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Verfasst: Mittwoch 9. November 2011, 11:32
von Gast
Verlockende Gefahr…



Meine Geduld hatte ein Ende gefunden.
Egal wenn ich um Hilfe bat, bezüglich diesen Falken, so bekam ich nicht mehr, als nur tröstende Worte und einen Rat, Adoran fern zu bleiben für einige Zeit.
Ich hielt diesen Rat wenige Tage ein. Doch meine Nervosität und Unzufriedenheit, wuchs Tag zu Tag.

Ich fühlte mich in Stich gelassen.
Aber klein beigeben konnte ich nicht. Nein, das hätte mich innerlich zerrissen!
Auf eine perverse Art und weiße, fing ich an das Spiel zu mögen. Und die Gefahr dahinter erweckte meine Instinkte.

So führte mein Weg mich zurück nach Adoran.
Und zu meiner Überraschung, fand ich vor meiner Tür nicht nur einen Drohbrief, sondern auch eine Falle. „Welch ein schönes Wiederkommen Geschenk.“
Diese war perfekt eingebaut in die Türschwelle meiner Wohnung.
Mit einem überaus zufriedenen Grinsen, löste ich sie und steckte sie vorsichtig ein.
Wer weiß, vielleicht wäre sie ja noch nützlich.

Geräusche erklangen hinter meinem Rücken und eine raue Stimme durchbrach die endgültige Stille...“ Ich bin Gestern Nacht hier eingezogen. Mein Name ist Oakman .“
Mein Blick richtete sich auf einen Mann. Ich musterte ihn, mit einer Ausdruckslosenmine.
„ Wie verhält sich eine Nachbarin?“ Diese Frage schoss mir durch den Kopf. Und ich setzte sogleich ein perfektes Lächeln auf die Lippen.
Ich streckte meinen Rücken und Schultern durch und trat auf ihn zu „ Cecilia Gravel“ Stellte ich mich dann freundlich vor.
Einerseits war ich darüber glücklich, nicht mehr ganz alleine in dieser Ecke Adoran zu leben, aber anderseits konnte ein einfacher grauer Stein mehr Emotionen zeigen als diese Person vor mir.

Ich seufzte innerlich“ na das wird heiter werden..“
Und das wurde es auch.
Während meiner Anwesenheit in Adoran, begegnete ich dem Herzog, der mich sogleich in Kenntnis setzte, dass er wisse was ich sei.
Was mich nicht sonderlich wunderte. Wahrscheinlich wusste es nun auch Mariella oder wie die Gräfin auch hieß und Rest der Welt. Was wiederrum erklären würde warum eine Spionin die für Alle arbeitete auch in La Cabeza nach mir Leute befragte und eine falsche Information erhielt.
Bei meinem Gespräch mit dem Herzog, der mich bat ich selbst zu sein, was ich auch wirklich war aber er einfach vor der Wahrheit die Augen geschlossen hielt, hörte ich heraus wie sehr er den Falken für Perfekt hielt und wirklich als bedrohliche Gefahr für Eindringlinge.
„ Werter Herzog, wie kann er der Beste sein, wenn ich ihn mit Leichtigkeit überrumpeln konnte?“ Da musste er mir zugestehen.
Natürlich hatte der Falke auch Menschliche Fehler, ich hatte aber nicht die Zeit um ihn ausfindig zu machen und sein Geheimnis zu lösen.
Mein Herr hatte bereits einen Boten nach mir ausgesahnt, um mich zurück zu hohlen.
Diese Abendstunde am Strand wollte ich noch etwas genießen, der kühle Windhauch der salzigen Luft strich über meine helle Haut.
Mein Buch lag aufgeschlagen auf meinen Schoss, als ich beim Lesen gestört wurde.
Eine Schwarze Gestalt stand etwas weiter von mir weg und beobachtete mich dabei.
Zwar war mein Blick immer noch auf das Buch gerichtet. Aber schon lange folgte ich nicht den Zeilen, sondern lauschte seinen knirschenden Schritten im Sand.
Es war „ mein“ Falke. Und wie erwartet wollte er mich wieder Töten und nun zum dritten Mal drohte er mir damit. Also langsam wurde das Spiel langweilig…
Ich hoffte, dass er mich zuerst angreifen würde.
Doch wie jeder Feigling zog er seine Armbrust und versteckte sich dahinter.
Eine unschöne Wunde konnte ich mir nicht erlauben. Nicht bei dem Auftrag, was ich als nächstes annehmen musste.
Also nickte ich zu seinen Worten und hoffte ihm wieder das Gefühl zu geben, seinen Drohungen wahrlich mein Gehör geschenkt zu haben.
Bis er mich in Ruhe lies und wieder im Schatten verschwand.

Ich hörte andere Geräusche die in der Nähe meiner Wohnung entstanden und ging darauf zu.
Mein Nachbar brachte gerade sein Schild an das Gemäuer an.
„ Guten Abend Nachbar! Wollen wir zusammen an den Strand gehen und einen Wein trinken?“
Seine soziale Kompetenz war nicht sonderlich ausgeprägt.
Er kam auf mich zu und fragte mit feindseliger Stimme.
„ Fräulein Gravel sie versuchen freundlich zu mir zu sein?“
„ Ja, zumindest gebe ich mein Bestes“
„ Dann, lasen sie mich in Ruhe!“ Das war ein Tritt in den Magen. Zumindest verspürte ich es in diesem Augenblick.
Und für einen weiteren Augenblick starte ich ihn Wortlos an.
Ich wand mich um und ging zurück in mein Haus. Während er dasselbe tat und sich beobachtend wieder auf seinen gewohnten Platz setzte, um aus seinem Fenster genau in das meinige zu Blicken….

Ich war wütend und bereute, dass ich ihn nicht gleich geohrfeigt hatte!
Gut, die Hoffnung wäre dabei gewesen, dass er mich gegen die Mauer drückte und ich seine Lippen zum Ersten mal schmecken dürfte..


Genuß der Gegenwart
Einst strebt' ich in der Zukunft Ferne
Mit ungeduldiger Begier,
Doch nun verweile ich so gerne
Du gold'ne Gegenwart, bei dir!
Im ganzen, weiten Reich der Träume
Ist kein so schönes Glück verhüllt,
Wie 's nun im Schatten dieser Bäume
Lebendig, wirklich mich erfüllt.



Aus mir der Cecilia wurde Scarlett. Ich setzte die Maske der Raubkatze auf und verschloss meine Menschlichen Gefühle.
Meine beiden Wesen in mir, waren Grund auf verschieden.
Und kaum war Cecilia in mir verschwunden, erwachte die Dienerin und Beschützerin.



Die Einladung vom Alka…

Verfasst: Freitag 11. November 2011, 14:24
von Gast
Das Pergament zwischen meinen Fingern knirschte leise auf. Ich zerknüllte es wütend und warf es von mir weg, knapp am Kamin vorbei landete die Nachricht auf dem Boden.
„ Was bildet er sich eigentlich ein!“ Meine Stimme überschlug sich vor Wut. Ich war zu schnell in Rasche zu bringen. Während Tereus nur ruhig in seinem Sessel saß und mich schweigend beobachtete.
„ Wochenlang saß ich in Rahal und wartete auf ein Gespräch mit ihm! Es hatte ihn ein Dreck interessiert! Und jetzt kommt die Einladung?! Ich will nicht dahin!
„ Scarlett wie wurdest du eigentlich eine Diplomatin?“ In Tereus Stimme schwank Neckerei, die mir grade wirklich nicht reinpasste.
„ Ich wollte fort von dir! Weil du deinen Schwanz nicht unter Kontrolle halten konntest!“ Meine Zähne malten aufeinander. Nein verziehen hatte ich es ihm wirklich nicht und hatte es auch nicht vor! Die Augen richten sich wieder auf die Einladung am Boden. Um ja seinem schmerzlich verzehrtem Gesichtsausdruck auszuweichen. Ich tat mit diesen Worten ihm wieder weh, das wusste ich All zugut. Aber das, war nicht zu vergleichen mit dem, was er mir damals angetan hatte.
„Wieso kannst du das nicht machen Tereus? Du bist von uns beider der beste Redner. Ich würd ihn eher sofort umbringen, weil ich jetzt schon erbost bin!“
„ Was tu ich jetzt?“ Die Frage war mehr an mich selbst gerichtet aber Tereus war so freundlich mir diese zu beantworten „ Du fährst hin und gibst dein Bestes.“
Wieder eine Reise, wieder eine Kutschenfahrt, die mich fast zum Erbrechen brachte.
Und da war ich, Scarlett Lilien Amarth. Schwester von Vallas Amarth und Diplomatin von La Cabeza.
Mein Erscheinungsbild war eines Piraten denke ich mal würdig.
Schwarze Lederhose spannte sich um meine Schenkel, eine weite weiße Bluse lag um meinen kleinen Körper und ein Korsett schmälerte meine Taille. Mein schwarzes dichtes Haar konnte ich nur bändigen, in dem ich es zu einem schwerem dicken Zopf geflochten hatte und über die Schulter gelegt. Ich wählte eine Kleidung die meine Beweglichkeit nicht behindern konnte, falls es zu einem Kampf kommen sollte. Und meine Dolche lies dort wo sie hingehörte, an meine Schenkel.
Trotz meiner Kleidung die mehr zu einem Mann passen würde als zu einer kleinen Frau. Waren meine weiblichen Reize immer noch deutlich sichtbar.
Ich hörte das klimpern meines Schmuckes, mein Hals war behangen wie ein geschmückter Tannenbaum. Die Edelsteine und Gold Ketten glitzerten um die Wette. Als ich mit lässigen Schritten den Palast betrat.
Eine Letharin eile vor mir um mir den Weg zu zeigen.
„ Hola Chika“ Meine Stimme erklang mit einem eingeübten Dialekt, weich und voller Leben. So waren wir eben.
Frei, Rebellisch und hatten einen Drang uns in jede Scheiße zureiten um knapp dem Tod wieder zu entkommen. Vallas, Jacki und John waren die besten Beispiele dafür.
Wir waren weder Diener noch standen unter Fittichen von Rahal. Wir krümmten uns vor Niemanden und ließen uns auch nicht respektlos behandeln. Und wer das tat, musste mit der Konsequenz leben.

In der Halle saß er hinter einem großen Tisch und begrüßte mich wie es auch nicht anders sein sollte, mit einer kühlen doch höfflichen Art.
Wie konnte ich ihn damals attraktiv und interessant gefunden haben? Jetzt wo er so vor mir saß, unvorbereitet und sogar meinen Namen nicht wissend.
Ahh.. Stöhnte ich innerlich aus und dachte an Tereus Worte. „ Gib dein Bestes.“
Dann hob ich mein Kinn und machte eine überschwängliche Verbeugung. So wie ich das immer wieder bei Vallas beobachtet hatte.
„Hola Amigo! „
Das Gespräch fing erst zähe an. Jeder meinte den Anderen nicht zu gebrauchen. Und nur aus nächsten Liebe ein Verbündens eingehen zu wollen. Wie lachhaft! Doch am Ende wurde die Diskussion hitzig und interessant.
Wir boten ihm Waffenlager und Lieferungen, Ein Zufluchtsort im Falle der Belagerung Rahals, ein gutes Spionage Netz und die Freiheit Flotte. Wie unser Mitwirken bei den Kriegen.
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Ich notierte die Angebote vom Alka für Vallas auf einem Zettel;

- Er ist derzeit nicht Interessiert seine Flotte weiter auszubauen, mit uns als Verbündeten kann er die dortigen
Ressourcen die frei werden besser für seine Armee nutzen`, das heißt uns das Meer ihm das Land.

- Der Alka bietet uns Anlauf an allen Häfen seines Reiches

- Hilfe beim neuer Stützpunkte bzw. Anlaufstellen auf Rahal kontrolliertes Gebiet

- Gleichberechtigte Partnerschaft in einer Allianz

- Gemeinsam Kämpfen.


Freibeuterei und Schutz in seinen Gewässern und die Garantie alles angreifen zu dürfen was nicht unter seiner Flagge fährt ohne Einschränkungen.
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Als alles gesagt war, verabschiedete ich mich gebührend und wand mich direkt zu Tür hin.
Vielleicht etwas zu eilig. Doch kurz davor hielt ich im Schritt an. Und drehte mich zu ihm wieder herum. Die Worte die ich nun deutlich und laut aussprach hallten durch den ganzen Raum. Die Sicherheit und Stärke war dabei noch unterstreichend.
Wir wollen keinen Streit, weder mit Rahal noch mit den Letharen. Ich bin hier um den Frieden zu sichern!“ Mit diesen Worten verließ ich die Räumlichkeiten des Palastes.

Verfasst: Freitag 11. November 2011, 14:31
von Gast
Zwei Tage später kehrte Vallas zurück von seiner Reise.
Ich erstattete ihm ein Bericht und lies eine Nachricht wieder nach Rahal bringen. Um ein weiteres Treffen auszumachen:


http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=56698&highlight=scarlett+gravel


Bis die Antwort zurück kam verbrachte ich die Zeit erneut in Adoran..
http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=56959

Verfasst: Sonntag 13. November 2011, 21:40
von Vallas Amarth
*coming soon*

Verfasst: Montag 14. November 2011, 11:42
von Gast
Diplomatie ist eine Verlängerung der Kriegsführung…

Briefe um Briefe erreichten mich aus Rahal.
Einladungen zu Gesprächen die die Zukunft sichern sollte zwischen La Cabeza und Rahal.
Ich bemühte mich alles richtig zu machen und hoffte, dass ich meinen Herren zufrieden stellen konnte.
Doch umso mehr die Zeit verging, umso mehr waren Steine auf den Weg gerollt.
Der größte rollte als der Alka auf unserer Insel eine Woche verbrachte.
Ich lud ihn persönlich ein. Vielleicht überrumpelte ich ihn etwas damit und meine Art zu reden war nicht sonderlich „ weiblich oder Diplomatisch“.
Aber ich hielt diese kühle Art, diese Unpersönliche Art nicht mehr aus.
Ich stürmte in seinen Palast, ohne dabei auf die Wachen zu achten. So oft wie ich schon rein und rausging. Kannten sie mich und hielten für keine Bedrohung.
„ Du wirst auf unsere Insel kommen! Und dann zeige ich dir, was es heißt wirklich jemanden willkommen zu heißen! Und wie man sich um Gäste kümmert!
Deine Räumlichkeiten stehen bereit zu Verfügung.“
Meine Stimme war ein leises Flüsterndes Fauchen. Erst war er überrascht über meine wirsche Art. Doch dann trat er auf mich zu. Ich wich einen Schritt zurück. Es war ein Instinkt des Selbstschutzes nicht aus Angst. Dann beugte er sich zu mir hinab und flüsterte mir leise eine Drohung ins Ohr. Doch das schreckte mich nicht ab. „ Ich bin nicht euer Kindermädchen werter Alka. „
Er fand die Situation wohl sehr Amüsant.
Ich lenkte meinen Blick auf die Wachen vor der Tür. Und sah an ihrer Körperhaltung, dass sie bereit zum Sprung waren. Sie schien sehr unsicher zu sein, was gerade vor sich ging. Das gesprochene bekamen sie nicht mit.
Ein Schmunzeln huschte über Alkas Lippen und das war ein Zeichen für mich zu gehen.
Meine Schritte eilten hinaus ohne noch einmal auf den Großen Mann hinter mir zu Blicken…

Willkommen auf La Cabeza

Ich war sehr nervös, als die Stunde immer näher kam. Ich war mir plötzlich nicht sicher ob der Alka wirklich kommt. Doch meine Sorge war unbegründet.
Er stand mit seinen Gefolgsleuten am Hafen und wurde erst Feierlich von einem der Piraten begrüßt.
Ich stand im Schatten und beobachtete erst die Situation. Die Personen und `Ihn`.
Erst nach weiteren Augenblicken trat ich aus dem Schatten heraus und Begrüßte ihn höfflich.
Hinter mir tauchte eine weitere Person aus dem Nichts auf, mein Schüler `Schakal.
Man musste nicht lange die Gesichter beobachten um zu wissen, dass einige von ihnen ungerne mitgekommen sind. Selbst der Alka schien diesen Besuch eher als „ nervig“ zu empfinden.
Mir war es jedoch gleich. Ich folgte nur meinem Ziel!
Tiefenbach schoss plötzlich aus seiner Waffe ins Leere, aus lauter Übereifer seiner Art. Und bewirkte damit. Das Alle ihre Waffen plötzlich zogen um in den Angriff über zu gehen.
„Wenn er das nochmal macht, bringe ich ihn um“ Hörte ich den Alka hinter meinem Rücken sagen.
„ Na, nun wissen wir aber dafür, wie schnell wir sie umbringen können..“ Scherzte ich gut gelaunt zurück.
Das beste Haus auf der Insel war für den Alka umgebaut worden. Die Räumlichkeiten sauber und die hübschen Mädels des Hauses für alle Wünsche des Herren bereit.
Die Führung folgte durch das gesamte Haus und als auch Jaron den Weg zu uns fand,
zeigte er ihm die Kriegsschiffe und Kanonen.
Ich lauschte die begeisterte Stimme von Fao und Jaron und war mir sicher, dass alles so läuft wie es laufen sollte.

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Bis zu dem Zeitpunkt als die Letharin mich an der Hand packte und zu ihrem Herren zurückführte.
Ich war im Begriff in eine der Tavernen zu gehen und den stressigen Abend hinter mich zu bringen.
Doch dann stand ich vor ihm. Seine herrischen Augen musterten mich, seine Aufforderung war deutlich.
Gedanklich wog ich ab, was ich tun sollte und was nicht. Es wäre zu schade gewesen, wenn ich das wäre was er von mir glaubte. Aber ich war es nicht. Ich war nie Eine von vielen gewesen und würde es nie sein.
„ Ich bin nicht deine Dienerin!“ Zischte ich ihm wieder wütend entgegen.
„ Tu das nicht!“ Seine Augen glitten auf meinen Dolch den ich instinktiv bereits in den Händen hielt.
Und ich tat es…

Verfasst: Donnerstag 12. Januar 2012, 11:11
von Gast
Das Abendessen…
Nervös drehte ich meinen Ring um den Finger herum.
Ich erzählte Vallas einige Brocken von dem Zwischenfall. Ich war mir nicht sicher, ob ich beim Essen mit dabei sein sollte. Vielleicht sollte ich mich zurückziehen und vorgaukeln ich hätte Kopfschmerzen?
Vallas würde es aber sofort stutzig machen und mehr hinter der Sache vermuten, als nur das was ich ihm erzählt hatte. Und Fao würde mit Recht erkennen, dass ich ihm ausweiche.
Ich nahm meinen Mut zusammen und trat durch die Tür. Es gab kein entkommen. Auf ins Gefecht.
Fao und Vallas saßen bereits am Tisch. Die Leibwachen Positioniert na der Türen.
Vallas begrüßte mich mit einer liebkosenden Stimme. Das tat er oft bei mir und lies mich wissen wie wichtig ich ihm war. Aber ich kam mir immer wie eine Katze vor die man jeden Augenblick auf den Schoss setzten würde und zu kraulen beginnen.
Ich senkte meine Augen zum Fao, knickste damenhaft und schenkte ihm ein zögerndes Lächeln.
Mit Erleichterung stellte ich fest, dass er nichts davon durchblicken ließ. Was meinen Gestrigen Angriff auf ihn anging.
Also setzte ich mich ihm gegenüber und spielte die Friedliche Welt. Ab und zu neckte ich ihn, wenn es passend im Gespräch war. Und erntete einen weiteren amüsierten oder leicht verärgerten Blick von ihm. Plötzlich nannte er mich beim Nachnamen und auch mit Vallas wurde er per Du.
Wie seltsam mein Name erklang, wenn er ihn aussprach. Wie ungewohnt und fremd…
Doch irgendwann, als der Abend immer länger wurde, waren auch die Gespräche hitziger.
Zum Teil hatten wir das Tiefenbach zu verdanken, der seine Hände und seine Blicke nicht von der Leibwache des Alkas lasen konnte. Ständig hat er das arme zierliche Ding angestarrt und mit der lockeren Zunge deutliche, viel zu deutliche anzügliche Kommentare von sich gegeben.
Bis der Alka irgendwann zu währ ansetzte.
Und da war es schon passiert. Auch Vallas erhob seine Stimme und das Chhaous begann.
Meine Nackenhärchen richteten sich auf, ich spürte Gefahr eine Bedrohung nur welcher Art war mir nicht klar. Vor meinem inneren Auge sah ich die Leibwächterin dessen Farbengestallt sich in ein Rot verwandelte. War sie jetzt eine Gefahr für Vallas? Für Tiefenbach oder für mich?
Ich sickerte in den Fluss hinein und sah wie in einer Zeitluppe die Personen um mich herum. In grauen Tönen roten und gemischt.
Der Alka stellte kaum eine Bedrohung dar. Sein Wesen war mit grau und rot leicht gemischt. Doch die Leibwächterin behielt ich im Blick.
Vallas nächste Worte riesen mich unsanft aus dem Fluss heraus, er warf Fao vor zu wissen was letzten Abend passiert war.
Die Gesichtszüge von Fao verhärteten sich.
Konnte ich ihn Zähneknirschen hören? Seine Augen richteten sich auf mich. Er sah mich anklagend an und versetzte mir sofort ein schlechtes Gewissen. Wieso um Sagoth willen hatte ich ein schlechtes Gewissen?
Und trotzdem zog sich mein Magen zusammen und ich senkte die Augen verlegen.
Ich hatte ihn doch schon genug verletzt. Warum.. bei Sagoth… warum musste Vallas das noch mal ansprechen?
„ Werter Alka es wäre schade wenn euer Schiff in gefährlichen Riff zu Schaden kommen würde.“
Ich glaubte, ich hörte nicht richtig. Vallas sprach nun noch eine Drohung aus. Nun würde es statt Frieden zwischen uns zum Krieg kommen.
Und schon verlies der Alka das Haus.
„ Entschuldige Liebes.“ Vallas wandte mir die Aufmerksamkeit zu, sein Gemüht kühlte sich langsam ab. Doch das Kind war schon in den Brunnen gefallen.
„ Ich hatte einige Monate an der Sache gearbeitet Vallas, einiges erduldet um das jetzt als Endprodukt zu sehen. Ich hätte dir nichts sagen dürfen. So weit wäre das nicht gekommen.
Aber ich bin nichts anderes als deine Dienerin. Wenn du es für richtig gesehen hast, dann soll es so sein.“
Ich stand gelehnt mit dem Rücken an der Wand. Trug mein bestes Kleid aus schwarzer Seide und zog an einem Stängel, der mir die Sinne vernebeln sollte damit ich zur innerlichen Ruhe kam.
„ Komme her zu mir...“ Ich ging auf Vallas zu. „ Heb dein Bein.“ Wortlos tat ich es. Er schob vor allen anderen Anwesenden den Kleidersaum hoch. Entblößte dabei meinen nackten Schenkel und zog einen Dolch hervor.
Plötzlich herrschte Stille im Raum. Alle Augen richteten sich auf sein Tun.
„ Glaub mir, es tut mir mehr weh als dir.“ Und dann fuhr die kalte Klinge über meine rosige warme Haut. Der saubere Schnitt hinterließ eine Blutspur. Ich zuckte nicht mal zusammen. Nur Schakal der an der Tür stand und alles beobachtete, zuckte und war zum Sprung bereit, falls ich ein Zeichen gegeben hätte.
„ Geh und such ihn, versuch ihn wieder zu beruhigen und zum Bleiben zu überreden. Egal was dafür notwendig ist.“
Ich öffnete meinen Zopf. Verwirrte wild mein langes schwarzes Haar. Schlug mir mehrmals ins Gesicht bis die Tränen von selbst kamen und lief dem Alka hinterher….
Mein Anblick verwirrte ihn für einen Augenblick. Seine Leibwache musterte meinen Blutigen Schenkel und hörte mein leises wimmern.
Ich log um etwas zu retten was kaum zu retten war. Um Mitleid zu ernten und ihm eine „ schwache“
Junge Frau vorzuheucheln die ihn anbettelte auf der Insel weiter zu bleiben.
Dank auch Jaron , der nicht weit von uns stand und eine gute Überredungszunge besaß.
Blieb der Alka die restlichen Tage.

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Verfasst: Mittwoch 1. Februar 2012, 10:32
von Gast
„Die Freundschaft ist ein Seil und die Liebe eine Schlinge“

Laute Kampfgeräusche drangen durch den unbewohnten Raum einer kleinen Mietwohnung. Das zischen vom kaltem Metall mischte sich mit dem Poltern der beiden Kämpfenden darin.

Ich hielt zitternd meinen Dolch zwischen den Stofflosen Fingern. Und versuchte seinen weiteren starken Hieb auszuweichen. Er war zu schnell, zu gut!

Am Leibe trug ich keine Rüstung, die mich hätte irgendwie schützen sollen. Seltsamerweise baumelten nur grüne Fetzen an denen die feinen edlen Spitzen hangen an mir hinab und entblößten meinen Körper in unsittlicher Art.

Schmerzen durchzuckten mich. Ich blickte hinab und sah wie sein Dolch mit Leichtigkeit zwischen meine Rippen hinein glitt.
Ein Schockmoment..
Jetzt würde Blut priesen, eine Unmenge Blut….Mein Blut, das dominante Aroma würde mir in die Nasen steigen und eine metallische unangenehme Note hinterlasen.
Doch da war nichts. Außer dieser Dolch vor meinen Augen…

Ein Schlag gegen meine Hände, dessen Wucht mich zwang meinen Dolch, der von sinnlosem Nutzen noch immer in meiner Hand verweilte, weg zu schmettern. Der Klang der Klinge die scheppernd auf den Holzboden fiel,
riess mich wieder zurück in das Geschehen.


Ich stand vor ihm. Unbewaffnet und verletzt. Seine Gefühllosen Augen blickten in mein Gesicht und die tiefe Stimme sprach beleidigend durch das robuste Leder auf seinen Lippen.
Wie von Geisterhand, riss ich die Hand empor. Vielleicht eine Gäste der Verzweiflung oder aus der letzten Neugier, wer dieser Blutjunge war, der mich hier und jetzt töten wird.

Sein Gesicht wurde vor meinen Augen verschwommen. Ich konnte ihn nicht klar erkennen, und dann veränderte sich immer wieder sein Gesicht in Gesichter der Männer, die mir in meinem Leben begegnet waren.
Und als sich langsam das Karussell aufhörte zu drehen und eins der Gesichter deutlich vor mir sich zeigte, stoß ich nur leise flüsternd und voller Ehrfurcht seinen Namen aus „ Ned“

Seine Mundwinkel formten ein Grinsen. Ein Grinsen, dass nichts Gutes hiss und mir einen kalten Schauer über den Rücken jagte.

Ich spürte seine Hände an meinen Handgelenken. Jetzt war er auch unbewaffnet.

Mit seiner unbeherrschten Kraft hob er meine Arme über den Kopf und hielt sie mit einer Hand fest. Ein weiterer Stoß folgte und er drückte mich gegen eine kalte, raue Hauswand.

„ Du wolltest doch, das ich dich Küsse...“ Die provokante männliche Stimme erklang ganz nah neben meinem Ohr flüsternd. Er stand so nah bei mir, dass sein Körper sich an meinen Schmiegte. Ich roch sein Aroma welches aus Leder, Holz und Blut bestand. Spürte das ungeduldige zittern an seinem Körper. Sein Oberkörper spannte sich vor verlangen an. Die Finger drückten sich noch enger um meine Handgelenke und dann verschmolzen seine Lippen mit schmerzlichem wiederwortlosem Druck mit den meinen.

Dann waren es nur leise hingebungsvolle und leidenschaftliche Geräusche, die die zuvor leeren Räume ausfüllten.

Und für wenige Stunden waren sie keine Feinde …..



Wenn ich jetzt sterben würde,
ich würde mich nicht davor fürchten,
dass ich niemals eine Vollkommenheit gespürt habe,
wie diese hier.
Eingehüllt in deine Wärme,
jeden deiner Atemzüge liebend.
Würde mein Herz nun stehen bleiben,
oh, es könnte zersprungen sein.
Könnten wir genau hier verweilen,
bis ans Ende der Zeit, bis dass die Erde still steht.
Möchte dich lieben, bis das Meer ausgetrocknet ist.
Ich habe den Einen gefunden, auf den ich gewartet habe.
Die ganze Zeit über habe ich dich schon geliebt,
und habe nicht mal dein Gesicht gekannt.
Die ganze Zeit über habe ich dich schon vermisst,
und habe die Menschheit durchsucht.
Hier ist wahrer Frieden.
Hier lernt mein Herz Gelassenheit.
Sicher in deiner Seele,
gebadet in deinen Seufzern.
Möchte für immer hier verweilen.
Bis ans Ende der Zeit, bis dass die Erde still steht.
Möchte dich lieben, bis das Meer ausgetrocknet ist.
Ich habe den Einen gefunden, auf den ich gewartet habe.


Mit einem Ruck setzte ich mich im Bett auf. Die Decke flog im weiten Bogen von meinem bebenden erregten Körper weg. „ Das war nur ein Traum.. nichts weiter als ein Idiotischer Naiver Traum!“. Ich hörte mich panisch an.
Entsetzt über mich selbst sprang ich aus dem Bett und eilte zu der Wasserschüssel im Badezimmer. Mit den nassen Händen wischte ich den salzigen Schweiß von meiner Stirn weg. „ Nichts weiter als ein Traum..“ Dann hob ich den Kopf und sah in den Spiegel. Erblickte meinen nackten Körper, der an vielen Stellen immer noch Blutergüsse und zusammen genähte Schnittwunden aufzeigte.
Gut, nicht alles war ein Traum.. zumindest die Wunden und der Kampf fand statt.. Doch der Rest war nur meine Fantasie. “

Ich war immer noch am Leben. ..

Mit einer langsamen Bewegung wischte ich die Haarlocken aus meinem Gesicht fort. Meine Wangen glühten immer noch und die Augen sahn mir glasig und fiebrig entgegen…...

Verfasst: Samstag 17. März 2012, 23:07
von Gast
Wer Großes will, muss zuerst das Kleine tun.


Ein unsicheres Gefühl breitete sich in mir aus. Meine Gedanken rasten suchend nach einem Halt welches mir die Sicherheit geben sollte, dass ich wirklich das richtige tu. „ Was tat ich da? Habe ich gerade selbst, das Urteil gefällt zu sterben?“ Meine Augen richteten sich auf die eisenbeschlagenen Türen. Hinter Jenen sich meine Zukunft in wenigen Augenblicken entscheiden würde.

Tod? Oder ein neuer Herr?

Nervös bewegten sich meine Finger. Ich schloss sie zu einer Faust und öffnete sie wieder. Doch das Zittern, das sie befallen hatte hörte nicht auf.

Das menschliche in mir wollte am liebsten fliehen und alles hinter sich lassen. Aber der andere Teil war zu selbstbewusst und Zielsicher.
Die Türen öffneten sich und ich hörte wie ein Mann dessen Stimme mir gut bekannt war meinen Namen aussprach.

Seine Dienerin war im Begriff mit säuerlicher Miene mich vom warteplatz zu hohlen.

Doch kaum setzte sie sich in Bewegung, da glitt ich bereits aus dem Schützenden Schatten und trat auf den roten Teppich, der sich durch den ganzen Thronsaal entlang zog.

Meine Sinne waren geschärft mein Körper angespannt. Egal was hier jetzt passieren würde. Kampflos würde ich nicht sterben!

Die Anwesenden hielten für einen Augenblick die Luft an. Dann spürte ich ihre feindseligen Blicke auf mir ruhen. ..

„Ich komme zu ihnen nicht als Diplomatin von La Cabeza und nicht als Ratsmitglied der Bruderschaft. Diese Titel habe ich abgelegt und meinen Dienst. Ich komme zu ihnen als Scarlett Lilien und bitte sie mein neuer Herr zu sein.“

Zum ersten Mal ging ich wirklich vor Ihm in die Knie und senkte mein Haupt demütig.
Diesmal spielte ich ihm nichts vor…


„Mein neuer Herr zu sein.“ Diese Worten hatten einen nachklang in meinem Kopf. In meinem Mund breitete sich ein bitterer Geschmack aus. Ich gab diesem Mann der vor mir saß und mich kritisch anblickte mein Leben in die Hand.
Er könnte über mich verfügen wie er wollte, befehlen was er wollte. Und meinem Wissen nach verabscheute er mich.

Wollte er mich tot sehen. Hätte er nur den Befehl äußern müssen.

Und doch kam mir die Erkenntnis wie ein harter Schlag in den Magen, dass er gar nicht wusste, was ich war.

„ Gut, melde dich beim Hauptmann in der Wache“. Seine Stimme hatte etwas Gelangweiltes und zugleich dachte ich eine gewisse Unsicherheit zu hören.


Ich war für einen Augenblick aus dem Gleichgewicht“ er will mich in die Garde schicken?“ Dieser Gedanke war für mich so Absurd, dass ich fast schon dabei war ein irres Lachen aus meinen Lippen entgleiten zu lasen.

Doch meine Lippen waren versiegelt und in meinem Kopf sprachen mehrere Stimmen zu mir selbst.
Es wird ihn nie interessieren was du bist.“„ Und das ist besser so Scarlett.“
Er wird es nie so schätzen wie Vallas es tat.
Wieso fängst du von neuem an. Du hattest doch alles.?!“[/color]„ schweige und gebe dich als eine Kriegerin aus. Was er nicht weiß ist besser für dich und du hast deinen Neu Anfang in dem du dich selbst beweisen kannst. „

Mein Körper drückte sich von der knienden Haltung hoch. Ich sah ihm direkt ins Gesicht und sprach meinen Dank aus.
Dann verlies ich den Thronsaal und kehrte zurück in den Schatten…

Ich hatte einen neuen Herren..

Verfasst: Samstag 21. April 2012, 23:55
von Gast
Akzeptanz


Wir Menschen sind wie die Schafe. Wir folgen blind einem Schäfer. Unter seiner Führung fühlen wir uns sicher und geborgen, anerkannt und gebraucht. Wir haben das Gefühl nicht nur da zu sein und zu existieren sondern auch unserem Weg zu folgen und immer höher aufzusteigen zu dürfen. Uns selbst zu beweisen und nach Hören zu streben.

Manch einer strebt nach Wohlstand, der Andere nach Anerkennung und der Dritte nach Akzeptanz.

Ich war eins in einer Herde.
Und fühlte mich wie ein schwarzes Schaf. Mein Schäfer nahm mich oft auf seinen Schoss um mir die Augen zuzuhalten vor der Wahrheit, die mich umgab.
Er konnte mir nur für wenige Augenblicke einen Schutz bitten, oder das Gefühl, das ich dort hin gehöre.

Ich verlies die Herde der weißen Schafe und fand eine Neue…

Eine Herde? Nein es war mehr ein Rudel von Wölfen und der Leitwolf blickte auf mich prüfend hinab.

„Beweise dich und du wirst zu der Familie gehören“…

Ab da begriff ich, dass ich nie ein schwarzes Schaf war. Sondern eine Wölfin zwischen den Schafen…

„ Wachtdienst“
Wie jeden Morgen lief ich die breite Straße abwärts zum Wachtposten.
Das war meine neuste Aufgabe, seit ich in die Garde eingetreten war.
Mehrmals fuhr meine Hand über meine Uniform und kontrollierte, ob alles auf seinem Platz saß.
Von weitem erklangen die Stimmen. Sie waren mir mittlerweile so bekannt, dass ich sie auseinander halten konnte. Da war Thanaya´s Stimme.
Am Anfang war sie sehr skeptisch was meine Person anging. Sie kannte mich als Diplomatin. Nun gehorchte ich auf ihre Befehle. Ich denke die Skepsis verschwand sehr schnell.
Bei der Ersten Schlacht stand ich an ihrer Seite und schon war das Eis gebrochen. Jetzt Begrüßte sie mich Jeden Tag auf Neues mit einem freundlichem Lächeln. Und wenn ich für einige Tage fort musste. Sah ich, wie ihre Mundwinkel absanken. Sie gab mir das Gefühl hier richtig zu sein.
Bei uns in der Garde war sie die gute Seele.


Darf ich mich an den Zaun zurück lehnen?“ Thanay´s Stimme erklangt neugierig.
Habt ihr bemerkt das ich irgendetwas gegen das anlehnen gesagt habe?“ Die Stimme ordnete ich sofort unserem Wachtmeister zu.
Ein Mann der selten viel redete und oft nur kurzen Schwenker in unsere Richtung machte wenn wir flüsternd mit einander tuschelten. Er war gerecht in seinem Handeln und wenn einer von uns ein Problem hatte. Hatte er auch das Offene Ohr dafür. Ich persönlich schätzte ihn sehr.

Langsam nährte ich mich dem Wachtposten und lauschte dem Gespräch.
Echt jetzt?“ Thanaya schaute mit angehobenen Brauen zum Wachtmeister.
Richtig, denn sonst hätte ich etwas dagegen gesagt…“
Begeistert ließ sich Thanaya nach Hinten fallen und plumpste mit einem dumpfen Geräusch gegen die Holzlattern unseres neuen Zaunes.
Plötzlich streckte der Wachtmeister seinen Arm aus und versetzte ihr einen Schlag auf den Hinterkopf.
Thanaya blickte erschrocken zum Wachtmeister und richtete sich schnell verwirrt auf.
Bei dieser göttlichen Darbietung blieb mir nichts anderes übrig als zu Grinsen.
Dann fragte ich leise zur Seite“ Das wäre doch zu schön für dich gewesen nicht wahr?“Der Wachtmeister wand wieder seinen Blick ab und fixierte die Wand vor sich.
Während Thanaya mir leise zuflüsterte. “Ist das nun erlaubt oder nimmt der mich nun auf den Arm?“Ich vermute mal sehr stark, dass es zwar erlaubt ist aber nicht erwünscht.“ In Thanayas Anwesenheit konnte ich nicht anders als zu grinsen oder amüsiert zu Lächeln.
Na gut, dann mache ich das immer nur wenn er nicht gucken tut.“ Sie nickte mir verschwörerisch zu.
Aus meiner Kehle kroch ein unterdrücktes auflachen.
Dann standen wir ruhig da. Ich grinste in mich hinein und Thanaya schien über etwas nachzudenken.
Sie konnte eigentlich nie ihren Mund halten und so kamen wieder die Worte gepurzelt.“ Heute ist mal wieder richtig was los.“ Im selben Augenblick schwenkte der Kopf vom Wachtmeister zu Seite und seine Augen verengten sich leicht. „ Sehe ich euch noch einmal hier so rum lümmeln und muss mich vor einem Templer dafür recht fertigen, werdet ihr im Anschluss froh sein wenn ihr euch gerade hinstellen dürft!“ Eine deutliche und klare Drohung für alle Beteiligten.
Statt zu schweigen erwiderte Thanaya:“ Aber ihr habt doch gesagt, das ihr nichts dagegen gesagt habt und das klang für mich wie ein ja.“ Ihre Stimme erklang kleinlaut. Wie gerne hätte ich sie gepackt und kurz durchgeschüttelt.

Dann folgte die Belehrung über die Verkörperung der Stadtwache in Rahal.

Wir standen Alle kerzengerade da und trauten uns nicht mal zu Atmen. Die Stimme des Wachtmeisters war rasier Messer scharf. Und wir wussten nur zu gut was passieren würde wenn wir ihn erzürnten.
Wieder drehte er nach seiner Belehrung den Kopf weg und schwank seine Augen die Straße hoch und runter.
Auch wir standen unbeweglich auf unseren Plätzen und schwiegen einige Augenblicke. Jeder für sich selbst in seinem Gedanken versunken. Bis irgendjemand neben mir plötzlich sagte:“ Ich hab mir überlegt mich als Koch zu bewerben.“ Ich hielt nicht mehr aus und prustete Lachend drauf los.
Kurz nach Thanayas Worten, erklangt des Wachtmeister trockene Stimme.“ Abgelehnt!“.Ich persönlich konnte mich nicht mehr zurück halten und lachte herzhaft weiter. Thanaya sah erst mal irritiert zum Wachtmeister dann zu mir und stieg in mein Lachen mit ein.
Gab es einen Witz, den ich verpasst habe Landsknecht Scarlett?.“ Seine Stimme war wieder ruhiger. Und lies mich so erahnen, das er am liebsten selbst Gelacht hätte.
Ich biss mir auf die Unterlippe und stöhnte fast Atemlos vor Lachen „ Nein Wachtmeister!Die gute Seele blickte wieder zu mir und nuschelte leise Grinsend.“ Meine Idee kam nicht so gut an habe ich das Gefühl.“Das denke ich auch, wie die Idee mit dem Kuchen und mit den Barett Mützen.“ Mein erheitertes Grinsen war nicht mehr zu unterrücken.
Thanaya blinzelte einige Male und schien dem Gesichtsausdruck nach auch keine so genehme Erinnerungen mit den genannten Schlagwörtern zu verbinden.

Wie immer war das ein herrliches Erlebnis mit Thanaya wache zu halten. Bauchkrämpfe waren da garantiert.