Wie jeden Tag zieht er seine Runden durch Bajard, immer die Augen in die Ecken und Gassen schweifend lassend, auf der Suche nach Plünderern oder anderem Gesindel, welches Ihr Unwesen in dem Fischerdörfchen trieb. Seit Wochen schon dieser Gestank und dieses blutähnlich verseuchte Wasser, hervorgerufen durch Diener Krathoris oder ihm sogar selbst. So die Meinung der dunklen Magier. Er war auf der Hut, bis aufs äußerste gespannt und seine Hand war oft schneller am Schwert als der Kopf arbeitet, der die Gedanken und Bilder einer Situation zusammensetzte. Nicht nur beim Ihm lagen die Nerven ziemlich blank und Ruhe, wie auch Gelassenheit waren Fremdworte geworden.
So traf er auf eine Ansammlung mehrerer Menekaner die er umgehend versuchte zu befragen, was sie denn hier tun würden und wollen. Nach der ersten wohl gleich klingenden Antwort ward das Schwert gezogen und in Richtung des Halses des Gegenübers erhoben. Doch durch ein besonnenes Einwirken eine Frau konnte schlimmeres vermieden werden.
So erfuhr Siran, das sie gekommen sind um in Bajard gegen die Seuche vorzugehen, bevor sie der Wind und die Fluten an ihre Insel treiben würden. Er zog sich zurück vor das Dorf um den Menekanern den Rücken frei zu halten und nach Möglichkeit den Zugang für Gegner zu erschweren, bis die Menekaner ihre Untersuchungen beendet hatten.
Zwischenzeitlich gesellte sich Mandred und eine ihm derzeitig unbekannte Ritterin zum Zelt. Als sie sich nach den Rahalern Zelten erkundigte platzte Siran fast der Kragen in der Angst das wieder einer daher kommen würde und versuchen diese abzufackeln, wie es dieser Arenvir schon einmal, oder Rafael als er die Häuser in Bajard anzünden lies. Die Ritterin hielt sich wacker und konnte Siran überzeugen, das dieses nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählen würde. So nahm auch dieses Gespräch einen weiter ruhigen Verlauf. Der Informationsaustausch wurde unterbrochen als 2 Menekaner zum Zelt kamen und berichtet was sie erreicht haben und er nun die Aufgabe hätte Bajard von der Blutplage zu befreien. Dazu reichten sie ihm eine große Schale Salz, welches von Eluive gesegnet war. Dies würde bewirken, das das Blut und der dadurch verursachet Gestank aus den Wasserpfützen verschwinden würde.
Überglücklich endlich etwas Sinnvolles für Bajard tun zu können, lief er durch alle Ecken Bajards und verkrümelte die gesegneten Salzkrumen. Langsam verschwand das Blut aus diesen von den Salzkrümeln berührtem Wasser. Am Hafen angekommen unternahm er angesteckt durch die herausragende Wirkung des Salzes, voller Euphorie den Versuch, Salz in das Hafenbecken zu streuen. Er starrte gebannt auf die rote Brühe, es schien sich nichts zu tun, doch dann plötzlich entfärbten sich einige Stellen und sauberes Wasser kam zum Vorschein. Grübelnd musterte er den Vorgang und schätze die angewandte Menge Salz zur Reaktion darauf ein und entschied sich nochmals hierher zu kommen, nachdem er alle internen Übel im Dorf beseitigt hatte. So lief er streuend durch das Dorf und bedachte so gut es ging jede rot schimmernde Stelle mit dem gesegneten Salz.
Unterwegs traf er Lairja die ganz verwundert war, dass das Blut verschwinden würde. So erklärte er ihr wie es dazu kam. Sie rannte los um Beldan zu holen, damit sie zu dritt zum Hafen gehen konnten, um Salz dort zu verstreuen. Siran wartet schon ganz ungeduldig auf Beide. So schritten sie gemeinsam durch diese unsäglichen Bäume, um zum Hafen zugelangen. Dort angekommen ging Siran zum großen Steg und warf rundherum einige Hände voll ins Wasser, um Lairja die Wirkung zu demonstrieren. Wie vorher dauerte es eine kleine Weile bis eine Reaktion zu sehen war. Begeistert machten sich beide dann weiter daran, das geheiligte Salz im Hafen zu verteilen.
Nur wenige Krümel des Salzes waren noch verbleiben als Siran am Abend todmüde ins Bett neben seine Frau sank. Das Salz hatte er auf den Tisch der Herberge gestellt.
Am nächsten Tag traf er auf seinem Streifzug einen Rabendiener, mit dem er sich sofort anlegte, da sie wohl die Auslöser dieses ganzen Übels waren.