Wege einer Kriegerin

Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Vieles hatte sich verändert.
Wie erwartet brachte der Clan dne Krieg auf die Insel und sein erstes Opfer hies Eisenwart.
Anfangs schien es das sich eine Freundschaft zwischen Clan und den Gefährtinnen entwickeln würde, doch mehr als einmal versuchten diese Barbarischen Krieger sie für ihre Zwecke einzuspannen.
War es ein drohendes auftreten vor dem Lager oder ein angebliches Verteidigen der Insel gegen angebliche Feinde.
Mal war es still um den Clan und dann wich diese Stille wieder einem vermehrten Auftreten.
Das Lager der Gefährtinnen wuchs Tag für Tag und ebenso die Zahl derer die sich dieser Gemeinschaft anschlossen.
Jeder Tag brachte neues mit sich.
Neuen Ärger mit einigen Schwestern, neuen Ärger mit Fremden.
Selten waren die Tage an denen einfach mal nichts passierte.
Und Ronya ?
Sie wurde stiller - zog sich zurück mehr und mehr tat sie jenes.
Sie nahm ihre Aufgaben als Anführerin ernst, vielleicht zu ernst sie wusste selber das sie viel mehr an die anderen deligieren musste.
Aber wenn man wollte das etwas richtig getan wurde, tat man es am besten selber.
Sie entwickelte sich mehr und mehr von der Kriegerin zur Diplomatin und Moralpredigenden.
Mut und Kampfkraft wich mehr und mehr der Angst.
Angst das sich die geschichte wiederholen könnte.
Angst das sie erneut die Verantwortung für den Tod ihrer Gefährtinnen trug.
Doch sollte es so enden ?
Wollte sie so enden ?
Sie hörte auf drüber nachzudenken und vergrub sich in sich selbst.
Nahm kaum noch etwas wahr um sich herum, sah nur noch die Pflicht die Gemeinschaft aus allem Ärger und allen Konflikten herauszuhalten.
Immer die Angst im nacken es könnte sich alles wiederholen.

Bis zu jenem Tag..........
Alassea eine der letzten vier überlebenden der alten Gemeinschaft war der ausschlaggebende Grund.
Sie schaffte es nicht sich in diese Gemeinschaft einzufügen.
Sie lebte in der Vergangenheit und hoffte das diese Gemeinschaft sich zu dem entwickeln würde was die alte einst war.
Doch alle versuche Ronya's sie davon zu überzeugen das dies niemals möglich sein würde, scheiterten.
Es schmerzte sie mit anzusehen wie sich eine Schwester der alten Blutsbande immer weiter absonderte und es täglich zu neuen Streit kam wegen ihr.
Sie selber war es leid sich immer wieder schützend vor Alassea zu stellen und nicht zuletzt mit sicherheit die eine oder andere Gefährtin dadurch vor den Kopf zu stossen.
Sie war es leid das sie nun auch noch innerhalb des Lagers jeden tag für Frieden sorgen musste - hatte sie doch genug ärger mit denen ausserhalb.
Sie musste fort von hier, sich wiederfinden.
Sie musste alleine sein und in ihr eigenes Herz blicken.
Sich wiederfinden in ihrem inneren Chaos.
Sie packte ihre Sachen und verabschiedete sich von der Gemeinschaft.
Ihr ziel war eine nahe Höhle auf Lameriast.
Eine unterirdische Welt, bevölkert von so ziemlich allem was auf dieser welt lebte.
Sie wollte wissen was sie noch als Kriegerin taugte und sollte sie scheitern so fand sie wenigstens den Tod einer Kriegerin und nicht eines schwachen jammernden Weibes zu dem sie sich entwickeln würde, wenn die dinge sich nicht veränderten.
Sie trug den Schwestern auf nach ihr zu suchen wenn sie nicht binnen einer Woche zurück sei.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Seit Tagen war sie nun unterwegs.
Die höhle auf Lameriast welche sich vorne als recht erbaulich erwies, gab je sie tiefer sie vordrang mehr udn mehr ihrer dunkelsten geheimnisse preis.
Sie genoss es.
Jeder schwertstreich spritze ihr blut ins gesicht und auf die Rüste.
Sie traf auf eine räuberbande die dort unten lebte und kurze zeit später auf Oger und zweiköpfe.
Sie durchtrente die kehlen der Räuber, versetzte jenen wie in einem Blutrausch schon am boden liegend noch einen letzten schwerthieb.
Röchelnd und Blutend brachen ihre opfer zusammen.
Ronya befand sich wie im Rausch.
Euphorie durchzog ihren ganzen Körper und zum ersten mal seit Jahren wieder , genoss sie es zu töten.
Es war wie ein Aufschrei den sie lange unterdrückt hatte.
Sie legte irgendwann eine Rast ein und besah ihr eigenes Spiegelbild in einer kleinen Quelle.
Blut.
Wohin sie schaute Blut.
Ihr Gesicht ihr Körper, Ihre waffen - an allem klebte Blut oder tropfte herab.
Sie beschloss dieses nicht abzuwaschen.
Mehr noch sie schaute stolz und Euphorisch auf dieses Blut.
Endlich - Endlich war sie wieder das was sie so lange unterdrückte.
Sie beendete die Rast udn zog weiter.
Wiede rund wieder gingen ihr worte des Druiden Serendos durch den Kopf.
" Bleibt auf euren weg " Hatte er gesagt.
Ronya spuckte aus " Euer Weg " wiederholte sie .
" Dieser weg ist schwach " Fauchte sie und schlug einem herannahendem Zombie den kopf ab und trennte seinen leib in zwei hälften mit dem nächsten streich.
Töten und zerstören das war es was ihr blut in Wallung brachte.
Sie genoss jede sekunde dieser Freiheit die sie hier hatte.
Und doch, im hinterkopf wusste sie, das dieses ein ende haben würde wenn sie zu den Gefährtinnen zurück kehrte.
Aber was wenn nicht ?
Was wenn sie diesen weg fortsetzte ?
Würden die anderen ihr folgen ?
Sie hatte genug von diesem neutralen dasein udn friedensgefasel.
Was hatte es denn gebracht ?
Niemand nahm die Gemeinschaft wirklich ernst.
Sie redeten ohne zu kämpfen.
Wieder schlachtete , nein richtete sie einen der Diebe nahezu hin.
Sie durchbohrte ihn mit dem Schwert, rammte ihr schild vor und schlug dann erneut mit schwert zu.
Sein kopf flog einige meter und noch während der Rest des Körpers sich langsamm neigte, in begriff umzufallen, stiss sie das Schwert vor und drehte die klinge.
Blutrausch.
Sie war wieder was sie lange vergessen hatte, was im Friedensgefasel der Gemeinschaft fast gestorben wäre, eine Kriegerin.
Sie würde nicht mehr von diesem weg weichen wollen.
Die Gemeinschaft was würde sie dazu sagen ?
Es war ihr hier udn jetzt völlig egal.
Um die gemeinschaft würde sie sich später kümmern, doch sie wusste, diesen Weg hier würde sie nie wieder verlassen wollen.
Sie fühlte sich wohl dabei, jeden Muskel zu spüren und die welt durch einen blutroten schleier der ihr das Gesicht benetzte, dem Blut ihrer Feinde , zu betrachten.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Sie genoss es das blut der Feinde auf den Lippen zu schmecken.
Tiefer stiess sie in das Gewölbe vor und je weiter sie ging umso weniger dachte sie an die Gefährtinnen an das leben ausserhalb dieses Labyrintes.
Hier gab es nur sie, ihr Schwert und den Feind.
Sie rastete und schaute in ihren Beutel.
" Mut " stand auf einigen der Flaschen die sie bei sich trug.
Sie warf jene Achtlos weg.
Ihr Mut war wieder da sie brauchte jenen nicht künstlich wecken lassen durch irgendwelche Tränke.
Sie entfachte ein kleines Feuer und briet sich in einer dieser Ruinen etwas Zweikopffleisch.
In der Glut stochernd sackte sie irgendwann in sich zusammen und schlief ein.
Um dann Gefangen wieder aufzuwachen.
Wo bei allen Göttern war sie ?
Sie versuchte sich zu bewegen, vergeblich.
Sie drehte den Kopf und schaute in die Augen vieler Spinnen, jedes so groß wie ein kleines Folen.
Verflucht wie konnte sie so unachtsam sein.
Sie schaute um sich und bemerkte erst jetzt sie in etwa 2 meter höhe in einem Spinnenetz eingewoben ward.
Sie fluchte in einem fort und schalt sich selber.
Zappeln brachte nichts und an ihre Waffen kam sie nicht heran.
Einige lagen an dem erkaltetem Feuer unweit und ihre Dolche waren im Stiefel an welche sie kaum herankam.
Warten...... doch worauf ?
Auf den Tod ?
Auf den Augenblick da sich eines der Biester anschickte ihr das tödliche Gift zu verabreichen und sie als Abendessen für ihre jungen zu verteilen ?
Sie muste etwas tun - doch was ?
Sie konnte die Augen nicht offen halten, warscheinlich war sie bereits vergiftet und dieses Gift schwächte nun ihren Körper.

Irgendwann wurde sie wach.
Lautes scheppern, aufgeregte rufe und zuletzt ein dumpfes Krachen auf den Boden, weckten sie.
Jemand zerschnitt die Fingerdicken spinnenfäden mit denen sie im Netz gefangen ward.
Langsamm kam sie zur besinnung.
Und neue Kraft durchströmte ihren Körper.
Sicher verdankte sie jenes Alassea die in der nähe stand neben allen anderen Schwestern der Gefährtinnen.
Sie war gerührt.
Alle waren da, sogar Marye und Zera welche einige Tage vor Ronyas aufbruch in jene Höhlen das Lager verlassen hatten.
Ein gefühl von Stolz durchfuhr sie, das alle sich aufgemacht hatten sie zu retten.
Der Weg nach draussen war beschwerlich und die Kriegerinnen bahnten unbändig einen freien weg.
Sie schlugen eine Gasse in die Horden der feinde, so wie tage zuvor sie selber es tat.
Doch erkannte sie das den meisten etwas fehlte das sie grade selber für sich entdeckt hatte.
Leidenschaft.
Sie kämpften nicht um des Kampfes willen sondern um des Zweckes.
Ihnen fehlte das Feuer und der Glanz in den Augen beim Töten der Feinde.
Würden sie es je finden ?
Ronya wusste, sie hatte sich wiederentdeckt und hoffte nun das sich jenes innere Feuer auf die anderen übertragen würde.
Doch würde sie es schaffen ?
Und was wenn sie es nicht schaffte ?
Sie wollte nicht wieder zurückfallen in dieses Gemisch aus Angst und Diplomatischen geschwätzes.
Kriegerinnen wollte sie um sich haben.
Kriegerinnen die das selbe Feuer in sich spürten beim töten ihrer Feinde.
Nicht dieses geschwätz von Frieden und Güte.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Es waren Monate vergangen.
Wieder und wieder hielt diplomatischer unsinn ihn ihr umfeld einzug.
Sie war dankbar für jede Hilfe die ihr Xinthra dabei war.
Doch in ihrem inneren kochte es.
Mehr als nur einmal musste sie sich immer wieder zusammenreissen nicht laut das zu sagen was sie wirklich dachte.
Immer nur freundlich lächeln und blos nichts anmerken lassen, meistens nahm sie an diplomatischen treffen gar nicht mehr teil.
Zu groß war die gefahr das sie die ganze grupe der Gefährtinnen durch eine unbedachte geste oder ein aus versehen laut gesprochenes wort, in schwierigkeiten brachte.

Doch in ihr kochte es weiter.
Unbändige Wut und gier nach dem Blut ihrer feinde war kaum noch zu bremsen.
Besonders zu spüren bekamen das zwei Anguren.
Sie schlug auf den kerl ein und jeder Schlag war wie eine befreiung.
Sein Blut floss, ihr blut floss es war ein gemetzel.
Anguren zeichneten sich durch eine bemerkenswerte zähigkeit aus, die andeen Schwestrn lagen längst am Bodne und noch immer flogen die funken zwischen den beiden Waffen.
Sie sah die bewustlosen gefährtinnen und ihre angestaute wut wurde nur noch größer.
Endlich ging ihr kontrahent zu boden und erschöpft sackte sie auf die knie, gestützt auf das zweihandschwert.
Blut lief von der Klinge und Schweis vermischte sich mit weiterem eigenem Blut auf ihrer Haut.
Nichts rein gar nichts war besser als dieses Gefühl.
Auch wenn die Anguren gar etwas Tumb waren, so verstanden sie es doch zu kämpfen.


Wieder verliefen Tage in langeweile und wurden durch nervende Diplomatie zu langweiligen Tagen.
Ein Pakt wurde gegründet, frieden geschlossen.
Doch wozu ?
Es gab oft sogar momente wo sie sich dabei erwischte wie einfach es doch wäre die Fürhung der Gefährtinnen einer anderen Schwester zu überlassen und einfach zu gehen.
Sie erschrak über diese eigenen gedanken.
Doch tief in ihrem inneren wusste sie das sie noch nicht bereit war für ein leben in frieden und eintracht.
Die unbändige Kriegerin in ihr verlange ihren Tribut und wollte nichts anderes als den Kampf.
Antworten