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Verfasst: Samstag 9. Mai 2009, 10:48
von Rowan
Burgvorsteherin.... .

Wie oft sie das die letzten Tage vor sich hin geflüstert hat, weiß Rowan nicht mehr. Es kam überraschend. Eben noch beglückwünschte sie Zenturio Viridian und Zenturio Rachus, als der Burgherr sie aufrief. "Schneiderin Rowan." Sie zuckte erschrocken zusammen, da sie mit sowas ja nicht rechnete. "Ab heute Burgvorsteherin der Burg Eisenwart..... ."
Diese Worte brachten ein kleines, feines Lächeln in ihr Gesicht.

Harte Arbeit zahlt sich doch immernoch aus!

Und ja, sie arbeitete hart. Viele Nächte schlug sie sich um die Ohren, um Aufträge fertig zu bekommen innerhalb und außerhalb der Burg.
Viele Kunden hatte sie schon, welche sie geduldig bis zum Schluß einkleidete.
Gejammer war von ihr nicht zu hören. Früher wurde sie für Widersprüche und Gejammer von ihrem Vater geschlagen.
Und Rowan lernt schnell.... .

Sie fütterte grad ihre Katze, als Hilfsarbeiter Blamont in ihre Schneiderstube trat. Der "Gute" hat sich einen Monat Strafarbeit eingehandelt, dafür baumelt er nicht am Galgen.
Dafür aber untersteht er jetzt Rowan und sie würde dafür sorgen, dass ihm nicht langweilig wird. Vielleicht wird er sich manchmal wünschen doch am Galgen zu hängen.
Sie mustert ihn, als er die Wolle in ihre Truhe packt.
Ja, mitgenommen sieht er aus und verletzt ist er sowieso. Aber noch viel verletzter ist sein Stolz. Abhängig von einer kleinen Schneiderin... .

Er zählt ihr noch kurz auf, dass er alle aufgetragenen Arbeiten fast erledigt hat. Rowan nickt nur, sie wird den Kontrollgang später machen.
Und findet sie nur eine staubige Ecke, wird er von vorne anfangen.
Mit hängenden Schultern macht er sich auf zu seiner letzten "guten Tat" heute. Auf das es morgen wieder von vorn beginnt.
Ja, seine Liste ist lang den Monat über, aber Rowans Liste ist noch viel länger.
Mit einem kleinen, gemeinen Grinsen schaut sie ihm hinterher.
Er hat nun viel Zeit nachzudenken, vielleicht fruchtet es ja mal.

Verfasst: Sonntag 17. Mai 2009, 23:16
von Alexyos Rachus
Müde und erschöpft ritt der Zenturio zurück zur Burg, der lange Zug der Mitstreiter und er selbst wurden von den zurückbefohlenen Wachmannschaften beim Passieren des Tores bejubelt und beglückwunscht. Die Kunde von der Eroberung Varunas und deren Zerstörung hatte sich mit Windeseile verbreitet und die Burg vor dem Eintreffen der Legion bereits erreicht...

Es herrschte eine Weile noch Aufregung, bis man sich vom Wohlbefinden des Burgherrn überzeugt hatte. Die Angst, von Rahal verraten zu werden, geschweige in der Schlacht gegen die Lichten zu unterliegen, war groß gewesen doch guten Endes unbegründet.
Die Legionäre glitten mühselig vom Sattel ab, ließen sich von den zurückgebliebenen Lakaien Mundvorrat und frisches Wasser bringen, lösten das schwere Gepäck vom Körper... dabei sprach keiner von ihnen ein Wort mehr, die Erschöpfung hatte jeden fest in Griff.

Der Zenturio stapfte schwerfällig durch das Gemenge und klopfte vereinzelt Legionären lobend auf die Schulter oder ließ ihnen ein anerkennendes Nicken zuteil werden. Einige der tapferen Soldaten vollführten bei der Sichtung der Zenturios noch einen hastigen Salut. Nachdem die mitgenommenen Pferde zurück in den Stall gebracht wurden, wo sie reichlich vom Stalljungen gefüttert und gepflegt wurden, stapften die Mannen zum Antreten in die große Burghalle, die abschliessende Rede ihrer Heerführer und des Burgherrn erwartend...

Verfasst: Montag 18. Mai 2009, 17:06
von Rowan
Lange noch konnte Rowan nicht einschlafen. Das war ihre erste Schlacht und sie hatte den ersten Menschen in ihrem Leben getötet. Also rein physisch, psychisch hatte sei einige auf dem Gewissen. Ja, sie hatte schon gefoltert und war auch bei Hinrichtungen zugegen, aber es ist doch ein Unterschied auf Leben und Tod dem Gegner das Schwert in den Leib zu rammen.
Und gerade Rowan. Ihre Stärke war ihre Zunge, ihre Waffe die Nadel.
Nun wurde eingetauscht gegen Schwert und Schild.
Ihr taten die Knochen weh. Die Rüstung auf so lange Zeit zutragen, dazu erst die Fahne Eisenwarts und später die Waffe. Sie trug alles mit Stolz, in "ihren" Farben, neben "ihrem" Burgherrn.

Sie war sehr aufgeregt gewesen vorher. Armoran meinte noch, sie soll ihre innere Ruhe finden. Rowan lief einmal um die Burg, aber innere Ruhe?

Das waren so viel Eindrücke, so viele Leute und Wesen.
Kryndlagor.... .
Ja, der Wyrm. Gehört hat sie schon viel. Gesehen heute in der Schlacht das erste Mal. Erfürchtig blickte sie empor, ja sie sprach sogar kurz mit ihm.
Dann die brennende Stadt. Sie selber hat die Banner Varunas mit angezündet.


Rowan blickte an die Decke. Morgen mußte sie was unternehmen. Ihr unterstanden die Handwerker und mit denen gab es ein Hühnchen zu rupfen.

Und sie wußte, welche Strafe sie verhängen würde... .