wie sie den besorgten Männern weismachen wollte. Sie blickte kurz hoch doch dann rollte sie sich einfach rasch vor dem Kamin zusammen, einfach nur ein bisschen schlafen, und vielleicht hoert sie Hudgarr ja wenn er heimkam, denn dass er noch nicht daheim war, dessen war sie sich ziemlich sicher, denn den Streit hätte er sicher mitbekommen, so fest schlief er nicht, das wusste sie nur zu gut von ihm. Doch ob er bald heimkommen würde oder sie wieder ein paar Wochenläufe alleine war, das konnte sie leider nicht vorhersagen.........

Verfasst: Mittwoch 8. August 2012, 16:37
von Sarah Schwarzmourne
Endlich war es soweit, Malachais Hochzeit war heute. Sarah war nervoes als ob es ihre Hochzeit wäre und so sass sie schon Stunden bevor sie loswollten fertig in der guten Stube. Doch dann kam die erste Hiobsbotschaft, die Schattenhochzeit wurde verschoben, sie beginnen wie geplant mit der offiziellen Hochzeit. Auch gut rasch wieder hinunter und umziehen, ja sie hatte für jede Hochzeit ein anderes Kleid und so stieg sie nach einer Weile in den Unterrock, zupfte zwischendurch an den Haaren rum die sie heute offen tragen wollte und nach und nach kam der Rest des Kleides das ihre Lieblingsfarben hatte. Lachsfarben, Pfirsichfarben, schön dezent aber sehr freundlich. Immer wieder zupfte sie hier ein bisschen und da ein bisschen bis sie halbwegs zufrieden war damit und dann kaum dass sie halbwegs zufrieden war kam er, ihr Magen knurrte lautstark und so eilte sie wieder hoch wo Hudgarr schon auf sie wartete.
Rasch aber vorsichtig dass sie sich nicht noch vollkleckert ass sie ein wenig vom Kuchen der noch uebrig war vom Frühstück und ach da war auch noch etwas Käse und ein paar Kirschen die sie gestern vom Baum pflückte. Herrje sie wollten doch früher los und nun bemerkte sie auch noch die Schwertscheide an Hudgarrs Seite hängen. Du solltest die aber abnehmen Schatz, du weisst doch keine Rüsten und keine Waffen stand in den Einladungen! Er schmunzelte aber nur aber versprach ihr sie bei der Hochzeit abzunehmen, aber für die Reise da hin wollte er sie oben lassen. Sie konnte ihn schon verstehen, Bajard wurde immer gefährlicher und so machten sie sich dann etwas verspätet, aber doch am Weg, diesmal aber wirklich hoffte sie nachdem sie ja zuvor schon eine Nachricht von Mala vernahm dass es keine Hochzeit gibt. Doch das war eine andere Geschichte.

Alle waren auf ihrem Platz, Sarah neben ihrem Bruder und auch wenn sie vorher schon die Kleider der beiden sah war sie erneut ueberrascht wie gut die beiden aussahen. Als die Braut endlich kam blieben den meisten die Münder offen stehen. Das Kleid und der Schleier, selbst die Blumen in ihrer Hand alles passte einfach perfekt zusammen und sie hatte noch keine huebschere Braut gesehen. Die Zeremonie war einzigartig und auch nicht so endlos lange wie manche Hochzeiten sich leider hinziehen und so machten sich die Gäste nach dem Gratulieren nach und nach am Weg zum Festzelt. Zwei riesengrosse Tafeln und eine grosse Fläche die zum Tanze einlud waren zu sehen, links und rechts davon waren die erlesensten Speisen und Getränke aufgebaut und alle schienen sich prächtig zu amüsieren. Auch Hudgarr schien den Abend sehr zu geniessen, sie unterhielten sich mit Arsen und Serafina die er heute zum ersten mal mitbrachte und ihnen vorstellte. Sie war huebsch und ihr langes blondes Haar passte gut zu ihrem Gesicht. Ja man konnte sagen was man wollte, Arsen hatte schon einen guten Geschmack was Frauen anging.
Dann war es endlich soweit, auch das Brautpaar schaffte es zu ihnen und nach einigem Drängen der kleinen Tochter der Scherenbruecks wurde auch schon bald die Torte angeschnitten. Nach all dem zittern und warten und dann auch noch das lange stehen bei der Zeremonie genau das richtige für Sarah die das Gefühl hatte seit Tagen nichts mehr gegessen zu haben. Und so wurde ihr Stück sehr rasch verputzt und nachdem Malachai ihr anbot auch von seinem Stück zu probieren auch noch fast die hälfte von seinem Stück. Hudgarr war zwar recht rasch mit der Torte aber auch er lies sie etwas mitnaschen. Was für ein herrlicher Tag ihre liebsten Männer waren um sie und alles schien einfach perfekt und wundervoll.
Zugegeben die Tortenstücke waren recht klein gewesen und so sagte Sarah auch nicht nein als Hudgarr ihr anbot etwas der köstlichen Speisen zu holen. Sie musste Verdi die Tage irgendwann einmal fragen wer die Speisen gemacht hat, sie waren einfach viel zu gut um nicht weiterzuessen. Und so sass Sarah einige Zeit später vor drei leeren Schüsseln und fühlte sich pudelwohl. Zumindest bis Malachai vorbeiging und lapidar bemerkte: So wie du futterst Schwesterchen könnte man glatt denken du wärst Schwanger!
In dem Moment ging das ueberlegen und das rechnen los, konnte es wirklich sein? Hatte sie nicht immer aufgepasst und ihren Tee genommen? Herrje drei Schüsseln? Und die Torte davor und daheim..........
Sie schob die leeren Schüsseln weit zur Seite und blickt Hudgarr entgeistert an. Er hat so viel gearbeitet doch als sie krank war nach dem Markt, da blieb er bei ihr und pflegte sie und auch noch die Woche danach war er bei ihr und sie genoss seine nähe und seine Fürsorge so sehr dass sie nicht an den vermaledeiten Tee dachte. Und nun? Panik stieg in ihr hoch, sie war noch nicht bereit dazu, sie hatte einfach zu grosse Angst dass sie auch dieses Kind verlieren könnte. Es durfte einfach nicht wahr sein......

Ob es an ihrem Blick lag oder ob Hudgarr einfach nur so tanzen wollte konnte sie nicht sagen aber sie war froh ein wenig abgelenkt zu werden. Sie genoss den Tanz mit ihm, auch wenn sie kaum uebung hatte und ein wenig hoelzern wirkte es machte ihr spass und auch Mala und Verdi tanzten zur Musik. Doch das geschaukel und ihre Gedanken die immer noch am Rechnen waren und sich immer wieder sagten es kann nicht sein liesen ihr ein mulmiges Gefühl hochkommen und sie bat Hudgarr mit ihr ein wenig an die frische Luft zu gehen. Doch dann kam auch schon ihr Bruder und wollte mit ihr Tanzen, da konnte sie schlecht nein sagen, vor allem wenn sie nicht noch mehr solcher Bemerkungen die er wohl ohnehin nur Gedankenlos und Scherzhaft meinte, abzubekommen. Sie wollte kein Risiko eingehen, nicht heute, nicht an seinem Tag, nicht an Verdis Tag. Zum Glück dauerte der Tanz nicht allzulange und rasch gingen Hudi und Sarah dann hinaus bevor noch jemand kam und sie aufhielt. Die halben Gäste hatten wohl schon vorher die gleiche Idee und es gab kaum ein Fleckchen wo sie alleine waren doch dann entdeckte Sarah einen Baum etwas abseits vom Strand und auch ein wenig abseits vom Zelt. Sie holte tief Luft und als Hudi sie in die Arme nahm beichtet sie ihm auch schon dass es möglich wäre dass sie vielleicht ein Kind bekommt.
Sie konnte Hudi nur knapp zurueckhalten denn am liebsten hätte er es sofort allen laut kundgetan und das obwohl sie sich noch nicht mal wirklich sicher war. Naja es wäre einfach gewesen sicherheit zu erlangen doch heute wollte sie noch daran glauben dass es nicht so war. Es war schon später am Abend, viele Gäste hatten die Feier schon verlassen als sie Herrn Dunyar entdeckte und mit ihm nach einer leckeren Grillwurst einen kleinen Spaziergang machte um ihn zu fragen ob sie die nächsten Tage einmal bei ihm vorbeikommen dürfte. Sobald sie sicher war, denn sie wollte diesmal wenigstens einen Heiler dabei haben der ihr im Notfall helfen konnte.
Hudgarr unterhielt sich mit Bastian, es war ein herrliches Bild, und auch Arsen stand dabei, ja ihre ganze Familie war zusammen und sie waren glücklich. Hudi, Arsen, Malachai, Verdania und Basti. Es gibt für Sarah kein schöneres Bild, ihre ganze Familie vereint und das gab ihr wieder Hoffnung.
Hoffnung dass es doch kein Fluch ist und alles gut werden kann.