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Verfasst: Freitag 10. Juni 2011, 13:39
von Alexa N'yota
Und wieder hatte sie das Gefühl die Betonung Farions Begrüßung lag auf _Schwester_ Alexa. Innerlich seufzend setzte sie sich an die große Runde und wartete darauf,dass das Treffen begann...
Es ist ein wenig zermürbend die Hoffnung nicht aufzugeben, aber ihre Entschlossenheit,dass Farion auch ein wenig menschliche Liebe benötigt, ließ nicht nach.
Erst vor zwei Abenden begleitete Bruder Niel sie auf die Versteigerung auf die unheimliche Insel LaCabeza. Ursprünglich hatte sie vor Leder einzukaufen allerdings schien es so, als hätten einige Wenige zu viel Gold in ihren Taschen. Also boten sie kurzer Hand entschlossen auf die Schmuckstücke dort. Und bei einem horchte sie auf...Wärme Eluives...Das war es! Genau das musste sie für Farion haben. Im Kopf rechnete sie rasch nach wieviel Gold ihnen noch geblieben war und was sie noch benötigten und bot entschlossen auf das Schmuckstück mit. Und Temora stand ihnen wohl bei,denn als sich das Gebot langsam ihrer selbst gesetzten Grenze von 250 Kronen näherte, hörten die anderen Bieter auf. Und es gehörte ihr...
Kaum hielt sie das wertvolle und überaus seltene Schmuckstück in den Händen überlegte sie auch schon, wie sie es am besten überreichte.
Was wenn er es nicht annimmt,was bei Farion durchaus der Fall sein könnte. Entschlossen schüttelte sie den Kopf...Nein sie würde es nicht wieder zurück nehmen...
Aus ihren Gedanken gerissen wurde ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Treffen gelenkt. Die Sprache kam auf den Überfall der Letharen und ihre möglichen Motive. Sie schilderte lediglich mit knappen Worten,dass ihr ein Gebräu ins Gesicht geschüttet wurde und der blinden Frau eines eingeflößt worden war. Den Rest ließ sie aus...Das war nichts für ein Gespräch in großer Runde.Allein der Gedanke daran ließ sie noch aus Schrecken erschauern. Noch in der Erinnerung versunken vernahm sie plötzlich Farions Worte. "..Man sollte sich mit Vorsicht an diesen Ort wagen und möglichst nicht alleine...Die Gefahr,die von dort ausgeht ist immer noch Ernst zu nehmen..." Bei seinen Worten blickte er sie an. Ihre Stirn zog sich sichtlich unzufrieden zusammen ehe sie kaum merklich den Kopf neigte.
Sie mochte es ganz und gar nicht auf andere angewiesen zu sein. Aber jetzt wo nicht nur Bruder Mandred soetwas gesagt hatte,sondern der Pater des Ordens, würde sie wohl oder übel darauf hören müssen...theoretisch...
Die Sitzung war beendet und alle verließen das Gebäude,allen voran Farion. Sie quetschte des bei Niel vorbei und hastete Farion hinterher die Treppe hinauf. Noch während dem Gehen überlegte sie wie sie sich bemerktbar machen sollte, aber da hatte er ihre Schritte schon vernommen und sich umgedreht." "Hm..Pater..", das Wort ging ihr undeutlich genuschelt von den Lippen,welche noch zögerten ein richtiges Lächeln zu zeigen. Erst als Farion sie warm anlächelte,erwiederte sie es herzlich. "Schwester Alexa..", er stand einige Stufen über ihr,sein Kopf leicht gesenkt und der Blick lag forsch auf ihr." "Ich...Wie geht es Euch?",sie musterte ihn eingehend als die ehrlich gemeinte Frage über ihre Lippen kam. "Nun...",meinte er ein wenig überascht."Mir geht es gut...Ich hoffe um eure Worte keine..Bange das selbe von euch glauben...trotz des Vorfalles?"
Das war das erste Mal seit dem Vorfall,dass er sie fragte wie es ihr ginge...Wenn das kein Fortschritt war...schoss es ihr durch den Kopf.
""Mir geht es wieder gut...Nur eine weitere Narbe auf der Haut",sprach sie schulterzuckend.
Sein Blick senkte sich ein wenig beklemmt hinab auf den kalten Stein der Stufen,bevor er wieder zu ihr aufgerichtet wurde."In der Tat...Der Weg der Erfahrung hinterlässt viele Spuren auf unseren Leib...Und doch habt ihr einen starken Geist.." Das Lächeln auf ihren Lippen war noch immer nicht gewichen und während seiner Worte drehte sie in ihren Händen eine kleine Schatulle. Das bemerkte Farion und sein Blick wanderte hinab auf ihre Hände,welche sie ihm direkt entgegen streckt.
""Ich habe den Namen vernommen...Und es erschien mir passend für euch...",hob ihre Hände mit aufforderndem Blick ein wenig weiter in seine Richtung. Sein Blick zeigte Skepsis ob der Geste und musterte die Schatulle genauer, bevor er wieder ihre Augen taxierte. Er streckte die rechte Hand danach aus und nahm die Schatulle vorsichtig und langsam entgegen. Kaum hatte das kleine Kästchen ihre Hände verlassen,verschränkte sie jene hinter ihrem Rücken.
Farions Kopf neigte sich leicht zu einer Seite und er öffnete die Schatulle. Seine beiden Brauen hoben sich in einem Sprung, wie es völlig unüblich für ihn ist, in die Höhe. Sein Blick wanderte zu ihr und dann wieder zurück zu seinen Händen. "In.....der.....Tat.....",gebrochen zogen sich die Silben über seine Lippen. Bei seiner Reaktion entspannte sie sich nun ein wenig und ihr Lächeln wird sogar noch eine Spur breiter.
"Dies ist,...ein undenkbares Relikt was ihr da besitzt..."
"Nein..Ihr...",warf sie ein.
"Ich..Nun aber ihr habt...es erworben,..wie auch immer das möglich war..."
" "Für euch...",dass sie dafür fast ihr gesamtes Vermögen ausgab,band sie ihm nun nicht auf die Nase,"Wie verrate ich euch nur,wenn ihr es wissen wollt."
Seine Schultern spannten sich unter der Robe an."Nun,...Ihr habt in der Tat eine großzügige Geste geleistet. Ich bin mir nur nicht sicher...Ob ich es annehmen kann...mir wurde gelehrt...das Geschenke...ein untun...sein kann.",er schürzte leicht die Lippen,bevor sie zusammengepresst wurden.
Ihr Lächeln verschwand mit einem Mal aus ihrem Gesicht und sie stemmte unwillkürlich ihre Hände in die Hüften. Als ihr die Reaktion klar wurde,ließ sie die Hände sofort wieder sinken." "Ich werde es nicht wieder zurücknehmen...Das ist für euch...Wenn ihr der Meinung seid..eine Geste von Herzen um euch eine kleine Freude zu bereiten..sei nicht in Ordnung...Dann verschenkt es weiter..."Die Lider sanken kurz hinab um den verletzten Ausdruck zu verbergen, ehe sie wieder angehoben wurden und sie ihr Kinn entschlossen emporreckt. Stumm und etwas entrüstet stand er vor ihr" Nun,...Der Orden hat mit Sicherheit eine Verwendung eures zutuns...dieses Relikt gesichert zu haben. Es hat unvorstellbaren Wert für seine Bestandheit auf dieser Erde." Mit diesen Worten tat er es ab und neigte sein Haupt nur sehr leicht ihr gegenüber noch etwas verunsichert. Seine Mundwinkel hoben sich rasch als er sprach" Habt Dank..Schwester Alexa."
Sie musterte ihn forsch und nickte kaum merklich bei seinen Worten.
Am liebsten würde sie diesen Mann bei den Schultern packen und kräftig durchrütteln. Sie musste sich stark zusammenreißen um sich diesem Gefühl nicht hinzugeben.Stattdessen rutschten ihr einige Worte heraus.
""Ihr seid ein ganz schöner Sturkopf...Reisst mir ruhig den Kopf ab für meine Offenheit...Und das ist nicht das letzte was ihr von mir bekommen werdet..." Neigte leicht ihren Kopf und trat rückwärts die Stufen hinab.
""Vielleicht akzeptiert ihr irgendwann das soetwas nichts schlimmes ist...Wohlen Abend noch..Mögen Temoras Schwingen über euch wachen." Am Ende ihrer kleinen aufgebrachten Rede zuckten ihre Mundwinkel doch ein wenig in die Höhe,bevor sie sich abwendete und die Treppen hinab ging.
Unten angekommen schnaubte sie leise und fuhr sich mit beiden Händen durchs Haar.
Ein Geschenk..eine Untunlichkeit...Ungeeignet...Weshalb sollte das so sein?...Das muss sie herausfinden...Wobei...Sie hatte ja noch immer nicht herausgefunden,weshalb jemand auf menschliche Liebe verzichten will...Vielleicht sollte sie das Kloster aufsuchen und dort Antworten auf ihre Fragen finden.Eines wusste sie jedoch ganz sicher...So sehr er sich dagegen wehrte...Ihre Liebe zu ihm würde nicht einfach aufhören...Er konnte sich dagegen wehren wie er wollte,aber dazu konnte er sie nicht zwingen. Für sie steht fest...es wird mit Sicherheit keinen dritten Mann in ihrem Leben geben,dem sie ihr Herz schenken wird. Farion ist und bleibt der letzte...Ob er will oder nicht.
Verfasst: Dienstag 14. Juni 2011, 14:25
von Alexa N'yota
http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=55311
Verfasst: Dienstag 5. Juli 2011, 16:39
von Alexa N'yota
""Es liegt mir fern,..meine Aufgaben dir vorzuziehen...Jedoch..." ,waren die ersten Worte die an ihr Ohr drangen als sie sich langsam Farion und einer ihr unbekannten Frau im Hof näherte. Beide saßen auf den Bänken vor der Eluivestatue auf verschiedenen Bänken und machten einen vertrauten Eindruck. Die Worte von Farion ließen sie einen Wimpernschlag lang stutzen ehe sie noch näher trat und grüßend nickte. Ihr Blick wanderte kurz,aber eingehend über die Frau. Hübsch sah sie aus,wenn sie auch ein wenig arrogant wirkte. Sie schien Mitte Zwanzig zu sein,also jünger als sie selbst.
"Ah,Du wirst erwartet?..Dann möchte ich dich natürlich nicht weiter von deinen Aufgaben abhalten." , sprach diese zu Farion und man konnte ihre Enttäuschung einwenig heraushören.
Farion neigte seinen Kopf leicht und lässt ein "'Nun...' im Nichts verlaufen.
"Ich will nicht weiter stören..Ich kann auch warten..." , und schon als die Worte ihre Lippen verließen,fragte sie sich insgeheim,weshalb sie das gesagt hatte.
"Nun...Ich...Verzeiht...Meine Zeit ist einfach zu knapp.", sein Blick richtete sich auf die unbekannte Frau. ""Aber wir werden uns mit Sicherheit im Laufe der nächsten Tage wieder sprechen....Es würde mir viel bedeuten..."
Sie zuckte kurz zusammen bei den Worten und setzte eine ausdruckslose Miene auf. Was sagte er da?! Es würde ihm viel bedeuten?! Sie musste all ihre Kraft aufbieten um nicht zu explodieren vor Empörung,Wut und Eifersucht.
Höflich,allerdings nicht besonders freundlich fragte sie:" Soll ich die Dame zum Tor begleiten?"
""Das ist nicht nötig...Die Dame Lunet besitzt Obhut im Orden, mir ist es noch nciht Zeit geworden dies weiter zutragen...Natürlich steht dir kommen und gehen frei.", seine letzten Worte richtete Farion wieder an die sogenannte 'Dame Lunet'.
Die beiden unterhielten sich noch einen Moment,ehe Farion die 'Dame Lunet' selbst nach vorne begleitete.
Als beide aus Hör-und Sichtweite sind stößt sie schnaubend voller Wut die Luft aus. Ihre Hände ballten sich zur Fäusten und sie tigerte einige Male vor der Bank umher ehe sie sich drauf plumsen ließ. Sie duzten sich vertraut...! Und sie hielt er auf Abstand...So ist das also.!..Ihre Lippen pressten sich zusammen und sie wippte ungeduldig mit den Füßen. Ihre Fingerspitzen tippelten unablässig auf ihren Oberschenkeln und starrte auf die Statue vor sich. Farion näherte sich nach für sie zu langer Zeit wieder der Statue und setzte sie mit einem sanften Lächeln. Als sie das Lächeln auf seinen Lippen sah konnte sie sich nicht mehr zurückhalten und wetterte aufgebracht los. Die Brauen waren eng zusammengezogen und eien steile Falte hatte sich dazwischen gebildet. "Das...wäre auch in einer anderen Weise gegangen..Mir es so deutlich zu machen...", das waren die ersten Worte und die letzten die sie noch ruhig und leise von ihr vernimmt.
"Ich soll nicht mehr du sagen..Ihr..Du..Ach was ein Mist" ,fluchte sie.
"Ihr geht mir aus dem Weg...Du hast dich aus unserer Freundschaft entfernt..Aber bei ihr bedeutet es dir viel..." , undamenhaft schnaubte sie leise und atmete mehrmals tief ein. Mit beiden Händen rieb sie sich über das Gesicht und ihr Blick suchte seine Augen. In Ihren Zügen zeichnet sich hinter ihrer Wut tiefe Verletztheit ab. Er blickte sie lediglich wortlos mit in Falten gelegter Stirn an."Und weich dem nicht aus. Diese Frau mag dich...Und du sie scheinbar auch..Wieso konntest du es mir nicht direkt sagen?...Ich bin enttäuscht." Seine nicht vorhandene Reaktion brachte sie noch mehr in Rage. Ihr Blick wanderte wieder auf die Statue. Ach..Wie gern würde sie,dass alles nicht an sich herankommen lassen. Aber ob sie wollte oder nicht...Es funktionierte nicht...Sie liebte ihn und das konnte sie nicht einfach so abstellen. Sie betrachtete ihn abwartend.
Nach den letzten Worten senkte sich sein Blick, die Schultern hoben und sanken mit einem schweren Atemzug. Ehe sich sein Blick mit mehr Entschlossenheit wieder zurück zu ihr richtet. Wortlos erhob er sich von seinem Platz und ging einige Schritte auf den steinernen Weg zu. Sie seufzte tief und sprach dann im normalen Tonfall"Es tut mir leid...Es steht mir nicht zu...sowas zu sagen..." Selbst bei diesen Worten sprach er nichts sondern setzte seinen Weg in Richtung Treppe fort. Aufgebracht sprang sie auf und lief ihm einige Schritte nach. Empört sprach sie:" Du rennst weg...Wieso läufst du weg ohne darüber ein Wort zu verlieren?Wieso sagst du nichts dazu?!" Seine Mimik konnte sie nicht sehen,allerding hob sich sein Kopf ruckartig bei ihren letzten Worten und bewegte sich wie losgelöst in einer sonst von ihm nicht gesehenden Geschwindigkeit auf sie zu. Sie zuckte erschrocken zusammen und erstarrte, ihr Blick lag allerdings noch genauso herausfordernd auf ihm wie vorher auch. Er stand direkt vor ihr und seine Hände fuhren beide um ihre Wangen...Sie hielt den Atmen an,unfähig zu denken wartete sie starr ab. Nur kurz aber ohne viel Zögern legten sich seine Lippen auf ihre. Und so schnell wie er auf sie zukam und sie küsste,entfernte er sich wieder einen Schritt von ihr und blickte sie wortlos an. Völlig überfordert mit der Situation blinzelte sie ihm reglos entgegen. Ihr Mund öffnete und schloss sich mehrmals,während sie nach Worten suchte. Doch war sie zu überrumpelt von dem Geschehenen und Farion entfernte sich die Treppe hinauf von ihr.
Als er aus ihrem Blickfeld verschwunden war murmelte sie,eine Hand sachte auf die Lippen gelegt" Was...Temora steh mir bei..."
Er hat mich geküsst!..schoss es ihr durch den Kopf. Also empfindet er doch noch etwas für mich!...
Mit einer hastigen Handbewegung wischte sie sich eine Träne aus dem Augenwinkel und machte sich direkt auf zu Amary. Sie brauchte wen um über das Ereigniss zu reden....
Verfasst: Sonntag 17. Juli 2011, 15:38
von Quarius Lore
Eine Pilgerreise sollte eigentlich länger als gewöhnlich dauern. Doch Zeit ist etwas, was er mittlerweile aufgrund der erlernten Geduld in vielen Maßen besitzt. Die Findung, wieder zu sich selbst, ist ein autogenes Training, was einem immer gespenstige Züge verleiht. Nichts desto trotz haben einige Menschen diesen Tranceähnlichen Zustand bei Meditation oder im Gebet.
Komisch, dass er mittlerweile sich vorstellte, dass er ein Tagträumer gewesen ist. Jedoch hatte der Schrein des Mitgefühls in seiner eigenen Pilgerreise, ohne seine Schülerin Alexa, ein etwas anderes Bild. Immerhin muss er selbst lernen; nein, wieder erlernen, was es heisstzu Glauben!
Und doch, wie es ihm schien, hatte auch Alexa, Ihre Gefühlen freien Lauf gezollt...aber genau das sollte sie doch nicht...!?
Wusste er es selbst? Er wusste selbst nicht ob Farion an seine frühere Frau immerzu nachdenkt. Als Sie verschwand, war er vom Orden und Temora abgekehrt, vielleicht mit ein Grund, weshalb für ihn alles den Bach runterlief. Die Gedanken befremdeten ihn mit Bitterkeit und er trat gegen einen losen kleinen Stein, welcher im hohen bogen gegen einen Baumstamm traf und irgendwo im Unterholz verschwand...
Als er den Weg weiterging sah er nun das Antlitz der Burg und dachte: Ja, jetzt bin ich wieder heimgekommen!
Insgeheim fragte er sich ob man ihn überhaupt vermisst hat....
Verfasst: Samstag 30. Juli 2011, 23:53
von Farion Lefar
Schwer wie eine Rüstung können Emotionen sein, sie schränken deine Sicht ein wie ein fester Helm auf deinen Kopf. Jeder Gang so langsam und träge als wärst du am ganzen Körper durchnässt. Deine Schultern ziehen sich zusammen als würde die Verantwortung persönlich auf ihnen sitzen.
Die Bänke im Kirchenschiff der Ordenskirche waren in der Tat nicht bequem für den Grauschopf und doch saß er viele Abende auf diesen. So wechselreich die Sitzgelegenheiten auch waren so waren es auch die Überlegungen welche in seinen Kopf hin und her spuckten.
„Die einzige Möglichkeit sie zum Schweigen zu bringen war es sie zu Küssen“
Welcher Geschmack könnten wohl Gefühle beschreiben, welche er für Alexa aufbringen konnte.
Viele Verständnisfragen sorgten dafür, dass die Kapuze tiefer ins Gesicht des Paladins gezogen wurde. Im Schein der letzten Kerzenflamme erhob er sich und schlich den Mittelgang der Ordenskirche entlang vor dem Gebetskissen angekommen stellte er den kleinen Teller mit der Kerze neben dieses und bettet den Ansatz des rechten Knies auf das Kissen.
In einer Bewegung werden die Ränder der Kapuze gegriffen und zurück gezogen. Bei jedem Gebet soll das Haupt frei sein von jedwelcher Bedeckung, sodass IHR Blick stets frei auf unser Haupt bleibt. Die Augenlieder legen sich aufeinander die Linien seiner Lippen formen stumme Worte….
Im Angesicht deiner Herrlichkeit,
Bitte ich dich Herrin des Lichtes,
gib mir die Kraft hinter diesen Gefühlen zu blicken,
das Richtige zu tun und mein Gewissen rein zuhalten von alldem, was Falsch ist,
. . .
Lange verbrachte er mit bittenden Worten und seinen Glauben auf der Suche nach Antworten auf dem Kissen bis das Licht der Kerze zu Flackern begann.
Er erhob sich von dem Gebetskissen und hüllte sein Gesicht wieder in die tiefe Kapuze seiner Robe.
Der Teller mit der flackernden Kerze wurde zwischen Daumen und Zeigefinger genommen um den letzten Weg für diese Nacht aus dem Kirchenschiff zu deuten …. . . . . .
Verfasst: Freitag 5. August 2011, 20:13
von Gast
Inzwischen waren einige Wochen ins Land gezogen und es war einiges passiert.
Eine Melodie summend sitzt sie im Orden auf der Bank, welche direkt neben einem mächtigen Baumstamm steht, und lehnt sich an jenen an.
Ihr Blick liegt nachdenklich auf dem kleinem Wasserfall des Baches. Es ging ihr in den letzten Wochen so gut, dass sie sich in keinster Weise beschweren konnte. Es war eher so als könnte sie ihr Glück noch gar nicht fassen.
Nicht nur, dass sie an einem Abend vor kurzem zu einem vollwertigem Mitglied aufgenommen wurde und gleichzeitig zwei Titel aufs Auge gedrückt bekam auf welche sie getrost verzichten konnte. Sie machte ihre Arbeit gern und half jederzeit wo immer sie kann.
Wofür benötigte sie Titel...Diese Sache ging ihr nicht so recht in den Kopf, aber sie akzeptierte es mit der Schulter zuckend, da es scheinbar so gewünscht war. Nun war sie wohl verantwortlich für den handwerklichen Bereich und stand beratend Bruder Niel bei seiner diplomatischen Aufgabe beiseite. Wobei sie es tunlichst vermeidet Aufgaben zu übernehmen, bei denen es zum Kontakt mit dem Adel Adorans kommen könnte. Es lag ihr nicht mit diesen Persönlichkeiten aufeinander zu treffen, wo sie doch kaum die Etikette kannte oder vielleicht auch oft nicht kennen wollte...Wer weiß... Stattdessen besuchte sie Bauernhöfe des Landes und schloss einen mündlichen Handelsvertrag mit einer jungen schüchternen Bäuerin namens Sarah Liia.
Der Wind wehte ihre losen Haarsträhnen ins Gesicht, die sie mit einer leicht genervten Geste wieder zurückstrich. Ihr Blick wandert über den Hof vor sich und blieb letztlich an den Bänken bei der Statue ruhen. Ihr Herz schlug wieder schneller und die Hitze stieg ihr in die Wangen als sie an den gestrigen Abend dachte.
Es schien sich zusätzlich in den vergangenen Wochen etwas Grundsätzliches in Farions Meinung verändert zu haben. Am Abend des ersten Kusses führten sie noch ein Gespräch indem er sozusagen betonte der Kuss hätte keine Bedeutung gehabt. Sie hätte damit auch weiter gelebt, allerdings ohne sich zu zwingen ihre Gefühle für ihn zu ändern. Denn Gefühle konnte man nicht erzwingen. So wenig wie sie ihn zwingen konnte sie zu lieben, so wenig konnte sie ihre Gefühle für ihn nicht einfach auslöschen.
Und seitdem überraschte er sie immer wieder mit kleinen Gesten ihr gegenüber...Ein sanftes Streichen ihrer Hand im vorbeigehen oder die gemeine Andeutung eines Kusses nur um ihr dann letztlich etwas ins Ohr zu flüstern. Vor zwei Tagen dann, im Beisein von Bruder Mandred und Bruder Alessandro beugte er sich von hinten zu ihr hinab. Und nah an ihrem Nacken hielt er inne und sein Atem strich ihr über die Haut. Ehe er sich wieder aufrichtete und davon ging. Merkwürdigerweise warfen all diese Gesten sie mehr aus dem Gleichgewicht als alle Verneinungen seiner Gefühle zusammen.
Und seit dem gestrigen Abend fühlte sie sich wie auf Wolken.
Sie war entschlossen gewesen mit ihm über den "Vorfall" im Beisein ihrer Brüder zu sprechen. Darüber sprachen sie auch, allerdings nahm alles eine Wendung mit der sie nicht gerechnet hatte…
"Ich möchte reden...Und ich finde du hast nun oft genug die Gelegenheit gehabt dem aus dem Weg zu gehen." Und nachdem sie die Worte gesprochen hatte warf Farion nach einem kurzen Verziehen des Gesichtes und einem leisen Seufzen den eben erst gepflückten Pfirsich weg.
"Nun an Worten soll es keinen Mangel geben...Sind sie doch der Schlüssel zu Verständnis und Klarheit wie Wissen und Zufriedenheit." sagte er und bewegte sich auch schon zu seiner Bank an der Statue. Während er schon vorging, pflückte sie im vorbeigehen zwei Pfirsiche von den niedrig hängenden Ästen und gab ihm einen davon, bevor sie sich selbst auf die andere Bank setzte.
Nachdem sie ihre typische Bemerkung über seine Kleidung fallen gelassen hatte, biss sie von dem Pfirsich ab. Die Stirn nachdenklich in Falten gezogen kaut sie und ihr Blick wandert links zu ihm.
"Gestern...Was genau war das?"
Farions Brauen hoben sich kurz ehe sie sich zusammenzogen und meinte "Nun der gestrige Abend war ein sehr Ereignisreicher,.."
Sie musste sich zusammenreißen nicht aufzuschnauben. Sie konnte es kaum fassen wie er wieder und bestimmt mit voller Absicht ihre Worte falsch auslegte. Mit strenger Stimme entgegnete sie " Du weißt sehr wohl worauf ich hinaus möchte..."
Er senkte kurz seinen Kopf und man sah ihm die Ernsthaftigkeit an mit der er die nächsten Worte sprach, während er unbewusst den Pfirsich in seinen Händen dreht und an dem Strunk herumzupfte" Nun... Ich denke ein...Ausdruck von Hingezogenheit"
Ihre Mundwinkel zuckten in die Höhe und sie neigte leicht den Kopf, wobei ihr Blick auf ihren eigenen Pfirsich fiel und sie noch einmal hinein biss. Bedächtig kaute sie und nickte dann noch einmal, als ihr sie wieder zu ihm schaute." Danke...Obwohl ich zugeben muss...Es hat mich etwas irritiert im Beisein von Bruder Mandred und Bruder Alessandro."
"Nun ich hege keine Geheimnisse ,..vor meinen Brüdern und Schwestern und erachte diese Art von Gefallen gesellschaftsfähig.", er sah sie direkt an bei seinen Worten.
"Gesellschaftsfähig...Ich weiss ehrlich gesagt gar nichts darüber, was hier als Gesellschaftsfähig bezeichnet wird und was nicht."
"Nun dies ist ein Glaubenshaus... Gefühle der Hingezogenheit, welche vielen Formen unterliegen...können wie ich schon einmal einst erklärte für viel Verwirrung sorgen. Daher sollte man bedacht damit umgehen, ...und sie in Zügen erlauben...sofern es auf Gegenseitigkeit beruht. Um keine Unstimmigkeiten zu provozieren untereinander... oder gar undiszipliniert dazustehen.", ein sehr schwaches, schiefes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen.
Ihre freie Hand fuhr hinauf zu ihrer Nasenwurzel und massierte sie sachte während sie seinen Worten lauschte.
"Hm.. In Ordnung...Gefühle der Hingezogenheit.. Die können wohl tatsächlich für Verwirrung sorgen...Wie genau meinst du deine Worte?"
" Nun in diesem Fall wohl sehr genau. Ich möchte keine unnötige Aufmerksamkeit in die Reihen der Brüder und Schwestern geben.. Nur weil mein Herz schneller schlägt...sofern ich Euch sehe,...und meine Augen es schwer haben sich von euch zu lösen. Sind es die Lehren die wir obliegen..und uns damit in Zurückhaltung bemühen."
Einige Augenblicke lang blinzelte sie ihn wortlos an ehe sich ihre Miene sichtlich erhellte." Hrm.. Ja.. Also...Was ist für dich unnötige Aufmerksamkeit?.. Wie würdest du sie provozieren?"
Er blickte kurz gen Himmel ehe er sich kurzerhand erhob und in kurzen Schritten auf sie zuging. Ihr Kopf neigte sich nach hinten um ihn anzuschauen als er vor ihr stehen blieb. Den Pfirsich in seiner Hand lies er fallen und er mit leicht vorgebeugter Haltung seine weichen Handflächen um ihre Wangen rahmte. Und ohne Umschweife legte er seine Lippen auf ihre und küsste sie...Wieder!...Sie hob die linke freie Hand an und lies sie auf seinem Handrücken locker liegen. Sanft zogen sich seine Fingerspitzen über ihre Wangen als er sich von ihr löste und wieder gerade richtete. Mit ernstem Blick zupfte er sein Doublet zurecht und begab sich wieder zu seiner Bank.
"Ja..hm...Ich glaube ich habe verstanden...", sagte sie mit einem freudigen aber leicht verlegenen Lächeln zu ihm...
Seitdem er am Ende noch zustimmte sie zu einem Essen zu begleiten fühlte sie sich wie auf Wolken. Sie konnte es noch immer kaum fassen, dass er offen über seine Gefühle geredet hatte und blickte dem gemeinsamen Abendessen ein wenig skeptisch entgegen. Farion in einer Taverne... Sehr schwer vorzustellen...Allerdings würde Amy an dem Abend ihre Schenke mit Sicherheit schließen damit sie ihre Ruhe hätten...
Aber bis dahin würde noch ein wenig Zeit sein und sie hatte genügend andere Aufgaben denen sie sich widmen musste.
Leise seufzend erhob sie sich von der Bank und machte sich wieder an die Arbeit.
Verfasst: Sonntag 7. August 2011, 15:46
von Lunet Saraid
Es war still in der Kirche des Ordens, so dass man lediglich das Zischen der Kerzen vernehmen konnte, wenn die Flamme einmal mehr das Bedürfnis nach Leben in Form von Wachs hatte. Bis auf diesen Laut und das Geräusch der eigenen, bereits verhallten Fußschritte auf dem Steinboden herrschte seit beinahe einer Stunde absolute Stille. Sie hatte Ihren Rock um sich herum ausgebreitet, wie ein Meer aus mitternachtsblauem Stoff, dass Ihre angewinkelten Beine umspielte. Die feingliedrigen Finger lagen ineinander geschlossen, die entsprechend gefalteten Hände in Ihrem Schoß. Eine angenehme, willkommene Dunkelheit umfing sie, wie die Stille, auch bereits seit längerer Zeit. Es mochte bereits nach Mitternacht gewesen sein, als sie sich auf leisen Sohlen in das Gotteshaus geschlichen hatte. Erneut hatten sie die düsteren Träume der Vergangenheit im Schlaf besucht, so dass sie sich einige Zeit später schweißgebadet in den eigenen Laken wiederfand. Hier, in der Kirche, umfing sie eine derartige Ruhe und Harmonie, dass dieser mitternächtliche Besuch bereits der Dritte während Ihrer Aufenthalt im Orden war. Gelb-oranges Licht der vielen Flammenbecken und Kerzen tauchte Ihre blassen, ausgelaugten Gesichtszüge in eine unnatürliche Farbe, die derzeit mehr als Ihr Recht war die innere Aufruhr widerspiegelte. Schon lange zierten ungesunde Augenringe Ihr Gesicht, hemmten das Strahlen der blauen Augen und auch die Knochen in Ihrem Körper waren in der Zwischenzeit immer deutlich hervor getreten. Noch zehrte sie von den gesunden Tagen vor einigen Monden, ließ Ihren Körper die natürlichen Fettreserven ausschöpfen. Doch die Energie wich mehr und mehr aus Ihrem Körper, so dass sie bald mehr ein wandelndes Abbild Ihrer Selbst sein würde.
Das Kissen unter Ihren Knien raschelte leise, als sie Ihr Gewicht verlagerte und den Oberkörper ein wenig nach vorne beugte. Fast konnte sie mit der Stirn den Boden berühren, als sie nun in unregelmäßigen Abständen nach vorne und hinten wippte. Immer wieder bewegten sich die geschwungenen Lippen, um leise Worte zu formen: „Herrin, gebe mir die Kraft weiterzumachen. Auch die verloren gegangene Hoffnung möchte ich wiederfinden. Gebe mir die Ruhe und Zuversicht an mir zu arbeiten.“, langsam glitten zwei Ihrer schlanken Finger zu dem Ring an Ihrer Hand. Halt suchend berührten sie das von dem eigenen Körper erwärmte Silber, strichen über die eingelassenen Diamantsplitter. „Gebe mir die Kraft mich meiner Vergangenheit zu stellen, endlich loslassen zu können.“. Das Wippen des Körpers wurde langsamer, so dass allmählich eine gewisse Regelmäßigkeit zu erkennen war. „Lasse mich erkennen wo meine Zukunft liegt.“, die letzten Silben perlten nur so von Ihren Lippen, als die flüsternde Stimme schließlich brach und der Blick aus tränenverschwommen, blauen Augen zum Altar empor gerichtet wurde. „Zeige mir, dass Du Dich nicht von mir abgewendet hast.“. Einige Kerzenflammen flackerten unruhig, während Lunet Ihren Blick wieder zu einem undefinierbaren Punkt vor Ihr gleiten ließ. Stumme Tränen flossen über die helle Haut, benetzten Lippen und Hals der Frau. Es war kaum mehr ein Gedanke an die Vergangenheit geblieben, der Ihrem Herzen keinen Riss zugefügt hatte. Kaum mehr eine Erinnerung wurde von positiven Gefühlen durchzogen und so stach es jedes Mal in Ihrer Brust, unbarmherzig.
„Die Schaukel werden wir hier bauen lassen, die Hundehütte dort. Meinst Du nicht auch, Liebes?“, aus warmherzigen, braunen Augen sah Atrien Ihr entgegen, während er mit der Rechten zu den entsprechenden Orten des Grundstücks deutete.„Unsere Kleine wird so immer das Haus im Blick haben können und sollte doch einmal etwas sein, Lunet, dann wird sich der Hund mit Sicherheit melden.“. Er war stets besorgt um seine Familie, kümmerte sich um alle Details und hatte trotzdem noch die Zeit und Muse die Mutter und das in Ihrem Bauch heranwachsende Kind mit Liebe nur so zu überschütten. „Liebes. Mach' Dir keine Sorgen. Ich werde schon bald wiederkehren und dann nie mehr von Deiner Seite weichen.“. Die gerade noch deutende Hand tastete nun nach Ihrem Gesicht, um zärtlich über die Wange zu streichen. „Du weißt, dass ich Dich – Euch – liebe.“, vielsagend glitt der Blick dabei einen Moment zu Ihrem leicht gewölbten Bauch. „Ich würde nie zulassen, dass Dir etwas geschieht und man Dir Schmerzen zufügt. Egal ob hier“, zwei Finger deuteten zu Ihrer Brust in der das Herz schlug, „hier,“, dann deuteten sie zu dem Bauch, um schließlich dezent gegen Ihre Stirn zu tippen: „oder dort. Niemand.“. Mit dieser Aussage suchten seine Lippen die Ihren, um das Versprechen zu besiegeln.
Erst der Ruf einer Eule vor den Toren der Kirche ließ sie Ihre wippenden Bewegungen einstellen. Der Schmerz in Ihren Knie und dem Rücken wurde Ihr auch erst bewusst, als sie die ersten Bemühungen unternahm sich aus der knienden Haltung vor dem Altar zu erheben. Viele der Kerzen waren bereits herunter gebrannt, so dass die Dunkelheit inzwischen beinahe das gesamte Kirchenschiff eingenommen hatte. Es war spät geworden, mochten doch mit Sicherheit zwei Stunden vergangen sein, seit sie aus Ihrem Bett entstiegen war. Ein letzter Blick zu dem Relikten dort auf dem Altar, bevor sie dann genauso leise wie sie kam, wieder in Richtung Ihrer Schlafstätte schlich. Träume würden sie heute nicht noch einmal belästigen, doch die klaffende Wunde in Ihrem Herzen pochte weiter und weiter . . . sang Ihr ein herzzerreißendes Schlaflied über Schmerz, Hoffnungslosigkeit und Verlust.
Verfasst: Sonntag 7. August 2011, 20:57
von Quarius Lore
Entgegen seinem eigenen Willen, musste das geheime treffen im Orden durch eine Person des Ordens durchgeführt werden. Frau Mariella von Dornwald hatte unmissverständlich klar gemacht, dass er, sowie Ritter Marquez nichts dort zu suchen hätten.
Als Quarius aus dem Saal sich entfernte, setzte er sich still und alleine in Front, der Eluivestatue nieder und betrachtete diese sowie den Boden für eine lange Zeit. Unbehagen breitete sich in seiner Brust aus, sowie negative Gefühle, vor denen er sich immer zu schützen versuchte. Während sich sein Kopf einige Hirngespinste ausdachte, nahm er eine Person lediglich von dessen Konturen wahr, die sich auf die freie Stelle der Parkbank neben ihm, niederließ. Alexa N´yota, seine ehemals alleinige Schülerin und mittlerweile angehende Gläubige Temoras und Schülerin des Ordens. Nichts desto trotz hörte er bereits nach seiner Rückkehr, dass sie sich in glaubenstechnischen Hintergründen sehr gut gemacht habe.
Eine leichte Berührung an seinem Oberarm zog jedoch seine volle Aufmerksamkeit und er blickte dabei zur Seite um die Meisterschneiderin zu betrachten. Scheinbar merkte sie seine Stimmung und fragte was er habe.
Sinngemäß antwortete er ziemlich knapp. Alles sei in Ordnung, was man aus seiner Stimmlage wohl nicht heraus lesen sollte oder gar könnte.
Unweigerlich lernte er, nein; er lernte eine bekannte Person zum ersten Mal wieder kennen, die sich hinter ihm und Alexa postiert hatte. Ein Blick zum Glaubensbruder und Paladin Lefar, ließ ihn erkennen, dass seine Bitte sehr präzise war. Alexa dem Glauben überlassen und der neuen Person sinnvoll und höflich zu erklären, dass sie nicht hier seien kann im Moment. Lunet, die neue Person die dem Orden aus irgendwelchen Gründen näher gekommen war, nicht zu verärgern.
Nach Alexa, schien es wohl eine neue Aufgabe für Ihn zu sein, sich der Meisterschneiderin Varunas zu nähern. Scheinbar einfach für ihn, entpuppte es sich bei dieser Aufgabe um ein schweres, für ihn selber, herausforderndes Unterfangen. Quarius und Lunet ähnelten sich in vielerlei Hinsicht. Was er glaubte, war seine Liebe zu Temora. Aber was ist mit der Liebe zu anderen Personen? Je mehr er von Ihr erfuhr, desto absurder wurde diese Vorstellung. Zugegeben, er liebte auch andere Menschen, aber das mit Lunet, erinnerte ihn nicht an diese Liebe…
Nachdem er des Abends Lunet zu Hause besucht und mit ihr einige gesprächvolle Stunden geteilt hatte, wollte er seinen Gefühlen nunmehr nicht mehr freien Lauf gönnen. Er hatte Temora ein versprechen gegeben, ein persönliches, doch scheinbar ist ein gefallener Paladin, eben nur ein einfacher Krieger und keineswegs erhaben.
In der Nacht zum 6. Ashatars hatte er sich in die Ordenskirche begeben und Temora unter Tränen, folgendes gebeichtet/gebetet:
„Temora vergib mir, doch mein versprechen an Dich, kann ich nicht mehr einhalten. Ich bin nicht mehr der Mann und der Krieger, der ich für dich war, doch werde ich alles tun um dir zu dienen. Entlasse mich aus meinem Versprechen, denn ich merke, dass ich nicht stark genug bin, dieses einzuhalten. Die Liebe, die ich für Dich teile, ist nicht dieselbe, als diese, die man einer anderen Person zuteil werden lassen kann…so strafe mich, wenn ich Dir unrecht tue!“
Ihm war es klar, dass keine Antwort kommen würde. Doch ausgesprochen vor seinem Gott und der Welt, war ihm wichtiger als alles andere. Er fühlte, in seinem Herzen einen leichten Schmerz, doch dieses versprechen zu annullieren, war in seinem Geist wichtig. Denn er sowie die Frau die er neu kennengelernt (wieder neu kennengelernt) hat, hatte es ebenso verdient wie er…
Verfasst: Donnerstag 3. November 2011, 15:44
von Gast
Viel ist passiert seit sie von ihrer mehrwöchigen Reise wieder gekehrt ist.
Am Abend nach ihrer Rückkehr, verbrachte sie einige Zeit damit die ihr aus dem Stall entwischte Kuh wieder einzufangen. Leider brach die alte Ordenskuh, dann wohl an Altersschwäche vor Farions und ihren Augen kurz vor dem Stall zusammen. Vielleicht war das schon seit längerem der Grund, weshalb die Kuh keine Milch mehr gab...
Später als sie sich von Farion kurz vor seinem Arbeitszimmer verabschiedete, erwischte Schwester Chaneya sie sozusagen beide in einer verfänglichen Situation. Denn den Pater vor den Augen der Glaubensgeschwister zu küssen, erschien ihr nicht angebracht. Allerdings verschwand die Schwester wieder genauso schnell wie sie auftauchte und somit verflüchtigte sich auch die Verlegenheit.
Dann vor wenigen Tagen lernte sie den neuen Ordensbruder Richard Lohengrinn kennen. Genau genommen auf dem Armenfest in Berchgard. Bruder Lohengrinn war doch sehr schwer einzuschätzen. Er gehört dem Konvent des Phönix an, also muss er doch recht geistreich sein. Allerdings macht er einen recht wirren Eindruck. Er redet fast unentwegt, sei es mit einem oder scheinbar mit sich selbst. Und er scheint ein wenig tollpatschig zu sein, aber auf nette Weise. So das man leicht darüber lächeln konnte ohne ihm damit böses zu wollen. In den Begegnungen mit ihm musste sie doch schon sehr viel schmunzeln und sich auch mit dem Lachen ein wenig zurück halten, denn sie wollte ja nicht unhöflich erscheinen.
Am Ende des Festes, nach der Weihung des Schreines bat Bruder Mandred sie um ein Treffen am nächsten Tag…Es sei wichtig…
Nachdenklich verbrachte sie den nächsten Tag und kam gespannt zur ausgemachten Uhrzeit in den Orden. Sie lauschte den Worten Mandreds und bestätigte die eine oder andere Frage.
Schon nach wenigen Minuten war ihr klar, dass es mit etwas diplomatischem zu tun hat.
Und einiger Zeit wurde ersichtlich worum Bruder Mandred sie bat. Den Diplomatischen Posten des Ordens. Der erste Gedanke der ihr durch den Kopf ging galt dem ganzen Adel Adorans. Wie geht man mit solchen Leuten um als Diplomatin? ...Als Diplomatin würden ihre Fehler in gewissen Umgangsformen bestimmt nicht mehr so rasch nachgesehen werden, wie als einfache Ordensschwester. Aber vielleicht sollte sie sich erst, wenn es soweit ist darüber Gedanken machen…Sie besprachen ihre künftigen Aufgaben ausführlich und dann machte sie sich daran ihren neuen Arbeitsplatz zu begutachten…
Vorgestern sprach sie mit Bruder Mandred über den diamantenen Kodex und dessen Tugenden. 'Das rechte Maß' verstand sie ohne nähere Erläuterung, denn es erklärte sich schon von selbst. Allerdings mit 'heiligen Stärke' konnte sie nicht so recht etwas anfangen, also lies sie sich diese von Bruder Mandred näher bringen.
„Der diamantene Kodex ist sozusagen die Grundlage der Tugenden…oder sagen wir…er ist die Gebrauchsanweisung zur Anwendung der Tugenden. Die heilige Stärke…ruft einen jeden Gläubigen dazu auf, Stärke in dem uns Tag für Tag begleitenden Kampf des Glaubens zu wahren. Das heißt, wir sollen unseren Geist festigen, ihn so gut schützen, dass an ihm nicht gerüttelt werden kann. Also auch den Glauben schützen, dass wir standhaft bleiben und uns nicht dazu verleiten lassen, die Tugenden zu vernachlässigen.“ , sprach er ruhig, mit konzentriertem Blick. Er kannte sie zu ihrem Glück schon so gut, dass sie mit dieser Erklärung allein nicht besonders viel Anfangen konnte und redete dann weiter.
„Stellt euch einen Pfad vor...Er ist eng und verschlungen und führt durch einen dichten Wald von Dornenranken und Bäumen. Ihr seht nun den Pfad vor Euch. Ihr wisst aber, wenn ihr abweicht, werdet ihr in den Ranken aus Dornen euch verhaken, euch eventuell arg verletzen und für immer dort im Gebüsch liegen und dahinsterben, weil Euch niemand findet oder sieht.
Folglich müsst ihr stets darum kämpfen, dass ihr euch mit allem Einsatz durch diese Dornenranken bewegt. Und gleichermaßen gibt es auch solche Stellen auf dem Pfad wo ihr auf eine Kreuzung kommt…links und rechts gehen breite, freie Wege ab und vor euch der verschlungene, mit Hindernissen belegte Pfad. Macht ihr es Euch einfach und vertraut nicht mehr darauf, dass auch der enge Pfad zum Ziel führt, so seid ihr verloren. Folgt ihr ihm aber weiter und beachtet die breiteren Wege nicht, so habt ihr heilige Stärke bewiesen.“
Er schloss den Vortrag mit einem resoluten Nicken und sie bewegte ebenfalls den Kopf sachte. „ Gibt es denn noch andere Gebote aus diesem Kodex?“
„ Nein, Das Rechte Maß und die heilige Stärke sind die einzigen.“
„Ist ja nicht so als würde dies nicht reichen.“ , merkte sie mit einem leicht angehobenen Mundwinkel.
„ Ach wisst ihr…Es gibt so viel, was man lernen könnte und der lernen hört dennoch nicht auf. Und ich bin mit sicher mittlerweile habt auch ihr herausgefunden, dass es am einfachsten ist sich einfach leiten zu lassen und durch Erfahrungen zu lernen.“
Sie dachte einen Moment über seine Worte nach und schon schossen ihr allerlei Situationen durch den Kopf durch die sie etwas gelernt hatte. Sie sah ihn mit einem Lächeln an und nickte bestätigend.
Verfasst: Montag 23. April 2012, 11:16
von Gast
Der Winter ist nun fast vorüber und noch immer befinden sich viele Ordensbrüder und Schwestern auf Reisen. Leise seufzend sieht sie sich im leeren Speisesaal um. Ihr Weg führt sie hindurch in die Küche und sie macht sich daran genügen Brotteig für mehrere Laibe herzustellen.
Während sie den Teig knetet schweifen ihre Gedanken ab zu den Geschehnissen der letzten Tage...
Vor wenigen Tagen besuchte der junge Tythos sie in ihrem Haus. Sie mochte den nachdenklichen Heranwachsenden und fühlte sich in seiner Gegenwart oft an ihre Tochter erinnert. An diesem Abend kam er ihr besonders gehemmt vor und als er auf den Grund seines Besuches zu sprechen kam wirkte er sehr nachdenklich. Ernsthaft besorgt überspielte sie ihre Gefühle indem sie Getränk und Gebäck anbot.
"Es geht um das Verhältnis der Temoraner untereinander...genau genommen...zwischen dem Kloster und Orden. Ich habe den Eindruck, die Meinung vom Orden ist nicht die Beste. Nicht einmal von Seiten des Klosters...geschweige denn anderer Ansiedlungen."
"Ja...Da sprichst du aus, was ich schon selbst beobachtet habe.", ihre Stirn runzelte sich, als sie ihn nachdenklich ansah.
Denn tatsächlich hatte sie schon immer das Gefühl, das der Kontakt zum Orden nur auf die nötigsten Höflichkeiten beschränkt wurde.
"Nun, ich würde es ja verstehen, wenn weltliche Beweggründe hinter den beiden Gemeinschaften, der des Klosters und jener des Ordens stünden. Doch gerade bezüglich des Glaubens, kann ich mir das eigentlich gar nicht vorstellen.
Niemand macht doch dem anderen den Einfluss streitig...Denke ich...Deshalb frage ich mich, ist die Ablehnung etwa rein persönlicher Natur? Zumindest scheint das Wettern gegen den Orden, recht...gefühlsschwanger zu sein."
"Nun...Ich habe bisher nur einen negativen Kontakt zum Kloster gehabt, aber jener lässt sich schwer aufwiegen.
Denn schon zu diesem Zeitpunkt kam es mir so vor, als würde man die freundlichen Gepflogenheiten zwischen dem Orden und dem Kloster missachten.", sie machte eine kurze Pause ehe sie erklärend hinzufügte:" Diakon Prochska wollte mich verhaften...Zumindest hat er mich damit gewarnt..."
"Ich finde es bedauerlich auf der einen Seite, auf der anderen schmerzlich, einem designierten Diener Temoras, also eigentlich einem Bruder im Glauben gegen über zu treten und ob der Zugehörigkeit zur anderen Gemeinde,... ja, ich will sagen, angefeindet zu werden…habe ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt."
"Ich verstehe solche Anfeindungen ehrlich gesagt nicht...Wenn die Menschen offen auf einen zukommen würden um solche Probleme zu besprechen..."
"Wichtigtuerei fiele mir da spontan als eines der genannten Kriterien ein.", warf er ein und sie betrachtete ihn nachdenklich.
"Kannst du das näher erläutern?"
"Wenn es Euch nichts ausmacht, dass ich keine Namen nenne...Denn ich möchte niemanden verunglimpfen, oder falsch verstandene Worte in den Mundlegen und Zwist schüren...Nun, ich begegnete bei der Erwähnung meiner Zugehörigkeit zum Orden, im weitesten Sinne,...einer plötzlichen Kälte. Als hätte ich eben ein Pantherfell ausgerollt um darauf zu beten...'Außer Worte und Wichtigtuerei, käme vom Orden kaum etwas' sagte man mir. Ihr wurdet von diesem Urteil ausgenommen, möchte ich erwähnen."
Ihre beiden Augenbrauen hoben sich bei den letzten Worten an und sie fragte zweifelnd"Ich wurde explizit davon ausgenommen?"
Er bestätigte die Frage," Zumindest was die Wichtigtuerei angeht...allerdings wurde Eure Vergangenheit erwähnt...", und lies den Satz offen stehen.
Sie unterhielten sich noch kurze Zeit weiter, bevor sich Tythos wieder verabschiedete.
Ihre Gedanken kreisten bis zum nächsten Tag um dieses Thema und sie sprach Bruder Mandred darauf an...
"Wie konnte es dazu kommen, dass es ihnen nicht mehr wichtig ist?...Denn offenbar missachten sie jeden guten Umgangston mit dem Orden indem sie sich so verhalten. Und ehrlich gesagt...ich meine...Sie sind doch Diener Temoras... Und wir sind es. Wie kann das sein? Müssten wir uns nicht eigentlich zusammen gegen den Westen stellen...als geeinte Front?", sie rutschte auf der Bank herum und starrte nachdenklich auf die Statue Eluives. Aufmerksam lauschte sie Bruder Mandreds Ausführungen und erst nach einiger Zeit in der er gesprochen hatte sagte sie wieder etwas.
"Der Orden ist nun einmal die älteste Gemeinschaft...Sie hat die alten Traditionen voll und ganz noch inne. Und wir sind noch dazu eine unabhängige Fraktion vom Reich. Natürlich sind wir in einem Bündnis, wenn der eine Hilfe benötigt stehen wir bei...Wir sind sozusagen anders und das ist das Problem. Wir gliedern uns nicht ein und behalten uns unsere selbst erworbenen Eigenschaften..."
"Ja..aber ich verstehe es dennoch nicht...Weshalb wird aus diesen Gründen so über uns geredet?", Ihr Blick fixierte ihn fragend.
Ein gutmütiges Lächeln zeigte Bruder Mandred ihr nach dieser Frage."Schwester...Wie würdet ihr es finden...wenn sich eure Angestellte in eurem Schneiderladen ihre eigenen Regeln zurecht macht und nach eigenem Ermessen entscheidet und handelt?.."
Diese Frage geisterte ihr im Kopf herum während sie das Gespräch fortführten und sich später voneinander verabschiedeten.
Der Teig ist inzwischen mehr als geschmeidig geknetet und sie formt mehrere Brotlaibe daraus, welche sie in den Ofen schiebt.
Die Gedanken darüber, dass negativ über den Orden geredet wird ohne ein Gespräch mit jenem zur Klärung zu suchen machte ihr mehr Sorgen als das unwissende Gefühl was ihre Beziehung zu Farion betrifft. Sie vertraute ihm, dass er tatsächlich den rechten Zeitpunkt finden würde um alles zwischen ihnen zu klären und miteinander zu reden...von sich selbst zu reden.
Was das Problem mit dem Kloster angeht würde sie es selbst in die Hand nehmen müssen um zu verstehen. Es kam ihr gar nicht in den Sinn irgendwelche negativen Behauptungen über Diakon Prochska durch die Gegend zu tragen nur weil dieser offensichtlich nicht genügend Vertrauen auf das Urteilsvermögen des Paters setzte.
Weshalb also sprachen Angehörige des Klosters so...Ist dies berechtigt? Sie weiß, dass alles von einer anderen Seite aus betrachtet auch andere Meinungen und Urteile hervorrufen kann. Aber sollte man als Diener Temoras nicht bemüht sein gerecht zu urteilen?...Und objektiv?...Wobei, vielleicht ist so etwas ja auch zuviel verlangt. Denn sind es nicht auch nur Menschen mit Fehlern wie sie jeder andere auch hat.
Sie hat die Hoffnung, dass eine Unterhaltung über jenes Thema mit Herrn Katuri, der offenbar negativ über den Orden urteilt, ihr vielleicht helfen könnte zu verstehen. Denn genau dies war es, was sie wollte. Und vielleicht konnte sie ja auch seine Meinung minimal revidieren…
Verfasst: Donnerstag 5. Juli 2012, 20:59
von Gast
Tapferkeit...
Was war tapfer? Wie genau definiert man Tapferkeit..dieses Gefühl...diese Charaktereigenschaft...diese Tugend?
Diese Fragen spukten ihr seit dem gestrigen Besuch im Unheilsberg herum.
Fräulein Kaliya erwähnte den Schrein, nachdem sie neugierig durch einen hinteren Höhlenausgang gegangen war.
Vom Wegeskreuz aus Richtung Nebelwald und immer am Felsen des Berges halten. In diesem Moment reifte in ihr der Beschluss, diesen bisher ihr unbesuchten Schrein, aufzusuchen.
Schon am frühen Morgen begann sie einen Rucksack mit Proviant zu packen. Zur Sicherheit rollte sie eine Decke zusammen und befestigte diese mit Schnüren am Rucksack. Nach kurzer Überlegung griff sie noch einen Putzlappen und ein Paar alte Handschuhe.
Als die damit soweit fertig war, begann sie in ihrem Bücherregal nach dem Buch über die Tugend 'Tapferkeit' zu suchen.
'...Die Tugend der Tapferkeit aber ist die Stärke des Glaubens, das Schild des Menschen vor Zweifel und Unsicherheit. Denn die Angst gebiert sich nur aus dem Zweifel. Der, der rein im Glauben ist, wird niemals fürchten und niemals zurückweichen, denn er ist sich der Gnade der Göttin bewusst. ...'
Weshalb mussten solche Dinge immer so kompliziert beschrieben werden...Nein, also besonders weiter half ihr das Buch im ersten Moment nicht.
Das Buch stellte sie wieder zurück ins Regal und nach einer kleinen Mahlzeitung machte sie sich auf den Weg gen Wegeskreuz.
Sie hatte sich dazu entschlossen den gesamten Weg zu Fuß zu gehen. Denn sie wollte den Schrein ohne jegliche fremde Hilfe finden und das schloss auch die Kutsche und ihr Pferd ein.
Der lange Weg gab ihr die Möglichkeit ausführlich über Tapferkeit nachzudenken.
Tapfer ist es den Schwachen und Hilflosen zur Seite zur stehen....Oder?
Sie dachte an die Situation zurück, als sie Aniviel zum Kloster begleitete und sie beide auf dem Weg dorthin auf eine Handvoll Menschen aus dem Westen trafen. Ohne zu zögern griff sie selbst nach ihrem Bogen und schickte Aniviel zurück. Diese hörte allerdings nicht auf ihre Worte.
Hatte sie selbst rückblickend in dieser Situation tapfer gehandelt?
Je mehr sie darüber nachdachte was sie dabei gefühlt hatte kam sie zu dem Entschluss, dass sie dort wohl tapfer war. Der einzige Gedanke der in diesem Moment galt, war die kleine Aniviel zu beschützen.
Aber wie sah es mit Aniviel aus?
War es tapfer von ihr, nicht auf sie zu hören und bei ihr zu bleiben? Oder einfach nur töricht?
Es fiel ihr schwer bei diesem Gedankengang zu einem Entschluss zu kommen. Vielleicht sollte sie Farion einmal danach fragen.
Tapfer ist derjenige, der für seine Überzeugungen...seine Entscheidungen...einsteht.
Sie empfand es schon immer als wichtig für seine Überzeugungen einzutreten. Aber wie war es in ihrer Vergangenheit?
Oft vertrat sie damals nicht ihre eigenen Überzeugungen, sondern die des alatarischen Reiches. War sie damals feige?
Was ist Feigheit? Eigentlich ist jemand feige, wenn er sein Handeln aus Angst und Furcht bestimmt. Nein...Also feige war sie damals dann wohl nicht.
Sie bezweifelte, dass sie ihr Verhalten damals jemals selbst objektiv betrachten und beurteilen konnte.
Aber jetzt, seit ihrem Eintritt in den Orden, stand sie zu ihrer Entscheidung die Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben.
Und niemals wäre sie auf das einstige Angebot von Tugor, Ahad Crain, eingegangen.
Sie hat ihren Weg eingeschlagen und würde diesen nicht mehr zurückgehen.
Seufzend betrachtete sie den Wald um sich herum und ließ die Geräusche der Tiere und das Rauschen der Blätter im Wind auf sich wirken.
Zum Glück hatte sie vorausschauend gedacht und sich hohe Stiefel angezogen, schoss ihr es durch den Kopf als sie den Fluss, den sie durchqueren musste, betrachtete.
Ihre Augen suchten den Waldrand ab und wurden bald fündig. Mit einem langen, abgebrochenen Ast in der Hand machte sie sich vorsichtig daran den Fluss zu durchqueren.
Nach einem weiteren energischen Fußmarsch gelangte sie gegen Mittag an den Rand des Nebelwaldes. Unheimlich dunkel und dicht erschien er ihr und sie war froh dass die Mittagssonne hell über ihr leuchtete.
Wie Kaliya es empfohlen hatte hielt sie sich am Rand des Berges, denn die offensichtliche Größe des Waldes lies sie ein wenig bang werden… Wie leicht man sich dort wohl verirrt?
Hinter dem Wald lagen direkt zwei Häuser an einer riesigen Wiese.
Den Kopf in den Nacken gelegt versuchte sie im gehen die Spitze des Berges auszumachen, doch es schien als würde diese hinter den Wolken liegen. Auf der Suche nach der Bergspitze fiel ihr ein Pfad auf, welcher wohl ein Stück hinaufführte. Neugierig machte sie sich auf die Suche nach dem Anfang des Pfades am Fuß des Berges.
Wo dieser wohl hinführen mag?
Der Weg war nicht allzu lang und führte sie auf eine kleine Lichtung, welche von massigen Felsen umsäumt war. Rundherum an der Steinwand hingen in regelmäßigem Abstand Spiegel.
Ein riesiger Baum warf einen dunklen Schatten auf ein loderndes Lagerfeuer.
Erstaunt sah sie sich um und ging die Lichtung mit vorsichtigen Schritten ab.
Offensichtlich mochte jemand Zitronen, denn diese lagen vereinzelnd im Gras herum und neben einem kleinen Tisch befand sich ein ganzes Fass mit den gelben Früchten.
Ein leises Knurren und Schnuppern war hinter ihr zu vernehmen und ihr Blick fiel auf zwei riesige Wölfe, welche vor einem Höhleneingang herumliefen. Langsam und vorsichtig machte sie sich unbemerkt wieder an den Abstieg.
Wieder am Fuß des Berges angekommen, schritt sie quer über die Wiese.
Aus der Ferne sah man ein helles Funkeln und als sie immer näher kam, entdeckte sie eine kleine Brücke am Wasser und dahinter helle Adlerstatuen, welche die Sonnenstrahlen reflektierten.
Da war es also…
Verfasst: Mittwoch 11. Juli 2012, 11:37
von Gast
Da war er...
Der Schrein der Demut...
Dies erkannte sie als sie die Brücke überquert hatte.
'Verflixt und zugenäht!', schoss es ihr durch den Kopf. Und sie senkte diesen rasch nach ihrem dezenten gedanklichen Fluch.
Nach kurzer Überlegungszeit, ließ sie sich v mit nackten Füßen or dem Schrein ins Gras sinken und legte die gefaltenen Hände auf ihre Knien ab.
Sie würde den Schrein nicht ohne ein Gebet verlassen.
Die Augen schlossen sich und so blieb sie lange Zeit vor dem Schrein sitzen.
Nach einer Weile erhob sie sich wieder, zog die Stiefel an und beschloss ihren nächsten Schreinbesuch auf diesen hier zu konzentrieren.
Jetzt musste sie aber erst einmal den eigentlich gesuchten Schrein der Tapferkeit finden.
Ob dieser wohl in der Nähe ist?
Nachdem sie intensiv ihre Umgebung in Augenschein genommen hatte, setzte sie sich langsam mit steifen Schritten in Bewegung. Sie steuerte den Nebelwald im Norden an und irrte einige Stunden in ihm herum. Sie war kurz davor zu glauben, dass sie sich verirrt hatte, bis sie auf ein steinernes Gebäude stieß. Ein mit einem kleinen Mäuerchen abgegrenzter Bereich lag vor dem Eingang und sie erkannte in den Steinplatten ein Muster....Ein Schwert..Das Schwert Temoras.
Alles kam ihr vage bekannt vor.
"Oh...Das gibt es doch nicht!"
, brummelte sie leise vor sich her.
Sie war schon einmal an diesem Schrein gewesen... Ganz am Anfang ihres Glaubensunterrichtes besuchte sie ihn mit Bruder Quarius.
Wie konnte sie das nur vergessen. Sie hatte unwillkürlich das Gefühl, dass ihr Gedächtnis immer schlechter wurde. Besonders hervorragend war es ja noch nie gewesen, aber das Ausmaß ihrer Vergesslichkeit erschreckte sie.
Die Stiefel wurden sorgfältig neben den Eingang des offenen Platzes gestellt und sie betrat mit langsamen Schritten die Steinplatten.
Nach einem kurzen Mahl auf einer der kleinen Steinbänke am Rand, begab sie sich in das Gebäude.
Wieder sank sie in die Knie, senkte das Kinn zur Brust und betete vor dem Schrein. Einige Zeit später, öffnete sie wieder die Augen und lauschte den Geräuschen des Waldes, welche in die Halle getragen wurden.
'Welch ein friedlicher Ort', ihre Mundwinkel hoben sich bei dem Gedanken zu einem Lächeln an.
Als sie bemerkte, dass ihre Zehen im knien eingeschlafen waren, konnte sie die entspannte Ruhe nicht mehr genießen und erhob sich. Aus dem Rucksack holte sie ihren Wasserschlauch und den Putzlumpen hervor. Und machte sich mit dem Lappen daran die Schreinplatte mit dem Wasser abzuschrubben.
Stundenlang reinigte sie den Schrein im inneren des Gebäudes, ganz so wie es Bruder Quarius einst mit ihr an einem anderen Schrein praktiziert hatte.
Sie wurde fertig als es bereits dämmerte und so beschloss sie die Nacht lieber auf dem Platz vor dem Schrein zu verbringen als sich in dem tiefen, finsteren Wald zu verirren.
Verfasst: Sonntag 14. Oktober 2012, 13:18
von Gast
Die Reise zum und auch auf dem Festland war lang und an manchen Tagen auch beschwerlich.
Vor allen an jenen, an denen sie alleine über das Land wanderte.
Ziel ihrer langen Fußmärsche waren häufig Temora gewidmete Schreine.
Zwischen all den Geräuschen der Natur auf ihrer Wanderung, breitete sich eine innere Ruhe in ihr aus und ihre Gedanken schweiften umher. In den ganzen Wochen dachte sie über alles Mögliche nach.
Und ihr ist in dieser Zeit wieder einmal bewusst geworden wie dankbar sie Temora war, das ihr die Chance gegeben wurde ein ganz neues Leben im Orden zu führen. Und auch das ihr durch unglückliche Zufälle, oder inzwischen wohl eher glückliche Umstände,
Gewalt angetan worden ist und dies anfing ihr das wahre Gesicht der alatarischen Ideologie zu offenbaren.
Abends, wenn sie einen Gasthof oder auch eine Scheune fand in der sie die Nacht verbringen konnte, zog sie häufig ihr abgegriffenes ledergebundenes Büchlein aus ihrem Reisebeutel heraus und griff im Kerzenschein zu einem schmalen, mit Holz ummantelten Kohlestift. Sie kritzelte eine ganze Reihe an Dingen hinein, welche sie erledigen wollte sobald sie wieder daheim war. Aber an manchen Tagen schrieb sie auch ihre Gedanken und Gebete nieder.
Wachse, Temora,
wachse in mir.
In meinem Geist, in meinem Herzen, in meiner Vorstellung, in meinen Sinnen.
Wachse in mir in deiner Milde, in deiner Reinheit,
in deiner Demut, deinem Gerechtigkeit, deiner Liebe.
Wachse in mir mit deiner Gnade, deinem Licht und deinem Frieden.
Verfasst: Samstag 3. November 2012, 12:19
von Gast
Wie glücklich sie war nach all den Wochen wieder zuhause zu sein konnte sie kaum ausdrücken. Es freute sie festzustellen, dass Schwester Eliana noch immer in den Ordensmauern lebt und am Tag ihrer Rückkehr zu einem vollwertigen Mitglied aufgenommen wurde.
Die ersten Tage verbrachte sie damit möglichst viele Dinge zu erledigen, welche vor ihrer Abreise liegen geblieben waren. Einige Möbelstücke austauschen, das Lager mit neuen Kleidungsstücken füllen, der Küche eine Grundreinigung zukommen lassen und frisches Brot backen, sowie noch andere Dinge.
Sie hörte von einem Markt in Bajard und beschloss an jenem Tag kurzfristig sich dort in Ruhe umzuschauen. Vielleicht traf sie altbekannte Gesichter wieder.
Sie war schon halb durch das Tor des Ordens geritten, als sie im Hinterkopf die mahnende Stimme Bruder Mandreds hörte, welcher sie an eine schützende Rüstung erinnerte. Seufzend wendete sie den Hengst und zog sich ihre engmaschige Kettenrüstung unter das Kleid. Mit einem kurzen Blick nach unten stellte sie fest, dass es nun ziemlich unförmig wirkte. Mit der Schulter zuckend warf sie ihren dunkelgrauen Umhang wieder über die Schultern und zog ihn vorne zu. Sie wollte später keinen Vorwurf hören, sie wäre gedankenlos mit ihrer Sicherheit umgegangen. Im gehen griff sie noch nach ihrem Bogen und dem Köcher. Man weiß ja nie, wann man diesen in Bajard benötigte und wann nicht.
Nach einem schnellen Ritt in Bajard angekommen, überließ sie ihr Pferd dem Stallmeister.
Sie schlenderte im Südosten Bajard über den Markt und begutachtete ausgiebig die angebotenen Waren. Gerade als sie am Stand der Menekaner war, fiel ihr aus dem Augenwinkel heraus ein Mann auf. Er stand schräg hinter einer Frau und sprach mit leiser Stimme zu ihre. Sie drehte den Kopf nun offen zur Seite und musterte die beiden für einen Moment. Severins Blick schweifte umher, aber er bemerkte sie nicht, sondern verließ mit seiner Begleitung den Stand. Nachdenklich folgte ihr Blick ihnen. Der Umgang der beiden sah so vertraut miteinander aus, dass sie sachte lächelte. Vielleicht hatte es ja einen bestimmten Grund, weshalb er über sie hinweg sah und die Frau war eine Verabredung. Der Gedanke versetzte ihr einen kleinen Stich, obwohl sie wusste, dass ihr Herz sich nicht von Farion abwenden würde. Während sie ihren Weg von Stand zu Stand fortsetzte, dachte sie an die verbrachten Abende mit Severin. Es hatte ihr durchaus auch gut getan, als Frau wahrgenommen zu werden, aber war er nicht etwas zu forsch gewesen? ...
Nach einem kurzen Gespräch mit einem Schreiner mit dem passenden Familiennamen Grünwald entdeckte sie Amary. Freudig warfen die beiden Freundinnen sich in die Arme und setzten ihren Weg über den Markt gemeinsam fort. Schließlich hielten sie an einem Stand eines Schmiedes und Amary gab eine Menge Schmuck in Auftrag und verschwand dann in der Menge um ein Paar Ohrringe zu verschenken.
Der gestresste Schmied erregte ihr Mitleid und sie versuchte ihm Mut mit dem Zuspruch zu machen, dass nach einigen Märkten leichter werden wird.
Und damit er nicht vollends in Panik geriet, machte sie sich eilig auf die Suche nach Amary, damit jene ihren Schmuck abholen konnte.
In Gedanken hatte sie sich schon vorgenommen nach dem Preis für eine filigrane Kette mit einem kleinen Anhänger zu fragen, wenn sie an dem Stand zurückkäme.
Aber kommt immer anders als man denkt, denn plötzlich stand sie vor einer Gruppe Rahaler.
- Weshalb passiert mir das ständig? ... -, schoss es ihr durch den Kopf, als sie sich langsam wieder rückwärts bewegte um nicht deren Aufmerksamkeit zu erregen.
"Schwester Alexa", hörte sie aus der Nähe und sah sich suchend umher. Da standen der Pater, Bruder Mandred und Schwester Eliana, welche ein wenig auf sie zugelaufen war. Ihr Herz machte vor Dankbarkeit einen kleinen Hüpfer. Sie bedankte sich in Gedanken bei Temora, während sie sich hastig an dem rahalischen Reiter vorbei schlängelte.
Mit einem respektvollen Neigen des Kopfes begrüßte sie ihre Ordensgeschwister, ehe sie sich ebenfalls hinten einreihte.
" An ungünstiger Stelle...Wie immer", bekam sie leise von Mandred zu hören. Sie unterdrückte ein Seufzen bei den Worten und zupfte stattdessen an ihrem Köcher: " Aber nicht ohne Schutz.“
Neben Schwester Eliana stehend, lauschten sie angespannt dem Wortwechsel zwischen dem Paladin und dem Vicarius.
Es war recht schnell klar, dass diese Begegnung nicht ohne Kampf ausgehen würde. Und so kam es dann auch, dass die ihr unbekannten Menschen und Letharen aus Rahal vor Bajard offenbar angespannt auf sie warteten. Der Kampf dauerte nicht lange, es stellte sich schon nach kurzer Zeit heraus, dass der Orden und seine Unterstützer siegen würden.
Nachdem sich der Platz vor dem Dorf gelichtet hat, machten sie sich geschlossen auf den Heimweg.
Abends in ihrer Kammer saß sie in ihrem gemütlichen Sessel vor dem Kaminfeuer und lehnte den Kopf mit geschlossenen Augen zurück.
Leise seufzend öffnete sie die Augen wieder, griff nach ihrem Notizbuch und blätterte ein wenig darin herum. Ihr Blick blieb an einigen kurzen Zeilen hängen und las diese erneut. Leise wiederholte sie die geschriebenen Worte.
Temora, zeige mir die Möglichkeiten,
die Dinge zu verändern, die ich verändern kann,
und gib mir die Kraft,
die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann,
und gib mir die Weisheit,
eines vom anderen zu unterscheiden.
Verfasst: Mittwoch 14. November 2012, 18:04
von Quarius Lore
Es gibt Dinge, die geändert werden können und andere Dinge, dessen Macht eines einzelnen nicht ausreichen um eine Änderung durchzuführen. Im zweiten Fall, oder auch Zweifelsfall, sollte man sich auf die Intuition verlassen und auf den Glauben des eigenen Könnens.
Auf der Suche nach den schwarzen Rittern, die einst Bajard und Süd Gerimor befallen hatten, konnten keine Ergebnisse erzielt werden. Manchmal gab das Gefühl ohne Antwort, oder gar ohne Frage von zu Hause fortgegangen zu sein, eine Rückmeldung des Versagens. Andere Wissen natürlich nicht, was in einem vorgeht; nur erahnen oder die Körpersprache begutachten. Selbst das ließ einem nicht in die tiefe der Psyche blicken.
Verlorene Gedanken, gar hitzköpfige und durchweg übertriebene oder überhastete Gedanken, waren seit langem ein großer Verfolger....
Wie soll man denn, am einfachsten auf den für sich richtigen Weg finden, wenn Gedanken des Versagens in einem keimen?! Wen kümmert es eigentlich was ein gefallener denkt?
Oft dachte er abzubrechen und zurückzukehren, doch das Gefühl des Scheiterns ließ ihn immer davon ab. Zu festgefressen in der Tatsache verloren und vom Glauben abgekommen zu sein...Zweifel die sonst niemals Teil seines Charakters waren sind zu einer immensen Last herangewachsen.
An einem sommerlichen Abend in einem Wirtshaus beschloß er sich ein Ende zu machen. Nicht schnell, aber langsam sodass die Zellen seines Kopfes im langsamen Zustand, sich zu dezimieren hoffte. Mit Sinnen benebelt und nicht mehr her über seine Lage wurde er aus dem Wirtshaus geworfen....so endete ein langer Glaubenskrieg und zwar nicht mit Letharen und Ahad - Krieger, oder Pantherrittern.
Der eigentliche Kampf hatte nun begonnen und zwar gegen sich selbst...Die Gedanken an vergangene Tage wurden immer weniger...fast alles war bereits vergessen...
Wen interessierte es was mit ihm passiert...Temora? Sie hatten ihn vor Jahren verlassen...
Der Orden der Temora...? Es kam nie eine Antwort auf seine Schriebe...
In dem selben Wirtshaus, an einem anderen Tag, dachte er kurz eine abscheuliche Fratze gesehen zu haben. Wie einst in den Höhlen von Gerimor...
'Am Ende, dachte er und schnappte sich die Weinflasch, 'holt uns Krathor, egal für welche Seite man sich entschieden hat!'